(19)
(11) EP 1 795 279 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.06.2007  Patentblatt  2007/24

(21) Anmeldenummer: 06024562.8

(22) Anmeldetag:  28.11.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21F 27/02(2006.01)
E01F 7/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 09.12.2005 CH 19512005

(71) Anmelder: Fatzer AG Drahtseilfabrik
8590 Romanshorn (CH)

(72) Erfinder:
  • Wartmann, Stephan
    8594 Güttingen (CH)

(74) Vertreter: Luchs, Willi 
Luchs & Partner, Patentanwälte, Schulhausstrasse 12
8002 Zürich
8002 Zürich (CH)

   


(54) Schutznetz, insbesondere für einen Steinschlagschutz oder für die Sicherung einer Erdoberflächenschicht


(57) Ein Schutzgeflecht, insbesondere für einen Steinschlagschutz oder für die Sicherung einer Erdoberflächenschicht, ist aus wendelförmig gebogenen Drähten (11, 12, 13, 14, 15, 16) geflochten. Es sind rautenförmige Maschen (17) gebildet und jeweils zwei benachbarte wendelförmige Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) zueinander gelenkig gehalten. Das Schutzgeflecht (10) weist eine Dicke auf, die ein Mehrfaches der Drahtdicke beträgt. Bei mindestens einigen der miteinander verflochtenen Drahtpaare (11, 12, 13, 14, 15, 16) ist durch den Anlenkungsbereich (A) der beiden wendelförmigen Drähte hindurch ein im wesentlichen gerades längliches Verstärkungselement (31, 32, 33, 34, 35) geführt, durch welches die rautenförmigen Maschen (17) in dreieckigen Maschen (17a, 17b) aufgeteilt sind. In diesen entscheidenden Kraftübertragungsbereichen des Schutzgeflechtes treffen nun statt zwei drei Drähte aufeinander, wodurch das Kraftaufnahmevermögen des Schutzgeflechtes erheblich gesteigert wird.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutzgeflecht, insbesondere für einen Steinschlagschutz oder für die Sicherung einer Erdoberflächenschicht, gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Ein Schutzgeflecht dieser Art, welches entweder auf der Erdoberfläche ausgelegt oder in annähernd aufrechter Stellung an einem Hang oder ähnlichem befestigt werden kann, ist in der EP-B-0 979 329 offenbart. Das Schutzgeflecht ist aus wendelförmig gebogenen Drähten geflochten, derart, dass rautenförmige Maschen gebildet und jeweils zwei benachbarte wendelförmige Drähte zueinander gelenkig gehalten sind, so dass sich das Schutzgeflecht zusammenlegen bzw. zusammenrollen lässt und für die Lagerung und Transport weniger Platz in Anspruch nimmt als herkömmliche Drahtnetze. Das Schutzgeflecht ist dreidimensional und weist eine Dicke auf, die ein Mehrfaches der Drahtdicke beträgt, dank der hohen Zugfestigkeit der Drähte auch im gestreckten Zustand, womit bei der Verwendung als Böschungssicherung verbesserte Bedingungen für die Verfestigung von Vegetationsschichten oder für das Festhalten von Humus oder Spritzschichten auf dem abgedeckten Boden geschaffen sind.

[0003] Anstelle von einzelnen wendelförmig gebogenen Drähten können auch wendelförmig gebogene Drahtlitzen, Drahtseile oder Drahtbündel zu einem Schutzgeflecht, wie aus der EP-B-0 979 329 bekannt, geflochten werden (vgl. EP-Patentanmeldung Nr. 05 740 963.3), wodurch ein Schutzgeflecht mit einer besonders hohen Festigkeit geschaffen wird

[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schutzgeflecht der eingangs genannten Art noch weiter zu verbessern und sein Kraftaufnahmevermögen weiter zu erhöhen.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Schutzgeflecht mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

[0006] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Schutzgeflechtes bilden den Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

