Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Verbrennung
von Wasserstoff enthaltenden oder aus Wasserstoff bestehenden gasförmigen Brennstoff
mit einen Brenner, der einen Drallerzeuger vorsieht, in den Flüssigbrennstoff, bspw.
Erdöl, zentral längs einer Brennerachse unter Ausbildung einer sich kegelförmig ausbildenden
Flüssigbrennstoffsäule einspeisbar ist, die von einem tangential in den Drallerzeuger
einströmenden rotierenden Verbrennungsluftstrom umschlossen und durchmischt wird.
In den durch tangentiale Lufteintrittsschlitze in den Drallerzeuger eintretenden Verbrennungsluftstrom
sind zudem Mittel zur Einspeisung gasförmigen Brennstoffs, bspw. Erdgas, vorgesehen.
Stand der Technik
[0002] Motiviert durch das nahezu weltweite Bestreben hinsichtlich der Reduzierung des Austosses
von Treibhausgasen in die Atmosphäre, nicht zuletzt festgelegt im sogenannten Kioto-Protokoll,
soll die im Jahre 2010 zu erwartende Emission von Treibhausgasen auf den gleichen
Stand reduziert werden wie im Jahre 1990. Zur Umsetzung dieses Vorhabens bedarf es
großer Anstrengungen, insbesondere den Beitrag an anthroprogen-bedingten CO
2-Freisetzungen zu reduzieren. Etwa ein Drittel des durch den Menschen in die Atmosphäre
freigesetzten CO
2 ist auf die Energieerzeugung zurückzuführen, bei der zumeist fossile Brennstoffe
in Kraftwerksanlagen zur Stromerzeugung verbrannt werden. Insbesondere durch den Einsatz
moderner Technologien sowie durch zusätzliche politische Rahmenbedingungen kann auf
dem Energie erzeugenden Sektor ein erhebliches Einsparungspotential zur Vermeidung
eines weiter zunehmenden CO
2-Austosses gesehen werden.
[0003] Eine an sich bekannte und technisch beherrschbare Möglichkeit die CO
2-Emission in Verbrennungskraftwerken zu reduzieren, besteht im Entzug von Kohlenstoff
aus dem zur Verbrennung gelangenden Brennstoffen noch vor Einleiten des Brennstoffes
in die Brennkammer. Dies setzt entsprechende Brennstoffvorbehandlungen voraus, wie
beispielsweise die teilweise Oxidation des Brennstoffes mit Sauerstoff und/oder eine
Vorbehandlung des Brennstoffes mit Wasserdampf. Derartig vorbehandelte Brennstoffe
weisen zumeist einen grossen Anteil von H
2 und CO auf, und verfügen je nach Mischungsverhältnissen über Heizwerte, die in der
Regel unter jenen von natürlichem Erdgas liegen. In Abhängigkeit ihres Heizwertes
werden derartig synthetisch hergestellten Gase als Mbtu- oder Lbtu-Gase bezeichnet,
die sich nicht ohne weiteres für den Einsatz in herkömmlichen, für die Verbrennung
von Naturgasen wie Erdgas konzipierte Brennern eignen, wie sie beispielsweise der
EP 0 321 809 B1,
EP 0 780 629 A2,
WO 93/17279 sowie der
EP 1 070 915 A1 entnehmbar sind. In allen vorstehenden Druckschriften sind Brenner vom Typ der Brennstoffvormischung
beschrieben, bei denen jeweils eine sich in Strömungsrichtung konisch erweiternde
Drallströmung aus Verbrennungsluft und beigemischtem Brennstoff erzeugt wird, die
in Strömungsrichtung nach Austritt aus dem Brenner möglichst nach Erreichen eines
homogenen Luft-Brennstoff-Gemisches durch den zunehmenden Drall instabil wird und
in eine ringförmige Drallströmung mit Rückströmung im Kern übergeht.
[0004] Je nach Brennerkonzept sowie in Abhängigkeit der Brennerleistung wird der sich im
inneren des Vormischbrenners ausbildenden Drallströmung flüssiger und/oder gasförmiger
Brennstoff zur Ausbildung eines möglichst homogenen Brennstoff-Luftgemisches eingespeist.
Gilt es jedoch, wie vorstehend erwähnt, zu Zwecken einer reduzierten Schadstoff-,
insbesondere CO
2-Emission synthetisch aufbereitete, gasförmige Brennstoffe alternativ zu oder in Kombination
mit der Verbrennung herkömmlicher Brennstoffarten einzusetzen, so ergeben sich besondere
Anforderungen an die konstruktive Auslegung herkömmlicher Vormischbrennersysteme.
So erfordern Synthesegase zur Einspeisung in Brennersysteme einen vielfachen Brennstoff-Volumenstrom
gegenüber vergleichbaren mit Erdgas betriebenen Brennern, so dass sich deutlich unterschiedliche
Strömungsimpulsverhältnisse ergeben. Aufgrund des hohen Anteils an Wasserstoff im
Synthesegas und der damit verbundenen niedrigen Zündtemperatur und hohen Flammengeschwindigkeit
des Wasserstoffes, besteht eine hohe Reaktionsneigung des Brennstoffes, die zu einer
erhöhten Rückzündgefahr führt. Um dies zu vermeiden, gilt es die mittlere Verweilzeit
von zündfähigem Brennstoff-Luftgemisch innerhalb des Brenners möglichst zu reduzieren.
[0005] In der
EP 0 908 671 B1, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird, ist ein Verfahren sowie
ein Brenner zur Verbrennung von gasförmigen, flüssigen sowie von mittel- oder niederkalorischen
Brennstoffen beschrieben. In diesem Fall wird ein Doppelkegelbrenner mit nach geschalteter
Mischstrecke gemäß der
EP 0 780 629 A2 eingesetzt, in dessen den Drallraum begrenzenden Drallschalen Zuführleitungen zur
axialen und/oder koaxialen Eindüsung von mittel- oder niederkalorischen Brennstoff
in das Innere des Drallerzeugers vorgesehen sind. Ein schematischer Aufbau einer derartigen
Vormischbrenneranordnung ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Figur 2 zeigt einen
Längsschnitt, Figur 3 einen Querschnitt durch die Vormischbrenneranordnung, die einen
sich konisch erweiternden Drallerzeuger 1 vorsieht, der von Drallschalen 2 begrenzt
ist. Axial sowie koaxial um die Mittenachse A des Drallerzeugers 1 sind Mittel zur
Einspeisung von Brennstoff vorgesehen. So gelangt Flüssigbrennstoff B
L durch eine längs der Brennerachse A am Ort des kleinsten Innendurchmessers des Drallerzeugers
1 positionierte Einspritzdüse 3 in den Drallraum. Längs tangentialer Lufteintrittsschlitze
4, über die Verbrennungsluft L mit tangentialer Strömungsrichtung in den Drallraum
eintritt, wird gasförmiger Brennstoff B
G, vorzugsweise in Form von Erdgas der Verbrennungsluft beigemischt. Zusätzlich sind
Eindüsungsvorrichtungen 5 vorgesehen, die koaxial um die Brennerachse A angeordnet
sind und der zusätzlichen Einspeisung von mittelkalorischen Brennstoff B
M dienen.
