[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kupplungskopf für kuppelbare Fahrzeuge mit
einem Kupplungskopfgehäuse und mit einer an das Kupplungskopfgehäuse stirnseitig abschließenden
Stirnplatte. Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Montageverfahren
für einen derartigen Kupplungskopf.
[0002] Kupplungskopfgehäuse für kuppelbare Fahrzeuge sind in Fach- und Patentliteratur mehrfach
beschrieben. Die Druckschrift
DE 43 12 405 A1 beschreibt beispielsweise eine Mittelpufferkupplung für Schienenfahrzeuge, die zusätzlich
eine Schutzvorrichtung enthält.
[0003] Weiterhin ist aus der Druckschrift
DE 82 10 877 eine elektrische Heizung für Mittelpufferkupplungen bekannt. Heizungen werden in
Mittelpufferkupplungen eingebaut, um auch im winterlichen Betrieb eine einwandfreie
Funktion zu gewährleisten. Insbesondere sollen die integrierten Heizungen dafür sorgen,
dass die vorderen Stirnplatten eis- und schneefrei bleiben, um eine sichere Funktion
des Kupplungsvorganges sicherzustellen. Auch die Druckschrift
US 6,008,472 beschreibt das Einbringen von Heizelementen in die Stirnplatte von Kupplungskopfgehäusen
am Beispiel einer Scharfenberg-Mittelpufferkupplung.
[0004] In Bezug auf die vorliegende Erfindung sind - exemplarisch, aber nicht ausschließlich
- drei wesentliche Kupplungen vom Typ Scharfenberg bekannt: Eine Vollbahnkupplung
namens Typ 10. Dieser Vollbahn-Kupplungskopf zeichnet sich durch einen großen Greifbereich
in Seite und Höhe aus. Ermöglicht wird dies durch die Verwendung eines Greifers und
eines Auslegers. Diese Charakteristik garantiert universelle Einsetzbarkeit. Der Vollbahn-Kupplungskopf
Typ 10 wird europaweit von nahezu allen Staatsbahnen und weltweit, zum Beispiel in
Asien, Australien und Südafrika, eingesetzt. Materialauswahl und Ausgestaltung des
Kopfes und der Verschlusselemente sind für die Übertragung der in den UIC-Richtlinien
geforderten Zug- und Druckkräfte optimal ausgelegt und durch Typentests nachgewiesen.
Falls notwendig lässt sich die Stirnplatte für einen störungsfreien Winterbetrieb
mit einer Heizung ausstatten. Weiterhin sind Metrokupplungen bekannt, die sich von
Stadtbahnen bis zu Metro-Zügen einsetzen lassen.
[0005] Den meisten bisherigen bekannten Konstruktionen von Mittelpufferkupplungen und Kupplungskopfgehäusen
ist allerdings gemeinsam, dass sie jeweils als Gesamtheit konstruiert und gefertigt
sind. Die Druckschrift
DE 11 24 535 B beschreibt beispielsweise ein Gehäuse für selbsttätige starre Mittelpufferkupplungen
bestehend aus einer Stirnplatte mit einem pyramidenförmigen Vorsprung und einer entsprechenden
Vertiefung an der Pufferfläche, einem Endstück zur Verbindung des Gehäuses mit einer
Kupplungsstange und einem zwischen der Stirnplatte und dem Endstück liegenden eigentlichen
Gehäusekörper, der in Zellenbauweise aus einzelnen Formteilen zusammengesetzt ist.
Dabei ist vorgesehen, dass sowohl die Stirnplatte als auch das Endstück aus einem
Schmiede- oder Gussstück hergestellt und durch Verbindungsstücke zusammengehalten
ist. Dieser aus dem Stand der Technik bekannte Aufbau bedingt allerdings, dass die
Kupplung und das Kupplungskopfgehäuse als Gesamtheit konstruiert und gefertigt sind.
[0007] Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf Kupplungsköpfe für Schienenfahrzeuge exemplarisch
beschrieben wird, sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich
die Erfindung auf Kupplungsköpfe allgemein bezieht. Demnach fallen auch Kupplungsköpfe
für beispielsweise Fahrzeugkupplungen oder für Magnetschwebebahnen hierunter. In der
vorliegenden Spezifikation wurde von daher der Ausdruck "Kupplungskopf für kuppelbare
Fahrzeuge" gewählt.
