[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schutzschalter mit Schutzfunktion
für den Fehlerfall. Solche Schutzschalter weisen einen Schalterantriebsmechanismus,
Strompfade mit trennbaren Kontakten, eine elektromagnetische Auslöseeinheit, ein in
einem Fehlerfall steuerndes elektromagnetisches Steuermodul, und eine manuelle Betätigungseinheit
zum Ein- und Ausschalten und zur Rückstellung (Reset) der Auslöseeinheit nach einer
Auslösung auf. Die Auslöseeinheit agiert als Antwort auf einen AUS-Schaltbefehl mechanisch
auf den Schalterantriebsmechanismus (zur Öffnung eines vorgespannten Schaltschlosses,
bzw. der Kontakte).
[0002] Schutzschalter dieser Gattung können als Motorschutzschalter oder als Leitungsschutzschalter
ausgebildet sein, die zum Ein- und Ausschalten einer Last eingesetzt werden und eine
Schutzfunktion haben durch Abtrennen bzw. Unterbrechen der Last bei elektrische Fehler.
Elektrische Fehler können Kurzschlüsse, Überströme oder auch Unterspannungen sein.
Typische Schutzschalter sind auch FI-Schalter (z.B.
DE 4106652 A1), die jedoch nicht zum EIN- und AUS-Schalten von Lasten verwendet werden.
[0003] Ein Beispiel eines gattungsgemäßen Schutzschalters ist in der
DE 198 36 549 A1 dargestellt Die Auslöseeinheit kann vom üblichen Typ sein, beispielsweise wie auch
in der
GB 1,558,785 beschrieben. Hierbei besteht der Magnetmechanismus aus einem in einer Magnetspule
linear bewegliche, als Auslösestößel ausgebildeten Magnetanker, der gegen die Kraft
einer Speicherdruckfeder auf einen Permanentmagneten hin bewegbar ist, und von diesem
bei stromloser Magnetspule festgehalten wird.
[0004] Bei vielen Schutzschaltern ist der Raum für die installation einer Auslöseinheit
klein. Für eine Anwendung Im Kfz-Bereich ist dies wegen des geringen Spannungsniveaus
ein wirtschaftliche Lösung (
DE 197 41 919 C1). Für Niederspannungsanwendungen müssen jedoch höhere Isolationsanforderungen und
höhere Schaltleistungen aufgebracht werden.
[0005] Aus einem weiteren Stand der Technik (
GB 1550 485 A) ist eine Betätigungseinheit bzw. ein Betätigungsmechanismus und eine Auslöseeinheit
für einen Schutzschalter zu entnehmen. Die dort gezeigte Auslöseeihheit weist im Wesentlichen
auf:
- einen in Auslöserichtung von einer Speicherdruckfeder belasteten, in der Auslösespule
einliegenden, als Auslösestößel ausgebildeten Magnetanker,
- einen ohne Bestromung der Auslösespule den Magnetanker in EIN-Steilung des Schalterantriebsmechanismus
und rückgsetztem Zustand der Auslöseeinheit haltenden Permanentmagneten, und
- eine vom Magnetanker drehbaren, auf den Schalterantriebsmechanismus wirkenden Auslösehebel.
[0006] Die Betätigungseinheit ist als Drehvorrichtung ausgebildet; diese weist eine Antriebswelle
auf, welche zum Ein- und Ausschalten mit dem Schalterantriebsmechanismus in Wikverbindung
steht. Zwischen der Antriebswelle und der Auslöseeinheit ist eine mechanische Wirkverbindung
vorhanden, mittels der bei Betätigung der Antriebswelle aus der AUS-Stellung heraus
in Gegenrichtung zur EIN-Schaltdrehbewegung das Rücksetzen. (Reset) des Magnetmechanismus
der Auslöseeinheit, erfolgt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirkverbindung zwischen Betätigungseinheit
und Auslöseeinheit so zu gestalten, dass mit ihr sowohl das Schaltschloss als auch
der mechanische Kraftspeicher betätigbar wird.
[0008] Die Lösung findet sich im Kennzeichen des Hauptanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen formuliert.
[0009] Bei dem Schalterkonzept handelt es sich um das prinzip des energetisch selbstversorgten
Auslösekonzepts. Das heißt, die Auslöseeinheit befindet sich ohne Stromversorgung
in der aktivierten Stellung, und ist mit einem relativ geringen Stromstoss in der
Lage, das Schaltschloss anzustoßen, um die Kontakte zur öffnen. Um diese Aufgabe sicherzustellen,
ist die Auslöseeinheit als mechanischer Kraftspeicher ausgebildet Nach einer Auslöseaktion
muss der mechanische Kraftspeicher manuell wieder rückgesetzt werden. Aus der AUS-Stellung
kann der Schutzschalter nicht in die EIN-Stellung überführt werden, wenn nicht zuvor
die Auslöseeinheit rückgesetzt ist.
[0010] Vorgeschlagen wird, dass die Rücksetzbewegung der Auslöseeinheit durch Drehbewegung
der Antriebswelle mit einem Winkelweg von 20° bis 30° in gegenläufiger Richtung zur
EIN-Schaltdrehbewegung erfolgt. Gemäß Erfindung ist der die Wirkverbindung zwischen
Betätigungseinheit und Auslöseeinheit darstellende Auslösehebel ein Doppelarmhebel,
dessen erster Arm von mindestens einem Mitnehmermittel auf der Antriebswelle beaufschlagt
wird, und dessen zweiter Arm die Rücksetzbewegung der Auslöseeinheit bewirkt.
