[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, wie beispielsweise
aus
FR-A-2841673 bekannt.
[0002] Die automatische Sortierung von postalischen Sendungen anhand der Zieladresse erfolgt
in mehreren Verarbeitungsschritten.
[0003] Im ersten Schritt wird ein Bild der Vorderseite der Sendung ausgenommen. Ein automatisches
Lesesystem ermittelt die Position des Adressblocks im Bild, liest diesen unter Verwendung
von OCR-Techniken und ermittelt daraus die benötigte Verteilinformation. Die Bilder
von Sendungen, die automatisch nicht gelesenen werden konnten, werden an einem Videokodierplatz
aufgeschaltet und dort manuell kodiert.
[0004] In vielen Sortiersystemen wird die Verteilinformation entweder direkt auf die Sendung
aufgedruckt oder sie kann über eine eindeutige Identifikation, die auf die Sendung
aufgedruckt wird, aus einer Datenbank zugeordnet werden. In beiden Fällen werden die
Sendungen mit Hilfe von maschinenlesbaren Barkodes gekennzeichnet. So kann in den
nachfolgenden Verarbeitungsschritten auf die einmal ermittelte Verteilinformation
zugegriffen werden.
[0005] Das Aufbringen und Lesen dieser Barkodes erfordert einigen Hardwareaufwand und ist
wartungsintensiv. In einigen Fällen ist das Aufdrucken von Barkodes nicht möglich
oder nicht gewünscht.
[0006] Um die Sendungen auch ohne aufgebrachte Identifikationen zu erkennen, wurde ein Verfahren
bekannt, das es ermöglicht, eine Sendung anhand von aus dem Bild gewonnenen charakteristischen
Merkmalen (sogenannten Fingerprints) (
DE 40 00 603 C2) zu identifizieren. Um die Anwendung dieser Identifikationstechnik in der Praxis
zu vereinfachen, wurde ein Verfahren beschrieben, mit dem der Suchraum für die Identifikation
von Sendungen deutlich eingeschränkt wird (
EP 1 222 037 B1).
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Sortieren von adressierten
Sendungen in mehreren Verarbeitungsschritten zu schaffen, bei dem auch bei schwer
unterscheidbaren Sendungen ihre Identifikation ohne aufgebrachte Kennungen mit Hilfe
charakteristischer Merkmale zur Verringerung des notwendigen Leseaufwandes möglich
ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0009] Dabei werden im ersten Verarbeitungsschritt zusammen mit den charakteristischen Merkmalen
diesen zugeordnet in der Datenbank neben den gelesenen Zieladressen/ Verteilinformationen
die jeweiligen Lesezwischenergebnisse mit abgespeichert.
[0010] Im Wiedererkennungsprozess eines weiteren Verarbeitungsschrittes wird bei keiner
eindeutigen Übereinstimmung in festgelegter Glaubwürdigkeit der im jeweiligen Verarbeitungsschritt
ermittelten charakteristischen Merkmale mit mehreren gespeicherten Merkmalssätzen
von gefundenen Kandidaten aus dem ersten Verarbeitungsschritt der automatische Adressleser
für den jeweiligen weiteren Verarbeitungsschritt zum Lesen der Adresse der aktuell
wiederzuerkennenden Sendung gestartet.
[0011] Dann werden die aktuellen Lesezwischenergebnisse oder Leseergebnisse der zu identifizierenden
Sendung mit den entsprechenden gespeicherten Lesezwischenergebnissen oder Leseergebnissen
der Sendungen der ermittelten Merkmalskandidaten verglichen.
[0012] Bei gefundener Übereinstimmung mit festgelegter Glaubwürdigkeit stellt die diesem
Merkmalskandidaten zugeordnete Sendung mit der gespeicherten Verteilinformation der
Zieladresse die wiedererkannte Sendung dar und die Sortierung erfolgt anhand dieser
Verteilinformation.
[0013] Dadurch ist es möglich, bei mehreren möglichen Merkmalskandidaten, zu denen keine
eindeutige Auswahl eines einzigen Kandidaten nur aufgrund der Merkmalsvergleiche möglich
ist und die deshalb bisher erneut manuell kodiert werden mussten, den überwiegenden
Teil automatisch zu bearbeiten.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargelegt.
