[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Filterstrangmaschine der Tabak
verarbeitenden Industrie, wobei Filtermaterial aus einem Vorrat einer Formatvorrichtung
der Filterstrangmaschine zugeführt wird und aus dem Filtermaterial ein Filterstrang
gebildet wird, wobei der Vorrat einen Filtermaterialstreifen umfasst, der aus einem
ersten Ballen abgezogen wird und wobei das Ende des Filtermaterialstreifens des ersten
Ballens mit dem Anfang eines Filtermaterialstreifens eines zweiten Ballens an einer
Verbindungsstelle verbunden wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Filterstrangmaschine
der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Filtermaterialabgabestation, aus der
ein Filtermaterialstreifen von einem Filtermaterialvorrat abgebbar ist, und mit einer
Strangformungsvorrichtung, mittels der aus dem Filtermaterialstreifen ein Filterstrang
herstellbar ist.
[0002] Ein entsprechendes Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zum Herstellen von
Filterstäben für rauchbare Artikel sind beispielsweise aus der
DE 32 24 009 A1 bekannt. In diesem Dokument ist offenbart, dass aus von Ballen abgezogenem Filtertow
das Ende des ablaufenden mit dem Anfang eines in einem zweiten Ballen enthaltenen
Filtertows verbunden wird. Die Verbindungsstelle wird rechtzeitig vor Ablauf des im
ersten Ballen enthaltenen Filtertows auf einem Detektormittel abgelegt und festgehalten.
Das ablaufende Ende des aus dem ersten Ballen abgezogenen Filtertows hebt die Verbindungsstelle
von dem Detektormittel ab, welches dabei ein entsprechendes Steuersignal erzeugt.
Das Steuersignal wird zur Einstellung der vom Filtertow durchlaufenen Förder- und
Behandlungsreinrichtungen auf den Durchlauf der dickeren Verbindungsstelle zum Herabsetzen
der Maschinengeschwindigkeit und/oder zum Auswerfen der die Verbindungsstelle enthaltenden
Filterstäbe genutzt.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb einer Filterstrangmaschine
der Tabak verarbeitenden Industrie und eine entsprechende Filterstrangmaschine anzugeben,
mittels der bei möglichst wenig Filtermaterialausschuss ein Filterstrang mit hoher
Qualität hergestellt werden kann.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch Verfahren zum Betrieb einer Filterstrangmaschine
der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei Filtermaterial aus einem Vorrat einer Formatvorrichtung
der Filterstrangmaschine zugeführt wird und aus dem Filtermaterial ein Filterstrang
gebildet wird, wobei der Vorrat einen Filtermaterialstreifen umfasst, der aus einem
ersten Ballen abgezogen wird und wobei das Ende des Filtermaterialstreifens des ersten
Ballens mit dem Anfang eines Filtermaterialstreifens eines zweiten Ballens an einer
Verbindungsstelle verbunden wird, wobei nach dem Herstellen des Filterstrangs ein
erster Sensor die Verbindungsstelle erkennt und ein erstes Signal erzeugt, das dazu
dient, dass wenigstens der Bereich des Filterstrangs, der aus dem Filtermaterialstreifen
mit der Verbindungsstelle hergestellt wurde, von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen
wird.
[0005] Durch Vorsehen eines ersten Sensors, der die Verbindungsstelle nach dem Herstellen
des Filterstrangs erkennt, ist es sehr viel genauer möglich, den Bereich des Filterstrangs
bzw. diejenigen Filterstäbe auszuwerfen, der bzw. die die Verbindungsstelle enthalten.
[0006] Im Rahmen der Erfindung umfasst der Begriff von der weiteren Verarbeitung ausschließen,
dass das entsprechende Material ausgeworfen wird, und zwar entweder als fertiger Filterstab
oder erst später, wenn in einer Maschine zur Herstellung von rauchbaren Artikeln der
Tabak verarbeitenden Industrie ein entsprechender Filter mit dem rauchbaren Artikel
bzw. dem rauchbaren Teil eines rauchbaren Artikels verbunden wird oder wurde.
[0007] Vorzugsweise wird die Fördergeschwindigkeit des Filtermaterialstreifens verlangsamt,
sobald von einem zweiten Sensor ein zweites Signal erzeugt wurde, nachdem der zweite
Sensor bei der Überwachung der Abnahme der Menge des Filtermaterials des ersten Ballens
ein Überschreiten eines vorgebbaren Grads der Abnahme gemessen hat. Durch diese Maßnahme,
die beispielsweise auch dadurch ergänzt werden kann, dass die vom Filtermaterial durchlaufenen
Förder- und Behandlungsvorrichtungen auf den Durchlauf der dickeren Verbindungsstelle
eingestellt werden, dient insbesondere dazu, die Filterstrangmaschine und die entsprechenden
Komponenten in der Filterstrangmaschine, durch die der Filterstrang und damit auch
die Verbindungsstelle läuft, zu schonen.
[0008] Vorzugsweise dient das erste Signal auch dazu, auch unmittelbar nach Detektieren
der Verbindungsstelle die Fördergeschwindigkeit des Filtermaterialstreifens wieder
zu erhöhen. Im Rahmen der Erfindung bedeutet Verringerung oder Erhöhung der Fördergeschwindigkeit
des Filtermaterialsstreifens insbesondere auch Verringerung oder Erhöhung der Geschwindigkeit
der Filterstrangmaschine.
