[0001] Die Erfindung betrifft eine ein- oder mehrschichtige, flächen- oder schlauchförmige
Nahrungsmittelhülle mit einem Träger auf Basis eines nicht wasserlöslichen, thermoplastischen
Polymers, eines Polymers tierischen oder pflanzlichen Ursprungs oder regenerierter
oder gefällter Cellulose und einer übertragbaren Schicht. Sie betrifft daneben ein
Verfahren zur Herstellung der Hülle und ihre Verwendung. Eine derartige Hülle und
Verfahren ist aus
WO-A-03/086087 bekannt.
[0002] Schlauchförmige Nahrungsmittelhüllen, speziell künstliche Wursthüllen, die auf das
Lebensmittel bzw. das Wurstbrät übertragbare Stoffe enthalten, wie Lebensmittelfarben,
Gewürze, Aromen, Geschmacksstoffe oder Ähnliches, sind bereits bekannt. So ist in
der
EP-A 0 986 957 eine Hülle beschrieben mit einer Schicht auf Basis von Polyolefin, Polyester, Polyvinylidenchlorid
(PVDC), Polyvinylchlorid (PVC) oder Polystyrol sowie einer weiteren Schicht, die für
den Nahrungsmittelkontakt vorgesehen ist. Diese innere Schicht umfaßt ein Polysaccharid
und/oder Protein als Bindemittel und - damit vermischt - einen Aroma- und/oder Geschmacksstoff.
Dies ist bevorzugt ein flüssiges Grillhähnchenaroma, Honig, Limonenöl oder Orangenöl.
Der Aroma- bzw. Geschmacksstoff kann auch ein partikelförmiger Feststoff sein, beispielsweise
fein gemahlener Pfeffer. Die durchschnittliche Größe der Partikel beträgt dann allgemein
0,5 bis 50 µm, bevorzugt 1 bis 30 µm.
[0003] In der
WO 98/31731 ist eine ganz ähnliche Nahrungsmittelhülle offenbart. In beiden Schriften wird angegeben,
daß die innere Schicht zusätzlich noch einen Vernetzer, beispielsweise eine Verbindung
mit mindestens 2 Carbonylgruppen, enthalten kann. Körnige bis grobkörnige oder gar
stückige Aroma- und/oder Geschmacksstoffe werden nicht aufgeführt.
[0004] Gegenstand der
EP-A 992 194 (=
DE-A 198 46 305) ist eine Barrierehülle aus einem Kunststoffmaterial, wobei die Hülle auf der Innenseite
mit einer Lage aus einem saugfähigen, mit Farb- oder Aromastoffen getränkten Material
(Gewebe, Gewirke oder Gestricke) ausgekleidet ist. Beim Kochen oder Brühen werden
die Farb- oder Aromastoffe auf das von der Hülle umschlossene Lebensmittel übertragen.
Die Verbindung der Innenlage mit der benachbarten Lage der Hülle erfolgt allgemein
durch einen Kleber. Die Barrierehülle selbst besteht beispielsweise aus Polyamid-
und Polyethylenschichten. Sie wird im allgemeinen aus einer entsprechenden Flachfolie
durch Heißsiegeln oder Kleben hergestellt und sorgt für die mechanische Stabilität.
Ein starker Nachteil dieser Hülle besteht darin, daß sie sich nicht vollständig abziehen
läßt, d.h. daß Teile der Innenlage auf dem Lebensmittel zurückbleiben. Die Ursache
wird in einer nicht ausreichend mechanisch stabilen Verbindung zwischen dem Kunststoffmaterial
und der textilen Innenlage gesehen.
[0005] Die Wursthülle gemäß der
DE-A 195 00 470 weist auf der Innenseite eine aus dem flüssigen Zustand erstarrende Haftschicht auf,
wobei als Hüllenmaterial Baumwollgewebe mit Leinenbindung offenbart ist. Vordem Erstarren
werden darauf Gewürzpartikel, insbesondere Pfefferkörner oder gemahlener Pfeffer,
aufgebracht. Das geschieht bevorzugt durch Aufschleudern mit speziellen Vorrichtungen.
