[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur visuellen Darstellung
von Meßwerten.
[0002] Obwohl nicht darauf beschränkt, betrifft die Erfindung im speziellen auch Vorrichtungen
und Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten, wie z.B. Systeme zur Prüfung der Echtheit
und/oder des Nennwerts von Wertdokumenten, bei denen Meßwerte der Wertdokumente aufgenommen
und Prüfergebnisse visuell dargestellt werden. Solche Wertdokumente können z.B. Banknoten,
Schecks, Chipkarten, Ausweise, Pässe oder dergleichen sein.
[0003] Zur Prüfung der von einem Wertdokumenten ausgehenden Lumineszenzstrahlung, wie z.B.
von Phosphoreszenz- oder Fluoreszenzstrahlung, werden üblicherweise Systeme eingesetzt,
wie sie in der
DE 23 66 274 C2 exemplarisch beschrieben sind. Danach wird eine zu prüfende Banknote mit Licht bestrahlt
und die remittierte Lumineszenzstrahlung spektral aufgelöst erfaßt, um zu bestimmen,
ob ein lumineszierender Merkmalsstoff tatsächlich in der zu prüfenden Banknote enthalten
ist.
[0004] Unter einem lumineszierenden Merkmalsstoff wird ein Stoff aus einer einzelnen Komponente
oder einer Mischung von mehreren Komponenten verstanden, die ein Lumineszenzverhalten
zeigen. Diese Merkmalsstoffe, welche z.B. in Form von Pigmenten vorliegen können,
sind im Wertdokument selbst enthalten und/oder auf dieses aufgebracht. Die Merkmalsstoffe
können z.B. auch in räumlich codierter Form aufgebracht sein, um unterschiedliche
Nennwerte eines Währungssystems unterscheiden zu können.
[0005] Um Fälschern das Erstellen von gefälschten Banknoten zu erschweren wird versucht,
Informationen über die genaue Zusammensetzung und die charakteristischen spektralen
Eigenschaften der lumineszierenden Merkmalsstoffe, welche von den Lumineszenzsensoren
gemessen werden, geheim zu halten.
[0006] Ein bewährtes Konzept zur Geheimhaltung dieser Informationen ist es, daß auch die
zugehörigen Lumineszenzsensoren so gesichert werden müssen, daß sie keine Meßwerte
nach außen geben.
[0007] Hierzu wird z.B. der Lumineszenzsensor mit seiner Auswertungselektronik in einem
vor Zugriff gesicherten geschlossenen Gehäuse montiert. Die Auswertungselektronik
dient dazu, die aufgenommenen Meßwerte auszuwerten. Das Ergebnis der Auswertung der
jeweiligen Banknote kann z.B. in einer Klassifizierung der Banknote in eine der Kategorien
"echte", "falsche", "fälschungsverdächtige" oder "nicht erkannte" Banknote bestehen.
[0008] Das Gehäuse weist dabei eine Schnittstelle zur Übermittlung von Daten an eine externe
Einheit, wie z.B. an eine Steuerungseinheit eines Geldautomaten oder einer Banknotensortiervorrichtung
auf, in welchem bzw. welcher der Lumineszenzsensor integriert ist. Die Steuerungseinheit
ist üblicherweise mit einer Anzeige verbunden, an der dem Bediener des Geldautomaten
bzw. der Banknotensortiervorrichtung Informationen über das Ergebnis der Prüfung angezeigt,
d.h. visuell dargestellt werden. Von besonderem Interesse ist die Übermittlung von
Daten an eine externe Einheit, wie z.B. eine nachgeschaltete Datenauswerteeinheit
bzw. die Anzeige eines Qualitätskontrollgeräts, das zur Qualitätsprüfung der Banknote
bei oder nach ihrer Herstellung eingesetzt wird. Gerade in diesem Fall ist es von
Interesse bzw. sogar erforderlich, außer der Intensität des Merkmals zusätzliche Informationen
über das Merkmal dem Anwender zur Verfügung zu stellen, damit die Produktion innerhalb
vorgegebener Toleranzen durchgeführt werden kann. Alternativ kann der Produktion nachgeschaltet
auch eine Überprüfung vorgegebener Toleranzen erfolgen, die mehr als lediglich z.B.
die Intensität des Lumineszenzstoffes bewertet.
[0009] Wesentlich ist, daß über die Schnittstelle des Lumineszenzsensors keine Meßdaten
an die externe Einheit übermittelt werden. Es werden lediglich die Klassifizierungsergebnisse
selbst (echte, falsche, fälschungsverdächtige, nicht erkannte Banknote) vom Banknotensensor
an die externe Einheit weitergeben und angezeigt.
[0010] Da somit ein berechtigter oder auch unberechtigter Benutzer des Lumineszenzsensors
prinzipiell keine Informationen über die eigentlichen Meßwerte der Banknoten erhält,
sind keine Rückschlüsse auf die lumineszierenden Merkmalsstoffe möglich. Hierdurch
kann eine Geheimhaltung von Informationen über die lumineszierenden Merkmalsstoffe
sicher gewährleistet werden.
[0011] Nun gibt es allerdings in der letzten Zeit auch Lumineszenzsensoren für Banknoten,
die mit einer analogen Schnittstelle zur Weiterleitung von Meßwerten der gemessenen
Lumineszenzstrahlung an eine externe Einheit ausgerüstet sind. Zur Qualitätskontrolle
bei der Papier- bzw. Banknotenherstellung werden dann an einem Bildschirm der externen
Einheit graphische Darstellungen der Spektralkurven selbst angezeigt.
[0012] Somit können Personen, welche die Lumineszenzsensoren benutzen, durch die visuelle
Darstellung Informationen über die Meßwerte selbst oder daraus abgeleitete Größen,
wie z.B. über die gemessenen Spektralkurven der lumineszierenden Merkmalsstoffe erhalten.
Hierdurch werden Rückschlüsse auf die lumineszierenden Merkmalsstoffe möglich gemacht,
die im Prinzip auch mißbräuchlich zur Nachbildung der Merkmalsstoffe benutzt werden
können.
[0013] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zur visuellen Darstellung von Meßwerten, insbesondere bei der Prüfung
von Wertdokumenten, zur Verfügung zu stellen, welche die vorstehend genannten Nachteile
vermeiden.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche
und die nachfolgende Beschreibung erläutern bevorzugte Ausgestaltungen.
[0015] Die vorliegende Erfindung geht somit von der Idee aus, die visuelle Darstellung von
Echtheitsdaten oder sonstigen Meßwerten dadurch zu verschleiern, daß nicht die Meßwerte
selbst, sondern Tarndaten visuell dargestellt werden, die durch mit Hilfe eines mathematischen
Algorithmus veränderte Meßwerte gebildet werden.
[0016] Die Vorteile dieses Tarnkonzepts zeigen sich besonders deutlich bei der bevorzugten
Anwendung der Prüfung von Wertdokumenten, insbesondere bei der Prüfung der Lumineszenzstrahlung
von Sicherheitspapier bzw. Banknoten.
[0017] Wie erwähnt werden beim zuletzt beschriebenen bekannten Sensorkonzept mittels einer
Analogschnittstelle Meßwerte an einen externen Überwachungsplatz übertragen, an dem
dann beispielsweise die gemessenen Spektralkurven der lumineszierenden Merkmalsstoffe
angezeigt werden.
[0018] Im Gegensatz dazu können gemäß der vorliegenden Erfindung z.B. nur Tarndaten angezeigt
werden, die durch eine Veränderung der Meßwerte entstanden sind und mit den eigentlichen
Meßwerten variieren. Werden beim Stand der Technik die tatsächlich gemessenen Spektralkurven
angezeigt, werden gemäß der vorliegenden Erfindung beispielsweise veränderte Spektralkurven
mit veränderten Intensitätsverhältnissen angezeigt.
