(19)
(11) EP 1 793 702 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.04.2010  Patentblatt  2010/14

(21) Anmeldenummer: 05782539.0

(22) Anmeldetag:  08.09.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 88/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2005/009644
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/037419 (13.04.2006 Gazette  2006/15)

(54)

MÖBELSCHUBLADE

FURNITURE DRAWER

TIROIR DE MEUBLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 30.09.2004 DE 102004047557

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.06.2007  Patentblatt  2007/24

(73) Patentinhaber: Lautenschläger, Horst
64354 Reinheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Lautenschläger, Horst
    64354 Reinheim (DE)

(74) Vertreter: Katscher Habermann Patentanwälte 
Dolivostrasse 15A
64293 Darmstadt
64293 Darmstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 2 204 957
US-A- 2 102 437
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Möbelschublade mit zwei Seitenwänden, einer Rückwand, einem Boden, einer die vorderen Enden der Seitenwände verbindenden Frontplatte und einer daran befestigten Frontblende.

    [0002] Bei der Herstellung von Möbelschubladen besteht in zunehmendem Maße der Wunsch, die Montage zu vereinfachen. Wenn die Herstellung der Möbelschubladen im Werk erfolgt, wird durch eine Vereinfachung der Montage eine wesentliche Kostenersparnis erzielt. Zunehmend werden Möbelschubladen aber in Form von Bausätzen an den Kunden geliefert, der die Möbel und damit auch die Schubladen selbst montiert. Hierbei können weder an die Fertigkeiten des Kunden noch an die Verwendung von Werkzeugen für die Montage höhere Anforderungen gestellt werden.

    [0003] Trotz der angestrebten Vereinfachung der Montage muss aber sichergestellt sein, dass die montierte Möbelschublade eine ausreichende Festigkeit aufweist und diese auch nach längerem Gebrauch und höheren Beanspruchungen zuverlässig beibehält.

    [0004] Hohe Anforderungen werden auch an die Tragfähigkeit von Möbelschubladen gestellt, weil Überlastungen nicht ausgeschlossen werden können.

    [0005] Bei einer bekannten Möbelschublade der eingangs genannten Gattung (US 5 618 091) bestehen die beiden Seitenwände aus Metall. Eine weitergehende Verspannung der Möbelschublade erfolgt nicht. Die metallischen Seitenwände sind unverkleidet. Die Rückwand und die Frontplatte sind an abgewinkelten Flanschen an den Enden der Seitenwände durch Einstecken bzw. Anschrauben befestigt. Die Festigkeit der Möbelschublade ergibt sich allein aus der Festigkeit der jeweiligen Eckverbindungen.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Möbelschublade der eingangs genannten Gattung so auszubilden, dass sie in einfacher Weise montiert werden kann und stabil und hoch belastbar ist.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jede Seitenwand eine metallische Zugschiene aufweist, die an der Rückwand und der Frontplatte zugfest angreift, dass die Zugschiene in einer Seitenwandverkleidung angeordnet ist, die sich als Druckstrebe zwischen der Rückwand und der Frontblende abstützt, und dass die Frontplatte an der Frontblende unter horizontaler Vorspannung angeschraubt ist.

    [0008] Gegenüber herkömmlichen Bauweisen von Möbelschubladen, bei denen an den Ecken der Schublade nur eine einfache Verbindung der dort zusammentreffenden Wände hergestellt wird, beispielsweise durch Verschrauben oder durch eine Steckverbindung, hat die erfindungsgemäße Möbelschublade den besonderen Vorteil, dass zwischen der Rückwand und der die Frontblende tragenden Frontplatte eine Verspannung erfolgt, indem die dort angeordnete metallische Schiene, die beispielsweise mit einem Teleskopauszug verbunden ist, als Zugschiene wirkt, um die Rückwand gegen die als Druckstrebe wirkende Seitenwandverkleidung zu verspannen.

    [0009] Die Seitenwandverkleidung ist vorzugsweise unten offen und übergreift die Zugschiene schachtelartig. Sie bildet eine Verkleidung der metallischen Zugschiene zum Schubladeninnenraum hin und verkleidet nach außen den außerhalb der metallischen Zugschiene liegenden Raum, in dem sich die Führungselemente für die Schublade befinden, beispielsweise eine Teleskop-Auszugschiene.

    [0010] Durch das Zusammenwirken der Zugschiene mit der als Druckstrebe wirkenden Seitenwandverkleidung in beiden Seitenwänden der Möbelschublade erhält diese eine hohe Steifigkeit und Formstabilität.

