[0001] Die Erfindung betrifft eine Spenderanordnung für zur Aufnahme, Bevorratung und Abgabe
von gegen dampf-, gas- oder pulvrige Bestandteile der Umgebungsatmosphäre empfindliches
Füllgut bestimmte Behälter, deren Füll- und Abgabeöffnung gegen den Zutritt von Umgebungsatmosphäre
dicht verschließbar ist.
[0002] Zur Erleichterung der dosierten Entnahme von in größerer Menge in einem Behälter
enthaltendem Füllgut sind eine Vielzahl von Spenderanordnungen der unterschiedlichsten
Ausgestaltung entwickelt worden, deren konstruktiver Aufbau unter Berücksichtigung
der Art und der physikalischen Eigenschaften des im Behälter abgefüllten Füllguts
entwickelt wurde. Im einfachsten Fall wurde die Spenderanordnung mit einer Abgabevorrichtung
versehen, deren Austrittsöffnung im Durchlassquerschnitt so bemessen ist, dass das
Füllgut nur in gedrosselter Menge austreten kann, so dass eine versehentlich überdosierte
Mengenabgabe vermieden werden kann. Dies gilt sowohl für festes Granulat und pulverförmiges
Füllgut ebenso wie für die bei Flüssigkeiten verwendeten Tropfeinsätze. Auch die Abgabe
von Tabletten kann durch eine Verringerung des Querschnitts der Abgabeöffnung beeinflusst
werden. Allerdings sind solche einfachen Lösungen, die Dosierung durch gedrosselte
Abgabe ermöglichen, dann nicht einsetzbar, wenn eine genau mengenmäßige Dosierung
bzw. eine Einzelabgabe von Tabletten gewährleistet werden muss. Für solche Fälle sind
für granulat- und pulverförmiges Füllgut Dosierspender mit der Abgabeöffnung vorgeschalteten
und wahlweise zum Behälterinnern und zur Abgabeöffnung umschaltbaren Dosierräumen
bzw. für Tablettenspender mit Vereinzelungsmechanismus entwickelt worden, welche bei
der Betätigung durch den Benutzer jeweils nur eine einzelne Tablette abgeben. Die
bekannten Spenderanordnungen haben sich in der Praxis bewährt. Problematisch ist die
Anwendung solcher bekannten Spenderanordnungen jedoch in solchen Fällen, in denen
in größerer Menge im Behälter bevorratetes Füllgut seine Eigenschaft bei Zutritt von
Umgebungsatmosphäre - beispielsweise infolge von Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Wasserdampfgehalt
der Luft oder infolge von Oxidation durch Luftsauerstoff - verändert. Insbesondere
auf dem Arzneimittelsektor sind deshalb für Behälter zur Aufnahme von gegen Luftfeuchtigkeit
empfindliche Präparate so genannte Trockenstoff-Verschlüsse entwickelt worden, welche
neben dem hermetisch dichten Verschließen des Behälters eine Feuchtigkeit adsorbierende
Wirkung durch eine in geschlossenem Zustand mit dem Behälterinnem in Verbindung stehende,
mit einem Trocknungsmittel gefüllte Zelle bewirken. Da die Aufnahmekapazität der verwendeten
Trockenmittel, wie Silikagel, Zeolithen etc. begrenzt ist, muss die Trockenstoffzelle
in der Aufnahmekapazität für Trockenmittel der Menge des Füllguts und den zu erwartenden
Öffnungszyklen angepasst werden. Bei Behälter mit größeren Füllvolumina wurden zur
Vermeidung schädlichen Einwirkungen von Wasserdampf aus der Umgebungsatmosphäre gesonderte
Trockenstoff-Kapseln oder -Kissen mit hinreichender Trocknungskapazität bei der Behälterfüllung
ins Behälterinnere eingebracht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spenderanordnung für zur Aufnahme,
Bevorratung und Abgabe von gegen dampf-, gas- oder pulvrige Bestandteile der Umgebungsatmosphäre
empfindliches Füllgut bestimmte Behälter, deren Füll- und Abgabeöffnung gegen Zutritt
von Umgebungsatmosphäre dicht verschließbar ist, zu schaffen, welche einerseits die
dosierte Entnahme des Behälterfüllguts aus dem Behälter erleichtert und darüber hinaus
sicherstellt, dass das Füllgut im Behälter bis zur vollständigen Abgabe keinen unerwünschten
physikalischen oder chemischen Veränderungen unterliegt.
[0004] Ausgehend von einer Spenderanordnung der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Spenderanordnung eine in die Füll- und Abgabeöffnung
des jeweiligen Behälters dicht einsetzbare Ausschütthilfe mit einer Abgabeöffnung
aufweist, deren Durchlassquerschnitt im Vergleich zum Durchlassquerschnitt der Füll-
und Abgabeöffnung des Behälters verkleinert ist, und dass die Ausschütthilfe einen
bei dicht verschlossenem Behälter mit dem Behälterinnenraum in Verbindung stehenden
Aufnahmebereich für eine chemische und/oder physikalische Schutzwirkung gegen die
für das Füllgut potentiell schädigend wirkenden Stoffe der Umgebungsatmosphäre entfaltendes
Material aufweist. Die Dosier- und Schutzfunktion für das Füllgut sind hier also in
der in die Füll- und Abgabeöffnung des Behälters einsetzbaren Ausschütthilfe integriert,
so dass gleichartige Behälter, beispielsweise durch Schraubdeckel und - gegebenenfalls
noch durch eine beim Erstgebrauch zu entfernende Schutzfolie verschlossene Behältnisse,
wie Flaschen oder Röhren, mit größerem Fassungsvermögen je nach Art des Füllguts ohne
oder mit der erfindungsgemäßen Spenderanordnung verwendbar sind.
