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EP 1 787 537 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2014 Patentblatt 2014/21 |
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Anmeldetag: 17.11.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Körperschutzpanzerung, insbesondere für den Stichschutz
Stab resistant body armour
Armure corporelle, en particulier contre les coupures
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK RS |
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Priorität: |
18.11.2005 DE 202005018190 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.05.2007 Patentblatt 2007/21 |
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Patentinhaber: Müller, Lothar |
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58513 Lüdenscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Müller, Lothar
58513 Lüdenscheid (DE)
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Vertreter: GROSSE SCHUMACHER KNAUER VON HIRSCHHAUSEN |
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Patent- und Rechtsanwälte
Frühlingstrasse 43A 45133 Essen 45133 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 226 265 DE-A1- 19 819 737 DE-U1- 29 605 503 JP-U- 62 172 993
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EP-A2- 1 238 595 DE-A1- 19 833 816 GB-A- 2 303 534 US-A1- 2005 015 837
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine Körperschutzpanzerung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1. Derartige Körperschutzpanzerungen werden für den Personenschutz von z.B. Polizeikräften
verwendet und in der Regel innerhalb einer Weste oder Jacke mit entsprechenden Aufnahmetaschen
getragen.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 296 05 503 U1 ist bereits eine Körperschutzpanzerung für die Schultergelenkzone bekannt. Diese
Körperschutzpanzerung besteht im wesentlichen aus mehreren körpergerecht geformten
Panzerplatten, die aus tiefgezogenem Leichtmetallblech hergestellt sind. Die als Panzerplatten
bezeichneten Flächenelemente sind gelenkig miteinander verbunden. Somit wird nicht
nur ein weitreichender Körperschutz, sondern auch eine gute Beweglichkeit der Körperschutzpanzerung
erreicht, wodurch ein guter Tragekomfort mit hoher Bewegungsfreiheit erreicht wird.
An dem auf der Schulter angeordneten Flächenelement sind über Gelenke Flächenelemente
für den Schutz des Schlüsselbeins und des Schulterblattes angeordnet. Diese Gelenke
sind hierbei als längliche Scharniere ausgebildet.
[0003] Des weiteren sind als flexible Schutzflächen zum Einsatz im Personenschutz so genannte
Kettenhemden bekannt, deren stich- und schnittfeste Flächen biegeschlaff und möglichst
leicht sind. Diese flexiblen Flächenelemente bestehen aus beweglich miteinander verbundenen
Ringelementen. Die Ringelemente sind hierzu reihenbildend teilweise mit den benachbarten
Ringelemente überragend oder überdeckend angeordnet. Aus der deutschen Patentanmeldung
DE 198 33 816 A1 ist beispielsweise ein derartiges Flächenelement bekannt, das sich dadurch auszeichnet,
dass die einzelnen Ringelemente mindestens einen Durchgang aufweisen, der so ausgebildet
ist, dass jedes Ringelement an mindestens zwei weiteren Ringelementen durch Schlaufen
aus einem fadenartigen Material befestigt werden kann.
[0004] Femer sind aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 198 19 737 A1 schuppenartige Stichschutzgewebe bekannt, die zum Personenschutz verwendet werden,
um einen Durchstich eines Eispickels oder Stichlings zu verhindern. Dieses Stichschutzgewebe
besteht aus einer Vielzahl von miteinander verbundenen Schuppen, die für eine Verbindung
untereinander Bohrungen aufweisen, in die Verbindungselemente eingreifen. Die Schuppen
überdecken sich ziegeldachartig und die Verbindungselemente sind unmittelbar an den
Schuppen angeformt.
[0005] Aus der
DE 101 10 851 C1 ist eine gattungsgemäße Körperschutzpanzerung bekannt, bei der die Spaltöffnung zwischen
benachbarten Flächenelementen der Panzerung durch längliche Verschlusselemente, welche
eine Schwenkbewegung zwischen den benachbarten Flächenelementen gleichwohl gestattet,
vorgesehen. Als Verschlusselement dienen H-förmige Kunststoffprofile, in welche Verstärkungsstreifen
aus Metall eingebettet sein können, welche sich unter Überdeckung der Spaltöffnung
parallel zu den Panzerungselementen auf einer oder beiden Seiten derselben erstrecken.
Auch innerhalb der Spaltöffnung können zu den Panzerungsplatten rechtwinklig erstreckte
Verstärkungsstreifen in das schützende H-förmige Kunststoffprofil eingearbeitet sein.
Diese an sich wirkungsvollen Verschlusselemente sind allerdings außerordentlich aufwendig
und im Übrigen aufgrund der elastischen Einzeleinbettung der Verstärkungsstreifen
nur für den leichten Körperschutz geeignet.
