[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zum Herstellen von Süsswarenprodukten
aus mindestens einer flüssigen bis zähflüssigen Ausgangsmasse.
[0002] Bei der mindestens einen Ausgangsmasse handelt es sich typischerweise um förderbare
oder fliessfähige Massen auf Fettbasis wie Dunkel- oder Milchschokolade oder um zuckergussartige
Massen. Solche Ausgangsmassen lassen sich bei ausreichend hoher Temperatur (Fettmassen,
Schokolade) oder ausreichend hohem Wassergehalt (Zuckerguss) vergiessen und durch
anschliessendes Absenken der Temperatur bzw. Trocknen verfestigen.
[0003] Derartige Anlagen zum Herstellen von Süsswarenprodukten besitzen in der Regel eine
Dosiereinheit zum dosierten Zuführen der Masse an einen Dosierungsort; ein Positionierungsmittel
zum Durchführen einer relativen Positionierung zwischen der Dosiereinheit und dem
Dosierungsort; sowie ein Transportmittel zum An- und Abtransportieren der an den Dosierungsort
dosierten Masse. Je nach Bedarf kann sich noch eine Kühleinheit anschliessen.
[0004] Um auf einer solchen Anlage ein Verfahren zum Herstellen von Süsswarenprodukten durchzuführen,
bedarf es einiger Erfahrung, um ausgehend von den angestrebten Eigenschaften der zu
fertigenden Süsswaren-Artikel, d.h. den Produktparametem, die Anlage richtig zu betreiben,
d.h. die richtigen Prozessparameter und/oder Maschinenparameter der Anlage auszuwählen.
[0005] Aus den Druckschriften
WO 00/57717 und
EP 1161880 ist ausserdem das computerunterstützte Verzieren von Lebensmittelprodukten bekannt.
[0006] Die Druckschrift
DE 3744437 offenbart ein Verfahren zur Steuerung einer Knet- und Mischmaschine zur automatischen
Teigherstellung.
[0007] Die Druckschrift
US 5 466 143 zeigt einen Teigextruder, der mit Sensoren zur Erfassung des Teiges ausgestattet
ist. Der Teigausstoss ist aufgrund von Signalen, welche die Sensoren erfassen, steuerbar.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schwierigkeiten beim Betreiben der
eingangs genannten Anlage für den weniger erfahrenen Anlagenbediener zu beseitigen
und darüber hinaus auch dem erfahrenen Anlagenbediener bei der Optimierung eines Prozesses
unterstützend zur Seite zu stehen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Anlage gemäss Anspruch 1 und das Verfahren gemäss Anspruch
15 gelöst.
[0010] Hierzu besitzt die erfindungsgemässe Anlage:
➢ eine Dosiereinheit zum dosierten Zuführen der Masse an einen Dosierungsort;
➢ ein Positionierungsmittel zum Durchführen einer relativen Positionierung zwischen
der Dosiereinheit und dem Dosierungsort;
➢ und ggf. ein Transportmittel zum An- und Abtransportieren der an den Dosierungsort
dosierten Masse;
➢ ein Eingabemittel und Anzeigemittel aufweisendes Datenverarbeitungssystem mit einem
Speichermittel, einem Vergleichsmittel und einem Verfahrensparameter-Berechnungsmittel,
welches den über die Eingabemittel eingebbaren Produktparametem der herzustellenden
Süsswaren-Artikel Prozessparameter des Herstellungsverfahrens und/oder Maschinenparameter
der Anlage nach einem vorgegebenen oder berechenbaren Schema zuordnen kann; und
➢ ein Stellglieder aufweisendes Steuerungssystem.
[0011] Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Herstellen von Süsswaren-Artikeln aus der mindestens
einen flüssigen bis zähflüssigen Masse unter Verwendung der erfindunggemässen Anlage
werden
➢ zunächst Produktparameter, die einen herzustellenden Süsswaren-Artikel definieren,
über Eingabemittel eines Steuerungssystems eingegeben; und
➢ den Produktparametern werden Prozessparameter des Süsswaren-Herstellungsverfahrens
und/oder Maschinenparameter der zur Herstellung verwendeten Anlage gemäss einem vorgegebenen
Schema oder gemäss einer durch das Berechnungsmittel durchgeführten Berechnung zugeordnet.
[0012] Auf der Grundlage dieses Schemas oder einer durch das Berechnungsmittel durchgeführten
Berechnung werden den angestrebten Produktparametern Prozessparameter und/oder Maschinenparameter
für die Steuerung des Herstellungsverfahrens zugeordnet.
[0013] Der über das Eingabemittel eingebbare Produktparameter ist ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Dichte der Hülsen-Ausgangsmasse, Dichte der Füllungs-Ausgangsmasse,
Viskosität der Hülsen-Ausgangsmasse und Viskosität der Füllungs-Ausgangsmasse sowie
Kombinationen davon.
[0014] Das Steuerungssystem der erfindungsgemässen Anlage steuert unter Verwendung dieser
Prozessparameter und/oder Maschinenparameter:
➢ das dosierte Zuführen der Masse an einen Dosierungsort mittels einer Dosierungseinheit;
➢ das relative Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
mittels eines Positionierungsmittels; und ggf.
➢ das Abtransportieren der an den Dosierungsort dosierten Masse mittels eines Transportmittels.
Das Abtransportieren kann manuell oder automatisch erfolgen.
[0015] Die Erfindung vereinfacht somit die Bedienung der Anlage. Selbst ohne vertiefte Maschinenkenntnisse
lässt sich die erfindungsgemässe Anlage bedienen. Der Anlagen- bzw. Maschinenbediener
kann sich bei der Eingabe von Parametern in die Maschine auf Produktparameter, die
den zu fertigenden Süsswaren-Artikel beschreiben, konzentrieren und muss keine Anlagen-
bzw. Maschinenparameter eingeben. Die Erfindung trägt somit massgeblich zur Verbesserung
der Mensch/Maschine-Schnittstelle in einer Anlage zum Herstellen von Süsswarenprodukten
bei.
[0016] Vorzugsweise weist die Dosiereinheit der erfindungsgemässen Anlage eine Düse, eine
Kolben/Zylinder-Einheit und ein Ventil auf, wobei das Zylindervolumen der Kolben/Zylinder-Einheit
in Abhängigkeit von der Stellung des Ventils entweder mit der Massezuführung ggf.
Massebehälter oder mit der Düse in Fluidverbindung steht.
