[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsanordnung für eines einer Mehrzahl gleichartiger
Sicherheitsdokumente. Die Erfindung betrifft ferner ein Sicherheitsdokument mit einer
derartigen Sicherheitsanordnung.
[0002] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit werden Wertdokumente, wie beispielsweise Banknoten,
Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, hochwertige Eintrittskarten, aber
auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe oder sonstige Ausweisdokumente,
in der Regel mit schwer zu fälschenden Sicherheitselementen ausgestattet, deren Echtheit
oder Integrität mit oder ohne zusätzliche Hilfsmittel von einem Benutzer visuell überprüft
werden kann.
[0003] Zu dieser Art von Absicherung gehören auch so genannte selbstverifizierende Banknoten,
wie sie in der Druckschrift
WO 98/15418 A1 offenbart sind. Die dort beschriebene selbstverifizierende Banknote ist aus einem
flexiblen Blatt aus einem Kunststoffsubstrat mit Identifizierungszeichen gebildet.
Das Blatt weist einen transparenten Fensterbereich auf, der ein Selbstverifizierungsmittel
zum Überprüfen eines in einem lateral beabstandeten Bereich des Blatts angeordneten
Sicherheitselements enthält. Die Selbstverifikation erfolgt dadurch, dass der Fensterbereich
durch Biegen oder Falten des Blatts ins Register mit dem Sicherheitselement gebracht
wird und das Sicherheitselement und das Selbstverifizierungsmittel dort in geeigneter
Weise zusammenwirken, um die Echtheit der Banknote zu bestätigen.
[0004] Die Druckschrift
EP 1 127 712 A1 offenbart ein Sicherheits- und/oder Wertdokument, insbesondere Banknote, mit Sicherheitsmerkmalen
und mit einem Verifikationselement zum Verifizieren des Sicherheitsmerkmals. Um ein
gattungsgemäßes Sicherheits- und/oder Wertdokument zu entwickeln, bei dem die Sicherheit
gegen Fälschung erhöht und die vereinfachte Prüfung der Dokumentenechtheit ohne externe
Hilfsmittel gewährleistet sind, sind in das Dokument an unterschiedlichen Stellen
mindestens ein Verifikationselement und mindestens ein mit diesem Verifikationselement
verifizierbares Sicherheitsmerkmal integriert, wobei das Verifikationselement und
das Sicherheitselement erst zum Verifizieren übereinandergebracht sind.
[0005] Aus der Druckschrift
WO 03/054810 A2 ist ein Wertdokument bekannt, insbesondere eine Banknote, die einen oder mehrere
Fensterbereiche mit jeweils einem z.B. optisch aktiven Element besitzt, welches eine
Polarisationsebene von durch den Fensterbereich hindurchtretendem polarisierten Licht
um einen definierten Winkel dreht. Stapelt man solche Wertdokumente und strahlt polarisiertes
Licht durch die übereinanderliegenden Fensterbereiche, so lässt sich die Anzahl der
gestapelten Wertdokumente anhand der Gesamtdrehung der Polarisationsebene bestimmen.
Im Falle von Banknoten lässt sich so der Gesamtnennwert des Banknotenstapels ermitteln.
Die Fensterbereiche können für unterschiedliche Kategorien bzw. Nennwerte kategoriespezifische
Drehcharakteristiken besitzen und/ oder an kategoriespezifischen Positionen im Wertdokument
vorliegen.
[0006] Die Druckschrift
US 2003/0169468 A1 betrifft ein Sicherheitssystem insbesondere für Wertdokumente, bei dem ein Sicherheitselement
in einer Trägerebene vorgesehen ist, das unter Lichteinfall auf holographischem Wege
außerhalb der Trägerebene ein Muster rekonstruiert, in dem eine versteckte Information
gespeichert ist, und mit einem flächigen, transparenten Verifikationselement, das
bei flächiger Berührung des Sicherheitselements die darin gespeicherte Information
auslesbar macht. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Sicherheitselement und ein Verifikationselement
zum Einsatz in dem Sicherheitssystem und ein Wertdokument, das mit dem Sicherheitssystem
ausgestattet ist. Zudem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Auslesen der versteckten
Information, die in dem unter Lichteinfall auf das Sicherheitselement rekonstruierten
Muster holographisch gespeichert ist.
[0007] Statistische Untersuchungen haben gezeigt, dass das Wissen über die kennzeichnenden
Echtheitsmerkmale von Banknoten in der Bevölkerung nur wenig verbreitet und präsent
ist. Bei Vorliegen eines bestimmten Exemplars einer Banknote kann der Durchschnittsbürger
im Allgemeinen nicht entscheiden, ob es sich um eine echte Banknote oder eine leidlich
gute Fälschung handelt. Auch bei selbstverifizierenden Banknoten muss der Benutzer
das selbstverifizierende Merkmal ohne Vergleichsangebot erkennen. In der Regel wird
sich der Durchschnittsbürger, der den Effekt der echten Banknote nicht genau kennt,
leicht durch irgendeinen überzeugend wirkenden Effekt in einer Fälschung überlisten
lassen. Das Sicherheitsniveau einer selbstverifizierenden Banknote ist zudem nicht
wesentlich höher als das einer gewöhnlichen Banknote; da mit dem Sicherheitselement
typischerweise auch das Verifizierungselement gefälscht ist und dem Benutzer eine
echt scheinende Verifizierung vortäuscht.
[0008] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsanordnung
anzugeben, die die Nachteile des Stands der Technik vermeidet. Insbesondere soll die
Sicherheitsanordnung eine hohe Fälschungssicherheit mit einer hohen Erkennungssicherheit
selbst durch Laien verbinden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Sicherheitsanordnung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
gelöst. Ein Sicherheitsdokument mit einer derartigen Sicherheitsanordnung und ein
Verfahren zum Herstellen eines einer Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente sind
in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0010] Gemäß der Erfindung weist die Sicherheitsanordnung ein für das Sicherheitsdokument
charakteristisches Echtheitsmerkmal und zumindest ein Verifizierungselement zum Prüfen
der Echtheitsmerkmale anderer der Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente auf.
Dabei ist eine beschädigungslose Prüfung des Echtheitsmerkmals einer Sicherheitsanordnung
ausschließlich über eine vorbestimmte Kombinationswirkung mit einem Verifizierungselement
einer auf einem anderen gleichartigen Sicherheitsdokument angeordneten Sicherheitsanordnung
durchführbar, eine Selbstverifikation also ausgeschlossen. Durch diese Maßnahme wird
sichergestellt, dass der Benutzer bei der Echtheitsprüfung ein zweites Exemplar des
Sicherheitsdokuments, beispielsweise eine zweite gleichartige Banknote, zur Hand nehmen
muss.
[0011] In einer bevorzugten Erfindungsvariante erfolgt die Prüfung des Echtheitsmerkmals
einer Sicherheitsanordnung in einer vorbestimmten relativen Lage von Echtheitsmerkmal
und Verifizierungselement. Die vorbestimmte relative Lage kann beispielsweise eine
Übereinanderanordnung von Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement mit einem bestimmten
Abstand sein. Dieser Abstand kann beispielsweise durch die Brennweite einer Linse
oder den normalen Leseabstand eines Menschen gegeben sein. Der bevorzugte Abstand
kann auch Null betragen, das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement werden
zur Prüfung dann aufeinander gelegt. Manche Effekte, wie etwa die Wirkung gekreuzter
Polarisationsfolien, lassen sich in einem breiten Abstandsintervall um den bevorzugten
Abstand wahrnehmen, andere, wie die Vergrößerungswirkung einer Linse, sind nur in
einem schmalen Bereich um den bevorzugten Abstand zu beobachten.
[0012] Mit Vorteil sind das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement derselben Sicherheitsanordnung
geometrisch so zueinander angeordnet, dass sie auf dem Sicherheitsdokument ohne Beschädigung
nicht in die vorbestimmte relative Lage bringbar sind. Alternativ oder zusätzlich
können das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement derselben Sicherheitsanordnung
so aufeinander abgestimmt sein, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement
derselben Sicherheitsanordnung in der vorbestimmten relativen Lage nicht die vorbestimmte
Kombinationswirkung zeigen. In beiden Fällen wird die Selbstverifikation des Sicherheitsdokuments
wirksam verhindert, der Benutzer ist gezwungen, zur Echtheitsprüfung ein zweites gleichartiges
Dokument einzusetzen.
