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EP 1 817 463 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
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Anmeldetag: 22.11.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/013218 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/056215 (01.06.2006 Gazette 2006/22) |
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VERFAHREN ZUR KORREKTUR VON HÖHENLAGEFEHLERN EINES GLEISES
METHOD FOR CORRECTING HEIGHT DEFECTS IN A TRACK
PROCEDE DE CORRECTION D'ERREURS DE HAUTEUR D'UN RAIL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK
TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.08.2007 Patentblatt 2007/33 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- THEURER, Josef
A-1010 Wien (AT)
- LICHTBERGER, Bernhard
A-4230 Pregarten (AT)
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 953 467
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US-A- 6 154 973
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Korrektur von Höhenlagefehlern eines Gleises,
wobei dieses unter Anheben in eine vorläufige Soll-Lage unterstopft und nachfolgend
im Rahmen einer Gleisstabilisation durch Aufbringen einer statischen Auflast in Verbindung
mit Querschwingungen schließlich kontrolliert in eine endgültige Soll-Lage abgesenkt
wird.
[0002] Durch
US 6 154 973 ist ein Verfahren zur Gleislagekorrektur bekannt, bei dem nach der Unterstopfung
des Gleises die Gleislage aufgemessen wird, um langwellige Lagefehler zu eruieren.
Anschließend erfolgt durch den Einsatz eines Gleisstabilisators eine kontrollierte
Absenkung des Gleises in eine endgültige Soll-Lage, wobei durch Änderung der statischen
Auflast bzw. der Querschwingungen die langwelligen Fehler eliminiert werden.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der gattungsgemäßen Art, mit dem die Dauerhaftigkeit der korrigierten Gleislage verbessert
werden kann.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Verfahren der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass das Gleis mit einer zu dem jeweiligen Fehlerwert des Höhenlagefehlers
korrelierenden Überhöhung über die endgültige Soll-Lage hinaus angehoben und unterstopft
wird.
[0005] Durch diese in Relation zu den Höhenlagefehlern gezielte Überhöhung des Gleises werden
Abschnitte mit größeren Höhenlagefehlern - im Rahmen der nachfolgenden Gleisstabilisation
- automatisch stärker verdichtet. Damit kann zuverlässig verhindert werden, dass diese
Gleisabschnitte durch die Verkehrsbelastung relativ rasch wieder in ihre alte fehlerhafte
Lage absinken. Dabei ist von besonderem Vorteil, dass dieser Effekt lediglich mit
minimalem zusätzlichen Aufwand erzielbar ist.
[0006] Weitere Vorteile und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen
und der Zeichnung.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Maschine zur Gleislagekorrektur, und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung verschiedener Zustände der Gleislage.
[0008] Eine in Fig. 1 ersichtliche Maschine 1 für die Lagekorrektur eines Gleises 2 weist
einen aus zwei Rahmenteilen 3,4 zusammengesetzten Maschinenrahmen 6 sowie Schienenfahrwerke
7 auf. Der - bezüglich einer Arbeitsrichtung 8 - vordere Rahmenteil 3 weist ein Stopfaggregat
9 zum Unterstopfen von Schwellen 10 auf. Dem hinteren Rahmenteil 4 sind Stabilisationsaggregate
11 zugeordnet, die mit einer vertikalen Auflast auf das Gleis 2 anpreßbar sind und
dieses gleichzeitig in Querschwingungen versetzen.
[0009] Das auf dem vorderen Rahmenteil 3 positionierte Stopfaggregat 9 ist gemeinsam mit
einem vorgeordneten Gleishebeaggregat 12 auf einem Satellitenrahmen 13 angeordnet.
Dieser ist mit einem vorderen Ende durch einen Antrieb 5 längsverschiebbar auf dem
Rahmenteil 3 gelagert, während ein hinteres Ende auf einem eigenen Schienenfahrwerk
7 abgestützt ist. Über diesem befindet sich eine mit dem vorderen Rahmenteil 3 verbundene
Arbeitskabine 14 mit einer Steuereinrichtung 15. Für die Gleislagekorrektur ist ein
Messachsen 16 aufweisendes Bezugsystem 17 vorgesehen.
[0010] Die x-Achse eines in Fig. 2 ersichtlichen Diagramms stellt die Gleislänge, die y-Achse
die Höhenlagefehler dar. Eine durch das Bezugsystem 17 registrierte Ist-Lage X
i des Gleises 2 ist durch unterschiedlich große Fehlerwerte von Höhenlagefehlern y-
gekennzeichnet. Bisher war es üblich, das Gleis in eine Soll-Lage X anzuheben und
zu unterstopfen. Anschließend wurde diese ,vorläufige' Soll-Lage X durch Einwirkung
von statischer Auflast und Querschwingungen im Rahmen einer Gleisstabilisation gleichmäßig
abgesenkt und verdichtet.
[0011] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nun das Gleis 2 mit einer zu dem jeweiligen
Fehlerwert des Höhenlagefehlers y- korrelierenden Überhöhung y+ über die endgültige
Soll-Lage X hinaus angehoben und - unter Bildung einer vorläufigen Soll-Lage X
v - unterstopft. Dabei ist es wesentlich, dass die jeweilige durch einen Wegmesser
18 erfasste örtliche Position X
s sowie der - zum Höhenlagefehler y- korrelierende - Wert der Überhöhung y+ registriert
und in der Steuereinrichtung 15 gespeichert wird. Zweckmäßigerweise ist die Überhöhung
y+ jeweils proportional zum Höhenlagefehler y-.
[0012] Die nachfolgende Absenkung des Gleises 2 durch den Einsatz der Stabilisationsaggregate
11 erfolgt praktisch um die Distanz d zwischen diesen und dem Stopfaggregat 9 zeitversetzt.
Dazu wird - in Abhängigkeit der vom Wegmesser 18 registrierten Distanz d - die jeweils
gespeicherte Überhöhung y+ von der Steuereinheit 15 abgerufen und die statische Auflast
sowie die Schwingungsfrequenz der Querschwingungen der Stabilisationsaggregate 11
solange aktiviert, bis eine endgültige Soll-Lage X des Gleises 2 erreicht ist. Diese
wird durch ein dem hinteren Rahmenteil 4 zugeordnetes Bezugsystem 20 in Verbindung
mit einer Messachse 19 registriert. Bei den größeren Höhenlagefehlern y- wird automatisch
die statische Auflast und/oder die Schwingungsfrequenz erhöht. Damit ist trotz einer
kontinuierlichen Vorfahrt der Maschine 1 eine unterschiedliche Verdichtung möglich.
[0013] Durch die zu den Höhenlagefehlern y- korrelierende bzw. proportionale Überhöhung
wird der Tendenz des Gleises 2 zu einer Rückkehr zu den ,alten' - vor dem Stopfvorgang
vorhandenen - Höhenlagefehlern zuverlässig entgegengewirkt, da nunmehr Abschnitte
mit größeren Lagefehlern stärker verdichtet werden als Abschnitte mit geringen Fehlern.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren kann natürlich auch dann durchgeführt werden, wenn
sich die Stabilisationsaggregate 11 auf einem unabhängig verfahrbaren Fahrzeug, einem
sogenannten Gleisstabilisator befinden. In diesem Falle werden die erforderlichen
Daten (örtliche Position und Wert der Überhöhung) per Funk an eine Steuereinheit des
Gleisstabilisators übertragen. Um bei größeren Lagefehlern eine stärkere Absenkung
des Gleises in die Soll-Lage X zu erzielen, wäre es auch möglich, die Vorfahrtgeschwindigkeit
des Gleisstabilisators zu variieren.
1. Verfahren zur Korrektur von Höhenlagefehlern (y-) eines Gleises (2), wobei dieses
unter Anheben in eine vorläufige Soll-Lage (Xv) unterstopft und nachfolgend im Rahmen einer Gleisstabilisation durch Aufbringen
einer statischen Auflast in Verbindung mit Querschwingungen schließlich kontrolliert
in eine endgültige Soll-Lage (X) abgesenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleis (2) mit einer zu dem jeweiligen Fehlerwert des Höhenlagefehlers (y-) korrelierenden
Überhöhung (y+) über die endgültige Soll-Lage (X) hinaus angehoben und unterstopft
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert sowie die örtliche Position (xs) der jeweiligen Überhöhung (y+) gespeichert
und zur Steuerung der Gleisabsenkung durch die Gleisstabilisation verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der nachfolgenden Gleisstabilisation zur Absenkung des Gleises (2) in die Soll-Lage
X die vertikale Auflast in Abhängigkeit von den Höhenlagefehlern (y-) geändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der nachfolgenden Gleisstabilisation zur Absenkung des Gleises (2) in die Soll-Lage
X eine Schwingungsfrequenz der Querschwingungen in Abhängigkeit von den Höhenlagefehlern
(y-) geändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Absenkung des Gleises (2) in die Soll-Lage X eine Vorfahrtgeschwindigkeit einer
die Gleisstabilisation durchführenden Maschine in Abhängigkeit von den Höhenlagefehlern
(y-) geändert wird.
1. A method of correcting vertical geometry faults (y-) of a track (2), wherein said
track is tamped while being lifted into a preliminary target position (Xv) and subsequently, within the scope of a track stabilization, is finally lowered
in a controlled way into a final target position (X) by application of a static load
in connection with transverse vibrations, characterized in that the track (2) is lifted beyond the final target position (X) with a superelevation
(y+) correlating to the respective fault value of the vertical geometry fault (y-),
and tamped.
2. A method according to claim 1, characterized in that the value as well as the local position (xs) of the respective superelevation (y+)
is stored and used for controlling the lowering of the track by means of the track
stabilization.
3. A method according to claim 2, characterized in that, during the subsequent track stabilization for lowering the track (2) into the target
position X, the vertical load is changed in dependence upon the vertical geometry
faults (y-).
4. A method according to claim 2 or 3, characterized in that, during the subsequent track stabilization for lowering the track (2) into the target
position X, a vibration frequency of the transverse vibrations is changed in dependence
upon the vertical geometry faults (y-).
5. A method according to claim 1, characterized in that, for lowering the track (2) into the target position X, a speed of advance of a machine
carrying out the track stabilization is changed in dependence upon the vertical geometry
faults (y-).
1. Procédé pour corriger des erreurs de position en hauteur (y-) d'une voie ferrée (2),
celle-ci subissant un bourrage inférieur en étant soulevée dans une position de consigne
provisoire (Xv) et étant ensuite abaissée de manière enfin contrôlée dans une position de consigne
définitive (X) dans le cadre d'une stabilisation de voie en appliquant une charge
statique en liaison avec des oscillations transversales, caractérisé en ce que la voie ferrée (2) est soulevée et subit un bourrage inférieur avec un surhaussement
(y+) au-dessus de la position de consigne définitive (X) étant en corrélation avec
la valeur d'erreur respective de l'erreur de position en hauteur (y-).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur ainsi que la position locale (xs) du surhaussement respectif (y+) sont
mémorisées et utilisées pour commander l'abaissement de voie par la stabilisation
de voie.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la charge verticale est modifiée en fonction des erreurs de position en hauteur (y-)
lors de la stabilisation de voie suivante pour l'abaissement de la voie ferrée (2)
dans la position de consigne X.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une fréquence d'oscillation des oscillations transversales est modifiée en fonction
des erreurs de position en hauteur (y-) lors de la stabilisation de voie suivante
pour l'abaissement de la voie ferrée (2) dans la position de consigne X.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une vitesse d'avance d'une machine exécutant la stabilisation de voie est modifiée
en fonction des erreurs de position en hauteur (y-) pour l'abaissement de la voie
ferrée (2) dans la position de consigne X.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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