[0005] Die Ausschütthilfe weist zweckmäßig eine das Füllgut in der bestimmungsgemäßen Abgabestellung
- z.B. beim Umkippen in eine in Abwärtsrichtung weisende Lage der Abgabeöffnung -
zur Abgabeöffnung führende Form auf.
[0006] Das kann z.B. durch eine sich trichterartig zur Abgabeöffnung verjüngende oder auch
eine rampenartig schräg geneigte Form erreicht werden.
[0007] Der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe kann dann mit Vorteil von einem mit dem die
Schutzwirkung entfaltenden Material gefüllten Aufnahmeraum gebildet sein, der über
eine für das Füllgut potentiell schädigende Bestandteile der Umgebungsatmosphäre durchlässigen,
für das Behälterfüllgut und das Schutzwirkung entfaltende Material undurchlässigen
Bereich mit dem Behälterinnern in Verbindung steht.
[0008] Dabei kann der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe z.B. von jeweils wenigstens einer
gesondert hergestellten, mit dem Schutzwirkung entfaltenden Material gefüllten und
durch einen für die potentiell schädigenden Bestandteile durchlässigen Wandabschnitt
verschlossene, an oder in der Ausschütthilfe gehaltene Kapsel gebildet werden.
[0009] Alternativ kann der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe auch von einem das die Schutzwirkung
entfaltende Material gebunden enthaltende festen Körper gebildet sein.
[0010] Dabei ist es sogar möglich, dass der Aufnahmebereich von einem mit dem Behälterinnem
in Verbindung stehenden, das Schutzwirkung entfaltende Material gebunden enthaltenden
Bereich der Ausschütthilfe selbst gebildet wird. Auch die Herstellung der Ausschütthilfe
insgesamt aus einem das die Schutzwirkung entfaltende Material gebunden enthaltende
Material ist denkbar, indem die Ausschütthilfe beispielsweise im Spritzgussverfahren
aus einem das die Schutzwirkung entfaltende Material gebunden enthaltenden thermoplastischen
Compound-Material hergestellt wird.
[0011] Die Abgabeöffnung der Ausschütthilfe kann - beispielsweise durch die oben erwähnte
Verkleinerung im Vergleich zur Füllöffnung des Behälters selbst - als Dosieröffnung
für das abzugebende Füllgut ausgebildet sein. Bei höheren Anforderungen an die Genauigkeit
der Dosierung kann die Abgabeöffnung auch mit einem Portionierungsmechanismus für
das Füllgut versehen sein.
[0012] Wenn im Behälter eine vorgegebene Menge von gleichartig geformten festen Einzelbestandteilen,
wie Tabletten, Dragees u. dgl. als Füllgut enthalten ist, kann die Abgabeöffnung auch
mit einem von Hand betätigbaren Vereinzelungsmechanismus für das stückige Füllgut
ausgerüstet werden.
[0013] Im Falle von feuchtigkeitsempfindlichem Füllgut weist das Schutzwirkung entfaltende
Material hydroskopische, d.h. wasseradsorbierende Eigenschaften auf, wobei dieses
Material beispielsweise von schüttfähigen hydroskopischen Partikeln, beispielsweise
Silikagel, Zeolith o.dgl. aufweisenden Partikeln gebildet wird.
[0014] Bei Gefahr einer Beeinflussung der Eigenschaften des Füllguts durch andere gasförmige,
z.B. oxidierende und/oder flüssige molekulare Bestandteile der Umgebungsatmosphäre
wird ein entsprechende adsorptive Eigenschaften entfaltendes Material verwendet.
[0015] Hier kann beispielsweise Aktivkohle oder ein poröses Filtermaterial mit den Erfordernissen
angepasster Porengröße in Frage kommen.
[0016] Wenn die erfindungsgemäße Spenderanordnung zur dosierten Einzelausgabe von Tabletten,
Dragees o. dergl. bestimmt ist, kann die Ausgestaltung mit Vorteil so getroffen sein,
dass der lichte Querschnitt der Abgabeöffnung in der Ausschütthilfe wenigstens gleich
bzw. geringfügig größer als der Durchmesser der im Behälter abgefüllten Tabletten,
Dragees oder dergleichen bemessen ist, dass im Bereich der Abgabeöffnung in deren
Umfangsrichtung versetzt zueinander mehrere doppelarmige Verriegelungshebel um jeweils
in einer rechtwinklig zur Längsmittelachse und tangential zum Umfang der Abgabeöffnung
verlaufende Achsen verschwenkbar gelagert sind, die unter federnder Vorspannung in
eine Endlage vorgespannt sind, in welcher ihre dem Behälterinneren abgewandte Enden
von der behälterinneren Mündung der Abgabeöffnung aus zur Außenseite versetzt radial
ins lichte Innere der Abgabeöffnung vorstehen, und dass die das Schutzwirkung entfaltende
Material enthaltende Kapsel bzw. der das Schutzwirkung entfaltende Material gebunden
enthaltende Körper als die Wandung der Abgabeöffnung umgebender, in Richtung des Behälterinnern
verschieblich in der Ausschütthilfe gelagerter und von der Behälteraußenseite zugänglicher
Ringkörper ausgebildet ist, welcher bei einer Verschiebung in Richtung des Behälterinneren
an den Verriegelungshebeln derart zur Anlage kommt, dass diese im Sinne eines radialen
Zurückziehens ihrer in die Abgabeöffnung vortretenden Enden verschwenkt und werden
,wobei die demgegenüber ins Behälterinnere versetzten Enden der Verriegelungshebel
radial einwärts in eine in den lichten Querschnitt der Abgabeöffnung vorstehende Position
verschwenkt werden.
