[0001] Die Erfindung betrifft eine Weblitze, die zur Verarbeitung von Kettfäden eingerichtet
ist, die nach Art von Bändern ausgebildet sind.
[0002] Zur Herstellung von Geweben dienen Webmaschinen, die zumindest einen, in der Regel
aber viele so genannte Webschäfte zur Fachbildung aufweisen. Jeder Webschaft wird
durch einen im Wesentlichen rechteckigen Rahmen gebildet, der aus vertikal angeordneten
Seitenstützen sowie einem oberen und einem unteren Holm, dem sogenannten Schaftstab,
besteht. An den Schaftstäben sind Litzentragschienen gehalten, die meist durch längliche
Stahlschienen mit rechteckigem Querschnitt gebildet sind. Die Stahlschienen dienen
der Aufnahme von Weblitzen. Jede Weblitze weist Endösen auf, mit denen sie sich auf
die obere und die untere Stahlschiene auffädeln lässt. Zwischen den Endösen erstreckt
sich der Litzenkörper. Etwa mittig ist ein Fadenauge vorgesehen, durch das der Kettfaden
führt. Wird der Schaftstab nach oben oder nach unten bewegt, werden alle durch die
Fadenaugen der Litzen führenden Kettfäden aus der Kettfadenschar nach oben oder nach
unten heraus geführt, so dass ein Webfach entsteht.
[0003] Die
FR 394 156 offenbart eine solche Weblitze, die aus flachem Bandstahl hergestellt ist. Die Flachseiten
des Bandstahls sind dabei in Kettfadenrichtung orientiert. Zur Herstellung eines Fadenauges
ist die Weblitze im Bereich desselben gestaucht und gelocht. Das so entstandene Fadenauge
weist eine in Vertikalrichtung gemessene Höhe auf, die größer ist als die in Horizontalrichtung
gemessene Breite. Das Fadenauge ist dabei in Kettfadenrichtung orientiert.
[0004] Auch die
DE-PS 22996 offenbart eine Weblitze mit in Kettfadenrichtung orientiertem Fadenauge. Die Weblitze
besteht aus zwei Lagen dünnen Blechstreifen, die parallel aufeinander liegen. Im Bereich
des Fadenauges sind die Blechstreifen voneinander weg gewölbt. Die Weblitze ist dabei
um ihre Längsrichtung gewunden, so dass das Fadenauge quer zu den Endösen orientiert
ist.
[0005] Die vorgestellten Weblitzen sind zur Verarbeitung im Wesentlichen runder Fäden geeignet.
Zunehmend stellt sich jedoch die Forderung nach der Verarbeitung bandförmiger Faseranordnungen.
Häufig sind beispielsweise aus Polyester-, Aramid- oder Kohlenstofffaser bestehende
bandförmige Fadenanordnungen zu verarbeiten, z.B. zur Herstellung von Geweben zur
Verstärkung von hochbeanspruchten Kompositstrukturen. Häufig stellt sich die Forderung,
dass das bandförmige Faserbündel bei dem Webprozess seine bandförmige Struktur behält
und z.B. parallel zur Gewebeebene ausgerichtet ist.
[0006] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Litze zu schaffen, die zum Verweben
bandartiger Kettfäden geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird mit der Weblitze nach Anspruch 1 sowie mit der Weblitze nach Anspruch
2 gelöst:
Gemäß Anspruch 1 weist die erfindungsgemäße Weblitze einen Litzenkörper mit einem
Fadenauge auf, das in Kettfadenrichtung gesehen breiter als hoch ist. Die Form des
Fadenauges ist insoweit der Form des bandförmigen oder bandartigen Kettfadens oder
einer entsprechenden Kettfadengruppe angenähert, die hier als Kettfaden angesehen
wird. Die Breite des Fadenauges ist wenigstens einige Zehntelmillimeter größer als
die Breite des bandartigen Kettfadens für den die betreffende Weblitze vorgesehen
ist. Dadurch kann ein flacher bandartiger Kettfaden ungehindert durch das Fadenauge
laufen, wobei er in dem Fadenauge mit geringem Vertikalspiel sicher geführt ist.
[0008] Unabhängig von dieser Maßnahme ist es gemäß Anspruch 2 vorteilhaft, das Fadenauge
an seinem oberen und an seinem unteren Rand mit einer Fadenleitfläche zu versehen,
die fadeneinlaufseitig und/oder fadenauslaufseitig gerundet ausgebildet ist, wobei
die sich in Kettfadenrichtung erstreckende Länge dieser Fadenleitfläche größer ist
als die in gleicher Richtung zu messende Dicke des Litzenkörpers. Der Litzenkörper
kann relativ dünn ausgebildet sein und beispielsweise aus ausreichend festem Stahl
bestehen. Die Gefahr, dass sich an dem Fadenauge dadurch scharfe Kanten bilden, die
empfindliche Fäden beschädigen können, wird durch die erfindungsgemäß vorzusehende
Fadenleitfläche gebannt. Die Dicke der Weblitze kann somit bis auf ein Minimum reduziert
werden, was das Gewicht der Litzen und somit die Materialkosten reduziert und andererseits
die mögliche erreichbare Arbeitsgeschwindigkeit erhöht.
