[0001] Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, der zumindest ein Düsengehäuse zugeordnet
ist, das in einem Gehäuse der Strömungsmaschine angeordnet ist, wobei das Gehäuse
der Strömungsmaschine zumindest einen Frischdampfeinlass aufweist und wobei das Düsengehäuse
einen an den zumindest einen Frischdampfeinlass korrespondierenden Hals aufweist.
[0002] Derzeit ist es bekannt, das Düsengehäuse in dem Gehäuse der Strömungsmaschine bzw.
dem Turbinengehäuse zum einen mittels stoffschlüssiger Verbindungen, bevorzugt mittels
Schweißverbindungen, und zum anderen mittels Kolbenringen zum Turbinengehäuse hin
zu fixieren.
[0003] Bei der zuerst genannten Lösung wird das Düsengehäuse direkt ins Turbinengehäuse
eingeschweißt. Diese Lösung hat sich dahin gehend bewährt, dass die Schweißverbindung
absolut dicht ist, wobei auch vorteilhaft keine so genannten Auftriebskräfte wie bei
Kolbenringdichtungen entstehen. Die Auftriebskräfte entstehen durch einen Druckunterschied
zwischen dem Frischdampfdruck und dem Radkammerdruck in dem Turbinengehäuse. Diese
Zusatzkraft muss bei der Auslegung der Teilfugenschrauben nachteiligerweise durch
Herabsetzen des zulässigen Radkammerdruckes berücksichtigt werden.
[0004] Ein Hauptnachteil der schweißtechnischen Verbindung des Düsengehäuses mit dem Turbinengehäuse
ist darin zu sehen, dass eine getrennte und kostengünstigere Fertigung des Düsengehäuses
und des Turbinengehäuses nicht möglich ist; denn das Düsengehäuse hat eine direkte
Verbindung zur Umgebung. Von daher muss das Düsengehäuse nach derzeitigen Normen vor
dem Einschweißen verschlossen werden, insbesondere zugeschweißt werden und einer separaten
Wasserdruckprobe unterzogen werden, um festzustellen, ob das Düsengehäuse im Ganzen
dicht ist. Danach wird das Düsengehäuse ins Turbinengehäuse eingeschweißt, wobei die
Schweißnaht einer anschließenden Wärmebehandlung unterzogen wird. Dies beinhaltet
aber einen weiteren Transportweg zur Wärmebehandlungsvorrichtung, so dass dieser Arbeitsablauf
einen großen logistischen und zeitlichen Aufwand beinhaltet.
[0005] Bei der zweiten Lösung wird das Düsengehäuse als separates Bauteil gefertigt und
mittels Kolbenringen zum Turbinengehäuse hin abgedichtet. Diese Lösung hat sich dahin
gehend bewährt, dass eine kosten- und zeitsparende Fertigung auf getrennten Bearbeitungsmaschinen
möglich ist; denn das Düsengehäuse ist jetzt ein vollständiges Innenbauteil des Turbinengehäuses,
so dass das Düsengehäuse keiner zusätzlichen, separaten Wasserdruckprobe unterzogen
werden muss. Als ein Hauptnachteil der Lösung mit dem separaten Düsengehäuse ist die
oben angesprochene Auftriebskraft zu sehen, welche zusätzlich von Teilfugenschrauben
aufgenommen werden muss und so einen möglichen Druck in der Radkammer herabsetzt.
Nachteilig ist weiterhin, dass ein getrenntes Abdrücken der mit Frischdampf beaufschlagten
Dampfzuführungen und der Radkammer nur mit relativ teuren Vorrichtungen, so genannten
Hydroplugs, durchgeführt werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strömungsmaschine der eingangs genannten
Art, insbesondere eine Fixierung des Düsengehäuses in dem Gehäuse der Strömungsmaschine
mit einfachen Mitteln dahin gehend zu verbessern, dass das Düsengehäuse mit wesentlich
weniger Aufwand, gleichwohl aber dicht in dem Turbinengehäuse eingebaut werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zum einen dem Düsengehäuse
und zum anderen dem Gehäuse der Strömungsmaschine Verbindungselemente derart zugeordnet
sind, dass das Düsengehäuse im montierten Zustand mit dem Gehäuse der Strömungsmaschine
kraftformschlüssig verbunden ist.
