[0001] Die Erfindung betrifft einen Nockenwellenversteller für Verbrennungskraftmaschinen.
[0002] Nockenwellenversteller der vorgenannten Art dienen dazu, jeweils eine möglichst optimale
beziehungsweise veränderliche Ventilansteuerung zu ermöglichen. Sie bieten die Möglichkeit,
den Phasenwinkel der Ventilsteuerung stufenlos und geregelt zu verstellen. Hierzu
ist ein Nockenwellenversteller drehfest und kraftschlüssig mit der jeweiligen Nockenwelle
verbunden.
[0003] In Abhängigkeit der Vorgabe einer Überwachungs- und Steuerelektronik wird eine Drehbewegung
auf die Nockenwelle übertragen und hierdurch eine jeweils gewünschte Einstellung der
Nockenwelle relativ zur Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine voreingestellt.
[0004] Herkömmliche Nockenwellenversteller werden zumei st hydraulisch angetrieben. Der
zur Verstellung der Nockenwelle benötigte Öldruck wird aus dem der jeweiligen Verbrennungskraftmaschine
zugeordneten Schmieröldruckkreis gewonnen. Dabei besteht das Problem, das sich die
Nockenwelle gerade in der abgaskritischen Motorstartphase noch nicht in der gewünschten
Relativposition zur Kurbelwelle befindet.
[0005] Die aktuelle Generation von Nockenwellenverstellern, die stufenlos die Winkellage
der Nockenwelle verändern, wird durch Systeme dargestellt, die nach dem Schwenkmotorprinzip
aufgebaut sind.
[0006] Die Vorteile derartiger Systeme sind die stufenlose Verstellung der Nockenwelle und
die kompakte und kostengünstige Bauweise. Ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung
von Nockenwellenverstellern ist das Sinterverfahren, das auch für Großserien geeignet
ist.
[0007] Die vorstehend genannten Systeme werden über die Ölpumpe aus dem Schmierölkreislauf
des Motors mit Drucköl versorgt, wobei während des sogenannten "Heißleerlaufs" diese
Systeme auch bei Öltemperaturen von 150° C und Drücken von < 0,5 bar bei Leerlaufdrehzahl
des Motors funktionieren müssen. Thermische Einflüsse, die aufgrund der im Motorbetrieb
erreichten Temperaturen von maximal 150° C auftreten können, müssen bei der Auslegung
der Bauteilgröße und Toleranzen berücksichtig werden.
[0008] Aus der
DE 199 62 981 A1 ist eine nach dem sogenannten Flügelzellen-Prinzip arbeitende Nockenwellenverstelleinrichtung
bekannt. Ein Antriebsrad weist einen durch eine Umfangswand und zwei Seitenwände gebildeten
Hohlraum auf, in dem durch mindestens zwei Begrenzungswände mindestens ein hydraulischer
Arbeitsraum gebildet wird. Ein sich in den hydraulischen Arbeitsraum erstreckender
Flügel unterteilt den hydraulischen Arbeitsraum in zwei hydraulische Druckkammern.
Spalte zwischen einem Kopf eines Druckmittelverteilers und einem Durchbruch der einen
Seitenwand des Antriebsrades und/oder zwischen der Mantelfläche und einem Durchbruch
der anderen Seitenwand des Antriebsrades werden durch verschleißfeste Dichtmittel
gegen Druckmittelleckagen abgedichtet.
[0009] Die
DE 198 08 619 A1 beschreibt eine Verriegelungseinrichtung für eine Flügelzellen-Verstelleinrichtung.
Dort ist eine mechanische Kopplung zwischen einem Flügelrad und einem Antriebsrad
durch mindestens einen sowohl als Flügelradschwenkelement als auch zugleich als Verriegelungselement
ausgebildeten axial beweglichen Flügel des Flügelrades herstellbar.