[0009] Vorzugsweise ist die Weblitze zumindest im Bereich des Fadenauges quer zum Kettfaden
gedreht, d.h. die Flachseiten der Weblitze liegen in einer Ebene, die auch die beiden
Litzentragschienen enthält oder mit diesen einen zumindest sehr spitzen Winkel nahe
0° einschließt. Dadurch wird erreicht, dass die Öffnungsrichtung des Fadenauges im
Wesentlichen mit der Laufrichtung des Kettfadens übereinstimmt. Dadurch wird für die
geforderte Öffnungsweite des Fadenauges die minimale Fadenaugenbreite ermöglicht.
[0010] Für die Bildung eines Webfaches wird z.B. ein erster Webschaft nach unten in die
untere Position und ein zweiter Webschaft nach oben in die obere Position bewegt.
Beide Webschäfte weisen erfindungsgemäße Weblitzen auf, durch deren Fadenauge Kettfadenbänder
laufen. Nach der Bewegung des ersten Webschafts in die untere Position und des zweiten
Webschafts in die obere Position bildet z.B. jeweils ein Kettfaden des ersten Webschafts
mit einem Kettfaden des zweiten Webschafts ein so genanntes Webfach. Der Kettfaden
des ersten Webschafts verläuft durch ein Fadenauge einer Litze im ersten Webschaft
im unteren Bereich, wobei der Kettfaden des zweiten Webschafts durch ein Fadenauge
eine Litze des zweiten Webschafts im oberen Bereich läuft. So wird ein Webfach gebildet.
Nach dem Schusseintrag in dieses Webfach verändern die beiden webschäfte ihre Position.
Der erste Webschaft fährt nach oben, gleichzeitig fährt der zweite Webschaft nach
unten. Mit den Webschäften verändern sich auch die Positionen der Weblitzen und somit
die durch die Fadenaugen der Weblitzen laufenden Kettfäden bzw. Kettfadenbündel. Bei
dieser Positionsänderung der Kettfäden streicht der Kettfaden des zweiten Webschafts
an der Außenkante der benachbarten Weblitze des ersten Webschafts vorbei. Umgekehrt
streicht der Kettfaden der durch das Fadenauge des ersten Webschafts läuft an der
Außenkante der benachbarten Litze des zweiten webschafts vorbei.
[0011] Weil das Fadenauge einer erfindungsgemäßen Litze quer zum Kettfaden gedreht ist,
kann der Bereich zwischen Außenkante der Litze und Fadenauge sehr klein ausgebildet
werden. Dies bietet einem Kettfadenband einer benachbarten Litze eines benachbarten
Webschafts beim Positionswechsel ausreichend Raum, um ungehindert an der Kante der
Weblitze des benachbarten Webschafts vorbei zu streichen. Somit wird die Gefahr der
Verletzung von Kettfäden beim Positionswechsel stark reduziert. Zusätzlich ist die
Bildung von engmaschigen Geweben möglich. Zum gleichen Zweck, der Bildung von engmaschigen
Geweben, kann eine geringe Schrägstellung der Litzenkörper im Bereich des Fadenauges
dienen, wodurch die Öffnungsrichtung des Fadenauges in einem spitzen Winkel von wenigen
Grad gegen die in Anspruch 3 genannte Ebene geneigt ist.
[0012] Vorzugsweise besteht der Litzenkörper aus einem bandförmigen Material, z.B. einem
Stahlband. Zumindest an seinem Fadenauge kann er quer zu dem Kettfaden orientiert
sein. Die Verwindung zwischen dem Fadenauge und den Endösen beträgt vorzugsweise 90°.
Damit werden die oben beschriebenen Verhältnisse und Vorteile erreicht.
[0013] Die Endöse kann durch ein gesondertes, mit dem Litzenkörper verbundenes Element gebildet
sein. Vorzugsweise ist sie jedoch einstückiger Bestandteil des Litzenkörpers, d.h.
sie besteht aus demselben Material wie dieser und geht naht- und übergangslos in diesen
über. Die Weblitze kann dadurch als einfacher Stanzkörper hergestellt werden. Die
Endöse kann jede bekannte Form wie die so genannte O-Form, C-Form oder J-Form oder
auch jede zukünftig entwickelte Form haben.
[0014] Es ist auch möglich, die Weblitze ohne Verwindung aus einem Flachmaterial herzustellen,
wobei die Endösen durch Vorsprünge gebildet sind, die an dem Litzenkörper angebracht
sind und über dessen Flachseite vorstehen. Die vorsprünge können beispielsweise durch
Zungen gebildet sein, die aus dem Litzenkörper freigeschnitten und seitlich ausgebogen
sind. Die Vorsprünge können außerdem durch an die Flachseite des Litzenkörpers nachträglich
angebrachte Elemente gebildet sein. Solche Elemente können beispielsweise durch Laserschweißen
angebrachte oder auch angenietete Blechlaschen sein, wobei die Schweißnaht längs oder
quer zu der Längsrichtung des Litzenkörpers geführt sein kann. Die Version mit längs
orientierter Schweißnaht führt zu einer besonders hohen Stabilität der so gebildeten
Endöse.
