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(11) |
EP 1 794 497 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
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Anmeldetag: 22.09.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/054738 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/034983 (06.04.2006 Gazette 2006/14) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR BEEINFLUSSUNG VON VERBRENNUNGSVORG[NGEN, INSBESONDERE
BEIM BETRIEB EINER GASTURBINE
METHOD AND DEVICE FOR INFLUENCING COMBUSTION PROCESSES, IN PARTICULAR DURING THE OPERATION
OF A GAS TURBINE
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR INFLUENCER DES PROCESSUS DE COMBUSTION, NOTAMMENT POUR
FAIRE FONCTIONNER UNE TURBINE A GAZ
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE GB IT LI |
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Priorität: |
27.09.2004 DE 102004046814
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.2007 Patentblatt 2007/24 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- HARTMANN, Werner
91085 Weisendorf (DE)
- KIESER, Jörg
91301 Forchheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 775 870 WO-A-2004/059209 FR-A- 1 340 937 GB-A- 1 140 862
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EP-A- 1 225 392 CH-A- 619 866 FR-A- 2 594 491
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beeinflussung von Verbrennungsvorgängen,
insbesondere beim Betrieb einer Gasturbine, wobei zur Aufrechterhaltung der Verbrennung
über einen großen Parameterbereich Pilotflammen verwendet werden, deren Flammensteuerung
über elektromagnetische Felder erfolgt.
[0002] Die bei Gasturbinen zur Aufrechterhaltung der Verbrennung über einen großen Parameterbereich
notwendigen Pilotflammen erzeugen einen nicht unwesentlichen Anteil der Schadstoffe,
insbesondere der Stickoxide (NOx). Die Pilotflammen einer Gasturbine haben einen engen
Arbeitsbereich und sind - u.a. wegen der großen Trägheit einer gasflussbezogenen Regelung
- nur bedingt zur Steuerung des Verbrennungsablaufs in der Brennkammer geeignet.
[0003] Eine Erweiterung des Arbeitsbereichs der Pilotflammen bei gleichzeitiger Verringerung
der Schadstofferzeugung sowie eine sehr schnelle Beeinflussbarkeit des Verbrennungsvorgangs
können sich sehr vorteilhaft auf Wirkungsgrad und Schadstoffausstoß auswirken.
[0004] Neben der nur eingeschränkt möglichen und vergleichsweise trägen Regelung von Gasfluss
und Brenngaszusammensetzung werden seit einiger Zeit Methoden untersucht, eine Flammensteuerung
über elektrische Felder zu erzielen. Diese Methode führt zu einer Erweiterung des
Arbeitsbereichs der Pilotflamme in Bezug auf die Luftzahl sowie eine Verringerung
des NOx-Gehaltes im Abgas der Flamme. Weiterhin ist eine schnelle Beeinflussung der
Flamme möglich. Aus der
DE 199 47 258 A1 ist das Grundprinzip einer induktiven Einkopplung von elektrischer Energie in einen
Gasstrom bekannt. Weiterhin offenbart die
EP 1 215 392 eine Vorrichtung zur Energieeinkopplung in einen mit einem Luft-Kraftstoff-gefüllten
Brennraum eines Verbrennungsmotors, um das Luft-Kraftstoff-Gemisch zu entzünden.
[0005] Aus der
EP 12 25 392 A2 ist eine Mischeranordnung zur Verwendung in einem Brenner einer Gasturbine bekannt,
bei der ein Plasmagenerator zur Erzeugung von wenigstens dissoziiertem und ionisiertem
Brennstoff vorhanden ist. Dafür werden 'in situ' elektrische Mittel eingesetzt. Weiterhin
ist aus der
FR 1 340 937 A ein Verfahren zum Vergrößern der Enthalpie bei der Verbrennung bekannt, bei dem ein
elektrisches Feld zur Steuerung der Flamme eingesetzt wird. Aus der
GB 1 140 862 A ist ebenfalls ein Brenner vorbekannt, dem Mittel zur elektrischen Felderzeugung zugeordnet
sind. Schließlich ist aus der
CH 619 866 A die Überlagerung von elektrostatischen Feldern für einen Verbrennungsvorgang bekannt.
[0006] Von letzterem Stand der Technik ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes
Verfahren zur Steuerung des Verbrennungsvorganges anzugeben und eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der mit einfachen Mitteln der Verbrennungsvorgang gesteuert werden kann.