[0011] Der zweite Arm führt unter Aufbringen von Verformungsarbeit der Speicherdruckfeder
den Magnetanker des Kraftspeichers an den Permanentmagneten heran, wobei der Magnetanker
(Auslösestößel) durch die Haltekraft des Permanentmagnets festgehalten wird.
[0012] Das Auslösen erfolgt durch Stromstoß durch einen Magnetkreis, dessen dabei erzeugter
Kraftfluss die Haltekraft des Permanentmagnets überwindet. Durch die Bewegung des
Magnetankers in die Ausgelöststellung wird der Schaltermechanismus und die Antriebswelle
mechanisch bewegt, wobei das Schloss betätigt wird und der Schaltermechanismus öffnet
und die Antriebswelle eine Drehbewegung (in AUS-Position) erfährt
[0013] Die erfinderische Anordnung kann in einem einpoligen als auch mehrpoligen Schutzschalter
verwendet werden.
[0014] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die mechanische Betätigungseinheit
auf der Oberseite eines Schutzschalters angeordnet werden kann, wodurch der Schalter
nur in der Höhe (vertikal) vergrößert wird; in der horizontalen Ausdehnung (in den
Einbauabmessungen) tritt keine Änderung auf.
[0015] Die Geometrie der beteiligten manuellen Betätigungseinheit und ihre Zuordnung zur
Auslöseeinheit ist so gestaltet, dass der Doppelarmhebel achsparallel zur Antriebswelle
(Betätigungswelle) und der Magnetanker senkrecht zum Doppelarmhebel gelagert ist.
Hierbei ist eine mechanische Wirkverbindung zwischen Antriebswelle und Magnetmechanismus
derart geschaffen, dass eine Drehung der Antriebswelle in eine Gegendrehung des Doppelarmhebels
umgesetzt wird, und die Drehung des Doppelarmhebels in eine Linearbewegung des Magnetankers
überführt wird. Bei Drehbewegung der Antriebswelle für die Rücksetzbewegung um ca.
25° bewegt sich der Magnetanker um ca. 2.5 mm. Die mechanische Ausgestaltung liegt
darin, dass der zweite Arm des Doppelarmhebels als Gabel ausgebildet ist und der Magnetanker
zum Eingriff der Gabel mit einer Nut versehen ist.
[0016] Die Antriebswelle wird durch den Zusammenbau einer Betätigungswelle und einer Aufsteckwelle
hergestellt. Dies wird ausführlich in der Figurenbeschreibung erläutert.
[0017] Auf einem der Arme des Doppelarmhebels kann eine, vorzugsweise farbliche Markierung
angebracht sein. Dabei ist ein Fenster im Gehäuse des Schutzschalters derart vorgesehen,
dass in dem Fenster die Markierung entweder bei der rückgesetzen und der ausgelösten
Position der Auslöseeinheit von außen sichtbar wird. Dies erlaubt einem Bediener unmittelbar
die Feststellung, ob der Schutzschalter EIN geschaltet werden kann - ohne Rücksetzung,
oder ob vor der EIN-Schaltung noch eine Rücksetzung der Auslöseeinheit vorgenommen
werden muss.
[0018] Eine Ausgestaltung der Erfindung wird in den Figuren dargestellt, welche im Einzelnen
zeigen:
- Fig. 1
- Einzelteile in Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- den Zusammenbau der Antriebswelle,
- Fig. 3
- einen horizontalen Schnitt durch die Anordnung,
- Fig. 4
- einen weiteren horizontalen Schnitt durch die Anordnung.
[0019] Der als Knebel ausgebildete Betätigungsdrehknopf 42 ist am Ende einer Antriebswelle
40 befestigt und überragt das nicht weiter dargestellte Gehäuse des Schutzschalters.
Die Antriebswelle 40 ist ein mehrteiliger Zusammenbau aus Betätigungswelle 44 und
Aufsteckwelle 60. Der Zusammenbau ist gesondert und ausführlich in Fig. 2 dargestellt
und beschrieben.
[0020] Von außen ist am Schutzschalter nur der Knebel 42 sichtbar, der eine AUS- und eine
EIN-Stellung einnehmen kann, die um 90° zueinander gedreht sind. In der EIN-Stellung
sind die Kontakte geschlossen und die Auslöseeinheit kann aktiviert werden. Aus dieser
Stellung können die Kontakte des Schutzschalters manuell durch Linksdrehung D1 der
Antriebswelle 40 über den Knebel 42 geöffnet werden. Die Antriebswelle löst im Schalterantriebsmechanismus
das Schloss und öffnet die Kontakte. Zur manuellen Ausschaltung reicht eine kurze
Drehung in D1-Richtung, um das Schloss zu betätigen. Eine Drehung um 90° ist hierzu
nicht erforderlich. Beim automatischen Ausschalten im Fehlerfall und Öffnen der Kontakte
wird zwangsweise die Antriebswelle 40 mitbewegt.