[0017] Der Kolben ist entweder ein "Verschiebungskolben", der sich zwischen zwei axialen
Betriebsstellungen in dem Zylinder axial verschieben lässt, oder ein "Drehkolben",
der sich in dem Zylinder zwischen zwei rotativen Betriebsstellungen in dem Zylinder
um die Zylinderachse verdrehen lässt. Weiterhin kann als Kolben eine Kombination aus
Verschiebungs- und Drehkolben verwendet werden. Die Verwendung von anderen volumenanteils
oder gewichtsanteils aufteilenden Mechanismen ist ebenfalls möglich.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Ausführung der Dosiereinheit erfolgt die Dosierung
mittels eines Hub/Dreh-Kolbens, der in sich die Funktion des Ventils und des Druckerzeugens
vereint. Dieser Hub/Dreh-Kolben weist eine Aussparung auf, so dass zwischen der Zylinderkammer,
in der der Hub/Dreh-Kolben verschliessbar und verdrehbar gelagert ist, ein Dosiervolumen
bestimmt wird. In einem Ansaughub des Hub/Dreh-Kolbens wird dieses Dosiervolumen vergrössert,
so dass Masse in das Dosiervolumen angesaugt wird. Durch eine Drehung des Hub/Dreh-Kolbens
wird die Verbindung zwischen Massezufuhr unterbrochen und dafür die Verbindung zu
der Düse hergestellt. Anschliessend wird in einem Abgabehub, der entgegengesetzt zum
Ausgangshub verläuft, das Dosiervolumen verkleinert, so dass die in dem Dosiervolumen
enthaltene Masse aus dem Dosiervolumen heraus durch die Düse (z.B. eine Giessform)
gepresst wird.
[0019] Die erfindungsgemässe Anlage kann einen mit der Dosiereinheit in Fluidverbindung
stehenden Massebehälter zum Aufbewahren und Bereitstellen der flüssigen bis zähflüssigen
Masse aufweisen.
[0020] Vorzugsweise wird als Dosierungsort ein vorbestimmter Dosierungsort verwendet. Insbesondere
ist der Dosierungsort eine Giessform oder eine ebene Fläche, in bzw. auf die eine
zähflüssige Masse gegossen wird. Die Giessform kann ein Teil der Verpackung der Süssware
sein, oder sie kann eine Hohlform/Kaltstempel-Einheit sein.
[0021] Vorzugsweise weist das Positionierungsmittel ein Mittel zum Bewegen der Düse und/oder
ggf. ein Mittel zum Bewegen des Dosierungsortes auf.
[0022] Zweckmässigerweise wird der Antrieb des Positionierungsmittels durch ein Stellglied
gebildet, während der Antrieb des Kolbens der Kolben/Zylinder-Einheit durch mindestens
ein weiteres zweites Stellglied gebildet wird. Auch der Antrieb des Ventils wird vorzugsweise
durch ein weiteres Stellglied gebildet.
[0023] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung besitzt die erfindungsgemässe Anlage
eine Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung zum Erfassen der Form eines in ihr platzierten
Süsswarenartikels, wobei die Abtastvorrichtung mit dem Speichermittel verbunden ist.
Diese Abtastvorrichtung ermöglicht eine rasche Eingabe der Geometrie-Daten bzw. der
konkreten Form eines angestrebten Süsswarenartikels. Insbesondere für Süsswarenartikel,
die durch portioniertes Auftragen einzelner Häufchen einer ausreichend formstabilen
zähflüssigen Masse gebildet werden, ist dies nützlich. Der Bediener kann dafür ein
zuvor z.B. von Hand gefertigtes Modell des angestrebten Süsswarenartikels in die Abtastvorrichtung
eingeben. Das Datenverarbeitungssystem der erfindungsgemässen Anlage bestimmt dann
die notwendigen Maschinen- und Prozessparameter zur Herstellung dieses Süsswarenartikels.
[0024] Für das erfindungsgemässe Verfahren werden als Produktparameter mindestens einer
oder Kombinationen der folgenden Parameter des Süsswaren-Artikels eingegeben: Dichte
der Hülsen-Ausgangsmasse, Dichte der Füllungs-Ausgangsmasse, Viskosität der Hülsen-Ausgangsmasse,
Viskosität der Füllungs-Ausgangsmasse.
[0025] Für das erfindungsgemässe Verfahren wird als Produktparameter auch eingegeben das
Hülse/Füllung-Gewichtsverhältnis.
[0026] Das relative Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
kann derart erfolgen, dass eine Düse der Dosiereinheit am ruhenden Dosierungsort entlang
einer vorbestimmten Bahn bewegt wird. Somit lassen sich z.B. aus der Masse bestehende
Bänder, Kringel, Bretzel, etc. auf der Bahn giessen.
[0027] Das relative Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
kann auch derart erfolgen, dass eine Düse der Dosiereinheit entlang der ruhenden Oberfläche
eines Süsswaren-Artikels auf einer vorbestimmten Bahn bewegt wird. Auf diese Weise
lassen sich zuvor geformte Süsswaren-Artikel verzieren.
[0028] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung wird bei dem erfindungsgemässen Verfahren
nach dem Eingeben von Produktparameter-Kombinationen und vor dem Zuordnen von Prozessparametern
und/oder Maschinenparametem die eingegebene Produktparameter-Kombination durch das
Vergleichsmittel der erfindungsgemässen Anlage mit abgespeicherten unmöglichen Produktparameter-Kombinationen
in dem Speichermittel verglichen, und dem Bediener wird über das Anzeigemittel angezeigt,
ob eine eingegebene Produktparameter-Kombination möglich oder unmöglich ist. Dadurch
wird der Bediener auf mögliche Probleme frühzeitig aufmerksam gemacht, und er erhält
eine Entscheidungshilfe bei der Gestaltung des Herstellungsverfahrens für die Süsswaren-Artikel.
[0029] Vorzugsweise wird beim Eingeben einer unmöglichen Produktparameter-Kombination mindestens
eine abgespeicherte mögliche alternative Produktparameter-Kombination angezeigt, die
sich in möglichst wenigen Parametern von der eingegebenen unmöglichen Kombination
unterscheidet. Der Bediener erhält somit Vorschläge zur Gestaltung des Herstellungsverfahrens,
wodurch dessen Optimierung erleichtert wird. Vorzugsweise ist bei den sich unterscheidenden
Parametern einer unmöglichen und einer möglichen alternativen Produktparameter-Kombination
die jeweilige Differenz zwischen den unterschiedlichen Parametern möglichst klein.
Vorzugsweise wird die Abweichung der durch die Anlage vorgeschlagenen möglichen Parameter-Kombination
von der vom Bediener vorgeschlagenen unmöglichen Parameter-Kombination durch die Standardabweichung
zwischen der unmöglichen Parameter-Gruppe und der möglichen Parameter-Gruppe quantifiziert
und dann minimiert. Parameter, die bei den vorgeschlagenen alternativen Produktparameter-Kombinationen
nicht oder nur kaum von den ursprünglich gewünschten unmöglichen Parametern abweichen
sollen, können bei dieser statistischen Auswertung über Standardabweichung und dergleichen
stärker gewichtet werden als die anderen Parameter.
[0030] Wichtig ist, dass der Bediener und/oder das Datenverarbeitungssystem entscheidet,
ob eine eingegebene oder eine angezeigte alternative Produktparameter-Kombination
akzeptabel ist.
[0031] Zur Verzierung der Oberfläche eines Süsswaren-Artikels kann das Eingeben der geometrischen
Form des Süsswaren-Artikels mittels der Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung erfolgen,
indem man den zu verzierenden Süsswaren-Artikel zum Erfassen seiner Geometrie-Daten
in dieser platziert, die erfassten Geometrie-Daten in dem Speichermittel abspeichert,
und die abgespeicherten Geometrie-Daten zum Ansteuern des Positionierungsmittels zum
relativen Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
verwendet.