[0006] Das sich innerhalb des Drallerzeugers 1 ausbildende Brennstoff-Luftgemisch gelangt
in Form einer Drallströmung durch ein Übergangsstück 6, das die Drallströmung stabilisierende
Strömungsmittel 7 vorsieht, in ein Mischrohr 8, in dem eine vollständig homogene Durchmischung
des sich ausbildenden Brennstoff-Luftgemisches erfolgt, bevor das zündfähige Brennstoff-Luftgemisch
innerhalb einer sich stromab an das Mischrohr 8 anschliessenden Brennkammer (nicht
dargestellt) gezündet wird. Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch den Drallerzeuger
1 im Bereich der die Drallschalen 2 durchsetzenden Eindüsungsvorrichtungen 5. In der
Querschnittsdarstellung sind die Lufteintrittsschlitze 4 besser sichtbar, durch die
Luft L in das Innere des Drallerzeugers 1 eindringt. Zusammen mit der Verbrennungsluft
L wird am Ort der Lufteintrittsschlitze 4 gasförmiger Brennstoff B
G über entsprechende Zuleitungen beigemischt. Zentrisch zur Brennerachse A ist eine
Einspritzdüse für den Austrag von Flüssigbrennstoff in das Innere des Drallerzeugers
1 vorgesehen.
[0007] Zwar ist die Verbrennung von mittelkalorischen Brennstoffen, deren Heizwerte typischerweise
zwischen 5 MJ/kg und 15 MJ/kg liegen, mit den vorstehend beschriebenem Brennerkonzept
in hybrider Betriebsweise allein oder in Kombination mit der Verbrennung von Flüssigbrennstoff
und Erdgas möglich, doch haben umfangreiche Verbrennungsversuche ergeben, dass im
Bestreben möglichst Kohlenstoff-freie Brennstoffe einzusetzen, die überdies über einen
möglichst grossen Wasserstoffanteil verfügen, vorzugsweise vollständig aus Wasserstoff
bestehen, sich der Einsatz des vorstehend beschriebenen Vormischbrenners nicht eignet.
Da wasserstoffreiche Brennstoffe mit einem Wasserstoffanteil von größer 50 Prozent
über eine derart hohe Reaktivität sowie eine sehr viel höhere Flammengeschwindigkeit,
die typischerweise doppelt so gross ist, wie jene von mit mittelkalorischen Synthesegasen
betriebene Flammen, verfügen und darüber hinaus einen sehr viel geringeren Volumen
spezifischen Wärmeheizwert (MJ/m
3) aufweisen, bedarf es einer sehr viel grösseren Menge an Wasserstoff, die den Brenner
zum Erreichen einer gewünschten Verbrennungswärme zugeführt werden muss. Insbesondere
bei Verwendung von ausschliesslich aus Wasserstoff bestehendem Brennstoff zeigten
Hochdruckversuche an einem gattungsgemässen Vormischbrenner zum Betreiben einer Gasturbinenanlage,
zu deren Betrieb es hohe Feuerungstemperaturen bedarf, dass bereits im Drallraum bzw.
längs der Mischstrecke des Brenners Zünderscheinungen auftreten, die auf eine unzureichende
Mischung des axialwärts mit grossem Volumenstrom in den Brenner eingespeisten Wasserstoffes
zurückzuführen sind. Selbst in Fällen, in denen keine Rückzünderscheinungen auftreten,
sorgt eine unzureichende Vermischung von Wasserstoff und Verbrennungsluft für eine
Difussions-ähnliche Verbrennung, die letztlich zu erhöhten Stickoxyd-Emissionen führt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, einen Vormischbrenner anzugeben, bei dem die obigen Nachteile nicht auftreten
und der insbesondere beim Betrieb mit einem Wasserstoff enthaltenden gasförmigen Brennstoff,
der einem Wasserstoffanteil von wenigstens 50 Prozent hat, eine verbesserte Durchmischung
mit der Brennluft gewährleistet und zugleich für stabile Strömungsverhältnisse sorgt.
[0009] Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben.
Gegenstand des Anspruches 17 ist ein entsprechender Vormischbrenner. Den Erfindungsgedanken
vorteilhaft weiterbildende Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der Beschreibung
insbesondere unter Bezugnahme auf die Ausführungsbeispiele zu entnehmen.
[0010] Trotz der im Vorfeld an einem herkömmlichen Vormischbrenner nach Bauart der
EP 0 908 671 B1 gewonnenen Versuchsergebnisse, wie eingangs erwähnt, rückt das lösungsgemässe Brennerkonzept
von dem Prinzip der axialen und/oder koaxialen Brennstoffeinspeisung zur Brennerachse
von Wasserstoff enthaltenden, vorzugsweise aus Wasserstoff bestehenden Brennstoff
in den Drallraum nicht ab. Von entscheidender Bedeutung ist die Art und Weise in welcher
Form und mit welchem Durchmischungsgrad der Wasserstoff enthaltende bzw. vollständig
aus Wasserstoff bestehende Brennstoff in den Brenner eingespeist wird. Zur vereinfachten
Erfindungsbeschreibung ist im Weiteren ausschliesslich von Wasserstoff oder Wasserstoffbrennstoff
die Rede, womit gemeint ist, dass der Brennstoff einen Wasserstoffanteil von wenigstens
50 Prozent, vorzugsweise vollständig, d.h. 100 Prozent aus Wasserstoff besteht.
[0011] Um eine wunschgemässe saubere und sichere Wasserstoffverbrennung zu gewährleisten,
gilt es, die axiale und/oder koaxiale zur Brennerachse orientierte Wasserstoffeinspeisung
derart vorzunehmen, dass einerseits die Einspeisungsgeschwindigkeit von Wasserstoff
deutlich erhöht und andererseits die Durchmischungsrate zwischen Wasserstoff und Verbrennungsluft
signifikant erhöht wird. Diese Massnahmen führen zu einer deutlich verbesserten Homogenität
im durchmischten Brennstoff-Luftgemisch noch vor Erreichen der Flammenfront stromab
des Brenners.
[0012] Das lösungsgemässe Verfahren zur Verbrennung von Wasserstoff enthaltenden oder aus
Wasserstoff bestehenden gasförmigen Brennstoff mit einem Brenner der einen Drallerzeuger
vorsieht, in den flüssiger Brennstoff zentral längs einer Brennerachse unter Ausbildung
einer sich kegelförmig ausbildenden Flüssigbrennstoffsäule einspeisbar ist, die von
einem tangential in den Drallerzeuger einströmenden rotierenden Verbrennungsluftstrom
umschlossen und durchmischt wird, sieht eine axial und/oder koaxial zur Brennerachse
orientierte Einspeisung des Wasserstoff enthaltenden oder aus Wasserstoff bestehenden
gasförmigen Brennstoffes innerhalb des Drallerzeugers unter Ausbildung einer Brennstoffströmung
mit einer weitgehend räumlich begrenzten Strömungsform und mit einem Strömungsimpuls
vor, die innerhalb des Brenners erhalten bleibt und erst im Bereich des Brenneraustrittes
in eine turbulente Strömungsform aufplatzt und im Rahmen einer sich ausbildenden Rückströmzone
zur Zündung gelangt.
[0013] Die hierfür erforderliche Anordnung und Dimensionierung der Mittel zur Einspeisung
des Wasserstoffes in den Drallerzeuger des Brenners sind in einer Art zu wählen und
im Brenner zu integrieren, so dass die für die Verbrennung von flüssigem Brennstoff
sowie Erdgas optimierte Bauform des Brenners nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt
wird. Dies bedeutet, dass die Form, Anordnung und Dimension des Drallerzeugers, Übergangsstücks
und Mischrohrs, wie sie beispielsweise aus der Figur 2 entnehmbar sind, weitgehend
unverändert verbleiben, mit Ausnahme der durch die Drallschalen in das Innere des
Drallerzeugers einmündenden Mittel zur Einspeisung von Wasserstoff oder Brennstoffen,
die überwiegend Wasserstoff enthalten.
