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EP 1 787 018 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
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Anmeldetag: 06.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2005/000381 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/012757 (09.02.2006 Gazette 2006/06) |
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HOCHLEISTUNGS-ZWEITAKTMOTOR INSBESONDERE FÜR DEN EINSATZ IM MODELLBAU
HIGH-OUTPUT TWO-STROKE ENGINE IN PARTICULAR FOR APPLICATION IN MODEL ASSEMBLY
MOTEUR A DEUX TEMPS A PERFORMANCES ELEVEES DESTINE, EN PARTICULIER, A ETRE INSERE
DANS UNE CONSTRUCTION MODELISEE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
06.08.2004 CH 131804
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.05.2007 Patentblatt 2007/21 |
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Patentinhaber: Team Orion Europe SA |
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1228 Plan-les-Ouates (CH) |
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Erfinder: |
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- RAMELLA, Fabrice
CH-1302 Vufflens-la-Ville (CH)
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| (74) |
Vertreter: Ottow, Jens M. |
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Isler & Pedrazzini AG
Gotthardstrasse 53
Postfach 1772 8027 Zürich 8027 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 933 796 GB-A- 593 551 US-A- 4 054 115
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DE-A1- 3 715 970 GB-A- 628 593 US-A1- 2004 079 303
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungsmotoren. Sie
betrifft einen Hochleistungs-Zweitaktmotor, insbesondere für den Einsatz im Modellbau,
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Kompakte Hochleistungs-Zweitaktmotoren (z.B. "nitro engines" mit Vergaser und Glühkerzen,
oder Benzinmotoren mit Zündkerzen), die Leistungen von bis zu mehreren PS (z.B. 2,6
PS) bei Drehzahlen bis zu mehr als 40.000 Umdrehungen/min. abgeben, werden vor allem
bei Anwendungen mit Raum- und/oder Gewichtsbeschränkung eingesetzt, wie beispielsweise
bei Kart-Fahrzeugen, ultraleichten Motorflugzeugen (ULM), bei Kleinstfliegern (Micro
Air Vehicles MAV) und dgl.. Insbesondere haben sie sich neben elektrischen Hochleistungsantrieben
für den Antrieb von Modellflugzeugen, - booten und - autos, speziell im anspruchsvollen
Hobbybereich und für Renneinsätze, seit längerem bewährt.
[0003] Der beispielhafte Aufbau eines solchen Hochleistungs-Zweitaktmotors mit einem Zylinder
ist in einer Explosionsdarstellung in Fig. 1 wiedergegeben. Der Vergaser ist dabei
der Einfachheit halber weggelassen. Der Hochleistungs-Zweitaktmotor 10 umfasst ein
Kurbelgehäuse 11 mit einem angeformten, Kühlrippen aufweisenden Zylinder 12. Im Kurbelgehäuse
11 ist horizontal liegend eine Kurbelwelle 18 mittels zweier Kugellager 14 und 16
drehbar gelagert. Anstelle der Kugellager 14, 16 können zur Lagerung der Kurbelwelle
18 auch Buntmetall-Gleitlager eingesetzt werden. Die Kurbelwelle 18 ragt durch das
vordere Kugellager 14 hindurch aus dem Kurbelgehäuse 11 heraus und ist z.B. mit einem
konischen Mitnehmer 13 gesichert. Die Leistung wird an dem herausstehenden Ende der
Kurbelwelle 18 abgenommen. Auf der Rückseite ist das Kurbelgehäuse 11 mit einem Deckel
20 verschlossen, der mittels der Schrauben 21 mit dem Kurbelgehäuse 11 verschraubt
wird und es mit Hilfe einer eingelegten Dichtung 19 gasdicht verschliesst. Die Kurbelwelle
18 trägt am rückwärtigen, kreisscheibenförmigen Ende (Abschnitt 36 in Fig. 2) einen
exzentrisch angeordneten Kurbelzapfen 40, auf dem ein Pleuel 22 mit dem unteren Ende
drehbar sitzt. Dem Kurbelzapfen 40 gegenüberliegend ist ein Gegengewicht 39 ausgebildet.
Das obere Ende des Pleuels 22 ist mittels eine durch Sicherungsringe 23 gesicherten
Kolbenbolzens 26 drehbar mit einem Kolben 24 verbunden, der sich in einer vertikalen,
in den Zylinder 12 eingesetzten Laufbuchse 25 gleitend auf- und ab bewegen kann. Der
nach oben offene Zylinder 12 wird durch eine Kopfplatte 28 abgeschlossen, die im Zentrum
eine Gewindebohrung zum Einschrauben einer Glühkerze 30 aufweist. Am Zylinder 12 befestigt
wird die Kopfplatte 28 durch einen darüber sitzenden Kühlkopf 29, der durch einen
Kranz von vertikalen Bohrungen hindurch mittels Schrauben 31 mit dem Zylinder 12 (oder
durch den Zylinder hindurch mit dem Kurbelgehäuse 11) verschraubt wird. Zur Einstellung
des Abstandes der Kopfplatte 28 von der Laufbuchse 25 und damit zur Einstellung des
Arbeitsraumes werden zwischen der Laufbuchse 25 und der Kopfplatte kreisringförmige
Einstellplättchen vorbestimmter Dicke angeordnet.
[0004] Beim Hochleistungs-Zweitaktmotor 10 der in Fig. 1 dargestellten Art wird der Einlass
des Luft-Kraftstoff-Gemisches und der Auslass der Verbrennungsgase in an sich bekannter
Weise über den in der Laufbuchse 25 laufenden Kolben 24 (und die Kurbelwelle 18) gesteuert.
Bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens 24 entsteht im unterhalb des Kolbens 24 befindlichen
und mit dem Kurbelraum (44 in Fig. 4) des Kurbelgehäuses 11 in Verbindung stehenden
Raum ein Unterdruck, der über einen Ansaugstutzen 15 am Kurbelgehäuse 11 Luft-Kraftstoff-Gemisch
aus dem dort angeschlossenen Vergaser ansaugt. Fährt der Kolben 24 nach Durchlaufen
des oberen Totpunktes OT und Zündung wieder abwärts, gibt er zunächst eine seitlich
am Zylinder 12 angeordnete Abgasauslassöffnung 17 frei, über welche die Verbrennungsgase
nach aussen abströmen. Die Verbindung zwischen Ansaugstutzen 15 und Kurbelraum 44
des Kurbelgehäuses 11 wird unterbrochen und dann das im Innenraum 44 befindliche Luft-Kraftstoff-Gemisch
über seitlich in der Zylinderwand angeordnete Überströmkanäle 32 in den vom Kolben
24 freigegebenen Arbeitsraum oberhalb des Kolbens 24 gedrückt, wo es die Verbrennungsgase
verdrängt (Ladungswechsel). Bei der erneuten Aufwärtsbewegung des Kolbens 24 wird
das Gemisch komprimiert und nach Durchlaufen des OT gezündet. Die weiteren Einzelheiten
dieses Zweitaktprozesses sind dem Fachmann geläufig und sollen daher hier nicht eingehender
erörtert werden.
