[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug umfassend wenigstens eine Einrichtung zur
Ausgabe akustischer und/oder optischer Informationen sowie eine zugeordnete Steuerungseinrichtung,
die die auszugebende Information bestimmt und die Ausgabe steuert.
[0002] Bekanntlich besitzen Einsatzfahrzeuge beispielsweise der Polizei, der Feuerwehr,
von Sanitätsdiensten oder aber städtischer Betriebe, die insbesondere in Notfällen
schnellstmöglich an den Einsatzort gelangen müssen, und für sich infolgedessen Vorfahrt
reklamieren können, ein auf dem Dach angebrachtes Blaulicht sowie ein Signalhorn,
über welche Einrichtungen umstehende Verkehrsteilnehmer von dem herannahenden Einsatzfahrzeug
informiert werden und die Fahrer dieser Fahrzeuge aufgefordert sind, das Einsatzfahrzeug
möglichst behinderungsfrei passieren zu lassen. Häufig jedoch wird das Blaulicht bzw.
das Signalhorn von den Kraftfahrern nicht frühzeitig genug oder überhaupt nicht wahrgenommen,
insbesondere, wenn im Fahrzeug beispielsweise Musik gehört wird oder sich der Fahrer
mit anderen im Fahrzeug befindlichen Personen unterhält. Dies kann dazu führen, dass
das Einsatzfahrzeug gezwungen ist, stark zu bremsen, auszuweichen oder sich eine andere
Fahrtroute zu suchen, da das Kraftfahrzeug, das das herannahende Einsatzfahrzeug nicht
wahrgenommen hat, die Fahrgasse nicht freimacht, mithin also den Weg blockiert. Ein
weiteres Problem besteht darin, dass manche Kraftfahrer bei Erkennen der Situation,
dass sich ein Einsatzfahrzeug nähert, häufig überfordert sind und nicht wissen, wie
sie zu reagieren haben, und insbesondere, ob sie überhaupt zu reagieren haben. Denn
ein Einsatzfahrzeug, das in entgegengesetzter Richtung fährt, ist üblicherweise für
den Fahrer unbeachtlich, er muss seine Fahrweise also nicht ändern. Gleichwohl ist
häufig die Erfassung der Situation insbesondere allein über das akustische Signal
des Einsatzfahrzeugs für den Fahrer nicht ohne weiteres möglich.
[0003] DE 10 2004 027 953 offenbart ein Fahrerassistenzsystem zur Erkennung eines sich einem Fahrzeug nähernden
Einsatzfahrzeugs.
[0004] Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Kraftfahrzeug anzugeben, das
dem Fahrer beim Erkennen der Situation in Abhängigkeit derselben unterstützen kann.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß vorgesehen, dass es eine mit der Steuerungseinrichtung kommunizierende
Empfangseinrichtung für ein von einem vorfahrtsberechtigten Einsatzfahrzeug gesendetes
Signal enthaltend eine dieses Einsatzfahrzeug anzeigende und dessen Fahrtrichtung
angebende Signalinformation aufweist, und dass die Steuerungseinrichtung zur Erzeugung
und Ausgabe einer Verhaltensinformation für den Fahrer in Abhängigkeit der empfangenen
Signalinformation ausgebildet ist.
[0006] Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug nutzt die technisch gegebene Möglichkeit einer
"Car-to-Car-Kommunikation", mithin also der drahtlosen Kommunikation von Fahrzeugen
untereinander, was bevorzugt auf Basis des WLAN-Standards erfolgt. Über diese drahtlose
Kommunikationsmöglichkeit können zwischen zwei Fahrzeugen Informationen ausgetauscht
werden. Diesem Umstand macht sich nun das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug zu Nutze.
Es umfasst erfindungsgemäß eine Empfangseinrichtung, bevorzugt als kombinierte Sende-
und -empfangseinrichtung ausgeführt, über die ein Signal von einem vorfahrtsberechtigten
Einsatzfahrzeug, das kontinuierlich oder intermittierend gegeben werden kann, empfangen
werden kann. Dieses Signal enthält mehrere Signalinformationen, eine erste, die generell
das Vorhandensein eines Einsatzfahrzeugs im Empfangsbereich des eigenen Kraftfahrzeugs
anzeigt, sowie eine zweite Signalinformation, die die Fahrtrichtung angibt. Anhand
einer der Empfangseinrichtung nachgeschalteten Steuerungseinrichtung wird nun das
Signal bzw. dessen Signalinformation ausgewertet und eine Verhaltensinformation für
den Fahrer erzeugt, die unterschiedlicher Natur sein kann. Ergibt sich beispielsweise
aus der Fahrtrichtungsinformation, dass das Einsatzfahrzeug sich auf der gegenüberliegenden
Fahrbahn, beispielsweise durch einen Mittelstreifen getrennt (Autobahn, mehrspurige
städtische Straße etc.) befindet, so kann dem Fahrer beispielsweise an einem Display,
über das moderne Autos üblicherweise verfügen, eine optische Anzeige "Einsatzfahrzeug
fährt auf gegenüberliegender Spur, keine Reaktion erforderlich" angezeigt werden oder
über ein entsprechendes Infotainment-System über die Radiolautsprecher auch akustisch
ausgegeben werden. Sofern sich aus der Fahrtrichtungsinformation ergibt, dass das
Einsatzfahrzeug auf der eigenen Fahrspur ist, kann die Information je nach Relativposition
des Einsatzfahrzeugs zum eigenen Fahrzeug unterschiedlich sein. Nähert sich das Einsatzfahrzeug
von hinten, kann als Information beispielsweise "bitte Geschwindigkeit verringern"
oder "bitte erhöhte Vorsicht, Einsatzfahrzeug nähert sich" optisch oder akustisch
ausgegeben werden. Befindet sich das Einsatzfahrzeug vor dem eigentlichen Kraftfahrzeug,
so könnte als optische/akustische Information beispielsweise "Einsatzfahrzeug in Fahrtrichtung
vor eigenem Fahrzeug, keine Reaktion erforderlich" ausgegeben werden. Die Information
zur Relativposition des Einsatzfahrzeugs zum eigenen Kraftfahrzeug kann beispielsweise
aus zwei aufeinander folgend empfangenen Signalen des Einsatzfahrzeugs, über die die
Entfernung bestimmt werden kann, ermittelt werden.
