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EP 1 818 148 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.09.2011 Patentblatt 2011/37 |
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Anmeldetag: 07.02.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung keramischer Hohlgegenstände durch Hochdruckgiessen
Method for producing ceramic hollow objects by pressure casting
Procédé destiné à la fabrication d'objets creux en céramique par moulage sous pression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
09.02.2006 DE 102006005897
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.08.2007 Patentblatt 2007/33 |
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Patentinhaber: Maschinen- und Stahlbau
Julius Lippert GmbH & Co. KG |
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92690 Pressath (DE) |
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Erfinder: |
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- Die Erfinder haben auf ihre Nennung verzichtet.
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| (74) |
Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ |
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Patentanwälte
Postfach 30 55 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/15436 DE-C- 575 076 JP-A- 1 141 003
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DE-A1- 1 951 931 GB-A- 929 752 US-A- 5 498 383
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 zur Herstellung
keramischer Hohlgegenstände durch Hochdruckgießen.
[0002] Während beim sogenannten Tassendruckguss eine Vorrichtung zur Anwendung gelangt,
bei der das Formoberteil oder das Formunterteil einen Kern bildet, wird beim Hochdruckgießen
keramischer Hohlgegenstände ohne Kern gearbeitet. Dabei wird in den Formhohlraum Schlicker
eingefüllt und unter Druck gesetzt, so dass sich im Formhohlraum der Scherben des
keramischen Hohlgegenstandes je nach der Druckdauer mit der gewünschten Scherbendicke
bildet. Nach der Scherbenbildung wird der Restschlicker aus dem Formhohlraum entleert.
Zu diesem Zwecke wird in den Formhohlraum ein gasförmiges Medium, vorzugsweise Luft,
eingeblasen und der Restschlicker durch Öffnen eines an die Vorrichtung angeschlossenen
Entleerventils aus dem Formhohlraum gedrückt. Die Verfestigung des Scherbens an der
Innenseite des Formhohlraumes geschieht ebenfalls mit Druckluft.
[0003] Bei diesem Stand der Technik ergeben sich jedoch die folgenden Probleme:
- 1. An der Innenseite der Seitenwandung des Scherbens d.h. des grünen keramischen Hohlgegenstandes
ergeben sich sogenannte Schlickerläufer;
- 2. An der Innenseite des Bodens des Scherbens des keramischen Hohlgegenstandes sind
Schlickertropfen oftmals nicht vermeidbar, die nach dem Brand des keramischen Hohlgegenstandes
deutlich sichtbar sind und - wie die oben erwähnten Schlickerläufer-zu einem Produktionsausschuss
führen;
- 3. An hintergriffigen Stellen, wie dem Ausgießer eines keramischen Hohlgegenstandes
in Gestalt einer Kanne, kann der Schlicker nicht abfließen, weshalb es bislang erforderlich
ist, die Formvorrichtung drehbar auszubilden, um die besagten hintergriffigen Stellen
entleeren zu können. Dabei sind jedoch ebenfalls Schlickerläufer nicht vermeidbar,
die sichtbar bleiben und zu einem Produktionsausschuss führen;
- 4. Ist der keramische Hohlgegenstand mit einem großen Henkel ausgebildet, so ist nicht
zuverlässig vermeidbar, dass der große Henkel beim Entformen aus der Formvorrichtung
abreißt, da die Henkelansatzstellen zum keramischen Hohlgegenstand hin hohl bleiben
können.
[0004] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
WO 92/15 436 A1 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung bestimmt im geschlossenen Zustand einen dem herzustellenden
keramischen Hohlgegenstand entsprechenden kernlosen Formhohlraum, in welchem zur Erzeugung
einer Drehbewegung des in ihm befindlichen Schlickers ein Rotorelement vorgesehen
ist, das mindestens ein Rührblatt aufweist und mittels eines Antriebsmotors antreibbar
ist. Das Rotorelement besteht bspw. aus einer Welle mit einem Durchmesser von 22 mm
und Rührblättern, die aus einer Stange ähnlichen Durchmessers hergestellt sind. Die
Rotorblätter können auch flächig oder perforierte Blätter sein.
