[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Geschwindigkeitsmessung nach den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung nach
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 14.
[0002] Im öffentlichen Straßenverkehr gibt es eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften,
die bezüglich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der am Verkehr beteiligten Fahrzeuge
eine mehr oder weniger große Beschränkung zum Inhalt haben. Dies gilt beispielsweise
für unfallträchtige Streckenabschnitte, für Baustellenabschnitte und insbesondere
für verkehrsberuhigte Straßen in geschlossenen Ortschaften, dort u. a. im Bereich
von Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtigen, bei denen Fußgänger eines besonderen
Schutzes bedürfen.
[0003] Eine dieser Vorschriften lautet, dass an Omnibussen des Linienverkehrs, an Straßenbahnen
und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen halten, auch im Gegenverkehr,
nur vorsichtig vorbeigefahren werden darf. Für den Fall, dass an den Haltestellen
auch Fahrgäste einsteigen, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen
Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen
ist.
[0004] Eine weitere Vorschrift besagt, dass an Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten
Schulbussen, die an Haltestellen halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, nur
in Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden darf,
dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist.
[0005] Damit diese Vorschriften ausreichend beachtet werden und deren Einhaltung auch überwacht
und nachgeprüft werden kann, ist eine Reihe von Systemen und Messmethoden entwickelt
worden, mit denen eine Überschreitung der jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeit
registriert werden kann.
[0006] Früher praktizierte Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung mit Lichtschranken oder
Messkabeln, bei denen zwei bis drei in Serie angeordnete Lichtschranken oder zwei
im Abstand von ca. 1,5 Metern quer zur Fahrbahn verlegte Messkabel einen elektrischen
Impuls auslösten, und die sogenannte Funkstoppmethode, bei der zwei bis drei Polizeistandorte
mittels Funkverbindung und Stoppuhr eine Geschwindigkeitsmessung durchführten, sind
auf Grund mangelnder Genauigkeit und Nachprüfbarkeit auf mehr oder weniger große Kritik
gestoßen, weshalb sich inzwischen nahezu ausschließlich die im Laufe der Jahre deutlich
verbesserte und durch eine Fotoaufnahme als Beweismittel ergänzte Radarmessung durchgesetzt
hat, bei der eine von einem stationären oder von einem in einem Begleitfahrzeug mitgeführten
Messgerät ausgesendete Funkwelle vom beobachteten Fahrzeug reflektiert und ausgewertet
wird.
[0007] Für die Geschwindigkeitsmessung im Haltestellenbereich von Fahrzeugen des Personennahverkehrs
stoßen die genannten Verfahren, auch das zuletzt genannte Radarmessverfahren mit stationärem
Messgerät, schon allein deshalb auf Probleme, weil die Geräteinstallation an allen
in Betracht kommenden Haltestellen einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern
würde. Davon abgesehen, wäre eine Messung von im Haltestellenbereich vorbei fahrenden
Fahrzeugen mit dort aufgestellten Geräten nur mit Hilfe von in den Fahrbahnbereich
übergreifenden und damit deutlich sichtbaren Mastkonstruktionen möglich, weil bei
einer Geräteanordnung am Straßenrand das im Haltestellenbereich stehende Fahrzeug
die Sicht auf vorbeifahrende Fahrzeuge verdecken und damit eine Messung verhindern
würde.
[0008] Aus
DE 44 20 560 A1 ist ein mobiles Verkehrsüberwachungssystem bekannt, bei dem eine in einem Fahrzeug
integrierte Einrichtung zur Überwachung von Verkehrsabläufen mittels optischer Geräte
durch ein vom Fahrer des gleichen Fahrzeuges auslösbares Funktionselement, wie Fahrtrichtungsanzeiger,
Warnblinkanlage, Türbetätigungsschalter, etc. aktivierbar ist, um ein dieses Fahrzeug
passierendes anderes Fahrzeug optisch zu erfassen. Die Funktion dieses bekannten Überwachungssystems
ist demnach abhängig vom Verhalten des Fahrers und erfüllt nur dann seine Aufgabe,
wenn sich der Fahrer systemgerecht verhält.