[0010] Aus der
DE 100 20 120 A1 ist eine Flügelzellen-Verstelleinrichtung bekannt, in der zwischen einem Schwenkflügelrad
und einem Antriebsrad vergrößert ausgebildete Radialspalte vorgesehen sind, während
die Dichtelemente als in beide Drehrichtungen des Schwenkflügelrades schwenkbare Pendeldichtleisten
ausgebildet sind, die mit Druckkraft des hydraulischen Druckmittels gegen die jeweilige
Gegenfläche am Antriebsrad oder am Schwenkflügelrad verschwenkbar sind.
[0011] In der Flügelzellen-Verstelleinrichtung der
DE 101 09 837 A1 ist eine Antriebseinheit über mehrere radiale Lagerstellen schwenkbar auf einer Abtriebseinheit
gelagert, wobei zumindest die Oberflächen der einzelnen Radiallagersegmente der Antriebseinheit
und der gegenüberliegenden Radiallagersegmente der Abtriebseinheit sowie wahlweise
auch die axialen Kontaktflächen zwischen der Antriebseinheit und er Abtriebseinheit
mit einer reibungsmindernden Beschichtung ausgebildet sind.
[0012] Aus den Patent Abstracts of Japan
JP 11013431 ist eine Flügelzellen-Verstelleinrichtung bekannt, bei der zur Erzielung eines kompakten
Aufbaus eine Übertragung der Drehung mittels dreier Bolzen erfolgt, welche in entsprechende
Langlöcher im Gehäuse der Flügelzellen-Verstelleinrichtung eingreifen. Auch das japanische
Dokument
JP 405 296 011 zeigt eine derartige Verstelleinrichtung.
[0013] Probtematisch bei derartigen Nockenwellenverstellern ist, dass zur Vermeidung größerer
interner Leckage in den Druckkammern enge Toleranzen eingehalten werden müssen, die
nur kostenaufwrendig eingehalten werden können, insbesondere wenn derartige Bauteile
sintertechnisch hergestellt werden. Bei einer sintertechnischen Herstellung sind diese
Toleranzen deshalb nur durch eine entsprechende aufwändige mechanische Bearbeitung,
oder über deutlich reduzierte Stückzahlen, erreichbar. Ferner müssen bei den meisten
Nockenwellenverstellern Verriegelungen oder Rückstellfedern eingebaut werden, um bei
dem sogenannten "Heißleerlauf' die Funktion zu gewährleisten.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Nockenwellenversteller für Verbrennungskraftmaschinen
anzugeben, der innere radiale Leckagen verhindert und kostengünstig herzustellen ist.
[0015] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Nockenwellenversteller für eine
Brennkraftmaschine mit einem Stator, der über seinen Umfang verteilt radial nach innen
ragende Statorflügel aufweist, die wenigstens eine im Stator angeordnete Statorflügellagertasche
aufweisen, die nach innen geöffnet ist und in der ein Statorflügelplanetenrad gelagert
ist, wobei in dem Stator ein Rotor gelagert ist, der Rotorflügel mit wenigstens einer
nach außen geöffneten Rotornflügellagertasche aufweist in der ein Rotorflügelplanetenrad
gelagert ist, wobei die Statorflügelplanetenräder in eine auf dem Außenumfang des
Rotors zwischen jeweils einem Rotorflügel angeordnetes Verzahnungssegment eingreifen
und die Rotorflügelplanetenräder in eine auf dem Innenumfang des Stators zwischen
jeweils einem Statorflügel angeordnetes Verzahnungssegment eingreifen.
[0016] Interne radiale Leckagen, die zwischen den Kontaktstellen des Stators und des Innenrotors
in Form von Spaltverlusten entstehen, müssen durch die Anbringung eines Dichtelementes
zwischen dem Innenrotor und dem Stator, oder durch eingeengte Toleranzen, verhindert
werden. Durch die Anbringung eines Verzahnungssegments in Form einer Außenverzahnung
zwischen zwei Rotorflügeln am Innenrotor und einem im Statorflügel gelagerten Planetenrad,
das mit dem Verzahnungssegment des Innenrotors im Eingriff steht, werden die Spaltverluste
verhindert. Ergänzend wird am Stator ein Verzahnungssegment in Form einer Innenverzahnung
zwischen den Statorflügeln vorgesehen, wobei in dem Rotorflügel ein Rotorflügelplanetenrad
gelagert ist, das mit dem Verzahnungssegment des Stators im Eingriff steht.
