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(11) |
EP 1 792 034 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2011 Patentblatt 2011/11 |
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Anmeldetag: 30.08.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/009334 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/029707 (23.03.2006 Gazette 2006/12) |
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LAGERBÜGEL
BEARING BRACKET
ETRIER DE SUPPORT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
16.09.2004 DE 102004044758
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.06.2007 Patentblatt 2007/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Volkswagen Aktiengesellschaft |
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38436 Wolfsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- MEYER, Dieter
38442 Wolfsburg (DE)
- DAU, René
30161 Hannover (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 032 499
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DE-A1- 10 304 203
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Lagerbügel, insbesondere einen Lagerbügel für Kraftfahrzeugtüren,
sowie eine Fahrzeugtür mit einem solchen Lagerbügel.
[0002] Im Stand der Technik sind beispielsweise aus der der
DE 103 04 203 A1 Lagerbügel für Betätigungsgriffe von Kraftfahrzeugtüren bekannt, die das Öffnen und
Schließen einer Fahrzeugtür ermöglichen, wobei der Lagerbügel eine Einrastvorrichtung
betätigt. Im Regelfall ist der Lagerbügel mit einer je nach Fahrzeugausführung und
-typ unterschiedlichen Blende oder dergleichen versehen.
[0003] Je nach Fahrzeugtyp eines Herstellers sind verschiedene Türgriffe notwendig, da sich
die Anforderungen an Schließkraft, Belastbarkeit und Optik mit dem Gewicht der Tür
und auch der Exklusivität des Fahrzeugs ändern. So erfordert ein vergleichsweise kurzer
Kunststoff-Türgriff an einer kleinen, innen kunststoffverkleideten Tür eine unterschiedliche
Ausgestaltung und Dimensionierung seines Lagerbügels gegenüber einem Türgriff für
eine vergleichsweise große und schwere, holzverkleidete Tür. Somit sind herkömmliche
Lagerbügel für Fahrzeugtürgriffe speziell auf einen Fahrzeugtyp abgestimmt und nur
für diese verwendbar.
[0004] Ferner sind die geometrischen Anforderungen an Lagerbügel, zum Beispiel für die Innenseite
einer rechten und linken Fahrzeugtür spiegelbildlich. Derzeit ist eine Verwendung
eines Lagerbügels, der für die linke Fahrzeuginnenseite ausgelegt ist, für die rechte
Innenseite nicht möglich. Zusätzlich können sich auch noch die Anforderungen für Lagerbügel
einer hinteren Tür von denen einer vorderen unterscheiden, so dass für die Innenseite
eines Fahrzeugs mit vier Türen bis zu vier unterschiedliche Lagerbügel notwendig sind.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Lagerbügel, insbesondere einen
Lagerbügel für Kraftfahrzeugtüren zu schaffen, der sich an verschiedene Fahrzeugtüren
und deren Verblendungen und somit unterschiedliche Fahrzeugtypen anpassen kann. Der
Lagerbügel soll darüber hinaus auch als Gleichteil einsetzbar sein, das heißt auch
für eine spiegelbildliche geometrische Anforderung, um die Anzahl unterschiedlicher
Lagerbügelarten eines Herstellers zu reduzieren.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Lagerbügel gelöst, der aus zwei Elementen aufgebaut
ist, die über einen gemeinsamen Abschnitt gegeneinander verschieblich sind.
[0007] Erfindungsgemäß weist der Lagerbügel ein zweites mit dem ersten Element mitschwenkendes
Element auf, wobei das erste Element und das zweite Element einen gemeinsamen Abschnitt
besitzen, mittels welchem die beiden Elemente gegeneinander verschieblich geführt
sind.
[0008] Mittels dieser Anordnung der beiden Elemente zueinander ist der Lagerbügel in einer
Raumrichtung variabel verlängerbar ausgestaltet, was ihm ein flexibles Einsatzgebiet
eröffnet. Somit ist sein Einsatz in einer relativ kurzen Verstellung für Kleinfahrzeuge
ebenso möglich, wie in einer längeren Verstellung für Fahrzeuge der Mittel- oder der
Oberklasse.
