[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Splicen von Material-Bahnen, insbesondere
von Papier-Bahnen zur Herstellung einer Wellpappe-Bahn in einer Wellpappe-Anlage,
sowie eine zugehörige Splice-Vorrichtung.
[0002] Bekannte Splice-Vorrichtungen verbinden eine zu Ende gehende erste Material-Bahn
mit einer neuen zweiten Material-Bahn, so dass eine endlose Material-Bahn entsteht.
Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als Splicen und eine entsprechende Vorrichtung
als Splice-Vorrichtung bezeichnet.
[0003] Ein bekanntes Verfahren zum Splicen von Material-Bahnen sieht vor, die zu verbindenden
Material-Bahnen teilweise übereinander anzuordnen, wobei zwischen den Material-Bahnen
ein doppelseitig klebendes Klebe-Band angebracht ist. Dieses Verfahren hat den Nachteil,
dass es im Verbindungs-Bereich der Material-Bahnen zu einer Material-Verdoppelung
kommt, die bei der Weiterverarbeitung der erzeugten endlosen Material-Bahn zu erheblichen
Problemen führt. Ein weiteres bekanntes Verfahren zum Splicen von Material-Bahnen
sieht vor, die zu verbindenden Material-Bahnen Kante an Kante auf einem einseitig
klebenden Klebe-Band anzuordnen. Bei diesem Verfahren wird zwar eine Material-Verdoppelung
im Verbindungs-Bereich vermieden, jedoch weist die erzeugte endlose Material-Bahn
im Verbindungs-Bereich keine ausreichende Steifigkeit auf, da der Verbindungs-Bereich
als eine Art Scharnier wirkt. Die mangelnde Steifigkeit führt ebenfalls zu erheblichen
Problemen bei der Weiterverarbeitung der endlosen Material-Bahn in der Wellpappe-Anlage.
[0004] Aus der
US 2005/0056719 A1 ist eine Splice-Vorrichtung mit einer zick-zack-förmigen Abrisskante bekannt.
[0007] Aus der
US 5 275 344 ist ein Klebstoffstreifen zum Splicen von Material-Bahnen bekannt.
[0008] Aus der
JP 03 115044 A ist eine Schneideinrichtung für Material-Bahnen bekannt, die V-förmige Schnitt-Kanten
erzeugt.
[0009] Aus der
US 4 685 392 ist eine Splice-Vorrichtung für eine Druckmaschine bekannt.
[0010] Aus der
DE 40 33 900 C2 ist eine Splice-Vorrichtung mit einer zick-zackförmigen Abrisskante bekannt.
[0011] Aus der
JP 06 009118 A ist eine Splice-Vorrichtung bekannt, die in den zu verbindenden Material-Bahnen V-förmige
Schnittkanten erzeugt.
[0012] Aus der
US 5 252 170 ist eine Splice-Vorrichtung bekannt, die einen Messerbalken mit zick-zack-förmig
angeordneten Schneid-Abschnitten aufweist. Der Messerbalken taucht zum Durchtrennen
von Material-Bahnen senkrecht in diese ein und erzeugt geradlinige Schnitt-Kanten.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Splice-Vorrichtung
zum Splicen von Material-Bahnen zu schaffen, die ein einfaches und für eine Weiterverarbeitung
der Material-Bahnen unproblematisches Verbinden der Material-Bahnen ermöglichen.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 11 gelöst.
Der Kern der Erfindung besteht darin, dass vor dem Verbinden der Material-Bahnen zu
einer endlosen Material-Bahn Schnitt-Kanten an den Material-Bahnen erzeugt werden,
wobei sich die Schnitt-Kanten im Wesentlichen lückenlos zu der endlosen Material-Bahn
ergänzen. Die Schnitt-Kanten werden durch Schneiden der Material-Bahnen mindestens
entlang einer ersten Schneid-Richtung und entlang einer zweiten Schneid-Richtung erzeugt,
wobei die Schneid-Richtungen einen Winkel α derart einschließen, dass 0° < α < 180°
gilt. Beim Verbinden der Material-Bahnen werden diese im Wesentlichen überlappungsfrei
und lückenlos zueinander angeordnet, so dass eine Material-Verdoppelung und aufgrund
der profilierten sowie komplementär zueinander ausgebildeten Schnitt-Kanten eine Scharnier-Wirkung
vermieden wird. Zum Erzeugen der Schnitt-Kanten weist die Splice-Vorrichtung mindestens
eine Schneide- und Verbinde-Einrichtung mit entlang den Schneid-Richtungen verlaufenden
Schneid-Abschnitten auf.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0016] Zusätzliche Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der Beschreibung mehrerer
Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Splice-Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- einen ersten Ausschnitt einer Schneide- und Verbinde-Einrichtung der Splice-Vorrichtung
in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen zweiten Ausschnitt der Schneide- und Verbinde-Einrichtung der Splice-Vorrichtung
in Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen Verbindungs-Bereich einer mittels der Splice-Vorrichtung
in Fig. 1 erzeugten endlosen Material-Bahn,
- Fig. 5
- einen Querschnitt der endlosen Material-Bahn in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf einen Verbindungs-Bereich einer mittels einer Splice-Vorrichtung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel erzeugten endlosen Material-Bahn, und
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf einen Verbindungs-Bereich einer mittels einer Splice-Vorrichtung
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel erzeugten endlosen Material-Bahn.
[0017] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 5 ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Eine Splice-Vorrichtung 1 weist ein Grundgestell 2 mit
einem Grundgestell-Sockel 3, einem Grundgestell-Ständer 4 und einem Grundgestell-Träger
5 auf. Der Grundgestell-Sockel 3 ist am Boden 6 befestigt. An dem Grundgestell-Sockel
3 ist der Grundgestell-Ständer 4 befestigt, wobei sich dieser im Wesentlichen senkrecht
zu dem Boden 6 erstreckt. Der Grundgestell-Träger 5 ist an einem dem Grundgestell-Sockel
3 gegenüberliegenden Ende des Grundgestell-Ständers 4 befestigt und erstreckt sich
im Wesentlichen parallel zu dem Boden 6.
[0018] Ausgehend von dem Grundgestell-Sockel 3 erstrecken sich eine erste Abroll-Einrichtung
7 und eine zweite Abroll-Einrichtung 8, die schwenkbar an dem Grundgestell-Sockel
3 gelagert und relativ zu dem Grundgestell-Ständer 4 gegenüberliegend angeordnet sind.
Die erste Abroll-Einrichtung 7 dient zum Abrollen einer ersten Material-Bahn 9 von
einer ersten Material-Rolle 10, wohingegen die zweite Abroll-Einrichtung 8 zum Abrollen
einer zweiten Material-Bahn 11 von einer zweiten Material-Rolle 12 dient.