[0005] Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass bei dem in Fig. 1 dargestellten
Zweitakt-Hochleistungsmotor 10 die Abgasaustrittsöffnung 17 direkt gegenüber dem Ansaugstutzen
15 angeordnet ist, und dass gemäss Fig. 1a insgesamt drei gleichartige Überströmkanäle
32a, b und c vorgesehen sind, die gegenüber der Abgasaustrittsöffnung 17 bezüglich
der Zylinderachse um 90°, 180° und 270° verdreht angeordnet sind. Die Überströmkanäle
32a, b und c werden durch das Zusammenwirken von Ausnehmungen in der Zylinderwand
mit der in den Zylinder 12 eingesetzten Laufbuchse 25 (Fig. 1) erzeugt. Die Anordnung
der drei Überströmkanäle 32a, b und c entspricht einer sehr effektiven kombinierten
Querstrom-Umkehrstromspülung, wie sie z.B. in der
EP-A1- 0 059 872 beschrieben ist. Entsprechend sind in der Laufbuchse 25 - wie in Fig. 1 zu sehen
ist - insgesamt 4 waagerechte Schlitze vorgesehen, die gegeneinander jeweils um 90°
verdreht angeordnet sind. Der der Abgasaustrittsöffnung 17 zugeordnete eine Schlitz
liegt dabei auf einer anderen Höhe als die drei übrigen Überströmschlitze.
[0006] Die an sich bekannte Ansaugung des Gas-Kraftstoffgemisches über die Kurbelwelle 18
und deren Steuerung durch die Kurbelwelle 18 (siehe dazu z.B. die
DE-U1-295 11 007) ergibt sich aus der Gestalt der Kurbelwelle 18 gemäss Fig. 2 und 3 und deren Zusammenwirken
mit dem Kurbelgehäuse 11 gemäss Fig. 4 und 5. Die Kurbelwelle 18 ist längs der Achse
42 in mehrere Abschnitte 33,..,36 unterschiedlichen Aussendurchmessers unterteilt.
Der vorderste Abschnitt 33 ragt aus dem Kurbelgehäuse 11 heraus und dient der Abnahme
der Motorleistung. Mit dem nächsten Abschnitt 34 ist die Kurbelwelle 18 im vorderen
Kugellager 14 gelagert. Das zwischen den beiden Abschnitten 33 und 34 angeordnete
Gewinde 41 dient zur Befestigung von Teilen auf der Kurbelwelle 18. An den Abschnitt
34 schliesst ein weiterer zylindrischer Abschnitt 35 an, dessen Aussendurchmesser
deutlich vergrössert ist. Die Kurbelwelle 18 liegt gemäss Fig. 4 und 5 mit dem Abschnitt
35 in einer angepassten Bohrung im Kurbelgehäuse 11, in die der Ansaugstutzen 15 mündet.
Im Abschnitt 35 weist die Kurbelwelle 18 eine vom hinteren Ende her eingebrachte koaxiale
Sacklochbohrung auf, die einen Kurbelwellenkanal bzw. Gasgemischkanal 37 bildet. Auf
der Höhe der Einmündung des Ansaugstutzens 15 ist in der Wand des Abschnitts 35 eine
Einlassöffnung 38 frei gelassen, die in einer bestimmten Drehstellung der Kurbelwelle
18 (Fig. 5) den Kurbelwellenkanal 37 mit dem Ansaugstutzen 15 mit maximalem Querschnitt
verbindet, in den übrigen Drehstellungen die Verbindung jedoch überwiegend unterbricht
(Fig. 4). Die so ausgebildete Kurbelwelle 18 bildet ein mit der Kolbenbewegung synchronisiertes
Ventil, welches über einen vorgegebenen Winkelbereich jeder Umdrehung das Einströmen
des Luft-Kraftstoff-Gemisches aus dem Vergaser über den Kurbelwellenkanal 37 in den
Kurbelraum 44 ermöglicht.
[0007] Wie bereits weiter oben beschrieben, erzeugt der aufwärts fahrende Kolben 24 einen
Unterdruck im Kurbelraum 44, der, wenn sich die Einlassöffnung 38 der Kurbelwelle
18 in den Bereich des Ansaugstutzens 15 dreht, zu einem Ansaugen des im Vergaser gebildeten
Luft-Kraftstoff-Gemisches führt. Das angesaugte Gemisch strömt in axialer Richtung
durch den Kurbelwellenkanal 37, tritt dann in den Kurbelraum 44 aus und prallt auf
die gegenüberliegende Wand des Kurbelgehäuse-Deckels 20, wird beim Herunterfahren
des Kolbens 24 vorkomprimiert und dann aus dem Kurbelraum über die seitlichen Überstromkanäle
32 in den oberhalb des Kolbens 24 befindlichen Arbeitsraum gedrückt.
[0008] Aus dem geschilderten Ablaufschema ergeben sich jedoch verschiedene Nachteile: Wie
durch die Pfeile und Doppelpfeile in Fig. 5 angedeutet ist, prallt das aus dem Kurbelwellenkanal
37 austretende Gemisch senkrecht auf die gegenüberliegende Wand des Deckels 20, wird
von dort in entgegengesetzter Richtung zurückgeworfen und behindert so den nachfolgenden
Gasstrom aus dem Kurbelwellenkanal 37. Dies führt zu einer Verringerung der pro Arbeitszyklus
zur Verfügung stehenden Gemischmenge und damit zu einer Verschlechterung der Motorleistung.
Der axial in den Kurbelraum 44 gerichtete Gemischstrom hat weiterhin den Nachteil,
dass das Gemisch, welches gleichzeitig auch zur Schmierung dient, nur in begrenztem
Umfang in den Bereich des hinteren Kugellagers 16 gelangt, so dass die Schmierung
dort nicht optimal ist. Schliesslich kann mit den ausschliesslich auf der Kolbenbewegung
basierenden Gemischtransport grundsätzlich nur eine unzulängliche Füllung des Arbeitsraumes
erreicht werden.
[0009] Es ist nun in der
DE-A1-29 33 796 vorgeschlagen worden, bei einem Zweitakt-Modellbaumotor mit mehreren Zylindern (in
V- oder Sternanordnung), dessen Kurbelwelle auf den Kurbelwangen gelagert ist, einen
Drehschieber vorzusehen, der das Gemisch der Reihe nach zu den Zylindern durchlässt
und einen axial orientierten Zustrom und einen radial orientierten Abstrom hat. Durch
den radialen Abstrom können mit dem Drehschieber unterschiedliche Kanäle im Kurbelgehäuse
angesteuert werden, die den verschiedenen Zylindern zugeordnet sind. Der Drehschieber
ist am hinteren Ende der Kurbelwelle ausgebildet. Das Gas-Kraftstoffgemisch wird dem
Drehschieber über einen in der Achse verlaufenden Kanal zugeführt, in dem eine Drosselklappe
angeordnet ist. Durch das radiale Ausströmen des Luft-Kraftstoff-Gemisches aus dem
Drehschieber soll ein Ladeeffekt entstehen. Diese bekannte Lösung ist für Mehrzylindermotoren
ausgelegt. Für die üblichen Einzylindermotoren, bei denen der Vergaser und Ansaugstutzen
auf der Vorderseite oberhalb der Antriebswelle liegt, und bei denen auf der Rückseite
in manchen Fällen eine Starteinrichtung angebaut wird, ist die Lösung nicht anwendbar.