[0015] Besonderes Augenmerk richtet die Erfindung bei einer bevorzugten Ausführungsform
auf die Ausbildung der Fadenleitflächen, die beispielsweise durch Laschen gebildet
sein können, die aus dem Fadenauge herausgebogen sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
sind die freigestellten Laschen um wenigstens 110° aus dem Fadenauge heraus gebogen.
Es werden dadurch großzügig dimensionierte Fadenleitflächen erhalten, mit denen auch
spröde bruchempfindliche Fäden gewebt werden können.
[0016] Insbesondere zur Verarbeitung stark haftender oder abrasiver Fäden ist es vorteilhaft,
die Fadenleitflächen an gesonderten Elementen auszubilden, die mit dem Litzenkörper
verbunden sind. Sie bilden somit den oberen und/oder den unteren Rand des Fadenauges.
Die gesonderten Elemente können aus gehärtetem Stahl, Hartmetall, Kunststoff oder
Keramik bestehen. Die Elemente können mit dem Litzenkörper durch Kleben, Löten oder
Schweißen verbunden werden. Die Verwendung von Hartmetall oder Keramik gestattet das
Verweben besonders aggressiver Bänder, wie beispielsweise Aramidfasern. Die zusätzlichen
Elemente können außerdem mit Abschnitten versehen sein, die wenigstens einen Teil
der seitlichen Flanken des Fadenauges schützen. Dies wird beispielsweise erreicht,
indem die Elemente die Form eines endseitig mit Platten oder Scheiben versehenen Stifts
aufweisen. Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Weblitze im Bereich des Fadenauges
mit einer Hartstoffauflage, beispielsweise Titannitrid oder einer anderweitigen Hartstoffverbindung,
zu versehen. Diese Auflage kann, wenn zur Ausbildung der Fadenleitfläche Hartmetallelemente
verwendet werden, sich auf die Hartmetallelemente beschränken.
[0017] Bei einer sehr kostengünstigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Litze überragen
die Elemente den oberen und den unteren Rand des Fadenauges deutlich. Die Elemente
sind in Form kleinerer, an den Flachseiten des Litzenkörpers angeordneter Plättchen
ausgebildet, deren Kanten gut gerundet sind. Diese Plättchen werden an der vorderen
und rückseitigen Flachseite des Litzenkörpers befestigt und legen gemäß ihrer Positionierung
die Höhe des Fadenauges in Längsrichtung der Litze fest. Mit dieser Maßnahme können
an einheitlich ausgestanzten Litzenkörpern Fadenaugen unterschiedlicher Höhe realisiert
werden, so dass die betreffenden Litzen für unterschiedliche bandförmige Kettfäden
eingerichtet sein können.
[0018] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Zeichnung, der Beschreibung oder von Ansprüchen. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
Figur 1 einen Webschaft mit einer Weblitze in ausschnittsweiser, schematisierter Perspektivdarstellung,
Figur 2 die Weblitze nach Figur 1 in einer ausschnittsweisen, perspektivischen Ansicht
ihres Fadenauges,
Figur 3a und 3b eine abgewandelte Ausführungsform des Fadenauges einer Weblitze in
Draufsicht nach dem Ausstanzen der Weblitze (Figur 3a) und im Vertikalschnitt nach
Fertigstellung des Fadenauges (Figur 3b),
Figur 4a und 4b eine abgewandelte Ausführungsform eines Fadenauges mit Elementen zur
Festlegung von Fadenleitflächen in Draufsicht (Figur 4a) und im Vertikalschnitt (Figur
4b),
Figur 5a und 5b eine weitere Ausführungsform eines Fadenauges mit Elementen zur Ausbildung
von Fadenleitflächen in Draufsicht (Figur 5a) und im Vertikalschnitt (Figur 5b),
Figur 6a und 6b ein Fadenauge mit formschlüssig unterstützten Elementen zur Festlegung
von Fadenleitflächen in Draufsicht (Figur 6a) und im Vertikalschnitt (Figur 6b),
Figur 7a und 7b eine abgewandelte Ausführungsform des Fadenauges einer Weblitze mit
in Form von Plättchen ausgebildeten Elementen zur Ausbildung von Fadenleitflächen
in Draufsicht (Figur 7a) und im Vertikalschnitt (Figur 7b),
Figur 8a und 8b eine Ausführungsform einer Weblitze mit verbreiterter Fadenauflagefläche
in Draufsicht (Figur 8a) und im Vertikalschnitt (Figur 8b),
Figur 9a und 9b eine abgewandelte Ausführungsform der Weblitze mit runden Fadenleitelementen
an ihrem Fadenauge in Draufsicht (Figur 9a) und im Vertikalschnitt (9b),
Figur 10a ein Fadenleitelement für eine weblitze gemäß Figur 4a, 4b oder alternativ
Figur 9a, 9b,
Figur 10b ein Fadenleitelement für die Weblitze nach Figur 4a, 4b oder alternativ
Figur 9a, 9b,
Figur 11 die Weblitze nach Figur 1 mit einer abgewandelten Ausführungsform einer Endöse
ohne Verdrehung des Litzenkörpers in perspektivischer Darstellung und
Figur 12 eine abgewandelte Ausführungsform der Endöse in schematischer Darstellung.
