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(11) |
EP 1 815 068 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.05.2018 Patentblatt 2018/20 |
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Anmeldetag: 21.10.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/011327 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/050802 (18.05.2006 Gazette 2006/20) |
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VORRICHTUNG ZUR DÄMPFUNG VON SCHWINGUNGSBEWEGUNGEN BEI EINEM BAUWERK
DEVICE FOR DAMPING VIBRATIONS IN A BUILDING
DISPOSITIF POUR AMORTIR DES MOUVEMENTS D'OSCILLATIONS DANS UN EDIFICE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.11.2004 DE 102004053898
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.08.2007 Patentblatt 2007/32 |
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Patentinhaber: SOLETANCHE FREYSSINET |
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92500 Rueil Malmaison (FR) |
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Erfinder: |
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- STAROSSEK, Uwe
21075 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cabinet Plasseraud |
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66, rue de la Chaussée d'Antin 75440 Paris Cedex 09 75440 Paris Cedex 09 (FR) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/16232 US-A- 2 270 537
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WO-A-94/05862 US-A- 6 154 910
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 017, Nr. 584 (M-1501), 25. Oktober 1993 (1993-10-25)
& JP 05 171837 A (NKK CORP), 9. Juli 1993 (1993-07-09)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Dämpfung von Schwingungsbewegungen bei
einem Bauwerk, insbesondere bei einer Brücke.
[0002] Es besteht das Bedürfnis nach immer größeren Spannweiten im Brückenbau. So besitzt
beispielsweise die Ende der 90er Jahre in Japan errichtete Akashi Kaikyo Brücke eine
Spannweite von fast 2000 m. Die für die Überquerung der Meerenge von Messina in Italien
geplante Brücke soll eine Spannweite von über 3 km besitzen. Mit diesen extremen Brückenlängen
rückt zunehmends die Problematik der Schwingungsanfälligkeit dieser Tragwerke in den
Vordergrund. Bei der Auslegung weit gespannter Brückenträger ist ein besonders wichtiger
Effekt die sogenannte Flatterstabilität der Brücke. Hierbei handelt es sich um ein
aeroelastisches Phänomen des windinduzierten Brückenflatters, bei dem selbstinduzierte,
gekoppelte Biege- und Torsionsschwingungen oder entkoppelte Torsionsschwingungen des
Brückenträgers auftreten. Bei selbstinduzierten Schwingungen handelt es sich im Gegensatz
zu sogenannten fremdinduzierten Schwingungen, die beispielsweise durch Windböen oder
durch periodische Wirbelablösungen hervorgerufen werden, um Erregerkräfte, die durch
eine Verschiebung der Brücke hervorgerufen werden. Die an dem Tragwerk angreifenden
Luftkräfte beeinflussen die dynamischen Eigenschaften des aeroelastischen Gesamtsystems,
also insbesondere Steifigkeit und Dämpfungsparameter. Diese Änderungen treten auch
bei zeitlich konstanter Windgeschwindigkeit auf. Erreicht die Windgeschwindigkeit
einen bestimmten kritischen Wert, wird die Strukturdämpfung des Brückenträgers aufgehoben.
Bei einem weiteren Anwachsen der Windgeschwindigkeit kann ein System mit negativer
Gesamtdämpfung auftreten, bei der eine kleine Initialverschiebung zu einer anwachsenden
Schwingung mit nahezu unbegrenzter Amplitude und so zum Versagen des Brückentragwerks
führt. Die kritische Windgeschwindigkeit (Ucr) ist der strukturelle Kennwert für die
Flatterstabilität von Brücken. Es ist bekannt, dass Ucr mit abnehmender Steifigkeit
und Dämpfung der Brücke abnimmt. Gerade Brücken mit einer großen Spannweite besitzen
jedoch eine geringe Steifigkeit, so dass für diese das Problem des Flatterns auftritt.
[0003] Zur Stabilisierung flattergefährdeter Brückenträger können verschiedene Verfahren
und Vorrichtungen eingesetzt werden. Grundsätzlich lassen sich hierbei konstruktive,
aktive und passive Verfahren unterscheiden. Die konstruktive Stabilisierung bezieht
sich auf strukturelle Maßnahmen, wie beispielsweise die Erhöhung der Torsionssteifigkeit
des Trägers oder das Hinzufügen von zusätzlichen Schrägseilen. Als passive Schwingungsdämpfer
kommen passiv schwingende Zusatzmassen in Betracht, die als Tilger bezeichnet werden.
[0004] Die aktiven Schwingungsdämpfer lassen sich in aktive mechanische sowie aktive aerodynamische
Schwingungsdämpfer unterscheiden. Die Letztgenannten beruhen auf dem Ansatz, das sich
um den Brückenträger ausbildende Strömungsfeld geeignet zu modifizieren, um so eine
stabilisierende Wirkung zu erzielen. Beispielsweise können an dem Brückenträger seitlich
Klappen vorgesehen sein, die so in den Wind gestellt werden, dass durch die vorbeiströmende
Luft eine stabilisierende Kraft ausgeübt wird, vergleiche beispielsweise
EP 0 627 031 B1. Bei der aktiven mechanischen Flatterkontrolle erfolgt eine Kontrolle beispielsweise
der Torsionsschwingung des Brückenträgers durch ein zusätzlich aufgebrachtes Torsionsmoment.