[0032] Das in der erfindungsgemässen Anlage verwendete Datenverarbeitungssystem mit einem
Speichermittel, einem Vergleichsmittel und einem Verfahrensparameter-Berechnungsmittel,
welches den über die Eingabemittel eingebbaren Produktparametem der herzustellenden
Süsswaren-Artikel Prozessparameter des Herstellungsverfahrens und/oder Maschinenparameter
der Anlage nach einem vorgegebenen oder berechenbaren Schema zuordnen kann, wird vorzugsweise
durch ein System unscharfer Logik (Fuzzy-Logik) oder durch ein neuronales Netz gebildet.
Alternativ kann auch eine Kombination aus unscharfer Logik und neuronalem Netz verwendet
werden. Auf diese Weise erhält man ein lernfähiges Datenverarbeitungssystem bzw. ein
Expertensystem, das ähnlich wie ein erfahrener Anlagenbediener oder Verfahrenstechnologe
arbeitet.
[0033] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der nun folgenden Beschreibung von Beispielen anhand der Zeichnung, wobei
- Fig. 1
- ein schematisches Ablaufdiagramm des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung
von Süsswaren-Artikeln zeigt;
- Fig. 2
- schematisch eine erfindungsgemässe Anlage zeigt;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Teils der erfindungsgemässen Anlage zeigt; und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines alternativen Teils der erfindungsgemässen Anlage
zeigt.
[0034] Das in Fig. 1 gezeigte und als "Artikelgenerator" bezeichnete interaktive System
zur Vermittlung zwischen dem Bediener und der erfindungsgemässen Anlage arbeitet folgendermassen:
[0035] Der Bediener startet den Artikelgenerator und wird dann von dem Artikelgenerator
aufgefordert, gewisse Parameter einzugeben. Dabei kommt es aber nicht unbedingt darauf
an, dass der Bediener zu allen Parametern eine Eingabe macht. Lediglich für einen
Teil der angezeigten Parameter ist eine Eingabe durch den Bediener erforderlich.
[0036] Die von dem Bediener eingegebene Parameter-Kombination wird von dem Artikelgenerator
ausgewertet, wobei z.B. ein Vergleich mit möglichen Parameter-Kombinationen und/oder
mit unmöglichen Parameter-Kombinationen erfolgt.
[0037] Wenn die eingegebene Parameter-Kombination möglich ist bzw. die Eingabedaten plausibel
sind, werden die Bewegungskurven für die benötigten Servoantriebe berechnet oder aus
einer abgespeicherten Vielfalt an Bewegungskurven, die den jeweiligen Parameter-Kombinationen
zugeordnet sind, passend ausgewählt
[0038] Wenn die eingegebene Parameter-Kombination nicht möglich ist bzw. die Eingabedaten
nicht plausibel sind, wird der Bediener erneut aufgefordert, eine abgeänderte Auswahl
der gewissen Parameter einzugeben. Dies kann solange wiederholt werden, bis die eingegebene
Parameter-Kombination möglich ist bzw. die Eingabedaten plausibel sind. Dieses Probierverfahren
kann durch Systemvorschläge unterstützt werden (in Fig. 1 nicht dargestellt), die
dem Bediener potentiell mögliche Parameter-Kombinationen aufzeigen.
[0039] Die Antriebe zum An- und/oder Abtransportieren z.B. der Formen werden nicht durch
den Artikelgenerator, sondern separat angesteuert.
[0040] Fig. 2 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Anlage. Sie weist einen Massebehälter
2, einen Verfahrantrieb (nicht gezeigt), einen Kolbenantrieb 6, ein Kolbensystem 8,
ein Grundgestell (nicht gezeigt) sowie einen Hubtisch 12 auf.
[0041] Der Massebehälter 2 dient zur Aufbewahrung und Temperierung der zu verarbeitenden
Masse. Der Massebehälter 2 ist mit einem Kolbensystem 8 verbunden (siehe Fig. 3),
das zur Dosierung/Portionierung der Masse und Einfüllen der Masse in Formen 84 (siehe
Fig.3) dient, die auf dem Hubtisch 12 angeordnet sind. Der Verfahrantrieb dient zum
Verfahren (reine Translation) der Formen 84 oder der Düsen 83 entlang von Verfahrachsen
in einer x-Richtung, einer y-Richtung und einer z-Richtung. Der Kolbenantrieb 6 weist
einen Verschiebungsantrieb 61 zum Antreiben von Verschiebungskolben 81 und einen Drehantrieb
62 zum Antreiben von Drehkolben 82 auf (siehe Fig. 3). Ein Hubtisch ist nicht zwingend
notwendig, wenn der Verfahrantrieb der Maschine eine Verfahrachse in z-Richtung hat.
[0042] Im Betrieb wird die flüssige bis zähflüssige Masse dem Massebehälter 2 zugeführt.
Von ihm aus wird sie über das Kolbensystem 8 (siehe Fig. 3) dosiert bzw. portioniert
und an definierten Positionen in Giessformen abgefüllt. Alternativ könnte auch eine
portionierte Abgabe kleiner Massehäufchen auf eine Unterlage (z.B. Laufband) erfolgen.
[0043] Die relative Positionierung zwischen den Düsen 83 und den Formen 84 erfolgt mittels
des Verfahrantriebs in der x-Richtung und ggf. weiterer Verfahrantriebe in der y-Richtung
und in der z-Richtung.
[0044] Die Portionierung/Dosierung der Masse für den jeweiligen Giessvorgang bzw. die jeweilige
Häufchenbildung erfolgt mittels des Verschiebungsantriebs 61 der Verschiebungskolben
81, die somit als "Dosierkolben" wirken.
[0045] Das Umschalten zwischen der ersten Position der Drehkolben 82, in der diese mit dem
Massebehälter 2 in Fluidverbindung stehen, und der zweiten Position der Drehkolben
82, in der diese mit den Düsen 83 in Fluidverbindung stehen, erfolgt mittels des Drehantriebs
62 der Drehkolben 82, die somit als "Umschaltventil" wirken.
[0046] Die in Fig. 2 gezeigte Anlage besitzt somit die folgenden Antriebe:
➢ Verfahrantrieb in x-Richtung zur relativen Positionierung Düse/Form
➢ Verfahrantrieb in y-Richtung zur relativen Positionierung Düse/Form
➢ Verfahrantrieb in z-Richtung zur relativen Positionierung Düse/Form
➢ Verschiebungsantrieb (Dosierkolben-Antrieb)
➢ Drehantrieb (Umschaltventil-Antrieb).
[0047] Fig. 3 ist eine ausführlichere Darstellung des Kolbensystems 8 entlang einer Schnittebene
senkrecht zur Drehachse des Drehantriebs des Drehkolbens 82. Die Verschiebungskolben
81 und die Drehkolben 82 sind in einem Kolbengehäuse 85 gelagert.
