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EP 1 799 557 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.2011 Patentblatt 2011/27 |
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Anmeldetag: 26.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/008093 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/032320 (30.03.2006 Gazette 2006/13) |
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| (54) |
DOPPELKAMMERAMPULLE
DOUBLE-CHAMBER AMPOULE
AMPOULE A CHAMBRE DOUBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.09.2004 DE 102004046536
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.06.2007 Patentblatt 2007/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Hansen, Bernd |
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74429 Sulzbach-Laufen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hansen, Bernd
74429 Sulzbach-Laufen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bartels, Martin Erich Arthur et al |
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Patentanwälte
Bartels und Partner
Lange Strasse 51 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
BE-A1- 868 443 US-A- 5 215 221 US-A1- 2001 027 301
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US-A- 2 707 469 US-A- 5 582 330
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter, bestehend aus einem elastisch nachgiebigen
Kunststoffmaterial, mit einer Dosierkammer, in der sich ein Abgabemedium befindet,
wobei das eine Ende der Dosierkammer eine Abgabeöffnung aufweist und das gegenüberliegende
Ende ist über eine Verbindungsstelle mit einem zusammendrückbaren Behälterteil verbunden,
in dem sich ein insbesondere gasförmiges Austreibmedium befindet, wobei beim Zusammendrücken
des Behälterteils das Austreibmedium zumindest teilweise das Abgabemedium aus der
Dosierkammer über die Abgabeöffnung verdrängt.
[0002] Durch die
DE-PS 32 44 403 ist ein gattungsgemäßer Behälter aus einem elastischen Kunststoffmaterial bekannt
mit einer rohrförmigen Dosierkammer, in der sich ein stoffliches Medium befindet,
und die derart ausgebildet ist, dass das stoffliche Medium unabhängig von der Lage
des Behälters in der Dosierkammer verbleibt und mit einem zusammendrückbaren, ein
gasförmiges Medium enthaltenden Behälterteil, der ein größeres Volumen als die Dosierkammer
hat, wobei beim Zusammendrücken des Behälterteils das in der Dosierkammer befindliche
stoffliche Medium aus dieser Dosierkammer durch eine daran anbringbare Abgabeöffnung
austreibbar ist.
[0003] Die bekannte Behälterlösung dient der Abgabe eines stofflichen Mediums von bei Umgebungstemperatur
salbenartiger Konsistenz, das bei der Herstellung des Behälters ausschließlich in
die Dosierkammer gefüllt wird. Die bei Umgebungstemperatur salbenartige Konsistenz
des stofflichen Mediums verhindert dessen Austreten aus der rohrförmigen Dosierkammer,
die auch zum freien Ende der Dosierkammer hin kegelförmig ausgebildet sein kann. In
dem bekannten Behälterteil befindet sich nur das gasförmige Medium als Austreibmedium,
so dass beim Zusammendrücken des Behälters das allein in der Dosierkammer befindliche
stoffliche Medium im wesentlichen aus dieser Dosierkammer entfernt wird, ohne dass
praktisch ein Rest im Behälter zurückbleibt. Die bekannte Lösung findet insofern ihre
Einschränkung, als bei Abgabemedien in der Dosierkammer mit niedriger Viskosität gegenüber
der salbenartigen Konsistenz das Abgabemedium von der Dosierkammer über die Erweiterung
als Verbindungsstelle in das Behälterteil eintritt, sich dort mit dem Austreibmedium
vermischt und insofern die Behälterlösung unbrauchbar werden läßt.
