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(11) |
EP 1 813 393 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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01.08.2007 Patentblatt 2007/31 |
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Anmeldetag: 16.01.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK YU |
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Priorität: |
25.01.2006 DE 102006000025
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Anmelder: HILTI Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- Erhardt, Rolf
9470, Buchs (CH)
- Stauss, Peter
6800, Feldkirch (AT)
- Tille, Dierk
6800, Feldkirch (AT)
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| (74) |
Vertreter: Wildi, Roland |
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Hilti Aktiengesellschaft,
Feldkircherstrasse 100,
Postfach 333 9494 Schaan 9494 Schaan (LI) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ. |
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(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein Setzgerät (10), zum Eintreiben von Befestigungselementen
in einen Untergrund, mit einem Gehäuse (11), mit einem in einer Führung (12) versetzbar
geführten Treibkörper (13), der eine Arbeitsachse (A) definiert, und mit einer sich
in Richtung der Arbeitsachse (A) an die Führung (12) anschliessenden Bolzenführung
(15). Der Treibkörper (13) weist dabei ein der Bolzenführung (15) zugewandtes Treibende
(14) zum Treiben eines Befestigungselementes (50) auf. Das Setzgerät weist ferner
eine Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) zur Einstellung eines Abstandes (D) zwischen
dem Treibende (14) des Treibkörpers (13) in seiner setzbereiten Ausgangsstellung (19)
und einer Ansatzstelle (16) für ein Werkstück auf. Zur Verbesserung des Setzgerätes
(10) bildet die Bolzenführung (12) die Ansatzstelle (16) für das Werkstück aus und
ist die Bolzenführung (12) über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) axial gegenüber
der Führung (12) versetzbar.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Setzgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art. Derartige Setzgeräte können mit festen, gasförmigen oder flüssigen
Brennstoffen, mit Druck- oder Pressluft oder mit elektrischer Energie betrieben werden.
[0002] Bei derartigen Setzgeräten, bei denen ein Treibkörper wie ein Setzkolben oder Stössel
das Befestigungselement in den Untergrund treibt, wird der Treibkörper in Richtung
auf das Befestigungselement beschleunigt. Bei den verbrennungsbetriebenen Setzgeräten
wird der Treibkörper dabei z. B. über die Verbrennungsgase angetrieben. Durch den
Druck, der auf den Treibkörper wirkt, wird dieser in Richtung eines Befestigungselementes
beschleunigt, trifft auf dieses und treibt das Element in den Untergrund ein.
[0003] Bei Setzgeräten hängt die Eintreibtiefe des Befestigungselementes in ein Werkstück
bzw. der Vorstand des Kopfes des Befestigungselementes über eine Oberfläche des Werkstückes
nach einem Eintreibvorgang unter anderem vom Material des Werkstückes, in welches
das Befestigungselement gesetzt wurde, und von der Länge und Schaftdicke des Befestigungselementes
ab. Je nach Anwendung ist es dabei erforderlich die Eintreibtiefe bzw. den Vorstand
des Befestigungselementes anpassen zu können. Dies geschieht beispielsweise bei gasbetriebenen
Bolzensetzgeräten häufig dadurch, dass der Abstand der Kolbenspitze in der Vordersten
Stellung gegenüber dem Untergrund variiert wird. Die Änderung dieses Abstands geschieht
beispielsweise durch eine Längenänderung des Anpresssystems. Es ergibt sich die Forderung
diese Verstellung möglichst einfach vornehmen zu können.
[0004] Aus der
US 6 012 622 ist ein handgeführtes Setzgerät bekannt, das eine Einrichtung zur Eintreibtiefenverstellung
aufweist. Die Einrichtung umfasst einen Antriebsfühler der einem Nasenteil des Setzgerätes
in Setzrichtung vorgelagert ist. Über ein als Rändelrad ausgebildetes inkrementelles
Regelglied ist der Antriebsfühler relativ zum Nasenteil axial verstellbar, wodurch
verschiedene Eintreibtiefen bzw. Vorstände eines zu setzenden Befestigungselementes
einstellbar sind.
[0005] Von Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Einrichtung zum einen viele Bauteile umfasst
und zum anderen die Demontage des Nasenteils bzw. der Bolzenführung recht aufwändig
ist.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät der vorgenannten
Art zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile vermeidet, einfach aufgebaut ist
und das auf möglichst einfache Weise eine Verstellbarkeit der Eintreibtiefe ermöglicht.