[0009] Ferner bietet der erfindungsgemäß teleskopierbare Lagerbügel mehr Gestaltungsfreiraum
im Bereich der Griffmulde, zum Beispiel beim Design von Türgriffen.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eines der beiden
Elemente des Lagerbügels, bevorzugt jedoch beide Elemente und somit auch der Lagerbügel
selbst symmetrisch, insbesondere rotations- oder spiegelsymmetrisch ausgebildet. Sollte
eine solche Konstruktion aufgrund der geometrischen Bedingungen der Fahrzeugtür nicht
möglich sein, ist insbesondere das zweite Element symmetrisch ausgelegt. Hierbei sind
rotationssymmetrische Elemente des Lagerbügels bevorzugt.
[0011] Die Verwendung eines solchen Lagerbügels ist überall dort von Vorteil, wo zum Beispiel
für eine Seite und für eine dazu spiegelbildliche Seite Gleichteile notwendig sind.
Insbesondere dort, wo das erste Element des Lagerbügels aufgrund konstruktiver Anforderungen
nicht vollständig spiegel- oder rotationssymmetrisch ausgelegt werden kann, ist der
erfindungsgemäße Lagerbügel von Vorteil, da es aufgrund seines Aufbaus möglich ist,
wenigstens das zweite Element symmetrisch zu gestalten.
[0012] Bevorzugt ist der gemeinsame gegeneinander verschiebliche Abschnitt derart ausgestaltet,
dass eines der beiden Elemente, insbesondere das zweite Element, einen Fortsatz aufweist,
der vorzugsweise linear in einer entsprechend ausgeformten Ausnehmung des jeweils
anderen Elements, insbesondere des ersten Elements, geführt ist. Diese Ausgestaltung
ist in ihrer Realisierung besonders kostengünstig. Der Fortsatz kann vorteilhaft einen
viereckigen Querschnitt, insbesondere einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt
aufweisen, so dass er die Form eines Prismas, insbesondere die eines langgestreckten
Quaders, besitzt. Ferner ist diese Ausgestaltung als konstruktiver Ausgangspunkt für
eine formschlüssige Festlegung der beiden Elemente zueinander besonders vorteilhaft.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das erste Element in einer Mehrzahl von
Positionen bezüglich des zweiten Elements festlegbar. Bevorzugt ist diese feste Verbindung
lösbar und als eine Verrastung oder eine Verclipsung der beiden Elemente realisiert.
Ein Verkleben der beiden Elemente miteinander ist ebenso möglich.
[0014] Bevorzugt ist der Lagerbügel aus Kunststoff, insbesondere als ein Teil für den Kunststoffspritzguss,
gefertigt.
[0015] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in
den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Lagerbügel in Einbauposition an einer Fahrzeugtür, in einer
dreidimensionalen Ansicht und
- Figur 2
- einen Ausschnitt A der Figur 1, wobei der Pfeil in Figur 1 die Blickrichtung für die
Figur 2 angibt.
[0017] Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen, insgesamt
mit 10 bezeichneten Lagerbügels. Der Lagerbügel 10 (ohne sein Rückstellelement) ist
in diesem Beispiel zweiteilig ausgeführt, wobei er jedoch nicht auf zwei Elemente
beschränkt sein soll. Der erfindungsgemäße Lagerbügel 10 kann auch mehr als zwei Elemente
umfassen.
[0018] Bevorzugt ist der Lagerbügel 10 jedoch aus zwei Elementen 10, 20 aufgebaut.
[0019] Bevorzugt wird ein solcher Lagerbügel 10 in einer Griffmulde einer Fahrzeugtür montiert.
Er kann sowohl für die Innen- als auch für die Außenseite der Fahrzeugtür vorgesehen
sein. Ferner soll seine Anwendung nicht auf Fahrzeugtüren beschränkt sein. Vielmehr
ist der erfindungsgemäße Lagerbügel auch für andere Türen und Hebel, zum Beispiel
für die Fahrzeugsitzverstellung (Klappen und Horizontalverstellung), verwendbar. Ebenso
soll der erfindungsgemäße Lagerbügel nicht auf Kraftfahrzeuge beschränkt sein.