[0019] Wie noch erläutert wird, kann somit durch eine Analyse der visuellen Darstellung
der Tarndaten zwar auch eine Qualitätskontrolle oder dergleichen erleichtert werden,
es sind aber keine direkten Rückschlüsse auf die die Lumineszenzstrahlung verursachenden
lumineszierenden Merkmalsstoffe der Banknoten möglich.
[0020] Mit anderen Worten ermöglicht das erfindungsgemäße Konzept der Tarnung der Meßwerte
somit deutlich besser als das bekannte Sensorkonzept mit Analogschnittstelle eine
Geheimhaltung der lumineszierenden Merkmalsstoffe, obwohl der Nutzer des Sensors gleichzeitig
auch ein gewisses Maß an Informationen über die Messungen erhält, die er beispielsweise
zur Qualitätssicherung nutzen kann.
[0021] Je nach Anwendungsfall kann die Tarnung unterschiedlich erfolgen. D.h. wenn es z.B.
bei der Qualitätsprüfung bevorzugt um eine Prüfung der Spektralamplituden geht, sind
diese so darzustellen, daß die für die Qualitätsbeurteilung notwendigen Rückschlüsse
auf die Amplituden noch möglich sind. Die Form der einzelnen Spektralkurven, die Reihenfolge
der Spektralamplituden oder deren Abstand zueinander etc. kann aber beliebig verfremdet
werden.
[0022] Soll dagegen in einem anderen Anwendungsfall z.B. primär geprüft werden, ob bestimmte
Stoffe, z.B. in einem Wertdokument, vorhanden sind, ist es wichtig diesem Sachverhalt
zu betonen, d.h. für jeden Stoff eine zugehörige Kurve darzustellen. Bei dieser Tarndarstellung
können die Amplituden z.B. gleich hoch wiedergegeben werden, obwohl diese in der Realität
verschieden sind. Hierdurch können Rückschlüsse auf die Intensität vermieden werden.
[0023] Je nach Anwendungsfall werden somit nur für diesen Anwendungsfall notwendige Daten
angezeigt, während andere Daten nicht angezeigt werden.
[0024] Bevorzugt können auch zur Prüfung der selben Stoffe zu unterschiedlichen Anwendungen
unterschiedliche Tarndarstellungen gewählt werden. Dies führt dazu, daß eine Person,
die zu unterschiedlichen Anwendungen Zugang hat, daraus keinen Nutzen ziehen kann.
Mit anderen Worten werden die mathematischen Algorithmen bei unterschiedlichen Anwendungen
so variieren, daß bei unterschiedlichen Messungen die Tarndaten zum selben Prüfgegenstand
auch bei identischen Meßwerten varüeren.
[0025] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten
Figuren.
[0026] Es sei besonders betont, daß die Merkmale der abhängigen Ansprüche und der in der
nachstehenden Beschreibung genannten Ausführungsbeispiele in Kombination oder auch
unabhängig voneinander und vom Gegenstand der Hauptansprüche vorteilhaft verwendet
werden können.
[0027] Dabei zeigen die
- Figur 1
- eine schematische Ansicht auf eine Prüfeinrichtung für Banknoten;
- Figur 2
- einen Ausschnitt einer mit der Prüfeinrichtung gemessenen Spektralkurve;
- Figur 3
- eine erste visuelle Darstellung von Tarndaten zur Spektralkurve der Figur 2;
- Figur 4
- eine zweite visuelle Darstellung von Tarndaten zur Spektralkurve der Figur 2;
- Figur 5
- eine dritte visuelle Darstellung von Tarndaten zur Spektralkurve der Figur 2;
- Figur 6
- einen Ausschnitt einer anderen mit der Prüfeinrichtung gemessenen Spektralkurve;
- Figur 7
- eine visuelle Darstellung von Tarndaten zur Spektralkurve der Figur 6;
- Figur 8
- einen Ausschnitt zweier mit der Prüfeinrichtung gemessener Spektralkurven von zwei
Codierungen eines Währungssystems;
- Figur 9
- eine visuelle Darstellung von zwei Tarnkurven zu den beiden Spektralkurven der Figur
8;
- Figur 10
- einen Ausschnitt auf drei mit der Prüfeinrichtung gemessenen Spektralkurven einer
echten Banknote und zweier Fälschungen;
- Figur 11
- eine visuelle Darstellung von drei Tarnkurven zu den drei Spektralkurven der Figur
10;
- Figur 12
- einen Ausschnitt auf den Toleranzbereich von als echt klassifizierten mit der Prüfeinrichtung
gemessenen Spektralkurven und auf eine Spektralkurve einer Fälschung;
- Figur 13
- eine visuelle Darstellung von Tarnkurven zu den Spektralkurven der Figur 12;
- Figur 14
- einen Ausschnitt auf mehrere mit der Prüfeinrichtung gemessene Spektralkurven von
Banknotenmerkmalsstoffen und von nicht in Banknoten enthaltenen anderen Stoffen;
- Figur 15
- eine visuelle Darstellung von Tarnkurven zu den Spektralkurven der Figur 14;
- Figur 16
- eine andere visuelle Darstellung von Tarnkurven zu den Spektralkurven der Figur 14;
- Figur 17
- eine visuelle Darstellung von Informationsbalken zur Qualitätsprüfung bei der Herstellung
von Wertdokumenten und
- Figur 17
- eine visuelle Darstellung zur Bildung der Tarndaten aus den Meßwerten.
[0028] Obwohl nicht darauf beschränkt, wird im folgenden vor allem auf die Prüfung von Banknoten
oder anderen Wertdokumenten eingegangen, die mit lumineszierenden Merkmalsstoffen
versehen sind. Die lumineszierenden Merkmalsstoffe können z.B. im Banknoten-Papier
selbst eingebracht und/oder aufgedruckt sein. Sensoren zur Messung solcher Merkmalsstoffe
können z.B. in Papierherstellungs-, Banknotendruck-, Banknotenzähl- bzw. - Banknotensortier-,
Banknoteneinzahl-, Banknotenauszahlvorrichtungen, Verkaufsautomaten oder in anderen
Banknotenbearbeitungsvorrichtungen eingesetzt werden.
[0029] Figur 1 zeigt in lediglich exemplarischer Weise eine schematische Ansicht auf ein
Beispiel einer solchen Bearbeitungsvorrichtung 1, in der frisch gedruckte Banknoten
BN auf ihre Druckqualität hin überprüft werden. Die Bearbeitungsvorrichtung 1 weist
dabei eine Druckstation 2 auf, in der das Banknotenpapier mit Sicherheitsfarbe bedruckt
wird. Die Druckfarbe enthält lumineszierende Merkmalsstoffe. Die noch im Bogen vorliegenden
oder bereits in Einzelnutzen geschnittenen Banknoten BN werden dann in Transportrichtung
T an einer Prüfeinrichtung 3 vorbeitransportiert, welche die Druckqualität überprüft.
[0030] Die Prüfeinrichtung 3 dient dabei insbesondere zur Lumineszenzprüfung von in der
Druckfarbe enthaltenen lumineszierenden Merkmalsstoffen und umfaßt dazu eine Beleuchtungseinheit
4, um die zu prüfenden Banknoten BN zu beleuchten, ein Spektrometer als Sensoreinheit
5 zur spektral aufgelösten Erfassung der von der beleuchteten Banknote BN ausgehenden
Lumineszenzstrahlung und eine mit der Beleuchtungseinheit 4 und der Sensoreinheit
5 verbundene EDV-gestützte Auswertungseinheit 6, um die durch die Sensoreinheit 5
erfaßten Signale auszuwerten.