[0008] Modulare Konzepte für Kupplungsköpfe sind bisher nicht bekannt. Zu jedem Gehäuseteil
gibt es eine Stirnplatte, die fest, d.h. nicht lösbar, mit dem restlichen Kupplungskopfgehäuse
verbunden ist, beispielsweise indem die Stirnplatte mit dem restlichen Kupplungskopfgehäuse
verschweißt oder einstückig ausgebildet ist. In den Anfängen der Kupplungskopfgehäuse
wurden die Gehäuse durch eine obere und untere Gehäusehalbschale geformt. Danach ist
man dazu übergegangen, das Kupplungskopfgehäuse in einem Stück herzustellen. Danach
wurde die Stirnplatte auf das Kupplungskopfgehäuse aufgeschweißt. Bedingt durch das
Schweißen und die damit verbundenen Wärmeausdehnungen ist es bisher nicht möglich,
alle Bohrungen, Nuten und Aussparungen vor dem Verschweißen anzubringen. Vielmehr
musste der komplette Kupplungskopf nach dem Zusammenschweißen im Detail nachbearbeitet
werden. Insbesondere mussten Bohrungen und Nuten nachträglich angebracht werden. Hohe
Bearbeitungskosten sind die bisherigen Folgen. Außerdem ergibt sich eine hohe Variantenvielfalt,
die weiterhin zu hohen Fertigungs- und Lagerkosten führt. Weiterhin ist es bis jetzt
erforderlich, die im Gehäuse liegenden Teile der Kupplung nachträglich umständlich
und aufwendig und damit kostentreibend zu montieren.
[0009] Ausgehend von den zuvor geschilderten Problemen hinsichtlich der Variantenvielfalt,
der mangelnden Modularität, der Nachbearbeitungsnotwendigkeit und der Montageprobleme
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, aus dem Stand der Technik bekannte
Kupplungskopfgehäuse für Schienenfahrzeuge mit Stirnplattem der Gestalt weiterzuentwickeln,
dass ein modularer Aufbau möglich ist und Stirnplatten an verschiedene hintere Kupplungsgehäuse
montiert werden können.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Kupplungskopfgehäuse
- also der hintere Teil des Kupplungskopfes - mit einer an das Kupplungskopfgehäuse
anliegenden Stirnplatte lösbar verbunden ist.
[0011] Diese Art der Konstruktion eines Kupplungskopfes bietet eine Reihe von Vorteilen
gegenüber den herkömmlichen, zusammengeschweißten Kupplungsköpfen. Durch die lösbare
Verbindung zwischen dem Kupplungskopfgehäuse und der Stirnplatte werden die Eigenschaften
des Kupplungskopfes und dessen Herstellungsprozess insgesamt optimiert. Es lässt sich
von einem modularen Konzept sprechen, bei dem unterschiedliche Kupplungskopfgehäuse
an wiederum unterschiedliche Stirnplatten montiert werden können. Ein gesamtheitlicher
Entwurf und eine gesamtheitliche Fertigung des kompletten Kupplungskopfes ist nicht
mehr erforderlich. Auch lässt sich die Stirnplatte für Wartungs- oder Reparaturarbeiten
innerhalb des Kupplungskopfgehäuses entfernen, so dass Servicepersonal leicht an die
Entkuppelzylinder und die anderen Teile des kompletten Kupplungsverschlusses herankommen
können.
[0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Kupplungskopfgehäuse keine nur auf einen Kupplungskopftyp
bezogene Konstruktionsmerkmale aufweist. Diese Kupplungskopftypbezogenen Konstruktionsmerkmale
werden an, in oder auf der Stirnplatte platziert. Durch den somit erzielten modularen
Aufbau des Kupplungskopfes bestehend aus Kupplungskopfgehäuse und Stirnplatte ist
es zusätzlich möglich, den Entkuppelzylinder und den kompletten Kupplungsverschluss
in dem Kupplungskopfgehäuse vorzumontieren, bevor die Stirnplatte aufgesetzt und das
Kupplungskopfgehäuse geschlossen wird.
[0014] Unter dem Begriff "Kupplungskopftyp-bezogene Konstruktionsmerkmale" sind hierin sämtliche
wesentliche konstruktionsbedingte Merkmale zu verstehen, die für einen Kupplungskopftyp
gemeinsam sind, und die den Kupplungskopftyp in seiner Funktionsweise charakterisieren.
Beispielsweise ist die Festlegung des Greifbereichs oder die Größe und/oder Form von
Trichter und Kegel ein solches Kupplungskopftypbezogenes Konstruktionsmerkmal, da
dieses Merkmal charakteristisch für den Verschluss des Kupplungskopfes ist.
[0015] In vorteilhafter Weise ist zwischen dem Kupplungskopfgehäuse und der Stirnplatte
ein Ausgleichselement positioniert. Dieses Ausgleichselement kann durch eine Auswahl
verschiedener Stärken unter anderem Fertigungstoleranzen und ein Kupplungsspiel ausgleichen.
Darüber hinaus kann das Ausgleichselement dazu dienen, verschiedene Werkstoffe des
Kupplungskopfgehäuses und der Stirnplatte zu trennen.
[0016] Außerdem ist das Ausgleichselement vorzugsweise so geformt, dass es im Wesentlichen
der Querschnittsgeometrie der Stirnseite des Kupplungskopfgehäuses entspricht, ähnlich
einer Dichtung. Das Ausgleichselement ist allerdings nicht ausschließlich auf die
Querschnittsgeometrie der Stirnseite des Kupplungskopfgehäuses begrenzt. Es kann auf
beiden Seiten, also nach innen wie nach außen, über den Rand der Stirnseite des Kupplungskopfgehäuses
hinausragen. Mit dem Ausgleichselement lassen sich eine Reihe weiterer Funktionen,
die weiter unten beschrieben sind, verwirklichen.
[0017] Anstelle des Ausgleichselements, das beispielsweise in Form einer großen Platte ausgeführt
ist, kann auch eine Anzahl von Abstandselementen, beispielsweise in Form mehrere im
Vergleich zum Ausgleichselement kleinerer Unterlegscheiben, zum Einsatz kommen, die
beispielsweise an den nachstehend noch erwähnten Verbindungselementen zwischen Kupplungskopfgehäuse
und Stirnplatte im wesentlichen kleinflächig oder gar punktuell angeordnet werden.
[0018] Zusätzlich ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass das Ausgleichselement aus
Kunststoff besteht, wobei selbstverständlich auch andere Materialen, z. B. Metall
oder Mehrkomponentenwerkstoffe, denkbar sind. Das Ausgleichselement beziehungsweise
die Anzahl Abstandselemente können dann über die Funktion des Ausgleiches von Fertigungstoleranzen
hinaus auch für eine Trennung möglicher verschiedener Werkstoffe von Stirnplatte und
Kupplungskopfgehäuse sorgen. Der Einsatz von verschiedenen Materialien für das Ausgleichselement
lässt auch unterschiedliche Druck- und Schallübertragungseigenschaften von der Stirnplatte
an das Kupplungskopfgehäuse zu. Dadurch ergibt sich ein zusätzlich einstellbarer Dämpfungseffekt
während des Kuppelns zwischen der Stirnplatte und dem Kupplungskopfgehäuse. Dieser
Dämpfungseffekt sorgt weiterhin für eine Geräuschminderung beim Kuppelvorgang. Im
Fall von Personenwaggons bedeutet das eine weitere Reduzierung des Geräuschniveaus
beim Kuppeln und in Fahrt, und eine damit einhergehende Reduzierung der Lärmbelästigung
der mitfahrenden Passagiere. Aber selbstverständlich ist auch ein Ausgleichselement
aus klassischem Blech denkbar.
[0019] Um die Nachteile der aus Unter- und Oberschale bestehenden Kupplungskopfgehäuse älterer
Bauart zu vermeiden und darüber hinaus die Herstellung zu optimieren, ist vorzugsweise
vorgesehen, dass das Kupplungskopfgehäuse aus einem Stück besteht. Denkbar hierbei
wäre beispielsweise, dass das Kupplungskopfgehäuse als geschweißtes Gehäuse ausgebildet
ist. Selbstverständlich sind aber auch andersartig einstückig ausgeführte Kupplungskopfgehäuse
denkbar.
[0020] In Bezug auf den Werkstoff des Kupplungskopfgehäuses stehen erfindungsgemäß folgende
vorteilhafte Alternativen zur Verfügung: zum einen kann vorgesehen sein, das Kupplungskopfgehäuse
aus glasfaserverstärktem Material, insbesondere aus glasfaserverstärktem Kohlefasermaterial
oder ähnlichen Verbundstoffen, bestehen zu lassen. Der Einsatz dieser Materialen bietet
gegenüber dem herkömmlichen Metall eine Reihe von Vorteilen wie zum Beispiel sehr
hohe Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit, elektrische Isolationsfähigkeit und
positive, da niedrige Geräuschweiterleitungseigenschaften, die bei einem Kuppelvorgang
und in Fahrt insgesamt weiter lärmreduzierend wirken. Ein weiterer Vorteil für die
Verwendung von glasfaserverstärkten Materialen, insbesondere glasfaserverstärkten
Kohlefasermaterial, ist in der Gewichtsreduzierung zu sehen, was bei Kupplungen ein
wesentlicher Faktor ist.
[0021] Zum anderen kann vorgesehen sein, ein Kupplungskopfgehäuse aus Metall einzusetzen.
Es kann beispielsweise aus Feingussmaterial gefertigt sein. Dabei werden übliche Fertigungsverfahren
eingesetzt. Eine Umstellung des Herstellungsverfahrens des Kupplungskopfgehäuses bei
der Umsetzung der vorliegenden Erfindung ist hierbei nicht erforderlich.
[0022] Außerdem ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die Stirnplatte aus Feingussmaterial
herzustellen. Das hat den wesentlichen Vorteil, dass viele Bohrungen, Nuten und Aussparungen
in einem Herstellungsprozess an der Stirnplatte angebracht werden können. Dadurch
können Bearbeitungsschritte eingespart werden. Selbstverständlich kann aber auch die
Stirnplatte anders gefertigt sein, beispielsweise aus Normalgussmaterial oder durch
Schmieden und Gießen anderer geeigneter Materialien. Auch ist es denkbar, dass die
Stirnplatte aus einem nicht-metallischem Material gefertigt ist.
[0023] Zur Aufnahme von Heizelementen weist die Rückseite der Stirnplatte Aussparungen in
Form von Nuten auf. Diese Heizelemente sorgen dafür, dass die Stirnplatte und damit
der Kupplungskopf im rauen Winterbetrieb aufheizbar ist, so dass beispielsweise Schnee
oder Eis abgetaut werden können. Diese Heizelemente müssen bisher in nachträglich
eingefrästen Nuten oder Bohrungen montiert werden. Diese Nuten wurden dann anschließend
wieder mit Hartlot verschlossen. Auch dieser aufwändige Einzelprozess in der Herstellung
entfällt durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Konstruktion des Kupplungskopfes.
[0024] Die großen Vorteile des mit der Erfindung erreichten modularen Aufbaus und insbesondere
mit dem weiter oben beschriebenen Ausgleichselement werden bei der zusätzlichen Verwendung
von Heizelementen dadurch offenbar, dass die rückseitig montierten Heizelemente einfach
in ihren Nuten gehalten und abgedeckt werden.
[0025] Zur Verbindung des Kupplungskopfgehäuses mit der Stirnplatte ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die Stirnplatte mittels Schrauben an dem Kupplungskopfgehäuse montiert werden
kann. Dabei liegt zwischen dem Kupplungskopfgehäuse und der Stirnplatte das Ausgleichselement.
Praktisch beliebige Arten von Verbindungselementen können verwendet werden, um die
Stirnplatte an dem Kupplungsgehäuse zu montieren. Zylinderkopfschrauben oder Senkkopfschrauben
sind eine mögliche Ausführungsart. Dabei können die Schrauben entweder in vorgefertigte
Gewinde des Kupplungskopfgehäuses greifen oder als Stehbolzen ausgeführt sein. Dieser
Stehbolzen würde dann durch die Stirnplatte und ein Loch in Form einer Öse im Kupplungskopfgehäuse
hindurchragen, um von der Rückseite mit einer Mutter fixiert zu werden.
[0026] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird darüber hinaus erfindungsgemäß
durch ein Verfahren zur Montage eines Kupplungskopfes mit folgenden Verfahrensschritten
gelöst. Wenn Heizelemente in dem Kupplungskopf vorgesehen sind, werden diese zunächst
in die Nuten der Stirnplatte eingelegt. Dann wird bei Bedarf das Ausgleichselement
in die Stirnplatte eingelegt oder an die Stirnplatte angelegt. In das Kupplungsgehäuse
wurden bereits der Entkuppelzylinder und der komplette Kupplungsverschluss vormontiert.
Die so vormontierte Stirnplatte und das so vormontierte Kupplungskopfgehäuse werden
dann mittels der Schrauben zusammengefügt und aneinander befestigt. Schweißen ist
bei dieser Art der Montage des Kupplungskopfes nicht mehr erforderlich. Längere Abkühlzeiten
und Nachbearbeitungsnotwendigkeiten des Kupplungskopfes werden eliminiert. Dadurch
können auch potentielle Fehlerquellen im Fertigungsverfahren beseitigt werden, so
dass der Kupplungskopf mit höherer Fertigungsqualität hergestellt werden kann.
[0027] Dem Fachmann ist offensichtlich, dass eine Vormontage des Entkuppelzylinders und
des Kupplungsverschlusses vor dem Zusammenfügen der beiden Hauptkomponenten des Kupplungskopfes,
bestehend aus Kupplungskopfgehäuse und Stirnplatte, nicht notwendigerweise erforderlich
ist. Genauso ist es möglich, den Einbau des Entkuppelzylinders und des Kupplungsverschlusses
nach dem Zusammenfügen vorzunehmen, wie es heute bei Kupplungsköpfen allgemein praktiziert
wird. Allerdings - wie auch erfindungsgemäß vorgesehen - bietet der vorherige Einbau
des Entkuppelzylinders und des Kupplungsverschlusses erhebliche Vorteile in Bezug
auf den Arbeitsablauf, die Zugänglichkeit der Komponenten während des Einbaus und
der Wartung des Kupplungskopfes.
[0028] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand
einer Zeichnung näher erläutert.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kupplungskopf für kuppelbare Fahrzeuge aus im Wesentlichen zwei Teilen, nämlich
dem Kupplungskopfgehäuse 2 und der Stirnplatte 4; und
- Fig. 2
- eine rückseitige Ansicht des Kupplungskopfes 1, bei dem insbesondere die Lage Nuten
10, 12, 14 der Heizelemente 9, 11, 13, 15 sichtbar ist.
[0030] Fig. 1 zeigt einen möglichen Aufbau eines Kupplungskopfes 1 in modularer Bauweise.
Er besteht aus den zwei wesentlichen Bestandteilen Stirnplatte 4 und dem eigentlichen
Kupplungskopfgehäuse 2. Zwischen dem Kupplungskopfgehäuse 2 und der Stirnplatte 4
kann ein Ausgleichselement 6 vorgesehen sein. Dieses Ausgleichselement 6 dient dazu,
bei Bedarf Unterschiede zwischen der Stirnseite des Kupplungskopfgehäuses 2 und der
Stirnplatte 4 auszugleichen bzw. zu beseitigen. Als Ausgleichselement kann, wie in
Fig. 1 gezeigt, eine Ausgleichsplatte 6 verwendet werden. Ferner ist es denkbar, zusätzlich
zu der Ausgleichsplatte oder alternativ hierzu (nicht explizit dargestellte) Abstandselemente,
beispielsweise in der Gestalt von Unterlegscheiben, einzusetzen. Selbstverständlich
sind die Ausgleichselemente und Abstandselemente keine wesentlichen Bauteile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0031] Ein weiterer Bestandteil der Vorrichtung sind Heizelemente 9, 11, 13, 15, die zwischen
dem Kupplungskopfgehäuse 2 und der Stirnplatte 4 positioniert sind. Mittels Verbindungselementen
- zum Beispiel Zylinderschrauben 5, die durch Bohrungen 16 in der Stirnplatte 4 gehen
- ist die Stirnplatte 4 zusammen mit dem in der dargestellten Ausführungsform verwendeten
Ausgleichselement 6 an dem Kupplungskopfgehäuse montiert. Die Teile liegen formschlüssig
aufeinander. Außerdem sind in dem Kupplungskopfgehäuse 2 bereits die Kupplungsorgane
7, 17, insbesondere der Entkuppelzylinder und der Kupplungsverschluss, montiert.
[0032] Fig. 2 zeigt die zur Aufnahme der Heizelemente 9, 11, 13, 15 vorgesehenen Nuten 10,
12, 14 in der Stirnplatte 4. Die Nut für das Heizelement 9 ist in dieser Darstellung
verdeckt und daher nicht sichtbar. Beim Zusammenfügen der Stirnplatte 4, des Ausgleichselementes
6 und des Kupplungskopfgehäuses 2 werden die Heizelemente 9, 11, 13, 15 in den Nuten
10, 12, 14, 16 durch das Ausgleichselement 6 fixiert und abgedichtet. Das Ausgleichselement
6 kann dabei aus z.B. Metall oder aus z.B. Kunststoff bestehen, wobei Kunststoff die
Vorteile eines Dämpfungseffektes und einer Trennung verschiedener Werkstoffe von Stirnplatte
4 und Kupplungskopfgehäuse 2 mit sich bringt.
[0033] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Montageverfahren anhand der Figuren 1 und
2 kurz beschrieben.
[0034] Zunächst werden die Heizelemente 9, 11, 13, 15 in die Nuten 10, 12, 14 der Stirnplatte
4 eingelegt. Anschließend wird das Ausgleichselement 6 an die Stirnplatte angelegt.
Alternativ ist es auch möglich, das Ausgleichselement 6 in eine Aussparung der Stirnplatte
4 einzulegen. Danach können die Kupplungsorgane 7, 17 in das noch offene Kupplungskopfgehäuse
eingebaut werden. Die so vormontierten Teile werden nun mittels Schrauben 5, die durch
Löcher 16 der Stirnplatte 4 und entsprechende Löcher im Ausgleichselement 6 geführt
werden, zusammengefügt, indem die Schrauben in entsprechende Gewinde im Kupplungskopfgehäuse
2 hineingedreht werden. Dabei ist es nicht notwendigerweise so, dass die Kupplungsorgane
7, 17 schon vor dem Zusammenfügen in das Kupplungskopfgehäuse eingebaut werden. Dieser
Verfahrensschritt kann auch nach dem Zusammenfügen der Stirnplatte 4 und des leeren
Kupplungskopfgehäuses 2 erfolgen.
[0035] Selbstverständlich ist auch eine Montage des erfindungsgemäßen Kupplungskopfes ohne
Ausgleichselemente möglich. In diesem Fall werden die Heizelemente 9, 11, 13, 15 in
die Nuten 10, 12, 14 der Stirnplatte 4 eingelegt, wobei anschließend die Kupplungsorgane
7, 17 in das noch offene Kupplungskopfgehäuse eingebaut werden können. Die so vormontierten
Teile werden dann mit den Schrauben 5 in der bereits zuvor beschriebenen Weise zusammengefügt,
und zwar indem die Schrauben in entsprechende Gewinde im Kupplungskopfgehäuse 2 hineingedreht
werden.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1.
- Kupplungskopf
- 2.
- Kupplungskopfgehäuse
- 3.
- Stirnseite des Kupplungskopfgehäuses
- 4.
- Stirnplatte
- 5.
- Schrauben
- 6.
- Ausgleichselement
- 7.
- Kupplungsorgan
- 8.
- Rückseite der Stirnplatte
- 9.
- Heizelement
- 10
- Nut
- 11.
- Heizelement
- 12.
- Nut
- 13.
- Heizelement
- 14.
- Nut
- 15.
- Heizelement
- 16.
- Bohrung in der Stirnplatte
- 17.
- Kupplungsorgan
1. Kupplungskopf (1) für kuppelbare Fahrzeuge, mit einem Kupplungskopfgehäuse (2), und
mit einer das Kupplungskopfgehäuse (2) stirnseitig abschließenden Stirnplatte (4),
wobei die Stirnplatte (4) und das Kupplungskopfgehäuse (2) lösbar miteinander verbunden
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungskopfgehäuse (2) derart ausgelegt ist, dass verschiedene, für unterschiedliche
Kupplungskopftypen ausgelegte Stirnplatten (4) an das Kupplungskopfgehäuse (2) montiert
werden können, wobei auf einen Kupplungskopftyp bezogene Konstruktionsmerkmale, welche
den Kupplungskopftyp in seiner Funktionsweise charakterisieren, in, auf oder an der
Stirnplatte (4) vorgesehen sind.
2. Kupplungskopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein Ausgleichselement (6) zwischen Kupplungskopfgehäuse (2) und Stirnplatte (4).
3. Kupplungskopf nach Anspruch 2, wobei
das Ausgleichselement (6) im wesentlichen die Querschnittsgeometrie der Stirnseite
(3) des Kupplungskopfgehäuse (2) aufweist.
4. Kupplungskopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Anzahl Abstandselemente zwischen Kupplungskopfgehäuse (2) und Stirnplatte (4).
5. Kupplungskopf nach Anspruch 2 oder 4, wobei
das Ausgleichselement (6) beziehungsweise die Anzahl Abstandselemente aus Kunststoff
besteht.
6. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
das Kupplungskopfgehäuse (2) einstückig ausgebildet ist.
7. Kupplungskopf nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
das Kupplungskopfgehäuse (2) aus glasfaserverstärktem Material, insbesondere aus glasfaserverstärktem
Kohlefasermaterial oder ähnlichen Verbundwerkstoffen besteht.
8. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei
das Kupplungskopfgehäuse (2) aus Metall besteht.
9. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
die Stirnplatte (4) aus Feingussmaterial gefertigt ist.
10. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei
die Stirnplatte (4) auf der Rückseite (8) Nuten (10, 12, 14) zur Aufnahme von Heizelementen
(9, 11, 13, 15) aufweist.
11. Kupplungskopf nach einem der Ansprüche 2 bis 10, bei dem ein Ausgleichselement (6)
zwischen Kupplungskopfgehäuse (2) und Stirnplatte (4) vorgesehen ist, wobei das Ausgleichselement
(6) im zusammengebauten Zustand des Kupplungskopfes (1) die Nuten (10, 12, 14) und
darin angeordnete Heizelemente (9, 11, 13, 15) abdeckt und fixiert.
12. Kupplungskopf nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
das Kupplungskopfgehäuse (2) und die Stirnplatte (4) mittels Verbindungselementen
(5), insbesondere Schrauben, miteinander verbunden sind.
13. Verfahren zur Montage eines Kupplungskopfes nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) wenn die Heizelemente (9, 11, 13, 15) vorgesehen sind, werden diese in die Nuten/Bohrung
(10, 12, 14) der Stirnplatte (4) eingelegt; und
b) die so vormontierte Stirnplatte (4) wird dann mit den Verbindungselementen (5)
an dem Kupplungskopfgehäuse (2) lösbar befestigt.
14. Montageverfahren nach Anspruch 13,
gekennzeichnet durch den folgenden Verfahrensschritt vor Schritt b):
a1) das Ausgleichselement (6) beziehungsweise eine Anzahl Abstandselemente wird in
die Stirnplatte (4) eingelegt oder an die Stirnplatte (4) angelegt.
15. Montageverfahren nach Anspruch 13 oder 14,
gekennzeichnet durch den folgenden Verfahrensschritt vor Schritt b):
a2) die Kupplungsorgane (7, 17) werden in dem Kupplungskopfgehäuse (2) montiert.
1. Coupler head (1) for vehicles which can be coupled together having a coupler head
housing (2) and a face plate (4) closing off said coupler head housing (2) at its
front side, wherein the face plate (4) and the coupler head housing (2) are detachably
connected to one another,
characterized in that
said coupler head housing (2) is configured such that different face plates (4) designed
for different types of coupler heads can be mounted to coupler head housing (2), wherein
design features related to specific types of coupler heads are disposed at, in or
on the face plate (4), said design features characterising the function of the coupler
head type.
2. Coupler head in accordance with claim 1,
characterized in that
a compensating element (6) is disposed between coupler head housing (2) and face plate
(4).
3. Coupler head in accordance with claim 2,
characterized in that
said compensating element (6) essentially exhibits the cross-sectional geometry of
the front face (3) of coupler head housing (2).
4. Coupler head in accordance with claim 1,
characterized in that
a plurality of spacer elements are disposed between coupler head housing (2) and face
plate (4).
5. Coupler head in accordance with claim 2 or 4,
characterized in that
said compensating element (6), the plurality of spacer elements respectively, are
made of plastic.
6. Coupler head according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
coupler head housing (2) is of integral configuration.
7. Coupler head according to one of the preceding claims,
characterized in that
coupler head housing (2) is made from a glass fiber-reinforced material, in particular
glass fiber-reinforced carbon fiber material or other such similar composite.
8. Coupler head according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
coupler head housing (2) is made of metal.
9. Coupler head according to one of claims 1 to 8,
characterized in that
face plate (4) is manufactured from a precision-cast material.
10. Coupler head according to one of claims 1 to 9,
characterized in that
face plate (4) exhibits grooves (10, 12, 14) on its rear side (8) for receiving heating
elements (9, 11, 13, 15).
11. Coupler head according to one of claims 2 to 10, in which a compensating element (6)
is provided between coupler head housing (2) and face plate (4),
characterized in that
said compensating element (6) covers and fixes grooves (10, 12, 14) and the heating
elements (9, 11, 13, 15) disposed therein in the assembled state of coupler head (1).
12. Coupler head according to one of the preceding claims,
characterized in that
coupler head housing (2) and face plate (4) are connected to each other by means of
connective elements (5), in particular bolts.
13. Method for assembling a coupler head in accordance with one of claims 1 to 12,
characterized by the following procedural steps:
a) when heating elements (9, 11, 13, 15) are provided, same are inserted into grooves/drill
holes (10, 12, 14) of face place (4); and
b) the thus pre-assembled face place (4) is then detachably fixed to coupler head
housing (2) by means of the connective elements (5).
14. Method for assembly in accordance with claim 13,
characterized by the following procedural step prior to Step b):
a1) compensating element (6), a plurality of spacer elements respectively, is fit
to face plate (4) or positioned against face plate (4).
15. Method for assembly in accordance with claim 13 or 14,
characterized by the following procedural step prior to Step b):
a2) coupling organs (7, 17) are mounted in coupler head housing.
1. Tête d'attelage (1) pour véhicules susceptibles d'être accouplés, comprenant un boîtier
de tête d'attelage (2) et une plaque frontale (4) qui referme le boîtier de tête d'attelage
(2) du côté frontal, la plaque frontale (4) et le boîtier de tête d'attelage (2) étant
reliés l'un à l'autre de façon détachable,
caractérisée en ce que
le boîtier de tête d'attelage (2) est conçu de telle façon que diverses plaques frontales
(4), conçues pour des types de tête d'attelage différents, peuvent être montées sur
le boîtier de tête d'attelage (2), et en ce que des caractéristiques structurelles, qui se réfèrent à un type de tête d'attelage
et qui caractérisent le type de tête d'attelage quant à son mode de fonctionnement,
sont prévues dans, sur ou au niveau de la plaque frontale (4).
2. Tête d'attelage selon la revendication 1, caractérisée par un élément de compensation (6) entre le boîtier de tête d'attelage (2) et la plaque
frontale (4).
3. Tête d'attelage selon la revendication 2, dans laquelle l'élément de compensation
(6) présente sensiblement la géométrie de section transversale de la face frontale
(3) du boîtier de tête d'attelage (2).
4. Tête d'attelage selon la revendication 1, caractérisée par un certain nombre d'éléments d'écartement entre le boîtier de tête d'attelage (2)
et la plaque frontale.
5. Tête d'attelage selon la revendication 2 ou 4, dans laquelle l'élément de compensation
(6) ou respectivement les éléments d'écartement sont en matière plastique.
6. Tête d'attelage selon l'une des revendications 1 à 5, dans laquelle le boîtier de
tête d'attelage (2) est réalisé d'une seule pièce.
7. Tête d'attelage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le boîtier
de tête d'attelage (2) est réalisé en matériau renforcé par des fibres de verre, en
particulier en un matériau à base de fibres de carbone renforcé par des fibres de
verre ou en matériaux composites analogues.
8. Tête d'attelage selon l'une des revendications 1 à 6, dans laquelle le boîtier de
tête d'attelage (2) est en métal.
9. Tête d'attelage selon l'une des revendications 1 à 8, dans laquelle la plaque frontale
(4) est fabriquée en matériau de coulée de précision.
10. Tête d'attelage selon l'une des revendications 1 à 9, dans laquelle la plaque frontale
(4) présente sur la face postérieure (8) des gorges (10, 12, 14) pour recevoir des
éléments chauffants (9, 11, 13, 15).
11. Tête d'attelage selon l'une des revendications 2 à 10, dans laquelle est prévu un
élément de compensation (6) entre le boîtier de tête d'attelage (2) et la plaque frontale
(4), et dans laquelle l'élément de compensation (6), dans l'état assemblé de la tête
d'attelage (1), recouvre et fixe les gorges (10, 12, 14) et les éléments chauffants
(9, 11, 13, 15) agencés dans celles-ci.
12. Tête d'attelage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le boîtier
de tête d'attelage (2) et la plaque frontale (4) sont reliés l'un à l'autre au moyen
d'éléments de liaison (5), en particulier de vis.
13. Procédé pour le montage d'une tête d'attelage selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
a) quand les éléments chauffants (9, 11, 13, 15) sont prévus, ceux-ci sont mis en
place dans les gorges/perçages (10, 12, 14) de la plaque frontale (4) ; et
b) la plaque frontale (4) ainsi préassemblée est alors fixée avec les éléments de
liaison (5) sur le boîtier de tête d'attelage (2) de façon détachable.
14. Procédé de montage selon la revendication 13,
caractérisé par l'étape de procédé suivante, avant l'étape b) :
a1) l'élément de compensation (6) ou respectivement un certain nombre d'éléments d'écartement
sont mis en place dans la plaque frontale (4) ou contre celle-ci.
15. Procédé de montage selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé par l'étape de procédé suivante, avant l'étape b) :
a2) des organes de couplage (7, 17) sont montés dans le boîtier de tête d'attelage
(2).