[0017] Bei einer Veränderung der Winkellage des Innenrotors zum Stator rollt das Statorplanetenrad
auf dem Verzahnungssegment des Innenrotors ab und das Rotorflügelplanetenrad, welches
im Rotorflügel gelagert ist auf dem Verzahnungssegment des Stators ab.
[0018] Um Eingriffstörungen zu vermeiden, muss die Geometrie der Verzahnung so ausgelegt
sein, dass die Verzahnungsdaten der Planetenräder, die im Rotorflügel und in dem Statorflügel
gelagert sind, gleich sind. Hierdurch werden auch die Herstellungskosten gesenkt,
da bei der sintertechnischen Herstellung der Rotorflügelplanetenräder und Statorplanetenräder
nur ein Werkzeug gebraucht wird. Die Verstellung des Innenrotors erfolgt dadurch,
dass Druck auf eine Druckkammer gegeben wird, wobei in Abhängigkeit von der beaufschlagten
Druckkammer der Druck gegen den Innenrotorflügel erfolgt und diesen dementsprechend
dreht. Durch den Öldruck in der Druckkammer wird das Statorflügelplanetenrad, das
mit dem Verzahnungssegment des Innenrotors im Eingriff steht, druckbeaufschlagt, wobei
durch diese Druckbeaufschlagung die Zahnköpfe des Statorflügelplanetenrades gegen
die Wand der Statorflügellagertasche gepresst werden und die Zahnflanken des Statorflügelplanetenrades
gegen die Zahnflanken des Verzahnungssegments des Innenrotors gepresst werden.
[0019] Durch die Anpressung der Zahnköpfe und Zahnflanken kommt es zu großen Dichtflächen,
die die Druckkammer radial absolut dicht von der drucklosen Kammer trennen. Hierdurch
wird eine radiale Abdichtung des Nockenwellenverstellers ermöglicht,
[0020] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stator wenigstens
zwei Statorflügel und der Rotor wenigstens zwei Rotorflügel aufweist. In weiterer
vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Stator drei Statorflügel und
der Rotor drei Rotorflügel aufweist. In ebenfalls vorteilhafter Ausgestaltung ist
vorgesehen, dass der Stator vier Statorflügel und der Rotor vier Rotorflügel aufweist.
Bekannte Nockenwellenversteller weisen meistens vier Statorflügel und vier Rotorflügel
auf, wodurch die möglichen Verdrehwinkel der Nockenwelle konstruktiv bedingt begrenzt
sind. Eine Reduzierung der Anzahl der Statorflügel und Rotorflügel auf zwei oder drei
Flügel, führt zu dem Ergebnis, dass einerseits größere Verdrehwinkel realisiert werden
können und andererseits die Nockenwellenversteller leichter werden und eine geringere
Masse zu bewegender Teile vorliegt. Konstruktiv sind auch mehr als vier Flügel möglich.
[0021] Im besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stator,
der Innenrotor und/oder die Planetenräder aus Sintermetall bestehen. Diese Teile können
mit größeren Toleranzen sintertechnisch gefertigt werden ohne dass die radiale Dichtigkeit
verschlechtert wird. Des weiteren ist die Empfindlichkeit gegen verschmutztes Öl gering.
[0022] Ein weiterer Vorteil der relativ großen Fertigungstoleranzen ist die Möglichkeit
andere Materialien wie Sinteraluminium oder Kunststoff zu verwenden. Vorteilhaft ist
es wenn der Rotor, Stator und die Planetenräder zumindest annähernd gleiche Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweisen, damit diese Bauteile miteinander gepaart werden können. Es ist bei annähernd
gleichem Wärmekoeffizienten beispielsweise möglich einen Rotor und Stator aus Sinterstahl
und die Planetenräder aus einem Kunststoff (Duroplast) einzusetzen. Hierdurch ergibt
sich insbesondere eine Reduzierung der Geräusche durch die Paarung Sinterstahl/Kunststoff.