[0031] Die Auswertungseinheit 6 ist vorzugsweise mit der Sensoreinheit 5 in einem gemeinsamen
Gehäuse 7 angebracht. Die Auswertungseinheit 6 kann allerdings auch ein separates
Bauteil sein, daß über eine Datenleitung mit der Beleuchtungseinheit 4 und der Sensoreinheit
5 verbunden ist.
[0032] Das Gehäuse 7 ist vor unerlaubtem Zugriff gesichert und weist eine Schnittstelle
9 auf, um Daten von der Prüfeinrichtung 3 an einen Steuerungsrechner 8 zu übertragen,
der die Bearbeitungsvorrichtung 1 in Abhängigkeit u.a. der Auswertungsergebnisse der
Prüfeinrichtung 3 steuert und z.B. Banknoten BN mit mangelhafter Druckqualität markiert
bzw. aussortiert.
[0033] Der Steuerungsrechner 8 ist dabei mit einem Bildschirm 10 verbunden, auf dem von
der Prüfeinrichtung 3 übermittelte Daten zur jeweiligen Messung angezeigt werden (Kurve
11). Die angezeigten Daten können von einer Bedienperson dazu verwendet werden, die
Vorrichtung 1 mittels einer Eingabeeinheit 12 zu regeln. Diese Regelung kann allerdings
auch automatisch erfolgen. Die Regelung kann z.B. darin bestehen, daß in der Druckstation
2 die Dosierung der lumineszierenden Merkmalsstoffe in der Druckfarbe geändert wird.
[0034] Ausgezeichnet ist die Vorrichtung 1 durch die Art der Daten, welche über die Schnittstelle
9 von der Prüfeinrichtung 3 bzw. der Auswerteeinheit 6 zur Anzeige auf dem Bildschirm
10 übertragen werden. Über die Schnittstelle 9 werden keine Meßwerte, sondern Tarndaten
übertragen. Die Tarndaten sind dadurch gebildet, daß in der Auswertungseinheit 6 mit
Hilfe eines mathematischen Algorithmus die tatsächlichen Meßwerte verändert werden.
Anhand der nachfolgenden Figuren wird dieses Konzept an mehreren Beispielen näher
erläutert, wobei die einzelnen Beispiele auch miteinander kombiniert werden können.
Beispiel 1:
[0035] Figur 2 zeigt in vereinfachter Weise einen Ausschnitt einer tatsächlich mit der Prüfeinrichtung
3 gemessenen Spektralkurve einer lumineszierenden Banknote BN, d.h. die Abhängigkeit
der Intensität I von der Frequenz f der Lumineszenzstrahlung. Diese Spektralkurve
wird gebildet durch eine größere Anzahl von nicht dargestellten Meßwerten und ist
charakterisiert durch zwei unterschiedlich große Maxima bei Frequenzen f1 und f2.
Das Maxima bei der Frequenz f1 ist durch einen ersten Stoff "a" und das zweite Maxima
bei der Frequenz f2 ist durch einen zweiten Stoff "b" verursacht, die beide in Mischung
den im Papier enthaltenden lumineszierenden Merkmalsstoff bilden.
[0036] Während beim Stand der Technik eine derartige Meßkurve auf dem Bildschirm 10 dargestellt
würde, werden die zugehörigen Meßwerte gemäß der Erfindung gerade nicht zur Darstellung
auf dem Bildschirm 10 weitergeleitet. Es wird somit bewußt ausgeschlossen, daß eine
tatsächliche Meßkurve entsprechend Figur 2 angezeigt werden kann, um zu verhindern,
daß die Geheimhaltung über die exakte Zusammensetzung der gemessenen Merkmalsstoffe
gefährdet wird. Statt dessen werden durch einen mathematischen Algorithmus veränderte
Meßwerte als verschleierte Tarndaten über die Schnittstelle 9 weitergeleitet und auf
dem Bildschirm 10 als verschleierte Spektralkurve 11 angezeigt.
Beispiel 2:
[0037] Die Figur 3 zeigt ein sehr einfaches Beispiel dafür, daß Tarndaten gebildet werden,
indem die Zuordnung der Meßintensitäten zu den Frequenzen verändert wird. In diesem
Fall sind die Tarndaten von der gleichen physikalischen Größe wie die Meßwerte, d.h.
auch die Tarndaten sind wie die eigentlichen Meßwerte Daten zu frequenzabhängigen
Intensitätswerten. Allerdings erfolgt zur Verschleierung eine Vermischung der Zuordnung
der Intensitätswerte zu den Frequenzen. Im konkreten Fall der Figur 3 ist zur Tarnung
die Lage der Maxima der Stoffe a und b im betrachteten Frequenzspektrum vertauscht
und der Abstand der Maxima vergrößert.
[0038] Die Meßintensitäten und die Frequenzen könnte allerdings auch wesentlich komplexer
vermischt sein. So können z.B. die Intensitäten bei 50 gemessenen Frequenzen f1, f2,
f3, f4,... f50 den Frequenzen f13, f19, f7, f2 etc. zugewiesen werden, wobei insbesondere
bei einer großen Zahl gemessener Frequenzen (im Beispiel 50) geeignete Permutationen,
die z.B. wenigstens Teilaspekte der funktionalen Zusammenhänge erhalten, der Frequenzen
einer völligen Durchmischung vorzuziehen sind.
Beispiel 3:
[0039] Figur 4 zeigt ein zweites Beispiel einer zur Messung gemäß Figur 2 gehörigen Tarnkurve
11, die durch Tarndaten gebildet wird, welche von der Prüfeinrichtung 3 weitergeleitet
werden. In diesem Fall erfolgt die Bildung der angezeigten Tarndaten durch eine unterschiedliche
Skalierung unterschiedlicher Meßwerte. Im konkreten Beispiel werden die relativen
Maxima des Stoffs "b" auf den Wert des absoluten Maximums der Spektralkurve, verursacht
durch den Stoff "a", normiert. Dieses Konzept ermöglicht trotz der Tarndarstellung
eine Überprüfung der prinzipiellen Anwesenheit der Stoffe a bzw. b.
Beispiel 4:
[0040] Figur 5 zeigt ein drittes Beispiel einer zur Messung gemäß Figur 2 gehörigen Tarnkurve
11. Dieser Fall ist dazu ausgezeichnet, daß die Tarndaten dadurch gebildet werden,
daß die Spektralkurven in den Bereichen um die relativen Maxima der Stoffe a und b
bei den Frequenzen f1 und f2 überlagert werden.
[0041] Der Verlauf der Tarnkurve ist exemplarisch gebildet durch die Summe der Meßwerte
skaliert um den Faktor 4/5.
Beispiel 5:
[0042] In der Figur 6 wird entsprechend der Figur 2 ein weiteres Beispiel einer von der
Prüfeinrichtung 3 gemessenen Spektralkurve gezeigt. Auch die Meßwerte dieser Spektralkurve
werden wiederum im Gegensatz zum Stand der Technik nicht von der Prüfeinrichtung 3
zur Anzeige auf dem Bildschirm 10 übertragen. Die Spektralkurve weist drei Maxima
für die im Merkmalsstoff enthaltenen Stoffe a, b, c auf.
[0043] Figur 7 zeigt ein Beispiel einer zur Messung nach Figur 6 gehörigen Tarnkurve 11
zur Anzeige auf dem Bildschirm 10. Diese Tarnkurve 11 ist eine Kombination der vorherigen
Beispiele und sowohl durch eine Vermischung, Überlagerung und unterschiedliche Skalierung
der Meßwerte zur Bildung der dargestellten Tarnkurve gekennzeichnet.
Beispiel 6:
[0044] Figur 8 zeigt zwei von der Prüfeinrichtung 3 tatsächlich gemessene Spektralkurven.