[0014] Die Wasserstoffeinspeisung erfolgt derart, dass möglichst unmittelbar nach Austritt
des Wasserstoffes aus den Zuführleitungen eine effiziente Durchmischung des Wasserstoffes
mit der Verbrennungsluft stattfindet, um lokale Wasserstoffkonzentrationen innerhalb
des Brenners zu vermeiden, die ursächlich sind für Frühzünderscheinungen im Wege der
Selbstentzündung. Darüber hinaus ist Sorge dafür zu tragen, dass die mittlere Wasserstoffverweilzeit
innerhalb des Brenners möglichst minimiert wird. Dies setzt voraus, dass die axiale
Durchströmungsgeschwindigkeit des sich innerhalb des Brenners ausbildenden Wasserstoff-Luftgemisches
sehr hoch ist.
[0015] Zur Realisierung einer derartigen Wasserstoff-Luftdurchmischung innerhalb des Brenners
gilt es eine Vielzahl einzelner Wasserstoffströmungen in zirkulärer Verteilung um
die Brennerachse verteilt in den Drallraum des Drallerzeugers einzuspeisen. Die Strömungseinspeisung
des Wasserstoffes erfolgt einerseits unter Massgabe einer effektiven Durchmischung
mit Verbrennungszuluft, andererseits gilt es, die sich längs des Brenners ausbildende
Strömungsstruktur bis zum Brenneraustritt, d.h. im Falle des Vorsehens eines Mischrohres,
bis zum stromabwärtigen Ende des Mischrohres weitgehend aufrecht zu erhalten, d.h.
der Strömungsimpuls der sich längs des Brenners ausbildenden Wasserstoff-Luftgemischströmung
ist gerade so einzustellen, dass die sich ausbildende Wasserstoff-Luftströmung am
Brenneraustritt aufplatzt und im Rahmen der sich ausbildenden Rückströmzone zur Zündung
und letztlich zur Verbrennung gelangt. Ein entsprechend an die Strömungsverhältnisse
sowie der Brennerlänge angepasster Strömungsimpuls ist Voraussetzung für die Vermeidung
von innerhalb des Brenners auftretenden Selbstentzündungserscheinungen, von Flammenrückschlägen
sowie auch massgeblich für die Schadstoffemission verantwortlich.
[0016] Zur weiteren Beschreibung des lösungsgemässen Verfahrens sowie einer lösungsgemäss
ausgebildeten Vorrichtung zur Verbrennung von Wasserstoff enthaltenden oder aus Wasserstoff
bestehenden Brennstoff mit einem Brenner, sei auf die nachfolgenden Ausführungen bezugnehmend
auf konkrete Ausführungsbeispiele verwiesen.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0017] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- Schematisierter Längsschnitt durch eine Vormischbrenneranordnung mit unterschiedlich
ausgebildeten Strömungsstrukturen zur Einspeisung von Wasserstoff in den Brenner,
- Fig. 2
- Längsschnitt durch eine Vormischbrenneranordnung gemäss Stand der Technik,
- Fig. 3
- Querschnitt durch eine Vormischbrenneranordnung gemäss Stand der Technik,
- Fig. 4a-c
- Teilquerschnittsdarstellungen durch eine Drallschale mit unterschiedlichen Konfigurationen
zur Wasserstoffeinspeisung,
- Fig. 5-8
- Detailquerschnitte durch eine Drallschale mit unterschiedlich ausgebildeten Mitteln
zur Einspeisung von Wasserstoff,
- Fig. 9
- Längsschnitt durch eine Vormischbrenneranordnung mit radialer Wasserstoffeinspeisung
längs des Mischrohres, sowie
- Fig. 10a,b
- Längsschnitt mit Detaildarstellung durch einen Vormischbrenner mit Wasserstoffzuleitung
mit integrierten katalytischem Reaktor.
Wege zur Ausführung der Erfindung, gewerbliche Verwendbarkeit
[0018] Anhand des in Figur 1 dargestellten Längsschnittes durch einen Vormischbrenner mit
Drallerzeuger 1, einem Übergangsstück 6 sowie nachfolgendem Mischrohr 8 sollen die
sich innerhalb des Brenners ausbildenden idealen Strömungsverhältnisse näher erläutert
werden, unter denen Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltender Brennstoff in das Innere
des Brenners einzuspeisen sind. Zur Wasserstoffeinspeisung sind eine Vielzahl von
Zuführleitungen 5 vorgesehen, von denen in Figur 1 lediglich zwei dargestellt sind,
die koaxial um die Brennerachse A angeordnet sind. Nur aus Gründen der Vollständigkeit
wird auf die weiteren Mittel zur Brennstoffeinspeisung kurz Bezug genommen, die im
Übrigen bereits unter Bezugnahme auf Figur 2 beschrieben sind. So ist es möglich,
durch eine mittig angeordnete Brennstoffdüse 3 Flüssigbrennstoff, vorzugsweise Erdöl
B
L einzudüsen, ebenso erlauben Brennstoffleitungen, die längs der Lufteintrittsschlitze
4 vorgesehen sind, die Einspeisung von gasförmigem Brennstoff B
G, wie beispielsweise Erdgas. Je nach Betriebsweise und Verfügbarkeit der diversen
Brennstoffarten ist es möglich, den Vormischbrenner kombiniert oder einzeln mit den
jeweiligen Brennstoffen zu versorgen und entsprechend zu betreiben.
[0019] Bezüglich des in Rede stehenden Betriebes des Vormischbrenners mittels Wasserstoff
gilt es, durch die einzelnen Zuführleitungen 5 jeweils eine Wasserstoffströmung 9
in das Innere des Brenners 1 einzutragen, die über einen Strömungsimpuls verfügt,
bei dem die Strömungsstruktur innerhalb des Brenners weitgehend erhalten bleibt, wobei
zugleich für eine möglichst effiziente Durchmischung der Wasserstoffströmung mit der
Verbrennungsluft gesorgt ist. Erst unmittelbar bei Austritt der Wasserstoffströmung
aus dem Brenner platzt die Strömungsform auf, so dass das sich längs der Strömung
9 ausgebildete Wasserstoff-Luftgemisch dissipiert und vollständig innerhalb der Brennkammer
verbrannt wird.
[0020] Dieser Strömungsfall ist in Figur 1 im Fallbeispiel b dargestellt. Sieht die Wasserstoffströmung
9 hingegen einen grösseren Strömungsimpuls vor, d.h. wird die Wasserstoffströmung
u.a. mit grösserer Strömungsgeschwindigkeit aus den Zuführleitungen 5 in den Brennerraum
eingetragen, so bleibt die Strömungsform auch noch nach Austritt aus dem Brenner,
d.h. innerhalb der Brennkammer erhalten, wie dies im Fallbeispiel a dargestellt ist.