[0019] Die erste Abroll-Einrichtung 7 weist zur Aufnahme der ersten Material-Rolle 10 eine
Aufnahme-Walze 13 auf, die durch eine mittige Öffnung der ersten Material-Rolle 10
geführt und zwischen zwei parallel zueinander verlaufenden Halte-Armen 14 drehbar
um eine Drehachse 15 gelagert ist. Die Halte-Arme 14 weisen jeweils einen schräg zu
dem Boden 6 verlaufenden und an dem Grundgestell-Sockel 3 befestigten ersten Halte-Arm-Abschnitt
16 und einen einteilig daran angeformten und im Wesentlichen parallel zu dem Boden
6 verlaufenden zweiten Halte-Arm-Abschnitt 17 auf, wobei die Aufnahme-Walze 13 an
einem dem ersten Halte-Arm-Abschnitt 16 gegenüberliegenden, freien Ende des zweiten
Halte-Arm-Abschnitts 17 angeordnet ist. Die zweite Abroll-Einrichtung 8 ist entsprechend
der ersten Abroll-Einrichtung 7 ausgebildet, wobei die Drehachsen 15 der Abroll-Einrichtungen
7, 8 parallel zueinander verlaufen.
[0020] Die Material-Bahnen 9, 11 werden jeweils über eine Zuführ-Walze 18 einer Schneide-
und Verbinde-Einrichtung 19 zugeführt. Die Zuführ-Walzen 18 sind drehbar an Walzen-Armen
20 angeordnet, die zum Spannen der Material-Bahnen 9, 11 schwenkbar an dem Grundgestell-Träger
5 nahe der Material-Rollen 10, 12 befestigt sind.
[0021] Die Schneide- und Verbinde-Einrichtung 19 dient zum Herstellen einer endlosen Material-Bahn
21 aus den endlichen Material-Bahnen 9, 11. Nachfolgend wird die erste Material-Bahn
9 und/oder die zweite Material-Bahn 11 nach der Schneide- und Verbinde-Einrichtung
19 als endlose Material-Bahn 21 bezeichnet.
[0022] Die Schneide- und Verbinde-Einrichtung 19 weist zum Schneiden der Material-Bahnen
9, 11 und zum Verbinden dieser zu der endlosen Material-Bahn 21 eine erste Vorbereitungs-Einheit
22, eine zweite Vorbereitungs-Einheit 23, eine erste Verbindungs-Einheit 24, eine
zweite Verbindungs-Einheit 25, eine Tisch-Einheit 26 und eine Führung 27 auf. Die
erste Vorbereitungs-Einheit 22 ist an dem Grundgestell-Träger 5 im Bereich der ersten
Material-Rolle 10 angeordnet, wohingegen die zweite Vorbereitungs-Einheit 23 im Bereich
der zweiten Material-Rolle 12 am Grundgestell-Träger 5 angeordnet ist. Zwischen den
Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 verläuft die Führung 27 im Wesentlichen parallel zu
dem Boden 6, wobei in der Führung 27 die Tisch-Einheit 26 entlang einer ersten Verlagerungs-Richtung
28 zwischen den Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 verlagerbar ist. Die Verbindungs-Einheiten
24, 25 sind entlang der ersten Verlagerungs-Richtung 28 beabstandet zwischen den Vorbereitungs-Einheiten
22, 23 sowie relativ zu der Führung 27 gegenüberliegend zu dem Grundgestell-Ständer
4 an dem Grundgestell-Träger 5 angeordnet.
[0023] Die Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 sind identisch aufgebaut und bezüglich einer senkrecht
zu der ersten Verlagerungs-Richtung 28 durch den Grundgestell-Ständer 4 verlaufenden
Symmetrie-Ebene S
1 symmetrisch an dem Grundgestell-Träger 5 angeordnet. Aufgrund des identischen Aufbaus
der Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 ist nachfolgend lediglich eine Vorbereitungs-Einheit
22, 23 beschrieben. In Fig. 2 ist beispielsweise die zweite Vorbereitungs-Einheit
23 dargestellt, wobei die Tisch-Einheit 26 entlang der ersten Verlagerungs-Richtung
28 in der Führung 27 derart verlagert ist, dass die Tisch-Einheit 26 unmittelbar benachbart
zu der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 angeordnet ist.
[0024] Die zweite Vorbereitungs-Einheit 23 weist zum Zuführen der zweiten Material-Bahn
11 eine drehantreibbar an dem Grundgestell-Träger 5 gelagerte Klebe-Walze 29 und zum
Schneiden der zugeführten zweiten Material-Bahn 11 einen ersten Querschneider 30 auf.
Der erste Querschneider 30 umfasst ein Querschneider-Gehäuse 31 und eine relativ zu
der zweiten Material-Bahn 11 gegenüberliegend zu dem Querschneider-Gehäuse 31 angeordnete
Querschneider-Auflage 32. Innerhalb des Querschneider-Gehäuses 31 ist ein erster Messer-Balken
33 angeordnet, der an einem ersten Messer-Balken-Träger 34 befestigt und entlang einer
im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Verlagerungs-Richtung 28 verlaufenden zweiten
Verlagerungs-Richtung 35 verlagerbar ist. Die Querschneider-Auflage 32 ist tischartig
ausgebildet und zum Zuführen der zweiten Material-Bahn 11 im Bereich der Klebe-Walze
29 zu dieser hin gebogen. Zur Aufnahme des ersten Messer-Balkens 33 beim Schneiden
der zweiten Material-Bahn 11 weist die Querschneider-Auflage 32 eine entlang des ersten
Messer-Balkens 33 verlaufende Auflage-Nut 36 auf.
[0025] Der erste Messer-Balken 33 weist eine Vielzahl von ersten Schneid-Abschnitten 37
auf, die entlang einer ersten Schneid-Richtung 38 verlaufen. Weiterhin weist der erste
Messer-Balken 33 eine Vielzahl von zweiten Schneid-Abschnitten 39 auf, die entlang
einer zweiten Schneid-Richtung 40 verlaufen, wobei die Schneid-Richtungen 38, 40 einen
Winkel α von 90° einschließen. Die Schneid-Abschnitte 37, 39 sind entlang des ersten
Messer-Balkens 33 abwechselnd angeordnet, wobei jeweils zwei benachbarte erste Schneid-Abschnitte
37 entlang der zweiten Schneid-Richtung 40 beabstandet und parallel zueinander angeordnet
sind und jeweils zwei benachbarte zweite Schneid-Abschnitte 39 entlang der ersten
Schneid-Richtung 38 beabstandet und parallel zueinander angeordnet sind.
[0026] Die Klebe-Walze 29 ist zum Zuführen der zweiten Material-Bahn 11 mit einer Haftschicht
versehen und zum Transportieren der zweiten Material-Bahn 11 von dem ersten Querschneider
30 zu der zweiten Verbindungs-Einheit 25 entlang der ersten Verlagerungs-Richtung
28 in der Führung 27 verlagerbar. Zum Anbringen eines einseitig klebenden Klebe-Bandes
41 umfasst die zweite Vorbereitungs-Einheit 23 weiterhin eine in Fig. 2 nicht dargestellte
Zuführ-Einheit mit einer Vakuum-Pumpe. Die Vakuum-Pumpe ist zur Erzeugung eines Unterdrucks
im Bereich zwischen dem Querschneider-Gehäuse 31 und der Querschneider-Auflage 32
mit dem Querschneider-Gehäuse 31 verbunden ist.
