[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft ein Verfahren zur Abscheidung einer rissfreien,
korrosionsbeständigen und harten Chrom- oder Chromlegierungsschicht sowie einen Elektrolyten
zur Abscheidung einer solchen.
[0002] Die Beschichtung von Oberflächen mittels galvanotechnischer Verfahren nimmt seit
Jahrzehnten eine führende Position im Bereich der Oberflächenveredelung ein. Hierbei
können die Gründe zur Beschichtung von Substratoberflächen eine Verbesserung der Oberflächeneigenschaft
hinsichtlich Härte, Abrasivität oder Korrosionsbeständigkeit sein, oder auch rein
ästhetisch begründet sein, um das dekorative Aussehen von Substraten gefälliger zu
gestalten.
[0003] Gleichfalls ist es bereits lange aus dem Stand der Technik bekannt, Oberflächen mittels
chromhaltiger Elektrolyten zu verchromen. Die abgeschiedenen Chromschichten weisen
in Abhängigkeit des eingesetzten Elektrolyten und der Verfahrensparameter ganz unterschiedliche
Eigenschaften hinsichtlich Härte, Korrosionsbeständigkeit und Glanz auf.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, saure Chrom (V1)-haltige Elektrolytzusammensetzungen,
welche darüber hinaus beispielsweise einen Sulfationenhaltigen Katalysator aufweisen,
zur Abscheidung von Chromschichten auf einem Basismetall einzusetzen. Die Abscheidung
erfolgt galvanisch bei Temperaturen in einem Bereich zwischen 50 und 70°C. Die hierbei
eingesetzte Stromdichte liegt üblicherweise in einem Bereich zwischen 30 und 50 A/dm
2. Die aus dem Stand der Technik bekannte, resultierende Stromausbeute liegt im Bereich
von 12 bis 16%.
[0005] Der Zusatz von Fluoridionen und Alkansulfonsäuren erlaubt, wie in
DE 4302564 offenbart, eine Steigerung der Stromausbeute bis auf 26%.
[0006] Im allgemeinen sind die Eigenschaften der abgeschiedenen Chromschichten insbesondere
von der Abscheidegeschwindigkeit, der eingesetzten Stromdichte und der Temperatur,
bei welcher abgeschieden wird, abhängig. Hierbei beeinflussen sich die einzelnen Parameter
gegenseitig. So ist es z. B. bekannt bei 30°C in einem Stromdichtebereich zwischen
2 und 8 A/dm
2 glänzende Chromschichten aus sulfathaltigen Elektrolyten abzuscheiden, wobei bei
40°C in vergleichbaren Elektrolyten bei Stromdichten von 3 bis 18 A/dm
2, und bei 50°C sogar zwischen 6 und 28 A/dm
2 glänzende Schichten erhalten werden. Dem hingegen ist die Abscheidung matter Chromschichten
bei Temperaturen um 30°C in einem Bereich unter 2 A/dm
2 möglich. In Abhängigkeit der Temperatur steigt die Stromdichte zur Abscheidung matter
Schichten bis auf 6 A/dm
2 an. Aus dem Stand der Technik bekannte Heißchromverfahren wie beispielsweise ANKOR®
1141 der Firma Enthone Inc. ermöglichen bei 70° C lediglich eine Stromausbeute von
10% bei einer erhaltenen Härte der abgeschiedenen Schicht von 700 HV 0,1. Eine Erhöhung
der Stromausbeute in diesem Verfahren führt zur Rißbildung, ebenso wie die mechanische
Nachbearbeitung dieser Schichten.
[0007] Aus dem europäischen Patent
EP 0 073 568 ist die Verwendung von Chrom (V1)-haltigen Beschichtungsbädern bekannt, welche durch
Zugabe eines Carboxylats zu halogenidhaltigen Beschichtungsbädern bei der Abscheidung
matter bis glänzender Chromschichten Stromausbeuten um 30% ermöglicht. Als Halogenidquelle
dient hier Kaliumiodat. Die Zusammensetzung weiterer Chrombäder ist beispielsweise
in den Patentdokumenten
US 4,472,249,
EP0348043 A1,
US 4,828,656,
US 4,588, 481,
DE 4011201 C1,
DE 4302564 A1 und der Veröffentlichung "
Die galvanische Verchromung" von G.A. Lausmann et al. in der Schriftenreihe Galvanotechnik
und Oberflächenbehandlung, Bd. 27, 1. Januar 1900 (1900-01-01), XP009099872 beschrieben.