[0007] In jedem Fall erhält der Fahrer eine von ihm in jedem Fall erfassbare Information
über das Vorhandensein eines Einsatzfahrzeugs in seiner näheren Umgebung, wie auch
eine Information, die ihm das weitere, von ihm geforderte bzw. ihm empfohlene Verhalten
beschreibt. Das erfindungsgemäße System arbeitet bereits bei einem geringen Ausstattungsgrad
von Fahrzeugen mit entsprechenden Sende-/Empfangseinrichtungen mit zugeordneter Steuerungseinrichtung
zweckmäßig, da bereits die automatische Leitung nur weniger Fahrzeuge insbesondere
im städtischen Bereich vorteilhaft ist, etwaige Behinderungen abzubauen. Ein weiterer
Umstand ist, dass viele andere Verkehrsteilnehmer, die nicht über ein erfindungsgemäßes
System verfügen, sich automatisch am Vorder- oder Hintermann orientieren. Ist dieser
mit einem erfindungsgemäßen System ausgestattet, reagiert er zweckmäßig und angemessen,
so dass durch die "Nachahmung" seitens anderer Verkehrsteilnehmer der positive Effekt
des Systems potenziert werden kann.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Verhaltensinformation
eine Information über die unmittelbar zu wählende Fahrstrecke, insbesondere zur Bildung
einer Fahrgasse für das Einsatzfahrzeug enthält. Über diese Information wird der Fahrer
von der selbst zu treffenden, häufig schwierig zu findenden Entscheidung, in welche
Richtung man ausweicht, um eine Fahrgasse zu bilden und das Einsatzfahrzeug passieren
zu lassen, befreit. Denn erfindungsgemäß erzeugt die Steuerungseinrichtung gestützt
auf die ihr vorliegenden Informationen eine Verhaltensempfehlung, die angibt, in welche
Richtung der Kraftfahrer auszuweichen hat, beispielsweise nach rechts oder links,
je nachdem, wo er sich befindet, um die Fahrgasse freizumachen, oder aber im Kreuzungsbereich,
wo ihm möglicherweise angewiesen wird, geradeaus weiterzufahren, sofern die Situation
dergestalt ist, dass ein Abbiegen des Einsatzfahrzeugs wahrscheinlich ist. Insbesondere
zweckmäßig ist in diesem Zusammenhang, wenn die Signalinformation auch eine Information
über die zukünftige Fahrroute des Einsatzfahrzeugs enthält, wobei die Steuerungseinrichtung
zur Erzeugung der Verhaltensinformation unter Berücksichtigung dieser Information
ausgebildet ist. Diese Fahrrouteinformation des Einsatzfahrzeugs ist quasi eine vorausschauende,
zukünftige Streckeninformation über die vom Einsatzfahrzeug zum Zielort gewählte Route,
wobei diese Information z. B. aus einem einsatzfahrzeugseitigen Navigationssystem
stammt, in dem der Zielort, wo also das Einsatzfahrzeug hinfährt, definiert ist. Ist
nun seitens der Steuerungseinrichtung bekannt, in welche Richtung das Einsatzfahrzeug
zu fahren wünscht, kann die Verhaltensempfehlung hinsichtlich eines Ausweichens oder
dergleichen noch fundierter erzeugt werden.
[0009] Vor allem bei mehrspurigen Fahrbahnen, beispielsweise Autobahnen, stehen letztlich
mehrere Möglichkeiten zur Bildung einer Fahrgasse zur Verfügung. Enthält, wie ferner
vorgesehen sein kann, die Signalinformation des Einsatzfahrzeugs auch eine Information
über die gewünschte, zukünftig zu befahrende Fahrspur des Einsatzfahrzeugs, so kann
die Steuerungseinrichtung auch diese Information berücksichtigen. Enthält die Signalinformation
beispielsweise die Mitteilung, dass das Einsatzfahrzeug auf einer dreispurigen Autobahn
die Mittelgasse befahren möchte oder befährt, kann die Steuerungseinrichtung die Erzeugung
der Verhaltensinformation entsprechend vornehmen. Auch diese Informationen können
beispielsweise aus einem Fahrerassistenzsystem des Einsatzfahrzeugs, beispielsweise
einem Navigationssystem oder einen Fahrspurerfassungssystem (LDW-System (LDW = lane
departure warning)), welches Systems die Fahrspur erfasst und über das ebenfalls ermittelt
werden kann, welche Fahrspur vom Einsatzfahrzeug gerade befahren wird, erzeugt und
an das eigene Kraftfahrzeug übertragen werden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist die Steuerungseinrichtung mit einem fahrzeugseitig integrierten
Fahrerassistenzsystem, insbesondere einem Navigationssystem kommunizierend verbunden
und zur Ermittlung der Verhaltensinformation in Abhängigkeit der von dem Fahrerassistenzsystem,
insbesondere dem Navigationssystem bestimmten Positions- und/oder Fahrspurdaten des
eigenen Fahrzeugs ausgebildet. Gemäß dieser Erfindungsausgestaltung liegen also auch
im eigenen Kraftfahrzeug über ein geeignetes Assistenzsystem erfasste Positions- und/oder
Fahrspurdaten vor, die dann nicht erst beispielsweise über Signallaufzeiten zwischen
zwei oder mehreren aufeinander folgend aufgenommenen Signalen des Einsatzfahrzeugs
zur Richtungs- oder Geschwindigkeitsbestimmung ermittelt werden müssen. Als Fahrerassistenzsystem
kann jedes System verwendet werden, das entsprechende Daten liefert, wie beispielsweise
ein integriertes Navigationssystem oder ein Spurerkennungssystem (LDW-System). In
jedem Fall liegen auf diese Weise hinreichend detaillierte Informationen über die
Position/Fahrspur des Einsatzfahrzeugs wie die Position/Fahrspur des eigenen Fahrzeugs
vor, die eine genaue Erfassung der Situation, eine Analyse der Situation wie auch
eine fundierte Erzeugung der Verhaltensinformation seitens der Steuerungseinrichtung
zulassen. Bevorzugt werden hier die Daten auf Basis eines DGP-Systems (DGP = differential
global positioning) ermittelt, da dies eine sehr hohe Ortsauflösung und damit eine
extrem genaue Datenbestimmung zulässt.
[0011] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass über die Empfangseinrichtung
auch von anderen Fahrzeugen gesendete Signale enthaltend Signalinformationen über
oder betreffend das jeweilige Fahrzeug empfangbar sind, wobei die Steuerungseinrichtung
zur Erzeugung der Verhaltensinformation auch in Abhängigkeit dieser Signalinformationen
ausgebildet ist. Gemäß dieser Erfindungsausgestaltung kommunizieren also mehrere entsprechend
ausgerüstete Fahrzeuge untereinander und tauschen Daten aus, sie gleichen also die
entsprechenden Informationen untereinander ab und können aufeinander reagieren. Ergibt
sich also beispielsweise, dass mit einer entsprechenden Sende-/Empfangseinrichtung
ausgerüstete andere Fahrzeuge, die hinter dem eigenen Fahrzeug fahren und relativ
gesehen näher zum herannahenden Einsatzfahrzeug stehen, als Verhaltensinformation
ermittelt haben, dass der Fahrer jeweils zweckmäßigerweise nach links ausweicht, ist
diese Information auch für das eigene Kraftfahrzeug von Nutzen, als ein entsprechender
Abgleich erfolgen kann und die Verhaltensempfehlung ebenfalls ein Ausweichen nach
links angibt. Im Kreuzungsbereich kann sich die Situation wieder etwas anders darstellen,
hier kann, je nach der eigenen Fahrzeugposition, über den Abgleich erkannt werden,
dass beispielsweise zwei unmittelbar hinter dem eigenen Fahrzeug fahrende Fahrzeuge
nach links ausgewichen sind, mithin also möglicherweise der Kreuzungsbereich bereits
hinreichend belegt ist, so dass es bei einem Ausscheren nach links durch das eigene
Kraftfahrzeug zu einer Blockade kommen könnte. Die Steuerungseinrichtung kann dies
erkennen und dann eine entsprechend anders gestaltete Verhaltensinformation bedingt
durch den Abgleich ausgeben.
[0012] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Leitung eines Kraftfahrzeugs bei
Annäherung eines vorfahrtsberechtigten Einsatzfahrzeugs. Dieses Verfahren zeichnet
sich dadurch aus, dass das Einsatzfahrzeug kontinuierlich oder intermittierend ein
Signal enthaltend eine Signalinformation, die das Einsatzfahrzeug selbst und dessen
Fahrtrichtung anzeigt, über eine Sendeeinrichtung sendet, welches Signal von einem
im Empfangsbereich befindlichen Kraftfahrzeug über eine Empfangseinrichtung empfangen
und von einer zugeordneten Steuerungseinrichtung zur Erzeugung und Ausgabe einer Verhaltensinformation
an den Fahrer in Abhängigkeit der Signalinformation verarbeitet wird. Die vorstehenden
Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug, das zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeignet ist, gelten auch zur Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens
gleichermaßen.
[0013] Die Verhaltensinformation enthält bevorzugt eine Information über die unmittelbar
zu wählende Fahrstrecke, insbesondere zur Bildung einer Fahrgasse für das Einsatzfahrzeug,
gibt also an, in welche Richtung der Fahrer auszuweichen oder weiterzufahren, bzw.
wie er sich generell zu verhalten und zu reagieren hat. Dabei kann die Signalinformation
des Einsatzfahrzeugs auch eine Information über die zukünftige Fahrroute des Einsatzfahrzeugs
enthalten, die von der Steuerungseinrichtung zur Erzeugung der Verhaltensinformation
berücksichtigt wird, wie die Signalinformation auch eine Information über die gewünschte,
zukünftig befahrene Fahrspur enthalten kann. Sämtliche Signalinformationen, die Positions-
oder Fahrspurdaten betreffen, werden bevorzugt seitens eines entsprechenden Fahrerassistenzsystems
des Einsatzfahrzeugs ermittelt und die Signalinformation dem gesendeten Signal aufgeprägt.
[0014] Die Steuerungseinrichtung selbst kommuniziert zweckmäßigerweise mit einem fahrzeugseitig
integrierten Fahrerassistenzsystem, insbesondere einem Navigationssystem, und ermittelt
die Verhaltensinformation in Abhängigkeit der von dem Fahrerassistenzsystem bestimmten
Positions- und/oder Fahrspurdaten. Bevorzugt findet auch eine "car-to-car"-Kommunikation
zu anderen Kraftfahrzeugen, die entsprechende kombinierte Sende- und Empfangseinrichtungen
aufweisen, bevorzugt über WLAN-Kommunikationsmittel statt, so dass die Fahrzeuge untereinander
entsprechende Daten austauschen können, die für die Erzeugung der Verhaltensinformation
zweckmäßig sind. Die Reichweite der Sende- und Empfangseinrichtungen liegt insbesondere
bei der bekannten WLAN-Technologie im Bereich zwischen 300 - 500 m, so dass eine hinreichend
frühzeitige, jedoch nicht allzu frühe Warnmöglichkeit bzw. Informationserzeugung möglich
ist. Als Kommunikationsmodus kann jedwede "car-to-car"-Kommunikation, beispielsweise
ein Multi-Hop-Verfahren verwendet werden.
[0015] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Einsatzfahrzeug
mit einer zentralen Leitstelle kommuniziert, von der Informationen betreffend das
vom Einsatzfahrzeug anzufahrende Ziel enthaltend Zielpositionsinformationen übertragen
werden, in Abhängigkeit welcher ein im Einsatzfahrzeug integriertes Fahrerassistenzsystem,
insbesondere ein Navigationssystem automatisch zugeschaltet wird. Der Fahrer des Einsatzfahrzeugs
wird also davon entlastet, den Zielort beispielsweise in das Navigationssystem einzuprogrammieren.
Vielmehr geschieht dies automatisch über eine entsprechende Kommunikation zwischen
dem Fahrerassistenzsystem des Einsatzfahrzeugs und einer Leitstelle. Diese sendet
bei Vorliegen eines Fahrbefehls automatisch ein entsprechendes Signal an das Einsatzfahrzeug,
über welches das Fahrerassistenzsystem sofort eingeschaltet wird und automatisch zumindest
hinsichtlich der Zielposition programmiert wird. Sodann werden von dem Fahrerassistenzsystem
fortlaufend entsprechende Positions- oder Fahrspurdaten erfasst, die dann als Signalinformationen
an die umgebenden Verkehrsteilnehmer, so diese mit einer entsprechenden Sende- und
Empfangseinrichtung nebst Steuerungseinrichtung ausgestattet sind, übertragen werden
können.
[0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im
folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs sowie eines entsprechend
ausgestatteten Einsatzfahrzeugs mit zugeordneter Leitstelle, und
- Fig. 2 und 3
- ein Beispiel für die erfindungsgemäße Verkehrsleitung.
[0017] Fig. 1 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug
1, umfassend eine Sende- und Empfangseinrichtung 2, die zur drahtlosen Signalübertragung
bzw. drahtlosen Signalempfang ausgebildet ist, insbesondere in WLAN-Technologie. Zugeordnet
ist eine Steuerungseinrichtung 3, die empfangene Signale bzw. deren Signalinformationen
verarbeitet bzw. etwaige auszusendende Signale bzw. Signalinformationen aufbereitet
und den Sende- und Empfangsbetrieb der Sende- und Empfangseinrichtung 2 steuert. Der
Steuerungseinrichtung 3 zugeordnet ist eine Einrichtung 4 zur optischen Ausgabe einer
seitens der Steuerungseinrichtung 3 ermittelten Verhaltensinformation, wie auch eine
Einrichtung 5 zur akustischen Ausgabe der Verhaltensinformation, wobei entweder die
eine oder die andere Einrichtung 4, 5 oder aber beide vorhanden sein können. Zugeordnet
ist ferner ein Navigationssystem 6, das mit der Steuerungseinrichtung 3 kommuniziert.
[0018] Das in Fig. 1 gezeigte Einsatzfahrzeug 7, z. B. ein Sanitätsfahrzeug, weist bekanntlich
ein Blaulicht 8 sowie ein Signalhorn 9 auf, die üblicherweise eingeschaltet sind,
jedoch wie einleitend dargestellt ist nicht immer wahrgenommen werden. Vorgesehen
ist ferner eine Sende- und Empfangseinrichtung 10 zur drahtlosen car-to-car-Kommunikation,
vornehmlich im WLAN-Standard, in jedem Fall aber kompatibel zur Sende- und Empfangseinrichtung
2 eines Kraftfahrzeugs 1. Zugeordnet ist ferner eine Steuerungseinrichtung 11, die
den Sende- und Empfangsbetrieb steuert und entsprechende Signalinformationen aufbereitet
bzw. auswertet und analysiert, wie auch ein Fahrerassistenzsystem 12, bei dem es sich
wie auch bei dem Fahrerassistenzsystem 6 bevorzugt um ein Navigationssystem, das auf
GPS-Basis arbeitet, handelt. Alternativ kann es sich aber auch um ein anderes Fahrerassistenzsystem
handeln, solange es die Ermittlung von Positions- oder Fahrspurdaten mit hinreichend
hoher Auflösung ermöglicht.
[0019] Vorgesehen ist weiterhin eine Leitstelle 13, die den Einsatz des Einsatzfahrzeugs
7 koordiniert. Über diese Leitstelle 13 wird beispielsweise zu Beginn eines Einsatzes
ein Signal an das Einsatzfahrzeug 7 übertragen, das über die Sende- und Empfangseinrichtung
10 empfangen wird und das als Einschaltsignal für das Navigationssystem 12 des Einsatzfahrzeugs
7 dient. Dieses wird also automatisch eingeschalten. Das von der Leitstelle 13 gegebene
Signal enthält des Weiteren eine genaue Information über die Zielort, so dass eine
automatische Programmierung des Navigationssystems 12 über das Leitstellensignal erfolgt.
Der Fahrer des Einsatzfahrzeugs 7 muss also nicht selbständig programmieren. Über
das eingeschaltete Navigationssystem wird nun automatisch eine Fahrroute ermittelt,
mithin also entsprechende Fahrtstreckenoder Routendaten, die auch der Steuerungseinrichtung
11 bekannt sind und zusammen mit entsprechenden Ist-Positionsdaten, die kontinuierlich
über das Navigationssystem 12 ermittelt werden, über die Sende- und Empfangseinrichtung
10 ausgesendet werden können. Das gesendete Signal enthält also zum einen eine Signalinformation,
die generell das Vorhandensein eines Einsatzfahrzeugs im Sendebereich anzeigt, wie
auch eine Signalinformation über die Ist-Position des Einsatzfahrzeugs sowie die beabsichtigte
Fahrroute, wie auch gegebenenfalls über die beabsichtigte Fahrspur, die das Fahrzeug
nehmen möchte, sofern diese Information beispielsweise über das Navigationssystem
oder ein anderes Fahrerassistenzsystem ermittelt werden kann.
[0020] Das gesendete Signal wird nun von der Sende- und Empfangseinrichtung 2 des Kraftfahrzeugs
1 empfangen. Die Steuerungseinrichtung 3 analysiert die Signalinformation und erkennt
zum einen, dass ein Einsatzfahrzeug im Empfangsbereich ist. Das gesendete Signal des
Einsatzfahrzeugs 7 enthält ferner eine Fahrtrichtungsinformation. Aus dieser ergibt
sich für die Steuerungseinrichtung 3, ob das Einsatzfahrzeug entgegenkommt, mithin
also eine Reaktion aller Voraussicht nach nicht erforderlich ist, oder ob sich das
Einsatzfahrzeug beispielsweise von hinten nähert oder - in Verbindung mit der Positionsinformation
- bereits vor dem eigenen Kraftfahrzeug befindet. Aus dem Navigationssystem 6 ist
die eigene Ist-Position bekannt, so dass ohne weiteres ermittelt werden kann, wie
die Relativposition zwischen eigenem Kraftfahrzeug 1 und Einsatzfahrzeug 7 ist. Anhand
der vorliegenden Informationen ermittelt nun die Steuerungseinrichtung 3 eine Verhaltensinformation,
die dem Fahrer entweder an der Einrichtung 4 und/oder der Einrichtung 5 ausgegeben
wird. Diese Verhaltensinformation kann beispielsweise nur angeben, dass ein Einsatzfahrzeug
in der Nähe ist, jedoch eine Reaktion nicht erforderlich ist. Ist jedoch eine Reaktion
erforderlich, kann eine Verhaltensempfehlung ausgegeben werden, dergestalt, dass beispielsweise
das Fahrzeug links oder rechts an den Fahrbahnrand fahren soll, um eine Fahrgasse
freizumachen etc.
[0021] Die Figuren 2 und 3 stellen eine typische Situation, wie sie sich tagtäglich im Straßenverkehr,
insbesondere städtisch, ergibt. Gezeigt sind neun Fahrzeuge 1a - 1i, sowie ein Einsatzfahrzeug
7. Im gezeigten Beispiel sei angenommen, dass die Fahrzeuge 1a - 1g jeweils eine kombinierte
Sende- und Empfangseinrichtung 2 aufweisen, mithin also wie das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug
1 ausgerüstet sind. Das Einsatzfahrzeug 7, dessen Fahrtrichtung durch den eingezeichneten
Pfeil angegeben ist (Entsprechendes gilt für die anderen Fahrzeuge) befährt die Fahrbahn
14, die angenommenermaßen zweispurig ist. Wie durch die gestrichelte Linie L angegeben,
sieht die geplante Fahrroute zum Zielort vor, an der Kreuzung K von der Fahrspur 14
auf die Fahrspur 15, also nach links abzubiegen. Diese Information wurde seitens des
Navigationssystems 12 des Einsatzfahrzeugs 7 ermittelt. Das Einsatzfahrzeug 7 sendet
kontinuierlich sein Signal enthaltend eine Signalinformation über die Fahrroute, über
die Fahrrichtung sowie die Ist-Position. Diese Signalinformation wird im gezeigten
Beispiel von allen Fahrzeugen 1a - 1g über die integrierte Sende- und Empfangseinrichtung
empfangen und über die jeweilige Steuerungseinrichtung entsprechend analysiert und
verarbeitet. Die Fahrzeuge 1 a, 1b sind bereits an den rechten (Fahrzeug 1 a) bzw.
linken (Fahrzeug 1b) Fahrzeugrand ausgewichen, um eine Fahrgasse freizumachen. Dies
geschah aufgrund einer Verhaltensinformation, die die jeweilige Steuerungseinrichtung
3 in Abhängigkeit der Signalinformation des Einsatzfahrzeugs 7 sowie der entsprechenden
Positionsinformationen des eigenen Kraftfahrzeugs ermittelt hatte, um zügig und behinderungsfrei
die Fahrgasse freizumachen. In entsprechender Weise reagieren bereits die Fahrer der
beiden Fahrzeuge 1 c und 1 d. Der Fahrer des Wagens 1c erhielt über beispielsweise
die Einrichtung 4 (Display) optisch angezeigt die Information, dass er nach rechts
an den Fahrbahnrand fahren soll, um dem Einsatzfahrzeug 7 Platz zu machen, der Fahrer
des Fahrzeugs 1d erhält die Information, nach links auszuweichen. So bildet sich bzw.
erweitert sich die Fahrgasse, so dass das Einsatzfahrzeug 7 kontinuierlich und ohne
allzu sehr in seiner Geschwindigkeit zu verzögern weiterfahren kann.
[0022] Das Fahrzeug 1e, das auf der Fahrspur 14 geradeaus weiterfahren möchte, befindet
sich annähernd außerhalb der Fahrroute, dem Fahrer wird jedoch ebenfalls eine Verhaltensinformation
ausgegeben, wonach er an den rechten Fahrbahnrand ausweichen möchte. Direkt auf der
Route des Einsatzfahrzeugs 7 befinden sich jedoch noch die Fahrzeuge 1f und 1g. Das
Fahrzeug 1f möchte geradeaus fahren, während das Fahrzeug 1g bereits abgebogen ist.
[0023] Aufgrund des Signals des Einsatzfahrzeugs 7 (die entsprechenden Sendeund Empfangstätigkeiten
sind jeweils durch die gebogenen Linien am jeweiligen Fahrzeug angegeben) wird nun
unter Berücksichtigung der Ist-Situation bzw. der entsprechenden Positionsdaten des
eigenen Kraftfahrzeugs von der Steuerungseinrichtung 3 des Fahrzeugs 1f ermittelt,
dass es zweckmäßig wäre, in Abhängigkeit der Routeninformation L geradeaus zu fahren
und etwas nach rechts auszuweichen, mithin also quasi einen Fahrspurwechsel von der
linken Fahrspur auf die rechte Fahrspur vorzunehmen. Nachdem auch die einzelnen Fahrzeuge
1a - 1g kontinuierlich entsprechende Signale mit Signalinformationen, insbesondere
betreffend die eigene Ist-Position wie auch gegebenenfalls die ausgegebene Verhaltensinformation
aussenden, ist der Steuerungseinrichtung 3 bekannt, dass das Fahrzeug 1e als Verhaltensinformation
ausgegeben hat, an den rechten Fahrbahnrand auszuweichen. Die kontinuierlich von diesem
Fahrzeug übertragene Ist-Position, die vom Fahrzeug 1f empfangen wird, zeigt an, dass
das Fahrzeug 1e nach rechts fährt. Infolgedessen kann ohne weiteres die Verhaltensinformation
"geradeaus, nach rechts ausscheren" ausgegeben werden.
[0024] Das Fahrzeug 1e ist bereits auf die Fahrbahn 15 abgebogen. Bei ihm ist es ausreichend,
insbesondere nachdem kein anderes Fahrzeug in der Nähe ist, lediglich an den rechten
Fahrbahnrand zu fahren, eine entsprechende Verhaltensinformation wird von der Steuerungseinrichtung
3 dieses Fahrzeugs 1g ermittelt und ausgegeben.
[0025] Ersichtlich kann infolge der Kommunikation des Einsatzfahrzeugs 7 mit den einzelnen
Fahrzeugen 1a - 1g sowie der Fahrzeuge 1a - 1g untereinander quasi automatisch und
geleitet eine Fahrbahn geräumt bzw. eine Fahrgasse gebildet werden, ohne dass hierfür
die Fahrer selbst zwingend und allein verantwortlich sind. Denn auf Basis der Signale
bzw. der Signalinformationen sind die entsprechenden Steuerungseinrichtungen in der
Lage, entsprechende Verhaltensinformationen auszugeben, mithin also den eigenen Fahrer
zu leiten, so dass sich insgesamt eine automatisierte Verkehrsleitung in Abhängigkeit
der gegebenen Ist-Situation erreichen lässt.
1. Kraftfahrzeug umfassend wenigstens eine Einrichtung zur Ausgabe akustischer und/oder
optischer Informationen sowie eine zugeordnete Steuerungseinrichtung, die die auszugebende
Information bestimmt und die Ausgabe steuert, wobei eine mit der Steuerungseinrichtung
(3) kommunizierende Empfangseinrichtung (2) für ein von einem vorfahrtsberechtigten
Einsatzfahrzeug (7) gesendetes Signal enthaltend eine dieses Einsatzfahrzeug (7) anzeigende
und dessen Fahrtrichtung angebende Signalinformation vorgesehen ist, und dass die
Steuerungseinrichtung (3) zur Erzeugung und Ausgabe einer Verhaltensinformation für
den Fahrer in Abhängigkeit der empfangenen Signalinformation ausgebildet ist,
dadurch kennzeichnet,
dass die Signalinformation auch eine Information über die gewünschte, zukünftig befahrene
Fahrspur des Einsatzfahrzeugs enthält, wobei die Steuerungseinrichtung (3) zur Berücksichtigung
dieser Information zur Erzeugung der Verhaltensinformation ausgebildet ist.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verhaltensinformation eine Information über die unmittelbar zu wählende Fahrstrecke,
insbesondere zur Bildung einer Fahrgasse für das Einsatzfahrzeug, enthält.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signalinformation auch eine Information über die zukünftige Fahrroute (L) des
Einsatzfahrzeugs (7) enthält.
4. Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerungseinrichtung (3) mit einem fahrzeugseitig integrierten Fahrerassistenzsystem
(6), insbesondere einem Navigationssystem kommuniziert und zur Ermittlung der Verhaltensinformation
in Abhängigkeit der von dem Fahrerassistenzsystem (6), insbesondere dem Navigationssystem
bestimmten Positions- und/oder Fahrspurdaten des Fahrzeugs (1, 1a - 1g) ausgebildet
ist.
5. Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Empfangseinrichtung (2) auch von anderen Fahrzeugen (1, 1a - 1g) gesendete
Signale enthaltend Signalinformationen über oder betreffend das jeweilige Fahrzeug
(1, 1a - 1g) empfangbar sind, und dass die Steuerungseinrichtung (3) zur Erzeugung
der Verhaltensinformation auch in Abhängigkeit dieser Signalinformationen ausgebildet
ist.
6. Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Empfangseinrichtung (2) eine kombinierte Sende- und Empfangseinrichtung ist.
7. Verfahren zur Leitung eines Kraftfahrzeugs bei Annäherung eines vorfahrtsberechtigten
Einsatzfahrzeugs, wobei das Einsatzfahrzeug kontinuierlich oder intermittierend ein
Signal enthaltend eine Signalinformation, die das Einsatzfahrzeug selbst und desen
Fahrtrichtung anzeigt, über eine Sendeeinrichtung sendet, welches Signal von einem
im Empfangsbereich befindlichen Kraftfahrzeug über eine Empfangseinrichtung empfangen
und von einer zugeordneten Steuerungseinrichtung zur Erzeugung und Ausgabe einer Verhaltensinformation
an den Fahrer in Abhängigkeit der Signalinformation verarbeitet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signalinformation auch eine Information über die gewünschte, zukünftig befahrene
Fahrspur des Einsatzfahrzeugs enthält, die von der Steuerungseinrichtung zur Erzeugung
der Verhaltensinformation berücksichtigt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verhaltensinformation eine Information über die unmittelbar zu wählende Fahrstrecke,
insbesondere zur Bildung einer Fahrgasse für das Einsatzfahrzeug, enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signalinformation auch eine Information über die zukünftige Fahrroute des Einsatzfahrzeugs
enthält, die von der Steuerungseinrichtung zur Erzeugung der Verhaltensinformation
berücksichtigt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerungseinrichtung mit einem fahrzeugseitig integrierten Fahrerassistenzsystem,
insbesondere einem Navigationssystem kommuniziert und die Verhaltensinformation in
Abhängigkeit der von dem Fahrerassistenzsystem, insbesondere dem Navigationssystem
bestimmten Positions- und/oder Fahrspurdaten des Fahrzeugs ermittelt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kraftfahrzeug über die als kombinierte Sende- und Empfangseinrichtung ausgebildete
Einrichtung auch mit andern im Sende- und Empfangsbereich befindlichen Kraftfahrzeugen
kommuniziert und die Steuerungseinrichtung die Verhaltensinformation auch in Abhängigkeit
von von den anderen Fahrzeugen gesendete Signale enthaltend Signalinformationen über
oder betreffend das jeweilige Fahrzeug erzeugt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzfahrzeug mit einer zentralen Leitstelle kommuniziert, von der Informationen
betreffend das vom Einsatzfahrzeug anzufahrende Ziel enthaltend .Zielpositionsinformationen
übertragen werden, in Abhängigkeit welcher ein im Einsatzfahrzeug integriertes Fahrerassistenzsystem,
insbesondere ein Navigationssystem automatisch zugeschaltet wird.
1. A motor vehicle including at least one device for transmitting audio and/or visual
items of information as well as an associated control device which determines the
information to be transmitted and controls the transmission, in which case a receiving
device (2) which communicates with the control device (3) is provided for receiving
a signal transmitted by an emergency vehicle (7) having priority (right of way), said
signal containing information indicating said emergency vehicle (7) and its direction
of travel, and said control device (3) being designed to generate and transmit behaviour
information to the driver as a function of the signal information received,
characterized in that
the signal information also includes information regarding the traffic-lane the emergency
vehicle wants to use, and the control device (3) is designed to take this information
into account for the purpose of generating the behaviour information.
2. A motor vehicle according to Claim 1,
characterized in that
the behaviour information includes information regarding the action to be taken immediately,
specifically for the purpose of clearing a way through the traffic for the emergency
vehicle.
3. A motor vehicle according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the signal information also includes information regarding the intended travel route
(L) of the emergency vehicle (7).
4. A motor vehicle according to one of the preceding claims,
characterized in that
the control device (3) communicates with a driver-assistance system (6), specifically
a navigation system, integrated into the vehicle and is designed to determine the
behaviour information as a function of the position data and/or traffic-lane data
of the vehicle (1, 1a - 1g) as established by the driver-assistance system (6), specifically
the navigation system.
5. A motor vehicle according to one of the preceding claims,
characterized in that
signals containing information transmitted by other vehicles (1, 1a - 1g) about or
regarding the particular vehicle (1, 1a - 1g) can also be received via the receiving
device (2), and in that the control device (3) is designed to generate behaviour information also as a function
of this signal information.
6. A motor vehicle according to one of the preceding claims,
characterized in that
the receiving device (2) is a combined transmitter and receiver.
7. A method of directing a motor vehicle upon the approach of an emergency vehicle having
priority (right of way), in which case the emergency vehicle continuously or intermittently
transmits via a transmitting device a signal containing information which indicates
the emergency vehicle itself and its direction of travel, said signal being received,
via a receiving device, by a motor vehicle located within the reception range and
being processed by an associated control device for the purpose of generating and
transmitting behaviour information to the driver as a function of the signal information,
characterized in that
the signal information also includes information regarding the traffic-lane the emergency
vehicle wants to use, and this is taken into account by the control device for the
purpose of generating the behaviour information.
8. A method according to Claim 7,
characterized in that
the behaviour information contains information regarding the action to be taken immediately,
specifically for the purpose of clearing a way through the traffic for the emergency
vehicle.
9. A method according to Claim 7 or 8,
characterized in that
the signal information also includes information regarding the intended travel route
of the emergency vehicle, and this is taken into account by the control device for
the purpose of generating the behaviour information.
10. A method according to Claims 7 to 9,
characterized in that
the control device communicates with a driver-assistance system, specifically a navigation
system, integrated into the vehicle and determines the behaviour information as a
function of the position data and/or traffic-lane data of the vehicle as established
by the driver-assistance system, in particular the navigation system.
11. A method according to one of Claims 7 to 10,
characterized in that
the motor vehicle also communicates, via the device taking the form of a combined
transmitter and receiver, with other motor vehicles located within the transmission
and reception range, and the control device generates the behaviour information also
as a function of signals transmitted by the other vehicles containing signal information
about or regarding the respective vehicle.
12. A method according to one of Claims 7 to 11,
characterized in that
the emergency vehicle communicates with a control centre, from which information is
transmitted regarding the emergency vehicle's destination including position information
in respect of said destination, as a function of which a driver-assistance system,
specifically a navigation system, integrated into the emergency vehicle is automatically
switched on.
1. Véhicule automobile comprenant au moins un dispositif destiné à la sortie d'informations
acoustiques et/ou optiques ainsi qu'un dispositif de commande associé qui détermine
l'information à éditer et commande la sortie, sachant qu'un dispositif de réception
(2) communiquant avec le dispositif de commande (3) est prévu pour un signal envoyé
par un véhicule d'intervention (7) prioritaire comportant une information de signal
signalant ce véhicule d'intervention (7) et indiquant son sens de déplacement, et
que le dispositif de commande (3) est réalisé pour générer et éditer une information
sur le comportement pour le conducteur en fonction de l'information de signal reçue,
caractérisé en ce que
l'information de signal comporte également une information sur la voie de circulation
souhaitée, empruntée à l'avenir par le véhicule d'intervention, le dispositif de commande
(3) étant réalisé pour tenir compte de cette information pour générer l'information
sur le comportement.
2. Véhicule automobile selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'information sur le comportement comporte une information sur le parcours à sélectionner
immédiatement, en particulier pour laisser un passage au véhicule d'intervention.
3. Véhicule automobile selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'information de signal comporte aussi une information sur l'itinéraire (L) à venir
du véhicule d'intervention (7).
4. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (3) communique avec un système d'aide à la conduite (6)
intégré côté véhicule, en particulier un système de navigation, et est réalisé pour
déterminer l'information sur le comportement en fonction des données de position et/ou
de voie de circulation du véhicule (1, la - 1g) déterminées par le système d'aide
à la conduite (6), en particulier le système de navigation.
5. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des signaux envoyés par d'autres véhicules (1, 1a - 1g) comportant des informations
de signal sur ou concernant le véhicule respectif (1, 1a - 1g) peuvent aussi être
reçus par le biais du dispositif de réception (2) et en ce que le dispositif de commande (3) est également réalisé pour générer l'information sur
le comportement en fonction de ces informations de signal.
6. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de réception (2) est un dispositif d'émission et de réception combiné.
7. Procédé destiné à la commande d'un véhicule automobile lors de l'approche d'un véhicule
d'intervention prioritaire, sachant que le véhicule d'intervention envoie en continu
ou par intermittence un signal comportant une information de signal, qui signale le
véhicule d'intervention lui-même et son sens de déplacement, par le biais d'un dispositif
d'émission, lequel signal est reçu par un véhicule automobile se trouvant dans la
zone de réception par le biais d'un dispositif de réception et est traité par un dispositif
de commande associé destiné à générer et à éditer une information sur le comportement
s'adressant au conducteur en fonction de l'information de signal,
caractérisé en ce que
l'information de signal comporte également une information sur la voie de circulation
souhaitée, empruntée à l'avenir par le véhicule d'intervention qui est prise en compte
par le dispositif de commande pour générer l'information sur le comportement.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'information sur le comportement comporte une information sur le parcours à sélectionner
immédiatement, en particulier pour laisser un passage au véhicule d'intervention.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'information de signal comporte aussi une information sur l'itinéraire à venir du
véhicule d'intervention qui est prise en compte par le dispositif de commande pour
générer l'information sur le comportement.
10. Procédé selon les revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande communique avec un système d'aide à la conduite intégré
côté véhicule, en particulier un système de navigation, et détermine l'information
sur le comportement en fonction des données de position et/ou de voie de circulation
du véhicule déterminées par le système d'aide à la conduite, en particulier le système
de navigation.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 10,
caractérisé en ce que
le véhicule automobile communique aussi avec d'autres véhicules automobiles se trouvant
dans la zone d'émission et de réception par le biais du dispositif réalisé sous forme
de dispositif d'émission et de réception combiné et le dispositif de commande génère
également l'information sur le comportement en fonction de signaux envoyés par les
autres véhicules comportant des informations de signal sur ou concernant le véhicule
respectif.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 11,
caractérisé en ce que
le véhicule d'intervention communique avec un poste de commandement central, duquel
des informations concernant la destination à rejoindre par le véhicule d'intervention
comportant des informations sur la position cible sont transmises, en fonction desquelles
un système d'aide à la conduite intégré dans le véhicule d'intervention, en particulier
un système de navigation, est automatiquement mis en circuit.