[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zentrifugenvornchtung mit verbesserter Prozessanalysetechnclogie
(PAT) gemäß dem einleitenden Teil des Anspruchs 1, ein Verfahren zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts
einer Suspension in einer Zentrifugentrommel, wie im Anspruch 26 angegeben und ein
Verfahren zur Probenentnahme aus einer Zentrifugenvorrichtung wie es durch Anspruch
27 definiert ist. Unter dem Begriff "Zentrifugenvorrichtungen" sind im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung jegliche Ausführungsformen von Zentrifugenvorrichtungen
zu verstehen. Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird insbesondere auf Zentrifugenvorrichtungen
mit integrierter Trocknerfunktion, sogenannte Zentrifugen-Trockner, Bezug genommen
werden. Die vorliegende Erfindung und die in ihr offenbarten technischen Merkmale
sind jedoch auch auf Zentrifugenvorrichtungen ohne integrierten Trockner und alle
anderen Arten von Zentrifugen anwendbar. Der Begriff Zentrifugenvorrichtung ist also
ohne Einschränkung auf einen bestimmten Zentrifugentyp zu verstehen.
[0002] Solche Zentrifugenvorrichtungen sind in einer Vielzahl von Anwendungen auf dem Gebiet
der gewerblichen Nutzung bekannt. Beispiele hiervon sind aus den Dokumenten
DE 4 013 388 A1 und
EP 0 454 045 A2 bekannt. Insbesondere in der Pharmaindustrie spielen sie eine große Rolle bei der
Herstellung von Medikamenten. Die bekannten Zentrifugenvorrichtungen haben gemein,
dass in ihnen in einer Suspension, d.h. ein Fluid mit Feststoffanteil, die feste Phase
von der flüssigen Phase getrennt werden soll. Bei Zentrifugenvorrichtungen mit Trockner
wird nach der Trennung die feste Phase zudem getrocknet, so dass ein Pulver entsteht.
[0003] Die Trennung von fester Phase und flüssiger Phase erfolgt, indem die Suspension über
ein Füllelement zum Einfüllen in eine Trommel eingefüllt wird, die dann mit hoher
Geschwindigkeit rotiert. Es ist auch bekannt, die Trommel zuerst in Rotation zu versetzen
und dann das Fluid während der Rotation einzufüllen, um eine durch die eingeführte
Suspension hervorgerufene Unwucht beim Starten des Rotationsvorgangs zu vermeiden.
Während der Rotation wirken hohe Fliehkräfte auf die Suspension, die bewirken, dass
die Suspension gleichmäßig über den Umfang verteilt von innen an die Mantelfläche
der Trommel gedrückt wird.
[0004] An der Mantelfläche der Trommel befindet sich ein Filter. Dabei kann es sich um ein
Filtertuch handeln, wie z.B. bei einer Stülpzentrifuge, oder es kann sich um ein metallisches
Filterelement handeln. Die Verwendung eines Filterelements hat zur Folge, dass die
flüssige Phase der Suspension während des Zentrifugierens durch den Filter tritt,
während die feste Phase im Innenraum der Trommel verbleibt.
[0005] Die Trommel besteht herkömmlicherweise aus einer Mantelfläche und einem mit der Mantelfläche
einstückig ausgebildeten Trommelboden, der eine Stirnseite der Trommel bildet. Der
Trommelboden ist auf einer Antriebswelle gelagert, die von einem Motor angetrieben
wird. Eine zweite Stirnseite der Trommel wird von einer Stauscheibe ausgebildet, die
die Trommel dichtend verschließt. Die Trommel, d.h. Trommelmantel und Trommelboden,
und die Stauscheibe sind zueinander axial verschieblich, damit das Endprodukt aus
dem Trommelinnenraum entnommen werden kann. Die Stauscheibe ist auf einer Stauscheibenwelle
gelagert. Im allgemeinen wird eine der Wellen (d.h. Stauscheibenwelle oder Antriebswelle)
hohl ausgebildet, um so einen Kanal zu erhalten, durch den die Suspension in den Innenraum
der Trommel eingefüllt werden kann, selbst wenn die Trommel bereits rotiert.
[0006] Häufig wird der Filter konisch ausgebildet, wobei dann während des Zentrifugierens
auch eine axiale Kraft auf die Suspension wirkt, die bewirkt, dass sich das zentrifugierte
Produkt an einer Stirnseite der Trommel sammelt. Diese Stirnseite ist zumeist jene,
die von der Stauscheibe gebildet wird, da diese Stirnseite zur Entnahme des Produkts
geöffnet wird. Zudem kann während des Trocknens und der Entnahme das Produkt einfacher
zur Stauscheibenstirnseite bewegt werden, da seine Bewegung von der Konusform unterstützt
wird.
[0007] Nach dem Zentrifugieren haftet die nasse feste Phase der Suspension in einer bestimmten
Schichtdicke an der Innenseite des Trommelmantels. Diese anhaftende Suspension wird
Kuchen genannt. Zum Austragen dieses Kuchens aus der Trommel sind verschiedene Vorgehensweisen
bekannt. Sie lassen sie allgemein in pneumatische Austragungsarten und mechanischer
Austragungsarten aufteilen.
[0008] Bei den mechanischen Austragungsarten gibt es zum einen die bei Stülpzentrifugen
angewandte Methode eines Filtertuchs, das aus einem elastischen Filtermaterial besteht.
Dieses Filtertuch weist die Form eines Zylindermantels auf, und ist mit einem Rand
mit dem Trommelmantel verbunden und mit dem anderen Rand mit einem zweiten Trommelboden,
der bei geschlossener Trommel unmittelbar auf der Innenseite des ersten Trommelbodens
angeordnet ist. Der zweite Trommelboden ist zudem mit der Stauscheibe verbunden, so
dass er zusammen mit dieser bewegt wird. Nun wird die Stauscheibe und der zweite Trommelboden
axial relativ zu der Trommel bewegt, wobei das Filtertuch quasi "auf links gekrempelt"
wird. Die Stauscheibe und der zweite Trommelboden müssen über die doppelte Trommellänge
bewegt werden, bis das gesamte Filtertuch umgestülpt ist. Durch das Umstülpen löst
sich der Kuchen von dem Filtertuch und das zentrifugierte Produkt kann entnommen werden.
Ein Nachteil dieser Bauform ist, dass die Stauscheibe um die doppelte Trommellänge
bewegt werden muss, und die gesamte Zentrifugenvorrichtung deswegen erhebliche Ausmaße
annimmt.
[0009] In einem weiteren bekannten mechanischen Verfahren zum Austragen des Kuchens wird
ebenfalls ein zweiter mit der Stauscheibe verbundener Trommelboden verwendet. Anstatt
eines Filtertuches wird jedoch ein Metallfilter verwendet, der an der Innenseite des
Trommelmantels angeordnet ist. Der zweite Trommelboden weist einen Durchmesser auf,
der nur etwas kleiner als der Durchmesser des Metallfilters ist. Zum Austragen wird
dann die Stauscheibe und der zweite Trommelboden axial relativ zu der Trommel mit
dem Metallfilter bewegt, so dass der zweite Trommelboden den Kuchen aus der Trommel
schiebt. Ein Vorteil dieser Anordnung ist, dass die axiale Baulänge der Gesamtzentrifugenvorrichtung
verkürzt ist, da die Stauscheibe und der zweite Trommelboden nur über die Strecke
einer Trommellänge bewegt werden müssen. Ein Nachteil ist, dass der Spalt zwischen
dem zweiten Trommelboden und der Metallfilter durch Fertigungsungenauigkeiten oder
durch Abnutzung eventuell groß wird, so dass Restprodukt in der Trommel an dem Filter
haftet und dort verbleibt. Auch durch wiederholtes Bewegen des zweiten Trommelbodens
besteht keine Möglichkeit diese Produktreste auszutragen und der Filter bleibt durch
diese Produktreste verstopft.
[0010] Bei pneumatischen Austragungsverfahren wird in einem Zwischenraum zwischen dem Metallfilter
und Trommelmantel, genannt Ringraum, ein Fluid, hauptsächlich gasförmiges Fluid, mit
hohem Druck eingespritzt und der Kuchen vom Filter abgesprengt, so dass er im unteren
Bereich der Trommel zu liegen kommt. Dadurch dass der Filter bei diesem Verfahren
einen Konus aufweist, der sich zur Stauscheibe hin aufweitet, kann durch wiederholte
Gasfluidstöße das am Boden der Trommel befindliche Produkt sukzessive in Richtung
Stauscheibe bewegt und aus der Trommel heraus transportiert werden.
[0011] Des weiteren kann jede der voranstehend genannten Zentrifugenvorrichtungen auch mit
einer Trocknerfunktion ausgestattet sein, die erlaubt, die nasse feste Phase der Suspension
nach dem Zentrifugieren zu trocknen. Dies geschieht beispielsweise bei Zentrifugenvorrichtungen
mit einem pneumatischen Austrag dadurch, dass ein Fluidgas in den Trommelinnenraum
gesprüht wird, das das in der Trommel befindliche Produkt nach und nach trocknet.
Dadurch kann nach einem Öffnen der Trommel durch Verschieben der Stauscheibe bereits
ein getrocknetes Produkt in Pulverform entnommen werden, das sofort weiterverarbeitet
werden kann.