[0007] Die erfindungsgemässe Aufgabe wird durch ein Setzgerät mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst. Demnach bildet die Bolzenführung die Ansatzstelle für das Werkstück aus,
wobei die Bolzenführung über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung axial gegenüber
der Führung des Treibkörpers versetzbar ist. Durch diese Massnahme kann ein zusätzliches
Bauteil der Eintreibtiefenverstelleinrichtung, das die Ansatzstelle aufweist, vermieden
werden und mit wenigen Bauteilen eine zuverlässig funktionierende werkzeuglose Eintreibtiefenverstellung
zur Verfügung gestellt werden.
[0008] Von Vorteil ist es, wenn die Bolzenführung über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung
zwischen wenigstens zwei Positionen axial gegenüber dem Treibkörper und der Führung
des Treibkörpers versetzbar ist, in denen die Bolzenführung über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung
axial gehalten ist. Hierdurch kann auf eine zusätzliche bauliche Massnahme zum axialen
Festlegen der Bolzenführung verzichtet werden.
[0009] Vorteilhaft ist die Bolzenführung in einer Freigabe-Schaltposition der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
in eine Freigabeposition überführbar, in der die Bolzenführung in einer der Führung
abgewandten, axialen Richtung nicht über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung gehalten
ist. Hierdurch lässt sich die Bolzenführung in der Freigabe-Schaltposition der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
werkzeuglos und ohne zusätzliche Handgriffe vom Setzgerät abnehmen. Die Bolzenführung
ist also einfach austauschbar gestaltet, was eine einfachere Zugänglichkeit zum Beheben
von Störungen ermöglicht und die Verwendung alternativer Bolzenführungen erlaubt.
[0010] Günstig ist es, wenn die Eintreibtiefenverstelleinrichtung ein manuell betätigbares
Bedienelement aufweist, das in den wenigstens zwei Schaltpositionen der Eintreibtiefenverstelleinrichtung,
in denen die Bolzenführung axial gehalten ist, zugänglich in einem Fenster des Gehäuses
liegt, und das in der Freigabe-Schaltposition der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
das Bedienelement von einem zum Fenster benachbarten Gehäuseabschnitt verdeckt ist.
Durch diese Massnahme ist zum einen eine leichte Bedienbarkeit der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
gegeben und zum anderen eine unbeabsichtigte Betätigung des Bedienelementes bei demontierter
Bolzenführung vermieden.
[0011] In einer konstruktiv günstigen Ausgestaltung beinhaltet die Eintreibtiefenverstelleinrichtung
eine Steuerkulisse und einen in der Steuerkulisse führbaren Kulissenstein, die zwischen
dem Bedienelement und der Bolzenführung wirken. Anstelle der Steuerkulisse und des
Kulissensteins als Steuermittel könnten z. B. auch Kniehebel, eine Zahnstangen-/Zahnradeinheit,
eine Gewindehülse mit axial versetzbarer Gewindestange, zwei aufeinander gleitende
Kulissen, ein Exzenterstellrad etc. vorgesehen sein.
[0012] Vorteilhaft weist die Eintreibtiefenverstelleinrichtung eine Steuerwalze auf, die
mit dem Bedienelement drehgekoppelt ist. Auf diese Weise lässt sich die Kulissensteuerung
platzsparend und ohne Vergrösserung der Baulänge des Setzgerätes ausbilden. Weiterhin
vorteilhaft sind die Steuerkulisse dabei an der Steuerwalze und der Kulissenstein
an der Bolzenführung angeordnet. Alternativ könnten jedoch auch der Kulissenstein
an der Walze und die Steuerkulisse an der Bolzenführung angeordnet sein.
[0013] Von Vorteil ist es ebenfalls, wenn ein Rastmechanismus zum lösbaren Halten der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
in den Schaltpositionen vorgesehen ist, so dass eine unbeabsichtigte Überführung der
Eintreibtiefenverstelleinrichtung in eine andere Schaltposition, z. B. durch einen
Rückschlagimpuls, vermieden wird.
[0014] Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- den Mündungsbereich eines erfindungsgemässen Setzgerätes in teilweiser Schnittansicht,
mit einer Eintreibtiefenverstelleinrichtung in einer ersten Position,
- Fig. 2
- den Mündungsbereich des Setzgerätes aus Fig. 1, mit der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
in einer zweiten Position,
- Fig. 3
- den Mündungsbereich des Setzgerätes im Schnitt entlang der Linie III - III aus Fig.
