[0001] Die Erfindung betrifft ein Laufrad für ein Pumpenaggregat sowie ein Pumpenaggregat,
welches mit einem solchen Laufrad versehen ist.
[0002] Insbesondere im Bereich der Abwassertechnik und in sonstigen Bereichen, in welchen
verunreinigte Fluide gefördert werden sollen, sind Pumpen mit Laufrädern bekannt,
welche einen oder mehrere im Wesentlichen rohrförmige Strömungskanäle aufweisen. Ein
solches Laufrad ist beispielsweise aus
US 6, 837, 684 B2 bekannt. Das dort gezeigte Laufrad weist eine zentrale Eintrittsöffnung an einer
axialen Seite auf, von welcher ausgehend sich ein oder mehrere Strömungskanäle zunächst
radial nach außen erstrecken. Im Anschluss sind die strömungskanäle derart gekrümmt,
dass sie sich in ihrem einer Austrittöffnung zugewandten Endbereich im Wesentlichen
in Umfangsrichtung des Laufrades erstrecken. Die Austrittsöffnung ist so angeordnet,
dass das geförderte Fluid aus dem Strömungskanal im Wesentlich in tangentialer Richtung
aus dem Laufrad austritt.
[0003] Derartige Laufräder haben insbesondere bei Verwendung im mehrstufigen Pumpen den
Nachteil, dass im Pumpenaggregat ein das Laufrad umgebender Leitapparat bzw. das Laufrad
umgebende Strömungskanäle angeordnet werden müssen, welche die tangential aus dem
Laufrad austretende Strömung umlenken. Insbesondere ist ein Umlenken in axialer Richtung
erforderlich, um in einem mehrstufigen Pumpenaggregat das Fluid der Axialseite des
nächsten Laufrades zuzuführen. Die Anordnung dieser feststehenden Strömungskanäle
bzw. Leitapparate im Umfang des Laufrades führt zu einem vergrößerten Durchmesser
des gesamten Pumpenaggregates. Ferner hat eine solche starke Strömungsumlenkung bei
der Förderung verunreinigte Fluide den Nachteil, dass sich Verunreinigungen leicht
in den Strömungskanälen festsetzen können.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Laufrad sowie ein verbessertes
Pumpenaggregat mit einem solchen Laufrad zu schaffen, welche eine optimierte Strömungsführung
aufweisen, so dass die Gefahr von Zusetzungen durch Verunreinigungen minimiert sowie
der Aufbau des Pumpenaggregats verkleinert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Laufrad mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
sowie durch ein Pumpenaggregat mit dem in Anspruch 13 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen.
[0006] Das erfindungsgemäße Laufrad weist zumindest einen Strömungskanal auf, welcher eine
Eintrittsöffnung und eine Austrittöffnung aufweist. Die Eintrittsöffnung ist dabei
der Saugseite des Laufrades und die Austrittsöffnung der Druckseite zugewandt, so
dass das Fluid durch die Eintrittsöffnung angesaugt und aus der Austrittsöffnung des
Laufrades hinausgefördert wird, wenn das Laufrad um seine Drehachse rotiert. Die Eintrittsöffnung
ist dabei im Zentralbereich der Drehachse des Laufrades angeordnet und bildet dort
einen Saugmund. Der Strömungskanal weist ausgehend von der Eintrittsöffnung einen
ersten Abschnitt auf, welcher sich radial von der Eintrittsöffnung entfernt. Dies
ist der Abschnitt des Strömungskanals, in welchem das zu fördernde Fluid seine größte
Beschleunigung aufgrund des Zentrifugalkraft erfährt. An diesen ersten Abschnitt schließt
sich ein zweiter Abschnitt des Strömungskanals an, welcher der Austrittsöffnung zugewandt
ist, bzw. an dieser endet.
[0007] Durch diesen zweiten Abschnitt des Strömungskanals und die Austrittsöffnung wird
das beschleunigte Fluid aus dem Laufrad hinausgedrückt.
[0008] Erfindungsgemäß sind die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung zu bezüglich der
Drehachse axial entgegengesetzten Stirnseiten des Laufrades hin geöffnet. Das heißt,
dass von dem Laufrad gefördert Fluid strömt in axialer Richtung in das Laufrad ein
und aus der Austrittsöffnung auch in axialer Richtung aus dem Laufrad aus. Das heißt,
es erfolgt bereits im Laufrad eine Umlenkung von dem ersten Abschnitt des Strömungskanals,
in welchem das Fluid zunächst im Wesentlichen in radialer Richtung beschleunigt wird,
in die axiale Richtung. Der axiale Austritt des Fluids aus dem Laufrad hat den Vorteil,
dass im Außenumfang des Laufrades im Pumpenaggregat im Wesentlichen keine Elemente
zur Umlenkung der Strömung angeordnet werden müssen. Gerade bei mehrstufigen Pumpenaggregaten
kann die axial aus dem Laufrad austretende Fluidströmung leicht dem nächsten Laufrad
zugeführt werden, in welchem die Strömung wieder in axialer Richtung in den zentralen
Saugmund eintritt. Es ist dann lediglich zwischen den beiden Laufrädern ein Leitapparat
oder eine andere geeignete Strömungsführung erforderlich, welche die Strömung radial
wieder nach innen zur Eintrittsöffnung des nächsten Laufrades lenkt, da die Eintrittsöffnung
radial weiter innen als die Austrittsöffnung gelegen ist. Es ist jedoch keine Umlenkung
von radialer bzw. tangentialer Richtung in die axiale Richtung erforderlich. Insofern
wird die Strömungsführung in dem feststehenden Teilen des Pumpenaggregates deutlich
vereinfacht.
[0009] Die Umlenkung innerhalb des Laufrades in der Weise, dass das. Fluid in axialer Richtung
aus dem Laufrad austritt, hat darüber hinaus den Vorteil, dass auch in dem Bereich,
in welchem die Fluidströmung von radialer in axiale Richtung umgelenkt wird, bei Rotation
des Laufrades noch eine Energieübertragung von dem Laufrad auf das Fluid erfolgt.
Auf diese Weise kann der Wirkungsgrad des Pumpenaggregates gegenüber Pumpenoggregaten,
bei welchen die Umlenkung von radialer in axiale Richtung im feststehenden Teil des
Pumpengaggregates erfolgt, erhöht werden.
[0010] Der zweite Abschnitt des Strömungskanals erstreckt sich bezüglich der Drehachse des
Laufrades bevorzugt in umfänglicher Richtung und endet an der Austrittsöffnung. Das
heißt, im Übergang von dem ersten zum zweiten Abschnitt des Strömungskanals, welcher
vorzugsweise kontinuierlich gekrümmt erfolgt, wird die Strömung von radialer Richtung
in eine umfängliche Richtung des Laufrades umgelenkt, um dann am Ende des zweiten
Abschnittes des Strömungskanals durch die Austrittsöffnung in axialer Richtung aus
dem Laufrad auszutreten. Die Umlenkung der Strömung in umfängliche Richtung hat den
Vorteil, dass dabei bei Rotation des Laufrades zusätzliche Energie auf die Strömung
übertragen werden kann, um die Fließgeschwindigkeit der Strömung bzw. deren Druck
zu erhöhen.
