(19)
(11) EP 1 799 911 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.02.2009  Patentblatt  2009/09

(21) Anmeldenummer: 05795070.1

(22) Anmeldetag:  30.09.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01C 19/38(2006.01)
E02D 3/046(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2005/010593
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/037568 (13.04.2006 Gazette  2006/15)

(54)

Vibrationsplatte mit in Deichsel integrierbarer Fernsteuerung

Vibrating plate comprising a remote control that is integrated into the draw bar

Plaque vibrante à télécommande intégrée dans le timon


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE GB LI SE

(30) Priorität: 05.10.2004 DE 102004048459

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2007  Patentblatt  2007/26

(73) Patentinhaber: Wacker Construction Equipment AG
80809 München (DE)

(72) Erfinder:
  • STEFFEN, Michael
    80796 Müchen (DE)

(74) Vertreter: Müller - Hoffmann & Partner 
Patentanwälte Innere Wiener Strasse 17
81667 München
81667 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 10 226 920
DE-U1- 29 804 047
DE-A1- 19 913 074
US-A1- 2004 022 582
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft Vibrationsplatten gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 3.

    [0002] Vibrationsplatten zur Bodenverdichtung sind in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt. Gemeinsam ist den Vibrationsplatten, dass sie prinzipiell aus eine Untermasse und einer von der Untermasse über eine Federeinrichtung schwingungsmäßig entkoppelten Obermasse bestehen. Die Untermasse weist eine auf den Boden einwirkende Bodenkontaktplatte und eine darauf befestigte Schwingungserregereinrichtung auf. Wesentlicher Bestandteil der Obermasse ist ein Antriebsmotor, der in geeigneter. Weise (mechanisch, hydraulisch) die Schwingungserregereinrichtung an der Untermasse antreibt. Als Schwingungserreger eignen sich z.B. an sich bekannte Ein- und Zweiwellenerreger:

    [0003] Fig. 1 zeigt in Perspektivansicht eine aus der DE 102 26 920 A1 bekannte Vibrationsplatte mit einer Deichselsteuerung.

    [0004] Auf einer Bodenkontaktplatte 1 ist ein Schwingungserreger 2 angebracht, der von einem Antrieb 3, z. B. einem Verbrennungsmotor, angetrieben wird. Die Bodenkontaktplatte 1 und der Schwingungserreger 2 bilden eine Untermasse, während der Antrieb 3 zusammen mit einem Rahmen 4 und einer Abdeckung 5 einer Obermasse zugerechnet wird. Die Obermasse ist von der Untermasse mit Hilfe von zwischengeschalteten, in Fig. 1 nicht gezeigten Federeinrichtungen schwingungsmäßig entkoppelt.

    [0005] An der Abdeckung 5 der Obermasse ist eine Deichsel 6 angebracht, die einen Deichselholm 7 aufweist, der von einem nur schematisch dargestellten Deichselkopf 8 abgeschlossen wird. An dem Deichselkopf 8 sind zwei Steuergriffe 9 schwenkbar gehalten. Mit Hilfe der Steuergriffe 9 sind Hydraulikventile steuerbar, über die die Phasenlage von rotierenden Unwuchten bzw. Unwuchtwellen in dem Schwingungserreger 2 verändert werden kann. Dadurch lässt sich die Richtung eines von den Unwuchten im Schwingungserreger 2 erzeugten, resultierenden Kraftvektors in bekannter Weise verstellten, um eine Vorwärts- und Rückwärtsfahrt der Vibrationsplatte zu erreichen.

    [0006] Weiterhin sind die Steuergriffe 9 derart massiv ausgeführt, dass der Bediener an ihnen ziehen und zerren kann, um die Richtung der Vibrationsplatte im Betrieb zu verändern.

    [0007] Ein Fahrwerk 10 dient lediglich zum Transport der Vibrationsplatte und ist im Betrieb ohne Funktion.

    [0008] Bei großen, lenkbaren Vibrationsplatten ist es möglich, dass wenigstens eine der Unwuchtwellen axial geteilt ist, um unterschiedliche Unwuchtmassen derart anzusteuern, dass ein Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte erzeugt wird, um eine Lenkung der Platte zu ermöglichen. Bei kleineren, leichteren Vibrationsplatten ist meist eine Deichsel vorgesehen, mit der der Bediener die Vibrationsplatte führen kann. Die Schwingungserregereinrichtung erzeugt dabei nicht nur die zur Bodenverdichtung dienenden Schwingungen, sondern auch eine Kraftkomponente in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung. Dementsprechend sind an der Deichsel Hand- oder Steuergriffe vorgesehen, über die der Bediener die Schwingungserregereinrichtung in der gewünschten Weise ansteuern kann, um die gewollte. Fahrtrichtung zu erreichen. Die Lenkung und Führung der Vibrationsplatte übernimmt der Bediener, indem er das Ende der Deichsel mit Hilfe der Steuergriffe oder weiterer Handgriffe bewegt.

    [0009] Vor allem bei größeren, schwereren Vibrationsplatten ist es inzwischen üblich, eine Fernsteuerung vorzusehen, mit deren Hilfe der Bediener die Vibrationsplatte steuern kann, ohne sich in unmittelbarer Nähe zu befinden. Dies ist vor allem auch deshalb zweckmäßig, weil schwere Vibrationsplatten sehr starke Schwingungen in den Boden einleiten, die eine direkt daneben stehende Person schädigen könnten. Zudem ist die Gefährdung des Bedieners durch einen Kontakt mit der sich bewegenden Vibrationsplatte aufgrund des größeren Abstands geringer.

    [0010] In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass die Vibrationsplatten aufgrund der starken Schwingungen und mitunter zufälligen Gegenkräfte durch den zu verdichtenden Boden eine taumelnde, stochastische Bewegung vollführen. So ist es oft schwierig, die Vibrationsplatte über eine längere Strecke exakt geradeaus fahren zu lassen. Ebenso erfordert es in der Praxis höchste Konzentration des Bedieners, wenn die Vibrationsplatte entlang einer Kurve fahren soll. Dementsprechend muss der Bediener immer wieder Lenkkorrekturen vornehmen, was aufgrund der sehr indirekten Wirkung seiner Steuerbefehle oft nicht den gewünschten Erfolg bringt. Anders als z. B. bei Vibrationswalzen kann der Bediener bei Vibrationsplatten eben nicht unmittelbar Einfluss auf den Vortrieb bzw. eine entsprechende Lenkeinrichtung nehmen. Vielmehr kann der Bediener lediglich die Stellung der Unwuchtmassen in dem Schwingungserreger beeinflussen, in der Hoffnung, dass daraufhin entsprechende Fliehkräfte entstehen, die die Vibrationsplatte in die gewünschte Richtung zerren.

    [0011] Die Fernsteuerung bietet dem Bediener somit nur eine sehr begrenzte Feinfühligkeit. Insbesondere dann, wenn die Bodenverdichtungsarbeit hohe Präzision erfordert, z. B. an einer Bordsteinwand, wird es der Bediener anstreben, die Vibrationsplatte manuell über die Deichsel zu führen. Fernsteuerbare Vibrationsplatten verfügen jedoch meistens über keine oder nur eine rudimentär ausgebildete Führungsdeichsel, die aufgrund oftmals kurzer Hebel eine manuelle Führung der Vibrationsplatte nur erschwert zulässt.

