[0001] Die Erfindung betrifft ein Sektionaltor zum Einbau in Toröffnungen von Garagen und
Gebäuden bestehend aus mehreren querverlaufenden, vertikal verschiebbaren Torsektionen,
die faltbar miteinander verbunden sind und stirnseitig jeweils eine oder mehrere in
Laufschienen geführte Laufrollen aufweisen, sowie einer Antriebsachse, die mit einem
Antrieb und Zugseilen verbunden ist, zum Heben und Senken des Sektionaltors.
[0002] Sektionaltore bestehen aus mehreren querverlaufenden Torsektionen, die zumindest
abschnittsweise entlang ihrer Längskanten verschwenkbar miteinander verbunden sind.
Durch eine oder mehrere Rollen an beiden Stirnseiten jeder Sektion werden diese in
Laufschienen, die im Bereich der Toröffnung am Gebäude befestigt sind, geführt. Im
Sturzbereich der Toröffnung krümmen sich die Laufschienen und laufen in vertikaler
Richtung entlang der Raumdecke.
[0003] Als Sturzbereich wird der Bereich unmittelbar hinter der Oberkante einer Toröffnung
bezeichnet. Ist die Oberkante der Türöffnung weit unter das Niveau der Raumdecke herabgezogen,
so liegt ein geräumiger Sturzbereich vor. Ein geräumiger Sturzbereich erlaubt die
Unterbringung eines Antriebs oberhalb der Toröffnung sowie einen größeren Krümmungsradius
der Laufschienen, während bei Toröffnungen mit niedrigem Sturz der Antrieb meist an
dem Ende des Raumes liegt, das der Toröffnung gegenüber liegt. Bei zu geringem Radius
der Laufschienen kommt es schnell nachteiligerweise schnell zur Selbsthemmung der
Torsektionen.
[0004] Insbesondere die bei ihrer Herstellung mit Klapptoren ausgerüsteten Fertiggaragen
weisen häufig einen sehr knappen Sturzbereich auf, so dass nachteiligerweise die Nachrüstung
eines herkömmlichen Sektionaltors für diese Garagen nicht in Betracht kommt.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind Sektionaltore bekannt, die mit Hilfe einer Torsionsfeder
als Torgewichtsausgleich öffenbar sind. Zu diesem Zweck sind die Enden einer Antriebsachse,
deren Drehung durch eine Torsionsfeder unterstützt wird, über Zugseile mit den Stirnseiten
einer der unteren Torsektionen verbunden. Falls die Antriebsachse aus Platzgründen
nicht im Sturzbereich, sondern im rückwärtigen Bereich der Garage positioniert ist,
sind die Zugseile im Sturzbereich umgelenkt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht vor diesem Hintergrund in der Modulation und Verbesserung
der durch die Zugseile vermittelten Kraftübertragung durch die Gewährleistung eines
Längenausgleichs der Zugseile während der Schrägstellung der Torsektionen im Krümmungsbereich
der Laufschienen.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe lehrt die Erfindung ein Sektionaltor, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass zum Längenausgleich der Zugseile während der Schrägstellung der Torsektionen
im Krümmungsbereich der Laufschienen an der Antriebsachse Vorrichtungen und/oder an
den Zugseilen elastische Mittel vorgesehen sind.
[0008] Der Kerngedanke der Erfindung besteht in einem sinusartig alternierenden Längenausgleich
der Zugseile während diese bei der Schrägstellung der Torsektionen im Krümmungsbereich
der Toröffnung immer wieder unter besonderer Spannung sind; im Krümmungsbereich der
Laufschienen, wird auf das Seil aufgrund der Geometrieänderung, die mit der Schrägstellung
der Torsektionen verbunden ist, eine zusätzliche Spannung ausgeübt. Diese Spannung
ist maximal, wenn die einzelnen Sektionen eine 45° Stellung aufweisen. Die zur Antriebsachse
gehörenden oder an der Antriebsachse befestigten und/oder die in die Zugseile eingebundenen
elastischen Elemente erlauben eine weichere Führung der Torsektionen durch den Krümmungsbereich
der Laufschienen und vermeiden im Verkanten der Torsektionen, sowie Seilbrüche. Dieser
Effekt kann verstärkt werden, wenn zusätzliche die zur Führung der Zugseile vorgesehenen
Umlenkrollen federnd gelagert sind.