[0027] Die Verbindungs-Einheiten 24, 25 sind identisch ausgebildet und bezüglich einer senkrecht
zu der ersten Verlagerungs-Richtung 28 und mittig zwischen den Verbindungs-Einheiten
24, 25 verlaufenden Symmetrie-Ebene S
2 symmetrisch an dem Grundgestell-Träger 5 angeordnet. Aufgrund der identischen Ausbildung
wird nachfolgend lediglich eine Verbindungs-Einheit 24, 25 beschrieben. In Fig. 3
ist beispielsweise die zweite Verbindungs-Einheit 25 dargestellt, wobei die Tisch-Einheit
26 und die Klebe-Walze 29 der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 entlang der ersten
Verlagerungs-Richtung 28 derart in der Führung 27 verlagert sind, dass diese unmittelbar
benachbart zu der zweiten Verbindungs-Einheit 25 angeordnet sind. Die zweite Verbindungs-Einheit
25 umfasst zum Schneiden der ersten Material-Bahn 9 vor dem Verbinden mit der zweiten
Material-Bahn 11 einen zweiten Querschneider 42 und zum Verbinden der Material-Bahnen
9, 11 zu der endlosen Material-Bahn 21 eine Anpress-Walze 43. Der zweite Querschneider
42 und die Anpress-Walze 43 sind unmittelbar benachbart zu der Führung 27 an dem Grundgestell-Träger
5 befestigt, so dass die Klebe-Walzen 29 der Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 und die
Tisch-Einheit 26 in der Führung 27 an der zweiten Verbindungs-Einheit 25 vorbeiführbar
sind. Die Anpress-Walze 43 bildet in der in Fig. 3 gezeigten Position der Klebe-Walze
29 mit dieser einen Verbindungs-Spalt 44 zum Durchführen der zu verbindenden Material-Bahnen
9, 11 und des Klebe-Bandes 41 aus.
[0028] Der zweite Querschneider 42 weist einen sich quer zur der Material-Bahn 9 erstreckenden
zweiten Messer-Balken 45 auf, der an einem zweiten Messer-Balken-Träger 46 befestigt
und entlang einer dritten Verlagerungs-Richtung 47 verlagerbar ist. Der zweite Messer-Balken
45 weist entsprechend dem ersten Messer-Balken 33 eine Vielzahl von ersten Schneid-Abschnitten
37, die entlang einer ersten Schneid-Richtung 38 verlaufen, und eine Vielzahl von
zweiten Schneid-Abschnitten 39, die entlang einer zweiten Schneid-Richtung 40 verlaufen,
auf. Die entlang den Schneid-Richtungen 38, 40 verlaufenden Schneid-Abschnitte 37,
39 schließen einen Winkel α von 90° ein, wobei jeweils zwei benachbarte erste Schneid-Abschnitte
37 entlang der zweiten Schneid-Richtung 40 beabstandet und parallel zueinander und
jeweils zwei benachbarte zweite Schneid-Abschnitte 39 entlang der ersten Schneid-Richtung
38 beabstandet und parallel zueinander angeordnet sind.
[0029] Alternativ zu den Messer-Balken 33, 45 können die Querschneider 30, 42 auch andere
Schneid-Werkzeuge, wie beispielsweise einen Laserstrahl, aufweisen, wobei die Schneid-Werkzeuge
mindestens einen ersten Schneid-Abschnitt und mindestens einen zweiten Schneid-Abschnitt
aufweisen oder entlang von diesen geführt werden.
[0030] Die Tisch-Einheit 26 wirkt mit den Vorbereitungs-Einheiten 22, 23 und/oder mit den
Verbindungs-Einheiten 24, 25 zusammen und ist unabhängig von diesen entlang der ersten
Verlagerungs-Richtung 28 in der Führung 27 verlagerbar. Fig. 2 zeigt die Tisch-Einheit
26 beim Zusammenwirken mit der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 in einer ersten Position,
wohingegen Fig. 3 die Tisch-Einheit 26 beim Zusammenwirken mit der zweiten Verbindungs-Einheit
25 und der Klebe-Walze 29 der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 in einer zweiten Position
zeigt. Die Tisch-Einheit 26 umfasst einen entlang der ersten Verlagerungs-Richtung
28 verlaufenden Tisch 48 und ein daran befestigtes Anpress-Bauteil 49. Der Tisch 48
ist an den den Klebe-Walzen 29 zugewandten Seiten entsprechend dem Radius der Klebe-Walzen
29 gekrümmt. Zusätzlich weist der Tisch 48 zwei entlang der ersten Verlagerungs-Richtung
28 beabstandet angeordnete Tisch-Nuten 50 auf, die sich zur Aufnahme des zweiten Messer-Balken
45 der Verbindungs-Einheiten 24, 25 entlang der dritten Verlagerungs-Richtung 47 erstrecken.
Das Anpress-Bauteil 49 ist relativ zu dem Tisch 48 gegenüberliegend zu den Verbindungs-Einheiten
24, 25 angeordnet und weist einen Anpress-Rahmen 51 und zwei elastisch ausgebildete
Anpress-Puffer 52 auf, die relativ zu dem Anpress-Rahmen 51 gegenüberliegend angeordnet
und den Klebe-Walzen 29 zugewandt sind.
[0031] Der Schneide- und Verbinde-Einrichtung 19 ist in einer Transport-Richtung 53 der
endlosen Material-Bahn 21 eine erste Umlenk-Walze 54 nachgeordnet, die im Bereich
der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 drehbar an dem Grundgestell-Träger 5 gelagert
ist. Der ersten Umlenk-Walze 54 ist in der Transport-Richtung 53 eine zweite Umlenk-Walze
55 nachgeordnet, die drehbar an einem Schlitten 56 gelagert ist. Der Schlitten 56
ist im Bereich eines dem Grundgestell-Ständer 4 gegenüberliegenden Endes des Grundgestell-Trägers
5 angeordnet, wobei der Schlitten 56 entlang der ersten Verlagerungs-Richtung 28 in
einer parallel zu der Führung 27 verlaufenden Schlitten-Führung 57 verlagerbar ist.
Die Schlitten-Führung 57 erstreckt sich im Wesentlichen entlang des gesamten Grundgestell-Trägers
5, wobei der Schlitten 56 zwischen einer ersten Schlitten-End-Position und einer zweiten
Schlitten-End-Position verlagerbar ist.
[0032] Der zweiten Umlenk-Walze 55 ist in der Transport-Richtung 53 eine dritte Umlenk-Walze
58 nachgeordnet, die im Bereich eines Auslaufes 59 der Material-Bahn 21 drehbar an
dem Grundgestell-Träger 5 gelagert ist. In der ersten Schlitten-End-Position ist der
Schlitten 56 der dritten Umlenk-Walze 58 zugewandt, wohingegen der Schlitten 56 in
der zweiten Schlitten-End-Position der dritten Umlenk-Walze 58 abgewandt ist. Die
Fig. 1 zeigt den Schlitten 56 in der zweiten Schlitten-End-Position.
[0033] Der dritten Umlenk-Walze 58 ist in der Transport-Richtung 53 eine vierte Umlenk-Walze
60 nachgeordnet, die drehbar an dem Schlitten 56 zwischen der zweiten Umlenk-Walze
55 und der dritten Umlenk-Walze 58 gelagert ist. Die vierte Umlenk-Walze 60 weist
im Vergleich zu der zweiten Umlenk-Walze 55 einen kleineren Walzen-Durchmesser auf.