Zu einer Ausgestaltung wird durch horizontal verschiebbare Dämpfermassen im Brückenträger
das zusätzliche Torsionsmoment erzeugt. Es gibt auch Überlegungen, durch eine im Zentrum
des Brückenquerschnitts rotierende Massen ein stabilisierendes Drehmoment für die
Brückenträger zu erzeugen. Die vorgenannten Vorrichtungen haben u.a. den Nachteil
eines verhältnismäßig großen Energiebedarfs und dadurch verminderter Betriebssicherheit.
[0005] Neben dem vorbeschriebenen kritischen Phänomen des Flatterns bei Brücken treten ähnliche
Schwingungsphänomene auch bei Gebäuden auf, wo diese dann als Galloping bezeichnet
werden. Neben diesen die Standfestigkeit gefährdenden Schwingungsphänomenen, treten
bei Bau- und Tragwerken auch durch Wind, Verkehr, Erdbeben und weitere äußere Einflüsse
fremdinduzierte Schwingungen auf, die sowohl die Gebrauchsfähigkeit als auch die Standsicherheit
beeinträchtigen können, und die ebenfalls zu dämpfen und zu unterdrücken sind. Eine
für den Einbau an einem Bauwerk vorgesehene Vorrichtung, die eine aerodynamische Kontrollfläche
und ein Federelement aufweist, ist in
US 2 270 537 A beschrieben. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Dämpfen
von Schwingungen an Bau- und Tragwerken bereit zu stellen, die bei hoher Betriebssicherheit
mit einfachen Mitteln und möglichst geringem Kraft-Energieeinsatz fremdinduzierte
Schwingungen unterdrückt und die kritische Windgeschwindigkeit für selbstinduzierte
Schwingungen (z.B. Flattern) wirksam erhöht. Sowohl Torsionsschwingungen als auch
Schwingungen in bestimmte Richtungen sollen dabei unterdrückt werden.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen aus Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltung bilden die Gegenstände der Unteransprüche 2 bis
24.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient zum Dämpfen von Schwingungen an Bauwerken.
Sie besitzt mindestens eine aerodynamische Kontrollfläche, die drehbar und/oder verschieblich
an dem Bauwerk gelagert ist. Ferner ist mindestens ein mechanischer Tilger vorgesehen,
der mit der Kontrollfläche kinematisch gekoppelt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung,
auch als aeroelastischer Tilger bezeichnet, dient zum Dämpfen von Schwingungen an
Bauwerken. Sie besitzt mindestens eine im Windstrom liegende, drehbar und/oder verschieblich
gelagerte aerodynamische Kontrollfläche, die als Kontrollschild, bewegliche Kante
oder Flügelelement ausgebildet sein kann, wobei die Kontrollfläche mit dem mechanischen
Tilger zwangläufig kinematisch gekoppelt ist. Die zwangläufig kinematische Kopplung
wird bevorzugt durch bewegliche mechanische Elemente, wie beispielsweise Übersetzungshebel
oder Übersetzungsgetriebe, bewirkt. Der mechanische Tilger besitzt ein Federelement,
das eine rückstellende Kraft in eine vorbestimmte Position auf den mechanischen Tilger
ausübt. Der mechanische Tilger ist ein schwingungsfähiges Sekundärsystem, das das
Schwingungsverhalten des Bauwerks (Hauptsystem) günstig beeinflusst. Ferner ist der
mechanische Tilger mit mindestens einem Massekörper versehen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung besitzt somit keinen Antrieb, der eine externe Energiezufuhr notwendig
macht. Ferner weist der mechanische Tilger zusätzlich zu dem Flügelelement noch ein
Dämpferelement auf. Der mechanische Tilger ist mit seiner vergleichsweise kleinen
Masse über das Federelement und über das Dämpferelement mit dem Bauwerk, insbesondere
mit dessen Tragwerk, verbunden. Sein Bewegungsfreiheitsgrad ist die Drehung um einen,
bezogen auf das Bauwerk, ortsfesten Pol oder die Verschiebung relativ zum Bauwerk
in eine vorgegebene Richtung. Die Tilgerwirkung entsteht durch die Trägheitskräfte
der Masse und die Dämpfungskräfte in dem eventuell hinzugefügten Dämpferelement. Mechanische
Tilger an sich sind seit langem bekannt.
[0008] Bei dem aeroelastischen Tilger wirken, zusätzlich zu den bei dem mechanischen Tilger
wirkenden Trägheits- und Dämpfungskräften, Strömungskräfte an der aerodynamischen
Kontrollfläche und an dem Bauwerk. Infolge der zwangläufigen kinematischen Kopplung
übertragen sich die Schwingungen des Tilgers auf die Kontrollfläche, womit sich Anstellwinkel
und/oder Lage der Kontrollfläche in ebenfalls schwingender Weise zeitlich verändern.