[0007] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Weiterbildungen der Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Gemäß der Erfindung erfolgt eine induktive, gepulste Energieeinkopplung über eine
die Flamme umgebende Induktionsspule mit der Flamme als Sekundärwindung eines Impulstransformators,
wobei wenigstens ein steuerbarer Schalter eingesetzt wird. Solche Anordnungen sind
zur Erzeugung von z.B. Pinchvorgängen bekannt. Die Wirkung setzt dabei wegen der abschirmenden
Wirkung des leitfähigen Flammenplasmas bevorzugt im Außenbereich der Flamme ein, so
dass diese kalten Flammenbereiche bevorzugt eine zusätzliche Heizung durch die induktiv
erfolgte gepulste Energiezufuhr erhalten. Dadurch kann der Temperaturverlauf in der
Flamme kurzzeitig über den Querschnitt vergleichmäßigt werden.
[0009] Da über die Zufuhr von impulsförmig zugeführter elektrischer Energie eine sehr schnelle
Regelung der Verbrennungsprozesse erfolgt, können auch akustische Eigenschwingungen
im Brennkammerbereich durch entsprechende rückgekoppelte Regelalgorithmen kompensiert
werden.
[0010] Für die Zuführung von elektrischer Energie in Form induktiv übertragener Leistung
stehen prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Verfügung :
- Energiezufuhr in einer Serie von Einzelimpulsen mit kurzer Dauer von Mikrosekunden
(µs) bis Millisekunden (ms).
- kontinuierliche (oder quasi-kontinuierliche) Zuführung induktiv eingekoppelter Hochfrequenzleistung
über wenigstens einen HF-Leistungsgenerator.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine schnell regelbare Energieeinkopplung
in Flammen erreicht, mit deren Hilfe eine nahezu trägheitslose Steuerung des Verbrennungsablaufs
in der Pilotflamme ermöglicht wird bis hin zu hohen thermischen Leistungen im MW-Bereich
und darüber.
[0012] Die Vorteile der Erfindung liegen im Wesentlichen in der sehr schnellen Regelbarkeit
der elektrischen Leistung im sub-Millisekunden-Bereich bei Verwendung entsprechend
kurzer Leistungsimpulse, sowie der Skalierbarkeit zu hohen Gasdrücken und der Einkopplung
hoher elektrischer Leistungen. Mit geeigneten Schaltern können auch sehr schnelle
Regelvorgänge z.B. zur Unterdrückung akustischer Eigenmoden in der Brennkammer realisiert
werden.
[0013] Die Vergleichmäßigung der Flammentemperatur führt zu einer Verringerung der Schadstofferzeugung
wie z.B. von Stickoxiden.
[0014] Weiterhin ist es mit der Erfindung möglich, den Verbrennungsvorgang auch in der Brennkammer
selbst berührungslos zu steuern; dies kann über ein einzelnes großes, oder über mehrere
getrennte, räumlich verteilte kleinere Induktionssysteme erfolgen, so dass sogar eine
gezielte räumlich aufgelöste Beeinflussung des Verbrennungsvorgangs ermöglicht wird.
Damit lassen sich gezielt Temperaturspitzen abbauen und somit der NOx-Ausstoß verringern,
der Verbrennungsvorgang (Wirkungsgrad) optimieren sowie akustische Resonanzen verhindern.
Flachspulen sind hier eine besonders günstige Lösung.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung in Verbindung mit
den weiteren Patentansprüchen. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung
- Figur 1
- die Steuerung einer Turbinenpilotflamme mit Hilfe ei- ner die Flamme umgebenden Impuls-Induktionsspule
zur Einkopplung von Impulsenergie,
- Figur 2
- die Steuerung der Hauptflamme in der Brennkammer ei- ner Gasturbine mit Hilfe verteilter
Induktionsspulen zur räumlich steuerbaren Einkopplung von Hochfre- quenzenergie,
- Figur 3
- einen Aufbau entsprechend Figur 1 mit einem HF-Gene- rator, ein derartiger Aufbau
ist nicht Teil der Erfindung und
- Figur 4
- einen Aufbau entsprechend Figur 2 mit zwei HF-Gene- ratoren, ein derartiger Aufbau
ist nicht Teil der Erfindung.