[0009] Aus
WO 3/105105 A2 ist ein System zur Geschwindigkeitsmessung bekannt, bei dem die Messung automatisch,
insbesondere ohne Beeinflussung durch den Fahrer des im Haltestellenbereich anhaltenden
Fahrzeuges ausgelöst und durchgeführt werden kann.
[0010] Die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht nun darin, ein
System und ein Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung der im Oberbegriff des Anspruchs
1 bzw. 15 genannten Art derart weiterzubilden, dass Daten, die vorbeifahrende, eine
vorgebbare Geschwindigkeit überschreitende Fahrzeuge bezeichnen, einer Auswertung
zugeführt werden können
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 14 gelöst.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass die Auswertung der vorgenannten
Daten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Systems durchgeführt werden kann.
[0012] Eine vorteilhafte Ausführungsform des Systems ist dadurch gekennzeichnet, dass das
System Übertragungsmittel aufweist, mit denen die Daten drahtlos oder drahtgebunden
übertragen werden. Damit ermöglicht das System in vorteilhafter Weise, dass die Daten
zeitnah nach ihrer Bildung im System außerhalb des Systems einer Auswertung zugeführt
werden.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich durch die Merkmale
der Unteransprüche.
[0014] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0015] Dabei zeigt:
- Figur 1
- den prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäßen Messvorrichtung zur Geschwindigkeitsmessung
im Haltestellenbereich von Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs; und
- Figur 2
- ein Blockschaltbild mit Systemkomponenten, mit denen die Bildung von Daten erfolgt,
die vorbeifahrende, eine vorgebbare Geschwindigkeit überschreitende Fahrzeuge bezeichnen.
[0016] Die Figur 1 zeigt einen Im Haltestellenbereich stehenden Linienbus 1 des öffentlichen
Personennahverkehrs, dessen Warnblinkanlage 2 eingeschaltet ist. An der Frontseite
des Linienbusses 1 ist eine Radar-Messvorrichtung 3 befestigt, die mit einer Fotokamera
kombiniert ist. Die Radar-Messvorrichtung 3 und die Fotokamera sind mit Hilfe von
Schaltmitteln (erste Steuermittel) 5 im Haltestellenbereich aktivierbar mit dem Ziel,
die Geschwindigkeit von im Haltestellenbereich am Linienbus 1 vorbeifahrenden Fahrzeugen,
beispielsweise des am Heck des Linienbusses 1 auftauchenden PKW 4 messen und registrieren
zu können. Die Messvorrichtung 3 wird im Haltstellenbereich im einfachsten Fall vom
Busfahrer eingeschaltet, vorzugsweise aber durch die Schaltmittel 5 automatisch aktiviert,
beispielsweise durch solche Schaltmittel, die mit der ein- bzw. ausschaltbaren Warnblinkanlage
2 gekoppelt sind. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die Schaltmittel 5
zur Aktivierung der Messvorrichtung mit dem Türöffnungs- und Schließmechanismus gekoppelt
werden. Sobald der Linienbus 1 in die Haltestelle eingefahren ist und gegebenenfalls
die Warnblinkanlage eingeschaltet ist und /oder der Türöffnungsmechanismus betätigt
worden ist, wird die Messvorrichtung 3 aktiviert und beim anschließenden Verlassen
der Haltestelle wieder abgeschaltet. Da die am Linienbus 1 befestigte Messvorrichtung
3 automatisch weitertransportiert wird, kann dieser Vorgang bei der jeweils nächsten
Haltestelle ohne zusätzlichen Aufwand erneut durchgeführt werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Variante des Messsystems kann ein Teil der die Messvorrichtung
aktivierenden Schaltmittel 5 auch im Bereich der einzelnen Haltestellen, beispielsweise
am gegebenenfalls vorhandenen Wartehäuschen und/oder am das Haltstellensymbol und/oder
den Fahrplanschaukasten tragenden Gestänge installiert werden. Hierbei handelt es
sich vorzugsweise um Sensoren, Funkbaken oder dergleichen, deren Signale bei der Einfahrt
des Linienbusses 1 in die Haltestelle von den im Bus vorhandenen Empfangseinrichtungen
aufgenommen werden und auf diese Weise die Aktivierung der Messvorrichtung 3 bewirken.