Die durchgezogene Linie entspricht z.B. einer ersten Codierung a und die gestrichelte
Linie einer zweiten Codierung b eines Währungssystems. Die unterschiedlichen Codierungen
können z.B. in der Verwendung unterschiedlicher Stoffkombinationen als Merkmalsstoffe
bestehen und z.B. zur Nennwertunterscheidung verwendet werden. Die einzelnen Spektralkurven
a, b können allerdings auch auf unterschiedliche in Kombination in der geprüften Banknote
enthaltene Stoffe sein.
[0045] In Figur 9 sind exemplarisch zwei zugehörige Tarnkurven 11 dargestellt, wie sie auf
dem Bildschirm 10 angezeigt werden können. Im speziellen werden die einzelnen Spektralkurven
a, b als Einzelpeak abgebildet, wobei der Abstand der Einzelpeaks der Tarndarstellung
vorzugsweise konstant ist.
[0046] Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß in der Tarndarstellung auch eine Anzeige über
die gemessenen Amplituden der einzelnen Codierungen bzw. Stoffe a, b umfaßt. So kann
eine Änderung der Gesamtintensität der einzelnen tatsächlich gemessenen Spektralkurven
a, b der Figur 9, z.B. aufgrund einer Verschmutzung bei bereits im Umlauf gewesenen
Banknoten, dann z.B. in einer Änderung der Größe der Einzelpeaks der Tarnkurven 11
resultieren.
[0047] Insbesondere in den Fällen, in denen die Prüfeinrichtung 3 z.B. in Zentralbanken,
Cash Centern oder Geldeinzahlautomaten zur Prüfung von bereits umgelaufenen Banknoten
eingesetzt wird, wird die Prüfeinrichtung 3 zur Echtheitsprüfung der Banknoten ausgelegt
sein. In einem solchen Fall wird die Auswertungseinheit 6 eine Echtheits-Klassifizierung
der Banknote durchführen. Diese kann z.B. darin bestehen, daß zumindest zwischen echten
und falschen Banknoten bzw. zwischen echten, falschen, fälschungsverdächtigen, nicht
erkannten Banknoten unterschieden wird.
[0048] Diese Klassifizierung kann zum einen eine vorläufige Klassifizierung sein, die nur
auf der Grundlage der Meßwerte der Prüfeinrichtung 3 gewonnen wird und z.B. nur angibt,
ob das gemessene Lumineszenzverhalten einer echten Banknote entspricht. Diese Klassifizierung
kann allerdings auch eine abschließende Klassifizierung sein, welche auch die Meßwerte
von anderen in der Vorrichtung 1 durchgeführten Messungen, wie anderer optischer,
akustischer, magnetischer und/oder elektrischer Messungen berücksichtigt.
[0049] Die Auswertung wird dabei auf der Grundlage der tatsächlich aufgenommenen Meßwerte
und nicht der daraus gewonnenen zur Anzeige bestimmten Tarndaten durchgeführt werden.
Die Anzeige der Tarndaten kann allerdings dazu dienen, gewisse Informationen über
die Messungen von echten und falschen Banknoten anzugeben, ohne gleichzeitig die Geheimhaltung
der tatsächlichen Spektralkurven echter Banknoten zu kompromittieren.
Beispiel 7:
[0050] Die Figuren 10 und 11 zeigen hierzu eine weitere Gegenüberstellung von tatsächlichen
Meßkurven (in Fig. 10) und zugehörigen Tarnkurven 11 (in Fig. 11). Die Spektralkurve
e in Figur 10 entspricht der tatsächlichen Meßkurve einer echten Banknote, während
die Spektralkurven x1, x2 tatsächlichen Meßkurven von zwei unterschiedlichen Fälschungen
entsprechen.
[0051] In der zugehörigen Tarndarstellung der Figur 11 werden die gesamten Meßkurven oder
zumindest vorgegebene Bereiche der Meßkurven überlagert.
[0052] Dies kann z.B. erfolgen, indem die Meßkurven so überlagert werden, daß die absoluten
Maxima aller Meßkurven, d.h. sowohl der echten Banknoten, als auch der Fälschungen
übereinander abgebildet werden. Dies erfolgt sinnvollerweise durch unterschiedliche
farbige Darstellungen. Optional können zusätzlich auch die vorherstehend genannten
weiteren Tarnvarianten z.B. der unterschiedlichen Skalierung und Vermischung der Meßwerte
eingesetzt werden.
[0053] Nach einer weiteren Idee der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, daß der
mathematische Algorithmus für unterschiedliche Meßwerte variiert und beispielsweise
aus mehreren unterschiedlichen Teilalgorithmen besteht und Meßwerte in Abhängigkeit
davon, ob die Meßwerte zumindest ein vorgegebenes Kriterium erfüllen, mit unterschiedlichen
Teilalgorithmen unterschiedlich verändert werden.
[0054] Dies bedeutet, daß z.B. bei einer Echtheits- oder Qualitätskontrolle von Wertdokumenten
eine Unterscheidung getroffen werden kann, ob die Meßwerte in einem vorgegebenen zu
erwartenden Toleranzbereich liegen oder zu stark von den Werten echter Banknoten abweichen.
[0055] Insbesondere in dem Fall, daß die Meßwerte innerhalb des für echte Banknoten typischen
Bereichs liegen, werden die Meßwerte zur Bildung der Tarndaten durch eine lokal stetige
mathematische Funktion verändert werden. Diese lokale Stetigkeit bedeutet, daß kleine
Abweichungen in den Meßwerten nur zu kleinen Abweichungen in den zugehörigen Tarndaten
führen. Somit ist zumindest in diesem z.B. für echte Banknoten beschränkten Meßwertebereich
eine gewisse Nachvollziehbarkeit der Auswirkungen z.B. von Intensitätsschwankungen
des Spektrums auf die dargestellten Tarnkurven möglich.
[0056] Dieser Bereich kann auch so festgelegt werden, daß er z.B. auch die bei der Papier-
bzw. Banknotenherstellung üblichen Schwankungen in der Dosierung der Merkmalsstoffe
realistisch abdeckt.
[0057] Wenn allerdings die Meßwerte außerhalb des z.B. für echte Banknoten typischen Bereichs
liegen, werden die Meßwerte vorzugsweise stärker verändert werden als innerhalb des
für echte Banknoten typischen Bereichs und z.B. durch eine lokal unstetige mathematische
Funktion verändert werden.
[0058] Somit sind keine Rückschlüsse möglich inwieweit die echten und die falschen Stoffe
zueinander in Beziehung stehen.
Beispiel 8:
[0059] In den Figuren 12 und 13 ist ein Beispiel hierfür veranschaulicht. Figur 12 zeigt
wiederum tatsächlich gemessene Spektralkurven. Der schraffierte Bereich veranschaulicht
den durch das Bezugszeichen "e" gekennzeichneten Toleranzbereich für die Meßwerte
einer Banknote mit zwei Merkmalsstoffen a und b, die durch Auswertung u.a. dieser
Meßwerte als "echt" klassifiziert wird. Mit "x" ist die Spektralkurve einer Fälschung
dargestellt, welche nur den Merkmalsstoff a enthält.
[0060] In Figur 13 sind zugehörige Tarnkurven 11 abgebildet. Es ist zu erkennen, daß die
als nicht "echt" klassifizierte Fälschung (x) aufgrund einer anderen mathematischen
Funktion deutlich stärker verändert ist als die Meßwerte innerhalb des Toleranzbereichs
für als "echt" klassifizierte Banknoten (e).
[0061] Da bei der Anzeige der beiden Kurven jede Ähnlichkeit fehlt, kann auch nicht zurückgeschlossen
werden, daß die Stoffe eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen.