    [0011] Die erforderliche Vorspannung zwischen der Zugschiene und der Druckstrebe wird in sehr einfacher Weise dadurch erzielt, dass die Frontplatte an der Frontblende unter horizontaler Vorspannung angeschraubt wird, wobei die Frontblende stirnseitig gegen die Seitenwandverkleidung drückt, so dass diese ihre Funktion als Druckstrebe übernimmt. Gesonderte Montagemaßnahmen sind hierfür nicht erforderlich, weil die Frontblende üblicherweise ohnehin an der Frontplatte angeschraubt wird.

    [0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Seitenwandverkleidung am unteren Rand ihrer Innenwand eine einen Längsrand des Bodens aufnehmende Nut aufweist. Damit entfällt die Notwendigkeit, an der metallischen Seitenwand einen Auflagesteg für den Boden vorzusehen. Die metallischen seitlichen Zugschienen können mit geringerer Höhe als die Schubladenhöhe ausgeführt werden, weil die übergreifende Seitenwandverkleidung die seitliche Innenfläche der Schublade in ganzer Höhe bildet. Dadurch wird nicht nur Material für die Zugschiene eingespart, sondern auch eine Gewichtsverringerung erreicht.

    [0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Frontplatte als Metallschiene ausgeführt ist und von einem Abdeckprofil übergriffen wird. Damit lässt sich eine für die Übertragung der auftretenden Kräfte besonders geeignete, nämlich metallische Ausführung der Frontplatte wählen, wobei diese aber bei geöffneter Schublade optisch nicht in Erscheinung tritt, da sie von einem Abdeckprofil verdeckt ist.

    [0014] Wenn das Abdeckprofil mit seinen beiden Enden jeweils an der Innenseite der Seitenwandverkleidung anliegt, wird dadurch eine Abstützung des Seitenwandprofils an seinem vorderen Ende zum Innenraum der Schublade hin erreicht.

    [0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.

    [0016] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:

    Fig. 1 in räumlicher, auseinandergezogener Darstellungsweise einen Bausatz für eine Möbelschublade, wobei eine der beiden Seitenwände weggelassen ist,

    Fig. 2 einen horizontalen Längsschnitt durch eine Seitenwand der Möbelschublade,

    Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 2, wobei die Schnittlinie II-II der Fig. 2 hier eingetragen ist,

    Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2,

    Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 2,

    Fig. 6 ein Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 2 und

    Fig. 7 in einer Darstellungsweise ähnlich der Fig. 1 eine abgewandelte Ausführungsform einer Möbelschublade.



    [0017] Die in den Fig. 1 - 6 dargestellte Möbelschublade weist zwei Seitenwände 1 (von denen eine in Fig. 1 weggelassen ist), eine Rückwand 2, einen Boden 3 und eine Frontplatte 4 auf, an der eine Frontblende 5 angeschraubt ist.

    [0018] Jede der beiden Seitenwände 1 weist eine metallische Zugschiene 6 auf, die von einer unten offenen Seitenwandverkleidung 7 schachtelartig übergriffen wird. Die Seitenwandverkleidung 7 besteht beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus Holzmaterial. Sie kann auch aus Kunststoff, einem Holz-Kunststoff-Verbundmaterial oder Aluminium bestehen.

    [0019] Die Zugschiene 6 hat an ihrem oberen und unteren Rand nach außen abgekantete Flansche 8, 9, zwischen denen eine in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien nur angedeutete Teleskop-Auszugschiene 10 aufgenommen ist.

    [0020] Die Seitenwandverkleidung 7 weist über der Zugschiene 6 eine Längsnut 7a auf, in der der obere Flansch 8 der Zugschiene 6 aufgenommen ist. Dadurch wird die Zugschiene 6 in ihrer Lage in der Seitenwandverkleidung 7 gehalten. Dies ist von Bedeutung, um innerhalb der Seitenwandverkleidung 7 seitlich neben der Zugschiene 6 einen ausreichenden Freiraum 10a für ein Auszugsystem zu halten. Außerdem ergibt sich dadurch eine festere Einheit aus der Zugschiene 6 und der Seitenwandverkleidung 7.

    [0021] Die Zugschiene 6 weist an ihrem hinteren Ende nach innen und vorn abgekantete Steckzungen 11, 12 auf, die von der Schubladenrückseite her in Aufnahmebohrungen 13 der Rückwand 2 ragen.