    [0012] Eine Lösung dieses Problems könnte darin bestehen, dass eine Hybridsteuerung vorgesehen wird, bei der eine Vibrationsplatte in klassischer Weise mit einer Deichselsteuerung ausgestattet wird, bei der der Bediener die Deichsel über Steuergriffe manuell führen und den Schwingungserreger über die Steuergriffe ansteuern kann. Zusätzlich ist eine an sich bekannte Fernsteuerung vorzusehen, die dann zum Einsatz kommt, wenn der Bediener die Deichsel nicht führen möchte. Ein Nachteil dieser Hybridsteuerung ist es, dass ein sehr hoher baulicher Aufwand betrieben werden muss, weil einerseits Befehlsgeber doppelt vorhanden sein müssen (Steuergriffe am Deichselende und Steuerelemente an einem Sender der Fernsteuerung). Weiterhin stellt der Sender ein separates Teil der Steuerung dar, welches bei Nichtbenutzung an der Vibrationsplatte untergebracht werden sollte, damit es nicht verlorengehen kann.

    [0013] Bei einer von der Anmelderin hergestellten Vibrationsplatte mit der Typenbezeichnung "Wacker DPU 7060" ist statt einer Deichsel ein Führungsbügel an der Obermasse der Vibrationsplatte befestigt. Anstelle von Bedienelementen weist der Führungsbügel eine Halterung auf, in die die Sendeeinheit einer Kabelfernsteuerung eingesetzt werden kann. Die Steuerung des Schwingungserregers erfolgt ausschließlich über die Bedienelemente der Kabelfernsteuerung.

    [0014] Aus der DE 199 13 074 A1 ist eine Bodenverdichtungsvorrichtung bekannt, bei der am Ende einer Deichsel Bedienelemente angebracht sind, die relativ zu der Deichsel beweglich sind. Die jeweilige Stellung der Bedienelemente wird durch eine Sensoreinrichtung erfasst, die ein entsprechendes Signal an eine Hydrauliksteuerung für einen Schwingungserreger weiterleitet. Zusätzlich zu den Bedienelementen ist eine Fernsteuerungseinrichtung vorgesehen, mit einer Sendeeinheit und einer an der Bodenverdichtungsvorrichtung angebrachten Empfangseinheit, wobei durch die Empfangseinheit ein Signal an die Hydrauliksteuerung für den Schwingungserreger weitergeleitet wird.

    [0015] In der US 2004/0022582 A1 wird eine Vibrationsplatte mit einer Funkfernsteuerung gezeigt. An der Sendeeinheit der Fernsteuerung ist ein Joystick zum Eingeben von Steuerbefehlen vorgesehen.

    [0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vibrationsplatte anzugeben, die gleichermaßen im Fernsteuerungsbetrieb wie auch bei manueller Führung im Deichselbetrieb für den Bediener gut handhabbar ist, wobei die Herstellungskosten gegenüber bekannten Vibrationsplatten nicht spürbar erhöht werden sollten.

    [0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Vibrationsplatten gemäß den Ansprüchen 1 und 3 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

    [0018] Erfindungsgemäß weist eine in üblicher Weise eine Untermasse und eine Obermasse aufweisende Vibrationsplatte eine mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundene Deichseleinrichtung auf. Weiterhin ist eine Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung der Untermasse vorgesehen, mit einer unabhängig von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren Sendeeinheit. Die Sendeeinheit ist an der Deichseleinrichtung lösbar befestigt. An des Sendeeinheit ist wenigstens ein Steuergriff vorgesehen, der sowohl zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung als auch zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte, geeignet ist.

    [0019] Dementsprechend kann die Sendeeinheit von der Deichseleinrichtung gelöst werden, wenn der Bediener einen Fernsteuerungsbetrieb wünscht. Ist es hingegen bei präzisen Verdichtungsarbeiten erforderlich, die Vibrationsplatte manuell zu führen, kann die Sendeeinheit an der Deichseleinrichtung befestigt werden. Der Bediener führt dann die Vibrationsplatte ausschließlich über die an der Steuereinheit vorhandenen Steuergriffe. Dazu kann der Bediener entweder durch Betätigen der Steuergriffe Steuerbefehle generieren, mit denen sich die Schwingungserregereinrichtung in der gewünschten Weise einstellen lässt, oder durch Ziehen und Drücken der Steuergriffe manuell mit seiner Körperkraft die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte beeinflussen.

    [0020] Der Begriff Deichseleinrichtung wird in diesem Zusammenhang stellvertretend für eine Deichsel, bei der ein Deichselholm an einer Anlenkstelle mit der Vibrationsplatte verbunden ist, oder für einen Führungsbügel verwendet, der im Regelfall an zwei Anlenkstellen an der Vibrationsplatte gehalten ist. Ein Führungsbügel unterscheidet sich somit streng genommen von einer Deichsel. Wenn nachfolgend jedoch zur Vereinfachung lediglich der Begriff "Deichsel" verwendet wird, umfasst er gleich bedeutend auch einen Führungsbügel mit zwei Anlenkstellen.

    [0021] Vorteilhafterweise kann an der Sendeeinheit wenigstens noch ein Steuerelement vorgesehen sein, zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung. Dies entspricht dem klassischen Aufbau einer Sendeeinheit.

    [0022] Zur Unterscheidung der Begriffe wird definiert, dass ein später noch verwendeter "Handgriff" nur zum mechanischen Führen der Vibrationsplatte dient, während ein "Steuerelement" ausschließlich zum Eingeben von Steuerbefehllen für den Schwingungserreger, den Antrieb o. Ä. dient. Ein Steuerelement ist aufgrund seiner Dimensionierung (Abmessungen, Festigkeit) nicht geeignet, größere Führungskräfte aufzunehmen. Würde der Bediener versuchen, die Vibrationsplatte über ein Steuerelement mechanisch zu führen, müsste mit einer Beschädigung des Steuerelements gerechnet werden.

    [0023] Der Begriff "Steuergriff" lässt sich von den Begriffen "Steuerelement" und "Handgriff" wie folgt abgrenzen: Der Steuergriff eignet sich einerseits zum Steuern der Vibrationsplatte durch Erzeugen von entsprechenden Steuersignalen und Einstellen des Schwingungserregers. Andererseits ist der Steuergriff mechanisch derart stabil ausgeführt, dass der Bediener zum Führen der Vibrationsplatte an ihm ziehen und drücken kann, wie dies bei einem Bedienhebel einer klassischen Deichselsteuerung der Fall ist.

    [0024] Unter dem Begriff "Führen" ist in diesem Zusammenhang das mechanische Einwirken des Bedieners durch Ziehen oder Drücken zu verstehen. Mit "Steuern" ist hingegen das Erzeugen von Steuersignalen für den Schwingungserreger und den Antrieb zu verstehen, die dann ihrerseits Kräfte erzeugen, die die Vibrationsplatte vorwärts oder rückwärts bewegen bzw. zur Lenkung um eine Hochachse (Gierachse) bewegen.

    [0025] Bei der Lösung nach Anspruch 1 ist es möglich, dass an der Deichsel überhaupt kein Handgriff oder ein Steuerelement vorgesehen sein muss. Vielmehr werden sämtliche Bedienelemente ausschließlich von der Sendeeinheit bereitgestellt. Im Fernsteuerungsbetrieb dient der Steuergriff zum Erzeugen entsprechender Steuersignale. Im Deichselbetrieb bei auf dem Deichselholm aufgesetzter Sendeeinheit kann der Steuergriff ebenfalls Steuerbefehle erzeugen. Zusätzlich jedoch kann der Bediener auch korrigierend manuell eingreifen und insbesondere durch seitliche Kräfte die Vibrationsplatte lenken.

    [0026] Bei der in Anspruch 3 angegebenen Variante ist an der Sendeeinheit ein Steuerelement zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener vorgesehen, während die Deichseleinrichtung wenigstens einen Steuergriff zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte trägt.

    [0027] Der Steuergriff sollte darüber hinaus relativ zu der Deichseleinrichtung bewegbar sein. Wenn die Sendeeinheit an der Deichseleinrichtung befestigt ist, ist der Steuergriff mit dem Steuerelement der Sendeeinheit derart gekoppelt, dass bei einer bestimmten Relativstellung des Steuergriffs eine Betätigung des Steuerelements der Sendeeinheit bewirkt wird, um Steuerbefehle für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung zu erzeugen.