[0007] Erfindungsgemäss wird bei mindestens einigen der miteinander verflochtenen Draht- bzw. Drahtelementpaare durch den Anlenkungsbereich der beiden wendelförmigen Drähte bzw. Drahtelemente hindurch, d.h. durch die sich kreuzenden Biegungen derselben, ein im wesentlichen gerades längliches Verstärkungselement geführt, durch welches die rautenförmigen oder viereckigen Maschen in dreieckigen Maschen aufgeteilt sind und mit welchem die beiden Drähte bzw. Drahtelemente in gelenkiger Verbindung stehen. Die Verstärkungselemente vermindern weitgehend Deformationen und Verformungen in den Anlenkungsbereichen A der benachbarten Draht- bzw. Drahtelementpaare (um bis zu 60% im Vergleich zu den aus der EP-B-0 979 329 bekannten Schutzgeflechten) und sorgen dafür, dass der Umbiegeradius der wendelförmigen Drähte bzw. Drahtelemente im Kontaktbereich grossmehrheitlich eingehalten wird. In diesen entscheidenden Kraftübertragungsbereichen des Schutzgeflechtes treffen nun statt zwei drei Drähte bzw. Drahtelemente aufeinander, wodurch das Kraftaufnahmevermögen des Schutzgeflechtes erheblich gesteigert wird. Versuche haben gezeigt, dass die Bruchlast in Hauptrichtung (Längsstreckrichtung) bis zu 30% erhöht werden kann, wobei aber natürlich auch die Bruchkraft in Querrichtung entscheidend erhöht werden kann.

[0008] Das erfindungsgemässe Schutzgeflecht weist auch eine erhöhte seitliche Steifigkeit auf, die durch die Wahl der Verstärkungselemente beeinflusst werden kann.

[0009] Zudem können die rautenförmigen Maschen im Vergleich zum Geflecht nach der EP-B-0 979 329 vergrössert werden, da die Verstärkungselemente dafür sorgen, dass die Maschengrösse nicht allzu gross wird. Dadurch kann der Herstellungsaufwand erheblich (um ca. 50%) reduziert werden.

[0010] Erfindungsgemäss können nicht nur neue, verbesserte Schutzgeflechte mit weniger Aufwand hergestellt, sondern auch bestehende Geflechtkonstruktionen mit den Verstärkungselementen nachgerüstet werden. Dieses Nachrüsten kann drei Zwecke erfüllen: Verkleinerung der Deformationen, Erhöhung der Bruchlast und/oder Verkleinerung der Maschengrösse.

[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Drahtgeflechtes in Draufsicht;
Fig. 2
in perspektivischer Darstellung schematisch ein erfindungsgemässes Drahtgeflecht als Böschungssicherung an einem Abhang; und
Fig.3
einen Querschnitt durch einen Teil des Drahtgeflechtes nach Fig.1.


[0012] Fig.1 zeigt ein Schutzgeflecht 10 (bzw. einen Teil einen solchen Schutzgeflechtes) insbesondere für einen Steinschlagschutz oder für die Sicherung einer Erdoberflächenschicht, welches aus wendelförmig gebogenen Drähten 11, 12, 13, 14, 15, 16 geflochten ist. Die wendelförmig gebogenen Drähte weisen einen Steigungswinkel α (vorzugsweise 25° bis 35°) sowie eine Länge L zwischen zwei Biegungen. Es werden jeweils zwei benachbarte Drähte 11, 12; 12, 13; 13, 14 etc. im Bereich ihrer Biegungen zueinander gelenkig gehalten. Der Anlenkungsbereich, d.h. der Bereich, wo sich die Biegungen von zwei benachbarten Drähten 11, 12; 12, 13; 13, 14 etc. kreuzen, ist in Fig. 1 mit A bezeichnet. Durch die Drähte 11 bis 16 wird ein Diagonalgeflecht mit rautenförmigen Maschen 17 gebildet.

[0013] Die Drähte 11 bis 16 sind an ihren Enden umbogen bzw. mit Schlaufen 11a, 12a, 13a, 14a, 15a, 16a versehen und durch diese paarweise miteinander gelenkig verbunden. Es könnte sich auch um Knoten handeln, d.h. um die Schlaufen könnten noch mehrere Schlingen gewunden werden.

