[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschließen des Eckstoßes
eines als Abstandhalter auf eine Glasscheibe aufgesetzten elastoplastischen Bandes
durch Andrücken eines einseitigen adhäsiven, länglichen Folienstreifens mit einer
Breite i.w. gleich der Breite des elastoplastischen Bandes an die in dem Eckstoß zusammenlaufenden
Schenkelabschnitte des Abstandhalters wobei der Folienstreifen mit einem ersten Teil
seiner Länge an den ersten Schenkelabschnitt angedrückt und der zunächst frei über
die Ecke überstehende Teil um die Ecke umgeschlagen und an den zweiten Schenkelabschnitt
angedrückt wird.
[0002] Bekanntlich müssen Isolierglasscheiben bei der Herstellung wasserdampfdiffusionsdicht
versiegelt werden. Hierzu wird ein dauerplastischer Kleber, in der Regel Butyl, auf
die beiden Seitenflächen des Abstandhalters aufgetragen. Bei einem Abstandhalter aus
einem elastoplastischen Band, das häufig aus mehreren Funktionsschichten besteht und
gasdiffusionsdicht ist, entsteht zwangsläufig zwischen dem "Anfang" und dem "Ende"
des auf die eine Glasscheibe aufgesetzten Bandes eine Stoßstelle. Maschinell aufgesetzte
oder applizierte Abstandhalter beginnen und enden häufig im Bereich einer Ecke der
jeweiligen Glasscheibe, weil sich dadurch die maschinellen Transportvorgänge der Glasscheibe
vereinfachen. Damit auch im Bereich dieses sog. Eckstoßes die Diffusionsdichtigkeit
gewährleistet ist, wird bisher ein Folienstreifen z.B. aus Kunststoff auf diese Ecke
von Hand aufgeklebt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses bekannte, einleitend und im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebene Verfahren zu automatisieren.
[0004] Verfahrensmäßig ist diese Aufgabe durch die in kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 angegebenen Merkmal gelöst. Dieses Verfahren schließt sich vorzugsweise unmittelbar
an das Verfahren zum maschinellen Applizieren des Abstandhalterbandes an. Damit wird
gewissermaßen die letzte Lücke im ansonsten vollautomatischen Produktionsprozess von
Isolierglasscheiben in einer langen Fertigungsstraße, an deren Anfang die Rohglastafel
und an deren Ende die versandfertige Isolierglasscheibe steht, geschlossen.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 8 angegeben.
[0006] Vorrichtungsmäßig ist die genannte Aufgabe durch die im Anspruch 9 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen dieser Vorrichtung sind in den Ansprüchen 10 bis 16
angegeben.
[0008] Das Verfahren nach der Erfindung und die Vorrichtung zu seiner Durchführung werden
nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels und der schematisch vereinfachten Zeichnung
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- perspektivische Aufsicht auf eine Folienbandzuführung,
- Fig. 2a
- die entsprechende perspektivische Untersicht, ergänzt um einige weitere Teile,
- Fig. 2b
- die entsprechende Ansicht schräg von oben,
- Fig. 3
- den an die Fig. 1 anschließenden Teil der Vorrichtung, insbesondere die Klemm- und
Schneidvorrichtung,
- Fig. 4
- die Transfervorrichtung für den Folienstreifen in vorgefahrener Position, in der sie
den Folienstreifen gegen den einen Schenkelabschnitt des Abstandhalters andrückt,
- Fig. 5a
- die Situation ähnlich Fig. 4, jedoch mit zurückgefahrener Transfervorrichtung und
ergänzt um eine Andrückvorrichtung für den ersten Teil des Folienstreifens sowie einen
Andrückschlitten zum Umschlagen und Andrücken des zuvor frei über die Abstandhalterecke
überstehenden Teils des Folienstreifens,
- Fig. 5b
- die in Fig. 5a dargestellten Teile in der Aufsicht,
- Fig. 6a
- die Andrückvorrichtung und den Andrückschlitten unmittelbar vor dem Umschlagen des
Folienstreifens um die Abstandhalerecke,
- Fig. 6b
- die in Fig. 6a dargestellten Teile in der Aufsicht.
