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EP 1 795 488 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2010 Patentblatt 2010/16 |
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Anmeldetag: 05.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fahrsystemaufnehmer.
Pick-up device for travelling system.
Dispositif de réception pour système de déplacement.
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
07.12.2005 EP 05111810 13.04.2006 EP 06112651
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.2007 Patentblatt 2007/24 |
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Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Klein, Wolfgang
7100, Neusiedl/See (AT)
- Hein, Andreas
1230, Wien (AT)
- Matheisl, Michael
1020, Wien (AT)
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 352 692 JP-A- 11 199 165 US-B1- 6 485 247
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JP-A- 9 040 338 US-A1- 2004 091 346
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrsystemaufnehmer nach dem unabhängigen Patentanspruch
1, und ein Verfahren zum Zusammenbauen von Fahrsystemen nach dem unabhängigen Patentanspruch
9.
Als Fahrsysteme werden im Rahmen der vorlegenden Beschreibung Fahrtreppen und Fahrsteige
bezeichnet. Fahrsystemaufnehmer im Sinne der Erfindung werden insbesondere bei der
getakteten Fertigungsmontage von Serien von Fahrsystemen in Fertigungsstrassen benutzt,
wie in der Patentanmeldung 05111810.7 derselben Anmelderin beschrieben. Dabei durchläuft
jedes Fahrsystem bzw. dessen Fahrsystemstruktur eine Vielzahl von Montagestationen.
Serien von Fahrsystemen können mehrere Fahrsysteme umfassen, typischerweise zwischen
drei und vierzig Fahrsysteme. Die Fahrsystemstrukturen, die gleichzeitig in Fertigungsmontage
sind, können gleich oder unterschiedlich lang bzw. hoch bzw. breit sein. In jeder
Montagestation wird während einer Montagephase ein spezifischer Montageschritt, der
wiederum Teilschritte umfassen kann, durchgeführt. Diese Montagephasen dauern vorzugsweise
in den verschiedenen Montagestationen mindestens annähernd gleich lange, zum Beispiel
etwa drei Stunden. Sind die Montageschritte in allen Montagestationen beendet, so
folgt eine Transferphase. Während der Transferphase werden Fahrsystemstrukturen, deren
Fertigungsmontage beendet ist, abgeführt, während weitere Fahrsystemstrukturen in
die jeweils nächstfolgende Montagestation verbracht werden und man eine "neue" Fahrsystemstruktur
zuführt, deren Fertigungsmontage erst beginnt.
Für eine rationelle und getaktete Fertigung ist es wichtig, dass der Transfer aller
involvierten Fahrsystemstrukturen möglichst synchron abläuft und von möglichst kurzer
Dauer ist, und zwar auch dann, wenn die einzelnen Fahrsysteme sich von der Länge her
unterscheiden.
[0002] Eine solche kurze und synchrone Transferphase kann mit herkömmlichen Mitteln nicht
realisiert werden. Ein Fahrsystemaufnehmer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist
aus der
JP 11199165 bekannt. Diese Schrift schlägt für den Transport einer Rolltreppe bzw. eines Rolltreppenträgers
über eine Stiege vor, die Rolltreppe bzw. den Rolltreppenträgers mit einer fahrbaren
Stütze abzustützen und mittels einer Kette, die mittels einer Stütze über dem Boden
gehalten ist, nach oben zu ziehen. Aus der
US-6,808,057 ist lediglich eine Einrichtung mit einer an einer Ladebrücke eines Lastwagens montierten
Treppe bekannt, deren Neigungswinkel verstellbar ist, und aus der
US-4,260,318 ist eine Einrichtung zum Bewegen vormontierter Fahrtreppen an ihrem Installationsort
bekannt. Beide Einrichtungen eignen sich aber, auch mit kleineren Umkonstruktionen,
nicht für den oben beschriebenen Transfer von in Fertigungsmontage begriffenen Fahrsystemen,
da höhere Anforderungen an Stabilität, Steifigkeit, Manövrierbarkeit, Genauigkeit
sowie Flexibilität in der Anwendung gestellt sind.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Fertigungsmontage von Fahrsystemstrukturen zu rationalisieren
und insbesondere
- einen Fahrsystemaufnehmer zu schaffen, mit welchem ein Fahrsystem während einer Transferphase
zu- und von einer Montagestation weggeführt werden kann und
- ein Verfahren zum Zusammenbauen von Fahrsystemen zu schaffen.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss
- für den Fahrsystemaufnehmer durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1und
- für das Verfahren durch die Merkmale des unabgängigen Patentanspruchs 9.
Der neue Fahrsystemaufnehmer muss insbesondere so gestaltet sein, dass das Ankuppeln
am bzw. Abkuppeln von der Fahrsystemstruktur rasch und einfach durchführbar ist, wobei
dennoch eine sichere Verkupplung erreicht werden muss. Da gleichzeitig eine Vielzahl
von Fahrsystemen aufzunehmen ist, ist es vorteilhaft, zusätzliche Reserve-Fahrsystemaufnehmer
bereitzustellen, und daher sollten die einzelnen Fahrsystemaufnehmer preisgünstig
und einfach in der Herstellung und Wartung sein. Wie schon erwähnt, können die Fahrsystemstrukturen
unterschiedlich bzw. verschieden breit oder lang sein, was bedeutet, dass die Fahrsystemaufnehmer
diesbezüglich anpassbar sein sollten.