[0017] Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Ausgestaltung
so getroffen, dass lichte Querschnitt der Abgabeöffnung in der Ausschütthilfe wenigstens
gleich bzw. geringfügig größer als der Durchmesser der im Behälter abgefüllten Tabletten,
Dragees oder dergleichen bemessen ist, dass der den mit dem die Schutzwirkung entfaltenden
Material gefüllten Aufnahmeraum bildende Bereich der Spenderanordnung zwischen zwei
Endpositionen federnd verschwenkbar in einer Durchgangsöffnung in der die äußere stopfenförmige
Wandung der Ausschütthilfe bildenden rampenartig schräg geneigt verlaufenden Wandung
angeordnet ist und dass von der Außenseite der Wandung des Aufnahmeraums ein Vorsprung
in die Abgabeöffnung vortritt, welcher deren Durchtrittsquerschnitt derart verengt,
dass die Einzelbestandteile des Füllguts vom Vorsprung in dessen unverschwenkter Position
gegen Durchtritt zurückgehalten werden, während der Vorsprung in der demgegenüber
elastisch federnd verschwenkten zweiten Position des Aufnahmeraums aus dem lichten
Querschnitt der Abgabeöffnung zurückgezogen ist, so dass ein behälterinnenseitig vor
dem in der unverschwenkten Position des Aufnahmeraums gehaltener Einzelbestandteil
durch die Abgabeöffnung hindurchtreten kann.
[0018] Der Aufnahmeraum hat dann zweckmäßig die Form eines etwa mittig innerhalb der schräg
geneigten Wandung vorgesehenen Durchgangsöffnung angeordneten langgestreckten Behälters
aus dampf-, gas- und flüssigkeitsundurchlässigem Material hat, dessen Umfangswandung
im Bereich ihres aus dem Behälterinneren herausweisenden Endes eine geschlossene Bodenfläche
aufweist, während ihre gegenüberliegende ins Behälterinnere weisende Stirnseite nach
Einbringung durch eine das Schutzwirkung entfaltenden Materials im Behälterinnem einschließende
dampf-, gas-, oder flüssigkeitsdurchlässige Wandung verschlossen ist.
[0019] Der als langgestreckter Behälter ausgebildete Aufnahmeraum weist dann bevorzugt eine
zylindrische Umfangswandung auf, welche über wenigstens einen elastisch verformbaren
Verbindungsabschnitt verschwenkbar mit dem Rand der Durchgangsöffnung in der schräg
geneigten Wandung der Ausschütthilfe verbunden ist.
[0020] Die Ausschütthilfe ist mit Vorteil zumindest teilweise aus thermoplastischem Kunststoff
hergestellt, wobei sie dann bei dem zuletzt herausgestellten Ausführungsbeispiel einschließlich
des den Aufnahmeraum für das die Schutzwirkung entfaltende Material bildenden Behälters
insgesamt als integraler Spritzgussteil ausgebildet werden kann.
[0021] Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung von
vier Ausführungsbeispielen näher erläutert, und zwar zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Ausschütthilfe;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 2-2 in Figur 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausschütthilfe,
in welcher die sich trichterartig zur Abgabeöffnung verjüngende behälterinnere Stirnseite
erkennbar ist;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die der Behälterinnenseite abgewandte Außenseite eines zweiten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Ausschütthilfe;
- Fig. 5
- eine Schnittansicht entlang der Pfeile 5-5 in Figur 4;
- Fig. 6 und 7
- perspektivische Ansichten der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausschütthilfe, in
welchen die dem Behälterinnern zugewandte Innenseite bzw. die dem Behälterinnern abgewandte
äußere Seite der Ausschütthilfe erkennbar ist;
- Fig.8
- eine Schnittansicht durch ein drittes Ausführungsbeispiel einer in die Mündung einer
als Schraubflasche ausgebildeten Behälter eingesetzten Ausschütthilfe mit einem Vereinzelungsmechanismus
für im Behälter abgefüllte Tabletten;
- Fig. 9
- eine Einzelheit des Vereinzelungsmechanismus in perspektivischer Darstellung.
- Fig. 10
- eine Seitenansicht eines Behälters mit einem in dessen Mündung eingesetzten vierten
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Ausschütthilfe;
- Fig. 11
- eine Draufsicht gesehen in Richtung des Pfeils 11 in Figur 10;
- Fig. 12
- eine Schnittansicht mit der durch die Pfeile 12-12 in Figur 11 veranschaulichten Schnittführung;
- Fig. 13
- eine in der Blickrichtung der Figur 11 entsprechende Draufsicht auf das vierte Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Ausschütthilfe in gegenüber Figur 11 vergrößertem Maßstab;
- Fig. 14
- eine Schnittansicht gesehen in Richtung der Pfeile 14-14 in Figur 13;
- Fig. 15
- eine perspektivische Darstellung der in den Figuren 13 und 14 gezeigten Ausschütthilfe
mit Blickrichtung auf deren in der bestimmungsgemäßen Einsetzstellung in der Mündung
eines zugehörigen Behälters äußere Stirnseite; und
- Fig. 16
- eine perspektivische Darstellung der in Figuren 15 gezeigten Ausschütthilfe mit Blickrichtung
auf deren in der bestimmungsgemäßen Einsetzstellung in der Mündung eines zugehörigen
Behälters behälterinnere Stirnseite.
[0022] In den Figuren 1 bis 3 ist ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichnetes Ausführungsbeispiel
einer Ausschütthilfe gezeigt, welche in die Wandung der Füll- oder Abgabeöffnung eines
- nicht gezeigten - Behälters einsetzbar ist. Als Beispiel für einen solchen Behälter
kann hier auch auf eine Flasche 12 mit einem mit Außengewinde für einen mit einem
Schraubdeckel verschließbaren Flaschenhals 14 verwiesen werden, wie er in Figur 8
im Zusammenhang mit einem weiteren Ausführungsbeispiel dargestellt ist.