Beispiel 9:
[0062] Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, daß die mathematische Funktion
zur Bildung der Tarndaten nur für Meßwerte, die in einem vorgegebenen Toleranzbereich
liegen, so ausgestaltet ist, daß keine zwei Meßwerte auf denselben Tarnwert abgebildet
werden. Außerhalb des Toleranzbereichs kann diese Forderung sogar zielgerichtet verletzt
werden, d.h. daß insbesondere verschiedene Meßwerte auf den gleichen Tarnwert abgebildet
werden.
Beispiel 10:
[0063] Es kann auch vorgesehen sein, daß eine Weiterleitung und/oder Darstellung der Tarndaten
nur dann erfolgt, wenn die zugehörigen Meßwerte zumindest ein vorgegebenes Kriterium
erfüllen. Insbesondere ist es von Vorteil, falls die Tarndaten nur dann angezeigt
werden, wenn die geprüfte Banknote BN als einer bestimmten Klasse zugehörig, im speziellen
als "echt" klassifiziert wird. Beim Beispiel der Figuren 12, 13 werden die Tarndaten
dann für nicht-echt klassifizierte Banknoten, wie die zu der Fälschung x gehörige
Tarnkurve, nicht von der Prüfeinrichtung 3 weitergeleitet bzw. angezeigt.
Beispiel 11:
[0064] Vorzugsweise in dem Fall, daß ein zu prüfender lumineszierender Merkmalsstoff mehrere
unterschiedliche Stoffe und/oder Einzelpeaks enthält, kann auch vorgesehen sein, daß
bei der Bildung der Tarndaten unterschiedliche Arten der Abweichungen der spektralen
Meßwerte von den spektralen Sollwerten, der Stoffe bzw. Einzelpeaks, festgelegt und
berücksichtigt werden. Je nach Art der Abweichung werden dann vorzugsweise unterschiedliche
Veränderungen der Meßwerte zur Bildung von Tarndaten durchgeführt werden.
[0065] Dieses Konzept ist in den Figuren 14 und 15 veranschaulicht. Mit den Bezugszeichen
a und b sind in Figur 14 die Sollkurven der zu messenden Spektralkurven zweier unterschiedlicher
lumineszierender Stoffe veranschaulicht, die in Kombination in einer zu prüfenden
Banknote oder getrennt z.B. in unterschiedlichen Codierungen enthalten sein können.
Mit x1a, x2a, x1b, x2b sind die tatsächlich gemessenen Spektralkurven von zwei anderen
Stoffen dargestellt, wie sie z.B. in Fälschungen enthalten sind. Die Spektralkurven
x1a und x2a bzw. x1b und x2b unterscheiden sich dabei durch die gemessene Intensität
I der Lumineszenzstrahlung.
[0066] In der Figur 15 sind zugehörige Tarnkurven 11 abgebildet, wobei entsprechende Tarnkurven
mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Bei der Bildung der Tarnkurven 11
wird in diesem Fall z.B. berücksichtigt, ob die Meßwerte der Fälschungen x1a, x2a,
x1b, x2b bei größeren oder kleineren Frequenzen f als die am nächsten benachbarten
Einzelpeaks der Komponenten a bzw. b liegen.
[0067] Während bei in der Umgebung des Peaks a liegenden Meßwerten bei größeren Frequenzen
auch die zugehörigen Tarndaten bei größeren Werten erscheinen, ist diese Beziehung
bei in der Umgebung des Peaks b liegenden Meßwerten umgekehrt und die Tarndaten erscheinen
in der Figur 15 dann bei kleineren Werten, d.h. links und nicht rechts vom Peak b.
Beispiel 12:
[0068] Figur 16 zeigt ein weiteres Beispiel von Tarnkurven 11 zur Figur 14 und veranschaulicht
das Konzept, daß eine Änderung einer gemessenen Größe (Intensität) zu einer von der
Größe dieser Änderung abhängigen Änderung einer anderen Größe (Frequenz) der Tarndaten
führt. Im speziellen besteht die andere Art der Veränderung der Meßwerte zur Bildung
der Tarndaten darin, daß dann, wenn es zu Abweichungen von den vorgegebenen Toleranzbereichen,
wie z.B. den Toleranzbereichen für echte Banknoten kommt, sich bei Änderungen der
gemessenen Intensitäten der als nicht-echt klassifizierten Fälschungen x1a, x2a, x1b,
x2b, die Position der zugehörigen Tarnkurven verschiebt.
Beispiel 13:
[0069] Figur 17 zeigt zwei balkenförmige Anzeigen zu Tarndaten, wie sie z.B. auch im Fall
der Figuren 15 oder 16 auf dem Bildschirm 10 angezeigt werden können. Diese Anzeige
sind z.B. zur Regelung der Einbringung eines lumineszierenden Merkmalsstoffs aus mehreren
Stoffen in das Papier oder die Druckfarbe der Banknote in der Druckstation 2 verwendbar.
[0070] Exemplarisch gibt der Skalenstrich M1 im oberen Balken an, ob das Mischungsverhältnis
von zwei Stoffen der Probe dem Idealwert (100%) entspricht oder davon abweicht. Der
Skalenstrich M2 im unteren Balken gibt an, wie groß die Verunreinigung der Probe durch
zusätzliche Substanzen ist. Die Position der Skalenstriche M1, M2 wird durch Auswertung
der gemessenen Spektralkurven, z.B. nach Figur 14, gewonnen. Zulässige Toleranzbereiche
bei der Produktion sind schematisch durch die schraffierten Bereiche der Balken gekennzeichnet.
[0071] Eine solche Anzeige nach Figur 17 ist mit einer Darstellung von spektralen Tarnkurven
wie z.B. nach den Figuren 15 oder 16 gekoppelt. Es kann z.B. dann, wenn die Verunreinigung
außerhalb des zulässigen Toleranzbereichs liegt, die Weiterleitung der zugehörigen
Tarndaten bzw. eine graphische Darstellung der zugehörigen Tarnkurven auch unterbleiben.
Beispiel 14:
[0072] Nach einer weiteren Idee der vorliegenden Erfindung werden zu einer Messung zumindest
zwei unterschiedliche Mengen von Tarndaten gebildet, die für unterschiedliche Zielgruppen
bestimmt sind. Die einen Tarndaten werden z.B. einem Administrator einer Menge von
Prüfeinrichtungen 3 und die anderen Tarndaten den jeweiligen Benutzern der einzelnen
Prüfeinrichtungen 3 zugeleitet. Die Datenübermittlung und/oder die Anzeige der unterschiedlichen
Tarndaten für unterschiedliche Zielgruppen erfolgt vorzugsweise erst nach einer entsprechenden
Authentifizierung der jeweiligen Zielgruppe.
[0073] Die Art der Bildung der Tarndaten wird sich in beiden Fällen unterscheiden, indem
z.B. unterschiedliche der vorher anhand der Figuren erläuterten Tamkonzepte angewendet
werden. Als ein Beispiel sei erwähnt, daß z.B. einem Administrator die in Figur 13
dargestellten Tarnkurven für alle als echt klassifizierten Banknoten angezeigt werden,
während dem üblichen Benutzer der Prüfeinrichtungen 3 nur Tarnkurven für einen kleineren
Toleranzbereich aller echten Banknoten angezeigt werden. Vorzugsweise werden somit
diesem Benutzer die Information "Echte Banknote" und nur für einen Teil der echt klassifizierten
Banknoten die zugehörigen Tarnkurven angezeigt werden. Somit werden z.B. die Tarndaten,
die zwar noch als echt klassifiziert werden, deren Meßwerte größere Abweichungen von
den idealen Sollwerten aufweisen, nicht dargestellt werden.