[0008] Mittels der erfindungsgemäßen Lösung kann das Düsengehäuse bevorzugterweise mit dem
Gehäuse der Strömungsmaschine einfach verschraubt werden, so dass eine einfache aber
dichte Verbindung des Düsengehäuses zum Gehäuse der Strömungsmaschine zur Verfügung
gestellt wird.
[0009] Um die Schraubverbindung des Düsengehäuses zum Gehäuse der Strömungsmaschine herstellen
zu können, ist es günstig im Sinne der Erfindung, wenn an dem Hals ein Außengewinde
angeordnet ist, wobei an dem Frischdampfeinlass ein Innengewinde angeordnet ist, wobei
sich das Außengewinde an dem Hals von seiner Stirnseite weg erstreckt und wobei das
Innengewinde an den Frischdampfeinlass, bezogen auf das Außengewinde, im Querschnitt
gesehen unterhalb des Außengewindes angeordnet ist.
[0010] Zweckmäßig im Sinne der Erfindung ist, wenn an dem Hals des Düsengehäuses eine umfängliche
Stufe angeordnet ist, so dass sich an dem Hals angeordnetes Außengewinde in etwa von
seiner Stirnseite bis etwa zur Stufe erstreckt.
[0011] Zweckmäßig im Sinne der Erfindung ist weiter, wenn mit dem Hals des Düsengehäuses
ein Druckring verbunden ist und wenn mit dem Gehäuse der Strömungsmaschine eine Ringmutter
verbunden ist, so dass die Ringmutter im montierten Zustand des Düsengehäuses in dem
Gehäuse der Strömungsmaschine eine Anlagefläche mit dem Druckring bildet, wobei eine
Stirnseite des Halses des Düsengehäuses eine Dichtfläche mit dem Gehäuse der Strömungsmaschine
bildet.
[0012] Günstig im Sinne der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, dass zumindest einem der
Verbindungselemente zum Düsengehäuse hin eine Dichtnaht zugeordnet ist wobei hier
bevorzugt dem Druckring in Verbindung mit dem Düsengehäuse die Dichtnaht zugeordnet
ist.
[0013] Weiterhin ist zur kraftformschlüssigen Verbindung vorteilhaft vorgesehen, dass zumindest
eines der Verbindungselemente an seiner freien Seiten Eingriffsöffnungen aufweist.
In die Eingriffsöffnungen kann ein geeignetes Werkzeug eingreifen um beispielsweise
die Ringmutter kreisabschnittsweise in das Innengewinde hineindrehen zu können.
[0014] Die Verbindungselemente bestehen demnach aus dem Außengewinde an dem Düsengehäuse,
insbesondere an dem Düsengehäusehals, dem Innengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine,
dem Druckring und der Ringmutter.
[0015] Zur Montage des Düsengehäuses in dem Gehäuse der Strömungsmaschine wird zunächst
die Ringmutter über den Düsenkastenhals geschoben, wobei anschließend der Druckring
auf das Außengewinde des Düsenkastenhalses aufgeschraubt wird. Hierbei wird der Druckring
bevorzugt bis zur Stufe des Druckhalses geschraubt, so dass hier bereits eine hinreichend
feste Verbindung des Druckrings zum Düsenkastenhals vorliegt, da der Druckring mit
seiner entsprechenden Stirnseite auf der Stufe aufliegt. Zur Abdichtung des Druckrings
zum Düsenkastenhals kann vorteilhaft die Dichtnaht vorgesehen sein, welche vorzugsweise
als Kehlnaht ausgeführt wird. In diesem vormontierten Zustand liegt die Ringmutter
zunächst noch lose um den Düsenkastenhals herum. Der Düsenkasten wird in diesem vormontierten
Zustand in das Gehäuse der Strömungsmaschine eingebracht, wobei nun die Ringmutter
mit dem Innengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine verschraubt wird. Günstigerweise
weist die Ringmutter hierbei die Eingriffsöffnungen auf, die an der freien Seite der
Ringmutter umfangsmäßig gleich verteilt angeordnet sind. In die Eingriffsöffnungen
kann das geeignete Werkzeug eingreifen, um die Ringmutter kreisabschnittsweise in
das Innengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine einzuschrauben. Bei dem Einschrauben
der Ringmutter in das Außengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine bildet die Ringmutter
mit dem Druckring eine Anlagefläche, so dass gleichzeitig mit dem Einschrauben der
Ringmutter der Druckring und somit das mit dem Druckring verbundene bzw. verschraubte
Düsengehäuse mitgenommen wird. Im endmontierten Zustand ist die Ringmutter derart
weit in das Innengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine eingeschraubt, dass die
Stirnseite des Düsenkastenhalses an der dazu korrespondierenden Fläche des Gehäuses
der Strömungsmaschine dicht anliegt, so dass hier eine Dichtfläche gebildet ist.
