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EP 1 790 046 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
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Anmeldetag: 14.09.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/009896 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/029847 (23.03.2006 Gazette 2006/12) |
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| (54) |
KOAXIALES VERBINDUNGSTEIL
COAXIAL CONNECTING PART
PARTIE DE CONNEXION COAXIALE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
16.09.2004 DE 102004044975
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.2007 Patentblatt 2007/22 |
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Patentinhaber: Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG |
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81671 München (DE) |
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Erfinder: |
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- JÜNEMANN, Ralf
81735 München (DE)
- HUBER, Rupert
84405 Dorfen (DE)
- REICHEL, Thomas
85598 Baldham (DE)
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| (74) |
Vertreter: Körfer, Thomas |
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Mitscherlich & Partner
Patent- und Rechtsanwälte
Postfach 33 06 09 80066 München 80066 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 088 089 US-A- 4 815 986
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US-A- 4 588 241 US-A1- 2004 029 433
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein koaxiales Verbindungsteil zum Verbinden einer Koaxialsteckerbuchse
mit einem Schaltungsträger.
[0002] In Messgeräten der Hochfrequenztechnik ist die als Messtor dienende Koaxialsteckerbuchse,
die von außen zugänglich in der Frontplatte des Messgerätes eingebaut ist, meist über
ein Koaxialleitungsstück mit der auf einem planaren Schaltungsträger (Substrat) ausgebildeten
Leiterbahn der eigentlichen Messgerätschaltung verbunden und der Innenleiter dieses
Koaxialleitungsstückes ist auf der Leiterbahn des Schaltungsträgers beispielsweise
durch Löten befestigt. Auf den Außenleiter der Koaxialsteckerbuchse wirkende Kräfte
werden im Gehäuse abgefangen, da Koaxialsteckerbuchse und Gehäuse über ein Schraubgewinde
miteinander verbunden sind. Die Verbindungsstelle zwischen Innenleiter und Leiterbahn
des Substrats hingegen ist mechanisch sehr empfindlich. Schon geringste axiale oder
radiale Kräfte im Innenleiter können den Schaltungsträger bzw. dessen Leiterbahnen
beschädigen. Solche axialen bzw. radialen Kräfte werden vor allem durch den Benutzer
beim An- und Abschrauben der Stecker der Messkabel an den Koaxialsteckerbuchsen des
Messgerätes erzeugt, da selbst bei sorgfältigster Verarbeitung der Steckerbuchsen
beim An- und Abschrauben der Stecker der Innenleiter axial und radial bewegt wird
und diese geringen Bewegungen des Innenleiters dann ausreichen, um die erwähnte Beschädigung
am Schaltungsträger zu bewirken.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein koaxiales Verbindungsteil zu schaffen, das
eine derartige Beschädigung des Schaltungsträgers durch den Innenleiter ausschließt.
[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem koaxialen Verbindungsteil laut Oberbegriff
des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Dokument
US-A-4 588 241 offenbart ein koaxiales Verbindungsteil gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des
Hauptanspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0005] Durch den in dem Innenleiter zwischengeschalteten Faltenbalg werden evtl. auftretende
axiale und/oder radiale Kräfte im Innenleiter aufgenommen und so von der empfindlichen
Verbindungsstelle zwischen Innenleiter und Leiterbahn des planaren Schaltungsträgers
ferngehalten. Das vorzugsweise unmittelbar in die Koaxialsteckerbuchse integrierte
erfindungsgemäße Verbindungsteil mit dem im Innenleiter eingebauten Faltenbalg eignet
sich daher besonders für elektronische Hochfrequenz-Messgeräte, an deren von außen
zugänglichen meist an der Frontplatte befestigten koaxialen Messbuchsen häufig Messkabel
an- und abgeschraubt werden und deren Innenleiter daher vor allem bei grober Bedienung
starken axialen und radialen Kräften ausgesetzt ist. Trotz des Faltenbalges kann das
erfindungsgemäße Verbindungsteil extrem reflexionsarm hergestellt werden.