[0009] Die Figuren 1 bis 6b zeigen die wesentlichen Teile einer Vorrichtung zum automatisierten
Aufsetzen eines adhäsiven Folienstreifens auf den Eckstoß des auf die eine von zwei
Glasscheiben aufgesetzten Abstandhalters. Die Vorrichtung ist in eine an sich bekannte
Straße zur automatisierten Herstellung von Isolierglasscheiben integriert und z.B.
unmittelbar nach einer z.B. aus der
DE-B-102 12 359 bekannten Vorrichtung zum Applizieren eines elastoplastischen Bandes als Abstandhalter
angeordnet. Wenn die Glasscheiben, wie inzwischen weitgehend üblich, stehend (jedoch
leicht gegen die Lotrechte geneigt) gefördert und bearbeitet werden, ist die vorliegende
Eckenverschließvorrichtung insgesamt auf einem Schlitten montiert, der längs einer
Säule geführt und mittels der von der Maschinensteuerung gelieferten Daten der jeweiligen
Glasscheibe so positioniert wird, dass die Eckenverschließvorrichtung auf den Eckstoß
ausgerichtet ist, bevor sie zu arbeiten beginnt.
[0010] Fig. 1 zeigt eine Vorratspule 1, von der ein Folienband 2 über eine Umlenkrolle 3
und zwei über einen Schrittmotor 4 angetriebene Transportrollen 5 und 6 abziehbar
ist. Das Folienband kann aus Kunststoff, insbesondere aus einem mehrlagigen Verbundkunststoff
mit mindestens einer diffusionsdichten Lage oder aus einem Metall, z.B. einer Aluminiumfolie
oder einer Folie aus rostfreiem Stahl oder einer Metall/Kunststoff-Verbundfolie bestehen.
Das Folienband 2 hat auf einer Seite eine Schicht 2.1 aus einem polymerisierenden
Kleber, z. B. auf Acrylat- und/oder Butylbasis. Besonders vorteilhaft ist eine Kleberschicht,
die aus einem Mittelstreifen auf Butylbasis und beiderseits davon je einem acrylatbasierten
Klebestreifen besteht. Die Kleberschicht 2.1 läßt einen oberen und unteren Randstreifen
des Bandes 2 frei. Die Transportrolle berührt das Band 2 nur im Bereich dieser kleberfreien
Randstreifen. Die klebende Seite des Bandes 2 ist mit einer Schutzfolie 2.2 abgedeckt,
die beim Abspulen des Bandes 2 über einer Umlenkrolle 7 abgezogen und auf einer Entsorgungsrolle
8 aufgewickelt wird. Bei einer nicht dargestellten Weiterbildung wird auf die Schicht
2.1 auf Acrylatbasis nach dem Abziehen der Schutzfolie 2.2 mittels einer Düse ein
Mittelstreifen aus zähflüssigem Butyl aufgegeben.
[0011] Die Fig. 2a und 2b zeigen die Teilvorrichtung in Fig. 1 in einer schrägen Untersicht
und einer schrägen Aufsicht, jeweils ergänzt um einen auf die Transportrollen 8, 9
folgenden Backen 20, der mittels eines Druckluftzylinders 20.1 in Bandtransportrichtung
(s. Pfeil in Fig. 1) verschiebbar und Teil einer nachfolgend beschriebenen Klemmvorrichtung
ist.
[0012] Wie in Fig. 3 gezeigt, fördern die synchron (z. B. mittels eines nicht dargestellten
Zahnriemens) angetriebenen Transportrollen 5, 6 das Band 2, hier der besseren Erläuterbarkeit
halber nur bis kurz nach den Transportrollen 5, 6 dargestellt, zwischen die Backen
20, 21 einer Klemmvorrichtung. Der Backen 20 hat in seiner in der Bandtransportebene
liegenden Bandanlagefläche zahlreiche Saugbohrungen 20.2 und einen Saugluftanschluß
20.3. Der Backen 21 ist mittels eines Arbeitszylinders 21.1 mit angedeuteten Druckluftanschlüssen
21.2 aus der gezeichneten Stellung rechtwinklig zur Bandtransportebene vorschiebbar.