In diesem Fall tritt eine Verbrennung im Wege der Diffussion ein, die zu erhöhten
Stickoxidemissionen führt. Ist hingegen der Strömungsimpuls zu gering, so platzt die
Wasserstoffströmung 9 noch innerhalb des Brenners auf, wie dies im Fallbeispiel c
dargestellt ist. In diesem Fall treten bevorzugt Selbstzündungen innerhalb des Brenners
auf, zumal die Verweilzeit von Wasserstoff innerhalb des Brenners sehr hoch ist. Darüber
hinaus führt ein zu geringer Strömungsimpuls zu einer verminderten Durchmischung der
Wasserstoffströmung mit der Verbrennungsluft aufgrund einer nur geringen lateralen
Strömungspenetration.
[0021] Neben der vorstehend beschriebenen Wahl eines in Strömungsrichtung orientierten Strömungsimpulses
der in den Brenner eingetragenen Wasserstoffströmung, gilt es ebenso eine möglichst
räumlich homogen um die Brennerachse verteilte Wasserstoff-Luftgemischbildung herzustellen.
Hierzu sind in den, den Drallraum des Drallerzeugers 1 begrenzenden Drallschalen 2,
Zuführleitungen 5 für die Wasserstoffeinspeisung vorgesehen, gemäß Bilddarstellungen
in den Figuren 4a bis c. Grundsätzlich gilt es, die Leitungsdurchmesser der Zuführleitungen
5 kleiner auszubilden als im Falle der bis anhin bekannten Einspeisung von niedrig-
oder mittelkalorischen Brennstoffen. In den Figuren 4a bis c ist jeweils eine Teilquerschnittsdarstellung
durch eine Drallschale 2 dargestellt, in der unterschiedliche Anordnungen von Zuführleitungen
5, durch die Wasserstoff in den Drallraum eingespeist wird, vorgesehen sind. In Figur
4a sind vier Zuführleitungen 5 vorgesehen, die bezogen zur Brennerachse A sowohl in
radialer als auch in zirkularer Anordnung unterschiedlich positioniert sind. Das Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 4b sieht mehrere im Leitungsquerschnitt kleiner dimensionierte Zuführleitungen
5 vor, die um die Brennerachse A jeweils weitgehend konzentrisch angeordnet sind.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Figur 4c sieht die Wahl unterschiedlich gross dimensionierter
Zuführleitungen 5 vor, wobei die radial aussenliegenden Zuführleitungen 5 einen grösseren
Leitungsquerschnitt aufweisen, als die Innen liegenden. Dies hat zur Folge, dass der
Wasserstoffströmungsfluss mit zunehmendem Abstand zur Brennerachse A zunimmt.
[0022] Selbstverständlich sind auch weitere Ausbildungs- und Anordnungsmöglichkeiten von
Zuführleitungen 5 innerhalb der jeweiligen Drallschale 2 möglich.
[0023] Zum Ausbringen der Wasserstoffströmung aus den jeweiligen Zuführleitungen 5 sind
vorzugsweise geeignete Düsen vorzusehen, die einfachsten Fall als einfache Lochdüsen
oder in Form geeigneter Venturi-Düsen oder ähnliche Düsenanordnungen ausgebildet sind.
So ist es möglich, durch geeignete Düsenwahl die Strömungsform der sich im Brenner
ausbildenden Wasserstoffströmung zu beeinflussen, beispielsweise zur Ausbildung einer
Strömung mit elliptischen, rechteckigen oder dreiecksförmigen Strömungsquerschnitt.
In Abhängigkeit der gewählten Strömungsform kann die Durchmischungseffizienz der Wasserstoffströmung
mit der die Wasserstoffströmung umgebenden Verbrennungsluft beeinflusst und verbessert
werden.
[0024] Eine weitere alternative Massnahme zur Verbesserung der Durchmischung der Wasserstoffströmung
mit der Verbrennungsluft ist in Figur 5 dargestellt, die ebenso einen Teilquerschnitt
durch eine Drallschale 2 darstellt, in der repräsentativ für eine Vielzahl weiterer
Zuführleitungen eine Zuführleitung 5 vorgesehen ist. Die Zuführleitung 5 weist eine
Radialkomponente r
c auf und/oder eine Tangentialkomponente t
c. Im Falle einer zur Brennerachse A orientierten Radialkomponente r
c ist die Zuführleitung 5 der Brennerachse A zugewandt geneigt, so dass der aus der
Zuführleitung 5 austretende Brennstoffstrahl unter einem vorgebbaren Radialwinkel
gegenüber der Brennerachse A geneigt ist. Ebenso ist es möglich, die Radialkomponente
r
c entgegengesetzt zur Brennerachse A einzustellen, wobei in diesem Fall der aus der
Zuführleitung 5 aus tretende Wasserstoffstrahl von der Brennerachse A abgeneigt orientiert
ist. In diesem Fall gilt
es den Neigungswinkel derart zu wählen, so dass keine Benetzung der Wasserstoffströmung
mit der Brennerwand, insbesondere im Bereich des Mischrohres auftritt. Gleichsam der
vorstehend beschriebenen Radialkomponente ist es möglich, alternativ oder in Kombination
die Zuführleitung 5 in Umfangsrichtung der Drallschale 2 um die Brennerachse A um
einen sogenannten Tangentialwinkel zu neigen. Die Orientierung der Tangentialneigung
ist vorzugsweise derart vorzunehmen, dass die aus der Zuführleitung 5 austretende
Wasserstoffströmung in der gleichen Drallrichtung um die Brennerachse A ausströmt,
mit der auch die Verbrennungsluft durch die Lufteintrittsschlitze 4 in den Drallerzeuger
1 einströmt. Die Einstellung der Tangentialkomponente t
c bzw. des Tangentialwinkels sind zudem auch derart zu wählen, so dass die aus den
Zuleitungen austretenden Wasserstoffströmungen nicht unmittelbar an benachbart liegenden
Komponentenwänden auftreffen. Darüber hinaus gilt es die mittlere Verweilzeit der
in den Brenner ausgetragenen Wasserstoffströmung nicht über Gebühr zu verlängern.
Ebenso ist es denkbar, die Tangentialkomponenten entgegengesetzt zur Drallrichtung
der Verbrennungsluft innerhalb des Brenners zu orientieren, so dass die Wasserstoffströmung
in Form eines Gegenwirbels in den Drallerzeuger eingespeist wird. Auch auf diese Weise
kann der Durchmischungsgrad von Wasserstoff und Verbrennungsluft erheblich gesteigert
werden.
[0025] Eine weitere alternative Massnahme zur Erhöhung der Durchmischung von Wasserstoff
mit Verbrennungsluft sieht die Einprägung eines Eigendralls E längs der Wasserstoffströmung
vor. In Figur 6 ist repräsentativ für weitere Zuführleitungen eine Zuführleitung 5
dargestellt, aus der eine Wasserstoffströmung austritt, die einen im Uhrzeigersinn
orientierten Eigendrall E (siehe Pfeildarstellung) vorsieht. Selbstverständlich ist
es möglich, die Orientierung des Eigendralls E entgegen des Uhrzeigersinnes einzurichten.
Beispielsweise dienen zur Generierung eines Eigendralls helikal innerhalb der Zuführleitung
5 verlaufende nutartige Konturen, wie sie beispielsweise in einem Gewehrlauf vorgesehen
sind. Auch können im Bereich des Strömungsaustrittes der Zuführleitung 5 entsprechende,
dem Eigendrall in die Strömung einprägende Strömungsleitbleche vorgesehen werden.
Durch die Einprägung eines Eigendralles in die Wasserstoffströmung kann in vorteilhafter
Weise der laterale Durchmischungseffekt mit der umgebenden Verbrennungsluft deutlich
verbessert werden, ohne dabei die zu minimierende mittlere Verweilzeit von Wasserstoff
innerhalb des Brenners zu vergrössern. Anhand von einer Vielzahl von Versuchen hat
sich herausgestellt, dass der Eigendrall mit einer Drallzahl Ω von sehr viel kleiner
1, vorzugsweise kleiner 0,5 einzustellen ist, wobei Ω das Verhältnis aus dem axialen
Fluss des tangentialen Strömungsmomentes und dem axialen Fluss des axialen Strömungsmomentes
ist. In diesem Fall werden Wirbelzusammenbrüche weitgehend vermieden.
[0026] In Figur 7a, b ist eine weitere alternative Massnahme zur Verbesserung der Durchmischungseigenschaften
einer Wasserstoffströmung mit der umgebenden Verbrennungsluft gezeigt. In diesem Fall
ist die Zuleitung 5 als Ringleitung 11 ausgebildet, bzw. weist am Leitungsaustritt
eine ringförmige Austrittsgeometrie auf, durch die die Wasserstoffströmung in den
Drallerzeuger eintritt. Durch die sich ringförmig ausbildende Wasserstoffströmung
wird deren Oberfläche vergrössert, verglichen zu einer Standardströmung wie sie aus
einer einfachen Einlochöffnung zu erzeugen ist, und vermag sich aufgrund dessen mit
der umgebenden Verbrennungsluft effizienter zu durchmischen.
[0027] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die ringförmige Wasserstoffströmung zur weiteren
Verbesserung der Durchmischungsverhältnisse mit den bereits vorstehend beschriebenen
Massnahmen zur Verbesserung der Durchmischung zwischen Wasserstoffströmung und Verbrennungsluft
beliebig kombiniert werden kann.
[0028] In Figur 7b ist ein Längsschnitt durch den Austrittsbereich einer Zuführleitung 5
dargestellt, in dem ein keilförmiger Verdrängungskörper 10 eingebracht ist, durch
den die aus der Zuführleitung 5 austretende Wasserstoffströmung mit einer vorgebbaren
Divergenz austritt.
[0029] In dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 8a sei angenommen, dass der ringförmig dunkel
schraffierte Bereich 11 der Zuführleitung 5 jener Bereich ist, aus dem Wasserstoff
austritt. Der helle, mittige Kreisbereich entspricht einer Luftzuführleitung, aus
der Luft ausgetragen wird, die von der ringförmigen Wasserstoffströmung umgeben ist.
In dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 8b ist der umgekehrte Fall dargestellt. Hierbei
tritt aus dem innenliegenden hellen Strömungsbereich Wasserstoff in Form einer Wasserstoffströmung
aus, die von einer zirkularen, ringförmigen Luftströmung 11 umgeben wird. Als besonders
vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass die Strömungsgeschwindigkeit, mit der jeweils
die Luftströmung aus den jeweiligen Strömungsbereichen der Zuführleitung 5 austritt,
grösser zu wählen ist als jene Geschwindigkeit, mit der die Verbrennungsluft den Brenner
axial durchströmt. Durch diese Massnahme kann die mittlere Verweildauer des Wasserstoffes
innerhalb des Brenners erheblich reduziert und zum anderen die Durchmischungsrate
verbessert werden.
[0030] Eine den Durchmischungsgrad noch weiter verbessernde Massnahme sieht anstelle einer
einheitlichen Ringströmung die Anordnung einer Vielzahl längs einer Ringform angeordneter
kleiner Strömungskanäle vor, durch die Luft ausströmt und eine Ringströmung ausbildet,
die eine mittig zur Ringform sich ausbildende Wasserstoffströmung zirkulär umgibt.
[0031] Allen vorstehend genannten Möglichkeiten der Einspeisung einer Wasserstoffströmung
in das Innere eines Vormischbrenners ist gemeinsam, dass die in das Innere des Brenners
ausgetragene Wasserstoffströmung nicht mit den Wänden von Brennerkomponenten in Berührung
kommt, zumal die Strömungsgeschwindigkeit innerhalb wandnaher Grenzschichten deutlich
abnimmt, wodurch die mittlere Verweilzeit von Wasserstoff innerhalb des Brenners ansteigt
sowie die Gefahr von Selbstzündungen und Rückzündungen in gleicher Weise vergrößert
wird.
[0032] Eine bevorzugte Anwendung der vorstehend beschriebenen Massnahmen zur Versorgung
eines Vormischbrenners mit Wasserstoff als Brennstoff sieht die Befeuerung von Brennkammern
zum Antrieb von Gasturbinenanlagen vor. Eine durchaus übliche Kombination von Gasturbinenanlagen
mit einer sogenannten integrierten Gassynthetisierung, (IGCC-, Integrated Gasifikation
Combined Cycle) weist übliche den Brennstoff dekarbonisierende Einheiten auf, durch
die Wasserstoff angereicherte Brennstoffe gewonnen werden können, die den lösungsgemässen
Vormischbrenner zuführbar sind. Im Rahmen der Dekarbonisierung fallen ebenso grosse
Mengen an Stickstoff unter hohen Prozessdrucken, typischerweise um 30 bar an, der
überdies Temperaturen von etwa 150°C und darunter aufweist. Der gewonnene Stickstoff
kann dem Wasserstoffbrennstoff beigemischt werden, um auf diese Weise die mit der
hohen Reaktivität des Wasserstoffes verbundene Gefahren zu mildern. Hierzu sind bereits
geringste Mengen an beizumischenden Stickstoff ausreichend, um die hohe Reaktivität
sowie Flammengeschwindigkeit von Wasserstoff merklich zu reduzieren. In einer derartigen
Betriebsweise hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, ein durch Stickstoff angereichertes
Wasserstoffbrennstoffgemisch 12 zusätzlich im Bereich des Mischrohres 8 radial zur
Brennerachse A einzuspeisen, wie dies insbesondere aus der schematisierten Längsschnittdarstellung
durch einen entsprechend ausgebildeten Vormischbrenner in Figur 9 hervorgeht, auf
deren bereits eingeführte Bezugszeichen zur Vermeidung von Wiederholungen nicht weiter
eingegangen wird. Durch die Beimischung von Stickstoff innerhalb des Wasserstoffbrennstoffes
erhöht sich der Strömungsimpuls, wodurch eine genügend ausreichende Penetration der
in den Mischbereich radial eingespeisten Stickstoff-Wasserstoffströmung 12 erreicht
wird, die sich mit der Verbrennungsluft vollständig zu durchmischen vermag, noch bevor
die Strömung die Brennkammer erreicht. Zudem wird die Reaktivität des Wasserstoffes
durch die N
2-Beimischung merklich reduziert. Alternativ oder in Kombination zur vorstehenden Massnahme
zur Reduzierung der H
2-Reaktivität bietet es sich an, Stickstoff der durch die tangentialen Lufteintrittsschlitze
in den Brenner eintretenden Verbrennungsluft beizumischen. Hierdurch wird der Sauerstoffanteil
reduziert und auf diese Weise die Reaktivität des Wasserstoffs beeinflusst. Ferner
ist es denkbar anstelle der Luftzufuhr in den in den Figuren 8 a und b beschriebenen
Ausführungsbeispielen N
2 zuzuführen.