    [0022] Die Aufnahmebohrungen 13 sind als Durchgangsbohrungen ausgeführt. Die Steckzungen 11, 12 ragen an der Vorderseite der Rückwand 2 heraus und liegen an der Innenseite der Innenwand 14 der Seitenwandverkleidung 7 an.

    [0023] Am unteren Rand der Innenwand 14 der Seitenwandverkleidung 7 springen zwei Leisten 15, 16 vor, die zwischen sich eine Nut 17 begrenzen, in der ein Längsrand 18 des Bodens 3 aufgenommen ist.

    [0024] Die untere, aus der Rückwand 2 herausragende Steckzunge 11 liegt am Nutgrund der den Längsrand 18 des Bodens 3 aufnehmenden Nut 17. Die obere, aus der Rückwand 2 herausragende Steckzunge 12 liegt ebenfalls an der Innenseite der Innenwand 14 der Seitenwandverkleidung 7 an. Auf diese Weise wird die Innenwand 14 der Seitenwandverkleidung an ihrem hinteren Ende gehalten. Die untere der aus der Rückwand 2 herausragenden Steckzungen 11 liegt am Nutgrund der den Längsrand 18 des Bodens 3 aufnehmenden Nut 17.

    [0025] Die Frontplatte 4 ist als Metallschiene ausgeführt und mit seitlichen Hakenzungen 19 in Aufnahmeschlitze 20 der Zugschienen 6 eingehängt. Die Frontplatte 4 ist in ihrer an der Zugschiene 6 eingehängten Stellung durch eine Verriegelungseinrichtung gegen ein Ausheben gesichert.

    [0026] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist eine zusätzliche Verriegelungseinrichtung an beiden Enden der Frontplatte 4 einen darin längsbeweglich geführten Verriegelungsschieber 21 auf, der mit einem seitlichen Verriegelungsvorsprung 22 in eine Ausnehmung 23 der Zugschiene 6 einschiebbar ist. Der Verriegelungsschieber 21 ist zwischen nach innen abgekanteten Randflanschen 24 der Frontplatte 4 beweglich geführt.

    [0027] Die Innenseite der Rückwand 2 weist ähnlich wie die Innenwände 14 am unteren Rand eine Nut 25 zur Aufnahme des hinteren Randes 26 des Bodens 3 auf.

    [0028] Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 - 6 ist die Frontplatte 4 als Metallschiene ausgeführt und wird von einem Abdeckprofil 30 übergriffen, das beispielsweise aus Kunststoff besteht. Das Abdeckprofil 30 greift mit einem nach unten gerichteten Randstreifen 31 an seinem oberen, vorderen Rand zwischen die Frontblende 5 und die Frontplatte 4 ein und wird dort klemmend gehalten.

    [0029] Mit seinen beiden Enden 32 liegt das Abdeckprofil 30 an der Innenseite der Innenwand 14 der Seitenwandverkleidung 7 an und stützt damit diese Seitenwand 14 an ihrem vorderen Ende gegen Ausweichen nach innen.

    [0030] Mit seinen beiden unteren, äußeren Ecken 32a liegt das Abdeckprofil 30 jeweils stirnseitig vor einer an der Innenseite der Seitenwandverkleidung 7 vorspringenden Leiste 15. Auf diese Weise wird das Abdeckprofil 30 durch die stirnseitigen Enden der Leisten 15 in seiner Lage gehalten und gesichert.

    [0031] Eine an der Innenseite des Abdeckprofils 30 ausgebildete horizontale Leiste 33 bildet an ihren Enden jeweils eine Anschlagfläche 34, die an einer vorn Verriegelungsschieber 21 vorspringenden Nase 35 anliegt und so den Verriegelungsschieber 21 in seiner Verriegelungsstellung sichert.

    [0032] Zur Montage der Möbelschublade in der Ausführung gemäß den Fig. 1 - 6 werden die beiden Steckzungen 11, 12 von hinten in die Aufnahmebohrungen 13 gesteckt. Die Zugschienen 6 werden an ihren vorderen Enden mit der Frontplatte 4 verbunden. Die beiden Seitenwandverkleidungen 7 werden dann über die beiden Zugschienen 6 gestülpt und nach hinten bis zur Anlage an der Rückwand 2 verschoben. Nachdem der Boden 3 von vorn eingeschoben wurde, wird die Frontblende 5 an die Frontplatte 4 angeschraubt und sichert den Boden 3 in seiner Lage.