    [0028] Der Bediener hat bei dieser Ausführungsform der Erfindung die Möglichkeit, die Vibrationsplatte in konventioneller Weise per Fernsteuerung mit Hilfe der an der Sendeeinheit vorhandenen Steuerelemente zu bedienen. Alternativ dazu kann er die Sendeeinheit auf die Deichseleinrichtung aufsetzen. An der Deichseleinrichtung sind ortsfest Steuergriffe vorgesehen, die prinzipiell den oben unter Bezugnahme auf Figur 1 beschriebenen Steuergriffen entsprechen können. Mit Hilfe von z.B. einer Mitnehmereinrichtung wird die Bewegung eines Steuergriffs auf das ihm zugeordnete Steuerelement der Sendeeinheit übertragen. Dadurch hat der Bediener im Deichselbetrieb die Möglichkeit, den ihm geläufigen, robusten Steuergriff in bekannter Weise zu betätigen. Während jedoch beim Stand der Technik auf diese Weise z.B. Hydraulikventile gesteuert wurden, um den Schwingungserreger anzusteuern, wird jetzt die Bewegung des Steuergriffs bzw. seine Relativstellung genutzt, um das zugeordnete Steuerelement der Sendeeinheit zu betätigen. Diese wiederum bewirkt dann in konventioneller Weise die Ansteuerung des Schwingungserregers. Die Anordnung simuliert somit eine klassische Deichselsteuerung. Der Steuergriff selbst dient darüber hinaus auch als Handgriff, da er robust genug ausgeführt ist, um vom Bediener gedrückt und gezogen zu werden.

    [0029] Da somit letztendlich nur eine Möglichkeit der Ansteuerung besteht, nämlich über die Sendeeinheit der Fernsteuerung, die auch von dem Steuergriff der Deichsel genutzt wird, lassen sich erhebliche Herstellungskosten sparen.

    [0030] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Steuergriff in einer Halterung zum Aufnehmen von durch den Bediener in den Steuergriff eingeleiteten Kräften an der Deichseleinrichtung gehalten. Die Halterung sollte derart ausgestaltet sein, dass nur ein geringer, zum Betätigen des zugeordneten Steuerelements erforderlicher Teil der vom Bediener eingeleiteten Kräfte tatsächlich auf das Steuerelement und/oder die Sendeeinheit wirkt, während der andere, meist größere Teil der Kräfte von dem Steuergriff direkt auf die Deichsel übertragen wird, ohne auf das Steuerelement und/oder die Sendeeinheit zu wirken. Würde hingegen die gesamte, vom Bediener aufgebrachte Kraft auf das Steuerelement oder die Sendeeinheit wirken können, bestünde die Gefahr, dass diese vergleichsweise schwach dimensionierten Bauelemente zerstört würden. Die Halterung gewährleistet, dass auch große Kräfte des Bedieners möglichst unmittelbar in die Deichsel eingeleitet werden, während lediglich eine Änderung der Relativstellung (Wegänderung) des Steuergriffs auf die Sendeeinheit und das an ihr vorgesehene Steuerelement übertragen wird.

    [0031] Vorzugsweise ist die Sendeeinheit in die Deichsel lösbar integrierbar, um sie bei Nichtgebrauch vor schädigenden Einwirkungen von außen zu schützen.

    [0032] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist die Deichsel einen mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichselholm und einen sich an den Deichselholm anschließenden Deichselkopf auf. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Sendeeinheit in einer Aufnahme im Deichselkopf befestigbar ist bzw. einen Teil des Deichselkopfes oder sogar den gesamten Deichselkopf bildet. Das bedeutet, dass zunächst lediglich der Deichselholm Bestandteil der Vibrationsplatte ist, wenn die Vibrationssplatte im Fernsteuerungsbetrieb betrieben wird und dementsprechend die Sendeeinheit von der Vibrationsplatte entfernt ist. Wenn hingegen der Bediener die Sendeeinheit an dem Deichselholm befestigt, übernimmt die Sendeeinheit wesentliche Funktionen eines klassischen Deichselkopfes. Insbesondere ist die Sendeeinheit dann geeignet, vom Bediener zum Führen der Vibrationsplatte aufgebrachte Kräfte aufzunehmen und mechanisch über den Deichselholm auf die restliche Vibrationsplatte zu übertragen, so dass der Bediener die Vibrationsplatte sehr feinfühlig manuell führen kann, ohne die eigentlichen Fernsteuerungsfunktionen der Sendeeinheit in Anspruch nehmen zu müssen.

    [0033] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn an der Deichsel wenigstens ein Handgriff vorgesehen ist, zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte. Auch dieser Aufbau ist bei Vibrationsplatten, die in klassischer Weise eine Deichselsteuerung aufweisen, bekannt. Durch die Erfindung wird es jedoch möglich, dass die z. B. den Deichselkopf bildende Sendeeinheit mit Hilfe des oder der Steuerelemente allein die Ansteuerung des Schwingungserregers übernimmt, während mechanische Führungskräfte des Bedieners alleine über den Handgriff an der Deichsel übertragen werden, auch dann, wenn die Sendeeinheit auf die Deichsel aufgesetzt ist.

    [0034] Die verschiedenen Bedienelemente Steuerelement, Steuergriff und Handgriff, können je nach Ausführungsform der Erfindung beliebig ausgewählt und kombiniert werden. Entscheidend ist es, dass einerseits eine Möglichkeit zum Steuern der Vibrationsplatte im Fernsteuerungsbetrieb und andererseits die Optionen "Steuern" und "Führen" im Deichselbetrieb möglich sind. Dementsprechend muss die Sendeeinheit mit wenigstens einem Steuerelement oder einem Steuergriff ausgestattet sein. Sofern die Sendeeinheit lediglich Steuerelemente aufweist, müssen an der Deichsel noch geeignete Steuergriffe, vorzugsweise aber Handgriffe vorgesehen sein, um das mechanische Führen zu ermöglichen. Wenn die Sendeeinheit einen Steuergriff trägt, müssen jedoch keine zusätzlichen Griffe an der Deichsel vorgesehen sein.

    [0035] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Schwingungserregereinrichtung derart ausgebildet, dass durch sie ein Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte erzeugt wird, um die Vibrationsplatte zu lenken. Ein derartiger Aufbau ist an sich von leistungsstarken, fernsteuerbaren Vibrationsplatten bekannt.

    [0036] Besonders vorteilhaft ist es erfindungsgemäß, dass diese Schwingungserregereinrichtung durch die Sendeeinheit zum Einstellen des Giermoments ansteuerbar ist, wenn die Sendeeinheit von der restlichen Vibrationsplatte getrennt ist. Wenn jedoch die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt ist, soll kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung erzeugbar sein. Dann nämlich wird die Lenkung der Vibrationsplatte ausschließlich von dem Bediener übernommen, der die Vibrationsplatte an der Deichsel bzw. der Sendeeinheit manuell führt.

    [0037] Vorteilhafterweise ist in der Fernsteuerungseinrichtung ein Steuerbefehl zum Lenken der Vibrationsplatte blockierbar, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt ist. Auf diese Weise lässt sich sehr einfach die obige Ausführungsform realisieren, bei der im Deichselbetrieb kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung erzeugt werden soll.

    [0038] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Deichsel eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen zum Befestigen der Sendeeinheit an der Deichsel derart, dass jegliche vom Bediener auf die Sendeeinheit ausgeübten Kräfte auf die Deichsel mechanisch übertragbar sind. Während bei bisher bekannten Vibrationsplatten allenfalls eine Ausnehmung bzw. ein Fach zum Unterbringen der Sendeeinheit vorgesehen war, soll jetzt die Sendeeinheit mit der Deichsel eine stabile mechanische Verbindung eingehen können. Dann ist die Sendeeinheit in der Lage, die vom Bediener auf sie einwirkenden Kräfte ohne Beschädigung auf die Deichsel zu übertragen. So kann die Sendeeinheit auch als Deichselkopf dienen.

