[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben und Stabilisieren von Lasten, insbesondere
Gehänge für Fahrzeuge oder Fahrzeugteile umfassend einen Rahmen sowie eine darunter
angeordnete, die Last aufnehmende Traverse, die über an der Traverse befestigte Hubseile
höhenverstellbar ist und die mittels zweier sich kreuzender, im Wesentlichen in einer
parallel zur Fahrrichtung des Rahmens gedachten Vertikalebene verlaufender, einerseits
am Rahmen und andererseits an der Traverse verschwenkbar angelenkter Teleskopstreben
stabilisierbar ist, die ihrerseits mittels zweier symmetrisch verlaufender Spannseile
gegen unerwünschte Längenänderungen in Folge in Traversenlängsrichtung angreifender
Kräfte gesichert verbunden sind, wozu jeweils ein mit einer der Teleskopstreben fest
verbundenes Spannseil über eine erste Umlenkrolle zu einer im Bereich des Anlenk-Endes
der Teleskopstrebe vorgesehenen zweiten Umlenkrolle geleitet und von dort über die
an der jeweils anderen Teleskopstrebe gelagerte zweite Umlenkrolle zu einem Befestigungspunkt
an der jeweils anderen Teleskopstrebe geführt wird.
[0002] Derartige Vorrichtungen werden vor allem in der Automobilfertigung verwendet, um
Fahrzeugteile oder das zu fertigende Fahrzeug in seiner jeweiligen Fertigungsstufe
zwischen den einzelnen Montageorten zu transportieren. Der Rahmen ist zu diesem Zweck
gewöhnlich an einer Schiene horizontal verfahrbar, die Traverse ist über die daran
angelenkten Hubseile mittels am Rahmen angeordneter Hubwerke höhenverstellbar, wobei
die Seilführung so gewählt ist, dass seitliche Pendelbewegungen gedämpft werden.
[0003] Die Aufhängung der Last sollte, insbesondere wenn es sich um ein für die Montage
bereitgestelltes Fahrzeug handelt, möglichst stabil sein; denn viele Montagevorgänge
laufen voll automatisiert ab, wobei es auf eine genaue Positionierung der Tragvorrichtung
ankommt, was wiederum eine möglichst stabile Aufhängung der Last an der Traverse erfordert.
Da bloße Seiltriebe mit vertikalen Tragseilen nicht geeignet sind, das Pendeln der
Last in allen Richtungen gleichermaßen sicher zu verhindern, werden neben den Seilverspannungen
Knickarme oder Scheren eingesetzt, die einerseits am Rahmen und andrerseits an der
Traverse angelenkt werden und die Last stabilisieren, ohne die Hub- und Senkbewegungen
zu behindern.
[0004] Die zahlreichen bekannten Lösungen sind aufwendig, schwer und teuer. So wird in der
deutschen Patentanmeldung
DE 36 36 459 A1 eine gattungsbildende Vorrichtung zur Führung einer Last beschrieben, die gleichsam
aus einem verfahrbaren Rahmen besteht, an dem eine Traverse höhenverstellbar angelenkt
ist. Um Pendelbewegungen der Last in und entgegen der Verfahrrichtung des Rahmens
zu vermeiden, sind zwischen Rahmen und Traverse zwei sich kreuzende längenveränderbare
Teleskopstreben vorgesehen, die in ihren Endbereichen einerseits an der Traverse und
andererseits am Rahmen gelenkig befestigt sind und dazu dienen, die in Fahrtrichtung
der Tragvorrichtung auftretenden Kräfte aufzunehmen. Das Heben der Last erfolgt bei
dieser Lösung über die Hubseile, die in den Eckbereichen der Traverse angelenkt sind
und über Umlenkrollen in den Eckbereichen des Rahmens zu einem zentral auf dem Rahmen
angeordneten Hubwerk geführt sind. Zur Synchronisation der Ein- und Ausfahrbewegung
der Teleskopstreben sind diese über einen Seilverbund aus Spannseilen stabilisiert
und synchronisiert, wozu an den freien Enden der ausfahrbaren Teleskopteile der Teleskopstreben
Umlenkrollen vorgesehen sind, über die das am festen Teil der Teleskopstreben angeschlagene
Seil nach Umlenkung am hinteren Ende der ausfahrbaren Teleskopstreben zu der jeweils
anderen Teleskopstrebe geführt und dort befestigt ist. Da die Seilführung spiegelsymmetrisch
erfolgt, wird jedes Seil in einer zum anderen Seil entgegengesetzten Richtung auf
Zug beansprucht, wodurch eine weitgehend pendelfreie Bewegung der Last erzielbar ist.