[0013] Vorzugsweise sind das Echtheitsmerkmal und/oder das Verifizierungselement transparent
ausgebildet. Transparenz bezeichnet dabei die volle Durchsichtigkeit eines Materials
mit einer gewissen Graudichte, wobei im Gegensatz zur Transluzenz die hinter dem transparenten
Material befindlichen Objekte erkennbar bleiben.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement
in oder über einem gemeinsamen Fensterbereich oder Loch des Sicherheitsdokuments angeordnet.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausbildung sind das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement
in unmittelbarer Nähe zueinander auf dem Sicherheitsdokument angeordnet. Dadurch kann
besonders leicht eine geometrische Anordnung geschaffen werden, bei der eine Selbstverifikation
der Sicherheitsanordnung ausscheidet.
[0016] Das Verifizierungselement umfasst in einer zweckmäßigen Ausführungsform ein optisches
Abbildungselement zum Inspizieren der Echtheitsmerkmale anderer, auf gleichartigen
Sicherheitsdokumenten angeordneter Sicherheitsanordnungen. Das optische Abbildungselement
stellt insbesondere eine Vergrößerungslinse, etwa eine Fresnel-Vergrößerungslinse
oder eine Verzerrungslinse dar. Dadurch kann beispielsweise eine im Echtheitsmerkmal
aufgedruckte Mikroschrift lesbar gemacht werden, oder ein optisch verzerrt aufgedrucktes
Motiv durch die zugehörige Korrekturlinse in die richtige Gestalt gebracht werden.
[0017] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform enthält das Echtheitsmerkmal einen
mit metameren Farben gedruckten Bereich. Metamere Farben haben verschiedene Reflexionsspektren,
erscheinen dem menschlichen Auge aber aufgrund der Empfindlichkeitskurven der drei
Farbrezeptoren bei gewöhnlicher Beleuchtung mit Tageslicht im gleichen Farbton. Die
zugrunde liegende Verschiedenheit der Reflexionsspektren tritt jedoch bei farbiger
Beleuchtung der Metameren oder bei Verwendung geeigneter Filter hervor. Das Verifizierungselement
umfasst daher zweckmäßig ein Filterelement zur Betrachtung des metameren Farbbereichs
anderer, auf gleichartigen Sicherheitsdokumenten angeordneter Sicherheitsanordnungen.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Echtheitsmerkmal einen
ersten linear polarisierenden Fensterbereich und das Verifizierungselement einen zweiten
linear polarisierenden Fensterbereich. In der Regel umfassen Echtheitsmerkmal und/
oder Verifizierungselement noch weitere polarisierende Bereiche. Durch die Zusammenwirkung
der verschiedenen Polarisationsrichtungen beim Übereinanderbringen der unterschiedlichen
Bereiche können durch die auftretenden Kontrastwirkungen eine Reihe verschiedenartiger
Echtheitsprüfungen vorgenommen werden können.
[0019] Das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement umfassen gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform jeweils ein feines Linienmuster, die bei Übereinanderanordnung
von Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement Interferenzeffekte, insbesondere Moire-Effekte
erzeugen.
[0020] In weiteren Ausführungsformen können das Echtheitsmerkmal und/oder das Verifizierungselement
zur Prüfung des Echtheitsmerkmals einen diffraktiven Beugungseffekt, einen Linsenrastereffekt,
einen Flüssigkristalleffekt, oder einen Dünnfilm- oder Mehrlagenfilmeffekt aufweisen.
[0021] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sicherheitsanordnung
zumindest zwei Verifizierungselemente zum Prüfen der Echtheitsmerkmale anderer der
Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente enthält. Die Prüfung des Echtheitsmerkmals
erfolgt dabei unter gleichzeitiger Verwendung von zwei oder mehr der Verifizierungselemente,
welche auf einer oder mehreren der Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente angeordnet
sind.
[0022] Beispielsweise können die zwei Verifizierungselemente im Augenabstand angeordnet
und nach Art einer Stereobrille ausgebildet sein, wobei das Echtheitsmerkmal einer
Sicherheitsanordnung bei beidäugiger Betrachtung durch die zwei Verifizierungselemente
einer auf einem anderen Sicherheitsdokument aufgebrachten Sicherheitsanordnung einen
dreidimensionalen Bildeindruck hervorruft.
[0023] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform müssen zur Prüfung des Echtheitsmerkmals
einer Sicherheitsanordnung zwei Verifizierungselemente und das Echtheitsmerkmal in
einer vorbestimmten Reihenfolge übereinander gebracht werden. Um eine Selbstverifikation
auszuschließen, ist dabei vorzugsweise vorgesehen, dass das Übereinanderbringen der
zwei zur Prüfung erforderlichen Verifizierungselemente einer Sicherheitsanordnung
das Echtheitsmerkmal derselben Sicherheitsanordnung unzugänglich macht. Werden die
zwei Verifizierungselemente durch einen bestimmten Biege- oder Faltvorgang übereinander
gebracht, so kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Echtheitsmerkmal durch
diesen Biege- oder Faltvorgang zusammengeklappt und damit zugänglich wird. Alternativ
kann durch diesen Biege- oder Faltvorgang automatisch eine opake Deckschicht auf das
Echtheitsmerkmal gebracht werden, die eine nachfolgende Verifizierung verhindert.
[0024] In allen genannten Erfindungsvarianten kann neben dem Echtheitsmerkmal auch das Verifizierungselement
für das Sicherheitsdokument charakteristisch ausgebildet sein, so dass eine Prüfung
des Echtheitsmerkmals nur mit solchen Sicherheitsanordnungen durchführbar ist, deren
Verifizierungselement eine dem Echtheitsmerkmal entsprechende charakteristische Gestaltung
aufweist. Beispielsweise kann bei einer Banknotenserie mit verschiedenen Denominationen
sowohl das Echtheitsmerkmal als auch das Verifizierungselement für die jeweilige Denomination
einer Banknote charakteristisch ausgebildet sein, so dass Banknoten einer bestimmten
Denomination nur mit anderen Banknoten derselben Denomination verifiziert werden können.
[0025] Alternativ ist nur das Echtheitsmerkmal für das Sicherheitsdokument charakteristisch
ausgebildet, so dass eine Prüfung des Echtheitsmerkmals mit jedem Verifizierungselement
einer auf einem anderen gleichartigen Sicherheitsdokument angeordneten Sicherheitsanordnung
durchführbar ist. Im vorgenannten Beispiel einer Banknotenserie kann dazu vorgesehen
sein, dass nur das Echtheitsmerkmal für die jeweilige Denomination einer Banknote
charakteristisch ausgebildet ist, das Verifizierungselement jedoch bei allen Banknoten
der Serie identisch ist. Dann kann eine Banknote einer bestimmten Denomination mit
jeder anderen Banknote derselben Serie unabhängig von deren Denomination verifiziert
werden.
[0026] Die Erfindung umfasst auch ein Sicherheitsdokument, wie ein Sicherheitspapier, Wertdokument
oder dergleichen, mit einer Sicherheitsanordnung der oben beschriebenen Art. Bevorzugt
sind dabei das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement geometrisch so auf dem
Sicherheitsdokument angeordnet, dass sie ohne Beschädigung des Sicherheitsdokuments
nicht in eine für die Echtheitsprüfung erforderliche vorbestimmte relative Lage bringbar
sind.
[0027] Es bietet sich an, das Echtheitsmerkmal und/ oder das Verifizierungselement in oder
über einem Fensterbereich oder Loch des Sicherheitsdokuments anzuordnen.
[0028] Das Sicherheitsdokument kann insbesondere ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument,
wie eine Banknote, ein Scheck, eine Ausweiskarte, eine Urkunde oder dergleichen, sein.
[0029] Da der Benutzer bei der beschriebenen Sicherheitsanordnung gezwungen ist, zur Echtheitsprüfung
ein zweites Exemplar derselben heranzuziehen, vereint sie hohe Fälschungssicherheit
mit hoher Erkennungssicherheit selbst durch Laien, die den zu prüfenden Effekt nicht
im Gedächtnis haben. Darüber hinaus kann die Echtheitsprüfung einfach und zuverlässig
ohne zusätzliche Hilfsmittel von jedermann durchgeführt werden.