    [0039] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn eine elektrische Ladeeinrichtung vorgesehen ist, mit der ein Energiespeicher in der Sendeeinheit, z. B. ein Akku, durch eine Stromversorgung aus der Vibrationsplatte geladen werden kann, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt ist. Dementsprechend kann die Sendeeinheit immer dann, wenn kein Fernsteuerungsbetrieb erforderlich ist, von der Vibrationsplatte aufgeladen werden. Dies würde es ermöglichen, dass die Sendeeinheit nicht getrennt von der Vibrationsplatte immer wieder aufgeladen werden müsste.

    [0040] Vorteilhafterweise sind die Signale im Fernsteuerungsbetrieb, wenn die Sendeeinheit von der Vibrationsplatte getrennt ist, von der Sendeeinheit über eine Kabelstrecke, eine Infrarotstrecke und/oder eine Funkstrecke zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit übertragbar.

    [0041] Wenn die Sendeeinheit hingegen an der Deichsel befestigt ist, ist es vorteilhaft, die Signale von der Sendeeinheit über eine galvanische Kopplung, eine optische Schnittstelle oder eine Infrarotschnittstelle zu der an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit zu übertragen. Die galvanische Kopplung kann z. B. als Steckkontakt ausgebildet sein, so dass sich die Sendeeinheit an der Deichsel wie an einer Docking-Station befestigen lässt. Ebenso ist es möglich, die Signale auch dann per Funk (z. B. Bluetooth) zu übertragen, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt ist

    [0042] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist der Deichselholm zwischen einer Betriebsstellung, in der der Bediener z. B. im Deichselbetrieb über den Deichselholm Kräfte zur Führung auf die Vibrationsplatte ausübt, und einer Fernsteuerungsstellung, in der der Bediener die Vibrationsplatte nur über die von der Vibrationsplatte getrennten Sendeeinheit steuert, verschwenkbar. Ergänzend oder alternativ dazu kann auch die Länge des Deichselholms zwischen der Betriebsstellung und der Fernsteuerungsstellung verändert werden. Dies ermöglicht es dem Bediener, den Deichselholm insbesondere dann zu verkleinern, wenn er eine längere Zeit nur im Fernsteuerungsbetrieb arbeiten möchte. Der Deichselholm stellt dann im Betrieb kein Hindernis dar. Wenn jedoch der Bediener im Deichselbetrieb arbeiten möchte, ist es für ihn hilfreich, wenn sich der Deichselholm mit der dann aufgesetzten Sendeeinheit in ergonomisch passender Höhe erstreckt. Weiterhin ist es anzustreben, für den Deichselholm eine angemessene Länge im Deichselbetrieb zu erreichen, damit der Bediener aufgrund der Hebelwirkung keine übermäßig großen Führungskräfte aufbringen muss.

    [0043] Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden unter Zuhilfenahme der Figuren anhand eines Beispiels erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Perspektivansicht einer aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationsplatte mit Deichselsteuerung;
    Fig. 2
    eine schematische Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Vibrationsplatte im Deichselbetrieb;
    Fig. 3
    die Vibrationsplatte von Fig. 2 im Fernsteuerungsbetrieb; und
    Fig. 4
    einen Ausschnitt von einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vibrationsplatte.


    [0044] Die Fig. 2 bis 4 zeigen jeweils eine erfindungsgemäße Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, die in weiten Teilen einen identischen Aufbau zu der bereits oben anhand von Fig. 1 beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationsplatte aufweisen. Daher werden für identische Bauelemente auch gleiche Bezugszeichen verwendet. Die Anordnung von Untermasse - bestehend aus einer Bodenkontaktplatte 1 und einem Schwingungserreger 2 - und Obermasse - mit einem Antrieb 3, einem Rahmen 4 und einer Abdeckung 5 - sowie der zwischen Obermasse und Untermasse angeordneten Federeinrichtung zur schwingungsmäßigen Entkopplung der Obermasse von der Untermasse entsprechen bei der erfindungsgemäßen Vibrationsplatte nach den Fig. 2 bis 4 dem Aufbau der aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationsplatte nach Fig. 1. Daher wird auf die obige Beschreibung zu Fig. 1 Bezug genommen, um Wiederholungen zu vermeiden.

    [0045] Nach Fig. 2 ist an der Obermasse, nämlich an der Abdeckung 5 eine Deichsel 15 angebracht. Die Deichsel 15 weist einen im Wesentlichen stabförmigen Deichselholm 16 auf, an dessen Ende eine Sendeeinheit 17 lösbar befestigt ist. Die Sendeeinheit 17 bildet daher einen Deichselkopf der Deichsel 15.

    [0046] Anstelle der Deichsel 15 kann auch ein Führungsbügel vorgesehen sein, der statt an einer an zwei Anlenkstellen mit der Obermasse verbunden ist. Die nachfolgende Beschreibung einer erfindungsgemäßen Vibrationsplatte mit Deichsel lässt sich somit ohne weiteres auch auf eine Vibrationsplatte mit Führungsbügel übertragen. Somit werden durch die Erfindung auch Vibrationsplatten betroffen, die mit einem Führungsbügel ausgestattet sind, an dem eine Sendeeinheit lösbar befestigt ist. Der Führungsbügel und die Deichsel unterscheiden sich somit lediglich durch die Anzahl ihrer Befestigungsstellen an der Obermasse.

    [0047] Die Sendeeinheit 17 ist, wie Fig. 3 zeigt, von dem Deichselholm 16 lösbar und kann somit getrennt von der restlichen Vibrationsplatte bewegt werden. Wenn die Sendeeinheit 17 von dem Deichselholm 16 abgenommen ist (Fig. 3), ermöglicht sie eine Steuerung der Vibrationsplatte im Fernsteuerungsbetrieb. Wenn die Sendeeinheit 17 hingegen auf den Deichselholm 16 aufgesetzt ist, erfolgt die Steuerung der Vibrationsplatte im Deichselbetrieb.

    [0048] Die Sendeeinheit 17 weist ein Gehäuse 18 auf, das einen oder mehrere Steuergriffe 19 trägt. Die Steuergriffe 19 können vom Bediener betätigt werden und dienen zur Vorgabe von Steuerbefehlen, die letztlich zu dem Schwingungserreger 2 oder auch zu dem Antrieb 3 geführt werden und dort entsprechende, an sich bekannte Steuermaßnahmen zur Steuerung der Vibrationsplatte bewirken.

    [0049] Die Steuergriffe 19 können z. B. Hebel sein, deren Schwenk- bzw. Relativstellung im Verhältnis zum Gehäuse 18 veränderbar ist. Über geeignete Aufnehmer (Hallsensoren, Potentiometer etc.) werden die Relativstellungen bzw. Stellungsänderungen erfasst und in elektrische Signale gewandelt. Selbstverständlich können auch andere Bedienelemente, wie z. B. Taster, Schalter, Schieber etc. an dem Gehäuse 18 der Sendeeinheit 17 befestigt sein.

    [0050] Wenn die Sendeeinheit 17 im Fernsteuerungsbetrieb gemäß Fig. 3 von der restlichen Vibrationsplatte getrennt ist, werden die vorgegebenen Steuersignale drahtlos über eine Infrarot- oder Funkstrecke bzw. drahtbehaftet über ein Verbindungskabel an einen nicht dargestellten, meist an der Obermasse der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfänger übertragen, der die Signale in entsprechende Steuersignale für den Schwingungserreger 2 oder den Antrieb 3 wandelt.

    [0051] Beispielhaft ist auf der Oberseite der Obermasse ein Infrarotauge 20 angeordnet, mit dem in bekannter Weise Infrarotsignale von der Sendeeinheit 17 empfangen werden können.