Das beruht darauf, dass bei einem exakt vertikalen Senkvorgang der Abstand der beiden
Seilanschlagpunkte eines jeden der beiden Synchronseile unabhängig von der Hubstellung
bleibt. Dagegen bedeutet eine Verschiebung der Traverse aus der Mittenlage in oder
entgegen der Fahrtrichtung, dass sich der Abstand zwischen den Seilanlenkpunkten ändern
will, und zwar will sich einer der Abstände vergrößern und ein anderer verkleinern.
Da sich aber das Seil, dessen beide Anschlagpunkte sich auseinander bewegen wollen,
der Dehnung widersetzt, tritt eine stabilisierende Wirkung ein. Das andere Seil würde
hingegen gestaucht und kann der Auslenkung keinen Widerstand entgegen setzen. Ändert
sich die Richtung der Auslenkung der Traverse kehrt sich der Effekt um, so dass die
beiden Synchronseile sich bei der Stabilisierung der Traverse abwechseln.
[0005] Aus dem beschriebenen Effekt der Seilverspannung ergibt sich beim geschilderten Stand
der Technik ein Nachteil, der die ordnungsgemäße Funktion der bekannten Lösung verhindert.
Durch die vorgesehene Führung der synchronisierten Spannseile über die Umlenkrollen
im Bereich der Anlenkung der Teleskopstreben an der Traverse mit quer zur Fahrtrichtung
der Traverse angeordneten Umlenkrollenachsen nimmt der Umschlingungswinkel an den
Seilumlenkrollen abhängig von der Hubstellung der Traverse bzw. der Winkelstellung
der Teleskopstreben zu bzw. ab. Da sich die Abstände der Seilanlenkpunkte nicht ändern,
müssten sich die Synchronseile bei einer exakt senkrechten Hubbewegung der Traverse
längen bzw. verkürzen. Dies lässt sich aber nur durch eine Elastizität der Synchronseile,
z. B. durch Federn an den Seilanschlagpunkten kompensieren. Einer solchen Elastizität
in der Seilverspannung steht allerdings die Forderung nach einer steifen pendelfreien
Hängeführung entgegen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt, ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik,
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Heben und Stabilisieren von Lasten der
gattungsgemäßen Art so zu verbessern, dass mit einer einfachen und leichten Konstruktion
ein stabiles und pendelfreies Transportieren von Lasten auch in und entgegen der Fahrtrichtung
möglich wird.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass mindestens die im
Bereich der Anlenk-Enden der Teleskopstreben am Rahmen oder an der Traverse vorgesehenen
zweiten Umlenkrollen für jeweils eines der Spannseile parallel zu einer gedachten
Ebene umlaufen, die durch die Verschwenkachse der Teleskopstrebe verläuft, und dass
jedes von diesen zweiten Umlenkrollen umgelenkte Spannseil parallel oder im wesentlichen
koaxial zu der Verschwenkachse der Teleskopstrebe zu einer weiteren (dritten) Umlenkrolle
geführt ist, über die das Spannseil zu der jeweils anderen Teleskopstrebe umgeleitet
wird.