[0030] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einer in ei- nem transparenten Fenster
angeordneten Sicherheitsanordnung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Sicherheitsanordnung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 3
- die Echtheitsprüfung einer mit der Sicherheitsanordnung der Fig. 2 ausgestatteten
Banknote mithilfe einer gleichartigen Banknote,
- Fig. 4
- in (a) eine Sicherheitsanordnung nach einem anderen Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung
und in (b) die Echtheitsprüfung einer mit der Sicherheitsanordnung von (a) ausgestatteten
Banknote mithilfe einer gleichartigen Banknote,
- Fig. 5
- in (a) und (b) Sicherheitsanordnungen nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung, die eine Fremdverifizie- rung innerhalb derselben Banknotenserie ermöglichen,
- Fig. 6
- in (a) ein Diagramm, das die Polarisationsrichtungen der betei- ligten Bereiche bei
der Fremdverifizierung einer Banknote zeigt, in (b) ein Diagramm, das entsprechenden
Polarisationsrichtun- gen bei einer versuchten Selbstverifizierung zeigt,
- Fig. 7
- in (a) eine Sicherheitsanordnung nach einem weiteren Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung
und in (b) das Gesamtbild bei der Echtheitsprüfung,
- Fig. 8
- eine Banknote mit einer Sicherheitsanordnung nach einem wei- teren Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Querschnitt,
- Fig. 9
- in Detaildarstellung zwei zur Echtheitsprüfung übereinander gelegte Banknoten der
in Fig. 8 gezeigten Art,
- Fig. 10
- eine Banknote mit einer Sicherheitsanordnung nach noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Querschnitt,
- Fig.11
- eine genauere Darstellung des Echtheitsmerkmals (a) und des Verifizierungselements
(b) der Sicherheitsanordnung von Fig.10,
- Fig. 12
- eine Banknote mit einer Sicherheitsanordnung mit zwei Verifi- zierungselementen nach
einem Ausführungsbeispiel der Erfin- dung in Aufsicht,
- Fig. 13
- eine Banknote mit einer Sicherheitsanordnung mit zwei Verifi- zierungselementen nach
einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung in Aufsicht, und
- Fig. 14
- in (a) und (b) zwei Varianten zur Echtheitsprüfung einer mit der Sicherheitsanordnung
der Fig.13 ausgestatteten Banknote.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend am Beispiel einer Banknote erläutert. Fig. 1 zeigt
eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die in einem transparenten Fenster
12 mit einer erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung 14 ausgestattet ist. Wie nachfolgend
im Detail erläutert, erscheint der Fernsterbereich 12 bei normaler Betrachtung strukturlos.
Erst wenn eine zweite, gleichartige Banknote zur Hand genommen wird und die beiden
Banknoten in eine vorbestimmte relative Lage gebracht werden, erscheint im Fensterbereich
ein charakteristisches Merkmal, wie etwa ein vorbestimmtes graphisches Motiv oder
die Denomination der Banknote.
[0033] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer solchen Sicherheitsanordnung 20.
Die Sicherheitsanordnung 20 weist ein Echtheitsmerkmal 22 und ein Verifizierungselement
24 auf, die unmittelbar nebeneinander in dem Fensterbereich 12 der Banknote 10 angeordnet
sind. Das Echtheitsmerkmal 22 enthält einen ersten linear polarisierenden Bereich
26 in Gestalt der Ziffer "5", mit einer ersten Polarisationsrichtung, die im Ausführungsbeispiel
+45° bezogen auf die Mittellinie 36 der Sicherheitsanordnung 20, beträgt. Ein zweiter
linear polarisierender Bereich 28 umgibt den ersten Bereich 26 und weist eine zweite
Polarisationsrichtung auf, die im Ausführungsbeispiel 0° beträgt. Die den ersten linear
polarisierenden Bereich 26 umlaufende Umrisslinie ist in der Figur lediglich der deutlicheren
Darstellung der beiden Bereiche hinzugefügt.
[0034] Das Verifizierungselement 24 der Sicherheitsanordnung 20 enthält einen dritten linear
polarisierenden Bereich 30 gleicher Gestalt und Größe wie der erste Bereich 26 des
Echtheitsmerkmals 22 sowie einen den dritten Bereich umgebenden vierten linear polarisierenden
Bereich 32. Die Polarisationsrichtung des dritten Bereichs 30 steht senkrecht auf
der Polarisationsrichtung des ersten Bereichs 26, während die Polarisationsrichtung
des vierten Bereichs 32 parallel zur Polarisationsrichtung des zweiten Bereichs 26
liegt. Die vier Polarisationsbereiche 26 - 32 weisen alle dieselbe Graudichte auf.
[0035] Da das menschliche Auge für die Polarisationsrichtung des Lichts nicht empfindlich
ist, rufen die vier Bereiche 26 - 32 der Sicherheitsanordnung 20 unter normalen Beleuchtungsbedingungen
beim Betrachter den Eindruck einer strukturlosen, durchscheinenden, grauen Fläche
hervor.
[0036] Werden nun, wie in Fig. 3 gezeigt, zwei gleichartige Banknoten 10-1 und 10-2 mit
Sicherheitsanordnungen 20-1 bzw. 20-2 so übereinander gelegt, dass das Verifizierungselement
24-2 der zweiten Banknote 10-2 über dem Echtheitsmerkmal 22-1 der ersten Banknote
10-1 zu liegen kommt, so tritt die Ziffer "5" für den Betrachter 34 aufgrund der gekreuzten
Polarisationsrichtungen der beiden übereinander liegenden, linear polarisierenden
Bereiche 26 und 30 deutlich hervor. Das Erscheinen der korrekten Denomination bei
Auflegen einer weiteren gleichartigen Banknote kann vom Benutzer als Beleg für die
Echtheit der zu prüfenden Banknote 10-1 gewertet werden.
[0037] Selbstverständlich kann auch umgekehrt die Banknote 10-1 zur Echtheitsprüfung der
Banknote 10-2 eingesetzt werden, so dass sich die beiden Banknoten gegenseitig verifizieren
können. Eine derartige gegenseitige Verifikation führt im Vergleich zu selbstverifizierenden
Banknoten zu einem erhöhten Sicherheitsniveau, da bei selbstverifizierenden Banknoten
neben dem Echtheitsmerkmal auch das Verifizierungselement gefälscht sein kann. Bei
der gegenseitigen Verifikation erfolgt die Echtheitsprüfung also mit zwei Banknoten.
Üblicherweise hat der Benutzer bereits eine davon in seinem Besitz und überprüft mit
dieser eine neue entgegengenommene, wie z.B. Wechselgeld an der Kasse. Die Wahrscheinlichkeit,
dass die bereits vorhandene Banknote und die neu entgegengenommene Banknote in gleicher
Weise gefälscht sind und somit eine Verifikation mit zwei gefälschten Banknoten erfolgt,
ist praktisch vernachlässigbar.
[0038] Eine Selbstverifizierung der Banknote 10, also die Nutzung des Verifizierungselements
24 zur Prüfung des Echtheitsmerkmals 22 derselben Banknote, ist erfindungsgemäß ohne
Beschädigung der Note nicht möglich.
[0039] Dies ist im Ausführungsbeispiel durch die Wahl der Polarisationsrichtungen der verschiedenen
linear polarisierenden Bereiche und die fehlende Spiegelsymmetrie der codierten Ziffer
"5" sichergestellt. Durch Falten der Banknote 10 um die Mittellinie 36 der Sicherheitsanordnung
20 werden zwar das Verifizierungselement 24 und das Echtheitsmerkmal 22 übereinander
gebracht, die durch die Bereiche 26 bzw. 30 gebildeten Ziffernbereiche sind dann aber
nicht deckungsgleich, sondern spiegelverkehrt zueinander ausgerichtet.
[0040] Darüber hinaus wird die Polarisationsrichtung eines der beiden linear polarisierenden
Bereiche 26 bzw. 30 beim Falten an der Mittellinie 36 gespiegelt und somit um 90°
gedreht, so dass die Bereiche 26 und 30 nach dem Falten dieselbe Polarisationsrichtung
aufweisen. Selbst in ihrem Überlappungsbereich erfolgt daher keine zusätzliche Schwächung
des durchtretenden Lichts durch gekreuzte Polarisationen, so dass die codierte Information
aufgrund des fehlenden Kontrastunterschieds zur Umgebung 28, 32 nicht erkannt werden
kann.
[0041] In einer alternativen Gestaltung ist die Sicherheitsanordnung 20 im Fensterbereich
mit so hoher Steifigkeit ausgebildet, dass sie nicht beschädigungslos um ihre Mittellinie
36 gefaltet werden kann. Es ist auch möglich, Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement
bei gegebener Steifigkeit so klein undmit so geringem Abstand anzuordnen, dass sie
aufgrund des minimalen Krümmungsradius beim Falten nicht aufeinander gelegt werden
können. In beiden Fällen können Echtheitsmerkmal 22 und Verifizierungselement 24 derselben
Note schon physikalisch nicht übereinander gebracht werden.
[0042] Eine weitere Möglichkeit, die Selbstverifizierung einer fremdverifizierbaren Sicherheitsanordnung
40 auszuschließen, ist in den Figuren 4(a) und (b) illustriert. Bei der Sicherheitsanordnung
40 der Fig. 4(a) sind das Echtheitsmerkmal 42 und das Verifizierungselement 44 bis
auf die quadratische Form grundsätzlich wie in Fig. 2 ausgebildet. Im Gegensatz zu
der dortigen Ausgestaltung sind das Echtheitsmerkmal 42 und das Verifizierungselement
44 allerdings nicht nur unmittelbar nebeneinander, sondern zusätzlich um 90° gegeneinander
verdreht angeordnet. Dies macht es unmöglich, das Verifizierungselement 44 ohne Zerstörung
der Banknote in korrekter Orientierung auf das Echtheitsmerkmal 42 derselben Banknote
zu legen.
[0043] Stehen jedoch zwei gleichartige Banknoten 10-1 und 10-2 mit Echtheitsmerkmalen 42-1
und 42-2 und Verifizierungselementen 44-1 und 44-2 zur Verfügung, so wird die zweite
Banknote 10-2 zur Echtheitsprüfung um 90° gedreht auf die erste Banknote 10-1 gelegt,
wie in Fig. 4(b) gezeigt. Dadurch kommen die Ziffernbereiche des Verifizierungselements
44-2 der zweiten Banknote 10-2 und des Echtheitsmerkmals 42-1 der ersten Banknote
10-1 in der gleichen Orientierung übereinander zu liegen und die codierte Information
kann wie oben beschrieben gelesen werden.
[0044] Die im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 gezeigten Sicherheitsanordnungen 50 lassen
nicht nur eine Fremdverifizierung mithilfe einer zweiten Banknote der gleichen Denomination
zu, sondern ermöglichen auch die Verifizierung durch Banknoten anderer Denomination
innerhalb einer Banknotenserie. Beispielhaft sind dazu in Figuren 5(a) und (b) Sicherheitsanordnungen
50 für Banknoten mit zwei verschiedenen Denominationen ("5" bzw. "10") gezeigt.
[0045] Die Sicherheitsanordnung 50 der Fig. 5(a) enthält unmittelbar nebeneinander angeordnet
ein Echtheitsmerkmal 52 und ein Verifizierungselement 54. Das Echtheitsmerkmal 52
weist einen ersten linear polarisierenden Bereich 56 in Form der Ziffer "5" mit einer
ersten Polarisationsrichtung von -67,5°, bezogen auf die Mittellinie 62 der Sicherheitsanordnung
auf, der von einem zweiten linear polarisierenden Bereich 58 mit einer zweiten Polarisationsrichtung
von +22,5° umgeben ist. Die beiden linear polarisierenden Bereiche 56 und 58 weisen
bei Betrachtung im unpolarisierten Licht dieselbe Graudichte auf, so dass die codierte
Ziffer "5" bei gewöhnlichen Betrachtungsbedingungen nicht zu erkennen ist.
[0046] Das Verifizierungselement 54 der Sicherheitsanordnung 50 enthält einen dritten linear
polarisierenden Bereich 60, dessen Polarisationsrichtung der Polarisationsrichtung
des zweiten Bereichs 58 entspricht, also +22,5° beträgt.
[0047] Die Sicherheitsanordnung 50 der Fig. 5(b) für eine Banknote einer anderen Denomination
ist bis auf die Form des ersten linear polarisierenden Bereichs 56, die in diesem
Fall die Ziffernfolge "10" bildet, identisch zu der Sicherheitsanordnung 50 der Fig.
5(a) aufgebaut.
[0048] Werden nun zwei Banknoten dieser Banknotenserie mit beliebiger Denomination so übereinander
gelegt, dass das Verifizierungselement 54 der oberen Banknote über dem Echtheitsmerkmal
52 der unteren Banknote liegt, ergibt sich eine relative Lage der beteiligten Polarisationsrichtungen
wie sie in Fig. 6(a) dargestellt ist.
[0049] Die Polarisationsrichtung des als Analysator fungierenden dritten Bereichs 60 und
die Polarisationsrichtung des zweiten Bereichs 58 sind parallel ausgerichtet und somit
lichtdurchlässig, während die Polarisationsrichtungen des Analysators 60 und des ersten
Bereichs 56 aufeinander senkrecht stehen und somit kein Licht durchlassen. Die Ziffer
oder Ziffernfolge der unten liegenden Banknote tritt somit im Durchlicht mit deutlichem
Kontrast schwarz vor grauen Hintergrund hervor.
[0050] Dabei erscheint beispielsweise die Ziffer "5", wenn das Verifizierungselement 54
der Fig. 5(b) auf das Echtheitsmerkmal 52 der Fig. 5(a) gelegt wird, die Ziffernfolge
"10", wenn umgekehrt das Verifizierungselement 54 der Fig. 5(a) auf das Echtheitsmerkmal
52 der Fig. 5(b) gelegt wird. Analoge Ergebnisse erhält man für die weiteren Denominationen
der Banknotenserie.
[0051] Eine Selbstverifizierung der Sicherheitsanordnungen 50 durch Falten um die Mittellinie
62 der Anordnungen ist aufgrund der gewählten Polarisationsrichtungen nicht möglich.
Wird nämlich das Verifizierungselement 54 der Fig. 5(a) auf das zugehörige Echtheitsmerkmal
52 gefaltet, so wird die Polarisationsrichtung des dritten linear polarisierenden
Bereichs 60 an der Mittellinie 62 gespiegelt und beträgt nach der Faltung nunmehr
-22,5°, wie durch den die Polarisationsrichtung des gefalteten dritten Bereichs angebenden
Pfeils 60' in Fig. 6(b) illustriert. Die Polarisationsrichtungen des ersten und zweiten
linear polarisierenden Bereichs 56 bzw. 58 schließen dann jeweils den gleichen Winkel
(45°) mit der Polarisationsrichtung des gefalteten dritten Bereichs 60' ein, so dass
unpolarisiertes Licht von der Kombination aus erstem Bereich 56 und gefaltetem dritten
Bereich 60' und der Kombination aus zweitem Bereich 58 und gefaltetem dritten Bereich
60' jeweils gleich stark abgeschwächt wird. Erster und zweiter Bereich 56 bzw. 58
weisen daher bei der Betrachtung keinen Kontrastunterschied auf, die codierte Ziffer
oder Ziffernfolgen des Echtheitsmerkmals 52 kann nicht wahrgenommen werden.
[0052] Bei dem weiteren Ausführungsbeispiel der Fig. 7(a) sind das Echtheitsmerkmal 72 und
das Verifizierungselement 74 der Sicherheitsanordnung 70 jeweils in eine Mehrzahl
von alternierend angeordneten Streifen 76 bzw. 78 gleicher Breite zerlegt. Die codierte
Information, hier zur Illustration wieder die Ziffer "5", ist dabei im Wesentlichen
über alle Streifen 76 des Echtheitsmerkmals 72 verteilt.
[0053] Neben der Unterteilung in Streifen können das Echtheitsmerkmal 72 und das Verifizierungselement
74 zur Codierung wieder linear polarisierende Teilbereiche mit verschiedenen Polarisationsrichtungen
aufweisen, wie oben beschrieben. In jedem Fall ist die Sicherheitsanordnung 70 so
gestaltet, dass die Ziffer oder Ziffernfolge des Echtheitsmerkmals 72 bei gewöhnlichen
Betrachtungsbedingungen nicht erkennbar ist, sondern erst in Zusammenwirkung mit dem
Verifizierungselement 74 hervortritt.
[0054] Zur Echtheitsprüfung einer mit der Sicherheitsanordnung 70 versehenen Banknote ist
eine weitere Banknote derselben Denomination zwingend erforderlich. Werden die beiden
Banknoten um die Breite eines Streifens versetzt übereinander gelegt, so liegen jeweils
ein Streifen 76 des Echtheitsmerkmals 72 einer Banknote und ein Streifen 78 des Verifizierungselements
74 der anderen Banknote übereinander, so dass die codierte Information sichtbar wird.