[0004] Um diesem Nachteil zu begegnen, ist gemäß der
DE 44 20 594 C2 ein Behältnis aus Kunststoff für eine dosierbare Abgabe von fließfähigen Stoffen
vorgeschlagen worden, mit einer am einen Ende vorgesehenen Abgabeöffnung und einer
sich an das andere offene Ende anschließenden, und nur zum Inneren des Behälters hin
offenen Kammer, deren Volumen durch eine manuelle Deformation reduzierbar ist, und
die einstückig mit dem Behältnis ausgebildet ist, wobei das Behältnis als ein Zylinder
ausgebildet ist und wobei der den fließfähigen Stoff aufnehmende Innenraum des Zylinders
vom Innenraum der Kammer durch einen im Zylinder von Hand längsverschiebbaren Trennkolben
getrennt ist, wobei in der Kammer Luft bevorratet ist, die von Hand verdrängt den
Trennkolben gegen die Abgabeöffnung des Behältnisses drückt. Durch den genannten Trennkolben
ist bei der bekannten Lösung die stoffliche Trennung von Abgabemedium in der Dosierkammer
zu Austreibmedium im Behälterteil erreicht, so dass es insoweit nicht ungewollt zu
Vermischungen kommt, was die Behälterlösung unbrauchbar werden lassen könnte. Mit
der bekannten Behälterlösung ist es möglich, mithin auch sehr dünnflüssige Abgabemedien
auszubringen, jedoch mit dem Nachteil, dass aufgrund des Trennkolbens die bekannte
Lösung teuer in der Herstellung ist und insbesondere in Abgaberichtung axial groß
aufbaut.
[0005] Ein anderer derartiger Behälter für eine dosierbare Abgabe mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruch 1 ist aus der dokument
US5582330 bekannt.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Behälter zu schaffen, der kostengünstig herstellbar ist, konstruktiv klein aufbauen
kann und der es erlaubt, ohne großen konstruktiven Aufwand als Abgabemedien solche
auch dünnflüssiger Konsistenz und/oder in der Art eines Aerosols auszubringen. Eine
dahingehende Aufgabe löst ein Behälter mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in
seiner Gesamtheit.
[0007] Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 die Verbindungsstelle
zwischen Dosierkammer und Behälterteil aus einer Engstelle gebildet ist, die derart
ausgestaltet ist, dass eine Kapillarwirkung entsteht, die unabhängig von der räumlichen
Lage des Behälters einen Übertritt des Abgabemediums aus der Dosierkammer in den Behälterteil
mit dem Austreibmedium verhindert, ist sichergestellt, dass auch ohne Trennkolbenanordnung
das Abgabemedium nicht ungewollt von der Dosierkammer in Richtung des Behälterteils
mit dem Austreibmedium strömen kann. Unabhängig von der räumlichen Anordnung des Behälters
ist somit die Funktionssicherheit in jedem Fall sichergestellt und es ist für einen
Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet der Herstellung dahingehender Behälter überraschend,
dass er dergestalt als Abgabemedium auch verspraybare Aerosole od. dgl. ausbringen
kann. Letztere Stoffe bekommen zusehends Bedeutung in der Pharmazie, denn es besteht
dergestalt die Möglichkeit, verspraybare Wirkstoffe mit der Nasenschleimhaut in Verbindung
zu bringen, um dergestalt eine rasche Wirkstoffaufnahme zu gewährleisten, was bei
einer Aufnahme anderer Art nicht gewährleistet ist.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters ist die Engstelle
aus einem Kapillarröhrchen gebildet. Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass die
verletzliche Engstelle mittels einer Stützeinrichtung ausgesteift ist. Mit der dahingehenden
Stützeinrichtung ist sichergestellt, dass die Engstelle nicht ungewollt beschädigt
oder zusammengedrückt werden kann, was deren Funktion schädigen könnte.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters weist die Stützeinrichtung
mindestens zwei stegartige Stützarme auf, die sowohl zumindest Teile des Behälterteils,
der Engstelle als auch der Dosierkammer umfassen. Vorzugsweise erstrecken sich dabei
die beiden Stützarme längs einer Trennebene und überdecken diese zumindest teilweise,
längs der die Teile des Behälters hälftig aneinanderstoßen. Neben der bereits angesprochenen
Aussteifung des Gesamtbehälters erlaubt dies auch eine verbesserte Abdichtung des
Behälterinhalts gegenüber der Umgebung, so dass auch über längere Zeit die Sterilität
des Behälterinneren gewährleistet ist.