[0048] Auf der linken Seite der Fig. 3 befinden sich vier Verschiebungskolben (Dosierkolben)
81 in einer dem Drehkolben (Umschaltventil) 82 angenäherten Position. Gleichzeitig
befindet sich einer der Drehkolben 82 in der Position, in der die jeweiligen Zylindervolumina
der vier Verschiebungskolben 81 jeweils mit den Düsen 83 in Fluidverbindung stehen.
Der Drehkolben 82 besitzt vier Kanäle, die in dieser Position jeweils diese Fluidverbindung
herstellen.
[0049] Der in Fig. 3 links abgebildete Zustand des Kolbensystems 8 entspricht dem Ende des
Dosierhubs der Dosierkolben 81. Die Formen 84 sind in diesem Zustand mit Masse gefüllt
und können mittels des Transportmittels zum An- und Abtransportieren der Formen weitergeführt
werden.
[0050] Auf der rechten Seite der Fig. 3 befinden sich die vier Verschiebungskolben (Dosierkolben)
81 in einer vom Drehkolben (Umschaltventil) 82 entfernten Position. Gleichzeitig befindet
sich der Drehkolben 82 in der Position, in der die jeweiligen Zylindervolumina der
vier Verschiebungskolben 81 jeweils mit dem Massebehälter 2 in Fluidverbindung stehen.
[0051] Der in Fig. 3 rechts abgebildete Zustand des Kolbensystems 8 zeigt eine Momentaufnahme
des Ansaugens von Masse aus dem Massebehälter 2 in die Zylindervolumina der Dosierkolben
81. Die Formen 84 sind in diesem Zustand noch nicht mit Masse gefüllt. Die Bewegung
des Drehkolbens 82 in die Position, in der die Fluidverbindung zwischen dem Massebehälter
2 und den Düsen 83 hergestellt wird, und der Dosierhub des Verschiebungskolbens 81
zur Eindosierung von Masse in die Formen stehen kurz bevor.
[0052] Die erfindungsgemässe Anlage ermöglicht die folgenden Verfahrensarten:
➢ Punktguss in stehende oder bewegte Form
➢ Bandguss in stehende oder bewegte Form
➢ One-Shot-Punktguss in stehende oder bewegte Form
➢ One-Shot-Bandguss in stehende oder bewegte Form
➢ Füllen/Deckeln bei Punktguss in stehende oder bewegte Form
➢ Füllen/Deckeln bei Bandguss in stehende oder bewegte Form
➢ Dekorieren
➢ Dressieren.
[0053] Fig. 4A und 4B zeigen eine zur Fig. 3 alternative Ausführung der Dosiereinheit. Die
Dosiereinheit enthält in doppelter Ausführung einen Massebehälter 2, ein Kolbengehäuse
85' und einen Hub/Dreh-Kolben 9, der eine Kombination aus Hubkolben und Drehventil
darstellt. Der Hub/Dreh-Kolben 9 ist in dem Kolbengehäuse 85' axial verschiebbar und
um die Verschiebungsachse drehbar gelagert. Ausserdern weist der Hub/Dreh-Kolben 9
eine Aussparung 9a auf, so dass zwischen dem Kolbengehäuse 85' und dem Hub/Dreh-Kolben
ein Dosiervolumen bestimmt wird.
[0054] Fig. 4A zeigt den Beginn eines Ansaughubes, bei dem der Hub/Dreh-Kolben 9 in dem
Kolbengehäuse 85' derart verschoben wird, dass der Hohlraum zwischen der Aussparing
9a und dem Kolbengehäuse 85' vergrössert wird.
[0055] Fig. 4B zeigt den Beginn eines Dosierhubes, bei dem der Hub/Dreh-Kolben 9 in dem
Kolbengehäuse 85' entgegengesetzt zum Ansaughub derart verschoben wird, dass der Hohlraum
zwischen der Aussparung 9a und dem Kolbengehäuse 85' verkleinert wird.
[0056] Am Ende des Ansaughubes (nicht gezeigt) wird der Hub/Dreh-Kolben um seine Längsachse
bzw. Drehachse um 180° gedreht, wodurch er in die in Fig. 4B gezeigte Stellung gelangt.
[0057] Das während des Dosierhubes zu der Düse (nicht gezeigt) geförderte Massevolumen entspricht
der Differenz zwischen dem minimalen Hohlraumvolumen (siehe Fig. 4A) zu Beginn des
Ansaughubes und dem maximalen Hohlraumvolumen (siehe Fig. 4B) am Ende des Ansaughubes
bzw. zu Beginn des Dosierhubes. Die zwischen dem Ende des Ansaughubes und dem Beginn
des Dosierhubes erfolgende Drehung des Hub/DrehKolbens 9 verändert im vorliegenden
Beispiel das Hohlraumvolumen nicht, sondern stellt nur eine Umschaltung von der Fluidverbindung
zwischen dem Massebehälter 2 und dem Hohlraumvolumen zu der Fluidverbindung zwischen
dem Massebehälter 2 und der Düse dar.
[0058] Beim One-Shot-Verfahren werden in einem einzigen Dosiervorgang gefüllte Artikel hergestellt.
Hierfür verwendet man eine spezielle Düse und eine spezielle Hohlform. Die Düse weist
einen mittigen Kanal für Füllungsmasse und einen den mittigen Kanal umgebenden Ringkanal
für Hülsenmasse auf. Mittels eines einzigen "Schusses" werden gleichzeitig Füllungsmasse
und Hülsenmasse durch diese Düse in eine speziell ausgebildete Hohlform eingedüst.
Die Geometrie der Düse und der Hohlform sowie die Dynamik des Eindüsens sind so aufeinander
abgestimmt, dass sich die Hülsenmasse (beim One-Shot-Punktguss) vollständig um die
Füllungsmasse herum verteilt, wodurch ein gefüllter Artikel gebildet wird.
[0059] Beim Punktguss in eine stehende Form wählt der Bediener eine vorab definierte geometrische
Form für den herzustellenden Süsswaren-Artikel aus. Als Produktparameter werden dann
Radius, Halbachsen etc. vom Bediener über das Eingabemittel eingegeben. Auch weitere
Produktparameter wie Dichte und Viskosität der Masse können eingegeben werden.
[0060] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel entsprechende Verfahrensparameter, wie z.B.
die Dosiermenge, die Geschwindigkeit der Dosierung durch den mindestens einen Verschiebungskolben
81 sowie die Bewegung der Formen 84 in vertikaler Richtung bzw. entlang der z-Achse,
oder es trifft aus einer Vielfalt vorgegebener Zuordnungen zwischen Produktparametem
und Verfahrensparametern eine Auswahl möglicher Kombinationen von Verfahrensparametern.
[0061] Beim Bandguss in eine stehende Form wählt der Bediener ebenfalls eine vorab definierte
geometrische Form für den herzustellenden Artikel aus. Als Produktparameter werden
dabei z.B. Länge, Breite, Höhe oder Länge und Radius oder Länge und Halbachsen für
einen quaderförmigen, einen kreiszylindrischen bzw. eine elliptisch zylindrischen
Riegel ausgewählt. Wiederum können weitere Produktparameter wie Dichte und Viskosität
der Masse eingegeben werden.