[0005] Bei dieser bekannten Vorrichtung wird die jeweilige Gießform in eine Füllstation
und in eine Rührstation bewegt. Das Befüllen der Gießform und das Rühren des Schlickers
kann auch in der gleichen Station stattfinden. Die mit Schlicker gefüllte Form wird
nach dem Rührvorgang bekannten Verfahrensschritten wie einer Lagerung, einer Entleerung,
einem Abtropfen und einer Konditionierung zugeführt.
[0006] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
GB-A-929752 bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, wobei die Vorrichtung einfach ausgebildet ist und Schlickerläufer verfahrensgemäß
auf einfache Weise eliminiert sind.
[0008] Mit Hilfe des motorisch antreibbaren, mindestens ein Rührblatt aufweisenden Rotorelementes
wird der Schlicker im kernlosen Formhohlraum der Formvorrichtung in eine Drehung versetzt,
so dass beim Entleeren des Schlickers aus dem Formhohlraum Schlickerläufer an der
Seitenwandung durch den sich drehenden Schlicker abgewischt werden.
[0009] Bei der Vorrichtung weist das Rotorelement mindestens ein Rührblatt auf und ist im
Formhohlraum derartig vorgesehen, dass seine Rotationsachse zum Boden des herzustellenden
keramischen Hohlgegenstandes senkrecht orientiert ist.
[0010] Das mindestens eine Rührblatt ist mit Seitenrändern ausgebildet, die an die Seitenwandkontur
des kernlosen Formhohlraumes angepasst sind und von dieser beabstandet sind. Dieser
Abstand entspricht z.B. näherungsweise dem halben radialen Abstand zwischen der Rotationsachse
des Rotorelementes und der Innenkontur der Formseitenteile der Formvorrichtung.
[0011] Um an der Innenseite des Bodens des herzustellenden grünen keramischen Hohlgegenstandes
Schlickertropfen zu vermeiden, ist es bevorzugt, wenn das mindestens eine Rührblatt
einen Stirnrand aufweist, der an die Bodenkontur des kernlosen Formhohlraumes angepasst
ist und von diesem einen kleinen Abstand aufweist. Dieser Abstand zwischen dem Stirnrand
des mindestens einen Rührblattes und der Bodenkontur des kernlosen Formhohlraumes
ist vorzugsweise an die Scherbendicke des im Formhohlraum hergestellten grünen Hohlgegenstandes
angepasst.
[0012] Der kernlose Formhohlraum ist vorzugsweise zur kopfstehenden Herstellung eines keramischen
Hohlgegenstandes vorgesehen. Bei dem keramischen Hohlgegenstand kann es sich um einen
solchen mit einem Henkel handeln. Dabei ist es bevorzugt, wenn das Formunterteil mit
einer Henkelabstützung ausgebildet ist. Damit wird sichergestellt, dass keramische
Hohlgegenstände mit einem großen Henkel sicher entformt werden können. Beim Öffnen
der Formvorrichtung hält die genannte Henkelabstützung den Henkel in Position und
beim Entnehmen des keramischen Hohlgegenstandes wird beispielsweise mittels Druckluft
der Henkel vom porösen Formunterteil gelöst und abgehoben.
[0013] Der kernlose Formhohlraum kann zur kopfstehenden Herstellung eines keramischen Hohlgegenstandes
mit einem Ausgießer vorgesehen sein, wobei das Formunterteil mit einem Ausgießer-Entleerkanal
ausgebildet ist, durch den Restschlicker aus dem Formhohlraum entleert wird. Dadurch
werden Schlickerläufer an der Ausgießöffnung verhindert bzw. ist es nicht erforderlich,
die Formvorrichtung insgesamt drehbar auszubilden. Der konstruktive Aufwand ist also
vergleichsweise klein.