In der vorgeschobenen Stellung hält der Backen 21 das Band 2 über in dieser Ansicht
nicht sichtbare Kunststoffpuffer gegen die entsprechende Anlagefläche des Backens
20. Die Puffer befinden sich in Höhe der kleberfreien Randstreifen des Bandes 2. Die
Saugbohrungen 20.2 des Backens 20 stellen sicher, dass das somit nicht vollflächig
geklemmte Band während des anschließenden Trennvorganges knitterfrei bleibt.
[0013] Auf die Klemme 20 folgt in Bandtransportrichtung eine Transfervorrichtung 23, die
von dem Backen 20 über einen durchgehenden Schlitz 22 beabstandet ist. Die Transfervorrichtung
23 hat in ihrer Bandanlagefläche ebenfalls Saugbohrungen 23.1 und einen entsprechenden
Saugluftanschluß 23.2. Sie ist über einen Druckluftantrieb 23.2 in Bandtransportrichtung
verschiebbar.
[0014] Auf den Schlitz 22 ist ein Messer 30 ausgerichtet, das am Ende eines Messerträgers
31 sitzt, der seinerseits zum Abtrennen eines Folienstreifens von dem Band 2 aus der
gezeichneten Ruhestellung nach unten verfahrbar ist. Hierzu ist der Messerträger 31
über Führungsstangen 31.1 mit einem Druckluftantrieb 32 verbunden.
[0015] Ein Folienstreifen wird wie folgt erzeugt: Während sich die Transfervorrichtung 23
in der in Fig. 4 gezeigten Position befindet, schiebt der Schrittmotor 4 in Fig. 3
über die Transportrollen 5 und 6 das Band 2 in Transportrichtung um die von der Maschinensteuerung
vorgegebene Breite des zu erzeugenden Folienstreifens vor. Der währenddessen mit Unterdruck
beaufschlagte Backen 20 hält den bis zu dem Schlitz 22 reichenden Endabschnitt des
Bandes an die Bandauflagefläche angesaugt und wird synchron zum Bandtransport mittels
des in Fig.2a dargestellten Druckluftzylinders 20.1 um mindestens die Breite des Folienstreifens
in Bandtransportrichtung vorgeschoben um das Band straff zu halten. Währenddessen
ist, wie gesagt, die Transfervorrichtung 23 mittels des Zylinders 23.3 in Fig. 3 in
die Ebene der Glasscheibe 60 vorgeschoben, vgl. Fig. 4. Nach dem Aufheben des Unterdruckes
fährt der Backen 20 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurück, und ebenso die Transfervorrichtung
23. Dann wird die Bandanlagefläche sowohl der Klemme 20 als auch der Transfervorrichtung
23 mit Unterdruck beaufschlagt. Gleichzeitig fährt die Klemme 21 in Richtung der Klemme
20 bis zur Anlage der genannten Kunststoffpuffer gegen die Ränder des Bandes 2. Im
nächsten Schritt trennt das Messer 30 von dem Band 2 einen Folienstreifen ab, der
nun an der Bandanlagefläche der Transfervorrichtung 23 haftet. Das Messer 30 und die
Klemme 21 gehen anschließend in ihre gezeichneten Ausgangspositionen zurück.
[0016] Fig 4 zeigt eine Glasscheibe 60, auf die ein Abstandhalter 50 mit seiner einen Seitenfläche
haftend aufgesetzt ist. Der Abstandhalter 50 hat einen Eckstoß 50.2 zwischen seinem
vertikalen Schenkel 50.1 und seinem horizontalen Schenkel 50.3. Dieser Eckstoß soll
mittels des abgetrennten Folienstreifens 2.3 diffusionsdicht verschlossen werden.