[0008] Der Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, die sich beim Stand der
Technik beim Umlenken des Spannseiles um die im Anlenkbereich der Teleskopstrebe vorgesehene
Umlenkrolle ergebende Seillängenänderung dadurch zu verhindern, dass das Seil bei
der Umlenkung möglichst koaxial zur Schwenkachse der Teleskopstrebe geführt ist. Dies
lässt sich zwar nicht vollständig verwirklichen, weil in jedem Umlenkbereich zwei
Seile wechselseitig zu den beiden Teleskopstreben geführt sind, doch sollte dafür
Sorge getragen werden, dass diese beiden Seile so eng wie möglich aneinander liegend
parallel zu der Schwenkachse der Teleskopstrebe geführt sind. Dementsprechend sind
die jeweils ein Paar bildenden zweiten Umlenkrollen einer Teleskopstrebe so dicht
wie möglich zu der gedachten Ebene gelagert, d. h. so, dass die Spannseile im Bereich
der Verschwenkachse der Teleskopstrebe möglichste dicht nebeneinander geführt sind.
[0009] Die weitere (dritte) vorgesehene Umlenkrolle sorgt für die Rückführung des Spannseiles,
nach in der Regel zweimaliger 90° Umlenkung in ein und derselben Ebene, um das Spannseil
unmittelbar zu der jeweils anderen Teleskopstrebe zu leiten und von dort an den Befestigungspunkt
der anderen Teleskopstrebe zu führen.
[0010] Die vorliegende Erfindung hat praktisch die Drehachsen der Umlenkrollen, wie sie
der Stand der Technik vorsieht, um 90° verschwenkt, so dass die Achsen bei der Erfindung
senkrecht zu den Verschwenkachsen der Teleskopstreben verlaufen. Die zweimal 90° Umlenkungen
am anlenkseitigen Ende der Teleskopstreben bewirken, dass das Seilstück zwischen den
90° Umlenkungen im Wesentlichen durch den Mittelpunkt der Schwenkbewegung, d. h. die
Lagerung der Teleskopstrebe, geführt ist. Dadurch verdrillt sich das Seil zwar beim
Durchgang durch die Lagerung der Teleskopstrebe bei einer Schwenk- bzw. Hubbewegung
der Teleskopstreben, ändert jedoch nicht seine Länge. Damit erfordert das Synchronseil
nicht die bei der bekannten Lösung unabdingbare Elastizität, so dass eine sehr steife
Gehängestabilisierung erreicht wird.
[0011] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die jeweils ersten Umlenkrollen
innerhalb der äußeren Teleskopteile und die jeweils zweiten Umlenkrollen am äußeren
Ende eines jeden verschiebbaren Teleskopteils gelagert sind. Damit wird eine für die
Seilführung günstigere Umkehr der beim Stand der Technik vorgesehenen Lösung erreicht,
wo die erste Umlenkrolle am inneren Ende des ausschiebbaren Teleskopteiles befestigt
ist, und wo das Seil am feststehenden Teil der Teleskopstrebe angeschlagen ist.
[0012] Um eine Führung des Seils zwischen jeweils der zweiten und weiteren (dritten) Umlenkrolle
möglichst nah an der Verschwenkachse der Teleskopstrebe am Rahmen oder der Traverse
zu verwirklichen, ist nach einem besonders wichtigen Merkmal der Erfindung vorgesehen,
die Schwenklagerungen der Teleskopstreben hohl auszubilden und die Seile durch die
so geschaffene rohrförmige oder buchsenförmige Schwenkachse hindurchzuleiten.
[0013] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn in einer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen ist, dass das eine Ende eines jeden Spannseils am eingeschobenen Ende eines
verschiebbaren Teleskopteils befestigt ist, von wo es über eine am äußeren Teleskopteil
gelagerte erste Umlenkrolle in entgegengesetzter Richtung zu der am Anlenk-Ende des
äußeren Teleskopteils am Rahmen oder an der Traverse vorgesehenen zweiten Umlenkrolle
geleitet ist, von der das Spannseil im wesentlichen koaxial zur Verschwenkachse der
Teleskopstrebe zu der außerhalb der Teleskopstrebe achsparallel angeordneten dritten
Umlenkrolle geführt ist, die das Spannseil zu der jeweils anderen Teleskopstrebe umlenkt,
wo das Spannseil spiegelbildlich zur ersten Teleskopstrebe zurückgeführt und an dem
eingeschobenen Ende des verschiebbaren anderen Teleskopteils befestigt ist.