    [0033] Wie man aus Fig. 2 erkennt, ragt eine Stirnfläche 27 der Seitenwandverkleidung 7 über die Stirnfläche 28 der Frontplatte 4 vor. Wenn mittels Schrauben 29 die Frontplatte 4 an der Frontblende 5 angeschraubt wird, übt die Frontblende 5 infolge der durch die Verschraubung erzeugten Vorspannung eine Druckkraft auf die Seitenwandverkleidung 7 aus, die sich mit ihrem hinteren Ende an der Rückwand 2 abstützt und als Druckstrebe wirkt. Zugleich wird dadurch auf die Zugschiene 6 eine Zugbeanspruchung ausgeübt.

    [0034] Abweichend von dem in den Fig. 1 - 6 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Frontplatte 4' beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 aus Holz oder einem Holzwerkstoff. Die Zugschiene 6' weist an ihrem vorderen Ende nach innen und hinten abgekantete Steckzungen 36 auf, die von der Schubladenvorderseite her in Aufnahmebohrungen 37 der Frontplatte 4' ragen. Auf diese Weise wird an der Schubladenvorderseite in ähnlicher Weise wie bereits an der Schubladenhinterseite beschrieben eine zugfeste Verbindung zwischen der Zugschiene 6' und der Frontplatte 4' beziehungsweise der Rückwand 2 hergestellt, wobei auch hier die Seitenwandverkleidung 7 die Druckstrebe bildet, durch die eine Druckkraft von der Frontblende 5 auf die Rückwand 2 übertragen wird.

    [0035] Außer einem Schraubendreher für die Schraube 29 wird für die Montage der Möbelschublade kein Werkzug benötigt.


    Ansprüche

    1. Möbelschublade mit zwei Seitenwänden, einer Rückwand, einem Boden, einer die vorderen Enden der Seitenwände verbindenden Frontplatte und einer daran befestigten Frontblende, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenwand (1) eine metallische Zugschiene (6) aufweist, die an der Rückwand (2) und an der Frontplatte (4) zugfest angreift, dass die Zugschiene (6) in einer Seitenwandverkleidung (7) angeordnet ist, die sich als Druckstrebe zwischen der Rückwand (2) und der Frontblende (5) abstützt, und dass die Frontplatte (4) an der Frontblende (5) unter horizontaler Vorspannung angeschraubt ist.
     
    2. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandverkleidung (7) unten offen ist und die Zugschiene (6) schachtelartig übergreift.
     
    3. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandverkleidung (7) am unteren Rand ihrer Innenwand (14) eine einen Längsrand (18) des Bodens (3) aufnehmende Nut (17) aufweist.
     
    4. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandverkleidung (7) aus Holzmaterial, Kunststoff oder einem Verbundmaterial hieraus besteht.
     
    5. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugschiene (6) an ihrem hinteren Ende nach innen und vorn abgekantete Steckzungen (11, 12) aufweist, die von der Schubladenrückseite her in Aufnahmebohrungen (13) der Rückwand (2) ragen.
     
    6. Möbelschublade nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebohrungen (13) als Durchgangsbohrungen ausgeführt sind und dass die Steckzungen (11, 12) aus der Vorderseite der Rückwand (2) herausragen und an der Innenseite der Innenwand (14) der Seitenwandverkleidung (7) anliegen.
     
    7. Möbelschublade nach Ansprüchen 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine der aus der Rückwand (2) herausragenden Steckzungen (11) am Nutgrund der den Längsrand (18) des Bodens (3) aufnehmenden Nut (17) liegt.
     
    8. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (4) als Metallschiene ausgeführt ist und mit seitlichen Hakenzungen (19) in Aufnahmeschlitze (20) der Zugschienen (6) eingehängt ist.
     
    9. Möbelschublade nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (4) in ihrer an der Zugschiene (6) eingehängten Stellung durch eine Verriegelungseinrichtung (21, 22) gegen ein Anheben gesichert ist.
     
    10. Möbelschublade nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung an beiden Enden der Frontplatte (4) einen darin längsbeweglich geführten Verriegelungsschieber (21) aufweist, der mit einem Verriegelungsvorsprung (22) in eine Ausnehmung (23) der Zugschiene (6) einschiebbar ist.
     
    11. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (4) als Metallschiene ausgeführt ist und von einem Abdeckprofil (30) übergriffen wird.
     
    12. Möbelschublade nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (30) mit einem nach unten gerichteten Randstreifen (31) zwischen die Frontblende (5) und die Frontplatte (4) eingreift.
     