[0011] Der zweite Abschnitt des Strömungskanals erstreckt sich weiter bevorzugt in umfänglicher
Richtung soweit, dass sein Ende den Bereich seines Anfanges oder den Bereich des Anfanges
eines zweiten Abschnittes eines benachbarten weiteren Strömungskanals erreicht. Das
heißt, im Falle, dass ein Strömungskanal vorgesehen ist, erstreckt sich der zweite
Abschnitt des Strömungskanals vorzugsweise im Wesentlichen über den gesamten Umfang
des Laufrades, so dass das Ende des Strömungskanals, an dem die Austrittsöffnung angeordnet
ist, nahe dem Übergangsbereich vom ersten Abschnitt zum zweiten Abschnitt des Strömungskanals
angeordnet ist, Für den Fall, dass mehrere Strömungskanäle angeordnet sind, erstrecken
sich die zweiten Abschnitte der Strömungskanäle jeweils nur um einen Teilabschnitt
des Umfanges des Laufrades. Bei Anordnung von zwei Strömungskanälen erstrecken sich
deren zweiten Abschnitte so im Wesentlichen über den halben Umfang des Laufrades.
Bei Anordnung von drei Strömungskanälen erstrecken sich die zweiten Abschnitte im
Wesentlichen über ein Drittel des Umfanges des Laufrades immer soweit, dass das Ende
des Strömungskanals, an dem die Austrittsöffnung gelegen ist, nahe dem Übergangsbereich
von erstem zu zweiten Abschnitt des Strömungskanals eines benachbarten Strömungskanals
gelegen ist. Auf diese Weise wird der zweite Abschnitt des Strömungskanals möglichst
lang ausgebildet.
[0012] Die Austrittsöffnung des Strömungskanals ist vorzugsweise in einer Ebene gelegen,
welche sich normal zur Drehachse des Laufrades erstreckt. Der Austritt des Fluids
erfolgt dabei im Wesentlichen parallel zur Drehachse in axialer Richtung, d. h. normal
zu der Ebene der Austrittsöffnung.
[0013] Weiter bevorzugt ist die Austrittsöffnung bogenförmig ausgebildet. Das bedeutet die
Austrittsöffnung erstreckt sich über einen längeren Teilbereich des zweiten Abschnittes
des Strömungskanals mit diesem in umfänglicher Richtung. Dabei erstreckt sich die
bogenförmig ausgebildete Austrittsöffnung in umfänglicher Richtung bezüglich der Drehachse
vorzugsweise auf im Wesentlichen konstanten Durchmesser zu der Drehachse. Die Austrittsöffnung
schneidet den zweiten Abschnitt des Strömungskanals im Bereich dessen Umfangswandung
und erstreckt sich entlang eines Teilbereiches der Umfangswandung des Strömungskanals.
Besonders bevorzugt liegt die Austrittsöffnung in einer Ebene, welche schräg und vorzugsweise
in einem spitzen Winkel zur Mittelachse des zweiten Abschnittes des Strömungskanals
gelegen ist.
[0014] Besonders bevorzugt erstreckt sich der zweite Abschnitt des Strömungskanals wendelförmig,
das bedeutet in umfänglicher und axialer Richtung bezüglich der Drehachse des Laufrades.
Das heißt, der zweite Abschnitt des Strömungskanals erstreckt sich schraubenförmig
ausgehend von dem ersten Abschnitt des Strömungskanals zu der Austrittsöffnung an
der axialen Stirnseite des Laufrades. So wird eine Strömungsführung in umfänglicher
Richtung und gleichzeitig in axialer Richtung erreicht, so dass die Strömung am Ende
des Strömungskanals im Wesentlichen in axialer Richtung erfolgt und aus der Austrittsöffnung
austritt.
[0015] Der zweite Abschnitt des Strömungskanals ist an seinem der Austrittsöffnung zugewandten
Enden ferner vorzugsweise in axialer Richtung gekrümmt zu der Austrittsöffnung ausgebildet.
Dies bewirkt, dass eine möglichst verlustfreie Umlenkung der Strömung am Ende des
Strömungskanals in axialer Richtung erfolgen kann. Insbesondere ist dazu die Stirnfläche
des Strömungskanals gekrümmt ausgebildet und verläuft gerundet zu dem in Strömungsrichtung
hinteren Ende der Austrittsöffnung.
[0016] Der erste Abschnitt des Strömungskanals weist vorzugsweise eine im Wesentlichen konstante
Querschnittsfläche auf und ist weiter bevorzugt in Drehrichtung des Laufrades leicht
gekrümmt ausgebildet. Durch die konstante Querschnittsfläche wird die Gefahr von Verstopfungen
des Strömungskanals minimiert. Ferner werden Strömungsverluste minimiert. Eine Optimierung
des Strömungsverlaufes erfolgt zusätzlich durch die Krümmung in Drehrichtung.
[0017] Gemäß einer besonderen Ausführungsform können zwei oder mehr, vorzugsweise identisch
ausgebildete Strömungskanäle gemäß der vorangehenden Beschreibung in dem Laufrad ausgebildet
sein. Die Anordnung von zwei oder mehr Strömungskanälen erhöht den Wirkungsgrad und
hat ferner den Vorteil, dass durch die identische Ausbildung der Strömungskanäle ein
symmetrischer Aufbau des Laufrades ermöglicht wird. Dieser vermeidet Unwuchten.
[0018] Weiter bevorzugt ist die axiale Stirnseite des Laufrades, an welcher die Austrittsöffnung
gelegen ist und welche die Druckseite bildet, scheibenförmig ausgebildet, wobei die
Austrittsöffnung des zumindest einen Strömungskanals sich in der Scheibenebene erstreckt.
Die scheibenförmige Ausgestaltung des Laufrades erhöht die Stabilität und bietet ferner,
wie nachfolgend beschrieben werden wird, Vorteile hinsichtlich Lagerung und Abdichtung
des Laufrades, Die Austrittsöffnung erstreckt sich in der Ebene der Laufradoberfläche
an der Druckseite und ermöglicht den axialen Strömungsaustritt.
[0019] Der axiale und/oder radiale Umfangsbereich der scheibenförmigen Stirnseite des Laufrades
an dessen Druckseite bildet vorzugsweise eine Dicht- und/oder Lagerfläche des Laufrades.
So kann die Axialseite der scheibenförmigen Stirnseite nahe dem Außenumfang mit einer
feststehenden korrespondierenden Dicht- und/oder Lagerfläche im Pumpenaggregat zur
Abdichtung der Druckseite gegenüber der Saugseite des Laufrades zusammenwirken. Alternativ
oder gleichzeitig kann hier eine Axiallagerung geschaffen werden. Entsprechend kann
die Umfangsfläche der scheibenförmigen Stirnseite, welche im Wesentlichen eine Kreiszylinderfläche
bildet mit einer feststehenden kreiszylindrischen Dicht- und/oder Lagerfläche im Pumpenaggregat
zusammenwirken, um eine Abdichtung der Druck- gegenüber der Saugseite des Laufrades
und/oder eine Radiallagerung zu ermöglichen.
[0020] Alternativ oder zusätzlich kann eine Abdichtung an der Saugseite des Laufrades erfolgen.