[0012] Herkömmlicherweise wird die endgültige Qualität des durch Zentrifugieren und Trocknen
gewonnenen Produkts erst nach dem gesamten Prozess, d.h. nach dem Zentrifugieren und
nach dem Trocknen, überprüft. Teilweise findet zwar auch eine Qualitätsuntersuchung
vor und während des Verarbeitungsprozesses statt, da diese jedoch einige Zeit benötigt,
ist in dem Fall, in dem die Qualitätsüberprüfung negativ ausfällt, die gesamte im
Fertigungsprozess gewonnene Produktion nicht mehr zur Weiterverwendung geeignet. Beispielsweise
kann es vorkommen, dass das entnommene Produkt noch nicht ganz getrocknet ist. Ein
feuchtes Produkt kann jedoch unter Umständen nicht weiterverarbeitet werden und muss
entsorgt werden. So entsteht ein Verlust und nicht unbedeutender wirtschaftlicher
Schaden.
[0013] Vorrichtungen zur Überprüfung der Produktqualität und des Suspensionszustands während
des Zentrifugierens bzw. während des Trocknens sind bei herkömmlichen Zentrifugenvorrichtungen
eher unzureichend, meistens gar nicht, implementiert. Mit der Möglichkeit, produktspezifische
Parameter online, d.h. während der Prozesse des Einfüllens, Zentrifugierens, Trocknens,
Reinigens, usw., zu messen, hätte man die Möglichkeit, eine gewünschte Produktqualität
sicherzustellen und die einzelnen Prozesschritte optimal einzustellen.
[0014] Beispielsweise wird häufig nach dem Zentrifugieren der Suspensionschlamm mit einem
Spülfluid gewaschen. Der beste Zeitpunkt für dieses Waschen ist, wenn sich noch etwas
flüssige Phase in der Suspension befindet. Bei bisherigen Zentrifugenvorrichtungen
war dieser Zeitpunkt praktisch nicht feststellbar, da einfach abgewartet wurde, bis
keine flüssige Phase mehr aus dem Innenraum herausfloss. Wenn die flüssige Phase jedoch
schon komplett ausgetreten ist, tritt das Problem auf, dass sich Luftblasen in dem
Kuchen gebildet haben, die verhindern, dass das Spülfluid den gesamten Kuchen wäscht.
Mit einer Vorrichtung zur Überwachung des Zustands der Suspension während des Zentrifugierens
könnte jedoch der Spülvorgang zum optimalen Zeitpunkt, wenn sich noch etwas flüssige
Phase im Kuchen befindet, eingeleitet werden.
[0015] Dementsprechend besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Bedarf an einer Prozessanalysetechnologie,
die ermöglicht, die Produktqualität und den Suspensionszustand während des Zentrifugierens
und Trocknens zu überwachen und das Herstellungsverfahren ggf. anzupassen. Eine vorrichtungsmässige
Lösung der Aufgabe ist eine Zentrifugenvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts
einer Suspension nach Anspruch 26 und durch ein Verfahren zur Probenentnahme aus einer
Zentrifugenvorrichtung gemäß Anspruch 27 gelöst.
[0016] Durch die erfindungsgemäß geschaffene Möglichkeit, produktspezifische Parameter online
zu steuern bzw. zu regeln, kann man sicherstellen, dass in jedem Fall ein verwertbares
Produkt entsteht und kein Produkt entsorgt werden muss.
[0017] Die aufgeführten technischen Merkmale zur Verbesserung der Prozeseanalysetechnologie
bei Zentrifugenvorrichtungen sind zwar insbesondere für solche Zentrifugenvorrichtungen
vorgesehen, die mit einem Metallfilter und einem pneumatischen Austrag arbeiten, sind
jedoch auch in Kombination mit allen anderen denkbaren Ausführungsformen von Zentrifugenvorrichtungen
anwendbar.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Antriebswelle hohl ausgebildet
und weist einen in sich verlaufenden Antriebawellenkanal auf, in dem ein Antriebawellenfüllrohr
geführt ist, das als Füllelement zum Einfüllen einer Suspension verwendet wird. In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an einem arbeitsraumseitigen
Ende des Antriebawellenfüllrohre ein trichterförmiges Element angebracht. In einer
Ausführungsform der Erfindung ist dieses trichterförmige Element einstückig mit dem
Antriebewellenfüllrohr ausgebildet.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die zu zentrifugierende und
zu trocknende Suspension mittels einer Pumpenvorrichtung gefördert, wobei der von
der Pumpenvorrichtung auf die Suspension beaufschlagte Druck variierbar ist. Durch
das trichterförmige Element entsteht der Vorteil, dass die Suspension nicht an dem
Rand der hohlen Welle nach unten tropft bzw. an der Innenseite des Trommelbodens in
Richtung Trommelboden abperlt. Durch Variation des Pumpendrucks und Einsatz eines
trichterförmigen Elements fließt die Suspension vom Trommelboden variabel beabstandet
auf den Filter. Durch die Variation des Drucks kann der Auftreffpunkt der Suspension
auf den Filter während des Einfüllens variiert werden und die Suspension so schon
beim Einfüllen gleichmäßig in der Trommel verteilt werden. So werden Ablagerungen
am Trommelboden, die ohne ein trichterförmiges Element über die Dauer einer fortwährenden
Benutzung entstehen, verhindert und so die Qualität eines erzeugten Produkts gesteigert.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Antriebswelle von einer
elektrischen Asynchronmaschine angetrieben. Vorzugsweise ist die elektrische Asynchronmaschine
von einer Bewegungssteuerungseinheit geregelt, der eine Gebereinheit die gegenwärtige
Lage der elektrischen Asynchronmaschine übermittelt, wobei eine durch die elektrische
Asynchronmaschine hervorgerufene Drehung der Antriebswelle in beiden Drehrichtungen
möglich ist. Vorzugsweise ist die Gebereinheit ein Sinus/Kosinus-Geber.
[0021] Vorzugsweise weist die elektrische Asynchronmaschine eine durch sie verlaufende Nebenwelle
auf, die über jeweils ein kraftübertragendes Endloselement sowohl mit der Antriebswelle
als auch mit der Gebereinheit verbunden ist. Durch die voranstehend beschriebene Asynchronmaschinenanordnung
ist es möglich, die Asynchronmaschine abseits der Antriebswelle aufzustellen, wodurch
die Zugänglichkeit der Asynchronmaschine und dadurch Wartung und Reparatur der Asynchronmaschine
vereinfacht werden. Die nachfolgend erläuterten weiteren Prozessanalysetechnolgien
stellen eine hohe Genauigkeitsanforderung an die Positionierung der Trommel. Durch
die voranstehend beschriebene Merkmalskombination wird diese hohe Positioniergenauigkeit
der Trommel gewährleistet.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Zentrifugenvorrichtung
einen exzentrisch an der Stauscheibe angeordneten Hubkolben zum axialen Bewegen der
Stauscheibe. Selbstverständlich kann auch jeder andere geeignete Mechanismus oder
jede andere geeignete Vorrichtung zum axialen Bewegen der Stauscheibe verwendet werden,
beispielsweise eine Pneumatikvorrichtung.
[0023] Erfindungsgemäß ist die Stauscheibenwelle hohl ausgebildet und weist in sich einen
Prozessanalysetechnologie -Kanal auf, der hiernach kulz als PAT-Kanal bezeichnet wird
und dessen eines Ende in den Arbeitsraum mündet.
[0024] Eine exzentrische Anordnung der Hubkolben an der Stauscheibe ist immer dann notwendig,
wenn die Stauscheibe bewegt werden soll. In einer denkbaren Ausführungsform, in der
die Stauscheibe feststeht und die Trommel mit dem Filter axial bewegt wird, wäre eine
Vorrichtung zum axialen Bewegen der Trommel und des Filters entsprechend exzentrisch
anzuordnen.
[0025] Durch eine exzentrische Anordnung der Hubkolben an der Stauscheibe in der bevorzugten
Ausführungsform wird es möglich, die Stauscheibenwelle hohl auszubilden und der entstehende
Kanal wird für die Prozessanalysetechnologie.
[0026] Erfindungsgemäß ist durch den PAT-Kanal mindestens ein Rohr geführt, das in den Arbeitsraum
hineinragt. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das mindestens
eine Rohr von einem Mantelrohr umgeben. Sollten mehrere Rohre vorgesehen sein, so
sind diese zusammen in dem Mantelrohr angeordnet, und das Mantelrohr durch den PAT-Kanal
geführt. Die Verwendung eines Mantelrohres erleichtert das Anordnen der Rohre in dem
PAT-Kanal, da das mindestens eine Rohr und die evtl. mehreren vorgesehenen Rohre in
dem Mantelrohr vormontiert werden können. Des weiteren erleichtert die Verwendung
eines Mantelrohres das Abdichten des PAT-Kanals, da sich eine einfach zu handhabende
Oberfläche ergibt. Das Abdichten des mindestens einen Rohrs an dem Mantelrohr wird
ebenfalls erleichtert, da diese Montage nicht in der Zentrifugenvorrichtung erfolgen
muss.
[0027] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das mindestens eine Rohr so gelagert,
dass es von einer Drehung der Stauscheibe und der Stauscheibenwelle entkoppelt ist.