[0016] Somit wird insgesamt eine Verbindung des Düsengehäuses zum Gehäuse der Strömungsmaschine
zur Verfügung gestellt, die insbesondere eine verbesserte Dichtheit als bei der eingangs
genannten Lösung mit den Kolbenringen zur Verfügung stellt. Dadurch, dass hier vorteilhaft
quasi eine Schraubverbindung vorgesehen ist, ist eine einfache Montage des Düsengehäuses
in das Gehäuse der Strömungsmaschine erreichbar. Zudem wird somit eine sehr kostengünstige
Lösung zur Verfügung gestellt; denn ein gesondertes Abdrücken des Düsengehäuses kann
entfallen, wobei zudem einen separate Wärmenachbehandlung der Schweißnähte entfallen
kann. Weiter entstehen keine Auftriebskräfte, so dass die Radkammer insgesamt mit
höheren Drücken belastet werden kann.
[0017] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass zum getrennten
Abdrücken der frischdampfbeaufschlagten Dampfzuführungen und der Radkammer ein einfacher
Gewindestopfen einsetzbar ist. Hierzu weist der Gewindestopfen der Einfachheit halber
lediglich ein zum Innengewinde des Gehäuses der Strömungsmaschine korrespondierendes
Außengewinde auf, so dass der Gewindestopfen einfach in das Innengewinde des Gehäuses
der Strömungsmaschine dichtend einschraubbar ist. Somit kann auf die zuvor genannten
relativ teuren Sonderlösungen, beispielsweise Hydroplugs, verzichtet werden. Ist die
Druckprüfung beendet, läßt sich der Gewindestopfen einfach wieder aus dem Gehäuse
der Strömungsmaschine herausschrauben.
[0018] Zu Wartungszwecken ist die Ringmutter selbstverständlich wieder aus dem Gehäuse der
Strömungsmaschine herausschraubbar, wobei es aber natürlich auch vorkommen kann, dass
die Ringmutter aufgrund der relativ langen Betriebszeit in dem Gehäuse der Strömungsmaschine
derart fest sitzt, dass diese mit "normalem" Kraftaufwand nicht mehr lösbar ist. Vorteilhafterweise
ist daher in dem Gehäuse der Strömungsmaschine eine Öffnung eingebracht, in der ein
geeignetes Werkzeug eingreifen kann, um die Ringmutter zu zerstören, so dass das Düsengehäuse
aus dem Gehäuse der Strömungsmaschine entfernbar ist.
[0019] Die erfindungsgemäße Fixierung des Düsengehäuses in dem Gehäuse der Strömungsmaschine
ist insbesondere bei Dampfturbinen geeignet.
[0020] Unter einer kraftformschlüssigen Verbindung ist in Abgrenzung zu einer kraftschlüssigen
und zu einer formschlüssigen Verbindung im Sinne der Erfindung zu verstehen, dass
die Verbindungspartner in Verbindungsrichtung durch eine Bewegung bzw. Kraft in Verbindungsrichtung
fügbar sind, jedoch mittels einer Kraft entgegen der Verbindungsrichtung nicht lösbar
sind, ohne dass die Verbindungspartner vorher außer Eingriff gebracht werden. Eine
derartige kraftformschlüssige Verbindung ist beispielsweise gegeben, wenn zwei einander
korrespondierende Gewinde ineinander geschraubt werden. Als Kraft in Verbinderichtung
ist beispielsweise eine Einschraubbewegung zu verstehen. Als Kraft entgegen der Verbindungsrichtung
ist eine axial wirkende Kraft zu verstehen, so dass die beiden Verbindungspartner
nur lösbar sind, wenn beispielsweise die Ringmutter aus dem Innengewinde des Gehäuses
der Strömungsmaschine herausgeschraubt wird. Selbstverständlich kann die Ringmutter
natürlich derart in dem Innengewinde festsitzen, dass diese durch ein einfaches Herausschrauben
aus dem Innengewinde nicht mehr lösbar ist. Gleichwohl ist es wesentlich im Sinne
der Erfindung, dass das Düsengehäuse mittels der Verbindungselemente kraftformschlüssig
mit dem Gehäuse der Strömungsmaschine verbunden ist. Sofern die Ringmutter nach einer
gewissen Betriebszeit derart fest in dem Innengewinde sitzt, dass diese unter normaler
Kraftaufwendung nicht mehr lösbar, also herausschraubbar ist, muss diese aus wartungstechnischen
Gründen selbstverständlich zerstört werden.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und
der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Gehäuse einer Strömungsmaschine,
- Fig. 2
- eine Vergrößerung der Einzelheit Z aus Figur 1,
- Fig. 3
- eine Vergrößerung aus Figur 2,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch das Gehäuse der Strömungsmaschine in vergrößerter Darstellung
zu Figur 1,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf eine Hälfte des Gehäuses der Strömungsmaschine aus
Figur 4,
- Fig. 6
- das Gehäuse aus Figur 4 mit eingebauter Abdrückvorrichtung, und
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht auf die Gehäusehälfte des Gehäuses der Strömungsmaschine
aus Figur 6.