[0034] Die Tisch-Einheit 26, die Klebe-Walzen 29 und der Schlitten 56 sind mittels nicht
näher dargestellter Antriebs-Einrichtungen verlagerbar, wobei die Antriebs-Einrichtungen
von einer ebenfalls nicht näher dargestellten Steuer-Einrichtung angesteuert werden.
[0035] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Splice-Vorrichtung 1 beschrieben. Die erste
Material-Bahn 9 wird von der ersten Material-Rolle 10 abgerollt und über die Zuführ-Walze
18 durch die Anpress-Walzen 43 der Verbindungs-Einheiten 24, 25 geführt. Die Klebe-Walze
29 der ersten Vorbereitungs-Einheit 22 befindet sich - wie in Fig. 1 gezeigt - benachbart
zu dem ersten Querschneider 30 der ersten Vorbereitungs-Einheit 22. Die Tisch-Einheit
26 und die Klebe-Walze 29 der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 befinden sich zunächst
in der in Fig. 2 gezeigten Position. Nach den Verbindungs-Einheiten 24, 25 wird die
als endlose Material-Bahn 21 bezeichnete erste Material-Bahn 9 mittels der ersten
Umlenk-Walze 54 um 180° umgelenkt und zu der zweiten Umlenk-Walze 55 geführt, wo die
endlose Material-Bahn 21 erneut um 180° umgelenkt wird. Der Schlitten 56 befindet
sich zunächst - wie in Fig. 1 gezeigt - in der zweiten Schlitten-End-Position. Nach
der zweiten Umlenk-Walze 55 wird die endlose Material-Bahn 21 zu der dritten Umlenk-Walze
58 geführt, wo die endlose Material-Bahn 21 um 180° umgelenkt und zu der vierten Umlenk-Walze
60 zurückgeführt wird. Dadurch, dass die vierte Umlenk-Walze 60 einen im Vergleich
zu der zweiten Umlenk-Walze 55 kleineren Walzen-Durchmesser aufweist, kann die endlose
Material-Bahn 21 ohne sich selbst zu berühren nochmals um 180° umgelenkt und zum Auslauf
59 geführt werden, wo die endlose Material-Bahn 21 die Splice-Vorrichtung 1 zur Herstellung
von Wellpappe verlässt.
[0036] Aufgrund des stetigen Abrollens der ersten Material-Bahn 9 geht die erste Material-Rolle
10 nach einer bestimmten Zeit zu Ende, so dass die zweite Material-Bahn 11 mit der
ersten Material-Bahn 9 verbunden werden muss.
[0037] Hierzu wird die zweite Material-Bahn 11 zunächst manuell oder automatisch über die
Zuführ-Walze 18 der Klebe-Walze 29 der zweiten Vorbereitungs-Einheit 23 zugeführt.
Durch Drehen der Klebe-Walze 29 wird die zweite Material-Bahn 11 dem ersten Querschneider
30 zugeführt, wobei die zweite Material-Bahn 11 zwischen der Querschneider-Auflage
32 und dem ersten Messer-Balken 33 angeordnet wird. Zum Halten der zweiten Material-Bahn
11 in dieser Position wird die Tisch-Einheit 26 in der ersten Verlagerungs-Richtung
28 verlagert, so dass einer der Anpress-Puffer 52 gegen die zweite Material-Bahn 11
anliegt und diese gegen die Klebe-Walze 29 presst.
[0038] Zum Erzeugen einer ersten Schnitt-Kante 61 wird der erste Messer-Balken 33 in die
zweite Verlagerungs-Richtung 35 verlagert, so dass die zweite Material-Bahn 11 vollständig
durchtrennt wird. Beim Durchtrennen der zweiten Material-Bahn 11 taucht der erste
Messer-Balken 33 in die Auflage-Nut 36 der Querschneider-Auflage 32 ein. Nach dem
Durchtrennen der zweiten Material-Bahn 11 wird der erste Messer-Balken 33 entgegen
die zweite Verlagerungs-Richtung 35 in die Ausgangsposition zurückverlagert.
[0039] Die erste Schnitt-Kante 61 weist aufgrund der ersten und zweiten Schneid-Abschnitte
37, 39 des ersten Messer-Balkens 33 erste Teil-Schnitt-Kanten 62, die entlang der
ersten Schneid-Richtung 38 verlaufen, und zweite Teil-Schnitt-Kanten 63, die entlang
der zweiten Schneid-Richtung 40 verlaufen, auf. Die Teil-Schnitt-Kanten 62, 63 schließen
entsprechend den Schneid-Richtungen 37, 39 einen Winkel α von 90° ein. Die erste Schnitt-Kante
61 ist aufgrund der in unterschiedlichen Schneid-Richtungen 38, 40 verlaufenden Teil-Schnitt-Kanten
62, 63 profiliert ausgebildet und weist erste Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64 und erste
Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65 auf, die ein Positiv-Profil der ersten Schnitt-Kante
61 bilden. Die ersten Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64 und die ersten Schnitt-Kanten-Vertiefungen
65 sind rechteckförmig oder quadratisch ausgebildet.
[0040] Nach dem Erzeugen der ersten Schnitt-Kante 61 wird mittels der Zuführ-Einheit das
einseitig klebende Klebe-Band 41 zugeführt und zwischen der zweiten Material-Bahn
11 und der Querschneider-Auflage 32 im Bereich der ersten Schnitt-Kanten-Vorsprünge
64 und der ersten Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65 angeordnet, wobei mittels der Vakuum-Pumpe
die zweite Material-Bahn 11 beim Zuführen angehoben wird. Das Klebe-Band 41 definiert
einen Verbindungs-Bereich 66 und überdeckt die ersten Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64
sowie die ersten Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65 vollständig.
[0041] Nach dem Anbringen des Klebe-Bandes 41 gibt die Tisch-Einheit 26 die zweite Material-Bahn
11 frei. Durch Drehen der Klebe-Walze 29 wird die zweite Material-Bahn 11 aus dem
ersten Querschneider 30 entfernt, wobei das Drehen der Klebe-Walze 29 so lange erfolgt,
bis das Klebe-Band 41 in einem der Tisch-Einheit 26 zugewandten Bereich auf der Klebe-Walze
29 zu liegen kommt. Anschließend wird die zweite Material-Bahn 11 wieder mittels der
Tisch-Einheit 26 gegen die Klebe-Walze 29 gepresst und die Tisch-Einheit 26 zusammen
mit der Klebe-Walze 29 und der zweiten Material-Bahn 11 entgegen die erste Verlagerungs-Richtung
28 in der Führung 27 zu der zweiten Verbindungs-Einheit 25 verlagert. Dieser Zustand
ist in Fig. 3 gezeigt.
[0042] Aufgrund der bekannten Länge der ersten Material-Bahn 9 erkennt die Splice-Vorrichtung
1, wann die erste Material-Rolle 10 zu Ende geht. Bevor dies eintritt, wird die vorbereitete
zweite Material-Bahn 11 mit der ersten Material-Bahn 9 verbunden. Hierzu wird zunächst
das Abrollen der ersten Material-Bahn 9 abgebremst und gestoppt, wobei durch das Verlagern
des Schlittens 56 von der zweiten Schlitten-End-Position in die erste Schlitten-End-Position
die mittels der Umlenk-Walzen 54, 55, 58, 60 von der Material-Bahn 21 gebildeten Schleifen
aufgelöst werden und die Material-Bahn 21 weiterhin die Splice-Vorrichtung 1verlässt.
[0043] Zum Verbinden der Material-Bahnen 9, 11 wird zunächst die erste Material-Bahn 9 mittels
des zweiten Querschneiders 42 vollständig durchtrennt, so dass eine zweite Schnitt-Kante
67 erzeugt wird. Zum Erzeugen der zweiten Schnitt-Kante 67 wird der zweite Messer-Balken
45 in der dritten Verlagerungs-Richtung 47 verlagert, wobei der zweite Messer-Balken
45 in die zugehörige Tisch-Nut 50 des Tisches 48 eintaucht. Nach dem Durchtrennen
der ersten Material-Bahn 9 wird der zweite Messer-Balken 45 entgegen die dritte Verlagerungs-Richtung
47 in die Ausgangsposition zurückverlagert.
[0044] Die zweite Schnitt-Kante 67 weist entsprechend den ersten Schneid-Abschnitten 37
des zweiten Messer-Balkens 45 erste Teil-Schnitt-Kanten 62, die entlang der ersten
Schneid-Richtung 38 verlaufen, und entsprechend den zweiten Schneid-Abschnitten 39
des zweiten Messer-Balkens 45 zweite Teil-Schnitt-Kanten 63, die entlang der zweiten
Schneid-Richtung 40 verlaufen, auf. Die zweite Schnitt-Kante 67 ist aufgrund der unterschiedlichen
Schneid-Richtungen 38, 40 ebenfalls profiliert ausgebildet und weist zweite Schnitt-Kanten-Vorsprünge
68 und zweite Schnitt-Kanten-Vertiefungen 69 auf, die ein Negativ-Profil bilden. Die
zweiten Schnitt-Kanten-Vorsprünge 68 und die zweiten Schnitt-Kanten-Vertiefungen 69
sind ebenfalls rechteckförmig oder quadratisch ausgebildet.
[0045] Die erste Schnitt-Kante 61 und die zweite Schnitt-Kante 67 sind komplementär zueinander
ausgebildet und ergänzen sich im Wesentlichen überlappungsfrei und lückenlos zu der
endlosen Material-Bahn 21. Das Positiv-Profil der ersten Schnitt-Kante 61 ergänzt
das Negativ-Profil der zweiten Schnitt-Kante 67 derart, dass beim Verbinden der Material-Bahnen
9, 11 die ersten Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64 in die zweiten Schnitt-Kanten-Vertiefungen
69 und die zweiten Schnitt-Kanten-Vorsprünge 68 in die ersten Schnitt-Kanten-Vertiefungen
65 greifen. Die Schnitt-Kanten 61, 67 greifen mit den Schnitt-Kanten-Vorsprüngen 64,
68 und den Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65, 69 somit fingerartig ineinander.
[0046] Zum Verbinden der Material-Bahnen 9, 11 gibt die Tisch-Einheit 26 die zweite Material-Bahn
11 mit dem Klebe-Band 41 frei und die Material-Bahnen 9, 11 werden mittels der Klebe-Walze
29 und der Anpress-Walze 43 derart durch den Verbindungs-Spalt 44 geführt, dass die
erste Material-Bahn 9 auf dem von der zweiten Material-Bahn 11 unbedeckten Teil des
Klebe-Bandes 41 zu liegen kommt und im Wesentlichen überlappungsfrei und lückenlos
mit der zweiten Material-Bahn 11 zu der endlosen Material-Bahn 21 verbunden wird.
Die erzeugte endlose Material-Bahn 21 weist somit den durch das Klebe-Band 41 definierten
Verbindungs-Bereich 66 auf, in dem die Material-Bahnen 9, 11 entlang der Transport-Richtung
53 in der beschriebenen Weise ineinander greifen. Der Verbindungs-Bereich 66 weist
entlang der Transport-Richtung 53 eine Länge L
v zwischen 1 cm und 10 cm, insbesondere zwischen 2 cm und 8 cm, und insbesondere zwischen
3 cm und 6 cm auf. Die ersten Teil-Schnitt-Kanten 62 verlaufen im Wesentlichen senkrecht
zu der Transport-Richtung 53 und die zweiten Teil-Schnitt-Kanten 63 verlaufen im Wesentlichen
parallel zu der Transport-Richtung 53. Alternativ können die Teil-Schnitt-Kanten 62,
63 auch unter einem beliebigen Winkel zu der Transport-Richtung 53 angestellt sein,
so dass der Verbindungs-Bereich 66 schräg zu der Transport-Richtung 53 verläuft und
unter einem Winkel β von ungleich 90° zu der Transport-Richtung 53 angestellt ist.
[0047] Nach dem Verbinden der Material-Bahnen 9, 11 wird die zweite Material-Bahn 11 von
der zweiten Material-Rolle 12 abgerollt. Während des Abrollens der zweiten Material-Bahn
11 wird der Schlitten 56 zur Bildung von Schleifen der Material-Bahn 21 von der ersten
Schlitten-End-Position in die zweite Schlitten-End-Position verlagert. Außerdem wird
während des Abrollens der zweiten Material-Bahn 11 die Klebe-Walze 29 der zweiten
Vorbereitungs-Einheit 23 in der ersten Verlagerungs-Richtung 28 verlagert und im Bereich
des zugehörigen ersten Querschneiders 30 angeordnet. Ferner wird eine neue erste Material-Rolle
10 in der ersten Abroll-Einrichtung 7 angeordnet und die Tisch-Einheit 26 entgegen
die erste Verlagerungs-Richtung 28 zu der ersten Vorbereitungs-Einheit 22 verlagert,
so dass die neue erste Material-Bahn 9 zum Verbinden mit der zweiten Material-Bahn
11 in bereits beschriebener Weise vorbereitet werden kann. Das Schneiden und Verbinden
der Material-Bahnen 9, 11 wiederholt sich nun.
[0048] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen
wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten
dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten a. Der wesentliche Unterschied gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel besteht in der Ausgestaltung der Schnitt-Kanten 61
a, 67a und der Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64a, 68a sowie der Schnitt-Kanten-Vertiefungen
65a, 69a. Die Schnitt-Kanten 61a, 67a sind zickzackförmig und in Folge dessen die
Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64a, 68a sowie die Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65a, 69a
dreieckförmig ausgebildet. Die Schneid-Richtungen 38a, 40a schließen einen Winkel
α von kleiner als 90° ein. Die Schneid-Richtungen 38a, 40a sind relativ zu der Transport-Richtung
53 unter einem Winkel angestellt, wobei dieser Winkel die Hälfte von α ist. Alternativ
können die Schneid-Richtungen 38a, 40a auch mit unterschiedlichen Winkeln relativ
zu der Transport-Richtung 53 angestellt sein. Der Verbindungs-Bereich 66a ist im Wesentlichen
mit einem Winkel von β gleich 90° relativ zu der Transport-Richtung 53 angestellt.
Alternativ kann der Verbindungs-Bereich 66a auch unter einem Winkel β von ungleich
90° relativ zu der Transport-Richtung 53 angestellt sein. Die Teil-Schnitt-Kanten
62a, 63a weisen jeweils die gleiche Länge auf und werden durch entsprechend verlaufende
Schneid-Abschnitte 37a, 39a, die nicht näher dargestellt sind, erzeugt.
[0049] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen
wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten
dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten b. Der wesentliche Unterschied gegenüber
den vorangegangenen Ausführungsbeispielen besteht in der Ausgestaltung der Schnitt-Kanten
61b, 67b und der Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64b, 68b sowie der Schnitt-Kanten-Vertiefungen
65b, 69b. Die Schnitt-Kanten 61b, 67b und die Schnitt-Kanten-Vorsprünge 64b, 68b sowie
die Schnitt-Kanten-Vertiefungen 65b, 69b sind wellenförmig ausgebildet, wobei das
Erzeugen der Schnitt-Kanten 61b, 67b - mathematisch betrachtet - durch Schneiden der
Material-Bahnen 9, 11 entlang von unendlich vielen Schneid-Richtungen erfolgt. Beispielhaft
sind in Fig. 7 zwei Schneid-Richtungen 38b, 40b eingezeichnet, die - mathematisch
betrachtet - Tan-genten der Schnitt-Kanten 61b, 67b in einzelnen Punkten sind. Die
einzelnen Punkte stellen die Teil-Schnitt-Kanten 62b, 63b dar, die in ihrer Gesamtheit
die differenzierbaren Schnitt-Kanten 61b, 67b bilden. Die in Fig. 7 eingezeichneten
Schneid-Richtungen 38b, 40b schließen ungefähr einen Winkel α von 45° ein. Die erste
Schneid-Richtung 38b verläuft relativ zu der Transport-Richtung 53 im Wesentlichen
senkrecht. Der Verbindungs-Bereich 66b ist relativ zu der Transport-Richtung 53 unter
einem Winkel β von ungefähr 90° angestellt. Alternativ kann der Verbindungs-Bereich
66b auch unter einem Winkel β von ungleich 90° zu der Transport-Richtung 53 angestellt
sein. Die Teil-Schnitt-Kanten 62b, 63b korrespondieren zu entsprechend verlaufenden
Schneid-Abschnitten 37b, 39b, die nicht näher dargestellt sind.
[0050] Prinzipiell können die Schnitt-Kanten beliebig profiliert geformt sein, solange sie
komplementär zueinander ausgebildet sind und sich die Material-Bahnen 9, 11 im Wesentlichen
überlappungsfrei und lückenlos zu der endlosen Material-Bahn 21 ergänzen. Die mindestens
zwei Schneid-Richtungen schließen einen Winkel α derart ein, dass 0° < α < 180° gilt.
Für den Winkel α der Schneid-Richtungen gilt insbesondere 30° ≤ α ≤ 150°, insbesondere
45° ≤ α ≤ 135°, und insbesondere 60° ≤ α ≤ 120°. Dadurch, dass die Material-Bahnen
9, 11 im Wesentlichen überlappungsfrei und lückenlos im Bereich der Schnitt-Kanten
ineinander greifen, wird einerseits eine Material-Verdoppelung und andererseits eine
Scharnier-Wirkung im Verbindungs-Bereich verhindert.
1. Verfahren zum Splicen von Material-Bahnen, mit den Schritten:
a. Abrollen einer ersten Material-Bahn (9) von einer ersten Material-Rolle (10),
b. Erzeugen einer ersten Schnitt-Kante (61; 61a; 61b) durch Schneiden einer zweiten
Material-Bahn (11) mindestens entlang einer ersten Schneid-Richtung (38; 38a; 38b)
und entlang einer zweiten Schneid-Richtung (40; 40a; 40b), wobei die Schneid-Richtungen
(38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b) einen Winkel α derart einschließen, dass 0° < α < 180°
gilt,
c. Erzeugen einer zu der ersten Schnitt-Kante (61; 61a; 61b) komplementären zweiten
Schnitt-Kante (67; 67a; 67b) durch Schneiden der ersten Material-Bahn (9) mindestens
entlang der ersten Schneid-Richtung (38; 38a; 38b) und entlang der zweiten Schneid-Richtung
(40; 40a; 40b),
d. Verbinden der ersten Material-Bahn (9) mit der zweiten Material-Bahn (11) im Bereich
der Schnitt-Kanten (61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) zu einer endlosen Material-Bahn (21),
wobei die erste Material-Bahn (9) und die zweite Material-Bahn (11) im Wesentlichen
überlappungsfrei zueinander angeordnet sind,
i. wobei die erste Material-Bahn (9) und die zweite Material-Bahn (11) entlang einer
Transport-Richtung (53) der Material-Bahnen (9, 11) in einem Verbindungs-Bereich (66;
66a; 66b) ineinander greifen, und
ii. wobei die Schnitt-Kanten (61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) jeweils mehrere Schnitt-Kanten-Vorsprünge
(64, 68; 64a, 68a; 64b, 68b) und mehrere Schnitt-Kanten-Vertiefungen (65, 69; 65a,
69a; 65b, 69b) ausbilden, und
e. Abrollen der zweiten Material-Bahn (11) von einer zweiten Material-Rolle (12).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Winkel α der Schneid-Richtungen (38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b) 30° ≤ α ≤ 150°,
insbesondere 45° ≤ α ≤ 135°, und insbesondere 60° ≤ α ≤ 120° gilt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitt-Kanten-Vorsprünge (64, 68) und die Schnitt-Kanten-Vertiefungen (65, 69)
rechteckförmig oder quadratisch ausgebildet sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitt-Kanten-Vorsprünge (64a, 68a) und die Schnitt-Kanten-Vertiefungen (65a,
69a) dreieckförmig ausgebildet sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitt-Kanten-Vorsprünge (64b, 68b) und die Schnitt-Kanten-Vertiefungen (65b,
69b) wellenförmig ausgebildet sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden mittels eines einseitig klebenden Klebe-Bandes (41) erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs-Bereich (66; 66a; 66b) durch das Klebe-Band (41) definiert ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs-Bereich (66; 66a; 66b) entlang der Transport-Richtung (53) eine Länge
(Lv) zwischen 1 cm und 10 cm, insbesondere zwischen 2 cm und 8 cm, und insbesondere zwischen
3 cm und 6 cm, aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs-Bereich (66; 66a; 66b) relativ zu der Transport-Richtung (53) unter
einem Winkel (β) von 90° angestellt ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs-Bereich (66; 66a; 66b) relativ zu der Transport-Richtung (53) unter
einem Winkel (β) von ungleich 90° angestellt ist.
11. Splice-Vorrichtung zum Splicen von Material-Bahnen, mit
a. einer ersten Abroll-Einrichtung (7) zum Abrollen einer ersten Material-Bahn (9)
von einer ersten Material-Rolle (10),
b. einer zweiten Abroll-Einrichtung (8) zum Abrollen einer zweiten Material-Bahn (11)
von einer zweiten Material-Rolle (12), und
c. mindestens einer Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) zum Schneiden und überlappungsfreien
Verbinden der Material-Bahnen (9, 11) zu einer endlosen Material-Bahn (21), wobei
i. die Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) mehrere entlang einer ersten Schneid-Richtung
(38; 38a; 38b) verlaufende erste Schneid-Abschnitte (37; 37a; 37b) aufweist,
ii. die Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) mehrere entlang einer zweiten Schneid-Richtung
(40; 40a; 40b) verlaufende zweite Schneid-Abschnitte (39; 39a; 39b) aufweist,
iii. die Schneid-Richtungen (38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b) einen Winkel α derart einschließen,
dass 0° < α < 180° gilt, und
iv. die Schneid-Abschnitte (37, 39; 37a, 39a; 37b, 39b) derart angeordnet sind, dass
eine erste Schnitt-Kante (61; 61a; 61b) durch Schneiden einer zweiten Material-Bahn
(11) mindestens entlang der ersten Schneid-Richtung (38; 38a; 38b) und entlang der
zweiten Schneid-Richtung (40; 40a; 40b) sowie eine zu der ersten Schnitt-Kante (61;
61a; 61b) komplementäre zweite Schnitt-Kante (67; 67a; 67b) durch Schneiden der ersten
Material-Bahn (9) mindestens entlang der ersten Schneid-Richtung (38; 38a; 38b) und
entlang der zweiten Schneid-Richtung (40; 41a; 40b) erzeugbar sind, wobei die Schnitt-Kanten
(61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) jeweils mehrere Schnitt-Kanten-Vorsprünge (64, 68; 64a,
68a; 64b, 68b) und mehrere Schnitt-Kanten-Vertiefungen (65, 69; 65a, 69a; 65b, 60b)
ausbilden, sodass beim Verbinden die erste Material-Bahn (9) und die zweite Material-Bahn
(11) entlang einer Transport-Richtung (53) der Material-Bahnen (9, 11) in einem Verbindungs-Bereich
(66; 66a; 66b) ineinander greifen.
12. Splice-Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneid-Abschnitte (37, 39; 37a, 39a; 37b, 39b) an mindestens einem Messer-Balken
(33, 45) ausgebildet sind.
13. Splice-Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) derart ausgebildet ist, dass der Verbindungs-Bereich
(66; 66a; 66b) entlang der Transport-Richtung (53) eine Länge (Lv) zwischen 1 cm und 10 cm, insbesondere zwischen 2 cm und 8 cm, und insbesondere zwischen
3 cm und 6 cm, aufweiset.
14. Splice-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) derart ausgebildet ist, dass der Verbindungs-Bereich
(66; 66a; 66b) relativ zu der Transport-Richtung (53) unter einem Winkel (β) von 90°
anstellbar ist.
15. Splice-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide- und Verbinde-Einrichtung (19) derart ausgebildet ist, dass der Verbindungs-Bereich
(66; 66a; 66b) relativ zu der Transport-Richtung (53) unter einem Winkel (β) von ungleich
90° anstellbar ist.
1. Method for splicing material webs, comprising the following steps:
a. unrolling of a first material web (9) from a first material roll (10);
b. producing of a first cut edge (61; 61 a; 61 b) by cutting a second material web
(11) at least along a first cutting direction (38; 38a; 38b) and along a second cutting
direction (40; 40a; 40b), the cutting directions (38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b) enclosing
an angle α such that 0° < α < 180° applies;
c. producing of a second cut edge (67; 67a; 67b) complementary to the first cut edge
(61; 61a; 61b) by cutting the first material web (9) at least along the first cutting
direction (38; 38a; 38b) and along the second cutting direction (40; 40a; 40b);
d. joining of the first material web (9) with the second material web (11) in the
area of the cut edges (61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) to form an endless material web
(21), the first material web (9) and the second material web (11) being arranged relative
to each other essentially overlap-free;
i. wherein the first material web (9) and the second material web (11) engage into
each other in a joining area (66; 66a; 66b) along a transportation direction (53)
of the material webs (9, 11), and
ii. wherein the cut edges (61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) each form several cut edge
projections (64, 68; 64a, 68a; 64b, 68b) and several cut edge recesses (65, 69; 65a,
69a; 65b, 69b); and
e. unrolling of the second material web (11) from a second material roll (12).
2. Method according to claim 1, characterised in that for the angle α of the cutting directions (38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b), 30° ≤ α 150°,
particularly 45° ≤ α ≤ 135°, and particularly 60° ≤ α ≤ 120° applies.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the cut edge projections (64, 68) and the cut edge recesses (65, 69) have a rectangular
or square shape.
4. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the cut edge projections (64a, 68a) and the cut edge recesses (65a, 69a) have a triangular
shape.
5. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the cut edge projections (64b, 68b) and the cut edge recesses (65b, 69b) have a wave-like
shape.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the joining takes place by means of a single-sided adhesive tape (41).
7. Method according to claim 6, characterised in that the joining area (66; 66a; 66b) is defined by the adhesive tape (41).
8. Method according to claim 7, characterised in that the joining area (66; 66a; 66b) along the transportation direction (53) has a length
(Lv) of between 1 cm and 10 cm, in particular of between 2 cm and 8 cm, and in particular
of between 3 cm and 6 cm.
9. Method according to claim 7 or 8, characterized in that the joining area (66; 66a; 66b) is pitched relatively to the transportation direction
(53) at an angle (β) of 90°.
10. Method according to one of claims 7 or 8, characterized in that the joining area (66; 66a; 66b) is pitched relatively to the transportation direction
(53) at an angle (β) not equal to 90°.
11. Splicing device for the splicing of material webs, having
a. a first unrolling device (7) for unrolling a first material web (9) from a first
material roll (10),
b. a second unrolling device (8) for unrolling a second material web (11) from a second
material roll (12), and
c. at least one cutting and joining device (19) for the cutting and overlap-free joining
of the material webs (9, 11) to form an endless material web (21), wherein
i. the cutting and joining device (19) exhibits several first cutting sections (37;
37a; 37b) running along a first cutting direction (38; 38a; 38b),
ii. the cutting and joining device (19) exhibits several second cutting sections (39;
39a; 39b) running along a second cutting direction (40; 40a; 40b),
iii. the cutting directions (38, 40; 38a, 40a; 38b, 40b) enclose an angle α such that
0° < α < 180° applies, and
iv. the cutting sections (37, 39; 37a, 39a; 37b, 39b) are arranged such that a first
cut edge (61; 61a; 61b) is producible by cutting the second material web (11) at least
along the first cutting direction (38; 38a; 38b) and along the second cutting direction
(40; 40a; 40b) as well as a second cut edge (67; 67a; 67b) complementing the first
cut edge (61; 61a; 61b) is producible by cutting the first material web (9) at least
along the first cutting direction (38; 38a; 38b) and along the second cutting direction
(40; 40a; 40b), wherein the cut edges (61, 67; 61a, 67a; 61b, 67b) each form several
cut edge projections (64, 68; 64a, 68a; 64b, 68b) and several cut edge recesses (65,
69; 65a, 69a; 65b, 69b) such that, when joined, the first material web (9) and the
second material web (11) engage into each other in a joining area (66; 66a; 66b) along
a transportation direction (53) of the material webs (9, 11).
12. Splicing device according to claim 11, characterised in that the cutting sections (37, 39; 37a, 39a; 37b, 39b) are formed on at least one knife
bar (33, 45).
13. Splicing device according to claim 11 or 12, characterized in that the cutting and joining device (19) is formed such that the joining area (66; 66a;
66b) has a length (Lv) of between 1 cm and 10 cm, in particular of between 2 cm and 8 cm, and in particular
of between 3 cm and 6 cm, along the transportation direction (53).