[0010] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters gehen
in Verlängerung des Behälterteils an seiner der Dosierkammer abgewandten Seite die
beiden Stützarme in eine mit einer Kodierung versehene Anschlußfahne über. Mittels
der angesprochenen Kodierung läßt sich eine Behälteridentifikation insbesondere bezogen
auf seinen Inhalt erhalten.
[0011] Bei einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters
verjüngt sich die Dosierkammer zur Abgabeöffnung hin zumindest stufenweise konisch.
Je nach Grad der gewählten konischen Verjüngung ergibt sich dergestalt beim Ausdrücken
des Behälters eine Geschwindigkeitserhöhung für das bevorratete Medium, was seine
Ausbringung positiv beeinflußt. Insbesondere kann bei der Abgabe eine erhöhte Strahlwirkung
erreicht werden.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Behälters sind Gegenstand
der weiteren Unteransprüche.
[0013] Im folgenden wird der erfindungsgemäße Behälter anhand eines Ausführungsbeispiels
nach der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher
Darstellung die
- Fig.1
- eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Behälter;
- Fig.2
- eine Seitenansicht auf den Behälter nach der Fig.1 und
- Fig.3
- mehrere, zu einer Gruppe zusammengefaßte vereinzelbare Behälter gemäß der Ausgestaltung
nach den Fig.1 und 2.
[0014] Der in den Figuren dargestellte Behälter besteht aus einem durchsichtigen, elastisch
nachgiebigen Kunststoffmaterial, der allein (vgl. Fig.1 und 2) oder zusammen mit anderen
Behältern (vgl. Fig.3) mittels einer Blasformmaschine herstellbar, befüllbar und steril
verschließbar ist. Der Behälter weist eine rohrförmige Dosierkammer 10 auf, die an
ihrem in der Zeichnung gesehen unteren Ende durch einen Knebelverschluß 12 verschlossen
ist, der eine eingeschnürte Sollbruchstelle 14 und eine Handhabe 16 aufweist zum Abdrehen
des Knebelverschlusses 12, um dergestalt die Abgabeöffnung 18 am unteren Ende der
Dosierkammer 10 freizugeben. In der Dosierkammer 10 befindet sich ein Abgabemedium,
beispielsweise ein solches mit salbenartiger Konsistenz, wie eine Augensalbe; vorzugsweise
besteht das Abgabemedium jedoch aus einem solchen niederer Viskosität, auch in Form
eines Aerosols, das sich in der Art eines Spray- oder Sprühvorganges aus der Dosierkammer
10 über die Abgabeöffnung 18 aus dem Behälter ausbringen läßt. Der röhrenförmige Aufbau
der Dosierkammer 10 würde dergestalt eine gute Einbringbarkeit in eine Körperöffnung,
wie eine Nasenöffnung od. dgl., ermöglichen.
[0015] Das gegenüberliegende Ende der Dosierkammer 10 ist über eine Verbindungsstelle 20
mit einem zusammendrückbaren Behälterteil 22 verbunden, in dem sich ein insbesondere
gasförmiges Austreibmedium, beispielsweise in Form von Luft, befindet. Beim Zusammendrücken
des Behälterteils 22, vorzugsweise von Hand, verdrängt das Austreibmedium zumindest
teilweise das Abgabemedium aus der Dosierkammer 10 über die Abgabeöffnung 18 für einen
Applizierungsvorgang nach außen in die Umgebung. Die Verbindungsstelle 20 zwischen
Dosierkammer 10 und Behälterteil 22 ist aus einer Engstelle gemäß der figürlichen
Darstellung gebildet, wobei die Engstelle derart ausgebildet ist, dass eine Kapillarwirkung
entsteht, die unabhängig von der räumlichen Lage des Behälters einen Übertritt des
Abgabemediums aus der Dosierkammer in den Behälterteil 22 mit dem Austreibmedium verhindert.
