[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitz- oder Liegemöbel mit einem Gestell und einer darauf
angeordneten Sitz- bzw. Liegeauflage, wobei das Gestell einen zu einer Außenseite
hin offenen oder zu öffnenden Raum aufweist.
[0002] Derartige Sitz- oder Liegemöbel sind vielfältig bekannt. Soll in der Umgebung des
Sitz- und Liegemöbels ein Bildschirmgerät oder Computer aufgestellt werden, das von
einer im Sitz- oder Liegemöbel befindlichen Person betrachtet und/oder bedient werden
kann, sind Tragvorrichtungen bekannt, die außerhalb des Möbels, z.B. an einer Wand,
in einem Schrank oder auf einem Tisch vorgesehen sind und das Bildschirmgerät oder
den Computer tragen.
[0003] Unter Bildschirmgerät bzw. Computer werden allgemeine Vorrichtungen verstanden, die
einen Bildschirm, ein Display oder eine Anzeige aufweisen oder in dem Bildschirm,
dem Display oder dergleichen selbst bestehen.
[0004] Solche stationär eingerichteten Tragvorrichtungen mit dem Bildschirmgerät oder Computer
können jedoch insbesondere dann, wenn das Bildschirmgerät oder der Computer nicht
benutzt wird, hinderlich sein und den Raum, in dem das Sitz- oder Liegemöbel aufgestellt
ist, unerwünscht einschränken. Eine Entfernung des Bildschirmgerätes oder Computers,
wenn dieses bzw. dieser nicht benutzt wird, ist oft sehr mühselig oder gar nicht möglich.
[0005] In vielen Fällen ist aufgrund der räumlichen Gegebenheiten oder der verwendeten Tragvorrichtung
für das Bildschirmgerät oder den Computer dieses in der Umgebung des Sitz- oder Liegemöbels
ungünstig aufgestellt, so dass es vom Sitz- oder Liegemöbel aus nur umständlich zu
betrachten ist. Dies kann insbesondere nach längerer Benutzung des Bildschirmgeräts
oder Computers zu Verkrampfungen oder sogar zu Schäden der sitzenden bzw. liegenden
Person führen.
[0006] Es sind zwar schon manuell aus einem Sitzmöbel heraus bewegbare Bildschirmgeräte
oder Computer bekannt. Der dazu erforderliche manuelle Vorgang ist jedoch aufgrund
der Abfolge unterschiedlicher Schritte kompliziert und kann bei falschen Betätigungen
zur Beschädigung des Mechanismus führen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Handhabung eines
Bildschirmgerätes oder Computers für eine in einem Sitz- oder Liegemöbel befindliche
Person zu schaffen, die die oben genannten Nachteile vermeidet.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Sitz- oder Liegemöbel
der eingangs genannten Art am oder im Gestell des Sitz- oder Liegemöbels eine Verstelleinrichtung
vorgesehen ist, an der eine Tragvorrichtung für ein Bildschirmgerät oder einen Computer
angeordnet ist, die mit der Verstelleinrichtung aus einer ersten Position innerhalb
des genannten Raums zur genannten Außenseite des Untergestells und aus dieser hinaus
in eine zweite Position über der Sitz- oder Liegeauflage und aus dieser zweiten Position
in die erste Position innerhalb des genannten Raums bewegbar ist, und dass die Verstelleinrichtung
(9) einen Antrieb, insbesondere elektromotorischen Antrieb, aufweist, mit dem die
Tragvorrichtung (10) zwischen der ersten und zweiten Position verfahrbar ist.