DIE ERFINDUNG
[0006] Um zu erreichen, dass gattungsgemäße Körperschutzpanzerungen einem Bestich sowohl
senkrecht zu den Panzerplatten (Flächenelementen) als auch in einem Winkel von z.B.
zwischen 25 und 65° auf die Panzerung einwirkenden Messerbestich stand halten, ohne
dass eine, insbesondere abgleitende, Messerklinge in die Spaltöffnung zwischen benachbarten
Panzerplatten wesentlich eindringen und die die Körperschutzpanzerung tragende Person
wesentlich verletzen oder traumatisieren kann, wird eine verbesserte Körperschutzpanzerung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Demnach basiert die Erfindung auf
dem Grundgedanken, ein im Querschnitt T-förmiges Fangprofil auszubilden und parallel
zur oder in der Spaltöffnung zwischen benachbarten Panzerplatten anzuordnen. Dabei
wird die Spaltöffnung durch das Verschlusselement bzw. die T-Schenkel des T-förmigen
Fangprofils verschlossen, wobei der T-Steg das Durchbiegen der T-Schenkel unter dem
Krafteinfluss des Messerangriffes vermindert, und mittels des T-Steges eine schräg
auf die Panzerung geführte, an ihr abgleitende Messerklinge aufgefangen und deren
Unterwanderung einer der benachbarten Panzerplatten (Flächenelemente) im Öffnungsspaltbereich
unterbunden wird.
[0007] Es ist nun auf verschiedene Weise möglich, das im Querschnitt T-förmige erfindungsgemäße
Fangprofil auszubilden und anzuordnen:
[0008] Bei einer ersten Ausführungsform befinden sich die T-Schenkel des T-förmigen Fangprofiles
unterhalb der dem Öffnungsspalt benachbarten Randzonen benachbarter Panzerungselemente.
Der T-Steg greift (aus der Sicht der Tragperson von innen) in den Öffnungsspalt zwischen
den benachbarten Panzerungsplatten hinein und ist so dimensioniert, dass eine entlang
einer der Panzerplatten abgleitende Messerklinge durch den T-Steg aufgehalten oder
von der Spaltöffnung abgelenkt wird, also die freie Kante des T-Steges in der Weise
nicht überwinden kann, oder dass die Messerklinge in dem hinter diesem T-Steg verbleibenden
Restspalt der Spaltöffnung nicht eindringen und die nachfolgende Panzerplatte nicht
unterwandern kann, oder aber hinreichend stark von der Spaltöffnung abgelenkt wird.
[0009] Hierzu ist es in der Regel erforderlich, dass der T-Steg die Panzerungs-Außenfläche
ein gewisses Stück von z.B. einem bis mehreren Millimetern überragt. Da dieser Überstand
von der Tragperson abgewandt ist, ist er für die Tragperson ungefährlich. Auf der
der Tragperson zugewandten Panzerungsseite befindet sich die flache, panzerungsparallele
Fläche der T-Schenkel, welche auf das T-Profil einwirkende Stichkräfte großflächig
verteilt und für die Tragperson weitgehend ungefährlich macht.
[0010] Bei einer alternativen Ausführungsform befindet sich der T-Steg parallel versetzt,
d. h. mit gewissem seitlichem Abstand zur zwischen benachbarten Panzerplatten bestehenden
Spaltöffnung, wobei diese Spaltöffnung durch ein außen liegendes, spaltüberdeckendes
Verstärkungsprofil in geeigneter Weise gegen einen 90°-Bestich geschützt wird. Bei
zunehmendem Schrägbestich fängt der T-Steg die auf einer der Panzerplatten in Richtung
der Spaltöffnung abgleitende Messerklinge auf. Um die Panzerung gegen einen Schrägbestich
aus beiden Richtungen (bezogen auf die Senkrechte) ausreichend zu schützen, sind die
T-förmigen Profile vorzugsweise beidseitig der Spaltöffnung und parallel zu derselben
angeordnet. In solchen Fällen kann das T-Profil aus der jeweiligen Panzerungsplatte
selber und einer davon etwa rechtwinklig oder mit einem gewissen Winkel nach außen
abstehenden Steg gebildet werden. Das so gebildete Fangprofil kann - wie bei dem ersten
Ausführungsbeispiel auch - auch L-förmig gestaltet sein, wobei der L-Schenkel etwa
parallel zur Panzerplatte und der L-Steg etwa rechtwinklig von der Panzerplatte forterstreckt
angeordnet ist. Grundsätzlich ist es möglich, in solchen Fällen ein L-förmiges Fangprofil
durch eine Aufbördelung der Panzerplatten im Spaltöffnungsbereich nach außen hin zu
gestalten. Größere Bestichkräfte können allerdings durch einen auf die jeweilige Panzerungsplatte
aufgesetzten Steg aufgefangen werden, wobei dieser Steg durch Löten, Schweißen, Kleben,
Nieten, Schrauben und dergleichen an der Panzerungsplatte befestigt sein kann. Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein T-förmiges Fangprofil - vorzugsweise auf jeder
der beiden der Spaltöffnung benachbarten Seiten vorgesehen, weil eine Spaltabdeckung
gegen Senkrechtbestich auf diese Weise am einfachsten verwirklicht werden kann, da
sich diese auf dem spaltseitigen T-Schenkel des T-Profils abstützen kann. In besonders
einfacher Weise wird der abstehende Schenkel des Fangprofils durch einen auf die Panzerungsplatte
aufgesetzten und mit ihr fest verbundenen Materialstreifen, insbesondere aus Metall,
verwirklicht, weil dann weder die Panzerplatte verformt werden muss und das eigentliche
Fangprofil als paralleler Materialstreifen ausgebildet sein kann.