[0023] Die Ausschütthilfe 10 hat hier die Form eines über den größten Teil seiner Höhenerstreckung
zylindrisch geformten Stopfens 16, an dessen in den Zeichnungsfiguren oberem, in der
bestimmungsgemäßen Einsetzstellung in einem Behälter dem Behälterinnem abgewandten
Rand ein radial etwas vortretender Ringvorsprung 18 vorgesehen ist, welcher beim Einsetzen
des zylindrischen Stopfenteils 16 in den Behälter als Anschlag für die vorgesehene
Einsetztiefe dient.
[0024] In der Schnittdarstellung von Figur 2 ist erkennbar, dass die in der bestimmungsgemäßen
Montagestellung im Behälter zum Behälterinnern weisende Stirnfläche 20 des Stopfens
16 eine trichterartig verjüngende Form aufweist und in eine mittige durchgehende zylindrische
Abgabeöffnung 22 mündet, deren Durchmesser gegenüber dem Durchmesser der Füll- und
Abgabeöffnung eines zugehörigen Behälters einen erheblich kleineren lichten Durchlassquerschnitt
hat. Wenn der Behälter zur Aufnahme von Tabletten oder Dragees bestimmt ist, wird
der Durchmesser der Abgabeöffnung 22 zweckmäßig nur geringfügig größer als der Außendurchmesser
der im Behälter enthaltenen Tabletten oder Dragees bemessen, wodurch dann gewährleistet
ist, dass beim Entnehmen die Tabletten jeweils nur einzeln aufeinander folgend aus
dem Behälter abgegeben werden können.
[0025] Im Bereich der Abgabeseite ist im Stopfen 16 eine ringförmige Ausnehmung 24 eingeformt,
in welche ein komplementärer Ringkörper 26 aus einem Compound-Material eingesetzt
ist, welches aus einer porösen Kunststoffmatrix bestehen möge, in welcher Partikel
aus einem z.B. für Wasserdampf oder bestimmte gasförmige Bestandteile der Umgebungsatmosphäre
adsorptiv wirkenden Material eingelagert sind. Es ist ersichtlich, dass die behälteräußere
Stirnfläche des Ringkörpers 26 aus dem Compound-Material und auch noch ein kurzer
äußerer Teilabschnitt der Abgabeöffnung 22 über die Abgabeöffnung 22 mit dem Behälterinnem
in Verbindung stehen. Die beim Befüllen des Behälters mit ins Behälterinnere eingebrachten
Umgebungsatmosphäre oder - bei Befüllung mit einem Schutzgas - dieses Schutzgas sind
also bei geschlossenem Behälter ständig der adsorptiven Wirkung des Ringkörpers ausgesetzt.
Eine chemische Einwirkung von bei der Behälterfüllung mit eingebrachtem Wasserdampf
oder auch einem gasförmigen Bestandteil kann also während der Lagerzeit des Behälters
nicht erfolgen, weil diese schädlichen Bestandteile adsorptiv im Ringkörper gebunden
werden.
[0026] Beim Öffnen des Behälters zum Zweck der Entnahme des Füllguts wird dann jeweils eine
dem entnommenen Volumen des Füllguts entsprechende Menge von Umgebungsatmosphäre in
den Behälter eingebracht. In dieser eingedrungene Umgebungsluft enthaltener Wasserdampf
oder andere gasförmige schädliche Bestandteile werden dann aber nach dem Verschließen
des Behälters wieder vom Ringkörper 26 adsorbiert, so dass eine Reaktion mit dem im
Behälter zurückbleibenden Füllgut verhindert wird.
[0027] Um einen hinreichend festen Sitz des Stopfens 16 in der Mündung eines zugehörigen
Behälters zu gewährleisten, ist der Stopfen zweckmäßig mit geringem Übermaß seiner
äußeren Zylinderfläche gegenüber dem lichten Querschnitt der Mündung des jeweiligen
Behälters bemessen und aus elastomerem Kunststoff hergestellt, so dass er in der bestimmungsgemäßen
Einsetzstellung mit Vorspannung in der Behältermündung gehalten ist.
[0028] In den Figuren 4 bis 7 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer im Spritzgussverfahren
aus thermoplastischem Kunststoff, z.B. Polyäthylen hergestellten erfindungsgemäßen
Ausschütthilfe 10 dargestellt, welche ebenfalls die äußere Form eines zylindrischen
Stopfens 16 mit einem als Einschubbegrenzung wirkenden Ringvorsprung 18 aufweist.
Die innere Stirnfläche 20 der Ausschütthilfe 10 ist hier - abweichend von der trichterförmigen
Ausgestaltung der Ausschütthilfe gemäß den Figuren 1 bis 3 - als schräg geneigte Rampenfläche
ausgebildet, auf welcher das einem zugehörigen Behälter zu entnehmende Füllgut, welches
auch hier wieder aus Tabletten oder Dragees oder alternativ auch aus einem schüttfähigen
Granulat bestehen möge, in der bestimmungsgemäßen Entnahmeposition des Behälters mit
in Abwärtsrichtung weisender Mündung seitlich zur Innenfläche der Umfangswandung des
Stopfens 16 geführt wird. Dementsprechend ist die Abgabeöffnung 22 bei diesem Ausführungsbeispiel
unmittelbar von der tiefsten Stelle der Rampenfläche ausgehend seitlich innerhalb
der Umfangsfläche des Stopfens angeordnet und in ihrer Form zweckmäßig wieder so bemessen,
dass das Füllgut einzeln oder durch die Bemessung der Größe des lichten Querschnitts
gebremst abgegeben wird.