[0033] Eine weitere, alternative Massnahme die hohe Reaktivität und Flammengeschwindigkeit
von Wasserstoff zu verringern, sieht den Einsatz von katalytischen Reaktoren vor,
wie dies im Einzelnen aus dem Ausführungsbeispiel in Figur 10 hervorgeht. Längs wenigstens
einer Zuführleitung 5, durch die Wasserstoff zur Verbrennung innerhalb des Vormischbrenners
zugeführt wird, ist ein katalytischer Reaktor 13 gemäß Bilddarstellung in Figur 10b
integriert. Wasserstoff H
2 wird gemeinsam mit Luft L längs der Zuführleitung 5 einer Mischereinheit 14 zugeführt,
die die einströmende Luft L mit dem Wasserstoff H
2 durchmischt, bevor die Mischung in den katalytischen Reaktor 13 einströmt. Im Wege
der teilweise stattfindenden Oxidation des Wasserstoffes wird Wasser H
2O gebildet, das gemeinsam mit dem in der Luft enthaltenden Stickstoff N
2 sowie dem nicht oxidierter Wasserstoff H
2 aus dem katalytischen Reaktor 13 austritt und über einen Wirbelgenerator 15 in das
Innere des Drallerzeugers 1 gelangt. Durch den im Wege der Katalysation erzeugten
Wasserdampf sowie durch die Beimischung mit N
2 wird die Reaktionskinetik von Wasserstoff entscheidend beeinflusst, wodurch die Rückzündungsgefahr
erheblich herabgesetzt wird. Ferne weist der aus dem katalytischen Reaktor 13 in das
Innere des Drallerzeugers 1 eintretende Brennstoffstrom verbesserte Mischungseigenschaften
mit der Verbrennungsluft innerhalb des Brenners auf. Somit lassen sich brennstoffreiche
und brennstoffarme Verbrennungssysteme bzw. Zustände leichter kontrollieren und handhaben.
[0034] Das vorstehende Brennerkonzept ermöglicht die Verbrennung von Wasserstoff und lässt
sich bei bereits bestehenden Vormischbrennersystemen in einfacher Weise adaptieren,
ohne dabei das an den Brennerbetrieb mit herkömmlichen flüssigen und/oder gasförmigen
Brennstoffen optimiert angepasste Brennerdesign zu verändern. Neben dem Design sowie
Anordnung der axial und/oder koaxial um die Brennerachse angeordneten Zuführleitungen
zur Einspeisung von Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Brennstoffen ist die
Wahl der Länge der Mischstrecke ein wesentlicher Designparameter. Typischerweise weisen
Mischrohre eine Länge auf, die zwischen dem ein- und zweifachen des maximalen Brennerdurchmessers
liegen. Je nach Betriebsweise des Vormischbrenners kann eine entsprechend optimiert
auf die Brennstoffart abgestimmte Länge des Mischrohres gewählt werden.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Drallerzeuger
- 2
- Drallschale
- 3
- Einspritzdüse
- 4
- Lufteintrittsschlitz
- 5
- Zuführleitung
- 6
- Übergangsstück
- 7
- Leitbleche
- 8
- Mischrohr
- 9
- Wasserstoffströmung
- 10
- keilförmiger Verdrängungskörper
- 11
- Ringbereich
- 12
- Stickstoff-Wasserstoffbrennstoffgemisch
- 13
- katalytischer Reaktor
- 14
- Mischereinheit
- 15
- Wirbelgenerator
1. Verfahren zur Verbrennung von Wasserstoff enthaltenden gasförmigen Brennstoff, der
einen Wasserstoffanteil von mindestens 50 Prozent hat, mit einem Brenner, der einen
Drallerzeuger (1) vorsieht, in den flüssiger Brennstoff zentral längs einer Brennerachse
(A) unter Ausbildung einer sich kegelförmig ausbildenden Flüssigbrennstoffsäule einspeisbar
ist, die von einem tangential in den Drallerzeuger (1) einströmenden rotierenden Verbrennungsluftstrom
umschlossen und durchmischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff enthaltende gasförmige Brennstoff innerhalb des Drallerzeugers (1)
weitgehend axial und/oder koaxial zur Brennerachse (A) unter Ausbildung einer Brennstoffströmung
mit einer weitgehend räumlich begrenzten Strömungsform (9) und mit einem Strömungsimpuls
derart eingespeist wird, dass die Strömungsform der Brennstoffströmung innerhalb des
Brenners erhalten bleibt und im Bereich des Brenneraustrittes aufplatzt und im Rahmen
einer sich ausbildenden Rückströmzone zur Zündung gelangt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff enthaltende Brennstoff in Form einer Vielzahl einzelner Brennstoffströmungen
(9) in zirkulärer Verteilung um und/oder in den rotierenden Verbrennungsluftstrom
eingespeist wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff enthaltende Brennstoff in Form einer Vielzahl einzelner Brennstoffströmungen
(9) in radialer Verteilung relativ zu dem rotierenden Verbrennungsluftstrom in den
Drallerzeuger (1) eingespeist wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass eine radial äußere Brennstoffströmung mit einem größeren Brennstofffluss in den Drallerzeuger
(1) eingespeist wird als eine radial innen liegende Brennstoffströmung (9).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffströmung (9) unmittelbar stromauf zum Brenneraustritt aufplatzt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffströmung (9) einen kreisförmigen, elliptischen, ringförmigen, nahezu
rechteckigen oder nahezu dreieckigen Strömungsquerschnitt aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff enthaltende Brennstoff mit einem Strömungsimpuls in den Drallerzeuger
(1) eingespeist wird, der weitgehend an den Strömungsimpuls des sich längs des Drallerzeugers
(1) ausbreitenden, rotierenden Verbrennungsluftstroms angepasst ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die in den Drallerzeuger (1) eingespeiste Brennstoffströmung (9) unter einem zur
Brennerachse (A) zu- oder abgewandten Radialwinkel geneigt eingespeist wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die in den Drallerzeuger (1) eingespeiste Brennstoffströmung (9) unter einem Tangentialwinkel
in oder entgegen der Rotationsrichtung des in den Drallerzeuger (1) einströmenden
Verbrennungsluftstroms eingespeist wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die in den Drallerzeuger (1) eingespeiste Brennstoffströmung mit einem Eigendrall
(E) um ihre Strömungsrichtung ausgetragen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffströmung (9) einen ringförmigen Strömungsquerschnitt aufweist, der
einen innen liegenden Luftstrom mit gleicher Strömungsrichtung zur Brennstoffströmung
umschließt, oder
dass die Brennstoffströmung (9) einen kreisrunden Strömungsquerschnitt aufweist, der
von einem ringförmigen Luftstrom umschlossen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom eine höhere Strömungsgeschwindigkeit aufweist als der in den Drallerzeuger
(1) eingespeiste Verbrennungsluftstrom.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff enthaltende Brennstoff vor Eintritt in den Drallerzeuger (1) teilweise
katalytisch oxidiert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass dem aus Wasserstoff bestehenden gasförmigen Brennstoff N2 beigemischt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Verbrennungsluftstrom N2 beigemischt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die aus Wasserstoff bestehende Brennstoffströmung (9) einen ringförmigen Strömungsquerschnitt
aufweist, der eine innen liegenden N2-Strömung mit gleicher Strömungsrichtung zur
Brennstoffströmung umschließt, oder dass die aus Wasserstoff bestehende Brennstoffströmung
(9) einen kreisrunden Strömungsquerschnitt aufweist, der von einer ringförmigen N2-Strömung umschlossen wird.