14. Splicing device according to one of claims 11 to 13, characterized in that the cutting and joining device (19) is formed such that a joining area (66; 66a;
66b) is pitchable relatively to the transportation direction (53) at an angle (β)
of 90°.
15. Splicing device according to one of claims 11 to 13, characterized in that the cutting and joining device (19) is formed such that a joining area (66; 66a;
66b) is pitched relatively to the transportation direction (53) at an angle (β) not
equal to 90°.
1. Procédé de raccordement de bandes de matériau avec les étapes suivantes :
a. déroulement d'une première bande de matériau (9) d'un premier rouleau de matériau
(10),
b. génération d'une première arête de coupe (61 ; 61a ; 61b) par coupe d'une seconde
bande de matériau (11) au moins le long d'un premier sens de coupe (38 ; 38a ; 38b)
et le long d'un second sens de coupe (40 ; 40a ; 40b), les sens de coupe (38, 40 ;
38a, 40a ; 38b, 40b) formant un angle α de telle sorte que s'applique 0° < α< 180°,
c. génération d'une seconde arête de coupe (67 ; 67a ; 67b) complémentaire à la première
arête de coupe (61 ; 61a ; 61b) par coupe de la première bande de matériau (9) au
moins le long du premiers sens de coupe (38 ; 38a ; 3 8b) et le long du second sens
de coupe (40 ; 40a ; 40b),
d. liaison de la première bande de matériau (9) avec la seconde bande de matériau
(11) dans la zone des arêtes de coupe (61, 67 ; 61a, 67a ; 6 1 b, 67b) pour former
une bande de matériau (21) sans fin, la première bande de matériau (9) et la seconde
bande de matériau (11) étant disposées essentiellement sans chevauchement,
i. la première bande de matériau (9) et la seconde bande de matériau (11) s'engageant
le long d'un sens de transport (53) des bandes de matériau (9, 11) dans une zone de
liaison (66 ; 66a ; 66b), et
ii les arêtes de coupe (61, 67 ; 61a, 67a ; 61b, 67b) réalisant respectivement plusieurs
saillies d'arête de coupe (64, 68 ; 64a, 68a ; 64b, 68b) et plusieurs cavités d'arête
de coupe (65, 69 ; 65a, 69a ; 65b, 69b), et
e. déroulement de la seconde bande de matériau (11) d'un second rouleau de matériau
(12).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour l'angle α des sens de coupe (38, 40 ; 38a, 40a ; 38b, 40b) s'applique 30° ≤
α ≤ 150°, en particulier 45° ≤ α ≤ 135°, et en particulier 60° ≤ α ≤ 120°.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les saillies d'arête de coupe (64, 68) et les cavités d'arête de coupe (65, 69) sont
réalisées de manière rectangulaire ou carrée.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les saillies d'arête de coupe (64a, 68a) et les cavités d'arête de coupe (65a, 69a)
sont réalisées de manière triangulaire.
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les saillies d'arête de coupe (64b, 68b) et les cavités d'arête de coupe (65b, 69b)
sont réalisées de manière ondulée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la liaison est effectuée à l'aide d'une bande adhésive (41) d'un côté.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la zone de liaison (66 ; 66a ; 66b) est définie par la bande adhésive (41).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la zone de liaison (66 ; 66a ; 66b) présente le long du sens de transport (53) une
longueur (Lv) entre 1 et 10 cm, en particulier entre 2 et 8 cm et en particulier entre 3 et 6
cm.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la zone de liaison (66, 66a ; 66b) est mise en place par rapport au sens de transport
(53) dans un angle (β) de 90°.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que la zone de liaison (66 ; 66a ; 66b) est mise en place par rapport au sens de transport
(53) dans un angle (β) inégal à 90°.
11. Dispositif de raccordement pour raccorder des bandes de matériau, avec
a. un premier dispositif de déroulement (7) pour dérouler une première bande de matériau
(9) d'un premier rouleau de matériau (10),
b. un second dispositif de déroulement (8) pour dérouler une seconde bande de matériau
(11) d'un second rouleau de matériau (12) et
c. au moins un dispositif de coupe et de liaison (19) pour couper et relier sans chevauchement
les bandes de matériau (9, 11) pour former une bande de matériau sans fin (21),
i. le dispositif de coupe et de liaison (19) présentant plusieurs premières sections
de coupe (37 ; 37a ; 37b) s'étendant le long d'un premier sens de coupe (38 ; 38a
; 38b),
ii. le dispositif de coupe et de liaison (19) présentant plusieurs secondes sections
de coupe (39 ; 39a ; 39b) s'étendant le long d'un second sens de coupe (40 ; 40a ;
40b),
iii. les sens de coupe (38, 40 ; 38a, 40a ; 38b, 40b) formant un angle α de telle
sorte que s'applique 0° < α < 180°, et
iv. les sections de coupe (37, 39 ; 37a, 39a ; 37b, 39b) étant disposées de telle
sorte qu'une première arête de coupe (61 ; 61 a ; 61b) puisse être générée par coupe
d'une seconde bande de matériau (11) au moins le long du premier sens de coupe (38
; 38a ; 38b) et le long du second sens de coupe (40 ; 40a ; 40b) ainsi qu'une seconde
arête de coupe (67 ; 67a ; 67b) complémentaire à la première arête de coupe (61 ;
6 1 a ; 61b) par coupe de la première bande de matériau (9) au moins le long du premier
sens de coupe (38 ; 38a ; 3 8b) et le long du second sens de coupe (40 ; 41a ; 40b),
les arêtes de coupe (61, 67 ; 61a, 67a ; 61b, 67b) réalisant respectivement plusieurs
saillies d'arête de coupe (64, 68 ; 64a, 68a ; 64b, 68b) et plusieurs cavités d'arête
de coupe (65, 69 ; 65a, 69a ; 65b, 60b) de sorte que lors de la liaison, la première
bande de matériau (9) et la seconde bande de matériau (11) s'engagent le long d'un
sens de transport (53) des bandes de matériau (9, 11) dans une zone de liaison (66
; 66a ; 66b).
12. Dispositif de raccordement selon la revendication 11, caractérisé en ce que les sections de coupe (37, 39 ; 37a, 39a ; 37b, 39b) sont réalisées sur au moins
une barre porte-lame (33, 45).
13. Dispositif de raccordement selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le dispositif de coupe et de liaison (19) est réalisé de telle sorte que la zone
de liaison (66 ; 66a ; 66b) présente le long du sens de transport (53) une longueur
(Lv) comprise entre 1 et 10 cm, en particulier entre 2 et 8 cm et en particulier entre
3 et 6 cm.
14. Dispositif de raccordement selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de coupe et de liaison (19) est réalisé de telle sorte que la zone
de liaison (66 ; 66a ; 66b) puisse être mise en place par rapport au sens de transport
(53) dans un angle (β) de 90°.
15. Dispositif de raccordement selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de coupe et de liaison (19) est réalisé de telle sorte que la zone
de liaison (66 ; 66a ; 66b) puisse être mise en place par rapport au sens de transport
(53) dans un angle (β) inégal à 90°.