Ebenso kann das Austreibmedium ohne Zusammendrücken des Behälterteils 22 nicht ungewollt
über die Verbindungsstelle 20 in Richtung der Dosierkammer 10 austreten. Insbesondere
ist die Engstelle aus einem Kapillarröhrchen gebildet, das in der Art einer Einschnürstelle
im Übergangsbereich zwischen Dosierkammer 10 und Behälterteil 22 angeordnet ist. Die
axiale Erstreckung des Kapillarröhrchens entlang der Trennebene 24 des Behälters ist
jedenfalls kleiner als sein freier Durchtrittsquerschnitt für das Abgabemedium.
[0016] Wie die Figuren weiter zeigen, ist die verletzliche Engstelle mittels einer als Ganzes
mit 26 bezeichneten Stützeinrichtung ausgesteift. Wie insbesondere die Fig.1 zeigt,
weist die Stützeinrichtung 26 zwei stegartige Stützarme 28,30 auf, die sowohl den
Behälterteil 22, die Verbindungsstelle 20 als auch zumindest das untere Drittel der
Dosierkammer 10 umfassen. Wie insbesondere die Fig. 2 zeigt, erstrecken sich dabei
die beiden Stützarme 28,30 längs der genannten Trennebene 24 und überdecken diese
im vorstehend beschriebenen Rahmen zumindest teilweise, so dass an der Stelle, längs
der die Teile des Behälters fertigungstechnisch hälftig aneinanderstoβen, eine zusätzliche
Abdichtung über die Stützeinrichtung 26 erreicht ist. An ihrem in Blickrichtung auf
die Fig.1 gesehen unteren Ende gehen die beiden Stützarme 28,30 über eine konische
Zulaufstrecke einstückig in die Dosierkammer 10 über.
[0017] In Verlängerung des Behälterteils 22 in Blickrichtung auf die Fig. 1 und 2 gesehen
nach oben hin, münden die beiden Stützarme 28,30 in einer flächig ausgebildeten, quadratischen
Anschlußfahne 32. Neben einer verbesserten Handhabung für den Behälter erlaubt die
Anschlußfahne 32 darüber hinaus, eine Kodierung 34 anzubringen, um dergestalt den
Behälter und seinen Inhalt identifizieren zu können. Die Höhe der Anschlußfahne 32
ist derart gewählt, dass sie gemäß der Darstellung nach der Fig.2 mit einem randseitigen
Überstand über die Trennebene 24 mit der Stützeinrichtung 26 vorsteht. Gegebenenfalls
könnte die Anschlußfahne 32 über eine weitere Sollbruchstelle 36 auch vom Behälterteil
22 abgetrennt werden. Im Gegensatz zu der Dosierkammer 10, die röhrenförmig ausgebildet
ist, ebenso wie die Verbindungsstelle 20 in Form der Engstelle, ist das Behälterteil
22 im wesentlichen quaderförmig ausgestaltet und weist gemäß der Darstellung nach
der Fig.2 auf gegenüberliegenden Seiten zwei Anlageflächen 38 auf, die das Zusammendrücken
des Behälterteils 22 von Hand, beispielsweise mit Daumen und Zeigefinger einer Bedienperson,
ermöglichen. Ferner erstrecken sich die Anlageflächen 38 wiederum parallel zur Trennebene
24. Insbesondere stehen die Anlageflächen 38 dergestalt in beiden Richtungen über
die Oberseite der Dosierkammer 10 deutlich hervor. Ferner betragen die Volumenverhältnisse
von Behälterteil 22 zu Dosierkammer 10 etwa 2 : 1, um dergestalt einen vollständigen
Medienaustrag über die Abgabeöffnung 18 sicherstellen zu können.
[0018] Bei der Darstellung nach der Fig.3 sind mehrere Behälter, in an sich bekannter Weise,
an ihren einander zugewandten Seiten in Aufeinanderfolge miteinander verbunden, wobei
die derart in Reihe von der Blasformmaschine hergestellten Behälter über ihre aneinandergrenzenden
Stirnseiten voneinander abtrennbar sind. Dergestalt besteht für einen Anwender die
Möglichkeit, in Gruppen zusammengestellte Behälter, beispielsweise ein Wochenvorrat,
einzeln zu separieren und anzuwenden. Über den dahingehenden Verbund läßt sich dergestalt
auch Verpackungsmaterial einsparen.