[0005] Bevorzugte Einzelheiten und Weiterbildungen der erfindungsgemässen Gegenstände sind
durch die abhängigen Patentansprüche definiert.
[0006] Der Fahrsystemaufnehmer nach der Erfindung umfasst eine Antriebseinheit und mindestens
eine erste und eine zweite Aufnahmeeinheit. Als Aufnahmeeinheit kann eine Aufnahmeplattform
mit Rollen oder ggfs. mit Kufen eingesetzt werden.
[0007] Die Antriebseinheit kann ein Zugwagen, vorzugsweise mit Elektroantrieb, sein. Ein
solcher Zugwagen kann beispielsweise zwei Achsen aufweisen und mittels einer Schubstange
oder eines flexiblen Elementes, zum Beispiel einer Kette oder eines Seiles, an die
Fahrsystemstruktur ankuppelbar sein, so dass die Antriebseinheit unmittelbar mit der
Fahrsystemstruktur in Verbindung steht.
Anstelle eines solchen Zugwagens kann auch eine Art Hubgabelstapler verwendet werden,
der an einer als Aufnahmeeinheit dienenden Aufnahmeplattform mit Schwerlastrollen
andockt. Die Fahrsystemstruktur wird von dieser Aufnahmeplattform und einer weiteren
Aufnahmeeinheit aufgenommen. In diesem Falle steht die Antriebseinheit mittelbar über
die Aufnahmeplattform mit der Fahrsystemstruktur in Verbindung.
[0008] Der Fahrsystemaufnehmer dient sowohl dazu, die Fahrsystemstruktur autonom zu transferieren
und sie dadurch beispielsweise Montagestationen zuzuführen und sie daraus zu entfernen,
als auch dazu, in Montagestationen als Auflager für die Fahrsystemstruktur zu dienen,
um diese stationär zu halten und zu fixieren bzw. abzustellen. Der Fahrsystemaufnehmer
und die Fahrsystemstruktur bilden zumindest während der Montage eine Einheit, die
hier als Zwischenprodukt bezeichnet wird.
[0009] Der Montagestandort kann beispielsweise eine Montagehalle, Fabrikhalle, Portalhalle,
Freiluftplatz, Traglufthalle oder eine Überdachhalle bzw. Überdachung sein. Der Montagestandort
umfasst eine Anzahl von Montagestationen, eine Vielzahl von Fahrzeugaufnehmern sowie
ein Steuerungssystem. Die Montagestationen werden nacheinander und üblicherweise in
vorgegebener Reihenfolge von den Zwischenprodukten besucht, und in jeder Montagestation
wird während einer vorgegebenen Montageperiode ein stationsspezifischer Montageschritt
an einer Fahrsystemstruktur durchgeführt. Nach Beendigung dieses Montageschrittes
werden die Zwischenprodukte während einer Transferperiode in die darauf folgenden
Montagestationen transferiert. Das Steuerungssystem sorgt dafür, dass die Montageschritte
und die Transferschritte für alle in Fertigungsmontage begriffenen Zwischenprodukte
gleichzeitig und getaktet durchgeführt werden. Hierbei berücksichtigt das Steuerungssystem,
dass die Zwischenprodukte bzw. die Fahrsysteme unterschiedlich ausgebildet sind. Hierbei
sind die Montageschritte in den einzelnen Montagestationen zwar jeweils stationsspezifisch,
aber so steuerbar, dass sie an das jeweilig dort befindliche Zwischenprodukt angepasst
sind. Damit erhält man ein Montagesystem, in welchem die Vorteile und Eigenschaften
einer Einzelfertigung mit den Vorteilen und Eigenschaften einer Serienfertigung kombiniert
sind.
[0010] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen
und mit Bezug auf die Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Zwischenproduktes mit einem Fahrsystemaufnehmer
nach der Erfindung und einer Fahrsystemstruktur, wobei der Fahrsystemaufnehmer an
eine Fahrsystemstruktur für eine Fahrtreppe angekuppelt ist, während einer Bewegung
in eine erste Richtung, in einer vereinfachten Darstellung, von der Seite gesehen;
- Fig. 2
- das in Fig. 1 dargestellten Zwischenprodukt, während seiner Bewegung in die Gegenrichtung,
in gleicher Darstellung wie Fig. 1;
- Fig. 3A
- eine Antriebseinheit des in Fig. 1 dargestellten Fahrsystemaufnehmers, von der Seite;
- Fig. 3B
- die in Fig. 3A dargestellte Antriebseinheit, von oben;
- Fig. 4A
- ein zweites Ausführungsbeispiel des Fahrsystemaufnehmers nach der Erfindung, von der
nur die Antriebseinheit und die erste Aufnahmeeinheit dargestellt sind, mit einem
Teil einer Fahrsystemstruktur, von der Seite;
- Fig. 4B
- die in Fig. 4A eingekreiste Einzelheit bzw. Detail, in vergrössertem Massstab;
- Fig. 5A
- die Antriebseinheit des in Fig. 4 dargestellten Fahrsystemaufnehmers, von der Seite;
- Fig. 5B
- die in Fig. 5A dargestellte Antriebseinheit, von oben;
- Fig. 6A
- die in den Fig. 5A und 5B dargestellte Antriebseinheit mit der angedockten ersten
Aufnahmeeinheit, von der Seite;
- Fig. 6B
- die in Fig. 6A dargestellte Antriebseinheit mit Aufnahmeeinheit, von oben;
- Fig. 7A
- die in Fig. 6A und 6B dargestellte Aufnahmeeinheit, von vorne;
- Fig. 7B
- die in Fig. 7A dargestellte Aufnahmeeinheit, von oben;
- Fig. 7C
- die in Fig. 7A und 7B dargestellte Aufnahmeeinheit, von der Seite;
- Fig. 8A
- ein Zwischenprodukt, umfassend die in den Fig. 7A bis 7C dargestellte Aufnahmeeinheit
und eine Fahrsystemstruktur, von hinten bzw. vorne ohne Antriebseinheit;
- Fig. 8B
- die in Fig. 8A dargestellte Aufnahmeeinheit, von der Seite, vorne und hinten an der
Fahrsystemstruktur und ohne Antriebseinheit; und
- Fig. 9
- eine Montagestation nach der Erfindung, in stark vereinfachter Darstellung.