[0014] Das Schutzgeflecht 10 wird von Seilen 21 in seiner Längserstreckung sowie von in regelmässigen Abständen gesetzten Boden- und Felsnägeln mit aufgesetzten, vorgespannten Befestigungselementen 20 auf Zug vorgespannt, wie auch in Fig. 2 gezeigt ist. Vorzugsweise ist in den am oberen und unteren Ende des Geflechtes 10 befindlichen, wendelförmig gebogenen Randdraht 11 (Fig. 1) je ein Draht oder ein Seil 21 eingeschlauft, welches seinerseits von den Befestigungselementen 20 auf den Boden oder dergleichen gespannt ist. Im Prinzip könnten die Befestigungselemente 20 aber auch unmittelbar die Randdrahtschlaufen 11' halten. Als Befestigungselemente 20 werden an sich bekannte Boden- oder Felsnägel gebraucht, die vorzugsweise in regelmässigen Abständen verteilt sind. Das Schutzgeflecht 10 wird von den Seilen 21 in seiner Längsstreckung auf Zug vorgespannt.

[0015] Erfindungsgemäss werden bei mindestens einigen der miteinander verflochtenen Drahtpaare 11, 12; 12, 13; 13, 14 etc. durch den Anlenkungsbereich A der beiden wendelförmigen Drähte, d.h. durch die sich kreuzenden Biegungen derselben, längliche, im wesentlichen geradlinige Verstärkungselemente 31, 32, 33, 34, 35 geführt, derart, dass die beiden wendelförmigen Drähte auch mit dem entsprechenden Verstärkungselement in gelenkiger Verbindung stehen und ihre rautenförmigen Maschen 17 in dreieckige Maschen 17a, 17b aufgeteilt sind (die Maschenform kann z.B. gleichschenklige oder gleichseitige Dreiecksform aufweisen). Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind sämtliche Drahtpaare mit den Verstärkungselementen 31 bis 35 versehen, die in gleichmässigen Abständen voneinander entfernt sind. Es könnten aber auch Verstärkungselemente nur jedem zweiten oder jedem dritten (usw.) Drahtpaar zugeordnet und ungleichmässig voneinander beabstandet sein. Dies hat den Vorteil, dass die Bruchlast und vor allem das Deformationsvermögen wunschgemäss gesteuert werden können. Ebenfalls ist es so möglich, unter Zug verschiedene Geflechtsdicken zu erhalten, womit beispielsweise für Architekturanwendungen eine bestimmte optische Ausprägung erzielt werden kann.

[0016] Die Verstärkungselemente 31 bis 35, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen Draht gebildet sind, verlaufen quer zur Längsstreckungsrichtung und sind zumindest an einem Ende umbogen bzw. mit einer Schlaufe 31a, 32a, 33a, 34a, 35a oder einem Knoten versehen, wobei diese seitlichen Endelemente entweder mit den entsprechenden Endelementen 11a, 12a; 13a, 14a; 15a, 16a der Drahtpaare oder mit entsprechenden Randmaschen gelenkig verbunden sind. Durch die Endverbindung beidseitig wird jedoch verhindert, dass das Schutzgeflecht zusammengeschoben werden kann.

[0017] Wie aus der Fig.3 ersichtlich ist, weist das Drahtgeflecht 10 eine Dicke 10' auf, die ein Mehrfaches, vorzugsweise zwischen 3 und 10 mal der Drahtdicke beträgt. Auch unter Zugbelastung wird dank dieser Ausführung die Dicke und folglich diese matratzenartige Struktur des Drahtgeflechtes annähernd beibehalten, was ein grosser Unterschied zu anderen Geflechten ausmacht, welche unter Zug ihre ursprüngliche Dicke mehrheitlich verlieren. Damit ist aber auch ein einfaches Hineinschieben der Verstärkungselemente 31 bis 35 in diese von jeweils zwei Drähten gebildeten sich kreuzenden Biegungen ermöglicht.

[0018] Durch die gelenkige Verbindung der benachbarten Drahtpaare miteinander und mit dem jeweiligen Verstärkungselement sowohl in den Anlenkungsbereichen A als auch in den Endbereichen kann das erfindungsgemässe Schutzgeflecht 10 wiederum problemlos für die Lagerung und den Transport zusammengelegt bzw. zusammengerollt werden, wobei durch geeignete Schlaufen- bzw. Knotenbildungen an Drahtenden ein Verhaken beim Rollen weitgehend verhindert werden kann.