[0015] Dabei ist es vorteilhaft, den Lese- und Vergleichsvorgang im Wiedererkennungsprozess
eines weiteren Verarbeitungsschrittes stufenweise entsprechend der abfolgenden Leseschritte
durchzuführen, wobei der nachfolgende Lese- und Vergleichsschritt nur erfolgt, wenn
der vorherige keine eindeutige Kandidatenzuordnung ergibt. Dadurch erfolgt der Lese-
und Vergleichsaufwand nur im notwendigen Umfang.
[0016] Hierzu ist es vorteilhaft, in folgender Reihenfolge vorzugehen:
Nach dem Start des automatischen Adresslesers und nach der Ermittlung des Adressgebietes
der Zieladresse wird dieses mit den Adressgebieten zu den Merkmalskandidaten verglichen.
Bei Übereinstimmung in geforderter Glaubwürdigkeit mit genau einem der Adressgebiete
ist die zugeordnete Sendung identifiziert und der Leseprozess wird beendet. Falls
die Zuordnung zu nur einem Merkmalssatz nicht möglich ist, erfolgt das Lesen der Einzelzeichen
und Wörter und ein Vergleich mit den zu den verbleibenden Merkmalskandidaten gespeicherten
Einzelzeichen und Wörtern. Bei Übereinstimmung in geforderter Glaubwürdigkeit mit
den Einzelzeichen und Wörtern nur eines Merkmalskandidaten ist die zugeordnete Sendung
identifiziert und der Leseprozess wird beendet. Falls die Zuordnung zu nur einem Merkmalssatz
immer noch nicht möglich ist, wird die Adressinterpretation durchgeführt, deren Ergebnisse
dann mit denen der verbleibenden Merkmalskandidaten verglichen werden. Bei Übereinstimmung
in geforderter Glaubwürdigkeit mit den Ergebnissen der Adressinterpretation zu nur
einem Merkmalskandidaten ist die zugeordnete Sendung identifiziert und der Leseprozess
wird beendet.
[0017] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, bei vorhandenen Primär- und Sekundärlesern
in den Adresslesern, die bei Bedarf nacheinander gestartet werden, beim Wiedererkennungsprozess
den im vorigen Absatz beschriebene Ablauf auch mit dem oder den jeweiligen Sekundärlesern
durchzuführen, falls mit dem Primärleser noch keine automatische Identifikation erreicht
wurde.
[0018] Damit der benötigte Speicherbedarf begrenzt werden kann, ist es vorteilhaft, die
in der Datenbank gespeicherten charakteristischen Merkmale mit den Lesezwischenergebnissen
und Leseergebnissen/Verteilkodes zu löschen, wenn eine bestimmte Verfallszeit überschritten
wurde oder wenn der letzte Verarbeitungsschritt durchlaufen wurde.
[0019] Vorteilhaft ist es auch, falls die automatische Identifikation nicht erfolgreich
abgeschlossen wurde, nur die Bilder bzw. Adressalternativen der Sendungskandidaten
manuell an Videokodierplätzen mittels Selektion zu kodieren und damit den Kodieraufwand
gering zu halten.
[0020] Anschließend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung
erläutert.
[0021] Dabei zeigen
- FIG 1
- eine schematische Strukturdarstellung für den ersten Verarbeitungsschritt,
- FIG 2
- eine schematische Strukturdarstellung für einen weiteren Verarbeitungsschritt,
- FIG 3
- ein Flussbild des Verfahrensablaufes.
[0022] Das Fingerprint-Verfahren beinhaltet im ersten Verarbeitungsschritt nach der Bildaufnahme
mit einer Kamera 1 und einer Vorverarbeitung 10 zur Schaffung definierter Bildverhältnisse
die Schritte Merkmalsextraktion 2 (Bestimmung der charakteristischen Merkmale 3),
Ermittlung der Verteilinformation in einem Leseprozess und Abspeicherung dieser Daten
3,9 einschließlich der Zwischenergebnisse des Leseprozesses in einer Datenbank 4.