Beispielsweise ergibt sich bei der in Fig. 7(a) gezeigten Sicherheitsanordnung nach
dem Übereinanderlegen zweier Banknoten das in Fig. 7(b) gezeigt Erscheinungsbild 80.
Es versteht sich, dass durch eine feinere Unterteilung von Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement
in Streifen oder durch eine auf die Form der Streifen angepasste Gestaltung der Ziffern
noch klarere Umrisse des Gesamtbilds 80 erhalten werden können.
[0055] Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Sicherheitsanordnung
90 ein Echtheitsmerkmal 92 umfasst, das in eine Oberflächenschicht auf der Vorderseite
einer Banknote 96 eingebracht ist, sowie ein in kleinem Abstand dazu aufgebrachtes
Verifizierungselement 94 aus einem Linsenraster paralleler Zylinderlinsen, welches
über einem Fensterbereich oder Loch 98 der Banknote 96 aufgebracht ist. Echtheitsmerkmal
92 und Verifizierungselement 94 sind nahe der Mitte der Banknote 96 angebracht, so
dass sie durch Rollen der Banknote zu einem Zylinder nicht übereinander gebracht werden
können.
[0056] Im gezeigten Ausführungsbeispiel enthält das Echtheitsmerkmal 92 ein für die Banknote
charakteristisches latentes Kippbild, das mit einem Linsenraster nach Art des Verifizierungselements
94 dargestellt werden kann. Die Sicherheitsanordnung 90 ist für die Fremdverifizierung
mit Banknote verschiedener Denomination derselben Serie ausgelegt, wie mit Bezug auf
die Detaildarstellung der Fig. 9 näher erläutert.
[0057] Fig. 9 zeigt zwei Banknoten 96-1 und 96-2, die so übereinander gelegt sind, dass
das Verifizierungselement 94-2 der oberen Banknote 96-2 auf dem Echtheitsmerkmal 92-1
der unteren Banknote liegt. In der Figur sind die beiden Banknoten der Deutlichkeit
halber mit einem kleinen Zwischenraum dargestellt.
[0058] Das Echtheitsmerkmal 92-1 enthält ein für die Banknote 96-1 charakteristisches latentes
Kippbild, das beispielsweise aus einer ersten Betrachtungsrichtung 100 die Denomination
der Banknote und aus einer zweiten Betrachtungsrichtung 102 ein graphisches Motiv
darzustellen vermag. Das Linsenraster 108 des Verifizierungselements 94-2 ist bei
allen Banknoten der Banknotenserie identisch ausgebildet, so dass jede Banknote der
Serie gleichermaßen zur Fremdverifizierung eingesetzt werden kann. In der in Fig.
9 gezeigten Lage der Banknoten 96-1 und 96-2 weist das Linsenraster 108 einen im Wesentlichen
durch die Dicke des Banknotenpapiers gegebenen Abstand d von dem Kippbild des Echtheitsmerkmals
92-1 auf.
[0059] Die Bildinformationen 104,106 der beiden Motive des Kippbilds sind beispielsweise
mit einem gepulsten Infrarotlaser in eine lasersensitive Aufzeichnungsschicht der
Banknote 96-1 alternierend eingeschrieben oder sind mit dem Fachmann bekannten Verfahren
geeignet auf das Banknotenpapier aufgedruckt. Die Abfolge der Bildinformationen 104,
106 ist so auf die fokussierende Wirkung des Linsenrasters 108 und den Abstand d bei
der Echtheitsprüfung abgestimmt, dass aus der ersten Betrachtungsrichtung 100 jeweils
nur die Bildinformationen 104 des ersten Motivs und aus der zweiten Betrachtungsrichtung
102 nur die Bildinformationen106 des zweiten Motivs sichtbar sind.
[0060] Ohne Auflegen des Linsenrasters 108 der zweiten Banknote 96-2 zeigt das Echtheitsmerkmal
92-1 lediglich ein verwirrendes Muster, in dem die Bildinformationen 104,106 der beiden
eingeschriebenen Motive vermischt sind. Erst durch Auflegen eines angepassten Linsenrasters
entsteht ein Kippbild, das aus unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen unterschiedliche
Motive zeigt. Demzufolge wird das Bildmuster 104,106 des Echtheitsmerkmals alleine
als "latentes Kippbild" bezeichnet.
[0061] Das Erscheinen des Kippbildes beim Auflegen der zweiten Note 96-2 bietet dem Betrachter
die Gewähr der Echtheit der zu prüfenden Banknote 96-1. Umgekehrt kann auch die Banknote
96-1 mit ihrem Verifizierungselement zur Verifizierung der Banknote 96-2 verwendet
werden.
[0062] Eine Selbstverifizierung einer Banknote 96 ist erfindungsgemäß nicht möglich, da
zum einen das Echtheitsmerkmal 92 und das Verifizierungselement 94 nicht durch Rollen
der Banknote übereinander gebracht werden könnten. Auch ein Falten der Banknote 96
entlang der Mittellinie der beiden Elemente führt nicht zu einer Darstellung des Kippbildes,
da je nach Faltrichtung entweder das Linsenraster des Verifizierungselements 94 kopfüber
auf dem Echtheitsmerkmal 92 zu liegen kommt, so dass die Zylinderlinsen ihre fokussierende
Wirkung nicht entfalten können, oder der Abstand zwischen den Bildinformationen 104,106
und dem Linsenraster das Doppelte des Auslegungsabstands d beträgt, so dass die Bildinformationen
104, 106 durch die Zylinderlinsen nicht korrekt auf die Betrachtungsrichtungen 100,
102 verteilt werden.
[0063] In einer Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Figuren 8 und 9, die mit Bezug auf
Fig.10 näher erläutert wird, ist die codierte Information in dem Linsenraster enthalten,
welches somit als Echtheitsmerkmal fungiert, während ein Aufdruck auf der Banknote
das Verifizierungselement bildet.
[0064] Fig.10 zeigt eine Banknote 116 mit einer erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung 110,
die ein über einem Fenster oder Loch 118 der Banknote aufgebrachtes Echtheitsmerkmal
112 in Form eines speziell ausgestalteten Linsenrasters und ein Verifizierungselement
114 in Form eines dem Linsenraster angepassten, aufgedruckten Decodierbereichs umfasst.
Das Echtheitsmerkmal 112 ist in Fig. 11(a), das Verifizierungselement 114 in Fig.
11(b) genauer dargestellt.
[0065] Das Echtheitsmerkmal 112 besteht im Ausführungsbeispiel aus einer etwa 100 µm dicken
transparenten PET-Folie, in die ein Oberflächenrelief in Form eines Linsenrasters
120 eingebracht ist. Die Rasterelemente 122 sind dabei durch parallele gerade Zylinderlinsen
gebildet, die beispielsweise eine Breite von 50 µm und einen Abstand von 100 µm (Rasterperiode)
aufweisen.
[0066] In einem Teilbereich 124 des Linsenrasters sind die Rasterelemente 122 um eine halbe
Rasterperiode, im Ausführungsbeispiel also um 50 µm, gegenüber ihrer Lage außerhalb
des Teilbereichs 124 versetzt. Die Form des Teilbereichs 124 stellt dabei die gewünschte
Information, beispielsweise die Denomination der Banknote, hier die Ziffer "5", dar.
Die in der Figur gezeigte Umrisslinie dient lediglich der besseren Erkennbarkeit des
Teilbereichs 124 und ist bei einem realen Linsenraster nicht vorhanden. Aufgrund der
kleinen Rasterperiode ist die Versetzung des Teilbereichs 124 bei gewöhnlichen Betrachtungsbedingungen
im Durchlicht oder Auflicht kaum oder gar nicht sichtbar.
[0067] Um die Information des Echtheitsmerkmals 112 auszulesen, wird dieses auf den Decodierbereich
126 des Verifizierungselements 114 gelegt. Der Decodierbereich 126 enthält in gedruckter
Form eine Rasterstruktur 128, die der Rasterstruktur des Linsenrasters 120, allerdings
ohne die informationshaltige Versetzung des Teilbereichs 124, entspricht. Durch diese
Abstimmung der beiden Rasterstrukturen 128 und 122 tritt die im Teilbereich 124 enthaltene
Information beim Auflegen des Linsenrasters 120 auf den Decodierbereich 126 deutlich
hervor.