[0019] Das erfindungsgemässe Schutzgeflecht 10 könnte anstelle aus einzelnen, wendelförmig gebogenen Drähten auch aus mehrere Drähte umfassenden Drahtelementen wie Drahtlitzen, Drahtseilen, Drahtbündeln o.ä. geflochten sein. Auch die Verstärkungselemente 31 bis 35 könnten aus mehreren Drähten bestehen und als Drahtlitzen, Drahtseile, Drahtbündel o.ä. ausgebildet sein. Ebenfalls möglich sind stabförmige Verstärkungselemente von vorzugsweise rundem Querschnitt, oder rohrförmige (oder rohrähnliche, geschlossene und/oder teilweise geschlossene) Verstärkungselemente, die eine Durchführung von Kabeln oder anderen Elementen ermöglichen. Zum letztgenannten Zweck kommen auch stabförmige Verstärkungselemente von einem halbrunden, dreieckigen oder ähnlichen Querschnitt, mit einer Vertiefung für die Kabel, in Frage.

[0020] Beim erfindungsgemässen Geflecht vermindern die Verstärkungselemente weitgehend Deformationen und Verformungen in den Anlenkungsbereichen A der benachbarten Draht- bzw. Drahtelementpaare (um bis zu 60% im Vergleich zu den aus der EP-B-0 979 329 bekannten Schutzgeflechten) und sorgen dafür, dass der Umbiegeradius der wendelförmigen Drähte bzw. Drahtelemente im Kontaktbereich auch bei starker Belastung eingehalten wird. In diesen entscheidenden Kraftübertragungsbereichen des Schutzgeflechtes treffen nun statt zwei drei Drähte bzw. Drahtelemente aufeinander, wodurch das Kraftaufnahmevermögen des Schutzgeflechtes erheblich gesteigert wird. Versuche haben gezeigt, dass die Bruchlast in Hauptrichtung (Längsstreckrichtung) bis zu 30% erhöht werden kann.

[0021] Das erfindungsgemässe Schutzgeflecht weist auch eine erhöhte seitliche (in Querrichtung wirkende) Steifigkeit, die durch die Wahl der Verstärkungselemente beeinflusst werden kann.

[0022] Zudem können die rautenförmigen Maschen im Vergleich zum Geflecht nach der EP-B-0 979 329 vergrössert werden, da die Verstärkungselemente dafür sorgen, dass die Maschengrösse nicht allzu gross wird. Dadurch kann der Herstellungsaufwand erheblich (um ca. 50%) reduziert werden.

[0023] Sowohl die das Schutzgeflecht bildenden, wendelförmig gebogenen Drähte bzw. Drahtelemente als auch die geraden Verstärkungselemente bestehen aus Stahl und werden in der Regel verschiedenartig korrosionsgeschützt (Zn, Zn-Al beschichtet, rostfreie Stähle, plastifiziert etc.). Vorzugsweise bestehen die wendelförmig gebogenen Drähte bzw. Drahtelemente (Drahtlitzen, Drahtseilen oder Drahtbündel) und/oder die geraden Verstärkungselemente zumindest teilweise aus einem hochfesten Stahl mit einer Nennfestigkeit zwischen 1'000 und 3'000 N/mm2 (DIN-Norm 2078), wobei es sich auch um Federstahldrähte nach der DIN-Norm 17223 handeln kann.

[0024] Dank dem wesentlich erhöhtem Kraftaufnahmevermögen kann das Schutzgeflecht allerdings auch zumindest teilweise aus einem Stahl mit einer niedrigeren Festigkeit bestehen. Besonders vorteilhaft ist es, wendelförmig gebogene Drähte bzw. Drahtelemente aus einem hochfesten Stahl mit Verstärkungselementen aus einem Stahl mit einer niedrigeren Festigkeit zu kombinieren, wobei beim Einbau von letzteren durch ihre bleibende Verformung eine Geländeanpassung bzw. "Anschmiegung" an die Geländeoberfläche und somit an die Geländeunebenheiten vorgenommen werden kann. Ebenfalls ist es möglich, durch gezielte lokale Vorverformungen dieser Drahtelemente die Deformationsverringerung noch zusätzlich zu verstärken.

[0025] Erfindungsgemäss können nicht nur neue, verbesserte Schutzgeflechte mit weniger Aufwand hergestellt, sondern auch bestehende Geflechtkonstruktionen mit den Verstärkungselementen nachgerüstet werden. Dieses Nachrüsten kann drei Zwecke erfüllen: Verkleinerung der Deformationen, Erhöhung der Bruchlast und/oder Verkleinerung der Maschengrösse.