Beispiel 15:
[0074] Im zuletzt genannten Fall kann auch vorgesehen sein, daß die angezeigte Information
z.B. auch in Form eines Balkens angibt, mit wieviel Prozent die geprüfte Banknote
als "echt" klassifiziert wurde. Die Prozentzahl wird dann z.B. angeben, in wie weit
die Meßwerte, innerhalb des für echt klassifizierte Banknoten zulässigen Toleranzbereichs,
von den Idealwerten einer echten Banknote abweichen. Eine 95%-echte Banknote wird
dann z.B. noch in die Kategorie "echt" klassifiziert, zeigt allerdings Abweichungen
von einer als Sollmaßstab festgelegten Referenzmessung einer echten Banknote.
Beispiel 16:
[0075] Es kann auch vorgesehen sein, daß die Prüfeinrichtung 3 zusammen mit den Tarndaten
eine individuelle Prüfsumme oder einen sonstigen Code weiterleitet, der z.B. aufgrund
der den mathematischen Algorithmus bildenden Parametern und/oder der zugehörigen Meßwerte
gebildet wird und aufgrund der Tarndaten auf die zugehörigen Meßwerte zurückrechnen
läßt. Der Algorithmus zur Reproduzierung der Meßwerte mit Hilfe der Tarndaten und
des Codes wird vorzugsweise nur dem Hersteller der Prüfeinrichtungen 3 bekannt sein,
und kann von diesem z.B. dazu verwendet werden, Reklamationen der Kunden wegen eventueller
falscher Auswertungen bzw. Anzeigen prüfen zu können.
Beispiel 17:
[0076] Es sei betont, daß im vorstehenden zwar speziell auf das Messen von Spektralkurven,
d.h. von frequenzabhängigen Meßwerten eingegangen worden ist. Die gleichen Konzepte
der Tarnung können allerdings auch für andere Messungen, wie für zeitlich veränderliche
Meßwerte eingesetzt werden. So können z.B. zeitaufgelöste Meßwerte zur Bestimmung
der Abklingzeiten der Lumineszenzstrahlung auf die gleiche Weise getarnt werden.
Beispiel 18:
[0077] Nach noch einer weiteren Idee der vorliegenden Erfindung kann auch vorgesehen sein,
daß die Prüfeinrichtung 3 nur einen Teil aller aufgenommenen Meßwerte zur Klassifizierung
der Banknoten auswertet.
[0078] Umfaßt die Prüfeinrichtung 3 z.B. einen Lumineszenzsensor zur Prüfung der Lumineszenzstrahlung
im sichtbaren oder infraroten Spektralbereich, so wird die Auswertung über das Vorhandensein
des lumineszierenden Merkmalsstoffs und die Darstellung der zugehörigen Tarnkurven
nur auf den Meßwerten im sichtbaren oder infraroten Spektralbereich basieren.
[0079] Allerdings werden durch dieselbe und/oder eine andere Prüfeinrichtung vorzugsweise
auch andere Meßwerte, wie z.B. Meßwerte über das Druckbild, das Farbverhalten, elektrische
und/oder magnetische Eigenschaften der Banknote gewonnen.
[0080] Es kann nun vorgesehen sein, daß dann, wenn die weiteren Meßwerte vorgegebene Kriterien
nicht erfüllen und z.B. auf eine Fälschung schließen lassen, die Tarndatenerzeugung
und/oder Tamdatendarstellung modifiziert wird.
[0081] So kann z.B. im Fall der Figur 13 der Toleranzbereich für die Tarndaten verkleinert
oder auch ganz auf eine visuelle Darstellung der Tarndaten verzichtet werden, wenn
z.B. bereits der Farbeindruck oder ein anderes Echtheitskriterium nicht erfüllt wird
bzw. die geprüfte Fälschung bereits weitere Kriterien nicht erfüllt.
Beispiel 19:
[0082] Vorstehend wurde beschrieben, daß in Abhängigkeit von vorgegebenen Kriterien, die
Tarndaten auf andere Weise gebildet werden und/oder die Tamdatendarstellung verhindert
wird. Bei Lumineszenzmessungen kann dieses Kriterium z.B. auch eine Prüfung umfassen,
ob die Lumineszenzmeßwerte für vorbestimmte Stoffe charakteristische Eigenschaften
aufweisen. Diese vorbestimmten Stoffe sind vorzugsweise an sich nicht in den geprüften
Banknoten enthaltene Stoffe, sondern solche, wie sie z.B. üblicherweise für Fälschungen
verwendet werden. Die genannten charakteristische Eigenschaften können z.B. den Spektralverlauf
oder die Abklingzeiten dieser bekannten Fälschungsstoffe betreffen.
[0083] Es kann in einem solchen Fall vorgesehen sein, daß die Tarndaten dann auf andere,
stärker verschleiernde Weise gebildet werden und/oder die Tamdatendarstellung verhindert
wird, wenn diese charakteristischen Eigenschaften gemessen werden.
Beispiel 21:
[0084] Es sei betont, daß bei diesem und den anderen Beispielen nicht zwingend eine Kurve,
sondern auch nur die der Kurve zugrunde liegenden diskreten Meßwerte graphisch dargestellt
werden können.
Beispiel 22:
[0085] Während vorstehend vor allem rein graphische Darstellungen der Tarndaten beschrieben
wurden, sind schließlich auch reine Zahlenangaben oder kombinierte graphische Darstellungen
mit Zahlendarstellungen denkbar.
Beispiel 23:
[0086] Ein weiteres Beispiel wird nun anhand der Figur 18 beschrieben, das links Meßdaten
und rechts die daraus abgeleiteten Tarndaten veranschaulicht. Im speziellen liegen
die als Meßvektor dargestellten Meßwerte als Datenpunkte in einem n-dimensionalen
Raum M, z.B. dem IR
n vor und werden zur Tarnung in einen m-dimensionalen Raum transformiert, wobei m größer,
kleiner oder gleich n sein kann. In diesem Raum können für unterschiedliche Klassen
verschiedene Algorithmen zur Tarnung eingesetzt werden, z.B. abhängig davon, welcher
Zielklasse i, die z.B. durch einen Zielvektor x
i und ein zugehöriges Klassengebiet K
i definiert wird, der Meßvektor zugeordnet wird. Es ist möglich, daß es Bereiche gibt,
bei denen der Meßvektor überhaupt keiner Zielklasse zugeordnet wird, .d.h. der Raum
IR
n muß nicht vollständig in Zielklassen aufgeteilt werden. Im speziellen kann es zu
jeder Zielklasse i zusätzlich ein Toleranzgebiet Ti geben, das innerhalb des Klassengebiets
Ki liegt.
[0087] Für die erfindungsgemäße Tarnung gibt es zunächst keine Einschränkungen für die Funktion(en)
fi, die z.B. auch nur lokal in M oder den Klassengebieten Ki definiert sein können.
Alternativ kann eine Funktion f verwendet werden, die in verschiedenen Teilbereichen
von M verschiedenes Verhalten zeigt.
[0088] Für eine Qualitätskontrolle im besonderen kann es jedoch von Vorteil sein, wenn die
Funktion f (bzw. die Funktionen fi) gewisse Bedingungen erfüllen. So ist es z.B. möglich,
daß nur der Zielvektor xi auf den Tarnwert f
(i)(xi) abgebildet wird.
[0089] Alternativ ist es z.B. möglich, daß die Funktion(en) so geartet ist (sind), daß es
keine Punkte außerhalb eines Toleranzbereiches Ti in den zugehörigen Tarnbereich f(Ti)
abgebildet werden.
[0090] Alternativ kann gefordert werden, daß die Funktion(en) so gewählt wird (werden),
daß bei einer Folge gemessener Meßwerte yi, die zu einem Sollwert xi konvergieren,
auch die Tarnwerte f(yi) zum getarnten Sollwert f(xi) konvergieren, oder / und umgekehrt
eine gegen f(xi) konvergierende Folge von Tarnwerten f(yi) auch einer gegen xi konvergierenden
Folge von Meßwerten yi entspricht.