[0009] Durch eine solche elektromotorische Verstelleinrichtung kann das Bildschirmgerät
oder der Computer in einem Zustand, in dem es bzw. er nicht benutzt wird, in dem genannten
offenen Raum des Gestells des Sitz- oder Liegemöbels ohne manuellen Eingriff deponiert
werden. Soll das Bildschirmgerät oder der Computer benutzt werden, kann es bzw. er
mit Hilfe der Verstelleinrichtung aus diesem Raum hinaus zur Außenseite des Gestells
des Sitz- oder Liegemöbels verfahren und dann in eine Position oberhalb der Sitz-
oder Liegeauflage gebracht werden, ohne dass ein manueller Eingriff oder eine manuelle
Handhabung erforderlich ist. Wenn das Bildschirmgerät oder der Computer nicht mehr
benutzt wird, kann es bzw. er aus dieser zweiten Position wieder zurück in die erste
Position in den genannten Raum innerhalb oder unterhalb des Gestells des Sitz- oder
Liegemöbels verfahren werden.
[0010] In dem genannten Raum ist das Bildschirmgerät oder der Computer während Nichtbenutzung
weder hinderlich noch schränkt es den Raum um das Sitz- oder Liegemöbel ein. Da das
Bildschirmgerät oder der Computer auf der Tragvorrichtung angeordnet in unmittelbarer
Nähe des Sitz- und Liegemöbels in die zweite, zur Benutzung vorgesehene Position gebracht
wird, ist es bzw. er selbst in dieser Position für andere Personen kaum hinderlich.
Daher ermöglicht das erfindungsgemäße Sitz- oder Liegemöbel eine für alle räumlichen
Gegebenheiten optimale Benutzungsposition des Bildschirmgerätes oder der Computer.
Das Gerät kann aufgrund der Erfindung auch optisch und ergonomisch in eine optimale
Position für die im Sitz- oder Liegemöbel befindliche Position gebracht werden.
[0011] Insbesondere kann die Verstelleinrichtung so ausgelegt sein, dass die Tragvorrichtung
für den Bildschirm oder Computer aus der ersten Position im wesentlichen linear zur
genannten Außenseite und anschließend im wesentlichen linear aus dieser hinaus in
die zweite Position bewegbar ist.
[0012] In einer bevorzugten Ausbildung ist die Verstelleinrichtung so ausgelegt, dass die
Tragvorrichtung für den Bildschirm oder Computer aus der ersten Position im Wesentlichen
linear zur genannten Außenseite bewegbar und danach in die zweite Position hinein
schwenkbar ist.
[0013] Die Verstelleinrichtung kann auch so ausgelegt sein, dass die Bewegung der Tragvorrichtung
für den Bildschirm oder Computer aus einer Überlagerung einer im Wesentlichen linearen
und einer Schwenkbewebung besteht.
[0014] Die Anordnung und Ausbildung der Verstelleinrichtung am oder im Untergestell des
erfindungsgemäßen Sitz- oder Liegemöbels und die Tragvorrichtung sind besonders vorteilhaft
für einen Flachbildschirm ausgelegt. Da dieser in seiner Höhe nur einen geringen Raum
einnimmt, kann ein solcher Flachbildschirm optimal Platz sparend in einem geringen
Raum am oder im Gestell unterhalb oder seitlich der Sitz- oder bzw. Liegeauflage des
Möbels angeordnet werden. Wird der Flachbildschirm aus der Außenseite des Gestells
über die Sitz- bzw. Liegeauflage hinaus gefahren, steht er vom Gestell bzw. der Sitz-
oder Liegeauflage wenig hervor und ist in dieser zweiten Position ebenfalls optimal
Platz sparend angeordnet.
[0015] Der im Gestell vorgesehene Raum für die Tragvorrichtung und den Flachbildschirm in
deren erster, für die Nichtbenutzung vorgesehener Position kann in einem Seitenteil
des Gestells, z.B. einem Fußteil eines Liegemöbels, vorgesehen sein. Die Tragvorrichtung
und der Flachbildschirm ist dann in diesem Raum im Wesentlichen vertikal angeordnet.