[0009] Die Antriebsachse ist endseitig drehfest mit Zahn- und/oder Kettenrädern verbunden,
die in parallel zu den Laufschienen verlegten Ketten oder Zahnriemen eingreifen und
die Rollbewegung der Antriebsachse auf diesen Ketten oder Zahnriemen zur Bewegung
der Torsektion führt.
[0010] Als Vorrichtungen zum Längenausgleich der Zugseile ist vorgesehen, dass die Antriebsachse
als Kurbel gestaltet ist, wobei die Zugseile im Kurbelbereich der rotierenden Antriebsachse
befestigt sein könen. Alternativ ist beispielsweise die Befestigung von Kurbelarmen
im Endbereich einer durchgängig zylindrischen Antriebsachse denkbar. Die Zugseile
werden auf der Außenseite der Kurbelelemente drehbar befestigt und können dadurch
mit der sich auf den Zahnketten bewegenden Antriebsachse frei rotieren.
[0011] Natürlich ist die Gestaltung der Kurbelachse bzw. die Länge der an der Antriebsachse
befestigten Kurbelarme abhängig von der jeweiligen Höhe der Torsektionen. Die Höhe
der Torsektionen beeinflusst genauso den Krümmungsradius der Laufschienen. Beim erfindungsgemäßem
Sektionaltor müssen also ausgehend von der Höhe der Torsektionen die Kurbelachse oder
die Kurbelarme und der Krümmungsradius der Laufschiene aufeinander abgestimmt sein.
[0012] Neben der Befestigung der Zugseile an einer Kurbelachse oder an den mit einer zylindrischen
Achse verbundenen Kurbelarmen ist die Einbindung von elastischen Elementen in die
Zugseile vorgesehen. Als elastische Elemente kommen beispielsweise metallische Schraubenfedern
oder gummiartige Elemente in Frage. Die elastischen Elemente können entweder als Bindeglied
zwischen Zugseil und einem der Bestandteile des Sektionaltors dienen oder können an
einer beliebigen Stelle in das Zugseil eingebunden sein.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Verwendung von Flanschelementen vorgesehen.
Die Flanschelemente durchgreifen die Antriebsachsen endseitig und weisen dazu jeweils
eine Öffnung auf, in der die Antriebsachse drehbar gelagert. Die Anbringung der Seilenden
erfolgt an zusätzlichen dafür vorgesehenen Öffnungen im Flanschelement.
[0014] Bei Einsatz eines Flanschelementes ist denkbar, dass die auf der Antriebsachse positionierte
Torsionsfeder an einem Ende mit der Antriebsachse und am anderen Ende mit dem Flanschelement
verbunden ist.
[0015] In einer besonderen Ausführungsform ist die oberste Torsektion, vorzugsweise direkt
über die Bolzen der Laufrollen, direkt und drehbar mit dem Flanschelement verbunden.
[0016] Zur Verstärkung des Effektes der weichen Zugseilführung ist in einer Weiterbildung
außerdem vorgesehen, dass insbesondere die im Sturzbereich der Toröffnung positionierte
Umlenkrolle während der Schrägstellung der Torsektionen federnd gelagert ist. Vorteilhafterweise
wird der Lauf der einzelnen Torsektionen im Krümmungsbereich der Laufschienen aufgrund
der federnd gelagerten Umlenkrollen verkantungsfrei und weich. Unter der Schubwirkung,
die von der untersten Torsektion auf die darüber liegenden Torsektionen ausgeht, wird
das Öffnen des Tores zusätzlich erleichtert. Prinzipiell ist die Abfederung jeder
Umlenkrolle, über die eines der Zugseile geführt ist, denkbar. Zur Abfederung der
Umlenkrollen sind Schraubendruckfedern vorgesehen, die so an der Achse oder Aufhängung
der beweglich gelagerten Umlenkrolle anliegen, dass sich die Seilspannung unter dem
Einfluss der Schraubendruckfeder erhöht. Denkbar ist bei entsprechender Montage aber
auch der Einsatz von Schraubenzugfedern oder jeder anderen für den beschriebenen Zweck
einsetzbaren Federart.
[0017] Die Befestigung des Zugseils an einer der untersten Torsektionen oder die Umlenkung
des Zugseils um eine an der untersten Torsektion befestigten Umlenkrolle erlaubt die
Ausübung eines Schubeffektes, der zusammen mit dem auf die oberste Torsektion wirkenden
Zugeffekt insbesonderen im Krümmungsbereich der Laufschienen eine verkantungsfreien
Transport der einzelnen Torsektionen erlaubt.