Die auf die Kontrollfläche und das Bauwerk wirkenden Strömungskräfte sind deshalb,
mit der Schwingung des Tilgers, zeitlich veränderlich, und üben bei richtiger Abstimmung
und ausreichender Windgeschwindigkeit eine zusätzliche Tilgerwirkung auf das Bauwerk
aus. Die Tilgerwirkung des aeroelastischen Tilgers übersteigt die Trägheits- und Dämpfungskräfte
des mechanischen Tilgers erheblich. Schwingungsanfachenden Kräften wird durch den
aeroelastischen Tilger effektiv entgegengewirkt, fremdinduzierte Schwingungen werden
unterdrückt und die kritische Windgeschwindigkeit für selbstinduzierte Schwingungen
(beispielsweise Flattern) wird erhöht.
[0009] Gleichzeitig mit der Steuerung der Strömungskräfte durch die Bewegung des Tilgers
können die auf die aerodynamische Kontrollfläche wirkenden Strömungskräfte über die
bestehende zwangläufige Verbindung auch auf die Schwingung des mechanischen Tilgers
zurückwirken. Dieser Einfluss ist für die Wirksamkeit der Vorrichtung allerdings nicht
erforderlich und kann, sofern störend, durch geeignete Lagerung der Kontrollfläche
oder auf andere Weise minimiert werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann die Kopplung zwischen mechanischem Tilger
und Kontrollfläche derart hergestellt werden, dass Amplituden-, Phasen- und/oder Frequenzverhältnisse
zwischen einer Schwingungsbewegung des mechanischen Tilgers und der Schwingungsbewegung
der aerodynamischen Kontrollfläche eingestellt werden können. Die Abstimmung kann
damit an wechselnde Betriebsbedingungen, etwa eine veränderliche Windgeschwindigkeit,
angepasst werden.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann eine Steuerung vorgesehen sein, die die Amplituden-,
Phasen- und/oder Frequenzverhältnisse entsprechend ansteuert.
[0012] Die aerodynamische Kontrollfläche kann als bewegliche Kante oder Flügelelement ausgebildet
werden, das direkt an das Bauwerk anschließt und um einen, bezogen auf das Bauwerk,
ortsfesten Punkt drehbar gelagert ist. Alternativ kann die aerodynamische Kontrollfläche
als ein vom Bauwerk abgesetzter Schild ausgebildet werden, der über Pylone drehbar
und/oder verschieblich mit dem Bauwerk verbunden ist. Durch geeignete Gestänge kann
die Bewegung des Schilds auch so geführt werden, dass eine Drehung um einen, bezogen
auf das Bauwerk, nicht ortsfesten Punkt eintritt.
[0013] In einer möglichen Ausgestaltung des aeroelastischen Tilgers ist die aerodynamische
Kontrollfläche als ein Flügelelement ausgebildet, das mit einem Abschnitt frei aus
dem Bauwerk vorsteht.
[0014] In einer möglichen Ausgestaltung bildet das Flügelelement mit seiner zu beiden Seiten
des Lagerpunkts angeordneten Masse im Zusammenspiel mit einer Feder zwischen Flügelelement
und Bauwerk den mechanischen Tilger. In einer alternativen Ausgestaltung ist das Flügelelement
mit einem Arm ausgebildet, der in das Bauwerk hineinragt und dort mittels einer Feder
mit dem Bauwerk verbunden ist. Hier bilden Flügelelement, Arm und Feder gemeinsam
den mechanischen Tilger.
[0015] In einer bevorzugten Weiterführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist der Arm
des Flügelelements an seinem Ende einen Massenkörper auf.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind mindestens zwei aeroelastische Tilger paarweise
an gegenüberliegenden Seiten einer Achse angeordnet, wobei sowohl Torsionsschwingungen
um die Achse als auch Schwingungen in bestimmte Richtungen gedämpft oder getilgt werden
sollen.
[0017] Je nach vorgesehener Federkonstante und gegebenenfalls auch Dämpfungskonstante, können
auch jeweils mehrere Feder- oder Dämpferelemente vorgesehen sein, deren Befestigungspunkte
in dem Bau- oder Tragwerk bevorzugt räumlich verteilt sind.
[0018] Zwei bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0019] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts einer Hängebrücke und
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht des Brückenträgers im Querschnitt mit zwei erfindungsgemäßen
Dämpfungseinrichtungen einer ersten Ausgestaltung, jeweils eine auf jeder Seite des
Brückenträgers, und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines Bauwerks mit einer erfindungsgemäßen Dämpfungseinrichtung
in einer zweiten Ausgestaltung, bei der die Kontrollfläche von dem Bauwerk abgesetzt
ist.