[0019] Mit der erfindungsgemäßen Behälterlösung steht zu erwarten, dass die Anwendungsmöglichkeiten
für die beschriebenen Medienabgaben bei Patienten steigen werden.
1. Behälter, bestehend aus einem elastisch nachgiebigen Kunststoffmaterial, mit einer
Dosierkammer (10), in der sich ein Abgabemedium befindet, wobei das eine Ende der
Dosierkammer (10) eine Abgabeöffnung (18) aufweist und das gegenüberliegende Ende
ist über eine Verbindungsstelle (20) mit einem zusammendrückbaren Behälterteil (22)
verbunden, in dem sich ein insbesondere gasförmiges Austreibmedium befindet, wobei
beim Zusammendrücken des Behälterteils (22) das Austreibmedium zumindest teilweise
das Abgabemedium aus der Dosierkammer (10) über die Abgabeöffnung (18) verdrängt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle (20) zwischen Dosierkammer (10) und Behälterteil (22) aus einer
Engstelle gebildet ist, die derart ausgestaltet ist, dass eine Kapillarwirkung entsteht,
die unabhängig von der räumlichen Lage des Behälters einen Übertritt des Abgabemediums
aus der Dosierkammer (10) in den Behälterteil (22) mit dem Austreibmedium verhindert.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Engstelle aus einem Kapillarröhrchen gebildet ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verletzliche Engstelle mittels einer Stützeinrichtung (26) ausgesteift ist.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung (26) mindestens zwei stegartige Stützarme (28,30) aufweist,
die sowohl zumindest Teile des Behälterteils (22), der Engstelle und der Dosierkammer
(10) umfassen.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stützarme (28,30) sich längs einer Trennebene (24) erstrecken und diese
zumindest teilweise überdecken, längs der die Teile des Behälters hälftig aneinanderstoßen.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Verlängerung des Behälterteils (22) an seiner der Dosierkammer (10) abgewandten
Seite die beiden Stützarme (28,30) in eine mit einer Kodierung (34) versehene Anschlußfahne
(32) übergehen.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierkammer (10) und die Engstelle röhrenförmig ausgebildet sind und das Behälterteil
(22) im wesentlichen quaderförmig ausgestaltet ist.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das quaderförmige Behälterteil (22) zumindest in einer Richtung über die Oberseite
der Dosierkammer (10) vorsteht.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Volumina von Behälterteil (22) zu Dosierkammer (10) mindestens
2 : 1 ist.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnung (18) über einen Knebelverschluß (12) vor Abgabe des Abgabemediums
verschlossen ist.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierkammer (10) sich zur Abgabeöffnung (18), zumindest stufenweise, konisch
verjüngt.
1. A receptacle made of an elastically flexible plastic material, comprising a dosing
chamber (10) in which a delivery medium is located, one end of the dosing chamber
(10) having a discharge opening (18), and the opposite end being connected to a compressible
receptacle part (22) by means of a connecting point (20) in which there is an especially
gaseous propellant medium, when the receptacle part (22) is compressed the propellant
medium at least partially displacing the delivery medium out of the dosing chamber
(10) via the discharge opening (18), characterised in that the connecting point (20) between the dosing chamber (10) and the receptacle part
(22) is formed from a constriction which is designed such that a capillary action
is produced which, independently of the spatial location of the receptacle, prevents
overflow of the delivery medium from the dosing chamber (10) into the receptacle part
(22) with the propellant medium.
2. The receptacle according to Claim 1, characterised in that the constriction is formed from a capillary tube.
3. The receptacle according to Claim 1 or 2, characterised in that the vulnerable constriction is stiffened by means of a support device (26).
4. The receptacle according to Claim 2, characterised in that the support device (26) has at least two crosspiece-like support arms (28, 30) which
encompass at least parts of the receptacle part (22), the constriction and the dosing
chamber (10).
5. The receptacle according to Claim 4, characterised in that the two support arms (28, 30) extend along a separating plane (24) and at least partially
overlap the latter, along which the parts of the receptacle half abut one another.
