[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hygienehaus mit einer eine vieleckige oder
runde Umfangkontur aufweidenden Außenwand, die einen Innenraum umgibt und wenigstens
einen Zugang aufweist, mehreren im Innenraum vorgesehenen und durch Seitenwände begrenzten
Hygieneräumen, die entlang der Umfangskontur an der Außenwand angeordnet sind und
jeweils wenigstens einen Flüssigkeitszulauf und wenigstens einen Flüssigkeitsablauf
aufweisen, einem im Innenraum vorgesehenen und durch den Zugang zugänglichen Zentralraum,
durch welchen die Hygieneräume zugänglich sind, wenigstens einer mit einem der Flüssigkeitszuläufe
verbundenen und in einer der Hygieneräume angeordneten sanitären Einrichtung, und
einer mit den Flüssigkeitsabläufen verbundenen Flüssigkeitsauffangvorrichtung, der
Flüssigkeit durch die Flüssigkeitsabläufe zuführbar ist.
[0002] Derartige Hygienehäuser sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die
GB 2 360 798 A offenbart ein als Karussell ausgebildetes Toilettenhaus mit einer achteckigen Grundfläche,
wobei rings des Zentrums des Toilettenhauses mehrere Kabinen innenseitig entlang der
Außenkontur der Grundfläche angeordnet sind. Umgeben von den Kabinen sind mehrere
Waschbecken und ein Urinal rings des Zentrums vorgesehen, welches selbst frei und
zugänglich bleibt. Abflüsse der Kabinen erstrecken sich zu au-ßen um das Toilettenhaus
herum angeordneten Kontrollkammern. Ferner ist eine zentrale Kammer für die Waschbecken
vorgesehen. Um das Toilettenhaus herum verlaufen zwei etwa halbringförmige Abflussleitungen,
die zu einem einzigen Abwasserrohr hin abfallen.
[0003] Das Abwasser von den Toiletten wird unmittelbar über Abflüsse nach außen abgeführt,
so dass ein nicht unerheblicher Aufwand für die Außeninstallation anfällt. Zusätzlich
können die rings des Toilettenhauses angeordneten Abflussleitungen und Kontrollkammern,
zu denen sich die Abflüsse von den Toiletten erstrecken, einen unästhetischen Eindruck
vermitteln und eine Stolpergefahr begründen. Ferner ist ein derartiges Toilettenhaus
schwer zu transportieren.
[0004] Die
DE 35 37 306 A1 offenbart ein mobiles Bauwerk in Hausform, wobei eine Mittelstütze, Bodenkassetten,
Wandelemente usw. durch formschlüssige Steckverbindungen zu einem formstabilen, zerlegbaren
Baukörper zusammengesetzt und mit einer Firstabdeckung mit Verriegelungsteil in der
Steckverbindung zentral verriegelt sind. Das Bauwerk weist eine kreisähnliche bzw.
sechseckige Grundform auf und kann als Toilettenhaus verwendet werden beziehungsweise
Waschräume aufweisen.
[0005] Für eine Abwasserabfuhr sowie für eine Spül- oder Frischwasserwasserzufuhr werden
aber keinerlei Lösungsvorschläge aufgezeigt.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Hygienehaus der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass es unabhängig
von einer äußeren Abwasserentsorgung einsetzbar und ferner einfach zu transportieren
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Hygienehaus nach Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Hygienehaus weist eine eine vieleckige oder runde Umfangkontur
umfassende Außenwand, die einen Innenraum umgibt und wenigstens einen Zugang aufweist,
mehrere im Innenraum vorgesehene und durch Seitenwände begrenzte Hygieneräume, die
entlang der Umfangskontur an der Außenwand angeordnet sind und jeweils wenigstens
einen Flüssigkeitszulauf und wenigstens einen Flüssigkeitsablauf aufweisen, einen
im Innenraum vorgesehenen und durch den Zugang zugänglichen Zentralraum, durch welchen
die Hygieneräume zugänglich sind, wenigstens eine mit einem der Flüssigkeitszuläufe
verbundene und in einer der Hygieneräume angeordnete sanitäre Einrichtung, und eine
mit den Flüssigkeitsabläufen verbundene Flüssigkeitsauffangvorrichtung auf, der Flüssigkeit
durch die Flüssigkeitsabläufe zuführbar ist. Dabei ist das Hygienehaus aus mehreren
Baugruppen demontierbar zusammengebaut, die zumindest die Außenwand, die Seitenwände,
die sanitäre Einrichtung und die Flüssigkeitsauffangvorrichtung umfassen, welche mehrere
voneinander trennbare Flüssigkeitsauffangbehälter aufweist, die unterhalb der Hygieneräume
angeordnet sind.
[0009] Das erfindungsgemäße Hygienehaus weist mehrere unterhalb der Hygieneräume bzw. des
Innenraums angeordnete Flüssigkeitsauffangbehälter auf, so dass es unabhängig von
einer äußeren Abwasserentsorgung eingesetzt werden kann. Ferner kann das Hygienehaus
in mehrere Baugruppen zerlegt werden, so dass bei einem Standortwechsel lediglich
die Baugruppen und nicht das Hygienehaus als Ganzes transportiert werden muss. Da
zusätzlich die Flüssigkeitsauffangbehälter voneinander trennbar sind, können diese
separat transportiert werden, was nicht nur aus Platzgründen sondern im mit Abwasser
gefüllten Zustand der Flüssigkeitsauffangvorrichtung auch aus Gewichtsgründen vorteilhaft
ist. Wäre nur ein einziger Flüssigkeitsauffangbehälter für das Hygienehaus vorgesehen,
so wäre dieser bei vergleichbarer Aufnahmekapazität im mit Abwasser gefüllten Zustand
nur schwer zu transportieren.