[0068] Liegt das Linsenraster 120 auf dem Decodierbereich 126, so sieht der Betrachter aufgrund
der fokussierenden Wirkung der Zylinderlinsen 122 jeweils nur einen gewissen Ausschnitt
des gedruckten Decodierbereichs 126. Bei einer registerhaltigen Anordnung von Linsenraster
120 und Decodierbereich 126 sieht der Betrachter außerhalb des Teilbereichs 124 gerade
die schwarzen Drucklinien 128, während er innerhalb des Teilbereichs 124 auf den weißen
Zwischenraum zwischen benachbarten Drucklinien 128 blickt. Die Information, hier die
Ziffer "5", erscheint somit weiß auf schwarzem Grund. Bei Verschiebung von Echtheitsmerkmal
112 und Verifizierungselement 114 um eine halbe Rasterperiode gegeneinander ergibt
sich gerade der negative Bildeindruck, also eine schwarze Information auf weißem Grund.
[0069] Wie beim Ausführungsbeispiel der Figuren 8 und 9 ist eine beschädigungsfreie Selbstverifizierung
einer Banknote 116 nicht möglich, da das Echtheitsmerkmal 112 und das Verifizierungselement
114 nicht durch Rollen oder Falten der Banknote in korrekter Orientierung übereinander
gebracht werden können.
[0070] In den nachfolgend mit Bezug auf die Figuren 12 bis 14 beschriebenen Ausführungsbeispielen
enthalten die Sicherheitsanordnungen jeweils zwei Verifizierungselemente, die zur
Prüfung des Echtheitsmerkmals zusammenwirken müssen. Auch auf diese Weise kann sichergestellt
werden, dass nur eine Fremd- aber keine Selbstverifikation der Banknoten erfolgen
kann.
[0071] Fig. 12 zeigt eine Banknote 130, die mit einer Sicherheitsanordnung 132 aus einem
Echtheitsmerkmal 134, einem ersten Verifizierungselement 136 und einem zweiten Verifizierungselement
138 versehen ist.
[0072] Die beiden Verifizierungselemente 136 und 138 sind im Augenabstand auf der Banknote
angeordnet und nach Art einer Stereobrille, beispielsweise einer Rot-Grün-Stereobrille,
oder einer Polarisationsstereobrille ausgebildet. Dabei bestehen die Verifizierungselemente
136 und 138 im Fall einer Rot-Grün-Stereobrille beispielsweise aus ins Banknotenpapier
eingebetteten roten bzw. grünen Filterfolien.
[0073] Das zwischen den beiden Verifizierungselementen 136, 138 angeordnete Echtheitsmerkmal
134 enthält in diesem Fall ein Bildmotiv, das auf hellem Hintergrund mit roter und
grüner Farbe gedruckt ist. Die beiden farbigen Teilbilder zeigen das Bildmotiv aus
zwei unterschiedlichen Blickwinkeln, so dass, wenn die Teilbilder durch die entsprechende
Filterfolie dem Auge zugeführt werden, eine dreidimensionale plastische Bildwirkung
beim Betrachter entsteht. Das räumlich dargestellte Bildmotiv, in der Figur nur schemätisch
als Würfel wiedergegeben, enthält typischerweise ein für die Banknote charakteristisches
Merkmal, wie beispielsweise deren Denomination.
[0074] Eine solche Banknote 130 kann nun beschädigungsfrei nicht in eine Lage gebracht werden,
bei der ihr Echtheitsmerkmal 134 durch die beiden Verifizierungselemente 136 und 138
betrachtet werden kann, vielmehr ist stets eine zweite gleichartige Banknote für die
Echtheitsprüfung erforderlich. Werden alle Banknoten einer Serie mit solchen Sicherheitsanordnungen
132 ausgestattet, wobei sich je nach Denomination nur die Echtheitsmerkmale 134 unterscheiden,
kann jede Banknote der Serie zur Echtheitsprüfung anderer Banknoten der Serie verwendet
werden.
[0075] Die beiden Verifizierungselemente 136 und 138 können auch eine Polarisationsstereobrille
bilden, indem sie aus zwei senkrecht zueinander orientierten Polarisationsfolien in
einem Fensterbereich oder Loch der Banknote gebildet werden. Das zwischen den Verifizierungselementen
136, 138 angeordnete Echtheitsmerkmal 134 enthält in diesem Fall zwei auf die Polarisationswinkel
der Polarisationsfolien abgestimmte polarisierende Teilbilder, die beispielsweise
mithilfe von Flüssigkristallpigmente enthaltenden Farben aufgedruckt werden können.
[0076] Fig. 13 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die beiden
Verifizierungselemente 146 und 148 des Sicherheitselements 142 hintereinander geschaltet
werden müssen, um das Echtheitsmerkmal 144 prüfen zu können.
[0077] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Echtheitsmerkmal 144 aus einer
Flüssigkristallschicht, die ein in geeigneter Weise eingebrachtes charakteristisches
Motiv enthält. Beispielsweise kann die Flüssigkristallschicht einen ersten Teilbereich
152 enthalten, der selektiv rechtszirkular polarisiertes Licht reflektiert, sowie
einen zweiten Teilbereich 154, der mit demselben Farbreflexionsspektrum selektiv linkszirkular
polarisiertes Licht reflektiert. Bei gewöhnlichen Betrachtungsbedingungen kann die
unterschiedliche zirkulare Polarisation des von dem Echtheitsmerkmal 144 reflektierten
Lichts nicht wahrgenommen werden, das Merkmal erscheint als strukturlose Farbfläche.
[0078] Das erste Verifizierungselement 146 der Sicherheitsanordnung 142 besteht im Ausführungsbeispiel
aus einer dem Farbreflexionsspektrum der Flüssigkristallschicht des Echtheitsmerkmals
144 angepassten λ/4-Schicht, das zweite Verifizierungselement 148 aus einer geeignet
orientierten, linear polarisierenden Schicht. Um das codierte Motiv des Echtheitsmerkmals
144 erkennen zu können, müssen die beiden Verifizierungselemente 146 und 148 in der
richtigen Reihenfolge über das Echtheitsmerkmal 144 gelegt werden, wie weiter unten
mit Bezug auf die Figuren 14(a) und 14(b) näher erläutert.
[0079] Die beiden Verifizierungselemente 146 und 148 sind unmittelbar nebeneinander auf
der Banknote 140 angeordnet, so dass sie durch eine Faltung der Banknote 140 um die
Mittellinie 150 der beiden Elemente aufeinander gelegt werden können. Die Mittellinie
150 teilt das Echtheitsmerkmal 144 in zwei Hälften, so dass das Aufeinanderlegen der
beiden Verifizierungselemente 146 und 148 durch Falten der Banknote gleichzeitig das
Echtheitsmerkmal 144 auf sich selbst faltet. Dadurch ist sichergestellt, dass die
Echtheitsprüfung nicht mit einer Banknote 140 allein durchgeführt werden kann, da
bei korrekt aufeinander gelegten Verifizierungselementen das Echtheitsmerkmal 144
nicht mehr in der benötigten Form zur Verfügung steht.
[0080] Fig. 14(a) zeigt eine erste Variante der Echtheitsprüfung einer mit der Sicherheitsanordnung
142-1 versehenen Banknote 140-1. Eine zweite gleichartige Banknote 140-2 wird so gefaltet,
dass ihre beiden Verifizierungselemente 146-2 und 148-2 in dieser Reihenfolge übereinander
liegen, und die gefaltete Banknote 140-2 wird auf die erste Banknote 140-1 gelegt.
Der Deutlichkeit halber sind die beiden Banknoten in der Figur mit einem kleinen Abstand
dargestellt.
[0081] Das Echtheitsmerkmal 144 reflektiert in seinem ersten Teilbereich 152 selektiv rechtszirkular
polarisiertes, in seinem zweiten Teilbereich 154 selektiv linkszirkular polarisiertes
Licht. Die λ/4-Schicht des ersten Verifizierungselements 146 wandelt dieses zirkular
polarisierte Licht in linear polarisiertes Licht mit aufeinander senkrecht stehenden
Polarisationsrichtungen um. Die anschließende lineare polarisierende Schicht des zweiten
Verifizierungselements 148 ist im Ausführungsbeispiel so orientiert, dass sie das
von dem zweiten Teilbereich 154 stammende Licht durchlässt und das von dem ersten
Teilbereich 152 stammende Licht blockiert. Das Motiv, im Ausführungsbeispiel die Ziffer
"5" erscheint dann schwarz vor hellem Hintergrund.