[0091] Alternativ können die Funktionen fi so gewählt werden, daß diese Einschränkungen
außerhalb der Toleranzbereiche Ti gerade nicht gelten, und z.B. Meßwerte im Raum M,
die nicht innerhalb eines Toleranzbereichs liegen, gerade in einen Bereich des Tarnraums
abgebildet werden, der bewußt auf eine eindeutige Zuordnung verzichtet.
1. Verfahren zur Tarnung einer visuellen Darstellung von Meßwerten eines Meßobjekts (BN)
in Form einer Banknote, die lumineszierende Merkmalsstoffe aufweist, mit folgenden
Schritten:
- Aufnehmen von Meßwerten bei einer Messung einer zeitlichen und/oder spektralen Abhängigkeit
der Lumineszenz des Wertdokuments mittels einer Sensoreinheit (5), wobei die Messdaten
eine zeitliche und/oder spektrale Abhängigkeit aufweisen,
Bilden von Tarndaten (11) aus den aufgenommenen Meßwerten mit Hilfe eines mathematischen
Algorithmus zur Veränderung der Meßwerte mittels einer Auswertungseinheit (6), wobei
die Tarndaten eine im Vergleich zu den zugehörigen Meßwerten veränderte zeitliche
und/ oder spektrale Abhängigkeit aufweisen, und visuelles Darstellen der Tarndaten
(11),
so daß durch eine Analyse der visuellen Darstellung der Tarndaten zwar eine Qualitätskontrolle
erleichtert wird, aber keine direkten Rückschlüsse auf die lumineszierenden Merkmalsstoffe
der Banknote möglich sind, wobei das Verfahren zur Prüfung von lumineszierenden Wertdokumenten
und/oder zur Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Wertdokumenten ausgelegt ist
und die Meßwerte zur Echtheitsprüfung des geprüften Objekts (BN) verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Klassifikation der Meßwerte zu einer Anzahl von Klassen.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch den mathematischen Algorithmus eine Gruppe von Meßwerten in eine veränderte
Anordnung gebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwerte spektrale Meßwerte sind und daß durch den mathematischen Algorithmus
eine Gruppe von Meßwerten in eine veränderte Anordnung gebracht wird, indem die spektrale
Zuordnung der Meßwerte zu den Frequenzen verändert wird.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch den mathematischen Algorithmus unterschiedliche Meßwerte oder unterschiedliche
Gruppen von Meßwerten mit unterschiedlichen mathematischen Funktionen verändert werden.
6. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch den mathematischen Algorithmus unterschiedliche Meßwerte oder unterschiedliche
Gruppen von Meßwerten mit unterschiedlichen mathematischen Funktionen verändert werden,
indem sie mit unterschiedlichen Faktoren skaliert werden.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung eines Wertdokuments die Meßwerte selbst ausgewertet werden und die Tarndaten
dabei nicht berücksichtigt werden.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ergebnis der Auswertung zusätzlich zu den Tarndaten über eine Datenleitung zu
einer externen Einheit (8) weitergeleitet wird.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Darstellung der Tarndaten eine Darstellung von Zahlen und/ oder Graphen (11)
umfaßt, die von den Tarndaten abhängen.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Darstellung der Tarndaten durch eine graphische Darstellung von veränderten Spektralkurven
(11) des geprüften Wertdokuments (BN) erfolgt, wobei die veränderten Spektralkurven
sich von den tatsächlich gemessenen Spektralkurven des geprüften Wertdokuments (BN)
unterscheiden.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Weiterleitung und/ oder Darstellung der Tarndaten nur dann erfolgt, wenn die
zugehörigen Meßwerte zumindest ein vorgegebenes Kriterium erfüllen.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mathematische Algorithmus für unterschiedliche Meßwerte variiert.
13. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mathematische Algorithmus aus mehreren unterschiedlichen Teilalgorithmen besteht
und Meßwerte in Abhängigkeit davon, ob die Meßwerte zumindest ein vorgegebenes Kriterium
erfüllen, mit unterschiedlichen der Teilalgorithmen unterschiedlich verändert werden.
14. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kriterium zur unterschiedlichen Veränderung der Meßwerte mit unterschiedlichen
Teilalgorithmen und/ oder das Kriterium zur Weiterleitung und/oder Darstellung der
Tarndaten angibt, ob durch Auswertung der Meßwerte das zugehörige Prüfobjekt (BN)
zumindest einer von mehreren vorgegebenen Klassifizierungskategorien zugeordnet wird.
15. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kriterium zur unterschiedlichen Veränderung der Meßwerte mit unterschiedlichen
Teilalgorithmen und/oder das Kriterium zur Weiterleitung und/ oder Darstellung der
Tarndaten angibt, ob die Meßwerte für vorbestimmte Stoffe charakteristische Eigenschaften
aufweisen.
16. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichung der jeweiligen Meßwerte von den zugehörigen Tarndaten größer ist,
wenn die Meßwerte zumindest ein vorgegebenes Kriterium erfüllen, als wenn die Meßwerte
das zumindest eine vorgegebene Kriterium nicht erfüllen.
17. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwerte in zumindest zwei Kategorien unterteilt werden und in Abhängigkeit davon,
ob die Meßwerte einer der beiden Kategorien zugeordnet werden, zur Bildung der Tarndaten
stetige mathematische Funktionen verwendet werden.
18. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mathematische Algorithmus zur Bildung der Tarndaten nur für Meßwerte, die in
einem vorgegebenen Toleranzbereich liegen, so ausgestaltet ist, daß keine zwei Meßwerte
auf denselben Tarnwert abgebildet werden.
19. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bildung der Tarndaten unterschiedliche Arten der Abweichungen spektralen
Meßwerte von spektralen Sollwerten berücksichtigt werden.
20. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zu einer Messung zumindest zwei unterschiedliche Mengen von Tarndaten gebildet werden,
die vorzugsweise für unterschiedliche Zielgruppen bestimmt sind.
21. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusammen mit den Tarndaten eine individuelle Prüfsumme oder ein sonstiger Code gebildet
wird, der mit den Tarndaten auf die zugehörigen Meßwerte zurückrechnen läßt.
22. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vorbestimmte Meßwerte und/ oder zu diesen vorbestimmten Meßwerten zugehörige Tarndaten
nicht dargestellt werden.
1. A method for camouflaging a visual representation of measured values of a measured
object (BN) in the form of a banknote having luminescent feature substances, having
the following steps:
- recording of measured values upon a measurement of a temporal and/ or spectral dependence
of the luminescence of the value document by means of a sensor unit (5), wherein the
measured data have a temporal and/ or spectral dependence, forming camouflaged data
(11) from the recorded measured data by means of an evaluation unit (6) with the aid
of a mathematical algorithm for changing the measured values, wherein the camouflaged
data have a temporal and/ or spectral dependence that is changed in comparison to
the associated measured values, and visually representing the camouflaged data (11),
so that a quality control is facilitated by an analysis of the visual representation
of the camouflaged data, but no direct conclusions are possible as to the luminescent
feature substances of the banknote, wherein the method is designed for checking luminescent
value documents and/ or for quality control during the manufacture of value documents,
and the measured values are employed for checking the authenticity of the checked
object (BN).
2. The method according to claim 1, characterized by a classification of the measured values into a number of classes.
3. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that by the mathematical algorithm a group of measured values is put into a changed arrangement.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the measured values are spectral measured values and that by the mathematical algorithm
a group of measured values is put into a changed arrangement by changing the spectral
allocation of the measured values to the frequencies.
5. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that by the mathematical algorithm different measured values or different groups of measured
values are changed with different mathematical functions.
6. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that by the mathematical algorithm different measured values or different groups of measured
values are changed with different mathematical functions by scaling them with different
factors.
7. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that for checking a value document the measured values themselves are evaluated and the
camouflaged data are not considered therein.
8. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that a result of the evaluation is forwarded to an external unit (8) over a data line
in addition to the camouflaged data.
9. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the representation of the camouflaged data comprises a representation of numbers
and/ or graphs (11) that depend on the camouflaged data.
10. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the representation of the camouflaged data takes place through a graphic representation
of changed spectral curves (11) of the checked value document (BN), wherein the changed
spectral curves differ from the actually measured spectral curves of the checked value
document (BN).
11. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that a forwarding and/ or representation of the camouflaged data takes place only when
the associated measured values satisfy at least one predetermined criterion.
12. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the mathematical algorithm varies for different measured values.
13. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the mathematical algorithm consists of several different partial algorithms, and
measured values are changed differently with different ones of the partial algorithms
in dependence on whether the measured values satisfy at least one predetermined criterion.
14. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the criterion for the different change of the measured values with different partial
algorithms and/ or the criterion for forwarding and/ or representing the camouflaged
data indicates whether the associated checked object (BN) is allocated to at least
one of several predetermined classification categories by evaluation of the measured
values.
15. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the criterion for the different change of the measured values with different partial
algorithms and/ or the criterion for forwarding and/ or representing the camouflaged
data indicates whether the measured values have properties that are characteristic
of predetermined substances.
16. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the deviation of the respective measured values from the associated camouflaged data
is greater when the measured values satisfy at least one predetermined criterion than
when the measured values do not satisfy the at least one predetermined criterion.
17. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the measured values are subdivided into at least two categories, and continuous mathematical
functions are employed for forming the camouflaged data in dependence on whether the
measured values are allocated to one of the two categories.
18. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the mathematical algorithm for forming the camouflaged data is so configured that
no two measured values are mapped onto the same camouflaged value only for such measured
values that lie within a predetermined tolerance range.
19. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that different types of deviations of the spectral measured values from spectral nominal
values are considered in the formation of the camouflaged data.
20. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least two different sets of camouflaged data that are preferably intended for
different target groups are formed for one measurement.
21. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that together with the camouflaged data an individual checksum or another code is formed
that makes it possible to calculate back to the associated measured values with the
camouflaged data.
22. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that predetermined measured values and/ or camouflaged values associated with these predetermined
measured values are not represented.
1. Procédé de camouflage d'une représentation visuelle de valeurs mesurées d'un objet
à mesurer (BN) sous forme d'un billet de banque qui comporte des substances caractéristiques
luminescentes, comprenant les étapes suivantes:
- enregistrement de valeurs mesurées lors d'une mesure d'une dépendance temporelle
ou/et spectrale de la luminescence du document de valeur au moyen d'une unité de capteur
(5), les données mesurées présentant une dépendance temporelle ou/et spectrale, constitution
de données de camouflage (11) à partir des valeurs mesurées enregistrées, à l'aide
d'un algorithme mathématique pour la modification des données mesurées, au moyen d'une
unité d'évaluation (6), les données de camouflage présentant en comparaison avec les
valeurs mesurées correspondantes une dépendance temporelle ou/et spectrale modifiée,
et représentation visuelle des données de camouflage (11),
de telle sorte que, par une analyse de la représentation visuelle des données de camouflage,
un contrôle de qualité est certes facilité, mais aucune interférence directe permettant
de déduire les substances caractéristiques luminescentes du billet de banque n'est
possible,
le procédé étant conçu pour la vérification de documents de valeur luminescents ou/et
pour le contrôle de qualité lors de la fabrication de documents de valeur, et les
valeurs mesurées étant utilisées pour la vérification de l'authenticité de l'objet
(BN) vérifié.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par une classification des valeurs mesurées relativement à un nombre de classes.
3. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par l'algorithme mathématique, un groupe de valeurs mesurées est placé dans un ordre
modifié.
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les valeurs mesurées sont des valeurs spectrales mesurées et en ce que, par l'algorithme mathématique, un groupe de valeurs mesurées est placé dans un ordre
modifié, ce qui a lieu en ce que l'affectation spectrale des valeurs mesurées relativement aux fréquences est modifiée.
5. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par l'algorithme mathématique, de différentes valeurs mesurées ou différents groupes
de valeurs mesurées sont modifiés avec de différentes fonctions mathématiques.
6. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par l'algorithme mathématique, de différentes valeurs mesurées ou différents groupes
de valeurs mesurées sont modifiés par de différentes fonctions mathématiques, ce qui
a lieu en ce qu'elles sont mises à échelle avec de différents facteurs.
7. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour la vérification d'un document de valeur, les valeurs mesurées sont elles-mêmes
évaluées, les données de camouflage n'étant en l'occurrence pas prises en compte.
8. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un résultat de l'évaluation est transféré en plus des données de camouflage par l'intermédiaire
d'une ligne de données à une unité externe (8).
9. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la représentation des données de camouflage comprend une représentation de chiffres
et/ou de graphiques (11) qui dépendent des données de camouflage.
10. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la représentation des données de camouflage a lieu par une représentation graphique
de courbes spectrales (11) modifiées du document (BN) vérifié, les courbes spectrales
(11) modifiées se différenciant des courbes spectrales réellement mesurées du document
(BN) vérifié.
11. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un transfert et/ou une représentation des données de camouflage n'a lieu que quand
les valeurs mesurées correspondantes remplissent au moins un critère prédéterminé.
12. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'algorithme mathématique varie pour différentes valeurs mesurées.
13. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'algorithme mathématique se constitue de plusieurs différents algorithmes partiels
et en ce que des valeurs mesurées, en fonction de si les valeurs mesurées remplissent au moins
un critère prédéterminé, sont modifiées différemment avec différents des algorithmes
partiels.
14. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le critère entraînant la modification différente des valeurs mesurées avec différents
algorithmes partiels et/ou le critère entraînant le transfert et/ou la représentation
des données de camouflage indique si, par évaluation des valeurs mesurées, l'objet
à mesurer (BN) correspondant est affecté au moins à une de plusieurs catégories de
classification prédéterminées.
15. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le critère entraînant la modification différente des valeurs mesurées avec différents
algorithmes partiels et/ou le critère entraînant le transfert et/ou la représentation
des données de camouflage indique si les valeurs mesurées présentent, pour des substances
prédéterminées, des propriétés caractéristiques.
16. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la divergence des valeurs mesurées respectives par rapport aux données de camouflage
respectives est plus grande quand les valeurs mesurées remplissent au moins un critère
prédéterminé que quand les valeurs mesurées ne remplissent pas le au moins un critère
prédéterminé.
17. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les valeurs mesurées sont subdivisées en au moins deux catégories et, en fonction
de si les valeurs mesurées peuvent être affectées à une des deux catégories, des fonctions
mathématiques continues sont utilisées pour la constitution des données de camouflage.
18. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ce n'est que pour des valeurs mesurées se situant dans une plage de tolérance prédéterminée
que l'algorithme mathématique servant à la constitution des données de camouflage
est configuré de telle manière que, pour une même valeur de camouflage, il n'y a pas
deux valeurs mesurées qui sont imagées.
19. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de la constitution des données de camouflage, différentes sortes des divergences
de valeurs spectrales mesurées par rapport à des valeurs spectrales prescrites sont
prises en compte.
20. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour une mesure, au moins deux quantités différentes de données de camouflage sont
constituées, qui sont destinées de préférence à de différents groupes cibles.
21. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, conjointement avec les données de camouflage, une somme individuelle de vérification
ou un autre code est constitué, qui, avec les données de camouflage, ramène aux valeurs
mesurées correspondantes.
22. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des valeurs mesurées prédéterminées et/ou des données de camouflage correspondantes
à ces valeurs mesurées prédéterminées ne sont pas représentées.