    [0052] Im Fernsteuerungsbetrieb gemäß Fig. 3 werden sämtliche Steuersignale per Fernsteuerung von der Sendeeinheit 17 übertragen. Der Bediener berührt die Vibrationsplatte selbst nicht, sondern kann einige Meter entfernt von ihr stehen. Selbstverständlich sollte die Vibrationsplatte lenkbar sein, d. h., mit einem Schwingungserreger ausgestattet sein, der eine Lenkbarkeit durch Erzeugung eines Giermoments um die Hochachse der Vibrationsplatte ermöglicht.

    [0053] Da die Deichsel 15 im Fernsteuerungsbetrieb funktionslos ist und vom Bediener nicht erreicht werden kann, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Deichselholm 16 entweder in eine Ruhestellung hochgeklappt wird oder in seiner Länge verkürzt wird. Dazu könnte der Deichselholm 16 ähnlich einer Teleskopstange ausgestaltet sein. Selbstverständlich ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der der Deichselholm 16 sowohl hochklappbar als auch verkürzbar ist, um ihn derart zu verkleinern, dass er im Fernsteuerungsbetrieb kein Hindernis mehr darstellt, während er im Deichselbetrieb ausklapp- und gegebenenfalls verlängerbar ist.

    [0054] Bei verschiedenen Bodenverdichtungsarbeiten, z. B. bei einer präzisen Randverdichtung an einem Bordstein, ist es für den Bediener oft wünschenswert, die Vibrationsplatte nicht ausschließlich über die Fernsteuerung, sondern zusätzlich auch manuell durch eigene Krafteinwirkung zu führen. Dazu ist es für ihn vorteilhaft, wenn er direkt an der Maschine stehen kann und die Vibrationsplatte nicht mehr über die Sendeeinheit 17 als Fernsteuerung bedienen muss.

    [0055] Dementsprechend ist es, wie in Fig. 2 gezeigt, möglich, die Sendeeinheit 17 auf das Ende des Deichselholms 16 aufzusetzen. Selbstverständlich sollte der Deichselholm 16 dann für den Deichselbetrieb in einer Betriebsstellung mit ausreichender Länge stehen, wie in Fig. 2 gezeigt.

    [0056] Die Sendeeinheit 17 lässt sich auf dem Deichselholm 16 in einer mechanisch robusten Art und Weise mit Hilfe einer nicht gezeigten Befestigungsvorrichtung arretieren.

    [0057] Nach wie vor kann der Bediener dann über die Steuergriffe 19 Steuerbefehle für den Schwingungserreger 2 hinsichtlich einer Vorwärts- und Rückwärtsfahrt geben. Die Lenkbarkeit hingegen sollte in dem jetzt durchgeführten Deichselbetrieb nicht möglich sein, um eine überraschende Drehung der Vibrationsplatte und eine damit verbundene Gefährdung des Bedieners auszuschließen. Selbstverständlich kann aber bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung auch eine Drehung bzw. Lenkung der Vibrationsplatte mit Hilfe der Steuergriffe 19 bewirkt werden, wenn dies in der Praxis zweckmäßig ist.

    [0058] Die mit den Steuergriffen 19 erzeugten Steuersignale werden im Deichselbetrieb über eine geeignete Schnittstelle, z. B. über eine galvanische Kopplung (Steckkontakte; ähnlich einem Laptop auf einer Docking-Station), eine optische Schnittstelle, eine Infrarotschnittstelle oder auch eine Kurzstrecken-Funkschnittstelle (Bluetooth) zu dem Empfänger an der Vibrationsplatte übertragen. Der vibrationsplattenseitige Teil der Schnittstelle kann im Inneren des Deichselholms 16, aber auch in anderen Bereichen der Obermasse angeordnet sein, um ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen.

    [0059] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, sind die Steuergriffe 19 sehr groß und robust ausgeführt. Sie ähneln in ihrer Gestaltung beispielhaft den Steuergriffen 9 nach Fig. 1 und sind daher auch geeignet, mechanische Kräfte aufzunehmen. Der Bediener kann demnach an den Steuergriffen 19 ziehen und zerren, um die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte zu beeinflussen und die Vibrationsplatte auf diese Weise präziser zu führen, als dies üblicherweise bei ferngesteuerten Vibrationsplatten möglich ist.

    [0060] Die Steuergriffe 19 können aus Metall, aber auch aus hochfestem Kunststoff bestehen, damit sie trotz ihrer Dimensionierung kein übermäßiges Gewicht aufweisen, was insbesondere im Fernsteuerungsbetrieb, bei dem die Sendeeinheit 17 vom Bediener zu tragen ist, für den Bediener unangenehm sein könnte.

    [0061] Um die Führungsmöglichkeiten für den Bediener zu verbessern, können zusätzliche Handgriffe am Deichselholm 16 oder am Gehäuse 18 der Sendeeinheit 17 vorgesehen sein. Diese nicht dargestellten Handgriffe dienen dann lediglich zum Halten und Führen für den Bediener, nicht jedoch zur Vorgabe von Steuersignalen.

    [0062] Der Bediener hat somit die Möglichkeit, jederzeit zwischen Deichsel- und Fernsteuerungsbetrieb umzuschalten. Er muss dazu jeweils lediglich die Sendeeinheit 17 am Deichselholm 16 befestigen oder davon lösen.

    [0063] Fig. 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt von einer anderen Ausführungsform der Erfindung, bei der eine Sendeeinheit 21 vorgesehen ist, die kleiner dimensioniert sein kann und eine geringere mechanische Stabilität aufweist als die in den Fig. 2 und 3 gezeigte Sendeeinheit 17. Die Sendeeinheit 21 trägt ein oder mehrere Steuerelemente 22, die z. B. durch Hebel, Schieber oder Taster gebildet werden können.

    [0064] Im Unterschied zu den Steuergriffen 19 der Sendeeinheit 17 sind die Steuerelemente 22 kleiner und mit geringerer mechanischer Festigkeit dimensioniert. Sie eignen sich lediglich zum Eingeben von Steuersignalen, nicht jedoch zum kraftvollen Greifen durch den Bediener, um die Vibrationsplatte beim Verfahren manuell zu führen.

    [0065] Damit der Bediener die Möglichkeit hat, die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte im Deichselbetrieb zu ändern und das Gerät zu lenken, sind an dem Deichselholm 16 Steuergriffe 23 angebracht.

    [0066] Die Steuergriffe 23 ähneln den Steuergriffen 19 aus Fig. 2 bzw. 9 aus Fig. 1. Sie sind am Ende des Deichselholms 16 in einer nicht näher gezeigten Halterung befestigt und robust ausgeführt, so dass der Bediener mit beliebiger Kraft an ihnen ziehen und drücken kann. Darüber hinaus sind die Steuergriffe 23 relativ zu dem Deichselholm 16 beweglich, d.h. insbesondere um die Achse verschwenkbar, mit der sie an dem Deichselholm 16 gehalten sind.

    [0067] An den Steuergriffen 23 sind zwei als Mitnehmereinrichtung dienende Finger 24 vorgesehen, die sich bei einem Verschwenken der Steuergriffe 23 mit verschwenken. Die Finger 24 sind an Stellen angeordnet, an denen auch Steuerelemente 22 der Sendeeinheit 21 angeordnet sind, wenn die Sendeeinheit 21 an der Vorderseite des Deichselholms 16 befestigt ist. Die Finger 24 simulieren die Finger des Bedieners und können bei entsprechender Verschwenkung der Steuergriffe 23 die zugeordneten Steuerelemente 22 an der Sendeeinheit 21 betätigen, so dass der Schwingungserreger 2 dann in der gewünschten Weise verstellt wird.