[0022] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, so dass diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0023] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Gehäuse 1 einer Strömungsmaschine. Das
Gehäuse besteht aus zwei Gehäusehälften, die miteinander verbunden sind und einander
identisch ausgeführt sind, so dass nachfolgend lediglich eine Gehäusehälfte beschrieben
und als Gehäuse 1 bezeichnet wird.
[0024] Dem Gehäuse 1 ist zumindest ein Düsengehäuse 2 zugeordnet, wobei in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel beiden Gehäusehälften jeweils ein Düsengehäuse 2 zugeordnet ist.
Das Düsengehäuse 2 ist innerhalb des Gehäuses 1 der Strömungsmaschine angeordnet.
[0025] Das Gehäuse 1 der Strömungsmaschine weist zumindest einen Frischdampfeinlass 3 auf,
wobei das Düsengehäuse 2 einen zu dem zumindest einen Frischdampfeinlass 3 korrespondierenden
Hals 4 aufweist. Im montierten Zustand greift das Düsengehäuse 2 mit seinem Hals 4
von der Innenseite des Gehäuses 1 in dessen Frischdampfeinlass 3 ein.
[0026] Dem Düsengehäuse 2 und dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine sind Verbindungselemente
derart zugeordnet, dass das Düsengehäuse 2 im montierten Zustand mit dem Gehäuse 1
der Strömungsmaschine kraftformschlüssig verbunden ist (Figuren 2 und 3) .
[0027] An dem Hals 4 des Düsengehäuses 2 ist ein Außengewinde 6 eingebracht, wobei an dem
Frischdampfeinlass 3 ein Innengewinde 7 angeordnet ist.
[0028] Das Außengewinde 6 erstreckt sich etwa von einer Stirnseite 8 des Halses 4 weg in
Richtung zu einer an dem Hals 4 angeordneten Stufe 9 und endet kurz vor der Stufe
9. Das Innengewinde 7 an dem Frischdampfeinlass 3 ist, bezogen auf das Außengewinde
6, im Querschnitt gesehen unterhalb des Außengewindes 6 angeordnet.
[0029] Auf das Außengewinde 6 des Düsengehäuses 2 ist ein Druckring 11 mit einem zum Außengewinde
6 korrespondierenden Gewinde geschraubt, wobei mit dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine
eine Ringmutter 12 mit einem zum Innengewinde 7 korrespondierenden Gewinde verschraubt
ist.
[0030] Wie die Figuren 2 und 3 zeigen, bildet die Ringmutter 12 im montierten Zustand des
Düsengehäuses 2 in dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine eine Anlagefläche 13 mit dem
Druckring 11. Die Stirnseite 8 des Halses 4 des Düsengehäuses 2 bildet eine Dichtfläche
14 mit dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine,
[0031] Die erfindungsgemäßen Verbindungselemente sind somit aus dem Außengewinde 6, dem
Innengewinde 7, dem Druckring 11 und der Ringmutter 12 gebildet. Die Verbindungselemente
wechselwirken derart miteinander, dass das Düsengehäuse 2 kraftformschlüssig mit dem
Gehäuse 1 der Strömungsmaschine verbunden ist. Das Außengewinde 6 mit dem korrespondierenden
Gewinde des Druckrings 11 ist bevorzugt als M200-Gewinde ausgeführt, wobei das Innengewinde
7 mit dem dazu korrespondierenden Gewinde der Ringmutter 12 als M250-Gewinde ausgeführt
ist. Natürlich sind auch andere geeignete Gewindearten und -Abmessungen möglich sind.