[0029] Das die chemische und/oder physikalische Schutzwirkung gegen die für das Füllgut
potentiell schädigend wirkenden Stoffe in der Ausschütthilfe entfaltende Material
ist hier in einem mittig in der Ausschütthilfe integral ausgebildeten zylindrischen
Aufnahmeraum 28 in Form einer Füllung von hygroskopischen Partikeln, wie Silikagel
oder Zeolith-Teilchen enthalten, wobei die zum Behälterinnern weisende offene Stirnseite
des im Übrigen geschlossenen Aufnahmeraums 28 durch eine poröse und für die das Füllgut
gefährdenden Schadstoff durchlässige Scheibe 34 - beispielsweise aus porösem oder
perforiertem Pappmaterial - abgeschlossen ist.
[0030] Es ist ersichtlich, dass die Größe des Füllvolumens des Aufnahmeraums für das Schutzwirkung
entfaltende Material - in Abhängigkeit von der geforderten Adsorptionskapazität -
durch Veränderungen der Größenabmessungen des Aufnahmeraums an unterschiedliche Behältergrößen
anpassbar ist. Die nach außen weisende Stirnseite des Aufnahmeraums liegt beim dargestellten
Ausführungsbeispiel bündig mit dem oberen Rand der Ausschütthilfe. Grundsätzlich kann
dieser Aufnahmeraum aber auch durch entsprechende Verlängerung seiner Umfangswandung
derart, dass die Stirnfläche 32 oberhalb der Stirnkante des Stopfenteils 16 liegt,
vergrößert werden.
[0031] Die vorstehend beschriebene mittige zentrale Anordnung des Aufnahmeraums für das
die Schutzwirkung entfaltende Material hat den Vorteil, dass die Befüllung der Ausschütthilfe
mit dem Schutzwirkung entfaltenden Material auf den für die Befüllung von so genannten
Trockenmittel-Verschlussstopfen entwickelten Füll- und Verschlussstationen durchgeführt
werden kann. Abweichend vom Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 muss bei
der Entnahme von Füllgut hier allerdings sichergestellt werden, dass die Abgabeöffnung
22 in eine Lage gedreht ist, in welcher sie sich im unteren Randbereich des in der
Abgabestellung gehaltenen Behälters befindet.
[0032] Das in Figur 8 in dem mit einem Außengewinde versehenen Hals 14 einer Glasflasche
eingesetzt dargestellte dritte Ausführungsbeispiel einer im Rahmen der Erfindung einsetzbaren
Ausschütthilfe 10 stimmt mit der Ausschütthilfe gemäß den Figuren 1 bis 3 insoweit
überein, als die Ausschütthilfe wiederum die äußere Form eines Stopfens 16 mit Ringvorsprung
18 aufweist, wobei die behälterinnere Stirnwand 20 sich trichterförmig zu einer mittigen
Abgabeöffnung 22 verjüngt. Im Durchlass ist in diesem Fall jedoch ein Vereinzelungsmechanismus
40 integriert, dessen Ausgestaltung nachfolgend noch unter zusätzlicher Bezugnahme
auf Figur 9 beschrieben wird.
[0033] Das Schutzwirkung entfaltende Material liegt hier wieder - entsprechend dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 4 bis 7 - als Schüttung von Partikeln mit den erforderlichen adsorptiven
Eigenschaften vor, welche in diesem Fall in einem gesonderten, die Abgabeöffnung 22
umgebenden hohlen Ringgehäuse 42 abgefüllt sind, welches an seiner zum Behälterinnern
weisenden Seite offen und nach der Beschickung mit dem Schutzwirkung entfaltenden
Material durch eine ringförmige poröse Scheibe 44 verschlossen ist. Das durch die
ringförmige Scheibe 44 verschlossene, mit dem adsorptiven Material gefüllte Gehäuse
42 entspricht funktionell also dem Ringkörper 26 des Ausführungsbeispiels gemäß den
Figuren 1 bis 3.
[0034] Im vorliegenden Fall ist das Gehäuse 42 jedoch um einen begrenzten Weg in Richtung
der Längsmittelachse des Behälters verschieblich im Stopfen 16 gehalten. In Figur
8 ist dabei in der linken Hälfte der Darstellung das Gehäuse 42 in der Ausgangsstellung
und in der rechten Hälfte in einer demgegenüber ins Behälterinnere eingeschobenen
Position gezeigt.
[0035] Durch das von der offenen Mündung des Halses 14 her möglichen Einschieben des Gehäuses
42 kann der oben erwähnte Vereinzelungsmechanismus für im Behälter abgefüllte Tabletten
52 derart betätigt werden, dass bei jedem Eindrücken jeweils eine Einzeltablette durch
die Ausschütthilfe abgegeben wird.
[0036] Der Vereinzelungsmechanismus 40 weist im dargestellten Fall insgesamt vier in gleichmäßigen
Winkelabständen in Umfangsrichtung im Übergangsbereich der Stirnwand 20 zur Abgabeöffnung
22 vorgesehenen schlitzartigen Aussparungen 46 um jeweils in einer rechtwinklig zur
Längsmittelachse und tangential zur Umfangswandung der Ausgabeöffnung 22 verlaufende
Achsen verschwenkbar gelagerte doppelarmige Verriegelungshebel 48 auf, die unter federnder
Vorspannung in die in Figur 8 in der linken Hälfte der Zeichnungsfigur gezeigte Endlage
vorgespannt sind, in welcher ihre dem Behälterinnem abgewandten Enden aus den schlitzartigen
Aussparungen in die Abgabeöffnung 22 vorstehen, während die gegenüberliegenden Enden
der Verriegelungshebel in die schlitzartige Aussparung zurückgezogen sind. Wird das
ringförmige Gehäuse 42 in der in der rechten Hälfte der Figur 8 dargestellten Weise
nach oben verschoben, fährt das ringförmige Gehäuse an jeweils einem integral an jedem
Verriegelungshebel 48 im Bereich von dessen Schwenkachse angesetzten Ansatz 50 an
und verschwenkt diesen in Aufwärtsrichtung. Dadurch werden die unteren Enden der Verriegelungshebel
48 in die schlitzartigen Aussparungen 46 zurückgezogen und die gegenüberliegenden
behälterinneren Enden der Verriegelungshebel treten aus den schlitzartigen Aussparungen
46 in die Abgabeöffnung 22 vor. Eine von den unteren Enden der Verriegelungshebel
in der Abgabeöffnung gehaltene Tablette 52 fällt demzufolge aufgrund der Schwerkraft
in Abwärtsrichtung aus dem Verriegelungsmechanismus 40 heraus, wobei durch die einwärts
ragenden oberen Enden der Verriegelungshebel 48 ein Nachrutschen und Austreten weiterer
Tabletten 52 verhindert wird. Bei der anschließenden Rückwärtsverschiebung des ringförmigen
Gehäuses 42 in Abwärtsrichtung verschwenken sich die Verriegelungshebel wieder in
die Ausgangslage und die bis dahin an den behälterinneren Enden der Verriegelungshebel
gehaltene nächstfolgende Tablette 52 tritt in die Abwurfstellung in der Abgabeöffnung
22 ein, in welcher sie durch die einwärts ragenden unteren Enden der Verriegelungshebel
48 gehalten wird.