Dazu ist die Eintrittsöffnung vorzugsweise zu einem zentrisch angeordneten Saugmund
geöffnet, wobei im Umfangsbereich des Saugmundes eine axiale und/oder radiale Dichtfläche
des Laufrades ausgebildet ist. Diese radiale und/oder axiale Dichtfläche liegt wiederum
einer korrespondierenden axialen oder radialen Dichtfläche im Pumpengehäuse gegenüber,
um die Saugseite des Laufrades gegenüber der Druckseite abzudichten.
[0021] Besonders bevorzugt sind sowohl eine Dichtung im Bereich des Saugmundes als auch
eine Dichtung an der scheibenförmigen Stirnseite an der Druckseite des Laufrades vorgesehen.
Hierdurch wird eine besonders gute Abdichtung der Druckseite gegenüber der Saugseite
des Laufrades erreicht. Der zwischen den beiden Dichtungen liegende Raum, d. h. im
Wesentlichen die der Saugseite zugewandte Oberfläche des Laufrades kann zusätzlich
dazu genutzt werden, einen eventuellen Leckstrom durch die erste Dichtung am Umfang
der Druckseite des Laufrades durch entsprechende Ausgestaltung des Laufrades zur Druckseite
des Laufrades zurückzufördern und so die zweite Dichtung an der Saugseite zu entlasten.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Laufrad an seiner axialen
Stirnseite, welche der Saugseite zugewandt ist, mit einem Verkleidungselement verkleidet,
wobei an dem Verkleidungselement vorzugsweise zumindest eine radiale und/oder axiale
Dicht- und/öder Lagerfläche des Laufrades ausgebildet ist. Die Verkleidung des Laufrades
hat insbesondere bei Ausbildung des Laufrades als Gussteil, beispielsweise aus Gusseisen
oder Gussstahl erhebliche vorteile, da sie aus einem anderen Material als das übrige
Laufrad gefertigt sein kann. Beim Metallguss ist man bestrebt, die Materialstärke
im Wesentlichen überall gleich zu halten, um eine Lunkerbildung beim Gießen zu vermeiden.
Dies führt dazu, dass bei Ausbildung der Strömungskanäle im Inneren des Laufrades
die der Saugseite des Laufrades zugewandte Außenseite des Laufrades entsprechend dem
Verlauf der Strömungskanäle im Inneren des Laufrades profiliert ist. Das heißt, bei
Rotation des Laufrades hat auch diese Profilierung an der Außenseite des Laufrades
eine Pumpwirkung. Im Hinblick auf die damit einhergehenden Verlustleistung kann es
gewünscht sein, diese Pumpwirkung zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Dies
kann durch eine Verkleidung des Laufrades an dieser Seite geschehen. Diese Verkleidung
kann entsprechend schwächer profiliert oder glatt ausgebildet sein, so dass hier die
Reibung zwischen Laufrad und Fluid bei Rotation des Laufrades verringert wird. Das
Verkleidungselement kann beispielsweise als Blechteil aus rostfreiem Stahl jedoch
auch aus anderen Materialien, beispielsweise Kunststoff ausgebildet sein. Darüber
hinaus besteht vorteilhafter Weise die Möglichkeit Lager- und/oder Dichtflächen an
dem Verkleidungselement auszubilden. Insofern wird es möglich, die Dichtflächen an
einem austauschbaren Verschleißteil vorzusehen. Bei Verschleiß der Dicht- oder Lagerflächen
kann das gesamte Verkleidungselement ausgetauscht werden, so dass mit einem neuen
Verkleidungselement auch neue Dicht- und/oder Lagerflächen zum Einsatz kommen. Falls
gewünscht können an dem Verkleidungselement die Dicht- oder Lagerflächen auch aus
besonders geeigneten Werkstoffen, beispielsweise Lagerwerkstoffen, auch in Form von
Beschichtungen ausgebildet sein. Um zu verhindern, das sich Luft zwischen dem eigentlichen
Laufrad und dem Verkleidungselement ansammelt, ist das Verkleidungselement vorzugsweise
mit Entlüftungsöffnungen versehen, welche bewirken, dass der Zwischenraum zwischen
Laufrad und Verkleidungselement bei Inbetriebnahme des Pumpenaggregates schnell mit
Fluid gefüllt wird. Somit werden Unwuchten aufgrund von Luftblasen vermieden.
[0023] Die Erfindung betrifft ferner ein Pumpenaggregat mit zumindest einem Laufrad gemäß
der vorangehenden Beschreibung. Um die aus dem Laufrad austretende Strömung im Pumpenaggregat
weiterzuführen, ist in dem Pumpenaggregat ein Leitapparat oder ein Spiralgehäuse angeordnet,
welches dem Laufrad axial zugewandt ist und feststehend ausgebildet ist, so das sich
das Laufrad relativ zu dem Leitapparat bzw. Spiralgehäuse dreht. Der Leitapparat bzw.
das Spiralgehäuse weisen eine oder mehrere axiale Eintrittsöffnungen auf, durch welche
das Fluid, welches in axialer Richtung aus dem Laufrad austritt, in den Leitapparat
oder das Spiralgehäuse eintreten kann. Der Leitapparat oder das Spiralgehäuse leiten
die Fluidströmung zu einem Austrittskanal, welcher den Druckstutzen bildet, durch
den das Fluid aus dem gesamten Pumpenaggregat austritt. Hierzu ist vorzugsweise ein
Druckkanal vorgesehen, welcher sich von dem Spiralgehäuse oder Leitapparat in axialer
Richtung parallel zu der Drehachse durch das Pumpenaggregat erstreckt, so dass der
Druckanschluss der Pumpe an deren oberen Ende gelegen ist. Im Falle einer mehrstufig
ausgebildeten Pumpe dienen Leitapparat bzw. Spiralgehäuse dazu, dass aus dem Laufrad
in axialer Richtung austretende Fluid dem Laufrad der nächsten Stufe zuzuführen. Erfindungsgemäß
erfolgt auch hier der Strömungseintritt in axialer Richtung bezüglich der Drehachse,
jedoch muss das Fluid, welches radial weiter außen liegend bezüglich der Drehachse
aus dem Laufrad austritt wieder radial nach innen geführt werden, um in die zentrale
Eintrittsöffnung des nächsten Laufrades eintreten zu können. Dabei ist eine schräge
Strömungsführung von radial außen nach radial innen möglich, welche nur eine geringe
Strömungsumlenkung erfordert, so dass Strömungsverluste gering gehalten werden.
[0024] Derart mehrstufig ausgebildete Pumpenaggregate mit zumindest zwei axial hintereinander
liegenden Laufrädern weisen vorzugsweise zwischen den Laufrädern einen Leitapparat
oder ein Spiralgehäuse auf, welche axiale Ein- und Austrittsöffnungen aufweisen, wobei
die Eintrittöffnungen radial weiter außen liegen als die Austrittsöffnungen. Das heißt,
die Austrittsöffnungen des Leitapparates bzw. Spiralgehäuses sind der Eintrittsöffnung
eines nächsten Laufrades zugewandt, d. h. vorzugsweise zentral bezüglich der Drehachse
angeordnet. Entsprechend sind die Eintrittsöffnungen von Leitapparat bzw. Spiralgehäuse
radial weiter außen gelegen und den axialen Austrittsöffnungen des Laufrades zugewandt.