[0023] Während der Vorverarbeitung, die in FIG 3 dargestellt ist, werden verschiedene Bildnormierungsschritte
10 durchgeführt. Dazu gehören eine Drehlagenormierung, die geringfügige Abweichungen
in der Drehlage der Sendungen beseitigt, und eine Normierung zum Ausgleich spezifischer
Kameraeigenschaften. Bei Graubildern könnte das eine Helligkeitsnormierung sein. In
diesen Bereich gehört auch eine gegebenenfalls durchgeführte Binarisierung.
[0024] Dann werden neben globalen Merkmalen wie der Sendungsgröße signifikante Merkmale
aus dem vorverarbeiteten Bild extrahiert 2. Dabei können strukturelle Merkmale, Histogramm
basierte und aus Transformationen (Fourier-, KosinusTransformation, Wavelets) abgeleitete
Merkmale eingesetzt werden. Als strukturelle Merkmale werden insbesondere aus der
Freimachung und dem Adressblock abgeleitete Merkmale verwendet, da diese schon jetzt
maschinell verarbeitet werden. Für den Adressblock z.B. werden möglichst stabile Merkmale
wie die Anzahl der Zeilen und die Zerlegung der Zeilen in Worte und Zeichen verwendet.
[0025] Bei einem konkreten Einsatz wird man die exakte Zusammenstellung der verwendeten
Merkmalsvektoren auf eine signifikante Stichprobe von Sendungsbildern abstimmen, um
optimale Erkennungsergebnisse zu erzielen.
[0026] Das Lesen der Zieladresse erfolgt dann mit einem Primärleser 5. Dabei wird zuerst
das Gebiet der Zieladresse (ROI) ermittelt 5.1, dann werden die Zeichen der Zieladresse
mit dem OCR-Teil gelesen 5.2 und als letzter Schritt wird die Adressinterpretation
mit Hilfe eines Adresswörterbuches durchgeführt 5.3. Das Ergebnis ist dann entweder
eine gelesene verifizierte und eindeutige Adresse oder es gab kein eindeutiges Ergebnis
und es wird ein zweiter Leseversuch in einem Sekundärleser 7 mit einer anderen Lesesoftware
gestartet. Hierbei laufen die gleichen Verarbeitungsschritte ab, d.h. ROI ermitteln
7.1, Zieladresse lesen 7.2 und Durchführen der Adressinterpretation 7.3. Sollte dann
immer noch kein eindeutiges Ergebnis vorliegen, so wird eine Videokodierung durchgeführt
8. Nach der Abspeicherung in der Datenbank 4 befindet sich dann der charakteristische
Merkmalssatz/ Merkmalsvektor 3 der jeweiligen Sendung und ihm zugeordnet die Leseergebnisse
und Lesezwischenergebnisse 9.
[0027] Beim Wiedererkennungsprozess erfolgt ebenfalls nach der Bildaufnahme mittels einer
Kamera 11 zur Fingerprinterkennung 12 die Vorverarbeitung 20 der Bilddaten, die Merkmalsextraktion
12.1 und die Abspeicherung des Merkmalsvektors. Anschließend wird dieser mit den in
der Datenbank 4 befindlichen Merkmalsvektoren verglichen 12.2,12.3. Um eine Sendung
anhand eines ermittelten Merkmalsvektors/Fingerprints effizient identifizieren zu
können, werden bei großen Datenmengen Space Partitioning Techniken zur Ermittlung
der nächsten Nachbarn eingesetzt. Diese ermöglichen es sowohl die im Merkmalsraum
benachbarten Kandidaten schnell zu finden als auch die Menge der aktuell zu betrachtenden
Kandidaten effizient zu verwalten. Diesem Aspekt kommt bei dem Fingerprint-Verfahren
eine besondere Bedeutung zu, da die Referenzmenge durch neu hinzukommende Sendungen
und vollständig bearbeitete Sendungen ständigen Änderungen unterworfen ist.