[0011] Gleich wirkende Bauteile sind nicht in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. Bezeichnungen wie oben, unten, rechts, links beziehen sich auf die Darstellung
der Bauteile in den Figuren oder die Bewegungsrichtung des Fahrsystemaufnehmers.
[0012] In Fig. 1 ist ein Zwischenprodukt 300 mit einem Fahrsystemaufnehmer 100 gezeigt,
der eine Antriebseinheit 102, eine erste Aufnahmeeinheit 104 und eine zweite Aufnahmeeinheit
106 umfasst. Der Fahrsystemaufnehmer 100 ist an das linke, untere Ende einer Fahrsystemstruktur
10, dass heisst an die Struktur 10A einer Fahrtreppe mit einer Balustrade 10B, angekoppelt,
so dass eine Verschiebung nach links, in Richtung des Pfeils L, möglich ist.
[0013] Die in den Fig. 3A und 3B in grösserem Massstab dargestellte Antriebseinheit 102,
die auch als Zugelement bzw. selbstfahrendes Antriebselement bezeichnet werden kann,
ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Zugwagen mit einem Rollradpaar 102A und
einer Lenkrollenanordnung 102B. Im Weiteren umfasst die Antriebseinheit 102 ein Betätigungsglied
102C. An der Antriebseinheit 102 ist ein Kupplungselement 102D befestigt, mit welchem
die Antriebseinheit 102 unmittelbar an die zu bewegende Fahrsystemstruktur 10 angekuppelt
bzw. angekoppelt ist, zum Beispiel elektromagnetisch.
[0014] Das Kupplungselement 102D ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein flexibles
Element, das nur auf Zug beanspruchbar ist und das sich daher nur zum Ziehen der Fahrsystemstruktur
10 eignet. Das Kupplungselement 102D kann auch starr sein, also eine Schubstange bzw.
Schubzugstange, so dass die Fahrsystemstruktur 10 auch geschoben und gelenkt werden
kann.
[0015] Die Aufnahmeeinheiten 104 und 106 können je aus einem Paar Teil-Aufnahmeinheiten
bestehen, und sie können gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Die Aufnahmeeinheiten
104, 106 umfassen eine eigentliche Plattform 104A, 106A und jeweils zwei Rollachsen,
die mit den Rollenpaaren 104B, 106B bestückt sind. Anstelle der Rollenpaare kann auch
eine oder mehreren Walzen oder eine oder mehreren Kufen vorgesehen sein.
[0016] In Fig. 2 sind wiederum der Fahrsystemaufnehmer 100 mit der Antriebseinheit 102 und
den Aufnahmeeinheiten 104 und 106 sowie die Fahrsystemstruktur 10 gezeigt. Die Antriebseinheit
102 ist am rechten, oberen Ende der Fahrsystemstruktur 10 angekuppelt bzw. angekoppelt,
so dass sich die Fahrsystemstruktur 10 nach rechts, in Richtung des Pfeils R, ziehen
lässt.
[0017] Die Figuren 4A bis 8B beziehen sich auf ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen
Fahrsystemaufnehmers. Fig. 4A zeigt diesen Fahrsystemaufnehmer 200, jedoch ohne zweite
Aufnahmeeinheit, mit einem Teil der Fahrsystemstruktur 10 samt Balustrade 10B und
Struktur 10A.
[0018] Der Fahrsystemaufnehmer 200 umfasst eine Antriebseinheit 202 in Form eines herkömmlichen
Hubgabelstaplers bzw. selbstfahrenden Schwerlast-Hubgabelstaplers, der in den Fig.
5A und 5B genauer dargestellt ist.
[0019] Im Weiteren umfasst der Fahrsystemaufnehmer 200 eine Antriebseinheit 202 mit einer
ersten, angedockten Aufnahmeeinheit 204, und üblicherweise mindestens eine zweite,
nicht dargestellte Aufnahmeeinheit. Die Fig. 6A und 6B zeigt die Antriebseinheit 202
mit der angedockten Aufnahmeeinheit 204.