[0006] In der
EP-B 0 408 164 ist ein Matrixmaterial aus natürlichen oder synthetischen Fasern beschrieben, das
gegenüber Wasser und Hitze beständig ist. Auf diesem Matrixmaterial ist eine Schicht
aus Kräutern, Gewürzen, Meeresfrüchten oder Milcherzeugnissen in Pulver- oder Chipsform
aufgetragen. Die Verbindung zwischen der Schicht aus dem Nahrungsmittel und dem Matrixmaterial
erfolgt durch eine Klebeschicht aus einem eßbaren, wasserlöslichen, hochmolekularen
Material, das als Nahrungsmittelergänzung geeignet ist. Diese Klebeschicht umfaßt
natürliche Polysaccharide, Carboxymethylcellulose-Natrium, Carboxymethylstärke oder
ähnliches. Auch gemäß diesem EP-Patent wird die Übertragung durch eine Hitzebehandlung
erzielt.
[0007] Gegenstand der
WO 2004/094544 ist eine Nahrungsmittelumhüllung, mit der sich dunkelbraunes oder schwarzes Karamelcolor
gleichmäßig und stabil auf die Oberfläche eines Nahrungsmittels, beispielsweise Wurst,
übertragen läßt, um ihr ein geröstetes Aussehen zu verleihen. Hierzu dient eine fraktionierte
Karamelmischung mit einem bestimmten Gehalt an festen Anteilen, die ein Molekulargewicht
von größer als 10 000 besitzen, bei deren Einsatz auch eine bessere Abschälbarkeit
von dem umhüllten Gut erzielt wird. Als Basismaterial für die Umhüllung dienen faser-
und nichtfaserförmige, natürliche oder synthetische Materialien. Die Übertragung der
Farbschicht erfolgt während einer längeren Verweildauer bei nicht genannten Temperaturen.
[0008] Weiterhin ist bekannt, Gewürze unter Verwendung von Gelatine oder Stärke als Bindemittel
auf Lebensmittel aufzutragen.
[0009] All die bekannten Hüllen mit Innenlagen oder Innenbeschichtungen, die einen übertragbaren
Zusatzstoff enthalten, sowie der Auftrag unter Verwendung von Gelatine oder Stärke,
haben den Nachteil, daß entweder ihre Herstellung technisch sehr aufwendig und arbeitsintensiv
ist, daß sie die Additive nicht in ausreichender Menge übertragen können oder daß
sie sich schlecht abziehen lassen. Stärke enthaltende Hüllen sind zudem sehr anfällig
für mikrobiologische Kontamination.
[0010] Schlauchförmige Nahrungsmittelhüllen aus regenerierter Cellulose, die auch mit einer
Faserpapiereinlage verstärkt sein können und dann als Cellulose-Faserdärme oder einfach
als Faserdärme bezeichnet werden, werden wegen ihrer bewährten, guten Eigenschaften
wie Elastizität und Festigkeit besonders bei mittleren und großen Kalibern vielfältig
im Nahrungsmittelsektor eingesetzt, bevorzugt dort, wo eine hohe Durchlässigkeit für
Wasserdampf und Sauerstoff gewünscht wird, beispielsweise bei der Herstellung von
Rohwurst (speziell von Salami). Es ist jedoch schwierig, mit solchen Hüllen einen
Aromaübertrag mit festen Stoffen zu erreichen.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, eine Nahrungsmittelhülle bereitzustellen,
welche die genannten Nachteile nicht aufweist.
[0012] Gelöst wurde die Aufgabe mit einer Nahrungsmittelhülle gemäß Anspruch 1.