[0016] Während im KW-Bereich die Einkopplung einer zur Flammensteuerung ausreichenden Leistung
über viele Schwingungsperioden gemittelt erfolgt, muss bei Impulsbetrieb die im Einzelimpuls
eingekoppelte Energie dafür ausreichend sein. Dies ist i.a. nur sehr bedingt gegeben,
da die Leitfähigkeit und damit die elektrische Impedanz des Plasmas einer Flamme vergleichsweise
gering ist im Vergleich zur Impedanz der notwendigen Leistungsimpulselektronik.
[0017] Daher ist es notwendig, eine Impedanzanpassung der Leistungselektronik an die Impedanz
des Flammenplasmas vorzunehmen. Dies erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass ein elektrischer
Strom i durch eine die Flamme umgebende, vorwiegend zylindrische Spule durch einen
schließenden Schalter über ein längeres Zeitintervall aufgebaut wird (Bild 1). Im
Bereich des Strommaximums wird der Schalter (oder ein mit ihm in Serie geschaltetes
zweites Schaltelement) mit einer im Vergleich zur Stromaufbauzeit kurzen Zeitkonstante
geöffnet. Dadurch wird die induktiv in der Spuleninduktivität L gespeicherte magnetische
Energie

in Form eines sehr hochfrequenten Hochspannungsimpulses in die Streukapazität CS des
Systems umgeladen; das elektrische System besteht aus Spuleninduktivität L als Primärseite
eines Lufttransformators und der zugehörigen geringen Streukapazität CS, sowie dem
Plasma als (einwindige) Sekundärseite des Transformators stellt nun eine hochimpedante
Anordnung dar. Durch diese Maßnahme wird eine erheblich verbesserte Impedanzanpassung
der Last an die Energiequelle und damit eine bessere Leistungseinkopplung in das Flammenplasma
erreicht als über eine direkte induktive Ankopplung des Einzelimpulses.
[0018] Die Wechselwirkung des induzierten elektrischen Feldes mit den Ladungsträgern im
Flammenplasma wird durch diese Maßnahme enorm vergrößert. Eine gezielte Ladungsträgervermehrung
über Stoßionisation wird durch extern einstellbare Zeitkonstanten des Schalters möglich,
wobei es nach dem Stand der Technik (vgl. gepulster elektrostatischer Staubfilter)
durchaus möglich ist, einen direkten Gasdurchschlag zu vermeiden.
[0019] Impulsfolgefrequenz und Impulsamplitude werden über ein Regelungssystem gesteuert,
das über entsprechende Sensorik (Temperatur; akustische Schwingungen; Abgaszusammensetzung;
etc.) den momentanen Betriebszustand der Gasturbine charakterisiert und über eine
gezielte zusätzliche Energiezufuhr zur Pilot- oder auch Hauptflamme kontrolliert.
[0020] Es wird vorgeschlagen, diese Art der gepulsten Energieeinkopplung zur Steuerung der
Pilotflammen und der Vormischflamme von Gasturbinen einzusetzen. Varianten des Aufbaus,
die ein höherpoliges Feld erzeugen, sind einfach zu realisieren und gestatten über
entsprechende Wahl der Phasenlage z.B. die Induktion einer Rotationsbewegung des Plasmas.
Je nach Art der Anwendung können dabei Flachspulen zur lokalen Flammenbeeinflussung
vorteilhaft sein.
[0021] In der Figur 1 ist mit 1 eine Vorrichtung zur Flammensteuerung bezeichnet. Im Einzelnen
bedeuten 10 ein Keramikrohr, auf der eine Induktionsspule 11 mit Induktivität L angeordnet
ist. Mit 12 ist ein Brenner und mit 13 die zugehörige Pilotflamme bezeichnet.
[0022] Zur Steuerung der Induktionsspule sind geeignete Mittel vorhanden: Dabei stellen
14 und 15 jeweils Kondensatoren dar, wobei der Kondensator 14 eine Streukapazität
CS realisiert und der Kondensator 15 eine Impulskapazität C
P realisiert. Die Kondensatoren sind an eine Hochspannungsquelle U
H angeschlossen und auf der anderen Seite gegen Masse geschaltet. Es ist ein Schalter
16 vorhanden, der als öffnender oder als schließender Schalter realisiert sein kann.
Der Schalter 16 wird von einer Steuer-Regel-Einheit 30 angesteuert. Als Eingänge für
die Steuer-Regel-Einheit dienen Sensoren 31, 32.
[0023] Mit der Anordnung gemäß Figur 1 kann Impulsenergie zur Steuerung der Turbinenpilotflamme
eingekoppelt werden.