[0014] Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich deutlich von der in der deutschen Patentanmeldung
DE 36 36 459 A1 vorgeschlagenen Seilführung und vermeidet die dort entstehenden Nachteile zugunsten
einer besonders starren und stabilen Traversenführung. Dadurch, dass die Spannseile
bei der Erfindung im Umlenkbereich im Drehpunkt der Teleskopstreben und durch die
Lagerbolzen der Teleskopstreben geführt sind, bleibt beim Anheben bzw. Absenken der
Traverse mit der Last die Seillänge praktisch konstant, so dass die Stabilität der
Traverse in und entgegen der Fahrtrichtung mit einfachen technischen Mitteln erreichbar
ist.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Heben und Stabilisieren von Lasten in Form eines
Gehänges für Fahrzeuge,
- Figur 2
- die Führung der Spannseile nach dem Vorschlag der Erfindung,
- Figuren 3, 4
- jeweils die Führung eines der beiden Spannseile nach Figur 2 und
- Figur 5
- die erfindungsgemäße Anordnung der zweiten und dritten Umlenkrollen am rahmenseitigen
Ende der Teleskopstrebe.
[0016] In Figur 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Heben und Stabilisieren von Lasten
in vereinfachter schematischer Darstellung gezeichnet. Eine Fahrzeugkarosserie 1 ist
über eine Aufhängevorrichtung 2 an der Traverse 3 aufgehängt, die ihrerseits über
die Hubseile 4 an dem Rahmen 5 heb- und senkbar aufgehängt ist, wobei die Hubseile
4 über Umlenkrollen 6 zu einem zentralen Hubwerk 7 geleitet sind, durch das die Hub-
und Senkbewegung der Traverse eingeleitet werden kann. Der Rahmen 5 ist auf den Räder
8 und von der Motorgetriebeeinheit 9 angetrieben entlang der horizontalen Schiene
10 verfahrbar, um die Fahrzeugkarosserie 1 von einem Montageplatz zum nächsten zu
transportieren.
[0017] Beim Einscheren der Hubseile 4 auf den Trommeln des Hubwerks 7 verändern die zur
Stabilisierung der Traverse in Fahrtrichtung vorgesehenen Teleskopstreben 11, die
zwischen dem Rahmen 5 und der Traverse 3 über Kreuz angeordnet sind, ihre Länge und
ermöglichen ein Annähern der Traverse 3 an den Rahmen 5 und damit ein Anheben der
Fahrzeugkarosserie auf die gewünschte Höhe. Die Konstruktion ist so gewählt, dass
die Traverse 3 so weit anhebbar ist, bis sie sich an oder in den Rahmen 5 legt, wobei
sich die ausfahrbaren Teile 11a der Teleskopstreben 11 in deren feste Teile 11b einschieben.
[0018] Dabei verändert sich der Winkel zwischen den über Kreuz angeordneten Teleskopstreben,
bis die Teleskopstreben parallel zum Rahmen bzw. zur Traverse zu Liegen kommen. Gleichzeitig
schwenken dabei die Teleskopstreben um ihre Anlenkpunkte 12 und 13 am Rahmen und an
der Traverse.
[0019] Um eine optimale Stabilität und vor allem eine Synchronisation der Bewegungsabläufe
der Teleskopstreben und damit der Traverse zu erzielen, sind die beiden Spannseile
14 und 15 vorgesehen, die derartig umgelenkt und geführt sind, dass jeweils eines
der beiden spiegelbildlich geführten Seile die in einer der Bewegungsrichtung (Fahrtrichtung
der Traverse) auftretenden Kräfte aufnehmen kann.