[0011] Eine streifenförmige Spaltabdeckung, welche zum Erhalt der Beweglichkeit der benachbarten
panzernden Flächenelementen mit den Panzerplatten nicht starr verbunden sein darf,
kann in beiden Ausführungsbeispielen vorteilhaft eingesetzt werden, wobei eine streifenparallele
Verstärkungssicke nicht nur das Durchbiegeverhalten günstig beeinflusst, sondern im
Falle des ersten Ausführungsbeispieles auch den Vorsprung des freien T-Stegendes des
T-förmigen Fangprofiles umspannen kann.
[0012] Bei beiden Ausführungsbeispielen kann ein auf der Außenseite der Panzerung angeordnetes
Verschlusselement der Spaltöffnung mit Hilfe der üblichen Gelenkklammern, welche das
gegenseitige Verschwenken benachbarter Panzerplatten ermöglichen, gehalten werden.
Zum weiteren Eindringschutz kann ein solches Verschlusselement auch in Randausnehmungen
unterhalb der stegförmigen Fangelemente oder damit verbundenen Federstahlstreifen
gehalten werden.
[0013] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0014] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel einer Körperschutzpanzerung
dargestellt ist.
KURZFASSUNG DER FIGURENBESCHREIBUNG
[0015] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1A
- von einer ersten Ausführungsform einer Körperschutzpanzerung eine Schnittdarstellung
quer zur Spaltöffnung (Schnitt entlang der Linie I A - I A gemäß Fig. 1B;
- Fig. 1B
- von der Darstellung nach Fig. 1A eine Außenansicht (Ansicht A-A gemäß Fig. 1A);
- Fig. 2A bis C
- von alternativen Ausführungsformen eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 1A sowie
- Fig. 3
- ein T-förmiges Fangprofil in Seitenansicht.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1A/B sind panzernde Flächenelemente 2 ersichtlich,
die im Bereich benachbarter Kanten eine etwa parallele Spaltöffnung 3 bilden. Diese
ist zum Teil von einem Steg 12A eines im Querschnitt T-förmigen Fangelementes 12 ausgefüllt.
Die T-Schenkel 12B des T-förmigen Fangprofils 12 erstrecken sich etwa plattenparallel
auf der der Tragperson zugewandten Innenseite der Panzerung. Das freie Ende des T-Steges
12A überragt die Außenfläche der Panzerung um wenige, z.B. 1 bis 4 mm (Überstand a).
Sowohl ein senkrecht zur Panzerung ausgeführter Messerbestich M1 als auch ein schräg
unter einem Winkel α ausgeführter Messerbestich M2 führt selbst dann nicht zu einer
wesentlichen Verletzung oder Traumatisierung der Tragperson, wenn die Messerspitze
genau auf die Spaltöffnung geführt wird. Obwohl die T-Schenkel 12B bereits als Verschlusselement
der Spaltöffnung 3 dienen, ist ein zusätzliches streifenförmiges Verschlusselement
8 aus Metall oder einem sonstigen geeigneten Material vorgesehen sein und die Spaltöffnung
3 auf der von der Tragperson abgewandten Außenseite überdecken. Eine längliche Sicke
8A entlang etwa der Mitte des Verschlusselementes 8 ermöglicht es, den Überstand des
T-Steges zu überbrücken. Sowohl das T-förmige Fangprofil 12 als auch das Verschlusselement
8 können in an sich bekannter Weise durch Gelenke bildende Klammern (Ringelemente
6) gehalten werden. Die Ringelemente 6 durchgreifen geeignet geformte Öffnungen 5
auf beiden Seiten der Spaltöffnung 3 in etwa gegenüberliegenden Positionen benachbarter
Flächenelemente 2. Randaussparungen 8B des Verschlusselementes 8 und entsprechende
Randausnehmungen der T-Schenkel 12B des Fangelementes 12 gestatten ein Halten des
Fangelementes 12 und des Verschlusselementes 8 mittels der Ringelemente 6.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figuren 2A bis 2B wird die Spaltöffnung 3 ebenfalls
durch ein, gegebenenfalls durch eine Längssicke versteiftes Verschlusselement 8 gegen
im Wesentlichen senkrechten Messerbestich auf der Panzerungsaußenseite geschützt.