[0019] In Figur 1 ist eine Weblitze 1 für flache, bandförmige, nicht weiter veranschaulichte
Kettfäden dargestellt. Die Weblitze 1 gehört zu einer Gruppe gleich oder ähnlich ausgebildeter
Weblitzen, die auf einem Webschaft gehalten sind, wie er zur Fachbildung an einer
webmaschine verwendet wird. Die Weblitze 1 ist auf zwei Litzentragschienen 2, 2' gelagert,
die im Abstand parallel zueinander an dem oberen und dem unteren Schaftstab eines
Webschafts gehalten sind. Die Weblitze 1 weist einen aus Stahlblechstreifen bestehenden
Grundkörper 3 auf, dessen Längsrichtung 4 in Figur 1 vertikal und dabei rechtwinklig
zu den Litzentragschienen 2, 2' orientiert ist. Er weist an seinen Enden Endösen 5,
6 auf, die im einfachsten Fall durch in den Grundkörper 3 eingestanzte Öffnungen gebildet
werden können, deren Form und Größe mit einer entsprechenden Spielzugabe dem Querschnitt
der Litzentragschienen 2, 2' entspricht. In einem zwischen den Endösen 5, 6 liegenden
Bereich ist der Grundkörper 3 mit einem Fadenauge 7 versehen, das zur Aufnahme eines
Kettfadens dient. Das Fadenauge 7 weist dabei, wie insbesondere Figur 2 erkennen lässt,
einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, wobei seine seitlichen Kanten
8, 9, die sich in Längsrichtung 4 erstrecken, kürzer sind als seine obere und seine
untere Kante 10, 11, die quer zu der Längsrichtung 4 stehen.
[0020] Wie Figur 1 erkennen lässt, ist das Fadenauge 7 von einem flachen, im Wesentlichen
ebenen Bereich 12 umgeben, der wenigstens ungefähr in oder parallel einer Ebene liegt,
die von den Litzentragschienen 2, 2' festgelegt ist. Dazu ist die Weblitze 1 zwischen
dem Bereich 12 und der jeweiligen Endöse 6, 7 jeweils an Stellen 13, 14 um etwa 90°
um die Längsrichtung 4 verwunden.
[0021] Wie die Figuren 1 und 2 erkennen lassen, ist der Litzenkörper aus einem relativ dünnen
Flachmaterial aus Metall, beispielsweise Stahl als reines Stanzbiegeteil einstückig
ausgebildet. Die Endösen 5, 6 sind Bestandteil des Litzenkörpers 3. Die Breite des
Litzenkörpers 3 ist wenigstens an dem Bereich 12, vorzugsweise aber insgesamt größer
als die in Figur 2 veranschaulichte Breite B des Fadenauges 7. Zu beiden Seiten des
Fadenauges 7 verbleiben Stege 15, 16, deren Breite vorzugsweise etwas größer ist als
die Dicke des Flachmaterials aus dem die Weblitze 1 ausgebildet ist. Die in Längsrichtung
4 zu messende Höhe H des Fadenauges 7 ist deutlich geringer als seine Breite B. Das
Fadenauge 7 kann allerdings abweichend von der in Figur 2 veranschaulichten Rechteckform
auch oval oder anderweitig geformt sein, wobei aber jeweils seine Breite B größer
als seine Höhe H ist.
[0022] Die obere und die untere Kante 10, 11 werden vorzugsweise durch Fadenleitflächen
17, 18 gebildet, die, wie in Figur 2 dargestellt, unmittelbar an die Flachseiten des
Bereichs 12 anschließen können. Die Übergänge können jedoch gerundet sein, um empfindliche
Kettfäden 36 zu schonen. Die Kettfäden 36 können jeweils durch einzelne Fäden bzw.
Streifen (z.B. Kunststoffbänder) oder jeweils aus mehreren miteinander verbundenen
oder unverbundenen Fäden, einer Fadenschar oder einem Fadenband 36 gebildet sein.
[0023] Die insoweit beschriebene Weblitze 1 arbeitet wie folgt:
Für den Betrieb einer Webmaschine, zur Bildung eines Webfachs, werden mehrere Weblitzen
1 gemäß der Bauart nach Figur 1 auf die Litzentragschienen 2, 2' von mindestens zwei
webschäften aufgereiht. Die Weblitzen 1 sind im einfachsten Fall untereinander vollkommen
identisch ausgebildet. Sie sind pro Webschaft in einem Abstand, der im Wesentlichen
der Kettfadenbreite 36 entspricht, gehalten. Durch die Fadenaugen 7 laufen diejenigen
bandförmigen Kettfäden 36, die der Fachbildung zu unterwerfen sind. Zur Fachbildung
werden die beiden Webschäfte, mit von den Litzentragschienen 2, 2' gehaltenen Weblitzen
1, in Längsrichtung 4 auf und ab bewegt. Dabei werden die durch die Fadenaugen 7 laufenden
bandförmigen Kettfäden 36 unverformt nach oben oder nach unten ausgelenkt und somit
ein Webfach gebildet, welches dem Schusseintrag eines Schussfadens zur Verfügung steht.