[0020] Die Führung der Spannseile in den Teleskopstreben ist in Fig. 2 schematisch dargestellt
und wird nachfolgend erläutert. Erkennbar sind die beiden gleichartig ausgeführten
Teleskopstreben 11, jeweils bestehend aus einem festen Teil 11b und einem verschiebbaren
(teleskopierbaren) Teil 11a. Die verschiebbaren Teile 11a sind über (nicht dargestellte)
Rollenführungen in den festen Teilen 11b teleskopierbar geführt. Das eine Spannseil
14 ist, wie sich in der oberen Hälfte der Figur 2 ersehen lässt, an dem eingeschobenen
(inneren) Ende des verschiebbaren Teils 11a der Teleskopstrebe 11 bei 21a befestigt
und von dort parallel zur Längsachse der Teleskopstrebe 11 zu einer Umlenkrolle 16
geführt, die fest am unverschiebbaren Teil 11b der Teleskopstrebe 11 gelagert ist.
Nach einer Umlenkung des Seiles 14 um 180° wird dieses zu der zweiten Umlenkrolle
17 geführt, die an dem Ende der Teleskopstrebe 11 angeordnet ist, an dem diese am
Rahmen 5 bei 12 (Figur 1) verschwenkbar angelenkt ist. Sowohl die erste Umlenkrolle
16 als auch die zweite Umlenkrolle 17 sind parallel zu einer gedachten Ebene angeordnet,
die durch die Schwenkachse 18 der Teleskopstrebe 11 verläuft. Damit sind die Drehachsen
der Umlenkrollen 17 senkrecht zur Schwenkachse 18 der Teleskopstreben 11 ausgerichtet.
Das Seil 14 wird über die Umlenkrolle 17 so umgelenkt und geführt, dass es möglichst
nahe oder exakt koaxial zur Schwenkachse 18 der Teleskopstrebe 11 verläuft.
[0021] Zu diesem Zweck ist erkennbar das Verschwenklager 19 der Teleskopstrebe 11 als hohler
Zapfen oder Bolzen ausgebildet, so dass das Seil 14 und das - wie später noch beschrieben
- rückgeführte zweite Spannseil 15 - durch die Achse hindurch geführt werden können.
[0022] Außerhalb der Teleskopstrebe 11 ist eine dritte Umlenkrolle 20 achsparallel zur Umlenkrolle
17 angeordnet, die der weiteren Umlenkung und Rückführung des Spannseils 14 zu dem
Ende der zweiten (in der Zeichnung unteren) Stützstrebe 11 dient, wo in spiegelbildlicher
Weise das Seil 14 zunächst um die dort angeordnete dritte Umlenkrolle 20, koaxial
zur Schwenkachse 18 zu der zweiten Umlenkrolle 17 und von dort zurück zum Ende des
ausfahrbaren Teils 11a der jeweils anderen Stützstrebe 11 geführt wird, wo es bei
21b befestigt ist. Das Seil 15 ist spiegelbildlich in entgegengesetzter Richtung geführt,
und zwar von dem Ende des verschiebbaren Teils 11a der Stützstrebe 11, wo es bei 21c
befestigt ist, in umgekehrter Richtung hin zum Ende der anderen Stützstrebe 11, wo
es in gleicher Weise (wie das Seil 14) bei 21d festgelegt ist.
[0023] In den Figuren 3 und 4 sind die Seilführungen der beiden Spannseile getrennt dargestellt,
da in der Darstellung der Figur 2 die Führung der hintereinander liegenden Seile nicht
deutlich erkennbar ist. In Figur 3 sieht man die Führung des Spannseils 15 vom Ende
des verschiebbaren Teils 11a der Teleskopstrebe 11, wo das Seil bei 21c befestigt
ist, über die erste Umlenkrolle 16 zur zweiten Umlenkrolle 17, von dort koaxial zur
Schwenkachse 18 der Teleskopstrebe 11 zur dritten Umlenkrolle 20, von dort zurück
zur dritten Umlenkrolle 20 der anderen Teleskopstrebe 11, erneut koaxial zur Schwenkachse
18 der Teleskopstrebe 11 und über die zweite Umlenkrolle 17 zum Ende des ausfahrbaren
Teils 11a der anderen Teleskopstrebe 11, wo das Seil bei 21d befestigt ist.
[0024] In gleicher Weise nur in umgekehrter Richtung ist das Seil 14 in der Figurendarstellung
4 geführt und angeschlagen, die Umlenkrollen und Befestigungspunkte sind jeweils entsprechend
der Figur 2 beziffert.