[0023] Weitere Merkmale, Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen, sowie aus der nachstehenden Beschreibung der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnungen. Diese zeigen in:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Nockenwellenversteller mit vier Stator-
und Rotorflügeln,
- Fig. 2
- die Einzelheit "X" gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Nockenwellenversteller mit zwei Stator-
und Rotorflügeln,
[0024] Fig. 1 zeigt einen Nockenwellenversteller 1 für eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine
mit einem Stator 2, der über seinen Umfang verteilt radial nach innen ragende Statorflügel
3 aufweist. Die Statorflügel 3 weisen jeweils eine Statorflügellagertasche 4 auf,
die nach innen geöffnet ist und in der ein Statorflügelplanetenrad 5 gelagert ist.
In dem Stator 2 ist ein Rotor 6 gelagert, der Rotorflügel 7 aufweist. Jeder Rotorflügel
7 weist eine nach außen geöffnete Rotorflügellagertasche 8 auf, in der ein Rotorflügelplaneten
9 gelagert ist.
[0025] Die Statorflügel 3 ragen radial nach innen jeweils in den zwischen zwei Rotorflügeln
7 bestehenden Zwischenraum rein. Gleiches gilt für die Rotorflügel 7, die jeweils
in den Zwischenraum reinragen. Es ergibt sich somit, dass der Rotor 6 annähernd sternförmig
ausgebildet ist.
[0026] Das in dem Statorflügel 3 angeordnete Statorflügelplanetenrad 5 greift In einen auf
den Außenumfang des Rotors 6 zwischen jeweils einem Rotorflügel 7 angeordnetes Verzahnungssegment
10 ein. Das in dem Rotorflügel 7 angeordnete Rotorflügelplanetenrad 9 greift in einen
auf den Innenumfang des Stators 2 zwischen jeweils einem Statorflügel 3 angeordnetes
Verzahnungssegment 11 ein.
[0027] Interne radiale Leckagen, die zwischen den Kontaktstellen des Stators 2 und des Innenrotors
6 in Form von Spaltverlusten entstehen, werden durch den Einsatz der Verzahnungssegmente
und die in diese eingreifenden Planetenräder verhindert.
[0028] Die Verstellung des Rotors 6 erfolgt dadurch, dass durch die Druckbohrung 12 Druck
in die Druckkammer 13 gegeben wird oder für die alternative Drehrichtung, dass Druck
in die Druckkammer 15 gegeben wird. In Abhängigkeit von der beaufschlagten Druckkammer
13, 15 erfolgt der Druck gegen den Rotorflügel 7, wodurch dieser entsprechend gedreht
wird. Durch den Öldruck in der Druckkammer 13 oder 15 wird das Statorflügelplanetenrad
5, das mit dem Verzahnungssegment 10 des Rotors 6 im Eingriff steht, druckbeaufschlagt,
wobei durch diese Druckbeaufschlagung die Zahnköpfe des Statorflügelplanetenrades
5 gegen die Wand der Statorflügellagertasche 4 gepresst werden und die Zahnflanken
des Statorflügelplanetenrades 5 gegen die Zahnflanken des Verzahnungssegmentes 10
des Rotors 6 gepresst werden. Durch die Anpressung der Zahnköpfe und Zahnflanken kommt
es zu großen Dichtflächen, die die Druckkammern 13, 15 radial absolut dicht von der
jeweils drucklosen Kammer 13, 15 trennen, so dass eine radiale Abdichtung des Nockenwellenverstellers
1 ermöglicht wird.
[0029] Fig. 2 zeigt eine Einzelheit "X" aus Fig. 1 mit dem teilweise angedeuteten Nockenwellenversteller
1, der aus einem Stator 2 und einem in diesem gelagerten Rotor 6 besteht, wobei ein
Zustand gezeigt wird, in dem die Druckkammer 15 mit Druck, beispielsweise mittels
einer Hydraulikflüssigkeit, beaufschlagt ist.
[0030] Über die Druckbohrung 14 wird Druck in die Druckkammer 15 gegeben, wobei der von
der Hydraulikflüssigkeit eingenommene druckbeaufschlagte Raum schwarz gezeichnet ist.