[0020] Fig. 1 zeigt einen Brückenträger 10 im Ausschnitt, wie er bei Hängebrücken verwendet
wird. Der Versteifungsträger 12 wird durch Hänger 14 an zwischen den Masten der Brücke
gespannten Seilen 16 gehalten. An dem Versteifungsträger 12 sind beidseitig drehbar
gelagerte Flügelelemente angeschlossen.
[0021] Fig. 2 zeigt den Körper des Brückenträgers 12 im Querschnitt. Die Längsachse des
Brückenträgers ist mit 18 gekennzeichnet. Seitlich an dem Brückenträger stehen zwei
Flügelelemente 20, 22 vor, die jeweils in einem Lagerpunkt 24, 26 schwenkbar gelagert
sind und die aerodynamische Kontrollflächen bilden. Auf ihrer Innenseite, in dem Brückenträger
12, besitzen die Flügelelemente 20, 22 Arme 28, 30, an deren Enden jeweils ein Massenkörper
32, 34 vorgesehen ist.
[0022] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist jeder Arm 28 oder 30 über
ein Federelement 36 bzw. 40 und ein Dämpferelement 38 bzw. 42 mit dem Brückenträger
12 verbunden. Flügelelemente 20, 22 sowie Massenkörper 32, 34 und Federn 36, 40 sind
jeweils so angeordnet, dass ohne äußeren Krafteinfluss die Flügelelemente 20, 22 in
einer vorbestimmten Position verbleiben. Eine Auslenkung der Flügelelemente aus ihrer
Ruhelage führt zu einer Schwingung, die die Bewegung des Brückenträgers 12 dämpft.
[0023] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 besteht der mechanische Tilger aus mehreren
jeweils beteiligten Massen (Massenkörper 32 bzw. 34, Arm 28 bzw. 30, Flügelelement
20 bzw. 22), aus einer Feder 36 bzw. 40 und einem Dämpferelement 38 bzw. 42. Sein
Bewegungsfreiheitsgrad ist die Drehung um den Lagerpunkt 24 bzw. 26. Er wird durch
Vertikal- und Torsionsschwingungen des Brückenträgers zu Schwingungen angeregt. Die
Schwingungsanregung des Tilgers und damit seine Wirksamkeit erfordern im Allgemeinen
eine Unausgewogenheit der Massenverteilung und damit eine Vorspannung der Feder 36
bzw. 40 in der statischen Ruhelage. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sollte
die Masse der Flügelelemente im Interesse großer Wirksamkeit des mechanischen Tilgers
möglichst klein sein. Die zwangläufige kinematische Kopplung zwischen mechanischem
Tilger und aerodynamischer Kontrollfläche besteht in diesem Ausführungsbeispiel einfach
aus dem beide Elemente verbindenden Arm 28 bzw. 30.
[0024] Die Tilgerwirkung des mechanischen Tilgers entsteht durch die Trägheitskräfte der
beteiligten Massen und die Dämpfungskräfte in dem Dämpferelement.
[0025] Bei dem aeroelastischen Tilger des Ausführungsbeispiels überträgt sich die - Verdrehung
des mechanischen Tilgers (relativ zur Brücke) auf die im Windstrom liegende, drehbar
gelagerte aerodynamische Kontrollfläche 20 bzw. 22, die dem jeweiligen mechanischen
Tilger zugeordnet ist. Hierdurch wird das Strömungsfeld dynamisch verändert und zusätzlich
zeitveränderliche Luftkräfte induziert. Durch die Abstimmung des Tilgers wirken diese
den schwingungsanfachenden Kräften entgegen, wodurch fremdinduzierte Brückenschwingungen
beruhigt und die kritische Windgeschwindigkeit für das Flattern erhöht wird.
[0026] Der erfindungsgemäße mechanische Tilger kann auch in eine vorgegebene gerade Richtung
schwingen und kann anstelle des starr mit der aerodynamischen Kontrollfläche verbundenen
Hebels auch andere zwangläufige Verbindungen, wie beispielsweise Übersetzungshebel
und -getriebe aufweisen. Die Abstimmung des aeroelastischen Tilgers erfolgt durch
die Wahl von Masse m, Federkonstante k und Dämpfungskonstante c als den zentralen
mechanischen Kenngrößen, der Wahl des Abstands des mechanischem Tilgers von der Brückenachse,
der Wahl seines Bewegungsfreiheitsgrads, der Kinematik der zwangläufigen kinematischen
Verbindungen sowie der Kontur und der Masse der aerodynamischen Kontrollflächen.