[0062] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel entsprechende Verfahrensparameter, wie z.B.
die Dosiermenge, die Geschwindigkeit der Dosierung durch den mindestens einen Verschiebungskolben
81 sowie die Bewegung der Formen 84 in vertikaler Richtung bzw. entlang der z-Achse
und in horizontaler Längsrichtung bzw. entlang der x-Achse und/oder y-Achse, oder
es trifft wiederum aus einer Vielfalt vorgegebener Zuordnungen zwischen Produktparametem
und Verfahrensparametern eine Auswahl möglicher Kombinationen von Verfahrensparametern.
[0063] Beim One-Shot-Punktguss in eine stehende Form wählt der Bediener ebenfalls eine vorab
definierte geometrische Form für den herzustellenden gefüllten Artikel aus: Für eine
gefüllte Kugel werden z.B. der Radius der Kugel und die Dicke der Hülse eingegeben.
Wiederum können weitere Produktparameter wie Dichte und Viskosität der Hülsenmasse
und der Füllungsmasse eingegeben werden.
[0064] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel entsprechende Verfahrensparameter, wie z.B.
die Dosiermenge, die Geschwindigkeit der Dosierung durch die beiden Verschiebungskolben
81 sowie die Bewegung der Formen 84 in vertikaler Richtung bzw. entlang der z-Achse.
[0065] Beim One-Shot-Bandguss in eine stehende Form wählt der Bediener ebenfalls eine vorab
definierte geometrische Form für den herzustellenden gefüllten Artikel aus. Für einen
gefüllten Riegel werden z.B. die Länge, die Breite und die Höhe des Riegels sowie
die Dicke der Hülse eingegeben. Wiederum können weitere Produktparameter wie Dichte
und Viskosität der Hülsenmasse und der Füllungsmasse eingegeben werden.
[0066] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel entsprechende Verfahrensparameter, wie z.B.
die Dosiermenge der Füllungsmasse und der Hülsenmasse, die jeweilige Geschwindigkeit
der Dosierung der Füllungsmasse und der Hülsenmasse durch die beiden Verschiebungskolben
81 sowie die Bewegung der Formen 84 in vertikaler Richtung bzw. entlang der z-Achse
und in der horizontalen Längsrichtung bzw. entlang der x-Achse und/oder y-Achse.
[0067] Beim Punktguss, Bandguss, One-Shot-Punktguss und One-Shot-Bandguss in eine jeweils
bewegte Form entsprechen die Verfahrensparameter denen der jeweiligen Gussart in die
stehende Form. Der zeitliche Verlauf der Bewegung in der horizontalen Längsrichtung
bzw. entlang der x-Achse (Verfahrkurve für die x-Achse) wird dann durch ein nachgeordnetes
Steuerungssystem vorgegeben.
[0068] Bei den vorgenannten Gussarten kann die Eingabe der geometrischen Produktparameter
auch durch eine Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung erfolgen, indem dieser ein geometrisches
Modell des herzustellenden Artikels zugeführt wird und dessen Abmessungen abgetastet
und abgespeichert werden.
[0069] Beim Dekorieren können vorgegebene Muster und/oder Schriftzüge eingegeben werden.
[0070] Wenn es sich beim Dekorieren um einen Schriftzug und/oder ein Muster auf einer ebenen
Fläche eines Süsswaren-Artikels handelt, erfolgt die Eingabe über ein Schreibtablett
oder mittels einer Maus.
[0071] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel entsprechende Verfahrensparameter, wie z.B.
die Dosiermenge der Dekorationsmasse, die jeweilige Geschwindigkeit der Dosierung
der Dekorationsmasse durch jeweils mindestens einen Verschiebungskolben 81 sowie die
Bewegung der Süsswaren-Artikel in vertikaler Richtung bzw. entlang der z-Achse, in
der horizontalen Längsrichtung bzw. entlang der x-Achse und entlang der horizontalen
Querrichtung bzw. entlang der y-Achse. Hieraus wird zunächst die Weglänge der Dekorationskurve
und daraus wiederum die Bewegung des Dosierkolbens berechnet.
[0072] Wenn es sich beim Dekorieren um einen Schriftzug auf einer nicht-ebenen Fläche eines
Süsswaren-Artikels (z.B. Nikolaus oder Osterhase) handelt, erfolgt die Eingabe der
vertikalen Projektion (x-Koordinaten und y-Koordinaten) der Dekoration ebenfalls über
ein Schreibtablett oder mittels einer Maus. Zusätzlich soll muss dann noch für die
einzelnen Punkte dieser Projektion die jeweilige Höhe (z-Koordinate) z.B. manuell
eingegeben werden.
[0073] Bei der vorgenannten Dekorationsart kann die Eingabe der geometrischen Produktparameter
des Musters und/oder des Schriftzuges auch durch eine Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung
erfolgen, die einen Taststift aufweist, mit dem die nicht-ebene Oberfläche des Artikels
oder eines Modells dieses Artikels entlang des anzubringenden Musters und/oder Schriftzuges
abgetastet wird. Auf diese Weise wird eine Kurve im Raum bzw. auf der nicht-ebenen
Oberfläche des Artikels erfasst. Diese geometrische Kurveninformation wird dann in
dem Speichermittel abgespeichert.
[0074] Hieraus berechnet das Berechnungsmittel wiederum die entsprechenden Verfahrensparameter,
wie z.B. die Dosiermenge der Dekorationsmasse, die jeweilige Geschwindigkeit der Dosierung
der Dekorationsmasse durch jeweils mindestens einen Verschiebungskolben 81 sowie die
Bewegung des jeweiligen Süsswaren-Artikels oder der Düse in vertikaler Richtung bzw.
entlang der z-Achse, in der horizontalen Längsrichtung bzw. entlang der x-Achse und
entlang der horizontalen Querrichtung bzw. entlang der y-Achse. Hieraus wird zunächst
die Weglänge der Dekorationskurve und daraus wiederum die Bewegung des Dosierkolbens
berechnet.
1. Anlage zum Herstellen von Süsswaren-Artikeln aus mindestens einer flüssigen bis zähflüssigen
Ausgangsmasse oder Massen mit Ingredienzien, wobei die Anlage aufweist :
- eine Massezuführungseinheit zur Dosierung zum Bereitstellen ggf. Aufbewahren der
Masse
- eine Dosierenheit (8) zum dosierten Zuführen der Masse an einen Dosierungsort ;
- ein Positionierungsmittel (4) zum Durchführen einer relativen Positionierung zwischen
der Dosiereinheit und dem Dosierungsort ;
- ein Transportmittel zum Abtransportieren der an den Dosierungsort dosierten Masse
;
- ein Eingabemittel und Anzeigemittel aufweisendes Datenverarbeitungssystem mit einem
Speichermittel, einem Vergleichsmittel und einem Verfahrensparameter-Berechnungsmittel,
welches den über die Eingabemittel eingebbaren Produktparametern der herzustellenden
Süsswaren-Artikel Prozessparameter des Herstellungsverfahrens und/oder Maschinenparameter
der Anlage nach einem vorgegebenen oder berechenbaren Schema zuordnen kann, und
- ein Stellglieder aufweisendes Steuerungssystem;
dadurch gekennzeichnet, dass
der über das Eingabemittel eingebbare Produktparameter ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus
- Dichte der Hülsen-Ausgangsmasse
- Dichte der Füllungs-Ausgangsmasse
- Viskosität der Hülsen-Ausgangsmasse
- Viskosität der Füllungs-Ausgangsmasse
sowie Kombinationen davon.