Das Messsystem kann dabei auch so gesteuert werden, dass bei einem eventuellen Ausfall
der Sensorsignale die Messvorrichtung 3 allein durch die Warnblinkanlage 2 und/oder
den Türöffnungs- bzw. Schließmechanismus aktiviert bzw. deaktiviert wird. Die im Frontbereich
des Linienbusses 1 angeordnete Messvorrichtung 3 kann gegebenenfalls auch an dem zur
Fahrbahn weisenden Seitenbereich des Busses oder auch an dessen Heckpartie montiert
werden.
Die Messvorrichtung 3 kann eine Radaranlage sein. Dabei wird eine permanentes Radarfeld
über der Fahrfläche generiert. Für jeden Gegenstand (Fahrzeug), der sich durch das
Radarfeld bewegt, wird eine Weg-Zeit-Berechnung durchgeführt. Die Messvorrichtung
3 umfasst vorzugsweise mindestens einen Magnetfeldsensor, der das Magnetfeld beziehungsweise
dessen Änderungen im Bereich der Fahrzeuge auf der Fahrfläche erfasst. Mit der Verwendung
mindestens eines Magnetfeldwerden mehrere Vorteile bei der Erfassung der Fahrzeuge
erzielt. Die Messvorrichtung 3 ist insbesondere jeweils auf eine von mehreren wählbaren
Höchstgeschwindigkeiten einstellbar. Eine einstellbare Höchstgeschwindigkeit ist die
Geschwindigkeit 0 km/h, wenn ein Vorbeifahren am Ort der Geschwindigkeitsmessung untersagt
ist.
[0018] Die Messvorrichtung 3 kann auch eine Infrarot-Messeinrichtung sein.
[0019] Weiterhin kann eine in Figur 1 nicht dargestellte Videoeinrichtung vorgesehen sein,
die die vorbeifahrenden Fahrzeuge 4 erfasst. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen
sein, dass den von der Videoeinrichtung generierten Videodarstellungen eines vorbeifahrenden
Fahrzeugs 4 eine graphische Information zugeordnet wird, die die Geschwindigkeit des
vorbeifahrenden Fahrzeugs 4 bezeichnet.
Die Videoeinrichtung ist vorzugsweise in den Fahrzeugen 1 des Personennahverkehrs
angeordnet, an denen die Messvorrichtung 3 befestigt ist bzw. in denen die Messvorrichtung
3 integriert ist. Alternativ hierzu ist vorgesehen, dass die Videoeinrichtung außerhalb
der Fahrzeuge 1, insbesondere an einem festen Standort, zum Beispiel im Bereich von
Haltestellen, angeordnet ist.
[0020] Figur 2 zeigt ein Blockschaltbild mit Systemkomponenten, mit denen die Bildung von
Daten erfolgt, die vorbeifahrende, eine vorgebbare Geschwindigkeit (z.B. 0 km/h) überschreitende
Fahrzeuge 4 bezeichnen. ("Zweiten") Steuermitteln CC werden (Mess- und Bild-)Daten
der Messvorrichtung 3 und/oder der vorgenannten Videoeinrichtung zugeführt. Die zugeführten
Daten umfassen Angaben zu dem jeweiligen Fahrzeug, insbesondere das Autokennzeichen
und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Vorbeifahrens.
[0021] Vorzugsweise weist das System mindestens eine Einrichtung 8, 9 auf, die eine Information
der geographischen Lage des Haltestellenbereichs und/oder der aktuellen geographischen
Position des Fahrzeugs 1 des Personennahverkehrs zur Verfügung stellt. Diese Information
umfasst insbesondere GPS-Daten. Hierzu verfügt insbesondere das Fahrzeug 1 über eine
entsprechende Einrichtung, die die GPS-Daten empfängt. Eine im Haltestellenbereich
angeordnete Einrichtung 9 kann dagegen eine Einrichtung aufweisen, in die die feste,
das heißt unveränderliche Information, die die geographische Lage des Haltestellenbereichs
bezeichnet, eingegeben ist, so dass ein Empfang der entsprechenden GPS-Daten im aktuellen
Betrieb nicht erforderlich ist.