[0020] Das erste Element 20 des Lagerbügels 10 wird an der Fahrzeugtür schwenkbar um eine
Schwenkachse 80 eingehängt. Möglich ist auch, dass das erste Element 20 mehrgliedrig
ausgestaltet ist und mit einem Abschnitt seiner selbst an der Fahrzeugtür mit Befestigungsmitteln
befestigt ist, während der Rest des Lagerbügels 10 schwenkbar um die Schwenkachse
80 angeordnet ist. Mit anderen Worten weist das erste Element 20 mindestens zwei Abschnitte
auf, die wenigstens teilweise gegeneinander verschwenkbar sind. Das erste Element
20 weist ein an ihm befestigtes Rückstellelement, insbesondere eine Rückstellfeder
70 auf, die den Türgriff zum Beispiel nach dem Öffnen der Tür wieder in seine Ausgangsposition
bringt.
[0021] In das erste Element 20 ist das zweite Element 30 steckbar beziehungsweise das erste
Element 20 ist aus dem zweiten Element 30 herausziehbar. Somit ist der Lagerbügel
10 in einem beliebigen Bereich über seine Länge veränderbar ausgestaltet. Ein gemeinsamer
Abschnitt der beiden Elemente 20, 30, über welchen diese gegeneinander bewegbar sind,
ist in den Figuren 1 und 2 mit dem Abschnitt 40 bezeichnet.
[0022] Bevorzugt ist das zweite Element 30 im ersten Element 20 linear geführt. Eine nicht
lineare Führung, zum Beispiel entlang eines Kreisbogens, ist ebenfalls möglich. Für
eine lineare Führung eignet sich ein als Fortsatz 90 ausgebildeter Abschnitt sehr
gut, welcher einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Besonders vorteilhaft ist es
hierbei, den Fortsatz 90 einstückig am zweiten Element 30 auszubilden. Andere, insbesondere
prismatische oder runde Querschnittsformen des Fortsatzes 90 sind natürlich ebenso
denkbar.
[0023] Bevorzugt sind am zweiten Element 30 zwei solche Abschnitte 40 ausgebildet, die in
entsprechende Löcher beziehungsweise Ausnehmungen 100 des ersten Elements 20 einsteckbar
sind. Bevorzugt ist diese Führung formschlüssig in zwei Raumrichtungen ausgeführt.
Eine formschlüssige Führung in nur eine Raumrichtung ist ebenso denkbar, was eine
Demontage der beiden Elemente 20, 30 erleichtert.
[0024] Insbesondere bevorzugt ist eine insgesamt symmetrische Auslegung des gesamten Lagerbügels
10, was ihn als Gleichteil für eine rechte und linke Seite, zum Beispiel eine Innenseite
eignet. Das heißt, ein und dasselbe Teil ist sowohl für die rechte als auch die linke
Seite geeignet. Sollte dies jedoch aufgrund der Fahrzeugtür oder unter anderen Gesichtspunkten,
zum Beispiel aufgrund des Designs einer aufzusteckenden oder überzuschiebenden Blende
nicht möglich sein, so sollte wenigstens das zweite Element 30 als Gleichteil verwendbar
sein.
[0025] Dies erreicht man zum Beispiel durch eine symmetrische beziehungsweise teilweise
symmetrische Ausgestaltung der beiden Elemente. Insbesondere die äußere Erscheinungsform
(Hülle) (also zum Beispiel ohne Montagebohrungen u. ä.) sollte symmetrisch sein. Hilfreiche
Symmetrien sind zum Beispiel solche, die das zweite Element auf sich selbst abbilden
(Punktsymmetrie), was die Montage des zweiten Elements 30 am ersten Element 20 vereinfacht,
da bei der Montage auf eine richtige Orientierung der Fortsätze 90 und somit des gesamten
zweiten Elements 30 nicht geachtet werden muss. Sollte dies konstruktiv nicht möglich
sein, so eignen sich insbesondere rotationssymmetrische Elemente.