Dies ist der Fall, falls das mindestens eine Rohr nicht von einem Mantelrohr umgeben
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Mantelrohr so gelagert, dass es
von einer Bewegung der Stauscheibe und der Stauscheibenwelle entkoppelt ist. Damit
ist auch das in dem Mantelrohr angeordnete mindestens eine Rohr von der Drehung der
Stauscheibe der Stauscheibenwelle entkoppelt. Die voranstehend beschriebene Lagerung
hat zur Folge, dass sich die durch den PAT-Kanal geführten Rohre nicht mit der Scheibe
drehen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um einige der nachstehend beschriebenen
Prozessanalysetechnologien in den Arbeitsraum einzubringen und sinnvoll nutzen zu
können. Dies ist vor allem bei optischen Geräten der Fall. Grundsätzlich ist hier
auch denkbar, dass die Rohre mit der Trommel mitrotieren, etwa wenn ein optisches
Gerät verwendet wird, das eine Aufnahme von immer demselben Punkt in der Trommel machen
soll.
[0028] In einer ersten erfindungsgemäßen Lösung ist in dem mindestens einen Rohr eine Vorrichtung
zum Durchführen von Infrarot(NIR)-Spektroskopie vorgesehen. Eine derartige Vorrichtung
dient zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts der Suspension.
[0029] In einer weiteren erfindungsgemäßen Lösung ist in dem einen Rohr eine Vorrichtung
zum Messen der Temperatur an dem arbeitsraumseitigen Ende des mindestens einen Rohrs
vorgesehen.
[0030] In einer erfindungsgemäßen Lösungsalternative ist an dem arbeiteraumseitigen Ende
des mindestens einen Rohrs eine optische Überwachungaeinheit zum Überwachen des Arbeitsraums
vorgesehen. Diese optische Überwachungseinheit kann z.B. eine Kamera sein.
[0031] In einer weiteren erfindungsgemäßen Lösungsalternative ist an dem arbeitsraumseitigen
Ende des mindestens einen Rohrs eine Lichtquelle zum Beleuchten des Arbeitsraums vorgesehen.
[0032] Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Lösung ist durch das mindestens eine Rohr
ein Endoskop in den Arbeitsraum geführt. Das Endoskop weist vorzugsweise eine Kombination
aus Lichtquelle und Kamera auf.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das mindestens eine Rohr als
Entnahmerohr zum Entnenmen einer Suspensionsprobe ausgebildet. In diesem Fall ist
an dem arbeitsraumseitigen Ende des mindestens einen Rohrs ein Trichter zum Aufnehmen
einer Suspensionsprobe angebracht. Des weiteren ist in einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung vorzugsweise eine Pumpenvorrichtung vorgesehen, die mittels eines von
ihr erzeugten Vakuums dazu in der Lage ist, die Suspensionsprobe durch das mindestens
eine Rohr zu saugen. Weiterhin ist vorzugsweise eine Auslassöffnung in der Zentrifugenvorrichtung
vorgesehen, durch die die durch das mindestens eine Rohr aus dem Probenraum gesaugte
Suspensionsprobe nach außen tritt. Durch die voranstehend beschriebene Anordnung kann
eine Suspensionsprobe, die in den Trichter gelangt ist, durch das Rohr gesaugt werden
und durch eine Auslassöffnung am Arbeitsraum abgewandten Ende entnommen werden. Dadurch
ist man zu jeder Zeit in der Lage, die Suspension zu untersuchen, ohne den Betrieb
der Zentrifuge zu unterbrechen oder den Arbeitsraum zu öffnen.
[0034] Vorzugsweise ist die Pumpenvorrichtung weiterhin dazu in der Lage, ein von ihr unter
Druck gesetztes Fluid durch das mindestens eine Rohr zu pumpen. Auf diese Weise erhält
man die Möglichkeit, das Rohr mittels des Fluids zu reinigen.
[0035] Vorzugsweise ist um die Ausgangsöffnung des Rohres ein abgedichtetes Gehäuseelement
angeordnet. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine sogenannte "Glove-Box" handeln.
Dabei handelt es sich um einen Kasten aus durchsichtigem Material, in dessen eine
Wand zwei Handschuhelemente eingearbeitet sind, durch die ein Arbeiter mit Gegenständen,
die sich in der "Glove-Box" befinden, arbeiten kann, ohne direkten Kontakt mit den
Gegenständen zu haben. Auf diese Weise können auch toxische Suspensionsproben entnommen
werden, ohne dass der komplette Raum, an dem sich die Zentrifugenvorrichtung befindet,
abgedichtet werden muss und die Arbeiter einen Schutzanzug tragen müssen.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist an dem arbeitsraumseitigen Ende
des mindestens einen Rohrs eine Ultraschallreinigungsvorrichtung angeordnet.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der PAT-Kanal mittels eines Dichtungselement
gegenüber der Außenumgebung abgedichtet. Das ist vor allem dann notwendig, wenn mit
toxisehnen Suspensionen bzw. Produkten gearbeitet wird. Grundsätzlich ist jedoch denkbar,
dass der PAT-Kanal sowohl an seinem außenumgebungsseitigen Ende wie auch an seinem
arbeitsraumseitigen Ende abgedichtet ist, um eine Verschmutzung des Kanals grundsätzlich
zu verhindern und die Sicherheit gegenüber einem Austreten von toxischem Material
aus dem Arbeitsraum in die Außenumgebung zu erhöhen. Vorzugsweise ist das Dichtungselement
eine antiseptische Doppellippendichtung.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Drehvorrichtung zum Drehen
des mindestens einen Rohrs vorgesehen. Dabei ist sowohl denkbar, dass sich das mindestens
eine Rohr in dem Mantelrohr dreht, wie auch dass das Rohr gegenüber dem Mantelrohr
fixiert ist und durch die Drehvorrichtung des Mantelrohrs gedreht wird, so dass sich
das Rohr mit diesem dreht. Sollte mehr als ein Rohr vorgesehen sein, ist vorzuziehen,
dass die Rohre in dem Mantelrohr fixiert sind und die Drehvorrichtung das Mantelrohr
mit dem von ihm ummantelten Rohren gemeinsam dreht.
[0039] Vorzugsweise ist die Drehvorrichtung so ausgebildet, dass das mindestens eine Rohr
in mindestens einer Lageposition fixierbar ist. Dadurch soll verhindert werden, dass
das Rohr, bzw. das Mantelrohr, mit dem das Rohr fest verbunden ist, ungewollt seine
Position ändert.
[0040] Vorzugsweise ist das mindestens eine Rohr mittels der Drehvorrichtung in einer ersten
Position, in einer zweiten Position, die von der ersten Position um 90° gedreht angeordnet
ist, und in einer dritten Position, die von der zweiten Position um 90° und von der
ersten Position um 180° gedreht angeordnet ist, fixierbar.
[0041] Vorzugsweise ist der Drehbereich der Drehvorrichtung durch zwei Anschläge auf 180°
begrenzt.
[0042] Vorzugsweise ist die Drehvorrichtung manuell zu betätigen. In einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Zentrifugenvorrichtung einen Motor zum Bewirken einer Drehung der Drehvorrichtung.
In einer Ausführungsform ist der Motor von einer Steuerungseinheit automatisch gesteuert.
Auf diese Weise kann die Drehung des mindestens einen Rohrs automatisch geregelt und
in den gesamten Verfahrensprozess und dessen Steuerung eingebunden werden.
[0043] In einer bevorzugten Ausführungsform sind drei Rohre vorgesehen. Vorzugsweise ist
dabei durch ein erstes Rohr ein Endoskop bestehend aus einer optischen Überwachungseinheit
und einer Lichtquelle geführt. Ein zweites Rohr ist dabei zur Entnahme einer Suspensionsprobe
ausgebildet und weist ein trichterförmiges Element an seinem arbeitsraumseitigen Ende
auf, und ein drittes Rohr ist mit einer Vorrichtung zur Messung der Temperatur an
seinem arbeitsraumseitigen Ende versehen.
[0044] Vorzugsweise sind die drei Rohre im Querschnitt des Mantelrohr so angeordnet, dass
die Mittelpunkte der Rohrquerschnitte ein Dreieck bilden.
[0045] Vorzugsweise ragt das erste Rohr gerade, d.h. in Richtung der gegenüberliegenden
Antriebswelle, in den Arbeitsraum hinein, das zweite Rohr ist im Arbeitsraum um einen
im wesentlichen rechten Winkel gebogen und das trichterförmige Element ist so an dem
arbeitsraumseitigen Ende angeordnet, dass, wenn sich die drei Rohre in einer mittels
der Dreheinrichtung bewirkten Drehbewegung von der ersten Position in die dritte Position
befinden, das trichterförmige Element eine Halbkreisbewegung in einer unteren Hälfte
des Arbeitsraums ausführt, und das dritte Rohr in der ersten Position im wesentlichen
senkrecht nach unten zeigt. Auf diese Weise kann manuell bzw. automatisch mit einer
einfachen 180°-Drehung mittels der Drehvorrichtung der Trichter mit einem Halbkreis
durch die am Boden befindliche Suspension bewegt werden, so dass eine Suspensionsprobe
in den Trichter gelangt.