Die Glasscheibe 60 liegt dabei mit ihrer von dem Abstandhalter 50 abgewandten Fläche
wie üblich gegen eine nicht gezeichnete Abstützwand an, könnte aber ebensogut auf
einer horizontalen Tischfläche aufliegen.
[0017] Im nächsten Schritt wird die Transfervorrichtung 23 mit dem abgetrennten und angesaugten
Folienstreifen mittels des Zylinders 23.3 in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung rechtwinklig
zur Ebene der positionierten Glasscheibe 60 vorgeschoben und anschließend mittels
eines Zylinders 23.4 in Richtung des Schenkels 50.1 des Abstandhalters 50 vorgefahren,
so dass der Folienstreifen 2.3 mit dem unteren Abschnitt seiner Kleberschicht 2.1
an diesem Schenkel 50.1 haftet.
[0018] Die Breite der den Folienstreifen 2.3 angesaugt haltenden Fläche der Transfervorrichtung
23 ist höchstens gleich der Breite des schmalsten Abstandhalters 50, so dass die Vorrichtung
ohne Auswechseln der Transfervorrichtung für Abstandhalter auch größerer Breite eingesetzt
werden kann. Im Beispiel der Fig. 4 ist die Breite des Abstandhalters größer als die
Breite der vorgenannten Fläche der Transfervorrichtung.
[0019] Weil die Transfervorrichtung entsprechend der Länge des Folienstreifens 2.3 nach
oben über den Eckstoß 50.2 übersteht und um ein vollflächiges Andrücken des Folienstreifens
an den vertikalen Schenkel 50.1 zu gewährleisten, umfasst die Gesamtvorrichtung gemäß
den Fig. 5a und 5b eine Andrückvorrichtung 70, deren Andrückfläche mindestens gleich
der Breite des breitesten verwendeten Abstandhalters ist.
[0020] In dem in Fig. 5a und 5b dargestellten Schritt ist die Transfervorrichtung 23 in
ihre Ausgangsstellung (wie in Fig. 3 dargestellt) zurückgefahren. Sie hat damit Raum
geschaffen für die der besseren zeichnerischen Darstellbarkeit halber in den vorhergenden
Figuren weggelassene Andrückvorrichtung 70, die mittels eines Druckluftzylinders 70.1
in die entsprechende Position vorgefahren ist, die zuvor (siehe Fig. 4) die Transfervorrichtung
23 eingenommen hat. Wie auch aus Fig. 5b erkennbar, drückt deshalb nun die Andrückvorrichtung
70 den entsprechenden (unteren) Abschnitt des Folienstreifens gegen den Schenkel 50.1
des Abstandhalters. Die obere Fläche 70.2 der Andrückvorrichtung 70 fluchtet mit der
oberen oder Aussenfläche des Schenkels 50.3 des Abstandhalters 50. Oberhalb der Andrückvorrichtung
70, jedoch in der gleichen Ebene wie diese befindet sich ein Andrückschlitten 80.
Er ist über einen Zylinder 80.1 vertikal und über einen Zylinder 80.2 horizontal verschiebbar
und dient dazu, den bisher frei über den Eckstoß 50.2 überstehenden Teil des Folienstreifens
2.3 um diese Ecke umzuschlagen und gegen den Schenkelabschnitt 50.3 des Abstandhalters
50 anzudrücken.