[0022] Diese Einrichtung 8,9 ist mit den Steuermitteln CC verbindbar; wobei die Steuermittel
CC vorzugsweise in der Weise ausgestaltet sind, dass den Daten, die vorbeifahrende,
eine vorgebbare Geschwindigkeit überschreitende Fahrzeuge 4 bezeichnen, die Information
zugeordnet wird, die die geographische Lage des Haltestellenbereichs und/oder der
aktuellen geographischen Position des Fahrzeugs 1 des Personennahverkehrs bezeichnet.
[0023] Den Steuermitteln CC ist vorzugsweise ein Datenverarbeitungsprogramm u.a. zur Bilderkennung
zugeordnet, das in der Lage ist, aus den Bilddaten, die von der Videoeinrichtung aufgenommen
werden und das Nummernschild mit dem Autokennzeichen des vorbeifahrenden Fahrzeugs
4 umfassen, die entsprechenden alphanumerischen Daten zu extrahieren. Gegebenenfalls
wird auch der Fahrer des vorbeifahrenden Fahrzeugs 4 durch die zugeführte Videoeinrichtung
erfasst.
[0024] Den Daten, die das vorbeifahrende, eine vorgebbare Geschwindigkeit (z.B. 0 km/h)
Fahrzeug 4 bezeichnen, können weitere Daten zugeordnet werden, z.B. die geographische
Position des Fahrzeugs im Zeitpunkt des Vorbeifahrens, der genannte Zeitpunkt und
die vorgegebene Geschwindigkeit, die das Fahrzeug 4 überschritten hat.
[0025] Alle vorgenannten Daten sind in Speichermitteln 6 speicherbar und können für eine
Auswertung der Daten ausgelesen werden. Insbesondere ermöglichen Übertragungsmittel
7, die in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung den Speichermitteln 6
nachgeschaltet sind, die Daten drahtlos oder drahtgebunden z.B. an eine zentrales
Verkehrsdatenregister zu übertragen. Die übertragenen Daten lassen sich damit in vorteilhafter
Weise zeitnah nach ihrer Bildung im System außerhalb des Systems, z.B. in dem zentralen
Verkehrsdatenregister einer Auswertung zuführen. Die Speichermittel 6 zur Aufnahme
der Daten können mindestens einen lösbaren Datenträger, zum Beispiel einen sogenannten
Memorystick umfassen. Damit lassen sich die in dem Fahrzeug 1 gebildeten Daten auch
per Datenträger zur weiteren Auswertung in ein entsprechendes System übertragen.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Fahrzeug des Personennahverkehrs, Linienbus
- 2
- Warnblinkanlage
- 3
- Messvorrichtung zur Geschwindigkeitsmessung
- 4
- bezüglich seiner Geschwindigkeit zu überwachender PKW
- 5
- (Erste) Steuermittel zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Messvorrichtung 3
- 6
- Speichermittel
- 7
- Übertragungsmittel
- 8
- Einrichtung im Haltstellenbereich, die eine Information zur geographischen Lage des
Haltestellenbereichs zur Verfügung stellt
- 9
- Einrichtung im Fahrzeug (1), die eine Information der aktuellen geographischen Position
des Fahrzeugs (1) zur Verfügung stellt
- CC
- (Zweite) Steuermittel
1. System zur Geschwindigkeitsmessung im Haltestellenbereich von Fahrzeugen (1) des Personennahverkehrs,
unter Verwendung einer jeweils an den Fahrzeugen des Personennahverkehrs befestigten,
die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge (4) ermittelnden und registrierenden
Messvorrichtung (3), die durch erste Steuermittel (5) in Abhängigkeit eines in die
Haltestelle einfahrenden und dort verweilenden bzw. die Haltestelle verlassenden Fahrzeuges
(1) des Personennahverkehrs aktivierbar bzw. deaktivierbar ist,
wobei die ersten Steuermittel (5) zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Messvorrichtung
(3) wenigstens zum Teil außerhalb des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs im Einfahrts-
und Ausfahrtsbereich der jeweiligen Haltestelle vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System zweite Steuermittel (CC) aufweist, die Daten bilden, die vorbeifahrende,
eine vorgebbare Geschwindigkeit überschreitende Fahrzeuge (4) bezeichnen,
dass das System Speichermittel (6) zur Aufnahme der Daten aufweist,
und dass das System Übertragungsmittel (7) aufweist, mit denen die Daten drahtlos oder draht-
gebunden übertragen werden.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das System mindestens eine Einrichtung (8, 9) aufweist, die eine Information der
geographischen Lage des Haltestellenbereichs und/oder der aktuellen geographischen
Position des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs zur Verfügung stellt.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (8,9) mit den zweiten Steuermitteln (CC) verbindbar ist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die im Haltestellenbereich vorgesehenen ersten Steuermittel (5) als Sensoren, Funkbaken
oder dergleichen ausgebildet sind.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Steuermittel (5) zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Messvorrichtung
(3) mit dem Türöffnungs- und Schließmechanismus des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs
gekoppelt sind.