[0046] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts einer Suspension
einer Zentrifugentrommel umfasst die Schritte des Bereitstellens einer Zentrifugenvorrichtung
nach dem Hauptanspruch der vorliegenden Erfindung, die weiterhin exzentrisch an der
Stauscheibe angeordnete Hubkolben zum axialen Bewegen der Stauscheibe umfasst, bei
der die Stauscheibenwelle hohl ausgebildet ist und in sich einen PAT-Kanal aufweist,
dessen eines Ende in den Arbeitsraum mündet, bei der weiterhin durch den PAT-Kanal
mindestens ein Rohr geführt ist, das in den Arbeitsraum hineinragt, und an dessen
Ende eine Vorrichtung zum Messen der Temperatur an dem arbeitsraumseitigen Ende des
Rohrs vorgesehen ist, und die weiterhin eine Drehvorrichtung zum Drehen des mindestens
einen Rohrs aufweist, das an dem arbeitsraumseitigen Ende um einen im wesentlichen
rechten Winkel gebogen ist. Weitere geeignete Merkmalskombinationen einer bereitgestellten
Zentrifugenvorrichtung sind denkbar, beispielsweise kann das Rohr in einem Mantelrohr
geführt sein, welches wiederum in dem PAT-Kanal angeordnet ist. Weiterhin umfasst
das Verfahren die Schritte des Drehens des mindestens einen Rohrs, so dass das arbeitsraumseitige
Ende in die Suspension ragt, des Messens einer Temperatur T1, des Drehens des Mindestens
eines Rohrs, so dass ein arbeitaraumseitiges Ende nicht in die Suspension ragt, des
Messens einer Temperatur T2 und den Schritt des Bestimmens des Feuchtigkeitsgehalts
der Suspension aus den Temperaturen T1 und T2.
[0047] Das voranstehend beschriebene Vorfahren dient vorzugsweise dazu, zu bestimmen, ob
die Suspension ausreichend getrocknet ist. So kann bestimmt werden, wann der Trocknungsvorgang
abgeschlossen ist. Wird die Temperatur in der Suspension (T1) niedriger als eine Temperatur
außerhalb der Suspension (T2) gemessen, so kann davon ausgegangen werden, dass dieser
Temperaturunterschied aufgrund der stattfindenden Kondensation in der Suspension auftritt.
Ober geeignete Formeln oder aus zu empirischen Formeln zusammengefassten Erfahrungswerten
kann so ein Maß für die in der Suspension verbleibende Feuchtigkeit gefunden werden.
Nähert sich die Temperatur T1 an die Temperatur T2 an oder sind die Temperaturen bereits
identisch, so kann davon ausgegangen werden, dass in der Suspension keinerlei Kondensationsvorgänge
mehr stattfinden und ein trockenes Produkt vorliegt. Auf diese Weise kann die Entnahme
eines feuchten Produkts, dessen Weiterverarbeitung eventuell nicht möglich ist, ausgeschlossen
werden.
[0048] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Probenentnahme einer Zentrifugenvorrichtung umfasst
den Schritt des Bereitstellens einer Zentrifugenvorrichtung nach dem Hauptanspruch
der vorliegenden Erfindung, die des weiteren eine hohle Stauscheibenwelle mit einem
darin ausgebildeten PAT-Kanal aufweist, dessen eines Ende in den Arbeitsraum mündet,
bei der durch den PAT-Kanal mindestens ein Rohr geführt ist, das in den Arbeitsraum
hineinragt, und an seinem arbeitsraumseitigen Ende in einen in etwa rechten Winkel
gebogen ist und als Entnahmerohr zum Entnehmen einer Suspensionsprobe ausgebildet
ist und an das ein Trichter zum Aufnehmen einer Suspensionsprobe angebracht ist, wobei
die Zentrifugenvorrichtung weiterhin eine Trockenvorrichtung umfasst, die mittels
eines von ihr erzeugten Vakuums dazu in der Lage ist, die Suspensionsprobe durch das
mindestens eine Rohr zu saugen und bei der weiterhin eine Auslassöffnung vorgesehen
ist, durch die die mittels des mindestens einen Rohrs aus dem Probenraum gesaugte
Suspensionsprobe nach außen tritt. Weiterhin umfasst das Verfahren die Schritte des
Drehens des mindestens einen Rohrs in die erste Position, des Drehens des mindestens
einen Rohrs in die dritte Position, so dass Suspension in das trichterförmige Element
gelangt, des Fixierens des mindestens einen Rohrs in der dritten Position, des Betätigens
der Pumpenvorrichtung, so dass die in dem trichterförmigen Element befindliche Suspension
durch das zweite Rohr gesaugt wird, und schließlich den Schritt der Entnahme der Suspensionsprobe
an der Auslassöffnung.
[0049] So kann während des Betriebs der Maschine, ohne dass der Arbeitsraum geöffnet werden
muss, eine Suspensionsprobe aus dem Arbeitsraum entnommen, und außerhalb der Zentrifugenvorrichtung
untersucht werden. Auf diese Weise kann der Zustand der Suspension für jeden Zeitpunkt
des Betriebs überwacht und die Betriebsparameter optimiert werden.
[0050] Durch die voranstehend beschriebenen technischen Merkmale der Erfindung können vielfältige
Prozessanalysetechnologien zum Einsatz kommen, die erlauben, den Betrieb der Zentrifugenvorrichtung
sowie die Einzelschritte des Zentrifugierens und des Trocknens zu optimieren. Des
weiteren ist es möglich, über Messeinrichtungen den Zustand der Suspension während
des Betriebs zu überwachen und den Betrieb so zu regeln, dass während der gesamten
Betriebszeit optimale Prozessparameter eingehalten werden. Durch die mittels der Erfindung
geschaffenen Möglichkeiten, produktspezifische Parameter online zu überwachen und
ggf. zu korrigieren, ergibt sich eine wesentliche Verbesserung der Produktqualität
und eine erhebliche Verminderung der nicht weiter verwertbaren Produktmengen.
[0051] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und den beiliegenden Zeichnungen. Es versteht sich, dass die voranstehend genannten
und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar
sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0052] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen dargestellt
und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ausführlich beschrieben.
- Figur 1
- zeigt eine Querschnittsansicht des Arbeitsbe- reichs mit dem ihn umgebenden Filter,
der Trom- mel, der Stauscheibe in einer geschlossenen, den Arbeitsraum dichtend verschließenden
Stellung und den sich anschließenden Bauteilen in einer bevor- zugten Ausführungsform
der Erfindung.
- Figur 2
- zeigt die Anordnung der die Antriebswelle antrei- benden elektrischen Maschine in
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
- Figur 3
- zeigt eine vergrößerte Querschnittsansicht der Stauscheibe in einer geöffneten Stellung
und die sich anschließenden Bauteile in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
- Figur 4
- zeigt eine vergrößerte Querschnittsansicht des arbeitsraumseitigen Endes des PAT-Kanals
mit den in dem PAT-Kanal angeordneten Rohren in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung.
- Figur 5
- zeigt den Arbeitsraum und die sich anschließenden Bauteile in einer Ausführungsform
der Erfindung, wobei sich die Stauscheibe in einer geschlossenen Stellung befindet.
[0053] Figur 1 zeigt den Arbeitsraum 40 mit dem ihn umgebenden Filter 14. Der Filter 14
ist ein Metallfilter aus einem starren Material und weist eine konische Form auf.
Um den Filter ist die Trommel 10 angeordnet, die die Trommelbodenöffnungen 12 umfasst.
Zwischen dem Filter 14 und der Trommel 10 ist ein Ringraum 13 ausgebildet. Eine Stirnseite
des Arbeitsraums 40 wird von dem Boden der Trommel 10 ausgebildet, die auf einer Antriebswelle
16 gelagert ist. Die Antriebswelle 16 ist hohl ausgebildet und weist in sich einen
Antriebswellenkanal 18 auf, der als Füllkanal zum Einfüllen einer Suspension verwendet
wird. An den Antriebswellenkanal 18 schließt sich ein trichterförmiges Element 20
an. Der Antriebswelle 16 gegenüber befindet sich die Stauscheibenwelle 24, auf der
die Stauscheibe 22 gelagert ist. Die Stauscheibenwelle 24 ist hohl ausgebildet und
weist in sich einen PAT-Kanal 26 auf. In dem PAT-Kanal 26 ist ein Mantelrohr 28 geführt,
in dem drei Rohre 30, 31, 32 angeordnet sind. Von den drei Rohren 30, 31, 32 sind
in Figur 1 zwei Rohre 30, 31 sichtbar.
[0054] Beim Einfüllen einer Suspension durch den Antriebswellenkanal 18 fließt die Suspension
durch das trichterförmige Element 20 und gelangt dann in den Arbeitsraum 40. Durch
das trichterförmige Element 20 wird verhindert, dass die Suspension aus dem Antriebswellenkanal
18 heraustropft und entlang des Trommelbodens 11 in Richtung des Filters 14 rinnt.
Durch Variation des Einfülldrucks kann die Suspension nun in einem geeigneten Bogen
in den Arbeitsraum 40 eingefüllt werden.