    [0068] Der Bediener greift bei diesem Vorgang die Steuergriffe 23 in gewohnter Weise z.B. in deren oberem Bereich. Verschwenkt er einen der Steuergriffe 23 nach vorne, wird über den zugeordneten Finger 24 das entsprechende Steuerelement 22 betätigt. Selbstverständlich kann die Mitnehmereinrichtung auch derart ausgeführt sein, dass ein Ziehen eines Steuergriffs 23 nach hinten, in Richtung des Bedieners, ebenfalls auf ein zugeordnetes Steuerelement 22 übertragen wird.

    [0069] Bei einer nicht dargestellten Variante wird das Steuerelement 22 durch einen Hebel (Joystick) gebildet. Auch hier kann die Mitnehmereinrichtung derart ausgestaltet sein, dass die Bewegung des Steuergriffs 23 unmittelbar auf den Hebel übertragen wird und dessen Stellung in der gewünschten Weise verändert.

    [0070] Die Steuergriffe 23 sind somit nicht direkt mit dem Schwingungserreger 2 gekoppelt, wie dies z.B. bei dem Stand der Technik nach Fig. 1 der Fall ist. Die Steuergriffe 23 dienen nicht unmittelbar zum Verstellen von Hydraulikventilen oder zum Aktivieren von Stellgliedern. Vielmehr wird ihre Stellung bzw. Bewegung in verhältnismäßig einfacher Weise auf die Bedienelemente (Steuerelemente) der Sendeeinheit 21 übertragen, von wo aus dann die entsprechenden Steuersignale abgegeben werden. Selbstverständlich sind noch weitere Varianten denkbar, bei denen z.B. die Sendeeinheit 21 nicht vor den Steuergriffen 23, sondern räumlich dazwischen angeordnet wird.

    [0071] Die Halterung der Steuergriffe 23 sollte derart ausgestaltet sein, dass keine hohen Kräfte in die Steuerelemente 22 oder die Sendeeinheit 21 eingeleitet werden können. Daher ist die Halterung mit geeigneten Anschlägen (auch federbehaftet) auszustatten, damit ein erheblicher Teil der vom Bediener eingeleiteten Kräfte direkt in die Deichsel 16 eingeleitet wird, ohne über die Sendeeinheit 21 geführt zu werden. Weiterhin können in der Halterung Reibelemente vorgesehen sein, um das Verschwenken der Steuergriffe 23 ergonomisch gegen einen entsprechenden Reibwiderstand durchführen zu können.

    [0072] Auch die Sendeeinheit 21 kann von dem Deichselholm 16 abgenommen werden, um in den Fernsteuerungsbetrieb zu wechseln. Daher ist im unteren Bildteil von Fig. 4 die Sendeeinheit 21 auch im Fernsteuerungsbetrieb - getrennt von der restlichen Vibrationsplatte - gezeigt.

    [0073] Im Fernsteuerungsbetrieb dienen die Steuergriffe 23 lediglich als Handgriffe, da sie dann - wegen der fehlenden Zwischenschaltung der Sendeeinheit 21 - keinerlei Steuerungsfunktionen im Sinne obiger Definition ausführen können und nur noch zum Führen vom Bediener zu nutzen sind.

    [0074] Im Deichselbetrieb - bei aufgesetzter Sendeeinheit 21 - werden die Steuersignale von der Sendeeinheit 21 über eine geeignete Schnittstelle auf die Vibrationsplatte übermittelt, wie dies oben in Zusammenhang mit der Sendeeinheit 17 bei der Vibrationsplatte von Fig. 2 bereits beschrieben wurde.

    [0075] In bzw. an den Sendeeinheiten 17 und 21 sind außer den bereits beschriebenen Bauelementen auch noch weitere, an sich bekannte Baugruppen vorgesehen, wie z. B. ein Energiespeicher (Akku). Der Akku kann in besonders vorteilhafter Weise immer dann geladen werden, wenn die Sendeeinheit 17, 21 auf den Deichselholm 16 aufgesetzt ist. Dann lässt sich Energie von der restlichen Vibrationsplatte auf die Sendeeinheit übertragen, um den Akku zu laden. Weiterhin können die Sendeeinheiten 17 und 21 mit einem Gurt zur Verbesserung des Tragekomforts sowie weiteren Tastern und Schaltern ausgestattet sein, wie das auch bei konventionell aufgebauten Fernsteuerungen für Vibrationsplatten der Fall ist.

    [0076] Die erfindungsgemäße Vibrationsplatte ist in den Figuren nur schematisch dargestellt. Selbstverständlich ist es ohne weiteres möglich, dass der Deichselholm 16 weiter nach hinten, in Richtung des Bedieners verschwenkt wird, um ihm ein bequemes Führen der Vibrationsplatte zu ermöglichen.


    Ansprüche

    1. Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit

    - einer eine Bodenkontaktplatte (1) und eine Schwingungserregereinrichtung (2) aufweisenden Untermasse;

    - einer mit der Untermasse über eine Federeinrichtung gekoppelte, einen Antrieb (3) aufweisenden Obermasse;

    - einer mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichseleinrichtung (15); und mit

    - einer Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung (2), mit einer unabhängig von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren Sendeeinheit (17);

    - wobei die Sendeeinheit (17) an der Deichseleinrichtung (15) lösbar befestigt ist;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - an der Sendeeinheit (17) wenigstens ein Steuergriff (19) vorgesehen ist, der sowohl zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung (2) als auch zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte geeignet ist;

    - die Sendeeinheit (17) von der Deichseleinrichtung (15) gelöst werden kann, wenn der Bediener einen Fernsteuerungsbetrieb wünscht: und dass

    - die Sendeeinheit (17) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt werden kann, wenn die Vibrationsplatte manuell zu führen ist.


     
    2. Vibrationsplatte, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sendeeinheit (17) zusätzlich wenigstens ein Steuerelement (22) vorgesehen ist, zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung (2).
     
    3. Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit

    - einer eine Bodenkontaktplatte (1) und eine Schwingungserregereinrichtung (2) aufweisenden Untermasse;

    - einer mit der Untermasse über eine Federeinrichtung gekoppelte, einen Antrieb (3) aufweisenden Obermasse;

    - einer mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichseleinrichtung (15); und mit

    - einer Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung (2), mit einer unabhängig von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren Sendeeinheit (21);

    wobei

    - an der Sendeeinheit (21) wenigstens ein Steuerelement (22) vorgesehen ist, zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung (2);

    - an der Deichseleinrichtung (15) wenigstens ein Steuergriff (23) vorgesehen ist, zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte; und wobei

    - der Steuergriff (23) relativ zu der Deichseleinrichtung (15) bewegbar ist;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Sendeeinheit (21) an der Deichseleinrichtung (15) lösbar befestigbar ist; und dass

    - wenn die Sendeeinheit (21) an der Deichseleinrichtung befestigt ist, der Steuergriff (23) mit dem Steuerelement (22) der Sendeeinheit (21) derart gekoppelt ist, dass bei einer bestimmten Relativstellung des Steuergriffs (23) eine Betätigung des Steuerelements (22) der Sendeeinheit (21) bewirkt wird, zum Erzeugen von Steuerbefehlen für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung (2).


     
    4. Vibrationsplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mitnehmereinrichtung (24) vorgesehen ist, zum Übertragen einer Bewegung des Steuergriffs (23) auf das Steuerelement (22).
     
    5. Vibrationsplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuergriff (23) in einer Halterung zum Aufnehmen von durch den Bediener in den Steuergriff (23) eingeleiteten Kräften gehalten ist, derart, dass nur ein geringer, zum Betätigen des Steuerelements (22) erforderlicher Teil der Kräfte auf das Steuerelement (22) und/oder die Sendeeinheit (21) wirkt, während ein größerer Teil der Kräfte von dem Steuergriff (23) auf die Deichseleinrichtung (15) übertragen wird, ohne auf das Steuerelement (22) und/oder die Sendeeinheit (21) zu wirken.
     