[0014] Zweckmäßig ist es, wenn der Ausgießer-Entleerkanal eine Entleeröffnung aufweist,
die an die Ausgießeröffnung des Ausgießers des keramischen Hohlgegenstandes formmäßig
angepasst ist, weil dadurch der Putzaufwand am Ausgießer bzw. an der Ausgießeröffnung
in vorteilhafter Weise wesentlich reduziert wird.
[0015] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird verfahrensgemäß, d.h. bei einem
Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, wie es aus der
US-A-5 498 383 bekannt ist, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 d.h. dadurch gelöst,
dass zumindest während des Entleerens des Restschlickers ein im kernlosen Formhohlraum
vorgesehenes Rotorelement, das mindestens ein Rührblatt aufweist, und mittels eines
Antriebsmotors in Drehung versetzt wird, um den an der Seitenwandung des Hohlgegenstandscherbens
befindlichen Restschlicker während des Entleerens in eine Drehbewegung zu versetzen.
Durch den rotierenden Restschlicker werden beim Entleeren des Restschlickers Schlickerläufer
an der Seitenwandung des grünen Hohlgegenstands abgewischt und durch solche Schlickerläufer
bedingte Produktionsausschüsse vermieden.
[0016] Zweckmäßig kann es sein, wenn das Rotorelement bereits während des Eingießens des
Schlickers in den kernlosen Formhohlraum in Drehung versetzt wird. Dadurch wird der
Schlicker während des kompletten Gießzyklus in eine Drehbewegung versetzt.
[0017] Erfindungsgemäß ist es vorteilhaft, wenn der Abstand des Rotorelementes zum Formoberteil
der Formvorrichtung auf die Scherbendicke des Bodens des herzustellenden grünen keramischen
Hohlgegenstandes eingestellt wird, um an der Innenseite des Bodens des herzustellenden
grünen keramischen Hohlgegenstandes entstehende Schlickertropfen zu verstreichen und
einen entsprechenden Produktionsausschuss zu verhindern.
[0018] Erfindungsgemäß kann es vorteilhaft sein, wenn die Drehzahl des Rotorelementes während
des gesamten Zyklus der Herstellung des keramischen Hohlgegenstandes im kernlosen
Formhohlraum veränderbar ist oder verändert wird.
[0019] Der Schlicker wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise in den für einen
kopfstehend herzustellenden keramischen Hohlgegenstand vorgesehenen kernlosen Formhohlraum
durch das Formunterteil von unten eingeleitet und mit Druck beaufschlagt. Dabei kann
die Druckhöhe und/oder die Druckdauer der gewünschten Scherbendicke des herzustellenden
grünen keramischen Hohlgegenstandes entsprechend eingestellt werden.
[0020] Nach der Scherbenbildung wird zum Entleeren des Restschlickers in den kernlosen Formhohlraum
ein gasförmiges Medium, vorzugsweise Luft, eingeblasen. Die Verfestigung des Scherbens
an der Innenkontur des kernlosen Formhohlraumes erfolgt ebenfalls mit gasförmigem
Medium, vorzugsweise mit Luft.
[0021] Im Vergleich zum Stand der Technik, bei dem die Formvorrichtung üblicherweise drehbar
ausgebildet ist, um auch an hintergriffigen Stellen des herzustellenden keramischen
Hohlgegenstandes den Restschlicker entleeren zu können, ist erfindungsgemäß nur ein
Rotorelement im Formhohlraum vorgesehen, so dass sich eine wesentliche Vereinfachung
ergibt.
[0022] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0023] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ausbildung der Vorrichtung teilweise geschnitten, und
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Figur 1 durch die Vorrichtung.