Im Anschluss an das letzte Laufrad einer mehrstufigen Pumpe ist eine Umlenkung der
Strömung zum Zentrum des Pumpenaggregates nicht mehr erforderlich. Hier kann die Strömungsführung
vorzugsweise in axialer Richtung auch parallel zur Drehachse radial weiter außen liegend
erfolgen.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist ein dem Laufrad zugewandter
Leitapparat Schaufeln auf, welche nur an ihrem radial inneren oder ihrem radial äußeren
Ende in dem Leitapparat befestigt sind. Üblicherweise besteht der Leitapparat aus
zwei konzentrischen Ringen, zwischen denen die Schaufeln zur Strömungsführung über
den Umfang verteilt angeordnet sind, Erfindungsgemäß sind die Schaufeln nun so angeordnet,
dass sie jeweils nicht sowohl an dem inneren als auch an dem äußeren Ring sondern
jeweils entweder nur an dem inneren oder an dem äußeren Ring befestig sind. Zu dem
jeweils anderen Ring verbleibt zwischen der Schaufel und der Außen- bzw. Innenwandung
der umgebenden Leitapparatteile ein Spalt. Weiter bevorzugt ist ferner die Stirnkante
der Schaufeln in Strömungsrichtung zu dem Spalt geneigt ausgebildet. Diese Ausgestaltungen
haben den Vorteil, dass sich Verunreinigungen nur schwer an den Schaufeln ablagern
können. Die Verunreinigungen werden durch die Strömung entlang der Schaufellängskanten
zu dem Spalt zwischen der Schaufel und dem angrenzenden Leitapparatteil bewegt, so
dass die Verunreinigungen durch den Spalt mit der Strömung weggefördert werden können.
[0026] Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform ist in einer der Saugseite des Laufrades
zugewandten Gehäusefläche des Pumpenaggregates zumindest eine sich zur Drehachse hin
erstreckende Nut und/oder zumindest ein sich zur Drehachse hin erstreckende Vorsprung
ausgebildet, welche vorzugsweise gekrümmt, d. h. insbesondere in Drehrichtung des
Laufrades gekrümmt verlaufen. Diese Nuten und/oder Vorsprünge sind insbesondere bei
Förderung von verunreinigten Fluid von vorteil. Sollte hier Fluid als Leckstrom durch
die Dichtung an der Druckseite des Laufrades in den Bereich zwischen Druckseite und
Saugmund des Laufrades eindringen, besteht die Gefahr, dass auch feine Verunreinigungen
beispielsweise Sand in diesen Bereich eindringt. Damit sich diese Verunreinigung nicht
dauerhaft in der Kammer, welche das Laufrad an der Saugseite im Umfang des Saugmundes
umgibt, ablagern, sind in der dem Laufrad zugewandten Wandung der Kammer bzw. des
umgebenden Gehäuses Vorsprünge oder Vertiefungen ausgebildet, an welcher die mit der
Strömung um die Drehachse rotierenden Verunreinigungen sich ablagern. Aufgrund des
sich zum Zentrum hin erstreckenden Verlaufes der Vorsprünge oder Vertiefungen werden
die Verunreinigungen an diesen entlang zum Zentrum, d. h. zum Saugmund der Pumpe geführt.
Auf diese Weise werden die Verunreinigungen im Leckstrom, welcher von der Druckseite
zum Saugmund hin verläuft gehalten und können durch den den Saugmund umgebenden Spalt,
insbesondere die dem Saugmund umgebende Dichtung wieder zurück in den Pumpen- bzw.
Hauptstrom gefördert werden,
[0027] Das erfindungsgemäße Pumpenaggregat bzw. ein Pumpenaggregat mit dem erfindungsgemäßen
Laufrad wird vorzugsweise als ein- oder mehrstufige Tankeinhängepumpe verwendet. Eine
solche Tankeinhängepumpe kann vorzugsweise in Werkzeugmaschinen zur Förderung von
Kühl- und/oder Schmierflüssigkeiten bzw. Kühlschmierstoffen verwendet werden. Dabei
eignet sich die Pumpe mit dem erfindungsgemäßen Laufrad insbesondere zum Einsatz in
dem Bereich des Kreislaufes von Kühlschmierstoff, in welchem der Kühlschmierstoff
verunreinigt ist, beispielsweise Späne enthält.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesem zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Laufrad von der Saugseite her gesehen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Laufrades gemäß Fig. 1 von der Druckseite her gesehen.
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf ein Laufrad gemäß einer zweiten Ausführungsform von
der Druckseite her gesehen,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Laufrades gemäß Fig. 3.
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf das Laufrad gemäß Figuren 3 und 4 von der Saugseite her gesehen,
- Fig. 6
- eine Schnittansicht eines Pumpenaggregates,
- Fig. 7
- eine geschnittene Teilansicht eines Pumpenaggregates,
- Fig. 8
- eine geschnittene Teilansicht eines Pumpenaggregates,
- Fig. 9.
- eine geschnittene Teilansicht eines mehrstufigen Pumpenaggregates,
- Fig. 10
- eine Schnittansicht eines Leitapparates,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht des Leitapparates gemäß Fig. 10.
- Fig. 12,
- eine Draufsicht auf den Leitapparat gemäß Figuren 10 und 11 von der Eintrittsseite
her gesehen,
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht eines Leitapparates gemäß einer weiteren Ausführungsform
von der Eintrittsseite her gesehen,
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht eines Spiralgehäuses,
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht eines Spiralgehäuses für den endseitigen Anschluss,
- Fig. 16
- eine geschnittene Teilansicht eines Pumpenaggregates,
- Fig. 17
- eine geschnittene Teilansicht eines Pumpenaggregates,
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht eines Leitapparates von der Austrittsseite her gesehen
und
- Fig. 19
- eine perspektivische Ansicht des Leitapparates gemäß Fig. 18 von der Eintrittsseite
her gesehen.
[0029] Anhand der Figuren 1 und 2 wird der prinzipielle Aufbau des erfindungsgemäßen Laufrades
und insbesondere der Ausgestaltung der Strömungskanäle 2 in dem Laufrad beschrieben.
Das Laufrad besteht aus zwei symmetrisch zueinander aufgebauten Strömungskanälen 2,
welche prinzipiell identisch ausgebildet sind. Die Anordnung von zwei Strömungskanäle
punktsymmetrisch zueinander hat den Vorteil, dass das Laufrad auf diese Weise ausgewuchtet
ist. Die Strömungskanäle 2 erstrecken sich ausgehend von einer zentralen Eintrittsöffnung
4, welche einen kreisförmigen Saugmund bildet, der konzentrisch zur Drehachse des
Laufrades angeordnet ist. Da die beiden Strömungskanäle 2 identisch ausgebildet sind,
wird nachfolgend nur der Aufbau eines der Strömungskanäle beschrieben. Der Aufbau
des anderen Strömungskanals ist entsprechend lediglich punktsymmetrisch zu dem ersten
Strömungskanal 2.