[0028] Wurde bei dem Vergleich/Datenbankabfrage 12.2,12.3 eine zweifelsfreie Übereinstimmung
mit einem der gespeicherten Merkmalsvektoren festgestellt, so wird die dazugehörende
Verteilinformation 9 der betreffenden Sendung zugeordnet und die Sortierung kann erfolgen.
[0029] Konnte überhaupt kein Kandidat von den gespeicherten Merkmalsvektoren ermittelt werden,
so muss ein ganz normaler und bekannter automatischer Leseprozess durchgeführt werden,
ggf. mit zwei Lesern 15,17, d.h. mit den Schritten: ROI-Suche 15.1,17.1, OCR-Zeichenlesen
15.2,17.2 und Adressinterpretation 15.3,17.3. Falls die Zieladresse so nicht eindeutig
identifiziert werden kann, wird das Sendungsbild an einem Videokodierplatz manuell
kodiert 18, so dass die Sendung kodiert werden kann.
[0030] Für den Fall, dass auf mehrere in Betracht kommende Kandidaten 13 von Merkmalsvektoren/Fingerprints
3 ermittelt wurden, werden zusätzliche Merkmale von den Adresslesern 15 oder 17 verwendet.
Interessant sind dabei die ermittelten Ergebnisse der Region of Interest (ROI) Suche
15.1,17.1, sofern diese Information noch nicht im Fingerprint selbst verwendet wird,
die im Zeichenleseprozess 15.2,17.2 ermittelten Einzelzeichenalternativen und natürlich
die Ergebnisse der Adressinterpretation 15.3,17.3. Es genügt, wie in dem Flussdiagramm
(FIG 3) dargestellt ist, wenn nur die Leseschritte erfolgreich abgeschlossen werden,
die gerade notwendig sind, um den richtigen Fingerprint-Kandidaten auszuwählen. Dabei
werden die vom/von den Adresslesern 15,17 erhaltenen Ergebnisse mit den zu den Fingerprint-Kandidaten
13 in der Datenbank 4 abgelegten Informationen verglichen und irrelevante Kandidaten
werden verworfen, bis nur noch ein Kandidat übrig bleibt. Der Ablauf einschließlich
der Vergleichsprozesse wird in einem sogenannten Voter 16 bestimmt.
[0031] Z.B. könnte nur die Abgangszeile, d.h. PLZ und Ort vom Leser automatisch erkannt
worden sein. Mit dieser Information kann der Voter 16 aber in vielen Fällen schon
eindeutig eine Sendung aus den Fingerprint-Kandidaten 13 auswählen. Die Videokodierung
18 der noch fehlenden Adressteile kann dann entfallen.
[0032] Zusätzlich entscheidet der Voter 16 anhand der Glaubwürdigkeiten vom Ergebnis der
Fingerprint-Ermittlung und von den verwendeten Ergebnissen und Teilergebnissen des
Leseprozesses, ob das Ergebnis genügend sicher ermittelt wurde 22. Wenn nein, muss
die komplette Zieladresse automatisch gelesen oder videokodiert werden.
[0033] In FIG 3 wurde wegen der Übersichtlichkeit der Ablauf mit nur jeweils einem Primärleser
dargestellt. Sind noch Sekundärleser vorhanden, so werden auch für diese Leser die
Prozesse entsprechend durchgeführt.