[0013] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach eine ein- oder mehrschichtige Nahrungsmittelhülle
mit einem Träger auf Basis mindestens eines nicht wasserlöslichen, thermoplastischen
Polymers, eines Polymers tierischen oder pflanzlichen Ursprungs (im Folgenden als
"natürliches Polymer" bezeichnet) oder regenerierter oder gefällter Cellulose, die
eine Beschichtung aufweist, die ein Bindemittel und mindestens ein Additiv enthält,
das auf das Füllgut übertragbar ist, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Additiv
aus fein- bis grobkörnigen Nahrungsmitteln mit einer mittleren Partikelgröße von mindestens
60 µm besteht.
[0014] Unter den als "Additiv" oder "körniges Additiv" bezeichneten "Nahrungsmitteln" sind
sämtliche Gewürze, Gemüse, Kräuter, Pilze, Getreide und Nüsse sowie Käsesorten in
jeder beliebigen Form (z. B. gerieben, flockig, stückig oder geschmolzen etc.) zu
verstehen, sofern sie in der Frischfleisch- und Fischverarbeitung oder der Wurst-
und Käseproduktion Verwendung finden (diese Einschränkung gilt auch für die weiter
unten genannten Nahrungsmittelzusatzstoffe).
[0015] Im Unterschied dazu sind Nahrungsmittel, die von der erfindungsgemäßen Hülle umschlossen
werden sollen, als "Füllgut" bezeichnet oder, wo Verwechslungen mit den vorgenannten
Additiven ausgeschlossen sind, auch als "Lebensmittel".
[0016] Vorzugsweise ist das Bindemittel in Wasser praktisch unlöslich, durch Wärmeeinwirkung
jedoch aktivierbar. Allgemein sind dazu Temperaturen bis etwa 90 °C ausreichend. Das
Additiv wird dann auf das in der Hülle befindliche Füllgut übertragen. Es ist aber
auch möglich, das Bindemittel so auszuwählen, daß es bereits bei tiefen Temperaturen
die in ihm verankerten Additive auf das umhüllte Gut überträgt.
[0017] Es war überraschend, daß sich mit der erfindungsgemäßen Hülle auch Lebensmittel in
rohem Zustand, die einer besonders schonenden Behandlung bedürfen, auf einfache Weise
mit solchen Additiven versehen lassen. Dadurch wird das teure, arbeits- und zeitintensive
traditionelle Beschichten wirkungsvoll ersetzt. Neben rohem Füllgut können ferner
empfindliche Lebensmittel, die gekühlt verarbeitet oder aufbewahrt werden müssen,
wie gekochter Schinken, Brüh- und Kochwurst, mit den jeweils gewünschten Überzügen
versehen werden. So können auch weitere, einem solchen Beschichtungsverfahren bisher
nicht zugängliche Sektoren im Lebensmittelbereich erschlossen werden. Selbstverständlich
lassen sich mit der erfindungsgemäßen Hülle auch andere Additive wie Flüssigrauch
und/oder Lebensmittelfarben übertragen.
[0018] Die Nahrungsmittelhülle kann flächen- oder schlauchförmig sein. Die Beschichtung
befindet sich auf der dem Füllgut zugewandten Seite, im Falle einer schlauchförmigen
Hülle dementsprechend auf der Innenseite. In einer besonderen Ausführungsform weist
die Hülle eine Längsnaht auf.
[0019] Die Nahrungsmittelhülle gemäß der Erfindung weist gegenüber dem Stand der Technik
folgende Vorteile auf. Sie ist
- einfach herzustellen und
- kann eine genügende Menge an körnigen Additiven aufnehmen und auf das Füllgut übertragen.
- Das Bindemittel besitzt eine gute Haftung an den genannten Trägermaterialien und eine
gute Klebkraft für die Additive.
- Der beschichtete Träger besitzt eine hohe Elastizität und läßt sich vollständig wieder
von dem Füllgut entfernen, wobei ein gleichmäßiger Übertrag der Additive gewährleistet
ist.