[0010] Dadurch, dass die Hygieneräume an der Außenwand angeordnet sind, kann ein großes
Angebot an sanitären Einrichtungen auf relativ kleiner Fläche angeboten werden. Die
Grundform des Hygienehauses bzw. der Außenwand folgt dabei insbesondere einem Kreis
oder einem regelmäßigen Vieleck, wobei die Umfangskontur der Außenwand bevorzugt kreisrund,
acht- oder sechseckig ist.
[0011] Die Hygieneräume können jeweils seitlich von den Seitenwänden begrenzt sein. Ferner
ist zwischen zwei benachbarten Hygieneräumen ein Leerraum vorsehbar. Bevorzugt sind
die Hygieneräume aber der Umfangskontur folgend nebeneinander angeordnet. Dabei können
zwei nebeneinanliegende der Hygieneräume jeweils von einer der Seitenwände voneinander
getrennt sein, so dass zumindest ein Teil der Seitenwände Zwischenwände bildet. Ferner
kann der Zentralraum von den Hygieneräumen umgeben sein und ist bevorzugt ringförmig
ausgebildet.
[0012] Die Flüssigkeitsauffangbehälter können jeweils eine geschlossene Einheit bilden und
sind bevorzugt zu der Flüssigkeitsauffangvorrichtung zusammengesetzt. Ferner kann
die Grundform der Flüssigkeitsauffangvorrichtung einem Kreis oder einem regelmä-ßigen
Vieleck folgen, so dass deren Außenkontur zum Beispiel kreisrund, acht- oder sechseckig
ist. Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung bzw. die Flüssigkeitsauffangbehälter können
unmittelbar auf dem Untergrund aufliegen oder im Abstand zu diesem angeordnet sein.
Im letzteren Fall sind die Flüssigkeitsauffangbehälter insbesondere an einer auf dem
Untergrund aufstehenden Halterung befestigt, die zum Beispiel von der Außenwand gebildet
sein kann.
[0013] Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung kann die Flüssigkeitszuläufe und die Flüssigkeitsabläufe
aufweisen. Insbesondere weist jeder Flüssigkeitsauffangbehälter einen Teil der Flüssigkeitszuläufe
und der Flüssigkeitsabläufe auf. Die Flüssigkeitszuläufe können als Wasseranschlüsse
ausgebildet und zum Beispiel an oder in der Außenfläche der Flüssigkeitsauffangbehälter
ausgebildet sein. Ferner können die Flüssigkeitsabläufe als in der Außenfläche der
Flüssigkeitsauffangbehälter vorgesehen Löcher ausgebildet sein. In den Flüssigkeitsabläufen
sind Siphons vorsehbar, die insbesondere fest mit dem jeweiligen Flüssigkeitsauffangbehälter
verbunden beziehungsweise direkt an oder in diesem befestigt sind.
[0014] Die wenigstens eine sanitäre Einrichtung kann zum Beispiel von einer Dusche oder
Brause, einem Waschbecken, einem Urinal oder einer Toilette gebildet sein. Zusätzlich
kann die sanitäre Einrichtung mit einem der Flüssigkeitsabläufe verbunden sein, was
insbesondere bei einer Toilette, einem Urinal oder einem Waschbecken der Fall ist.
Der mit der sanitären Einrichtung verbundene Flüssigkeitsablauf und der mit der sanitären
Einrichtung verbundene Flüssigkeitszulauf sind dabei bevorzugt in demselben Hygieneraum
vorgesehen. Handelt es sich bei der sanitären Einrichtung um eine Dusche, kann ferner
ein flüssigkeitsdurchlässiger Einsatz in dem zugehörigen Flüssigkeitsablauf angeordnet
sein.
[0015] Wenigstens ist eine sanitäre Einrichtungen vorhanden. Bevorzugt sind aber mehrere
sanitäre Einrichtungen vorgesehen, die jeweils in einem der Hygieneräume angeordnet
sind. Insbesondere weist dabei jeder der Hygieneräume wenigstens eine der sanitären
Einrichtungen auf. In jedem der Hygieneräume kann die gleiche sanitäre Einrichtung
vorgesehen sein, es ist aber auch möglich, dass unterschiedliche sanitäre Einrichtungen
in den Hygieneräumen angeordnet sind. Bevorzugt ist in jedem Hygieneraum jeweils eine
Toilette vorgesehen.
[0016] Die in den Hygieneräumen angeordneten sanitären Einrichtungen sind bevorzugt lösbar,
z.B. im Steckverfahren, montiert, so dass sie auf einfache Weise entfernt oder ausgetauscht
werden können. Insbesondere ist es möglich, eine Toilette durch eine Dusche oder durch
ein Urinal zu ersetzen oder umgekehrt.
[0017] Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung ist aus den Flüssigkeitsauffangbehältern zusammengefügt,
welche zum Beispiel zwei Hälften, vier Viertel, sechs Sechstel oder acht Achtel der
Flüssigkeitsauffangvorrichtung bilden und bei der Montage ähnlich einem Kuchen zusammengefügt
werden können. Die Anzahl der Flüssigkeitsauffangbehälter kann der Anzahl der Ecken
der Au-ßenwandkontur entsprechen, wobei die Anzahl der Flüssigkeitsauffangbehälter
aber um die Anzahl der in der Außenwand vorgesehenen Zugänge reduzierbar ist.