[0018] Die Unterbrechung des Zugseils durch elastische Elemente erfolgt vorzugsweise im
vertikal verlaufenen Bereich auf der Innenseite des Sektionaltors. Prinzipiell ist
der Einbau der Feder in das Seil natürlich an verschiedensten Stellen denkbar, sofern
die Feder bei Bewegung des Seils einen genügenden Abstand zur jeweils nächst gelegenen
Umlenkrolle aufweist.
[0019] Die Stärke der eingesetzten Federn soll so bemessen sein, dass jedes Zugseil die
zum Heben der Torsektionen erforderliche Spannung aufweist, zugleich aber der zum
Längenausgleich des Zugseils erforderliche Federweg vorhanden ist, wenn die Torsektionen
im Krümmungsbereich der Laufschienen in Schrägstellung sind.
[0020] Es vorgesehen, dass die Antriebsachse endseitig neben den Zahn- oder Kettenrädern
zusätzliche Laufrollen aufweist, die in den Laufschienen geführt sind. Dadurch wird
verhindert, dass die Kettenräder aus den Ketten oder Zahnriemen herausspringen können.
Falls die Antriebsachse endseitig keine Laufrollen aufweist, ist denkbar, dass auf
der Oberseite der Antriebsachse an beiden Enden Führungsschienen anliegen, die ebenfalls
das Herausspringen der Zahn- und Kettenräder aus dem Zahn- oder Kettenriemen verhindern.
Die Laufrollen werden in Laufschienen geführt, die im Querschnitt ein U-Profil aufweisen.
Die Laufschienen weisen einen in vertikaler und einen in horizontaler Richtung verlaufenden
Bereich auf, der im Sturzbereich des Tores durch den Krümmungsbereich verbunden ist.
Dabei können die Innenseiten der Laufschienen, auf denen die Laufrollen anliegen,
zur besseren Führung der vorzugsweise abgerundeten Außenform der Laufrollen angepaßt
sein.
[0021] Es versteht sich von selbst, dass die Breite bzw. Höhe der Torsektionen vom Krümmungsradius
der Laufschienen im Sturzbereich der Toröffnung abhängt. Es ist vorgesehen, dass die
Krümmung der Laufschienen anpassbar ist und die Laufschienen zu diesem Zweck im Krümmungsbereich
austauschbar sind. Die Montage der Laufschienen entspricht somit einer baukastenartigen
Zusammensetzung der einzelnen Laufschienenbereiche.
[0022] Zur Unterstützung der Torsionsfeder, die dem Gewicht der einzelnen Torsektionen angepasst
ist, ist die Installation eines Elektromotors im Bereich der Antriebsachse vorgesehen.
Denkbar ist, dass der Antrieb eines parallel zur Antriebsachse ausgerichteten Motors
kraftschlüssig mit der Antriebsachse des Sektionaltors verbunden ist. Dabei kann es
sich um einem Scheibenwischermotor handeln, der mit einer 24-Volt-Spannung betreibbar
ist. Durch die Verwendung eines solchen Motors ist die selbsttätige Öffnung von Sektionaltoren
auch bei Garagen denkbar, die keinen Stromanschluss aufweisen. Das Aufladen der zur
Energieversorgung des Motors vorgesehenen Batterie kann extern oder durch ein oder
mehrere auf einer der Torsektionen installierten Solarmodule erfolgen. Vorzugsweise
erfolgt die Anbringung der Solarmodule auf einer der oberen Torsektionen, weil das
Solarmodul in diesem Bereich geschützter ist. Denkbar ist z. B. eine Beschädigung
durch die Stoßstange eines zuweit in Richtung des Sektionaltors gefahrenen Pkws.
[0023] Es ist vorgesehen, dass die elektrische Schaltung welche die Solarmodule und Batterie
beinhalten, einen integrierten Laderegler aufweisen.