[0024] Bei einer abgewandelten Ausführungsform sind die Bereiche 12 der Weblitzen 1 nicht
um genau 90° gegen die Endösen 5, 6 gedreht. Die Weblitzen 1 des ersten und zweiten
Webschafts können sich dadurch etwas überlappen, wodurch dichtere Gewebe hergestellt
werden können. Auch bei dieser Ausführungsform ist die aus Sicht des Kettfadens 36
vorhandene lichte Weite zumindest geringfügig größer als die Breite des flachen Kettfadens
36.
[0025] Es ist weiter möglich, die Weblitze 1 geringfügig asymmetrisch zu gestalten, entweder
indem die Öffnungen der Endösen 5, 6 außermittig in den Litzenkörper 3 eingestanzt
werden oder indem die verwundenen Bereiche bzw. die Drehbereiche 13, 14 etwas asymmetrisch
gebogen werden.
[0026] Die Figuren 3a und 3b veranschaulichen eine abgewandelte Ausführungsform der Weblitze
1, für die die vorstehende Erläuterung mit Ausnahme nachfolgenden Abwandlungen und
Ergänzungen entsprechend gilt. Das Fadenauge 7 ist wiederum im Wesentlichen rechteckig
ausgebildet. Jedoch wird es zunächst, wie in Figur 3a veranschaulicht, H-förmig ausgestanzt,
so dass ein oberer und ein unterer Lappen 19, 20 freigestellt werden, die sich aufeinander
zu erstrecken. Die Lappen 19, 20 werden dann, wie Figur 3b veranschaulicht, voneinander
weg gebogen. Sie können dabei, wie dargestellt, zur gleichen Seite oder auch in entgegen
gesetzten Richtungen aus dem Fadenauge 7 heraus gebogen werden und formen ein keil-
oder trichterförmiges Fadenauge. Vorzugsweise werden sie dabei um einen Winkel gebogen,
der deutlich größer als 90° ist. Die bevorzugten Ausführungsbeispiele nutzen Winkel
α zwischen 110° und 150°. Die Lappen 19, 20 können dabei in Fadenlaufrichtung oder
gegen die Laufrichtung der Kettfäden 36 orientiert sein. In jedem Fall entstehen Fadenleitflächen
17, 18, die, wie aus Figur 3b ersichtlich, an einer Flachseite 21 des Bereichs 12
beginnen und sich jeweils bis zu dem freien Ende 22, 23 jedes Lappens 19, 20 erstrecken.
Die entsprechend zu messende Länge ist somit größer als die Dicke des Litzenkörpers
3. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für bandförmige Kettfäden 36 aus
empfindlichem, aber wenig abrasivem Material.
[0027] Es wird darauf hingewiesen, dass die Weblitze 1' wie auch alle nachfolgend beschriebenen
Weblitzen 1' ein Fadenauge 7 mit einer Höhe H haben, die geringer ist als die Breite
B. Jedoch können die Weblitzen 1' dieser Ausführungsformen ausnahmslos auch mit Fadenaugen
7 versehen sein, deren Höhe H größer ist als deren Breite B.
[0028] In den Figuren 4a, 4b ist eine weitere Ausführungsform der Weblitze 1' veranschaulicht.
Die Besonderheit dieser Ausführungsform besteht in Fadenleitelementen 24, 25, die
das Fadenauge 7 oben und unten beranden und somit einen oberen und einen unteren Rand
bilden. Die Fadenleitelemente 24, 25 sind z.B. durch zylindrische Stifte gebildet,
die in entsprechenden Auskehlungen 26, 27 liegen, die an den Kanten 10, 11 ausgebildet
sind. Diese Auskehlungen können rinnenförmig gebildet sein. Die Fadenelemente 24,
25 weisen vorzugsweise einen Durchmesser auf, der größer ist als die Dicke des Litzenkörpers
3. Dadurch erhalten die Fadenleitflächen 17, 18, die an den Fadenleitelementen 24,
25 ausgebildet sind, eine Länge, die größer ist als die Dicke des Litzenkörpers 3.
[0029] Die Fadenleitelemente 24, 25 sind untereinander vorzugsweise gleich ausgebildet.
Sie können beispielsweise gemäß Figur 10a ausgebildet sein und aus einem geeigneten
Material, wie beispielsweise gehärtetem Stahl, Hartmetall, Keramik oder einem anderen
verschleißfesten Stoff bestehen. Sie können mit dem Litzenkörper 3 verlötet, verschweißt
oder verklebt sein. Außerdem kann das Fadenleitelement 24, 25 aus einem Kunststoff
bestehen. Die Wahl des Materials des Fadenleitelements 24, 25 kann sich an dem von
dem Fadenauge 7 zu leitenden Kettfaden orientieren.
[0030] In Figur 5a, 5b ist eine abgewandelte Ausführungsform der Weblitze 1' veranschaulicht.
Die Fadenleitelemente 24, 25 weisen hier einen teilzylindrischen, vorzugsweise halbrunden
Querschnitt auf. Dies vereinfacht die Herstellung hinsichtlich der Lagerung des Fadenleitelements
24, 25 und der Befestigung desselben an dem Litzenkörper 3. Ansonsten gilt die vorige
Beschreibung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 4a, 4b entsprechend für das Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 5a, 5b.