[0025] In Figur 5 ist in einer vergrößerten Darstellung der Bereich der Seilumlenkung an
einem rahmenseitigen Ende einer der Teleskopstreben 11 dargestellt. Erkennbar ist
die am Rahmen 5 befestigte Lagertraverse mit den beiden Stützstreben 24, die die an
der Teleskopstrebe befestigten Laschen 25 aufnehmen. Durch die koaxialen Bohrungen
in den Laschen 25 und den Stützstreben 24 sind Gelenkbuchsen 23 gesteckt und fixiert.
An einer Traverse 26 des festen Teils 11b der Teleskopstrebe 11 sind jeweils paarweise
die zweiten Umlenkrollen 17 und an einer Konsole 27 ebenfalls paarweise die dritten
Umlenkrollen 20 gelagert, um die die Seile 14 und 15 umgelenkt sind. Die Konsole ist
am Rahmen 5 befestigt und schwenkt nicht mit dere Teleskopstrebe mit. Wie in der Figur
5 weiter erkennbar, sind die Seile 14 und 15 durch die Gelenkbuchse 23 hindurchgeführt,
so dass sie sich im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse 18 der Teleskopstrebe 11
erstrecken. Beim Verschwenken der Teleskopstrebe 11 um die Verschwenkachse 18 zusammen
mit den Umlenkrollen 17 verdrillen sich die Seile 14 und 15 zwischen den verschwenkten
Umlenkrollen 17 und dem am Rahmen feststehenden Umlenkrollenpaar 20 im geringen Maß,
ohne dass die Seile 14 und 15 gelängt werden.
[0026] Varianten in der Seilführung sind im Rahmen der Erfindung denkbar, solange die Seile
14 und 15 im Wesentlichen durch die Verschwenkachsen der Teleskopstreben geführt sind.
1. Vorrichtung zum Heben und Stabilisieren von Lasten, insbesondere Gehänge für Fahrzeuge
oder Fahrzeugteile, umfassend einen Rahmen (5) sowie eine darunter angeordnete, die
Last aufnehmende Traverse (3), die über an der Traverse befestigte Hubseile (4) höhenverstellbar
ist, und die mittels zwei sich kreuzender, im Wesentlichen in einer parallel zur Verfahrrichtung
des Rahmens gedachten Vertikalebene verlaufender, einerseits am Rahmen und andererseits
an der Traverse verschwenkbar angelenkter Teleskopstreben (11) stabilisierbar ist,
die ihrerseits mittels zweier symmetrisch verlaufender Spannseile (14,15) gegen unerwünschte
Längenänderungen infolge in Traversenlängsrichtung angreifender Kräfte gesichert verbunden
sind, wozu jeweils ein mit einer der Teleskopstreben (11) fest verbundenes Spannseil
über eine erste Umlenkrolle (16) zu einer im Bereich des Anlenk-Endes der Teleskopstrebe
vorgesehenen zweiten Umlenkrolle (17) geleitet und von dort über die an der jeweils
anderen Teleskopstrebe gelagerte zweite Umlenkrolle zu einem Befestigungspunkt an
der jeweils anderen Teleskopstrebe geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die im Bereich der Anlenk-Enden der Teleskopstreben (11) am Rahmen (5)
oder an der Traverse (3) vorgesehenen zweiten Umlenkrollen (17) für jeweils eines
der Spannseile (14, 15) parallel zu einer gedachten Ebene umlaufen, die durch die
Verschwenkachse (18) der Teleskopstrebe (11) verläuft, und dass jedes von diesen zweiten
Umlenkrollen (17) umgelenkte Spannseil (14, 15) parallel oder im Wesentlichen koaxial
zu der Verschwenkachse (18) der Teleskopstrebe (11) zu einer weiteren (dritten) Umlenkrolle
(20) geführt ist, über die das Spannseil (14, 15) zu der jeweils anderen Teleskopstrebe
(11) geleitet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils erste Umlenkrolle (16) innerhalb des äußeren Teleskopteils (11b) und
die jeweils zweiten Umlenkrollen (17) am äußeren Ende eines jedes verschiebbaren Teleskopteils
(11a) gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschwenklager (Gelenkbuchse 28), um die die Teleskopstreben (11) am Rahmen
(5) oder an der Traverse (3) gelagert sind, zur zentralen Durchführung der Spannseile
(14, 15) hohl ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ende eines jeden Spannseils (14 bzw. 15) am eingeschobenen Ende eines verschiebbaren
Teleskopteils (11a) befestigt ist, von wo es über eine im äußeren Teleskopteil (11b)
gelagerte erste Umlenkrolle (16) in entgegen gesetzter Richtung zu der am Anlenk-Enden