2,
- Fig.4
- den Mündungsbereich des Setzgerätes aus Fig. 1 mit der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
in einer weiteren Position,
- Fig. 5
- den Mündungsbereich des Setzgerätes im Schnitt entlang der Linie V - V aus Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Setzgerät entlang der Linie VI - VI aus Fig. 2.
[0016] In den Fig. 1 bis 6 ist der Mündungsbereich eines handgeführten Setzgerätes 10 wiedergegeben.
Das Setzgerät 10 ist z. B. brennkraftbetrieben und weist ein in einem Gehäuse 11 angeordnetes
Setzwerk mit einem als Setzkolben ausgebildeten Treibkörper 13 (siehe Fig. 3 und 5)
auf. Der Treibkörper 13 ist in einer Führung 12 versetzbar geführt und definiert eine
Längsachse A des Setzgerätes. In den Figuren 3 und 5 ist der Treibkörper in seiner
Ausgangstellung dargestellt, in der der Treibkörper 13 bereit ist für einen Setzvorgang.
[0017] Koaxial zu der Führung 11 verlaufend ist eine Bolzenführung 15 an dem Setzgerät 10
angeordnet, die eine ausserhalb des Gehäuses 11 liegende Ansatzstelle 16 zum Anlegen
des Setzgerätes 10 an ein Werkstück aufweist. Die Bolzenführung 15 dient dabei der
Aufnahme und Führung eines Befestigungselementes 50 (angedeutet in Fig. 3). Das in
der Bolzenführung 15 befindliche Befestigungselement 50 wird während eines Setzvorganges
über ein Treibende 14 des sich in Richtung der Ansatzstelle 16 bewegenden Treibkörpers
13 in ein Werkstück eingetrieben (in den Figuren nicht dargestellt). Die Eintreibtiefe
des Befestigungselementes 50 in ein Werkstück bzw. der Vorstand des Kopfes des Befestigungselementes
50 über eine Oberfläche des Werkstückes nach einem Eintreibvorgang hängt unter anderem
vom Material des Werkstückes, in welches das Befestigungselement 50 gesetzt wurde,
und von der Länge und Schaftdicke des Befestigungselementes 50 ab.
[0018] Um unterschiedliche Eintreibtiefen am Setzgerät 10 einstellen zu können weist das
erfindungsgemässe Setzgerät 10 eine insgesamt mit 20 bezeichnete Eintreibtiefeneinstellvorrichtung
auf. Die Eintreibtiefenverstelleinrichtung 20 weist zunächst ein manuell betätigbares
Bedienelement 24 auf, welches drehfest mit einer Lagerachse 23 verbunden ist (vgl.
insbesondere Figuren 3, 5 und 6). Die Lagerachse 23 ist dabei über ein erstes Lager
26 und ein zweites Lager 27 dreh- bzw. verschwenkbar innerhalb des Gehäuses 11 gelagert.
Auf der Lagerachse 23 ist ferner noch eine Steuerwalze 21 zentrisch drehfest gelagert.
An der Steuerwalze 21 ist ein erstes Steuermittel angeordnet, das als umfänglich in
die Steuerwalze 21 eingelassene nutförmige Steuerkulisse 22 ausgebildet ist. An der
Bolzenführung 15 ist ein als Kulissenstein 25 ausgebildetes zweites Steuermittel angeordnet.
Dieser Kulissenstein 25 ist in der Steuerkulisse 22 an der Steuerwalze 21 geführt,
wobei die Bolzenführung 15 in den in den Figuren 1 bis 3 und 6 dargestellten Schaltpositionen
46 und 47 der Eintreibtiefenverstelleinrichtung 20 über den in der Steuerkulisse 22
geführten Kulissenstein 25 axial am Setzgerät 10 festgelegt ist, so dass die Bolzenführung
15 nicht vom Setzgerät 10 entfernt werden kann. Das Bedienelement 24 liegt in den
Schaltpositionen 46 und 47 (vgl. Figuren 1, 2 und 6) innerhalb eines Fensters 17,
welches im Gehäuse 11 ausgespart ist. Das Bedienelement 24 ist so für einen Anwender
des Setzgerätes 10 zugänglich und kann manuell von der ersten Schaltposition 46 (vgl.
Figuren 1 und 6) in die zweite Schaltposition 47 (vgl. Figuren 2 und 6) überführt
werden und umgekehrt. Durch eine Überführung des Bedienelementes 24 von der ersten
Schaltposition 46 in die zweite Schaltposition 47 (in Richtung des Pfeils 70 aus Fig.
1) und umgekehrt wird über die Lagerachse 23 (die in Richtung des Pfeils 71 aus Fig.