[0031] Figur 6a, 6b veranschaulicht eine weitere abgewandelte Ausführungsform der Weblitze
1'. Bei dieser Ausführungsform sind Fadenleitelemente 24, 25 vorgesehen, die von einer
zylindrischen Grundform ausgehen und zur Aufnahme des Litzenkörpers 3 an ihren von
dem Fadenauge 7 weg weisenden Seiten jeweils eine entsprechende Nut aufweisen. Die
Fadenleitelemente 24, 25 können auf diese Weise einfach und sicher an dem Litzenkörper
3 befestigt werden. Bevorzugt wird eine stoffschlüssige Verbindung durch Kleben, Löten
oder Schweißen. Ansonsten gelten die vorigen Ausführungen entsprechend.
[0032] In den Figuren 7a, 7b ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Weblitze
1' veranschaulicht. Die Besonderheit dieser Weblitze besteht darin, dass der Litzenkörper
3 an seiner Flachseite 28 mit flachstabförmigen Fadenleitelementen 24, 25 versehen
ist, die die obere Kante 10 und die untere Kante 11 des Fadenauges 7 überlappen. Die
Fadenleitflächen 17, 18, die durch gerundete Kanten der Fadenleitelemente 24, 25 gebildet
werden, begrenzen dabei die lichte Höhe H des Fadenauges 7, wobei diese lichte Höhe
H deutlich geringer ist als der in gleicher Richtung gemessene Abstand zwischen den
Kanten 10, 11. Der Überstand der Fadenleitelemente 24, 25 über die Kanten 10, 11 ist
vorzugsweise so groß, dass der Kettfaden die Kanten 10, 11 nicht berührt. Der Überstand
der Fadenleitelemente 24, 25 über die Kanten 10, 11 ist dabei vorzugsweise so groß,
dass der Kettfaden die Kanten 10, 11 auch dann nicht erreicht, wenn er in Fachbildestellung
steht, d.h. wenn der Webschaft seine obere oder seine untere Extremposition erreicht
hat.
[0033] Wie die Figuren 8a und 8b zeigen, können entsprechende Fadenleitelemente 24a, 24b,
25a, 25b auch an beiden Flachseiten 21, 28 des Grundkörpers 3 befestigt werden. Dadurch
entstehen jeweils in Teilflächen 17a, 17b, 18a, 18b unterteilte Fadenleitflächen 17,
18. Die Gesamtbreite dieser Fadenleitflächen 17, 18 wird nun wiederum größer als die
Dicke des Litzenkörpers 3. Als Gesamtbreite wird hier die in Figur 8b von links nach
rechts zu messende Breite der einzelnen Teilflächen 17a, 17b, 18a, 18b zuzüglich des
jeweiligen Abstands zwischen den Teilflächen 17a, 17b bzw. 18a, 18b verstanden.
[0034] Sowohl bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 7a, 7b als auch bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 8a, 8b können die Fadenleitelemente 24, 25 wie dargestellt als gesonderte
Elemente oder alternativ auch als Teil eines Rahmens ausgebildet sein, der jeweils
flach auf die Flachseite 21 und/oder 28 aufgesetzt wird. Die Geometrie des Fadenauges
7 wird dann von dem Rahmen festgelegt. Bevorzugt wird jedoch die veranschaulichte
Ausführungsform mit gesonderten, untereinander nicht verbundenen Fadenleitelementen
24, 25. Die zu beiden Seiten des Fadenauges 7 verbleibenden Stege können schwingen
oder federn, ohne dass dies durch aufgeklebte, gelötete oder geschweißte Elemente
behindert würde oder dass dadurch z.B. ein keramisches Fadenleitelement brechen würde.
Andererseits kann bei der Lösung mit rahmenförmigem Fadenleitelement eine Verstärkung
des Fadenaugenbereichs des Litzenkörpers 3 erreicht werden.
[0035] Figur 9a und 9b veranschaulicht eine auf der Ausführungsform nach Figur 8a, 8b beruhende
weitere Ausführungsform, die sich in der Form der Fadenleitelemente 24a, 24b, 25a,
25b von der vorstehenden Ausführungsform unterscheidet. Die Fadenleitelemente 24a,
24b, 25a, 25b sind wiederum gemäß Figur 10a als Zylinderstift ausgebildet. Sie sind
an den Flachseiten 21, 28 angebracht und überragen die Kanten 10, 11. Der bandförmige
Kettfaden läuft über die Fadenleitelemente 24a, 24b, 25a, 25b, ohne die Kanten 10,
11 zu berühren.
[0036] Bei den vorgenannten Ausführungsformen können die Fadenleitelemente 24, 25 auch gemäß
Figur 10b in Form eines Zylinderstifts mit endseitigen Anlaufelementen 29, 30 ausgebildet
sein. Die Anlaufelemente 29, 30 können beispielsweise scheibenförmige Abschnitte sein,
deren Durchmesser D1, D2 größer ist als der Durchmesser D0 des mittleren zylinderstiftförmigen
Abschnitts. Die Anlaufelemente 29, 30 können mit einer einseitigen Abflachung versehen
sein, um das Anbringen an einer der Flachseiten 21, 28 des Litzenkörpers 3 zu erleichtern.