[0037] Es ist ersichtlich, dass auch in diesem Fall die adsorptive Wirkung des im ringförmigen
Gehäuse enthaltenen Materials durch die poröse ringförmige Scheibe 44 auf den Innenraum
der Flasche 12 einwirken kann.
[0038] In den Figuren 10 bis 12 ist ein ebenfalls zur Aufnahme von Tabletten als Füllgut
bestimmter Behälter 12 gezeigt, in dessen offene Mündung ein viertes Ausführungsbeispiel
einer - in den Figuren 13 bis 16 gesondert dargestellten - Ausschütthilfe 12 eingesetzt
ist, welche eine Weiterentwicklung des vorstehend in Verbindung mit den Figuren 4
bis 7 beschriebenen Ausführungsbeispiels ist. Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen
werden daher nachfolgend nur die gegenüber diesem Ausführungsbeispiel getroffenen
zusätzlichen Ausgestaltungen und Abwandlungen beschrieben, während für die übereinstimmenden
Ausgestaltungsmerkmale auf die Beschreibung zu den Figuren 4 bis 7 verwiesen werden
kann, zumal funktionell übereinstimmenden Teilen beider Ausführungsbeispiele die gleichen
Bezugszeichen zugeordnet sind.
[0039] Der wesentliche Unterschied des vierten Ausführungsbeispiels zum Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 4 bis 7 besteht darin, dass die - ebenfalls die äußere Form eines
Stopfens 16 aufweisende - Ausschütthilfe mit einem Vereinzelungsmechanismus versehen
ist. Dieser Vereinzelungsmechanismus weist einen von der Außenseite der Wandung des
mittig in der Ausschütthilfe 12 angeordneten zylindrischen Aufnahmeraums 28 in die
in ihrem lichten Durchlassquerschnitt dem Querschnitt einer der zu vereinzelnden Tabletten
entsprechende Abgabeöffnung 22 vortretenden Vorsprung 23 auf, der also den Durchlassquerschnitt
der Abgabeöffnung 22 so verengt, dass die nächstfolgende, vom Behälterinnem her in
die Abgabeöffnung zugeführte Tablette 52 nicht durch die Abgabeöffnung 22 hindurchtreten
kann. Ein solcher Durchtritt und somit die Abgabe dieser Tablette ist erst dann möglich,
wenn der Vorsprung 23 aus dem lichten Querschnitt der Abgabeöffnung 22 zurückgezogen
wird. Um dies zu ermöglichen, ist der Aufnahmeraum 28 über den größten Teil des Umfangs
seiner Außenwandung gegenüber der rampenartig schräg geneigten Wandung 20 freigeschnitten,
d.h. beweglich innerhalb einer Durchgangsöffnung 29 in der als schräg geneigte Rampenfläche
ausgebildete Wandung 20 der Ausschütthilfe 12 angeordnet. Lediglich in dem zur Abgabeöffnung
22 weisenden Wandungsbereich ist der Aufnahmeraum über einen schmalen Verbindungsabschnitt
31 integral mit der Wandung 20 der Ausschütthilfe 10 verbunden. Dieser Verbindungsabschnitt
31 ist hinreichend elastisch verformbar ausgebildet, um den Aufnahmeraum 28 aus der
normalen Ausgangsstellung, in welcher der Vorsprung 23 in die Abgabeöffnung 22 vorsteht,
in eine Lage zu verschwenken, in welcher der ursprünglich ins lichte Innere der Abgabeöffnung
22 vorstehende Teil des Vorsprungs 23 den lichten Durchgangsquerschnitt der Abgabeöffnung
22 frei gibt. Dieser Verschwenkungsvorgang wird dadurch ermöglicht, dass vom Benutzer
auf die geschlossene Stirn- bzw. Bodenwand 32 des Aufnahmeraums 28 ein radial gerichteter
Druck ausgeübt wird, welcher den Vorsprung 23 aus der Abgabeöffnung heraus schwenkt.
Eine bis dahin am Vorsprung 23 gehaltene Tablette 52 kann dann aus der Abgabeöffnung
herausfallen. Das Nachrutschen weiterer im Behälter abgefüllter Tabletten 52 aus der
Abgabeöffnung 22 wird dabei aber verhindert, weil der behälterinnere Bereich des Aufnahmeraums
28 in die Abgabeöffnung verhindert wird. Erst dann, wenn der Aufnahmeraum 28 wieder
in die Ausgangsstellung mit in die Abgabeöffnung 22 vorstehendem Vorsprung 23 zurückgeführt
ist, kann die nächstfolgende Tablette 52 in die Abgabeöffnung nachrutschen, die ihrerseits
dann wieder durch erneute Verschwenkung des Aufnahmeraums 28 aus dem Behälter 12 entnommen
werden kann.