Die Anlagefläche 13 weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen Betrag von
8930 mm
2 auf, wobei die Dichtfläche 14 in dem Ausführungsbeispiel einen Betrag von 31416 mm
2 aufweist. Der Druckring 11 ist mit seiner zu einer Mittelachse X weisenden Innenseite
zur Innenseite der Ringmutter 12 bezogen auf die Mittelachse X versetzt angeordnet,
so dass die Anlagefläche 13 lediglich aus den einander überlappenden Abschnitten der
Ringmutter 12 zum Druckring 11 gebildet ist. Dies bedeutet, wie der Figur 3 zu entnehmen
ist, dass der Druckring 11 in Richtung zur Mittelachse X etwas über die Anlagefläche
13 übersteht, wobei die Ringmutter 12 die Anlagefläche 13 entgegengesetzt orientiert
überragt.
[0032] Die Folgenden Maße sind lediglich beispielhaft und auf das Ausführungsbeispiel der
Figur 3 bezogen, wobei natürlich andere Abmessungen möglich sind: Der Druckring 11
weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen Außendurchmesser D0 von 240 mm
auf. Die unter dem Druckring 11 angeordnete Außenwand des Halses 4 weist einen Außendurchmesser
D1 von 210 mm auf. Die Ringmutter 12 weist einen Innendurchmesser D2 von 215 mm auf.
Der Hals 4 weist einen Innendurchmesser D3 von 160 mm auf. In der in Figur 3 dargestellten
Ansicht weist das Gehäuse 1 unterhalb der Ringmutter 12 einen Innendurchmesser D4
von 260 mm auf, wobei ein Übergang zum Innengewinde 7 des Gehäuses 1 verrundet ausgeführt
ist.
[0033] Bei dem Zusammenbau bzw. Einbau des Düsengehäuses 2 in das Gehäuse 1 der Strömungsmaschine
wird nun derart vorgegangen, dass zunächst an dem Hals 4 des Düsengehäuses 2 das Außengewinde
6 eingebracht, bevorzugt eingeschnitten wird, wobei das Innengewinde 7 ebenfalls bevorzugt
in dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine eingeschnitten wird.
[0034] Der Hals 4 weist einen Außendurchmesser auf, der etwas kleiner ist als ein Innendurchmesser
der Ringmutter 12, so dass die Ringmutter 12 über den Düsenkastenhals bzw. über den
Hals 4 des Düsengehäuses 2 geschoben werden kann. Anschließend wird der Druckring
11 auf das Außengewinde 6 des Halses 4 des Düsengehäuses 2 soweit aufgeschraubt, bis
dieser an der Stufe 9 anliegt. Zur Abdichtung des Druckrings 11 ist vorteilhaft vorgesehen,
dass dieser mittels einer schweißtechnischen Dichtnaht 16 zum Hals 4 des Düsengehäuses
2 abgedichtet ist. Die Dichtnaht 16 ist bevorzugt als Kehlnaht ausgeführt.
[0035] In diesem vormontierten Zustand wird das Düsengehäuse 2 in das Gehäuse 1 der Strömungsmaschine
eingesetzt, wobei die Ringmutter 12 locker an dem Düsengehäuse 2 anliegt. Ist das
Düsengehäuse 2 in das Gehäuse 1 der Strömungsmaschine eingesetzt, wird die Ringmutter
12 festgezogen, indem diese in das Innengewinde 7 des Gehäuses 1 der Strömungsmaschine
eingeschraubt wird.
[0036] Damit die Ringmutter 12 mit einem geeigneten Werkzeug festgedreht werden kann, ist
vorteilhaft vorgesehen, dass in der Ringmutter 12 an einer der Anlagefläche 13 gegenüberliegenden
freien Seite Eingriffsöffnungen 17 angeordnet sind.
[0037] Die Eingriffsöffnungen 17 sind vorteilhafterweise umfangsmäßig gleich verteilt an
der Seite angeordnet, wobei das geeignete Werkzeug leicht in die Eingriffsöffnungen
17 eingreifen kann, wie beispielsweise der Figur 5 zu entnehmen ist. Die Ringmutter
12 wird dabei abschnittsweise in den vorgegebenen, möglichen Kreisbahnabschnitten
festgedreht.