[0009] Vorzugsweise ist der zweite Sensor zum Erzeugen des zweiten Signals ein lichtempfindlicher
Sensor, der das Erreichen oder das Aufbrauchen der letzten Lage des ersten Ballens
detektiert. Insbesondere vorzugsweise handelt es sich hierbei um eine Kamera, die
beispielsweise Grauwerte aufnimmt. Das Filtermaterial hat üblicherweise einen im Wesentlichen
gleich bleibenden Grauwert. Dieser kann deutlich unterschiedlich zu einem Behälter
sein, in dem der Ballen gelagert wird bzw. dem Untergrund, auf dem der Ballen aufgebracht
ist. Sobald die letzte Lage des Ballens angebrochen ist und entsprechend der Filtermaterialstreifen
aus dem Detektionsbereich des ersten Sensors abgezogen wurde, ändert sich schlagartig
der Grauwert, der durch den Sensor aufgenommen wird, so dass eine sehr genaue Messung
des Aufbrauchs des Ballens bzw. des Filtermaterials im Ballen möglich ist. Hierbei
ist der Detektionsbereich des ersten Sensors vorzugsweise ein eng begrenzter Bereich.
Außerdem wird dieser eng begrenzte Bereich vorzugsweise dort anzuordnen sein, wo die
letzten Wicklungen des Filtermaterialstreifens im Ballen angeordnet sind. Der Sensor
kann auch die gesamte Fläche des Ballens oder einen Teil hiervon erfassen, so dass
ein Integral des Grauwerts der gesamten Fläche aufgenommen wird und sich damit das
gemessene Signal langsam von dem Wert einer oder mehrerer vollständiger Lagen Filtermaterials
im Ballen zu völlig entleertem Ballen ändert.
[0010] Vorzugsweise wird die Fördergeschwindigkeit des Filtermaterialstreifens verlangsamt,
nachdem von einem dritten Sensor ein drittes Signal erzeugt wurde, das ein Bewegen
der Verbindungsstelle zu der oder in der Filterstrangmaschine repräsentiert. Bei einem
derartigen Sensor kann es sich um einen entsprechenden Sensor wie dem aus der
DE 32 24 009 A1 handeln. Der Sensor dort ist mit der Bezugsziffer 44 bzw. 51 versehen.
[0011] Vorzugsweise wird der Bereich des hergestellten Filterstrangs von der weiteren Verarbeitung
ausgeschlossen, der während der langsamen Fördergeschwindigkeit hergestellt wird.
Der Filterstrang, der während der langsamen Fördergeschwindigkeit hergestellt wird,
hat üblicherweise andere Eigenschaften als der Filterstrang, der bei der normalen,
höheren Fördergeschwindigkeit hergestellt wurde, weswegen dieser Bereich vorzugsweise
von der weiteren Bearbeitung ausgeschlossen ist.
[0012] Wenn zum Ballenwechsel der erste Ballen translatorisch, insbesondere horizontal,
von einer Filtermaterialabgabestation zu einem Ausgang gefördert wird, wobei der zweite
Ballen translatorisch, insbesondere horizontal, von einem Eingang zu der Filtermaterialabgabestation
gefördert wird, wobei der Eingang und der Ausgang auf unterschiedlichen Seiten der
Filtermaterialabgabestation angeordnet sind, ist eine besonders effiziente und störungsunanfällige
Variante des Ballenwechsels ermöglicht.
[0013] Wenn vorzugsweise beim Absenken der Fördergeschwindigkeit die Ballen so positioniert
werden, dass eine Führungsvorrichtung in der Filtermaterialabgabestation im Wesentlichen
mittig zu den Ballen angeordnet ist, wobei Filtermaterial durch die Führungsvorrichtung
gezogen wird, ändert sich bei dem Ballenwechsel die Vorreckung des Filtermaterialstreifens
im Wesentlichen nicht.
[0014] Vorzugsweise wird der zweite Ballen zuerst nach vollständigem Leerfahren des ersten
Ballens unter die Führungsvorrichtung im Wesentlichen mittig angeordnet.
[0015] Eine weitere Variante liegt vor, wenn zum Ballenwechsel eine Führungsvorrichtung
in der Filtermaterialabgabestation zum Führen von Filtermaterial zu einer Abziehvorrichtung
vorgesehen ist, die von einer im Wesentlichen mittig über dem ersten Ballen angeordneten
Position in eine im Wesentlichen mittig über dem zweiten Ballen angeordneten Position
verschwenkt wird. Eine weitere Variante, die bevorzugt ist, liegt vor, wenn eine Führungsvorrichtung
in der Filtermaterialabgabestation zum Führen von Filtermaterial zu einer Abziehvorrichtung
vorgesehen ist, wobei die Führungsvorrichtung im Wesentlichen mittig zwischen dem
ersten und dem zweiten Ballen angeordnet ist. Bei der zuletzt genannten Variante ist
die Führungsvorrichtung vorzugsweise ortsfest.
[0016] Die Aufgabe wird ferner durch eine Filterstrangmaschine der Tabak verarbeitenden
Industrie mit einer Filtermaterialabgabestation, aus der ein Filtermaterialstreifen
von einem Filtermaterialvorrat abgebbar ist, und mit einer Strangformungsvorrichtung,
mittels der aus dem Filtermaterialstreifen ein Filterstrang herstellbar ist, gelöst,
wobei ein erster Sensor vorgesehen ist, der ausgestaltet ist, um eine Verbindungsstelle
des Filtermaterialstreifens eines ersten Filtermaterialballens und des Filtermaterialstreifens
eines zweiten Filtermaterialballens zu erkennen, wobei der erste Sensor stromabwärts
der Strangformungsvorrichtung angeordnet ist.
[0017] Vorzugsweise ist stromabwärts des ersten Sensors eine Strang- oder Filterstabauswurfvorrichtung
vorgesehen. Besonders elegant und Material sparend ist die erfindungsgemäße Filterstrangmaschine
dann, wenn der erste Sensor Teil einer Messvorrichtung oder in einer Messvorrichtung
integriert ist, die zur Bestimmung der Menge von Komponenten des Filterstrangs vorgesehen
ist. Hierzu sei insbesondere auf die
DE 102 00 320 A1 der Anmelderin verwiesen, die vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt dieser Patentanmeldung
aufgenommen sein soll. Hierbei kann der dort in Fig. 1 gezeigte Sensor 37 oder der
Sensor 38, die dort Messeinrichtung 37 bzw. 38 genannt sind, nicht nur entsprechende
Signale generieren, die zur Steuerung von Bestandteilen des Filterstrangs dienen,
sondern eben auch zur Erkennung der Verbindungsstelle. Damit ist es insbesondere auch
möglich, einen weiteren Sensor bzw. eine weitere Messeinrichtung einzusparen. Vorzugsweise
wird die in der Fig. 1 und der dazugehörigen Beschreibung der
DE 102 00 320 A1 vorgesehene Vorrichtung dazu verwendet, eine Verbindungsstelle im Filterstrang zu
erkennen und insbesondere zum Ausschließen zumindest diesen Bereichs des Filterstrangs,
der die Verbindungsstelle umfasst, von der weiteren Verarbeitung vorzusehen und/oder
die Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine wieder auf eine vorgebbare Geschwindigkeit
zu erhöhen.
[0018] Wenn eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine
vorgesehen ist, wobei der Ausgang des ersten Sensors mit einem Eingang der Steuervorrichtung
verbunden ist, ist eine besonders effiziente Steuerung der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine
möglich. Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine,
die eigenständigen erfinderischen Charakter aufweist, liegt dann vor, wenn ein zweiter
Sensor zur Überwachung der Abnahme der Menge Filtermaterials des ersten Ballens und
zur Erzeugung eines zweiten Signals bei Überschreiten eines vorgebbaren Grads der
Abnahme der Menge Filtermaterials vorgesehen ist. Hierdurch ist eine sehr genaue Steuerung
der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine ermöglicht, die insbesondere den Zeitpunkt
des Verlangsamens der Filterstrangmaschine genauer vorgebbar macht. Vorzugsweise ist
der Ausgang des zweiten Sensors mit dem Eingang einer Steuervorrichtung zur Steuerung
der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine verbunden. Ferner vorzugsweise ist der
zweite Sensor ein lichtempfindlicher Sensor, insbesondere eine Kamera.
[0019] Eine besonders effiziente und sichere Übergabe von Ballen ist dann möglich, wenn
eine Filtermaterialabgabestation vorgesehen ist, in der zwei nebeneinander angeordnete
Ballen Filtermaterials einbringbar sind, wobei die Ballen translatorisch, insbesondere
horizontal, förderbar sind. Vorzugsweise ist eine Führungsvorrichtung zum Führen von
Filtermaterial von einem Ballen zu einer Abzugsvorrichtung vorgesehen, wobei die Führungsvorrichtung
wenigstens zeitweise ortsfest ausgebildet ist.
[0020] Wenn die Führungsvorrichtung im Wesentlichen mittig über einen Ballen oder zwei Ballen
angeordnet ist, ist eine gleichmäßige Vorreckung eines Filtermaterialstreifens möglich.
Vorzugsweise ist die Führungsvorrichtung verschwenkbar ausgestaltet, wobei ein Führungselement
von einer Position in Wesentlichen mittig über den ersten Ballen zu einer Position
im Wesentlichen mittig über den zweiten Ballen verschwenkbar ist. Die Führungsvorrichtung
ist bzw. umfasst vorzugsweise ein(en) Ring.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten wird
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine
in einer anderen Ausführungsform,
- Fig.3
- eine entsprechende schematische Draufsicht gemäß Fig. 2 in einem fortgeschrittenen
Verfahrenszustand,
- Fig.4
- eine schematische Draufsicht entsprechend Fig. 3 in einem weiter fortgeschrittenen
Verfahrenszustand,
- Fig. 5
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine
in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine
in einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform.
[0022] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
einer Filterstrangmaschine, umfassend eine Aufbereitungsvorrichtung 1 und eine Bearbeitungsvorrichtung
2. Mit der Filterstrangmaschine wird ein Filterstrang 24 z.B. für die Herstellung
von Filterstäben 28 für Zigaretten und anderen rauchbaren Artikeln hergestellt. Bei
der dargestellten Vorrichtung zur Herstellung von Filterstäben 28 kann es sich beispielsweise
um ein Model der von der Anmelderin vertriebenen Produktlinie KDF handeln. Die Vorrichtung
besteht aus zwei Hauptbaugruppen, einer Aufbereitungsvorrichtung 1 für in einem endlosen
Filtermaterialstreifen 4 zugeführtes Filtertow und einer Bearbeitungsvorrichtung 2
zur Herstellung von umhüllten Filterstäben 28.
[0023] Die Aufbereitungsvorrichtung 1 weist ein Walzenpaar 3 zum fortlaufenden Abziehen
eines endlosen Filtermaterialstreifens 4 von einem Ballen 6 auf. Nach der Entnahme
vom Ballen 6 passiert der Filtertowstreifen 4 auf seinem Weg zum Walzenpaar 3, auf
dem er über eine Umlenkrolle 5 geführt ist, zwei Luftdüsen 7 und 8, die zur Ausbreitung
und Auflockerung des Gewebes des Filtermaterialstreifens 4 dienen.
[0024] In Bewegungsrichtung des Filtermaterialstreifens 4 nach der Luftdüse 8 und vor dem
Walzenpaar 3 befindet sich eine als Klimatisierungseinrichtung für den Filtermaterialstreifen
4 dienende Klimakammer 10, durch die der Filtermaterialstreifen 4 hindurchgeführt
wird. In der Klimakammer 10 wird der Filtermaterialstreifen 4 mit Wasserdampf aus
einer Wasserdampfquelle 10a oder mit trockener Warmluft aus einer Warmluftquelle 10b
beaufschlagt. Zur Regelung der Feuchte des Filtermaterialstreifens 4 lässt sich die
Luftfeuchtigkeit in der Klimakammer 10 regeln, indem sich die Zufuhr des Wasserdampfes
mittels eines von einer Steuer- oder Regelvorrichtung 43 gemäß Pfeil 10e bzw. Steuerleitung
10e steuerbaren Regelventils 10c steuern lässt, während sich die Zufuhr der trockenen
Warmluft mittels eines von der Steuer- oder Regeleinrichtung 43 über die Steuerleitung
10f steuerbaren Regelventils 10d steuern lässt.
[0025] Nach der Klimakammer ist eine mit einem von einer Steuerung 14 steuerbaren Antrieb
versehenes Vorreckwalzenpaar 13 zur Vorreckung des Filtermaterialstreifens 4 angeordnet.
Die Vorreckung des Filtermaterialstreifens 4 zur Beseitigung des so genannten Restkrimp
in dem Filtermaterialstreifen geschieht durch Auslenkung des Filtermaterialstreifens
4 aus seiner Bewegungsbahn durch eine Tänzerwalze 15. Die Tänzerwalze 15 wird über
ein von der Steuerung 14 steuerbares Stellglied 16 mit einer definierten Kraft beaufschlagt,
so dass die Zugspannung in dem Filtermaterialstreifen 4 zwischen den Vorreckwalzen
13 und dem Walzenpaar 3 einen gewünschten vorgegebenen Wert annimmt. Hierdurch wird
der Restkrimp im Filtermaterialstreifen 4 glatt gezogen. Dabei ergibt sich eine variable
Verlängerung des Filtermaterialstreifens 4, wodurch sich die Lage der Tänzerwalze
15 ändert. Die Lage der Tänzerwalze 15 wird über das Stellglied 16 von der Steuerung
14 gemessen und durch Steuerung der Fördergeschwindigkeit der Vorreckwalzen 13 auf
einen konstanten Wert geregelt. Hierzu sei auf die
DE 101 52 162.6 der Anmelderin verwiesen.
[0026] Dem Walzenpaar 3 folgen zwei weitere Walzenpaare 9 und 11. Alle Walzenpaare 3, 9
und 11 werden einzeln angetrieben. Die Drehzahl des Walzenpaares 9 entspricht im Wesentlichen
der Fördergeschwindigkeit in der Bearbeitungsvorrichtung 2. Die Drehzahl des Walzenpaares
3 ist kleiner als die des Walzenpaares 9, so dass die Walzenpaare 3 und 9 eine Reckeinrichtung
für den Materialstreifen 4 bilden. Durch die Reckung wird die Masse des Filtertows
in den fertigen Filterstäben 28 bestimmt, wodurch die Masse durch eine Steuerung der
Fördergeschwindigkeit des ersten Walzenpaares 3 eingestellt werden kann. Die Drehzahl
des Walzenpaares 3 lässt sich gemäß der Steuerleitung 3a von einer Steuer-/Regelvorrichtung
steuern.
[0027] Zwischen den Walzenpaaren 9 und 11 befindet sich eine Auftragseinrichtung 12 zum
Aufbringen eines Weichmachers, beispielsweise Triacetin, auf den zwischen den Walzenpaaren
9 und 11 ausgebreitet geführten Filtermaterialstreifen 4. Die Zufuhr des Weichmachers
zu der Auftragseinrichtung 12 erfolgt mittels einer Dosierpumpe 33 über eine Zuführleitung
34 aus einem Weichmachervorrat 36. Die Dosierpumpe 33 lässt sich über eine Steuerleitung
33a von der Steuer- oder Regelvorrichtung 43 steuern.
[0028] Der aufbereitete, mit Weichmacher besprühte Filtermaterialstreifen 4 gelangt über
das Walzenpaar 11 von dem Aufbereitungsgerät 1 in einen Einlauftrichter 17 der ein
Gehäuse 2a aufweisenden Bearbeitungsvorrichtung 2, in welcher er zusammengefasst und
auf einen von einer Bobine 18 abgezogenen und mittels einer eine Leimdüse aufweisenden
Beleimvorrichtung 19 mit Leim versehenen Umhüllungsstreifen aufgelegt wird. Der Umhüllungsstreifen
21 und ein durch Zusammenfassen des Filtermaterials 4 gebildeter Filtermaterialstrang
4a gelangen auf ein Formatband 22, das beide Komponenten durch ein Format 23 führt,
das den Umhüllungsstreifen 21 um den Filtermaterialstang 4a herumlegt und dabei einen
endlosen Filterstrang 24 bildet. Die Geschwindigkeit des Formatbandes 22 wird von
einer Hauptsteuerung 25 über eine Steuerleitung 25a gesteuert und auf die ebenfalls
von der Hauptsteuerung 25 durch Steuerung der Antriebe der Walzenpaare 9 und 11 gemäß
den Steuerleitungen 25a und 25c bestimmte Fördergeschwindigkeit des gereckten Filtertows
4 abgestimmt.
[0029] Der Filterstrang 24 durchläuft eine Nahtplätte 26, in welcher die Klebnaht abgetrocknet
wird. Anschließend werden vom Filterstrang 24 mittels eines Messerapparates 27 fortlaufend
Filterstäbe 28 abgeschnitten, die von einem Beschleuniger 29 in eine Ablegertrommel
31 überführt werden, in der sie in queraxialer Förderrichtung gefördert werden. Von
der Ablegertrommel 31 gelangen die Filterstäbe 28 zu einem Ablegerband 32, von dem
aus sie einer Weiterverarbeitung oder einer Zwischenlagerung zugeführt werden oder
von der weiteren Verarbeitung durch eine nicht dargestellte Auswurfvorrichtung ausgeschlossen
werden.
[0030] Stromabwärts der Nahtplätte 26 und stromaufwärts des Messerapparates 27 sind eine
erste und eine zweite Messvorrichtung 37, 38 angeordnet, die die Anteile der Komponenten
des Strangs 24, nämlich trockenes Filtertow, Weichmacher und Wasser getrennt voneinander
erfassen können. Die zweite Messvorrichtung 38 umfasst ein Mikrowellenmesssystem mit
einem Messkopf mit einer Mikrowellenquelle und einem Mikrowellendetektor, der die
von der Mikrowellenquelle ausgehenden, den Filterstrang 24 durchdringenden Mikrowellen
zur Erzeugung und Abgabe zweier Messwerte 38a und 38b an die Auswertevorrichtung 42
erfasst. Diese Messwerte ermöglichen beispielsweise eine Aussage über den Wasseranteil
und den gemeinsamen Anteil der chemisch ähnlichen Komponenten Weichmacher und Filtertow
im Filterstrang 24. Ein geeignetes Messverfahren und eine entsprechende Vorrichtung
sind beispielsweise aus der
EP 0 791 823 A2 der Anmelderin zu entnehmen.
[0031] Die Messfrequenz der Messeinrichtung 37 kann im Bereich der Radio- oder Mikrowellen
oder im optischen oder im infraroten Bereich liegen. Bei der Verwendung von Wellenlängen
im Infrarotbereich umfasst die erste Messvorrichtung 37 einen optischen Messkopf mit
einer Infrarotstrahlungsquelle und einem Infrarotdetektor, der die von der Infrarotstrahlungsquelle
ausgehenden, den Filterstrang 24 durchdringenden Infrarotwellen erfasst. Die Intensität
des den Filterstrang 24 durchdringenden Infrarotlichts wird von einem Weichmacheranteil
im Filterstrang 24 nicht beeinflusst, so dass der Infrarotdetektor über einen Verstärker
an die Auswertevorrichtung 42 ein Messsignal 37a abgibt, das nur dem Mengenanteil
des trockenen Filtertowmaterials im Filterstrang 24 entspricht. Hierdurch kann auf
besonders einfache Art und Weise die Verbindungsstelle 45, die durch Verbinden des
Endes des Filterstrangs 4 aus dem Ballen 6 mit dem Anfang des Filterstrangs 4', das
aus dem Ballen 6' hergestellt wird, erkannt werden. Anstelle des Infrarotmesskopfes
kann ein Messkopf eingesetzt werden, der mit Mikrowellen arbeitet. Hierbei kann es
sich um einen Hohlraumresonator, der mit nur einer Frequenz beaufschlagt wird, handeln.
Zur Messung im Bereich von Radiowellen kann beispielsweise eine Kernspinresonanzmessung
vorgesehen sein, bei der die magnetischen Momente der Atomkerne der zu messenden Substanz
durch ein äußeres Magnetfeld ausgerichtet und dann mittels Radiowellen in einen energetisch
höheren Zustand angeregt werden, in welchem sie im Wesentlichen parallel zum äußeren
Magnetfeld orientiert sind. Eine mögliche Ausgestaltung einer solchen Messvorrichtung
kann beispielsweise der
DE 33 12 841 A1 der Anmelderin entnommen werden.
[0032] Um nun einen effizienten und das Filtermaterial schonenden Übergang von einem Ballen
6 zu einem Ballen 6' zu ermöglichen, wird, insbesondere gemäß Fig. 1, wie folgt verfahren.
Zunächst wird das Ende des Filtermaterialstrangs 4 des Ballens 6 beispielsweise in
einer Verbindungsvorrichtung 48 mit dem Filtermaterialstreifen 4' des Ballens 6' verbunden,
so dass sich eine Verbindungsstelle 45 ergibt, die beispielsweise doppelt soviel Filtermaterial
aufweist wie der Filtermaterialstreifen 4 bzw. 4'. Eine Verbindung kann beispielsweise
mit einem Klebstoff vorgenommen werden.
[0033] Durch fortlaufendes Abziehen des Filtermaterialstreifens 4 durch den Führungsring
49 in die Aufbereitungsvorrichtung 1 wird der Ballen 6 verkleinert bzw. schwindet
dieses im Ballen 6 vorhandene Material mehr und mehr. Mittels eines optischen Sensors
46, der beispielsweise eine Kamera sein kann, wird in Erfassungsrichtung 47 erkannt,
wann die letzte Lage Filtermaterialstreifen 4 im Ballen 6 erreicht wird bzw. wann
von der letzten Lage des Filtermaterialstreifens 4 der Bereich abgezogen wurde, der
sich in Erfassungsrichtung 47 des optischen Sensors 46 befindet. In diesem Moment
wird ein Signal über eine Signalleitung 46a beispielsweise der Hauptsteuerung 25 zugeführt.
Daraufhin wird sofort oder mit einer vorgebbaren Zeitverzögerung, die insbesondere
abhängig von der Geschwindigkeit des Abziehens des Filtermaterialstreifens 4 ist,
die Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine reduziert. Es können auch die Komponenten,
durch die der Filtermaterialstreifen 4 hindurch läuft, wenigstens teilweise auseinander
gezogen werden, so dass durch die verringerte Geschwindigkeit und auch das Auseinanderziehen
dieser Komponenten die Komponenten der Filterstrangmaschine geschont werden. Es kann
auch ein entsprechendes Signal der Hauptsteuerung 25 von einem dritten Sensor 48'
zugeführt werden, der das Abziehen der Verbindungsstelle 45 von diesem Sensor repräsentiert.
[0034] Die Verbindungsstelle 45 läuft dann durch die Filterstrangmaschine und insbesondere
die Aufbereitungsvorrichtung 1 und die Bearbeitungsvorrichtung 2 hindurch und wird
in dem Format 23 von einem Umhüllungsmaterialstreifen 21 umhüllt und zu einem Filterstrang
24 ausgebildet. Die Messvorrichtung 37 kann dann so wie vorstehend ausgebildet sein,
um den Moment zu detektieren, in dem der Filterstrang die Verbindungsstelle 45 aufweist.
Dieses Signal kann dann dazu genutzt werden, diesen Bereich des Filterstrangs von
der weiteren Verarbeitung auszuschließen und/oder die Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine
wieder auf einen höheren vorgebbaren Wert zu erhöhen. Es kann auch sinnvoll sein,
den Bereich des Filterstrangs von der weiteren Verarbeitung auszuschließen, der während
des langsameren Betriebs der Filterstrangmaschine hergestellt wurde.
[0035] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine
in einer weiteren Ausführungsform. Es ist die Aufbereitungsvorrichtung 1 schematisch
dargestellt, von der ausgehend ein Ausleger 51 einen Führungsring 49 hält, durch den
der nicht dargestellte Filtermaterialstreifen geführt wird. Es ist ferner auch kein
Ballen dargestellt, sondern lediglich entsprechende Ballenbehälter 60 und 60'. In
Fig. 2 ist der Ballenbehälter 60 und damit der sich in diesem Ballenbehälter befindliche
nicht dargestellte Ballen mittig unterhalb des Führungsrings 49 angeordnet, um eine
möglichst geringe und gleich bleibende Vorreckung des Filtermaterialstreifens zu erzielen.
Das Ende des Filtermaterialsstreifens 4 führt zu einer Verbindungsvorrichtung 48,
in der dieses mit dem Anfang eines weiteren Filtermaterialstreifens 4' verbunden wird.
Es ist ferner das aus dem Ballenbehälter 60' herausführende Ende des Filtermaterialstreifens
mit 4" gekennzeichnet.
[0036] Der Ballenbehälter 60 befindet sich in einer Filtermaterialabgabestation 50, die
vorzugsweise hermetisch abgeschlossen ist. Es sind zwei Schleusen 52 und 52' vorgesehen,
um eine Verbindung mit der Umgebungsluft zu vermeiden. Es ist außerdem in Fig. 2 der
optische Sensor 46 dargestellt, der das Ende des Filtermaterialstreifens des Ballens,
der in dem Ballenbehälter 60 angeordnet ist, detektiert. Ferner ist die Verbindungsstelle
45 dargestellt und außerdem ist dargestellt, dass das Ende des Filtermaterialstreifens
4" des Ballens, der im Ballenbehälter 60' angeordnet ist, in der Verbindungsvorrichtung
48 eingebracht ist.
[0037] Fig. 3 zeigt die Vorrichtung aus Fig. 2 in schematischer Draufsicht, wobei der Ballenbehälter
60' in die Filtermaterialabgabestation 50 eingebracht wurde. Der Ballenbehälter 60
befindet sich noch in einer Entleerposition und der Ballenbehälter 60' in einer Art
Warteposition.
[0038] Fig. 4 zeigt eine weitere Draufsicht der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 in einem
fortgeschrittenen Verfahrensstadium, wobei in der Zwischenzeit der Ballenbehälter
60 vollständig entleert aus der Filtermaterialabgabestation 50 heraustransportiert
wurde, der Ballenbehälter 60' mittig unter dem Führungsring 49 in die Entleerposition
transportiert wurde und ein weiterer Ballenbehälter 60" in die Nähe der Eingangsschleuse
52' der Filtermaterialabgabestation 50 gefördert wurde. Das Ende des Filtermaterialstreifens
4" der Bobine, die im Ballenbehälter 60' angeordnet ist, ist über eine schematisch
angedeutete Verbindung 45 mit dem Anfang des Filtermaterialstreifens 4 des Ballens
im Ballenbehälter 60" verbunden und das Ende dieses Filtermaterialstreifens 4' ist
schon in die Verbindungsvorrichtung 48 eingebracht worden.
[0039] Das in den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel
ermöglicht beim Wechsel eines Filtermaterialstreifenballens bzw. Towballens einen
Wechsel, ohne die Filterstrangmaschine anzuhalten. Der einzige manuelle Eingriff ist
das Verbinden des Filtermaterialstreifenendes des Ablaufballens mit dem Anfang des
neuen Ballens. Es findet insbesondere gemäß den Figuren 2 bis 4 ein automatischer
Ablauf mit einem entsprechenden Transportsystem der Ballen statt.
[0040] In Fig. 5 ist eine weitere Draufsicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Filterstrangmaschine
dargestellt, wobei es sich hierbei um eine alternative Ausführungsform der Erfindung
handelt. In dieser Ausführungsform sind zwei Ballenbehälter 60 und 60' in der Filtermaterialabgabestation
50 angeordnet. Der Übergang von einem Ballen zu einem weiteren Ballen geschieht insbesondere
dadurch, dass der Führungsring 49 von einer im Wesentlichen mittigen Position oberhalb
des einen Ballens zu einer im Wesentlichen mittigen Position oberhalb des weiteren
Ballens verschwenkt wird. Die aktuelle Position ist durch eine durchgezogene Linie
des Führungsrings 49 und einer Halterung des Führungsrings 49 dargestellt und die
alternative Position durch eine gestrichelte und etwas hellgrauere Darstellung. Entsprechend
ist es möglich, den optischen Sensor 46 durch eine nicht dargestellte Vorrichtung
zu verschwenken bzw. diese entsprechend zu verschieben. Nach Leerfahren eines Behälters
60 bzw. 60' wird somit der Sensor 46 in die entsprechende Position oberhalb von dem
im Wesentlichen noch vollständigen Ballen verfahren und auch entsprechend der Führungsring
49 im Wesentlichen in die Mitte oberhalb des Ballens verschwenkt. Der leergefahrene
Ballenbehälter kann durch einen vollen Ballenbehälter ausgetauscht werden. Es ist
ferner auch möglich, die Verbindungsvorrichtung 48 entsprechend zu verfahren.
[0041] In dieser Ausführungsform werden mögliche Schwankungen der Vorreckung beim Ballenwechsel
durch den Schwenkmechanismus des Abzugringes ausgeglichen. Die Towballenzufuhr bzw.
die Ballenbehälterzu- und abfuhr kann automatisch oder nicht automatisch geschehen.
[0042] Fig. 6 zeigt eine weitere schematische Draufsicht eines Teils einer weiteren erfindungsgemäßen
Filterstrangmaschine, wobei der Führungsring 49 im Wesentlichen mittig zwischen den
beiden Ballenbehältern 60 und 60' angeordnet ist. Auch in diesem Ausführungsbeispiel
kann der optische Sensor 46 entsprechend verfahren werden. Das Verfahren ist in dieser
Figur durch einen Doppelpfeil gekennzeichnet.
[0043] Bei allen Ausführungsbeispielen kann es vorgesehen sein, dass eine Kamera bzw. ein
optischer Sensor 46 das Ende des Ballens erkennt und ein Signal an die Maschinensteuerung
gibt. Die Maschinengeschwindigkeit wird dann vorzugsweise abgesenkt, um die Verbindungsstelle
sicher durch die Maschine zu fahren. Läuft die Verbindungsstelle durch die Maschine,
wird diese von einem Sensor erkannt und von der Maschine ausgeworfen. Die Maschine
läuft dann wieder auf Sollgeschwindigkeit hinauf.
[0044] Bei dem entsprechenden automatischen Verfahren, insbesondere gemäß den Figuren 2
bis 4, werden der Anfang und das Ende der jeweiligen Ballen von einer Bedienperson
mittels der Verbindungsvorrichtung 48 verbunden. Nachdem die Verbindungsstelle erzeugt
wurde, wird die Verbindungsstelle entsprechend positioniert. Es erfolgt dann beispielsweise
ein Knopfdruck, so dass der neue Ballen in die Kabine bzw. die Filtermaterialabgabestation
50 hinein gefahren und dort positioniert werden kann. Die Towstränge bzw. Filtermaterialstränge
werden so geführt, dass sie beim Einfahren nicht verdrehen. In diesem Moment kann
auch ein neuer Ballen angeliefert werden. Der vorgesehene Sensor 46 erkennt die letzte
Lage im ablaufenden Ballen. Die Maschinengeschwindigkeit wird abgesenkt und die beiden
in der Filtermaterialabgabestation 50 vorhandenen Ballen werden so verfahren, dass
sie mittig zum Auslegerarm 51 stehen. Die Verbindungsstelle wird eingezogen und der
Sensor 37 aus Fig. 1 erkennt die Verbindungsstelle und die Verbindungsstelle wird
dann ausgeworfen. Nach dem Auswurf der Towverbindungsstelle verfährt der neue Ballen
mittig zum Auslegerarm 51. Der abgelaufene Ballen bzw. Behälter hierzu wird ausgeschleust.
Sobald die entsprechende Position erreicht ist, wird die Maschine wieder auf die maximale
Stranggeschwindigkeit beschleunigt.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Aufbereitungsvorrichtung
- 2
- Bearbeitungsvorrichtung
- 2a
- Gehäuse
- 3
- Walzenpaar
- 3a
- Steuerleitung
- 4, 4', 4"
- Filtermaterialstreifen
- 4a
- Filtermaterialstrang
- 5
- Umlenkrolle
- 6, 6'
- Ballen
- 7
- Luftdüse
- 8
- Luftdüse
- 9
- Walzenpaar
- 10
- Klimakammer
- 10a
- Wasserdampfquelle
- 10b
- Warmluftquelle
- 10c
- Regelventil
- 10d
- Regelventil
- 10e
- Steuerleitung
- 10f
- Steuerleitung
- 11
- Walzenpaar
- 12
- Auftragsvorrichtung
- 13
- Vorreckwalzenpaar
- 14
- Steuerung
- 15
- Tänzerwalze
- 16
- Stellglied
- 17
- Einlauftrichter
- 18
- Bobine
- 19
- Beleimvorrichtung
- 21
- Umhüllungsstreifen
- 22
- Formatband
- 22a
- Antriebsvorrichtung
- 23
- Format
- 24
- Filterstrang
- 25
- Hauptsteuerung
- 25a, b, c
- Steuerleitung
- 26
- Nahtplätte
- 27
- Messerapparat
- 28
- Filterstab
- 29
- Beschleuniger
- 31
- Ablegertrommel
- 32
- Ablegerband
- 33
- Dosierpumpe
- 33a
- Steuerleitung
- 34
- Zuführleitung
- 36
- Weichmachervorrat
- 37
- erste Messvorrichtung
- 37a
- Messwert
- 38
- zweite Messvorrichtung
- 38a, b
- Messwert
- 42
- Auswertevorrichtung
- 43
- Steuer- oder Regelvorrichtung
- 44
- Datenleitung
- 45
- Verbindungsstelle
- 46
- optischer Sensor
- 46a
- Messwert
- 47
- Erfassungsrichtung
- 48
- Verbindungsvorrichtung
- 48'
- dritter Sensor
- 49
- Führungsring
- 50
- Filtermaterialabgabestation
- 51
- Ausleger
- 52, 52'
- Schleuse
- 60, 60', 60"
- Ballenbehälter
1. Verfahren zum Betrieb einer Filterstrangmaschine (1, 2) der Tabak verarbeitenden Industrie,
wobei Filtermaterial (4-4") aus einem Vorrat (50) einer Formatvorrichtung (23) der
Filterstrangmaschine (1, 2) zugeführt wird und aus dem Filtermaterial (4-4") ein Filterstrang
(24) gebildet wird, wobei der Vorrat (50) einen Filtermaterialstreifen (4-4") umfasst,
der aus einem ersten Ballen (6, 6') abgezogen wird und wobei das Ende des Filtermaterialstreifens
(4-4") des ersten Ballens (6) mit dem Anfang eines Filtermaterialstreifens (4-4")
eines zweiten Ballens (6') an einer Verbindungsstelle (45) verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Herstellen des Filterstrangs (24) ein erster Sensor (37) die Verbindungsstelle
erkennt und ein erstes Signal (37a) erzeugt, das dazu dient, dass wenigstens der Bereich
des Filterstrangs (24), der aus dem Filtermaterialstreifen (4-4") mit der Verbindungsstelle
(45) hergestellt wurde, von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 oder dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördergeschwindigkeit des Filtermaterialstreifens (4-4") verlangsamt wird, nachdem
von einem zweiten Sensor (46) ein zweites Signal (46a) erzeugt wurde, sobald der zweite
Sensor (46) bei der Überwachung der Abnahme der Menge Filtermaterials (4-4") des ersten
Ballens (6) das Überschreiten eines vorgebbaren Grads der Abnahme gemessen hat.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erzeugen des zweiten Signals (46a) der zweite Sensor (46) ein lichtempfindlicher
Sensor ist, der das Erreichen oder das Aufbrauchen der letzten Lage des ersten Ballens
(6) detektiert.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördergeschwindigkeit des Filtermaterialstreifens (4-4") verlangsamt wird, nachdem
von einem dritten Sensor (48') ein drittes Signal erzeugt wurde, das ein Bewegen der
Verbindungsstelle (45) zu der oder in der Filterstrangmaschine (1, 2) repräsentiert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich des hergestellten Filterstrangs (24) von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen
wird, der während der langsamen Fördergeschwindigkeit hergestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ballenwechsel der erste Ballen (6) translatorisch von einer Filtermaterialabgabestation
(50) zu einem Ausgang (52) gefördert wird, wobei der zweite Ballen (6') translatorisch
von einem Eingang (52') zu der Filtermaterialabgabestation (50) gefördert wird, wobei
der Eingang (52') und der Ausgang (52) auf unterschiedlichen Seiten der Filtermaterialabgabestation
(50) angeordnet sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Absenken der Fördergeschwindigkeit die Ballen (6, 6') so positioniert werden,
dass eine Führungsvorrichtung (49) in der Filtermaterialabgabestation (50) im Wesentlichen
mittig zu den Ballen (6, 6') angeordnet ist, wobei Filtermaterial (4-4") durch die
Führungsvorrichtung (49) gezogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ballen (6') zuerst nach vollständigem Leerfahren des ersten Ballens (6)
unter die Führungsvorrichtung (49) im Wesentlichen mittig angeordnet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ballenwechsel eine Führungsvorrichtung (49) in der Filtermaterialabgabestation
(50) zum Führen von Filtermaterial (4-4") zu einer Abziehvorrichtung (21, 24) vorgesehen
ist, die von einer im Wesentlichen mittig über dem ersten Ballen (6) angeordneten
Position in eine im Wesentlichen mittig über dem zweiten Ballen (6') angeordneten
Position verschwenkt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsvorrichtung (49) in der Filtermaterialabgabestation (50) zum Führen
von Filtermaterial (4-4") zu einer Abziehvorrichtung (21, 24) vorgesehen ist, wobei
die Führungsvorrichtung (49) im Wesentlichen mittig zwischen dem ersten und dem zweiten
Ballen (6, 6') angeordnet ist.
11. Filterstrangmaschine (1, 2) der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Filtermaterialabgabestation
(50), aus der ein Filtermaterialstreifen (4-4") von einem Filtermaterialvorrat (6,
6', 6") abgebbar ist, und mit einer Strangformungsvorrichtung (23), mittels der aus
dem Filtermaterialstreifen (4-4") ein Filterstrang (24) herstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Sensor (37) vorgesehen ist, der ausgestaltet ist, um eine Verbindungsstelle
(45) des Filtermaterialstreifens (4-4") eines ersten Filtermaterialballens (6) und
des Filtermaterialstreifens (4-4") eines zweiten Filtermaterialballens (6') zu erkennen,
wobei der erste Sensor (37) stromabwärts der Strangformungsvorrichtung (23) angeordnet
ist.
12. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Sensor (37) Teil einer Messvorrichtung (37, 38) ist oder in einer Messvorrichtung
(37, 38) integriert ist, die zur Bestimmung der Menge von Komponenten des Filterstrangs
(24) vorgesehen ist.
13. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (25) zur Steuerung der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine
(1, 2) vorgesehen ist, wobei der Ausgang des ersten Sensors (37) mit einem Eingang
der Steuervorrichtung (25) verbunden ist.
14. Filterstrangmaschine (1, 2) nach einem der Ansprüche 11 bis 13 oder dem Oberbegriff
von Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Sensor (46) zur Überwachung der Abnahme der Menge Filtermaterials (4-4")
des ersten Ballens (6) und zur Erzeugung eines zweiten Signals (46a) bei Überschreiten
eines vorgebbaren Grads der Abnahme der Menge Filtermaterials (4-4") vorgesehen ist.
15. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des zweiten Sensors (46) mit dem Eingang einer Steuervorrichtung (25)
zur Steuerung der Geschwindigkeit der Filterstrangmaschine (1, 2) verbunden ist.
16. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sensor (46) ein lichtempfindlicher Sensor, insbesondere eine Kamera, ist.
17. Filterstrangmaschine (1, 2) nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filtermaterialabgabestation (50) vorgesehen ist, in der zwei nebeneinander angeordnete
Ballen (6, 6') Filtermaterials (4-4") einbringbar sind, wobei die Ballen (6, 6') translatorisch
förderbar sind.
18. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsvorrichtung (49) zum Führen von Filtermaterial (4-4") von einem Ballen
(6, 6') zu einer Abzugsvorrichtung (5, 13) vorgesehen ist, wobei die Führungsvorrichtung
(49) wenigstens zeitweise ortsfest ausgebildet ist.
19. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (49) im Wesentlichen mittig über einen Ballen (6, 6') oder
zwei Ballen (6, 6') angeordnet ist.
20. Filterstrangmaschine (1, 2) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (49) verschwenkbar ausgestaltet ist, wobei ein Führungselement
(49) von einer Position im Wesentlichen mittig über dem ersten Ballen zu einer Position
im Wesentlichen mittig über dem zweiten Ballen verschwenkbar ist.