1. Verfahren zum Sortieren von adressierten Sendungen entsprechend der Zieladresse in
mehreren Verarbeitungsschritten, bei dem im ersten Verarbeitungsschritt ein Bild der
Sendung aufgenommen und daraus die Zieladresse gelesen und die Verteilinformation
und zusätzlich charakteristische Merkmale des Bildes (3) ermittelt (2) und der Sendung
zugeordnet in einer Datenbank (4) gespeichert werden, und bei dem in den weiteren
Verarbeitungsschritten ebenfalls die Bilder der Sendungen aufgenommen, daraus die
charakteristischen Merkmale (13) gewonnen (12), mit den beim ersten Verarbeitungsschritt
ermittelten Merkmalen (3) verglichen und bei Übereinstimmung mit festgelegter Glaubwürdigkeit
die dazugehörende Sendung mit der gespeicherten Verteilinformation identifiziert wird,
im ersten Verarbeitungsschritt zusammen mit den charakteristischen Merkmalen (3) diesen
zugeordnet in der Datenbank (4) neben den gelesenen Zieladressen/ Verteilinformationen
die jeweiligen Lesezwischenergebnisse mit abgespeichert werden (9), die aktuellen
Lesezwischenergebnisse oder Leseergebnisse der zu identifizierenden Sendung mit den
entsprechenden gespeicherten Lesezwischenergebnissen oder Leseergebnissen der Sendungen
der ermittelten Merkmalskandidaten verglichen werden,
- und bei gefundener Übereinstimmung mit festgelegter Glaubwürdigkeit die diesem Merkmalskandidaten
zugeordnete Sendung mit der gespeicherten Verteilinformation der Zieldresse die wiedererkannte
Sendung darstellt und die Sortierung anhand dieser Verteilinformation erfolgt,
dadurch gekennzeichnet , dass
- im Wiedererkennungsprozess eines weiteren Verarbeitungsschrittes bei keiner eindeutigen
Übereinstimmung in festgelegter Glaubwürdigkeit der im jeweiligen Verarbeitungsschritt
ermittelten charakteristischen Merkmale mit mehreren gespeicherten Merkmalssätzen
von gefundenen Kandidaten aus dem ersten Verarbeitungsschritt der automatische Leseprozess
für den jeweiligen weiteren Verarbeitungsschritt zum Lesen der Adresse der aktuell
wiederzuerkennenden Sendung gestartet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lese- und Vergleichsvorgang im Wiedererkennungsprozess eines weiteren Verarbeitungsschrittes
stufenweise entsprechend der abfolgenden Leseschritte (15.1,15.2,15.3,17.1,17.2,17.3)
durchgeführt wird, wobei der nachfolgende Lese- und Vergleichsschritt nur erfolgt,
wenn der vorherige keine eindeutige Kandidatenzuordnung ergibt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Start des automatischen Leseprozesses und nach der Ermittlung (15.1) des
Adressgebietes der Zieladresse dieses mit den Adressgebieten zu den Merkmalskandidaten
verglichen wird, bei eindeutiger Übereinstimmung in geforderter Glaubwürdigkeit (22)
mit einem der Adressgebiete die zugeordnete Sendung identifiziert ist und der Leseprozess
beendet wird, falls die Zuordnung zu nur einem Merkmalssatz nicht möglich ist, das
Lesen (15.2) der Einzelzeichen und Wörter und ein Vergleich mit den zu den verbleibenden
Merkmalskandidaten gespeicherten Einzelzeichen und Wörtern erfolgt und bei Übereinstimmung
in geforderter Glaubwürdigkeit (22) mit den Einzelzeichen und Wörtern nur eines Merkmalskandidaten
die zugeordnete Sendung identifiziert ist und der Leseprozess beendet wird, und falls
die Zuordnung zu nur einem Merkmalssatz nicht möglich ist, die Adressinterpretation
(15.3) durchgeführt wird, deren Ergebnisse dann mit denen der verbleibenden Merkmalskandidaten
verglichen werden, bei Übereinstimmung in geforderter Glaubwürdigkeit (22) mit den
Ergebnissen der Adressinterpretation zu nur einem Merkmalskandidaten die zugeordnete
Sendung identifiziert ist und der Leseprozess beendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Adressleser Primärleser (5,15) und Sekundärleser (7,17) besitzen, die bei Bedarf
nacheinander gestartet werden und dass beim Wiedererkennungsprozess der im Anspruch
3 beschriebene Ablauf auch mit dem oder den jeweiligen Sekundärlesern (17) durchgeführt
werden, falls mit dem Primärleser (15) noch keine automatische Identifikation erreicht
wurde.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Datenbank (4) gespeicherten charakteristischen Merkmale mit den Lesezwischenergebnissen
und Leseergebnissen/Verteilkodes gelöscht werden, wenn eine bestimmte Verfallszeit
überschritten wurde oder wenn der letzte Verarbeitungsschritt durchlaufen wurde.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, falls die automatische Identifikation nicht erfolgreich abgeschlossen wurde, nur
die Bilder oder Adressalternativen der Sendungskandidaten (13) manuell an Videokodierplätzen
mittels Selektion kodiert werden (18).