[0020] Einzelheiten der Aufnahmeeinheit 204 sind aus den Fig. 7A bis 7C ersichtlich. Die
Aufnahmeeinheit 204, im Wesentlichen eine Aufnahmeplattform, ist auf vier Schwerlastrollen
208 fahrbar gelagert. Um die Antriebseinheit 202 mit der Aufnahmeeinheit 204 zu verbinden,
sind Andockmittel vorgesehen, im vorliegenden Beispiel ein Dorn bzw. Einsteckbolzen
an der Antriebseinheit 202. Komplementäre Dornaufnahmen oder Laschen und/oder Ösen
bzw. Bügel oder Ringe bzw. Ringschrauben oder Kettenglieder bzw. Karabiner befinden
sich an der Aufnahmeeinheit 204. Die Aufnahmeeinheit 204 besitzt im vorliegenden Ausführungsbeispiel
mehrere, nämlich vier, Dornaufnahmen. Die Antriebseinheit 202 dockt an die Aufnahmeeinheit
204 an, indem ihr Dorn bzw. Einsteckbolzen alternativ in eine der vier Dornaufnahmen
eingreift. Dadurch ist es möglich, die Aufnahmeeinheit 204 durch Zug und Schub in
verschiedene und verschiedenste Richtungen zu bewegen.
[0021] Die Aufnahmeeinheit 204 weist im Weiteren Transportfussaufnahmen 220 auf. Die Transportfussaufnahmen
220 sind als Transportfussklauen oder Transportfussgabeln ausgebildet. Die Transportfussaufnahmen
220 dienen dazu, entsprechende Transportfüsse 20 der zu bewegenden Fahrsystemstruktur
10 aufzunehmen und können auch höhen-, tiefen- und breitenverstellbar sein. Für eine
erste Transferphase wird die Fahrsystemstruktur 10, üblicherweise mittels eines Hebezeuges
bzw. Brückenkranes bzw. Portalkranes, auf die Aufnahmeeinheit 204 abgesenkt, derart,
dass ihre Transportfüsse 20 in die Transportfussaufnahmen 220 eingesenkt werden (siehe
Fig. 8A). Die Transportfussaufnahmen 220 verhindern eine vertikale Abwärtsbewegung
und ein horizontales Verrutschen bzw. Weggleiten der Fahrsystemstruktur 10 von der
Aufnahmeeinheit 204. Der Transportfuss 20 der Fahrsystemstruktur 10 wird von der Transportfussaufnahme
220 umgriffen, denn die Ausnehmung der Transportfussaufnahme 220 und der Transportfuss
20 sind sowohl in Längsrichtung wie auch in Querrichtung bezüglich Form und Grösse
aufeinander abgestimmt bzw. komplementär ausgebildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
verhindert die gabelförmige oder klauenförmige Transportfussaufnahme 220 eine Vor-
und Rückwärtsbewegung der Fahrsystemstruktur 10 relativ zur Aufnahmeeinheit 204. Auch
die Breite der Transportfussaufnahme 220 ist, mit etwas Spiel, dem Transportfuss 20
angepasst, so dass auch eine seitliche Bewegung bzw. Querbewegung der Fahrsystemstruktur
10 relativ zur Aufnahmeeinheit 204 unmöglich ist. Ausserdem verhindern seitliche Begrenzungsbleche
ein Weggleiten bzw. Verrutschen des Transportfusses 20 in Querrichtung.
[0022] Die Transportfussaufnahmen 220 sind paarweise auf der eigentlichen Aufnahmeplattform
205 des Fahrsystemaufnehmers 204 angebracht, so dass jedes Paar der Transportfussaufnahmen
220 einen linken und einen rechten Transportfuss 20 der Fahrsystemstruktur 10 aufnehmen
kann, wobei sich links und rechts auf die Fahrtrichtung des fertigen Fahrsystems beziehen
(siehe Fig. 8A).
[0023] Da die zu bewegenden Fahrsystemstrukturen 10 nicht alle die gleiche Breite aufweisen,
ist die Aufnahmeeinheit 204 breitenanpassbar. Zu diesem Zwecke sind einerseits die
eigentliche Aufnahmeplattform 205 und anderseits die Transportfussaufnahmen 220 so
ausgebildet, dass die Letzteren, je nach der Breite der aufzunehmenden bzw. zu transferierenden
Fahrsystemstruktur 10, in verschiedenen Breiten bzw. in verschiedenen gegenseitigen
Abständen an der Aufnahmeplattform 205 angeordnet werden können. Besonders einfach
ist eine Anordnung, bei welcher die Transportfussaufnahmen 220 nur umgesteckt bzw.
umgeklemmt bzw. umgeschraubt werden müssen. Dies hat auch den Vorteil, dass defekte
oder abgenützte Transportfussaufnahmen 220 in einfacher Weise ersetzt werden können.
Die Transportfussaufnahmen 220 können auch seitlich verstellbar und arretierbar in
Führungen an der Aufnahmeplattform 205 gelagert sein, derart, dass eine stufenlose
oder abgestufte Breiteneinstellung möglich ist.
[0024] Vorzugsweise sind die Transportfussaufnahmen 220 und die Transportfüsse 20 so ausgebildet,
dass eine geringfügige Justierung der Höhenlage und/oder Schräglage bzw. Horizontallage
der Fahrsystemstruktur 10 möglich ist.
[0025] Die Aufnahmeeinheiten 204 der Fahrsystemaufnehmer können so ausgebildet sein, dass
sie nicht nur während den Transportphasen als mobile, sondern auch während den Montagephasen
als stationäre Auflager für die Fahrsystemstrukturen 10 dienen.