[0027] Wie vorstehend bereits erläutert, besteht die Hauptwirkung des aeroelastischen Tilgers
darin, durch eine Schwingungsbewegung der aerodynamischen Kontrollfläche die Luftströmung
an dem Bauwerk derart zu lenken, dass ein Aufschaukeln unterbleibt und das Bauwerk
stabilisiert wird. Gleichzeitig mit der Steuerung der Strömungskräfte durch die Bewegung
des Tilgers können die auf die aerodynamische Kontrollfläche wirkenden Strömungskräfte
über die bestehende zwangläufige Verbindung auch auf die Schwingung des mechanischen
Tilgers zurückwirken. Dieser Einfluss kann je nach Bauwerk und Auslegung des aeroelastischen
Tilgers eine unterstützende oder eine störende Wirkung aufweisen. Durch eine geeignete
Lagerung der aerodynamischen Kontrollflächen oder andere Maßnahmen kann diese Rückwirkung
auf den mechanischen Tilger unterdrückt werden.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel, in dem diese Rückwirkung durch die Lagerung der Kontrollfläche
unterdrückt wird, ist in Fig. 3 gezeigt. In diesem Fall besteht die aerodynamische
Kontrollfläche aus einem vom Bauwerk abgesetzten, mit dem Bauwerk durch eine Haltevorrichtung
46 verbundenen Schild 44. Der Schild ist dabei um einen Lagerpunkt 48 im mittleren
Bereich des Schilds drehbar gelagert. Die zwangläufige kinematische Kopplung mit dem
in Inneren des Brückenträgers befindlichen mechanischen Tilger 60 erfolgt über ein
bewegliches Gestängeglied 50, das wahlweise über ein Gestängeglied 52 oder 56 mit
dem Schild 44 gekoppelt ist.
[0029] Der aeroelastische Tilger kann ein- oder beidseitig (relativ zur Brückenlängsachse)
vorgesehen sein. Bei beidseitiger Anordnung können beide Tilger auch gekoppelt oder
unabhängig voneinander betrieben werden. Letzterer Fall ist in Fig. 2 dargestellt.
Sind beide Tilger gekoppelt (nicht- dargestellt), so ist eine entsprechende zwangläufige
kinematische Verbindung zwischen beiden Tilgern vorzusehen. Sind dagegen beide Tilger
unabhängig voneinander, besteht die Möglichkeit, diese auf einer Seite, z.B. leeseitig
zu arretieren.
[0030] In den Figuren nicht dargestellt ist eine zwangläufige kinematische Kopplung zwischen
mechanischem Tilger und aerodynamischer Kontrollfläche, die es erlaubt Frequenzverhältnisse
zwischen der Schwingung des mechanischen Tilgers und der Schwingung der aerodynamischen
Kontrollfläche einzustellen. Das Amplitudenverhältnis lässt sich im Falle eines Übersetzungsgestänges
z. B. durch Verschieben der Verbindungspunkte der Gestängeglieder, wie in Fig. 3 gezeigt
oder ähnlich, einstellen. Ein Drehgelenk 58 ist dabei fest mit dem erstem Gestängeglied
52 verbunden und innerhalb eines Langlochs 54 in dem zweiten Gestängeglied 50 arretiert.
Die Einstellung kann somit stufenlos durch Verschieben des Drehgelenks 58 im Langloch
54 erfolgen.
[0031] Durch Anschluss des ersten Gestängeglieds in der hinteren Position 52 oder in der
vorderen Position 56 kann ein Phasenverhältnis von 0° oder 180° eingestellt werden,
wobei die Kopplung des vorderen Gestängeglieds 56 ebenso wie die oben beschriebene
Kopplung des hinteren Gestängeglieds 52 erfolgen kann.
[0032] Im Falle eines Übersetzungsgetriebes kann das Amplitudenverhältnis abgestuft oder
stufenlos mit einem entsprechenden Schaltgetriebe oder stufenlosen Getriebe eingestellt
werden.
[0033] Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung wurde im Zusammenhang mit einer
Brücke beschrieben, ist jedoch in seinem Einsatz keineswegs auf Brücken beschränkt.
Vielmehr kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei horizontalen Schwingungen,
wie sie beispielsweise bei Türmen auftreten, eingesetzt werden. Hier verläuft die
Achse 18 dann in vertikaler Richtung.
[0034] Der aeroelastische Tilger besitzt als besonderen Vorzug, bedingt durch die Entbehrlichkeit
externer Energieversorgung, einen hohen Grad an Wirtschaftlichkeit und ein hohes Maß
an Betriebssicherheit.