[0055] Beim Zentrifugieren tritt die flüssige Phase der Suspension durch den Filter 14 in
den Ringraum 13 ein und fließt aus diesem durch einen Abfluss 134 ab. Die feste Phase
der Suspension verbleibt im Arbeitsraum 40 und verteilt sich gleichmäßig über den
Umfang des Filters, wobei sie eine Schicht ausbildet, die Kuchen genannt wird. Nach
dem Zentrifugieren wird dieser Kuchen von dem Filter 14 abgesprengt. Dies geschieht,
indem ein Fluidimpuls mit hohem Druck von den Düsen 50, 52 durch die Trommelbodenöffnungen
12 in den Ringraum 13 eingeblasen wird. Die abgelöste Suspension wird dann durch wiederholtes
Einblasen eines Fluids in den Ringraum 13 sukzessive getrocknet und in Richtung der
Stauscheibe 22 transportiert. Die Stauscheibe 22 befindet sich in Figur 1 in einem
geschlossenen Zustand, in dem sie in einem an der Trommel angebrachten Mitnehmerstift
60 eingreift. Aus diesem geschlossenen Zustand ist die Stauscheibe axial in eine geöffnete
Position beweglich, in der sie in einen zweiten Stift 62 eingreift. Aus dem geschlossenen
Zustand kann die Stauscheibe 22 in den geöffneten Zustand gefahren werden, so dass
die getrocknete Suspension, die auch Produkt genannt wird, durch fortwährendes Eingeben
von Fluidimpulsen in den Ringraum 13 in einen Ringkanal 70 transportiert wird, aus
dem es durch eine Entnahmeöffnung 136 entnommen werden kann. Die Stauscheibe und die
sich anschließenden Bauteile in geöffneter Position sind auch in Figur 3 dargestellt.
[0056] Figur 2 zeigt einen entfernt der Trommel gelegenen Abschnitt der Antriebswelle 16,
an dem die Antriebswelle 16 von einer Asynchronmaschine 80 angetrieben wird. Die Asynchronmaschine
80 treibt die Nebenwelle 90 an. Diese ist über ein kraftübertragendes Endloselement
86, vorzugsweise einen Zahnriemen, mit der Antriebswelle 16 verbunden und treibt diese
an. Die Verbindung des Zahnriemens 86 mit den Wellen 90 und 16 erfolgt über Zahnräder
92 und 94. Des weiteren ist die Nebenwelle 90 über einen weiteren Zahnriemen 88 mit
einem Sinus/Kosinus-Geber 82 verbunden. Der Sinus/Kosinus-Geber 82 übermittelt die
gegenwärtige Lage der Wellen 90, 16 an eine Bewegungssteuerungseinheit (nicht dargestellt),
die die Drehung der Antriebswelle 16 regelt. Durch die voranstehend beschriebene Anordnung
der spezifischen Elemente wird eine hohe Positionsgenauigkeit der Antriebswelle 16
gewährleistet. Des weiteren ist die Anordnung so ausgelegt, dass die Antriebswelle
16 in beide Drehrichtungen bewegt werden kann.
[0057] Zusätzlich ist ein Nullpositionsgeber 84 vorgesehen, der mit einem in dem Zahnrad
94 vorgesehenen Gegenelement (nicht dargestellt) eine Nullstellung der Antriebswelle
16 feststellen kann, auf die die Regelung der Antriebswelle 16 ausgelegt wird. So
kann die Regelung bei Einschalten der Zentrifugenvorrichtung aus jeder Antriebswellenposition
vorgenommen werden, wenn die Antriebswelle 16 zunächst automatisch in eine Nullposition
bewegt wird, in der sich der Nullpositionsgeber 84 und das Gegenelement (nicht dargestellt)
gegenüberliegen. Aus dieser Position beginnt dann die Regelung der Maschine.
[0058] In Figur 3 ist die Stauscheibe 22 in einer geöffneten Position dargestellt. In dieser
Stellung ist ein Übertritt des Produkts von dem Arbeitsraum 40 in den Ringraum 70
möglich. Die axiale Bewegung der Stauscheibe 22 wird durch einen exzentrisch angeordneten
Hubkolben (nicht dargestellt) bewirkt. Selbstverständlich wäre auch jede andere geeignete
Vorrichtung zum Bewegen der Stauscheibe 22 denkbar, etwa eine Hydraulikvorrichtung
oder eine Pneumatikvorrichtung. Die Stauscheibe 22 ist auf der Stauscheibenwelle 24
gelagert, die hohl ausgebildet ist. Dadurch bildet die Stauscheibenwelle 24 einen
PAT-Kanal 26 in sich aus. In dem PAT-Kanal 26 ist ein Mantelrohr 28 geführt, das so
gelagert ist, dass es von der Drehung der Stauscheibenwelle 24 entkoppelt ist. Dies
kann beispielsweise über Kugellager geschehen. In dem Mantelrohr 28 sind drei Rohre
30, 31, 32 geführt. In der dargestellten Ausführungsform ist durch das Rohr 30 ein
Endoskop, d.h. eine Kamera und eine Lichtquelle geführt. Das Rohr 30 ragt in den Arbeitsraum
40 hinein. Durch das Rohr 31 ist eine Vorrichtung zum Messen einer Temperatur am arbeitsraumseitigen
Ende des Rohrs 31 geführt. Das Rohr 32, das in Figur 3 nicht dargestellt ist, ragt
in die Betrachtungsebene hinein. Das Rohr 32 ist zum Entnehmen einer Suspensionsprobe
ausgebildet. An seinem Ende ist ein Trichter angebracht, der in der dargestellten
Stellung der Rohre nach unten, d.h. in Richtung des Rohrs 31, konisch erweitert ist.
[0059] Selbstverständlich können mehr oder weniger als drei Rohre in dem Mantelrohr 28 vorgesehen
sein, bzw. nur ein Rohr vorgesehen sein, das ohne Mantelrohr 28 direkt in dem PAT-Kanal
26 gelagert ist. Ebenfalls können durch die Rohre auch andere Vorrichtungen als die
voranstehend beschriebenen geführt sein. Beispielsweise kann eine Vorrichtung zum
Durchführen von Nahinfrarot(NIR)-Spektroskopie vorgesehen sein, die zum Messen der
Feuchtigkeit an dem arbeitsraumseitigen Ende des entsprechenden Rohrs verwendet wird.
Selbstverständlich kann eine Lichtquelle auch getrennt von einer Kamera in den Arbeitsraum
geführt sein, d.h. dass für Lichtquelle und Kamera jeweils ein separates Rohr vorgesehen
ist. Dies würde ermöglichen, eine Lichtquelle unabhängig von der Kamera auszurichten.
Grundsätzlich ist jede Art von Messvorrichtung zum Messen eines gewünschten Zustands
am arbeitsraumseitigen Ende eines Rohrs denkbar. Auch andere Arten von optischen Überwachungsgeräten
z.B. spezielle Kameras, wie etwa eine Infrarot-Kamera sind denkbar, wenn eine Verwendung
dieser Geräte von Nutzen sein sollte.
[0060] Am arbeitsraumfernen Ende des Mantelrohrs ist eine Drehvorrichtung (nicht dargestellt)
angebracht. Mit dieser kann das Mantelrohr unabhängig von der Stauscheibenwelle gedreht
werden. Die in dem Mantelrohr angeordneten Rohre drehen sich dabei mit. Mit der Drehvorrichtung
ist es beispielsweise möglich, das Rohr 32 um 180° zu drehen. Dabei würde der Trichter
durch eine am Boden des Arbeitsraums 40 befindliche Suspension bewegt werden und eine
Suspensionsprobe entnehmen. Diese könnte dann über eine Pumpenvorrichtung (nicht dargestellt)
am arbeitsraumfernen Ende des Rohrs 32 abgesaugt werden und für Untersuchungen der
Suspension bzw. des Produkts herangezogen werden. Ebenso kann mit der Drehvorrichtung
das Rohr 31 mit der daran angebrachten Vorrichtung zum Messen einer Temperatur bewegt
werden. Die mit der Drehung der Rohre verbundenen Verfahren werden nachfolgend genauer
beschrieben.
[0061] In Figur 4 ist eine vergrößerte Ansicht der Stauscheibe 22 dargestellt. Ebenfalls
ist ein Querschnitt durch das Mantelrohr 28 dargestellt. Zu erkennen ist die Anordnung
der drei Rohre in dem Mantelrohr 28. Vorzugsweise sind die Rohre so angeordnet, dass
die Mittelpunkte ein Dreieck bilden. Grundsätzlich können die Rohre aber auch in jeder
geeigneten Art angeordnet sein. Sollten mehr oder weniger als drei Rohre vorgesehen
sein, ergibt sich zwangsläufig eine andere Anordnung.
[0062] Der PAT-Kanal 26 ist über Dichtungselemente 90 gegenüber dem Arbeitsraum abgedichtet.
Eine Abdichtung befindet sich ebenfalls am arbeitsraumfernen Ende des PAT-Kanals 26.
Um auch mit toxischen Suspensionen bzw. Produkten arbeiten zu können, sind die Dichtungselemente
antiseptische Doppellippendichtungen.
[0063] In Figur 5 ist eine alternative Ausführungsform der Erfindung zu sehen. In dieser
ist an das Mantelrohr 28 ein Bogenstück 120 angeformt. Ein solches Bogenstück kann
verwendet werden, falls alle in den Arbeitsraum geführten Rohre um einen rechten Winkel
gebogen werden sollen. Das Bogenstück 120 dient dann u.a. dazu, die Rohre so weit
wie möglich vor Verunreinigungen durch die in dem Arbeitsraum 40 befindliche Suspension
zu bewahren. Bis auf das Bogenstück 120 entspricht die dargestellte Ausführungsform
einer bevorzugten Ausführungsform. In Figur 5 ist so auch ein Zwischenraum 132 zwischen
der Trommel 10 und einem Zentrifugengehäuse 130 zu erkennen, in den die flüssige Phase
der Suspension durch die Trommel 10 während des Zentrifugierens austritt. Aus dem
Zwischenraum 132 läuft die flüssige Phase dann in einen Abfluss 134 ab. Des weiteren
ist die Entnahmeöffnung 136 dargestellt, mit der das zentrifugierte und getrocknete
Produkt, das von dem Arbeitsraum 40 in den Ringkanal 70 transportiert wurde, entnommen
wird. Die Entnahmeöffnung 136, der Abfluss 134, das Zentrifugengehäuse 130 und der
Zwischenraum 132 entsprechen den jeweiligen Bauteilen in der bevorzugten Ausführungsform.
[0064] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts einer Suspension
in einer Zentrifugentrommel wird folgendermaßen durchgeführt. Nachdem die Suspension
zentrifugiert wurde und der Kuchen vom Filter 14 abgesprengt wurde, befindet sich
der Kuchen im unteren Bereich der Filtertrommel 10. Nun wird das Rohr 31 mit einer
Vorrichtung zum Messen einer Temperatur am arbeitsraumseitigen Ende des Rohrs 31 in
die in Figur 1 dargestellte Lage gedreht, d.h. so dass das arbeitsraumseitige Ende
des Rohrs nach unten in den unteren Bereich der Filtertrommel zeigt. Die Spitze des
Rohrs befindet sich nun in dem zentrifugierten feuchten Suspensionsschlamm. Nun wird
eine Temperatur T1 gemessen. Anschließend wird das Rohr 31 mittels der Drehvorrichtung
zum Drehen der Rohre (nicht dargestellt) um 180° gedreht, so dass es in die entgegengesetzte
Richtung der in Figur 1 dargestellten Richtung zeigt. Nun wird eine Temperatur T2
gemessen. Die Temperatur T2 entspricht der Temperatur im Arbeitsraum 40. Bei einem
vollkommen trockenen Produkt entspricht die Temperatur T1 der Temperatur T2. Ist das
Produkt noch feucht, d.h. liegt noch ein feuchter Suspensionsschlamm vor, ist die
Temperatur T1 kleiner als die Temperatur T2. Aufgrund der während des Trocknens stattfindenden
stattfindenden Kondensation der feuchten Phase der Suspension ist die Temperatur T1
in der Suspension herabgesetzt. So kann von der Differenz der Temperaturen T1 und
T2 auf einen Feuchtigkeitsgehalt der Suspension geschlossen werden. Der Trocknungsvorgang
sollte also so lange fortgesetzt werden, bis die Temperatur T1 im wesentlichen der
Temperatur T2 entspricht.
[0065] Ein Verfahren zur Probenentnahme aus einer Zentrifugenvorrichtung wird folgendermaßen
durchgeführt. Die Rohre 30, 31, 32 werden in die in Figur 1 dargestellte Position
gedreht. Das nicht dargestellte Rohr 32 ragt nun in die in Figur 1 dargestellte Querschnittsebene
hinein. Der an dem Rohr 32 angeformte Trichter weitet sich nach unten auf. Mittels
der Drehvorrichtung (nicht dargestellt) werden die Rohre manuell um 180° gedreht.
Zwei Anschläge (nicht dargestellt) begrenzen dabei den Drehbereich der Rohre, so dass
ein Benutzer die Rohre nicht in die falsche Richtung drehen kann. In der bevorzugten
Ausführungsform sind die Rohre in der dargestellten Position fixierbar, so dass ein
ungewolltes Drehen der Rohre verhindert wird. Des weiteren sind die Rohre in einer
um 90° und einer um 180° gedrehten Position fixierbar. Die Rohre werden nun um 180°
gedreht, wobei der Trichter durch die im unteren Bereich der Filtertrommel 14 befindliche
Suspension fährt und etwas von der Suspension aufnimmt. Nachdem die Rohre um 180°
gedreht wurden, werden sie in dieser Lage fixiert. Das Rohr 32 (nicht dargestellt)
ragt nun aus der in Figur 1 dargestellten Querschnittsebene heraus. Mittels einer
Pumpvorrichtung (nicht dargestellt) wird nun die in dem Trichter befindliche Suspensionsprobe
durch das Rohr 32 gesaugt, so dass es durch eine am arbeitsraumfernen Ende des Rohrs
32 befindliche Auslassöffnung entnommen werden kann.
[0066] Um diese Auslassöffnung ist in der bevorzugten Ausführungsform eine sogenannte "Glove-Box"
angeordnet, in der sich ein Trichter befindet, in den die Suspensionsprobe fällt.
In der Glove-Box kann die Suspensionsprobe nun analysiert werden. Aufgrund der Verwendung
einer Glove-Box können auch toxische Proben analysiert werden. Alternativ kann die
Probe über eine Schleuse aus der Glove-Box entnommen werden und in ein Labor zur Analyse
transportiert werden. Auf diese Weise kann eine in der Zentrifugenvorrichtung befindliche
Suspension bzw. ein zentrifugiertes und getrocknetes Endprodukt entnommen und untersucht
werden. Dies ist möglich, ohne den Arbeitsraum zu öffnen, so dass verhindert wird,
dass die gesamte Suspensionsmenge unbrauchbar wird, und nicht weiterverwendet werden
kann, wenn eine Kontrolle der Suspensionsprobe negativ ausfällt.
[0067] Das voranstehend beschriebene Verfahren kann natürlich auch automatisch ausgeführt
werden. So ist denkbar, dass die Drehvorrichtung automatisch von einem Elektromotor,
der von einer Steuerungseinheit gesteuert wird, gedreht wird. So kann eine Probenentnahme
automatisiert stattfinden und in die Steuerung der gesamten Zentrifugenvorrichtung
eingebunden werden. Alternativ wäre so beispielsweise das Auslösen einer Probenentnahme
per Knopfdruck möglich.
[0068] Durch die voranstehend beschriebenen Vorrichtungen der Prozessanalysetechnologie
kann die Qualität eines in der Zentrifugenvorrichtung erzeugten Produkts aufgrund
der ständigen Überwachung des Fertigungsvorgangs merklich gesteigert und die Menge
des erzeugten Ausschusses deutlich verringert werden. Dadurch wird ein ökonomisch
vorteilhafter Betrieb der Zentrifugenvorrichtung möglich.
1. Zentrifugenvorrichtung mit einer Antriebswelle, einer an der Antriebswelle angeschlossenen
Trommel, einem innerhalb der Trommel angeordneten Filter, der einen Arbeitsraum umschließt,
wobei die Antriebswelle (16) als Füllelement zum Einfüllen einer Suspension in den
Arbeitsraum dient einer eine Stirnseite des Arbeitsraums bildenden Stauscheibe, die
auf einer Stauscheibenwelle gelagert ist, wobei die Stauscheibe und die Trommel zueinander
axial verschiebbar sind, und mit einem die Trommel und den Filter umgebenden Zentrifugengehäuse,
wobei die Stauscheibenwelle hohl ausgebildet ist und in sich einen Kanal aufweist,
dessen eines Ende in den Arbeitsraum mündet, und wobei durch den Kanal mindestens
ein Rohr geführt ist, das in den Arbeitsraum hineinragt, dadurch gekennzeichnet dass der Kanal als Prozessanalysetechnologie-Kanal ausgebildet ist, wobei an einem arbeitsraumseitigen
Ende des mindestens einen Rohrs eine Vorrichtung zum Durchführen von Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie
oder ein Endoskop oder eine optische Überwachungseinheit oder eine Lichtquelle oder
eine Messvorrichtung zum Messen der Temperatur an einem arbeitsraumseitigen Ende des
mindestens einen Rohrs vorgesehen ist oder ein Trichter zum Aufnehmen einer Suspensionsprobe
vorgesehen ist, wobei das mindestens eine Rohr als Entnahmerohr zum Entnenmen einer
Suspensionsprobe ausgebildet ist.
2. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das mindestens eine Rohr von einem
Mantelrohr umgeben ist.
3. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das mindestens eine Rohr so
gelagert ist, dass es von einer Drehung der Stauscheibe und der Stauscheibenwelle
entkoppelt ist.
4. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 2, bei der das Mantelrohr so gelagert ist, dass
es von einer Drehung der Stauscheibe und der Stauscheibenwelle entkoppelt ist.
5. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Trichter an einem arbeitraumseitigen
Ende des mindestens einen Rohrs und eine Pumpenvorrichtung vorgesehen ist, die mittels
eines von ihr erzeugten Vakuums dazu in der Lage ist, eine Suspensionsprobe durch
das mindestens eine Rohr zu saugen.
6. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 5, bei der eine Auslassöffnung vorgesehen ist,
durch die die durch das mindestens eine Rohr aus dem Probenraum gesaugte Suspensionsprobe
nach außen tritt.
7. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der die Pumpenvorrichtung weiterhin
dazu in der Lage ist, ein von ihr unter Druck gesetztes Fluid durch das mindestens
eine Rohr zu pumpen.
8. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 6, bei der um die Auslassöffnung ein abgedichtetes
Gehäuseelement angeordnet ist.
9. Zentrifugenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Prozessanalysetechnologie-Kanal
mittels eines Dichtungselements gegenüber der Außenumgebung abgedichtet ist.
10. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 9, bei der das Dichtungselement eine antiseptische
Doppellippendichtung ist.
11. Zentrifugenvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, bei der eine Drehvorrichtung
zur Drehung des mindestens einen Rohrs vorgesehen ist.
12. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 11, bei der die Drehvorrichtung so ausgebildet
ist, dass das mindestens eine Rohr in mindestens einer Lageposition fixierbar ist.
13. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 12, bei der das mindestens eine Rohr mittels
der Drehvorrichtung in einer ersten Position, in einer zweiten Position, die von der
ersten Position um 90° gedreht angeordnet ist, und in einer dritten Position, die
von der zweiten Position um 90° und von der ersten Position um 180° gedreht angeordnet
ist, fixierbar ist.
14. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 13, bei der der Drehbereich der Drehvorrichtung
durch zwei Anschläge auf 180° begrenzt ist.
15. Zentrifugenvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei der die Drehvorrichtung
manuell zu betätigen ist.
16. Zentrifugenvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14 mit einem Motor zum Bewirken
einer Drehung der Drehvorrichtung.
17. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 16, bei der der Motor von einer Steuerungseinheit
automatisch gesteuert ist.
18. Zentrifugenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der drei Rohre vorgesehen
sind.
19. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 18, bei der durch ein erstes Rohr ein Endoskop
mit einer optischen Überwachungseinheit und einer Lichtquelle geführt ist, ein zweites
Rohr zur Entnahme einer Suspensionsprobe ausgebildet ist und ein trichterförmiges
Element an seinem arbeitsraumseitigen Ende aufweist, und ein drittes Rohr mit einer
Vorrichtung zur Messung der Temperatur an seinem arbeitsraumseitigen Ende versehen
ist.
20. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 19, bei der die drei Rohre im Querschnitt des
Mantelrohrs so angeordnet sind, dass die Mittelpunkte der Rohrquerschnitte ein Dreieck
bilden.
21. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, bei der das erste Rohr gerade, d.h.
in Richtung der gegenüberliegenden Antriebswelle, in den Arbeitsraum hineinragt, das
zweite Rohr im Arbeitsraum um einen im wesentlichen rechten Winkel gebogen ist und
das trichterförmige Element so an dem arbeitaraumeeitigen Ende angeordnet ist, dass,
wenn sich die drei Rohre in einer mittels der Dreheinrichtung bewirkten Drehbewegung
von der ersten Position in die dritte Position befinden, das trichterförmige Element
eine Halbkreisbewegung in einer unteren Hälfte des Arbeitsraums ausführt, und das
dritte Rohr in der ersten Position im wesentlichen senkrecht nach unten zeigt.
22. Zentrifugenvorrichtung nach Anspruch 18, bei der an einem arbeitsraumseitigen Ende
eines der drei Rohre eine Ultraschallreinigungsvorrichtung angeordnet ist.
23. Verfahren zum Messen des Feuchtigkeitsgehalts einer Suspension in einer Zentrifugentrommel
mit den folgenden Schritten:
- Bereitstellen einer Zentrifugenvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, wobei
eine Messvorrichtung zum Messen einer Temperatur an einem arbeitraumseitigen Ende
des mindestens einen Rohrs vorgesehen ist, und einer Drehvorrichtung zum Drehen des
mindestens einen Rohrs, das an seinem arbeitsraumseitigen Ende um einen im wesentlichen
rechten Winkel gebogen ist,
- Drehen des mindestens einen Rohrs, so dass das arbeitsraumseitiges Ende in die Suspension
ragt,
- Messen einer Temperatur T1,
- Drehen des mindestens einen Rohrs, so dass sein arbeitsraumseitiges Ende nicht in
die Suspension ragt,
- Messen einer Temperatur T2,
- Bestimmen des Feuchtigkeitsgehalts der Suspension aus den Temperaturen T1 und T2.
24. Verfahren zur Probenentnahme aus einer Zentrifugenvorrichtung mit den folgenden Schritten:
- Bereitstellen einer Zentrifugenvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9, wobei
ein Trichter an einem arbeitraumseitigen Ende des mindestens einen Rohrs vorgesehen
ist, und einer Drehvorrichtung zum Drehen des Rohrs, das an seinem arbeitsraumseitigen
Ende von einem im wesentlichen rechten Winkel gebogen ist,
- Drehen des mindestens einen Rohrs in die erste Position,
- Drehen des mindestens einen Rohrs in die dritte Position, so dass Suspension in
den Trichter gelangt,
- Fixieren des mindestens einen Rohrs in der dritten Position,
- Betätigen der Pumpenvorrichtung, so dass die in dem Trichter befindliche Suspension
durch das zweite Rohr gesaugt wird,
- Entnahme der Suspensionsprobe an der Auslassöffnung.
1. A centrifuge device, having a drive shaft, a drum attached to the drive shaft, a filter
arranged inside the drum and surrounding a working space, the driving shaft serving
as fill element for introducing a suspension into the working space, a catchment disk
that forms one end face of the working space and is mounted on a catchment disk shaft,
the catchment disk and the drum being movable relative to one another, and with a
centrifuge housing that surrounds the drum and the filter, wherein the catchment disk
shaft is of hollow construction and comprises inside it a channel, one end of which
opens into the working space, and wherein at least one tube is passed through the
channel and projects into the working space, characterized in that the channel is a process analysis technology (PAT) channel wherein, at a working
space end of the at least one tube, is provided a device for carrying out near infrared
(NIR) spectroscopy or an endoscope or an optical monitoring unit or a light source
or a device for measuring the temperature or a funnel for taking a sample of suspension,
wherein the at least one tube is constructed as a removal tube for removing a sample
of suspension.
2. The centrifuge device according to claim 1, wherein the at least one tube is surrounded
by a casing tube.
3. The centrifuge device according to claim 1 or 2, wherein the at least one tube is
mounted so as to be uncoupled from any rotation of the catchment disk and catchment
disk shaft.
4. The centrifuge device according to claim 2, wherein the casing tube is mounted so
as to be uncoupled from any rotation of the catchment disk and catchment disk shaft.
5. The centrifuge device according to claim 1, wherein the funnel is mounted at the working
space end of the at least one tube and a pump device is provided which is capable,
by means of a vacuum produced by it, of sucking up a sample of suspension through
the at least one tube.
6. The centrifuge device according to claim 5, wherein an outlet opening is provided
through which the sample of suspension sucked out of the sample space through the
at least one tube comes out.
7. The centrifuge device according to claim 5 or 6, wherein the pumping device is also
capable of pumping a fluid which it has placed under pressure through the at least
one tube.
8. The centrifuge device according to claim 6, wherein a sealed housing element is arranged
around the outlet opening.
9. The centrifuge device according to one of claims 1 to 4, wherein the process analysis
technology channel is sealed off from the outer environment by means of a sealing
element.
10. The centrifuge device according to claim 9, wherein the sealing element is an antiseptic
double lip seal.
11. The centrifuge device according to one of claims 3 to 10, wherein a rotary device
is provided for rotating the at least one tube.
12. The centrifuge device according to claim 11, wherein the rotary device is constructed
so that the at least one tube can be fixed in at least one position.
13. The centrifuge device according to claim 12, wherein the at least one tube is adapted
to be fixed by means of the rotating device in a first position, in a second position
which is rotated through 90° from the first position, and in a third position which
is rotated through 90° from the second position and through 180° from the first position.
14. The centrifuge device according to claim 13, wherein the range of rotation of the
rotary device is limited to 180° by two stops.
15. The centrifuge device according to one of claims 11 to 14, wherein the rotary device
is to be operated manually.
16. The centrifuge device according to one of claims 11 to 14, having a motor for causing
rotation of the rotary device.
17. The centrifuge device according to claim 16, wherein the motor is automatically controlled
by a control unit.
18. The centrifuge device according to one of claims 1 to 17, wherein three tubes are
provided.
19. The centrifuge device according to claim 18, wherein an endoscope with an optical
monitoring unit and a light source is passed through a first tube, a second tube is
designed to take a sample of suspension and comprises a funnel-shaped element at its
working space end, and a third tube is provided with a device for measuring the temperature
at its working space end.
20. The centrifuge device according to claim 19, wherein the three tubes are arranged
in the cross-section of the casing tube such that the centres of the tube cross-sections
form a triangle.
21. The centrifuge device according to claim 19 or 20, wherein the first tube runs straight,
i.e. in the direction of the drive shaft opposite, into the working space, the second
tube is bent substantially at right angles in the working space and the funnel-shaped
element is arranged at the working space end so that when the three tubes are in the
process of rotating, as a result of the rotary device, from the first position into
the third position, the funnel-shaped element performs a semicircular movement in
a lower half of the working space, and the third tube in the first position points
substantially perpendicularly downwards.