Es zeigt sich, dass zusätzlich zu der Druckkammer 15, die aus dem Raum zwischen dem
Statorflügel 3 und dem Rotorflügel 7 gebildet wird auch weitere Bereiche mit Druck
beaufschlagt werden.
[0031] Durch die Druckbeaufschlagung der Druckkammer 15 wird Druck auf den Rotorflügel 7
ausgeübt, wodurch sich der Rotor in Richtung des Pfeils A verdreht. Gleichzeitig erfolgt
auch eine Drehung des in der Rotorflügellagertasche 8 gelagerten Rotorflügelplanetenrades
9 in Richtung des Pfeils B während dieses auf dem zwischen den Statorfllügeln 3 angeordneten
Verzahnungssegment 11 abrollt. Durch die Druckbeaufschlagung werden die Zahnköpfe
16 des Rotorflügelplanetenrades 9 gegen die Wand 17 der Rotorflügellagertasche 8 gepresst.
Gleichzeitig werden die Zahnflanken 18 des Rotorflügelplanetenrades 9 gegen die Zahnflanken
19 des Verzahnungssegmentes 11 gepresst. Durch die Anpressung der Zahnköpfe 16 an
die Wand 17 und die Zahnflanken 18 an die Zahnflanken 19 des Verzahnungssegmentes
11 kommt es zu großen Dichtflächen, die die Druckkammer 15 radial absolut dicht von
der drucklosen Kammer 13 trennen, so dass eine radiale Abdichtung des Nockenwellenversteller
1 gewährleistet ist.
[0032] Diese Abdichtung wird auf der einen Seite der Druckkammer durch die Abdichtung im
Bereich des Rotorflügelplanetenrades 9 und auf der anderen Seite der Kammer im Bereich
des Statorflügelplanetenrades 5 erzielt. Bei dem Statorflügelplanetenrad 5 werden
entsprechend die Zahnköpfe 20 des Statorflügelplanetenrades gegen die Wand 21 der
Statorflügellagertasche 4 gepresst und gleichzeitig die Zahnflanken 22 des Statorflügelplanetenrades
5 gegen die Zahnflanken 23 des Verzahnungssegmentes 10 gepresst.
[0033] Fig. 3 zeigt einen Nockenwellenversteller 1 für eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine
mit einem Stator 2, der über seinen Umfang verteilt radial nach innen ragende Statorflügel
3 aufweist. Die Statorflügel 3 weisen jeweils eine Statorflügellagertasche 4 auf,
die nach innen geöffnet ist und in der ein Statorflügelplanetenrad 5 gelagert ist.
In dem Stator 2 ist ein Rotor 6 gelagert, der Rotorflügel 7 aufweist. Jeder Rotorflügel
7 weist eine nach außen geöffnete Rotorflügellagertasche 8 auf, in der ein Rotorflügelplaneten
9 gelagert ist. Die Statorflügel 3 ragen radial nach innen jeweils in den zwischen
zwei Rotorflügeln 7 bestehenden Zwischenraum rein. Gleiches gilt für die Rotorflügel
7, die jeweils in den Zwischenraum reinragen. Es ergibt sich somit, dass der Rotor
6 annähernd sternförmig ausgebildet ist. Das in dem Statorflügel 3 angeordnete Statorflügelplanetenrad
5 greift in einen auf den Außenumfang des Rotors 6 zwischen jeweils einem Rotorflügel
7 angeordnetes Verzahnungssegment 10 ein. Das in dem Rotorflügel 7 angeordnete Rotorflügelplanetenrad
9 greift in einen auf den Innenumfang des Stators 2 zwischen jeweils einem Statorflügel
3 angeordnetes Verzahnungssegment 11 ein. Interne radiale Leckagen, die zwischen den
Kontaktstellen des Stators 2 und des Innenrotors 6 in Form von Spaltverlusten entstehen,
werden durch den Einsatz der Verzahnungssegmente und die in diese eingreifenden Planetenräder
verhindert. Die Verstellung des Rotors 6 erfolgt dadurch, dass durch die Druckbohrung
12 Druck in die Druckkammer 13 gegeben wird oder für die alternative Drehrichtung,
dass Druck in die Druckkammer 15 gegeben wird. In Abhängigkeit von der beaufschlagten
