[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Isolierung eines
68Ga-Radionuklids aus einem
68Ge/Ga-Generatoreluat und zum Markieren eines Markierungsvorläufers mit dem
68Ga-Radionuklid zu einem Radiopharmakon.
[0002] Das Positron-emittierende
68Ga- Radionuklid mit T
½ = 68 min ist von großer praktischer Bedeutung für die klinisch Positronen-Emission-Tomographie
(PET). Für die Erzeugung von Radionukliden werden bekannte Radionuldidgeneratoren
eingesetzt, wobei die erhaltenen Tochter-Radionuldide im Allgemeinen kurze Halbwertszeiten
T
½ im Vergleich mit ihren Mutter-Radionukliden haben.
[0003] Solchen Radionuklidgeneratoren liegt ein Konzept der effektiven radiochemischen Separation
zerfallender Mutter- und Tochter-Radionuldide in solcher Weise zugrunde, dass das
Tochternuldid in radionuklidisch und radiochemisch möglichst reiner Form erhalten
werden soll.
[0004] Im Vergleich zu in-house-Radionuklidproduktionsanlagen wie Beschleunigern oder Nuklearreaktoren
bietet die Verfügbarkeit kurzlebiger Radionuklide von Radionuklidgeneratoren eine
preiswerte und einfache Alternative.
[0005] Die Entwicklung von Radionuldidgeneratoren der letzten drei Jahrzehnte war stets
geprägt durch das wachsende Spektrum der Anwendung von Radionuldiden und markierten
Agenzien in der Medizin, insbesondere für die nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie.
Zusätzlich wurden in den letzten Jahren viel versprechende Anwendungen von Generator-basierten
therapeutischen Radionukliden in der Nuklearmedizin, Onkologie und Kardiologie entwickelt.
Diese wachsende Bedeutung von Radionuklidgeneratoren hat eine breite Entwicklung der
Produktion von Radionukliden für Radionuklidgeneratoren, für adequate radiochemische
Separationen wie auch für ein zuverlässiges technisches Design von Radionuklidgeneratorsystemen
stimuliert. Der erste Generator für Anwendungen in den Lebenswissenschaften wurde
schon 1920 entwickelt und machte über
226Ra (T
½ = 1.60 · 10
3 a) für die Herstellung von Radon-Seeds für die Strahlentherapie die Tochter )
222Rn (T
½ = 3.825 d) verfügbar.
[0006] Praktische Bedeutung haben Radionuldidgeneratoren jedoch erst 1951 in Form des
132Te (T
½ = 3.26 d) /
132I (T
½ = 1.39 h) Generators, und in viel bedeutenderem Maße 1957 durch die wegweisende Entwicklung
des
99Mo/
99mTc Generators (Stang
et al. 1954, 1957) erreicht. Schnell wurde das Potenzial des Tochternuklids Technetium für
medizinische Nutzungen deutlich und tatsächlich wurden erste klinische Anwendungen
bereits 1961 beschrieben, die seitdem die radiopharmazeutische Chemie und Nuldearmedizin
revolutioniert haben.
[0007] Die breite Nutzung des
99Mo/
99Tc-Generatorsystems in der Nuklearmedizin ist ein typisches Beispiel für die Bedeutung
von Radionuldidgeneratoren für Klinika und Radiopharmakahersteller für eine breite
Palette diagnostischer Radiopharmaka. Mehr als 3 5 000 diagnostische Studien mit
99mTc werden täglich allein in den USA, das sind mehr als 12 Millionen Anwendungen pro
Jahr, geschätzter Weise durchgeführt.
[0008] Radionuldidgenerator-Entwicklungen sind oft systematisiert worden. Detaillierte Berichte
hierüber haben sich verschiedenen Aspekten gewidmet: Mutter-Tochter-Halbwertszeiten,
Reaktor-produzierte Nuldide, Beschleuniger-produzierte Nuldide, Zyklotron-Produktion
von Generatormutter- Nukliden, ultrakurzlebige Generator-produzierte Radionuklide,
Generatorbasierte Positron-emittierende Radionuldide, klinische Anwendungen.
[0009] Inzwischen wurden verschiedene andere Generatorsysteme entwickelt und einige davon
haben signifikante praktische Bedeutung erlangt. Zurzeit bestimmen 68Ge (T
½ = 270.8 d) /
68Ga (T
½ = 68 min)-Generatorsysteme den Stand der Technik. Verschiedene Separationstypen,
68Ga-Ausbeuten und
68Ge-Gehalte sind nachfolgend angerührt.
[0010] Die anfänglichen Generatorsysteme trennten
68Ga als EDTA-Komplex von
68Ge ab, das auf Aluminia oder Zirkoniumoxid adsorbiert war, wobei die resultierende
neutrale [
68Ga]EDTA-Lösung zur Darstellung von Tumoren dient. Nach analogem Konzept wurde
68Ge auf Antimonoxid Sb
2O
5 zurückgehalten und
68Ga mit Oxalat-Lösungen eluiert. Anionaustausch-Harze und verdünnte HF-Lösungen als
Eluens erlaubten hoch-effektive Separationen aufgrund der signifikanten Unterschiede
der Verteilungskoeffizienten der Elemente. Der Durchbruch an
68Ge lag unter 10
-4 Prozent für bis zu 600 Elutionen; die
68Ga-Ausbeute war größer 90%.
[0011] In all diesen Generatorsystemen war eine weitere direkte Nutzung der Generatoreluate
für
68Ga-Markierungen nicht möglich. Daher wurden
68Ge/
68Ga-Generatoren entwickelt, die zu ionischen
68Ga
3+-Eluaten führten. In diesen Fällen wurde
68Ge auf anorganischen Matrizen wie Alumina Al(OH)
3 und Fe(OH)
3, auf SnO
2, ZrO
2, TiO
2 oder CeO
2 fixiert. Zinn(IV)oxid SnO
2 zeigte die besten Parameter hinsichtlich des
68Ge-Durchbruchs (10
-6-10
-5 % per Bolus) und der
68Ga
3+-Elutionsausbeute (70-80 %) in 1 M HCl. Da Ge(IV) bekanntermaßen stabile Komplexe
mit Phenol-Gruppen bildet, wurde auch die
68Ge(VI)-Adsorption auf 1,2,3-trihydroxybenzen(pyrogallol)-formaldehyd-Harzen ausgenutzt.
Damit wurden für einen 370 MBq (10 mCi)-Generator
68Ga
3+-Elutionsausbeuten von größer 50 % und
68Ge-Durchbrüche von niedriger als 0.01 ppm im Verlauf der ersten Nutzungen beschrieben.
[0012] Der
68Ge-Gehalt definiert die radiochemische Reinheit der separierten
68Ga-Fraktion. Selbst eine initiale Kontamination von etwa 10
-2 %, entsprechend beispielsweise 1 µCi
68Ge in einer
68Ga-Fraktion eines 10 mCi-
68Ge/Ga-Generatorsystems, erscheint in Hinblick auf eine anschließende medizinische
Anwendung bereits grenzwertig.
[0013] 68Ga-Eluatvolumen und chemische Reinheit sind weitere maßgebliche Größen für die Verwendung
von
68Ga zur Synthese von Radiopharmaka.
[0014] In allen derzeit kommerziell erhältlichen
68Ge/Ga-Generatorsystemen sind Elutionsvolumina von mehreren ml unterschiedlicher HCl-Lösungen
erforderlich. Neben den beträchtlichen Volumina ist die chemische Reinheit dieser
68Ga-Eluate ein weiterer kritischer Aspekt von
68Ge/Ga-Generatorsystemen.