Zur Benutzung des Flachbildschirms kann dieser mit der Tragvorrichtung innerhalb des
Seitenteils aus einer oberen Außenseite desselben in im Wesentlichen vertikaler Richtung
hinaus in die zweite Position verfahren werden. Die Tragvorrichtung mit dem Flachbildschirm
kann andererseits auch in im wesentlichen horizontaler Richtung seitlich aus dem Seitenteil
des Gestells an dessen seitliche Außenseite heraus bewegt und dann in im Wesentlichen
vertikaler Richtung am Seitenteil hinaus über die Sitz- oder Liegeauflage in die zweite
Position verfahren werden. Bei dieser Ausführung ist das betreffende Seitenteil des
Gestells für das Sitz- oder Liegemöbel zur Aufnahme der Tragvorrichtung und des Flachbildschirms
etwas breiter und gegebenenfalls etwas höher gestaltet als bei einem üblichen Seitenteil.
[0016] Um die Dimensionierung der Seitenteile des Gestells für ein Sitz- oder Liegemöbel
nicht verändern zu müssen, ist in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
der für die Tragvorrichtung und das Bildschirmgerät oder den Computer vorgesehene
Raum in oder unterhalb eines Untergestells des Sitz- oder Liegemöbels angeordnet.
Die offene oder zu öffnende Außenseite des Gestells ist dann seitlich angeordnet.
Bei einer solchen Ausführung sind die Tragvorrichtung und der darauf angeordnete Flachbildschirm
in der ersten Position so angeordnet, dass der Flachbildschirm an oder auf der Tragvorrichtung
mit geringem Raum horizontal gelagert ist. Zum Zwecke der Benutzung des Bildschirmgerätes
oder Computers wird die Tragvorrichtung mit dem Bildschirmgerät oder Computers in
im Wesentlichen horizontaler Richtung im oder unterhalb des Untergestells zur Außenseite
und aus dieser heraus verfahren und anschließend in die zweite Position bewegt, in
der der Bildschirm im Wesentlichen vertikal angeordnet ist. Allgemein ist er in der
zweiten Position so angeordnet, dass er dem Gesicht der im Sitz- bzw. Liegemöbel befindlichen
Person optisch und ergonomisch optimal zugewandt ist.
[0017] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Verstelleinrichtung einen
Linearantrieb mit einem ersten und einem zweiten Befestigungsende auf, deren Abstand
zueinander durch den Linearantrieb verstellbar ist. Das erste Befestigungsende ist
stationär mit dem Gestell und das zweite Befestigungsende mit der Tragvorrichtung
verbunden.
[0018] Durch den Linearantrieb wird die Tragvorrichtung im Wesentlichen linear in dem freien
Raum des Gestells zur Außenseite verfahren. Die Tragvorrichtung kann dann zwangsweise
an einer linearen Weiterbewegung gehindert werden. Stattdessen wird die lineare Weiterverstellung
des zweiten Befestigungsendes des Linearantriebs durch bekannte Mechanismen in eine
Schwenkbewegung der Tragvorrichtung umgesetzt. In der Endposition des Verstellweges
des Linearantriebs befindet sich die Tragvorrichtung mit dem Bildschirmgerät in ihrer
zweiten, zur Benutzung des Bildschirmgerätes vorgesehenen Position. Die Endposition
des Verstellweges kann durch Endschalter im Linearantrieb definiert sein. Ebenso kann
die andere Endposition des Verstellweges, mit der sich die Tragvorrichtung für das
Bildschirmgerät oder den Computer in ihrer ersten Position in dem dafür vorgesehenen
Raum des Gestells befindet, durch Endschalter im Linearantrieb definiert sein.
[0019] In anderen möglichen Ausbildungen der Verstelleinrichtung kann die Schwenkbewegung
der Tragvorrichtung für das Bildschirmgerät oder den Computer aus dem dafür vorgesehenen
Raum des Gestells in die zweite Position auch durch einen Drehantrieb bewirkt werden.
[0020] In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist die Tragvorrichtung für das Bildschirmgerät
oder den Computer am Gestell um eine erste im wesentlichen horizontale Achse schwenkbar
gelagert, wobei die erste Achse so am Gestell angeordnet ist, dass sie eine Relativbewegung
der Tragvorrichtung in einer Position, in der der darauf anordenbare Flachbildschirm
nach oben weist, gegenüber dem Gestell im Wesentlichen in dessen Längsrichtung ermöglicht.
Das zweite Befestigungsende des Linearantriebs kann dann um eine zur ersten Achse
parallele zweite Achse schwenkbar mit der Tragvorrichtung an einer Stelle verbunden
sein, die in einem vom Bildschirm weg weisenden Abstand zur ersten Achse angeordnet
ist.
[0021] Durch diese Auslegung der Verstelleinrichtung des Gestells des erfindungsgemäßen
Sitz- oder Liegemöbels kann beispielhaft der oben genannte lineare Verfahrweg der
Tragvorrichtung für das Bildschirmgerät innerhalb des Sitz- oder Liegemöbels zu dessen
Außenseite und die daran anschließende Schwenkbewegung der Tragvorrichtung in ihre
zweite Position über den sich zwischen der ersten und zweiten Achse der Tragvorrichtung
erstreckenden Hebel erfolgen.
[0022] In einer weiteren Ausbildung dieses Ausführungsbeispiels ist die erste Achse der
Tragvorrichtung an einer Halterung angeordnet, die im Wesentlichen horizontal gegenüber
dem Gestell verschiebbar am oder im Gestell angeordnet ist, wobei die Verschiebung
zwischen einer Position erfolgt, in der sich die erste Achse unter oder innerhalb
des Gestells befindet und die Tragvorrichtung in ihrer ersten Position angeordnet
ist, und einer Position, in der sich die erste Achse an der betreffenden Außenseite
des Gestells befindet und eine Verschwenkung der Tragvorrichtung um sie herum ermöglicht.
Die zuletzt genannte Position der ersten Achse kann je nach Ausbildung der Tragvorrichtung
für das Bildschirmgerät oder den Computer und des Sitz- oder Liegemöbels auch noch
im Gestell verlaufend oder über die Außenseite hinaus stehend angeordnet sein.
[0023] Zweckmäßiger Weise ist die Halterung linear verschiebbar längs einer Führungsschiene
des Untergestells gelagert.
[0024] Weiterhin ist die Tragvorrichtung zweckmäßiger Weise längs ihres linearen Verschiebungsweges
unter oder innerhalb des Gestells im Wesentlichen horizontal geführt.
[0025] Die Tragvorrichtung kann insbesondere in Form einer Platte ausgebildet sein. Auf
dieser Platte ist das Bildschirmgerät, insbesondere der Flachbildschirm, in ihrem
oberen Endbereich in Bezug auf die zweite Position der Tragvorrichtung angeordnet.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Halterung zwei Arme auf,
die an beiden Seiten der Tragvorrichtung angreifen und durch jeweils eine Führungsschiene
linear längs des Untergestells verschiebbar sind. Die Angreifpunkte, die auf der ersten
Achse der Tragvorrichtung liegen, sind vorzugsweise in einem Abstand von dem dem Bildschirm
gegenüber liegenden Ende der Tragvorrichtung angeordnet, während an dem betreffenden
Ende der Linearantrieb mit seinem zweiten Befestigungsende angreift.
[0027] Der zuletzt genannte Angriffspunkt des zweiten Befestigungsendes des Linearantriebs,
der auf der zweiten Achse der Tragvorrichtung liegt, ist vorzugsweise in der Unterkante
der Tragvorrichtung angeordnet.
[0028] Das erste Befestigungsende des Linearantriebs ist zweckmäßigerweise um eine horizontale
Achse verschwenkbar mit dem Untergestell verbunden. Um die an die Linearverschiebung
der Tragvorrichtung anschließende Schwenkbewegung der Tragvorrichtung zu bewirken,
ist der Linearantrieb so gelagert, dass seine Längsachse als Gerade gedacht, zumindest
dann, wenn die erste Achse der Tragvorrichtung an der Außenseite des Gestells positioniert
ist, unterhalb dieser ersten Achse verläuft. Dadurch kann der zwischen der ersten
und zweiten Achse der Tragvorrichtung sich erstreckende Hebel in seine Schwenkbewegung
versetzt werden.
[0029] Das Bildschirmgerät kann insbesondere ein TV-Gerät sein.
[0030] Vorzugsweise weist die Verstelleinrichtung ein Steuergerät für die Antriebseinheit
auf, das durch einen Handschalter von der im Sitz- oder Liegemöbel befindlichen Person
bedient werden kann.
[0031] Zweckmäßiger Weise weist der Handschalter nicht nur die Bedienung für den Antrieb
sondern auch die Bedienung für das Bildschirmgerät auf.
[0032] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine seitliche Ansicht eines Bettes mit einer unter die Liegefläche eingefahrenen
Tragvorrichtung mit einem Flachbildschirm,
- Figur 2
- einen Ausschnitt des Bereichs A in Figur 1,
- Figur 3
- eine stirnseitige Ansicht des Bettes von der Seite, an der der Flachbildschirm angeordnet
ist,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht des Bettes,
- Figur 5
- eine seitliche Ansicht des Bettes mit an der betreffenden Außenseite ausgefahrener
Tragvorrichtung mit einem Flachbildschirm,
- Figur 6
- einen Ausschnitt des Bereichs B in Figur 5
- Figur 7
- eine stirnseitige Ansicht des Bettes gemäß Figur 5 von der Seite, an der die Tragvorrichtung
angeordnet ist, und
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht des Bettes gemäß Figur 5.
[0033] Das in der Zeichnung dargestellte Liegemöbel weist ein Untergestell 1 und eine darauf
angeordnete Liegeauflage auf, wobei das Untergestell 1 einen zu einer Außenseite 2
hin offenen Raum 3 besitzt. Am Untergestell 1 ist ein Bettrahmen 4 mit einem Kopfteil
5, einem Fußteil 6 und Seitenteilen 7 angeordnet. Das Untergestell 1 weist weiterhin
vier höhenverstellbare Beine 8 auf.
[0034] Am Untergestell 1 ist eine Verstelleinrichtung 9 vorgesehen, an der eine Tragvorrichtung
10 für einen Flachbildschirm 11 angeordnet ist. Die Tragvorrichtung 10 mit dem Flachbildschirm
11 kann mit der Verstelleinrichtung 9 aus einer ersten Position innerhalb des Raums
3, wie in Figur 1 dargestellt, zur Außenseite 2 des Untergestells 1 und an dieser
hinauf in eine zweite Position über der Liegeauflage, wie in Figur 5 dargestellt und
aus dieser zweiten Position in die erste Position wieder zurück verfahren werden.
[0035] Die Bewegung der Tragvorrichtung 10 für den Flachbildschirm 11 durch die Verstelleinrichtung
9 zwischen der ersten und zweiten Position wird durch einen Linearantrieb 12 bewirkt.
Durch den Linearantrieb 12 wird die Tragvorrichtung 10 aus ihrer ersten Position im
Wesentlichen linear zur Außenseite 2 bewegt und danach in die zweite Position, wie
in Figur 5 dargestellt, verschwenkt. Der Flachbildschirm 11 ist auf der Tragvorrichtung
10 so angeordnet, dass er in der zweiten Position der Tragvorrichtung 10, wie sie
in Figur 5 gezeigt ist, im oberen Endbereich der Tragvorrichtung befestigt ist. Dort
ist der Flachbildschirm 3 in eine Ausnehmung 13 im mittleren Bereich des Fußteils
6 des Bettrahmens 4 hinein geschwenkt. Die Tragvorrichtung 10 ist in ihrer zweiten
Position im Wesentlichen vertikal mit einem sehr geringen Abstand zur Außenseite des
Fußteils 6 des Bettrahmens 4 ausgerichtet.