[0082] Die Echtheitsprüfung kann auch mit drei gleichartigen Banknoten durchgeführt werden,
wie in Fig. 14(b) gezeigt. Auf die zu prüfende Banknote 140-1 werden dazu ungefaltete
zweite und dritte Banknoten 140-2 bzw. 140-3 gelegt. Die Banknoten müssen so übereinander
gelegt werden, dass das Echtheitsmerkmal 144-1 der ersten Banknote 140-1, das erste
Verifizierungselement 146-2 der zweiten Banknote 140-2 und das zweite Verifizierungselement
148-3 der dritten Banknote 140-3 in dieser Reihenfolge übereinander liegen. In dieser
Konfiguration kann die Information des Echtheitsmerkmals 144-1 wie oben beschrieben
ausgelesen werden.
1. Sicherheitsanordnung für eines einer Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente mit
einem für das Sicherheitsdokument charakteristischen Echtheitsmerkmal und zumindest
einem Verifizierungselement zum Prüfen der Echtheitsmerkmale anderer der Mehrzahl
gleichartiger Sicherheitsdokumente, bei der eine beschädigungslose Prüfung des Echtheitsmerkmals
einer Sicherheitsanordnung ausschließlich über eine vorbestimmte Kombinationswirkung
mit einem Verifizierungselement einer auf einem anderen gleichartigen Sicherheitsdokument
angeordneten Sicherheitsanordnung durchführbar ist.
2. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Prüfung des Echtheitsmerkmals einer Sicherheitsanordnung in einer vorbestimmten
relativen Lage von Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement erfolgt.
3. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement derselben Sicherheitsanordnung
geometrisch so zueinander angeordnet sind, dass sie auf dem Sicherheitsdokument ohne
Beschädigung nicht in die vorbestimmte relative Lage bringbar sind.
4. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement derselben Sicherheitsanordnung
so aufeinander abgestimmt sind, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement
derselben Sicherheitsanordnung in der vorbestimmten relativen Lage nicht die vorbestimmte
Kombinationswirkung zeigen.
5. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte relative Lage eine Übereinanderanordnung von Echtheitsmerkmal und
Verifizierungselement mit einem bestimmten Abstand ist.
6. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und/ oder das Verifizierungselement transparent ausgebildet
ist.
7. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement in oder über einem gemeinsamen
Fensterbereich oder Loch des Sicherheitsdokuments angeordnet sind.
8. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement in unmittelbarer Nähe zueinander
auf dem Sicherheitsdokument angeordnet sind.
9. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verifizierungselement ein optisches Abbildungselement zum Inspizieren der Echtheitsmerkmale
anderer, auf gleichartigen Sicherheitsdokumenten angeordneter Sicherheitsanordnungen
umfasst.
10. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Abbildungselement eine Vergrößerungslinse oder eine Verzerrungslinse
darstellt.
11. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal einen mit metameren Farben gedruckten Bereich enthält, und das
Verifizierungselement ein Filterelement zur Betrachtung des metameren Farbbereichs
anderer, auf gleichartigen Sicherheitsdokumenten angeordneter Sicherheitsanordnungen
umfasst.
12. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal einen ersten linear polarisierenden Fensterbereich und das Verifizierungselement
einen zweiten linear polarisierenden Fensterbereich umfasst.
13. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal ein erstes feines Linienmuster und das Verifizierungselement
ein zweites feines Linienmuster umfasst, wobei die beiden Linienmuster bei Übereinanderanordnung
von Echtheitsmerkmal und Verifizierungselement Interferenzeffekte erzeugen.
14. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und/ oder das Verifizierungselement zur Prüfung des Echtheitsmerkmals
einen diffraktiven Beugungseffekt, einen Linsenrastereffekt, einen Flüssigkristalleffekt
oder einen Dünnfilm- oder Mehrlagenfilmeffekt aufweisen.
15. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsanordnung zumindest zwei Verifizierungselemente zum Prüfen der Echtheitsmerkmale
anderer der Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente enthält, wobei eine Prüfung
des Echtheitsmerkmals unter gleichzeitiger Verwendung von zwei oder mehr Verifizierungselementen
erfolgt, die auf einer oder mehreren der Mehrzahl gleichartiger Sicherheitsdokumente
angeordnet sind.
16. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Verifizierungselemente im Augenabstand angeordnet und nach Art einer Stereobrille
ausgebildet sind, wobei das Echtheitsmerkmal einer Sicherheitsanordnung bei beidäugiger
Betrachtung durch die zwei Verifizierungselemente einer auf einem anderen Sicherheitsdokument
aufgebrachten Sicherheitsanordnung einen dreidimensionalen Bildeindruck hervorruft.
17. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung des Echtheitsmerkmals einer Sicherheitsanordnung zwei Verifizierungselemente
und das Echtheitsmerkmal in vorbestimmter Reihenfolge übereinander gebracht werden
müssen.
18. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Übereinanderbringen der zwei zur Prüfung erforderlichen Verifizierungselemente
einer Sicherheitsanordnung das Echtheitsmerkmal derselben Sicherheitsanordnung unzugänglich
macht.
19. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Echtheitsmerkmal auch das Verifizierungselement für das Sicherheitsdokument
charakteristisch ausgebildet ist, so dass eine Prüfung des Echtheitsmerkmals nur mit
solchen Sicherheitsanordnungen durchführbar ist, deren Verifizierungselement eine
dem Echtheitsmerkmal entsprechende charakteristische Gestaltung aufweist.
20. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass nur das Echtheitsmerkmal für das Sicherheitsdokument charakteristisch ausgebildet
ist, so dass eine Prüfung des Echtheitsmerkmals mit jedem Verifizierungselement einer
auf einem anderen gleichartigen Sicherheitsdokument angeordneten Sicherheitsanordnung
durchführbar ist.
21. Sicherheitsdokument, wie Sicherheitspapier, Wertdokument oder dergleichen, mit einer
Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 20.
22. Sicherheitsdokument nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und das Verifizierungselement geometrisch so auf dem Sicherheitsdokument
angeordnet sind, dass sie ohne Beschädigung des Sicherheitsdokuments nicht in eine
für die Echtheitsprüfung erforderliche vorbestimmte relative Lage bringbar sind.
23. Sicherheitsdokument nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Echtheitsmerkmal und/oder das Verifizierungselement in oder über einem Fensterbereich
oder Loch des Sicherheitsdokuments angeordnet ist.
24. Sicherheitsdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsdokument ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument ist.
1. A security arrangement for one of a plurality of homogeneous security documents, having
an authenticating feature that is characteristic for the security document and at
least one verification element for checking the authenticating features of others
of the plurality of homogeneous security documents, in which a damageless check of
the authenticating feature of a security arrangement is practicable exclusively through
a predefined combination effect with a verification element of a security arrangement
disposed on another homogeneous security document.
2. The security arrangement according to claim 1, characterized in that a check of the authenticating feature of a security arrangement occurs in a predefined
relative position of the authenticating feature and the verification element.
3. The security arrangement according to claim 2, characterized in that the authenticating feature and the verification element of the same security arrangement
are geometrically so disposed to one another that they are not bringable into the
predefined relative position on the security document without damage.
4. The security arrangement according to claim 2 or 3, characterized in that the authenticating feature and the verification element of the same security arrangement
are coordinated with each other in such a way that, in the predefined relative position,
the authenticating feature and the verification element of the same security arrangement
do not display the predefined combination effect.
5. The security arrangement according to at least one of claims 2 to 4, characterized in that the predefined relative position is a stacking of the authenticating feature and
the verification element with a certain spacing.
6. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the authenticating feature and/or the verification element is formed to be transparent.
7. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the authenticating feature and the verification element are disposed in or over a
common window area or hole in the security document.
8. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the authenticating feature and the verification element are disposed in immediate
proximity to one another on the security document.
9. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the verification element comprises an optical imaging element for examining the authenticating
features of other security arrangements disposed on homogeneous security documents.
10. The security arrangement according to claim 9, characterized in that the optical imaging element constitutes a magnifying lens or a distortion lens.
11. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the authenticating feature includes an area printed on with metameric inks, and the
verification element comprises a filter element for viewing the metameric ink area
of other security arrangements disposed on homogeneous security documents.
12. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the authenticating feature comprises a first linearly polarizing window area, and
the verification element a second linearly polarizing window area.
13. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the authenticating feature comprises a first fine line pattern, and the verification
element a second fine line pattern, the two line patterns producing interference effects
when the authenticating feature and the verification element are stacked.
14. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the authenticating feature and/or the verification element exhibit a diffraction
effect, a lenticular array effect, a liquid crystal effect or a thin-film or multi-layer-film
effect for checking the authenticating feature.
15. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that the security arrangement includes at least two verification elements for checking
the authenticating features of others of the plurality of homogeneous security documents,
a check of the authenticating feature occuring with the simultaneous use of two or
more verification elements that are disposed on one or multiple of the plurality of
homogeneous security documents.
16. The security arrangement according to claim 15, characterized in that two verification elements are disposed at interpupillary distance and are formed
in the manner of stereoscopic glasses, the authenticating feature of a security arrangement
evoking a three-dimensional image impression when viewed with both eyes through the
two verification elements of a security arrangement applied on another security document.
17. The security arrangement according to claim 15, characterized in that, to check the authenticating feature of a security arrangement, two verification
elements and the authenticating feature must be brought into the predefined sequence
on top of one another.
18. The security arrangement according to claim 17, characterized in that the bringing on top of one another of the two verification elements of a security
arrangement required for the check makes the authenticating feature of the same security
arrangement inaccessible.
19. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 18, characterized in that, in addition to the authenticating feature, also the verification element is formed
characteristically for the security document such that a check of the authenticating
feature is practicable only with such security arrangements whose verification element
exhibits a characteristic design corresponding to the authenticating feature.
20. The security arrangement according to at least one of claims 1 to 18, characterized in that only the authenticating feature is formed characteristically for the security document,
such that a check of the authenticating feature is practicable with any verification
element of a security arrangement disposed on another homogeneous security document.
21. A security document, such as a security paper, value document or the like, having
a security arrangement according to at least one of claims 1 to 20.
22. The security document according to claim 21, characterized in that the authenticating feature and the verification element are geometrically so disposed
on the security document that they are not bringable into a predefined relative position
required for the authenticity check without damage to the security document.
23. The security document according to claim 21 or 22, characterized in that the authenticating feature and/or the verification element is disposed in or over
a window area or hole in the security document.
24. The security document according to at least one of claims 21 to 23, characterized in that the security document is a security paper or a value document.
1. Agencement de sécurité pour un document de sécurité appartenant à un grand nombre
de documents de sécurité semblables, possédant une caractéristique d'authenticité
qui est caractéristique du document de sécurité et au moins un élément de vérification
destiné à contrôler les caractéristiques d'authenticité d'autres documents de sécurité
appartenant au grand nombre de documents de sécurité semblables, agencement dans lequel
il est possible de mettre en oeuvre un contrôle non destructif de la caractéristique
d'authenticité d'un agencement de sécurité exclusivement par l'intermédiaire d'un
effet de combinaison prédéterminé à l'aide d'un élément de vérification d'un agencement
de sécurité disposé sur un autre document de sécurité semblable.
2. Agencement de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on procède à un contrôle de la caractéristique d'authenticité d'un agencement de sécurité
pour une position relative prédéterminée de la caractéristique d'authenticité et de
l'élément de vérification.
3. Agencement de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et l'élément de vérification d'un seul et même
agencement de sécurité sont, du point de vue géométrique, disposés l'un par rapport
à l'autre de telle sorte qu'ils ne puissent, sans dégradation, être placés sur le
même document de sécurité dans la position relative prédéterminée.
4. Agencement de sécurité selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et l'élément de vérification d'un seul et même
agencement de sécurité sont adaptés l'un à l'autre de telle sorte que la caractéristique
d'authenticité et l'élément de vérification d'un seul et même agencement de sécurité
ne présentent pas le même effet de combinaison prédéterminé dans la position relative
prédéterminée.
5. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la position relative prédéterminée est une disposition en superposition de la caractéristique
d'authenticité et de l'élément de vérification, avec un certain écartement.
6. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et/ou l'élément de vérification sont configurés
transparents.
7. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et l'élément de vérification sont disposés dans
une fenêtre ou un trou communs du document de sécurité, ou au-dessus de cette fenêtre
ou de ce trou communs.
8. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et l'élément de vérification sont disposés au voisinage
immédiat l'un de l'autre sur le document de sécurité.
9. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de vérification comprend un élément d'imagerie optique pour inspecter les
caractéristiques d'authenticité d'autres agencements de sécurité disposés sur des
documents de sécurité semblables.
10. Agencement de sécurité selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément d'imagerie optique représente une lentille grossissante ou une lentille
anamorphique.
11. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité contient un domaine imprimé en des couleurs métamères,
et l'élément de vérification comprend un élément filtrant, pour observation du domaine
coloré métamère d'autres agencements de sécurité disposés sur des documents de sécurité
semblables.
12. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité comprend une première fenêtre à polarisation rectiligne
et l'élément de vérification comprend une deuxième fenêtre à polarisation rectiligne.
13. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité comprend un premier motif à lignes fines et l'élément
de vérification comprend un deuxième motif à lignes fines, les deux motifs à lignes
produisant des effets d'interférence quand la caractéristique d'authenticité et l'élément
de vérification sont disposés l'un au-dessus de l'autre.
14. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et/ou l'élément de vérification comprennent, pour
le contrôle de la caractéristique d'authenticité, un effet de diffraction, un effet
de trame lenticulaire, un effet de type cristal liquide ou un effet de couche mince
ou de film multicouche.
15. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'agencement de sécurité contient au moins deux éléments de vérification pour contrôler
les caractéristiques d'authenticité d'autres documents de sécurité appartenant au
grand nombre de documents de sécurité semblables, un contrôle de la caractéristique
d'authenticité ayant lieu par utilisation simultanée de deux éléments de vérification
ou plus, qui sont disposés sur un ou plusieurs du grand nombre des documents de sécurité
semblables.
16. Agencement de sécurité selon la revendication 15, caractérisé en ce que deux éléments de vérification sont disposés à une distance correspondant à la distance
interoculaire et sont configurés à la manière d'une lunette stéréoscopique, la caractéristique
d'authenticité d'un agencement de sécurité donnant l'impression d'une image tridimensionnelle
lors d'une observation par les deux yeux à travers les deux éléments de vérification
d'un agencement de sécurité appliqué sur un autre document de sécurité.
17. Agencement de sécurité selon la revendication 15, caractérisé en ce que, pour le contrôle de la caractéristique d'authenticité d'un agencement de sécurité,
il faut superposer dans un ordre prédéterminé deux éléments de vérification et la
caractéristique d'authenticité.
18. Agencement de sécurité selon la revendication 17, caractérisé en ce que la superposition des deux éléments de vérification d'un agencement de sécurité, nécessaires
au contrôle, rend inaccessible la caractéristique d'authenticité de ce même agencement
de sécurité.
19. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que, outre la caractéristique d'authenticité, l'élément de vérification est, lui aussi,
configuré d'une manière caractéristique pour le document de sécurité, de telle sorte
qu'un contrôle de la caractéristique d'authenticité ne puisse être mis en oeuvre qu'avec
des agencements de sécurité dont l'élément de vérification présente une configuration
caractéristique, correspondant à la caractéristique d'authenticité.
20. Agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que seule la caractéristique d'authenticité est configurée d'une manière caractéristique
pour le document de sécurité, de telle sorte qu'un contrôle de la caractéristique
d'authenticité puisse être mis en oeuvre avec chaque élément de sécurité d'un agencement
de sécurité disposé sur un autre document de sécurité semblable.
21. Document de sécurité, tel qu'un papier de sécurité, un document de valeur ou analogues,
comportant un agencement de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 20.
22. Document de sécurité selon la revendication 21, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et l'élément de vérification sont d'un point de
vue géométrique disposés sur le document de sécurité de telle sorte qu'ils ne puissent,
sans dégradation du document de sécurité, être placés dans une position relative prédéterminée,
nécessaire au contrôle de l'authenticité.
23. Document de sécurité selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que la caractéristique d'authenticité et/ou l'élément de vérification sont disposés dans
une fenêtre ou un trou du document de sécurité, ou au-dessus de cette fenêtre ou de
ce trou.
24. Document de sécurité selon au moins l'une des revendications 21 à 23, caractérisé en ce que le document de sécurité est un papier de sécurité ou un document de valeur.