[0040] Es ist ersichtlich, dass im Rahmen der Erfindung Abwandlungen und Weiterbildungen
der vorstehend in Verbindung mit Spenderanordnungen für mit Tabletten oder Dragees
gefüllte Behälter beschriebenen Ausführungsbeispiele verwirklichbar sind. Solche Weiterbildungen
können sich beispielsweise auf die Anpassung der Ausschütthilfe in Bezug auf die Dosierung
beziehen, wenn das Füllgut nicht aus formstabilen festen Körpern besteht, sondern
beispielsweise als Granulat oder pulverförmig vorliegt. Der Vereinzelungsmechanismus
des zuletzt beschriebenen Ausführungsbeispiels ist dann durch ein in die Ausschütthilfe
zu integrierende Portionierungseinrichtung für die in Frage stehenden Füllstoffe zu
ersetzen. Solche Portionierungseinrichtungen sind an sich bekannt.
1. Spenderanordnung für zur Aufnahme, Bevorratung und Abgabe von gegen dampf-, gas- oder
pulvrige Bestandteile der Umgebungsatmosphäre empfindliches Füllgut bestimmte Behälter
(12), deren Füll- und Abgabeöffnung gegen den Zutritt von Umgebungsatmosphäre dicht
verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spenderanordnung eine in die Füll- und Abgabeöffnung des jeweiligen Behälters
(12) dicht einsetzbare Ausschütthilfe (10) mit einer Abgabeöffnung (22) aufweist,
deren Durchlassquerschnitt im Vergleich zum Durchlassquerschnitt der Füll- und Abgabeöffnung
des Behälters (12) verkleinert ist, und dass die Ausschütthilfe (10) einen bei dicht
verschlossenem Behälter mit dem Behälterinnenraum in Verbindung stehenden Aufnahmebereich
für ein eine chemische und/oder physikalische Schutzwirkung gegen die für das Füllgut
potentiell schädigend wirkenden Stoffe der Umgebungsatmosphäre entfaltendes Material
aufweist.
2. Spenderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) behälterinnenseitig eine das Füllgut in der bestimmungsgemäßen
Abgabestellung zwangsläufig zur Abgabeöffnung führende Form aufweist.
3. Spenderanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) eine sich trichterartig zur Abgabeöffnung verjüngende Form
aufweist (Fig. 1 bis 3).
4. Spenderanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) eine rampenartig schräg geneigte Form aufweist (Fig. 4).
5. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe (10) von einem mit dem die Schutzwirkung entfaltenden
Material gefüllten Aufnahmeraum (24) gebildet wird, der über eine für das Füllgut
potentiell schädigende Bestandteile der Umgebungsatmosphäre durchlässigen, für das
Behälterfüllgut und das Schutzwirkung entfaltende Material undurchlässigen Bereich
mit dem Behälterinnem in Verbindung steht.
6. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe (10) von jeweils wenigstens einer gesondert
hergestellten, mit dem Schutzwirkung entfaltenden Material gefüllten und durch einen
für die potentiell schädigenden Bestandteile durchlässigen Wandabschnitt (44) verschlossene,
an oder in der Ausschütthilfe (10) gehaltene Kapsel (42) gebildet wird.
7. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich der Ausschütthilfe (10) von einem das die Schutzwirkung entfaltende
Material gebunden enthaltenden festen Körper (26) gebildet wird.
8. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich von einem mit dem Behälterinnern in Verbindung stehenden, das
Schutzwirkung entfaltende Material gebunden enthaltenden Bereich (28) der Ausschütthilfe
(10) selbst gebildet wird.
9. Spenderanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) insgesamt aus einem das Schutzwirkung entfaltende Material
gebunden enthaltenden Material gebildet wird.
10. Spenderanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) von einem das die Schutzwirkung entfaltenden Material gebunden
enthaltenden thermoplastischen Compound-Material gebildet wird.
11. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnung (22) als Dosieröffnung für das abzugebende Füllgut ausgebildet
ist.
12. Spenderanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnung mit einem Portionierungsmechanismus für das Füllgut versehen ist.
13. Spenderanordnung nach Anspruch 11 für aus einer vorgegebenen Menge von gleichartig
geformten festen Einzelbestandteilen, wie Tabletten (52), Dragees u. dgl. bestehendes
Füllgut, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnung (22) mit einem von Hand betätigbaren Vereinzelungsmechanismus (40)
für das stückige Füllgut versehen ist.
14. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzwirkung entfaltende Material hygroskopische, d.h. Wasserdampf adsorbierende
Eigenschaften aufweist.
15. Spenderanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzwirkung entfaltende Material von schüttfähigen hygroskopischen Partikeln
gebildet wird.
16. Spenderanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzwirkung entfaltende Material von Silikagel, Zeolith o. dgl. aufweisenden
Partikeln gebildet wird.
17. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzwirkung entfaltende Material adsorptive Eigenschaften für gasförmige und/oder
flüssige molekulare Bestandteile der Umgebungsatmosphäre aufweist.
18. Spenderanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzwirkung entfaltende adsorptive Material zumindest zum Teil Aktivkohle aufweist.