[0030] Ausgehend von dem Saugmund 4 erstreckt sich ein erster Abschnitt 6 des Strömungskanals
bezüglich der Drehachse D des Laufrades im Wesentlichen in radialer Richtung und leicht
geneigt in axialer Richtung. Dabei ist dieser erste Abschnitt 6 in Drehrichtung des
Laufrades leicht gekrümmt ausgebildet. In diesem Abschnitt 6 erfolgt eine Beschleunigung
des Fluids in radialer Richtung. An den ersten Abschnitt 6 schließt sich in Strömungsrichtung
ein zweiter Abschnitt 8 des Strömungskanals 2 an. Der Übergang von dem ersten Abschnitt
6 in den zweiten Abschnitt 8 ist kontinuierlich strömungsoptimiert gerundet ausgebildet.
Der zweite Abschnitt 8 des Strömungskanals erstreckt sich im wesentlich in umfänglicher
Richtung bezüglich der Drehachse D. Da hier zwei Strömungskanäle 2 vorgesehen sind,
erstreckt sich jeder zweite Abschnitt 8 im Wesentlich über den halben Umfang des Laufrades,
so dass sein Ende an bzw. nahe dem Übergangsbereich zwischen erstem Abschnitt 6 und
zweiten Abschnitt 8 des anderen Strömungskanals 2 gelegen ist.
[0031] In dem zweiten Abschnitt 8 sind in den strömungskanälen 2 die Austrittsöffnungen
10 ausgebildet. Die Austrittsöffnungen 10 liegen in einer Ebene normal zu der Drehachse
D, welche den Verlauf der zweiten Abschnitte 8 der Strömungskanäle 2 schneidet. Da
die zweiten Abschnitte 8 der Strömungskanäle 2 sich leicht wendelförmig erstrecken
schneiden die Ebenen der Austrittsöffnungen 10 die Mittelachsen der Strömungskanäle
2 im Wesentlichen in einem spitzen Winkel. Auf diese Weise werden bogenförmige Austrittsöffnungen
10 gebildet, welche einen Austritt des Fluids in axialer Richtung, d. h. parallel
zur Drehachse D aus dem Laufrad bewirken. Die der Austrittsöffnung 10 gegenüberliegende
Wandung des zweiten Abschnittes 8 verläuft zum Ende des Strömungskanals 2 in einem
spitzen Winkel zu der Ebene, in welcher die Austrittsöffnungen 10 gelegen sind. Vorzugsweise
sind die Endbereiche 12 der Strömungskanäle 2 zusätzlich gerundet ausgebildet, so
dass hier die Strömung ebenfalls in axialer Richtung aus der Austrittsöffnung 10 hinausgelenkt
wird.
[0032] Figuren 3 bis 5 zeigen ein Laufrad, welches prinzipiell entsprechend dem Laufrad
gemäß Figuren 1 und 2 ausgebildet ist. Insbesondere ist die Form der Strömungskanäle
2 in dem Laufrad gemäß Figuren 3 bis 5 identisch zu der anhand der Figuren 1 und 2
beschriebenen Form. Im Unterschied zu dem Laufrad gemäß Figuren 1 und 2 ist bei dem
Laufrad gemäß Figuren 3 bis 5 die Druckseite als scheibenförmige Stirnseite 14 ausgebildet.
Die Druckseite bildet somit eine kreisförmige Scheibe 14 in welcher die Austrittsöffnungen
10 als bogenförmige Ausnehmungen ausgebildet sind. Zentral ist ferner eine Ausnehmung
16 zur Aufnahme der Rotorwelle ausgebildet.
[0033] Die Laufräder gemäß Figuren 1 bis 5 sind als Gussteile ausgebildet. Insofern entspricht
ihre äußere Form im Wesentlichen der Innenkontur der Strömungskanäle 2, da die Bauteile
vorzugsweise im Wesentlich mit konstanter Materialdicke zur Vermeidung von Lunkern
ausgebildet sind. Dies bewirkt, dass die der Druckseite 18 abgewandte Seite des Laufrades,
welche den Saugmund 4 umgibt, eine schaufelförmige Außenkontur aufweist, welche sich
aus dem verlauf der Strömungskanäle 2 im Inneren des Laufrades ergibt,
[0034] Figur 6 zeigt eine Schnittansicht eines vierstufigen Pumpenaggregates unter Verwendung
des beschriebenen Laufrades. Am oberen Ende des Pumpenaggregates ist ein Antriebsmotor
20 angeordnet, von welchem sich in bekannter Weise eine Rotorwelle 22 zu den Laufrädern
24 nach unten erstreckt. Es sind vier Laufräder 24, welche dem anhand der Figuren
3 bis 5 beschrieben Laufrad entsprechen, hintereinander angeordnet. Dabei ist zwischen
den Laufrädern 24 jeweils ein Leitapparat 26 angeordnet, wie er später näher beschrieben
werden wird. Die Eintrittsöffnung 4 des untersten Laufrades 24 bildet den Saugmund
der Pumpe, durch den das Fluid in das gesamte Pumpenaggregat angesaugt wird, Die Leitapparate
26 haben jeweils die Aufgabe, dass axial, d. h. parallel zur Drehachse D aus den Austrittsöffnungen
10 der Laufräder 24 austretende Fluid nach innen zur Drehachse D hin umzulenken, so
dass es in die zentrale Eintrittsöffnung 4 des nachfolgenden Laufrades 24 eintreten
kann. Wie in den Figuren 1 bis 5 zu erkennen ist, liegt die Austrittsöffnung 10 radial
weiter außen als die Eintrittsöffnung 4. Aufgrund des axialen Austritts des Fluids
aus den Laufrädern 24 durch die Austrittsöffnungen 10 entfällt jedoch eine aufwändige
Strömungsumlenkung am Außenumfang der Laufräder 24. So kann der Gesamtdurchmesser
des Pumpenaggregates verkleinert werden. Femer werden die Strömungswege im Inneren
des Pumpenaggregates optimiert, da die Leitapparate 26 die Strömung im Wesentlichen
nur schräg zur Drehachse D, d. h. in einer kombiniert axial-radialen Richtung nach
innen umlenken, müssen um sie der Eintrittsöffnung 4 des nachfolgenden Laufrades 24
zuzuführen. Hinter dem letzten Laufrad 24 der mehrstufigen Pumpe schließt sich ein
Leitapparat bzw. Spiralgehäuse 28 an, durch welches das Fluid einer Druckleitung 30,
welche sich axial versetzt parallel zur Drehachse D erstreckt, zugeführt wird. Durch
die Druckleitung 30 wird das Fluid zum oberen Ende des Pumpenaggregates geführt.
[0035] Fig. 7 zeigt eine geschnittene Detailansicht des unteren Endes eines Pumpenaggregates
gemäß Fig. 6, wobei hier lediglich ein einstufiger Aufbau gezeigt ist. Das Laufrad
24 ist am Ende der Rotorwelle 22 mit dieser drehfest verbunden. Das Laufrad 24 läuft
in einem Gehäuse 32. Die Eintrittsöffnung 4 des Laufrades 24 umgibt ein Kragen 33,
welcher in einer kreisförmigen Ausnehmung 34 des Gehäuses 32 gelegen ist. Die äußere
Umfangswandung des Kragens 33 und Innenumfangswandung der Ausnehmung 34, welche passend
zueinander angeordnet sind, bilden an der Saugseite des Laufrades 24 eine erste Dichtung.