[0024] Die zur Herstellung keramischer Hohlgegenstände, wie Kannen, Vasen, Tassen, Becher
o.dgl., durch Hochdruckgießen vorgesehene Vorrichtung 10 weist ein Formoberteil 12,
eine Formunterteil 14 und Formseitenteil 16 und 18 (siehe auch Figur 2) auf. Im geschlossenen
Zustand bestimmen das Formoberteil 12, das Formunterteil 14 und die Formseitenteile
16 und 18 einen Formhohlraum 20, dessen Innenkontur 22 der Außenkontur des herzustellenden
grünen keramischen Hohlgegenstandes entspricht.
[0025] In Figur 1 ist ein Formhohlraum 20 für eine Kanne gezeichnet, die einen Henkel 24
und einen Ausgießer 26 besitzt.
[0026] Der Formhohlraum 20 ist strömungstechnisch mit einem Schlickereinlass 28 und mit
einem Schlickerauslass 30 verbunden. Der Schlickereinlass 28 weist ein Einlassventil
32 und der Schlickerauslass 30 weist ein Entleerventil 34 auf.
[0027] Im Formhohlraum 20 der Vorrichtung 10 ist ein Rotorelement 36 vorgesehen, das mit
einem Antriebsmotor 38 verbunden ist. Die Verbindung des Antriebsmotors 38 mit dem
von einem Rührblatt 40 gebildeten Rotorelement 36 ist durch eine Hohlwelle 42 verwirklicht,
an die ein gasförmiges Medium, vorzugsweise Druckluft, anschließbar ist. Das ist in
Figur 1 durch die strichpunktierte Pfeillinie 44 angedeutet. Zur Abdichtung der Hohlwelle
42 gegen den Schlickereinlass 28 und den Schlickerauslass 30 dient ein Dichtungselement
46.
[0028] Das Rotorelement 36 ist im Formhohlraum 20 derartig vorgesehen, dass seine Rotationsachse
48 zum Boden 50 des im Formhohlraum 20 der Vorrichtung 10 herzustellenden grünen keramischen
Hohlgegenstandes senkrecht orientiert ist. Das Rührblatt 40 des Rotorelementes 36
ist mit einem Stirnrand 52 ausgebildet, der an die Bodenkontur 54 des kernlosen Formhohlraumes
20 angepasst ist und von diesem einen kleinen Abstand 56 besitzt. Dieser kleine Abstand
56 entspricht der Scherbendicke des Bodens des im Formhohlraum 20 herzustellenden
bzw. hergestellten grünen keramischen Hohlgegenstandes.
[0029] Wie aus Figur 1 deutlich ersichtlich ist, ist der kernlose Formhohlraum 20 zur kopfstehenden
Herstellung des keramischen Hohlgegenstandes vorgesehen.
[0030] Das Formunterteil 14 der Formvorrichtung 10 ist mit einer Henkelabstützung 58 ausgebildet,
um auch den Henkel 24 sicher entformen zu können.
[0031] Das Formunterteil 14 ist mit einem Ausgießer-Entleerkanal 60 ausgebildet, der eine
Entleeröffnung 62 aufweist, die an die Ausgießeröffnung 64 des Ausgießers 26 des keramischen
Hohlgegenstandes formmäßig angepasst ist. Dadurch kann der Putzaufwand am Ausgießer
26 bzw. an der Ausgießeröffnung 64 des Ausgießers 26 wesentlich vermindert werden.
[0032] Um sicherzustellen, dass auch großvolumige Henkel 24 sicher entformt werden können,
wird der Henkel 24 - wie bereits ausgeführt worden ist - am Formunterteil 14 bzw.
an der Henkelabstützung 58 abgestützt. Das ist durch eine Abdichtung 66 realisierbar,
die eine umlaufende Dichtschnur 68 und einen geteilten Gegenring 70 (siehe insbesondere
Figur 2) aufweist. Die in sich geschlossene Dichtschnur 68 ist dabei am Formunterteil
14 vorgesehen und der geteilte Gegenring 70 ist an den beiden Formseitenteilen 16
und 18 angeordnet. Das mindestens eine Rührblatt 40 des Rotorelementes 36 weist Seitenränder
72 auf, die an die Seitenwandkontur 74 des kernlosen Formhohlraumes 20 annähernd angepasst
sind und von der Seitenwandkontur 74 einen großen Abstand 76 besitzen. Dieser Abstand
76 entspricht z.B. ungefähr dem halben Abstand zwischen der Seitenwandkontur 74 und
der Rotationsachse 48 des Rotorelementes 36 bzw. des mindestens einen Rührblattes
40 des Rotorelementes 36.
1. Verfahren zur Herstellung keramischer Hohlgegenstände durch Hochdruckgießen, wobei
in eine Vorrichtung (10), die ein Formoberteil (12), ein Formunterteil (14) und Formseitenteile
(16, 18) aufweist, die im geschlossenen Zustand der Vorrichtung (10) einen dem herzustellenden
keramischen Hohlgegenstand entsprechenden kernlosen Formhohlraum (20) bilden, in den
ein Keramikschlicker durch einen Schlickereinlass (28) unter Druck eingefüllt wird,
der an der Innenkontur (74, 54) des kernlosen Formhohlraumes (20) einen Scherben einer
gewünschten Scherbendicke bildet, wonach der Restschlicker durch einen Schlickerauslass
(30) aus dem kernlosen Formhohlraum (20) entleert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest während des Entleerens des Restschlickers ein im kernlosen Formhohlraum
(20) vorgesehenes Rotorelement (36), das mindestens ein Rührblatt (40) aufweist, mittels
eines Antriebsmotors (38) in Drehung versetzt wird, um den an der Seitenwandung des
Hohlgegenstandscherbens befindlichen Restschlicker während des Entleerens in eine
Drehbewegung zu versetzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rotorelemente (36) bereits während des Eingießens des Schlickers in den kernlosen
Formhohlraum (20) in Drehung versetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (56) des Rotorelementes (36) zum Formoberteil (12) der Formvorrichtung
(10) auf die Scherbendicke des Bodens (50) des herzustellenden keramischen Hohlgegenstandes
eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehzahl des Rotorelementes (36) während des gesamten Zyklus der Herstellung
des keramischen Hohlgegenstandes im kernlosen Formhohlraum (20) veränderbar ist oder
verändert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlicker in den für einen kopfstehend herzustellenden keramischen Hohlgegenstand
vorgesehenen kernlosen Formhohlraum (20) durch das Formunterteil (14) von unten eingeleitet
und mit Druck beaufschlagt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckhöhe und/oder die Druckdauer der gewünschten Scherbendicke des herzustellenden
keramischen Hohlgegenstandes entsprechend eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Scherbenbildung zum Entleeren des Restschlickers aus dem kernlosen Formhohlraum
(20) in diesen ein gasförmiges Medium, vorzugsweise Luft, eingeblasen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verfestigung des Scherbens an der Innenkontur (74, 54) des kernlosen Formhohlraumes
(20) ebenfalls mit gasförmigem Medium, vorzugsweise Luft, erfolgt.
1. A method for producing ceramic hollow objects by pressure casting in a device (10)
which comprises a mould upper part (12), a mould lower part (14) and mould side parts
(16, 18) which, when the device (10) is closed, form a coreless mould cavity (20)
corresponding to the ceramic hollow object to be produced, into which mould cavity
a ceramic slip is poured under pressure through a slip inlet (28) and forms a body
of a desired body thickness on the inner contour (74, 54) of the coreless mould cavity
(20), after which the residual slip is emptied from the coreless mould cavity (20)
through a slip outlet (30),
characterised in that,
at least during the emptying of the residual slip, a rotor element (36) which is provided
in the coreless mould cavity (20) and comprises at least one stirring blade (40) is
rotated by means of a drive motor (38) in order to rotate the residual slip located
on the side wall of the body of the hollow object during the emptying process.