[0036] Der Linearantrieb 12 weist, wie insbesondere aus den Figuren 1 und 5 hervorgeht,
ein erstes und zweites Befestigungsende 14 bzw. 15 auf, deren Abstand zueinander durch
ein ausfahrbares Schubrohr des Linearantriebs verstellbar ist. Das erste Befestigungsende
14 ist stationär mit dem Untergestell 1 und das zweite Befestigungsende 15 mit der
Tragvorrichtung 10 verbunden.
[0037] Durch das Schubrohr 16 des Linearantriebs 12 wird die Tragvorrichtung 10 aus ihrer
ersten Position zunächst im Wesentlichen linear aus dem freien Raum 3 des Untergestells
1 zur Außenseite 2 verfahren. Wie weiter unten beschrieben werden wird, ist die Tragvorrichtung
dann zwangsweise an einer linearen Weiterbewegung gehindert. Stattdessen wird die
lineare Weiterverstellung des zweiten Befestigungsendes 15 durch das Schubrohr 16
des Linearantriebs 12 in eine Schwenkbewegung der Tragvorrichtung 10 umgesetzt.
[0038] Wie insbesondere aus Figur 2 hervorgeht, ist die Tragvorrichtung 10 am Untergestell
1 um eine erste im Wesentlichen horizontale Achse 17 schwenkbar gelagert, wobei diese
erste Achse 17 längs des Untergestells 1 linear verschiebbar ist. Das zweite, bewegliche
Befestigungsende 15 des Linearantriebs 12 ist um eine zur ersten Achse 17 parallele
zweite Achse 18 schwenkbar mit der Tragvorrichtung 10 an einer Stelle verbunden, die
in einem vom Flachbildschirm 11 weg weisenden Abstand zur ersten Achse 17 angeordnet
ist.
[0039] Das erste, stationäre Befestigungsende des Linearantriebs 12 ist mit dem Untergestell
1 ebenfalls durch eine zur ersten Achse 17 und zweiten Achse 18 parallele Achse 19
schwenkbar verbunden. Um die an die Linearverschiebung der Tragvorrichtung 10 anschließende
Schwenkbewegung der Tragvorrichtung 10 zu bewirken, ist der Linearantrieb so gelagert,
dass seine Längsachse, als Gerade gedacht, unterhalb der ersten Achse 17 verläuft.
[0040] Nach Beendigung des ersten linearen Verfahrweges aus der ersten Position der Haltevorrichtung
heraus befindet sich die erste Achse, wie aus den Figuren 5 und 6 hervorgeht, an der
Außenseite 2 des Untergestells 1. Eine weitere Verstellbewegung des Schubrohrs 16
des Linearantriebs 12 bewirkt dann eine Verschwenkung der Tragvorrichtung 10 um die
erste Achse 17 durch den sich zwischen der ersten Achse 17 und der zweiten Achse 18
erstreckenden Hebel.
[0041] Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist die Tragvorrichtung 10 plattenförmig ausgebildet.
Sie wird durch zwei Arme 20, die an gegenüber liegenden Seiten angreifen, gehalten,
wobei die Angreifpunkte die erste Achse 17 bilden. Die beiden Arme 20 sind jeweils
an einer am Untergestell 1 befestigten Führungsschiene 21 linear verschiebbar gelagert.
[0042] Das zweite, am Schubrohr 16 angeordnete Befestigungsende 15 des Linearantriebs 12
greift in der Mitte der vom Flachbildschirm 11 weg weisenden Kante 22 der Tragvorrichtung
10 an, wobei dieser Angriffspunkt die zweite Achse 18 der Tragvorrichtung 10 bildet.