[0015] Höchste chemische Reinheiten, insbesondere ein minimaler Gehalt an diversen metallischen
Kationen, sind erforderlich für effiziente Markierungsreaktionen mit hohen Ausbeuten.
Dies gilt speziell in den Fällen, wo die Markierungschemie über bifunktionelle Chelatbildner
konzipiert ist. Dabei können bereits geringe Gehalte an stabilem
68Zn als unmittelbares Zerfallsprodukt des
68Ga, an Titan, in den Fällen, wo die
68Ge/Ga-Generatorsystem-Ionenaustauschersäule aus TiO
2 gebildet ist, und speziell auch an Eisen, hohe Markierungsausbeuten verhindern.
[0016] Derzeit verfügbare kommerzielle
68Ge/Ga-Generatorysteme beschränken sich auf effektive
68Ga-Elutionen und beinhalten nicht die Modalitäten für Volumenminimierung und Reinigung
der Generatoreluate sowie Markierungen potenzieller Radiopharmaka.
[0017] Initiale Volumina der Eluate liegen bei wenigen ml bis hin zu 10 ml von HCl-Lösungen
unterschiedlicher Konzentrationen. Sowohl Markierungsreaktionen als auch Befüllungen
von Ballons erfordern in der Regel kleinere Volumina von etwa 0.5 ml bis 0.1 ml. Daher
sind chemische bzw. technologische Strategien erforderlich, die unmittelbar anschließend
an die initiale Generatorelution das Eluatvolumen verringern.
[0018] Zum zweiten kann das Generatoreluat chemische und radiochemische Verunreinigungen
enthalten, die effiziente radiochemische Markierungsausbeuten mit hoher Ausbeute verhindern.
Diese chemischen Verunreinigungen können stammen aus:
- dem Generatorsäulenmaterial (beispielsweise TiO2);
- trivalentem Fe, das in Spuren allgegenwärtig ist und insbesondere mit diversen Elelctrolyten
während der Generatorherstellung oder -benutzung eingeführt werden kann;
- 68Zn als stabile metallische Verunreinigung, die systeminhärent kontinuierlich als Zerfallsprodukt
des 68Ga auf der Generatorsäule generiert wird;
- 68Ge als Mutter-Radionuklid, wobei selbst geringe Kontaminationen von weniger als 0,01
% des 68Ge im Eluat eine ähnliche Zahl von Atomen repräsentieren wie das 68Ga selbst,
- und welche radiotoxisch und chemisch toxisch wirken können.
[0019] Neben dem Aspekt der chemischen Verunreinigung durch
68Ge im Generatoreluat ist diese Kontamination auch radiochemisch relevant besonders
hinsichtlich der potenziellen medizinischen Anwendungen. Die post-Elutions-Prozedur
sollte daher explizit eine chemische Strategie zur weiteren Separation des
68Ge beinhalten.
[0020] Drittens spielt die
68Ga-Markierung potenzieller Radiophannaka eine zentrale Rolle, wofür die entsprechenden
chemischen Reaktionsparameter optimiert werden müssen.
[0021] Das trivalente Gallium hydrolysiert bereits ab pH > 2 und besitzt eine ausgeprägte
Tendenz zur Adsorption an Oberflächen von Glas und Polymeren bei pH > 3, insbesondere
im Zustand der geringen
68Ga-Konzentrationen (
no-carrier-added), wie sie sich aus dem Generatorsystem ergibt. Schließlich sind im Fall der Markierungschemie
von targeting-Vektoren über bifunktionelle Chelatoren wie beispielsweise DOTA wegen
der Komplexierungskinetik sowie wegen der Aqua-Chemie des Ga(III)-Kations spezielle
Reaktionsbedingungen auszuwählen.
[0022] Zusätzlich zu den mit dem Betrieb des Generatorsystems verbundenen metallischen Verunreinigungen,
die mit dem
68Ga eluiert werden, können auch bei den in der Regel bei
68Ga-Markierungen verwendeten Puffersystemen dort enthaltene Verunreinigungen u.U. hohe
Markierungsausbeuten behindern.
[0023] Auch Prozesse der Solvensverdampfungen zur Reduzierung der Volumina der Generatoreluate
oder der finalen Lösungen der
68Ga-Radiopharmaka können zu Aktivitätsverlusten führen, sowohl durch die damit verbundene
längere Prozessdauer als auch durch Adsorptionsverluste an den Gefäßwänden.
[0024] Es sind vereinzelt experimentelle Konzeptionen zur Minimierung des Eluatvolumens
für
6gGe/Ga-Generatorsysteme entwickelt worden. Einige dieser Realisierungen (Meyer et al.
2004, Velikyan et al. 2004) minimieren das initiale Eluatvolumen durch Mischung mit
einigen ml konzentrierter HCl, wobei eine insgesamt 6 M HCl-Lösung eines erhöhten
Volumens von ca. 15 ml resultiert. Dieses große Volumen wird anschließend auf eine
Anionaustauscher-Säule transferiert, auf der
68Ga adsorbiert wird. Danach wird
68Ga mit weniger als 1 ml Wasser eluiert. Zwar realisiert diese zeitaufwendige Prozedur
eine Verringerung des Volumens der
68Ga-Fraktion, jedoch gibt es keine offensichtliche parallele Strategie zur Separation
chemischer Verunreinigungen aus dem initialen Generatoreluat.
[0025] Dieser Fraktion wird anschließend 10-20 nmol DOTATOC in einem kleinen Volumen einer
wässrigen 1 M HEPES- oder anderen Pufferlösung zugegeben. Auch hier können potenzielle
Verunreinigungen durch das konzentrierte Puffersystem nicht ausgeschlossen werden.
[0026] Diese Faktoren können die Ursache dafür sein, dass unter Standard-Erhitzungsprotokollen
Markierungsausbeuten von
68Ga-DOTATOC und analoger Verbindungen von lediglich 58±20 % erreicht werden (Meyer
et al. 2004). Höhere Ausbeuten werden durch Mikrowellen-unterstützte Erhitzung beschrieben
(Velikyan et al. 2004).
[0028] Keines der derzeit verfügbaren kommerziellen Generatorsysteme enthält in der Summe
die entsprechenden chemischen oder technologischen Strategien, um die erwähnten Probleme
insgesamt zu lösen.
[0029] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die
hochreines
68Ga-Eluat, das weitgehend frei von chemischen und radiochemischen Verunreinigungen
ist, mit hoher Ausbeute und sehr geringem Eluatvolumen zur Verfügung zu stellen. Im
Rahmen dieser Aufgabe sollen auch die chemischen Reaktionsparameter wie der pH-Wert
des
68Ga für die Markierung von Markierungsvorläufern optimiert werden. Des Weiteren soll
ein Verfahren zur Markierung potenzieller Radiopharmaka für die Positronen-Emission-Tomographie
bereitgestellt werden.
[0030] Dabei sollen alle Prozessschritte den Anforderungen einer einfachen und routinemäßigen
Nutzung in einem medizinischen Umfeld genügen.
[0031] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, bei dem initiales
68Ge/Ga-Generatoreluat direkt einem Kationenaustauscher zugeführt und
68Ga auf dem Kationenaustauscher quantitativ adsorbiert, gleichzeitig chemisch und radiochemisch
gereinigt und das
68Ga-Radionuklid mit einem Marktierungsvorläufer aus einem Ligand oder einem mit einem
Liganden kovalent verknüpften Peptid oder Protein zu einem Radiopharmakon kombiniert
wird.