Ansprüche

1. Schutzgeflecht, insbesondere für einen Steinschlagschutz oder für die Sicherung einer Erdoberflächenschicht, welches aus wendelförmig gebogenen Drähten (11, 12, 13, 14, 15, 16) oder mehrere Drähte umfassenden, wendelförmig gebogenen Drahtelementen (Drahtlitzen, Drahtseilen oder Drahtbündeln) geflochten ist, derart, dass rautenförmige Maschen (17) gebildet sind und jeweils zwei benachbarte wendelförmige Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) bzw. Drahtelemente zueinander gelenkig gehalten sind, und das Schutzgeflecht eine Dicke aufweist, die ein Mehrfaches der Draht- bzw. Drahtelementdicke beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einigen der miteinander verflochtenen Draht- bzw. Drahtelementpaare (11, 12, 13, 14, 15, 16) durch den Anlenkungsbereich (A) der beiden wendelförmigen Drähte bzw. Drahtelemente hindurch, d.h. durch die sich kreuzenden Biegungen derselben, ein im wesentlichen gerades längliches Verstärkungselement (31, 32, 33, 34, 35) geführt ist, durch welches die rautenförmigen Maschen (17) in dreieckigen Maschen (17a, 17b) aufgeteilt sind und mit welchem die beiden Drähte bzw. Drahtelemente in gelenkiger Verbindung stehen.
 
2. Schutzgeflecht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (31, 32, 33, 34, 35) als ein Einzeldraht, als zwei oder mehrere Drähte, eine Drahtlitze, ein Drahtseil oder ein Drahtbündel ausgebildet ist.
 
3. Schutzgeflecht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (31, 32, 33, 34, 35) als ein Stab oder ein Rohr mit einem runden Querschnitt ausgebildet ist.
 
4. Schutzgeflecht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (31, 32, 33, 34, 35) als ein Stab mit einem halbrunden Querschnitt und einer Vertiefung für die Aufnahme von Kabeln oder anderen Elementen ausgebildet ist.
 
5. Schutzgeflecht nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) bzw. Drahtelemente als auch die Verstärkungselemente (31, 32, 33, 34, 35) aus Stahl bestehen und korrosionsgeschützt sind.
 
6. Schutzgeflecht nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) bzw. Drahtelemente und/oder die Verstärkungselemente (31, 32, 33, 34, 35) zumindest teilweise aus einem hochfesten Stahl bestehen.
 
7. Schutzgeflecht nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) bzw. Drahtelemente zumindest teilweise aus einem hochfesten Stahl und die Verstärkungselemente (31, 32, 33, 34, 35) aus einem Stahl mit einer niedrigeren Festigkeit bestehen.
 
8. Schutzgeflecht nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (31, 32, 33, 34, 35) in gleichmässigen oder unregelmässigen Abständen voneinander entfernt angeordnet sind und jedem der zueinander gelenkig gehaltenen Draht- bzw. Drahtelementpaare oder jedem zweiten oder jedem dritten Draht- bzw. Drahtelementpaar zugeordnet sind.
 
9. Schutzgeflecht nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte (11, 12, 13, 14, 15, 16) bzw. Drahtelemente an ihren Enden umbogen bzw. mit Schlaufen (11a, 12a, 13a, 14a, 15a, 16a) oder Knoten versehen sind, wobei die miteinander verflochtenen wendelförmigen Drähte bzw. Drahtelemente paarweise über diese Endelemente miteinander gelenkig verbunden sind.
 
10. Schutzgeflecht nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (31, 32, 33, 34, 35) zumindest an einem Ende umbogen bzw. mit einer Schlaufe (31a, 32a, 33a, 34a, 35a) oder einem Knoten versehen sind, wobei diese Endelemente mit entsprechenden Randmaschen oder mit den paarweise gelenkig verbundenen Endelementen (11a, 12a; 13a, 14a; 15a, 16a) entsprechender Drähte bzw. Drahtelemente gelenkig verbunden sind.
 
11. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Böschungssicherung (40) das Drahtgeflecht (10), in den Boden versenkbare Befestigungselemente (20) mit das Geflecht auf die Erdoberfläche drückenden Krallplatten oder dergleichen und zumindest auf der Oberseite ein das Geflecht haltendes und streckendes Seil (21) aufweist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente