| (19) |
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(11) |
EP 1 817 167 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/012035 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/056323 (01.06.2006 Gazette 2006/22) |
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TIEFDRUCKWERK MIT EINEM ABSTREIFER FÜR DEN FORMZYLINDER, TIEFDRUCKMASCHINE UND VERFAHREN
ZUM AUSTAUSCH EINES FORMZYLINDERS
GRAVURE PRINTING UNIT WITH A DOCTOR FOR THE PRINTING CYLINDER GRAVURE PRINTING MACHINE
AND METHOD FOR EXCHANGE OF A PRINTING CYLINDER
DISPOSITIF D'HELIOGRAVURE DOTE D'UNE RACLE POUR LE CYLINDRE PORTE-CLICHES, MACHINE
D'HELIOGRAVURE ET PROCEDE POUR CHANGER UN CYLINDRE PORTE-CLICHES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
23.11.2004 DE 102004056631
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.08.2007 Patentblatt 2007/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG |
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49525 Lengerich/Westf. (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LODDENKÖTTER, Manfred
49477 Ibbenbüren (DE)
- GRÄLER, Klaus
49525 Lengerich (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 018 995 US-A- 2 717 550 US-A- 5 636 570
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US-A- 2 684 028 US-A- 5 636 566
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 12, 5. Dezember 2003 (2003-12-05) & JP 2003
276156 A (MURATA MFG CO LTD), 30. September 2003 (2003-09-30)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 12, 5. Dezember 2003 (2003-12-05) & JP 2004
351718 A (MURATA MFG CO LTD), 16. Dezember 2004 (2004-12-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Tiefdruckwerk nach Anspruch 1, eine Tiefdruckmaschine
nach Anspruch 16 und ein Verfahren nach Anspruch 17 Tiefdruckwerke enthalten Formzylinder,
die das tiefliegende, oft eingravierte Druckbild tragen. Diese Formzylinder werden
oft in einer Farbwanne eingefärbt und anschließend abgerakelt. In anderen Fällen erfolgen
die Einfärbung und die anschließende Begrenzung der Farbmenge auf dem Zylinder auf
andere Weise.
[0002] Im Tiefdruck und hier insbesondere im Verpackungsmitteltiefdruck stellen Farbtropfen,
die sich von dem eingefärbten Formzylinder lösen, eine Ursache für eine stetige Verschmutzung
der Tiefdruckmaschine dar.
[0003] Daher schlägt die
DE 100 18 995 A1 einen solchen Abstreifer vor, der die Randbereiche des Formzylinders reinigen kann.
Das eigentliche Abstreifelement besteht offenbar aus einem Blechwinkel, der einen
Abschnitt einer Kante des Formzylinders übergreift, so dass eine Innenfläche des Blechwinkels
eine Kontaktfläche (Abstreiffläche) mit der Umfangsfläche des Formzylinders ausprägt.
Dokument
US 5636570 A zeigt eine Reinigungsvorrichtung mit einer Abstreiffläche, die an den Krümmungsradius
des Formzylinders anpassbar ist.
[0004] Der gezeigte Abstreifer zeigt eine gute, aber noch ausbaufähige Reinigungsleistung.
Daher besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Tiefdruckwerk vorzuschlagen,
das mit einem Abstreifer noch größerer Reinigungsleistung ausgestattet ist.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 16 und 17 gelöst.
[0006] Die vorliegende Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass der Reinigungseffekt
offenbar mit der Güte des Anliegeverhaltens der Farbabstreiffläche auf dem Formzylinder
zu tun hat. Darüber hinaus scheint es vorteilhaft zu sein, wenn die Anliegefläche
eine gewisse Länge von zum Beispiel mindestens 20 cm in Umfangsrichtung des Formzylinders
aufweist. Gerade bei zunehmender Länge der Anliegefläche ist es aber erforderlich,
dass sich die Krümmungsradien von Formzylinder und Anliegefläche über eine gewisse
Länge entsprechen, um ein Anliegen großer Teile der Anliegefläche auf dem Formzylinder
und damit ein verbessertes Reinigungsergebnis zu erhalten. Dies gestaltet sich sehr
schwierig, wenn - wie im Verpackungstiefdruck üblich - häufige Wechsel der Drucklängen
zum Einsatz von Formzylindern unterschiedlichen Durchmessers führen. In solchen Fällen
führt die Verwendung starrer Abstreifer, wie von der
DE 100 18 995 A1 vorgeschlagen, nur zu eingeschränktem Erfolg. Die Lösung dieses Problems ist Gegenstand
des unabhängigen Verfahrensanspruchs.
[0007] Bei der Fertigung erfindungsgemäßer Abstreifer ist die Verwendung flexiblen und in
seiner Form veränderlichen Materials von Vorteil. Hierzu eignen sich gummiartige Materialien,
die jedoch auch rein synthetischer Herkunft sein können. Eine vorteilhafte Anwendung
der hier beschriebenen Abstreifer besteht in deren Einsatz in den Randbereichen des
Formzylinders. Auch die erwähnte
DE 100 18 995 A1 zeigt einen solchen Anwendungsfall.
[0008] Es ist von Vorteil, wenn ein solcher Farbabstreifer zusätzliche Mittel zum Einstellen
des Krümmungsradius aufweist. Mit "zusätzlichen Mitteln" sind Vorrichtungen gemeint,
die die Farbabstreiffläche gegen den Rand des Formzylinders pressen oder ihn in einer
für seine Abstreifungsfunktion geeigneten Position halten. Eine solche Vorrichtung
kann zu diesem Zweck Stellschrauben umfassen, die bei einem Wechsel des Formzylinders
entsprechend eingestellt werden und den Krümmungsradius zumindest von Teilen der Farbabstreiffläche
an den neuen Formzylinder anpassen. Als vorteilhaft in diesem Zusammenhang hat sich
jedoch auch die Verwendung von Federelementen aller Art erwiesen, die innerhalb ihres
Stellbereichs die Anpassung des Krümmungsradius der Abstreiffläche vornehmen können.
Um den Bereich, innerhalb dessen die Federelemente die Abstreiffläche befriedigend
an Formzylinder unterschiedlichen Durchmessers anpassen können, zu erweitern, können
wiederum einstellbare Spannmittel für die Federelemente vorgesehen werden. Insbesondere
bei Farbabstreifern, die eine Abstreiffläche aufweisen, deren Länge in Umfangsrichtung
des Formzylinders 10 cm übersteigt, ist die Verwendung von Blattfedern oder Federblechen
von Vorteil. Diese in der Regel langerstreckten Federelemente werden dann in Umfangsrichtung
des Formzylinders angeordnet.
[0009] Die Farbabstreiffläche ist eine Grenzfläche eines Körpers aus einem Material, das
derart in der radialen Richtung des Formzylinders profiliert ist, dass die Farbabstreiffläche
auf dem Formzylinder aufliegen kann, während zumindest eine andere, dem Formzylinder
zugewandte Grenzfläche des Körpers einen Abstand zu dem Formzylinder aufweist. Auf
diese Weise kann dieser Körper auf Teilen des Formzylinders aufliegen und andere Teile
des Formzylinders lediglich überdecken und damit abschirmen, ohne diese Teile zu berühren.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn die Abstreiffläche in radialer Richtung einen nennenswerten
Teil des Umfanges überstreicht. Je nach dem Umfang des Formzylinders kommen Längen
von 10 bis 50 cm und noch darüber hinaus in Frage. Vorteilhaft ist es, in einem erfindungsgemäßen
Tiefdruckwerk eine weitere Rakel anzubringen, die überschüssige Farbe von dem Formzylinder
abrakelt, nachdem dieser die Farbwanne durchlaufen hat. Dann sollte sich die Abstreiffläche
in Laufrichtung des Formzylinders direkt an das Rakel anschließen. In der Regel wird
die Lauffläche eine Grenzfläche eines Körpers sein, der das Rakel und/oder den Rakelhalter
übergreifen kann, um im Grenzbereich Rakel - Abstreiffläche Dichtigkeit herbeizuführen.
Abstreifflächen, die lediglich den Randbereich von Formzylindern abstreifen, können
in der Laufrichtung ϕ des Formzylinders an der Druckzone zwischen Presseur und Formzylinder
vorbeigreifen, wenn diese Druckzone sich nicht über die ganze Breite (Ausdehnung in
axialer Richtung z) des Formzylinders erstreckt. So können beispielsweise auf jeder
Seite der Druckzone Abstreifer vorgesehen sein, wenn der Presseur eine geringere Ausdehnung
in axialer Richtung hat als der Formzylinder.
[0011] Auf der dem Rakel abgewandten Seite der Druckzone befinden sich oft Farbwannen. Das
kann die Farbwanne sein, aus der der Formzylinder auftaucht, bevor er abgerakelt wird.
Es kann sich jedoch auch um eine vorgelagerte erste Farbwanne handeln, die beispielsweise
in Wirkverbindung mit einer Einfärbewalze eine Voreinfärbung des Formzylinders vornimmt.
[0012] Es ist vorteilhaft, Spritzer, die von der Farboberfläche dieser Farbwannen durch
die Bewegung der Walzen emporgeschleudert werden, abzufangen. Geeignete Spritzschutzvorrichtungen
dieser Art werden im Folgenden zweite Spritzschutzvorrichtungen genannt. Vorteilhafterweise
deckt der Wirkbereich dieser zweiten Spritzschutzvorrichtung zumindest die Breite
der Druckzone ab.
[0013] Weitere Details und Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen
Beschreibung und den Ansprüchen hervor.
Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Eine skizzierte Seitenansicht eines Tiefdruckwerks
- Fig. 2a
- Eine Ansicht eines Farbabstreifköpers
- Fig.2b
- Eine Ansicht desselben Farbabstreifkörpers aus anderem Blickwinkel
- Fig. 3
- Einen Schnitt durch ein Tiefdruckwerk
- Fig. 4
- Einen Schnitt durch ein Tiefdruckwerk entlang der Linie A-A
- Fig. 5
- Eine Draufsicht auf einen Formzylinder und einige farbabstreifende Elemente eines
Tiefdruckwerks von der Position des Presseurs aus
[0014] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Tiefdruckwerkes 4, bei dem
4 zwischen einem Formzylinder 1 und einem Presseur 2 ein Bedruckstoff 3 - in der Regel
Folie - in einer Druckzone 5 bedruckt wird. Hierbei dreht sich der Formzylinder 1
im Uhrzeigersinn in seiner Umfangsrichtung ϕ. Nach dem Verlassen der Druckzone 5 wird
die Umfangsfläche des Formzylinders 1 in einem ersten Farbreservoir 6 "voreingefärbt".
Dieses erste Farbreservoir 6 wird von dem Formzylinder 1 und der Einfärbewalze 7 gebildet.
Allfällige seitliche Begrenzungsflächen sind nicht dargestellt. Die Einfärbewalze
7 dreht sich in Richtung des Pfeiles 8 und rollt mit dem Formzylinder 1 ab. Die Einfärbewalze
7 ist von dem Einfärbewalzenspritzschutz 9 umgeben. Die weitere Drehung des Formzylinders
1 in der Richtung ϕ fördert die eben eingefärbten Bereiche der Umfangsfläche in den
Bereich der Farbwanne 10, in der diese Bereiche des Formzylinders das zweite Farbreservoir
11 durchlaufen. Nach dem Verlassen des Farbreservoirs 11 ist die Umfangsfläche des
Formzylinders 1 von der Spritzblende 12 von den Außenbereichen des Tiefdruckwerks
4 abgeschirmt. Diese Spritzblende 12 schließt mit dem Rakelhalter 13, der das Rakel
14 trägt, ab. Das Rakel 14 ist gegen den Formzylinder 1 angestellt und rakelt überschüssige
Farbe vor Beginn des Druckprozesses von der Umfangsfläche des Formzylinders 1 ab.
Nachdem die gerade abgerakelten Bereiche das Rakel passiert haben, kommen sie in die
konstruktiv problematische Zone im Einflussbereich sowohl des Presseurs 2 als auch
des Formzylinders 1. In diesem Bereich sind Spritzschutzvorrichtungen nicht so großflächig
und konstruktiv einfach gestaltbar wie zum Beispiel die Spritzblende 12 zwischen der
Farbwanne 10 und dem Rakelhalter 14. Spritzschutzvorrichtungen sind aber gerade hier
wichtig, da Farbspritzer, die in diesem Bereich entstehen, neben anderen Maschinenkomponenten
auch noch den Bedruckstoff 3 verunreinigen können.
[0015] Um möglichst großen Schutz vor Farbspritzern zu erzielen, greift der Farbabstreifkörper
15 entgegen der Laufrichtung ϕ über Rakel 14 und Rakelhalter 13 hinaus und bildet
in Laufrichtung ϕ des Formzylinders 1 direkt hinter dem Rakel 14 eine Farbabstreiffläche
16 aus.
[0016] In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Breite des Presseurs (axiale
Ausdehnung) geringer als die des Formzylinders und der schmälere Presseur ist in der
axialen Richtung auf dem Formzylinder zentriert. Eine solche Anordnung von Presseur
und Formzylinder ist zum Beispiel in Fig. 5 für das gezeigte Ausführungsbeispiel gezeigt.
Daher sind beide Randbereiche des Formzylinders 1 frei; hier findet kein Druckprozess
statt. Dieser Umstand erlaubt es, den Farbabstreifkörper 15 seitlich an der Druckzone
vorbeigreifen zu lassen. In Laufrichtung ϕ des Formzylinders 1 erstreckt sich der
Farbabstreifkörper in diesem Ausführungsbeispiel weiter bis in den Wirkbereich des
zweiten Spritzschutzes 27, der das erste Farbreservoir 6 nach oben hin abschließt.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der zweite Spritzschutz 27 über
die ganze Breite des Formzylinders 1 und übergreift den Farbabstreifkörper 15.
[0017] Der zweite Spritzschutz 27 besitzt Stege 28, mit denen 28 er 27 auf der Umfangsfläche
des Formzylinders gleitet, so dass kein geschlossenes Aufliegen des Endbereichs des
zweiten Spritzschutzes 27 auf der Umfangsfläche des Formzylinders zustande kommt.
Auf der anderen Seite des zweiten Spritzschutzes 27 ist dieser mit der Halterung 19
an dem Einfärbewalzenspritzschutz 9 angelenkt.
[0018] Angesichts des allfälligen Vorhandenseins des Presseurs 2 im Bereich der Druckzone
5 sollte die Ausdehnung des Farbabstreifkörpers 15 im Bereich der Druckzone auf die
axialen z Randbereiche des Formzylinders beschränkt sein. In den der Druckzone 5 in
Bewegungsrichtung des Formzylinders ϕ vor- und nachgelagerten Bereichen könnte der
Farbabstreifkörper durchaus deutlich größere Bereiche oder gar die ganze Breite des
Formzylinders überdecken. Dieser Umstand bedeutet jedoch keineswegs, dass der Farbstreifkörper
16 mit seiner ganzen, dem Formzylinder 1 zugewandten Grenzfläche eine Berührungsfläche
oder für die Zwecke dieser Anmeldung Farbabstreiffläche bildet. So können Teile der
dem Formzylinder zugewandten Seite des Farbabstreifkörpers 15 auf dem Formzylinder
1 aufliegen und damit eine Abstreiffläche 16 bilden, während andere Teile der dem
Formzylinder 1 zugewandten Seite noch einen Abstand zur Umfangsfläche des Formzylinders
haben und damit zwar keine Farbe unmittelbar abstreifen, aber sich vom Formzylinder
lösende Farbtropfen abfangen können und damit als eine weitere im Abstreifkörper integrierte
Spritzblende 17 dienen. Dieser Effekt kann dadurch herbeigeführt werden, dass die
dem Formzylinder zugewandete Seite des Farbabstreifkörpers 15 profiliert ist.
[0019] In den Figuren 2a und 2b ist dies anhand eines Ausführungsbeispiels eines aus dem
Tiefdruckwerk gelösten Abstreifkörpers 15 verdeutlicht. Dieser Abstreifkörper könnte
die Position des in Figur 1 gezeigten Anstreifkörpers einnehmen. Die in den Figuren
eingezeichneten Pfeile z, r und ϕ bezeichnen die Raumrichtungen, die der Abstreifkörper
15 in seiner Einbaulage im Zylinderkoordinatensystem des Formzylinders einnimmt. Der
Farbabstreifkörper 15 ist streifenförmig ausgeprägt. Die Seite des Farbabstreifkörpers,
die in der Einbaulage (vergleiche Figur 1) dem Formzylinder 1 zugewandt ist, ist derart
profiliert, das sie in der radialen r Richtung des Formzylinders 1 zwei Noppen ausbildet.
Die eine Noppe 29 dient als Haltelippe 29, während die andere Noppe in der Einbaulage
des Abstreifkörpers 15 in Kontakt mit der Umfangsfläche des Formzylinders 1 steht
und dabei die Abstreiffläche 16 ausbildet. Die größeren Teile der dem Formzylinder
zugewandten Fläche des Abstreifkörpers 15 sind jedoch in der Einbaulage noch immer
zum Formzylinder beabstandet. Diese Teile der Fläche dienen als Spritzblende 17 des
Abstreifkörpers 15. Der dargestellte Abstreifkörper 15 verfügt noch über eine Arretierungsbohrung
18, in die in der Einbaulage des Abstreifkörpers ein Stift oder eine Schraube hereingreift,
um zu verhindern, dass der Abstreifkörper 15 von dem Formatzylinder 1 bei seiner Drehbewegung
mitgerissen wird.
[0020] Figur 3 zeigt diesen Abstreifkörper 15 in seiner Einbauposition in einem Schnitt
entlang der Hauptsymmetrieachse des Formzylinders 1. Bei diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist der Abstreifkörper 15 von dem Halter 19 gehalten. Der Formzylinder
1 besitzt einen Schaft 22. Die gezeigte Anordnung kann sich in spiegelverkehrter Anordnung
ebenfalls am anderen axialen Ende der Formzylinders befinden. In dieser Figur sind
zusätzliche Mittel 21, 22 zum Einstellen des Krümmungsradius der Abstreiffläche gezeigt.
Sie bestehen in dem Federblech 21 sowie den Vorspannelementen 20, deren Funktion anhand
der Figur 4, die diese Anordnung aus einem anderen Blickwinkel zeigt, klarer wird.
Die Position der Vorspannelemente 20 ist veränderbar, so dass das Federblech 21 unterschiedlich
gespannt werden kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel vermittelt das Federblech
dem Abstreifkörper 15 über das Druckelement 23 eine Kraft, die den Abstreifkörper
15 an den Formzylinder 1 und das Rakel 14 andrückt. An dem Druckelement 23 befindet
sich auch der Arretierstift 24, der in die Arretierbohrung 18 des Abstreifkörpers
15 hineingreift.
[0021] Zu erwähnen ist noch der Halter 25 des Abstreifkörpers, an dem zumindest der Abstreifkörper
15 und die Spannelemente 21 angebracht sind. Der Übersicht halber zeigt noch einmal
die Figur 5 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung von der Seite, die
normalerweise durch den Presseur 2 eingenommen wird. Allfällige Halteelemente, Antriebsvorrichtungen
und Ähnliches wurden hierbei nicht dargestellt. Die gestrichelten Linien bezeichnen
verdeckte Kanten.
[0022] Die Linie 30 symbolisiert die Hauptsymmetrieachse des Formzylinders. Wenn der Presseur
in seine Arbeitsstellung gebracht wird, fluchtet aus diesem Blickwinkel die Hauptsymmetrieachse
des Presseurs mit der 30 des Formzylinders. Die Druckzone 5 ist in übertriebener .Rechteckform
dargestellt.
[0023] Sie überstreicht nicht die gesamte Breite des Formzylinders, so dass an den axialen
Enden des Formzylinders noch Platz für den Spritzschutz verbleibt. In der Regel sind
erfindungsgemäße Druckwerke Bestandteile von Mehrfarben Reihentiefdruckmaschinen.
Der Verpackungsdruck ist ein bevorzugtes Einsatzfeld dieser Maschinen. Ein Farbabstreifer
26 im Sinne dieser Druckschrift umfasst alle Vorrichtungselemente, die Farbe abstreifen
sowie die dazu nötige Abstreiffläche 16 in ihrer Arbeitsposition halten und andrücken.
In einem Tiefdruckwerk 4 wie es in den Figuren 3 und 4 gezeigt ist, gehören damit
der Abstreifkörper 15 mit der Haltelippe 29, der Halter 25, die Vorspannelemente 21
und das Federblech 20 mit dem Druckelement 23 und dem Arretierstift 24 zum Farbabstreifer
26.
[0024] Die Grenzfläche des Farbabstreifkörpers 15, die in der Arbeitsposition auf dem Formzylinder
1 aufliegt, ist die Farbabstreiffläche.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Formzylinder |
| 2 |
Presseur |
| 3 |
Bedruckstoff |
| 4 |
Tiefdruckwerk |
| 5 |
Druckzone |
| 6 |
erstes Farbreservoir |
| 7 |
Einfärbewalze |
| 8 |
Pfeil in Drehrichtung der Einfärbewalze |
| 9 |
Einfärbewalzenspritzschutz |
| 10 |
Farbwanne |
| 11 |
zweites Farbreservoir |
| 12 |
Spritzblende zwischen Farbwanne und Rakelhalter |
| 13 |
Rakelhalter |
| 14 |
Rakel |
| 15 |
Abstreifkörper |
| 16 |
Abstreiffläche |
| 17 |
zweiter Spritzschutz |
| 18 |
Arretierungsbohrung |
| 19 |
Halterung des zweiten Spritzschutzes |
| 20 |
Vorspannelemente |
| 21 |
Federblech |
| 22 |
Schaft des Formzylinders |
| 23 |
Druckelement |
| 24 |
Arretierstift für den Abstreifkörper |
| 25 |
Halter |
| 26 |
Farbabstreifer |
| 27 |
zweiter Spritzschutz |
| 28 |
Stege am zweiten Spritzschutz |
| 29 |
Haltelippe des Abstreifkörpers / Noppen |
| 30 |
Hauptsymmetrieachse |
| r |
radiale Richtung des Formzylinders |
| z |
axiale Richtung des Formzylinders |
| ϕ |
Laufrichtung des Formzylinders (Umfangsrichtung) |
1. Tiefdruckwerk (4), welches einen Formzylinder (1) umfasst, an dem (1) zumindest ein
Farbabstreifer (26) angestellt ist, der eine Farbabstreiffläche (16) aufweist, die
zumindest in Teilbereichen des Formzylinders (1) in Berührung mit der Umfangsfläche
des Formzylinders (1) steht,
wobei der Krümmungsradius der Farbabstreiffläche (16) zumindest über Teilbereiche
ihrer Erstreckung in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders (1) an den Krümmungsradius
des Formzylinders (1) anpassbar ist
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Farbabstreiffläche (16) den Formzylinder lediglich an einem Rand des Formzylinders
(1) berührt
- und der Farbabstreifer (26) Mittel zum Einstellen des Krümmungsradius (21, 20) aufweist,
welche die Farbabstrelffläche (16) gegen die Umfangsfläche des Formzylinders (1) pressen.
2. Tiefdruckwerk (4) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbabstreiffläche (16) eine Grenzfläche zumindest eines Abstreiflcörpers (15)
ist, der (15) aus einem flexiblen und/oder in seiner Form veränderlichen Material
besteht.
3. Tiefdruckwerk (4) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Farbabstreifkörper (15) aus Ethylen-Propylen-Dlen-Monomer (EPDM) besteht.
4. Tiefdruckwerk (4) nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Farbabstreifer (26) Federelemente (21) besitzt, welche die Farbabstreiffläche
(16) gegen die Umfangsfläche des Formzylinders (1) pressen und hierbei zumindest einen
Teil der gesamten Anpresskraft zwischen Farbabstreiffläche (16) und Formzylinder (1)
aufbringen.
5. Tiefdruckwerk (4) nach dem vorstehenden Anspruch,
gekennzeichnet durch
Federelemente (21), die durch Spannelemente (20) vorgespannt werden, wobei die Federelemente (21) In einem Winkelbereich
der Umfangsfläche des Formzylinders im wesentlichen parallel zu der Umfangsfläche
des Formzylinders verlaufen.
6. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbabstreiffläche (16) eine Grenzfläche eines Körpers (15) aus einem Material
ist, das derart in der radialen Richtung (ϕ) des Formzylinders (1) profiliert ist,
dass die Farbabstreiffläche (16) auf dem Formzylinder (1) aufliegen kann, während
zumindest eine andere dem Formzylinder (1) zugewandte Grenzfläche des Körpers (15)
einen Abstand zu dem Formzylinder (1) aufweist.
7. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge der Farbabstreiffläche (16) in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders
(1) mindestens 10 cm beträgt.
8. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge der Farbabstreiffläche (16) in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders
(1) mindestens 20 cm beträgt.
9. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge der Farbabstreiffläche (16) in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders
(1) mindestens 30 cm beträgt.
10. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbabstreiffläche (16) eine Grenzfläche eines Körpers (15) ist, der in der Umfangsrichtung
(ϕ) des Formzylinders über ein Rakel (14), das sich entlang der axialen Richtung (z)
des Formzylinders (1) erstreckt und gegen diesen (1) anstellbar ist, hinausgreift.
11. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckzone (5) zwischen dem Presseur (2) und dem Formzylinder (1) weniger als die
gesamte Breite des Formzylinders in seiner axialen Richtung (z) umfasst.
12. Tiefdruckwerk (4) nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbabstreiffläche (16) in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders (1) an der
Druckzone (5), welche in der axialen Richtung (z) des Formatzylinders (1) einen Abstand
zu der Farbabstreiffläche (16) aufweist, vorbeigreift.
13. Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbabstreiffläche (16) in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formatzylinders (1) eine
Ausdehnung besitzt, die bis in den Wirkbereich einer zweiten Spritzschutzvorrichtung
(27) reicht.
14. Tiefdruckwerk (4) nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wirkbereich der zweiten Spritzschutzvorrichtung (27) einen Großteil der axialen
Erstreckung des Formzylinders (1) umfasst.
15. Tiefdruckwerk (4) nach den drei vorstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Spritzschutz (27) derart zu zumindest einem Farbreservoir (6, 11) angeordnet
ist, dass er den Austritt von Farbtropfen aus diesem Farbreservoir (6, 11) einschränkt.
16. Tiefdruckmaschine (4), die zumindest ein Tiefdruckwerk (4) nach einem der vorstehenden
Ansprüche umfasst.
17. Verfahren zum Austausch eines alten Formzylinders (1) eines Tiefdruckwerks (4) durch
einen neuen Formzylinder (1) anderen Umfanges,
- bei dem (4) ein Farbabstreifer (26), der eine Farbabstreiffläche (16) aufweist,
die zumindest mit Teilbereichen des neuen Formzylinders (1) in Berührung bringbar
ist, gegen den neuen Formzylinder (1) angestellt wird
- und der Krümmungsradius der Farbabstreiffläche (16) zumindest über Teilbereiche
ihrer Erstreckung in der Umfangsrichtung (ϕ) des Formzylinders (1) an den Krümmungsradius
des Formzylinders (1) angepasst wird
dadurch gekennzeichnet, dass
• die Farbabstreiffläche (16) den Formzylinder lediglich an einem Rand des Formzylinders
(1) berührt
• und der Krümmungsradius des Farbabstreifers (26) mit Mitteln zum Einstellen des
Krümmungsradius (21, 20) eingestellt wird, wobei die Mittel zum Einstellen des Krümmungsradius
(21, 20) die Farbabstreiffläche (16) gegen die Umfangsfläche des Formzylinders (1)
pressen.
1. Gravure printing unit (4) comprising a gravure cylinder (1) containing (1) at least
an ink wiper (26) which contains a ink wiping surface (16) which is in at least in
contact with some parts of the peripheral area of the gravure cylinder (1),
whereby the radius of curvature of the ink wiping surface (16) is adjustable to the
radius of curvature of the gravure cylinder (1) over partial adjustment ranges of
its extension in the circumferential direction (ϕ) of the gravure cylinder (1),
characterised in that
- the ink wiping surface (16) touches the gravure cylinder only at one edge of the
gravure cylinder (1)
- and the ink wiper (26) shows media for adjustment of the bending radius (21,20)
which presses the ink wiping surface (16) to the peripheral area of the gravure cylinder
(1).
2. Gravure printing unit (4) according to claim 1,
characterised in that
the ink wiping surface (16) is an interface of a least one wiping body (15) which
(15) consists of a flexible and/or material which is changeable in design.
3. Gravure printing unit (4) according to claim 2,
characterised in that
the ink wiping surface (15) consists of Ethylene-Propylen-Dlen-Monomer rubber (EPDM).
4. Gravure printing unit (4) according to the preceding claim,
characterised in that
the ink wiper (26) comprises spring elements (20) pressing the ink wiping surface
(16) on the peripheral area of the gravure cylinder (1), whereby they (20) provide
at least a part of the whole contact force between the ink wiping surface (16) and
the gravure cylinder (1).
5. Gravure printing unit (4) according to the preceding claim,
characterised by
spring elements (21) which are pre-stressed by clamping elements (20) whereby the
spring elements (21) are arranged in an angle range of the peripheral area of the
gravure cylinder parallel to the peripheral area of the gravure cylinder.
6. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the ink wiping surface (16) is an interface of a body (15) made of a material which
is profiled in the radial direction (ϕ) of the gravure cylinder (1) in such a way
that the ink wiping surface (16) can be overlie on the gravure cylinder (1) while
at least another interface of the body (15) which is turned to the gravure cylinder
(1) discloses a distance to the gravure cylinder (1).
7. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the length of the ink wiping surface (16) in peripheral direction (ϕ) of the gravure
cylinder (1) amounts to at least 10 cm.
8. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the length of the ink wiping surface (16) in peripheral direction (ϕ) of the gravure
cylinder (1) amounts to at least 20 cm.
9. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the length of the ink wiping surface (16) in peripheral direction (ϕ) of the gravure
cylinder (1) amounts to at least 30 cm.
10. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the ink wiping surface (16) is an interface of a body (15) which (15) graps beyond
a doctor blade in the peripheral direction of the gravure cylinder which (14) extends
along the axial direction of the gravure cylinder and which (14) can be engaged against
the gravure cylinder (1).
11. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the printing zone (5) between the impression roller (2) and the gravure cylinder (1)
is less than the whole width of the gravure cylinder in its axial direction (z).
12. Gravure printing unit (4) according to the preceding claim,
characterised in that
the ink wiping surface (16) gribs over the printing zone (5) in peripheral direction
(ϕ) of the gravure cylinder (1) which has a distance to the ink wiping surface (16)
in axial direction (z) of the gravure cylinder (1).
13. Gravure printing unit (4) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the ink wiping surface (16) extends in peripheral direction (ϕ) of the gravure cylinder
(1) to the effective range of a second splash guard device (27).
14. Gravure printing unit (4) according to the preceding claim,
characterised in that
the effective range of the second splash guard device (27) comprises a bigger part
of the axial expansion of the gravure cylinder (1).
15. Gravure printing unit (4) according to the three preceding claims,
characterised in that
the second splash guard (27) is arranged to at least one ink reservoir (6, 11) in
such a way that it controls the escape of ink drops from this ink reservoir (6, 11).
16. Gravure printing machine (4) comprising at least a gravure printing unit (4) according
to one of the preceding claims.
17. Process for exchanging an old gravure cylinder (1) of a gravure printing unit (4)
by a new gravure cylinder (1) of another shape,
- whereby (4) an ink wiper (26) which comprises an ink wiping surface (16) which can
be brought into contact with at least parts of the new gravure cylinder (1) is pushed
against the new gravure cylinder (1)
- and the radius of curvature of the ink wiping surface (16) is adjustable regarding
the radius of curvature of the gravure cylinder (1) at least over parts of its expansion
in peripheral direction (ϕ) of the gravure cylinder (1),
characterised in that
- the ink wiping surface (16) contacts the gravure cylinder only at one edge of the
gravure cylinder (1)
- and the radius of curvature of the ink wiper (26) is adjustable by adjustment means
of the radius of curvature (21, 20) whereby the adjustment means of the radius of
curvature (21, 20) pushes the ink wiping surface (16) against the peripheral area
of the gravure cylinder (1).
1. Dispositif d'héliogravure (4), doté d'un cylindre porte-cliché (1), auquel (1) est
appliqué au moins une racle d'encre (26) qui présente une face de raclage d'encre
(16) qui, au moins dans des zones partielles du cylindre porte-cliché (1), est en
contact avec la face périphérique du cylindre porte-cliché (1),
où le rayon de courbure de la face de raclage d'encre (16), au moins sur des zones
partielles de son extension dans la direction périphérique (ϕ) du cylindre porte-cliché
(1) est adaptable au rayon de courbure du cylindre porte-cliché (1),
caractérisé en ce que
- la face de raclage d'encre (16) vient en contact avec le cylindre porte-cliché uniquement
à un bord du cylindre porte-cliché (1),
- et la racle d'encre (26) présente des moyens pour le réglage du rayon de courbure
(21, 20) qui appliquent par pression la face de raclage d'encre (16) à la face périphérique
du cylindre porte-cliché (1).
2. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la face de raclage d'encre (16) est une face limite d'au moins un corps de raclage
(15) qui (15) est réalisé en un matériau flexible et/ou à forme modifiable.
3. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le corps de raclage d'encre (15) est constitué d'éthylène-propylène-diène monomère
(EPDM).
4. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la racle d'encre (26) possède des éléments de ressort (21) qui appliquent par pression
la face de raclage d'encre (16) à la face périphérique du cylindre porte-cliché (1)
et, ce faisant, appliquent au moins une partie de toute la force de pression entre
la face de raclage d'encre (16) et le cylindre porte-cliché (1).
5. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication précédente, caractérisé par des éléments de ressort (21) qui sont précontraints par des éléments tendeurs (20),
où les éléments de ressort (21) s'étendent dans une zone angulaire de la face périphérique
du cylindre porte-cliché sensiblement parallèlement à la face périphérique du cylindre
porte-cliché.
6. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la face de raclage d'encre (16) est une face limite d'un corps (15) en un matériau
qui est profilé de telle sorte dans la direction radiale (ϕ) du cylindre porte-cliché
(1) que la face de raclage d'encre (16) peut reposer sur le cylindre porte-cliché
(1) tandis qu'au moins une autre face limite du corps (15) orientée vers le cylindre
porte-cliché (1) présente un écart au cylindre porte-cliché (1).
7. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la face de raclage d'encre (16) dans la direction périphérique (ϕ)
du cylindre porte-cliché (1) est au moins de 10 cm.
8. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la face de raclage d'encre (16) dans la direction périphérique (ϕ)
du cylindre porte-cliché (1) est au moins de 20 cm.
9. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la face de raclage d'encre (16) dans la direction périphérique (ϕ)
du cylindre porte-cliché (1) est au moins de 30 cm.
10. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la face de raclage d'encre (16) est une face limite d'un corps (15) qui, dans la
direction périphérique (ϕ) du cylindre porte-cliché, passe au-delà d'une racle (14)
qui s'étend dans la direction axiale (z) du cylindre porte-cliché (1) et est applicable
à celui-ci (1).
11. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de pression (5) entre le presseur (2) et le cylindre porte-cliché (1) comprend
moins que la largeur totale du cylindre porte-cliché dans sa direction axiale (z).
12. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la face de raclage d'encre (16), dans la direction périphérique (ϕ) du cylindre porte-cliché
(1), passe devant la zone de pression (5) qui présente dans la direction axiale (z)
du cylindre porte-cliché (1) un écart à la face de raclage d'encre (16).
13. Dispositif d'héliogravure (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la face de raclage d'encre (16) possède dans la direction périphérique (ϕ) du cylindre
porte-cliché (1) une extension qui s'étend jusque dans la zone active d'un deuxième
dispositif de protection (27) contre des éclaboussures.
14. Dispositif d'héliogravure (4) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la zone active du deuxième dispositif de protection (27) contre les éclaboussures
comprend une grande partie de l'extension axiale du cylindre porte-cliché (1).
15. Dispositif d'héliogravure (4) selon les trois revendications précédentes, caractérisé en ce que la seconde protection contre les éclaboussures (27) est disposée de telle sorte à
au moins un réservoir d'encre (6, 11) qu'elle limite la sortie de gouttes d'encre
de ce réservoir d'encre (6, 11).
16. Dispositif d'héliogravure (4), qui comprend au moins un mécanisme d'héliogravure (4)
selon l'une des revendications précédentes.
17. Procédé pour échanger un cylindre porte-cliché ancien (1) d'un mécanisme d'héliogravure
(4) par un cylindre porte-cliché nouveau (1) d'un autre pourtour,
- dans lequel (4) une racle d'encre (26), qui présente une face de raclage d'encre
(16), qui peut être amenée en contact au moins avec des zones partielles du cylindre
porte-cliché nouveau (1), est appliquée au nouveau cylindre porte-cliché (1),
- et le rayon de courbure de la face de raclage d'encre (16) est adapté au moins sur
des zones partielles
de son extension dans la direction périphérique (ϕ) du cylindre porte-cliché (1) au
rayon de courbure du cylindre porte-cliché (1),
caractérisé en ce que
- la face de raclage d'encre (16) vient en contact avec le cylindre porte-cliché uniquement
à un bord du cylindre porte-cliché (1),
- et le rayon de courbure de la racle d'encre (26) est réglé avec des moyens de réglage
du rayon de courbure (21, 20), où les moyens pour le réglage du rayon de courbure
(21, 20) appliquent par pression la face de raclage d'encre (16) à la face périphérique
du cylindre porte-cliché (1).
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