des äußeren Teleskopteils (11b) am Rahmen (5) oder an der Traverse (3) vorgesehenen
zweiten Umlenkrolle (17) geleitet ist, von der das Spannseil (14 bzw. 15) im Wesentlichen
koaxial zur Verschwenkachse (18) der Teleskopstrebe (11) zu der außerhalb der Teleskopstrebe
(11) achsparallel angeordneten dritten Umlenkrolle (20) geführt ist, die das Spannseil
(14 bzw. 15) zu der jeweils anderen Teleskopstrebe (11) umlenkt, wo das Spannseil
(14 bzw. 15) spiegelbildlich zur ersten Teleskopstrebe (11) zurückgeführt und an dem
eingeschobenem Ende des verschiebbaren anderen Teleskopteils (11a) befestigt ist.
1. Device for lifting and stabilizing loads, especially suspension units for motor vehicles
or motor vehicle parts, consisting of a frame (5) as well as a crossmember (3) arranged
below it to accommodate the load, of which the height can be adjusted by lifting stays
(4) attached to the crossmember, and which is able to be securely stabilized, by means
of two intersecting telescopic struts (11) running essentially in an imaginary vertical
plane in parallel to the direction of travel of the frame, attached by hinged connections
to the frame on the one side and to the crossmember on the other side, which in their
turn are secured by means of two stays (14, 15) running symmetrically, against undesired
length changes resulting from forces acting in the longitudinal direction of the crossmember,
to which end a stay permanently attached to one of the telescopic struts (11) is routed
via a first deflection pulley (16) to a second deflection pulley (17) provided in
the area of the hinged end of the telescopic strut and from there via a second deflection
pulley supported on the other telescopic strut to an attachment point on the other
telescopic strut in each case, characterized in that the at least second deflection pulley (17) for one of the stays (14 or 15) in each
case provided in the area of the pivot ends of the telescopic struts (11) on the frame
(5) or on the crossmember (3) rotates in parallel to an imagined plane running through
the pivot axis (18) of the telescopic strut (11), and that each stay (14 or 15) deflected
by one of these second deflection pulleys (17) is routed in parallel or essentially
coaxially to the pivot axis (18) of the telescopic strut (11) to a further (third)
deflection pulley (20), via which the stay (14 or 15) is routed to the other telescopic
strut (11) in each case.
2. Device according to claim 1, characterized in that the first deflection pulley (16) is supported within the outer telescopic part (11b)
and the second deflection pulleys (17) at the outer end of one of the extendable telescopic
parts (11a) in each case.
3. Device according to claim 1 and 2, characterized in that the pivot supports (hinge sleeve 28), around which the telescopic struts (11) are
supported on the frame (5) or on the crossmember (3), are embodied hollow to allow
the stays (14, 15) to pass through their centre.
4. Device according to claim 1 to 3, characterized in that the end of each stay (14 or 15) is attached to the retracted end of a movable telescopic
part (lla), from where it is routed via a first deflection pulley (16) supported in
the outer telescopic part (11b) in the opposite direction to the second deflection
pulley (17) provided on the connecting ends of the outer telescopic part (11b) provided
on the frame (5) or on the crossmember (3), by which the stay (14 or 15) is routed
essentially coaxially to the pivot axis (18) of the telescopic strut (11) to the third
deflection pulley (20) arranged on a parallel axis outside the telescopic strut, which
diverts the stay (14 or 15) to the other telescopic strut (11) in each case, where
the stay (14 or 15) is routed back in a mirrored arrangement to the first telescopic
strut (11) and is attached to the retracted end of the movable other telescopic section
(11a).