1. Vorrichtung zur Dämpfung oder Unterdrückung von Schwingungen an einem Bauwerk, die
folgendes aufweist:
mindestens eine aerodynamische Kontrollfläche (20, 22; 44), die drehbar und/oder verschieblich
gelagert ist,
- mindestens einen mechanischen Tilger (60) mit einem Federelement (36, 40), der relativ
zum Bauwerk zu Drehschwingungen oder zu Schwingungen in eine vorgegebene Richtung
fähig ist,
und mindestens eine zwangläufige kinematische Kopplung zwischen mechanischem Tilger
und aerodynamischer Kontrollfläche, wobei der mechanische Tilger mindestens einen
Massekörper (32, 34) besitzt, wobei der mechanische Tilger zusätzlich zu dem Federelement
ein Dämpferelement (38, 42) aufweist wobei sowohl Torsionsschwingungen als auch Schwingungen
in vorgegebene Richtungen gedämpft oder unterdrückt werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwangläufige kinematische Kopplung zwischen mechanischem Tilger und Kontrollfläche
durch bewegliche mechanische Elemente, wie beispielsweise Übersetzungshebel, Übersetzungsgestänge
(50, 52, 56) oder Übersetzungsgetriebe hergestellt wird.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung zwischen mechanischem Tilger und Kontrollfläche ein Einstellen eines
Amplituden und/oder Phasen und/oder Frequenzverhältnisses zwischen der Schwingung
des mechanischen Tilgers und der Schwingung der aerodynamischen Kontrollfläche erlaubt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung ein Gestänge mit einem ersten Gestängeglied (52 oder 56) und einem zweiten
Gestängeglied (50) aufweist, wobei das Amplitudenverhältnis durch die Lage eines Verbindungspunktes
(58) zwischen den Gestängegliedem (50, 52, 56) einstellbar ist und das Phasenverhältnis
durch die Lage eines Verbindungspunktes des Gestänges (52 oder 56) mit der Kontrollfläche
(44) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung vorgesehen ist, die Amplituden Phasen und/oder Frequenzverhältnisse
ansteuert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als aerodynamische Kontrollfläche eine bewegliche Kante oder ein Flügelelement (20,
22) vorgesehen ist, das mit einem Abschnitt frei aus dem Bauwerk vorsteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelelement (20, 22) in einem Lagerpunkt (24, 26) drehbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelelement mit seiner zu beiden Seiten des Lagerpunkts (24, 26) angeordneten
Masse den mechanischen Tilger bildet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelelement (20, 22) einen Arm (28, 30) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelelement (20, 22), der Arm und das Federelement den mechanischen Tilger
bilden.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (28, 30) an seinem freien Ende einen Massenkörper (32, 34) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als aerodynamische Kontrollfläche ein vom Bauwerk abgesetzter Schild (44) vorgesehen
ist, der über Haltevorrichtungen (46) mit dem Bauwerk (12) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Bauwerk abgesetzte Schild (44) drehbar und/oder verschieblich gelagert ist,
wobei die Bewegung des Schilds so geführt wird, dass eine Drehung um einen, bezogen
auf das Bauwerk, ortsfesten oder nicht ortsfesten Pol eintritt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die aerodynamische Kontrollfläche wirkenden Strömungskräfte auf die Schwingungen
des mechanischen Tilgers zurückwirken.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die aerodynamische Kontrollfläche wirkenden Strömungskräfte, durch Wahl einer
geeigneten Lagerung der Kontrollfläche, auf die Schwingungen des mechanischen Tilgers
nicht zurückwirken.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15 rückbezogen auf 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass als aerodynamische Kontrollfläche ein vom Bauwerk abgesetzter Schild vorgesehen ist,
der so gelagert ist, dass die Bewegung des Schilds als Drehung um einen Pol im mittleren
Bereich des Schilds erfolgt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Tilger über zwei zwangläufige kinematische Kopplungen mit zwei aerodynamischen
Kontrollflächen gekoppelt ist, die paarweise auf einander gegenüberliegenden Seiten
einer Bauwerksachse (18) angeordnet sind, wobei sowohl Rotationsschwingungen um die
Achse (18) als auch Schwingungen in vorgegebener Richtung, insbesondere in Richtung
senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Kontrollflächen, gedämpft oder getilgt werden.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei aerodynamische Kontrollflächen mit jeweils zugehörigen mechanischen
Tilgern und deren kinematischen zwangläufigen Kopplung paarweise auf einander gegenüberliegenden
Seiten einer Bauwerksache (18) angeordnet sind, wobei sowohl Rotationsschwingungen
um die Achse (18) als auch Schwingungen in vorgegebener Richtung, insbesondere in
Richtung senkrecht zur Verbindungslinie zweier gegenüberliegender Kontrollflächen,
gedämpft oder getilgt werden.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kontrollflächen arretiert ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei mechanische Tilger durch eine zwangläufige kinematische Kopplung
miteinander gekoppelt sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die zwangläufige kinematische Kopplung der mechanischen Tilger eine Übersetzungseinrichtung
aufweist, die ein Einstellen und Steuern von Amplituden-, Phasenund/oder Frequenzverhältnissen
erlaubt.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden mechanischen Tilger mehrere Federelemente vorgesehen sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden mechanischen Tilger mehrere Dämpferelemente vorgesehen sind.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente und/oder die Dämpferelemente an unterschiedlichen Punkten befestigt
sind.
1. A device for damping or suppressing vibrations in a building, comprising the following:
at least one aerodynamic control surface (20, 22; 44) which is supported rotatably
and/or movably,
at least one mechanical absorber (60) comprising a spring element (36, 40) and being
capable of performing torsional vibrations or vibrations in a predetermined direction
relative to the building,
and at least one positive kinematic coupling between the mechanical absorber and the
aerodynamic control surface, wherein the mechanical absorber comprises a least one
mass body (32, 34), wherein
the mechanical absorber comprises, in addition to the spring element, a damper element
(38, 42), wherein both torsional vibrations and vibrations in predetermined directions
are damped or suppressed.