[0024] Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand von Beispielen
näher erläutert werden. Die abgebildeten Beispiele sollen die Erfindung jedoch nicht
einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Figur 1
- Zugseilbefestigung an Flanschelement und Kurbelarm
- Figur 2
- Zugseilbefestigung nur am Flanschelement
- Figur 3
- Querschnitt durch das Sektionaltor mit schräg stehender Sektion im Sturzbereich
- Figur 4
- Antriebsachse mit Elektromotor
- Figur 5
- Sektionaltor mit Solarmodulen aus der Aufsicht
[0025] Figur 1 zeigt in der Seitenansicht die Befestigung eines Zugseils 10 an Flanschelement
13 und Hebelarm 14. Der in Richtung der Torsektion 2 gewandte Teil des Flanschelementes
13 ist mit der Laufrolle 3 der obersten Torsektion 2a verbunden. Vom Flanschteil 13
geht ein Zugseil 10 aus, das über die Umlenkrolle 15 im Sturzbereich in vertikaler
Richtung über die Umlenkrolle 16 im unteren Bereich des Sektionaltores über eine dritte
Umlenkrolle 17 zurück zu einer zweiten dafür vorgesehen Halterung am Kurbelarm 14
geführt ist. Die durch den Kurbelarm 14 auf das Zugseil übertragene Zugbewegung ist
in Abhänigkeit von der Länge des des Kurbelarms moduliert. Bei jeder Kurvenfahrt einer
Sektion im Krümmungsbereich der Laufschienen ändert das Zugseil seine Länge. Die vom
Kurbelarm ausgehende Modulation bewirkt den erforderlichen Längenausgleich und führt
so zu einem ruhigeren Lauf der Torsektionen 2 durch den Krümmungsbereich der Laufschienen
5.
[0026] Figur 2 zeigt aus der Seitenansicht ein Zugseil 10 das mit beiden Enden am Flanschelement
13 befestigt ist. Das Flanschelement 13 ist außerdem mit der Laufrolle der obersten
Torsektion 2a verbunden. Ausgehend von einer entsprechenden Öffnung im Flanschelement
13 verläuft das Zugseil 10 über die Umlenkrolle 15 im Sturzbereich in vertikaler Richtung
über die Umlenkrolle 16 im unteren Bereich des Sektionaltores über eine dritte Umlenkrolle
17 zurück zu einer zweiten dafür vorgesehen Öffnung im Flanschteil 13. Bei jeder Kurvenfahrt
einer Sektion im Krümmungsbereich der Laufschienen ändert das Zugseil seine Länge.
Zum Ausgleich dieser Verlängerung ist im gezeigten Beispiel die Umlenkrolle 15 im
Sturzbereich beweglich gelagert. Zur Erhaltung der Spannung im Zugseil liegt die Umlenkrolle
15 mit Federdruck am Zugseil an.
[0027] Figur 3 zeigt den Querschnitt durch das Sektionaltor 1, das im Sturzbereich 6 über
die Umlenkrolle 15 sowie am Ende des Sektionaltors 1 über die Umlenkrolle 16 umgelenkt
wird. Auf der Innenseite des Sektionaltors 1 ist das Zugseil 10 durch eine elastisches
Element (Feder) 18 unterbrochen. Die Feder 18 gewährleistet den Längenausgleich des
Zugseils 10 bei Schrägstellung der Torsektionen 2 im Sturzbereich 6 der Toröffnung
4.
[0028] Figur 3 zeigt aus der Aufsicht die Antriebsachse 9 mit der Torsionsfeder 8. Die drehbar
gelagerten Enden der Antriebsachse 9 sind im gezeigten Beispiel mit dem Antrieb 9
eines Elektromotors 20 verbunden. Der Motor 20 ermöglicht die, bei Wunsch ferngesteuerte,
Öffnung des Tores ohne den Einsatz von Muskelkraft. Da das Hauptgewicht der Torsektionen
2 durch die Torsionsfeder 8 aufgenommen wird, wird der Motor 20 lediglich zur Unterstützung
der Bewegung des Sektionaltores, so dass die Motorleistung vergleichsweise gering
dimensioniert sein kann. Der Antrieb des Motors 20 kann mit Hilfe eines aufladbaren
Akkus erfolgen. Figur 3 zeigt auch, dass auf den Enden der Antriebsachse 9 neben den
Zahnrädern 11, Laufrollen 3 vorgesehen sind, die in den Laufschienen 5 geführt sind.
Die Zähne der Zahnräder 11 greifen kraftschlüssig in die Öffnungen der Ketten oder
Zahnriemen 12 ein. Im gezeigten Beispiel geht das Zugseil 10 nicht vom Flanschteil
13, sondern von der Achse der Laufrolle 3 aus. Die Achse der Laufrolle 3 durchstreckt
eine Öffnung im Flanschteil 13, das mit der Antriebsachse 9 beweglich verbunden ist.