[0018] Die Flüssigkeitsauffangbehälter können eine identische Form aufweisen. Alternativ
ist es möglich, einen unterhalb des Eingangs angeordneten Flüssigkeitsauffangbehälter
mit einer abweichenden Form auszubilden.
[0019] Jedem Hygieneraum kann ein unterschiedlicher der Flüssigkeitsauffangbehälter zugeordnet
sein, so dass die Anzahl der Flüssigkeitsauffangbehälter der Anzahl der Hygieneräume
entspricht. Alternativ ist es möglich, dass die Hygieneräume in Gruppen zusammengefasst
sind, wobei jeder Gruppe ein unterschiedlicher der Flüssigkeitsauffangbehälter zugeordnet
ist, so dass die Anzahl der Flüssigkeitsauffangbehälter der Anzahl der Gruppen entspricht.
Jede der Gruppen kann einen oder mehrere, zum Beispiel zwei, drei oder vier, der Hygieneräume
umfassen.
[0020] Die Flüssigkeitsauffangbehälter werden insbesondere unter Verwendung von Steckverbindungen
zu der Flüssigkeitsauffangvorrichtung zusammengesteckt und können aus Kunststoff,
Aluminium oder dergleichen hergestellt sein.
[0021] Gemäß einem Beispiel beträgt der Durchmesser der Flüssigkeitsauffangvorrichtung 7
Meter, die ein Fassungsvermögen von 17,72 m
3 bzw. ca. 17.000 1 aufweist, welches zur Aufnahme von Abwasser zur Verfügung steht.
Werden pro Spülgang ca. 5 Liter Flüssigkeit bzw. Wasser angenommen, ergeben sich unter
Berücksichtigung zusätzlich eingebrachter Stoffe ca. 2800 Spülvorgänge. Diese Kapazität
kann noch dadurch erhöht werden, dass ein Ablauf in eine Kanalisation, falls vorhanden,
geschaffen wird. Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung ist gemäß diesem Beispiel in einer
Höhe von 75cm angeordnet.
[0022] Die Flüssigkeitszuläufe können über als Rohre oder Schläuche ausgebildete (Wasser-)Leitungen
mit Flüssigkeit bzw. Wasser versorgt werden, wobei die Leitungen insbesondere durch
die beziehungsweise an oder in den Flüssigkeitsauffangbehältern verlaufen. Ferner
sind die Leitungen bevorzugt mit einer (zentralen) Wasserversorgung verbunden, die
zum Beispiel an das öffentliche Trinkwassernetz oder an eine andere externe Wasserquelle
angeschlossen ist. Alternativ ist es möglich, einen Wassertank innerhalb des Hygienehauses
vorzusehen, der zum Beispiel im Dach des Hygienehauses angeordnet ist und mit der
(zentralen) Wasserversorgung verbunden ist oder diese bildet. Bevorzugt ist in der
Mitte der Flüssigkeitsauffangvorrichtung bzw. des Hygienehauses aber ein Anschlussraum
vorgesehen, in dem die Leitungen an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen sind.
Zusätzlich können Warmwasserleitungen und/oder Stromkabel durch die bzw. in den Flüssigkeitsauffangbehältern
verlegt und bevorzugt in dem Anschlussraum an eine zentrale Warmwasserzuführung beziehungsweise
an einen zentralen Stromverteiler angeschlossen sein. Zumindest einer oder jeder der
Flüssigkeitsauffangbehälter kann wenigstens ein (isoliertes) Leerrohr aufweisen, das
insbesondere durch diesen hindurch bzw. an oder in diesem verläuft und zur Installation
von Wasser- und/oder Stromleitungen zur Verfügung steht. Das oder die Leerrohre weisen
dabei bevorzugt eine Öffnung zu einem der Hygieneräume auf. Eine oder die andere Öffnung
jedes Leerrohrs kann dagegen im Bereich der Mitte des Hygienehauses vorgesehen sein,
insbesondere im Anschlussraum münden.
[0023] In dem Zentralraum können ein oder mehrere Waschbecken angeordnet sein, die bevorzugt
ebenfalls mit den Wasserleitungen verbunden sind. Dafür kann der Zentralraum wenigstens
einen Flüssigkeitszulauf aufweisen. Zur Abfuhr des an dem oder an den Waschbecken
anfallenden Abwassers können Flüssigkeitsabläufe in dem Zentralraum vorgesehen sein,
die mit der Flüssigkeitsauffangvorrichtung verbunden sind, der Flüssigkeit durch die
zusätzlichen Flüssigkeitsabläufe zuführbar ist.
[0024] Alle sanitären Einrichtungen bzw. Flüssigkeitsabläufe sind bevorzugt derart abgedichtet
mit der Flüssigkeitsauffangvorrichtung bzw. mit den Flüssigkeitsauffangbehältern verbunden,
dass keine Geruchsbelästigung auftreten kann. Entsprechendes gilt für die Flüssigkeitszuläufe,
Wasserleitungen, Warmwasserleitungen, Leerrohre und/oder Stromleitungen, sofern diese
sich durch die Flüssigkeitsauffangbehälter hindurch erstrecken.
[0025] Das Hygienehaus weist im Bereich des Innenraums, zumindest aber im Bereich der Hygieneräume
und des Zentralraums einen Boden auf, unterhalb dem die Flüssigkeitsauffangvorrichtung
angeordnet sein kann. Alternativ ist es möglich, dass die Flüssigkeitsauffangvorrichtung
selbst den Boden bildet. Ferner ist der Boden innenraumseitig bevorzugt mit einem
engmaschigen Gitterrost, einer Gummimatte oder einer ähnlichen Abdeckung abgedeckt,
auf der sich insbesondere keine Wasserpfützen bilden, so dass das Hygienehaus trockenen
Fußes betreten und wieder verlassen werden kann.
[0026] Jede als Toilette ausgebildete sanitäre Einrichtung kann eine Toilettenschüssel aufweisen,
die insbesondere direkt auf einem der Flüssigkeitsabläufe aufgebracht ist und an diesem
bevorzugt über eine Gummimuffe, einen Schnellverschluss oder dergleichen geruchsfrei
angeschlossen ist. Das Abwasser kann somit von der Toilettenschüssel, insbesondere
unter Zwischenschaltung eines Siphons, direkt einem der Flüssigkeitsauffangbehälter
zugeführt werden, so dass nur ein sehr kurzer Weg von dem Abwasser zurückgelegt werden
muss, der gemäß einem Ausführungsbeispiel 30 cm beträgt. Einer Toilettenverstopfung
kann somit entgegengewirkt werden. Bevorzugt ist jede Toilettenschüssel über ein Rohr
mit dem zugehörigen Flüssigkeitsauffangbehälter verbunden, welches sich insbesondere
senkrecht beziehungsweise vertikal nach unten durch den zugehörigen Flüssigkeitsablauf
hindurch erstreckt. Alternativ kann das Rohr aber auch eine geringfügige Neigung zu
der vertikalen Richtung aufweisen, die 45° jedoch nicht überschreiten sollte.
[0027] In jedem Hygieneraum kann eine Toilette oder Dusche angeordnet sein, wobei der Flüssigkeitszulauf
jedes Hygieneraums entweder mit der jeweiligen Dusche oder Brause oder mit der jeweiligen
Toilettenspülung verbunden ist.
[0028] Der Zugang zu jedem Hygieneraum liegt bevorzugt zwischen den diesen begrenzenden
Seitenwänden auf einer der Außenwand abgewandten Seite und kann mit wenigstens einer
Tür verschließbar sein, die insbesondere schwenkbar an einer der Seitenwände gelagert
beziehungsweise aufgehängt ist. Alternativ ist zwischen den Seitenwänden jedes Hygieneraums
auf der der Außenwand abgewandten Seite jeweils eine Frontwand vorgesehen, in welcher
der jeweilige Zugang ausgebildet ist und an welcher die jeweilige Tür schwenkbar gelagert
beziehungsweise aufgehängt sein kann.
[0029] Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung weisen die Hygieneraumzugänge jeweils eine
Breite von ca. 1 Meter auf, wobei sich die Seitenwände von den Zugängen aus über eine
Tiefe von 1,20 Meter bis hin zur Außenwand erstrecken. Die Rückwand jedes Hygieneraums
weist eine Breite von 1,20 Meter auf und kann von der Außenwand gebildet sein. Es
ist möglich, diese Maße zu variieren, insbesondere zu verkleinern, um ein größeres
Toilettenangebot in dem Hygienehaus vorzuhalten.
[0030] Die Wände des Hygienehauses, insbesondere die Seitenwände, die Türen und/oder die
Rückwände können lösbar, zum Beispiel im Steckverfahren, auf der Flüssigkeitsauffangvorrichtung
bzw. auf den Flüssigkeitsauffangbehältern befestigt sein. Ferner können die Wände
aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt und farblich ansprechend gestaltet und/oder
mit ansprechenden Fliesen beklebt sein. Bei den hier angenommenen Maßen ist eine Kapazität
von 14 Toiletten erzielbar. Insbesondere kann mit wenigen Handgriffen jede der Toilettenschüsseln
entfernt und durch eine Dusche ersetzt werden, um den jeweiligen Hygieneraum in eine
Duschkabine umzuwandeln, wobei die für die Dusche erforderlichen Warm- und/oder Kaltwasserleitungen
an der Rückwand vormontiert und gegebenenfalls ganz oder teilweise isoliert sein können.
Insbesondere sind diese Wasserleitungen vollständig oder zumindest teilweise verdeckt
angeordnet, um den ansprechenden Gesamteindruck des jeweiligen Hygieneraums nicht
herabzusetzen.
[0031] Sollte das Hygienehaus gleichzeitig für Frauen und für Männer zugänglich sein, können
Trennwände vorgesehen sein, die den Innenraum beziehungsweise den Zentralraum teilen,
insbesondere halbieren oder dritteln. Ferner ist es möglich, eine oder mehrere Toilettenschüsseln
durch ein Urinal zu ersetzen, wobei bevorzugt die Türen der betroffenen Hygieneräume
entfernt werden.
[0032] Der insbesondere ringförmig ausgebildete und bevorzugt eine vieleckige oder kreisrunde
Außenkontur aufweisende Zentralraum kann als Waschraum genutzt werden, wobei in diesem
angeordnete Waschbecken insbesondere rings des Zentrums des Zentralraums angeordnet
sind. Hierzu kann in der Mitte des Zentralraums eine runde oder mehreckige, insbesondere
vier-, sechs- bis achteckige, Säule errichtet werden, an der die Waschbecken befestigt
oder in welche die Waschbecken integriert sind. Dabei können die Waschbecken ganz
oder teilweise in die Säule eingelassen sein. Ferner können insbesondere oberhalb
der Waschbecken angeordnete Spiegel an der Säule befestigt sein. Durch die ringförmige
Anordnung der Waschbecken und die ringförmige Ausbildung des Zentralraums können Staus
vermieden werden. Innerhalb der Säule kann ein Warmwasserboiler oder eine durch Gas
betriebene Warmwasseraufbereitung untergebracht werden, so dass auch warmes Wasser
zur Verfügung steht.
[0033] Ein klares Design, eine einheitliche Optik und farblich aufeinander abgestimmte Accessoires
sollen dem Zentralraum insgesamt eine freundliche Ausstrahlung verleihen. In dem Zentralraum
kann eine Beleuchtung vorgesehen sein, die dem Besucher ein harmonisches Ambiente
vermittelt und insbesondere mit Halogenstrahlern ausgestattet ist. Ferner kann Musik
eingespielt werden, wofür Lautsprecher vorsehbar sind, die z.B. mit einem Rundfunkgerät
oder mit einer Medienwiedergabeeinrichtung verbunden sind. Insbesondere ist es möglich,
eine Heizung in dem Hygienehaus zu installieren.
[0034] weist das Hygienehaus bzw. die Außenwand den Durchmesser von 7 Meter auf, so ergibt
sich abzüglich einem Tiefenmaß von 2 x 1,20 Meter für die Hygieneräume ein Zentralraumdurchmesser
von ca. 4,60 Meter.
[0035] Die Außenwand kann in mehrere voneinander trennbare Außenwandteile unterteilt sein,
wobei die Rückwand jedes Hygieneraums bevorzugt durch eines dieser Außenwandteile
gebildet ist. Ferner sind alle Baugruppen, insbesondere alle Wände, bevorzugt lösbar
im Steckverfahren miteinander beziehungsweise im oder am Hygienehaus befestigt.
[0036] Das Hygienehaus weist bevorzugt ein Dach auf, das insbesondere aus lösbar miteinander
verbundenen Dachelementen gebildet ist, so dass das Dach zum Transport zerlegt werden
kann. Ferner können das Dach und/oder die Außenwände mit einer oder mehreren Zeltplanen
bespannt sein, die insbesondere optisch ansprechend ausgestaltet sind. Ebenfalls ist
es möglich, dass bei Verwendung einer Zeltplane das Dach entfallen kann beziehungsweise
von der Zeltplane gebildet wird.
[0037] Das Hygienehaus eignet sich für Messehallen, Stadtfeste, Musikfestivals, Campingplätze,
Baggerseen, Sport- und andere Veranstaltungen. Ferner ist das Hygienehaus bei Militäreinsätzen
und in Katastrophengebieten einsetzbar. Das Hygienehaus bildet insbesondere ein geschlossenes
System, so dass kein Geruch aus der Flüssigkeitsauffangvorrichtung nach außen dringen
kann. Je nach Anforderung, lässt sich das erfindungsgemäße Hygienehaus als Toilette
und/oder Duschanlage verwenden.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hygienehauses bei abgenommenem
Dach,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch das Hygienehaus gemäß der Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine detailliertere Teil-Schnittansicht des Hygienehauses gemäß der Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Flüssigkeitsauffangbehälters
- Fig. 6
- einen als Duschkabine umgerüsteten Hygieneraum, und
- Fig. 7
- einen Hygieneraum mit Urinal.
[0039] Aus Figur 1 ist eine Ausführungsform des insgesamt mit 1 bezeichneten erfindungsgemäßen
Hygienehauses ersichtlich, wobei eine achteckige Außenwand 2 einen Innenraum 3 umgibt,
in dem 14 Hygieneräume 4 angeordnet sind. Die Hygieneräume 4 umgeben einen Zentralraum
5, der über einen in der Außenwand 2 vorgesehenen Zugang 6 zugänglich ist. Der Innenraum
3 weist einen oberhalb eines Untergrunds 8 (siehe Figur 2) angeordneten Boden 7 (siehe
Figur 2) auf, so dass eine Treppe 9 vorgesehen ist, um den Höhenunterschied zwischen
dem Untergrund 8 und dem Boden 7 zu überbrücken. Alternativ kann auch eine Rampe die
Treppe 9 ersetzen oder eine Kombination von Treppe und Rampe vorgesehen sein, so dass
das Hygienehaus auch für Rollstuhlfahrer nutzbar ist. Gemäß einer Variante der Ausführungsform
kann die Treppe 9 und/oder Rampe auch außerhalb des Hygienehauses 1 angeordnet sein,
so dass im Bereich des Zugangs 6 zusätzlich nutzbarer Raum zur Verfügung steht. Dieser
zusätzlich nutzbare Raum kann zumindest teilweise zum Vorsehen eines Abstellschranks
oder -raums und/oder von Servicepersonal genutzt werden.
[0040] In der Mitte des Zentralraums 5'ist eine achteckige Säule 10 vorgesehen, an der mehrere
Waschbecken 11 und Spiegel 12 befestigt sind. Soll das Hygienehaus 1 gleichzeitig
für Männer und für Frauen nutzbar sein, sind Trennwände 13 vorsehbar, welche den Zentralraum
5 in zwei getrennte Bereiche teilen. Da die Trennwände 13 lediglich optional sind,
sind sie gestrichelt dargestellt.