[0010] Aus der
US-A1-2004/0079303 ist für kleine Zweitaktmotoren, die über das Kurbelgehäuse mit dem Luft-Kraftstoff-Gemisch
geladen werden, der Einsatz einer Düsen-Diffusor-Kombination ("nozzle diffuser") vorgeschlagen
worden, der in der Kurbelwellenachse angeordnet ist. Der Düsen-Diffusor soll zwei
Wirkungen haben: Zum Einen soll er die Turbulenz der Gemischströmung erhöhen und damit
eine verbesserte Mischung und Verbrennung bewirken. Zum Anderen soll er die Geschwindigkeit
und Kompression des Gemisches erhöhen und damit eine Art Turboladung bewirken, welche
die Leistung des Motors erhöht. Zusätzlich können im Gegengewicht radiale Kanäle vorgesehen
werden (204 in Fig. 3 und 9), die vom Düsen-Diffusor nach aussen führen. Diese Kanäle
sollen die Leistung des Motors gleichmässiger machen (Absatz 0051). Es wird bei Einsatz
einer Düse alleine und einer Düsen-Diffusor-Kombination eine zunehmende Verbesserung
der Leistung und Verringerung des Kraftstoffverbrauchs festgestellt. Nachteilig ist
bei dieser Lösung jedoch, dass der verengte Querschnitt der Düse den Strömungswiderstand
des Gemisches zwischen Vergaser und Kurbelraum vergrössert und damit der ausschliesslich
durch den Kolben hervorgerufenen Saugwirkung entgegenwirkt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0011] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Hochleistungs-Zweitaktmotor für bzgl. Raum und/oder
Gewicht beschränkte Anwendungen, insbesondere für den Modellbaueinsatz, zu schaffen,
der durch einfache und auch bei bestehenden Motoren anwendbare Massnahmen in seiner
Leistung deutlich verbessert ist.
[0012] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Kern
der Erfindung besteht darin, innerhalb des Kurbelgehäuses Mittel anzuordnen, welche
den vom Ansaugstutzen in den Kurbelraum strömenden Strom des Luft-Kraftstoff-Gemisches
dahingehend beeinflussen, dass die Füllung des Kurbelraumes mit dem Luft-Kraftstoff-Gemisch
pro Zyklus verbessert wird.
[0013] Gemäss der Erfindung umfassen die Mittel zur Verbesserung der Füllung des Kurbelraumes
einen Kurbelwellenkanal, der innerhalb der Kurbelwelle derart verläuft, dass die beim
Drehen der Kurbelwelle auftretenden Zentrifugalkräfte das im Kurbelwellenkanal strömende
Luft-Kraftstoff-Gemisch in Richtung auf den Kurbelraum beschleunigen. Eine solche
Ausbildung des Kurbelwellenwellenkanals sorgt dafür, dass die Kurbelwelle als eigenständige
Pumpe arbeitet, die zusätzlich zu dem vom Kolben erzeugten Unterdruck das Gemisch
in den Kurbelraum befördert und damit die Füllung des Kurbelraums verbessert. Die
Beschleunigung des Gemisches im Kurbelwellenkanal hängt dabei nicht nur vom radialen
Abstand zur Kurbelwellenachse ab, sondern auch von der Winkelgeschwindigkeit bzw.
der Drehzahl des Motors. Je höher die Drehzahl des Motors ist, desto grösser sind
die auf das Gemisch ausgeübten, vorwärtstreibenden Kräfte.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen, Hochleistungs-Zweitaktmotor, bei dem das Pleuel an der
Kurbelwlle mittels eines exzentrisch angeordneten Kurbelzapfens angelenkt ist, mündet
der Kurbelwellekanal auf der dem Kurbelzapfen gegenüberliegenden Seite in den Kurbelraum,
da dies in Bezug auf den Eintritt des Gemisches in seitlich der Kurbelwelle angeordnete
Überströmkanäle besonders günstig ist.
[0015] Bevorzugt ist der Kurbelwellenkanal als Bohrung ausgebildet und schliesst mit der
Achse der Kurbelwelle einen Winkel α > 0° ein. Ein solcher gerader Kurbelwellenkanal
ist besonders einfach herzustellen. Bei vorgegebenem Winkel ergibt sich dabei die
maximale Beschleunigung, wenn der Kurbelwellenkanal innerhalb der Kurbelwelle derart
verläuft, dass der Abstand zwischen der Achse des Kurbelwellenkanals und der Achse
der Kurbelwelle mit kleiner werdender Entfernung zum Kurbelraum hin zunimmt. Die zur
Kurbelwellenachse schrägstehende Bohrung des Kurbelwellenkanals hat zugleich den Vorteil,
dass das aus dem Kanal in den Kurbelraum austretende Gemisch unter einem schrägen
Winkel auf die gegenüberliegende Wand des Kurbelgehäusedeckels trifft und somit eine
strömungsbehinderndes Zurückprallen vermieden wird.
[0016] Eine weitere Verbesserung der Ladung kann bei Motoren mit schräg laufendem Kurbelwellenkanal
dadurch erreicht werden, dass in der Kurbelwelle eine in radialer Richtung verlaufende
Verbindung zwischen dem Kurbelwellenkanal und dem Kurbelraum vorgesehen ist, durch
die Gemisch in radialer Richtung aus der Kurbelwelle herausgeschleudert wird. Die
Verbindung ist vorzugsweise ebenfalls auf der dem Kurbelzapfen gegenüberliegenden
Seite angeordnet und bevorzugt als Schlitz ausgebildet.
[0017] Wenn die Kurbelwelle im Bereich des Kurbelraums einen senkrecht zur Achse stehenden
scheibenförmigen Abschnitt aufweist, an welchem der Kurbelzapfen befestigt ist, und
die Kurbelwelle auf der dem Kurbelraum abgewandten Seite des scheibenförmigen Abschnitts
in einem Lager drehbar gelagert ist, ist es für die notwendige Schmierung des Lagers
bei den sehr hohen Drehzahlen von Vorteil, dass die Verbindung bzw. der Schlitz im
scheibenförmigen Abschnitt angeordnet ist, und dass die Verbindung bzw. der Schlitz
derart ausgebildet ist, dass im Kurbelwellenkanal befindliches Luft-Kraftstoff-Gemisch
durch die Verbindung direkt zum Lager gelangt.
[0018] Die Verbindung kann dabei als Schlitz ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Kanal
ausgebildet sein.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0019] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- in einer Explosionsdarstellung die wesentlichen Teile eines bekannten (Einzylinder-)Hochieistungs-Zweitaktmotors,
wie er für die Verwirklichung der Erfindung geeignet ist;
- Fig. 1a
- in der Draufsicht von oben einen Querschnitt durch den Zylinder und das Kurbelgehäuse
mit eingesetzter Kurbelwelle eines Hochleistungs-Zweitaktmotors nach Fig. 1;
- Fig. 2
- in der Seitenansicht (Fig. 2a) und in der Ansicht von hinten (Fig. 2b) die Kurbelwelle
des Motors aus Fig. 1;
- Fig. 3
- in einer zu Fig. 2 vergleichbaren Darstellung die teilweise geschnittene Kurbelwelle
aus Fig. 2;
- Fig. 4
- in einer vereinfachten Darstellung den Sitz der Kurbelwelle aus Fig. 3 im Kurbelgehäuse
in einer Drehstellung, bei welcher die Verbindung des Kurbelwellenkanals zum Ansaugstutzen
unterbrochen ist;
- Fig. 5
- die Anordnung aus Fig. 4 mit einer Drehstellung der Kurbelwelle, bei welcher die Verbindung
des Kurbelwellenkanals zum Ansaugstutzen hergestellt ist;
- Fig. 6
- in einer zu Fig. 4 vergleichbaren Darstellung ein Kurbelgehäuse, bei dem gemäss einem
nicht-erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel das direkte Rückprallen des Gemischstromes
durch ein kegelförmiges Umlenkelement auf der Wand des Deckels verhindert wird;
- Fig. 7
- in einer zu Fig. 4 vergleichbaren Darstellung eine Kurbelwelle mit schräg stehendem
Kurbelwellenkanal gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 8
- in der teilweise geschnittenen Seitenansicht (Fig. 8a) und in der Draufsicht von hinten
eine Kurbelwelle gemäss einem weiteren nicht-erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
mit einer radialen Öffnung in Form eines Schlitzes an der Mündung des Kurbelwellenkanals;
- Fig. 9
- in einer zu Fig. 8 vergleichbaren Darstellung eine Kurbelwelle mit schräg stehendem
Kurbelwellenkanal gemäss Fig. 7 und zusätzlicher radialer Öffnung gemäss Fig. 8;
- Fig. 10
- in einer zu Fig. 8 vergleichbaren Darstellung eine Kurbelwelle gemäss einem weiteren
nicht-erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel mit einem Kanal anstelle eines Schlitzes;
- Fig. 11
- in einem Ausschnitt der Kurbelwelle die schematische Darstellung eines schräg stehenden
Kurbelwellenkanals zur Erläuterung der zentrifugalen Beschleunigungskräfte;
- Fig. 12
- in zwei perspektivischen Seitenansichten (Fig. 12a und b), im Längsschnitt (Fig. 12c)
und im Querschnitt (Fig. 12d) ein Ausführungsbeispiel einer Kurbelwelle mit angeschrägtem
Ausgleichsgewicht und am Aussenumfang angeordneten Kammern für die Verbesserung des
Gemischtransports;
- Fig. 13
- im Längsschnitt das zugehörige Kurbelgehäuse mit einem in die Gehäusewand eingelassenen,
mit den Kammern der Kurbelwelle zusammenwirkenden Durchströmkanal; und
- Fig. 14
- das Gehäuse aus Fig. 13 in der Aussenansicht mit dem Durchströmkanal.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0020] In Fig. 6 ist ein nicht-erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel für einen Motor dargestellt.
Die Kurbelwelle 18 ist in an sich bekannter Weise ausgeführt, wie dies in Fig. 2 bis
5 wiedergegeben ist. Sie weist einen koaxialen Kurbelwellenkanal 37 auf der in einer
bestimmten Drehstellung über die Einlassöffnung 38 mit dem Ansaugstutzen 15 in Verbindung
steht und am anderen Ende in den Kurbelraum 44 des Kurbelgehäuses 11 mündet. Der Kurbelwellenkanal
37 hat einen Innendurchmesser von mehreren Millimetern, beispielsweise 7 mm. Der Mündung
des Kurbelwellenkanals 37 liegt- bei Motoren ohne Starteinrichtung - mit wenigen Millimetern
Abstand die senkrechte Wand des Deckels 20 gegenüber, der das Kurbelgehäuse 11 auf
der Rückseite gasdicht verschliesst. Direkt gegenüber der Mündung ist in der Wand
ein Umlenkelement in Form eines Umlenkkegels 43 angeordnet. Der Umlenkkegel 43 ist
mit der Spitze in Richtung der Mündung des Kurbelwellenkanals 37 orientiert. Die Höhe
und der Kegelwinkel des Umlenkkegels 43 sind so gewählt, dass der Kegel einerseits
nicht das sich im Kurbelraum 44 bewegende Pleuel behindert (was durch eine spezielle
Ausgestaltung des Pleuels bzw. Pleuelsteges gefördert werden kann), und dass andererseits
das durch den Kurbelwellenkanal 37 strömende und auf den Umlenkkegel 43 treffende
Gemisch seitlich abgelenkt wird, wie dies durch die Pfeile in Fig. 6 angedeutet ist.
Der Umlenkkegel 43 verhindert so das für die Ladung abträgliche richtungsgleiche Zurückprallen
des Gemisches von der Wand des Deckels 20 und fördert gleichzeitig die weitere Vermischung
des im Vergaser gebildeten Luft-Kraftstoff-Gemisches. Die Förderung des Gemisches
bleibt bei dieser Ausführungsform jedoch auf den vom Kolben erzeugten Unterdruck beschränkt.
[0021] Um eine zusätzliche Pumpwirkung zu erzeugen und die Ladung des Kurbelraums 44mit
dem Gemisch hierdurch aktiv zu verbessern, ist eine erfindungsgemäße Konfiguration
der Kurbelwelle gemäss Fig. 7 besonders vorteilhaft. In der Kurbelwelle 48 der Fig.
7 ist der von der Einlassöffnung 38 zum Kurbelraum 44 führende, als Bohrung ausgebildete
Kurbelwellenkanal 37' relativ zur Achse 42 schräg orientiert. Er schliesst gemäss
der schematischen Darstellung aus Fig. 10 mit der Achse 42 einen Winkel α > 0, z.B.
von 20°, ein. Gleichzeitig liegt der Kurbelwellenkanal 37' auf einer Seite der Achse
42, so dass der radiale Abstand zwischen der Achse 42 der Kurbelwelle 48 und der Achse
des Kurbelwellenkanals 37' mit abnehmender Entfernung zum Kurbelraum 44 zunimmt. Bei
einer Drehung der Kurbelwelle 48 um die Achse 42 ist das im Kurbelwellenkanal 37'
befindliche Gemisch einer Zentrifugalkraft ZF ausgesetzt, die mit der Drehzahl und
mit dem radialen Abstand der beiden Achsen zunimmt. In Fig. 11 sind für drei verschiedene
Entfernungen zum Kurbelraum 44 und damit für drei verschiedene Abstände der Achsen
die zugehörigen Zentrifugalkräfte ZF1,..,ZF3 als radiale Vektoren eingezeichnet. Die
Komponenten dieser Vektoren in Richtung der Achse des Kurbelwellenkanals 37' stellen
die mit Annäherung an den Kurbelraum 44 zunehmenden Beschleunigungskräfte für das
in dem Kanal strömende Gemisch dar. Die Beschleunigung wird an jedem Punkt umso grösser,
je grösser der Winkel α gewählt wird, und erreicht ihr theoretisches Maximum bei α=90°.
Eine Grenze ergibt sich allerdings aus der vorgegebenen äusseren Geometrie der Kurbelwelle
48 und der Lage des Ansaugstutzens 15.
[0022] Aufgrund der Schrägstellung des Kurbelwellenkanals 37' arbeitet die Kurbelwelle 48
der Fig. 7 wie eine Zentrifugalpumpe. Durch diese Pumpe wird das Luft-Kraftstoff-Gemisch
durch den Kurbelwellenkanal 37' in den Kurbelraum 44 befördert. Im Kurbelwellengehäuse
11 wird damit mehr Gemisch gespeichert, so dass auch mehr Gemisch für die Verbrennung
im Arbeitsraum zur Verfügung steht. Dadurch vergrössert sich die Leistung des Motors.
Der schräg verlaufende Kurbelwellenkanal hat aber noch einen weiteren Effekt: Durch
die Schrägstellung prallt das Gemisch - wie in Fig. 7 durch die Pfeile angedeutet
- nicht senkrecht, sondern schräg auf die Wand des Deckels 20, so dass die in Fig.
5 angedeutete Behinderung der Strömung beim richtungsgleichen Zurückprallen unterbleibt.
Eine weitere Wirkung ergibt sich daraus, dass die Mündung des in Fig. 7 gezeigten
Kurbelwellenkanals 37' auf der dem Kurbelzapfen 40 gegenüberliegenden Seite des scheibenförmigen
Abschnitts 36 der Kurbelwelle 48 liegt. Wenn -wie in Fig. 1 durch das Bezugszeichen
"32" angedeutet - seitlich von der Kurbelwelle 18 bzw. 48 Überströmkanäle in der Wand
des Zylinders 12 vorgesehen sind (siehe die Überstromkanäle 32a und 32c in Fig. 1
a), wird durch die exzentrisch platzierte Mündung des Kurbelwellenkanals 37' das Gemisch
direkt in mindestens einen der seitlichen Überströmkanäle 32a, c geschleudert und
so der Vorgang der Ladung zusätzlich befördert.
[0023] Eine weitere nicht-erfindungsgemäße Ausführungsform der Beeinflussung der Gemischströmung
im Kurbelgehäuse ist in Fig. 8 dargestellt. Am Ende des koaxialen Kurbelwellenkanals
18 ist hier auf der dem Kurbelzapfen 40 gegenüberliegenden Seite des scheibenförmigen
Abschnitts 36 (quer durch das Gegengewicht 39) ein radialer Schlitz 45 angebracht,
der axial soweit in die Kurbelwelle 18 hineinreicht, dass das hinter dem Abschnitt
36 befindliche Lager 16 direkt mit dem Gemisch aus dem Kurbelwellenkanal 37 in Berührung
kommt. Bekanntlich wird ein Zweitaktmotor nur durch das Öl, welches im Kraftstoff
enthalten ist, geschmiert. Aus diesem Grunde ist es wichtig, das Öl enthaltende Luft-Kraftstoff-Gemisch
zum Kugellager 16 oder einem vergleichbaren Gleitlager zu führen. Durch die Schleuderkraft,
die durch das schnelle Drehen der Kurbelwelle 18 entsteht, wird Gemisch aus dem Kurbelwellenkanal
37 radial durch den Schlitz zum Lager 16 gefördert. Gleichzeitig wird das Gemisch
- wie bereits weiter oben beschrieben - in mindestens einen der seitlich angeordneten
Überströmkanäle 32a, c geschleudert und so der Transfer des Gemisches vom Kurbelraum
44 in den Arbeits- bzw. Verbrennungsrau beschleunigt. Diese beiden Effekte des Schlitzes
45 können gemäss Fig. 9 erfindungsgemäß auch mit dem Pumpeffekt eines schräg verlaufenden
Kurbelwellenkanals 37' kombiniert werden, um so bei guter Schmierung eine weiter verbesserte
Füllung mit Gemisch zu erreichen.
[0024] Eine weitere Möglichkeit, ausserhalb des Rahmens der Erfindung die Ladung zu verbessern
und gleichzeitig die Schmierung des hinteren Lagers 16 auch bei hohen Drehzahlen sicherzustellen,
ist in Fig. 10 wiedergegeben. In diesem Fall ist vor dem hinteren scheibenförmigen
Abschnitt 36 der Kurbelwelle 18 ein radial verlaufender Kanal 46 vorgesehen, der von
dem Kurbelwellenkanal 37 ausgeht und im Bereich des Lagers 16 in den Kurbelraum 44
mündet. Durch den Kanal 46 wird Gemisch zur Schmierung direkt zum Lager 16 geleitet.
Darüber hinaus schleudert der Kanal 46 aufgrund der Zentrifugalkräfte Gemisch in einen
der seitlich angeordneten Überströmkanäle 32a, c.
[0025] Eine andere Möglichkeit, im Rahmen der Erfindung die Ladung zu verbessern, ist in
Fig. 12 in einem Ausführungsbeispiel wiedergegeben, wobei die Teilfiguren 12a und
b verschiedene perspektivische Seitenansichten zeigen, und die Teilfiguren 12c und
d verschiedene Schnittansichten darstellen. Das Ausführungsbeispiel der Fig. 12 zeigt
eine Kurbelwelle 48 mit Einlassöffnung 38 und schräg verlaufendem Kurbelwellenkanal
37'. Am hinteren Ende der Kurbelwelle 48 ist wiederum der Kurbelzapfen 40 exzentrisch
angeordnet und durch ein Gegengewicht 39 neutralisiert. Das Gegengewicht 39 ist nun
mit einer Anschrägung 47 versehen, also beispielsweise schräg angefräst.. Durch das
Drehen der Kurbelwelle 48 wird mittels der Anschrägung 47 Gasgemisch nach hinten befördert
und bewirkt ein Saugeffekt, der das neue Gasgemisch aus dem Kurbelwellenkanal 37'
ansaugt. Gleichzeitig wird das Gasgemisch in den Überströmkanal, der das Gas in den
Zylinderraum leitet, geführt und beschleunigt.
[0026] Eine weitere Verbesserung lässt sich durch zusätzliche Mittel erreichen, die in Fig.
12-14 wiedergegeben sind. Diese zusätzlichen Mittel umfassen in der Kurbelwelle 48
angeordnete Kammern 49 (Fig. 12), die mit einem in die Wand des Kurbelgehäuses 11
eingelassenen Durchströmkanal 50 zusammenwirken (Fig. 13, 14). Die sich in axialer
Richtung erstreckenden, vorzugsweise schlitzförmigen Kammern 49 sind auf der Höhe
der Einlassöffnung 38 ausserhalb der Einlassöffnung über den Umfang der Kurbelwelle
48 verteilt angeordnet. Über den ebenfalls axialen Durchströmkanal 50 kann in den
Kammern 49 befindliches Luft-Kraftstoff-Gemisch in den hinteren Raum des Kurbelgehäuses
11 abströmen.
[0027] Das Ansaugen von frischem Gasgemisch (Mischung zwischen Luft und Kraftstoff) wird
durch die Einlassöffnung 38 in der Kurbelwelle 48 gesteuert. Wenn die Einlassöffnung
38 offen ist, wird über den Vergaser Luft angesaugt. Durch den Venturieffekt wird
auch Kraftstoff angesaugt. Sobald die Einlassöffnung über den Ansaugstutzen 15 hinaus
verdreht wird, wird das Ansaugen unterbrochen und das sich bewegende Gasgemisch prallt
zurück. Beim nächsten Öffnen der Einlassöffnung 38 müssen sich die Luft und der Kraftstoff
erneut in Bewegung setzen. Dadurch ist das Einsaugen des Gasgemisches etwas behindert.
[0028] Die Kammern 49 übernehmen nun das Gasgemisch, welches dann durch die Wirkung der
Zentrifugalkraft über den Durchströmkanal 50 in den hinteren Gehäuseraum geführt wird.
Der Durchströmkanal 50 ist dabei vorteilhafterweise ca. 90° zur Vergaserstellung (Ansaugstutzen
15) in Drehrichtung der Kurbelwelle versetzt. Das Gasgemisch fliesst dabei vorteilhafterweise
durch das Kugellager der Kurbelwelle 48, um das Kugellager zu schmieren und zu kühlen.
[0029] Dadurch wird der hintere Gehäuseraum noch besser mit Gasgemisch gefüllt. Dies erhöht
das Drehmoment und die Leistung des Motors.
[0030] Insgesamt zeichnet sich die Erfindung durch folgende Eigenschaften und Vorteile aus:
- Die Erfindung kann bei vorhandenen Motoren ohne Probleme eingesetzt werden, indem
einfach die Kurbelwelle und eventuell der Deckel des Kurbelwellengehäuses ausgetauscht
wird.
- Durch die verbesserte Führung des Gemischstromes wird eine bessere Ladung bzw. Füllung
des Motors und damit eine deutlich höhere Leistung erzielt.
- Die auf der Zentrifugalkraft beruhende Pump- und/oder Schleuderwirkung des schrägen
Kurbelwellenkanals und/oder der radialen Öffnungen zum Kurbelraum beschleunigen das
Gemisch drehzahlabhängig und unterstützen die Saugwirkung des Kolbens durch eine eigenständige
Pumpwirkung.
- Zusätzliche radiale Verbindungen zum innenliegenden Lager der Kurbelwelle stellen
gerade bei hohen Drehzahlen die Gemischschmierung des Lagers sicher.
- Der Schleuder- und Pumpeffekt führt zu einer verbesserten Vermischung des Luft-Kraftstoff-Gemisches
und damit zu höherer Leistung und verringerten Emissionen.
- Die Erfindung kann mit besonderem Vorteil bei Motoren für den Modellbau, aber auch
in anderen Anwendungen eingesetzt werden, bei denen insbesondere Beschränkungen hinsichtlich
Platz und Gewicht eine Rolle spielen, wie z.B. Karts, motorisierte Ultraleichtflugzeuge
(ULM), Micro Air Vehicles MAV, oder ähnliches.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0031]
- 10
- Hochleistungs-Zweitaktmotor (Modellmotor)
- 11
- Kurbelgehäuse
- 12
- Zylinder
- 13
- Mitnehmer (konisch)
- 14,16
- Kugellager
- 15
- Ansaugstutzen
- 17
- Abgasaustrittsöffnung
- 18,48
- Kurbelwelle
- 19
- Dichtung
- 20
- Deckel (Kurbelgehäuse)
- 21,31
- Schrauben
- 22
- Pleuel
- 23
- Sicherungsring
- 24
- Kolben
- 25
- Laufbuchse
- 26
- Kolbenbolzen
- 27
- Einstellplättchen (ringförmig)
- 28
- Kopfplatte
- 29
- Kühlkopf
- 30
- Glühkerze
- 32,32a,b,c
- Überströmkanal
- 33,..,36
- Abschnitt (Kurbelwelle)
- 37,37'
- Kurbelwellenkanal/Gasgemischkanal
- 38
- Einlassöffnung (Kurbelwellenkanal)
- 39
- Gegengewicht
- 40
- Kurbelzapfen
- 41
- Gewinde
- 42
- Achse (Kurbelwelle)
- 43
- Umlenkkegel
- 44
- Kurbelraum
- 45
- Schlitz
- 46
- Kanal
- 47
- Anschrägung
- 49
- Kammer
- 50
- Durchströmkanal
- α
- Winkel
1. Hochleistungs-Zweitaktmotor (10), insbesondere für den Einsatz im Modellbau, mit einem
in einem Zylinder (12) verschiebbar gelagerten, einen Arbeitsraum begrenzenden Kolben
(24), welcher über einen Pleuel (22) an einer Kurbelwelle (18, 48) angelenkt ist,
die in einem an den Zylinder (12) angrenzenden Kurbelgehäuse (11), welches einen mit
dem Zylinder (12) in Verbindung stehenden Kurbelraum (44) umschliesst, um eine Achse
(42) drehbar gelagert ist, wobei in der Kurbelwelle (18, 48) ein in den Kurbelraum
(44) mündender Kurbelwellenkanal (37, 37') in Längsrichtung verläuft und in Abhängigkeit
vom Drehwinkel der Kurbelwelle (18, 48) über eine Einlassöffnung (38) mit einem am
Kurbelgehäuse (11) angebrachten Ansaugstutzen (15) für ein Luft-Kraftstoff-Gemisch
in Verbindung steht, und wobei im Zylinder (12) wenigstens ein Überströmkanal (32;
32a, b, c) ausgebildet ist, durch welchen in Abhängigkeit von der Stellung des Kolbens
(24) im Zylinder (12) das Luft-Kraftstoff-Gemisch aus dem Kurbelraum (44) am Kolben
(24) vorbei in den Arbeitsraum strömen kann, wobei innerhalb des Kurbelgehäuses (11)
Mittel (37', 43, 45, 46, 47, 49, 50) angeordnet sind, welche die Füllung des Kurbelraumes
(44) mit dem Luft-Kraftstoff-Gemisch verbessern, wobei die Mittel einen Kurbelwellenkanal
(37) umfassen, wobei der Kurbelwellenkanal (37') innerhalb der Kurbelwelle (48) derart
verläuft, dass der Abstand zwischen der Achse des Kurbelwellenkanals (37') und der
Achse (42) der Kurbelwelle (48) mit kleiner werdender Entfernung zum Kurbelraum (44)
hin zunimmt, dadurch gekennzeichnet, dass das Pleuel (22) an der Kurbelwelle (48) mittels eines exzentrisch angeordneten Kurbelzapfens
(40) angelenkt ist, und dass der Kurbelwellenkanal (37') auf der dem Kurbelzapfen
(40) gegenüberliegenden Seite in den Kurbelraum (44) mündet.
2. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kurbelwellenkanal (37') als Bohrung ausgebildet ist und mit der Achse (42) der
Kurbelwelle (48) einen Winkel α > 0° einschliesst.
3. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kurbelwelle (48) eine in radialer Richtung verlaufende Verbindung (45, 46)
zwischen dem Kurbelwellenkanal (37') und dem Kurbelraum (44) vorgesehen ist.
4. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (45, 46) auf der dem Kurbelzapfen (40) gegenüberliegenden Seite angeordnet
ist.
5. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung als Schlitz (45, 46) ausgebildet ist.
6. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (48) im Bereich des Kurbelraums (44) einen senkrecht zur Achse (42)
stehenden scheibenförmigen Abschnitt (36) aufweist, an welchem der Kurbelzapfen (40)
befestigt ist, dass die Kurbelwelle (48) auf der dem Kurbelraum (44) abgewandten Seite
des scheibenförmigen Abschnitts (36) in einem Lager (16) drehbar gelagert ist, dass
die Verbindung bzw. der Schlitz (45) im scheibenförmigen Abschnitt (36) angeordnet
ist, und dass die Verbindung bzw. der Schlitz (45) derart ausgebildet ist, dass im
Kurbelwellenkanal (37') befindliches Luft-Kraftstoff-Gemisch durch die Verbindung
(45) direkt zum Lager (16) gelangt.
7. Hochleistungs-Zweitäktmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (45, 46) auf der dem Kurbelzapfen (40) gegenüberliegenden Seite angeordnet
ist.
8. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (48) im Bereich des Kurbelraums (44) einen senkrecht zur Achse (42)
stehenden scheibenförmigen Abschnitt (36) aufweist, an welchem der Kurbelzapfen (40)
befestigt ist, dass die Kurbelwelle (48) auf der dem Kurbelraum (44) abgewandten Seite
des scheibenförmigen Abschnitts (36) in einem Lager (16) drehbar gelagert ist, dass
die Verbindung (45, 46) zumindest teilweise im scheibenförmigen Abschnitt (36) angeordnet
ist, und dass die Verbindung (45, 46) derart ausgebildet ist, dass im Kurbelwellenkanal
(37') befindliches Luft-Kraftstoff-Gemisch durch die Verbindung (45, 46) direkt zum
Lager (16) gelangt.
9. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung als Schlitz (45) oder als Kanal (46) ausgebildet ist.
10. Hochleistungs-Zweitaktmotor (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (48) ein Gegengewicht (39) aufweist, und dass die Mittel zur Verbesserung
der Füllung des Kurbelraumes (44) mit dem Luft-Kraftstoff-Gemisch eine Anschrägung
(47) umfassen, welche an dem Gegengewicht (39) angebracht ist, derart, dass beim Drehen
der Kurbelwelle (48) das Luft-Kraftstoff-Gemisch nach hinten befördert wird.
11. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Verbesserung der Füllung des Kurbelraumes (44) mit dem Luft-Kraftstoff-Gemisch
eine Mehrzahl von sich in axialer Richtung erstreckenden, vorzugsweise schlitzförmigen
Kammern (49) aufweisen, welche auf der Höhe der Einlassöffnung (38) ausserhalb der
Einlassöffnung über den Umfang der Kurbelwelle (48) verteilt angeordnet sind, und
dass im Kurbelgehäuse (11) ein mit den Kammern (49) zusammen wirkender, axialer Durchströmkanal
(50) vorgesehen ist, über welchen in den Kammern (49) befindliches Luft-Kraftstoff-Gemisch
in den hinteren Raum des Kurbelgehäuses (11) abströmen kann.
12. Hochleistungs-Zweitaktmotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchströmkanal in Drehrichtung der Kurbelwelle (48) um etwa 90° gegenüber dem
Ansaugstutzen (15) versetzt angeordnet ist.
1. A high-power two-stroke engine (10), in particular for use in model construction,
having a piston (24) which is mounted so as to be displaceable in a cylinder (12),
delimits a working space and is connected via a connecting rod (22) to a crankshaft
(18, 48) which is mounted, so as to be rotatable about an axis (42), in a crankcase
(11) which adjoins the cylinder (12) and encloses a crank space (44) which is connected
to the cylinder (12), wherein a crankshaft duct (37, 37') which opens out into the
crank space (44) runs in the crankshaft (18, 48) in the longitudinal direction and
is connected, as a function of the rotational angle of the crankshaft (18, 48), by
means of an inlet opening (38) to an intake pipe (15), which is formed on the crankcase
(11), for an air/fuel mixture, and wherein at least one transfer duct (32; 32a, b,
c) is formed in the cylinder (12), by means of which transfer duct (32; 32a, b, c)
the air/fuel mixture can, as a function of the position of the piston (24) in the
cylinder (12), flow from the crank space (44) past the piston (24) and into the working
space, wherein means (37', 43, 45, 46, 47, 49, 50) are arranged within the crankcase
(11), which means (37', 43, 45, 46, 47, 49, 50) improve the filling of the crank space
(44) with the air/fuel mixture, wherein the means for improving the filling of the
crank space (44) comprise a crankshaft duct (37') which runs within the crankshaft
(48) in such a way that the centrifugal forces which occur as the crankshaft (48)
rotates accelerate the air/fuel mixture flowing in the crankshaft duct (37') in the
direction of the crank space (44), characterized in that the connecting rod (22) is connected to the crankshaft (48) by means of an eccentrically
arranged crank pin (40), and in that the crankshaft duct (37') opens out into the crank space (44) at the side opposite
from the crank pin (40).
2. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 1, characterized in that the crankshaft duct (37') is formed as a bore and encloses an angle α > 0° with the
axis (42) of the crankshaft (48).
3. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 1, characterized in that the means for improving the filling of the crank space (44) comprise a connection
(45, 46) which runs in the crankshaft (18) in the radial direction between the crankshaft
duct (37') and the crank space (44).
4. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 1, characterized in that the connection (45, 46) is arranged at the side opposite from the crank pin (40)
.
5. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 4, characterized in that the connection is formed as a slot (45) .
6. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 5, characterized in that the crankshaft (48) has, in the region of the crank space (44), a disk-shaped section
(36) which is perpendicular to the axis (42) and to which the crank pin (40) is fastened,
in that the crankshaft (48) is rotatably mounted, at that side of the disk-shaped section
(36) which faces away from the crank space (44), in a bearing (16), in that the connection or the slot (45), respectively, is arranged in the disk-shaped section
(36), and in that the connection or the slot (45), respectively, is formed such that air/fuel mixture
situated in the crankshaft duct (37') passes through the connection (45) directly
to the bearing (16).
7. The high-power two-stroke engine as claimed in one of the claims 3 to 6, characterized in that the connection (45, 46) is arranged at the side opposite from the crank pin (40).
8. The krigh-power two-stroke engine as claimed in claim 7, characterized in that the crankshaft (48) has, in the region of the crank space (44), a disk-shaped section
(36) which is perpendicular to the axis (42) and to which the crank pin (40) is fastened,
in that the crankshaft (48) is rotatably mounted, at that side of the disk-shaped section
(36) which faces away from the crank space (44), in a bearing (16), in that the connection (45, 46) is arranged at least partially in the disk-shaped section
(36), and in that the connection (45, 46) is formed such that air/fuel mixture situated in the crankshaft
duct (37') passes through the connection (45) directly to the bearing (16).