- Die Umhüllung besitzt mikrobiologische Stabilität und eine hohe Lagerfähigkeit.
- Die Hülle weist eine definiert einstellbare Sauerstoff- und Wasserdampfdurchlässigkeit
auf und
- ist sowohl für Lebensmittel verwendbar, die bei tiefen Temperaturen verarbeitet, als
auch für solche, die in der Hülle gebrüht, gekocht oder anderweitig erhitzt werden.
[0020] Basismaterialien für die Nahrungsmittelhülle sind im allgemeinen nicht wasserlösliche,
thermoplastische, synthetische Polymere, wie Polyolefin (PO), Polyamid (PA), Polyester,
Polyvinylidenchlorid (PVDC), Polyvinylchlorid (PVC) und/oder Polystyrol. Vorzugsweise
ist das Basismaterial jedoch regenerierte oder gefällte Cellulose. Cellulosehüllen
können auch verstärkt sein, vorzugsweise mit einem naßfesten Faserpapier, insbesondere
einem Hanffaserpapier. Hüllen auf Basis von synthetischen Polymeren können einschichtig
sein, z.B. Hüllen auf Basis von Polyolefin, vorzugsweise von Polyethylen (PE), insbesondere
von Linear Low Density Polyethylene (LLDPE), oder mehrschichtig sein, wobei die letzteren
gegebenenfalls Haftvermittlerschichten (HV) als Zwischenschichten aufweisen. Beispielhaft
hierfür seien genannt Hüllen mit einer Schichtabfolge PA/PO/PA, PA/(PO+HV)/PA, PA/HV/PO/HV/PA
oder PE/HV/PA. Als Haftvermittler sind beispielsweise Polyolefine mit funktionellen
Gruppen, beispielsweise mit Maleinsäureanhydrid gepfropftes Polyethylen, verwendbar.
Es ist auch möglich, Polymere tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, d.h. "natürliche
Polymere" einzusetzen.
[0021] Der Träger kann ein Textilmaterial aus einem oder mehreren der genannten Polymeren
natürlichen und/oder synthetischen Ursprungs sein. Unter der Bezeichnung "Textilmaterial"
sollen dabei neben Geweben auch Gewirke, Gestricke, Gelege, Vliese, Spinnvliese und
andere Flachmaterialien aus Fasern verstanden werden. Beispiele für textile Träger
sind Gewebe aus Zellwolle oder aus einem Zellwolle/Polyester-Gemisch. Der Träger kann
auch eine Folie sein oder eine Kombination aus Textilmaterial und Folie.
[0022] Die Bindemittel oder Bindemittelgemische, mit denen die Nahrungsmittelhülle beschichtet
ist, sind vorzugsweise in kaltem und heißen Wasser (bis etwa 90 °C) praktisch unlöslich.
Gegebenenfalls sind sie durch geeignete Behandlung, z.B. durch Hitzekoagulation, unlöslich
gemacht. Es handelt sich beispielsweise um Proteine oder Polysaccharide oder Gemische
daraus. Geeignet sind insbesondere Cellulosederivate, speziell Ether oder Ester der
Cellulose, wie Methylcellulose, daneben auch Alginsäure und/ oder Alginat, Chitosan,
Pektin, Carrageenan oder Stärke bzw. Stärkederivate, Proteine, wie Gelatine und Gelatine-Hydrolysate,
Kollagen, Albumin, Casein, Zein, Weizenprotein, Sojaprotein oder Erbsenprotein, vorzugsweise
Bluthydrolysat, Blutplasma, Myoglobin, Proteinhydrolysate mit Molekulargewichten von
5 000 bis 30 000 Dalton, sauer verkochtes Kollagen mit Molekulargewichten von 20 000
bis 1 000 000 Dalton oder Desamidokollagen, das durch alkalische Hydrolyse erhältlich
ist. Die genannten, in kaltem und heißem Wasser unlöslichen bzw. unlöslich gemachten
Bindemittel werden insbesondere auf textile Träger aufgebracht.