    13. Möbelschublade nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (30) mit seinen beiden Enden (32) jeweils an der Innenseite der Seitenwandverkleidung (7) anliegt.
     
    14. Möbelschublade nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (30) mit seinen beiden unteren, äußeren Ecken (32a) jeweils stirnseitig vor einer an der Innenseite der Seitenwandverkleidung (7) vorspringenden Leiste (15) liegt.
     
    15. Möbelschublade nach Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine an dem Abdeckprofil (30) ausgebildete Anschlagfläche (34) den Verriegelungsschieber (31) in seiner Verriegelungsstellung sichert.
     
    16. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Flansch (8) der Zugschiene (6) in einer Längsnut (7a) der Seitenwandverkleidung (7) aufgenommen ist.
     
    17. Möbelschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (4') aus Holz oder einem Holzwerkstoff besteht und dass die Zugschiene (6') an ihrem vorderen Ende nach innen und hinten abgekantete Steckzungen (36) aufweist, die von der Schubladenvorderseite her in Aufnahmebohrungen (37) der Frontplatte (4') ragen.
     


    Claims

    1. Furniture drawer having two side walls, a rear wall, a base, a front panel, which connects the front ends of the side walls, and a front trim, which is fastened on the front panel, characterized in that each side wall (1) has a metallic tension rail (6) which acts in a tension-resistant manner on the rear wall (2) and on the front panel (4), in that the tension rail (6) is arranged in a side-wall cladding (7), which is supported in the form of a pressure-exerting strut between the rear wall (2) and the front trim (5), and in that the front panel (4) is screwed on the front trim (5) under horizontal prestressing.
     
    2. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the side-wall cladding (7) is open at the bottom and engages over the tension rail (6) in a box-like manner.
     
    3. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the side-wall cladding (7), along the lower periphery of its inner wall (14), has a groove (17) which accommodates a longitudinal periphery (18) of the base (3).
     
    4. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the side-wall cladding (7) consists of wood material, plastics material or a composite thereof.
     
    5. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the tension rail (6), at its rear end, has plug-in tongues (11, 12) which are angled inwards and to the front and project, from the rear side of the drawer, into accommodating bores (13) of the rear wall (2).
     
    6. Furniture drawer according to Claim 5, characterized in that the accommodating bores (13) are configured as through-bores, and in that the plug-in tongues (11, 12) project out of the front side of the rear wall (2) and butt against the inside of the inner wall (14) of the side-wall cladding (7).
     
    7. Furniture drawer according to Claims 3 and 6, characterized in that one of the plug-in tongues (11) projecting out of the rear wall (2) is located at the bottom of the groove (17), which accommodates the longitudinal periphery (18) of the base (3).
     
    8. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the front panel (4) is configured as a metal rail and is fitted, by way of lateral hook tongues (19), into accommodating slots (20) of the tension rails (6).
     
    9. Furniture drawer according to Claim 8, characterized in that, in its position in which it is fitted on the tension rail (6), the front panel (4) is secured by a locking device (21, 22) against being lifted.
     
    10. Furniture drawer according to Claim 9, characterized in that the locking device, at the two ends of the front panel (4), has a locking slide (21) which is guided in a longitudinally movable manner in the front panel and can be pushed, by way of a locking protrusion (22), into a recess (23) in the tension rail (6).
     
    11. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the front panel (4) is configured as a metal rail and has a covering profile (30) engaging over it.
     
    12. Furniture drawer according to Claim 11, characterized in that the covering profile (30) engages, by way of an upwardly directed peripheral strip (31), between the front trim (5) and the front panel (4).
     
    13. Furniture drawer according to Claim 11, characterized in that the covering profile (30) has each of its two ends (32) butting against the inside of the side-wall cladding (7).
     
    14. Furniture drawer according to Claim 11, characterized in that the covering profile (30) has its two lower, outer corners (32a) located on the end side in each case in front of a strip (15) projecting on the inside of the side-wall cladding (7).
     
    15. Furniture drawer according to Claims 10 and 11, characterized in that a stop surface (34) which is formed on the covering profile (30) secures the locking slide (31) in its locking position.
     
    16. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that an upper flange (8) of the tension rail (6) is accommodated in a longitudinal groove (7a) of the side-wall cladding (7).
     
    17. Furniture drawer according to Claim 1, characterized in that the front panel (4') consists of wood or a wood material, and in that the tension rail (6'), at its front end, has plug-in tongues (36) which are angled inwards and to the rear and project, from the front side of the drawer, into accommodating bores (37) of the front panel (4').
     