1. Method for sorting addressed mail items by destination address in a plurality of processing
steps, wherein in the first processing step an image of the mail item is recorded
and the destination address is read therefrom and the distribution information and
also characteristic features of the image (3) are determined (2) and stored, assigned
to the mail item, in a database (4), and wherein in the further processing steps the
images of the mail items are likewise recorded, the characteristic features (13) extracted
therefrom (12), compared with the features (3) determined in the first processing
step and, in the event of a match of defined plausibility, the associated item is
identified using the stored distribution information,
- in the first processing step the relevant intermediate reading results are stored
(9) in the database (4) together with the characteristic features (3), assigned thereto,
as well as the read destination addresses/distribution information,
- the current intermediate reading results or reading results of the mail item to
be identified are then compared with the corresponding stored intermediate reading
results or reading results of the mail items of the feature candidates determined
and if a match of defined plausibility is found, the mail item assigned to this feature
candidate with the stored distribution information of the destination address constitutes
the re-identified mail item and sorting takes place on the basis of this distribution
information
characterised in that
- in the re-identification process of a further processing step, if there is no clear
match of defined plausibility of the characteristic features determined in said processing
step with a plurality of stored features sets of found candidates from the first processing
step, the automatic reading process for said further processing step is activated
to read the address of the mail item currently to be re-identified.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the reading and comparison operation is carried out stepwise in the re-identification
process of a further processing step according to the sequential reading steps (15.1,
15.2, 15.3, 17.1, 17.2, 17.3), the subsequent reading and comparison step only taking
place if the preceding step yields no unambiguous candidate assignment.
3. Method according to claim 2,
characterised in that
after initiation of the automatic reading process and after determination (15.1) of
the address region of the destination address, this region is compared with the address
regions for the feature candidates, in the event of an unambiguous match of required
plausibility (22) with one of the address regions the associated mail item is identified
and the reading process is terminated, if assignment to a signal feature set is not
possible, reading (15.2) of the individual characters and words and comparison with
the individual characters and words stored for the remaining feature candidate take
place and in the event of a match of defined plausibility (22) with the individual
characters and words of a single feature candidate, the associated mail item is identified
and the reading process is terminated, and if assignment to a single feature set is
not possible, address interpretation (15.3) is performed, the results of which are
then compared with the remaining feature candidates, in the event of a match of defined
plausibility (22) with the address interpretation results for a single feature candidate,
the associated mail item is identified and the reading process is terminated.
4. Method according to claim 3,
characterised in that
the address readers possess primary readers (5, 15) and secondary readers (7, 17)
which are activated consecutively as required and that during the re-identification
process the sequence described in claim 3 is also carried out using the secondary
reader or readers (17) if automatic identification cannot yet be achieved with the
primary reader (15).
5. Method according to claim 1,
characterised in that
the characteristic features stored in the database (4) with the intermediate reading
results and reading results/distribution codes are deleted if a certain decay time
has been exceeded or the last processing step has been completed.
6. Method according to claim 1,
characterised in that
if automatic identification has not been completed successfully, only the images or
address alternatives of the mail item candidates (13) are manually coded at video
coding stations by means of selection (18).