6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Steuermittel (5) zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Messvorrichtung
(3) mit der Warnblinkanlage (2) des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs gekoppelt
sind.
7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (3) im Frontbereich des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs
angeordnet ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (3) im Seitenbereich oder im Heckbereich des Fahrzeugs (1) des
Personennahverkehrs angeordnet ist.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (3) mindestens einen Magnetfeldsensor umfasst und/oder jeweils
auf eine von mehreren wählbaren Höchstgeschwindigkeiten einstellbar ist.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Videoeinrichtung vorgesehen ist, die mindestens ein vorbeifahrendes Fahrzeug
(4) erfasst.
11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass von der Videoeinrichtung generierten Videodarstellungen des mindestens einen vorbeifahrenden
Fahrzeugs (4) eine graphische Information zugeordnet ist, die die Geschwindigkeit
des vorbeifahrenden Fahrzeugs bezeichnet.
12. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichermittel (6) zur Aufnahme der Daten mindestens einen lösbaren Datenträger
umfassen.
13. System nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Steuermittel (CC) in der Weise ausgestaltet sind, dass den Daten, die
vorbeifahrende, eine vorgebbare Geschwindigkeit überschreitende Fahrzeuge (4) bezeichnen,
die Information zugeordnet wird, die die geographische Lage des Haltestellenbereichs
und/oder der aktuellen geographischen Position des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs
bezeichnet.
14. Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung im Haltestellenbereich von Fahrzeugen (1) des
Personennahverkehrs, unter Verwendung einer jeweils an den Fahrzeugen des Personennahverkehrs
befestigten, die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge (4) ermittelnden und registrierenden
Messvorrichtung (3), die durch erste Steuermittel (5) in Abhängigkeit eines in die
Haltestelle einfahrenden und dort verweilenden bzw. die Haltestelle verlassenden Fahrzeuges
(1) des Personennahverkehrs aktivierbar bzw. deaktivierbar ist,
wobei die ersten Steuermittel (5) zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Messvorrichtung
(3) wenigstens zum Teil außerhalb des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs im Einfahrts-
und Ausfahrtsbereich der jeweiligen Haltestelle vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zweite Steuermittel (CC) Daten bilden, die vorbeifahrende, eine vorgebbare Geschwindigkeit
überschreitende Fahrzeuge (4) bezeichnen, dass Speichermittel (6) die gebildeten Daten
aufnehmen, und dass Übertragungsmittel (7) die Daten drahtlos oder drahtgebunden übertragen.
15. Verfahren nach Anspruch 14. dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (8, 9) eine Information der geographischen Lage des Haltestellenbereichs
und/oder der aktuellen geographischen Position des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs
zur Verfügung stellt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung zwischen der Einrichtung (8,9) und den zweiten Steuermitteln (CC)
hergestellt wird und dass die Information der geographischen Lage des Haltestellenbereichs
und/oder der aktuellen geographischen Position des Fahrzeugs (1) des Personennahverkehrs
den zweiten Steuermitteln (CC) zugeführt wird.