[0024] Letzteres Prinzip ist auf die Anordnung gemäß Figur 2 übertragen. Es bedeuten in
diesem Fall 20 eine keramische Brennkammerwand und 23 die Hauptflamme in der Turbine.
Mit 21 und 21' sind Induktionsspulen bezeichnet, die in Figur 2 als Flachspulen ausgebildet
sind.
[0025] Es kann eine Vielzahl von Flachspulen vorhanden sein. Jede der Flachspulen hat eine
Steuereinrichtung, die im Prinzip der Steuereinrichtung entsprechend Figur 1 entspricht.
Dies heißt im Einzelnen, dass wiederum Kondensatoren 14, 15 vorhanden sind, die eine
Streukapazität CS und eine Impulskapazität C
P realisieren. Die Schaltung ist an eine Hochspannungsquelle U
H angeschlossen und es sind Schalter 16, 16' vorhanden, die von einer Steuer/Regeleinheit
30 mit entsprechenden Sensoren 31, 32 angeschlossen sind. Die einzelnen Steuereinrichtungen
können miteinander gekoppelt sein.
[0026] Mit den verteilten Induktionsspulen entsprechend Figur 2 ist eine räumlich steuerbare
Einkopplung von Hochfrequenzenergie direkt in das Plasma der Hauptflamme möglich.
Die einzelnen Induktionsspulen 21, 22 sind vorteilhafterweise als Flachspulen ausgeführt.
In Figur 2 sind sie außerhalb der keramischen Brennkammerwand angeordnet. Bei elektrisch
leitfähiger Brennkammerwand können sie auch innerhalb der Brennkammer angeordnet sein.
[0027] In beiden Fällen der Figur 1 und Figur 2 ergibt sich insbesondere die schnelle Steuerbarkeit,
womit eine Vergleichmäßigung der Flammentemperatur erreicht werden kann. Dies bewirkt
eine Verringerung der Schadstofferzeugung. Die beschriebenen Vorrichtungen ermöglichen
die Skalierbarkeit zu hohen Gasdrücken und zur Einkopplung hoher elektrischer Leistungen.
Insbesondere können somit auch akustische Eigenmoden in der Brennkammer unterdrückt
werden.
[0028] Figuren 3 und 4 zeigen Ausführungen, die nicht Teil der Erfindung sind.
[0029] In Abwandlung zu Fig. 1/2 ist in den Figuren 3 und 4 der steuerbare Schalter 16 bzw.
16' durch ein bzw. zwei Leistungs-HF-Generatoren 26 bzw. 26' ersetzt. Mit den HF-Generatoren
können insbesondere die Frequenz der eingekoppelten Leistung vorgegeben werden. Ansonsten
ist die Anordnung der Induktionsspulen und die Steuer/Regeleinheit mit den zugehörigen
Sensoren entsprechend den Figuren 1 und 2 aufgebaut.
1. Vorrichtung zur Beeinflussung von Verbrennungsvorgängen, insbesondere zum Betrieb
einer Gasturbine, wobei die Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Verbrennung über
einen großen Parameterbereich Pilotflammen verwendet werden, deren Flammensteuerung
über elektromagnetische Felder und die Verwendung von wenigstens einer, die Flamme
(13) zumindest teilweise umgebenden Induktionsspule (11, 21) erfolgt, dadurch gekennzeichnet dass der wenigstens einen Induktionsspule (11, 21) wenigstens ein steuerbarer Schalter
(16, 16') zugeordnet ist, so dass die Flammensteuerung über eine wiederholte induktive,
gepulste Energieeinkopplung erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Induktionsspule eine zylindrische Spule (11) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Induktionsspule Flachspulen (21, 21') sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (16, 16') ein schließender Schalter ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (16, 16') ein öffnender Schalter in Verbindung mit einem Energiespeicher
in Form eines Kondensators ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Serie geschaltete Schaltelemente, von denen jeweils mindestens eines ein
schließender und eines ein öffnender Schalter ist, als Schalteinrichtung vorhanden
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Schalteinrichtung Pulsdauern von Mikrosekunden bis Millisekunden realisiert
werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Induktionsspule wenigstens ein HF-Generator (26, 26') zugeschaltet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Steuer-/Regeleinheit (30, 30') vorhanden ist, die von Sensoren (31,
32) angesteuert wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer-/Regeleinheit (30, 30') eine Rückkopplungsschleife beinhaltet, mit der
akustischen Schwingungen gegengesteuert wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer-/Regeleinheit (30, 30') eine Rückkopplungsschleife beinhaltet, mit der
die Schadstoffkonzentrationen im Abgas minimiert werden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer-/Regeleinheit (30, 30') eine Rückkopplungsschleife beinhaltet, mit der
der thermodynamische Wirkungsgrad des Verbrennungsvorgangs in der Flamme optimiert
wird.