2. Anlage nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzlicher über das Eingabemittel eingebbarer Produktparameter das Hülse/Füllung-Gewichtsverhältnis
ist
und wobei
die Anlage derart ausgelegt ist, dass die vom Bediener eingegebene Parameter-Kombination
von dem Artikelgenerator ausgewertet wird, wobei ein Vergleich mit möglichen Parameter
Kombinationen und/oder unmöglichen Parameter-Kombinationen erfolgt.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage derart ausgebildet ist,
dass beim Eingeben einer unmöglichen Produktparameter-Kombination mindestens eine
abgespeicherte mögliche alternative Produktparameter-Kombination angezeigt wird, wobei
- die angezeigte mögliche Produktparameterkombination sich in möglichst wenigen Parametern
von der eingegebenen unmöglichen Kombination unterscheidet oder
- bei den sich unterscheidenden Parametern der unmöglichen und der angezeigten möglichen
alternativen Produktparameter-Kombination die jeweilige Differenz zwischen den unterschiedlichen
Parametern möglichst klein ist oder
- die Abweichung der durch die Anlage vorgeschlagenen möglichen Parameter-Kombination
von der vom Bediener vorgeschlagenen unmöglichen Parameter-Kombination durch die Standardabweichung
zwischen der unmöglichen Parameter-Gruppe und der möglichen Parameter Gruppe quantifiziert
wird und dann minimiert wird.
4. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit (8) eine Düse (83), eine Kolben/Zylinder-Einheit (81) und ein Ventil
(82) aufweist, wobei das Zylindervolumen der Kolben/Zylinder-Einheit in Abhängigkeit
von der Stellung des Ventils entweder mit der Dosiereinheit oder mit der Düse in Fluidverbindung
steht.
5. Anlage nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einem mit der Dosiereinheit in Fluidverbindung stehenden Massebehälter zum Aufbewahren
und Bereitstellen der flüssigen bis zähflüssigen Masse aufweist.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosierungsort ein vorbestimmter Dosierungsort ist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosierungsort eine Giessform ist.
8. Anlage nach Anspruch 7; dadurch gekennzeichnet, dass die Giessform ein Teil der Verpackung der Süssware ist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosierungsort eine Hohlform/Kaltstempel-Einheit ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungsmittel ein Mittel zum Bewegen der Düse und/oder ein Mittel zum
Bewegen des Dosierungsortes aufweist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Stellglied der Antrieb des Positionierungsmittels ist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Stellglied der Antrieb des Kolbens der Kolben/Zylinder-Einheit ist.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stellglied der Antrieb des Ventils ist.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung zum Erfassen der Form eines in ihr platzierten
Süsswarenartikels aufweist, wobei die Abtastvorrichtung mit dem Speichermittel verbunden
ist.
15. Verfahren zum Herstellen von Süsswaren-Artikeln aus mindestens einer flüssigen bis
zähflüssigen Masse oder Massen mit Ingredientien unter Verwendung einer Anlage gemäss
einem der Ansprüche 1 bis 14, bei welchem:
a. zunächst Produktparameter, die einen herzustellenden Süsswaren-Artikel definieren,
über Eingabemittel eines Steuerungssystems eingegeben werden; und
b. den Produktparametern Prozessparameter des Süsswaren-Herstellungsverfahrens und/oder
Maschinenparameter der zur Herstellung verwendeten Anlage gemäss einem vorgegebenen
Schema oder gemäss einer durch das Berechnungsmittel durchgeführten Berechnung zugeordnet
werden;
und wobei als Produktparameter mindestens einer oder Kombinationen der folgenden Parameter
des Süsswaren-Artikels eingegeben werden:
- Dichte der Hülsen-Ausgangsmasse
- Dichte der Füllungs-Ausgangsmasse
- Viskosität der Hülsen-Ausgangsmasse
- Viskosität der Füllungs-Ausgangsmasse.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei zusätzlich Produktparameter eingegeben wird das
Hülse/Füllung-Gewichtsverhältnis
und
die vom Bediener eingegebene Parameter-Kombination von dem Artikelgenerator ausgewertet
wird, wobei ein Vergleich mit möglichen Parameter Kombinationen und/oder unmöglichen
Parameter-Kombinationen erfolgt.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Eingeben einer unmöglichen Produktparameter-Kombination mindestens eine abgespeicherte
mögliche alternative Produktparameter-Kombination angezeigt wird, wobei
- die angezeigte mögliche Produktparameterkombination sich in möglichst wenigen Parametern
von der eingegebenen unmöglichen Kombination unterscheidet oder
- bei den sich unterscheidenden Parametern der unmöglichen und der angezeigten möglichen
alternativen Produktparameter-Kombination die jeweilige Differenz zwischen den unterschiedlichen
Parametern möglichst klein ist oder
- die Abweichung der durch die Anlage vorgeschlagenen möglichen Parameter-Kombination
von der vom Bediener vorgeschlagenen unmöglichen Parameter-Kombination durch die Standardabweichung
zwischen der unmöglichen Parameter-Gruppe und der möglichen Parameter Gruppe quantifiziert
wird und dann minimiert wird.
18. Verfahren nach Anspruch 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das relative Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
derart erfolgt, dass eine Düse der Dosiereinheit am ruhenden Dosierungsort entlang
einer vorbestimmten Bahn bewegt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das relative Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
derart erfolgt, dass eine Düse der Dosiereinheit entlang der ruhenden Oberfläche eines
Süsswaren-Artikels auf einer vorbestimmten Bahn bewegt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Eingeben von Produktparameter-Kombinationen und vor dem Zuordnen von Prozessparametern
und/oder Maschinenparametern die eingegebenen Produktparameter-Kombination durch das
Vergleichsmittel mit abgespeicherten unmöglichen Produktparameter-Kombinationen in
dem Speichermittel verglichen wird und dem Bediener über das Anzeigemittel angezeigt
wird, ob eine eingegebene Produktparameter-Kombination möglich oder unmöglich ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Bediener und/oder das Datenverarbeitungssystem entscheidet, ob eine eingegebene
oder eine angezeigte alternative Produktparameter-Kombination akzeptabel ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 21, zur Verzierung der Oberfläche eines
Süsswaren-Artikels, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingeben der geometrischen Form des Süsswaren-Artikels mittels einer Süsswarenartikel-Abtastvorrichtung
erfolgt, indem man den zu verzierenden Süsswaren-Artikel zum Erfassen seiner Geometrie-Daten
in dieser platziert, die erfassten Geometrie-Daten in dem Speichermittel abspeichert,
und die abgespeicherten Geometrie-Daten zum Ansteuern des Positionierungsmittels zum
relativen Positionieren und/oder Bewegen der Dosiereinheit und des Dosierungsortes
verwendet.