[0043] Weiterhin weist die Verstelleinrichtung 9 ein in der Zeichnung nicht dargestelltes
Steuergerät für die Antriebseinheit auf, das durch einen (ebenfalls in der Zeichnung
nicht dargestellten Handschalter von der im Liegemöbel befindlichen Person bedient
werden kann. Der Handschalter weist sowohl die Bedienung für den Linearantrieb 12
als auch die Bedienung für den Flachbildschirm 11 auf.
[0044] Die Führung der Tragvorrichtung 10 mit dem Flachbildschirm 11 längs des Untergestells
1 wird durch zwei seitliche Bügel 23 bewirkt, an deren Unterseite die Tragvorrichtung
10 mit seitlichen Vorsprüngen 24 anliegt. Die Bügel 23 erstrecken sich über die Länge
der Tragvorrichtung 10 bis zur Außenseite 2 des Untergestells 1. Die Bügel 23 sind
an ihren Enden, insbesondere an ihrem der Außenseite 2 benachbarten Ende abgerundet,
so dass sie eine stetige Führung der Tragvorrichtung 10 beim Übergang von der Linearbewegung
in die Schwenkbewegung bilden. Die die Tragvorrichtung 10 an ihren beiden Außenseiten
tragenden Arme 20 sowie die Führungsschiene 21 sind seitlich außerhalb der Bügel 23
angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Untergestell
- 2
- Außenseite
- 3
- Raum
- 4
- Rahmen
- 5
- Kopfteil
- 6
- Fußteil
- 7
- Seitenteil
- 8
- Bein
- 9
- Verstelleinrichtung
- 10
- Tragvorrichtung
- 11
- Flachbildschirm
- 12
- Linearantrieb
- 13
- Ausnehmung
- 14
- erstes Befestigungsende
- 15
- zweites Befestigungsende
- 16
- Schubrohr
- 17
- erste Achse
- 18
- zweite Achse
- 19
- Achse
- 20
- Arm
- 21
- Führungsschiene
- 22
- Kante
- 23
- Bügel
- 24
- Seitlicher Vorsprung
1. Sitz- oder Liegemöbel mit einem Gestell und einer darauf angeordneten Sitz- bzw. Liegeauflage,
wobei das Gestell einen zu einer Außenseite (2) hin offenen oder zu öffnenden Raum
(3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Gestell eine Verstelleinrichtung (9) vorgesehen ist, an der eine Tragvorrichtung
(10) für ein Bildschirmgerät oder einen Computer angeordnet ist, die mit der Verstelleinrichtung
(9) aus einer Position innerhalb des genannten Raums (3) zur genannten Außenseite
(2) des Gestells (1) und aus dieser hinaus in eine zweite Position über der Sitz-
bzw. Liegeauflage und aus dieser zweiten Position in die erste Position innerhalb
des genannten Raums (3) bewegbar ist, und dass die Verstelleinrichtung (9) einen Antrieb
elektromotorischen Antrieb aufweist, mit dem die Tragvorrichtung (10) zwischen der
ersten und zweiten Position verfahrbar ist.
2. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb einen Linearantrieb (12) aufweist.
3. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (9) so ausgelegt ist, dass die Tragvorrichtung (10) aus der
ersten Position im Wesentlichen linear zur genannten Außenseite (2) und anschließend
im Wesentlichen linear aus dieser hinaus in die zweite Position bewegbar ist.
4. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (9) so ausgelegt ist, dass die Tragvorrichtung (10) aus der
ersten Position im Wesentlichen linear zur genannten Außenseite (2) bewegbar und danach
in die zweite Position hinein schwenkbar ist.
5. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (9) so ausgelegt ist, dass die Bewegung der Tragvorrichtung
(10) aus einer Überlagerung einer im Wesentlichen linearen und einer Schwenkbewegung
besteht.
6. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (9) einen Linearantrieb (12) mit einem ersten und einem zweiten
Befestigungsende (14, 15) aufweist, deren Abstand zueinander verstellbar ist, wobei
das erste Befestigungsende (14) stationär mit dem Gestell und das zweite Befestigungsende
(15) mit der Tragvorrichtung (10) verbunden sind.
7. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (10) am Gestell um eine erste im Wesentlichen horizontaler Achse
(17) schwenkbar gelagert ist, wobei die erste Achse (17) so am Gestell angeordnet
ist, dass sie eine Relativbewegung der Tragvorrichtung (10) in einer Position, in
der der Bildschirm des darauf anordenbaren Bildschirmgerätes nach oben weist, gegenüber
dem Gestell im Wesentlichen in dessen Längsrichtung ermöglicht, und das zweite Befestigungsende
(14) des Linearantriebs (12) um eine zur ersten Achse (17) parallele zweite Achse
(18) schwenkbar mit der Tragvorrichtung (10) an einer Stelle verbunden ist, die in
einem vom Bildschirm weg weisenden Abstand zur ersten Achse (17) angeordnet ist.
8. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Achse (17) an einer Halterung angeordnet ist, die im Wesentlichen horizontal
verschiebbar am oder im Gestell angeordnet ist, wobei die Verschiebung zwischen einer
Position erfolgt, in der sich die erste Achse (17) unter oder innerhalb des Gestells
befindet und die Tragvorrichtung (10) in ihrer ersten Position angeordnet ist, und
einer Position, in der sich die erste Achse (17) an der betreffenden Außenseite (2)
des Gestells befindet und eine Verschwenkung der Tragvorrichtung (10) um sie herum
ermöglicht.
9. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung linear verschiebbar längs einer Führungsschiene (21) des Gestells (1)
gelagert ist.
10. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (10) unter oder innerhalb des Gestells im Wesentlichen horizontal
geführt ist.
11. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (10) im Wesentlichen in Form einer Platte ausgebildet ist.
12. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung zwei Arme (20) aufweist, die an beiden Seiten der Tragvorrichtung (10)
angreifen und durch jeweils eine Führungsschiene (21) linear längs des Gestells (1)
verschiebbar sind.
13. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Befestigungsende des Linearantriebs (12) an der Unterkante (22) der Tragvorrichtung
(10) angreift.
14. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsende (14) des Linearantriebs (12) um eine horizontale Achse
verschwenkbar mit dem Gestell verbunden ist und die Längsachse des Linearantriebs
(12) als Gerade gedacht zumindest dann, wenn die erste Achse (17) der Tragvorrichtung
(10) an der Außenseite (2) positioniert ist, unterhalb der ersten Achse (17) verläuft.
15. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Bildschirmgerät an dem von der zweiten Achse (18) abgewandten Endbereich der
Tragvorrichtung (10) anordenbar ist.
16. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (9) ein Steuergerät aufweist, das durch einen Handschalter
bedienbar ist.
17. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschalter die Bedienung für das Bildschirmgerät aufweist.
18. Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der für die Tragvorrichtung (10) und das Bildschirmgerät oder den Computer vorgesehene
Raum (3) in einem Seitenteil des Sitz- oder Liegemöbels, insbesondere eines Fußteils,
angeordnet ist.
19. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite an der Oberseite des Seitenteils vorgesehen ist und die Verstelleinrichtung
so ausgelegt ist, dass die Tragvorrichtung mit den darauf anordenbaren Bildschirmgerät
oder Computer in im Wesentlichen vertikaler Richtung aus dem Seitenteil in die zweite
Position linear herausfahrbar ist.
20. Sitz- oder Liegemöbel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite seitlich am Seitenteil angeordnet ist und die Verstelleinrichtung
so ausgelegt ist, dass die Tragvorrichtung mit dem daran anordenbaren Bildschirmgerät
oder Computer in im wesentlichen horizontaler Richtung aus dem Seitenteil linear heraus
bewegbar ist und in im Wesentlichen vertikaler Richtung außen am Seitenteil in die
zweite Position vertikal verfahrbar ist.