[0032] In Weiterbildung des Verfahrens wird der Kationenaustauscher aus der Gruppe der stark
sauren Kationenaustauscher Polystyrol/Divinylbenzen (DVB)-Harze mit einem DVB-Anteil
von 2 bis 20 %, bezogen auf die vernetzten Polymere der Harze, ausgewählt und wird
die Matrix des Kationenaustauschers mit
68Ga beladen. Die sulfonierten Polystyrol/Divinylbenzen (DVB)-Harze besitzen eine gelartige
Struktur und weisen permanent negativ geladene Sulfonsäure-Gruppen auf. Jede dieser
aktiven Gruppen hat eine festgelegte elektrische Ladung und ist im Gleichgewicht mit
einer Anzahl von äquivalenten entgegengesetzt geladenen Ionen, die frei sind mit anderen
Ionen der gleichen Ladung sich auszutauschen.
[0033] Bereits während der Absorption von
68Ga auf dem Kationenaustauscher erfolgt eine chemische Reinigung dadurch, dass das
initial eluierte
68Ge nicht adsorbiert wird und damit die radiochemische
68Ge-Kontamination bis auf einen Wert kleiner 10
-8 Prozent verringert wird.
[0034] In Ausführung des Verfahrens wird weiterhin die auf dem Kationenaustauscher adsorbierte
68Ga-Fraktion mit sauren Lösungen des Typs HCl/Aceton oder HCl/Ethanol oder analogen
Systemen so gereinigt, dass chemische Verunreinigungen wie Fe(III) und Zn(II) von
dem Kationenaustauscher eluiert werden. Während der Eluierung verbleibt
68Ga vollständig auf dem Kationenaustauscher, und es erfolgt eine weitgehend Abtrennung
von initial eluiertem Ti(IV).
[0035] Das durch die Eluierung erhaltene chemisch und radiochemisch reine
68Ga-Radionuklid kann unmittelbar zur Synthese von Radiopharmaka eingesetzt werden.
[0036] Die weitere Ausgestaltung dieses Verfahrens ergibt sich aus den Merkmalen der Patentansprüche
6 bis 16.
[0037] Die Vorrichtung zur Isolierung eines chemisch und radiochemisch gereinigten
68Ga-Radionuklids aus einem
68Ge/Ga-Generatoreluat und zum Markieren eines Markierungsvorläufers mit dem
68Ga-Radionuklid enthält in Ausgestaltung der Erfindung eine über eine Leitung mit einem
68Ge/Ga Generator verbundene Fördereinrichtung, eine Anzahl von Fordereinrichtungen
zur Reinigung der auf einem Kationenaustauscher adsorbierten
68Ga-Fraktion, eine Synthese-Einrichtung, in die eine Leitung von dem Ausgang des Kationenaustauschers
führt, und in der das
68Ga-Radionuklid und der Markierungsvorläufer zu einem Radiopharmakon umgesetzt werden,
sowie zur Reinigung des Radiopharmakons eine Kartusche, an deren Eingang Fördereinrichtungen
über Leitungen angeschlossen sind und deren Ausgang über ein 3-Wege-Ventil mit einer
Leitung verbunden ist, die aus der Synthese-Einrichtung herausführt, ein Vorratsgefäß
und ein Produktgefäß für die Aufnahme des Radiopharmakons.
[0038] An Hand der Figuren 1 und 2 wird die Vorrichtung und ihre Arbeitsweise zum Isolieren
einer
68Ga-Fraktion aus einem
68Ge/Ga-Generator, deren Reinigung und Volumenreduzieung zur Gewinnung des
68Ga-Radionuklids sowie die Markierung von Markierungsvorläufern mit dem gereinigten
68Ga-Radionuklid beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung, und
Fig. 2 das Ablaufschema der Arbeitsweise der Vorrichtung.
[0039] Entsprechend der relativ kurzen Halbwertszeit von 68 min des
68Ga muss die gesamte Prozedur der Generatorelution, Reinigung, Volumenreduzierung,
sowie Markierung optimiert werden: Alle 10 min zerfallen mehr als 10 % der
68Ga-Radioaktivität. Viele der derzeit etablierten Generatorsysteme mit anschließender
Markierungsreaktion benötigen bis zu einer Stunde bis zum Abschluss der Gesamtprozedur.
Alternative Verfahren mit beispielsweise der Hälfte dieser Gesamtzeit bedeuten bereits
eine signifikante Erhöhung der finalen Radioaktivität des
68Ga-markierten Radiopharmakons. Dies ist insbesondere deshalb relevant, weil dies auch
eine entsprechende Minimierung der initial benötigten
68Ge-Aktivität des Generatorsystems zur Folge haben kann, was sich als Kostenfaktor
auswirkt.
[0040] Die Vorrichtung nach Fig. 1 unfasst einen
68Ge/Ga-Generator 1, dem eine Fördereinrichtung 2, beispielsweise in Gestalt eines Kolbens,
einer Spritze oder einer peristaltischen Pumpe (Schlauchradpumpe), über eine Leitung
vorgeschaltet ist. Die Fördereinrichtung 2 ist in nicht gezeigter Weise mit einem
flüssigkeitsgefüllten Speicher bzw. Vorratsbehälter verbunden, wenn es sich um eine
Schlauchradpumpe handelt. Im Fall eines Kolbens oder einer Spritze sind diese direkt
mit einer Flüssigkeit gefüllt. Der Ausgang des Generators 1 ist über ein erstes 3-Wege-Ventil
12 mit dem Kationenaustauscher 14 eingangsseitig verbunden. Des Weiteren sind Fördereinrichtungen
3, 4, 5, 6, 7 über Leitungen an das 3-Wege-Ventil 12 angeschlossen. Für diese Fördereinrichtungen,
ebenso wie für nachfolgend beschriebene Fördereinrichtungen, gelten die zur Fördereinrichtung
2 gemachten Aussagen gleichfalls. An Stelle eines 3-Wege-Ventils kann auch ein Mehrwegschieber
zum Einsatz gelangen. Ebenso ist es möglich in die einzelnen Leitungen Regelventile,
Auf-Zu-Ventile oder Hähne einzubauen, die die einzelne Leitung bei Bedarf unterschiedlich
weit öffnen bzw. voll öffnen oder komplett absperren.
[0041] Es werden bevorzugt, in nicht gezeigter Weise, mehrere
68Ge/Ga-Radionuklidgeneratoren gleichzeitig oder nacheinander eluiert und die gemeinsamen
initialen Eluate auf den Kationenaustauscher 14 überführt. Die
68Ge/Ga-Generatoren können dabei auch dann noch betrieben werden bzw. benutzt werden,
wenn deren initiales
68Ga-Eluat bereits unzulässig viel
68Ge enthält. Dies verlängert die Nutzungsdauer eines
68Ge/Ga-Generators, vor allem bei Generatoren mit 50 oder mehr mCi
68Ge, signifikant.
[0042] Der Kationenaustauscher 14 ist ausgangsseitig an ein zweites 3-Weg-Ventil 15 angeschlossen.
Eine Leitung 25 führt von dem 3-Weg-Ventil 15 zu einem Abfallgefäß 19, eine weitere
Leitung 23 führt von dem 3-Wege-Ventil 15 in ein Markierungsgefäß 21, das in einer
Synthese-Einrichtung 20 der Vorrichtung angeordnet ist. Die beheizbare Synthese-Einrichtung
20 ist mit einer Heizung 22 ausgerüstet und sitzt auf einem senkrecht verfahrbaren
Tisch 27 auf. Durch Absenken des Tisches 27 wird der Zugang zu dem Markierungsgefäß
21 erleichtert. Die bisher beschriebenen Komponenten der Vorrichtung dienen der Isolierung
des
68Ga-Eluats, seiner Volumemeduzierung und Reinigung. An Stelle eines vertikal verfahrbaren
Tisches kann eine lagefeste Platte die Synthese-Einrichtung 20 aufnehmen, ebenso ein
seitlich auf Schienen oder Rollen verfahrbarer Schlitten.