[0026] Alternativ können die Montagestationen auch eigene, stationäre Aufnahmeeinheiten
enthalten. Hierbei sind vorzugsweise Fussaufnahmen oder Transportfussaufnahmen 220
vorgesehen, die so ausgebildet sind und so angeordnet werden können, dass sie die
Transportfüsse 20 aufnehmen können.
[0027] In einer weiteren Ausführungsart können die Montagestationen stationäre Aufnahmeeinheiten
204, jedoch ohne Fussaufnahmen, enthalten. Die Fahrsystemstrukturen 10 werden dann
für die Montagephasen zusammen mit ihren Transportfüssen 20 und den Transportfussaufnahmen
220 oder ohne die Transportfussaufnahmen 220 in den Montagestationen auf den dortigen
stationären Aufnahmeeinheiten 204 gelagert.
Weiters liegt die Fahrsystemstruktur 10 und/oder der Transportfuss 20 auf der Aufnahmeplattform
205 auf.
Die Füsse bzw. Transportfüsse 20 und die Fussaufnahmen 220, insbesondere wenn sie
nicht nur als mobile Transportfussaufnahmen während der Transportphasen, sondern auch
als stationäre Fussaufnahmen während der Montagephasen dienen, sind vorzugsweise,
aber nicht zwingend, höhenverstellbar. Damit wird erreicht, dass die Höhenlage der
einzelnen Fussbereiche der Fahrsystemstrukturen 10 eingestellt bzw. justiert wird.
[0028] Die Höhenverstellbarkeit kann erreicht werden mit einer Anordnung, bei der die Fussaufnahme
220 zwei unter einem Winkel W1 und symmetrisch zu einer Vertikalebene V angeordnete
Tragflächen T aufweist. Der aufzunehmende Transportfuss 20 ist komplementär ausgebildet
und liegt an diesen Tragflächen T mindestens teilweise an bzw. auf. Der Abstand der
Tragflächen T von der Vertikalebene V kann verändert werden. Bei einer Verringerung
dieses Abstandes wird der Transportfuss 20 angehoben, bei einer Vergrösserung dieses
Abstandes wird der Transportfuss 20 gesenkt, wobei die vertikale Achse des Transportfusses
20 am Ort bleibt, so dass keine horizontale Verschiebung des Transportfusses 20 und
damit der Fahrsystemstruktur 10 eintritt. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Anordnung
liegt darin, dass das Einsenken der Transportfüsse 20 erleichtert wird, da durch die
geneigten Tragflächen T der Fussaufnahmen 220 gewissermassen eine selbstzentrierende
Wirkung erreicht ist.
[0029] Die Aufnahmeeinheit 204 ist im Weiteren mit zwei an der eigentlichen Aufnahmeplattform
205 angebrachten Hebebügeln 230 bestückt. Alternativ könnten auch nur ein Hebebügel,
ggfs. auch eine oder mehrere Augenschrauben oder andere Mittel vorgesehen sein, in
welche ein Hebekran eingreifen kann, um den Fahrsystemaufnehmer 200 mit Hilfe eines
Hebezeuges, wie eines Kranes, zu transportieren. Die Hebebügel können auch so ausgebildet
und angeordnet sein, dass sie von einem Hubgabelstapler ergriffen und angehoben werden
können.
[0030] In Fig. 7C ist ein wesentlicher Aspekt durch die Pfeile B1 und B2 angedeutet. Die
erfindungsgemässe Aufnahmeeinheit 204 kann nämlich in einer gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsform sowohl vorwärts (in Richtung B2) als auch seitwärts (in Richtung B1)
bewegt werden. Damit erübrigt sich ein aufwendiges und langwieriges Manövrieren der
sehr grossen und schweren Last bzw. Lasten. In Fig. 9 kommt diese Art der Querverschiebung
am unteren Ende des Montagestandorts zur Anwendung wo eine Verschiebung von links
nach rechts erfolgt. Natürlich ist eine gegenläufige Bewegung zu B1 und B2 auch leicht,
mühelos möglich, also rückwärts und zur anderen Seite.
[0031] Fig. 8 A und Fig. 8B zeigen ein Zwischenprodukt 300, nämlich die Aufnahmeeinheit
204 mit der darauf angeordneten Fahrsystemstruktur 10, wobei die Transportfüsse 20
in den Transportfussaufnahmen 220 angeordnet sind.
[0032] Fig. 9 zeigt einen Montagestandort 400 während einer Transferphase. Der Montagestandort
400 umfasst mehrere Montagestationen 410, die dazu ausgelegt sind, stationsspezifische
unterschiedliche Montageschritte durchzuführen, wobei jeder Montageschritt einzelne
Teilschritte umfassen kann. Zur Montagestation 410 gehören ebenfalls eine Vielzahl
von Fahrsystemaufnehmern 200 und ein Steuerungssystem 430, das die Vorgänge in dem
Montagestandort 400 vollständig oder teilweise automatisiert steuert. Ein Hebezeug
420, beispielsweise ein Portalkran, Brückenkran oder Schwenkkran dient dazu, die Fahrsystemstrukturen
10 in die Fahrsystemaufnehmer 200 einzusenken und sie wieder aus den Fahrsystemaufnehmern
200 zu entfernen. Weitere Hebezeuge sind nicht notwendig, so dass der Montagestandort
400 keiner aufwändigen Gebäudestrukturen bedarf, was ein deutlicher Vorteil gegenüber
herkömmlichen Montagehallen ist.
[0033] Ein erster Fahrsystemaufnehmer 200, in Fig. 9 links oben gezeigt, ist bereitgestellt,
um eine Fahrsystemstruktur 10 aufzunehmen. Weitere Fahrsystemaufnehmer 200 haben bereits
Fahrsystemstrukturen 10 aufgenommen und bilden mit diesen zusammen Zwischenprodukte
300. Die Zwischenprodukte 300 werden während der Transferphasen mittels der autonom
beweglichen Fahrsystemaufnehmer 200 in Richtung der Pfeile den einzelnen Montagestationen
410 zugeführt bzw. aus diesen entfernt. Die Zwischenprodukte 300 können sowohl in
ihrer Längsrichtung wie auch quer dazu, wie zwischen den in Fig. 9 unten gezeigten
Montagestationen, transferiert werden. Während der Montagephasen befinden sich die
Zwischenprodukte 300 stationär in den Montagestationen 410. Nach Beendigung aller
Einzelmontagen wird aus dem jeweils fertig bearbeitete Zwischenprodukt 300 die Fahrsystemstruktur
10 entfernt, was mit Hilfe des schon erwähnten Hebezeuges 420 geschehen kann, wie
es in Fig. 9 oben rechts dargestellt ist. Das Steuerungssystem 430, symbolisch dargestellt
mit strichpunktierten Linien, dient dazu, den gesamten Ablauf der Fertigungsmontage
zu steuern. Das Steuerungssystem 430 kann auch nur Teile des Montagestandortes 400,
zum Beispiel nur die Montagestationen 410, einbeziehen.
Die Steuerung 430 kann die Montagestationen 410 steuern und auch Halbroboter und Roboter,
welche sich in den Montagestationen 410 befinden, wie zum Beispiel Schweissroboter,
Punktschweissroboter, Glaseinsetzroboter usw.
1. Fahrsystemaufnehmer (100, 200) zum Aufnehmen und Bewegen einer Fahrsystemstruktur
(10) eines Fahrsystems, aufweisend eine fahrbare Antriebseinheit (102, 202), die mit
der Fahrsystemstruktur (10) verbindbar ist, um die Fahrsystemstruktur (10) zu bewegen,
und mindestens eine erste Aufnahmeeinheit (104, 204) und eine zweite Aufnahmeeinheit
(106, 204), die von der Antriebseinheit (102, 202) antreibbar und zum Aufnehmen der
Fahrsystemstruktur (10) ausgebildet sind, wobei die Antriebseinheit (202) an eine
der Aufnahmeeinheiten (204) andockbar ist oder der Fahrsystemaufnehmer ein Kupplungselement
(102D) umfasst, um die Antriebseinheit (102) mit der Fahrsystemstruktur (10) zu verbinden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (104, 106; 204) eine oder mehrere Transportfussaufnahmen (220),
beispielsweise Transportfussgabeln oder Transportfussklauen, aufweist, um jeweils
einen nach unten weisenden Transportfuss (20) eines Fussbereiches der Fahrsystemstruktur
(10) so aufzunehmen, dass er gegen Horizontalverschiebungen und vertikale Abwärtsverschiebungen
relativ zur Transportfussaufnahme (220) gesichert ist.
2. Fahrsystemaufnehmer (100, 200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportfussaufnahmen (220) in Paaren, vorzugsweise spiegelsymmetrisch zu einer
Längsmittelebene, angeordnet sind, und der Abstand zwischen den Transportfussaufnahmen
(220) eines Paares veränderbar ist, um den Fahrsystemaufnehmer (100, 200) breitenmässig
an die Fahrsystemstruktur (10) anzupassen.
3. Fahrsystemaufnehmer (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er Kupplungselement (102D, 202D) aufweist, zum Andocken der Antriebseinheit (202)
an der Aufnahmeeinheit (204), mit einem ersten Kupplungselement (102D) an der Antriebseinheit
(202) und einem zweiten Kupplungselement (202D) an der Aufnahmeeinheit (204).
4. Fahrsystemaufnehmer (200) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (104, 204) mehrere Kupplungselemente (202D) aufweist, die so
angeordnet sind, dass das Kupplungselement (102D) alternativ mit einem dieser Kupplungselemente
(202D) in Eingriff bringbar ist, um die Aufnahmeeinheit (104, 204) durch die Antriebseinheit
(202, 102) in verschiedene und verschiedenste Richtungen zu bewegen.
5. Fahrsystemaufnehmer (200) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kupplungselement (202D) an der Aufnahmeeinheit (104, 204) eine Dornaufnahme
oder Bolzenaufnahme und das Kupplungselement (102D) an der Antriebseinheit (202, 102)
ein Dorn oder Bolzen ist.
6. Fahrsystemaufnehmer (200)nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (104, 204) Mittel, beispielsweise Hebebügel oder Hebelaschen
(230) aufweist, um ein Eingreifen einer externen Hebevorrichtung oder Hebezeuges oder
Kranes zu erlauben.