[0038] Durch das Eindrehen der Ringmutter 12 in das Innengewinde 7 des Gehäuses 1 der Strömungsmaschine
wird nun der Druckring 11 mitgenommen, da die Ringmutter 12 mit dem Druckring 11 die
Anlagefläche 13 bildet. Dadurch wird gleichzeitig das gesamte Düsengehäuse 2 mitgenommen,
wobei die Stirnseite 8 in Richtung zu der korrespondierenden Fläche des Gehäuses 1
bzw. des Frischdampfeinlasses 3 mitgenommen wird und bei Anlage an der korrespondierenden
Fläche die Dichtfläche 14 mit dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine bildet.
[0039] Wie den Figuren 4 und 5 weiter zu entnehmen ist, ist dem Frischdampfeinlass 3 an
einer Außenseite 19 des Gehäuses 1 der Strömungsmaschine eine Frischdampfzuführleitung
21 zugeordnet, die mit dem Frischdampfeinlass 3 bevorzugt schweißtechnisch mittels
einer Stumpfnaht verbunden ist. Über die Frischdampfzuführleitung 21 wird dem Düsengehäuse
2 Frischdampf zugeführt.
[0040] Vor dem Zusammenbau bzw. Einbau des Düsengehäuses 2 in das Gehäuse 1 der Strömungsmaschine
kann dieses, insbesondere seine Radkammer und die Frischdampfzuführung 21 einer Druckprobe
unterzogen werden. Dies ist, wie den Figuren 6 und 7 zu entnehmen ist, aufgrund des
vorhandenen Innengewindes 7 an dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine mit einem einfachen
Gewindestopfen 22 durchführbar. Hierzu weist der Gewindestopfen 22 an seinem Außenumfang
ein zu dem Innengewinde 7 korrespondierendes Außengewinde auf, so dass der Gewindestopfen
einfach in das Gehäuse 1 bzw. in den Frischdampfeinlass 3 eingeschraubt wird und hier
hinreichend dicht und fest anliegt. Vorteilhafter Weise weist der Gewindestopfen 22
zu den Eingriffsöffnungen 17 der Ringmutter 12 entsprechende Eingriffsöffnungen auf,
so dass zum Eindrehen bzw. zum Ausdrehen des Gewindestopfens 22 das gleiche Werkzeug
benutzt werden kann, wie zum Eindrehen der Ringmutter 12 in das Innengewinde 7.
[0041] Insgesamt wird somit eine einfach herzustellende Fixierung des Düsengehäuses 2 in
dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine zur Verfügung gestellt, die durch ein einfaches
Schrauben bzw. Einschrauben der Ringmutter 12 in das Innengewinde 7 des Gehäuses 1
der Strömungsmaschine erreichbar ist, wodurch die Ringmutter 12 auf den Druckring
11 und damit auf das Düsengehäuse 2 wirkt, so dass das Düsengehäuse 2 kraftformschlüssig
in dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine fixiert bzw. befestigt ist. Damit wird insgesamt
eine kostengünstigere Fixierung zur Verfügung gestellt als beispielsweise eine Abdichtung
mittels Kolbenringen oder einer schweißtechnischen Verbindung des Düsengehäuses 2
mit dem Gehäuse 1. Weiter wird beobachtet, dass bei der erfindungsgemäßen Verbindung
keine Auftriebskräfte entstehen, so dass diese Zusatzkraft bei der Auslegung von Teilfugenschrauben
durch Herabsetzen des zulässigen Radkammerdruckes nicht mehr berücksichtigt werden
muss, was bedeutet, dass höhere Radkammerzustände möglich sind als bei einer Abdichtung
beispielsweise mittels Kolbenringen. Durch das Vorhandensein des Innengewindes 7 an
dem Gehäuse 1 bzw. an dem Frischdampfeinlass 3 wird gleichzeitig vorteilhaft eine
sehr einfache Abdrückmöglichkeit zwischen der Frischdampfzuführleitung 21 und der
Radkammer zur Verfügung gestellt, da der Gewindestopfen 22 einfach in dem Innengewinde
7 einschraubbar ist. Somit kommt dem Innengewinde 7 quasi eine Doppelfunktion zu.