2. The device according to claim 1, characterized in that the positive kinematic coupling between mechanical damper and control surface is
realized by movable mechanical elements such as, for example, transmission lever,
transmission rod assembly (50, 52, 56) or transmission gearing.
3. The device according to any one of claims 1 to 2, characterized in that the coupling between mechanical absorber and control surface allows adjustment of
an amplitude and/or phase and/or frequency ratio between the vibration of the mechanical
absorber and the vibration of the aerodynamic control surface.
4. The device according to claim 3, characterized in that the coupling comprises a rod assembly with a first rod element (52 or 56) and a second
rod element (50), wherein the amplitude ratio is adjustable by the position of a connection
point (58) between the rod elements (50, 52, 56) and the phase ratio is adjustable
by the position of a connection point of the rod assembly (52 or 56) and the control
surface (44).
5. The device according to any one of claim 3 or 4, characterized in that a control means is provided for controlling the amplitude, phase and/or frequency
ratios.
6. The device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that a movable edge or a wing element (20, 22), a portion of which projects freely from
the building, is provided as aerodynamic control surface.
7. The device according to claim 6, characterized in that the wing element (20, 22) is rotatably supported in a supporting point (24, 26).
8. The device according to claim 7, characterized in that the mechanical absorber is formed by the wing element with its mass arranged at both
sides of the supporting point (24, 26).
9. The device according to any one of claims 6 to 8, characterized in that the wing element (20, 22) comprises an arm (28, 30).
10. The device according to claim 9, characterized in that the wing element (20, 22), the arm and the spring element form the mechanical absorber.
11. The device according to claim 10, characterized in that the arm (28, 30) comprises a mass body (32, 34) at its free end.
12. The device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that a shield (44) which is offset from the building and which is connected to the building
(12) by means of holding devices (46) is provided as aerodynamic control surface.
13. The device according to claim 12, characterized in that the shield (44) offset from the building is supported rotatably and/or movably, wherein
the movement of the shield is controlled such that there is a rotation about a stationary
or non-stationary pole relative to the building.
14. The device according to any one of claims 1 to 13, characterized in that the flow forces acting on the aerodynamic control surface have a retroactive effect
on the vibrations of the mechanical absorber.
15. The device according to any one of claims 1 to 13, characterized in that the flow forces acting on the aerodynamic control surface do not have a retroactive
effect on the vibrations of the mechanical absorber by selecting a suitable support
of the control surface.
16. The device according to claim 15 back-referenced to claims 12 and 13, characterized in that a shield which is offset from the building and which is supported such that the movement
of the shield is realized as rotation about a pole in the central region of the shield
is provided as aerodynamic control surface.
17. The device according to any one of claims 1 to 16, characterized in that by means of two positive kinematic couplings, the mechanical absorber is coupled
to two aerodynamic control surfaces which are arranged in pairs on opposite sides
of a building axis (18), wherein both torsional vibrations about the axis (18) and
vibrations in a predetermined direction, in particular in the direction perpendicular
to the connection line of the two control surfaces, are damped or absorbed.
18. The device according to any one of claims 1 to 16, characterized in that at least two aerodynamic control surfaces with two associated mechanical absorbers
each and their kinematic positive coupling are arranged in pairs on two opposite sides
of a building axis (18), wherein both torsional vibrations about the axis (18) and
vibrations in a predetermined direction, in particular in the direction perpendicular
to the connection line of two opposite control surfaces, are damped or absorbed.
19. The device according to claim 18, characterized in that at least one of the control surfaces is locked in place.
20. The device according to claim 18, characterized in that at least two mechanical absorbers are coupled with each other by a positive kinematic
coupling.
21. The device according to claim 20, characterized in that the positive kinematic coupling of the mechanical absorbers comprises a transmission
means which allows adjustment and control of amplitude, phase and/or frequency ratios.
22. The device according to any one of claims 1 to 21, characterized in that a plurality of spring elements are provided for each mechanical absorber.
23. The device according to any one of claims 1 to 22, characterized in that a plurality of damper elements are provided for each mechanical absorber.
24. The device according to claim 22 or 23, characterized in that the spring elements and/or the damper elements are attached to different points.