9. The high-power two-stroke engine as claimed in claims 7 or 8, characterized in that the connection is formed as a slot (45) or a duct (46).
10. The high-power two-stroke engine as claimed in claim 1, characterized in that the crankshaft (48) has a counterweight (39), and in that the means for improving the filling of the crank space (44) with the air/fuel mixture
comprise a beveled portion (47) which is formed on the counterweight (39) in such
a way that the air/fuel mixture is conveyed rearward as the crankshaft (48) rotates.
11. The high-power two-stroke engine as claimed in one of claims 1 to 10, characterized in that the means for improving the filling of the crank case (44) with the air/fuel mixture
have a plurality of preferably slot-shaped chambers (49) which extend in the axial
direction and are arranged, at the level of the inlet opening (38), outside the inlet
opening so as to be distributed over the periphery of the crankshaft (48), and in that an axial throughflow duct (50), which interacts with the chambers (49), is provided
in the crankcase (11), via which throughflow duct (50) air/fuel mixture situated in
the chambers (49) can flow off into the rear space of the crankcase (11).
12. The krigh-power two-stroke engine as claimed in claim 11, characterized in that the throughflow duct is arranged so as to be offset relative to the intake pipe (15)
by approximately 90° in the rotational direction of the crankshaft (48).
1. Moteur à deux temps (10) à performances élevées, notamment pour l'utilisation dans
une construction modélisée, comprenant un piston (24) monté de manière déplaçable
dans un cylindre (12), limitant une chambre de travail, qui est articulé par le biais
d'une bielle (22) à un vilebrequin (18, 48), qui est monté de manière à pouvoir tourner
autour d'un axe (42) dans un carter de vilebrequin (11) adjacent au cylindre (12),
qui entoure un espace de vilebrequin (44) en liaison avec le cylindre (12), un canal
de vilebrequin (37, 37') débouchant dans l'espace de vilebrequin (44) s'étendant dans
la direction longitudinale dans le vilebrequin (18, 48) et, en fonction de l'angle
de rotation du vilebrequin (18, 48), étant en liaison par le biais d'une ouverture
d'admission (38) avec une tubulure d'aspiration (15) pour un mélange air/carburant
montée sur le carter de vilebrequin (11), au moins un canal de débordement (32 ; 32a,
b, c) étant réalisé dans le cylindre (12), à travers lequel, en fonction de la position
du piston (24) dans le cylindre (12), le mélange air/carburant pouvant s'écouler hors
de l'espace de vilebrequin (44) devant le piston (24) dans la chambre de travail,
des moyens (37', 43, 45, 46, 47, 49, 50) étant disposés à l'intérieur du carter de
vilebrequin (11), lesquels améliorent le remplissage de l'espace de vilebrequin (44)
avec le mélange air/carburant, les moyens comprenant un canal de vilebrequin (37),
le canal de vilebrequin (37') s'étendant à l'intérieur du vilebrequin (48) de telle
sorte que la distance entre l'axe du canal de vilebrequin (37') et l'axe (42) du vilebrequin
(48) augmente à mesure que la distance à l'espace de vilebrequin (44) diminue, caractérisé en ce que la bielle (22) est articulée au vilebrequin (48) au moyen d'un tourillon de vilebrequin
(40) disposé de manière excentrique, et en ce que le canal de vilebrequin (37') débouche du côté opposé au tourillon de vilebrequin
(40) dans l'espace de vilebrequin (44) .
2. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal de vilebrequin (37') est réalisé sous forme d'alésage et forme avec l'axe
(42) du vilebrequin (48) un angle α > 0°.
3. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une liaison (45, 46) s'étendant dans la direction radiale entre le canal de vilebrequin
(37') et l'espace de vilebrequin (44) est prévue dans le vilebrequin (48).
4. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 3, caractérisé en ce que la liaison (45, 46) est disposée du côté opposé au tourillon de vilebrequin (40).
5. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 4, caractérisé en ce que la liaison est réalisée sous forme de fente (45, 46).
6. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 5, caractérisé en ce que le vilebrequin (48) présente, dans la région de l'espace de vilebrequin (44), une
portion (36) en forme de disque perpendiculaire à l'axe (42), sur laquelle est fixé
le tourillon de vilebrequin (40), en ce que le vilebrequin (48) est monté à rotation dans un palier (16) du côté de la portion
(36) en forme de disque opposé à l'espace de vilebrequin (44), en ce que la liaison ou la fente (45) est disposée dans la portion (36) en forme de disque
et en ce que la liaison ou la fente (45) est réalisée de telle sorte que le mélange air/carburant
se trouvant dans le canal de vilebrequin (37') parvienne directement au palier (16)
par la liaison (45).
7. Moteur à deux temps à performances élevées selon l'une quelconque des revendications
3 à 6, caractérisé en ce que la liaison (45, 46) est disposée du côté opposé au tourillon de vilebrequin (40).
8. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 7, caractérisé en ce que le vilebrequin (48) présente, dans la région de l'espace de vilebrequin (44), une
portion (36) en forme de disque perpendiculaire à l'axe (42) sur laquelle est fixé
le tourillon de vilebrequin (90), en ce que le vilebrequin (48) est monté à rotation dans un palier (16) du côté de la portion
(36) en forme de disque opposé à l'espace de vilebrequin (44), en ce que la liaison (45, 46) est disposée au moins en partie dans la portion (36) en forme
de disque et en ce que la liaison (45, 46) est réalisée de telle sorte que le mélange air/carburant se trouvant
dans le canal de vilebrequin (37') parvienne directement au palier (16) par la liaison
(45, 46).
9. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la liaison est réalisée sous forme de fente (45) ou de canal (46).
10. Moteur à deux temps (10) à performances élevées selon la revendication 1, caractérisé en ce que le vilebrequin (48) présente un contrepoids (39) et en ce que les moyens pour améliorer le remplissage de l'espace de vilebrequin (44) avec le
mélange air/carburant comprennent un chanfreinage (47) qui est pratiqué sur le contrepoids
(39) de telle sorte que lors de la rotation du vilebrequin (48), le mélange air/carburant
soit refoulé vers l'arrière.
11. Moteur à deux temps à performances élevées selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que les moyens pour améliorer le remplissage de l'espace de vilebrequin (44) avec le
mélange air/carburant présentent une pluralité de chambres (49) de préférence en forme
de fente, s'étendant dans la direction axiale, qui sont réparties à la hauteur de
l'ouverture d'entrée (38) à l'extérieur de l'ouverture d'entrée sur la périphérie
du vilebrequin (48), et en ce qu'un canal d'écoulement axial (50) coopérant avec les chambres (49) est prévu dans le
carter de vilebrequin (11), par le biais duquel le mélange air/carburant se trouvant
dans les chambres (49) peut s'écouler dans l'espace arrière du carter de vilebrequin
(11).
12. Moteur à deux temps à performances élevées selon la revendication 11, caractérisé en ce que le canal d'écoulement est disposé dans la direction de rotation du vilebrequin (48)
de manière décalée d'environ 90° par rapport à la tubulure d'aspiration (15).
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