[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verteilung von Behältern wie insbesondere
Flaschen und Dosen in einem Container, insbesondere für die Anwendung bei Leergutrücknahmesystemen.
[0002] Für die Rückgabe von Leergut wie insbesondere Flaschen und Behälter werden Rücknahmeautomaten
einzusetzen. Es ist bekannt, dass die Rückgabeflasche oder Dose aufgrund ihres Profils
oder weiterer Kriterien wie eines Barcodes oder RFID-Codes erkannt werden. Handelt
es sich um einen Behälter, der mit einem Pfand beaufschlagt worden war, so erhält
die zurückgebende Person entweder direkt das Pfand zurück oder einen Beleg, den sie
gegen den Pfandbetrag eintauschen kann. Anschließend wird die Rücknahmeflasche, insbesondere
bei Einwegbehältern wie PET-Flaschen und Dosen, einer Aufbewahrungseinrichtung zugeführt,
wobei es sich hierbei üblicherweise um einen Container handelt. Häufig werden die
PET-Flaschen und die Dosen zuvor noch von einer Kompaktierungseinheit auf ein kleineres
Volumen komprimiert, um ein geringeres Transportvolumen für die zurückgegebenen Behälter
zu schaffen. Die Behälter fallen in den Container, so dass der in der Regel eine gewisse
Tiefe aufweisende Container mit den Behältern ausgefüllt wird. Oftmals ist noch ein
Sensor vorgesehen, um festzustellen, wann der Container mit den Behältern gefüllt
ist.
[0003] Allerdings wird häufig nicht der gesamte Raum des Containers mit dem Rücknahmegut
gefüllt, sondern es entsteht innerhalb des Containers ein Schüttgutkegel, so dass
ein erheblicher Teil des Raumes des Containers nicht genutzt wird und der Container
sehr häufig geleert werden muss.
[0004] Um eine bessere Ausnutzung des Volumens des Containers zu erreichen, ist aus der
WO 2004/039698 A1 bekannt, einen an einer Transporteinrichtung befestigten Schieber für den oberen
Bereich des Containers einzusetzen, der die im oberen Bereich angesammelten Behälter
zur Seite schiebt, so dass sie weiter in den unteren Bereich des Containers fallen
und somit das gesamte Volumen des Containers ausfüllen. Allerdings können bei diesem
Verfahren Hohlräume innerhalb des Volumens des aufgeschütteten Leergutes entstehen,
da nur jeweils einzelne Behälter von der Schiebeeinrichtung erfasst werden. Hierdurch
ist wiederum ein optimale Raumnutzung nicht gegeben.
[0005] Die Erfindung hat somit die Aufgabe, eine Vorrichtung zur Verteilung von Behältern
wie insbesondere Dosen und Flaschen in einem Container zu schaffen, die eine optimale
Raumnutzung des Containers ermöglicht, kostengünstig ist sowie für den Dauereinsatz
geeignet ist. Insbesondere soll die Verteilung von Dosen und Flaschen, die in einen
Rücknahmeautomaten eingegeben und dann dem Aufbewahrungscontainer zugeführt worden
sind, kostengünstig und wirkungsvoll gewährleistet sein.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung zum Verteilen von Behältern
insbesondere Flaschen und/oder Dosen in einem Container mit einem Aufnahmevolumen
zur Aufnahme der Behälter gelöst, wobei die Behälter vorzugsweise zuvor in einen Rücknahmeautomaten
eingegeben und dem Container zugeführt worden sind. Die Vorrichtung ist mit einem
Motor mit einer schwenkbaren Achse, an die ein bügelförmiger Verteiler angelenkt ist,
versehen, wobei der Verteiler in seiner Ruheposition außerhalb des Aufnahmevolumens
des Containers gelagert ist und in der Verteilerposition eine Schwenkbewegung durch
zumindest einen Teil des Aufnahmevolumens durchführt.
[0007] Durch die bügelförmige Ausbildung des Verteilers ist es möglich, den Schüttkegel
zu durchkämmen, so dass nicht nur die oberen Behälter des Schüttkegels erfasst werden,
sondern der gesamte obere Kegelbereich durch die Schwenkbewegung des Verteilers instabil
wird und die Behälter in den bisher ungenutzten Raum des Containers abrollen. Hierdurch
wird die Füllhöhe im Container nachhaltig verändert, so dass nun wieder eine Vielzahl
von neuen Behältern in den Container fallen können, bis eine neue Füllstandshöhe erreicht
ist, die eine erneute Aktivierung des Verteilers erforderlich macht.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung hat insgesamt den Vorteil, dass sie einen geringen Bauraum
benötigt, aus einfachen mechanischen Komponenten besteht und insgesamt sehr kostengünstig
ist.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der Zeichnung.
[0010] In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1:
- eine schematische Ansicht eines Containers für die Aufbewahrung von Flaschen mit einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung für die Verteilung der Behältern in dem Container.
[0011] In Fig. 1 ist ein Container 1 für die Aufnahme von Rücknahmegut wie insbesondere
Flaschen und Dosen dargestellt. Ein solcher Container 1 befindet sich zweckmäßigerweise
hinter einem Rücknahmeautomaten und dient zur Aufnahme der zurückgegebenen Flaschen.
Vorzugsweise haben die Flaschen und/oder Dosen bereits einen Kompaktierer durchlaufen,
um das Rücknahmevolumen zu verringeren. Vorzugsweise ist der Container 1 zweiteilig
aus einem äußeren Gehäuse 2 bestehend aus einer oberen Abdeckung 10 mit einer Eingabeöffnung
11 und einer Vorderwand und zwei Seitenwänden und einem fahrbaren Wagen 3 mit einem
quaderförmigen Aufnahmeraum 4 für das Rücknahmegut wie Flaschen und Dosen ausgebildet.
Das äußere Gehäuse 2 bildet die Außenhülle für den fahrbaren Wagen 3, der in das Außengehäuse
2 geschoben werden kann. Wenn der Aufnahmeraum 4 mit dem Leergut gefüllt ist, wird
der Wagen 3 wieder herausgeschoben, um das Leergut zu entsorgen. Es kann auch eine
zusätzliche Tür vorgesehen sein, die nach dem Hineinfahren des Wagens 3 geschlossen
wird. Auch kann die Vorderseite des äußeren Gehäuses 2 wegegelassen werden, wenn der
Container an andere Bauteile eines Gesamtrückgabesystems angeschlossen wird.
[0012] Das Rücknahmegut wird vorzugsweise mittig durch die Eingabeöffnung 11 in den Container
1 geworfen, so dass sich nach und nach ein Schüttgutkegel ausbildet. Vorzugsweise
an den Seitenflächen des Wagens 3 befinden sich Sensoren, um die Höhe des Schüttgutes
zu ermitteln. Zweckmäßigerweise handelt es sich hierbei um Lichtschrankensensoren.
[0013] Vorzugsweise am oberen Ende einer Seitenwand des äußeren Gehäuses 2 und oberhalb
der Seitenwand des fahrbaren Wagens 3 ist ein Motor 5 mit einer drehbaren Achse 6
angebracht. Vorteilhafterweise befindet sich der Motor 5 in der Mitte der Seitenwand
des äußeren Gehäuses 2. An die Achse 6 ist ein bügelförmiger Verteiler 7 angebracht,
der zweckmäßigerweise rechteckförmig ausgebildet ist und dessen Breite und Höhe etwas
im Bereich der Hälfte der entsprechenden Containerabmessungen liegt. Der Verteiler
7 kann jedoch auch eine gekrümmte Formgebung aufweisen. Im Ruhezustand liegt der Verteiler
7 an der Innenseite der Abdeckung 10 des Außengehäuses 2, so dass durch den Verteiler
7 keine Störungen während der Zuführung der Leergutbehälter verursacht werden. Durch
die Positionierung des Motors 14 oberhalb der Seitenwände des fahrbaren Wagens 3 kann
der Wagen 3 ohne Störungen durch den Verteiler 7 in das Gehäuse 2 hinein- und wieder
herausgefahren werden.
[0014] Ist der Schüttkegel so angewachsen, dass er von den Sensoren erfasst wird, leiten
sie ein Signal an eine Datenverarbeitungsanlage oder direkt an den Motor 5, der daraufhin
den Verteiler 7 verschwenkt, wobei der Verteiler 6 um 180° bis zur anderen Seite der
Abdeckung 10 oder um einen geringeren Winkelbetrag verschwenkt wird. Der Verteiler
7 durchkämmt dabei den Kegel des Schüttgutes, so dass der Kegel instabil wird und
ein Teil des Schüttgutes zur Seite verteilt wird und somit den noch leeren Raum des
Containers ausfüllt.
[0015] In einer Weiterentwicklung des Erfindung kann vorgesehen sein, den bügelförmigen
Verteiler 7, der vorzugsweise aus Stabilitätsgründen aus Metall besteht, aber auch
aus einem Hartkunststoff bestehen kann, mit weiteren Elementen wie gabelförmigen Fingern
zu versehen, um die Verteilung des Schüttgutes noch zu verbessern.
1. Vorrichtung zum Verteilen von Behältern insbesondere Flaschen und/oder Dosen in einem
Container (1) mit einem Aufnahmevolumen zur Aufnahme der Behälter, wobei die Behälter
vorzugsweise zuvor in einen Rücknahmeautomaten eingegeben und dem Container zugeführt
worden sind, mit einem Motor (5) mit einer schwenkbaren Achse (6), an die ein bügelförmiger
Verteiler (6) angelenkt ist , wobei der Verteiler (7) in seiner Ruheposition außerhalb
des Aufnahmevolumens (4) des Containers (1) gelagert ist und in der Verteilerposition
eine Schwenkbewegung durch zumindest einen Teil des Aufnahmevolumens (4) durchführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zur Detektion des Füllhöhe des Containers (1) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Detektion einer vorgegebenen Füllhöhe der Sensor den Motor (5) aktiviert.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler (7) rechteckförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Container (1) zweiteilig bestehend aus einer einem äußeren Gehäuse (2) und einem
fahrbaren Wagen (3), der in das Gehäuse (2) ein- und ausfahrbar ist und für die Aufnahme
der Behälter ausgelegt ist, ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (5) mit dem Verteiler (7) im oberen Bereich des Gehäuses (2) an oder vor
der Abdeckung (10) angelenkt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler (7) in der Ruheposition im Bereich der Abdeckung (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler (7) in der Verteilerposition eine Schwenkbewegung innerhalb des Aufnahmeraum
des Wagens (3) durchführt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler (7) mit gabelförmigen Fingern versehen ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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