[0043] Eine Leitung 24 führt aus dem Markierungsgefäß 21 zu einem dritten 3-Wege-Ventil
13. Das 3-Wege-Ventil 13 ist eingangsseitig mit einer Kartusche 11 verbunden. Von
dem 3-Wege-Ventil 13 führt des Weiteren eine Leitung 25 zu einem Vorratsgefäß 18 für
das gereinigte Markierungsagens. Eine weitere Leitung 26 verbindet das Vorratsgefäß
18 mit dem Produktgefäß 17. In dieser Leitung 26 ist vor dem Eintritt in das Produktgefäß
17 ein Filter 16 angeordnet. In dem Produktgefäß 17 wird das Radiopharmakon zur Verabreichung
bereitgestellt und kann daraus jederzeit entnommen werden.
[0044] Die Einheit aus Filter 16, Produktgefäß 17, Leitung 26 dient der Sterilfiltration,
bei der es sich um einen selbständigen Prozessschritt handelt, der isoliert ausgeführt
werden kann. Bei Bedarf kann daher die Einheit 16, 17 aus der Gesamtvorrichtung entkoppelt
und selbständig betrieben werden.
[0045] Die Arbeitsweise der Vorrichtung wird an Hand des Ablaufschemas gemäß Figur 2 beschrieben.
[0046] Von der Fördereinrichtung 2 wird in nicht gezeigter Weise Druck auf das Elutionsmittel
zur initialen
68Ge/Ga-Generatorelution aus dem
68Ge/Ga-Generator 1 ausgeübt. Das Eluat gelangt über das erste 3-Wege-Ventil 12 auf
den Kationenaustauscher 14 und weiter über die Komponenten 15 und 25 in das Gefäß
19.
[0047] Der Kationenaustauscher ist ein stark saurer Kationenaustauscher aus der Gruppe Polystyrol/Divinylbenzen
(DVB)-Harze mit einem DVB-Anteil von 2 bis 20 %, bezogen auf die vernetzten Polymere
der Harze. Die sulfonierte Polystyrol/Divinylbenzen (DVB)-Harze besitzen eine gelartige
Struktur und weisen permanent negativ geladene Sulfonsäure-Gruppen auf. Jede dieser
aktiven Gruppen hat eine festgelegte elektrische Ladung und ist im Gleichgewicht mit
einer Anzahl von äquivalenten entgegengesetzt geladenen Ionen, die frei sind mit anderen
Ionen der gleichen Ladung sich auszutauschen.
[0048] Auf dem Kationenaustauscher 14 wird zunächst
68Ga
3+ adsorbiert, das initial u. a. mit Fe(III), Zn(II), Ti(IV) und
68Ge kontaminiert ist. Es folgt dabei gleichzeitig die Elution des gesamten Volumens
des initialen Generatoreluats. Dabei wird gleichzeitig der darin enthaltene Anteil
an
68Ge entfernt.
[0049] Es folgt die Elution der Anteile an Fe(III) und Zn(II), die gemeinsam mit
68Ga auf dem Kationenaustauscher adsorbiert wurden. Hierzu wird durch die Fördereinrichtungen
3 eine saure Lösung aus HCl/Aceton oder HCl/Ethanol oder analogen Systemen über das
erste 3-Wege-Ventil 12 in den Kationenaustauscher 14 gedrückt und Fe(III) und Zn(II)
ausgespült und über das geöffnete zweite 3-Wege-Ventil 15 in das Abfallgefäß 19 geleitet.
[0050] Danach wird durch die Fördereinrichtung 4 Luft durch die Leitungen gedrückt, um diese
zu spülen und eventuelle Rückstände an Fe(III) und Zn(II) zu entfernen.
[0051] Im nachfolgenden Schritt wird durch die Fördereinrichtung 5, die mit einer zweiten
sauren Lösung aus HCl/Aceton oder HCl/Ethanol oder analogen Systemen gefüllt ist,
diese Lösung durch das 3-Wege-Ventil 12 dem Kationenaustauscher 14 zugeführt und durch
diese saure Lösung
68Ga von dem Kationenaustauscher eluiert und über das 3-Wege-Ventil 15 sowie Leitung
23 in das Markierungsgefäß 21 eingeleitet.
[0052] Danach wird wieder über die Fördereinrichtung 4 Luft durch die Leitungen gedrückt,
um diese zu spülen und eventuelle Rückstände an
68Ga zu erfassen und in das Markierungsgefäß 21 einzuleiten.
[0053] Die beschriebenen Prozesse bewirken, das initial von Generator eluiertes Ti(IV) nicht
gemeinsam mit der
68Ga-Fraktion in das Markierungsgefäß gelangen kann, womit eine weitere chemische Reinigung
gegeben ist.
[0054] Die noch vorhandenen Rückstände an Ti(IV) auf dem Kationenaustauscher 14 werden zu
gegebener Zeit zuerst mit HCl aus der Fördereinrichtungen 6 ausgespült und in das
Abfallgefäß 19 abgefühlt; anschließend der Kationenaustauscher analog mit Wasser aus
der Fördereinrichtungen 7 gewaschen, wodurch der Kationenaustauscher schließlich für
eine neue Prozedur bereit steht.
[0055] Das Markierungsgefäß kann entweder leer sein und dann zur Befüllung von Ballons mit
dem jetzt minimierten
68Ga-Volumen oder zur Synthese von Radiopharmaka genutzt werden. Der letzte Fall wird
im Weiteren beschrieben:
In dem Markierungsgefäß 21 erfolgt die Markierung des Markierungsvorläufers mit dem
gereinigten 68Ga-Radionuklid zu dem Radiopharmakon. Dieser Vorläufer besteht aus einem Liganden
oder einem mit einem Liganden kovalent verknüpften Peptid oder Protein oder einer
anderen Komponente, wobei das 68Ga-Radionuklid von dem Liganden chemisch gebunden wird. Der Ligand wird u.a. aus der
Gruppe linearer oder zyklischer Plyaminopolycarbonsäuren (DTPA, EDTA oder DOTA u.a)
oder anderer, auch Phosphor und Schwefel als Donoratome enthaltenden Ligandenstrukturen
ausgewählt, das Peptid aus der Gruppe Octreotid, Bombesin, Gastrin und v.a.m., wobei
das jeweils gewählte Peptid eine möglichst hohe Affinität zu Tumorzellen bzw. Tumorzellmembran-ständigen
Rezeptoren wie auch zu Rezeptoren an anderen Organen haben. Analog können modifizierte
Proteine in Form von Antikörpern zur Bindung an Tumorantigene verwendet werden.
[0056] Für die Reaktion des
68Ga-Radionuklids mit dem Liganden des Markierungsvorläufers ist eine gewisse kinetische
Energie erforderlich, die durch Aufheizen des Markierungsvorläufervolumens in der
Synthese-Einrichtung 20 auf eine geeignete Temperatur erzeugt wird. Für DOTATOC beispielsweise
ist die optimale Temperatur gleich/höher 95 °C.
[0057] Der pH-Wert des Markierungsvorläufers in dem Markierungsgefäß 21 liegt im Bereich
von 2 bis 5. Für das Radiopharmakon
68Ga-DOTATOC beträgt ein bevorzugter pH-Wert beispielsweise 2,3. Der pH-Wert wird durch
das Volumen an Wasser und Markierungsvorläufer, bevorzugt ohne eine Pufferlösung,
und der zugeführten HCl/Aceton- oder HCl/Ethanol-Lösung oder analoger Systeme eingestellt.