[0006] Der erfindungsgemäße axial und radial federnd nachgiebige Innenleiter ist zwar bei
Messgeräten mit von außen zugänglichen Koaxialbuchsen von besonderem Vorteil, kann
jedoch mit Erfolg bei allen Koaxialsystemen wie Buchsen, Stecker, Tastspitzen oder
dergleichen angewendet werden, deren Innenleiter im Betrieb Axial- und Radialkräften
ausgesetzt sind und die am anderen Ende mit einer empfindlichen Substratschaltung
verbunden sind.
[0007] Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert:
- Fig. 1
- zeigt teilweise in perspektivischer Darstellung die Verbindung zwischen einer Koaxialsteckerbuchse
eines Messgerätes mit einem im Inneren des Messgeräts eingebauten Schaltungsträger
(Substrat) und
- Fig. 2
- zeigt im vergrößerten Maßstab Einzelheiten des hierbei verwendeten koaxialen Verbindungsteils.
[0008] In der in Fig. 1 nur bruchstückhaft dargestellten Frontplatte 1 eines Hochfrequenz-Messgerätes
ist eine als Messtor dienende Koaxialsteckerbuchse 2 eingesetzt, deren Innenleiter
3 im Gehäuseinneren mit der auf einem planaren Schaltungsträger 4 ausgebildeten Schaltung
des Messgerätes verbunden ist. Das geräteinterne Ende 5 des Innenleiters ist beispielsweise
mit den Leiterbahnen des Schaltungsträgers 4 durch Löten verbunden. Der Innenleiter
3 der Steckerbuchse 2 ist in den Außenleiterhülsen 6,8 über eine Stützscheibe 7 aus
Isoliermaterial gehalten.
[0009] In der Außenleiterhülse 6 der Buchse 2 ist eine weitere Außenleiterhülse 8 eingesetzt,
die einen Innenleiter 9 aufnimmt, der den Innenleiter 3 der Steckerbuchse mit dem
Anschlussende 5 am Schaltungsträger 4 verbindet.
[0010] Details dieses koaxialen Verbindungsteils zeigt im vergrößerten Maßstab Fig. 2. Der
Innenleiter 9 ist zwischen den beiden in der Außenleiterhülse 8 eingebauten Stützen
7 und 10 konzentrisch gehalten und mit den Innenleitern 3,5 in den ensprechenden Stützen
7,10 verschraubt. Er ist in der Mitte aufgetrennt und zwischen seine zwei Hälften
14 und 15 ist ein elastischer Faltenbalg 11 eingesetzt. Die Innenleiterhälften 14
und 15 besitzen jeweils stirnseitige Bohrungen 12, in welche vom Faltenbalg 11 axial
abstehende stiftartige Vorsprünge 13 eingesteckt sind. Der Faltenbalg 11 wird auf
diese Weise zwischen den Innenleiterhälften 14 und 15 gehalten.
[0011] Der innen hohle Faltenbalg 11 besteht vorzugsweise aus einem dünnen folienartigen
Nickelmaterial, das außen vergoldet ist. Zur Herstellung dieses federnd nachgiebigen
dünnwandigen Faltenbalges wird zunächst ein Rohling aus Aluminium mit der gewünschten
Umrissform hergestellt, auf dessen Außenseite dann galvanisch eine dünne Nickelschicht
aufgebracht wird, die schließlich noch vergoldet wird. Anschließend wird dann der
inneren Aluminiumrohling weggeätzt, so dass schließlich ein extrem dünnwandiger Faltenbalg
aus vergoldetem Nickel mit einem gewellten Außenmantel entsteht. Auch die axial abstehenden
stiftartigen Halteabschnitte 13 des Faltenbalges 11 werden auf diese Weise als Hohlstifte
hergestellt.
[0012] Die Kontur des Faltenbalges 11 wird vorzugsweise so gewählt, dass auch am Ort des
Faltenbalges in der koaxialen Außenleiterhülse 8 der vorgegebene Norm-Wellwiderstand
von beispielsweise 50 Ohm besteht. Dies kann mit Hilfe eines 3D-Simulators für hochfrequente
elektromagnetische Probleme berechnet und umgesetzt werden.