2. The method according to claim 1,
characterised in that
the rotor element (36) is already rotated during the pouring in of the slip into the
coreless mould cavity (20).
3. The method according to either claim 1 or claim 2,
characterised in that
the distance (56) of the rotor element (36) from the mould upper part (12) of the
mould device (10) is adjusted to the body thickness of the base (50) of the ceramic
hollow object to be produced.
4. The method according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the speed of rotation of the rotor element (36) can be changed, or is changed during
the entire cycle of production of the ceramic hollow object in the coreless mould
cavity (20).
5. The method according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that
the slip is introduced from below through the mould lower part (14) into the coreless
mould cavity (20) provided for a ceramic hollow object to be produced upside-down
and is pressurised.
6. The method according to claim 5,
characterised in that
the pressure levels and/or the duration of pressurisation of the desired body thickness
of the ceramic hollow object to be produced is/are adjusted accordingly.
7. The method according to any one of claims 1 to 6,
characterised in that
once the body has been formed, a gaseous medium, preferably air is blown into the
coreless mould cavity (20) in order to remove the residual slip therefrom.
8. The method according to any one of claims 1 to 7,
characterised in that
the body is likewise packed against the inner contour (74, 54) of the coreless mould
cavity (20) using a gaseous medium, preferably air.
1. Procédé destiné à la fabrication d'objets creux en céramique par moulage sous haute
pression, sachant que dans un dispositif (10) présentant une partie supérieure de
moule (12), une partie inférieure de moule (14) et des parties latérales de moule
(16, 18) qui forment, à l'état fermé du dispositif (10), un espace creux de moule
(20) sans noyau correspondant à l'objet creux en céramique à fabriquer, une barbotine
céramique est remplie sous pression par une entrée de barbotine (28) qui forme, sur
le contour intérieur (74, 54) de l'espace creux de moule sans noyau (20), une pâte
d'une épaisseur souhaitée, après quoi la barbotine restante est évacuée par une sortie
de barbotine (30) de l'espace creux de moule (20) sans noyau,
caractérisé en ce
qu'au moins pendant l'évacuation de la barbotine restante, un élément de rotor (36) prévu
dans l'espace creux de moule (20) sans noyau qui présente au moins une lame agitatrice
(40), est amené en rotation à l'aide d'un moteur d'entraînement (38) afin de faire
tourner la barbotine restante se trouvant sur la paroi latérale de la pâte d'objet
creux pendant l'évacuation.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'élément de rotor (36) est déjà amené en rotation pendant le versement de la barbotine
dans l'espace creux de moule (20) sans noyau.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que la distance (56) entre l'élément de rotor (36) et la partie supérieure de moule (12)
du dispositif de moule (10) est réglée sur l'épaisseur de pâte du fond (50) de l'objet
creux en céramique à fabriquer.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que la vitesse de rotation de l'élément de rotor (36) est ou peut être modifiée pendant
le cycle entier de fabrication de l'objet creux en céramique dans l'espace creux de
moule (20) sans noyau.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que la barbotine est introduite par le bas par la partie inférieure de moule (14) dans
l'espace creux de moule (20) sans noyau prévu pour un objet creux en céramique à fabriquer
de manière inversée et est mise sous pression.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que le niveau et/ou la durée de pression est réglée selon l'épaisseur de pâte souhaitée
de l'objet creux en céramique à fabriquer.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
qu'un agent gazeux, de préférence de l'air, est injecté après la formation de la pâte
pour l'évacuation de la barbotine restante de l'espace creux de moule (20) sans noyau
dans celui-ci.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
que le durcissement de la pâte sur le contour intérieur (74, 54) de l'espace creux de
moule (20) sans noyau est aussi effectué avec l'agent gazeux, de préférence de l'air.

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