19. Spenderanordnung nach Anspruch 3, 6 oder 7 und Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Querschnitt der Abgabeöffnung (22) in der Ausschütthilfe (10) wenigstens
gleich bzw. geringfügig größer als der Durchmesser der im Behälter abgefüllten Tabletten
(52), Dragees oder dergleichen bemessen ist, dass im Bereich der Abgabeöffnung (22)
in deren Umfangsrichtung versetzt zueinander mehrere doppelarmige Verriegelungshebel
(48) um jeweils in einer rechtwinklig zur Längsmittelachse und tangential zum Umfang
der Abgabeöffnung (22) verlaufende Achsen verschwenkbar gelagert sind, die unter federnder
Vorspannung in eine Endlage vorgespannt sind, in welcher ihre, dem Behälterinnern
abgewandte Enden von der behälterinneren Mündung der Abgabeöffnung (22) aus zur Außenseite
versetzt radial ins lichte Innere der Abgabeöffnung (22) vorstehen, und dass die das
Schutzwirkung entfaltende Material enthaltende Kapsel bzw. der das Schutzwirkung entfaltende
Material gebunden enthaltende Körper als die Wandung der Abgabeöffnung (22) umgebender,
in Richtung des Behälterinnem verschieblich in der Ausschütthilfe (10) gelagerter
und von der Behälteraußenseite zugänglicher Ringkörper (42) ausgebildet ist, welcher
bei einer Verschiebung in Richtung des Behälterinneren an den Verriegelungshebeln
(48) derart zur Anlage kommt, dass diese im Sinne eines radialen Zurückziehens ihrer
in die Abgabeöffnung (22) vortretenden Enden verschwenkt werden, wobei die demgegenüber
ins Behälterinnere versetzten Enden der Verriegelungshebel (48) radial einwärts in
eine in den lichten Querschnitt der Abgabeöffnung (22) vorstehende Position verschwenkt
werden.
20. Spenderanordnung nach Anspruch 4, 5 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Querschnitt der Abgabeöffnung (22) in der Ausschütthilfe (10) wenigstens
gleich bzw. geringfügig größer als die Querschnittsfläche der im Behälter abgefüllten
Tabletten (52), Dragees oder dergleichen bemessen ist, dass der den mit dem die Schutzwirkung
entfaltenden Material gefüllten Aufnahmeraum bildende Bereich der Spenderanordnung
zwischen zwei Endpositionen federnd verschwenkbar in einer Durchgangsöffnung (29)
in der die äußere stopfenförmige Wandung der Ausschütthilfe (12) bildenden rampenartig
schräg geneigt verlaufenden Wandung (20) angeordnet ist und dass von der Außenseite
der Wandung des Aufnahmeraums (28) ein Vorsprung (23) in die Abgabeöffnung (22) vortritt,
welcher deren Durchtrittsquerschnitt derart verengt, dass die Einzelbestandteile des
Füllguts vom Vorsprung (23) in dessen unverschwenkter Position gegen Durchtritt zurückgehalten
werden, während der Vorsprung (23) in der demgegenüber elastisch federnd verschwenkten
zweiten Position des Aufnahmeraums (28) aus dem lichten Querschnitt der Abgabeöffnung
(22) zurückgezogen ist, so dass ein behälterinnenseitig vor dem in der unverschwenkten
Position des Aufnahmeraums gehaltener Einzelbestandteil durch die Abgabeöffnung (22)
hindurchtreten kann.
21. Spenderanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (28) die Form eines etwa mittig innerhalb der schräg geneigten Wandung
(20) vorgesehenen Durchgangsöffnung (29) angeordneten langgestreckten Behälters aus
dampf-, gas- und flüssigkeitsundurchlässigem Material hat, dessen Umfangswandung im
Bereich ihres aus dem Behälterinneren herausweisenden Endes eine geschlossene Bodenfläche
(32) aufweist, während ihre gegenüberliegende ins Behälterinnere weisende Stirnseite
nach Einbringung durch eine das Schutzwirkung entfaltenden Materials im Behälterinnern
einschließende dampf-, gas-, oder flüssigkeitsdurchlässige Wandung (34) verschlossen
ist.
22. Spenderanordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der als langestreckter Behälter ausgebildete Aufnahmeraum (28) eine zylindrische
Umfangswandung aufweist, welche über wenigstens einen elastisch verformbaren Verbindungsabschnitt
(31) verschwenkbar mit dem Rand der Durchgangsöffnung (29) in der schräg geneigten
Wandung (20) der Ausschütthilfe (10) verbunden ist.
23. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) zumindest teilweise aus thermoplastischem Kunststoff hergestellt
ist.
24. Spenderanordnung nach einem der Ansprüche 20 bis 22 und Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschütthilfe (10) einschließlich des den Aufnahmeraum (28) für das die Schutzwirkung
entfaltende Material bildenden Behälters als integraler Spritzgussteil ausgebildet
ist.
1. Dispensing device for containers (12) intended for receiving, storing, and delivery
of filling material, sensitive to vapour, gas, or powdery components of the surrounding
atmosphere, whose filling and delivery opening is sealingly closable against the entry
of the surrounding atmosphere,
characterised in that,
the dispensing device has a pouring aid (10), which can be sealingly inserted into
the filling and delivery opening of the respective container (12), with a delivery
opening (22), whose flow cross-section is reduced in comparison to the flow cross-section
of the filling and delivery opening of the container (12), and that the pouring aid
(10) has a receiving region connected with the interior of the container, when the
container is sealed, said receiving area being for a material developing a chemically
and/or physically protective effect against substances of the ambient atmosphere with
a potentially damaging effect on the filling material.
2. Dispensing device according to Claim 1, characterised in that the pouring aid (10) has a shape on the interior of the container that in the intended
delivery position leads the filling material inevitably to the delivery opening.
3. Dispensing device according to Claim 2, characterised in that the pouring aid (10) has a shape that tapers in the manner of a funnel to the delivery
opening (FIGS 1 to 3).
4. Dispensing device according to Claim 2, characterised in that the pouring aid (10) has an obliquely inclined shape in the manner of a ramp (FIG
4).
5. Dispensing device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the receiving region of the pouring aid (10) is formed by a receiving space (24)
filled with a material developing the protective effect, where said receiving space
is connected with the interior of the container via an area that is permeable for
components of the surrounding atmosphere that are