7. Fahrsystemaufnehmer (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportfussaufnahme zwei Tragflächen (T) aufweist, die unter einem Fusswinkel
(W1) zueinander stehen, deren gegenseitiger Abstand nach oben zunimmt und/oder einstellbar
ist, und die dazu bestimmt sind, als Auflager für komplementär geformte, vorzugsweise
runde, ballige, tonnige oder kugelige Fussflächen des Transportfusses (20) zu dienen,
damit die Tragflächen (T) und die Fussflächen ein Hubsystem für die Höhenjustierung
der Fahrsystemstruktur (10) bilden.
8. Fahrsystemaufnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fussaufnahmen (220) des Fahrsystemaufnehmers (200) höhenverstellbar sind, um
die Fahrsystemstruktur (10) für die Montagephase vor der Durchführung des stationsspezifischen
Montageschrittes zu horizontieren bzw. horizontal auszurichten.
9. Verfahren zum Zusammenbauen von Fahrsystemen, wobei aus je einer Fahrsystemstruktur
(10) eines Fahrsystems und je einem Fahrsystemaufnehmer (100, 200) nach einem der
Ansprüche 1 bis 8 ein Zwischenprodukt (300) gebildet wird, die Zwischenprodukte (300)
aufeinanderfolgend, getaktet und/oder gleichzeitig, einen Montagestandort (400) durchlaufen,
wobei während den Transferphasen jedes der Zwischenprodukte (300) zwischen je einer
der Montagestationen (410) und der darauffolgenden Montagestation (410) transferiert
bzw. transportiert werden, und während den Montagephasen in der jeweiligen Montagestationen
(410) ein stationsspezifischer Montageschritte an den Fahrsystemstrukturen (10) der
Zwischenprodukte (300) durchgeführt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerungssystem (430) des Montagestandortes (400) die Montagephasen und/oder
die Transferphasen zeitlich jeweils mindestens annähernd gleich hält und den Transfer
der Zwischenprodukte (300) steuert.
1. Pick-up device (100, 200) for picking-up and moving a transportation system structure
(10) of a transportation system, having a movable drive unit (102, 202) which can
be connected with the transportation system structure (10) to move the transportation
system structure (10), and at least one first pick-up unit (104, 204) and a second
pick-up unit (106, 204) which can be driven by the drive unit (102, 202) and are embodied
in such manner as to pick up the transportation system structure (10), the drive unit
(202) being dockable onto one of the pick-up units (204), or the pick-up device having
a coupling element (102D), for the purpose of connecting the drive unit (102) with
the transportation system structure (10),
characterized in that
the pick-up unit (104, 106; 204) has one or more transport-foot receptacles (220),
for example transport-foot forks or transport-foot claws, each of which accommodates
a downwardly pointing transport foot (20) of a foot area of the transportation system
structure (10) in such manner that the former is secured against horizontal displacement
and vertical downward displacement relative to the transport-foot receptacle (220).
2. Pick-up device (100, 200) according to Claim 1,
characterized in that
the transport-foot receptacles (220) are arranged in pairs, preferably mirror-symmetrically
to a lengthwise central plane, and in that the distance between the transport-foot receptacles (220) of a pair can be changed
to adapt the width of the pick-up device (100, 200) to the transportation system structure
(10).
3. Pick-up device (200) according to Claim 1, characterized in that
it has coupling elements (102D, 202D) to dock the drive unit (202) to the pick-up
unit (204), with a first coupling element (102D) to the drive unit (202) and a second
coupling element (202D) to the pick-up unit (204).
4. Pick-up device (200) according to Claim 3, characterized in that
the pick-up unit (104, 204) has several coupling elements (202D) which are arranged
in such manner that the coupling element (102D) can be alternatively brought into
engagement with one of these coupling elements so as to move the pick-up unit (104,
204) by means of the drive unit (202, 102) in various and highly diverse directions.
5. Pick-up device (200) according to Claim 4, characterized in that
each coupling element (202D) on the pick-up unit (104, 204) is a pin receptacle or
bolt receptacle and the coupling element (102D) on the drive unit (202, 102) is a
pin or bolt.
6. Pick-up device (200) according to one of the foregoing claims,
characterized in that
the pick-up device (104, 204) has means, for example lifting loops or lifting tongues
(230), to allow engagement of an external lifting device or lifting tackle or crane.
7. Pick-up device (200) according to Claim 1, characterized in that
the transport-foot receptacle has two supporting surfaces (T) that stand relative
to each other at a foot angle (W1), whose mutual distance increases upwardly and/or
is settable and whose purpose is to serve as supporting surface for complementarily
formed, preferably round, crowned, barrel-shaped, or spherical foot surfaces of the
transport foot (20) so that the supporting surfaces (T) and the foot surfaces form
a hoisting system for the height-adjustment of the transportation system structure
(10).
8. Pick-up device according to Claim 1,
characterized in that
the foot receptacles (220) of the pick-up device (200) are height-adjustable for the
purpose of horizontalizing or horizontally aligning the transportation system structure
(10) for the assembly phase before execution of the station-specific assembly step.
9. Method for the assembly of transportation systems, in which from one transportation
system structure (10) of a transportation system and one pick-up device (100, 200)
according to one of claims 1 to 8 respectively an intermediate product (300) is formed,
the intermediate products (300) pass sequentially, rhythmically, and/or simultaneously
through an assembly plant (400), during the transfer phases each of the intermediate
products (300) is transferred or transported between one of the assembly stations
(410) and the respective subsequent assembly station (410), and during the assembly
phases in the respective assembly stations (410) a station-specific assembly step
is executed on the transportation system structures (10) of the intermediate products
(300).