1. Dispositif servant à atténuer ou à supprimer des oscillations sur un édifice, lequel
présente ce qui suit :
au moins une surface de contrôle (20, 22 ; 44) aérodynamique, qui est montée de manière
à pouvoir tourner et/ou coulisser,
au moins un amortisseur (60) mécanique avec un élément de ressort (36, 40), lequel
est en mesure d'osciller en rotation ou d'osciller dans une direction prédéfinie par
rapport à l'édifice,
et au moins un couplage cinématique forcé entre un amortisseur mécanique et une surface
de contrôle aérodynamique, dans lequel l'amortisseur mécanique possède au moins un
corps de masse (32, 34), dans lequel l'amortisseur mécanique présente en plus de l'élément
de ressort un élément d'atténuation (38, 42), dans lequel à la fois des oscillations
de torsion et des oscillations dans des directions prédéfinies sont atténuées ou supprimées.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couplage cinématique forcé est établi entre un amortisseur mécanique et une surface
de contrôle par des éléments mécaniques mobiles, tels qu'un levier de démultiplication,
une tringlerie de démultiplication (50, 52, 56) ou un engrenage de démultiplication.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le couplage entre un amortisseur mécanique et une surface de contrôle permet un réglage
d'un rapport d'amplitudes et/ou de phases et/ou de fréquences entre l'oscillation
de l'amortisseur mécanique et l'oscillation de la surface de contrôle aérodynamique.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le couplage présente une tringlerie avec un premier organe de tringlerie (52 ou 56)
et un deuxième organe de tringlerie (50), dans lequel le rapport d'amplitudes peut
être réglé par la position d'un point de liaison (58) entre les organes de tringlerie
(50, 52, 56) et le rapport de phases peut être réglé par la position d'un point de
liaison de la tringlerie (52 ou 56) avec la surface de contrôle (44).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce qu'une commande est prévue, laquelle pilote les rapports d'amplitudes, de phases et/ou
de fréquences.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'est prévu en tant que surface de contrôle aérodynamique un bord mobile ou un élément
de battant (20, 22), qui fait saillie librement de l'édifice par une section.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de battant (20, 22) est monté de manière à pouvoir tourner en un point
de palier (24, 26).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de battant forme avec son poids disposé des deux côtés du point de palier
(24, 26) l'amortisseur mécanique.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que l'élément de battant (20, 22) présente un bras (28, 30).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de battant (20, 22), le bras et l'élément de ressort forment l'amortisseur
mécanique.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le bras (28, 30) présente au niveau de son extrémité libre un corps de poids (32,
34).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un panneau (44) décalé par rapport à l'édifice est prévu en tant que surface de contrôle
aérodynamique, lequel est relié à l'édifice (12) par l'intermédiaire de dispositifs
de maintien (46).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le panneau (44) décalé par rapport à l'édifice est monté de manière à pouvoir tourner
et/ou coulisser, dans lequel le déplacement du panneau est guidé de telle sorte qu'une
rotation autour d'un pôle stationnaire ou non stationnaire par rapport à l'édifice
a lieu.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les forces d'écoulement agissant sur la surface de contrôle aérodynamique rétroagissent
sur les oscillations de l'amortisseur mécanique.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les forces d'écoulement agissant sur la surface de contrôle aérodynamique ne rétroagissent
pas sur les oscillations de l'amortisseur mécanique du fait du choix d'un montage
adapté de la surface de contrôle.
16. Dispositif selon la revendication 15 en lien avec les revendications 12 et 13, caractérisé en ce qu'est prévu en tant que surface de contrôle aérodynamique un panneau décalé de l'édifice,
lequel est monté de telle sorte que le déplacement du panneau est effectué sous la
forme d'une rotation autour d'un pôle dans la zone centrale du panneau.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'amortisseur mécanique est couplé par l'intermédiaire de deux couplages forcément
cinématiques à deux surfaces de contrôle aérodynamiques, qui sont disposées par paire
sur des côtés opposés les uns aux autres d'un axe d'édifice (18), dans lequel aussi
bien des oscillations de rotation autour de l'axe (18) que des oscillations dans une
direction prédéfinie en particulier dans une direction perpendiculaire par rapport
à la ligne de liaison des deux surfaces de contrôle sont atténuées ou amorties.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce qu'au moins deux surfaces de contrôle aérodynamiques comprenant respectivement des amortisseurs
mécaniques associés et leur couplage cinématique forcé sont disposées par paire sur
des côtés opposés les uns aux autres d'un axe d'édifice (18), dans lequel aussi bien
des oscillations de rotation autour de l'axe (18) que des oscillations dans une direction
prédéfinie, en particulier dans une direction perpendiculaire par rapport à la ligne
de liaison de deux surfaces de contrôle se faisant face, sont atténuées ou amorties.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'au moins une des surfaces de contrôle est arrêtée.
20. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'au moins deux amortisseurs mécaniques sont couplés l'un à l'autre par un couplage
cinématique forcé.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le couplage cinématique forcé des amortisseurs mécaniques présente un système de
démultiplication, qui permet un réglage et une commande de rapports d'amplitudes,
de phases et/ou de fréquences.
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que plusieurs éléments de ressort sont prévus pour chaque amortisseur mécanique.
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que plusieurs éléments d'atténuation sont prévus pour chaque amortisseur mécanique.
24. Dispositif selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que les éléments de ressort et/ou les éléments d'atténuation sont fixés en des points
différents.
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