Druckkammer 13, 15 erfolgt der Druck gegen den Rotorflügel 7, wodurch dieser entsprechend
gedreht wird. Durch den Öldruck in der Druckkammer 13 oder 15 wird das Statorflügelplanetenrad
5, das mit dem Verzahnungssegment 10 des Rotors 6 im Eingriff steht, druckbeaufschlagt,
wobei durch diese Druckbeaufschlagung die Zahnköpfe des Statorflügelplanetenrades
5 gegen die Wand der Statorflügellagertasche 4 gepresst werden und die Zahnflanken
des Statorflügelplanetenrades 5 gegen die Zahnflanken des Verzahnungssegmentes 10
des Rotors 6 gepresst werden. Durch die Anpressung der Zahnköpfe und Zahnflanken kommt
es zu großen Dichtflächen, die die Druckkammern 13, 15 radial absolut dicht von der
jeweils drucklosen Kammer 13, 15 trennen, so dass eine radiale Abdichtung des Nockenwellenverstellers
1 ermöglicht wird. Dadurch, dass der Nockenwellenversteller 1 in Fig. 3 nur zwei Statorfiügel
3 und zwei Rotorflügel 7 aufweist, wird durch diese Reduzierung der Anzahl der Statorflügel
und Rovorflügel von vier Flügeln 3, 7 auf zwei Flügel erreicht, dass einerseits größere
Verdrehwinkel realisiert werden können und andererseits die Nockenwellenversteller
leichter werden und eine geringere Masse zu bewegender Teile vorliegt. Zusätzlich
reduziert sich die Reibung, da gleichzeitig weniger Planetenräder in die entsprechenden
Verzahnungsegmente eingreifen.
1. Nockenwellenversteller (1) für eine Brennkraftmaschine mit einem Stator (2), der über
seinen Umfang verteilt radial nach innen ragende Statorflügel (3) aufweist, und wobei
in dem Stator (2) ein Rotor (6), der Rotorflügel (7) mit Wenigstens einer nach außen
geöffneten Rotorflügeltasche aufweist, gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die statorflügel wenigstens eine im Stator (2) angeordente Statorflügellagertasche
(4) aufweisen, die nach innen geöffnet ist und in der ein Statorfiügelplanetenrad
(5) gelagert ist und, dass in der wenigstens einen Rotorflügeltasche ein Rotorflügelplanetenrad
(9) gelagert ist, wobei die Statorflügelplanetenräder (5) in ein auf dem Außenumfang
des Rotors (6) zwischen jeweils einem Rotorflügel (7) angeordnetes Verzahnungssegment
(10) eingreifen und die Rotorflügelplanetenräder (9) in ein auf dem Innenumfang des
Stators (2) zwischen jeweils einem Statorflügel (3) angeordnetes Verzahnungssegment
(11) eingreifen.
2. Nockenwellenversteller (1) für eine Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2) wenigstens zwei Statorflügel (3), und der Rotor (6) wenigstens zwei
Rotorflügel (7) aufweist.
3. Nockenwellenversteller (1) für eine Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2) drei Statorflügel (3) und der Rotor (6) drei Rotorflügel (7) aufweist
4. Nockenwellenverstellef (1) für eine Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2) vier Statorflügel (3) und der Rotor (6) vier Rotorflügel (7) ausweist.
5. Nockenwellenversteller nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2), der Innenrotor (6) und/oder die Planetenräder (5), (9) aus Sintermetall
bestehen.
6. Nockenwellenversteller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2), der Innenrotor (6) und/oder die Planetenräder (5), (9) aus Kunststoff
bestehen.
7. Nockenwellenversteller nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2), der Innenrotor (6) und/oder die Planetenräder (5), (9) einen zumindest
annähernd gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten ausweisen.