1. Plant for producing confectionery articles from at least one fluid to viscous starting
substance or substances with ingredients, the plant having the following:
- a substance feed unit for metering, for providing and optionally storing the substance;
- a metering unit (8) for the metered feeding of the substance to a metering location;
- a positioning means (4) for carrying out relative positioning between the metering
unit and the metering location;
- a transport means for transporting away the substance which is metered to the metering
location;
- a data processing system which has an input means and display means, with a memory
unit, a comparison unit and a method-parameter calculating unit which can assign process
parameters of the production method and/or machine parameters of the plant according
to a formula which is predefined or can be calculated to the product parameters of
the confectionery articles to be produced, which product parameters can be input via
the input means; and
- a control system which has actuators;
characterized in that the product parameter which can be input via the input means is selected from the
group comprising
- density of the shell starting substance
- density of the filling starting substance
- viscosity of the shell starting substance
- viscosity of the filling starting substance and combinations thereof.
2. Plant according to Claim 1, characterized in that an additional product parameter which can be input via the input means is the shell/filling
weight ratio, and the plant being designed in such a way that the parameter combination
which is input by the operator is evaluated by the article generator, wherein a comparison
being carried out with possible parameter combinations and/or impossible parameter
combinations.
3. Plant according to Claim 1 or 2, characterized in that the plant is configured in such a way that, if an impossible product parameter combination
is input, at least one stored possible alternative product parameter combination is
displayed, the displayed possible product parameter combination differing from the
input impossible combination in as few parameters as possible, or,
in the case of the differing parameters of the impossible and the displayed possible
alternative product parameter combinations, the respective difference between the
different parameters being as small as possible, or
the deviation of the possible parameter combination which is proposed by the plant
from the impossible parameter combination which is proposed by the operator being
quantified by the standard deviation between the impossible parameter group and the
possible parameter group and then being minimized.
4. Plant according to Claim 1 or 2, characterized in that the metering unit (8) has a nozzle (83), a piston/cylinder unit (81) and a valve
(82), the cylinder volume of the piston/cylinder unit being in fluid connection either
with the metering unit or with the nozzle as a function of the position of the valve.
5. Plant according to Claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that it has a substance container which is in fluid connection with the metering unit,
for storing and providing the fluid to viscous substance.
6. Plant according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the metering location is a predefined metering location.
7. Plant according to Claim 6, characterized in that the metering location is a pouring mould.
8. Plant according to Claim 7, characterized in that the pouring mould is part of the packaging of the confectionery.
9. Plant according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the metering location is a hollow mould/cold ram unit.
10. Plant according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the positioning means has a means for moving the nozzle and/or a means for moving
the metering location.
11. Plant according to one of Claims 1 to 10, characterized in that a first actuator is the drive of the positioning means.
12. Plant according to one of Claims 4 to 11, characterized in that a second actuator is the drive of the piston of the piston/cylinder unit.
13. Plant according to one of Claims 4 to 12, characterized in that one actuator is the drive of the valve.
14. Plant according to one of Claims 1 to 13, characterized in that it has a confectionery-article sensing apparatus for detecting the shape of a confectionery
article which is placed in it, the sensing apparatus being connected to the memory
unit.
15. Method for producing confectionery articles from at least one fluid to viscous substance
or substances with ingredients using a plant according to one of Claims 1 to 14, in
which method:
a. first of all product parameters which define a confectionery article to be produced
are input via input means of a control system; and
b. the product parameters are assigned process parameters of the confectionery production
method and/or machine parameters of the plant which is used for production, according
to a predefined formula or according to a calculation which is performed by the calculation
unit;
and at least one or a combination of the following parameters of the confectionery
article being input as product parameters:
- density of the shell starting substance
- density of the filling starting substance
- viscosity of the shell starting substance
- viscosity of the filling starting substance.
16. Method according to Claim 15, the shell/filling weight ratio being input additionally
as product parameter, and the parameter combination which is input by the operator
being evaluated by the article generator, a comparison being carried out with possible
parameter combinations and/or impossible parameter combinations.
17. Method according to Claim 15 or 16, characterized in that, if an impossible product parameter combination is input, at least one stored possible
alternative product parameter combination is displayed, the displayed possible product
parameter combination differing from the input impossible combination in as few parameters
as possible, or,
in the case of the differing parameters of the impossible and the displayed possible
alternative product parameter combinations, the respective difference between the
different parameters being as small as possible, or
the deviation of the possible parameter combination which is proposed by the plant
from the impossible parameter combination which is proposed by the operator being
quantified by the standard deviation between the impossible parameter group and the
possible parameter group and then being minimized.
18. Method according to Claim 15, 16 or 17, characterized in that the relative positioning and/or moving of the metering unit and the metering location
take/takes place in such a way that a nozzle of the metering unit is moved along a
predefined track at the stationary metering location.
19. Method according to one of Claims 15 to 18, characterized in that the relative positioning and/or moving of the metering unit and the metering location
take/takes place in such a way that a nozzle of the metering unit is moved on a predefined
track along the stationary surface of a confectionery article.
20. Method according to Claim 16, characterized in that, after the input of product parameter combinations and before the assignment of process
parameters and/or machine parameters, the input product parameter combination is compared
by the comparison unit with stored impossible product parameter combinations in the
memory unit and it is displayed to the operator via the display means whether an input
product parameter combination is possible or impossible.
21. Method according to one of Claims 15 to 20, characterized in that the operator and/or the data processing system decide/decides whether an input or
a displayed alternative product parameter combination is acceptable.
22. Method according to one of Claims 15 to 21, for decorating the surface of a confectionery
article, characterized in that the inputting of the geometric shape of the confectionery article takes place by
means of a confectionery-article sensing apparatus, by the confectionery article to
be decorated being placed in the said sensing apparatus in order to detect its geometry
data, the detected geometry data being stored in the memory unit, and the stored geometry
data being used to actuate the positioning means for relatively positioning and/or
moving the metering unit and the metering location.