1. Device for influencing combustion processes, especially for operation of a gas turbine,
wherein the device is used for maintaining combustion over a wide parameter range
of pilot flames, the flame control of which is carried out via electromagnetic fields
and the use of at least one induction coil (11, 21) which at least partially encompasses
the flame (13), characterized in that at least one controllable switch (16, 16') is associated with the least one induction
coil (11, 21), so that the flame control is carried out via a repeated, inductive,
pulsed energy coupling.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the at least one induction coil is a cylindrical coil (11).
3. Device according to Claim 1, characterized in that the at least one induction coil are cylindrical coils (21, 21').
4. Device according to Claim 1, characterized in that the switch (16, 16') is a normally-open switch.
5. Device according to Claim 1, characterized in that the switch (16, 16') is a normally-closed switch in communication with an energy
accumulator in the form of a condenser.
6. Device according to Claims 4 and 5, characterized in that as a switching unit there are two switch elements which are connected in series,
of which at least one is a normally-open switch and one is a normally-closed switch
in each case.
7. Device according to Claim 6, characterized in that pulse durations from microseconds to milliseconds are realized in the switching unit.
8. Device according to Claim 1, characterized in that at least one HF generator (26, 26') is connected to the induction coil.
9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that there is at least one control/regulating unit (30, 30') which is controlled by sensors
(31, 32).
10. Device according to Claim 9, characterized in that the control/regulating unit (30, 30') includes a feedback loop by which acoustic
oscillations are counter-controlled.
11. Device according to Claim 9, characterized in that the control/regulating unit (30, 30') includes a feedback loop by which the concentrations
of pollutants in the exhaust gas are minimized.
12. Device according to Claim 9, characterized in that the control/regulating unit (30, 30') includes a feedback loop by which the thermodynamic
efficiency of the combustion process in the flame is optimized.
1. Dispositif pour influencer des processus de combustion, notamment pour le fonctionnement
d'une turbine à gaz, le dispositif étant utilisé pour maintenir la combustion sur
une grande plage de paramètre de flammes pilotes, dont la commande de flamme s'effectue
par des champs électromagnétiques et par l'utilisation d'au moins une bobine ( 11
) d'induction entourant au moins en partie la flamme ( 13 ), caractérisé en ce qu'au moins un commutateur ( 16, 16' ) pouvant être commandé est associé à la au moins
une bobine ( 11, 21 ) d'induction de manière à effectuer la commande de flamme par
une injection d'énergie inductive pulsée répétée.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la au moins une bobine d'induction est une bobine ( 11 ) cylindrique.
3. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la au moins une bobine d'induction est une bobine ( 21, 21' ) plate.
4. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le commutateur ( 16, 16' ) est un commutateur qui se ferme.
5. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le commutateur ( 16, 16' ) est un commutateur qui s'ouvre en liaison avec un accumulateur
d'énergie sous la forme d'un condensateur.
6. Dispositif suivant les revendications 4 et 5, caractérisé en ce qu'il y a deux éléments de commutation montés en série, dont respectivement l'un est
un commutateur qui se ferme et l'autre un commutateur qui s'ouvre, comme dispositif
de commutation.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que, dans le dispositif de commutation, des durées d'impulsion de microsecondes à millisecondes
sont réalisées.
8. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que au moins un générateur HF ( 26, 26' ) est ajouté à la bobine d'induction.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il y a au moins une unité ( 30, 30' ) de commande/régulation, qui est commandée par
des capteurs ( 31, 32 ).
10. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité ( 30, 30' ) de commande/régulation comporte une boucle de réaction, par laquelle
on s'oppose à des oscillations acoustiques.
11. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité ( 30, 30' ) de commande/régulation comporte une boucle de réaction, par laquelle
on minimise des concentrations nocives dans le gaz d'échappement.
12. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité ( 30, 30' ) de commande/régulation comporte une boucle de réaction, par laquelle
on optimise le rendement thermodynamique du processus de combustion dans la flamme.


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