[0008] Vor dem Hintergrund des Standes der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein geeignetes Verfahren zur Abscheidung korrosionsfester, rissfreier und harter Chrom-
und Chromlegierungsschichten mit hoher Stromausbeute zur Verfügung zu stellen. Darüber
hinaus ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine entsprechende chromhaltige
Elektrolytzusammensetzung zur Abscheidung rissfreier, korrosionsbeständiger und harter
Chrom und Chromlegierungsschichten auf Substraten zur Verfügung zu stellen, welche
die Abscheidung rissfreier Hartchromschichten bei hohen Stromausbeuten, insbesondere
größer 30% und hohen Abscheidegeschwindigkeiten ermöglicht.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 (Elektrolytzusammensetzung)
und die Merkmale des Anspruchs 5 (Verfahren zur Abscheidung einer Chrom-oder Chromlegierungsschicht.
[0010] Zur Abscheidung der funktionellen Chromschicht wird eine elektrische Spannung zwischen
zu beschichtendem Substrat und einer Gegenelektrode angelegt. Hierbei kann erfindungsgemäß
eine Stromdichte zwischen ungefähr 20 A/dm
2 und ungefähr 150 A/dm
2 eingestellt werden.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei einer Temperatur zwischen ungefähr 20°C und
ungefähr 90°C betrieben.
[0012] Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielte Stromausbeute ist 30%. Die Abscheidegeschwindigkeit
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist bei einer Stromdichte von 50 A/dm
2 größer als 1,3 µm/min.
[0013] Die aus dem erfindungsgemäßen Elektrolyten mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
abgeschiedenen Chromschichten sind hart und weisen eine Härte größer 800 HV 0,1 auf.
[0014] Darüber hinaus sind die erfindungsgemäß abgeschiedenen Chromschichten äußerst korrosionsbeständig
und weisen eine Korrosionsbeständigkeit gemäß DIN 50021 SS bei 25 µm von mehr als
200 Stunden auf.
[0015] Aus dem erfindungsgemäßen Elektrolyten werden mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
matte, graue Chromschichten abgeschieden, welche mittels geeigneter mechanischer Bearbeitungsverfahren
wie beispielsweise Schleifen oder Läppen in glänzende Chromschichten überführt werden
können. Auch nach einer solchen mechanischen korrosionsfester, rissfreier und harter
Chrom- und Chromlegierungsschichten mit hoher Stromausbeute zur Verfügung zu stellen.
Darüber hinaus ist es die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine entsprechende chromhaltige Elektrolytzusammensetzung
zur Abscheidung rissfreier, korrosionsbeständiger und harter Chrom- und Chromlegierungsschichten
auf Substraten zur Verfügung zu stellen, welche die Abscheidung rissfreier Hartchromschichten
bei hohen Stromausbeuten, insbesondere größer 30% und hohen Abscheidegeschwindigkeiten
ermöglicht.
[0016] Gelöst wird die Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens durch ein Verfahren zur Abscheidung
von Chrom- oder Chromlegierungsschichten auf Substraten, bei welchem zur Abscheidung
das Substrat mit einer Elektrolytzusammensetzung kontaktiert wird, welche wenigstens
eine Mineralsäure oder ein Mineralsäuresalz, eine Chromverbindung, eine Halogensauerstoffverbindung,
eine Sulfonsäure, sowie Sulfoessigsäure und/oder ein Salz dieser und/oder einen Reaktanten,
aus dem sich Sulfoessigsäure bildet, aufweist.
[0017] Zur Abscheidung der funktionellen Chromschicht wird eine elektrische Spannung zwischen
zu beschichtendem Substrat und einer Gegenelektrode angelegt. Hierbei kann erfindungsgemäß
eine Stromdichte zwischen ungefähr 20 A/dm
2 und ungefähr 150 A/dm
2 eingestellt werden.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei einer Temperatur zwischen ungefähr 20°C und
ungefähr 90°C betrieben.
[0019] Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielte Stromausbeute ist
3 30%. Die Abscheidegeschwindigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens ist bei einer
Stromdichte von 50 A/dm
2 größer als 1,3
µm/min.
[0020] Die aus dem erfindungsgemäßen Elektrolyten mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
abgeschiedenen Chromschichten sind hart und weisen eine Härte größer 800 HV 0,1 auf.
[0021] Darüber hinaus sind die erfindungsgemäß abgeschiedenen Chromschichten äußerst korrosionsbeständig
und weisen eine Korrosionsbeständigkeit gemäß DIN 50021 SS bei 25
µm von mehr als 200 Stunden auf.
[0022] Aus dem erfindungsgemäßen Elektrolyten werden mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
matte, graue Chromschichten abgeschieden, welche mittels geeigneter mechanischer Bearbeitungsverfahren
wie beispielsweise Schleifen oder Läppen in glänzende Chromschichten überführt werden
können. Auch nach einer solchen mechanischen Bearbeitung weisen die erfindungsgemäß
abgeschiedenen Schichten eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Härte auf.
[0023] Die Erfindung wird anhand der in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, wobei sich die Erfindung jedoch in keinster Weise auf die Ausführungsbeispiele
beschränken läßt.
[0024] Hinsichtlich der Elektrolytzusammensetzung wird die Aufgabe durch eine chromhaltige
Elektrolytzusammensetzung zur Abscheidung einer funktionellen Chrom- oder Chromlegierungsschicht
auf Substraten gelöst, welche wenigstens eine Mineralsäure oder ein Mineralsäuresalz,
eine Chromverbindung, eine Halogensauerstoffverbindung, eine Sulfonsäure sowie Sulfoessigsäure
und/oder ein Salz dieser und/oder einen Reaktanten, aus dem sich Sulfoessigsäure bildet,
aufweist. Reaktanten können beispielsweise 3-Hydroxypropan-1-sulfonsäure, Hydroxymethansulfonsäure
oder Aldehydomethansulfonsäure sein.
[0025] Vorteilhafterweise enthält die erfindungsgemäße Elektrolytzusammensetzung die Sulfoessigsäure
oder ein Salz dieser oder einen Reaktanten, aus dem diese sich bildet, in einer Konzentration
zwischen ungefähr 0,03 und ungefähr 0,3 mol/l, bevorzugt zwischen 0,05 und 0,15 mol/l,
und noch bevorzugter zwischen ungefähr 0,06 und ungefähr 0,12 mol/l.
[0026] Als geeignete Halogensauerstoffverbindungen haben sich in der erfindungsgemäßen Elektrolytzusammensetzung
insbesondere Alkali- und/oder Erdalkalihalogensauerstoffverbindungen erwiesen. Die
Zusammensetzung kann die Alkali- oder Erdalkalihalogensauerstoffverbindung in einer
Konzentration zwischen ungefähr 0,001 und ungefähr 0,1 mol/l, bevorzugt zwischen ungefähr
0,005 und ungefähr 0,08 mol/l, und noch bevorzugter zwischen ungefähr 0,007 und 0,03
mol/l enthalten.
[0027] Als besonders geeignete Halogensauerstoffverbindung hat sich in der erfindungsgemäßen
Elektrolytzusammensetzung Kaliumiodat erwiesen.
[0028] Der Zusatz von Halogensauerstoffverbindungen steigert die Stromausbeute und führt
zu verbesserten Schichteigenschaften.
[0029] Die Elektrolytzusammensetzung weist als Mineralsäure vorteilhafterweise Schwefelsäure
auf. Der pH-Wert der Elektrolytzusammensetzung liegt erfindungsgemäß in einem Bereich
von pH < 1.
[0030] Die Elektrolytzusammensetzung zur Abscheidung funktioneller Chromschichten enthält
die Chromverbindung in einer Konzentration zwischen ungefähr 0,5 mol/l und ungefähr
5 mol/l, bevorzugt zwischen ungefähr 1 mol/l und ungefähr 4 mol/l, noch bevorzugter
zwischen ungefähr 2 mol/l und ungefähr 3 mol/l.
[0031] Insbesondere Chromtrioxid hat sich als geeignete Chromverbindung in den erfindungsgemäßen
Elektrolytzusammensetzungen erwiesen.
[0032] Vorteilhaft enthält die Elektrolytzusammensetzung als Sulfonsäuren wenigstens eine
Mono- oder Disulfonsäure. Insbesondere geeignet ist Methansulfonsäure oder Methandisulfonsäure.
[0033] Die Sulfonsäure kann in der erfindungsgemäßen Elektrolytzusammensetzung in einer
Konzentration zwischen ungefähr 0,01 mol/l und ungefähr 0,1 mol/l, bevorzugt zwischen
ungefähr 0,015 mol/l und ungefähr 0,06 mol/l, noch bevorzugter zwischen ungefähr 0,02
mol/l und ungefähr 0,04 mol/l enthalten sein.
[0034] Der Zusatz einer Sulfonsäure führt zu Erhöhung der Härte der abgeschiedenen Chromschicht,
ohne die Abscheidung hinsichtlich Stromausbeute oder Abscheidegeschwindigkeit zu beeinträchtigen.
Ausführungsbeispiele
[0035] In der nachfolgenden Tabelle sind ausgehend von einem Grundelektrolyten unterschiedliche
erfindungsgemäße Elektrolyten und die aus diesen Elektrolyten unter den angegebenen
erfindungsgemäßen Verfahrensparameters abgeschiedenen Schichten angegeben.
[0036] Der Grundelektrolyt weist 280 g/l Chromtrioxid und 2,8 gl Schwefelsäure auf.
[0037] Alle abgeschiedenen Schichten weisen eine Härte größer 800 HV 0,1 und eine Korrosionsbeständigkeit
gemäß DIN 5002165 von mehr als 200 Stunden auf. Als Basismaterial dient induktiv gehärteter
CK45-Stahl.
| Nr. |
Konzentration 3-Hydroxypropan -1- sulfonsäure in ml/l |
Konzentration Halogen-SauerstoffVerbindung in g/l |
Konzentration weitere Sulfonsäure in g/l |
Stromstärke in A |
Stromdichte in A/dm2 |
Stromausbeute in % |
Abscheiderate in µm/min. |
Expositionszeit in min. |
| 1 |
8 |
0 |
0 |
10 |
50 |
37,3 |
1,396 |
30 |
| 2 |
10 |
2 |
0 |
10 |
50 |
37,07 |
1,388 |
30 |
| 3 |
10 |
3,4 |
0 |
14 |
70 |
36,76 |
n.b. |
30 |
| 4 |
12 |
3,4 |
0 |
14 |
70 |
38,79 |
n.b. |
30 |
| 5 |
8 |
2 |
0 |
10 |
50 |
40,23 |
1,506 |
30 |
| 6 |
8 |
2 |
0 |
14 |
70 |
37,33 |
2,010 |
30 |
| 7 |
10 |
2 |
0 |
14 |
70 |
39,67 |
n.b. |
30 |
| 8 |
10 |
2 |
2,25 |
10 |
50 |
33,88 |
n.b. |
30 |
| 9 |
10 |
3,4 |
2,25 |
10 |
50 |
35,68 |
1,335 |
30 |
| 10 |
10 |
3,4 |
2,25 |
14 |
70 |
37,36 |
1,958 |
30 |
| |
n.b. = nicht bestimmt |
|
1. Chromhaltige Elektrolytzusammensetzung zur Abscheidung einer Chrom-oder Chromlegierungsschicht
auf einem Substrat, wenigstens aufweisend Schwefelsäure, eine Chromverbindung, Kaliumiodat,
Sulfoessigsäure und/oder ein Salz dieser und/oder einen Reaktanten, aus dem sich Sulfoessigsäure
bildet, sowie eine weitere Sulfonsäure, wobei die Elektrolytzusammensetzung die Sulfoessigsäure,
deren Salz oder einen Reaktanten, aus dem sich Sulfoessigsäure bildet, in einer Konzentration
zwischen 0,03 mol/l und 0,15 mol/l und die weitere Sulfonsäure oder deren Salz in
einer Konzentration zwischen 0,01 mol/l und 0,1 mol/l aufweist, und wobei die Elektrolytzusammensetzung
die Alkali- oder Erdalkalihalogensauerstoffverbindung in einer Konzentration zwischen
0,001 mol/l und 0,1 mol/l aufweist.
2. Elektrolytzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolytzusammensetzung einen pH-Wert im Bereich von pH < 1 aufweist.
3. Elektrolytzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung die Chromverbindung in einer Konzentration zwischen 0,5 mol/l
und 5 mol/l, bevorzugt zwischen 1 mol/l und 4 mol/l, noch bevorzugter zwischen 2 mol/l
und 3 mol/l aufweist.
4. Elektrolytzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Elektrolytzusammensetzung
als Sulfonsäure eine Mono- oder Disulfonsäure oder ein Salz dieser aufweist.
5. Verfahren zur Abscheidung einer Chrom- oder Chromlegierungsschicht auf einem Substrat,
wobei zur Abscheidung das Substrat mit einer Elektrolytzusammensetzung gemäß einem
der vorhergehenden Ansprüche kontaktiert wird, wobei zur Abscheidung der Chromschicht
eine elektrische Spannung mit einer eingestellten Stromdichte zwischen 20 A/dm2 bis 150 A/dm2 zwischen dem zu beschichtenden Substrat und einer Gegenelektrode angelegt wird.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren bei einer Temperatur zwischen 20° C und 90° C betrieben wird.
1. An electrolytic plating composition containing chrome for coating of a substrate with
a chromium or a chromium alloy layer, the composition at least comprises: sulfuric
acid, a chromium compound; potassium iodate, sulfoacetic acid and/or a salt thereof
and/or a reactant able to generate sulfoacetic acid, and an additional sulfonic acid,
wherein the sulfoacetic acid, the salt thereof or the reactant, is present in the
electrolytic composition in a concentration between 0.03 mol/l and 0,15 mol/l and
the additional sulfonic acid or the salt thereof is present in a concentration between
0.01 mol/l and 0.1 mol/l, and wherein the alkaline or alkaline earth-halogen-oxygen
compound is present in the electrolytic composition in a concentration between 0.001
mol/l and 0.1 mol/l.
2. Electrolytic composition according to claim 1, characterized in that the electrolytic composition has a pH of < 1.
3. Electrolytic composition according to any of claims 1 or 2, characterized in that the composition comprises the chromium compound in a concentration between 0.5 mol/l
and 5 mol/l, preferably between 1 mol/l and 4 mol/l, further preferred between 2 mol/l
and 3 mol/l.
4. Electrolytic composition according to any of claims 1 to 3, wherein the electrolytic
composition comprises as a sulfonic acid a mono- or disulfonic acid or a salt thereof.
5. A process for electrolytically coating a chromium or a chromium alloy layer on a substrate,
wherein for deposition the substrate is contacted with an electrolytic composition
according to any of the preceding claims, wherein for the deposition of the chromium
coating a voltage is applied between the substrate to be coated and a counter electrode
providing a current density between 20 A/dm2 and 150 A/dm2.
6. Process according to claim 5, characterized in that the process is performed at a temperature between 20°C and 90°C.
1. Composition électrolytique contenant du chrome pour la déposition d'une couche de
chrome ou d'un alliage de chrome sur un substrat, présentant au moins de l'acide sulfurique,
un composé de chrome, de l'iodate de potassium et/ou un sel de ceux-ci, et/ou un réactif
à partir duquel se forme de l'acide sulfo-acétique ainsi qu'un autre acide sulfonique,
où la composition électrolytique présente l'acide sulfo-acétique, son sel ou un réactif
à partir duquel se forme l'acide sulfo-acétique dans une concentration entre 0,03
mol/l et 0,15 mol/l et l'autre acide sulfonique ou son sel dans une concentration
entre 0,01 mol/l et 0,1 mol/l, et où la composition électrolytique présente le composé
oxy-halogéné alcalin ou alcalino-terreux dans une concentration entre 0,001 mol/l
et 0,1 mol/l.
2. Composition électrolytique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la composition électrolytique présente une valeur de pH dans la plage < 1.
3. Composition électrolytique selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la composition présente le composé de chrome dans une concentration entre 0,5 mol/l
et 5 mol/l, de préférence entre 1 mol/l et 4 mol/l, de manière encore préférée, entre
2 mol/l et 3 mol/l.
4. Composition électrolytique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la composition électrolytique présente, en tant qu'acide sulfonique, un acide mono
ou disulfonique, ou un sel de ceux-ci.
5. Procédé de dépôt d'une couche de chrome ou d'un alliage de chrome sur un substrat,
où, pour le dépôt, le substrat est mis en contact avec une composition électrolytique
selon l'une des revendications précédentes, où, pour le dépôt de la couche de chrome,
une tension électrique avec une densité de courant entre 20 A/dm2 et 150 A/dm2 est appliquée entre le substrat à revêtir et une contre-électrode.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le procédé est exécuté à une température entre 20 °C et 90 °C.