Darüber hinaus bildet die scheibenförmige Stirnseite 14 an ihrem Außenumfang eine
zusätzlich Radialdichtung an der Druckseite des Laufrades. So ist dieses Laufrad zweifach
abgedichtet, wodurch der Wirkungsgrad erhöht werden kann. Im Bereich zwischen der
Stirnseite 14 und dem Kragen 33, d. h. zwischen den beiden Dichtungen kann in der
Kammer 36, welche durch die beschriebenen Dichtungen begrenzt ist, ein Leckstrom auftreten,
beispielsweise wenn die Dichtung im Umfang der scheibenförmige Stirnseite 14 nicht
ausreichend dicht ist. Dadurch, dass an der Außenseite des Laufrades eine Kontur ausgebildet
ist, welche die Kontur der Strömungskanäle 2 widerspiegelt, wie in den Figuren 4 und
5 gezeigt ist, haben die Außenseiten der strömungskanäle 2 ebenfalls eine Pumpwirkung,
welche das Fluid aus der Kammer 36 in Richtung der Stirnseite 14, d. h. zu der Druckseite
fördert. Hierdurch wird eine dynamische Abdichtung geschaffen, welche den Wirkungsgrad
des Pumpenaggregates erhöht.
[0036] Auf die Dichtung zwischen dem Kragen 33 und dem Gehäuse 32 an dessen Ausnehmung 34
kann gegebenenfalls verzichtet werden. Dann übernimmt die Dichtung im Umfangsbereich
der scheibenförmigen Stirnseite 14 die alleinige Abdichtung zwischen Druck- und Saugseite
des Laufrades 24. Dies ist in Fig. 8 gezeigt. Die hier gezeigte Anordnung entspricht
im Wesentlichern der anhand von Fig. 7 beschriebenen Anordnung mit dem Unterschied,
dass das Gehäuse 32 weggelassen wurde. Dementsprechend ist das Laufrad zwischen Saug-
und Druckseite nur im Umfangsbereich der scheibenförmigen Stirnseite 14 abgedichtet.
Hier bildet der Außenumfang der scheibenförmigen Stirnseite 14 mit der gegenüberliegenden
Innenumfangsfläche des Gehäuseringes 40 eine Spaltdichtung 38, wie schon bereits anhand
von Fig. 7 beschrieben wurde.
[0037] In den Figuren 7 und 8 ist die Spaltdichtung 38 als umfängliche Dichtung ausgebildet.
Die Dichtung könnte auch in axialer Richtung ausgebildet sein, indem die den Strömungskanälen
2 abgewandte plane Fläche der scheibenförmigen Stirnseite 14 passend an einer gegenüberliegenden
planen Ringfläche läuft, so dass hier eine Axialdichtung nahe dem Außenumfang der
scheibenförmigen Stirnseite 14 gebildet wird.
[0038] Ferner kann neben der Dichtfunktion die scheibenförmige Stirnseite 14 bzw. deren
Außenumfang und deren plane der Druckseite 18 zugewandte Fläche Lagerfunktionen übernahmen.
Dies können insbesondere Funktionen eines Notlagers sein, wenn die Rotorwelle bzw.
das Laufrad 24 beispielsweise aufgrund großer Verunreinigungen etwas unrund läuft.
Dann kann die Außenumfangsfläche der scheibenförmigen Stirnseite 14 mit der gegenüberliegenden
Umfangsfläche des Gehäuses 32 bzw. in Fig. 8 mit dem Gehäusering 40 zur Kraftübertragung
zur Anlage kommen. Entsprechend könnte auch ein axiales Lager durch die plane der
Druckseite 18 zugewandte Fläche der Stirnseite 14 gebildet werden.
[0039] Fig. 9 zeigt eine Detailansicht des mehrstufigen Aufbaus des Pumpenaggregates, welcher
anhand von Fig. 6 bereits beschrieben wurde. Die untere Stufe mit dem Laufrad 24 entspricht
dem anhand von Fig. 7 beschriebenen Aufbau einschließlich der Dichtungen an dem Kragen
33 sowie der scheibenförmigen Stirnseite 14, d. h. dem Dichtspalt 38. In Strömungsrichtung
S hinter dem Laufrad 24, d. h. an der Druckseite 18 schließt sich jeweils ein Leitapparat
26 an, welcher die Strömung der Eintrittsöffnung 4 des nächsten Laufrades 24 zuführt.
Dabei sind der Leitapparat 26 und der Gehäuseteil, welcher dem Gehäuse 32 der ersten
Stufe entspricht, in ein Gehäuseteil 42 integriert. Die der Stirnseite 14 zugewandte
Seite des Gehäuseteiles 42 beinhaltet dabei den Leitapparat 26 die der Saugseite des
nächsten Laufrades 24 zugewandte Seite des Gehäuses 32 bildet dabei die Kammer 36
zwischen der Dichtung 33, 34 an der Eintrittsöffnung 4 und der scheibenförmigen Stirnseite
14 des Laufrades 24,
[0040] Figuren 10 bis 12 zeigen den Aufbau des Leitapparates 26. Der Leitapparat 26 weist
eine ringförmige Eintrittsöffnung 24 auf, welche an einer ersten Stirnseite des Leitapparates
ausgebildet ist, welche der Druckseite 18 des vorgeschalteten Laufrades 24 zugewandt
ist. Die Eintrittsöffnung 24 liegt dabei nahe dem Außenumfang, d. h. radial beabstandet
von der Drehachse D, Im Inneren des Leitapparates bzw. der ringförmigen Eintrittsöffnung
24 sind mehrere Schaufeln 46 angeordnet, welche die Strömung von der ringförmigen
Eintrittsöffnung 44 zu einer zentralen Austrittsöffnung 48 an der entgegengesetzten
Stirnseite lenken, Auf diese Weise erfolgt eine Strömungslenkung in radialer und axialer
Richtung bezüglich der Drehachse D von der ringförmigen Eintrittsöffnung 44 zu der
Austrittsöffnung 48, welche, wie in Fig. 9 gezeigt, der Eintrittsöffnung 4 des nächsten
Laufrades 24 gegenüberliegt. So wird die Strömung, welche in axialer Richtung aus
dem Laufrad 24 austritt von dem Leitapparat 26 radial wieder nach innen zu der Drehachse
D geführt, um dort axial in die zentrale Eintrittsöffnung 4 eines nächsten Laufrades
24 eintreten zu können. Die in den Figuren 10 bis 12 gezeigte Leitapparat ist in dieser
Weise in die Gehäuseteile 42 des mehrstufigen Pumpenaggregates, wie es anhand von
Fig. 9 beschrieben wurde, integriert.