[0021] Im ausgeschalteten Zustand des Schutzschalters (Schaltschloss/Kontakte offen) ist
es nicht möglich, unmittelbar den Schutzschalter In den eingeschalteten Zustand zu
versetzen. Die Auslöseeinheit 10 arbeitet als mechanischer Kraftspeicher und dieser
muss vorerst gespannt werden. Die Auslösereinheit 10 hat einen topfförmigen Magnetkreis
und arbeitet mit permanentmagnetischer Haltekraft. Der im Magnetkreis verschiebbare
Magnetanker 14 steht einerends in magnetischer Wechselwirkung mit einem Permanentmagneten
16 und ist andemends als Auslösestößel ausgebildet. Der Magnetanker 14 wird von einer
Speicherdruckfeder 17 beaufschlagt.
[0022] Die Achse HA der Betätigungswelle sitzt sehr nahe am Gehäuse 11 der Auslöseeinheit
10 (siehe auch Fig. 3 und Fig. 4). Der Doppelarmhebel 30 ist achsparallel zur Betätigungswelle
44 und der Magnetanker 14 senkrecht zum Doppelarmhebel 30 gelagert.
[0023] Die Aktivierung der Auslöseeinheit geschieht durch manuelle Unksdrehung D1 des Knebels
42 (der Antriebswelle 40) um die Achse HA der Antriebswelle 40 aus der AUS-Position
um etwa 20° bis 30°; also in Gegenrichtung zur EIN-Schaltbewegung. Über diese manuelle
Betätigung wird der mechanische Kraftspeicher in die Einschalt-Stellung überführt.
Bei der Drehung in zur EIN-Schaltbewegung gegenläufigen Richtung (D1) treten zwei
Mitnehmemasen 61', 61" in Wirkverbindung mit dem ersten Arm 32 des als Doppelarmhebel
ausgebildeten Auslösehebels 30. Die Drehung der Betätigungswelle wird in eine Drehung
in Gegenrichtung (Bezugszeichen H1, H2) des Doppelarmhebels umgesetzt. Diese Betätigung
hat die Wirkungskette Knebel 42, Antriebswelle 40, Mitnehmemase(n) 61', 61", Doppelhebelarm
30, Gabel 35, Magnetanker 14, Permanentmagnet 16. Der Magnetanker 14 wird an den Permanentmagneten
herangeführt und dort magnetisch gehalten.
[0024] Es wurde schon angesprochen, dass das Einschalten des Schaltschlosses ohne Betätigung
des Kraftantriebs nicht möglich ist. Sperren und Freigeben des Schaltschlosses wird
über eine mit einer Rückstellfeder belastete Sperrklinke 80 bewerkstelligt. Die Sperrklinke
80 ist als zweiarmiger Hebel im Schutzschalter um eine Achse KA drehbar gelagert.
Beim Spannen der Auslöseeinheit wird mit einem Mitnehmerelement 36 am unteren Ende
des Doppelarmhebels die Sperrklinke 80 gegen die Kraft der Rückstellfeder betätigt.
An der Sperrklinke 80 ist am oberen Hebelarm eine Kalotte 82 vorhanden, die vom Mitnehmerelement
36 beaufschlagt wird. Nach dem Spannen der Auslöseinheit steht der Doppelarmhebel
gemeinsam mit dem Mitnehmerelement 36 in fester Position, wobei die Sperrklinke 80
aus der Ruhestellung herausgehebelt ist. In dieser Stellung hat der zweite Hebelarm
84 der Sperrklinke eine solche Wechselwirkung mit dem Schaltschloss, dass das Schaltschloss
in die EIN-Stellung überführbar ist.
[0025] Die Auslösung (Fehleröffnung durch das elektromagnetische Steuermodul, möglicherweise
in Verbindung mit einem nicht näher zu beschreibenden elektronischen Modul) geschieht
bei ausreichendend hoher Bestromung der Wicklung der Auslösespule 12. Die magnetische
Anziehung des Permanentmagneten 16 wird geschwächt und der Magnetanker 14 löst sich
unterstützt durch die Kraft der Speicherdruckfeder 17 ab (mit Bewegung L2).
[0026] Magnetanker und Doppelarmhebel 30 stehen in formschlüssiger Wirkverbindung über die
Nut 15 am Auslösestößel und der Gabel 35 am Doppelarmhebel, so dass die Bewegung des
Magnetankers jeweils immer auf den Doppelarmhebel 30 übertragen wird. Der lineare
Weg des Magnetankers ist einige Millimeter. Die mit der linearen Bewegung (L1, L2)
verbundene Drehbewegung (H1, H2) des Doppelarmhebels 30 ist etwa 25° bis 30°. Unterhalb
der Zeichenebene ist am Doppelarmhebel 30 ein Mitnehmermittel 36 angeordnet der mit
der Sperrklinke 80 des Schaltschlosses wechselwirkt (Öffnen der Kontakte).
[0027] Durch die Bewegung L2 des Magnetankers 14 wird über das Schaltschloss die Öffnung
des Kontaktsystems veranlasst.
[0028] Die Antriebswelle 40 steht über eine achsidentische, formschlüssige Steckverbindung
mit nicht dargestellten Mitnehmermitteln mit dem Schaltschloss in Wirkverbindung.