    Revendications

    1. Tiroir de meuble comprenant deux parois latérales, une paroi arrière, un fond, une plaque avant reliant les extrémités avant des parois latérales, et un bandeau avant fixé dessus, caractérisé en ce que chaque paroi latérale (1) présente un rail de traction métallique (6), qui vient en prise de manière rigide en traction avec la paroi arrière (2) et la plaque avant (4), en ce que le rail de traction (6) est disposé dans un habillage de la paroi latérale (7), qui s'appuie sous forme d'entretoise de pression entre la paroi arrière (2) et le bandeau avant (5), et en ce que la plaque avant (4) est vissée au bandeau avant (5) avec précontrainte horizontale.
     
    2. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'habillage de la paroi latérale (7) est ouvert vers le bas et vient en prise par le dessus avec le rail de traction (6) à la manière d'une boîte.
     
    3. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'habillage de la paroi latérale (7) présente sur le bord inférieur de sa paroi intérieure (14) une rainure (17) recevant un bord longitudinal (18) du fond (3).
     
    4. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'habillage de la paroi latérale (7) se compose d'un matériau à base de bois, de plastique ou d'un matériau composite constitué de ceux-ci.
     
    5. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rail de traction (6) présente à son extrémité arrière des langues d'enfichage (11, 12) recourbées vers l'intérieur et vers l'avant, qui font saillie depuis le côté arrière du tiroir dans des alésages de réception (13) de la paroi arrière (2).
     
    6. Tiroir de meuble selon la revendication 5, caractérisé en ce que les alésages de réception (13) sont réalisés sous forme d'alésages traversants et en ce que les langues d'enfichage (11, 12) font saillie hors du côté avant de la paroi arrière (2) et s'appliquent contre le côté intérieur de la paroi intérieure (14) de l'habillage de la paroi latérale (7).
     
    7. Tiroir de meuble selon les revendications 3 et 6, caractérisé en ce que l'une des langues d'enfichage (11) faisant saillie hors de la paroi arrière (2) est située au fond de rainure de la rainure (17) recevant le bord longitudinal (18) du fond (3).
     
    8. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque avant (4) est réalisée sous forme de rail métallique et est accrochée avec des langues d'accrochage latérales (19) dans des fentes de réception (20) des rails de traction (6).
     
    9. Tiroir de meuble selon la revendication 8, caractérisé en ce que la plaque avant (4) est fixée dans sa position accrochée au rail de traction (6) par un dispositif de verrouillage (21, 22), pour l'empêcher de se soulever.
     
    10. Tiroir de meuble selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage présente, aux deux extrémités de la plaque avant (4), un coulisseau de verrouillage (21) guidé de manière déplaçable longitudinalement à l'intérieur de celui-ci, qui peut être enfoncé avec une saillie de verrouillage (22) dans un évidement (23) du rail de traction (6).
     
    11. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque avant (4) est réalisée sous forme de rail métallique et est saisie par le dessus par un profilé de recouvrement (30).
     
    12. Tiroir de meuble selon la revendication 11, caractérisé en ce que le profilé de recouvrement (30) vient en prise avec un ruban de bord (31) orienté vers le bas entre le bandeau avant (5) et la plaque avant (4).
     
    13. Tiroir de meuble selon la revendication 11, caractérisé en ce que le profilé de recouvrement (30) s'applique avec ses deux extrémités (32) à chaque fois contre le côté intérieur de l'habillage de la paroi latérale (7).
     
    14. Tiroir de meuble selon la revendication 11, caractérisé en ce que le profilé de recouvrement (30) se situe avec ses deux coins inférieurs extérieurs (32a) à chaque fois du côté frontal avant une baguette (15) saillant sur le côté intérieur de l'habillage de la paroi latérale (7).
     
    15. Tiroir de meuble selon les revendications 10 et 11, caractérisé en ce qu'une surface de butée (34) réalisée sur le profilé de recouvrement (30) fixe le coulisseau de verrouillage (31) dans sa position de verrouillage.
     
    16. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une bride supérieure (8) du rail de traction (6) est reçue dans une rainure longitudinale (7a) de l'habillage de la paroi latérale (7).
     
    17. Tiroir de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque avant (4') se compose de bois ou d'un matériau à base de bois, et en ce que le rail de traction (6') présente à son extrémité avant des langues d'enfichage (36) recourbées vers l'intérieur et vers l'arrière, qui font saillie depuis le côté avant du tiroir dans des alésages de réception (37) de la plaque avant (4').
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente