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EP 1 808 352 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.03.2009 Patentblatt 2009/11 |
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Anmeldetag: 08.01.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schienenfahrzeug mit wenigstens einem Ein-/Ausstiegsbereich und einem modularen Fußbodenaufbau
Rail vehicle having at least an access platform and a modular floor construction
Véhicule ferroviaire ayant au moins une zone de l'accès et une construction de plancher
modulaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
12.01.2006 DE 102006001807
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.07.2007 Patentblatt 2007/29 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Alofs, Ludger
47829 Krefeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/30630
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DE-A1- 19 914 965
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schienenfahrzeug mit wenigstens einem Ein-/Ausstiegsbereich
und einem Fußbodenaufbau, der Komponenten umfasst, die ein Anheben eines Fußbodens
aus einer Ausgangshöhenlage in eine andere Höhenlage relativ zu einem Wagenkastenrohbau
gestatten.
[0002] Ein solches Schienenfahrzeug ist beispielsweise aus der
DE 199 149 65 al bekannt. Aus dieser Druckschrift geht insbesondere ein Schienenfahrzeug hervor,
bei dem ein im Türbereich angeordneter Fußbodenabschnitt höhenverstellbar ist. Ein
solches Schienenfahrzeug entspricht dem typischen Aufbau von Schienenfahrzeugen, wobei
in dem Ein-/Ausstiegsbereich naturgemäß eine Fahrzeugtür angeordnet ist, und zwar
relativ zu einem Fußboden des Schienenfahrzeugs, so dass Fahrgäste das Schienenfahrzeug
in geeigneter Art und Weise verlassen und betreten können.
[0003] Zum Stand der Technik gehört außerdem ein Schienenfahrzeug, wie es in der
WO 01/30630 A1 offenbart ist. Dort sind Maßnahmen getroffen, eine relative Lage des Fußbodens gegenüber
dem Wagenkastenrohbau derart zu steuern, dass Einwirkungen von Zentrifugalkräften
Rechnung getragen werden kann.
[0004] Bei Schienenfahrzeugen kann sich die Problematik ergeben, dass sie auf unterschiedlichen
Gleisstrecken eingesetzt werden sollen, wobei die Höhe der der Gleisstrecke zugehörigenden
Bahnsteige variieren kann. Unter solchen Umständen ist es erforderlich, den Ein-/Ausstiegsbereich
so zu gestalten, dass verschiedenen Bahnsteighöhen Rechnung getragen werden kann.
Dabei besteht allgemein die Aufgabe, für beispielsweise Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte
Personen einen ebenerdigen Einstieg zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist es bekannt,
so genannte Einstiegshilfen einzusetzen, die im Ein-/Ausstiegsbereich angeordnet sind
und dazu geeignet sind, in eingeschränktem Maße unterschiedliche Bahnsteighöhen auszugleichen
oder den Einstieg in das Fahrzeug von verschiedenen Bahnsteighöhen aus zu ermögilchen.
[0005] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Schienenfahrzeug
anzugeben, bei dem eine Anpassung an verschiedene vorgegebene Bahnsteighöhen vereinfacht
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem eingangs genannten Schienenfahrzeug dadurch gelöst,
dass der Fußbodenaufbau modular ausgeführt ist und als Komponente eine Fußbodenabstützung
umfasst, die zur seitlichen Befestigung des Fußbodens an dem Wagenkastenrohbau des
Schienenfahrzeugs ausgebildet ist.
[0007] In Folge der modularen Ausführung des Fußbodenaufbaus, der wenigstens zwei Höhenlagen
des Fußbodens gestattet, ist es möglich, die Fußbodenhöhe an vorhandene Gegebenheiten
von Bahnsteigen anzupassen. Auf diese Weise wird erreicht, dass ein derart ausgeführtes
Schienenfahrzeug auf verschiedenen Gleisstrecken mit jeweils zugehöriger Bahnsteighöhe
einsetzbar ist, und zwar durch entsprechende Um- bzw. Nachrüstung des Fußbodenaufbaus.
Dabei wird von den Komponenten Gebrauch gemacht, die ein Anheben des Fußbodens aus
einer Ausgangshöhenlage in eine andere Höhenlage gestatten. Dabei sind aus dem Stand
der Technik Maßnahmen bekannt, den Fußboden in herkömmlicher Weise an Seitenwänden
des Wagenkastenrohbaus anzubinden. Der hier vorgestellte modulare Fußbodenaufbau umfasst
weitere Komponenten, die ein Anheben des Fußbodens ermöglichen, so dass dieser an
einem typischer Weise höheren Platz an den Seitenwänden des Wagenkastenrohbaus befestigbar
ist. Zu diesem Zweck ist es vorgesehen, dass der Fußbodenaufbau als Komponente eine
Fußbodenabstützung umfasst, die zur seitlichen Befestigung des Fußbodens an dem Wagenkastenrohbau
des Schienenfahrzeugs ausgebildet ist. Eine solche Fußbodenabstützung kann beispielsweise
in Form eines Winkelprofils vorliegen, das mit seinem einen Schenkel an der Seitenwand
des Wagenkastenrohbaus und mit seinem anderen Schenkel an der Unterseite des Fußbodens
angebracht wird.
[0008] Es ist von Vorteil, wenn die andere Höhenlage oberhalb der Ausgangshöhenlage liegt,
denn in diesem Fall kann die Ausgangshöhenlage beispielsweise der technisch minimal
realisierbaren Bahnsteighöhe angepasst sein, so dass in diesem Fall eine besonders
einfache Gesamtkonstruktion vorliegt. Für weniger vertretende Bahnsteighöhen können
dann Umrüst- bzw. Nachrüstmaßnahmen getroffen werden, um den Fußboden auf die geeignete
Höhe anzuheben.
[0009] Typischer Weise wird die Fußbodenabstützung zur Einnahme der anderen Höhenlage des
Fußbodens in einem Zwischenraum zwischen der Fußbodenunterseite und einem Unterbau
des Wagenkastenrohbaus angeordnet sein. Soweit erforderlich, können neben der Fußbodenabstützung
zur Seitenwand hin weitere Stützelemente vorgesehen sein, die zwischen dem Wagenkastenunterbau
und dem Fußboden verlaufen.
[0010] Es ist hervorzuheben, dass Anbindungen zwischen Sitzträgern, Seitenwandbefestigungskonsolen
und seitlichen Klimakanälen einerseits und dem Fußboden andererseits bei einer Änderung
der Höhenlage des Fußbodens erhalten bleiben. Die genannten Innenraumelemente eines
Schienenfahrzeugs werden somit im Fall einer Erhöhung der Fußbodenlage gemeinsam mit
dem Fußboden entlang den Seitenwänden des Schienenfahrzeugs mit angehoben. Dies bedeutet,
dass die Gesamtkonstruktion aus Fußboden und daran angebrachten Schienenfahrzeuginnenelementen
für sämtliche möglichen Fußbodenhöhen identisch ist.
[0011] Für das letztgenannte Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es günstig, wenn eine
Seitenwandverkleidung des Schienenfahrzeugs ein zwischen einem Seitenwandverkleidungshauptteil
und einem Klimakanal angeordnetes Ausgleichsstück aufweist, das aus der Seitenwandverkleidung
entfernbar ist, um die Einnahme der anderen Höhenlage des Fußbodens zu gestatten.
Ein solches Ausgleichsstück erstreckt sich dann jeweils in Längsrichtung der Seitenwände
des Wagenkastenrohbaus. Vorgesehene Sitzträger können entweder an der Seitenwand lediglich
abgestützt oder auch an der Seitenwand angebunden sein. Im ersteren Fall ist ein vertikales
Versetzen der Sitzträger insgesamt mit einer Änderung der Fußbodenhöhe ermöglicht.
[0012] Es ergibt sich, dass eine Anhebung des Fußbodenniveaus unmittelbare Auswirkungen
auf die Gestaltung eines Ein-/Ausstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs hat. Es ist
daher vorgesehen, dass der Ein-/Ausstiegsbereich auf vorgegebene Bahnsteighöhen flexibel
umrüstbar ist, wobei sowohl die Ausgangshöhenlage als auch die andere Höhenlage des
Fußbodens jeweils an eine der vorgegebenen Bahnsteighöhen angepasst ist.
[0013] Bevorzugt weist der Wagenkastenrohbau für den Ein-/Ausstiegsbereich ein Zwischenstück
zum Verschließen eines Rohbauausschnittes auf, der sich bei Einnahme der anderen Höhenlage
des Fußbodens ergibt, und jeweils an die Ausgangshöhenlage oder die anderen Höhenlage
des Fußbodens angepasste, nach- bzw. umrüstbare Türblätter vorgesehen sind. Allgemein
gesprochen, ist der Ein-/Ausstiegsbereich derart auszuführen, dass sämtliche damit
verbundenen Funktionen, wie das Öffnen und Schließen der Türen, unabhängig von einer
gewählten Höhenlage des Fußbodens vorhanden sind. Dabei dient das Zwischenstück zur
Abdichtung des Wagenkastenrohbaus in einem unteren Türöffnungsbereich, der durch das
Anheben des Fußbodens aus dem ursprünglichen Türausschnitt zwangsläufig entsteht.
[0014] Zur Erhöhung der Flexibilität gerade im Ein-/Ausstiegsbereich des Schienenfahrzeugs
kann vorgesehen sein, dass, fluchtend mit dem Fußboden des Schienenfahrzeugs, eine
Trittstufe vorgesehen ist, die an dem Fußboden angebracht ist, so dass sie einer Höhenveränderung
des Fußbodens folgt. Statt der festen Trittstufe kann auch ein innen liegender Schiebetritt
vorgesehen sein.
[0015] Zum Gewährleisten einer Anpassung an eine weitere vorgegebene Bahnsteighöhe kann
unterhalb des Wagenkastenunterbaus ein Unterflur-Schiebetritt vorhanden sein.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen noch
näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Schienenfahrzeugs mit einem in einer Ausgangshöhe
befindlichen Fußboden,
- Figur 2
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Schienenfahrzeugs mit einem Fußboden in gegenüber
Figur 1 erhöhter Lage,
- Figur 3
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Schienenfahrzeugs in einem Ein-/Ausstiegsbereich
mit einem Fußboden in einer Ausgangshöhe,
- Figur 4
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Schienenfahrzeugs in einem Ein-/Ausstiegsbereich
mit einem gegenüber Figur 3 erhöhten Fußboden,
- Figur 5
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Ein/Ausstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs
mit einem Fußboden in einer Ausgangshöhenlage,
- Figur 6
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Ein/Ausstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs
mit gegenüber Figur 5 zusätzlichem Unterflur-Schiebetritt und
- Figur 7
- eine Teil-Querschnittsansicht eines Ein/Ausstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs
mit gegenüber Figur 5 erhöhtem Fußboden.
[0017] Die beiden Teil-Querschnittsansichten von Figur 1 und 2 betreffen einen Schienenfahrzeug-Innenraumbereich,
in dem Sitze 12 für Fahrgäste untergebracht sind, d. h. die Ansichten liegen entfernt
von einem Ein-/Ausstiegsbereich des Schienenfahrzeugs. In der Ansicht von Figur 1
ist ein Teil eines Wagenkastenrohbaus 1, ein Teil eines Wagenkastenunterbaus 2 und
ein unmittelbar auf dem Wagenkastenunterbau 2 abgestützter Fußboden 3 in einer Ausgangshöhe
dargestellt. Auf einer Innenseite des vertikalen Wagenkastenrohbaus 1 erstreckt sich
eine Seitenwandinnenverkleidung 4. Im seitlichen Randbereich des Fußbodens 3 ist eine
Befestigungskonsole 5 für einen Klimakanal 6 vorgesehen, wobei die Befestigungskonsole
5 und der Klimakanal 6 auf dem Fußboden 3 abgestützt sind. Dabei ist die Befestigungskonsole
an der Seitenwand und/oder am Fußboden befestigt. Bei ausschließlicher Befestigung
am Fußboden 3 lässt sich die Befestigungskonsole 5 bei Anheben des Fußbodens 3 ohne
weiteres ebenfalls in der Höhe versetzen.
[0018] Ein Sitzträger 7 ist im Bereich der Seitenwandinnenverkleidung 4 an einer Oberseite
der Befestigungskonsole 5 angebracht und stützt sich außerdem über ein Stützelement
8 auf dem Fußboden 3 ab.
[0019] Zwischen der Oberseite der Befestigungskonsole 5 für den Klimakanal 6 und einem unteren
Ende eines Hauptteils 9 der Seiteninnenwandverkleidung erstreckt sich ein ggf. mehrteiliges
Ausgleichsstück 10, das in horizontaler Richtung entlang dem Schienenfahrzeug verläuft.
[0020] Für den Fußbodenaufbau ist eine modulare Ausführung vorgesehen, die, wie in Figur
2 veranschaulicht ist, eine Fußbodenabstützung 11 in Form eines Winkelprofils umfasst.
Sofern das Schienenfahrzeug nach Figur 1 hinsichtlich der Höhenlage seines Fußbodens
3 an eine vorgegebene Bahnsteighöhe angepasst ist, kann mit Hilfe der Fußbodenabstützung
11 der Fußboden 3 auf eine Höhe gebracht werden, die einer weiteren vorgegebenen Bahnsteighöhe
entspricht. Wie in Figur 2 zu sehen ist, liegt der Fußboden 3 nicht mehr unmittelbar
auf dem Wagenkastenunterbau 2 auf, sondern befindet sich dazu in einem Abstand, wobei
die Fußbodenabstützung 11 mit ihrem einen Schenkel unter einen Rand des Fußbodens
3 greift, während der andere Schenkel an dem vertikalen Wagenkastenrohbau 1 angebracht
ist (formkraftschlüssige Verbindung).
[0021] Mit Erhöhen der Lage des Fußbodens 3 entfällt das anhand der Figur 1 veranschaulichte
Ausgleichsstück 10, so dass nunmehr der Hauptteil 9 der Seitenwandinnenverkleidung
4 und die Oberseite der Befestigungskonsole 5 für den Klimakanal 6 unmittelbar aneinander
anschließen. Bei beiden anhand der Figuren 1 und 2 erläuterten Ausführungsformen der
Erfindung bleiben die relativen Lagen des Fußbodens 3 der Befestigungskonsole 5 und
des Sitzträgers 7 mit darauf befindlichen Sitzen 12 zueinander erhalten. Es reicht
somit eine Erhöhung des Fußbodens 3 mit Hilfe der Fußbodenabstützung 11 aus, um ohne
erhebliche Änderungen in der Gesamtkonstruktion eines Schienenfahrzeugs eine Anpassung
von einer Ausgangsbahnsteighöhe zu einem erhöhten Bahnsteigniveau vorzunehmen.
[0022] Die Figuren 3 bis 7 zeigen jeweils Teil-Querschnittsansichten eines Ein-/Ausstiegsbereichs
eines Schienenfahrzeugs. Dabei entsprechen die Fußbodenhöhen aus den Figuren 3, 5,
6 der Fußbodenhöhe in Figur 1, während die Fußbodenhöhen aus den Figuren 4 und 7 der
Fußbodenhöhe von Figur 2 zugehörig sind.
[0023] Außerdem sind in den Figuren 3 bis 7 zu Veranschaulichungszwecken drei verschieden
Bahnsteighöhen dargestellt, wobei die oberste Bahnsteighöhe 760 mm, die mittlere Bahnsteighöhe
550 mm und die unterste Bahnsteighöhe 380 mm über der Schienenoberkante S0 liegt.
[0024] Bei der Ausführungsform nach Figur 3 befindet sich der Fußboden 3 in seiner Ausgangshöhe
unmittelbar über dem Wagenkastenunterbau 2. Fluchtend mit dem Fußboden 3 ist im Ein-/Ausstiegsbereich,
der durch einen Türausschnitt 13 veranschaulicht ist, eine feste Trittstufe 14 vorgesehen,
die einer Höhenänderung des Fußbodens 3 folgt. Letzteres geht deutlich aus Figur 4
hervor, bei der der Fußboden 3 mit Hilfe der in Figur 2 gezeigten Fußbodenabstützung
11 auf ein höheres Niveau gebracht worden ist. Zum Verschließen eines unteren Abschnitts
des Türausschnitts 13 dient ein Zwischenstück 17, das die durch das Anheben des Fußbodens
3 entstehende Lücke zum Wagenkastenunterbau 2 schließt. Für beide gezeigten Fußbodenhöhen
ist jeweils ein anderer Satz Türblätter maßgeblich, die Bestandteil der Komponenten
des modularen Aufbaus des Schienenfahrzeugs zur Anpassung an die verschiedenen Bahnsteighöhen
sind. Das Zwischenstück 17 ist an dem Wagenkastenrohbau 1 an den jeweiligen Seiten
des Türausschnitts 13 angebracht und mit dem Wagenkastenrohbau 1 unter Verwendung
einer Kaltfügetechnik verbunden.
[0025] Die Ausführungsformen der Figuren 3 und 4 gestatten somit eine Anpassung des Schienenfahrzeugs
hinsichtlich seiner Fußbodenhöhe an die oberste und die mittlere Bahnsteighöhe.
[0026] In den Figuren 5 und 7 ist im Vergleich zu den Figuren 3 und 4 die feste Trittstufe
14 durch einen innen liegenden Schiebetritt 15 ersetzt, der zum Überbrücken eines
Abstandes zwischen einer Ein-/Ausstiegskante des Türausschnitts 13 und einem Bahnsteig
dient. Ebenso wie die feste Trittstufe 14 ist der innen liegende Schiebetritt gegenüber
dem Fußboden 3 fluchtend angeordnet und folgt dessen Höhenänderung. Zur Anpassung
an die unterste Bahnsteighöhe ist in Figur 6 eine Ausführungsform vorgesehen, bei
der ein Unterflur-Schiebetritt 16 unterhalb des Wagenkastenunterbaus 2 angeordnet
ist. Selbstverständlich kann der Unterflur-Schiebetritt 16 auch bei den Ausführungsformen
nach den Figuren 5 und 7 ergänzt sein, so dass die daraus entstehende Gesamtkonstruktion
eine Verwendung des Schienenfahrzeugs für sämtliche drei Bahnsteighöhen gestattet.
1. Schienenfahrzeug mit wenigstens einem Ein-/Ausstiegsbereich und einem Fußbodenaufbau,
der Komponenten umfasst, die ein Anheben eines Fußbodens (3) aus einer Ausgangshöhenlage
in eine andere Höhenlage relativ zu einem Wagenkastenrohbau (1) gestatten,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fußbodenaufbau modular ausgeführt ist und als Komponente eine Fußbodenabstützung
(11) umfasst, die zur seitlichen Befestigung des Fußbodens (3) an dem Wagenkastenrohbau
(1) des Schienenfahrzeugs ausgebildet ist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fußbodenabstützung (11) zur Einnahme der anderen Höhenlage des Fußbodens in einem
Zwischenraum zwischen der Fußbodenunterseite und einem Unterbau des Wagenkastenrohbaus
(2) angeordnet ist.
3. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Anbindungen zwischen Sitzträgern (7), Seitenwandbefestigungskonsolen (5) und seitlichen
Klimakanälen (6) einerseits und dem Fußboden (3) andererseits bei einer Änderung der
Höhenlage des Fußbodens (3) erhalten bleiben.
4. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Seitenwandverkleidung (9; 10) des Schienenfahrzeugs ein zwischen einem Seitenwandverkleidungshauptteil
(9) und einem Klimakanal (6) angeordnetes Ausgleichsstück (10) aufweist, das aus der
Seitenwandverkleidung (9, 10) entfernbar ist, um die Einnahme der anderen Höhenlage
des Fußbodens (3) zu gestatten.
5. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ein-/Ausstiegsbereich auf vorgegebene Bahnsteighöhen flexibel umrüstbar ist,
wobei sowohl die Ausgangshöhenlage als auch die andere Höhenlage jeweils einer der
vorgegebenen Bahnsteighöhen angepasst ist.
6. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wagenkastenrohbau (1) für den Ein-/Ausstiegsbereich ein Zwischenstück (17) zum
Verschließen eines Rohbauausschnittes aufweist, der sich bei Einnahme der anderen
Höhenlage des Fußbodens (3) ergibt, und jeweils an die Ausgangshöhenlage oder die
andere Höhenlage des Fußbodens (3) angepasste, nach- bzw. umrüstbare Türblätter vorgesehen
sind.
7. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass, fluchtend mit dem Fußboden (3) des Schienenfahrzeugs in dem Ein-/Ausstiegsbereich
eine an dem Fußboden (3) angebrachte Trittstufe (14) vorgesehen ist.
8. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass, fluchtend mit dem Fußboden (3) des Schienenfahrzeugs, ein an dem Fußboden (3) angebrachter
innen liegender Schiebetritt (15) im Ein-/Ausstiegsbereich des Schienenfahrzeugs vorgesehen
ist.
9. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb des Wagenkastenunterbaus (2) ein Unterflur-Schiebetritt (16) im Ein-/Ausstiegsbereich
vorgesehen ist.
1. Rail vehicle having at least one access platform and a floor construction which comprises
components which permit a floor (3) to be lifted out of an initial height position
into another height position relative to a rail car body shell (1), characterized in that the floor construction is of modular design and comprises, as a component, a floor
support (11) which is designed to attach the floor (3) laterally to the rail car body
shell (1) of the rail vehicle.
2. Rail vehicle according to Claim 1, characterized in that in order to assume the other height position of the floor the floor support (11)
is arranged in an intermediate space between the underside of the floor and a substructure
of the rail car body shell (2).
3. Rail vehicle according to one of Claims 1 or 2, characterized in that connections between the seat carriers (7), side wall attachments (5) and lateral
air conditioning ducts (6) on the one hand and the floor (3) on the other are retained
when the height position of the floor (3) is changed.
4. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 3, characterized in that side wall panelling (9; 10) of the rail vehicle comprises an equalization element
(10) which is arranged between a side wall panelling main part (9) and an air conditioning
duct (6) and can be removed from the side wall panelling (9, 10) in order to permit
the other height position of the floor (3) to be assumed.
5. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the access area can be refitted in a flexible way to predefined platform heights,
wherein both the initial height position and the other height position can be respectively
adapted to one of the predefined platform heights.
6. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the rail car body shell (1) has, for the access area, an intermediate element (17)
for closing off a cutout in the body shell, which cutout is produced when the other
height position of the floor (3) is assumed, and door leaves which can be retrofitted
and/or refitted and which are respectively adapted to the initial height position
or the other height position of the floor (3) are provided.
7. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a footplate (14) which is attached to the floor (3) is provided flush with the floor
(3) of the rail vehicle, in the access area.
8. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 6, characterized in that an internal sliding footplate (15) which is attached to the floor (3) is provided
flush with the floor (3) of the rail vehicle, in the access area of the rail vehicle.
9. Rail vehicle according to one of Claims 7 or 8, characterized in that an underfloor sliding footplate (16) is provided underneath the rail car body substructure
(2), in the access area.
1. Véhicule ferroviaire ayant au moins une zone d'accès et une structure de plancher,
qui comprend des éléments qui permettent un soulèvement d'un plancher ( 3 ) d'une
position en hauteur de sortie à une autre position en hauteur par rapport à un chaudron
( 1 ) de caisse,
caractérisé
en ce que la structure de plancher est réalisée modulairement et comprend comme composant un
appui ( 11 ) de plancher, qui est constitué pour la fixation latérale du plancher
( 3 ) au chaudron ( 1 ) de caisse du véhicule ferroviaire.
2. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'appui ( 11 ) de plancher est, pour prendre l'autre position en hauteur du plancher,
disposé dans un espace intermédiaire compris entre la face intérieure du plancher
et une sous structure du chaudron ( 2 ) de caisse.
3. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé
en ce que des liaisons entre des supports ( 7 ) de siège, des consoles ( 5 ) de fixation de
paroi latérale et des canaux ( 6 ) latéraux de climatisation d'une part et le plancher
( 3 ) d'autre part restent conservées lors d'une modification de la position en hauteur
du plancher ( 3 ).
4. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé
en ce qu'un habillage ( 9, 10 ) de paroi latérale du véhicule ferroviaire a entre une partie
( 9 ) d'habillage de paroi latérale et un canal ( 6 ) de climatisation, une pièce
( 10 ) de compensation, qui peut être enlevée de l'habillage ( 9, 10 ) de paroi latérale
pour permettre au plancher ( 3 ) de prendre l'autre position en hauteur.
5. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé
en ce que la zone d'accès peut être rééquipée de manière souple à des hauteurs d'accès de quai
prescrites, tant la position en hauteur de départ que l'autre position en hauteur
étant adaptées respectivement à l'une des hauteurs d'accès de quai prescrites.
6. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé
en ce que le chaudron ( 1 ) de caisse a pour la zone d'accès une pièce ( 17 ) intermédiaire
pour fermer une partie du chaudron, qui se crée lorsque le plancher ( 3 ) prend l'autre
position en hauteur et il est prévu respectivement des vantaux de porte pouvant être
mis ultérieurement ou changés et adaptés respectivement à la position en hauteur de
départ ou à l'autre position en hauteur du plancher ( 3 ).
7. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé
en ce qu'il est prévu à affleurement avec le plancher ( 3 ) du véhicule ferroviaire dans la
zone d'accès une marche ( 14 ) mise sur le plancher ( 3 ).
8. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé
en ce qu'il est prévu à affleurement avec le plancher ( 3 ) du véhicule ferroviaire dans la
partie d'accès du véhicule ferroviaire une marche ( 15 ) coulissante intérieure mise
sur le plancher ( 3 ).
9. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 7 ou 8,
caractérisé
en ce qu'il est prévu dans la zone d'accès une marche ( 16 ) coulissante surbaissée.
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