17. Vorrichtung zur Verbrennung von Wasserstoff enthaltenden Brennstoff, der einen Wasserstoffanteil
von mindestens 50 Prozent hat, mit einem Brenner, der einen Drallerzeuger (1) sowie
Mittel zur Brennstoffeinspeisung sowie Mittel zur Einspeisung von Verbrennungsluft
(L) in den Drallerzeuger (1) vorsieht, wobei ein erstes Mittel zur Flüssigbrennstoffeinspeisung
längs einer Brennerachse (A), ein zweites Mittel längs tangential vom Drallerzeuger
(1) eingegrenzten Lufteintrittsschlitzen (4) und ein drittes Mittel, durch das axial
und/oder koaxial zur Brennerachse (A) Brennstoff in das Innere des Drallerzeugers
(1) einspeisbar ist, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Mittel zur räumlich homogenen Durchmischung des Wasserstoff enthaltenden
Brennstoffs mit der Luft ausgestaltet ist;
wobei der Drallerzeuger (1) aus einzelnen Drallschalen (2) zusammengesetzt ist, die
gegenseitig die tangential zum Drallerzeuger (1) verlaufenden Lufteintrittsschlitze
(4) begrenzen,
wobei das dritte Mittel jeweils als Brennstoffleitung (5) ausgebildet ist, die an
einer Drallschale (2) befestigt ist,
wobei pro Drallschale (2) mehrere derartige Brennstoffleitungen (5) befestigt sind,
und wobei die pro Drallschale (2) vorgesehenen Brennstoffleitungen (5) in Gruppen
oder einzeln mit unterschiedlichen radialen Abständen zur Brennerachse (A) angeordnet
sind, wobei jene Brennstoffleitungen (5) mit einem größeren radialen Abstand einen
größeren Leitungsdurchmesser aufweisen als die zur Brennerachse (A) näher liegenden
Brennstoffleitungen (5).
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass eine am Drallerzeuger (1) befestigte Brennstoffleitung (5) unter einem Radialwinkel
relativ zur Brennerachse (A) geneigt ist, unter dem sich eine durch die Brennstoffleitung
(5) eingespeiste Brennstoffströmung (9) zur Brennerachse (A) zu- oder abgewandt ausbreitet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet, dass eine am Drallerzeuger (1) befestigte Brennstoffleitung (5) unter einem Tangentialwinkel
angebracht ist, unter dem sich eine durch die Brennstoffleitung (5) eingespeiste Brennstoffströmung
(9) in oder entgegen einer durch den Drallerzeuger (1) aufgezwungene Rotationsrichtung
der in den Drallerzeuger (1) einströmenden Verbrennungsluft ausbreitet.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die als drittes Mittel ausgebildete Brennstoffleitung (5) eine Drallstruktur
vorsieht, die der aus der Brennstoffleitung (5) austretende Brennstoffströmung (9)
einen Eigendrall (E) einprägt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass stromab des Drallerzeugers (1) ein Mischrohr (8) vorgesehen ist, dessen stromabwärtiges
Ende dem Brenneraustritt entspricht.
1. Method for burning gaseous hydrogen-containing fuel which has a hydrogen content of
at least 50%, using a burner provided with a swirl generator (1) into which liquid
fuel can be fed centrally along a burner axis (A), forming a conical liquid fuel column
which is surrounded by and mixed with a rotating flow of combustion air flowing tangentially
into the swirl generator (1), characterised in that the gaseous hydrogen-containing fuel is fed into the swirl generator (1) largely
axially and/or coaxially to the burner axis (A), forming a fuel flow with a largely
spatially defined flow form (9) and with a flow pulse such that the flow form of the
fuel mixture is maintained inside the burner and widens out in the region of the burner
outlet and comes to ignition within the limits of a formed backflow zone.
2. Method according to claim 1, characterised in that the hydrogen-containing fuel in the form of a plurality of individual fuel flows
(9) is introduced in a circular distribution about and/or into the rotating combustion
air flow.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the hydrogen-containing fuel in the form of a plurality of individual fuel flows
(9) is fed into the swirl generator (1) in a radial distribution relative to the rotating
combustion air flow.
4. Method according to claim 3, characterised in that a radially outer fuel flow is fed into the swirl generator (1) with a greater fuel
flow than a radially inner fuel flow (9).
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that the fuel flow (9) widens out directly upstream of the burner outlet.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that the fuel flow (9) has a circular, elliptical, annular, almost rectangular or almost
triangular flow cross-section.
7. Method according to any of claims 1 to 6, characterised in that the hydrogen-containing fuel is fed into the swirl generator (1) with a flow pulse
which is largely adapted to the flow pulse of the rotating combustion air flow which
spreads out along the swirl generator (1).
8. Method according to any of claims 1 to 7, characterised in that the fuel flow (9) fed into the swirl generator (1) is introduced at a radial angle
tilted towards or away from the burner axis (A).
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the fuel flow (9) fed into the swirl generator (1) is introduced at a tangential
angle in or against the rotation direction of the flow of combustion air flowing into
the swirl generator (1).
10. Method according to any of claims 1 to 9, characterised in that the fuel flow fed into the swirl generator (1) is discharged with an inherent swirl
(E) about its flow direction.
11. Method according to any of claims 1 to 5 or 7 to 10, characterised in that the fuel flow (9) has an annular flow cross-section which surrounds an inner air
flow having the same flow direction as the fuel flow, or that the fuel flow (9) has
a circular flow cross-section which is surrounded by an annular air flow.
12. Method are going to claim 11, characterised in that the air flow has a higher flow speed than the combustion air flow fed into the swirl
generator (1).
13. Method according to any of claims 1 to 12, characterised in that the hydrogen-containing fuel is partially catalytically oxidised before entering
swirl generator (1).
14. Method according to any of claims 1 to 13, characterised in that N2 is mixed into the gaseous fuel consisting of hydrogen.
15. Method according to any of claims 1 to 14, characterised in that N2 is mixed into the combustion air flow.
16. Method according to any of claims 1 to 11, characterised in that the fuel flow (9) consisting of hydrogen has an annular flow cross-section which
surrounds an inner N2 flow having the same flow direction as the fuel flow, or the fuel flow (9) consisting
of hydrogen has a circular flow cross-section which is surrounded by an annular N2 flow.
17. Device for burning hydrogen-containing fuel which has a hydrogen content of at least
50%, using a burner provided with a swirl generator (1) and means for introducing
fuel and means for introducing combustion air (L) into the swirl generator (1), with
a first means for introducing liquid fuel along a burner axis (A), a second means
along air inlet slots (4) tangentially delimited by the swirl generator (1), and a
third means through which fuel can be fed into the interior of the swirl generator
(1) axially and/or coaxially to the burner axis (A),
characterised in that the third means is configured for spatially homogenous mixing of the hydrogen-containing
fuel with the air;
wherein the swirl generator (1) is composed of individual swirl shells (2) which mutually
delimit the air inlet slots (4) running tangentially to the swirl generator (1), wherein
the third means is configured as a fuel line (5) attached to one swirl shell (2),
wherein several such fuel lines (5) are attached to each swirl shell (2),
and wherein the fuel lines (5) provided for each swirl shell (2) are arranged in groups
or individually with different radial distances from the burner axis (A), wherein
the fuel lines (5) with a greater radial distance have a larger line diameter than
the fuel lines (5) lying closer to the burner axis (A).