[0041] Fig. 13 zeigt eine spezielle Ausführungsform eines Leitapparates mit einer eine ganze
Stirnseite einnehmenden Eintrittsöffnung 44 und einer an der entgegengesetzten Stirnseite
angeordneten Austrittsöffnung 48. Die Austrittsöffnung 48 umgebend sind Schaufeln
46 angeordnet. Bei dem in Fig. 13 gezeigten Leitapparat ist kein Innenring vorgesehen,
welcher die Austrittsöffnung 48 umgibt. Vielmehr sind die Schaufeln 46 an ihren Radialseiten
nur mit dem äußeren Ring 50 verbunden. Darüber hinaus sind die Stirnkanten 52 der
Schaufeln 46 auch noch so ausgebildet, dass sie in Richtung der Drehachse D zu dem
Zentralbereich, d. h. zur Austrittsöffnung 48 hin abfallen. Durch diese Anordnung
wird verhindert, dass an den Schaufeln 46 Verschmutzungen hängen bleiben können. Diese
würden über die Stirnkanten 52 immer zum Zentralbereich und damit zur Austrittsöffnung
48 rutschen, so dass sie mit der Strömung weggefördert werden.
[0042] Fig. 14 zeigt ein Spiralgehäuse 54, welches anstelle des Leitapparates 26 Verwendung
finden kann. Das Spiralgehäuse 54 weist eine zentrale Austrittsöffnung 56 auf, welche
der Austrittsöffnung 48 des Leitapparates in seiner Funktion entspricht, d. h. der
Eintrittsöffnung 4 eines Laufrades 24 zugewandt angeordnet wird. An der entgegengesetzten
Seite ist eine ringförmige Eintrittsöffnung 58 ausgebildet. An die ringförmige Eintrittsöffnung
58, welche radial weiter außen gelegen ist als die zentrale Austrittsöffnung 56 schließt
sich ein wendelförmig erstreckender Spiralkanal 60 an, welcher wendel- und spiralförmig
zu der Austrittsöffnung 56 führt.
[0043] In dem Spiralkanal 60 wird die Strömung, welche in axialer Richtung aus der Austrittsöffnung
10 eines Laufrades 24 austritt so umgelenkt, dass sei radial nach innen zu der Drehachse
D geführt wird und axial durch die Austrittsöffnung 56 der zentralen Eintrittsöffnung
4 eines nächsten Laufrades 24 zugeführt werden kann.
[0044] Fig. 15 zeigt ein Spiralgehäuse 28, wie es hinter der letzten Stufe des Pumpenaggregates,
wie es in den Figuren 6 bis 9 gezeigt ist, Verwendung finden kann. Auch hier ist eine
ringförmige Eintrittsöffnung 58 vorgesehen, an welche sich ein Spiralkanal 60 anschließt.
Dieser Spiralkanal 60 erstreckt sich jedoch lediglich wendelförmig und nicht zentral
nach innen zur Drehachse D, so dass eine Austrittsöffnung 62 zwar in axialer Richtung
jedoch parallel versetzt zu der Drehachse D angeordnet ist, um mit der Druckleitung
30 verbunden zu werden.
[0045] Figuren 16 und 17, welche geschnittene Teilansichten eines Pumpenaggregates zeigen,
zeigen spezielle Ausgestaltungen des Laufrades 24. Im Wesentlichen entspricht der
Aufbau des Laufrades gemäß Fig. 16 der Anordnung gemäß Fig. 8. Im Unterschied zu der
Anordnung Fig. 8 ist das Laufrad 24 an seiner der Saugseite zugewandten Seite mit
einer Verkleidung 64 bzw. einem Verkleidungselement 64 versehen. Das Verkleidungselement
64 deckt die durch den Strömungskanal 2 außen profilierte Seite des Laufrades 24 ab,
so dass Strömungsverluste durch die Formgebung der Außenseite bei Rotation des Laufrades
24 vermieden werden. Das Verkleidungselement 64 schafft eine glatte Außenseite des
Laufrades 24. Dabei ist das Verkleidungselement 24 sowohl im Bereich der scheibenförmigen
Stirnseite 14 als auch umgebend der Eintrittsöffnung 4 dicht und fest mit dem Körper
des Laufrades 24 verbunden. Das Verkleidungselement 64 muss nicht glatt ausgebildet
sein, sondern kann eine gewünschte Formgebung an der Außenseite aufweisen, beispielsweise
um doch eine geringe Pumpwirkung an dieser Außenseite bereitzustellen. Das Verkleidungselement
64 kann aus einem anderen Material als das Laufrad 24, welches vorzugsweise aus Guss
oder Kunststoff ausgebildet ist, gefertigt sein. So kann das Verkleidungselement 64
beispielsweise als Blechteil, beispielsweise aus rostfreiem Stahl ausgebildet sein.
Alternativ kann aber auch das Verkleidungselement 64 als Gussteil oder Kunststoffteil
ausgebildet sein. In der Anordnung gemäß Fig. 16 ist die Dichtung wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 8 zwischen der zylindrischen Umfangsfläche der scheibenförmigen Stirnseite
14 und dem Gehäusering 40 als Dichtspalt 38 ausgebildet. Alternativ kann das Verkleidungselement
64 auch so angeordnet sein, dass es die Stirnseite 14 an deren Umfangskante umgibt,
so dass der Dichtspalt 38 zwischen dem Außenumfang der Verkleidungselementes 64 und
dem Innenumfang des Gehäuseringes 40 gebildet wird. Auf diese Weise wird die Dichtung
bzw. der Dichtspalt 38 an ein austauschbares Verschleißteil, nämlich das verkleidungselement
64 verlegt. Zusätzlich kann das Verkleidungselement 64 auch die oben beschrieben Notlagerfunktion
übemehmen, so dass auch hier die Lagerflächen in das leicht austauschbare Verschleißteil
verlegt werden.
[0046] Fig. 17 zeigt eine Anordnung entsprechend der Anordnung gemäß Fig. 16 mit dem Verkleidungselement
64 an dem Laufrad 24, nur das hier das Laufrad 24 auch von einem Gehäuse 32 umgeben
ist, wie anhand von Fig. 7 beschrieben worden ist. Aufgrund der Anordnung des Verkleidungselementes
64 ist hier die Kammer 36 zwischen dem Laufrad 24 und dem Gehäuse 32 im Wesentlichen
nicht mehr vorhanden. Der Freiraum zwischen dem Verkleidungselement 64 und dem Körper
des Laufrades 24 ist vorzugsweise mit Fluid geflutet, was durch hier nicht gezeigte
Entlüftungsöffnungen in dem Verkleidungselement 64 erfolgen kann.