Zum einen bewirkt das Innengewinde 7 durch die Verbindung mit der Ringmutter 12 eine
sichere und einfache Montage bzw. Fixierung des Düsengehäuses 2 in dem Gehäuse 1 der
Strömungsmaschine. Zum anderen kann das Innengewinde 7 die Funktion der Aufnahme einer
Abdrückvorrichtung übernehmen, indem hier einfach der Gewindestopfen 22 eingedreht
wird.
[0042] Möglich ist, dass das Gehäuse 1 mit seinen beiden Hälften zu Wartungszwecken demontiert
werden muss, wobei auch das Düsengehäuse 2 eventuell ausgebaut werden muss. Sofern
sich die Ringmutter 12 nicht derart festgesetzt hat, dass diese unter normalen Bedingungen
nicht mehr lösbar ist, ist zweckmäßig vorgesehen, dass dem Gehäuse 1 der Strömungsmaschine
im Bereich der damit verbundenen Ringmutter eine Öffnung 23 (Figur 5) zugeordnet ist,
in die ein geeignetes Werkzeug eingreifen kann. Mit dem geeigneten Werkzeug kann die
nicht mehr lösbare Ringmutter 12 zerstört werden, so dass das Düsengehäuse 2 aus dem
Gehäuse 1 der Strömungsmaschine entfernbar ist, wenn die Ringmutter 12 aus ihrer Verbindung
mit dem Innengewinde 7 gelöst bzw. entfernt ist. Bei einer zerstörten Ringmutter muß
diese natürlich bei einer erneuten Fixierung des Düsengehäuses 2 in dem Gehäuse der
Strömungsmaschine durch eine neue Ringmuter 12 ersetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1.
- Gehäuse der Strömungsmaschine
- 2.
- Düsengehäuse
- 3.
- Frischdampfeinlass
- 4.
- Hals v. 2
- 6.
- Außengewinde an 4
- 7.
- Innengewinde an 3
- 8.
- Stirnseite v. 4
- 9.
- Stufe an 4
- 11.
- Druckring
- 12.
- Ringmutter
- 13.
- Anlagefläche
- 14.
- Dichtfläche
- 16.
- Dichtnaht
- 17.
- Eingriffsöffnungen in 12
- 19.
- Außenseite v. 1
- 21.
- Frischdampfzuführleitung
- 22.
- Gewindestopfen
- 23.
- Öffnung
1. Strömungsmaschine, der zumindest ein Düsengehäuse (2) zugeordnet ist, das in einem
Gehäuse (1) der Strömungsmaschine angeordnet ist, wobei das Gehäuse (1) der Strömungsmaschine
zumindest einen Frischdampfeinlass (3) aufweist, und wobei das Düsengehäuse (2) einen
zu dem zumindest einen Frischdampfeinlass (3) korrespondierenden Hals (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum einen dem Düsengehäuse (2) und zum anderen dem Gehäuse (1) der Strömungsmaschine
Verbindungselemente (6, 7, 11, 12) derart zugeordnet sind, dass das Düsengehäuse (2)
im montierten Zustand mit dem Gehäuse (1) der Strömungsmaschine kraftformschlüssig
verbunden ist.
2. Strömungsmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Hals (4) ein Außengewinde (6) angeordnet ist, wobei an dem Frischdampfeinlass
(3) ein Innengewinde (7) angeordnet ist.
3. Strömungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Hals (4) des Düsengehäuses (2) eine Stufe (9) angeordnet ist, so dass sich
ein an dem Hals (4) angeordnetes Außengewinde (6) in etwa von seiner Stirnseite (8)
bis zur Stufe (9) erstreckt.
4. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem Hals (4) des Düsengehäuses (2) ein Druckring (11) verbunden ist und dass
mit dem Gehäuse (1) der Strömungsmaschine eine Ringmutter (12) verbunden ist, so dass
die Ringmutter (12) im montierten Zustand des Düsengehäuses (2) in dem Gehäuse (1)
der Strömungsmaschine eine Anlagefläche (13) mit dem Druckring (11) bildet, wobei
eine Stirnseite (8) des Halses (4) des Düsengehäuses (2) eine Dichtfläche (14) mit
dem Gehäuse (1) der Strömungsmaschine bildet.
5. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einem der Verbindungselemente (11) zum Düsengehäuse (2) hin eine Dichtnaht
(16) zugeordnet ist.
6. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der Verbindungselemente (12) an einer seiner freien Seiten Eingriffsöffnungen
(17) aufweist.