1. Installation pour la fabrication de produits de confiserie à partir d'au moins une
masse initiale liquide ou visqueuse ou de masses avec des ingrédients, dans laquelle
l'installation comprend:
- une unité d'apport de masse au dosage pour la préparation ou la conservation de
la masse,
- une unité de dosage (8) pour l'apport dosé de la masse à un endroit de dosage,
- un moyen de positionnement (4) pour effectuer un positionnement relatif entre l'unité
de dosage et l'endroit de dosage,
- un moyen de transport pour l'évacuation de la masse dosée à l'endroit de dosage,
- un système de traitement de données présentant des moyens d'entrée et des moyens
d'affichage, avec un moyen de mémoire, un moyen de comparaison et un moyen de calcul
de paramètres du procédé, qui peut associer aux paramètres de produit des produits
de confiserie à fabriquer, pouvant être introduits par les moyens d'entrée, des paramètres
de conduite du procédé de fabrication et/ou des paramètres de machine de l'installation
selon un schéma prédéterminé ou calculable; et
- un système de commande présentant des organes de réglage,
caractérisée en ce que
le paramètre de produit pouvant être introduit par le moyen d'entrée est choisi dans
le groupe composé de
- la densité de la masse initiale de l'enveloppe;
- la densité de la masse initiale de garniture;
- la viscosité de la masse initiale de l'enveloppe;
- la viscosité de la masse initiale de garniture, ainsi que des combinaisons de ceux-ci.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un paramètre de produit supplémentaire, pouvant être introduit par le moyen d'entrée,
est le rapport pondéral enveloppe/garniture, et l'installation étant conçue de telle
manière que la combinaison de paramètres introduite par l'opérateur soit analysée
par le générateur de produits, dans lequel on procède à une comparaison avec des combinaisons
possibles de paramètres et/ou des combinaisons impossibles de paramètres.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que l'installation est réalisée de telle manière que
- lors de l'introduction d'une combinaison impossible de paramètres de produit, au
moins une combinaison alternative possible de paramètres de produit mémorisée est
affichée, la combinaison possible de paramètres de produit affichée différant de la
combinaison impossible introduite par aussi peu de paramètres que possible, ou
- pour les paramètres différant l'un de l'autre de la combinaison impossible et de
la combinaison alternative possible affichée de paramètres de produit, la différence
respective entre les paramètres différents est aussi petite que possible, ou
- l'écart entre la combinaison possible de paramètres proposée par l'installation
et la combinaison impossible de paramètres proposée par l'opérateur est quantifié
par l'écart type entre le groupe de paramètres impossible et le groupe de paramètres
possible et est ensuite minimisé.
4. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'unité de dosage (8) présente une gicleur (83), une unité à piston-cylindre (81)
et une soupape (82), dans laquelle le volume du cylindre de l'unité à piston-cylindre
est en communication fluide soit avec l'unité de dosage soit avec la gicleur en fonction
de la position de la soupape.
5. Installation selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisée en ce qu'elle présente un réservoir de masse se trouvant en communication fluide avec l'unité
de dosage pour conserver et préparer la masse liquide à visqueuse.
6. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'endroit de dosage est un endroit de dosage prédéterminé.
7. Installation selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'endroit de dosage est un moule.
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le moule est une partie de l'emballage du produit de confiserie.
9. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'endroit de dosage est une unité à moule creux/piston à froid.
10. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le moyen de positionnement présente un moyen pour le déplacement de la gicleur et/ou
un moyen pour le déplacement de l'endroit de dosage.
11. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'un premier organe de réglage est l'entraînement du moyen de positionnement.
12. Installation selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisée en ce qu'un deuxième organe de réglage est l'entraînement du piston de l'unité à piston-cylindre.
13. Installation selon l'une quelconque des revendications 4 à 12, caractérisée en ce qu'un organe de réglage est l'entraînement de la soupape.
14. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'elle présente un dispositif de balayage des produits de confiserie pour détecter la
forme d'un produit de confiserie placé dans celui-ci, dans laquelle le dispositif
de balayage est relié au moyen de mémoire.
15. Procédé pour la fabrication de produits de confiserie à partir d'au moins une masse
liquide à visqueuse ou de masses avec des ingrédients en utilisant une installation
selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, dans lequel:
a. on introduit d'abord des paramètres de produit, qui définissent un produit de confiserie
à fabriquer, par des moyens d'entrée d'un système de commande; et
b. on associe aux paramètres de produit des paramètres de conduite du procédé de fabrication
de produits de confiserie et/ou des paramètres de machine de l'installation utilisée
pour la fabrication selon un schéma prédéterminé ou selon un calcul effectué par le
moyen de calcul;
et dans lequel on introduit comme paramètres de produit au moins un ou des combinaisons
des paramètres suivants du produit de confiserie:
- la densité de la masse initiale de l'enveloppe;
- la densité de la masse initiale de garniture;
- la viscosité de la masse initiale de l'enveloppe;
- la viscosité de la masse initiale de garniture.
16. Procédé selon la revendication 15, dans lequel on introduit en outre comme paramètre
de produit le rapport pondéral enveloppe/garniture et on analyse la combinaison de
paramètres introduite par l'opérateur, dans lequel on effectue une comparaison avec
des combinaisons possibles de paramètres et/ou des combinaisons impossibles de paramètres.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que
- lors de l'introduction d'une combinaison impossible de paramètres de produit, au
moins une combinaison alternative possible de paramètres de produit mémorisée est
affichée, la combinaison possible de paramètres de produit affichée différant de la
combinaison impossible introduite par aussi peu de paramètres que possible, ou
- pour les paramètres différant l'un de l'autre de la combinaison impossible et de
la combinaison alternative possible affichée de paramètres de produit, la différence
respective entre les paramètres différents est aussi petite que possible, ou
- l'écart entre la combinaison possible de paramètres proposée par l'installation
et la combinaison impossible de paramètres proposée par l'opérateur est quantifié
par l'écart type entre le groupe de paramètres impossible et le groupe de paramètres
possible et est ensuite minimisé.
18. Procédé selon la revendication 15, 16 ou 17, caractérisé en ce que l'on effectue le positionnement et/ou le déplacement relatif de l'unité de dosage
et de l'endroit de dosage de telle manière qu'une gicleur de l'unité de dosage soit
déplacée à l'endroit de dosage immobile le long d'une trajectoire prédéterminée.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 18, caractérisé en ce que l'on effectue le positionnement et/ou le déplacement relatif de l'unité de dosage
et de l'endroit de dosage de telle manière qu'une gicleur de l'unité de dosage soit
déplacée sur une trajectoire prédéterminée le long de la surface immobile d'un produit
de confiserie.
20. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que, après l'introduction de combinaisons de paramètres de produit et avant l'association
de paramètres de conduite et/ou de paramètres de machine, on compare, à l'aide du
moyen de comparaison, la combinaison de paramètres de produit introduite avec des
combinaisons impossibles de paramètres de produit dans le moyen de mémoire et on indique
à l'opérateur, à l'aide du moyen d'affichage, si une combinaison de paramètres de
produit introduite est possible ou impossible.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 20, caractérisé en ce que l'opérateur et/ou le système de traitement de données décide si une combinaison de
paramètres de produit introduite ou une combinaison alternative de paramètres de produit
affichée est acceptable.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 15 à 21, pour la décoration de la
surface d'un produit de confiserie, caractérisé en ce que l'on effectue l'introduction de la forme géométrique du produit de confiserie au
moyen d'un dispositif de balayage des produits de confiserie, dans lequel on place
dans ledit dispositif de balayage le produit de confiserie à décorer afin de détecter
ses données géométriques, on mémorise les données géométriques détectées dans le moyen
de mémoire, et on utilise les données géométriques mémorisées pour commander le moyen
de positionnement en vue du positionnement et/ou du déplacement relatif de l'unité
de dosage et de l'endroit de dosage.