[0021] Gemäß den Figuren 6a und 6b umfasst der Andrückschlitten 80 hierzu ein Glättblech
80.3, das mittels eines in einem Schlittenkörper 80.4 angeordneten kleinen Druckluftzylinders
(nicht sichtbar) auf den Schenkel 50.3 absenkbar ist und an seinem in Bewegungsrichtung
vorlaufenden Ende kufenförmig angewinkelt ist. Das Glättblech 80.3 drückt beim Absenken
zunächst den Eckstoß 50.2 auf einen unvermeidbaren Restspalt zusammen und glättet
im Zuge der horizontalen Verschiebung mittels des Zylinders 80.2 die Aussenfläche
des Abstandhalterschenkels 50.3. Weiter umfasst der Andrückschlitten 80 eine in Bezug
auf das Glättblech 80.3 nachlaufende Andrückwalze 80.5, die im Zuge der Verschiebung
des Andrückschlittens 80 mittels des Zylinders 80.2 zunächst das Umlegen des über
die Ecke überstehenden Teils des Folienstreifens 2.3 und dann dessen straffes Anwalzen
an den Schenkel 50.3 besorgt.
[0022] Mit dem Andrücken beider Abschnitte des Folienstreifens 2.3 an die entsprechenden
Schenkelabschnitte beginnen die Flächenbereiche des Klebers 2.1 (vgl. Fig. 4), die
z.B. acrylatisch sind, zu polymerisieren und stellen dadurch sicher, dass nach dem
Aufsetzen der zweiten Glasscheibe (nicht dargestellt) und den Weiteren, an sich bekannten
Herstellungsschritten der Innenraum der fertigen Isolierglasscheibe auch im Bereich
der Ecke 50.2 gasdicht und insbesondere wasserdampfdiffusionsdicht versiegelt bleibt.
Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn der Kleber 2.1 einen Mittelstreifen
auf Butylbasis umfasst, der dann genau über dem Eckstoß liegt und die Ecke überlappt.
[0023] Nach dem in den Fig. 6a und 6b veranschaulichten Schritt fahren die beschriebenen
Teile in ihre jeweiligen Ausgangspositionen zurück, so dass nach dem Abtransport der
Glasscheibe 60 und dem Antransport der nächsten Glasscheibe sowie der bei anderem
Scheibenformat erforderlichen Neupositionierung der beschriebenen Gesamtvorrichtung
der Eckstoß des Abstandhalters der nächsten Glasscheibe versiegelt werden kann.
1. Verfahren zum Verschließen des Eckstoßes eines als Abstandhalter auf eine Glasscheibe
aufgesetzten elastoplastischen Bandes durch Andrücken eines einseitig adhäsiven, länglichen
Folienstreifens mit einer Breite i.w. gleich der Breite des elastoplastischen Bandes
an die in dem Eckstoß zusammenlaufenden Schenkelabschnitte des Abstandhalters, wobei
der Folienstreifen mit einem ersten Teil seiner Länge an den ersten Schenkelabschnitt
angedrückt und der zunächst frei über die Ecke überstehende Teil um die Ecke umgeschlagen
und an den zweiten Schenkelabschnitt angedrückt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Folienstreifen maschinell von einem automatisch zugeführten Folienband abgetrennt
und dabei mittels einer Transfervorrichtung gehalten wird,
- dass die Transfervorrichtung den Folienstreifen mit dem ersten Teil seiner Länge gegen
den ersten Schenkelabschnitt drückt und anschließend den Folienstreifen freigibt,
- und dass der frei über die Ecke überstehende Teil des Folienstreifens um die Ecke mittels
eines Andrückschlittens umgelegt und unter Straffung an den zweiten Schenkelabschnitt
des Abstandhalters angedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil der Länge des Folienstreifens gegen den ersten Schenkelabschnitt des
Abstandhalterrahmens mittels einer Andrückvorrichtung gedrückt wird während der Andrückschlitten
den überstehenden Teil des Folienstreifens umlegt und an den zweiten Schenkelabschnitt
andrückt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkelabschnitt des Abstandhalters vor dem Andrücken des umgeschlagenen
Teils des Folienstreifens zur Verkleinerung des Spaltes des Eckstosses gegen den ersten
Schenkelabschnitt gedrückt und glatt gerichtet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der umgeschlagene Teil des Folienstreifens an den zweiten Schenkelabschnitt des Abstandhalters
mindestens einmal angewalzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienband an einem der Transfervorrichtung vorgeordneten Backen einer Klemmvorrichtung
gehalten wird, dass der Backen in Transportrichtung des Folienbandes um einen Weg
gleich der Breite des Abstandhalters vorgefahren wird, dass der Backen das Folienband
freigibt und gemeinsam mit der Transfervorrichtung in seine Ausgangsposition zurückgefahren
wird, dass das Folienband in der Klemmvorrichtung und an der Transfervorrichtung gehalten
wird und dass der Folienstreifen mittels eines rechtwinklig zur Bandtransportrichtung
verfahrbaren Messers zwischen der Klemmvorrichtung und der Transfervorrichtung abgetrennt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienband in der Klemmvorrichtung und der Folienstreifen an der Transfervorrichtung
vor und nach dem Abtrennen von dem Folienband mittels Unterdruck gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf die adhäsiv beschichtete Seite des Folienbandes vor dem Abtrennen des Folienstreifens
einen Butylstrang aufgebracht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Eckstoß vor dem Andrücken des Folienstreifens ein Butylkleber aufgebracht
wird.
