[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für Staubsauger, insbesondere handgeführte
Staubsauger, wobei ein Vorsatzgehäuse mit einer bodenseitigen Saugöffnung angeordnet
ist, die über eine im vorsatzgehäuse gelagerte Gelenkschwinge als abstromseitiger
Saugkanal zur Verbindung mit der Saugöffnung des Staubsaugers verbindbar ist.
[0002] Vorsatzgehäuse zur Aufnahme und Ausbildung von Bodendüsen dieser Art sind mit einem
Gelenk zwischen dem Staubsauger und dem Vorsatzgehäuse versehen, um eine bessere Manövrierbarkeit
und Führung zu erzielen. Dieser Übergangsbereich zum Vorsatzgehäuse ist höchsten Belastungen
ausgesetzt, insbesondere führen Stoßbelastungen an den Gelenkbegrenzungen oft zu Lastspitzen
jenseits der Bruchfestigkeit der verwendeten Materialien, so daß die Teile oft nach
kurzer Zeit ausfallen. Die Verwendung mit handgeführten Staubsaugern ist für viele
Kombi-Bodendüsen nicht möglich, weil die über das Gelenk abgestützten Gewichte dynamisch
nicht aufgefangen werden. Von der normalen Arbeitshaltung auf einem ebenen Boden ausgehend,
stellt vor allem der obere Begrenzungspunkt der vertikalen Schwenkbewegung des Gelenks
eine hochbelastete Stelle dar. Wenn das Vorsatzgehäuse der Bodendüse aus einer angehobenen
Position bei einer Fallsituation den Boden kontaktiert, werden alle Gewichte oberhalb
des Gelenks, wie das eines handgeführten Staubsaugers, über das Gelenk in den Korpus
eingeleitet. Bei leicht versetzten Kraftachsen wird das Gelenk entsprechend seines
Freiheitsgrades bis zum Erreichen der Endposition geschwenkt und es tritt in dieser
Endlage ein abrupter Kraftschluß mit enormen Energiespitzen auf, die mit sinnvoll
vertretbaren Verstärkungsmaßnahmen nicht aufgefangen werden.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Ausbildung zu schaffen, die eine
Belastung des Vorsatzgehäuses und des Gelenkes für auftretende Lastsituation herabsetzt
beziehungsweise abfängt sowie eine Krafteinleitung unterhalb der Bruchfestigkeit ermöglicht.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß ein Dämpfungselement,
wie ein Federelement, zwischen Gelenkschwinge und Vorsatzgehäuse angeordnet ist, das
als Anschlag bei vertikal geschwenkter Endposition des Staubsaugers dient und eine
gebildete Anschlagfläche kraftabhängig verschiebbar ist.
[0005] Hierdurch ist es möglich, daß die Energieeinleitung mit einer Stoßspitze über eine
Krafteinleitungskennlinie verflacht wird.
[0006] Eine günstige Ausbildung wird dadurch geschaffen, daß das Dämpfungselement im oberen
Bereich des Vorsatzgehäuses im Abstand zur Drehachse der Gelenkschwinge angeordnet
ist.
[0007] Ferner wird vorgeschlagen, daß das Dämpfungselement im Vorsatzgehäuse über eine Traverse
angeordnet ist.
[0008] Zur vorteilhaften Kraftaufnahme ist vorgesehen, daß die Gelenkschwinge im Bereich
der Anschlagsfläche durch Rippen gebildet ist.
[0009] Eine einfache Ausbildung wird dadurch geschaffen, daß das Dämpfungselement durch
eine deformierbare Kunststoffeder gebildet ist.
[0010] In Weiterbildung dieser Ausbildung wird vorgeschlagen, daß die Kunststoffeder durch
eine Kappe aus steifem Material zur Bildung einer Anschlagsfläche abgedeckt ist.
[0011] Als alternative Ausbildung ist vorgesehen, daß das Dämpfungselement durch eine Metallfeder
gebildet ist.
[0012] Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß das Dämpfungselement durch eine Gasdruckfeder
gebildet ist.
[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung eines Vorsatzgehäuses mit einer Kunststoffeder und einer Gelenkschwinge
in einer Arbeitsstellung;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung, wie Fig. 1 mit einer Gelenkschwinge bei vertikal geschwenkter
Position des Staubsaugers und
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Vorsatzgehäuses mit der Gelenkschwinge.
[0014] Die dargestellte Ausbildung zeigt ein Vorsatzgehäuse 1 eines Staubsaugers, das über
Räder 2 geführt ist und eine bodenseitige Saugöffnung 3 aufweist. Im Vorsatzgehäuse
1 ist eine Gelenkschwinge 4 mit einem abstromseitigen Saugkanal 5 verschwenkbar um
eine gebildete Drehachse 6 gelagert, wobei ein Ende der Gelenkschwinge 4 mit der Saugöffnung
eines nicht näher dargestellten Staubsaugers über einen Anschlußstutzen 7 verbunden
ist.
[0015] Im Vorsatzgehäuse 1 ist ausgehend von der Saugöffnung 3 ein verbindungskanal 8 ausgebildet,
der in allen Stellungen der Gelenkschwinge 4 mit dem Saugkanal 5 verbunden ist.
[0016] Im Vorsatzgehäuse 1 ist ein Dämpfungselement als Kunststofffeder 9 in Form von elastischem
Material über eine stabile Aufnahme mit sicherer Krafteinleitung angeordnet. Diese
Kunststofffeder 9 bildet für die Gelenkschwinge 4 eine Anschlagfläche in der vertikalen
Endposition, wobei die Anschlagfläche aus härterem nicht flexiblem Material in Form
einer Kappe 10 gebildet ist und einen relativ großen Abstand zur Drehachse 6 der Gelenkschwinge
4 aufweist.
[0017] In diesem Fall ist die Gelenkschwinge 4 im Bereich der Anschlagfläche durch Rippen
11 gebildet.
[0018] Durch diese Ausbildung trifft beim Verschwenken in eine vertikale Endposition die
Gelenkschwinge 4 auf die Kappe 10 der Kunststofffeder 9 als Kontaktfläche auf und
deformiert mit zunehmender Last die Kunststofffeder 9, wobei Energie absorbiert und
zur verteilten Rückübertragung gespeichert wird.
1. Vorrichtung für Staubsauger, insbesondere handgeführte Staubsauger, wobei ein Vorsatzgehäuse
mit einer bodenseitigen Saugöffnung angeordnet ist, die über eine im Vorsatzgehäuse
gelagerte Gelenkschwinge als abstromseitiger Saugkanal zur verbindung mit der Saugöffnung
des Staubsaugers verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dämpfungselement (9), wie ein Federelement, zwischen Gelenkschwinge (4) und Vorsatzgehäuse
(1) angeordnet ist, das als Anschlag bei vertikal geschwenkter Endposition des Staubsaugers
dient und eine gebildete Anschlagfläche (9) kraftabhängig verschiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (9) im oberen Bereich des Vorsatzgehäuses (1) im Abstand zur
Drehachse (6) der Gelenkschwinge (4) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (9) im Vorsatzgehäuse (1) über eine Traverse angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkschwinge (4) im Bereich der Anschlagsfläche (9) durch Rippen (11) gebildet
ist.
5. vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement durch eine deformierbare Kunststoffeder (9) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffeder durch eine Kappe (9) aus steifem Material zur Bildung einer Anschlagfläche
abgedeckt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (9) durch eine Metallfeder gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (9) durch eine Gasdruckfeder gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (9) an der Gelenkschwinge (4) angeordnet ist.