Mit der Bewegung der Antriebswelle 40 über Antriebsachse 115 wird in beiden Drehrichtungen
die Betätigung des Schaltschlosses (für EIN und für AUS) veranlasst.
[0029] Die Auslöseeinheit 10 ist in einem Kunststoffgehäuse 11 untergebracht, in dem im
wesentlichen die Magnetspule 12 gelagert ist. Das Gehäuse 11 ist auf der Oberseite
110 des Schalters angeordnet, wobei in dem Ausführungsbeispiel das Gehäuse über mindestens
ein Befestigungsmittel (Schraub-, Steck- oder Klemmmittel) (hier ein Aufsetzzylinder
19) mit Befestigungsgegenmitteln (hier Öffnungen 119 auf der Oberseite 110) fixiert
wird. In der Figur ist die räumliche Zuordnung des Aufsetzzylinders 19 mit der Öffnung
119 durch die Linie AA wiedergegeben.
[0030] Gemäß Ausführungsbeispiel liegt die Hauptachse MA der Auslöseeinheit 10 und damit
auch die Achse des als Auslösestößel ausgebildeten Magnetankers 14 waagerecht. Die
Antriebswelle 40 hat im Schutzschalter eine senkrechte Lage. Die Längsachse des Magnetankers
liegt somit 90° zur Antriebswelle 40.
[0031] Am Gehäuse der Auslöseeinheit ist parallel zur Achse HA der Antriebswelle 40 ein
Lager SS für den Doppelarmhebel 30 vorhanden. Der Doppelarmhebel 30 ist drehbar im
Lager SS über den Stift 20 befestigt.
[0032] In Fig. 2 ist gemäß Ausführungsbeispiel die Antriebswelle 40 durch Aufeinanderstecken
einer Betätigungswelle 44 und einer Aufsteckwelle 60 zweiteilig ausgebildet. Der Knebel
42, die Betätigungswelle 44, die Aufsteckwelle 60, und der Schalterantrieb (in der
Figur durch den Achs-Zapfen 115 angedeutet) liegen in einer Achse. Die Aufsteckwelle
60 ist im unteren Bereich hohl ausgebildet und hat im oberen Bereich einen Zapfen
zum Aufsetzen des Knebels. An der Aufsteckwelle sind etwa um 180° gegenüberliegend
ein Mitnehmerstachel 62 und zwei Mitnehmernasen 61', 61" ausgebildet. Der Mitnehmerstachel
62 greift nach dem Zusammenbau mit der Betätigungswelle 44 in ein dort ausgebildetes
Mitnehmersegment 45. Die bei Rechtsdrehung (EIN-Schaltbewegung) vorn liegende Kante
des Mitnehmerstachels 62 liegt in Anschlag im Mitnehmersegment 45. Bei der EIN-Schaltbewegung
wird somit die Betätigungswelle 44 unmittelbar mitgenommen.
[0033] Die bei Linksdrehung vom liegende Kante des Mitnehmerstachels 62 ist das Mitnehmermittel
(Anschlag im Mitnehmersegment 45) für die manuelle AUS-Schaltbetätigung, wobei hier
zuerst ein Federweg der Drehfeder 67 von ca. 30° überwunden wird, bis die Mitnahme
der Betätigungswelle 44 erfolgt. Hier liegt also ein Freilauf zwischen der Aufsteckwelle
60 und der Betätigungswelle 44 vor, der bei der Rücksetzbewegung D1 der Aufsteckwelle
60 die Betätigungswelle 44 außer Eingriff lässt.
[0034] Zwischen beiden Wellen (44, 60) ist die angesprochene Drehfeder 67 eingesetzt, die
nach dem Spannen der Auslöseeinheit der Rückstellung der Aufsteckwelle gegenüber der
Betätigungswelle dient und die Antriebswelle und insbesondere den Knebel in eine eindeutige
AUS-Stellung stellt. Der Federdraht der Drehfeder 67 ist an seinem einen Ende 67'
nach außen abgebogen und liegt dem Mitnehmerstachel 62 an. Das (in Fig. 2 nicht sichtbare,
in Fig. 4 dargestellte) zweite Ende 67" der Drehfeder 67 ist nach innen gebogen und
fasst in eine achsparallele Nut 44' der Betätigungswelle 44. Die Betätigungswelle
44 hat am oberen Ende einen Zapfen, der in dem Hohlraum der Aufsteckwelle 60 zu liegen
kommt, und au unteren Ende eine Bohrung zum Aufsetzen auf und zum Befestigen an der
Antriebsachse 115 des Schutzschalters. Das Ineinanderfassen des Mitnehmerstachels
62 mit dem Mitnehmersegment 45 ist in Fig. 3 ebenfalls erkennbar. Das Mitnehmersegment
45 hat etwa einen freien Kreissegmentwinkel von 50°; der Mitnehmerstachel 62 hat eine
freie Beweglichkeit zwischen den Anschlägen des Mitnehmersegments von etwa 30° (Federweg
der Drehfeder 67). Dies entspricht dem Winkelweg, der von der Spannbewegung für die
Auslöseeinheit gebraucht wird.