1. Dispositif pour soulever et stabiliser des charges, notamment balancelle preneuse
pour des véhicules et des parties de véhicules, comprenant un cadre (5) ainsi qu'une
traverse (3) qui est disposée en dessous, qui reçoit la charge, qui est réglable en
hauteur au moyen d'un câble (4) de levage et qui peut être stabilisée au moyen de
deux entretoises (11) télescopiques s'entrecroisant, s'étendant sensiblement dans
un plan vertical imaginaire parallèlement à la direction de déplacement du cadre et
articulées de manière à pouvoir pivoter, d'une part, au cadre et, d'autre part, à
la traverse, entretoises qui, pour leur part, sont reliées au moyen de deux câbles
(14, 15) tendeurs s'étendant symétriquement et empêchant des variations de longueur
non souhaitées sous l'effet de forces s'appliquant dans la direction longitudinale
des traverses, un câble tendeur relié solidement à l'une des entretoises (11) télescopiques
étant à cet effet guidé vers un deuxième galet (17) de renvoi prévu dans la région
de l'extrémité d'articulation de l'entretoise télescopique et allant de là à un point
de fixation sur l'autre entretoise télescopique en passant par le deuxième galet de
renvoi monté sur respectivement l'autre entretoise télescopique, caractérisé en ce qu'au moins les deuxièmes galets (17) de renvoi prévus dans la région des extrémités
d'articulation des entretoises (11) télescopiques sur le cadre (5) ou sur la traverse
(3) pour respectivement l'un des câbles (14, 15) tendeurs tournent parallèlement à
un plan imaginaire qui passe par l'axe (18) de pivotement des entretoises (11) télescopiques,
et en ce que chaque câble (14, 15) tendeur renvoyé par ces deuxièmes galets (17) de renvoi va,
parallèlement ou sensiblement coaxialement à l'axe (18) de pivotement des entretoises
(11) télescopiques, vers un autre ( troisième ) galet ( 20 ) de renvoi, par lequel
le câble (14, 15) tendeur est guidé vers respectivement l'autre entretoise (11) télescopique.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le premier galet (16) de renvoi est monté à l'intérieur de la partie (11b) télescopique
extérieure et les deuxièmes galets (17) de renvoi sont montés à l'extrémité extérieure
de chaque partie (11a) télescopique pouvant coulisser.
3. Dispositif suivant la revendication 1 et 2, caractérisé en ce que les paliers de pivotement (coussinets 28) autour desquels les entretoises (11) télescopiques
sont montées sur le cadre (5) ou sur la traverse (3) sont constitués de manière creuse
pour le passage au centre des câbles (14, 15) tendeurs.
4. Dispositif suivant la revendication 1 à 3, caractérisé en ce qu'une extrémité d'un câble (14 ou 15) tendeur est fixée à l'extrémité introduite d'une
partie (11a) télescopique pouvant coulisser, à partir de laquelle elle passe sur un
premier galet de renvoi monté dans la partie (11b) télescopique extérieure en sens
opposé au deuxième galet (17) de renvoi prévu sur l'extrémité d'articulation de la
partie (11b) télescopique extérieure sur le cadre (5) ou sur la traverse (3), à partir
duquel le câble (14 ou 15) tendeur est guidé sensiblement coaxialement à l'axe (18)
de pivotement de l'entretoise (11) télescopique vers le troisième galet (20) de renvoi
disposé parallèlement à l'axe à l'extérieur de l'entretoise (11) télescopique, galet
qui renvoie le câble (14 ou 15) tendeur à l'autre entretoise (11) télescopique où
le câble (14 ou 15) tendeur est retourné symétriquement comme en un miroir vers la
première entretoise (11) télescopique et est fixé à l'extrémité introduite de l'autre
partie (11a) télescopique qui peut coulisser.