[0023] Als Bindemittel geeignet sind ferner Fette, Wachse, Öle oder andere hydrophobe, in
Wasser nicht lösliche Substanzen, die unter Wärmeeinwirkung bis etwa 90 °C erweichen
oder flüssig werden, dabei ihre Klebkraft verlieren und so eine Übertragung des Additivs
bewirken. Das können Talge, trocknende Öle, nichttrocknende Öle, halbtrocknende Öle,
Wachse, Fettsäuren, Fettsäureester, Fettalkohole oder Mischungen daraus sein. Diese
hydrophoben Substanzen können mit den vorgenannten Proteinen, insbesondere mit hitzekoagulierbaren
Proteinen abgemischt werden. Lipide haben den zusätzlichen Vorteil, daß sie - soweit
sie mit übertragen werden - als Geschmacksverstärker für Gewürze oder andere Additive
dienen.
[0024] Das Bindemittel wird dabei nach seinem Haftvermögen gegenüber dem Trägermaterial
der Hülle und dem am Bindemittel haftenden Additiv ausgewählt. Mit Hilfe der Bindemittel
lassen sich zudem die Haft- und Trenneigenschaften der Hülle an das jeweilige Füllgut
gezielt einstellen. Die Haftung soll allgemein so stark sein, daß sich die Hülle beim
Lagern nicht ablöst ("abstellt"), andererseits so schwach, daß sie sich problemlos
abziehen läßt, ohne daß Bestandteile des Füllguts ihr haften bleiben. Die eingesetzten
Bindemittel zeichnen sich auch dadurch aus, daß sie zum einen vollkommen geschmacksneutral
und zum anderen für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Der Geschmack des Füllguts
und der Additive ist nicht beeinträchtigt.
[0025] Zur Erhöhung der Elastizität, der Benetzbarkeit und der mikrobiologischen Stabilität
kann es zweckmäßig sein, das Bindemittel mit mindestens einer entsprechenden Komponente
zu kombinieren. Hierzu eignen sich Milchsäure und deren Salze, beispielsweise Natriumlactat,
Glycerin, Emulgatoren wie Lecithin und/oder Fette und Öle. Sie gewährleisten einen
besonders gleichmäßigen und kontinuierlichen Auftrag des Bindemittels. Der Anteil
der Komponente an der Beschichtungs- bzw. Imprägnierungsflüssigkeit liegt zweckmäßig
bei 1,5 bis 15,0 Gew.-%, bevorzugt bei 2,0 bis 8,0 Gew.-%.
[0026] Die Hülle gemäß der Erfindung eignet sich besonders zur Herstellung von Koch- oder
Brühwurst. Dabei werden im allgemeinen Temperaturen von 75 bis 90°C (Kerntemperatur)
erreicht. In diesem Temperaturbereich wird das Bindemittel soweit aktiviert, daß der
Transfer des Additivs problemlos eintritt. Die Hülle kann auch räucherbar sein. In
einer weiteren Ausführungsform weist sie zusätzlich mindestens eine Außenbeschichtung
auf, die die Wasserdampf- und Sauerstoffdurchlässigkeit effektiv vermindert. Die Außenbeschichtung
umfaßt beispielsweise ein Polyvinylidenchlorid(PVDC)-Harz. Für eine Wasserdampf-Sperrschicht
geeignet sind im allgemeinen Polymere, die Einheiten von mindestens einem der folgenden
Monomeren enthalten: Vinylacetat, Vinylalkohol, Ethylen, Butadien, Styrol, Acrylsäure
und/oder Methacrylsäure. Die Beschichtung bei den insbesondere für Brüh- und Kochwurstanwendungen
vorgesehenen Hüllen (nach dem Trocknen) hat allgemein ein Gewicht von bis zu 150 g/m
2, bevorzugt 30 bis 120 g/m
2. Probleme durch Delaminierung treten bei den beschichteten Hüllen in der Regel nicht
auf. Sie haben allgemein eine Wasserdampfdurchlässigkeit von weniger als 150 g/m
2·d, bevorzugt weniger als 100 g/m
2·d und für Hochbarriereanforderungen weniger als 5 g/m
2·d. Durch die zusätzliche Beschichtung kann sich zudem die Bedruckbarkeit der Nahrungsmittelhüllen
verbessern.