[0035] Um den vorhandenen Raum möglichst optimal zu nutzen, ist der Abstand der Einzelteile
zureinander besonders klein gewählt. Das Gehäuse der Auslöseeinheit sitzt besonders
nahe an der Betätigungswelle. Daher sind an der Betätigungswelle (Aufsteckwelle 60)
zwei Mitnehmemasen angebracht; eine Mitnehmemase 61' kann oberhalb und eine andere
Mitnehmemase 61" kann unterhalb des Auslösegehäuses vorbeistreichen.
[0036] Die Aufsteckwelle 60 tritt mit dem ersten Arm 32 des Doppelarmhebels 30 in Wirkverbindung.
Der zweite Arm 34,35 des Doppelarmhebels 30 steht in enger Wirkverbindung mit dem
Magnetanker 14. Dies ist im Ausführungsbeispiel derart realisiert, dass der zweite
Arm 34 des Doppelarmhebels 30 als Gabel 35 und der stößel- oder bolzenartig ausgebildete
Magnetanker 14 aussenendig mit einer Nut 15 ausgebildet ist. Die Gabel 35 des zweite
Arms 34 des Doppelarmhebels liegt kraftschlüssig in der Nut des Magnetankers.
[0037] Mit jeder linearen Bewegung L1, L2 des Magnetankers 14 wird der zweite Arm 34 des
Doppelarmhebels mitgenommen und versetzt den Doppelarm in Drehung. Bei dieser kraftschlüssige
Wirkverbindung ist kein Freilauf vorhanden. Durch die Bewegung des Magnetankers 14
wird der Doppelarmhebel in Drehung versetzt und umgekehrt: durch Drehung des Doppelarmhebels
setzt sich der Magnetanker in Bewegung.
[0038] Erfindungsgemäß wird die mechanische Wirkverbindung zwischen Magnetanker 14 und Schaltschloss
und die die mechanische Wirkverbindung zwischen Betätigungswelle 44 und Magnetanker
14 über ein für beide Funktionen geeignet gestaltete Aufsteckwelle 60 bewerkstelligt.
[0039] Die Fig. 3 zeigt einen horizontalen Schnitt durch die Anordnung. Die Antriebswelle
40 steht in der AUS-Position. In dieser Figur ist die gute Raumausnutzung der Anordnung
deutlich erkennbar. Die Antriebswelle steht in AUS-Stellung des Schutzschalters.
[0040] Die Betätigungsgriffe, bzw. Drehbewegungen werden hier noch einmal zusammengestellt.
In der Funktion "manuell Einschalten" wird die Antriebswelle 40 mit 90° Rechtsdrehung
aus der Stellung AUS in Richtung D2 bewegt, wobei der Doppelarmhebel die Bewegung
H2 vollführt. Hierbei wird der Anker linear mit L2 bewegt.
In der Funktion "manuell Ausschalten" wird die Antriebswelle 40 mit 90° Linksdrehung
aus der Stellung EIN in Richtung D1 bewegt, wobei der Doppelarmhebel die Bewegung
H1 vollführt Hierbei wird der Anker linear mit L1 bewegt.
In der Funktion "Auslöseeinheit spannen" wird die Antriebswelle 40 mit 25° Linksdrehung
aus der Stellung AUS In Richtung D1 bewegt, wobei der Doppelarmhebel die Bewegung
H1 vollführt.
[0041] Die letztbeschriebene Drehbewegung ist In Fig. 3 durch die beiden Lagen des Mitnehmerelements
61' zu erkennen. In der gestrichelten Position ist die Aufsteckachse 60 mit dem Mitnehmerelement
61' durch die Drehfeder in Ruheposition. Die durchgezogen dargestellte Position ist
jene, in der das Mitnehmerelement 61' den Doppelarmhebel 30 betätigt hat (nach Drehung
D1) und den Magnetanker an den Permanentmagneten herangeführt hat (mit Bewegung L1).
[0042] Die Figur 4 zeigt eine mit der Fig. 3 vergleichbaren Ansicht auf die Auslöseeinheit,
den Doppelarmhebel und die Antriebswelle 40. Der Doppelarmhebel 30 Ist hier in seinen
beiden Endpositionen dargestellt. Die Antriebswelle 40 steht In EIN-Stellung des Schutzschalters
und damit um 90° Rechtsdrehung gegenüber der Stellung in Fig. 3. Die beiden Spannlagen
der Drehfeder 67 sind erkennbar. Das erste Ende 67' der Drehfeder ist durch die Mitnahme
des nicht dargestellten Mitnehmerstachels 62 (vergleiche Fig. 2) von einer - gestrichelt
gezeichneten - Position in die durchgezogen dargestellte Position bewegt worden. Sichtbar
ist weiterhin die Nut 44' der Betätigungswelle (vergleiche auch hier Fig. 2). In dieser
Nut liegt das zweite Ende 67° der Drehfeder 67.
[0043] Die Figur 4 zeigt darüber hinaus eine gestalterische Möglichkeit zur Sichtbarmachung
der Lage des Doppelarmhebels. Auf einem Arm 34 des Doppelarmhebels 30 kann eine farbliche
Markierung 35' angebracht sein. Da der Doppelarmhebel in starrer Beziehung zum Magnetanker
steht, kann damit erkennbar gemacht werden, ob sich die Auslöseinheit in Rücksetzposition
befindet. Gemäß der Fig. 4 ist die Markierung auf der Auslöserseite (34) des Doppelarmhebels
30 vorhanden. Der Doppelarmhebel ist in zwei Stellungen dargestellt (gestrichelt,
ausgezogen gezeichnet). Im in der Figur nicht dargestellten Gehäuse des Schutzschalters
ist ein Fenster F oberhalb der Lage des Arms 34 des Doppelarmhebels 30 vorgesehen.
Je nach beabsichtigter Funktion kann eine grüne oder eine rote Markierung 35' vorgesehen
sein. Je nach Stellung des, Doppelarmhebels 30 ist entweder die Markierung sichtbar
oder nicht sichtbar. In dem Fenster kann somit mit der Markierung 35' entweder die
Ausgelöst-(rote Markierung) oder die rückgesetzte Position (grüne Markierung) der
Auslöseinheit von außen sichtbar gemacht werden. Der Bediener kann somit unmittelbar
erkennen, ob der Schutzschalter EIN geschaltet werden kann - ohne Rücksetzung, oder
ob vor der EIN-Schaltung noch eine Rücksetzung vorgenommen werden muss.
Bezugszeichen
[0044]
- 110
- Oberseite Schalter
- 115
- Betätigungsachse für Schalterantrieb
- 119
- Aufsetzöffnung
- F
- Fenster im Schaltergehäuse
- 10
- Auslöseeinheit
- 11
- Kunststoffgehäuse (Halter) für Auslöseeinheit
- 12
- Auslösespule (Tauchankerspule)
- MA
- Magnetankerachse
- 14
- Magnetanker
- 15
- Nut auf Magnetanker
- 16
- Permanentmagnet
- 17
- Speicherdruckfeder
- 18
- Lager für Stift 20
- 19
- Aufsetzzylinder
- 20
- Achsstift
- AA
- Befestigungsachse
- L1, L2
- Linearbewegung des Magnetankers
- 30
- Doppelarmhebel (Auslösehebel)
- SS
- Achse des Doppelarmhebels
- 32
- erster Arm des Doppelarmhebels
- 33
- Ende des ersten Arms (Antriebsseite)
- 34
- zweiter Arm des Doppelarmhebels (Auslöserseite)
- 35
- Mitnehmergabel
- 36
- Mitnehmer für Schloss
- HA
- Achse der Betätigungswelle
- 40
- Antriebswelle
- 42
- Betätigungsdrehknopf
- 44
- Betätigungswelle
- 44'
- Nut
- 45
- Mitnehmersegment
- 46
- Anschlag/Mitnehmer
- D1, D2
- Drehbewegung der Antriebswelle (EIN, AUS)
- H1, H2
- Drehrichtung des Doppelarmhebels
- 60
- Aufsteckwelle
- 61', 61"
- Mitnehmernase(n)
- 62
- Mitnehmerstachel
- 63
- Betätigungsnase/Schloss
- 64
- Anschlag/Mitnehmer
- 67
- Drehfeder auf Aufsteckwelle
- 67' 67"
- Federdraht-Ende(n)
- 80
- Sperrklinke
- 82
- Kalotte
- 84
- Mitnehmer an Sperrklinke
- KA
- Achse für Klinke
1. Elektrischer Schutzschalter mit Schutzfunktion für den Fehlerfall, der aufweist
- einen Schalterantriebsmechanismus,
- Strompfade mit trennbaren Kontakten,
- eine elektromagnetische Auslöseeinheit (10), welche als Antwort auf einen AUS-Schaltbefehl
mechanisch auf den Schalterantriebsmechanismus einwirkt,
- eine Auslösespule (12),
- ein in dem Fehlerfall steuerndes elektromagnetisches Steuermodul,
- eine manuelle als Drehvorrichtung ausgebildete Betätigungseinheit zum Ein- und Ausschalten
und zur Rücksetztbewegung der Auslöseeinheit (10) nach einer Auslösung,
wobei die Auslöseeinheit (10) weiterhin aufweist:
- einen in Auslöserichtung (L2) von einer Speicherdruckfeder (17) belasteten, in der
Auslösespule (12) einliegenden als Auslösestößel ausgebildeten Magnetanker (14),
- einen ohne Bestromung der Auslösespule (12) den Magnetanker (14) in EIN-Stellung
des Schalterantriebsmechanismus und rückgesetztem Zustand der Auslöseeinheit (10)
haltenden Permanentmagneten (16),
- und einen vom Magnetanker (14) drehbaren, auf den Schateantriebsmechanismus wirkenden
Auslösehebel (30),
- und die Betätigungseinheit eine Antriebswelle (40) aufweist, welche zum Ein- und
Ausschalten (D1, D2) mit dem Schalterantriebsmechanismus in Wirkverbindung steht,
und zwischen der Antriebswelle (40) und der Auslöseeinheit (10) eine mechanische Wirkverbindung
vorhanden ist, mittels der bei Betätigung der Antriebswelle (40) aus der AUS-Stellung
heraus in Gegenrichtung (D1) zur EIN-Schaitdrehbewegung (D2) das Rücksetzen des Magnetmechanismus
(12,14,16, 17) der Auslöseeinheit (10) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der die Wirkverbindung zwischen Betätigungseinheit und Auslöseeinheit (10) darstellende
Auslösehebel ein Doppelarmhebel (30) ist, dessen erster Arm (32) von mindestens einem
Mitnehmermittel (61) auf der Antriebswelle (40) beaufschlagt wird, und dessen zweiter
Arm (34) die Rücksetzbewegung der Auslöseeinheit (10) gewirkt.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Wirkverbindung zwischen Antriebswelle (40) und Magnetmechanismus
(12, 14, 16, 17) derart ist, dass eine Drehung der Antriebswelle (40) in eine Gegendrehung
des Doppelarmhebels (30) umgesetzt wird, und die Drehung des Doppelarmhebels (30)
in eine Linearbewegung des Magnetankers (14) überführt wird.
3. Schutzschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Arm (34) des Doppelarmhebels (30) als Gabel (35) ausgebildet ist und dass
der Magnetanker (14) zum Eingriff der Gabel (35) mit einer Nut (15) versehen ist.
4. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelarmhebel (30) achsparallel zur Betätigungswelle (44) gelagert ist und der
Magnetanker (14) senkrecht zum Doppelarmhebel (30) gelagert ist.
5. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkverbindung zwischen Betätigungseinheit und Auslöseeinheit (10) geometrisch
und mechanisch so gestaltet ist, dass eine Drehbewegung (D1) der Antriebswelle (40)
von einem Winkelweg von 20° bis 30° für eine Rücksetzbewegung ausreicht.
6. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (40) zweiteilig ausgebildet ist, und zwar aus einer auf den Schalterantriebsmechanismus
aufgebrachten, mit mindestens einem Mitnehmer (61) für den Doppelarmhebel (30) ausgebildeten
Aufsteckwelle (60) und aus einer starr auf den Schaltermechanismus wirkenden Betätigungswelle
(44), wobei zwischen der Aufsteckwelle (60) und der Betätigungswelle (44) ein Freilauf
vorhanden ist, der bei der Rücksetzbewegung (D1) der Aufsteckwelle (60) die Betätigungswelle
(44) außer Eingriff lässt.
7. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem der Arme (32,34) des Doppelarmhebels (30) eine Markierung (35) angebracht
ist, und dass ein Fenster im Gehäuse des Schutzschalters vorgesehen ist, in dem die
Markierung (35') entweder bei der rückgesetzten oder der ausgelösten Position der
Auslöseeinheit (10) von außen sichtbar ist.
1. Electric circuit-breaker with a protective function in the event of a fault, which
has
- a switch drive mechanism,
- current paths with separable contacts,
- an electromagnetic trip unit (10), which acts mechanically on the switch drive mechanism
as a response to an OFF switching command,
- a trip coil (12),
- an electromagnetic control module which controls in the event of a fault,
- a manual actuating unit configured as a rotary device for switching on and off and
for the reset movement of the trip unit (10) after a tripping event,
wherein the trip unit (10) furthermore has:
- a magnet armature (14), loaded by a storage compression spring (17) in the tripping
direction (L2) and configured as a trip plunger located in the trip coil (12),
- a permanent magnet (16) holding the magnet armature (14) in the ON position of the
switch drive mechanism and reset state of the trip unit (10) without the trip coil
(12) being provided with current,
- and a tripping lever (30) which can be rotated by the magnet armature (14) and acting
on the switch drive mechanism,
- and the actuating unit has a drive shaft (40), which is in operative connection
with the switch drive mechanism for switching on and off (D1, D2), and between the
drive shaft (40) and the trip unit (10) a mechanical operative connection is present,
by means of which, on actuation of the drive shaft (40), the resetting of the magnet
mechanism (12, 14, 16, 17) of the trip unit (10) takes place from the OFF position
in the opposite direction (D1) to the ON rotary switching movement (D2),
characterised in that the tripping lever representing the operative connection between the actuating unit
and trip unit (10) is a double-armed lever (30), the first arm (32) of which is loaded
by at least one driver means (61) on the drive shaft (40), and the second arm (34)
of which brings about the reset movement of the trip unit (10).
2. Circuit-breaker according to claim 1, characterised in that the mechanical operative connection between the drive shaft (40) and magnet mechanism
(12, 14, 16, 17) is such that a rotation of the drive shaft (40) is converted into
a counter-rotation of the double-armed lever (30), and the rotation of the double-armed
lever (30) is converted to a linear movement of the magnet armature (14).
3. Circuit-breaker according to claim 2, characterised in that the second arm (34) of the double-armed lever (30) is configured as a fork (35) and
in that the magnet armature (14) is provided with a groove (15).for the engagement of the
fork (35).
4. Circuit-breaker according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the double-armed lever (30) is mounted axially parallel to the actuating shaft (44)
and the magnet armature (14) is mounted perpendicularly to the double-armed lever
(30).
5. Circuit-breaker according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the operative connection between the actuating unit and trip unit (10) is configured
geometrically and mechanically in such a way that a rotary movement (D1) of the drive
shaft (40) of an angle path of 20° to 30° is sufficient for a reset movement.
6. Circuit-breaker according to any one of the preceding claims, characterised in that the drive shaft (40) is configured in two parts, specifically of a plug-on shaft
(60) attached to the switch drive mechanism and configured with at least one driver
(61) for the double-armed lever (30), and of an actuating shaft (44) acting rigidly
on the switch mechanism, a freewheel mechanism being present between the plug-on shaft
(60) and the actuating shaft (44), which, during the reset movement (D1) of the plug-on
shaft (60), leaves the actuating shaft (44) disengaged.