22. The centrifuge device according to claim 18, wherein an ultrasound cleaning device
is arranged at the working space end of the at least one tube.
23. A method of measuring the moisture content of a suspension in a centrifuge drum comprising
the following steps:
- preparing a centrifuge device having the features of claim 1 wherein a device for
measuring the temperature at the working space end of the at least one tube is provided,
and a rotary device for rotating the at least one tube, which is bent substantially
at right angles at its working space end,
- rotating the at least one tube, so that the working space end projects into the
suspension,
- measuring a temperature T1,
- rotating the at least one tube so that the working space end does not project into
the suspension,
- measuring a temperature T2,
- determining the moisture content of the suspension from temperatures T1 and T2.
24. A method of taking samples from a centrifuge device, comprising the following steps:
- preparing a centrifuge device having the features of claim 9, wherein a funnel is
mounted at a working space end of the at least one tube, and a rotary device for rotating
the tube, which is bent substantially at right angles at its working space end,
- rotating the at least one tube into the first position,
- rotating the at least one tube into the third position, so that suspension enters
the funnel-shaped element,
- fixing the at least one tube in the third position,
- actuating the pump device so that the suspension contained in the funnel is sucked
through the second tube,
- removing the sample of suspension at the outlet opening.
1. Appareil centrifuge, comprenant un arbre d'entraînement, un tambour raccordé à l'arbre
d'entraînement, un filtre agencé à l'intérieur du tambour et enfermant une chambre
de travail, dans lequel l'arbre d'entraînement (16) sert d'élément de remplissage
pour remplir une suspension dans la chambre de travail, une plaque d'accumulation
qui forme un côté frontal de la chambre de travail et qui est monté sur un arbre de
plaque d'accumulation, ladite plaque d'accumulation et le tambour étant déplaçables
axialement l'un par rapport à l'autre, et comprenant un boîtier de centrifuge qui
entoure le tambour et le filtre, dans lequel l'arbre de la plaque d'accumulation est
réalisé creux et présente en lui-même un canal dont une extrémité débouche dans la
chambre de travail, et dans lequel au moins un tube est passé à travers le canal et
dépasse jusque dans la chambre de travail,
caractérisé en ce que le canal est réalisé sous forme d'un canal destiné aux technologies d'analyse de
processus et dans lequel il est prévu à une extrémité dudit au moins un tube du côté
de la chambre de travail un dispositif pour exécuter une spectroscopie infrarouge
proche ou un endoscope ou encore une unité de surveillance optique ou une source de
lumière, ou encore un dispositif de mesure pour mesurer la température, ou bien il
est prévu une trémie pour recevoir un échantillon de suspension, ledit au moins un
tube étant réalisé sous forme de tube de prélèvement pour prélever un échantillon
de suspension.
2. Appareil centrifuge selon la revendication 1, dans lequel ledit au moins un tube est
entouré par un tube enveloppe.
3. Appareil centrifuge selon la revendication 1 ou 2, dans lequel ledit au moins un tube
est monté de telle façon qu'il est découplé vis-à-vis d'une rotation de la plaque
d'accumulation ou de l'arbre de la plaque d'accumulation.
4. Appareil centrifuge selon la revendication 2, dans lequel le tube enveloppe est monté
de telle façon qu'il est découplé vis-à-vis d'une rotation de la plaque d'accumulation
ou de l'arbre de la plaque d'accumulation.
5. Appareil centrifuge selon la revendication 1, dans lequel la trémie est prévue à une
extrémité dudit au moins un tube du côté de la chambre de travail, et il est prévu
un dispositif à pompe qui est en mesure, au moyen d'un vide qu'il produit, d'aspirer
un échantillon de suspension à travers ledit au moins un tube.
6. Appareil centrifuge selon la revendication 5, dans lequel il est prévu une ouverture
de sortie à travers laquelle l'échantillon de suspension aspiré via ledit au moins
un tube sort vers l'extérieur.
7. Appareil centrifuge selon la revendication 5 ou 6, dans lequel le dispositif à pompe
est en outre en mesure de pomper un fluide mis sous pression par lui-même à travers
ledit au moins un tube.
8. Appareil centrifuge selon la revendication 6, dans lequel un élément de boîtier étanché
est agencé autour de l'ouverture de sortie.
9. Appareil centrifuge selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le canal destiné
aux technologies d'analyse de processus est étanché par rapport à l'environnement
extérieur au moyen d'un élément d'étanchéité.
10. Appareil centrifuge selon la revendication 9, dans lequel l'élément d'étanchéité est
un joint à lèvre double antiseptique.
11. Appareil centrifuge selon l'une des revendications 3 à 10, dans lequel il est prévu
un dispositif rotatif pour faire tourner ledit au moins un tube.
12. Appareil centrifuge selon la revendication 11, dans lequel le dispositif rotatif est
réalisé de telle façon que ledit au moins un tube est susceptible d'être fixé dans
au moins une position.
13. Appareil centrifuge selon la revendication 12, dans lequel ledit au moins un tube
est susceptible d'être fixé au moyen du dispositif rotatif dans une première position,
dans une seconde position située tournée de 90° depuis la première position, et dans
une troisième position située tournée de 90° par rapport à la seconde position et
de 180° par rapport à la première position.
14. Appareil centrifuge selon la revendication 13, dans lequel la plage de rotation du
dispositif rotatif est limitée à 180° par deux butées.
15. Appareil centrifuge selon l'une des revendications 11 à 14, dans lequel le dispositif
rotatif est actionné à la main.
16. Appareil centrifuge selon l'une des revendications 11 à 14, comprenant un moteur pour
entraîner une rotation du dispositif rotatif.
17. Appareil centrifuge selon la revendication 16, dans lequel le moteur est commandé
automatiquement par une unité de commande.
18. Appareil centrifuge selon l'une des revendications 1 à 17, dans lequel il est prévu
trois tubes.
19. Appareil centrifuge selon la revendication 18, dans lequel un endoscope avec une unité
de surveillance optique et une source de lumière est passé à travers un premier tube,
un second tube est réalisé pour le prélèvement d'un échantillon de suspension et présente
à son extrémité côté chambre de travail un élément en forme de trémie, et un troisième
tube est pourvu d'un dispositif pour la mesure de la température à son extrémité côté
chambre de travail.
20. Appareil centrifuge selon la revendication 19, dans lequel les trois tubes sont agencés
dans la section transversale du tube enveloppe de telle manière que les centres des
sections des tubes forment un triangle.
21. Appareil centrifuge selon la revendication 19 ou 20, dans lequel le premier tube pénètre
de façon rectiligne dans la chambre de travail, c'est-à-dire en direction de l'arbre
d'entraînement opposé, le second tube est cintré sur un angle sensiblement droit dans
la chambre de travail et l'élément en forme de trémie est agencé à l'extrémité côté
chambre de travail de telle façon que lorsque les trois tubes se trouvent, suite à
un mouvement de rotation partant de la première position provoqué au moyen du dispositif
rotatif, dans la troisième position, l'élément en forme de trémie exécute un mouvement
en demi-cercle dans une moitié inférieure de la chambre de travail, et le troisième
tube est dirigé sensiblement verticalement vers le bas dans la première position.
22. Appareil centrifuge selon la revendication 18, dans lequel un dispositif de nettoyage
à ultrasons est agencé à l'extrémité de l'un des trois tubes du côté de la chambre
de travail.
23. Procédé pour mesurer la teneur en humidité d'une suspension dans un tambour de centrifuge,
comprenant les étapes suivantes :
- fourniture d'un appareil centrifuge avec les caractéristiques de la revendication
1, dans lequel est prévu un dispositif de mesure pour mesurer une température à une
extrémité côté chambre de travail dudit au moins un tube, et un dispositif rotatif
pour faire tourner ledit au moins un tube, lequel est centré sous un angle sensiblement
droit à son extrémité côté chambre de travail,
- mise en rotation dudit au moins un tube de telle sorte que l'extrémité côté chambre
de travail entre dans la suspension,
- mesure d'une température T1,
- mise en rotation dudit au moins un tube de telle façon que son extrémité côté chambre
de travail n'entre pas dans la suspension,
- mesure d'une température T2,
- détermination de la teneur en humidité de la suspension à partir des températures
T1 et T2.
24. Procédé pour le prélèvement d'échantillons hors d'un appareil centrifuge, comprenant
les étapes suivantes :
- fourniture d'un appareil centrifuge avec les caractéristiques de la revendication
9, dans lequel une trémie est prévue à une extrémité dudit au moins un tube côté chambre
de travail, et il est prévu un dispositif rotatif pour faire tourner le tube, celui-ci
étant cintré sous un angle sensiblement droit à son extrémité côté chambre de travail,
- mise en rotation dudit au moins un tube vers la première position,
- mise en rotation dudit au moins un tube jusque dans la troisième position, de sorte
que la suspension parvient dans la trémie,
- fixation dudit au moins un tube dans la troisième position,
- actionnement du dispositif à pompe de sorte que la suspension qui se trouve dans
la trémie est aspirée à travers le second tube,
- prélèvement de l'échantillon de suspension dans l'ouverture de sortie.