    6. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) in die Deichseleinrichtung (15) lösbar integrierbar ist.
     
    7. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Deichseleinrichtung eine Deichsel (15) mit einem mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichselholm (16) und einem sich an den Deichselholm (16) anschließenden Deichselkopf aufweist.
     
    8. Vibrationsplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) in einer Aufnahme im Deichselkopf befestigbar ist.
     
    9. Vibrationsplatte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) einen Teil des Deichselkopfes oder den gesamten Deichselkopf bildet.
     
    10. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deichseleinrichtung (15) wenigstens ein Handgriff (23) vorgesehen ist, zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte.
     
    11. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungserregereinrichtung (2) derart ausgebildet ist, dass durch sie ein Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte erzeugbar ist, um die Vibrationsplatte zu lenken.
     
    12. Vibrationsplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Schwingungserregereinrichtung (2) durch die Sendeeinheit (17; 21) zum Einstellen des Giermoments ansteuerbar ist, wenn die Sendeeinheit (17; 21) von der restlichen Vibrationsplatte getrennt ist, und dass

    - kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung (2) erzeugbar ist, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist.


     
    13. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Fernsteuerungseinrichtung ein Steuerbefehl zum Lenken der Vibrationsplatte blockierbar ist, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist.
     
    14. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen ist, zum Befestigen der Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) derart, dass jegliche vom Bediener auf die Sendeeinheit (17; 21) ausgeübten Kräfte auf die Deichseleinrichtung (15) mechanisch übertragbar sind.
     
    15. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Ladeeinrichtung vorgesehen ist, zum Laden eines Energiespeichers in der Sendeeinheit (17; 21) durch eine Stromversorgung aus der Vibrationsplatte, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist.
     
    16. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 75, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Sendeeinheit (17; 21) von der Vibrationsplatte getrennt ist, die Signale von der Sendeeinheit (17; 21) über eine Kabelstrecke, eine Infrarotstrecke und/oder eine Funkstrecke zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit übertragbar sind.
     
    17. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist, die Signale von der Sendeeinheit (17; 21) über eine galvanische Kopplung, eine optische Schnittstelle, eine Infrarotschnittstelle oder eine Kurzstrecken-Funkschnittstelle zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit übertragbar sind.
     
    18. Vibrationsplatte nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die galvanische Kopplung als Steckkontakt ausgebildet ist.
     
    19. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Deichselholm (16) der Deichseleinrichtung (15) zwischen einer Betriebsstellung, in der Bediener über den Deichselholm (16) Kräfte zur Führung auf die Vibrationsplatte ausübt, und einer Fernsteuerungsstellung, in der der Bediener die Vibrationsplatte nur über die von der Vibrationsplatte getrennte Sendeeinheit (17; 21) steuert, verschwenkbar ist und/oder dass die Länge des Deichselholms (16) zwischen der Betriebsstellung und der Fernsteuerungsstellung veränderbar ist.
     


    Claims

    1. Vibrating plate for ground compaction, having

    - a lower mass comprising a ground contact plate (1) and an oscillation-exciting device (2);

    - an upper mass coupled to the lower mass via a spring device and comprising a drive (3);

    - a drawbar device (15) connected to the upper mass and/or the lower mass; and having

    - a remote control device for controlling at least forwards travel or rearwards travel by controlling the oscillation-exciting device (2), having a transmitting unit (17) which can be moved independently of the rest of the vibrating plate;

    - wherein the transmitting unit (17) is releasably attached to the drawbar device (15);
    characterised in that

    - at least one control handle (19) is provided on the transmitting unit (17) and is suitable both for the input of control commands by the operator in order to control the oscillation-exciting device (2) and also for gripping by the operator in order to guide the vibrating plate manually;

    - the transmitting unit (17) can be released from the drawbar device (5) when the operator desires to use the remote control; and that

    - the transmitting unit (17) can be attached to the drawbar device (15) when the vibrating plate is to be guided manually.


     
    2. Vibrating plate as claimed in claim 1, characterised in that, in addition, at least one control element (22) is provided on the transmitting unit (17) for the input of control commands by the operator in order to control the oscillation-exciting device (2).
     
    3. Vibrating plate for ground compaction, having

    - a lower mass comprising a ground contact plate (1) and an oscillation-exciting device (2);

    - an upper mass coupled to the lower mass via a spring device and comprising a drive (3);

    - a drawbar device (15) connected to the upper mass and/or the lower mass; and having

    - a remote control device for controlling at least forwards travel or rearwards travel by controlling the oscillation-exciting device (2), having a transmitting unit (21) which can be moved independently of the rest of the vibrating plate;
    wherein

    - at least one control element (22) is provided on the transmitting unit (21) for the input of control commands by the operator in order to control the oscillation-exciting device (2);

    - at least one control handle (23) is provided on the drawbar device (15) for gripping by the operator in order to guide the vibrating plate manually; and wherein

    - the control handle (23) can be moved relative to the drawbar device (15);
    characterised in that

    - the transmitting unit (21) can be releasably attached to the drawbar device (15); and that

    - when the transmitting unit (21) is attached to the drawbar device the control handle (23) is coupled to the control element (22) of the transmitting unit (21) in such a way that, when the control handle (23) is in a specific relative position, actuation of the control element (22) of the transmitting unit (21) is effected in order to produce control commands for controlling the oscillation-exciting device (2).


     
    4. Vibrating plate as claimed in claim 3, characterised in that a carrier device (24) is provided to transfer a movement of the control handle (23) to the control element (22).
     
    5. Vibrating plate as claimed in claim 3 or 4, characterised in that the control handle (23) is held in a holder for absorbing forces introduced into the control handle (23) by the operator, in such a way that only a small part of the forces required to actuate the control element (22) acts upon the control element (22) and/or the transmitting unit (21), while a larger part of the forces is transferred from the control handle (23) to the drawbar device (15) without acting upon the control element (22) and/or the transmitting unit (21).
     
    6. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised in that the transmitting unit (17; 21) can be releasably integrated into the drawbar device (15).
     
    7. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 6, characterised in that the drawbar device has a drawbar (15) with a drawbar spar (16) connected to the upper mass and/or the lower mass and with a drawbar head adjoining the drawbar spar (16).
     
    8. Vibrating plate as claimed in claim 7, characterised in that the transmitting unit (17; 21) can be attached in a receiver in the drawbar head.
     
    9. Vibrating plate as claimed in claim 7 or 8, characterised in that the transmitting unit (17; 21) forms part of the drawbar head or the whole drawbar head.
     
    10. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 9, characterised in that at least one handle (23) is provided on the drawbar device (15) for gripping by the operator in order to guide the vibrating plate manually.
     
    11. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 10, characterised in that the oscillation-exciting device (2) is formed in such a way that by means thereof a yawing moment can be produced about a vertical axis of the vibrating plate in order to steer the vibrating plate.
     
    12. Vibrating plate as claimed in claim 11, characterised in that

    - the oscillation-exciting device (2) can be controlled by the transmitting unit (17; 21) in order to adjust the yawing moment when the transmitting unit (17; 21) is separated from the rest of the vibrating plate, and that

    - no yawing moment can be produced by the oscillation-exciting device (2) when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).


     
    13. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 12, characterised in that in the remote control device a control command for steering the vibrating plate can be blocked when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).
     
    14. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 13, characterised in that an attachment device is provided to attach the transmitting unit (17; 21) to the drawbar device (15) in such a way that any forces exerted by the operator on the transmitting unit (17; 21) can be mechanically transferred to the drawbar device (15).
     
    15. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 14, characterised in that an electric charging device is provided for charging an energy store in the transmitting unit (17; 21) by supplying current from the vibrating plate when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).
     