[0027] Das Additiv besitzt im allgemeinen eine feste Konsistenz und hat eine körnige bis
grobkörnige, gegebenenfalls auch stückige, partikelförmige Struktur. Neben den üblichen
Aroma- und/oder Geschmacksstoffen wie Pfeffer, Koriander, Curry, Chili, Paprika, Zimt,
Karamel oder ähnlichen Gewürzen oder Gewürzmischungen gehören dazu auch Knoblauch,
Zwiebel, Lauch, Karotten, Paprika- und Pfefferschoten, Sellerie, Spargel und sonstiges
Gemüse in jeder möglichen Form, Pilze, Früchte (Ananas- oder Apfelstückchen, Johannisbrot),
aber auch frische oder getrocknete, gerebelte Kräuter, z.B. Petersilie oder Dill,
insbesondere Dillspitzen, Auch geriebener, flockiger oder geschmolzener Käse ist als
Additiv möglich. Grundsätzlich kann als Additiv alles verwendet werden, was Fleisch-,
Wurst-Fisch- oder Käseprodukte schmackhafter macht oder veredelt.
[0028] Das übertragbare Additiv kann aber auch gemahlen sein, wobei die mittlere Partikelgröße
im allgemeinen 60 µm oder mehr, bevorzugt 70 µm oder mehr, beträgt. Die maximale Partikelgröße
kann bis zu 1,0 mm und mehr betragen. Die mittlere Partikelgröße liegt allgemein im
Bereich von 60 bis 800 µm, bevorzugt von 70 bis 500 µm, besonders bevorzugt von 80
bis 400 µm, ganz speziell 90 bis 250 µm. Die körnigen Additive bestehen bevorzugt
aus Partikeln, die mit bloßem Auge erkennbar sind. Die Partikel können dabei eine
kugelförmige, längliche, plättchenförmige, stäbchenförmige oder eine andere regel-
oder unregelmäßige Form besitzen.
[0029] Das Additiv kann beispielsweise nach vorheriger Gefriertrocknung zerkleinert werden,
so daß sich eine gleichmäßige, relativ dünne und gut haftende Beschichtung herstellen
läßt.
[0030] Neben den vorgenannten Additiven können auch Nahrungsmittelzusatzstoffe, insbesondere
farbgebende Mittel, übertragen werden. Bevorzugt sind zu nennen: Zuckercouleur, Lebensmittelfarbstoffe
E124 (Cochenillerot A), E155 (Braun HT), E120 (Carmin), Paprika-Oleoresin (E160C),
Konzentrate und Extrakte aus Holunder, Pflaume oder Tomate, Getreide (insbesondere
Gerste) und Zubereitungen davon (wie Malz oder Malzextrakt), Johannisbrotkernmehl,
Guarkernmehl, Kaffee, Zichorie oder Kakao etc. Die mittlere Partikelgröße des Nahrungsmittelzusatzstoffes
ist im allgemeinen kleiner als 60 µm, z. B. Flüssigrauch.
[0031] Die Menge, in der das Additiv aufgebracht wird, hängt ganz wesentlich von dessen
Art ab. In den meisten Fällen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, diesen Stoff in
einer Menge von 3 bis 150 g/m
2, bevorzugt von 5 bis 120 g/m
2, aufzubringen. Das Gesamtgewicht der Imprägnierung oder Beschichtung beträgt nach
dem Trocknen bevorzugt 10 bis 200 g/m
2, insbesondere 30 bis 150 g/m
2.
[0032] Die Bindemittelschicht als Transferschicht für das Additiv wird bevorzugt in Form
einer (wäßrigen) Lösung auf das Trägermaterial aufgebracht.
[0033] Eine Übertragung des Additivs von der Bindemittelschicht auf das Füllgut während
des Brüh-, Koch- oder sonstigen Erhitzungsvorgangs erfolgt dadurch, daß aufgrund der
Wärmeeinwirkung die Haftung an dem Bindemittel vermindert und das Additiv freigesetzt
wird. Zur Aktivierung des Bindemittels sind Temperaturen von 30 bis etwa 90 °C ausreichend.
[0034] In einer besonderen Ausführungsform wird als Bindemittel ein unter Wärmeeinwirkung
koagulierbares Protein verwendet, wie Molkeprotein, Eiklarprotein oder Blutplasma,
oder aus dem Protein hergestellte oder isolierte Fraktionen. Nach dem Koagulieren
ist das Protein praktisch unlöslich in Wasser. Das koagulierbare Protein läßt sich
besonders gut mit einer Hülle auf Textilbasis kombinieren. Auf die Proteinschicht
werden dann die Additive, d.h. insbesondere die Gewürze, aufgebracht. Sie können als
gleichmäßige Schicht oder auch nur in vorbestimmten Bereichen, d.h. bildmäßig, aufgebracht
werden. Anschließend wird das Protein durch Erhitzen koaguliert und dadurch praktisch
wasserunlöslich gemacht. Ebenso gut kann die Koagulation erfolgen, wenn das Nahrungsmittel
in der Hülle gebrüht oder gekocht wird. Nach dem Koagulieren ist das Protein zudem
so gut wie nicht mehr klebrig. Das koagulierbare Protein kann jedoch auch auf eine
Folie als Trägermaterial aufgebracht werden. Auf die Proteinschicht wird dann, wie
beschrieben, das Additiv, d.h. insbesondere das Gewürz, aufgebracht.
[0035] Um zu verhindern, das sich Gewürzpartikel bei der weiteren Verarbeitung von dem Träger
lösen, wird auf die Gewürzschicht zweckmäßig noch eine dünne Schicht aus einem filmbildenden
Protein aufgebracht. Als besonders geeignet dafür haben sich Kollagenfasern erwiesen.
Das so beschichtete Trägermaterial kann anschließend zu einem Schlauch geformt werden,
dessen Längskanten miteinanderfest verbunden werden, vorzugsweise fest miteinander
vernäht.
[0036] Die auf der Gewürzschicht befindliche dünne Schicht aus einem filmbildenden Protein
verhindert zugleich ein Herausbrechen von Gewürzpartikeln beim Füllen der schlauchförmigen
Nahrungsmittelhülle. Wird die gefüllte Hülle anschließend erhitzt auf Temperaturen,
wie sie bei der Herstellung von Brüh- oder Kochwurst üblich sind (d.h. auf etwa 80
bis 90 °C), dann wird das Gewürz vollständig auf die Oberfläche des darin befindlichen
Nahrungsmittels übertragen. Das gilt insbesondere, wenn das Nahrungsmittel Wurstbrät
ist. Dabei bleibt gewöhnlich ein Teil des koagulierten Blutplasmas auf der Hülle zurück,
während sich ein anderer Teil irreversibel mit dem Brät verbunden hat, wie sich nach
dem Abziehen der Hülle feststellen läßt. Das Blutplasma löst sich bei der Verarbeitung
der Nahrungsmittelhülle nicht wieder auf. Es verändert sich auch nicht unter der Einwirkung
von Wasser oder Wasserdampf.
[0037] Unterhalb der Raumtemperatur erfolgt die Übertragung der Additive vorzugsweise durch
innigen Kontakt des Füllguts, insbesondere unter leichtem Druck, mit der Nahrungsmittelhülle.
Diese Übertragung findet schon bei Temperaturen unter 15°C, vorzugsweise unter 10°C
und insbesondere unter 7°C statt. Im allgemeinen beträgt die Übertragungsdauer weniger
als 50 Stunden, vorzugsweise weniger als 40 Stunden, insbesondere weniger als 30 Stunden.
Die Übertragungsdauer hängt vom Einzelfall ab und kann durch einfache Vorversuche
ermittelt werden.
[0038] Bei diesem Übertragungsverfahren werden speziellen Bindemittel eingesetzt, die sich
ohne Wärmeeinwirkung von der Umhüllung lösen und mit dem Füllgut verbinden. Geeignete
Substanzen sind beispielsweise alkalisches Milcheiweiß, Methylcellulose und Eiweißhydrolysat.
[0039] In beiden vorgenannten Ausführungsformen kann eine zusätzliche Bindemittelschicht
auf das Additiv aufgebracht werden. Das Bindemittel dafür kann identisch sein mit
dem in der unter dem Additiv liegenden Bindemittelschicht. Allgemein besteht diese
zweite Klebeschicht aus filmbildenden Substanzen. In einer bevorzugten Ausführungsform
besteht die zusätzliche Bindemittelschicht aus einem filmbildenden Protein oder einem
Gemisch solcher Proteine, besonders bevorzugt aus Kollagenfasern. Die zusätzliche
Schicht erhöht die Bindung des Additivs zum Brät und fixiert es gleichzeitig auf dem
Träger.
[0040] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung der Hülle. Als
Ausgangsmaterial dient in der Regel eine schlauchförmige Hülle aus einem thermoplastischen
Polymer oder aus Cellulose, wobei die Hülle an einer der beiden Flachlegekanten mit
einem Messer aufgeschnitten und dann aufgerollt wird. Dieses Rollenmaterial wird in
einem zweiten Verfahrensschritt über eine Formschulter zu einem bahnförmigen Flachmaterial
geöffnet, die Innenseite zuerst mit einem Bindemittel, dann mit dem entsprechenden
körnigen Additiv beschichtet und anschließend in einem Trockenkanal bei geeigneter
Temperatur, abhängig von der Art des Bindemittels und des Additivs, getrocknet. Gegebenenfalls
kann zur Fixierung und Glättung der Oberfläche eine weitere Bindemittelschicht über
das körnige Additiv gelegt werden. Direkt nach dem Trocknungsvorgang kann das flachgelegte,
beschichtete Hüllenmaterial über eine weitere Formschulter geführt werden, die es
erneut in eine runde Form bringt. Die Längskanten des erhaltenen rundgelegten Trägermaterials
können dann miteinander verbunden werden, insbesondere durch Aufbringen eines Klebebandes,
durch Zusammenkleben der überlappenden Enden oder durch Einbringen eines Polyurethan-Bandes,
das unter Wärmezufuhr oder durch UV-Licht gehärtet wird, oder durch Vernähen. Das
beschichtete Material besitzt dann eine entsprechende ausgestaltete Längsnaht.
[0041] Die erneute Rundformung nach dem Beschichten kann auch unterbleiben. Dann wird ein
Flachmaterial erhalten, das zum Einschlagen beispielsweise von größeren oder unregelmäßig
geformtem Füllgut verwendet werden kann. Wird die Übertragung des körnigen Additivs
auf das darin verpackte Füllgut durch Erwärmen gewünscht, kann es beispielsweise durch
UV-Strahlen oder Mikrowellen erfolgen. Für die Übertragung bei tiefen Temperaturen
wird zweckmäßig ein solches beschichtetes Flachmaterial eingesetzt.
[0042] In einer weiteren Variation des Herstellungsverfahrens geht man von einer schlauchförmigen,
vorzugsweise nahtlosen Hülle aus, die auf der Außenseite beschichtet, mit einem Additiv
versehen, getrocknet und nach dem Trocknen gewendet wird. Erhalten wird auf diese
Weise eine innenbeschichtete Hülle. