[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines gewerblichen Gargeräts, insbesondere
eines Heißluftdämpfers oder Umluftofens gemäß Anspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung
ein Gargerät gemäß Anspruch 9.
[0002] Aus der
DE 203 20 945 U1 ist ein Gargerät zum Regenerieren von Gargut bekannt, bei dem u.a. zur Erreichung
einer besseren Auslastung des Gargeräts ein Bedienelement mit einer Eingabeeinheit
zum manuellen Initiieren von Uhren jeder mit Gargut beschickten Regenerierungsebene
und eine Displayeinheit zum Anzeigen einer für eine initiierte Uhr charakteristischen
Zeitspanne vorgesehen ist.
[0003] Trotz dieser Zusatzmerkmale bleibt bei dem bekannten Gargerät der Nachteil bestehen,
dass Bedienpersonal die richtige Uhr für die gewählte Einschubebene wählt und die
richtige Garzeit manuell eingeben muss, was insbesondere im Bereich von Fast-Food-Restaurants
zu Problemen führen kann, da derartige Restaurants meist ungelerntes Personal zum
Restaurantbetrieb verwenden. Derartiges Personal ist jedoch oft aufgrund mangelnder
Vorkenntnisse und nur sehr kurzer Ausbildungszeiten kaum dazu geeignet, Einstellungen,
wie im geschilderten Fall einer Garzeiteinstellung, an Geräten in Abhängigkeit von
Garprogrammen und Garprodukten unterschiedlicher Art vorzunehmen.
[0004] Aufgrund dieser Gegebenheiten ist das bekannte Gargerät gemäß der oben genannten
Gebrauchsmusterschrift insbesondere für den Bereich von Fast-Food- bzw. Quick-Service-Restaurants
wenig geeignet.
[0005] Weitere bekannte Gargeräte, bei denen nach dem Einschub von Garprodukten das Gerät
erst nach Ablauf des jeweils eingestellten Garprogramms wieder neu beschickt werden
kann, sind für den Bereich von Fast-Food-Restaurants deswegen ungeeignet, weil in
derartigen Restaurants die Geräte selten voll beschickt werden, da in kurzer Zeit
kleinere Produktmengen hergestellt werden müssen und da die Zwischenlagerkapazitäten
in derartigen Restaurants nur sehr beschränkt sind.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb eines
gewerblichen Gargeräts, insbesondere eines Heißluftdämpfers oder Umluftofens zu schaffen,
in dem schnell und unter effektiver Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Gargerätekapazität
auch kleine Mengen unterschiedlicher Produkte hergestellt werden können.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0008] Die vorliegende Erfindung beruht auf der grundlegenden Idee, Gruppen von Produkten
mit gleichen oder nahezu gleichen Garparametern, wie insbesondere der Garzeit, zusammenzustellen,
damit man dazu in der Lage ist, auf schnelle und sichere Art und Weise nach dem Beginn
eines Garprozesses eines Produktes zu diesem, bereits im Gargerät befindlichen Produkt,
weitere Produkte hinzuzugeben, die den oder die gleichen Garparameter, wie insbesondere
die gleiche oder nahezu die gleiche Gartemperatur, haben, was die Grundlage dafür
ist, die Kapazität des Gargeräts auch dann optimiert auszunutzen, wenn von einzelnen
Produkten jeweils nur relativ kleine Mengen zubereitet werden müssen, die für sich
genommen ein Gargerät nicht voll auslasten würden.
[0009] Die Unteransprüche 2 bis 8 haben vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Inhalt.
[0010] In Anspruch 9 ist ein gewerbliches Gargerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens definiert.
[0011] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus nachfolgender Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Zeichnung.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematisch vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts,
- Fig. 2-4
- schematisch vereinfachte Darstellungen eines Anzeige- und Bedienfeldes des Gargeräts
gemäß Fig. 1,
- Fig. 5-7
- Ausschnitte aus einem Anzeige- und Bedienfeld zur Erläuterung einzelner Verfahrensschritte
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0012] In Fig. 1 ist in schematisch leicht vereinfachter perspektivischer Darstellung ein
erfindungsgemäßes gewerbliches Gargerät 1, insbesondere in Form eines Heißluftdämpfers
oder Umluftofens dargestellt. Das Gargerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf, in dem ein Garraum
3 angeordnet ist. Der Garraum 3 kann mittels einer Garraumtür 4 geschlossen und geöffnet
werden.
[0013] Im Garraum 3 können Produkte durch Umluft oder Heißdampf mit Hilfe geeigneter Heiz-
und Lüftereinrichtungen gegart werden, die wie bei üblichen Gargeräten ausgebildet
sein können, so dass diese auch beim erfindungsgemäßen Gargerät 1 vorgesehene Komponenten
hier nicht näher beschrieben werden.
[0014] Auf einer Frontseite des Gehäuses 2 ist ein Anzeige- und Bedienfeld 5 angeordnet,
das ein Touchpanel 6 und einen Ein-/Ausschalter 7 aufweist. Weitere Bedienungskomponenten
weist das erfindungsgemäße Gargerät 1 als Outlet-Gerät bewusst nicht auf, da gemäß
den Prinzipien des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgeschlossen werden soll, dass das
Bedienpersonal das Gargerät 1 (mit Ausnahme von durch das Anzeige- und Bedienfeld
5 möglichen Bedienschritten) manipuliert.
[0015] In den Fig. 2 bis 4 ist in vergrößerter Darstellung das Touchpanel 6 und der Ein-/Ausschalter
7 dargestellt.
[0016] Fig. 2 verdeutlicht hierbei, dass die Anzeigeeinheit 7 nach Warengruppen geordnete
Produkte anzeigen kann, die hier im Beispielsfalle als "Backwaren 1, Backwaren 2,
Fleischgerichte 1, Fleischgerichte 2, und Gemüse" bezeichnet sind.
[0017] Diese Oberbegriffe stehen repräsentativ für Einzelprodukte, die programmtechnisch
den Oberbegriffen zugeordnet sind, und automatisch zu den auszuwählenden Produkten
zählen, wenn einer der Warenoberbegriffe gemäß den zuvor erläuterten Beispielen ausgewählt
wird.
[0018] Fig. 3 weist das selbe Touchpanel 6 auf, bei dem in diesem Falle Einzelprodukte "Chicken
Wings, Chicken Nuggets, Schaschlik, Hackbraten, Schnitzel, Bratwurst" dargestellt
sind, was eine Alternative zu der Anzeige von Warenoberbegriffen darstellt.
[0019] Fig. 4 zeigt eine Situation, bei der das Touchpanel 6 die Waren "Chicken Wings 0:12"
und "Hackbraten 0:15" in den obersten beiden Anzeigefeldern oberhalb eines Doppelstockes,
der eine Abteilung darstellt, erscheinen lässt, was bedeutet, dass diese beiden Produkte
bereits im Gargerät 1 befindlich sind, wobei die Angaben "0:12" und "0:15" die jeweilige
Restgarzeit angeben und die Produkte von oben nach unten mit aufsteigenden Restgarzeiten
geordnet angezeigt werden.
[0020] Die verbleibenden Produkte "Chicken Nuggets, Schaschlik, Schnitzel, Bratwurst" gehören
zur passenden Produktauswahl, sind jedoch bei der dargestellten Situation noch nicht
im Gargerät 1 eingebracht worden, sondern stehen sozusagen in Reserve zu einer späteren
Überführung ins Gargerät 1 zur Auswahl. Um dies optisch zu signalisieren, sind die
beiden obersten Produkte "Chicken Wings, Hackbraten" durch den Doppelstrich von den
verbleibenden vier Produkten getrennt.
[0021] Die in den Figuren schließlich noch dargestellte sogenannte "Delete-Taste" dient
dazu, nach einer Fehleingabe oder Abbruch die jeweils aktuelle Anzeige zu löschen.
[0022] Bei einer denkbaren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das gewerbliche
Gargerät 1 wie folgt betrieben werden:
Es erfolgt zunächst beispielsweise aufgrund zu erwartender Bestellungen die Auswahl
des der Bestellung entsprechenden zu garenden Produkts, dem ein Garprogramm (z.B.
Chicken Wings in 12 Minuten, siehe Fig. 5) zugeordnet ist.
[0023] Das Gerät wird mit dem ausgewählten Produkt beschickt und das Garprogramm wird gestartet,
was beispielsweise ausschließlich durch einfaches Drücken auf den Programmnamen oder
eines Startknopfes 8 erfolgen kann. Nach dem Start wird der Programmname (z.B. Chicken
Wings in 12 Minuten, siehe Fig. 5) angezeigt. Gleichzeitig wird auf automatisierte
Weise eine Zuordnung von weiteren zum Garprogramm des ersten Produkts passenden Produkten
in Abhängigkeit von der Gartemperatur (wie optional auch der Garfeuchtigkeit und/oder
der Lüfterdrehzahl usw.) durchgeführt (also beispielsweise passend zu Chicken Wings:
Hackbraten; siehe Fig. 3). Die automatisierte Zuordnung führt zu einer Anzeige der
Produktauswahl am Gerät, die wahlweise permanent oder auf Anfrage, beispielsweise
durch Drücken eines Produktauswahlknopfes, erfolgen kann. Aus der Vielzahl der insgesamt
im Gerät verfügbaren Garprogramme werden nur noch solche zur Anzeige gebracht, die
zum laufenden Garprogramm passen (siehe z.B. Fig. 3).
[0024] Wenn nach dem Beschicken des Gargeräts mit dem ersten Produkt eine weitere Bestellung
eingeht (z.B. Hackbraten) wird die zuvor angezeigte zum ersten Produkt (Chicken Wings)
passende Produktauswahl durch die Bedienperson überprüft. Stellt diese fest, dass
die weitere Bestellung (Hackbraten) ein Produkt der angezeigten Produktauswahl ist,
kann das entsprechende zugeordnete Garprogramm (Hackbraten) aktiviert werden, das
Gargerät mit dem zweiten Produkt (Hackbraten) beschickt und wiederum das Garprogramm
gestartet, was auch angezeigt werden kann. Durch das Starten des zweiten Produkts
wird das erste Garprogramm (Chicken Wings) nicht beeinflusst, sondern es wird eine
zweite Garzeit bzw. ein zweiter Timer automatisch gestartet, der die zweite Garzeit
(hier für den Hackbraten) überwacht und das Ende der Gardauer anzeigt, beispielsweise
optisch und/oder akustisch (siehe z.B. Fig. 7 für Chicken Wings).
[0025] Fig. 6 zeigt einen Zustand, in dem drei Produkte im Garraum zubereitet werden, aber
noch nicht fertig sind, was durch die Restgarzeiten angezeigt wird.
[0026] Als Alternative zu dem zuvor erläuterten Verfahren ist es möglich, anstatt der Auswahl
eines zu garenden Produkts eine Auswahl von zur Verfügung stehenden Garparametern
(z.B. Gartemperatur, Garfeuchtigkeit, Lüfterdrehzahl) anzuzeigen, anhand dessen die
dazugehörige Produktauswahl erfolgt.
[0027] Wie bereits erläutert, ist es möglich, die Anzeige der Produktauswahl permanent oder
auf Anfrage durchzuführen.
[0028] Hierbei ist es möglich, die Produktvorauswahl nicht in Form von Einzelprodukten,
sondern in Form von Oberbegriffen für bestimmte Produkte (z.B. Backwaren 1, Backwaren
2, Fleischgerichte 1, Fleischgerichte 2, Gemüse; siehe Fig. 2; anstatt der Auflistung
aller denkbaren Produkte) durchzuführen.
[0029] Ferner ist es möglich, dass die Anzeige der einzelnen Produkte jeweils vom Gerät
automatisiert nach Garzeiten sortiert angezeigt wird, so dass z.B. das Produkt mit
der kürzesten verbleibenden Garzeit an oberster Stelle angezeigt wird.
[0030] Um das erfindungsgemäße Verfahren noch einfacher durchführen zu können, ist es möglich,
dass die Anzeige der Produkte statt oder neben der wörtlichen Nennung durch Symbole
und/oder Photos des jeweiligen Produkts erfolgt, so dass die Bedienung beispielsweise
unabhängig von den Sprachfähigkeiten des Bedienpersonals erfolgen kann.
[0031] Um weiter Fehlbeschickungen auszuschließen, ist es möglich, die Produkte mit einer
Codierung (z.B. einem Barcode) zu versehen und diese Codierung vor der Beschickung
durch ein entsprechendes am Gargerät angeschlossenen Lesegerät zu überprüfen. Passt
die Codierung zum Umfang der Produktauswahl, wird die ausgewählte Produktart als korrekt
festgestellt und kann vom Bedienpersonal in das Gargerät verbracht werden.
[0032] Ist die Codierung falsch, kann eine Warnung ausgegeben werden, um zu signalisieren,
dass das von der Bedienperson gewählte Produkt nicht zur Produktauswahl passt.
[0033] Ferner ist es bei dieser Art der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
möglich, dass im Zuge des Lesens der Codierung und der Feststellung der Richtigkeit
des ausgewählten Produkts gleichzeitig das jeweilige zugeordnete Garprogramm gestartet
wird, ohne dass dies nochmals durch die Bedienperson am Gerät, z.B. durch Drücken
eines Startknopfes, erfolgen muss.
[0034] Neben dem Anbringen von Barcodes am Produkt und Barcode-Lesern am Gerät oder allgemein
von Codierungen und Lesegeräten ist es auch möglich, die Überwachung durch eine Kamera
durchzuführen.
[0035] Zur Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, dass die Rezepturen
bzw. einzelnen Garprogramme zentral an einem Mastergerät in einer Testküche zusammengestellt
und programmiert werden und die jeweiligen vor Ort befindlichen Gargeräte, also die
in den Restaurants betriebenen Geräte, nur noch mit den zentral erarbeiteten Programmen
geladen werden, so dass jedwede Manipulation an diesen Geräten, die als "Outlet-Geräte"
bezeichnet werden, unterbunden werden kann, was die Fehlersicherheit weiter erhöht.
[0036] Hierbei ist es natürlich auch möglich, dass die Zusammenstellung der Produktgruppen
von einer kompetenten Person, wie beispielsweise einem Koch, am Mastergerät vorgenommen
wird. Es ist natürlich auch möglich, neben exakten Garparametern auch Toleranzen vorzusehen,
wie beispielsweise gewisse Temperaturtoleranzen von z.B. 5 bis 10°, die dann vor Ort
am Outlet-Gerät durch eine automatisierte Erhöhung bzw. Verminderung der Garzeit ausgeglichen
werden, was die Flexibilität des erfindungsgemäßen Verfahrens weiter erhöht. In diesem
Fall ist dann am Outlet-Gerät eine Abfrage zu nahe liegenden Garprogrammen, die nicht
identisch zu dem ausgewählten sind, möglich.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Gargerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Garraum
- 4
- Garraumtür
- 5
- Anzeige- und Bedienfeld
- 6
- Touchpanel
- 7
- Ein-/Ausschalter
- 8
- Starttaste
1. Verfahren zum Betrieb eines gewerblichen Gargeräts, insbesondere eines Heißluftdämpfers
oder Umluftofens, mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Auswahl eines zu garenden Produkts mit zugeordnetem Garprogramm oder Auswahl zumindest
eines Garparameters mit zugeordneten auszuwählenden Produkten;
b) Beschicken des Gargerätes mit einem ausgewählten Produkt;
c) Start des zugehörigen Garprogramms;
d) Anzeige des Programmnamens und zumindest der Restgarzeit;
e) Automatisierte Zuordnung von weiteren, zum Garprogramm des ersten ausgewählten
Produkts passenden weiteren Produkten bzw. Garpgrogrammen in Abhängigkeit von Garparametern,
insbesondere der Gartemperatur und/oder der Garfeuchtigkeit und/oder der Lüfterdrehzahl;
f) Anzeige der Produktauswahl bzw. Garprogrammauswahl;
g) Auswahl eines weiteren zum ersten Produkt gemäß der Zuordnung passenden Produkts
auf Anforderung;
h) Beschicken des Gargeräts mit dem weiteren Produkt;
i) Start des zugeordneten Garprogramms;
j) Anzeige des Programmnamens und zumindest der Restgarzeit für das weitere Produkt;
k) gegebenenfalls Wiederholung der Schritte g) bis j); und
1) Entnahme der Produkte aus dem Gargerät nach Ablauf der jeweiligen Garzeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produktauswahl bzw. der Garprogrammauswahl permanent erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produktauswahl bzw. der Garprogrammauswahl auf Anfrage erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige nach Garzeiten geordnet erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produkte oder Produktgruppen durch Produktsymbole oder Produktphotographien
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überprüfung der Produktauswahl vor Beschickung des Gargeräts durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Produktauswahl durch die Erfassung einer Produktcodierung durchgeführt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Produktauswahl durch eine Kameraüberwachung durchgeführt wird.
9. Gewerbliches Gargerät (1), insbesondere Heißluftdämpfer oder Umluftofen,
- mit einem Gehäuse (2), in dem ein Garraum (3) angeordnet ist;
- mit einer Garraumtür (4); und
- mit einer Steuereinrichtung, die ein am Gehäuse (2) angebrachtes Anzeige- und Bedienfeld
(5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Anzeige- und Bedienfeld (5) ein Touchpanel (6) und einen Ein-/Ausschalter (7)
aufweist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Betrieb eines gewerblichen Gargeräts, insbesondere eines Heißluftdämpfers
oder Umluftofens, mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Auswahl eines zu garenden Produkts mit zugeordnetem Garprogramm oder Auswahl zumindest
eines Garparameters mit zugeordneten auszuwählenden Produkten;
b) Beschicken des Gargerätes mit einem ausgewählten Produkt;
c) Start des zugehörigen Garprogramms;
d) Anzeige des Programmnamens und zumindest der Restgarzeit;
e) Automatisierte Zuordnung von weiteren, zum Garprogramm des ersten ausgewählten
Produkts passenden weiteren Produkten bzw. Garpgrogrammen in Abhängigkeit von Garparametern,
insbesondere der Gartemperatur und/oder der Garfeuchtigkeit und/oder der Lüfterdrehzahl;
f) Anzeige der Produktauswahl bzw. Garprogrammauswahl;
g) Auswahl eines weiteren zum ersten Produkt gemäß der Zuordnung passenden Produkts
auf Anforderung;
h) Beschicken des Gargeräts mit dem weiteren Produkt;
i) Start des zugeordneten Garprogramms;
j) Anzeige des Programmnamens und zumindest der Restgarzeit für das weitere Produkt;
k) gegebenenfalls Wiederholung der Schritte g) bis j); und
l) Entnahme der Produkte aus dem Gargerät nach Ablauf der jeweiligen Garzeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produktauswahl bzw. der Garprogrammauswahl permanent erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produktauswahl bzw. der Garprogrammauswahl auf Anfrage erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige nach Garzeiten geordnet erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Produkte oder Produktgruppen durch Produktsymbole oder Produktphotographien
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überprüfung der Produktauswahl vor Beschickung des Gargeräts durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Produktauswahl durch die Erfassung einer Produktcodierung durchgeführt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Produktauswahl durch eine Kameraüberwachung durchgeführt wird.