18. Device according to claim 17, characterised in that a fuel line (5) attached to the swirl generator (1) is angled at a radial angle relative
to the burner axis (A) at which a fuel flow (A) fed through the fuel line (5) spreads
out towards or away from the burner axis (A).
19. Device according to claim 17 or 18, characterised in that a fuel line (5) attached to the swirl generator (1) is arranged at a tangential angle
at which a fuel flow (9) fed through the fuel line (5) spreads out in or against a
rotation direction imposed by the swirl generator (1) on the combustion air flowing
into the swirl generator (1).
20. Device according to any of claims 17 to 19, characterised in that each fuel line (5) formed as the third means has a swirl structure which imposes
an inherent swirl (E) on the fuel flow (9) emerging from the fuel line (5).
21. Device according to any of claims 17 to 20, characterised in that a mixer pipe (8) is provided downstream of the swirl generator (1), the downstream
end of which pipe corresponds to the burner outlet.
1. Procédé de combustion d'un carburant gazeux contenant de l'hydrogène, qui présente
une part d'hydrogène d'au moins 50 %, avec un brûleur, qui prévoit un générateur de
turbulences (1), dans lequel un carburant liquide peut être introduit de manière centrée
le long d'un axe de brûleur (A) en formant une colonne de carburant liquide de forme
conique, qui est entourée et mélangée par un flux d'air de combustion rotatif entrant
tangentiellement dans le générateur de turbulences (1), caractérisé en ce que le carburant gazeux contenant de l'hydrogène est introduit à l'intérieur du générateur
de turbulences (1) de manière largement axiale et/ou coaxiale par rapport à l'axe
de brûleur (A) en formant un écoulement de carburant avec une forme d'écoulement (9)
largement limitée dans l'espace et avec une impulsion d'écoulement, de façon à ce
que la forme d'écoulement du carburant reste inchangée à l'intérieur du brûleur, éclate
au niveau de la sortie du brûleur et arrive à l'allumage au niveau d'une zone de retour
en formation.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le carburant contenant de l'hydrogène est introduit sous la forme d'une pluralité
de différents écoulements de carburant (9) répartis de manière circulaire autour du
et/ou dans le flux d'air de combustion.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le carburant contenant de l'hydrogène est introduit sous la forme d'une pluralité
de différents écoulements de carburant (9) répartis de manière radiale par rapport
au flux d'air de combustion rotatif dans le générateur de turbulences (1).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'un écoulement de carburant radial externe est introduit dans le générateur de turbulences
(1) avec un débit de carburant supérieur à celui d'un écoulement de carburant radial
interne (9).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) éclate immédiatement en amont de la sortie du brûleur.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) présente une section d'écoulement circulaire, elliptique,
annulaire, presque rectangulaire ou presque triangulaire.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le carburant contenant de l'hydrogène est introduit dans le générateur de turbulences
(1) avec une impulsion d'écoulement, qui est largement adaptée à l'impulsion d'écoulement
du flux d'air de combustion rotatif s'étendant le long du générateur de turbulences
(1).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) introduit dans le générateur de turbulences (1) est
introduit de manière inclinée avec un angle radial orienté vers ou opposé à l'axe
de brûleur (A).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) introduit dans le générateur de turbulences (1) est
introduit avec un angle tangentiel dans la direction de rotation du flux d'air de
combustion entrant dans le générateur de turbulences (1) ou dans la direction opposée
à celle-ci.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) introduit dans le générateur de turbulences (1) est
évacué avec une turbulence propre (E) autour de sa direction d'écoulement.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5 ou 7 à 10,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant (9) présente une section d'écoulement annulaire qui entoure
un flux d'air interne avec la même direction d'écoulement que l'écoulement de carburant,
ou
en ce que l'écoulement de carburant (9) présente une section d'écoulement circulaire qui est
entourée d'un flux d'air annulaire.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que le flux d'air présente une vitesse d'écoulement supérieure à celle du flux d'air
de combustion introduit dans le générateur de turbulences (1).
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que le carburant contenant de l'hydrogène est partiellement oxydé de manière catalytique
avant l'entrée dans le générateur de turbulences (1).
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que du N2 est ajouté au carburant gazeux constitué d'hydrogène.
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que du N2 est ajouté au flux d'air de combustion.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que l'écoulement de carburant constitué d'hydrogène (9) présente une section d'écoulement
annulaire qui entoure un écoulement de N2 interne avec la même direction d'écoulement
que l'écoulement de carburant, ou en ce que l'écoulement de carburant constitué d'hydrogène (9) présente une section d'écoulement
qui est entourée par un écoulement de N2 annulaire.
17. Dispositif de combustion d'un carburant contenant de l'hydrogène, qui présente une
part d'hydrogène d'au moins 50 %, avec un brûleur, qui prévoit un générateur de turbulences
(1) ainsi que des moyens pour l'introduction de carburant ainsi que des moyens pour
l'introduction d'air de combustion (L) dans le générateur de turbulences (1), un premier
moyen pour l'introduction de carburant liquide le long d'un axe de brûleur (A), un
deuxième moyen le long de fentes d'entrée d'air (4) limitées tangentiellement par
le générateur de turbulences (1) et un troisième moyen, permettant l'introduction,
de manière axiale et/ou coaxiale par rapport à l'axe du brûleur (A), de carburant
à l'intérieur du générateur de turbulences (1) étant prévus, caractérisé en ce que le troisième moyen est conçu pour le mélange homogène dans l'espace du carburant
contenant de l'hydrogène avec l'air ;
le générateur de turbulences (1) étant constitué de différentes coques de turbulences
(2) qui délimitent entre elles les fentes d'entrée d'air (4) s'étendant tangentiellement
par rapport au générateur de turbulences (1),
le troisième moyen étant conçu comme une conduite de carburant (5) qui est fixée à
une coque de turbulences (2),
plusieurs conduites de carburant (5) étant fixées à chaque coque de turbulences (2),
et les conduites de carburant (5) prévues pour chaque coque de turbulences (2) étant
disposées par groupes ou individuellement avec des distances radiales différentes
par rapport à l'axe du brûleur (A), les conduites de carburant (5) avec la distance
radiale la plus grande présentant un diamètre de conduite plus grand que les conduites
de carburant (5) les plus proches de l'axe du brûleur (A).
18. Dispositif selon la revendication 17,
caractérisé en ce qu'une conduite de carburant (5) fixée au générateur de turbulences (1) est inclinée
par rapport à l'axe du brûleur (A) avec un angle radial avec lequel un écoulement
de carburant (9) introduit à travers la conduite de carburant (5) s'élargit de manière
orientée vers ou opposée à l'axe du brûleur (A).
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18,
caractérisé en ce qu'une conduite de carburant (5) fixée au générateur de turbulences (1) est montée avec
un angle tangentiel avec lequel un écoulement de carburant (9) introduit à travers
la conduite de carburant (5) s'élargit dans une direction de rotation, imposée par
le générateur de turbulences (1), de l'air de combustion entrant dans le générateur
de turbulences (1) ou dans une direction opposée à celle-ci.
20. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 19,
caractérisé en ce que la conduite de carburant (5) conçue comme un troisième moyen prévoit une structure
de turbulences qui impose une turbulence propre (E) à l'écoulement de carburant (9)
sortant de la conduite de carburant (5).
21. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 20,
caractérisé en ce que, en aval du générateur de turbulences (1), est prévu un tube de mélange (8) dont
l'extrémité côté aval correspond à la sortie du brûleur.