7. Circuit-breaker according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a marking (35') is applied on one arm (32, 34) of the double-armed lever (30), and
in that a window is provided in the housing of the circuit-breaker, in which the marking
(35') can be seen from the outside either in the reset or tripped position of the
trip unit (10).
1. Interrupteur de protection électrique avec fonction de protection en cas de défaillance,
présentant les éléments suivants :
- un mécanisme d'actionneur de l'interrupteur,
- une piste de courant avec contacts séparables,
- une unité de déclenchement électromagnétique (10), laquelle intervient sur le mécanisme
d'actionnement d'interrupteur de manière mécanique en réponse à un nombre de coupures
par commutation,
- une bobine de déclenchement (12),
- un module de commande à commande électromagnétique en cas de défaillance,
- une unité d'actionnement manuel conçue comme un dispositif rotatif afin de commuter
sur marche et sur arrêt et pour désengager l'unité de déclenchement (10) à la suite
d'une coupure par déclenchement,
l'unité de déclenchement (10) présentant en outre les éléments suivants :
- une armature d'aimant (14) conçue comme un poussoir de commande de déclenchement
se trouvant dans la bobine de déclenchement (12) et chargée dans une direction de
déclenchement (L2) par un ressort de pression d'accumulateur (17),
- un aimant permanent (16) maintenant, sans alimentation de la bobine de déclenchement
(12), l'armature d'aimant (14) en position marche du mécanisme d'actionnement d'interrupteur
et dans l'état désengagé de l'unité de déclenchement (10),
- et un levier de déclenchement (30) pouvant être amené en rotation par l'armature
d'aimant (14) et agissant sur le mécanisme d'actionnement d'interrupteur,
- et l'unité d'actionnement présente un arbre d'entraînement (40) lequel se trouve
en liaison fonctionnelle avec le mécanisme d'actionnement d'interrupteur pour la commutation
en marche et en arrêt (D1, D2), et une liaison fonctionnelle mécanique est présente
entre l'arbre d'entraînement (40) et l'unité de déclenchement (10), par l'intermédiaire
de laquelle, lors de l'actionnement de l'arbre d'entraînement (40) pour quitter la
position arrêt en direction opposée (D1) du mouvement de rotation de commutation en
marche (D2), a lieu la remise en place du mécanisme d'aimant (12, 14, 16, 17) de l'unité
de déclenchement (10),
caractérisé en ce que, le levier de déclenchement constituant la liaison fonctionnelle entre l'unité d'actionnement
et l'unité de déclenchement (10) est un levier à deux bras (30), dont un premier bras
(32) se trouve impacté par au moins un moyen d'entraînement (61) sur l'arbre d'entraînement
(40), et dont un deuxième bras (34) provoque le mouvement de désengagement de l'unité
de déclenchement (10).
2. Interrupteur de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison fonctionnelle mécanique entre l'arbre d'entraînement (40) et le mécanisme
formant aimant (12, 14, 16, 17) est tel qu'une rotation de l'arbre d'entraînement
(40) est transformée en une rotation inverse du levier à deux bras (30), et la rotation
du levier à deux bras (30) est convertie en un déplacement linéaire de l'armature
d'aimant (14).
3. Interrupteur de protection selon la revendication 2, caractérisé en ce que le second bras (34) du levier à deux bras (30) est conçu comme une fourche (35) et
que l'armature d'aimant (14) est munie d'une rainure (15) pour venir en prise avec
la fourche (35).
4. Interrupteur de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le levier à deux bras (30) est agencé parallèlement à l'axe de l'arbre d'actionnement
(44) et que l'armature d'aimant (14) est agencée perpendiculairement au levier à deux
bras (30).
5. Interrupteur de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la liaison fonctionnelle entre l'unité d'actionnement et l'unité de déclenchement
(10) est agencée géométriquement et mécaniquement de telle manière qu'un mouvement
de rotation (D1) de l'arbre d'entraînement (40) sur une course angulaire de 20° à
30° suffit pour un déplacement de désengagement.
6. Interrupteur de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (40) est conçu en deux parties, à savoir d'une part un arbre
à emboîtement (60) constitué d'un levier à deux bras (30) venant s'appliquer sur le
mécanisme d'actionnement d'interrupteur avec au moins une tige d'actionnement (61)
pour le levier à deux bras (30), et d'autre part un arbre d'actionnement (44) agissant
directement de manière rigide sur le mécanisme de commutation, de sorte qu'entre l'arbre
à emboîtement (60) et l'arbre d'actionnement (44) se trouve une roue libre qui, lors
du déplacement de désengagement (D1) de l'arbre à emboîtement (60), place l'arbre
d'actionnement (44) hors prise ou en position non engrenée.
7. Interrupteur de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un marquage (35) est apposée sur un des bras (32, 34) du levier à deux bras (30),
et une fenêtre est prévue dans le boîtier de l'interrupteur de protection, de sorte
que le marquage (35) est visible de l'extérieur en position de désengagement ou de
déclenchement de l'unité de déclenchement (10).