Bei einer nicht erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Figur 2C, beidseitig der Spaltöffnung
3 auf den Flächenelementen 2, z.B. durch Nieten 12C, befestigte Streifen, z.B. aus
Metall, dienen als T-Stege 12A eines Fangprofils 12, welches einerseits durch diesen
Steg 12A und andererseits durch die benachbarten Flächenbereiche des Flächenelementes
2 T-Schenkel 12B gebildet wird.
[0018] Das Verschlusselement (8) kann mit geringem Abstand unmittelbar an den T-Steg (12A)
anschließen (Fig. 2A), aber auch von einem Teilbereich des T-Steges (12A) überdeckt
werden (Fig. 2B). Eine ähnliche Wirkung zum weiteren verbesserten Schutz gegen Schrägbestich
kann ein Flachmaterialstreifen, insbesondere aus Federstahl ausüben, der gemeinsam
mit dem T-Steg (12A) gehalten wird (Fig. 2C und 2D), wobei größere Randbereiche des
Verschlusselementes (8) von solchen Schutzelementen abgedeckt werden.
[0019] Wie sich aus Fig. 3 ergibt, eignen sich T-förmige Fangprofile auch zur Queraussteifung
der Körperschutzpanzerung, da derartige T-Profile auch in gebogener Form eingesetzt
werden können.
BEZUGSZEICHENLISTE:
[0020]
- 2
- Flächenelement
- 3
- Spaltöffnung
- 8
- Verschlusselement
- 8A
- Sicke
- 8B
- Randaussparung
- 12
- Fangprofil
- 12A
- T-Steg
- 12B
- T-Schenkel
- 12C
- Nieten
- a
- Überstand
- M1
- Bestichrichtung
- M2
- Bestichrichtung
1. Körperschutzpanzerung, insbesondere für den Stichschutz, bestehend aus mindestens
zwei Flächenelementen, die zur körpergerechten Anpassung mit Gelenken verbunden sind,
bei der die Flächenelemente (2) unter Bildung von Spaltöffnungen (3) miteinander verbunden
sind und zwischen den Flächenelementen in zumindest einem Teilbereich der Spaltöffnung
(3) zum Verschließen der Spaltöffnung (3) ein Verschlusselement (8) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in oder nahe der Spaltöffnung (3) ein parallel zu Spaltöffnung (3) erstrecktes, im
Querschnitt T- oder L-förmiges Fangprofil (12) angeordnet ist, dessen T- oder L-Schenkel
(12B) sich etwa parallel zu den Flächenelementen (2) und dessen T-Steg (12A) sich
etwa rechtwinklig zu den Flächenelementen (2) erstreckt und eine Fangleiste für ein
in Richtung der Spaltöffnung (3) abgleitende oder gerichtete Messerklinge bildet.
2. Körperschutzpanzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der T-Steg (12A) des Fangprofils (12) sich von der Tragseite her nach Außen durch
die Spaltöffnung (3) erstreckt.
3. Körperschutzpanzerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der T-Steg (12A) die Flächenelemente (2) um einige, insbesondere 1 bis 4 mm überragt.
4. Körperschutzpanzerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein Verschlusselement (8) das auf der von der Tragseite abgewandten Oberfläche der
Flächenelemente oberhalb der Spaltöffnung (3) angeordnet ist.
5. Körperschutzpanzerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (8) eine parallel der Spaltöffnung (3) erstreckte Aufnahmezone,
insbesondere in Gestalt einer Sicke (8A), aufweist.
6. Körperschutzpanzerung nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenelemente (2) an oder nahe der Spaltöffnung (3) zum benachbarten Flächenelement
(2) mit einem Fangsteg (12A) versehen sind.
7. Körperschutzpanzerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangsteg (12A) aus einem mit dem Flächenelement (2) fest verbundenen Materialstreifen
besteht.