1 verschwenkt wird) mit der Steuerwalze 31 und der Steuerkulisse 22 über den Kulissenstein
25 auch die Bolzenführung 15 von einer ersten Position 36 (Fig. 1) in eine aus Fig.
2 ersichtliche zweite Position 37 überführt und umgekehrt, wobei die Bolzenführung
15 relativ zur Führung 12 axial verschoben wird (in Richtung des Pfeils 72 aus Fig.
1). Die Distanz D zwischen dem Treibende 14 des Treibkörpers 13 und der Ansatzstelle
16 wird dabei jeweils verändert, so dass in Folge auch die Eintreibtiefe geändert
wird.
[0019] Zur Demontage der Bolzenführung 15 kann die Eintreibtiefenverstelleinrichtung 20
mit dem Bedienelement 24 manuell in eine aus den Figuren 4 und 5 ersichtliche Freigabe-Schaltposition
45 überführt werden. Das Bedienelement 24 wird dabei in Richtung des Pfeils 70 (in
Fig. 2) aus dem Fenster 17 rausgeschwenkt und liegt daraufhin für den Anwender unzugänglich
unter einem Gehäuseabschnitt 18 der benachbart zu dem Fenster 17 ist (siehe Figuren
4 und 6). Mit dem Bedienelement 24 wird auch die Lagerachse 23 mit der Steuerwalze
21 in Richtung des Pfeils 71 verschwenkt, wodurch der Kulissenstein 25 in der Steuerkulisse
22 in eine Position bewegt wird, in er von der Steuerkulisse 22 in Richtung der Ansatzstelle
16 nicht mehr gehalten wird. Die Bolzenführung 15 kann somit durch Ziehen in Richtung
des Pfeils 72 von dem Setzgerät 10 entfernt werden. Die Steuerkulisse 22 ist dazu
in Richtung der Ansatzstelle 16 geöffnet. Um das Bedienelement 24 wieder in das Fenster
hineinzuschwenken, muss die Bolzenführung 15 wieder entgegen der Richtung des Pfeils
72 in das Setzgerät 10 eingeschoben werden. Über eine geeignete Geometrie der Steuerkulisse
22 mit einer Schrägfläche 28 wird die Steuerwalze dabei entgegen der Richtung des
Pfeils 71 verschwenkt, so dass auch dass Bedienelement 24 entgegen der Richtung des
Pfeils 70 verschwenkt wird, und wieder im Fenster 17 erscheint (siehe Fig. 2). Das
Verstellen der Eintreibtiefenverstelleinrichtung 20 von der zweiten Schaltposition
47 in die erste Schaltposition 46 kann dann wieder durch eine manuelle Betätigung
des Bedienelementes 24 durch den Anwender erfolgen.
[0020] Es versteht sich, dass anstelle von zwei Schaltpositionen 46, 47 auch eine Vielzahl
von Schaltpositionen zum Verfahren der Bolzenführung 15 in entsprechende Positionen
vorgesehen sein kann.
[0021] Zum Halten der Eintreibtiefenverstelleinrichtung 20 in den Schaltpositionen 45, 46,
47 ist ein insgesamt mit 30 bezeichneter Rastmechanismus vorgesehen (siehe Figuren
3, 5 und 6). Dieser Rastmechanismus 30 beinhaltet ein über ein Federelement 32 elastisch
beaufschlagtes Rastglied 31, welches als Kugelkörper ausgebildet ist. Das Federelement
32 und das Rastglied 31 sind dabei in einem Führungszylinder 33 geführt und gehalten.
Das Rastglied 31 wirkt mit Rastaufnahmen 34 zusammen, die am Umfang eines zylindrischen
Abschnitts des Bedienelementes 24 angeordnet sind und die in ihrer Anzahl der Anzahl
der Schaltpositionen 45, 46, 47 entsprechen. Die Rastaufnahmen könnten ebenfalls auch
an einer anderen Stelle angeordnet sein. So könnten die Rastaufnahmen z. B. auch an
der Steuerwalze oder der Lagerachse vorgesehen sein.