[0026] Eine gegenseitige Befestigung der beiden Elemente 20, 30 kann über den Türgriff selbst
oder über Vorrichtungen am gemeinsamen Abschnitt 40, insbesondere mittels Vorsprüngen
am Fortsatz 90, und entsprechenden Ausnehmungen in der Begrenzungswand der Ausnehmung
100 erfolgen.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform übernimmt der Türgriff die gegenseitige Festlegung
der beiden Elemente 20, 30. An dem gemeinsamen Abschnitt 40 sind somit keine speziellen
Einrichtungen erforderlich, die eine gegenseitige Festlegung der beiden Elemente 20,
30 übernehmen. Der gemeinsame Abschnitt 40 dient dann nur noch der Führung der beiden
Elemente 20, 30 und der Kraftübertragung von insbesondere dem zweiten Element 30 auf
das erste Element 20. Hiermit können Fertigungstoleranzen großzügiger ausgelegt beziehungsweise
besser kompensiert werden.
[0028] Ferner ist es möglich, die Befestigung der beiden Elemente 20, 30 mittels einer Verrastung
50, einer Verclipsung, einer Verklebung oder anderen herkömmlichen Arten, wie zum
Beispiel einer Verschraubung, einer Verstiftung, einem Presssitz oder dergleichen
zu realisieren. Bevorzugt ist jedoch eine Verrastung 50 oder Verclipsung der beiden
Elemente 20, 30 vorgesehen.
[0029] Insbesondere die Verrastung 50 ist eine einfache und kostengünstig herzustellende,
lösbare Verbindung der beiden Elemente 20, 30. Hierbei weist bevorzugt der Fortsatz
90 Rastzähne und die Ausnehmung 100 in den entsprechend positionierte Rastausnehmungen
auf, die beim Zusammenfügen der beiden Elemente 20, 30 in entsprechend vorwählbaren
Positionen die beiden Elemente 20, 30 aneinander festlegen. Es ist natürlich ebenso
möglich, die Rastzähne innen in der Ausnehmung 100 und die Rastausnehmungen am Fortsatz
90 vorzusehen. Die Rastzähne und Rastausnehmungen können eine beliebige, jedoch korrespondierende
(also wie Positiv und Negativ) Form aufweisen.
[0030] Für den Crashfall ist letztere Ausführungsform von Vorteil, da sie eine gegenseitige
Festlegung der beiden Elemente 20, 30 aufgrund einer konstruktiven Ausgestaltung des
gemeinsamen Abschnitts 40 realisiert. Bei einer solchen Ausführungsform kann im Crashfall
die Griffblende verloren gehen oder zerstört werden, was die Funktionalität des Lagerbügels
10 jedoch nicht beeinträchtigt. Die gegenseitig festgelegte Position zwischen dem
ersten Element 20 und dem zweiten Element 30 wird zum Beispiel durch die Verrastung
o. ä. realisiert, was ein sicheres Betätigen der Tür nur über das zweite Element 30
gewährleistet.
[0031] Eine Verclipsung der beiden Elemente 20, 30 wird am besten durch eine entsprechende
Gestaltung des gemeinsamen Abschnitts 40 realisiert. Es ist jedoch ebenso möglich
die Verclipsung mittels eines dritten separaten Teils zu realisieren.
[0032] Ferner ist eine Kombination von oben genannten Befestigungsarten natürlich möglich,
wobei eine lösbare Verbindung der beiden Elemente 20, 30 erwünscht ist.
[0033] Bevorzugt wird der erfindungsgemäße Lagerbügel 10 aus Kunststoff mit einem Spritzgussverfahren
hergestellt, was eine kostengünstige Produktion mit hohen Stückzahlen ermöglicht.
[0034] Ferner ist es natürlich denkbar, das Prinzip der Erfindung kinematisch umzukehren,
das heißt den Fortsatz 90 nicht am zweiten Element 30 vorzusehen, sondern am ersten
Element 20, welches dann wiederum statt der Ausnehmung 100 den Fortsatz 90 aufweist.