8. Körperschutzpanzerung nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangsteg (12A) den benachbarten Randbereich des angrenzenden Verschlusselementes
(8) zum Teil überdeckt und/oder dass ein zusätzliches streifenförmiges Element, insbesondere
aus Federstahl, diese Überdeckung bildet.
1. A body protection armour, in particular for protection against stabbing, comprising
at least two planar elements, which are connected by joints to achieve a fit suitable
for the body, wherein the planar elements (2) are connected to one another with the
formation of gap openings (3) and a closure element (8) is disposed between the planar
elements and at least one partial area of the gap opening (3) in order to close the
gap opening (3), characterised in that a catch profile (12) T- or L-shaped in cross-section extending parallel to the gap
opening (3) is disposed in or close to the gap opening (3), the T- or L-leg (12B)
of said catch profile extending approximately parallel to the planar elements (2)
and the T-web (12A) of said catch profile extending approximately as right angles
to the planar elements (2) and forming a catch strip for a knife blade sliding off
or directed in the direction of the gap opening (3).
2. The body protection armour according to claim 1, characterised in that the T-web (12A) of the catch profile (12) extends from the wearer side outwards through
the gap opening (3).
3. The body protection armour according to claim 1 or 2, characterised in that the T-web (12A) of the catch profile (12) projects beyond the planar elements (2)
by around several, in particular 1 to 4 mm.
4. The body protection armour according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the closure element (8) is disposed on the surface of the planar elements facing
away from the wearer side above the gap opening (3).
5. The body protection armour according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the closure element (8) comprises a seating zone, in particular in the form of a
bead (8A), extending parallel to the gap opening (3).
6. The body protection armour according to any one of claims 1, 3 to 5, characterised in that the planar elements (2) are provided with a catch web (12A) in or close to the gap
opening (3) with the adjacent planar element (2).
7. The body protection armour according to claim 6, characterised in that the catch web (12A) comprises a material strip fixedly connected to the planar element
(2).
8. The body protection armour according to any one of claims 6 to 7, characterised in that the catch web (12A) partially overlaps the adjacent edge region of the adjacent closure
element (8) and/or that an additional strip-shaped element, in particular made of
spring steel, forms this overlap.
1. Armure corporelle, en particulier pour se protéger des coupures, composée d'au moins
deux éléments surfaciques qui sont reliés à des articulations pour s'adapter au corps,
dans laquelle les éléments surfaciques (2) sont reliés entre eux en formant des ouvertures
fendues (3), et un élément de fermeture (8) pour fermer l'ouverture fendue (3) est
disposé entre les éléments surfaciques dans au moins une zone partielle de l'ouverture
fendue (3), caractérisée en ce qu'un profilé d'interception (12) à section en T ou en L étiré parallèlement à l'ouverture
fendue (3) est disposé dans ou à proximité de l'ouverture fendue (3), dont la branche
en T ou en L (12B) s'étend environ parallèlement aux éléments surfaciques (2) et dont
le montant en T (12A) s'étend environ perpendiculairement aux éléments surfaciques
(2) et forme une baguette d'interception pour une lame de couteau glissant, ou dirigée,
en direction de l'ouverture fendue (3).
2. Armure corporelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le montant en T (12A) du profilé d'interception (12) s'étend du côté porteur vers
l'extérieur à travers l'ouverture fendue (3),
3. Armure corporelle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le montant en T (12A) dépasse des éléments surfaciques (2) de quelques millimètres,
en particulier de 1 à 4 mm.
4. Armure corporelle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par un élément de fermeture (8) qui est disposé sur la surface des éléments surfaciques
détournée du côté porteur au-dessus de l'ouverture fendue (3).
5. Armure corporelle selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'élément de fermeture (8) présente une zone de réception parallèle à l'ouverture
fendue (3), en particulier ayant la forme d'un collet (8A).
6. Armure corporelle selon l'une des revendications 1, 3 à 5, caractérisée en ce que les éléments surfaciques (2) dans ou à proximité de l'ouverture fendue (3) sont dotés
d'un montant d'interception (12A) par rapport à l'élément surfacique (2) voisin.
7. Armure corporelle selon la revendication 6, caractérisée en ce que le montant d'interception (12A) est composé d'une bande de matériau reliée fixement
à l'élément surfacique (2).
8. Armure corporelle selon l'une des revendications 6 à 7, caractérisée en ce que le montant d'interception (12A) recouvre partiellement la bordure voisine de l'élément
de fermeture (8) limitrophe et/ou qu'un élément en forme de bande supplémentaire,
en particulier en acier à ressort, forme ce recouvrement.
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