[0041] Die Hygieneräume 4 weisen jeweils eine an der Außenwand 2 angeordnete Toilette 14
mit jeweils einer Toilettenschüssel 15 und einer Toilettenspülung 16 auf und sind
durch Seitenwände 17 seitlich begrenzt, die sich von der Außenwand 2 bis zum Zentralraum
5 hin erstrecken. Jeder Hygieneraum 4 weist zum Zentralraum 5 hin einen Zugang 18
auf, in dem zwei Flügeltüren 19 angeordnet sind. Alternativ ist es möglich, lediglich
eine Tür 19 je Zugang 18 vorzusehen. Ferner weist jeder Hygieneraum 4 eine Frontwand
20 auf, in welcher der Zugang 18 ausgebildet ist, wobei die Türen 19 an der Frontwand
20 schwenkbar gelagert sind. Alternativ ist es möglich, die Türen 19 der Hygieneräume
4 an den zugehörigen Seitenwände 17 schwenkbar zu lagern.
[0042] Die Außenwand 2 ist insbesondere in Außenwandteile 57 unterteilt, wobei jedes der
Außenwandteile 57 eine Seite der achteckigen Außenwand 2 und somit eine Rückwand von
zwei nebeneinander liegenden der Hygieneräume 4 bildet. Die Außenwandteile 57, die
Seitenwände 17 und die Frontwände 20 mit den Türen 19 sind lösbar im Steckverfahren
montiert, so dass das Hygienehaus 1 leicht demontiert werden kann.
[0043] Aus Figur 2 ist eine Schnittansicht des Hygienehauses 1 ersichtlich, welches insgesamt
mit einer Zeltplane 21 abgedeckt ist, die wenigstens einen Zugang 22 umfasst. Das
Hygienehaus 1 weist ein Dach 23 auf, das wegen der vorhandenen Zeltplane 21 aber auch
entfallen kann. Die Zeltplane 21 ist mittig von einer Zeltstange 50 gehalten, die
auf dem Dach 23 abgestützt ist, sich alternativ aber auch durch das Hygienehaus 1
hindurch bis zum Untergrund 8 erstrecken kann.
[0044] Jeder Hygieneraum 4 weist einen Flüssigkeitsablauf beziehungsweise Abfluss 24 und
einen Flüssigkeitszulauf beziehungsweise Wasseranschluss 25 auf, wobei, wie aus Fig.
3 ersichtlich, die Toilettenschüssel 15 über ein senkrechtes Fallrohr 26 mit einem
zwischen dem Untergrund 8 und dem Boden 7 angeordneten Flüssigkeitsauffangbehälter
27 verbunden ist. Zur Vermeidung von Geruchsbildung ist das Rohr 26 über eine Dichtung
28 gegenüber dem Boden 7 abgedichtet. Ferner mündet das Rohr 26 in einen Siphon 46
(schematisch dargestellt), der fest mit dem Flüssigkeitsauffangbehälter 27 verbunden
ist. Der Flüssigkeitszulauf 25 ist mit der Toilettenspülung 16 verbunden und erstreckt
sich über ein Rohr beziehungsweise Wasserleitung 29 durch den Flüssigkeitsauffangbehälter
27 hindurch bis hin zu einem zentralen Anschlussraum 30.
[0045] Die Toilette 14 ist herausnehmbar in dem Hygieneraum 4 angeordnet, insbesondere kann
die Toilettenschüssel 15 zusammen mit dem Rohr 26 von dem Flüssigkeitsablauf 24 abgezogen
werden. Ferner ist die Toilettenspülung 16 von dem Flüssigkeitszulauf 25 demontierbar,
so dass dieser auch mit einer Dusche oder Brause 43 (siehe Figur 6) verbunden werden
kann. Alternativ ist es möglich, dass der Flüssigkeitszulauf 25 mehrere Anschlüsse
in dem Hygieneraum 4 aufweist, so dass die Dusche 43 und die Toilettenspülung 16 nicht
über denselben Anschluss an den Flüssigkeitszulauf 25 angeschlossen werden müssen.
Somit kann der Hygieneraum 4 in einfacher Weise von einer Toilettenkabine zu einer
Duschkabine umfunktioniert werden, wobei der Flüssigkeitsablauf 24 bevorzugt mit einer
flüssigkeitsdurchlässigen Abdeckung, wie zum Beispiel einem Sieb 45 (siehe Figur 6),
abgedeckt wird. Durch umgekehrtes Vorgehen ist es möglich, einen als Duschkabine ausgebildeten
Hygieneraum 4 in eine Toilettenkabine umzuwandeln.
[0046] Die an der Säule 10 angeordneten Waschbecken 11 weisen jeweils einen Wasserhahn 48
auf, der über einen Flüssigkeitszulauf 31 mit Wasser versorgt wird, der im Innern
der Säule 10 verläuft und sich bis hin zu dem Anschlussraum 30 erstreckt. Die Flüssigkeitszuläufe
25 und 31 sind im zentralen Anschlussraum 30 mit einer zentralen Wasserversorgung
32 verbunden, die entweder an eine externe Wasserversorgung, wie zum Beispiel das
öffentliche Trinkwassernetz, oder an einen Wassertank angeschlossen ist, der zum Beispiel
im Dach 23 angeordnet sein kann. Ferner ist es möglich, einen Warmwasserbereiter 33
vorzusehen, der mit der zentralen Wasserversorgung 32 verbunden ist. Der Warmwasserbereiter
33 ist bevorzugt in der Säule 10 angeordnet und kann zusätzlich mit den Wasserhähnen
48 verbunden sein.
[0047] Ein zweites Rohr beziehungsweise Wasserleitung 34 kann durch den Flüssigkeitsauffangbehälter
27 verlaufen, die einen Anschluss bzw. Flüssigkeitszulauf 37 (siehe Figur 5) im Hygieneraum
4 und einen weiteren Anschluss 40 (siehe Figur 5) im Anschlussraum 30 aufweist, wobei
der weitere Anschluss mit dem Warmwasserbereiter 33 verbunden ist. Somit ist es möglich,
die Dusche 43 mit dem Flüssigkeitszulauf 37 bzw. mit der Warmwasserleitung 34 zu verbinden.
Bevorzugt ist die Dusche 43 sowohl mit dem Flüssigkeitszulauf 25 als auch mit dem
Flüssigkeitszulauf 37 verbunden, so dass über eine geeignete Mischvorrichtung 44 (siehe
Figur 6) die Temperatur des aus der Dusche ausströmenden Wassers variierbar ist.
[0048] Aus Figur 4 ist eine Draufsicht auf eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung 35 ersichtlich,
die aus insgesamt vier Flüssigkeitsauffangbehältern 27, 51, 52 und 53 zusammengesetzt
ist, die lösbar miteinander verbunden sind. Jeder Flüssigkeitsauffangbehälter bildet
einen separaten Tank und weist mehrere der Flüssigkeitszuläufe 25, 37 und mehrere
der Flüssigkeitsabläufe 24, 38 auf, so dass genügend Anschlussmöglichkeiten für jeden
Hygieneraum 4 zur Verfügung stehen. Die Flüssigkeitsabläufe 24, 38 können dabei als
Löcher in den Decken 36 der Flüssigkeitsauffangbehälter ausgebildet sein, wohingegen
die Flüssigkeitszuläufe 25, 37 zum Beispiel Wasseranschlüsse, bevorzugt Steckanschlüsse
für Wasserleitungen und/oder Wasserschläuche, bilden, die an oder in den Decken 36
befestigt sind. Die Decken 36 bilden gemäß dieser Ausführungsform gleichzeitig den
Boden 7, der zusätzlich von einem Gitterrost 49 abgedeckt ist. Ferner weist der Flüssigkeitsauffangbehälter
53 einen tieferen oder abfallenden Bereich 54 auf, über dem die Treppe 9 angeordnet
ist. Ist die Treppe 9 außerhalb des Hygienehauses 1 angeordnet, muss der Bereich 54
nicht tiefer oder abfallend ausgebildet werden. Insbesondere ist es möglich, dass
alle Flüssigkeitsauffangbehälter 27, 51, 52, 53 gleichartig oder identisch aufgebaut
sind.
[0049] Aus Figur 5 ist eine perspektivische Ansicht des Flüssigkeitsauffangbehälters 27
ersichtlich, wobei die Flüssigkeitsabläufe 24 und die Flüssigkeitszuläufe 25 und 37
im Bereich des Außenumfangs vorgesehen sind. Im Bereich des Innenumfangs weist der
Flüssigkeitsauffangbehälter 27 die Flüssigkeitsabläufe 38 für die Waschbecken 11 auf.
Zusätzlich sind im Bereich des Innenumfangs, insbesondere an der inneren Stirnseite
des Flüssigkeitsauffangbehälters 27, Anschlüsse 39, 40 und 41 vorgesehen, wobei der
Anschluss 39 mit der zentralen Wasserversorgung 32 und der Anschluss 40 mit dem Warmwasserbereiter
33 verbunden ist. Der Anschluss 41 kann, sofern vorhanden, an die Kanalisation angeschlossen
werden, um die Einsatzzeit des Hygienehauses 1 zu erhöhen. Alternativ ist es möglich,
den Anschluss 41 an der äußeren Stirnseite 42 oder an einer anderen Außenfläche des
Flüssigkeitsauffangbehälters 27 vorzusehen. Auch können die Anschlüsse 39 und 40 zum
Beispiel an der Decke 36 angeordnet sein. In diesem Fall ist es möglich, den Anschlussraum
oberhalb der Flüssigkeitsauffangvorrichtung vorzusehen, zum Beispiel in der Säule
10.
[0050] Aus Figur 6 ist eine Schnittansicht eines der Hygieneräume 4 ersichtlich, der als
Duschkabine ausgebildet ist. Dabei ist die Dusche 43 über die Mischvorrichtung bzw.
Mischbatterie 44 mit den Flüssigkeitszuläufen 25 und 37 verbunden, so dass Warmwasser
und Kaltwasser zum Duschen zur Verfügung stehen. Ferner ist in den Flüssigkeitsablauf
24 ein Sieb 45 eingesetzt.
[0051] Aus Figur 7 ist eine Schnittansicht eines der Hygieneräume 4 ersichtlich, wobei die
Toilette durch ein Urinal 55 ersetzt wurde, welches wie die Toilette mit dem Flüssigkeitsablauf
24 verbunden ist. Ferner ist eine mit dem Flüssigkeitszulauf 25 verbundene Urinalspülung
56 vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Hygienehaus
- 2
- Außenwand
- 3
- Innenraum
- 4
- Hygieneraum
- 5
- Zentralraum
- 6
- Zugang
- 7
- Boden
- 8
- Untergrund
- 9
- Treppe /Rampe
- 10
- Säule
- 11
- Waschbecken
- 12
- Spiegel
- 13
- Trennwände
- 14
- Toilette
- 15
- Toilettenschüssel
- 16
- Toilettenspülung
- 17
- Seitenwand
- 18
- Zugang
- 19
- Flügeltür
- 20
- Frontwand
- 21
- Zeltplane
- 22
- Zugang
- 23
- Dach
- 24
- Flüssigkeitsablauf
- 25
- Flüssigkeitszulauf
- 26
- Rohr
- 27
- Flüssigkeitsauffangbehälter
- 28
- Dichtung
- 29
- Rohr
- 30
- Anschlussraum
- 31
- Flüssigkeitszulauf
- 32
- zentrale Wasserversorgung
- 33
- Warmwasserbereiter
- 34
- Wasserleitung
- 35
- Flüssigkeitsauffangvorrichtung
- 36
- Decke
- 37
- Flüssigkeitszulauf
- 38
- Flüssigkeitsablauf
- 39
- Anschluss
- 40
- Anschluss
- 41
- Anschluss
- 42
- Außenseite
- 43
- Dusche
- 44
- Mischbatterie
- 45
- Sieb
- 46
- Siphon
- 47
- Mittenhochachse
- 48
- Wasserhahn
- 49
- Gitterrost
- 50
- Zeltstange
- 51
- Flüssigkeitsauffangbehälter
- 52
- Flüssigkeitsauffangbehälter
- 53
- Flüssigkeitsauffangbehälter
- 54
- abfallender Bereich
- 55
- Urinal
- 56
- Urinalspülung
- 57
- Außenwandteil
1. Hygienehaus mit einer eine vieleckige oder runde Umfangkontur aufweidenden Außenwand
(2), die einen Innenraum (3) umgibt und wenigstens einen Zugang (6) aufweist, mehreren
im Innenraum (3) vorgesehenen und durch Seitenwände (17) begrenzten Hygieneräumen
(4), die entlang der Umfangskontur an der Außenwand (2) angeordnet sind und jeweils
wenigstens einen Flüssigkeitszulauf (25) und wenigstens einen Flüssigkeitsablauf (24)
aufweisen, einem im Innenraum (3) vorgesehenen und durch den Zugang (6) zugänglichen
Zentralraum (5), durch welchen die Hygieneräume (4) zugänglich sind, wenigstens einer
mit einem der Flüssigkeitszuläufe (25) verbundenen und in einer der Hygieneräume (4)
angeordneten sanitären Einrichtung (14), und einer mit den Flüssigkeitsabläufen (24)
verbundenen Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35), der Flüssigkeit durch die Flüssigkeitsabläufe
(24) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Hygienehaus (1) aus mehreren Baugruppen demontierbar zusammengebaut ist, welche
zumindest die Außenwand (2), die Seitenwände (17), die sanitäre Einrichtung (14) und
die Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35) umfassen, und
- die Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35) mehrere voneinander trennbare Flüssigkeitsauffangbehälter
(27, 51, 52, 53) aufweist, die unterhalb der Hygieneräume (4) angeordnet sind.
2. Hygienehaus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hygieneräume (4) der Umfangskontur folgend nebeneinander angeordnet sind, wobei
zumindest ein Teil der Seitenwände (17) die Hygieneräume (4) voneinander trennende
Zwischenwände bildet.
3. Hygienehaus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralraum (5) von den Hygieneräumen (4) umgeben ist.
4. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsauffangbehälter (27, 51, 52, 53) jeweils eine geschlossene Einheit
bilden und zu der Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35) zusammengefügt sind.
5. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer, mehrere oder alle der Flüssigkeitsauffangbehälter (27, 51, 52, 53) jeweils
wenigstens einen der Flüssigkeitsabläufe (24) und wenigstens einen der Flüssigkeitszuläufe
(25) aufweisen.
6. Hygienehaus nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass einer, mehrere oder alle der Flüssigkeitsauffangbehälter (27, 51, 52, 53) jeweils
wenigstens einen Wasseranschluss (39) und wenigstens eine Wasserleitung (29) aufweisen,
die den wenigstens einen Flüssigkeitszulauf (25) mit dem wenigstens einen Wasseranschluss
(39) verbindet und an oder in dem jeweiligen Flüssigkeitsauffangbehälter verläuft.
7. Hygienehaus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Flüssigkeitszulauf (25) und der wenigstens eine Flüssigkeitsablauf
(24) einen größeren Abstand zum Zentrum der Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35) als
der Wasseranschluss (39) aufweisen.
8. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsauffangvorrichtung (35) eine vieleckige oder runde Außenkontur aufweist.
9. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine sanitäre Einrichtung (14) von einem Waschbecken, von einer Dusche,
von einem Urinal oder von einer Toilette gebildet ist.
10. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine sanitäre Einrichtung (14) mit einem der Flüssigkeitsabläufe (24)
lösbar verbunden ist.
11. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem der Hygieneräume (4) wenigstens eine sanitäre Einrichtung (14) vorgesehen
ist.
12. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (2) mehrere lösbar miteinander verbundene Außenwandteile (57) aufweist.
13. Hygienehaus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Flüssigkeitsabläufen (24) Siphons (46) befestigt sind.