[0001] Die Erfindung betrifft Vibrationsplatten gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche
1 und 3.
[0002] Vibrationsplatten zur Bodenverdichtung sind in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt.
Gemeinsam ist den Vibrationsplatten, dass sie prinzipiell aus eine Untermasse und
einer von der Untermasse über eine Federeinrichtung schwingungsmäßig entkoppelten
Obermasse bestehen. Die Untermasse weist eine auf den Boden einwirkende Bodenkontaktplatte
und eine darauf befestigte Schwingungserregereinrichtung auf. Wesentlicher Bestandteil
der Obermasse ist ein Antriebsmotor, der in geeigneter. Weise (mechanisch, hydraulisch)
die Schwingungserregereinrichtung an der Untermasse antreibt. Als Schwingungserreger
eignen sich z.B. an sich bekannte Ein- und Zweiwellenerreger:
[0003] Fig. 1 zeigt in Perspektivansicht eine aus der
DE 102 26 920 A1 bekannte Vibrationsplatte mit einer Deichselsteuerung.
[0004] Auf einer Bodenkontaktplatte 1 ist ein Schwingungserreger 2 angebracht, der von einem
Antrieb 3, z. B. einem Verbrennungsmotor, angetrieben wird. Die Bodenkontaktplatte
1 und der Schwingungserreger 2 bilden eine Untermasse, während der Antrieb 3 zusammen
mit einem Rahmen 4 und einer Abdeckung 5 einer Obermasse zugerechnet wird. Die Obermasse
ist von der Untermasse mit Hilfe von zwischengeschalteten, in Fig. 1 nicht gezeigten
Federeinrichtungen schwingungsmäßig entkoppelt.
[0005] An der Abdeckung 5 der Obermasse ist eine Deichsel 6 angebracht, die einen Deichselholm
7 aufweist, der von einem nur schematisch dargestellten Deichselkopf 8 abgeschlossen
wird. An dem Deichselkopf 8 sind zwei Steuergriffe 9 schwenkbar gehalten. Mit Hilfe
der Steuergriffe 9 sind Hydraulikventile steuerbar, über die die Phasenlage von rotierenden
Unwuchten bzw. Unwuchtwellen in dem Schwingungserreger 2 verändert werden kann. Dadurch
lässt sich die Richtung eines von den Unwuchten im Schwingungserreger 2 erzeugten,
resultierenden Kraftvektors in bekannter Weise verstellten, um eine Vorwärts- und
Rückwärtsfahrt der Vibrationsplatte zu erreichen.
[0006] Weiterhin sind die Steuergriffe 9 derart massiv ausgeführt, dass der Bediener an
ihnen ziehen und zerren kann, um die Richtung der Vibrationsplatte im Betrieb zu verändern.
[0007] Ein Fahrwerk 10 dient lediglich zum Transport der Vibrationsplatte und ist im Betrieb
ohne Funktion.
[0008] Bei großen, lenkbaren Vibrationsplatten ist es möglich, dass wenigstens eine der
Unwuchtwellen axial geteilt ist, um unterschiedliche Unwuchtmassen derart anzusteuern,
dass ein Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte erzeugt wird, um eine Lenkung
der Platte zu ermöglichen. Bei kleineren, leichteren Vibrationsplatten ist meist eine
Deichsel vorgesehen, mit der der Bediener die Vibrationsplatte führen kann. Die Schwingungserregereinrichtung
erzeugt dabei nicht nur die zur Bodenverdichtung dienenden Schwingungen, sondern auch
eine Kraftkomponente in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung. Dementsprechend sind an
der Deichsel Hand- oder Steuergriffe vorgesehen, über die der Bediener die Schwingungserregereinrichtung
in der gewünschten Weise ansteuern kann, um die gewollte. Fahrtrichtung zu erreichen.
Die Lenkung und Führung der Vibrationsplatte übernimmt der Bediener, indem er das
Ende der Deichsel mit Hilfe der Steuergriffe oder weiterer Handgriffe bewegt.
[0009] Vor allem bei größeren, schwereren Vibrationsplatten ist es inzwischen üblich, eine
Fernsteuerung vorzusehen, mit deren Hilfe der Bediener die Vibrationsplatte steuern
kann, ohne sich in unmittelbarer Nähe zu befinden. Dies ist vor allem auch deshalb
zweckmäßig, weil schwere Vibrationsplatten sehr starke Schwingungen in den Boden einleiten,
die eine direkt daneben stehende Person schädigen könnten. Zudem ist die Gefährdung
des Bedieners durch einen Kontakt mit der sich bewegenden Vibrationsplatte aufgrund
des größeren Abstands geringer.
[0010] In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass die Vibrationsplatten aufgrund
der starken Schwingungen und mitunter zufälligen Gegenkräfte durch den zu verdichtenden
Boden eine taumelnde, stochastische Bewegung vollführen. So ist es oft schwierig,
die Vibrationsplatte über eine längere Strecke exakt geradeaus fahren zu lassen. Ebenso
erfordert es in der Praxis höchste Konzentration des Bedieners, wenn die Vibrationsplatte
entlang einer Kurve fahren soll. Dementsprechend muss der Bediener immer wieder Lenkkorrekturen
vornehmen, was aufgrund der sehr indirekten Wirkung seiner Steuerbefehle oft nicht
den gewünschten Erfolg bringt. Anders als z. B. bei Vibrationswalzen kann der Bediener
bei Vibrationsplatten eben nicht unmittelbar Einfluss auf den Vortrieb bzw. eine entsprechende
Lenkeinrichtung nehmen. Vielmehr kann der Bediener lediglich die Stellung der Unwuchtmassen
in dem Schwingungserreger beeinflussen, in der Hoffnung, dass daraufhin entsprechende
Fliehkräfte entstehen, die die Vibrationsplatte in die gewünschte Richtung zerren.
[0011] Die Fernsteuerung bietet dem Bediener somit nur eine sehr begrenzte Feinfühligkeit.
Insbesondere dann, wenn die Bodenverdichtungsarbeit hohe Präzision erfordert, z. B.
an einer Bordsteinwand, wird es der Bediener anstreben, die Vibrationsplatte manuell
über die Deichsel zu führen. Fernsteuerbare Vibrationsplatten verfügen jedoch meistens
über keine oder nur eine rudimentär ausgebildete Führungsdeichsel, die aufgrund oftmals
kurzer Hebel eine manuelle Führung der Vibrationsplatte nur erschwert zulässt.
[0012] Eine Lösung dieses Problems könnte darin bestehen, dass eine Hybridsteuerung vorgesehen
wird, bei der eine Vibrationsplatte in klassischer Weise mit einer Deichselsteuerung
ausgestattet wird, bei der der Bediener die Deichsel über Steuergriffe manuell führen
und den Schwingungserreger über die Steuergriffe ansteuern kann. Zusätzlich ist eine
an sich bekannte Fernsteuerung vorzusehen, die dann zum Einsatz kommt, wenn der Bediener
die Deichsel nicht führen möchte. Ein Nachteil dieser Hybridsteuerung ist es, dass
ein sehr hoher baulicher Aufwand betrieben werden muss, weil einerseits Befehlsgeber
doppelt vorhanden sein müssen (Steuergriffe am Deichselende und Steuerelemente an
einem Sender der Fernsteuerung). Weiterhin stellt der Sender ein separates Teil der
Steuerung dar, welches bei Nichtbenutzung an der Vibrationsplatte untergebracht werden
sollte, damit es nicht verlorengehen kann.
[0013] Bei einer von der Anmelderin hergestellten Vibrationsplatte mit der Typenbezeichnung
"Wacker DPU 7060" ist statt einer Deichsel ein Führungsbügel an der Obermasse der
Vibrationsplatte befestigt. Anstelle von Bedienelementen weist der Führungsbügel eine
Halterung auf, in die die Sendeeinheit einer Kabelfernsteuerung eingesetzt werden
kann. Die Steuerung des Schwingungserregers erfolgt ausschließlich über die Bedienelemente
der Kabelfernsteuerung.