Es ist aber auch möglich, den pH-Wert mit Hilfe einer Pufferlösung oder z.B. HEPES
einzustellen, wodurch sich ein veränderter optimaler pH-Wert ergeben kann.
[0058] Die Menge des Markierungsvorläufers aus einem Ligand oder einem mit einem Liganden
kovalent verknüpften Peptid oder Protein, beispielsweise DOTATOC, im Markierungsgefäß
21 beträgt etwa 1 bis 100 nmol, bevorzugt 7 bis 14 nmol, hinzu kommt noch ein entsprechendes
Volumen an Wasser bzw. Puffer oder HEPES oder analoger Systeme, um den pH-Wert einzustellen.
[0059] Nach erfolgter Markierung des Markierungsvorläufers mit der gereinigten
68Ga-Fraktion zu dem Radiopharmakon wird die keine Flüssigkeit enthaltende Fördereinrichtung
8 bei geöffneten 3-Wege-Ventil 13 so betrieben, dass über die Leitung 24 aus dem Markierungsgefäß
21 das Radiopharmakon auf die Kartusche 11 aufgebracht und fixiert wird. Danach schließt
das 3-Wege-Ventil 13 die Leitung 24 und öffnet die Leitung 25, die in das Vorratsgefäß
18 - oder optional in ein weiteres, nicht gezeigtes Vorratsgefäß - führt. Durch Betätigen
der Fördereinrichtung 9 wird die Kartusche 11 mit reinem Wasser oder analogen Lösungsmitteln
gewaschen, die freies
68Ga- oder andere, nichtmarkierte
68Ga-Spezies eluieren, und in nicht gezeigter Weise abführen, beispielsweise in das
nun nicht mehr benötigte Markierungsgefaß 21 zurück.
[0060] Danach erfolgt durch Betätigen der Fördereinrichtung 10, die weniger als 0,5 ml Ethanol
oder analoge Lösungsmittel enthält, die Elution des Radiopharmakons, beispielsweise
von
68Ga-DOTATOC, von der Kartusche 11 und dessen Einleiten in das Vorratsgefäß 18, das
eine isotonische Kochsalzlösung enthält. Alternativ kann die angegebene Fraktion auch
in ein leeres Vorratsgefäß 18 eluiert werden, was prinzipiell die Entfernung des Ethanol
oder analoger Lösungsmittel erlaubt.
[0061] Danach schließt das 3-Wege-Ventil 13 die Leitung 25 und mittels einer nicht gezeigten
Vorrichtung wird das Radiopharmakon durch die Leitung 26 aus dem Vorratsgefäß 18 gezogen
und über ein Filter 16 in das Produktgefäß 17 eingeleitet. Durch das Filter 16 erfolgt
eine sterile Filterung, so dass danach das Radiopharmakon für die Anwendung bereit
steht.
[0062] Die Bindung des
68Ga am Markierungsvorläufer beträgt mehr als 75 %, bezogen auf die zerfallskorrigierte
Aktivität des initialen
68Ge/Ga-Generatoreluats. Beispielsweise beträgt die Reaktivität des Markierungsvorläufers
bei 10 mCi des
68Ge/Ga-Generatoreluats nach einer, fünf und zehn Minuten bis zu 80 %, 90 % und mehr
als 95 %.
[0063] Die Dauer des Verfahrens vom Aufbringen des initialen Generatoreluats bis zur Bereitstellung
des Radiopharmakons beträgt etwa 20 min.
[0064] Die Fördereinrichtungen 2 bis 10 und die mit ihnen verbundenen Leitungen können mit
Unterdruck beaufschlagt werden, um die Lösungen durch die Leitungen zu transportieren.
[0065] Selbstverständlich ist der gesamte Ablauf der Vorrichtung vollautomatisiert und wird
beispielsweise über eine Computerprogramm gesteuert.
[0066] Speziell für die Bildgebung neuroendokriner Tumore mit Markierungsreagenzien wie
[
68Ga]DOTA-DPhe
1-Tyr
3-Octreotid ([
68Ga]DOTATOC) und PET bzw. analogen Verbindungen mit veränderten Chelatoren oder veränderten
Peptidaminosäuresequenzen hat sich seit etwa dem Jahr 2000 eine hervorragende neue
Anwendung der
68Ge/Ga-Generatoreluate ergeben, die als Tumortargeting-Vektoren verwendet werden. Das
Octapeptid
Octreotid besitzt eine hohe Affinität zum sstr2-Subtyp von humanen Somatostatinrezeptor-exprimierenden
Tumoren, und der konjugierte makrozylische bifunktionelle Chelator DOTA bindet das
trivalente
68Ga
3+ koordinativ mit hoher thermodynamischer und kinetischer Stabilität auch
in vivo. Trotz der relativ kurzen Halbwertszeit des
68Ga erlaubt dieser Typ der
68Ga-markierten Verbindungen eine exzellente Visualisierung von Tumoren und kleinen
Metastasen. Dieser Ansatz des Tumortargetings mit
68Ga kann möglicherweise auf eine Vielzahl von anderen Tumoren ausgedehnt werden, wobei
dann andere Peptide eingesetzt werden.
[0067] 68Ga findet auch Anwendungen in der myocardialen Perfusionsdiagnostik in Form des [
68Ga]BAT-TECH-Komplexes als Perfusions-Tracer. Dies zeigt, dass grundsätzlich jede Art
der
68Ga-Markierung über Ligandstrukturen für die nuklearmedizinische Diagnostik insgesamt
verwendbar sind bzw. in Zukunft sein werden.
[0068] Die "kit"-artige Synthese bietet ebenso einen weiteren Vorteil wie die Nutzung der
PET unabhängig von einer in-house-Direktproduktion von etablierten Positronemittern
wie beispielsweise
18F.
[0069] Parallel dazu findet derzeit eine starke Verbesserung der molekularen Bildgebung
durch die Kombination von PET und der Computer-Tomographie statt, was ebenfalls das
Anwendungpotenzial
68Ga-markierter Imaging-tracer vergrößert. Aus diesen Gründen wird die Verfügbarkeit
von optimierten
68Ge/Ga-Generatorsystemen mehr und mehr bedeutsam. Die effektive Produktion des
68Ge nimmt unter radiochemischen und ökonomischen Aspekten zur Zeit eine Schlüsselstellung
ein.
[0070] Eine interessante und potentiell bedeutende Anwendung des
68Ga ohne Markierungschemie liegt im Bereich der
68Ga-gefüllten Angioplasty-Behälter für die Inhibierung der arteriellen Restenose nach
koronarer Angioplastie. Diese Anwendung von höher-energetischen Positronemittern folgt
den bekannten Anwendungen mit
188Re und anderen medium- und hoch-energetischen β-Emittern. Da hier die flüssigen
68Ga-Eluate eingesetzt werden, bieten minimale Volumina der
68Ge/Ga-Generatoreluate optimale Voraussetzungen.
[0071] Die Vorrichtung ist auch dafür geeignet, Radiogallium-Lösungen aufzukonzentrieren
und zu reinigen. Ebenso ist sie zum Reinigen, zur Volumenreduktion von Gallium-Radioisotopen
und zur Markierung von Markienmgsvorläufern mit dem
66Ga- oder
67Ga-Radioisotop geeignet.
[0072] Selbstverständlich ist die Vorrichtung genau so zum Markieren von Liganden oder von
einem mit einem Liganden kovalent verknüpften Peptid oder Protein mit anderen Radionukliden
als
68Ga geeignet. Ein Beispiel hierfür ist
90Y, bei dem eine Reinigung des Eluats von anderen Metallen vorgenommen werden muss.
Bezugszeichenliste
[0073]
1 = 68Ge/Ga Generator
2 = Fördereinrichtung
3 = ) Förderein-
4 = ) richtungen
5 = ) (Pumpe,
6 = ) Spritze,
7 = ) Kolben)
8 = ) Fördereinrichtungen,
9 = ) (Pumpe, Spritze
10=) Kolben)
11 = Kartusche
12 = ) 3-Wege-
13 = ) Ventile
14 = Kationenaustauscher
15 = 3-Wege-Ventil
16 = Filter
17 = Produktgefäß
18 = Vorratsgefäß
19 = Abfallgefäß
20 = Synthese-Einrichtung
21 = Markierungsgefäß
22 = Heizung
23=)
24 = ) Leitungen
25 = )
26=)
27 = Tisch
1. Verfahren zur Gewinnung eines 68Ga-Radionuklids aus einem 68Ge/Ga-Generatoreluat, das 68Ga in ionischer Form enthält, wobei das initiale 68Ge/Ga-Generatoreluat direkt einem Austauscher zugeführt und 68Ga auf dem Austauscher quantitativ adsorbiert, gleichzeitig chemisch und radiochemisch
gereinigt wird und das 68Ga-Radionuklid mit einem Markierungsvorläufer aus einem Ligand zu einem Radiopharmakon
kombiniert wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Austauscher ein Kationenaustauscher aus der Gruppe der stark sauren Kationenaustauscher
Polystyrol/Divinylbenzen(DVB)-Harze, mit einem DVB-Anteil von 2 bis über 20 %, bezogen
auf die vernetzten Polymere der Harze ausgewählt und die Matrix des Kationenaustauschers
mit 68Ga beladen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das 68Ga-Radionuklid mit einem Markierungsvorläufer aus einem mit einem Liganden kovalent
verknüpften Peptid oder Protein zu einem Radiopharmakon kombiniert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere 68Ge/Ga-Radionuklidgeneratoren gleichzeitig bzw. nacheinander eluiert werden und die
gemeinsamen initialen Eluate auf den Kationenaustauscher überführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass initial eluiertes 68Ge nicht adsorbiert wird, eine chemische Reinigung des 68Ga auf dem Kationenaustauscher erfolgt, bei der die radiochemische 68Ge-Kontamination bis auf einen Wert kleiner 10-8 Prozent verringert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass 68Ge/Ga-Generatoren auch dann noch betreibbar sind, wenn deren initiales 68Ga-Eluat bereits 50 oder mehr mCi 68Ge enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit sauren Lösungen des Typs HCl/Aceton oder HCl/Ethanol oder analoger Systeme so
gereinigt wird, dass chemische Verunreinigungen wie Fe(III) und Zn(II) von dem Kationenaustauscher
eluiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass während der Elutionsprozesse von 68Ga eine weitgehende Abtrennung von initial eluiertem Ti(IV) erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte und Volumen-reduzierte 68Ga-Radionuklid direkt in ein Markierungsgefäß eluiert wird, in dem der Markierungsvorläufer
und reines Wasser oder Puffersysteme eingebracht sind.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte und Volumen-reduzierte 68Ga-Radionuklid direkt in ein Gefäß eluiert wird, aus dem Befüllungen von Ballons erfolgen
können.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Markierungsvorläufer einen Liganden aus der Gruppe der Chelatbildner mit geeigneter
thermodynamischer und kinetischer Stabilität für die Ausbildung der entsprechenden
Ga-Ligand-Komplexe DTPA, DOTA-, NOTA, DFO u.v.a.m. sowie deren Derivate enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ga-Ligand-Komplexe aus der Gruppe DTPA, DOTA-, NOTA, DFO u.v.a.m. sowie deren
Derivate ausgewählt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Markierungsvorläufer aus einem Ligand oder einem mit einem Liganden kovalent
verknüpften Peptid oder Protein oder anderen Verbindungen in einer Menge von etwa
1 bis 100 nmol, insbesondere von 7 bis 14 nmol, in das Markierungsgefäß eingebracht
wird.
13. Verfahren nach den Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindung des 68Ga am Markierungsvorläufer mehr als 75 %, bezogen auf die zerfallkorrigierte Aktivität
des initialen 68Ge/Ga-Generatoreluats, beträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Radiopharmakon aus dem Markierungsgefäß auf eine Kartusche transferiert wird,
auf der das Radiopharmakon fixiert wird und dass freies 68Ga und/oder weitere 68Ga-Species auf der Kartusche eluiert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartusche mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser oder analogen Systemen
gewaschen und von freiem 68Ga und/oder weiteren 68Ga-Species gereinigt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Radiopharmakon mit weniger als 0,5 ml Ethanol oder analogen Systemen eluiert
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Radiopharmakon von der Kartusche in ein leeres Gefäß für weitere individuelle
Verarbeitungen oder in ein Gefäß mit einem entsprechenden Volumen isotonischer Kochsalzlösung
eluiert, aus diesem steril filtriert und zur Anwendung bereit gestellt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Lösungen zur Synthese des Radiopharmakon im Markierungsgefäß auf
einen Wert von 2,0 bis 5,0, insbesondere 2,3 eingestellt wird, und dabei entweder
nur Wasser oder auch Puffersysteme oder HEPES-Lösungen u.ä. verwendet werden.
19. Vorrichtung zum Isolieren eines chemisch und radiochemisch gereinigten 68Ga-Radionuklids aus einem 68Ge/Ga-Generatoreluat, enthaltend eine über eine Leitung mit einem 68Ge/Ga-Generator (1) verbundene Fördereinrichtung (2), eine Synthese-Einrichtung (20),
in die eine Leitung (23) von dem Ausgang des Austauschers (14) führt und in der das
68Ga-Radionuklid zu einem Radiopharmakon umgesetzt wird, ein 3-Wege-Ventil (13), das
über eine Leitung (24) mit der Synthese-Einrichtung (20) verbunden ist und aus der
Synthese-Einrichtung (20) herausführt, ein Vorratsgefäß (18) und ein Produktgefäß
(17), dadurch gekennzeichnet, dass der Austauscher ein Kationenaustauscher (14) ist und mit einer Anzahl von Fördereinrichtungen
(3, 4, 5, 6, 7) zur Reinigung der auf dem Kationenaustauscher (14) adsorbierten 68Ga-Fraktion verbunden ist, in der Synthese-Einrichtung (20) ein Markierungsvorläufer
mit einem 68Ga-, 66Ga- oder 67Ga-Radionuklid markiert und zu einem Radiopharmakon umgesetzt wird, und dass zur Reinigung
des Radiopharmakons eine Kartusche (11), an deren Eingang Fördereinrichtungen (8,
9, 10) über Leitungen angeschlossen sind und deren Ausgang über das 3-Wege-Ventil
(13) mit der Leitung (24) verbunden ist, die aus der Synthese-Einrichtung (20) herausführt.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtungen (2 bis 10) bidirektional wirkende Kolben, Spritzen oder peristaltische
Pumpen sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Fördereinrichtungen (2 bis 10) der Transport mittels Unterdruck erfolgt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Synthese-Einrichtung (20) ein Markierungsgefäß (21) enthält, in das die Leitung
(23) hineinragt, die an ein 3-Wege-Ventil (15) angeschlossen ist, das mit dem Ausgang
des Kationenaustauschers (14) und einer Leitung zu einem Abfallgefäß (19) verbunden
ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass von dem 3-Wege Ventil (13) eine Leitung (25) in das Vorratsgefäß (18) führt.
24. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leitung (26) das Vorratsgefäß (18) über ein Filter (16) mit dem Produktgefäß
(17) verbindet.
25. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgänge der Fördereinrichtungen (3, 4, 5, 6, 7) in eine gemeinsame Leitung münden,
die an ein 3-Wege-Ventil (12) angeschlossen ist, das sowohl mit dem 68Ge/Ga-Generator (1) als auch mit dem Kationenaustauscher (14) verbunden ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Ablauf automatisiert ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix des Kationenaustauschers (14) aus der Gruppe der Polystyrol/Divinylbenzen
(DVB)-Harze ausgewählt ist.
28. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 19 zum Aufkonzentrieren und Reinigen von
Radiogallium-Lösungen.
29. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 19 zum Reinigen, zur Volumenreduktion von
Gallium-Radioisotopen und Markierung von Markierungsvorläufern mit dem 66Ga- oder 67Ga-Radioisotop.
1. Method for extracting a 68Ga radionuclide from a 68Ge/Ga generator eluate which contains 68Ga in ionic form, whereby the initial 68Ge/Ga generator eluate is fed directly into an exchanger and 68Ga is adsorbed quantitatively on the exchanger, and is simultaneously chemically and
radiochemically purified and the 68Ga radionuclide is combined with a labelling precursor from a ligand into a radiopharmaceutical,
characterized in that, as an exchanger, a cation exchanger from the group of highly acidic cation exchangers
polystyrene/divinylbenzene (DVB) resins, with a DVB concentration from 2 to over 20
% in reference to the cross-linked polymers of the resins, is selected, and the matrix
of the cation exchanger is loaded with 68Ga.
2. Method according to claim 1, characterized in that the 68Ga radionuclide is combined with a labelling precursor from a peptide or protein cross-linked
in a covalent manner with a ligand into a radiopharmaceutical.
3. Method according to claim 1, characterized in that several 68Ge/Ga radionuclide generators are simultaneously or sequentially eluted and the common
initial eluates are transferred to the cation exchanger.
4. Method according to claim 1, characterized in that the initially eluated 68Ge is not adsorbed, a chemical purification of the 68Ga takes place on the cation exchanger during which the radiochemical 68Ge contamination is reduced to a value smaller 10-8 percent.
5. Method according to claim 3, characterized in that 68Ge/Ga generators remain in operating condition if their initial 68Ga-eluate already contains 50 or more mCi 68Ge.
6. Method according to claim 4, characterized in that with acidic solutions of the type HCl/acetone or HCl/ethanol or analogous systems
the purification is such that chemical contaminations such as Fe(ITI) and Zn(II) are
eluted from the cation exchanger.
7. Method according to claim 4, characterized in that during the elution processes of 68Ga a substantial separation of initially eluted Ti(IV) occurs.
8. Method according to claim 1, characterized in that the purified and volume-reduced 68Ga radionuclide is directly eluted into a labelling vessel in which the labelling
precursors and pure water or buffer systems have been introduced.
9. Method according to claim 1, characterized in that the purified and volume-reduced 68Ga radionuclide is directly eluted into a vessel from which the filling of balloons
can occur.
10. Method according to claim 1, characterized in that the labelling precursor contains a ligand from the group of chelators with suitable
thermodynamic and kinetic stability for the formation of the corresponding Ga ligand
complexes DTPA, DOTA-, NOTA, DFO and many more others as well as their derivates.
11. Method according to claim 10, characterized in that the Ga ligand complexes from the group DTPA, DOTA-, NOTA, DFO and many more others
as well as their derivates are selected.
12. Method according to claim 8, characterized in that the labelling precursor comprises a ligand or a peptide or protein covalently cross-linked
with a ligand or other compounds in a quantity of roughly 1 to 100nmol, especially
from 7 to 14 nmol, is introduced into the labelling vessel.
13. Method according to claims 8 to 10, characterized in that the bonding of the 68Ga to the labelling precursor amounts to more than 75% in relation to the decay-corrected
activity of the initial 68Ge/Ga generator eluate.
14. Method according to claim 8, characterized in that the radiopharmaceutical from the labelling vessel is transferred to a cartridge onto
which the radiopharmaceutical is fixed and the free 68Ga and/or other 68Ga species is eluated on the cartridge.
15. Method according to claim 14, characterized in that the cartridge is washed with a liquid, in particular with water or analogous systems
and is purified of free 68Ga and/or other 68Ga species.
16. Method according to claim 14, characterized in that the radiopharmaceutical is eluated with less than 0.5 ml ethanol or analogous systems.
17. Method according to claim 14, that the radiopharmaceutical from the cartridge, eluated
in an empty vessel for subsequent individual processes or in a vessel with a corresponding
volume of isotonic physiological sodium chloride solution, is sterile filtered out
of this and made available for use.
18. Method according to claim 8, characterized in that the pH value of the solutions for synthesizing the radiopharmaceutical in the labelling
vessel is set to a value of 2.0 to 5.0, in particular to 2.3, and that at the same
time either only water or also buffer systems or HEPES solutions, among others, are
used.
19. Device for isolating a chemically and radiochemically purified 68Ga radionuclide from a 68Ge/Ga generator eluate, comprising a conveyance apparatus (2) connected by a conduit
to a 68Ge/Ga generator (1), a synthesis apparatus (20), into which a conduit (23) leads from
the outlet of the exchanger (14) and in which the 68Ga radionuclide is reacted into a radiopharmaceutical, a 3-way valve (13), that is
connected by a conduit (24) to the synthesis apparatus (20) and leads out of the synthesis
apparatus (20), a reservoir (18) and a product vessel (17), characterized in that the exchanger is a cation exchanger (14) and is connected to a number of conveyance
facilities (3, 4, 5, 6, 7) for the purification of the 68Ga fraction adsorbed on the cation exchanger (14), in the synthesis apparatus (20)
a labelling precursor is labelled with a 68Ga, 66Ga, or 67Ga radionuclide and is reacted into a radiopharmaceutical and that for the purification
of the radiopharmaceutical a cartridge (11), at whose inlet conveyance facilities
(8, 9, 10) are connected by means of conduits and whose outlet is connected via the
3-way valve (13) to the conduit (24) which leads out of the synthesis apparatus (20).
20. Device according to claim 19, characterized in that the conveyance facilities (2 to 10) are bidirectional acting pistons, syringes or
peristaltic pumps.
21. Device according to claim 19, characterized in that by means of the conveyance facilities (2 to 19) the transport occurs by means of
underpressure.
22. Device according to claim 19, characterized in that the synthesis apparatus (20) contains a labelling vessel (21) into which the conduit
(23) penetrates which is connected to a 3-way valve (15) which is connected to the
outlet of the cation exchanger (14) and a conduit to a waste vessel (19).
23. Device according to claim 19, characterized in that a conduit (25) leads from the 3-way valve (13) into the reservoir (18).
24. Device according to claim 19, characterized in that a conduit (26) connects the reservoir (18) via a filter (16) to the product vessel
(17).
25. Device according to claim 19, characterized in that the outlets of the conveyance facilities (3, 4, 5, 6, 7) open into a common conduit
which is connected to a 3-way valve (12) which is connected both to the 68Ge/Ga generator (1) and to the cation exchanger (14).
26. Device according to one of the claims 19 to 25, characterized in that the overall process is automated.
27. Device according to claim 19, characterized in that the matrix of the cation exchanger (14) is selected from the group of polystyrene/divinylbenzene
(DVB) resins.
28. Use of the device according to claim 19 for the concentration and purification of
gallium isotope solutions.
29. Use of the device according to claim 19 for the purification, the volume reduction
of gallium radioisotopes and labelling of labelling precursors with the 66Ga or 67Ga radioisotope.
1. Procédé pour obtenir un radionucléide 68Ga à partir d'un éluat générateur de 68Ge/Ga, qui contient le radionucléide 68Ga sous forme ionique, dans lequel l'éluat initial générateur de 68Ge/Ga est acheminé directement à un échangeur et le 68Ga est adsorbé quantitativement sur l'échangeur et, en même temps, chimiquement et
radiochimiquement purifié et le radionucléide 68Ga est combiné avec un précurseur de marquage constitué d'un ligand pour donner un
produit radiopharmaceutique, caractérisé en ce que l'on choisit, comme échangeur, un échangeur cationique choisi dans le groupe des
échangeurs cationiques fortement acides, tels que des résines de polystyrène/divinylbenzène
(DVB), avec une fraction de DVB de 2 à plus de 20 %, par rapport aux polymères réticulés
des résines, et la matrice de l'échangeur cationique est chargé de 68Ga.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le radionucléide 68Ga est combiné avec un précurseur de marquage constitué d'un peptide ou d'une protéine
lié(e) par covalence à un ligand pour donner un produit radiopharmaceutique.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs générateurs de radionucléides 68Ge/Ga sont élués simultanément ou consécutivement et les éluats initiaux communs sont
transférés sur l'échangeur cationique.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le 68Ge initialement élué n'est pas adsorbé et une purification chimique du 68Ga a lieu sur l'échangeur cationique, au cours de laquelle la contamination de 68Ge radiochimique est réduite jusqu'à une valeur inférieure à 10-8 pour cent.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que des générateurs de 68Ge/Ga peuvent encore opérer si leur éluat de 68Ga initial contient déjà 50 mCi ou plus de 68Ge.
6. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on procède à une purification avec des solutions acides du type HCl/acétone ou
HCl/éthanol ou des systèmes analogues de manière à éluer des impuretés chimiques,
telles que Fe(III) et Zn(II), de l'échangeur cationique.
7. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il se produit une ample séparation du Ti(IV) initialement élué au cours des processus
d'élution de 68Ga.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le radionucléide 68Ga purifié et réduit en volume est élué directement dans un récipient de marquage,
dans lequel sont introduits le précurseur de marquage et de l'eau pure ou des systèmes
tampons.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le radionucléide 68Ga purifié et réduit en volume est élué directement dans un récipient, à partir duquel
peuvent se faire des remplissages de ballons.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le précurseur de marquage contient un ligand choisi dans le groupe des chélatants
de stabilité thermodynamique et cinétique appropriée pour la formation des complexes
correspondants de type Ga-ligand, tels que DTPA, DOTA, NOTA, DFO, etc., ainsi que
de leurs dérivés.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'on choisit les complexes de Ga-ligand dans le groupe constitué du DTPA, du DOTA,
du NOTA, du DFO, etc., ainsi que de leurs dérivés.
12. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le précurseur de marquage constitué d'un ligand ou d'un peptide ou d'une protéine
lié(e) par covalence à un ligand ou d'autres composés est introduit dans le récipient
de marquage en quantité d'environ 1 à 100 nmoles, en particulier de 7 à 14 nmoles.
13. Procédé selon les revendications 8 à 10, caractérisé en ce que la liaison du 68Ga sur le précurseur de marquage est supérieure à 75 %, par rapport à l'activité -
corrigée au plan décomposition - de l'éluat initial générateur de 68Ge/Ga.
14. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le produit radiopharmaceutique est transféré du récipient de marquage à une cartouche,
sur laquelle est fixé le produit radiopharmaceutique, et en ce que le 68Ga libre et/ou d'autres espèces de 68Ga est ou sont élué(s) sur la cartouche.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que la cartouche est lavée avec un liquide, en particulier de l'eau ou des systèmes analogues,
et purifiée du 68Ga libre et/ou d'autres espèces de 68Ga.
16. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le produit radiopharmaceutique est élué avec moins de 0,5 ml d'éthanol ou de systèmes
analogues.
17. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le produit radiopharmaceutique est élué de la cartouche dans un récipient vide pour
d'autres traitements individuels ou dans un récipient avec un volume correspondant
de solution isotonique de sel de cuisine, à partir duquel il subit une filtration
stérile et en ce qu'il est mis à la disposition pour application.
18. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'on ajuste la valeur de pH des solutions destinées à la synthèse du produit radiopharmaceutique
dans le récipient de marquage à une valeur de 2,0 à 5,0, en particulier de 2,3, et
l'on n'utilise que de l'eau ou bien des systèmes tampons ou des solutions HEPES et
similaires.
19. Dispositif pour isoler un radionucléide 68Ga chimiquement et radiochimiquement purifié d'un éluat générateur de 68Ge/Ga, contenant un dispositif de transport (2) raccordé par une conduite à un générateur
de 68Ge/Ga (1), un dispositif de synthèse (20), auquel mène une conduite (23) depuis la
sortie de l'échangeur (14) et dans lequel le radionucléide 68Ga est transformé en produit radiopharmaceutique, une soupape à 3 voies (13), qui
est raccordée au dispositif de synthèse (20) par une conduite (24) et qui ressort
du dispositif de synthèse (20), un récipient de réserve (18) et un récipient de produit
(17), caractérisé en ce que l'échangeur est un échangeur cationique (14) et est raccordé à un certain nombre
de dispositifs de transport (3, 4, 5, 6, 7) pour purifier la fraction de 68Ga adsorbée sur l'échangeur cationique (14), en ce que un précurseur de marquage est marqué par un radionucléide 68Ga, 66Ga ou 67Ga dans le dispositif de synthèse (20) et transformé en produit radiopharmaceutique,
et en ce qu'il y a une cartouche (11) pour la purification du produit radiopharmaceutique, à l'entrée
de laquelle des dispositifs de transport (8, 9, 10) sont raccordés par des conduites
et la sortie de laquelle est raccordée, via la soupape à 3 voies (13), à la conduite
(24) qui ressort du dispositif de synthèse (20).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que les dispositifs de transport (2 à 10) sont des pistons, des injecteurs ou des pompes
péristaltiques à effet bidirectionnel.
21. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le transport se fait par les dispositifs de transport (2 à 10) au moyen d'une dépression.
22. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le dispositif de synthèse (20) contient un récipient de marquage (21), dans lequel
avance la conduite (23), qui est raccordée à une soupape à 3 voies (15), elle-même
raccordée à la sortie de l'échangeur cationique (14) et à une conduite pour parvenir
à un récipient de déchets (19).
23. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce qu'une conduite (25) mène depuis la soupape à 3 voies (13) au récipient de réserve (18).
24. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce qu'une conduite (26) raccorde le récipient de réserve (18) au récipient de produit (17)
par le biais d'un filtre (16).
25. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que les sorties des dispositifs de transport (3, 4, 5, 6, 7) débouchent dans une conduite
commune, qui est raccordée à une soupape à 3 voies (12), qui est raccordée tant au
générateur de 68Ge/Ga (1) qu'à l'échangeur cationique (14).
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 19 à 25, caractérisé en ce que l'ensemble du déroulement est automatisé.
27. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que la matrice de l'échangeur cationique (14) est choisie dans le groupe des résines
de polystyrène/divinylbenzène (DVB).
28. Utilisation du dispositif selon la revendication 19 pour concentrer et purifier des
solutions de radiogallium.
29. Utilisation du dispositif selon la revendication 19 pour purifier, réduire en volume
des radio-isotopes de gallium et marquer des précurseurs de marquage avec le radio-isotope
66Ga ou 67Ga.