6. The receptacle according to either of Claims 4 or 5, characterised in that in an extension of the receptacle part (22) on its side facing away from the dosing
chamber (10) the two support arms (28, 30) undergo transition into a tab (32) which
is provided with coding (34).
7. The receptacle according to any of Claims 1 to 6, characterised in that the dosing chamber (10) and the constriction are tubular in form, and the receptacle
part (22) is substantially quadrangular in form.
8. The receptacle according to Claim 7, characterised in that the quadrangular receptacle part (22) projects at least in one direction over the
top of the dosing chamber (10).
9. The receptacle according to any of Claims 1 to 8, characterised in that the ratio of the volumes of the receptacle part (22) to the dosing chamber (10) is
at least 2 : 1.
10. The receptacle according to any of Claims 1 to 9, characterised in that the discharge opening (18) is closed by means of a twist closure (12) before discharging
the delivery medium.
11. The receptacle according to any of Claims 1 to 10, characterised in that the dosing chamber (10) tapers conically, at least in increments, toward the discharge
opening (18).
1. Réceptacle constitué d'un matériau plastique souple élastiquement, comportant une
chambre (10) de dosage, dans laquelle se trouve un agent d'administration, une extrémité
de la chambre (10) de dosage comportant une ouverture (18) d'administration et l'autre
extrémité opposée étant reliée par l'intermédiaire d'un point (20) de liaison à une
partie (22) de réceptacle, qui peut être comprimée et dans laquelle se trouve un agent
de propulsion, notamment gazeux, dans lequel, lorsque la partie (22) de réceptacle
est comprimée, l'agent de propulsion refoule au moins en partie l'agent d'administration
hors de la chambre (10) de dosage, en passant par l'ouverture (18) d'administration,
caractérisé en ce que le point (20) de liaison entre la chambre (10) de dosage et la partie (22) de réceptacle
est formé d'un point de constriction, qui est réalisé de manière à produire un effet
de capillarité qui, indépendamment de la position dans l'espace du réceptacle, empêche
qu'un excès de l'agent d'administration ne passe de la chambre (10) de dosage dans
la partie (22) de réceptacle avec l'agent de propulsion.
2. Réceptacle suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le point de constriction est formé d'un tube capillaire.
3. Réceptacle suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le point de constriction vulnérable est rigidifié au moyen d'un dispositif (26) de
support.
4. Réceptacle suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif (26) de support comporte au moins deux bras (28, 30) de support en
forme de pontage, qui prennent à la fois au moins des parties de la partie (22) de
réceptacle, du point de constriction et la chambre (10) de dosage.
5. Réceptacle suivant la revendication 4, caractérisé en ce que les deux bras (28, 30) de support s'étendent le long d'un plan (24) de séparation
et couvrent ce dernier au moins en partie plan le long duquel les parties sur le réceptacle
butent l'une sur l'autre en deux moitiés.
6. Réceptacle suivant l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que, dans le prolongement de la partie (22) de réceptacle, du côté de celle-ci tourné
à l'opposé de la chambre de dosage, les deux bras (28, 30) de support deviennent une
patte (32) de raccordement munie d'un codage (34).
7. Réceptacle suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la chambre (10) de dosage et le point de constriction sont en forme de tube et la
partie (22) de réceptacle est sensiblement de forme parallélépipédique.
8. Réceptacle suivant la revendication 7, caractérisé en ce que la partie (22) de réceptacle de forme parallélépipédique fait saillie au moins dans
une direction au-delà de la surface supérieure de la chambre (10) de dosage.
9. Réceptacle suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le rapport du volume de la partie (22) de réceptacle à celui de la chambre (10) de
dosage est d'au moins 2 : 1.
10. Réceptacle suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'ouverture (18) d'administration est fermée par l'intermédiaire d'une fermeture
(12) à manette avant administration de l'agent d'administration.
11. Réceptacle suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la chambre (10) de dosage s'amincit coniquement, au moins par échelon, en direction
de l'ouverture (18) d'administration.

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