1. A camshaft adjuster (1) for an internal combustion engine, having a stator (2) with
radially inwardly projecting stator blades (3) distributed over its circumference,
and wherein in the stator (2) there is mounted a rotor (6) which has rotor blades
(7) with at least one outwardly open rotor-blade pocket, characterised in that the stator blades have at least one stator-blade bearing pocket (4), arranged in
the stator (2), which is inwardly open and in which a stator-blade planet gear (5)
is mounted, and in that in the at least one rotor-blade pocket there is mounted a rotor-blade planet gear
(9), the stator-blade planet gears (5) engaging a toothed segment (10) arranged on
the outer circumference of the rotor (6) between each of the rotor blades (7) and
the rotor-blade planet wheels (9) engaging a toothed segment (11) arranged on the
inner circumference of the stator (2) between each of the stator blades (3).
2. A camshaft adjuster (1) for an internal combustion engine according to claim 1, characterised in that the stator (2) has at least two stator blades (3) and the rotor (6) has at least
two rotor blades (7).
3. A camshaft adjuster (1) for an internal combustion engine according to claim 1, characterised in that the stator (2) has three stator blades (3) and the rotor (6) has three rotor blades
(7).
4. A camshaft adjuster (1) for an internal combustion engine according to claim 1, characterised in that the stator (2) has four stator blades (3) and the rotor (6) has four rotor blades
(7).
5. A camshaft adjuster according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the stator (2), the internal rotor (6) and/or the planet gears (5), (9) are composed
of sintered metal.
6. A camshaft adjuster according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the stator (2), the internal rotor (6) and/or the planet gears (5), (9) are composed
of plastics material.
7. A camshaft adjuster according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the stator (2), the internal rotor (6) and/or the planet gears (5), (9) have an at
least substantially identical coefficient of thermal expansion.
1. Dispositif de réglage d'un arbre à cames (1) pour un moteur à combustion interne,
comprenant un stator (2), qui comporte des ailettes (3) disposées en saillie radialement
vers l'intérieur sur son pourtour, et un rotor (6), comportant des ailettes (7) avec
au moins une poche ouverte vers l'extérieur, étant monté dans le stator (2), caractérisé en ce que les ailettes du stator comportent au moins une poche de montage (4), qui est disposée
dans le stator (2) et qui est ouverte vers l'intérieur et dans laquelle est montée
une roue satellite (5), et en ce que dans ladite au moins une poche d'ailette de rotor est montée une roue satellite (9),
les roues satellites (5) des ailettes de stator entrant en prise dans un segment denté
(10), disposé sur le pourtour extérieur du rotor (6) entre respectivement une ailette
de rotor (7), et les roues satellites (9) des ailettes de rotor entrant en prise avec
un segment denté (11) disposé sur le pourtour intérieur du stator (2) entre respectivement
une ailette de stator (3).
2. Dispositif de réglage d'un arbre à cames (1) pour un moteur à combustion interne selon
la revendication 1, caractérisé en ce que le stator (2) comporte au moins deux ailettes (3) et le rotor (6) comporte au moins
deux ailettes (7).
3. Dispositif de réglage d'un arbre à cames (1) pour un moteur à combustion interne selon
la revendication 1, caractérisé en ce que le stator (2) comporte trois ailettes (3) et le rotor (6) comporte trois ailettes
(7).
4. Dispositif de réglage d'un arbre à cames (1) pour un moteur à combustion interne selon
la revendication 1, caractérisé en ce que le stator (2) comporte quatre ailettes (3) et le rotor (6) comporte quatre ailettes
(7).
5. Dispositif de réglage d'un arbre à cames selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que le stator (2), le rotor intérieur (6) et/ou les roues satellites (5), (9) sont réalisés
en métal fritté.
6. Dispositif de réglage d'un arbre à cames selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le stator (2), le rotor intérieur (6) et/ou les roues satellites (5), (9) sont réalisés
en matière plastique.
7. Dispositif de réglage d'un arbre à cames selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que le stator (2), le rotor intérieur (6) et/ou les roues satellites (5), (9) possèdent
des coefficients de dilatation thermique au moins à peu près identiques.