[0047] Figuren 18 und 19 zeigen Ansichten des Gehäuseteiles 42, wie es in dem mehrstufigen
Pumpenaggregat eingesetzt wird. An einem Axialende ist, wie oben beschrieben der Leitapparat
26 in der anhand von Figuren 10 bis 13 beschriebenen Ausgestaltung ausgebildet. An
der entgegengesetzten Stirnseite ist die Kammer 36 ausgebildet, in welcher das nächste
Laufrad 24 mit seiner Saugseite zu liegen kommt. In der Kammer 36 sind in der dem
Laufrad 24 (hier nicht gezeigt) zugewandten, die Austrittsöffnung 48 umgebenden Boden-
bzw. Gehäusefläche 65 gekrümmte Nuten 66 ausgebildet. Die gekrümmten Nuten 66 erstrecken
sich von der Innenumfangsfläche der Kammer 36 in der Gehäusefläche 65 radial nach
innen auf die Drehachse D zu bis zu der Austrittsöffnung 48. Dabei sind sie in Drehrichtung
des Laufrades gekrümmt. Die Nuten 66 dienen dazu, Verunreinigungen, welche sich in
der Kammer 36 ansammeln wieder der Eintrittsöffnung 4 des Laufrades zuzuführen. Die
Verunreinigungen sammeln sich in den Nuten 66 und werden aufgrund der Krümmung und
radialen Erstreckungen der Nuten 66 zentral nach innen geführt, wo sie dem Leckstrom,
welcher von der Druckseite zur Saugseite des Laufrades, d. h. in der Kammer 36 zu
der Austrittsöffnung 48 hin besteht, zugeführt werden. Durch diesen Leckstrom werden
die Verunreinigungen über die Dichtung an der Eintrittsöffnung 4 des Laufrades 24
wieder dem Hauptstrom zugeführt und weggefördert. Anstelle oder zusätzlichen zu den
Nuten 66 können auch entsprechend gebogene und sich radial erstreckende Vorsprünge
an der Gehäusefläche 65 ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0048]
- D -
- Drehachse
- S -
- Strömungsrichtung
- 2 -
- Strömungskanäle
- 4 -
- Eintrittsöffnung
- 6 -
- erster Abschnitt
- 8 -
- zweiter Abschnitt
- 10 -
- Austrittsöffnung
- 12 -
- Endbereich
- 14 -
- Stirnseite
- 16 -
- Ausnehmung
- 18 -
- Druckseite
- 20 -
- Antriebsmotor
- 22 -
- Rotorwelle
- 24 -
- Laufräder
- 26 -
- Leitapparate
- 28 -
- Spiralgehäuse
- 30 -
- Druckleitung
- 32 -
- Gehäuse
- 33
- Kragen
- 34 -
- Ausnehmung
- 36 -
- Kammer
- 38 -
- Dichtspalte
- 40 -
- Gehäusering
- 42 -
- Gehäuseteile
- 44 -
- Eintrittsöffnung
- 46 -
- Schaufeln
- 48 -
- Austrittsöffnung
- 50 -
- äußerer Ring
- 52 -
- Stirnkanten
- 54 -
- Spiralgehäuse
- 56 -
- Austrittsöffnung
- 58 -
- Eintrittsöffnung
- 60 -
- Spiralkanal
- 62 -
- Austrittsöffnung
- 64 -
- Verkleidungselement
- 65 -
- Gehäusefläche
- 66 -
- Nuten
1. Laufrad für ein Pumpenaggregat mit zumindest einem Strömungskanal (2), welcher eine
Eintrittsöffnung (4) und eine Austrittsöffnung (10) aufweist, wobei die Eintrittsöffnung
(4) im Zentralbereich der Drehachse (D) des Laufrades (24) angeordnet ist und der
Strömungskanal (2) einen ersten Abschnitt (6) aufweist, welcher sich radial von der
Eintrittsöffnung (4) entfernt, und einen, sich anschlie-Benden zweiten Abschnitt (8)
aufweist, welcher an der Austrittsöffnung (10) endet,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eintrittsöffnung (4) und die Austrittsöffnung (10) zu bezüglich der Drehachse
(D) axial entgegengesetzten Stirnseiten des Laufrades hin geöffnet sind.
2. Laufrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (8) sich bezüglich der Drehachse (D) des Laufrades in umfänglicher
Richtung erstreckt und an der Austrittsöffnung (10) endet, wobei der zweite Abschnitt
(8) des Strömungskanals (2) sich in umfänglicher Richtung vorzugsweise soweit erstreckt,
dass sein Ende den Bereich seines Anfanges oder den Bereich des Anfangs eines zweiten
Abschnittes (8) eines benachbarten weiteren Strömungskanals (2) erreicht.
3. Laufrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Austrittsöffnung in einer Ebene erstreckt, welche sich normal zur Drehachse
des Laufrades erstreckt.
4. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (10) bogenförmig ausgebildet ist und sich in umfänglicher Richtung
bezüglich der Drehachse (D) des Laufrades vorzugsweise auf im Wesentlichen konstantem
Durchmesser erstreckt.
5. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite Abschnitt (8) des Strömungskanals (2) wendelförmig, d.h. in umfänglicher
und axialer Richtung bezüglich der Drehachse (D) des Laufrades erstreckt.
6. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (8) des Strömungskanals (2) an seinem der Austrittsöffnung (10)
zugewandten Ende in axialer Richtung gekrümmt zu der Austrittsöffnung (10) verläuft.
7. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (6) des Strömungskanals (2) eine im Wesentlichen konstante Querschnittsfläche
aufweist und vorzugsweise in Drehrichtung des Laufrades leicht gekrümmt verläuft.
8. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei, vorzugsweise identisch ausgebildete Strömungskanäle (2) aufweist.
9. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Stirnseite (14) des Laufrades, welche die Druckseite (18) bildet, scheibenförmig
ausgebildet ist und die Austrittsöffnung (10) des zumindest einen strömungskanals
(2) sich in der Scheibenebene erstreckt.
10. Laufrad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale und/oder radiale Umfangsbereich der scheibenförmigen Stirnseite (14) eine
Dicht- und/oder Lagerfläche des. Laufrades bildet.
11. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung (4) zu einem zentrisch angeordneten Saugmund geöffnet ist, wobei
im Umfangsbereich des Saugmundes eine axiale und/oder radiale Dichtfläche des Laufrades
ausgebildet ist.
12. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad an seiner axialen Stirnseite, welche der Saugseite zugewandt ist, mit
einem Verkleidungselement (64) verkleidet ist, wobei an dem Verkleidungselement (64)
vorzugsweise zumindest eine radiale und/oder axiale Dicht- und/oder Lagerfläche des
Laufrades ausgebildet ist.
13. Pumpenaggregat mit zumindest einem Laufrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei
der Austrittöffnung (10) des Laufrades axial zugewandt feststehend ein Leitapparat
(26) oder ein Spiralgehäuse (54) mit axialer Eintrittsöffnung (58) angeordnet ist.
14. Pumpenaggregat nach Anspruch 13, welches mehrstufig mit zumindest zwei axial hintereinander
liegenden Laufrädern (24) ausgebildet ist, wobei zwischen den Laufrädern (24) ein
Leitapparat (26) oder Spiralgehäuse (54) mit axialer Ein- (44; 58) und Austrittsöffnung
(48; 56) angeordnet ist, von denen die Austrittsöffnung (48; 56) radial weiter innen
liegend als die Eintrittsöffnung (44; 58) angeordnet ist.
15. Pumpenaggregat nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Laufrad (24) zugewandter Leitapparat (26) Schaufeln (46) aufweist, welche
nur an ihrem radial inneren oder ihrem radial äußeren Ende in dem Leitapparat (26)
befestigt sind.
16. Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in einer der Saugseite des Laufrades 824) zugewandten Gehäusefläche (65) des Pumpenaggregates
zumindest eine sich zur Drehachse (D) hin erstreckende Nut (66) und/oder zumindest
ein sich zur Drehachse (D) hin erstreckender Vorsprung ausgebildet sind, welche vorzugsweise
gekrümmt ausgebildet sind.