[0014] Aus der
DE 199 13 074 A1 ist eine Bodenverdichtungsvorrichtung bekannt, bei der am Ende einer Deichsel Bedienelemente
angebracht sind, die relativ zu der Deichsel beweglich sind. Die jeweilige Stellung
der Bedienelemente wird durch eine Sensoreinrichtung erfasst, die ein entsprechendes
Signal an eine Hydrauliksteuerung für einen Schwingungserreger weiterleitet. Zusätzlich
zu den Bedienelementen ist eine Fernsteuerungseinrichtung vorgesehen, mit einer Sendeeinheit
und einer an der Bodenverdichtungsvorrichtung angebrachten Empfangseinheit, wobei
durch die Empfangseinheit ein Signal an die Hydrauliksteuerung für den Schwingungserreger
weitergeleitet wird.
[0015] In der
US 2004/0022582 A1 wird eine Vibrationsplatte mit einer Funkfernsteuerung gezeigt. An der Sendeeinheit
der Fernsteuerung ist ein Joystick zum Eingeben von Steuerbefehlen vorgesehen.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vibrationsplatte anzugeben, die gleichermaßen
im Fernsteuerungsbetrieb wie auch bei manueller Führung im Deichselbetrieb für den
Bediener gut handhabbar ist, wobei die Herstellungskosten gegenüber bekannten Vibrationsplatten
nicht spürbar erhöht werden sollten.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Vibrationsplatten gemäß den Ansprüchen 1 und
3 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0018] Erfindungsgemäß weist eine in üblicher Weise eine Untermasse und eine Obermasse aufweisende
Vibrationsplatte eine mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundene Deichseleinrichtung
auf. Weiterhin ist eine Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer
Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung der
Untermasse vorgesehen, mit einer unabhängig von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren
Sendeeinheit. Die Sendeeinheit ist an der Deichseleinrichtung lösbar befestigt. An
des Sendeeinheit ist wenigstens ein Steuergriff vorgesehen, der sowohl zum Eingeben
von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung
als auch zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte,
geeignet ist.
[0019] Dementsprechend kann die Sendeeinheit von der Deichseleinrichtung gelöst werden,
wenn der Bediener einen Fernsteuerungsbetrieb wünscht. Ist es hingegen bei präzisen
Verdichtungsarbeiten erforderlich, die Vibrationsplatte manuell zu führen, kann die
Sendeeinheit an der Deichseleinrichtung befestigt werden. Der Bediener führt dann
die Vibrationsplatte ausschließlich über die an der Steuereinheit vorhandenen Steuergriffe.
Dazu kann der Bediener entweder durch Betätigen der Steuergriffe Steuerbefehle generieren,
mit denen sich die Schwingungserregereinrichtung in der gewünschten Weise einstellen
lässt, oder durch Ziehen und Drücken der Steuergriffe manuell mit seiner Körperkraft
die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte beeinflussen.
[0020] Der Begriff Deichseleinrichtung wird in diesem Zusammenhang stellvertretend für eine
Deichsel, bei der ein Deichselholm an einer Anlenkstelle mit der Vibrationsplatte
verbunden ist, oder für einen Führungsbügel verwendet, der im Regelfall an zwei Anlenkstellen
an der Vibrationsplatte gehalten ist. Ein Führungsbügel unterscheidet sich somit streng
genommen von einer Deichsel. Wenn nachfolgend jedoch zur Vereinfachung lediglich der
Begriff "Deichsel" verwendet wird, umfasst er gleich bedeutend auch einen Führungsbügel
mit zwei Anlenkstellen.
[0021] Vorteilhafterweise kann an der Sendeeinheit wenigstens noch ein Steuerelement vorgesehen
sein, zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung.
Dies entspricht dem klassischen Aufbau einer Sendeeinheit.
[0022] Zur Unterscheidung der Begriffe wird definiert, dass ein später noch verwendeter
"Handgriff" nur zum mechanischen Führen der Vibrationsplatte dient, während ein "Steuerelement"
ausschließlich zum Eingeben von Steuerbefehllen für den Schwingungserreger, den Antrieb
o. Ä. dient. Ein Steuerelement ist aufgrund seiner Dimensionierung (Abmessungen, Festigkeit)
nicht geeignet, größere Führungskräfte aufzunehmen. Würde der Bediener versuchen,
die Vibrationsplatte über ein Steuerelement mechanisch zu führen, müsste mit einer
Beschädigung des Steuerelements gerechnet werden.
[0023] Der Begriff "Steuergriff" lässt sich von den Begriffen "Steuerelement" und "Handgriff"
wie folgt abgrenzen: Der Steuergriff eignet sich einerseits zum Steuern der Vibrationsplatte
durch Erzeugen von entsprechenden Steuersignalen und Einstellen des Schwingungserregers.
Andererseits ist der Steuergriff mechanisch derart stabil ausgeführt, dass der Bediener
zum Führen der Vibrationsplatte an ihm ziehen und drücken kann, wie dies bei einem
Bedienhebel einer klassischen Deichselsteuerung der Fall ist.
[0024] Unter dem Begriff "Führen" ist in diesem Zusammenhang das mechanische Einwirken des
Bedieners durch Ziehen oder Drücken zu verstehen. Mit "Steuern" ist hingegen das Erzeugen
von Steuersignalen für den Schwingungserreger und den Antrieb zu verstehen, die dann
ihrerseits Kräfte erzeugen, die die Vibrationsplatte vorwärts oder rückwärts bewegen
bzw. zur Lenkung um eine Hochachse (Gierachse) bewegen.
[0025] Bei der Lösung nach Anspruch 1 ist es möglich, dass an der Deichsel überhaupt kein
Handgriff oder ein Steuerelement vorgesehen sein muss. Vielmehr werden sämtliche Bedienelemente
ausschließlich von der Sendeeinheit bereitgestellt. Im Fernsteuerungsbetrieb dient
der Steuergriff zum Erzeugen entsprechender Steuersignale. Im Deichselbetrieb bei
auf dem Deichselholm aufgesetzter Sendeeinheit kann der Steuergriff ebenfalls Steuerbefehle
erzeugen. Zusätzlich jedoch kann der Bediener auch korrigierend manuell eingreifen
und insbesondere durch seitliche Kräfte die Vibrationsplatte lenken.
[0026] Bei der in Anspruch 3 angegebenen Variante ist an der Sendeeinheit ein Steuerelement
zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener vorgesehen, während die Deichseleinrichtung
wenigstens einen Steuergriff zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen
der Vibrationsplatte trägt.
[0027] Der Steuergriff sollte darüber hinaus relativ zu der Deichseleinrichtung bewegbar
sein. Wenn die Sendeeinheit an der Deichseleinrichtung befestigt ist, ist der Steuergriff
mit dem Steuerelement der Sendeeinheit derart gekoppelt, dass bei einer bestimmten
Relativstellung des Steuergriffs eine Betätigung des Steuerelements der Sendeeinheit
bewirkt wird, um Steuerbefehle für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung
zu erzeugen.
[0028] Der Bediener hat bei dieser Ausführungsform der Erfindung die Möglichkeit, die Vibrationsplatte
in konventioneller Weise per Fernsteuerung mit Hilfe der an der Sendeeinheit vorhandenen
Steuerelemente zu bedienen. Alternativ dazu kann er die Sendeeinheit auf die Deichseleinrichtung
aufsetzen. An der Deichseleinrichtung sind ortsfest Steuergriffe vorgesehen, die prinzipiell
den oben unter Bezugnahme auf Figur 1 beschriebenen Steuergriffen entsprechen können.
Mit Hilfe von z.B. einer Mitnehmereinrichtung wird die Bewegung eines Steuergriffs
auf das ihm zugeordnete Steuerelement der Sendeeinheit übertragen. Dadurch hat der
Bediener im Deichselbetrieb die Möglichkeit, den ihm geläufigen, robusten Steuergriff
in bekannter Weise zu betätigen. Während jedoch beim Stand der Technik auf diese Weise
z.B. Hydraulikventile gesteuert wurden, um den Schwingungserreger anzusteuern, wird
jetzt die Bewegung des Steuergriffs bzw. seine Relativstellung genutzt, um das zugeordnete
Steuerelement der Sendeeinheit zu betätigen. Diese wiederum bewirkt dann in konventioneller
Weise die Ansteuerung des Schwingungserregers. Die Anordnung simuliert somit eine
klassische Deichselsteuerung. Der Steuergriff selbst dient darüber hinaus auch als
Handgriff, da er robust genug ausgeführt ist, um vom Bediener gedrückt und gezogen
zu werden.
[0029] Da somit letztendlich nur eine Möglichkeit der Ansteuerung besteht, nämlich über
die Sendeeinheit der Fernsteuerung, die auch von dem Steuergriff der Deichsel genutzt
wird, lassen sich erhebliche Herstellungskosten sparen.
[0030] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Steuergriff
in einer Halterung zum Aufnehmen von durch den Bediener in den Steuergriff eingeleiteten
Kräften an der Deichseleinrichtung gehalten. Die Halterung sollte derart ausgestaltet
sein, dass nur ein geringer, zum Betätigen des zugeordneten Steuerelements erforderlicher
Teil der vom Bediener eingeleiteten Kräfte tatsächlich auf das Steuerelement und/oder
die Sendeeinheit wirkt, während der andere, meist größere Teil der Kräfte von dem
Steuergriff direkt auf die Deichsel übertragen wird, ohne auf das Steuerelement und/oder
die Sendeeinheit zu wirken. Würde hingegen die gesamte, vom Bediener aufgebrachte
Kraft auf das Steuerelement oder die Sendeeinheit wirken können, bestünde die Gefahr,
dass diese vergleichsweise schwach dimensionierten Bauelemente zerstört würden. Die
Halterung gewährleistet, dass auch große Kräfte des Bedieners möglichst unmittelbar
in die Deichsel eingeleitet werden, während lediglich eine Änderung der Relativstellung
(Wegänderung) des Steuergriffs auf die Sendeeinheit und das an ihr vorgesehene Steuerelement
übertragen wird.
[0031] Vorzugsweise ist die Sendeeinheit in die Deichsel lösbar integrierbar, um sie bei
Nichtgebrauch vor schädigenden Einwirkungen von außen zu schützen.
[0032] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist die Deichsel einen mit der
Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichselholm und einen sich an den Deichselholm
anschließenden Deichselkopf auf. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Sendeeinheit
in einer Aufnahme im Deichselkopf befestigbar ist bzw. einen Teil des Deichselkopfes
oder sogar den gesamten Deichselkopf bildet. Das bedeutet, dass zunächst lediglich
der Deichselholm Bestandteil der Vibrationsplatte ist, wenn die Vibrationssplatte
im Fernsteuerungsbetrieb betrieben wird und dementsprechend die Sendeeinheit von der
Vibrationsplatte entfernt ist. Wenn hingegen der Bediener die Sendeeinheit an dem
Deichselholm befestigt, übernimmt die Sendeeinheit wesentliche Funktionen eines klassischen
Deichselkopfes. Insbesondere ist die Sendeeinheit dann geeignet, vom Bediener zum
Führen der Vibrationsplatte aufgebrachte Kräfte aufzunehmen und mechanisch über den
Deichselholm auf die restliche Vibrationsplatte zu übertragen, so dass der Bediener
die Vibrationsplatte sehr feinfühlig manuell führen kann, ohne die eigentlichen Fernsteuerungsfunktionen
der Sendeeinheit in Anspruch nehmen zu müssen.
[0033] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn an der Deichsel wenigstens ein Handgriff
vorgesehen ist, zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte.
Auch dieser Aufbau ist bei Vibrationsplatten, die in klassischer Weise eine Deichselsteuerung
aufweisen, bekannt. Durch die Erfindung wird es jedoch möglich, dass die z. B. den
Deichselkopf bildende Sendeeinheit mit Hilfe des oder der Steuerelemente allein die
Ansteuerung des Schwingungserregers übernimmt, während mechanische Führungskräfte
des Bedieners alleine über den Handgriff an der Deichsel übertragen werden, auch dann,
wenn die Sendeeinheit auf die Deichsel aufgesetzt ist.
[0034] Die verschiedenen Bedienelemente Steuerelement, Steuergriff und Handgriff, können
je nach Ausführungsform der Erfindung beliebig ausgewählt und kombiniert werden. Entscheidend
ist es, dass einerseits eine Möglichkeit zum Steuern der Vibrationsplatte im Fernsteuerungsbetrieb
und andererseits die Optionen "Steuern" und "Führen" im Deichselbetrieb möglich sind.
Dementsprechend muss die Sendeeinheit mit wenigstens einem Steuerelement oder einem
Steuergriff ausgestattet sein. Sofern die Sendeeinheit lediglich Steuerelemente aufweist,
müssen an der Deichsel noch geeignete Steuergriffe, vorzugsweise aber Handgriffe vorgesehen
sein, um das mechanische Führen zu ermöglichen. Wenn die Sendeeinheit einen Steuergriff
trägt, müssen jedoch keine zusätzlichen Griffe an der Deichsel vorgesehen sein.
[0035] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Schwingungserregereinrichtung
derart ausgebildet, dass durch sie ein Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte
erzeugt wird, um die Vibrationsplatte zu lenken. Ein derartiger Aufbau ist an sich
von leistungsstarken, fernsteuerbaren Vibrationsplatten bekannt.
[0036] Besonders vorteilhaft ist es erfindungsgemäß, dass diese Schwingungserregereinrichtung
durch die Sendeeinheit zum Einstellen des Giermoments ansteuerbar ist, wenn die Sendeeinheit
von der restlichen Vibrationsplatte getrennt ist. Wenn jedoch die Sendeeinheit an
der Deichsel befestigt ist, soll kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung
erzeugbar sein. Dann nämlich wird die Lenkung der Vibrationsplatte ausschließlich
von dem Bediener übernommen, der die Vibrationsplatte an der Deichsel bzw. der Sendeeinheit
manuell führt.
[0037] Vorteilhafterweise ist in der Fernsteuerungseinrichtung ein Steuerbefehl zum Lenken
der Vibrationsplatte blockierbar, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt
ist. Auf diese Weise lässt sich sehr einfach die obige Ausführungsform realisieren,
bei der im Deichselbetrieb kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung
erzeugt werden soll.
[0038] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Deichsel eine Befestigungsvorrichtung
vorgesehen zum Befestigen der Sendeeinheit an der Deichsel derart, dass jegliche vom
Bediener auf die Sendeeinheit ausgeübten Kräfte auf die Deichsel mechanisch übertragbar
sind. Während bei bisher bekannten Vibrationsplatten allenfalls eine Ausnehmung bzw.
ein Fach zum Unterbringen der Sendeeinheit vorgesehen war, soll jetzt die Sendeeinheit
mit der Deichsel eine stabile mechanische Verbindung eingehen können. Dann ist die
Sendeeinheit in der Lage, die vom Bediener auf sie einwirkenden Kräfte ohne Beschädigung
auf die Deichsel zu übertragen. So kann die Sendeeinheit auch als Deichselkopf dienen.
[0039] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn eine elektrische Ladeeinrichtung vorgesehen
ist, mit der ein Energiespeicher in der Sendeeinheit, z. B. ein Akku, durch eine Stromversorgung
aus der Vibrationsplatte geladen werden kann, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel
befestigt ist. Dementsprechend kann die Sendeeinheit immer dann, wenn kein Fernsteuerungsbetrieb
erforderlich ist, von der Vibrationsplatte aufgeladen werden. Dies würde es ermöglichen,
dass die Sendeeinheit nicht getrennt von der Vibrationsplatte immer wieder aufgeladen
werden müsste.
[0040] Vorteilhafterweise sind die Signale im Fernsteuerungsbetrieb, wenn die Sendeeinheit
von der Vibrationsplatte getrennt ist, von der Sendeeinheit über eine Kabelstrecke,
eine Infrarotstrecke und/oder eine Funkstrecke zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen
Empfängereinheit übertragbar.
[0041] Wenn die Sendeeinheit hingegen an der Deichsel befestigt ist, ist es vorteilhaft,
die Signale von der Sendeeinheit über eine galvanische Kopplung, eine optische Schnittstelle
oder eine Infrarotschnittstelle zu der an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit
zu übertragen. Die galvanische Kopplung kann z. B. als Steckkontakt ausgebildet sein,
so dass sich die Sendeeinheit an der Deichsel wie an einer Docking-Station befestigen
lässt. Ebenso ist es möglich, die Signale auch dann per Funk (z. B. Bluetooth) zu
übertragen, wenn die Sendeeinheit an der Deichsel befestigt ist
[0042] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist der Deichselholm
zwischen einer Betriebsstellung, in der der Bediener z. B. im Deichselbetrieb über
den Deichselholm Kräfte zur Führung auf die Vibrationsplatte ausübt, und einer Fernsteuerungsstellung,
in der der Bediener die Vibrationsplatte nur über die von der Vibrationsplatte getrennten
Sendeeinheit steuert, verschwenkbar. Ergänzend oder alternativ dazu kann auch die
Länge des Deichselholms zwischen der Betriebsstellung und der Fernsteuerungsstellung
verändert werden. Dies ermöglicht es dem Bediener, den Deichselholm insbesondere dann
zu verkleinern, wenn er eine längere Zeit nur im Fernsteuerungsbetrieb arbeiten möchte.
Der Deichselholm stellt dann im Betrieb kein Hindernis dar. Wenn jedoch der Bediener
im Deichselbetrieb arbeiten möchte, ist es für ihn hilfreich, wenn sich der Deichselholm
mit der dann aufgesetzten Sendeeinheit in ergonomisch passender Höhe erstreckt. Weiterhin
ist es anzustreben, für den Deichselholm eine angemessene Länge im Deichselbetrieb
zu erreichen, damit der Bediener aufgrund der Hebelwirkung keine übermäßig großen
Führungskräfte aufbringen muss.
[0043] Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden unter Zuhilfenahme der Figuren anhand
eines Beispiels erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht einer aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationsplatte
mit Deichselsteuerung;
- Fig. 2
- eine schematische Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Vibrationsplatte im Deichselbetrieb;
- Fig. 3
- die Vibrationsplatte von Fig. 2 im Fernsteuerungsbetrieb; und
- Fig. 4
- einen Ausschnitt von einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vibrationsplatte.
[0044] Die Fig. 2 bis 4 zeigen jeweils eine erfindungsgemäße Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung,
die in weiten Teilen einen identischen Aufbau zu der bereits oben anhand von Fig.
1 beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten Vibrationsplatte aufweisen. Daher
werden für identische Bauelemente auch gleiche Bezugszeichen verwendet. Die Anordnung
von Untermasse - bestehend aus einer Bodenkontaktplatte 1 und einem Schwingungserreger
2 - und Obermasse - mit einem Antrieb 3, einem Rahmen 4 und einer Abdeckung 5 - sowie
der zwischen Obermasse und Untermasse angeordneten Federeinrichtung zur schwingungsmäßigen
Entkopplung der Obermasse von der Untermasse entsprechen bei der erfindungsgemäßen
Vibrationsplatte nach den Fig. 2 bis 4 dem Aufbau der aus dem Stand der Technik bekannten
Vibrationsplatte nach Fig. 1. Daher wird auf die obige Beschreibung zu Fig. 1 Bezug
genommen, um Wiederholungen zu vermeiden.
[0045] Nach Fig. 2 ist an der Obermasse, nämlich an der Abdeckung 5 eine Deichsel 15 angebracht.
Die Deichsel 15 weist einen im Wesentlichen stabförmigen Deichselholm 16 auf, an dessen
Ende eine Sendeeinheit 17 lösbar befestigt ist. Die Sendeeinheit 17 bildet daher einen
Deichselkopf der Deichsel 15.
[0046] Anstelle der Deichsel 15 kann auch ein Führungsbügel vorgesehen sein, der statt an
einer an zwei Anlenkstellen mit der Obermasse verbunden ist. Die nachfolgende Beschreibung
einer erfindungsgemäßen Vibrationsplatte mit Deichsel lässt sich somit ohne weiteres
auch auf eine Vibrationsplatte mit Führungsbügel übertragen. Somit werden durch die
Erfindung auch Vibrationsplatten betroffen, die mit einem Führungsbügel ausgestattet
sind, an dem eine Sendeeinheit lösbar befestigt ist. Der Führungsbügel und die Deichsel
unterscheiden sich somit lediglich durch die Anzahl ihrer Befestigungsstellen an der
Obermasse.
[0047] Die Sendeeinheit 17 ist, wie Fig. 3 zeigt, von dem Deichselholm 16 lösbar und kann
somit getrennt von der restlichen Vibrationsplatte bewegt werden. Wenn die Sendeeinheit
17 von dem Deichselholm 16 abgenommen ist (Fig. 3), ermöglicht sie eine Steuerung
der Vibrationsplatte im Fernsteuerungsbetrieb. Wenn die Sendeeinheit 17 hingegen auf
den Deichselholm 16 aufgesetzt ist, erfolgt die Steuerung der Vibrationsplatte im
Deichselbetrieb.
[0048] Die Sendeeinheit 17 weist ein Gehäuse 18 auf, das einen oder mehrere Steuergriffe
19 trägt. Die Steuergriffe 19 können vom Bediener betätigt werden und dienen zur Vorgabe
von Steuerbefehlen, die letztlich zu dem Schwingungserreger 2 oder auch zu dem Antrieb
3 geführt werden und dort entsprechende, an sich bekannte Steuermaßnahmen zur Steuerung
der Vibrationsplatte bewirken.
[0049] Die Steuergriffe 19 können z. B. Hebel sein, deren Schwenk- bzw. Relativstellung
im Verhältnis zum Gehäuse 18 veränderbar ist. Über geeignete Aufnehmer (Hallsensoren,
Potentiometer etc.) werden die Relativstellungen bzw. Stellungsänderungen erfasst
und in elektrische Signale gewandelt. Selbstverständlich können auch andere Bedienelemente,
wie z. B. Taster, Schalter, Schieber etc. an dem Gehäuse 18 der Sendeeinheit 17 befestigt
sein.
[0050] Wenn die Sendeeinheit 17 im Fernsteuerungsbetrieb gemäß Fig. 3 von der restlichen
Vibrationsplatte getrennt ist, werden die vorgegebenen Steuersignale drahtlos über
eine Infrarot- oder Funkstrecke bzw. drahtbehaftet über ein Verbindungskabel an einen
nicht dargestellten, meist an der Obermasse der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfänger
übertragen, der die Signale in entsprechende Steuersignale für den Schwingungserreger
2 oder den Antrieb 3 wandelt.
[0051] Beispielhaft ist auf der Oberseite der Obermasse ein Infrarotauge 20 angeordnet,
mit dem in bekannter Weise Infrarotsignale von der Sendeeinheit 17 empfangen werden
können.
[0052] Im Fernsteuerungsbetrieb gemäß Fig. 3 werden sämtliche Steuersignale per Fernsteuerung
von der Sendeeinheit 17 übertragen. Der Bediener berührt die Vibrationsplatte selbst
nicht, sondern kann einige Meter entfernt von ihr stehen. Selbstverständlich sollte
die Vibrationsplatte lenkbar sein, d. h., mit einem Schwingungserreger ausgestattet
sein, der eine Lenkbarkeit durch Erzeugung eines Giermoments um die Hochachse der
Vibrationsplatte ermöglicht.
[0053] Da die Deichsel 15 im Fernsteuerungsbetrieb funktionslos ist und vom Bediener nicht
erreicht werden kann, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Deichselholm 16
entweder in eine Ruhestellung hochgeklappt wird oder in seiner Länge verkürzt wird.
Dazu könnte der Deichselholm 16 ähnlich einer Teleskopstange ausgestaltet sein. Selbstverständlich
ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der der Deichselholm 16 sowohl hochklappbar
als auch verkürzbar ist, um ihn derart zu verkleinern, dass er im Fernsteuerungsbetrieb
kein Hindernis mehr darstellt, während er im Deichselbetrieb ausklapp- und gegebenenfalls
verlängerbar ist.
[0054] Bei verschiedenen Bodenverdichtungsarbeiten, z. B. bei einer präzisen Randverdichtung
an einem Bordstein, ist es für den Bediener oft wünschenswert, die Vibrationsplatte
nicht ausschließlich über die Fernsteuerung, sondern zusätzlich auch manuell durch
eigene Krafteinwirkung zu führen. Dazu ist es für ihn vorteilhaft, wenn er direkt
an der Maschine stehen kann und die Vibrationsplatte nicht mehr über die Sendeeinheit
17 als Fernsteuerung bedienen muss.
[0055] Dementsprechend ist es, wie in Fig. 2 gezeigt, möglich, die Sendeeinheit 17 auf das
Ende des Deichselholms 16 aufzusetzen. Selbstverständlich sollte der Deichselholm
16 dann für den Deichselbetrieb in einer Betriebsstellung mit ausreichender Länge
stehen, wie in Fig. 2 gezeigt.
[0056] Die Sendeeinheit 17 lässt sich auf dem Deichselholm 16 in einer mechanisch robusten
Art und Weise mit Hilfe einer nicht gezeigten Befestigungsvorrichtung arretieren.
[0057] Nach wie vor kann der Bediener dann über die Steuergriffe 19 Steuerbefehle für den
Schwingungserreger 2 hinsichtlich einer Vorwärts- und Rückwärtsfahrt geben. Die Lenkbarkeit
hingegen sollte in dem jetzt durchgeführten Deichselbetrieb nicht möglich sein, um
eine überraschende Drehung der Vibrationsplatte und eine damit verbundene Gefährdung
des Bedieners auszuschließen. Selbstverständlich kann aber bei einer anderen Ausführungsform
der Erfindung auch eine Drehung bzw. Lenkung der Vibrationsplatte mit Hilfe der Steuergriffe
19 bewirkt werden, wenn dies in der Praxis zweckmäßig ist.
[0058] Die mit den Steuergriffen 19 erzeugten Steuersignale werden im Deichselbetrieb über
eine geeignete Schnittstelle, z. B. über eine galvanische Kopplung (Steckkontakte;
ähnlich einem Laptop auf einer Docking-Station), eine optische Schnittstelle, eine
Infrarotschnittstelle oder auch eine Kurzstrecken-Funkschnittstelle (Bluetooth) zu
dem Empfänger an der Vibrationsplatte übertragen. Der vibrationsplattenseitige Teil
der Schnittstelle kann im Inneren des Deichselholms 16, aber auch in anderen Bereichen
der Obermasse angeordnet sein, um ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen.
[0059] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, sind die Steuergriffe 19 sehr groß und robust ausgeführt.
Sie ähneln in ihrer Gestaltung beispielhaft den Steuergriffen 9 nach Fig. 1 und sind
daher auch geeignet, mechanische Kräfte aufzunehmen. Der Bediener kann demnach an
den Steuergriffen 19 ziehen und zerren, um die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte
zu beeinflussen und die Vibrationsplatte auf diese Weise präziser zu führen, als dies
üblicherweise bei ferngesteuerten Vibrationsplatten möglich ist.
[0060] Die Steuergriffe 19 können aus Metall, aber auch aus hochfestem Kunststoff bestehen,
damit sie trotz ihrer Dimensionierung kein übermäßiges Gewicht aufweisen, was insbesondere
im Fernsteuerungsbetrieb, bei dem die Sendeeinheit 17 vom Bediener zu tragen ist,
für den Bediener unangenehm sein könnte.
[0061] Um die Führungsmöglichkeiten für den Bediener zu verbessern, können zusätzliche Handgriffe
am Deichselholm 16 oder am Gehäuse 18 der Sendeeinheit 17 vorgesehen sein. Diese nicht
dargestellten Handgriffe dienen dann lediglich zum Halten und Führen für den Bediener,
nicht jedoch zur Vorgabe von Steuersignalen.
[0062] Der Bediener hat somit die Möglichkeit, jederzeit zwischen Deichsel- und Fernsteuerungsbetrieb
umzuschalten. Er muss dazu jeweils lediglich die Sendeeinheit 17 am Deichselholm 16
befestigen oder davon lösen.
[0063] Fig. 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt von einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
bei der eine Sendeeinheit 21 vorgesehen ist, die kleiner dimensioniert sein kann und
eine geringere mechanische Stabilität aufweist als die in den Fig. 2 und 3 gezeigte
Sendeeinheit 17. Die Sendeeinheit 21 trägt ein oder mehrere Steuerelemente 22, die
z. B. durch Hebel, Schieber oder Taster gebildet werden können.
[0064] Im Unterschied zu den Steuergriffen 19 der Sendeeinheit 17 sind die Steuerelemente
22 kleiner und mit geringerer mechanischer Festigkeit dimensioniert. Sie eignen sich
lediglich zum Eingeben von Steuersignalen, nicht jedoch zum kraftvollen Greifen durch
den Bediener, um die Vibrationsplatte beim Verfahren manuell zu führen.
[0065] Damit der Bediener die Möglichkeit hat, die Fahrtrichtung der Vibrationsplatte im
Deichselbetrieb zu ändern und das Gerät zu lenken, sind an dem Deichselholm 16 Steuergriffe
23 angebracht.
[0066] Die Steuergriffe 23 ähneln den Steuergriffen 19 aus Fig. 2 bzw. 9 aus Fig. 1. Sie
sind am Ende des Deichselholms 16 in einer nicht näher gezeigten Halterung befestigt
und robust ausgeführt, so dass der Bediener mit beliebiger Kraft an ihnen ziehen und
drücken kann. Darüber hinaus sind die Steuergriffe 23 relativ zu dem Deichselholm
16 beweglich, d.h. insbesondere um die Achse verschwenkbar, mit der sie an dem Deichselholm
16 gehalten sind.
[0067] An den Steuergriffen 23 sind zwei als Mitnehmereinrichtung dienende Finger 24 vorgesehen,
die sich bei einem Verschwenken der Steuergriffe 23 mit verschwenken. Die Finger 24
sind an Stellen angeordnet, an denen auch Steuerelemente 22 der Sendeeinheit 21 angeordnet
sind, wenn die Sendeeinheit 21 an der Vorderseite des Deichselholms 16 befestigt ist.
Die Finger 24 simulieren die Finger des Bedieners und können bei entsprechender Verschwenkung
der Steuergriffe 23 die zugeordneten Steuerelemente 22 an der Sendeeinheit 21 betätigen,
so dass der Schwingungserreger 2 dann in der gewünschten Weise verstellt wird.
[0068] Der Bediener greift bei diesem Vorgang die Steuergriffe 23 in gewohnter Weise z.B.
in deren oberem Bereich. Verschwenkt er einen der Steuergriffe 23 nach vorne, wird
über den zugeordneten Finger 24 das entsprechende Steuerelement 22 betätigt. Selbstverständlich
kann die Mitnehmereinrichtung auch derart ausgeführt sein, dass ein Ziehen eines Steuergriffs
23 nach hinten, in Richtung des Bedieners, ebenfalls auf ein zugeordnetes Steuerelement
22 übertragen wird.
[0069] Bei einer nicht dargestellten Variante wird das Steuerelement 22 durch einen Hebel
(Joystick) gebildet. Auch hier kann die Mitnehmereinrichtung derart ausgestaltet sein,
dass die Bewegung des Steuergriffs 23 unmittelbar auf den Hebel übertragen wird und
dessen Stellung in der gewünschten Weise verändert.
[0070] Die Steuergriffe 23 sind somit nicht direkt mit dem Schwingungserreger 2 gekoppelt,
wie dies z.B. bei dem Stand der Technik nach Fig. 1 der Fall ist. Die Steuergriffe
23 dienen nicht unmittelbar zum Verstellen von Hydraulikventilen oder zum Aktivieren
von Stellgliedern. Vielmehr wird ihre Stellung bzw. Bewegung in verhältnismäßig einfacher
Weise auf die Bedienelemente (Steuerelemente) der Sendeeinheit 21 übertragen, von
wo aus dann die entsprechenden Steuersignale abgegeben werden. Selbstverständlich
sind noch weitere Varianten denkbar, bei denen z.B. die Sendeeinheit 21 nicht vor
den Steuergriffen 23, sondern räumlich dazwischen angeordnet wird.
[0071] Die Halterung der Steuergriffe 23 sollte derart ausgestaltet sein, dass keine hohen
Kräfte in die Steuerelemente 22 oder die Sendeeinheit 21 eingeleitet werden können.
Daher ist die Halterung mit geeigneten Anschlägen (auch federbehaftet) auszustatten,
damit ein erheblicher Teil der vom Bediener eingeleiteten Kräfte direkt in die Deichsel
16 eingeleitet wird, ohne über die Sendeeinheit 21 geführt zu werden. Weiterhin können
in der Halterung Reibelemente vorgesehen sein, um das Verschwenken der Steuergriffe
23 ergonomisch gegen einen entsprechenden Reibwiderstand durchführen zu können.
[0072] Auch die Sendeeinheit 21 kann von dem Deichselholm 16 abgenommen werden, um in den
Fernsteuerungsbetrieb zu wechseln. Daher ist im unteren Bildteil von Fig. 4 die Sendeeinheit
21 auch im Fernsteuerungsbetrieb - getrennt von der restlichen Vibrationsplatte -
gezeigt.
[0073] Im Fernsteuerungsbetrieb dienen die Steuergriffe 23 lediglich als Handgriffe, da
sie dann - wegen der fehlenden Zwischenschaltung der Sendeeinheit 21 - keinerlei Steuerungsfunktionen
im Sinne obiger Definition ausführen können und nur noch zum Führen vom Bediener zu
nutzen sind.
[0074] Im Deichselbetrieb - bei aufgesetzter Sendeeinheit 21 - werden die Steuersignale
von der Sendeeinheit 21 über eine geeignete Schnittstelle auf die Vibrationsplatte
übermittelt, wie dies oben in Zusammenhang mit der Sendeeinheit 17 bei der Vibrationsplatte
von Fig. 2 bereits beschrieben wurde.
[0075] In bzw. an den Sendeeinheiten 17 und 21 sind außer den bereits beschriebenen Bauelementen
auch noch weitere, an sich bekannte Baugruppen vorgesehen, wie z. B. ein Energiespeicher
(Akku). Der Akku kann in besonders vorteilhafter Weise immer dann geladen werden,
wenn die Sendeeinheit 17, 21 auf den Deichselholm 16 aufgesetzt ist. Dann lässt sich
Energie von der restlichen Vibrationsplatte auf die Sendeeinheit übertragen, um den
Akku zu laden. Weiterhin können die Sendeeinheiten 17 und 21 mit einem Gurt zur Verbesserung
des Tragekomforts sowie weiteren Tastern und Schaltern ausgestattet sein, wie das
auch bei konventionell aufgebauten Fernsteuerungen für Vibrationsplatten der Fall
ist.
[0076] Die erfindungsgemäße Vibrationsplatte ist in den Figuren nur schematisch dargestellt.
Selbstverständlich ist es ohne weiteres möglich, dass der Deichselholm 16 weiter nach
hinten, in Richtung des Bedieners verschwenkt wird, um ihm ein bequemes Führen der
Vibrationsplatte zu ermöglichen.
1. Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit
- einer eine Bodenkontaktplatte (1) und eine Schwingungserregereinrichtung (2) aufweisenden
Untermasse;
- einer mit der Untermasse über eine Federeinrichtung gekoppelte, einen Antrieb (3)
aufweisenden Obermasse;
- einer mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichseleinrichtung
(15); und mit
- einer Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer Vorwärts- oder
Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung (2), mit einer unabhängig
von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren Sendeeinheit (17);
- wobei die Sendeeinheit (17) an der Deichseleinrichtung (15) lösbar befestigt ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- an der Sendeeinheit (17) wenigstens ein Steuergriff (19) vorgesehen ist, der sowohl
zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung
(2) als auch zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte
geeignet ist;
- die Sendeeinheit (17) von der Deichseleinrichtung (15) gelöst werden kann, wenn
der Bediener einen Fernsteuerungsbetrieb wünscht: und dass
- die Sendeeinheit (17) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt werden kann, wenn
die Vibrationsplatte manuell zu führen ist.
2. Vibrationsplatte, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sendeeinheit (17) zusätzlich wenigstens ein Steuerelement (22) vorgesehen
ist, zum Eingeben von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung
(2).
3. Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit
- einer eine Bodenkontaktplatte (1) und eine Schwingungserregereinrichtung (2) aufweisenden
Untermasse;
- einer mit der Untermasse über eine Federeinrichtung gekoppelte, einen Antrieb (3)
aufweisenden Obermasse;
- einer mit der Obermasse und/oder der Untermasse verbundenen Deichseleinrichtung
(15); und mit
- einer Fernsteuerungseinrichtung zum Steuern von wenigstens einer Vorwärts- oder
Rückwärtsfahrt durch Ansteuern der Schwingungserregereinrichtung (2), mit einer unabhängig
von der restlichen Vibrationsplatte bewegbaren Sendeeinheit (21);
wobei
- an der Sendeeinheit (21) wenigstens ein Steuerelement (22) vorgesehen ist, zum Eingeben
von Steuerbefehlen durch den Bediener für die Ansteuerung der Schwingungserregereinrichtung
(2);
- an der Deichseleinrichtung (15) wenigstens ein Steuergriff (23) vorgesehen ist,
zum Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte; und wobei
- der Steuergriff (23) relativ zu der Deichseleinrichtung (15) bewegbar ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sendeeinheit (21) an der Deichseleinrichtung (15) lösbar befestigbar ist; und
dass
- wenn die Sendeeinheit (21) an der Deichseleinrichtung befestigt ist, der Steuergriff
(23) mit dem Steuerelement (22) der Sendeeinheit (21) derart gekoppelt ist, dass bei
einer bestimmten Relativstellung des Steuergriffs (23) eine Betätigung des Steuerelements
(22) der Sendeeinheit (21) bewirkt wird, zum Erzeugen von Steuerbefehlen für die Ansteuerung
der Schwingungserregereinrichtung (2).
4. Vibrationsplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mitnehmereinrichtung (24) vorgesehen ist, zum Übertragen einer Bewegung des
Steuergriffs (23) auf das Steuerelement (22).
5. Vibrationsplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuergriff (23) in einer Halterung zum Aufnehmen von durch den Bediener in den
Steuergriff (23) eingeleiteten Kräften gehalten ist, derart, dass nur ein geringer,
zum Betätigen des Steuerelements (22) erforderlicher Teil der Kräfte auf das Steuerelement
(22) und/oder die Sendeeinheit (21) wirkt, während ein größerer Teil der Kräfte von
dem Steuergriff (23) auf die Deichseleinrichtung (15) übertragen wird, ohne auf das
Steuerelement (22) und/oder die Sendeeinheit (21) zu wirken.
6. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) in die Deichseleinrichtung (15) lösbar integrierbar ist.
7. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Deichseleinrichtung eine Deichsel (15) mit einem mit der Obermasse und/oder der
Untermasse verbundenen Deichselholm (16) und einem sich an den Deichselholm (16) anschließenden
Deichselkopf aufweist.
8. Vibrationsplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) in einer Aufnahme im Deichselkopf befestigbar ist.
9. Vibrationsplatte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (17; 21) einen Teil des Deichselkopfes oder den gesamten Deichselkopf
bildet.
10. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deichseleinrichtung (15) wenigstens ein Handgriff (23) vorgesehen ist, zum
Ergreifen durch den Bediener zum manuellen Führen der Vibrationsplatte.
11. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungserregereinrichtung (2) derart ausgebildet ist, dass durch sie ein
Giermoment um eine Hochachse der Vibrationsplatte erzeugbar ist, um die Vibrationsplatte
zu lenken.
12. Vibrationsplatte nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schwingungserregereinrichtung (2) durch die Sendeeinheit (17; 21) zum Einstellen
des Giermoments ansteuerbar ist, wenn die Sendeeinheit (17; 21) von der restlichen
Vibrationsplatte getrennt ist, und dass
- kein Giermoment durch die Schwingungserregereinrichtung (2) erzeugbar ist, wenn
die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist.
13. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Fernsteuerungseinrichtung ein Steuerbefehl zum Lenken der Vibrationsplatte
blockierbar ist, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt
ist.
14. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen ist, zum Befestigen der Sendeeinheit (17;
21) an der Deichseleinrichtung (15) derart, dass jegliche vom Bediener auf die Sendeeinheit
(17; 21) ausgeübten Kräfte auf die Deichseleinrichtung (15) mechanisch übertragbar
sind.
15. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Ladeeinrichtung vorgesehen ist, zum Laden eines Energiespeichers
in der Sendeeinheit (17; 21) durch eine Stromversorgung aus der Vibrationsplatte,
wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist.
16. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 75, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Sendeeinheit (17; 21) von der Vibrationsplatte getrennt ist, die Signale
von der Sendeeinheit (17; 21) über eine Kabelstrecke, eine Infrarotstrecke und/oder
eine Funkstrecke zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit übertragbar
sind.
17. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Sendeeinheit (17; 21) an der Deichseleinrichtung (15) befestigt ist, die
Signale von der Sendeeinheit (17; 21) über eine galvanische Kopplung, eine optische
Schnittstelle, eine Infrarotschnittstelle oder eine Kurzstrecken-Funkschnittstelle
zu einer an der Vibrationsplatte vorgesehenen Empfängereinheit übertragbar sind.
18. Vibrationsplatte nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die galvanische Kopplung als Steckkontakt ausgebildet ist.
19. Vibrationsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Deichselholm (16) der Deichseleinrichtung (15) zwischen einer Betriebsstellung,
in der Bediener über den Deichselholm (16) Kräfte zur Führung auf die Vibrationsplatte
ausübt, und einer Fernsteuerungsstellung, in der der Bediener die Vibrationsplatte
nur über die von der Vibrationsplatte getrennte Sendeeinheit (17; 21) steuert, verschwenkbar
ist und/oder dass die Länge des Deichselholms (16) zwischen der Betriebsstellung und
der Fernsteuerungsstellung veränderbar ist.
1. Vibrating plate for ground compaction, having
- a lower mass comprising a ground contact plate (1) and an oscillation-exciting device
(2);
- an upper mass coupled to the lower mass via a spring device and comprising a drive
(3);
- a drawbar device (15) connected to the upper mass and/or the lower mass; and having
- a remote control device for controlling at least forwards travel or rearwards travel
by controlling the oscillation-exciting device (2), having a transmitting unit (17)
which can be moved independently of the rest of the vibrating plate;
- wherein the transmitting unit (17) is releasably attached to the drawbar device
(15);
characterised in that
- at least one control handle (19) is provided on the transmitting unit (17) and is
suitable both for the input of control commands by the operator in order to control
the oscillation-exciting device (2) and also for gripping by the operator in order
to guide the vibrating plate manually;
- the transmitting unit (17) can be released from the drawbar device (5) when the
operator desires to use the remote control; and that
- the transmitting unit (17) can be attached to the drawbar device (15) when the vibrating
plate is to be guided manually.
2. Vibrating plate as claimed in claim 1, characterised in that, in addition, at least one control element (22) is provided on the transmitting unit
(17) for the input of control commands by the operator in order to control the oscillation-exciting
device (2).
3. Vibrating plate for ground compaction, having
- a lower mass comprising a ground contact plate (1) and an oscillation-exciting device
(2);
- an upper mass coupled to the lower mass via a spring device and comprising a drive
(3);
- a drawbar device (15) connected to the upper mass and/or the lower mass; and having
- a remote control device for controlling at least forwards travel or rearwards travel
by controlling the oscillation-exciting device (2), having a transmitting unit (21)
which can be moved independently of the rest of the vibrating plate;
wherein
- at least one control element (22) is provided on the transmitting unit (21) for
the input of control commands by the operator in order to control the oscillation-exciting
device (2);
- at least one control handle (23) is provided on the drawbar device (15) for gripping
by the operator in order to guide the vibrating plate manually; and wherein
- the control handle (23) can be moved relative to the drawbar device (15);
characterised in that
- the transmitting unit (21) can be releasably attached to the drawbar device (15);
and that
- when the transmitting unit (21) is attached to the drawbar device the control handle
(23) is coupled to the control element (22) of the transmitting unit (21) in such
a way that, when the control handle (23) is in a specific relative position, actuation
of the control element (22) of the transmitting unit (21) is effected in order to
produce control commands for controlling the oscillation-exciting device (2).
4. Vibrating plate as claimed in claim 3, characterised in that a carrier device (24) is provided to transfer a movement of the control handle (23)
to the control element (22).
5. Vibrating plate as claimed in claim 3 or 4, characterised in that the control handle (23) is held in a holder for absorbing forces introduced into
the control handle (23) by the operator, in such a way that only a small part of the
forces required to actuate the control element (22) acts upon the control element
(22) and/or the transmitting unit (21), while a larger part of the forces is transferred
from the control handle (23) to the drawbar device (15) without acting upon the control
element (22) and/or the transmitting unit (21).
6. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised in that the transmitting unit (17; 21) can be releasably integrated into the drawbar device
(15).
7. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 6, characterised in that the drawbar device has a drawbar (15) with a drawbar spar (16) connected to the upper
mass and/or the lower mass and with a drawbar head adjoining the drawbar spar (16).
8. Vibrating plate as claimed in claim 7, characterised in that the transmitting unit (17; 21) can be attached in a receiver in the drawbar head.
9. Vibrating plate as claimed in claim 7 or 8, characterised in that the transmitting unit (17; 21) forms part of the drawbar head or the whole drawbar
head.
10. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 9, characterised in that at least one handle (23) is provided on the drawbar device (15) for gripping by the
operator in order to guide the vibrating plate manually.
11. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 10, characterised in that the oscillation-exciting device (2) is formed in such a way that by means thereof
a yawing moment can be produced about a vertical axis of the vibrating plate in order
to steer the vibrating plate.
12. Vibrating plate as claimed in claim 11,
characterised in that
- the oscillation-exciting device (2) can be controlled by the transmitting unit (17;
21) in order to adjust the yawing moment when the transmitting unit (17; 21) is separated
from the rest of the vibrating plate, and that
- no yawing moment can be produced by the oscillation-exciting device (2) when the
transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).
13. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 12, characterised in that in the remote control device a control command for steering the vibrating plate can
be blocked when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).
14. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 13, characterised in that an attachment device is provided to attach the transmitting unit (17; 21) to the
drawbar device (15) in such a way that any forces exerted by the operator on the transmitting
unit (17; 21) can be mechanically transferred to the drawbar device (15).
15. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 14, characterised in that an electric charging device is provided for charging an energy store in the transmitting
unit (17; 21) by supplying current from the vibrating plate when the transmitting
unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15).
16. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 15, characterised in that when the transmitting unit (17; 21) is separated from the vibrating plate the signals
can be transferred from the transmitting unit (17; 21) via a cable, an infrared path
and/or a radio path to a receiver unit provided on the vibrating plate.
17. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 16, characterised in that when the transmitting unit (17; 21) is attached to the drawbar device (15) the signals
can be transferred from the transmitting unit (17; 21) via a galvanic coupling, an
optical interface, an infrared interface or a short-range radio interface to a receiver
unit provided on the vibrating plate.
18. Vibrating plate as claimed in claim 17, characterised in that the galvanic coupling is formed as a plug contact.
19. Vibrating plate as claimed in any one of claims 1 to 18, characterised in that the drawbar spar (16) of the drawbar device (15) can be pivoted between an operating
position, in which the operator exerts guiding forces via the drawbar spar (16) onto
the vibrating plate, and a remote control position in which the operator controls
the vibrating plate only via the transmitting unit (17; 21) separated from the vibrating
plate, and/or that the length of the drawbar spar (16) can be changed between the
operating position and the remote control position.
1. Plaque vibrante pour le compactage du sol, comprenant
- une masse inférieure présentant une plaque en contact avec le sol (1) et un dispositif
oscillateur (2) ;
- une masse supérieure couplée avec la masse inférieure par l'intermédiaire d'un dispositif
à ressort et présentant un système d'entraînement (3) ;
- un dispositif formant timon (15) relié à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure
; et comprenant
- un dispositif de télécommande pour commander au moins une marche avant ou arrière
par l'excitation du dispositif oscillateur (2), avec une unité émettrice (17) mobile
indépendamment du reste de la plaque vibrante ;
- dans laquelle l'unité émettrice (17) est fixée de façon amovible au dispositif formant
timon (15) ;
caractérisée en ce que
- sur l'unité émettrice (17), au moins une poignée de commande (19) est prévue qui
convient aussi bien à l'entrée d'ordres de commande donnés par l'opérateur pour l'excitation
du dispositif oscillateur (2) que pour être saisie par l'opérateur en vue du guidage
manuel de la plaque vibrante ;
- l'unité émettrice (17) peut être détachée du dispositif formant timon (15) lorsque
l'opérateur souhaite un fonctionnement télécommandé ; et en ce que
- l'unité émettrice (17) peut être fixée sur le dispositif formant timon (15) lorsque
la plaque vibrante doit être guidée manuellement.
2. Plaque vibrante selon la revendication 1, caractérisée en ce que sur l'unité émettrice (17), en plus, au moins un élément de commande (22) est prévu,
pour l'entrée d'ordres de commande par l'opérateur pour l'excitation du dispositif
oscillateur (2).
3. Plaque vibrante pour le compactage du sol comprenant,
- une masse inférieure présentant une plaque en contact avec le sol (1) et un dispositif
oscillateur (2) ;
- une masse supérieure couplée avec la masse inférieure par l'intermédiaire d'un dispositif
à ressort et présentant un système d'entraînement (3) ;
- un dispositif formant timon (15) relié à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure
; et comprenant
- un dispositif de télécommande pour commander au moins une marche avant ou arrière
par l'excitation du dispositif oscillateur (2), avec une unité émettrice (21) mobile
indépendamment du reste de la plaque vibrante ;
dans laquelle
- sur l'unité émettrice (21), au moins un élément de commande (22) est prévu pour
l'entrée d'ordres de commande par l'opérateur pour l'excitation du dispositif oscillateur
(2) ;
- sur le dispositif formant timon (15), au moins une poignée de commande (23) est
prévue pour être saisie par l'opérateur en vue du guidage manuel de la plaque vibrante
; et dans laquelle
- la poignée de commande (23) est mobile par rapport au dispositif formant timon (15)
;
caractérisée en ce que
- l'unité émettrice (21) peut être fixée de façon amovible au dispositif formant timon
(15) ; et en ce que
- quand l'unité émettrice (21) est fixée au dispositif formant timon, la poignée de
commande (23) est couplée avec l'élément de commande (22) de l'unité émettrice (21)
de telle sorte que dans une certaine position relative de la poignée de commande (23),
un actionnement de l'élément de commande (22) de l'unité émettrice (21) soit provoqué
afin de générer des ordres de commande pour l'excitation du dispositif oscillateur
(2).
4. Plaque vibrante selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un dispositif d'entraînement (24) est prévu pour transmettre un mouvement de la poignée
de commande (23) à l'élément de commande (22).
5. Plaque vibrante selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la poignée de commande (23) est retenue dans un support pour recevoir des forces
introduites par l'opérateur dans la poignée de commande (23), de telle sorte que seule
une petite partie des forces, nécessaire pour actionner l'élément de commande (22),
agit sur l'élément de commande (22) et/ou l'unité émettrice (21), alors qu'une plus
grande partie des forces est transmise de la poignée de commande (23) au dispositif
formant timon (15) sans agir sur l'élément de commande (22) et/ou l'unité émettrice
(21).
6. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) peut être intégrée de façon amovible dans le dispositif
formant timon (15).
7. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le dispositif formant timon présente un timon (15) avec un bras de timon (16) relié
à la masse supérieure et/ou à la masse inférieure et avec une tête de timon consécutive
au bras de timon (16).
8. Plaque vibrante selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) peut être fixée dans un logement dans la tête de timon.
9. Plaque vibrante selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que l'unité émettrice (17 ; 21) fait partie de la tête de timon ou constitue la tête
de timon entière.
10. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que sur le dispositif formant timon (15), au moins une poignée (23) est prévue pour être
saisie par l'opérateur en vue du guidage manuel de la plaque vibrante.
11. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le dispositif oscillateur (2) est réalisé de telle sorte qu'il permet de générer
un moment de lacet autour d'un axe vertical de la plaque vibrante afin de diriger
la plaque vibrante.
12. Plaque vibrante selon la revendication 11,
caractérisée en ce que
- le dispositif oscillateur (2) peut être piloté par l'unité émettrice (17 ; 21) pour
le réglage du couple de lacet lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est séparée du reste
de la plaque vibrante, et en ce que
- aucun couple de lacet ne peut être généré par le dispositif oscillateur (2) lorsque
l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15).
13. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que dans le dispositif de télécommande, un ordre de commande pour diriger la plaque vibrante
peut être bloqué lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant
timon (15).
14. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'un dispositif de fixation est prévu pour fixer l'unité émettrice (17 ; 21) au dispositif
formant timon (15) de telle sorte que toute force exercée par l'opérateur sur l'unité
émettrice (17 ; 21) peut être transmise mécaniquement au dispositif formant timon
(15).
15. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'un dispositif de charge électrique est prévu pour charger un accumulateur d'énergie
dans l'unité émettrice (17 ; 21) par une alimentation électrique provenant de la plaque
vibrante lorsque l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon
(15).
16. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que quand l'unité émettrice (17 ; 21) est séparée de la plaque vibrante, les signaux
peuvent être transmis de l'unité émettrice (17 ; 21) sur une distance câblée, une
distance infrarouge et/ou une distance radio jusqu'à une unité réceptrice prévue sur
la plaque vibrante.
17. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que quand l'unité émettrice (17 ; 21) est fixée au dispositif formant timon (15), les
signaux provenant de l'unité émettrice (17; 21) peuvent être transmis par un couplage
galvanique, une interface optique, une interface infrarouge ou une interface radio
de courte distance à une unité réceptrice prévue sur la plaque vibrante.
18. Plaque vibrante selon la revendication 17, caractérisée en ce que le couplage galvanique est réalisé comme un contact à fiche.
19. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que le bras de timon (16) du dispositif formant timon (15) peut pivoter entre une position
de service, dans laquelle l'opérateur exerce, par l'intermédiaire du bras de timon
(16), des forces pour le guidage sur la plaque vibrante, et une position de télécommande,
dans laquelle l'opérateur commande la plaque vibrante seulement par l'intermédiaire
de l'unité émettrice (17 ; 21) séparée de la plaque vibrante et/ou en ce que la longueur du bras de timon (16) est variable entre la position de service et la
position de télécommande.