Diese Variante der Erfindung ist mit allen oben genannten Ausführungsformen, wie in
den Ansprüchen angegeben, kombinierbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0035]
- 10
- Lagerbügel
- 20
- erstes Element
- 30
- zweites Element
- 40
- gemeinsamer Abschnitt
- 50
- Verrastung
- 60
- horizontale Achse
- 70
- Rückstellfeder
- 80
- Schwenkachse
- 90
- Fortsatz
- 100
- Ausnehmung
1. Lagerbügel (10) für Betätigungsgriffe zur Betätigung von Türen oder Hebeln, mit einem
um eine Schwenkachse (80) verschwenkbaren ersten Element (20), durch welches eine
Einrastvorrichtung direkt oder indirekt betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Lagerbügel (10) ein zweites mit dem ersten Element (20) mitschwenkendes Element
(30) aufweist, wobei das erste Element (20) und das zweite Element (30) einen gemeinsamen
Abschnitt (40) besitzen, mittels welchem die beiden Elemente (20, 30) gegeneinander
verschieblich geführt sind.
2. Lagerbügel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Element (30) und/oder das erste Element (20) des Lagerbügels (10) derart
symmetrisch sind, dass das zweite Element (30) und gegebenenfalls das erste Element
(20) als Gleichteile, für eine rechte und eine linke Seite, insbesondere für Kraftfahrzeugtüren,
verwendbar sind.
3. Lagerbügel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Element (30) und/oder das erste Element (20) rotationssymmetrisch oder
spiegelsymmetrisch bezüglich einher im Wesentlichen horizontalen Achse (60) sind.
4. Lagerbügel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Element (20) oder das zweite Element (30) einen Fortsatz (90) aufweist,
der linear in einer Ausnehmung (100) des jeweils anderen Elements (20, 30) geführt
ist, wobei der Fortsatz (90) wenigstens teilweise formschlüssig in der Ausnehmung
(100) des anderen Elements (20, 30) geführt ist.
5. Lagerbügel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (90) im Wesentlichen einen viereckigen Querschnitt, insbesondere einen
im Wesentlichen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt, aufweist.
6. Lagerbügel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das gegenüber dem ersten Element (20) verschiebbar, insbesondere linear bewegbar,
angeordnete zweite Element (30) in einer Mehrzahl von Positionen mit dem ersten Element
(20) festlegbar ist.
7. Lagerbügel gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die feste Verbindung zwischen dem ersten Element (20) und dem zweiten Element (30)
lösbar ist.
8. Lagerbügel gemäß Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die feste Verbindung zwischen dem ersten Element (20) und dem zweiten Element (30)
eine Verrastung (50) oder eine Verclipsung der beiden Elemente (20, 30) ist.
9. Lagerbügel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine wenigstens teilweise auf oder über den Lagerbügel (10) zu steckende oder zu
schiebende Griffblende die Befestigung des ersten Elements (20) mit dem zweiten Element
(30) übernimmt.
10. Lagerbügel gemäß einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (90) einstückig mit dem ersten Element (20) beziehungsweise dem zweiten
Element (30) ausgebildet ist.
11. Lagerbügel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Element (20) und/oder das zweite Element (30) des Lagerbügels (10) aus
Kunststoff hergestellt sind.
12. Fahrzeugtür mit wenigstens einem Lagerbügel (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
1. Bearing bracket (10) for actuating handles for actuating doors or levers, comprising
a first element (20) which can be pivoted about a pivot axis (80) and by means of
which a latching device can be actuated directly or indirectly, characterized in that the bearing bracket (10) has a second element (30) pivoting together with the first
element (20), wherein the first element (20) and the second element (30) have a common
section (40) by means of which the two elements (20, 30) are guided displaceably with
respect to one another.
2. Bearing bracket according to Claim 1, characterized in that the second element (30) and/or the first element (20) of the bearing bracket (10)
are symmetrical in such a way that the second element (30) and, if appropriate, the
first element (20) can be used as identical parts, for a right and a left side, in
particular for motor vehicle doors.
3. Bearing bracket according to Claim 2, characterized in that the second element (30) and/or the first element (20) are rotationally symmetrical
or mirror-symmetrical with respect to a substantially horizontal axis (60).
4. Bearing bracket according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the first element (20) or the second element (30) has a continuation (90) which is
guided linearly in an aperture (100) of the respective other element (20, 30), wherein
the continuation (90) is guided at least partially in a form-fitting manner in the
aperture (100) of the other element (20, 30).