[0013] Der elastische Faltenbalg ist sowohl in axialer Richtung als auch im begrenzten Maße
in radialer Richtung elastisch verformbar und es können so Kräfte aufgenommen werden,
die vom Benutzer beim An- und Abschrauben der Messkabel an der Steckerbuchse 2 auf
den Innenleiter 3 einwirken. Durch den Faltenbalg wird verhindert, dass solche Kräfte
vom Innenleiter 3 der Steckerbuchse auf das Innenleiterende 5 an der Verbindungsstelle
mit dem Substrat 4 übertragen werden.
[0014] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Die
beschriebenen Elemente sind beliebig miteinander kombinierbar.
1. Koaxiales Verbindungsteil zum Verbinden einer Koaxialsteckerbuchse (2, 3) mit einem
Schaltungsträger (4), welches einen sich innerhalb einer Außenleiterhülse (8) befindlichen
Innenleiter (9) umfasst, worin ein federnd nachgiebiger Faltenbalg (11) aus leitendem
Material eingefügt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Faltenbalg (11) mittels axial abstehender stiftartiger Abschnitte (13) in Stirnbohrungen
(12) des aufgetrennten Innenleiters (9) eingesteckt ist.
2. Verbindungsteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umrissform des Faltenbalges (11) so gewählt ist, dass auch am Ort des, Faltenbalges
in der koaxialen Außenleiterhülse (8) der vorgegebene Norm-Wellenwiderstand erreicht
wird.
3. Verbindungsteil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der dauerelastische Faltenbalg (11) aus einem dünnwandigen vergoldeten Nickelmaterial
besteht.
4. Verbindungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der den Faltenbalg (11) aufnehmende Innenleiter-Abschnitt (9) in einer Außenleiterhülse
(8) zwischen zwei im axialen Abstand angeordneten Isoliermaterialstützen (7, 10) gehalten
ist.
5. Verbindungsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es am Anschlussende einer Koaxialsteckerbuchse (2) eingebaut ist.
1. Coaxial connecting element for connecting a coaxial jack (2, 3) to a circuit carrier
(4), which connecting element comprises an inner conductor (9) disposed within an
outer-conductor sleeve (8), into which inner conductor a resilient bellows (11) made
of a conductive material is inserted,
characterised in that
the bellows (11) is plugged into end-face boreholes (12) of the separated inner conductor
(9) by means of axially-projecting, pin-like projections (13).
2. Connecting element according to claim 1,
characterised in that
the contour of the bellows (11) is selected in such a manner that the specified, standard
characteristic impedance is also achieved within the coaxial outer-conductor sleeve
(8) at the position of the bellows.
3. Connecting element according to claim 1 or 2,
characterised in that
the permanently-resilient bellows (11) consists of a thin-walled, gold-plated nickel
material.
4. Connecting element according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the inner-conductor portion (9) retaining the bellows (11) is held within an outer-conductor
sleeve (8) between two support elements (7, 10) of insulating material disposed at
an axial distance.
5. Connecting element according to any one of the preceding claims,
characterised in that
it is installed at the connecting end of a coaxial jack (2).
1. Pièce de connexion coaxiale destinée à relier une fiche de connecteur coaxial (2,
3) à un support de circuit (4), et comprenant un conducteur intérieur (9) se trouvant
à l'intérieur d'une douille de conducteur extérieur (8), conducteur intérieur dans
lequel est inséré un soufflet (11) à souplesse élastique, en un matériau conducteur,
caractérisée
en ce que le soufflet (11) est enfiché, au moyen de tronçons (13) en forme de broche et en
saillie axiale, dans des alésages frontaux (12) du conducteur intérieur (9) sectionné.
2. Pièce de connexion selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la forme du contour du soufflet (11) est choisie de façon à atteindre l'impédance
normalisée prescrite, également au niveau du soufflet dans la douille coaxiale de
conducteur extérieur (8).
3. Pièce de connexion selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisée
en ce que le soufflet (11) à élasticité permanente est réalisé en un matériau de nickel à paroi
mince et plaqué d'or.
4. Pièce de connexion selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que le tronçon de conducteur intérieur (9) recevant le soufflet (11) est maintenu dans
une douille de conducteur extérieur (8), entre deux supports de
matériau isolant (7, 10) agencés à distance axiale l'un de l'autre,
5. Pièce de connexion selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée
en ce qu'elle est montée à l'extrémité de raccordement ou de connexion d'une fiche de connecteur
coaxial (2).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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