1. Procédé de tri d'envois adressés en fonction de l'adresse de destinataire en plusieurs
étapes de traitement,
- selon lequel dans une première étape de traitement on enregistre une image de l'envoi,
on lit l'adresse de destinataire à partir de celle-ci, on détermine ( 2 ) l'information
de distribution et supplémentairement des caractéristiques de l'image ( 3 ) et on
les mémorise, associées à l'envoi, dans une base de données ( 4 )
- selon lequel dans les autres étapes de traitement on enregistre également les images
des envois, on obtient ( 12 ) les caractéristiques ( 13 ) à partir de celles-ci, on
les compare aux caractéristiques ( 3 ) déterminées lors de la première étape de traitement
et, en cas de coïncidence selon une vraisemblance fixée, on identifie l'envoi associé
à l'information de distribution mémorisée
- selon lequel dans la première étape de traitement on mémorise ( 9 ) dans la base
de données ( 4 ), conjointement aux caractéristiques ( 3 ) et de manière associée
à celles-ci, outre les adresses de destinataire lues et les informations de distribution,
les résultats intermédiaires de lecture respectifs,
- selon lequel on compare les résultats intermédiaires de lecture actuels ou les résultats
de lecture actuels de l'envoi à identifier aux résultats intermédiaires de lecture
mémorisés ou aux résultats de lecture mémorisés correspondants des envois des jeux
de caractéristiques candidats déterminés
- et selon lequel, en cas de coïncidence selon une vraisemblance fixée, l'envoi associé
à ce jeu de caractéristiques candidat avec l'information de distribution mémorisée
de l'adresse de destinataire représente l'envoi reconnu et le tri s'effectue à l'aide
de cette information de distribution,
caractérisé par le fait que, dans le processus de reconnaissance d'une autre étape de traitement, en l'absence
de coïncidence univoque selon la vraisemblance fixée entre les caractéristiques déterminées
dans l'étape de traitement respective et plusieurs jeux de caractéristiques mémorisés
de candidats trouvés à partir de la première étape de traitement, on lance le processus
de lecture automatique pour l'autre étape de traitement respective en vue de la lecture
de l'adresse de l'envoi actuellement à reconnaître.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'on exécute l'opération de lecture et de comparaison dans le processus de reconnaissance
d'une autre étape de traitement par étapes en fonction des étapes de lecture consécutives
( 15.1, 15.2, 15.3, 17.1, 17.2, 17.3 ), l'étape de lecture et de comparaison suivante
ne s'effectuant que si la précédente n'a donné aucune association de candidat univoque.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que, après le lancement du processus de lecture automatique et après la détermination
( 15.1 ) de la zone d'adresse de l'adresse de destinataire, cette zone d'adresse est
comparée aux zones d'adresse correspondant aux jeux de caractéristiques candidats
et, en cas de coïncidence univoque selon la vraisemblance demandée ( 22 ) avec l'une
des zones d'adresse, l'envoi associé est identifié et le processus de lecture est
terminé, si l'association à un seul jeu de caractéristiques n'est pas possible, la
lecture ( 15.2 ) des caractères isolés et des mots et une comparaison aux caractères
isolés mémorisés et aux mots mémorisés pour les jeux de caractéristiques candidats
restants s'effectuent et, en cas de coïncidence selon la vraisemblance demandée (
22 ) avec les caractères isolés et avec les mots d'un seul jeu de caractéristiques
candidat, l'envoi associé est identifié et le processus de lecture est terminé et
si l'association à un seul jeu de caractéristiques n'est pas possible, on effectue
l'interprétation d'adresse ( 15.3 ) dont on compare ensuite les résultats à ceux des
jeux de caractéristiques candidats restants et, en cas de coïncidence selon la vraisemblance
demandée ( 22 ) avec les résultats de l'interprétation d'adresse d'un seul jeu de
caractéristiques candidat, l'envoi associé est identifié et il est mis fin au processus
de lecture.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que les lecteurs d'adresse comprennent des lecteurs primaires ( 5, 15 ) et des lecteurs
secondaires ( 7, 17 ) qui sont lancés successivement si nécessaire et par le fait que, lors du processus de reconnaissance, les opérations décrites dans la revendication
3 sont aussi effectuées avec le ou les lecteurs secondaires respectifs ( 17 ) si une
identification automatique n'a pas encore été obtenue avec le lecteur primaire ( 15
).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les caractéristiques mémorisées dans la base de données ( 4 ) avec les résultats
intermédiaires de lecture et avec les résultats de lecture ou codes de distribution
sont effacés lorsqu'une certaine échéance a été atteinte ou lorsque la dernière étape
de traitement a été exécutée.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, si l'identification automatique ne s'est pas terminée avec succès, seules les images
ou alternatives d'adresse des envois candidats ( 13 ) sont codées ( 18 ) manuellement
au moyen d'une sélection au niveau de postes de codage vidéo.