5. Bearing bracket according to Claim 4, characterized in that the continuation (90) has substantially a quadrilateral cross section, in particular
a substantially square or rectangular cross section.
6. Bearing bracket according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the second element (30), which is arranged displaceably, in particular in a linearly
movable manner, with respect to the first element (20), can be secured in a plurality
of positions with the first element (20).
7. Bearing bracket according to Claim 6, characterized in that the fixed connection between the first element (20) and the second element (30) is
releasable.
8. Bearing bracket according to Claim 6 or 7, characterized in that the fixed connection between the first element (20) and the second element (30) is
a latching connection (50) or a clip connection of the two elements (20, 30).
9. Bearing bracket according to one of Claims 1 to 8, characterized in that a handle cover which is to be plugged or pushed at least partially onto or over the
bearing bracket (10) serves for fastening the first element (20) to the second element
(30).
10. Bearing bracket according to one of Claims 4 to 9, characterized in that the continuation (90) is formed in one piece with the first element (20) or the second
element (30).
11. Bearing bracket according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the first element (20) and/or the second element (30) of the bearing bracket (10)
are produced from plastic.
12. Vehicle door having at least one bearing bracket (10) according to one of Claims 1
to 11.
1. Etrier de support (10) pour des poignées de commande pour la commande de portes ou
de leviers, comprenant un premier élément (20) pouvant pivoter autour d'un axe de
pivotement (80), lequel permet la commande directe ou indirecte d'un dispositif d'encliquetage,
caractérisé en ce que
l'étrier de support (10) présente un deuxième élément (30) pivotant en même temps
que le premier élément (20), le premier élément (20) et le deuxième élément (30) possédant
une portion commune (40) au moyen de laquelle les deux éléments (20, 30) sont guidés
de manière déplaçable l'un par rapport à l'autre.
2. Etrier de support selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième élément (30) et/ou le premier élément (20) de l'étrier de support (10)
sont symétriques de telle sorte que le deuxième élément (30) et éventuellement le
premier élément (20) puissent être utilisés comme pièces identiques, pour un côté
droit et un côté gauche, notamment pour des portes de véhicule automobile.
3. Etrier de support selon la revendication 2, caractérisé en ce que le deuxième élément (30) et/ou le premier élément (20) sont symétriques suivant un
axe de rotation ou un plan par rapport à un axe sensiblement horizontal (60).
4. Etrier de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le premier élément (20) ou le deuxième élément (30) présente une saillie (90), qui
est guidée de manière linéaire dans un évidement (100) de l'autre élément respectif
(20, 30), la saillie (90) étant guidée au moins en partie par engagement par coopération
de forme dans l'évidement (100) de l'autre élément (20, 30).
5. Etrier de support selon la revendication 4, caractérisé en ce que la saillie (90) présente essentiellement une section transversale carrée, notamment
une section transversale essentiellement quadrilatérale ou rectangulaire.
6. Etrier de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le deuxième élément (30) disposé de manière déplaçable, notamment linéairement, par
rapport au premier élément (20), peut être fixé dans une pluralité de positions au
premier élément (20).
7. Etrier de support selon la revendication 6, caractérisé en ce que la connexion fixe entre le premier élément (20) et le deuxième élément (30) est desserrable.
8. Etrier de support selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la connexion fixe entre le premier élément (20) et le deuxième élément (30) est un
encliquetage (50) ou un enclipsage des deux éléments (20, 30).
9. Etrier de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un bandeau de poignée à enficher ou à pousser au moins en partie sur ou par-dessus
l'étrier de support (10) assure la fixation du premier élément (20) au deuxième élément
(30).
10. Etrier de support selon l'une quelconque des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la saillie (90) est réalisée d'une seule pièce avec le premier élément (20) ou le
deuxième élément (30).
11. Etrier de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le premier élément (20) et/ou le deuxième élément (30) de l'étrier de support (10)
sont fabriqués en plastique.
12. Porte de véhicule comprenant au moins un étrier de support (10) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 11.


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