10. Method according to Claim 9,
characterized in that
a control system (430) of the assembly plant (400) maintains the assembly phases and/or
the transfer phases at least approximately equal in terms of time and controls the
transfer of the intermediate products (300).
1. Dispositif de réception de système de transport (100, 200) pour recevoir et déplacer
une structure (10) d'un système de transport, comportant une unité d'entraînement
mobile (102, 202) qui est apte à être reliée à la structure de système de transport
(10) pour déplacer celle-ci, et au moins une première unité de réception (104, 204)
et une seconde unité de réception (106, 204) qui sont aptes à être entraînées par
l'unité d'entraînement (102, 202) et qui sont conçues pour recevoir la structure de
système de transport (10), étant précisé que l'unité d'entraînement (202) est apte
à être attelée à l'une des unités de réception (204) ou que le dispositif de réception
de système de transport comprend un élément d'accouplement (102D) pour relier l'unité
d'entraînement (102) à la structure de système de transport (10),
caractérisé en ce que l'unité de réception (104, 106 ; 204) comporte un ou plusieurs dispositifs de réception
de pied de transport (220), par exemple des fourches ou des griffes pour pied de transport,
pour recevoir chacun un pied de transport (20), dirigé vers le bas, d'une zone de
base de la structure de système de transport (10) (fig. 8) de telle sorte que le pied
soit bloqué à l'encontre de déplacements horizontaux et de déplacements verticaux
vers le bas par rapport au dispositif de réception de pied de transport (220).
2. Dispositif de réception de système de transport (100, 200) selon la revendication
1, caractérisé en ce que les dispositifs de réception de pied de transport (220) sont disposés par paires,
de préférence en miroir par rapport à un plan longitudinal médian, et l'écartement
entre les dispositifs de réception de pied de transport (220) d'une paire est apte
à être modifié pour adapter la largeur du dispositif de réception de système de transport
(100, 200) à la structure de système de transport (10).
3. Dispositif de réception de système de transport (200) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte des éléments d'accouplement (102D, 202D) pour atteler l'unité d'entraînement
(202) à l'unité de réception (204), avec un premier élément d'accouplement (102D)
sur l'unité d'entraînement (202), et un second élément d'accouplement (202D) sur l'unité
de réception (204).
4. Dispositif de réception de système de transport (200) selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de réception (104, 204) comporte plusieurs éléments d'accouplement (202D)
qui sont disposés de telle sorte que l'élément d'accouplement (102D) puisse venir
en prise alternativement avec l'un de ces éléments d'accouplement (202D) pour déplacer
l'unité de réception (104, 204), à l'aide de l'unité d'entraînement (202, 102) dans
des directions différentes et dans les directions les plus diverses.
5. Dispositif de réception de système de transport (200) selon la revendication 4, caractérisé en ce que chaque élément d'accouplement (202D) prévu sur l'unité de réception (104, 204) consiste
en un logement pour mandrin ou en un logement pour axe, et l'élément d'accouplement
(102D) prévu sur l'unité d'entraînement (202, 102) consiste en un mandrin ou un axe.
6. Dispositif de réception de système de transport (200) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réception (104, 204) comporte des moyens, par exemple des étriers
de levage ou des pattes de levage (230), pour permettre une introduction d'un dispositif
de levage ou d'un outil de levage ou d'une grue extérieurs.
7. Dispositif de réception de système de transport (200) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réception de pied de transport comporte deux surfaces porteuses
(T) qui forment un angle de pied (W1), dont l'écartement mutuel va en augmentant vers
le haut et/ou est réglable et qui sont destinées à servir de support pour des surfaces
du pied de transport (20) de formes complémentaires, de préférence rondes, bombées,
en berceau ou sphériques, pour que lesdites surfaces porteuses (T) et les surfaces
de pied forment un système de levage pour l'ajustement en hauteur de la structure
de système de transport (10).
8. Dispositif de réception de système de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs de réception de pied (220) du dispositif de réception de système
de transport (200) sont réglables en hauteur pour l'orientation à l'horizontale ou
l'ajustement de l'horizon de la structure de système de transport (10) pour la phase
de montage, avant l'exécution de l'opération de montage propre à la station.
9. Procédé pour assembler des systèmes de transport, selon lequel on forme à partir d'une
structure (10) d'un système de transport et d'un dispositif de réception de système
de transport (100, 200) selon l'une des revendications 1 à 8 un produit intermédiaire
(300), et les produits intermédiaires (300) traversent un lieu de montage (400) successivement,
de manière synchronisée et/ou en même temps, étant précisé que pendant les phases
de transfert chacun des produits intermédiaires (300) est transféré ou transporté
entre l'une des stations de montage (410) et la station de montage (410) suivante
et que pendant les phases de montage dans les stations de montage (410) respectives,
une opération de montage propre à la station est exécutée sur les structures de système
de transport (10) des produits intermédiaires (300).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un système de commande (430) du lieu de montage (400) maintient les phases de montage
et/ou les phases de transfert au moins approximativement égales dans le temps et commande
le transfert des produits intermédiaires (300).
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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