[0029] Figur 5 zeigt das Sektionaltor mit auf der Außenseite der obersten Torsektion 2a
befestigten Solarmodulen 21. Die Solarmodule 21 dienen der Aufladung des Akkus, der
zum Antrieb des Elektromotors 20 vorgesehen ist.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Sektionaltor
- 2
- Torsektionen
- 3
- Laufrollen
- 4
- Toröffnung
- 5
- Laufschienen
- 6
- Sturzbereich der Toröffnung
- 7
- Gebäudedecke
- 8
- Torsionsfeder
- 9
- Antriebsachse
- 10
- Zugseil
- 11
- Kettenrad
- 12
- Ketten oder Zahnriemen
- 13
- Flanschelement
- 14
- Kurbelarm an der Antriebsachse
- 15
- Umlenkrolle im Sturzbereich
- 16
- Umlenkrolle an einer der unteren Torsektionen
- 17
- Umlenkrolle im Sturzbereich auf der Innenseite des Sektionaltors
- 18
- Schraubenfeder im Zugseil
- 19
- Antrieb eines Elektromotors
- 20
- Elektromotor
- 21
- Solarmodule
1. Sektionaltor (1) zum Einbau in Toröffnungen (4) von Garagen und Gebäuden bestehend
aus
- mehreren querverlaufenden, vertikal verschiebbaren Torsektionen (2), die faltbar
miteinander verbunden sind und stirnseitig jeweils eine oder mehrere in Laufschienen
(5) geführte Laufrollen (3) aufweisen, sowie
- einer Antriebsachse (9), die mit einem Antrieb (8) und Zugseilen (10) verbunden
ist, zum Heben und Senken des Sektionaltors (1),
dadurch gekennzeichnet, dass zum Längenausgleich der Zugseile (10) während der Schrägstellung der Torsektionen
(2) im Krümmungsbereich (6) der Laufschienen (5)
- an der Antriebsachse (9) Vorrichtungen (14) und/oder
- an den Zugseilen (10) elastische Mittel (18) vorgesehen sind.
2. Sektionaltor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsachse (9) im Bereich der Endabschnitte jeweils drehfest verbunden ist
mit einem Zahn- oder Kettenrad (11), das jeweils eingreift in Ketten oder Zahnriemen
(12), die parallel zu den Laufschienen (5) oder zumindest in Richtung der Laufschienen
(5) entlang der Decke verlaufen.
3. Sektionaltor (1) nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass als Vorrichtung (14) zum Längenausgleich der Zugsseile (10) während der Schrägstellung
der Torsektionen (2) im Krümmungsbereich (6) der Laufschienen (5)
- die Antriebsachse (9) an einer oder mehreren Stellen als Kurbelachse gestaltet ist
oder
- an den Enden der Antriebsachse (9) jeweils ein als Kurbel wirkender Hebelarm (14)
vorgesehen ist, wobei
jeweils die mit einer der unteren Torsektionen (2) verbundenen Zugseile (10) anderenends
jeweils mit den Stellen oder Elementen der Antriebsachse (9) verbunden sind, die Kurbelwirkung
aufweisen.
4. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestaltung der Kurbelachse und der Kurbeln (14) bzw. der Anbringungsort der Zugseile
(10) an den Kurbeln von der Höhe der Torsektionen (2) und damit vom Krümmungsradius
der Laufschienen (5) abhängt.
5. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- in die Zugseile (10) einmal oder mehrmals elastische Elemente (18) eingebunden sind
und/oder
- die Zugseile (10) an einem oder beiden Seilenden über dazwischenliegende elastische
Elemente (18) mit der Antriebsachse (9) oder mit einem an der Antriebsachse befestigten
Kurbelelement (14) bzw. mit einer der unteren Torsektionen (2c, 2d) verbunden sind.
6. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Elemente (18) Federn sind.
7. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Antriebsachse (9) ein Flanschelement (13) gelagert ist, das Öffnungen zur
Befestigung
- der Zugseile (10) und/oder
- der obersten Torsektion (2a) aufweist.
8. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die oberste Torsektion (2a)
- an einer oder mehreren Stellen direkt mit der Antriebsachse (9) oder
- durch eines mehrere der auf der Antriebsachse (9) befestigten Flanschelemente (13)
mit der Antriebsachse (9)
drehbar verbunden ist, wobei die Antreibsachse am Befestigungspunkt der obersten Torsektion
(2a) oder der Flanschelemente (13) nicht als Kurbel geformt ist.
9. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugseile (10) jeweils
- an einem Ende
- an der Antriebsachse (9) in einem Bereich befestigt ist in dem diese Kurbeleigenschaften
aufweist oder
- an einer mit der Antriebsachse verbunden Kurbeln (14) befestigt ist, und nachfolgend
- über eine im Sturzbereich (6) der Toröffnung (14) befestigte Umlenkrolle (15) geführt
ist, und
- mit dem anderen Seilende an einer der unteren Torsektionen (2c, 2d) befestigt ist.
10. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugseile (10) jeweils
- an einem Ende
- an der Antriebsachse (9) in einem Bereich befestigt ist in dem diese als Kurbel
geformt ist oder
- an einem mit der Antriebsachse verbundenen Kurbelarm (14) befestigt ist, und nachfolgend
- über eine im Sturzbereich (6) der Toröffnung (14) befestigte Umlenkrolle (15) geführt
ist, und
- über eine, vorzugsweise im Stirnbereich einer der unterenTorsektionen (2d, 2c) befestigte,
weitere Umlenkrolle (16) geführt ist, und
- das Zugseil (10) mit dem anderen Ende an einer der oberen Torsektionen (2a, 2b)
befestigt ist.
11. Sektionaltor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugseile (10) jeweils
- an einem Ende an der Antriebsachse (9) oder an einem mit der Antriebsachse verbundenen
Flanschelement (13) befestigt ist, wobei die Antriebsachse am Befestigungspunkt des
Seils bzw. am Befestigungspunkt des Flanschelementes nicht als Kurbel geformt ist,
und davon ausgehend
- über eine im Sturzbereich (6) der Toröffnung (4) befestigte Umlenkrolle (15) geführt
ist,
- über eine, vorzugsweise im Stirnbereich einer der unterenTorsektionen (2d, 2c) befestigte,
weitere Umlenkrolle (16) geführt ist, und
- über eine im Krümmungsbereich (6) des Sektionaltors (1), vorzugsweise auf der Innenseite
des Sektionaltors liegende, dritte Umlenkrolle (17) geführt ist, und
- an mit dem anderen Seilende
- an der Antriebsachse (9) in einem Bereich befestigt ist, in dem diese als Kurbel
geformt ist oder
- an einer mit der Antriebsachse (9) verbundenen Kurbeln (14) befestigt ist.
12. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Antriebsachse (9) oder einem Kurbelarm (14) verbundenen Zugseile (10)
endseitig eine Schleife aufweisen, die
- direkt auf der Mantelfläche der Antriebsachse (9), oder
- auf einer die Antriebsachse (9) umgebenden Buchse anliegen.
13. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Zugseile (10) vorgesehene Umlenkrolle (15) im Sturzbereich vorzugsweise
auf der Außenseite des Sektionaltors (1) liegt.
14. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugseile (10), vorzugsweise im vertikal verlaufenden Bereich auf der Innenseite
des Sektionaltors
(1) einmal oder mehrmals durch elastische Mittel (18), insbesondere Federn, unterbrochen
sind.
15. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der elastischen Mittel (18), die in das Seil (10) eingebunden sind oder
mit dessen Enden verbunden sind oder an den Umlenkachsen (15, 16, 17) anliegen, dem
Gewicht der Torsektionen angepasst ist und die zum Heben der Torsektionen erforderliche
Spannung aufweist.
16. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Umlenkung der Zugseile (10) vorgesehenen Umlenkrollen federnd gelagert sind.
17. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschienen (5) ein U-förmiges Profil aufweisen, wobei die Laufrollen (3) der
Torsektionen (2) jeweils von den Innenseiten beider Seitenschenkel der U-Profile geführt
sind.
18. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschienen (5) zur Führung der Laufrollen (3) im Bereich der Türöffnung (4)
vertikal, im Sturzbereich (6) der Toröffnung (4) gekrümmt und im Inneren des Gebäudes
entlang der Gebäudedecke (7) verlaufen.
19. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Laufschienen (5) im Sturzbereich (6) der Toröffnung (4) an die Breite
der einzelnen Torsektionen (2a - 2d) anpassbar ist.
20. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschienen (5) im Krümmungsbereich (6) austauschbar ist.
21. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsachse (9) des Sektionaltors (1) kraftschlüssig mit dem Antrieb (19) eines
Elektromotors (20) verbunden ist.
22. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (20) ein Scheibenwischermotor ist.
23. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Betrieb des Elektromotors (20) auf einer, vorzugsweise auf der obersten Torsektion
(2a), ein oder mehrere Solarmodule (21) befestigt sind.
24. Sektionaltor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Solarmodule (21) einen integrierten Laderegler aufweisen.