    16. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 15, characterised in that when the transmitting unit (17; 21) is separated from the vibrating plate the signals can be transferred from the transmitting unit (17; 21) via a cable, an infrared path and/or a radio path to a receiver unit provided on the vibrating plate.
     
    17. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 16, characterised in that when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15) the signals can be transferred from the transmitting unit (17; 21) via a galvanic coupling, an optical interface, an infrared interface or a short-range radio interface to a receiver unit provided on the vibrating plate.
     
    18. Vibrating plate as claimed in claim 17, characterised in that the galvanic coupling is formed as a plug contact.
     
    19. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 18, characterised in that the drawbar spar (16) of the drawbar device (15) can be pivoted between an operating position, in which the operator exerts guiding forces via the drawbar spar (16) onto the vibrating plate, and a remote control position in which the operator controls the vibrating plate only via the transmitting unit (17; 21) separated from the vibrating plate, and/or that the length of the drawbar spar (16) can be changed between the operating position and the remote control position.
     


    Revendications

    1. Plaque vibrante pour le compactage du sol, comprenant

    - une masse inférieure présentant une plaque en contact avec le sol (1) et un dispositif oscillateur (2) ;

    - une masse supérieure couplée avec la masse inférieure par l'intermédiaire d'un dispositif à ressort et présentant un système d'entraînement (3) ;

    - un dispositif formant timon (15) relié à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure ; et comprenant

    - un dispositif de télécommande pour commander au moins une marche avant ou arrière par l'excitation du dispositif oscillateur (2), avec une unité émettrice (17) mobile indépendamment du reste de la plaque vibrante ;

    - dans laquelle l'unité émettrice (17) est fixée de façon amovible au dispositif formant timon (15) ;
    caractérisée en ce que

    - sur l'unité émettrice (17), au moins une poignée de commande (19) est prévue qui convient aussi bien à l'entrée d'ordres de commande donnés par l'opérateur pour l'excitation du dispositif oscillateur (2) que pour être saisie par l'opérateur en vue du guidage manuel de la plaque vibrante ;

    - l'unité émettrice (17) peut être détachée du dispositif formant timon (15) lorsque l'opérateur souhaite un fonctionnement télécommandé ; et en ce que

    - l'unité émettrice (17) peut être fixée sur le dispositif formant timon (15) lorsque la plaque vibrante doit être guidée manuellement.


     
    2. Plaque vibrante selon la revendication 1, caractérisée en ce que sur l'unité émettrice (17), en plus, au moins un élément de commande (22) est prévu, pour l'entrée d'ordres de commande par l'opérateur pour l'excitation du dispositif oscillateur (2).
     
    3. Plaque vibrante pour le compactage du sol comprenant,

    - une masse inférieure présentant une plaque en contact avec le sol (1) et un dispositif oscillateur (2) ;

    - une masse supérieure couplée avec la masse inférieure par l'intermédiaire d'un dispositif à ressort et présentant un système d'entraînement (3) ;

    - un dispositif formant timon (15) relié à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure ; et comprenant

    - un dispositif de télécommande pour commander au moins une marche avant ou arrière par l'excitation du dispositif oscillateur (2), avec une unité émettrice (21) mobile indépendamment du reste de la plaque vibrante ;
    dans laquelle

    - sur l'unité émettrice (21), au moins un élément de commande (22) est prévu pour l'entrée d'ordres de commande par l'opérateur pour l'excitation du dispositif oscillateur (2) ;

    - sur le dispositif formant timon (15), au moins une poignée de commande (23) est prévue pour être saisie par l'opérateur en vue du guidage manuel de la plaque vibrante ; et dans laquelle

    - la poignée de commande (23) est mobile par rapport au dispositif formant timon (15) ;
    caractérisée en ce que

    - l'unité émettrice (21) peut être fixée de façon amovible au dispositif formant timon (15) ; et en ce que

    - quand l'unité émettrice (21) est fixée au dispositif formant timon, la poignée de commande (23) est couplée avec l'élément de commande (22) de l'unité émettrice (21) de telle sorte que dans une certaine position relative de la poignée de commande (23), un actionnement de l'élément de commande (22) de l'unité émettrice (21) soit provoqué afin de générer des ordres de commande pour l'excitation du dispositif oscillateur (2).


     
    4. Plaque vibrante selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un dispositif d'entraînement (24) est prévu pour transmettre un mouvement de la poignée de commande (23) à l'élément de commande (22).
     
    5. Plaque vibrante selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la poignée de commande (23) est retenue dans un support pour recevoir des forces introduites par l'opérateur dans la poignée de commande (23), de telle sorte que seule une petite partie des forces, nécessaire pour actionner l'élément de commande (22), agit sur l'élément de commande (22) et/ou l'unité émettrice (21), alors qu'une plus grande partie des forces est transmise de la poignée de commande (23) au dispositif formant timon (15) sans agir sur l'élément de commande (22) et/ou l'unité émettrice (21).
     
    6. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) peut être intégrée de façon amovible dans le dispositif formant timon (15).
     
    7. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le dispositif formant timon présente un timon (15) avec un bras de timon (16) relié à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure et avec une tête de timon consécutive au bras de timon (16).
     
    8. Plaque vibrante selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) peut être fixée dans un logement dans la tête de timon.
     
    9. Plaque vibrante selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) fait partie de la tête de timon ou constitue la tête de timon entière.
     
    10. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que sur le dispositif formant timon (15), au moins une poignée (23) est prévue pour être saisie par l'opérateur en vue du guidage manuel de la plaque vibrante.
     
    11. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le dispositif oscillateur (2) est réalisé de telle sorte qu'il permet de générer un moment de lacet autour d'un axe vertical de la plaque vibrante afin de diriger la plaque vibrante.
     
    12. Plaque vibrante selon la revendication 11, caractérisée en ce que

    - le dispositif oscillateur (2) peut être piloté par l'unité émettrice (17 ; 21) pour le réglage du couple de lacet lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est séparée du reste de la plaque vibrante, et en ce que

    - aucun couple de lacet ne peut être généré par le dispositif oscillateur (2) lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15).


     
    13. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que dans le dispositif de télécommande, un ordre de commande pour diriger la plaque vibrante peut être bloqué lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15).
     
    14. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'un dispositif de fixation est prévu pour fixer l'unité émettrice (17 ; 21) au dispositif formant timon (15) de telle sorte que toute force exercée par l'opérateur sur l'unité émettrice (17 ; 21) peut être transmise mécaniquement au dispositif formant timon (15).
     
    15. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'un dispositif de charge électrique est prévu pour charger un accumulateur d'énergie dans l'unité émettrice (17 ; 21) par une alimentation électrique provenant de la plaque vibrante lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15).
     
    16. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que quand l'unité émettrice (17 ; 21) est séparée de la plaque vibrante, les signaux peuvent être transmis de l'unité émettrice (17 ; 21) sur une distance câblée, une distance infrarouge et/ou une distance radio jusqu'à une unité réceptrice prévue sur la plaque vibrante.
     
    17. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que quand l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15), les signaux provenant de l'unité émettrice (17; 21) peuvent être transmis par un couplage galvanique, une interface optique, une interface infrarouge ou une interface radio de courte distance à une unité réceptrice prévue sur la plaque vibrante.
     
    18. Plaque vibrante selon la revendication 17, caractérisée en ce que le couplage galvanique est réalisé comme un contact à fiche.
     
    19. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que le bras de timon (16) du dispositif formant timon (15) peut pivoter entre une position de service, dans laquelle l'opérateur exerce, par l'intermédiaire du bras de timon (16), des forces pour le guidage sur la plaque vibrante, et une position de télécommande, dans laquelle l'opérateur commande la plaque vibrante seulement par l'intermédiaire de l'unité émettrice (17 ; 21) séparée de la plaque vibrante et/ou en ce que la longueur du bras de timon (16) est variable entre la position de service et la position de télécommande.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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