1. Setzgerät, zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund, mit einem
Gehäuse (11) und mit einem in einer Führung (12) versetzbar geführten Treibkörper
(13), der eine Arbeitsachse (A) definiert, mit einer sich in Richtung der Arbeitsachse
(A) an die Führung (12) anschliessenden Bolzenführung (15), wobei der Treibkörper
(13) ein der Bolzenführung (15) zugewandtes Treibende (14) zum Treiben eines Befestigungselementes
(50) aufweist,
und mit einer Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) zur Einstellung eines Abstandes
(D) zwischen dem Treibende (14) des Treibkörpers (13) in seiner setzbereiten Ausgangsstellung
(19) und einer Ansatzstelle (16) für ein Werkstück,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bolzenführung (15) die Ansatzstelle (16) für das Werkstück ausbildet und über
die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) axial gegenüber der Führung (12)_versetzbar
ist.
2. Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenführung (15) über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) zwischen wenigstens
zwei Positionen (36, 37) axial versetzbar ist, in denen die Bolzenführung (15) über
die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) axial gehalten ist.
3. Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenführung (15) in einer Freigabe-Schaltposition (45) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) in eine Freigabeposition (35) überführbar ist, in der die Bolzenführung (15)
in einer, der Führung (12) abgewandten, axialen Richtung nicht über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) gehalten ist.
4. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) ein manuell betätigbares Bedienelement
(24) aufweist, das in den wenigstens zwei Schaltpositionen (46, 47) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20), in denen die Bolzenführung (15) axial gehalten ist, zugänglich in einem Fenster
(17) des Gehäuses (11) liegt, und das in der Freigabe-Schaltposition (45) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) das Bedienelement (24) von einem zum Fenster (17) benachbarten Gehäuseabschnitt
(18) verdeckt ist.
5. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) eine Steuerkulisse (22) und einen in der
Steuerkulisse (22) führbaren Kulissenstein (25) beinhaltet, die zwischen dem Bedienelement
(24) und der Bolzenführung (15) wirken.
6. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) eine Steuerwalze (21) aufweist, die mit
dem Bedienelement (24) drehgekoppelt ist.
7. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkulisse (22) an der Steuerwalze (21) und der Kulissenstein (25) an der
Bolzenführung (15) angeordnet ist.
8. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus 30) zum lösbaren Halten der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) in den Schaltpositionen (45, 46, 47) vorgesehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Setzgerät, zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund, mit einem
Gehäuse (11) und mit einem in einer Führung (12) versetzbar geführten Treibkörper
(13), der eine Arbeitsachse (A) definiert, mit einer sich in Richtung der Arbeitsachse
(A) an die Führung (12) anschliessenden Bolzenführung (15) für Befestigungselemente,
wobei der Treibkörper (13) ein der Bolzenführung (15) zugewandtes Treibende (14) zum
Treiben eines Befestigungselementes (50) aufweist,
und mit einer Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) zur Einstellung eines Abstandes
(D) zwischen dem Treibende (14) des Treibkörpers (13) in seiner setzbereiten Ausgangsstellung
(19) und einer Ansatzstelle (16) für ein Werkstück,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bolzenführung (15) die Ansatzstelle (16) für das Werkstück ausbildet und über
die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) axial gegenüber der Führung (12)_versetzbar
ist.
2. Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenführung (15) über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) zwischen wenigstens
zwei Positionen (36, 37) axial versetzbar ist, in denen die Bolzenführung (15) über
die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) axial gehalten ist.
3. Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenführung (15) in einer Freigabe-Schaltposition (45) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) in eine Freigabeposition (35) überführbar ist, in der die Bolzenführung (15)
in einer, der Führung (12) abgewandten, axialen Richtung nicht über die Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) gehalten ist.
4. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) ein manuell betätigbares Bedienelement
(24) aufweist, das in den wenigstens zwei Schaltpositionen (46, 47) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20), in denen die Bolzenführung (15) axial gehalten ist, zugänglich in einem Fenster
(17) des Gehäuses (11) liegt, und das in der Freigabe-Schaltposition (45) der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) das Bedienelement (24) von einem zum Fenster (17) benachbarten Gehäuseabschnitt
(18) verdeckt ist.
5. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) eine Steuerkulisse (22) und einen in der
Steuerkulisse (22) führbaren Kulissenstein (25) beinhaltet, die zwischen dem Bedienelement
(24) und der Bolzenführung (15) wirken.
6. Setzgerät, nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintreibtiefenverstelleinrichtung (20) eine Steuerwalze (21) aufweist, die mit
dem Bedienelement (24) drehgekoppelt ist.
7. Setzgerät, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkulisse (22) an der Steuerwalze (21) und der Kulissenstein (25) an der
Bolzenführung (15) angeordnet ist.
8. Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus 30) zum lösbaren Halten der Eintreibtiefenverstelleinrichtung
(20) in den Schaltpositionen (45, 46, 47) vorgesehen ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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