[0037] Figur 11 veranschaulicht eine alternative Ausführungsform der Endöse 5 der Weblitze
1, die sich für alle vorgenannten Ausführungsformen eignet. Zu der Endöse 5 gehören
Vorsprünge 31, 32, die dazu eingerichtet sind, die Litzentragschiene 2 zu übergreifen
und dadurch die Weblitze 1 an der Litzentragschiene 2 zu sichern. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind die Vorsprünge 31, 32 in Form abgewinkelter Zungen ausgebildet,
die beim Ausstanzen einer Öffnung 33 freigestellt worden sind. Die Zungen sind dann
aus dieser Öffnung 33 heraus gebogen und an ihren Enden auf einander zu abgewinkelt
worden, um die Litzentragschiene 2 übergreifende Haken zu bilden. Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass der Litzenkörper 3 flach an der Tragschiene 2 anliegt und somit
keine Verdrehung erleiden kann. Die von den Vorsprüngen 31, 32 definierte Aufnahmeöffnung
34 für die Litzentragschiene 2 weist gegenüber der Litzentragschiene 2 ein erhebliches
Vertikalspiel, jedoch nur ein geringes sonstiges Spiel auf.
[0038] Die Ausführungsform der Endöse 5 gemäß Figur 11 kann abgewandelt werden. Beispielsweise
kann der obere Vorsprung 31 durch ein entsprechend umgebogenes Ende 31' des Litzenkörpers
3 ersetzt werden, wie Figur 12 schematisch veranschaulicht. Auch kann der Vorsprung
32 gemäß Figur 12 durch ein angesetztes oder angeschweißtes Blechelement 32' ersetzt
sein, das beispielsweise an einer vertikal orientierten Kante 35 mit dem Litzenkörper
3 verbunden ist. Das Element 32' kann durch Umbiegen eines Randabschnitts des Litzenkörpers
3 erhalten oder gesondert an diesen angesetzt werden.
[0039] Eine Weblitze 1 für flache, bandartige Kettfäden 36 weist ein Fadenauge 7 auf, dessen
Breite vorzugsweise größer als seine Höhe ist. Ein solches Fadenauge 7 verhindert
eine Verformung des bandförmigen Kettfadens 36, insbesondere ein seitliches Zusammenschieben
während der Fachbildung. Außerdem weist die erfindungsgemäße weblitze 1 vorzugsweise
Fadenleitflächen 17, 18 auf, die, bezogen auf die Laufrichtung des Kettfadens 37,
länger sind als die Dicke des Litzenkörpers 3 der Weblitze 1. Durch diese Maßnahme
kann der Verschleiß an der Weblitze 1, wie auch an dem Kettfaden 36 reduziert werden.
Bezugszeichenliste:
[0040]
- 1
- Weblitze
- 2, 2'
- Litzentragschiene
- 3
- Grundkörper
- 4
- Längsrichtung
- 5, 6
- Endösen
- 7
- Fadenauge
- 8, 9, 10, 11
- Kanten
- 12
- Bereich
- 13, 14
- Stellen, Drehstellen
- 15, 16
- Stege
- 17, 18
- Fadenleitflächen
- 17a, 17b, 18b, 18b
- Teilflächen
- 19, 20
- Lappen
- 21
- Flachseite
- 22, 23
- Ende
- 24, 25, 24a, 24b, 25a, 25b
- Fadenleitelemente
- 26, 27
- Auskehlungen
- 28
- Flachseite
- 29, 30
- Endseitige Anlaufelemente
- 31, 32
- Vorsprünge
- 31'
- umgebogenes Ende
- 32'
- Blechelement
- 33
- Öffnung
- 34
- Aufnahmeöffnung
- 35
- Kante
- B
- Breite
- H
- Höhe
- D0, D1, D2
- Durchmesser
1. Weblitze (1) für bandartige Kettfäden (36),
mit einem sich entlang einer Längsrichtung (4) erstreckenden Litzenkörper (3), der
an wenigstens einem Ende mit einer Endöse (5, 6) zur Lagerung an einer Litzentragschiene
(2, 2') versehen ist,
mit einem Fadenauge (7), das an dem Litzenkörper (3) vorgesehen ist und dessen quer
zu der Längsrichtung (4) und parallel zu der Litzentragschiene (2, 2') zu messende
Breite (B) größer ist als seine in Längsrichtung (4) zu messende Höhe (H).
2. Weblitze (1) für bandartige Kettfäden (36),
mit einem sich entlang einer Längsrichtung (4) erstreckenden Litzenkörper (3), der
an wenigstens einem Ende mit einer Endöse (5, 6) zur Lagerung an einer Litzentragschiene
(2, 2') versehen ist,
mit einem Fadenauge (7), das an dem Litzenkörper (3) vorgesehen ist und das eine obere
Kante (10) und eine untere Kante (11) aufweist, die voneinander in Längsrichtung (4)
beabstandet sind,
wobei die obere Kante (10) und die untere Kante (11) eine Fadenleitfläche (17, 18)
bilden, die fadeneinlaufseitig und/oder fadenauslaufseitig gerundet ausgebildet ist
und deren sich in Kettfadenrichtung (36) erstreckende Länge größer ist als die in
gleicher Richtung zu messende Dicke des Litzenkörpers (3) an dem Fadenauge (7).
3. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenauge (7) eine Öffnungsrichtung festlegt, die in einer Ebene liegt, die von
der Längsrichtung (4) des Litzenkörpers (3) und von dem durch das Fadenauge (7) laufenden
Kettfaden (36) festgelegt ist.
4. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (3) aus einem bandförmigen Material besteht und zumindest an seinem
Fadenauge (7) quer zu dem Kettfaden (36) orientiert ist.
5. Weblitze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (3) zwischen seiner Endöse (5, 6) und seinem Fadenauge (7) verwunden
ist.
6. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endöse (5, 6) ein gesondertes, mit dem Litzenkörper (3) verbundenes Element oder
einstückiger Bestandteil des Litzenkörpers (3) ist.
7. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (3) aus einem Flachmaterial besteht, das sich an der Endöse (5,
6) parallel zu der Litzentragschiene (2, 2') erstreckt und an dieser durch Vorsprünge
(31, 32) gehalten ist, die an dem Litzenkörper (3) angebracht sind und die über dessen
Flachseite (21, 28) vorstehen.
8. Weblitze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenleitfläche (17, 18) an Lappen (19, 20) ausgebildet ist, die aus dem Fadenauge
(7) heraus gebogen sind.
9. Weblitze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenleitfläche (17, 18) an Fadenleitelementen (24, 25) ausgebildet ist, die
mit dem Litzenkörper (3) verbunden sind.
10. Weblitze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Fadenleitfläche (17, 18) in zwei Teilflächen (17a, 17b; 18a, 18b)
unterteilt ist, die jeweils an einem der Fadenleitelemente (24a, 24b; 25a, 25b) ausgebildet
ist.
11. Weblitze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenleitelemente (24, 25) aus einem Kunststoff, einem Hartmetall oder Keramik
ausgebildet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Weblitze (1) für bandartige Kettfäden (36),
mit einem sich entlang einer Längsrichtung (4) erstreckenden Litzenkörper (3), der
an wenigstens einem Ende mit einer Endöse (5, 6) zur Lagerung an einer Litzentragschiene
(2, 2') versehen ist,
mit einem Fadenauge (7), das an dem Litzenkörper (3) vorgesehen ist und das eine obere
Kante (10) und eine untere Kante (11) aufweist, die voneinander in Längsrichtung (4)
beabstandet sind, und dessen quer zu der Längsrichtung (4) und parallel zu der Litzentragschiene
(2, 2') zu messende Breite (B) größer ist als seine in Längsrichtung (4) zu messende
Höhe (H) mit einem Fadenauge (7),
wobei die obere Kante (10) und die untere Kante (11) eine Fadenleitfläche (17, 18)
bilden, die fadeneinlaufseitig und/oder fadenauslaufseitig gerundet ausgebildet ist
und deren sich in Kettfadenrichtung (36) erstreckende Länge größer ist als die in
gleicher Richtung zu messende Dicke des Litzenkörpers (3) an dem Fadenauge (7)
wobei der Litzenkörper (3) aus einem bandförmigen Material besteht und zumindest an
seinem Fadenauge (7) quer zu dem Kettfaden (36) orientiert ist,
wobei die Fadenleitfläche (17, 18) an Lappen (19, 20), die aus dem Fadenauge (7) heraus
gebogen sind oder an Fadenleitelementen (24, 25) ausgebildet ist, die mit dem Litzenkörper
(3) verbunden sind, wobei zu beiden Seiten des Fadenauges (7) Stege (15, 16) verbleiben.
2. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenauge (7) eine Öffnungsrichtung festlegt, die in einer Ebene liegt, die von
der Längsrichtung (4) des Litzenkörpers (3) und von dem durch das Fadenauge (7) laufenden
Kettfaden (36) festgelegt ist.
3. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (3) zwischen seiner Endöse (5, 6) und seinem Fadenauge (7) verwunden
ist.
4. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endöse (5, 6) ein gesondertes, mit dem Litzenkörper (3) verbundenes Element oder
einstückiger Bestandteil des Litzenkörpers (3) ist.
5. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Litzenkörper (3) aus einem Flachmaterial besteht, das sich an der Endöse (5,
6) parallel zu der Litzentragschiene (2, 2') erstreckt und an dieser durch Vorsprünge
(31, 32) gehalten ist, die an dem Litzenkörper (3) angebracht sind und die über dessen
Flachseite (21, 28) vorstehen.
6. Weblitze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Fadenleitfläche (17, 18) in zwei Teilflächen (17a, 17b; 18a, 18b)
unterteilt ist, die jeweils an einem der Fadenleitelemente (24a, 24b; 25a, 25b) ausgebildet
ist.
7. Weblitze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenleitelemente (24, 25) aus einem Kunststoff, einem Hartmetall oder Keramik
ausgebildet sind.