9. Vorrichtung zum Verschließen des Eckstoßes eines als Abstandhalter (50) auf eine Glasscheibe
(60) aufgesetzten elastoplastischen Bandes durch einen einseitig adhäsiven, länglichen
Folienstreifen, gekennzeichnet durch eine Vorratsspule (1) für ein Folienband, einen gesteuerten Bandantrieb (5, 6) zum
Abziehen des Bandes (2) von der Vorratsspule (1), eine Klemmvorrichtung (20, 21) für
den Endbereich des Bandes (2), eine Trennvorrichtung (30) zum Abtrennen des Folienstreifens
(2.3) von dem Band (2) und eine Transfervorrichtung (23), die den abgetrennten Folienstreifen
in Bezug auf den einen Eckstoß (50.2) aufweisenden Eckbereich des Abstandhalters (50)
positioniert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung einen Backen (20) mit Bohrungen (20.2) zum Ansaugen des Bandes
(2) an eine Anlagefläche hat und dass die Transfervorrichtung eine Anlagefläche mit
Bohrungen (23.1) zum Ansaugen des Folienstreifens (2.3) vor und nach dem Abtrennen
nach dem Band hat.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Backen (20) zumindest im Wesentlichen synchron mit dem Bandantrieb (5, 6) in
Bandtransportrichtung mindestens um die Breite des abzutrennenden Folienstreifens
(2.3) verschiebbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung ein auf einem Schlitz (22) zwischen der Klemmvorrichtung (20,
21) und der Transfervorrichtung (23) ausgerichtes Messer (30) umfasst.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Transfervorrichtung (23) zur Positionierung in Bezug auf den Eckstoß (50.2) des
Abstandhalters (50) einen in Bandtransportrichtung arbeitenden Antrieb (23.3) umfasst
und zum Andrücken des Folienstreifens (2.3) an einen (50.1) der den Eckstoß (50.2)
bildenden Schenkel (50.1, 50.3) des Abstandhalters (50) mittels eines Antriebes (23.4)
in der Ebene der Glasscheibe (60) verschiebbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch eine Andrückvorrichtung (70), die nach dem Zurückfahren der Transfervorrichtung (23)
den an dem Schenkel (50.1) des Abstandhalters (50) haftenden Abschnitt des Folienstreifens
(2.3) vollflächig gegen diesen Schenkel hält.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch einen mittels Antrieben (80.1 und 80.2) vertikal auf den anderen Schenkel (50.3)
des Abstandhalters (50) absenkbaren und anschließend horizontal verfahrbaren Andrückschlitten
(80) zum Umlegen des über den Eckstoß (50.2) überstehenden Teils des Folienstreifens
(2.3) und zum Andrücken des umgelegten Überstandes des Folienstreifens (2.3) an den
anderen Schenkel (50.3).
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Andrückschlitten (80) ein Glättblech (80.3) und eine dem Glättblech (80.3) nachlaufende
Andrückwalze (80.5) umfasst.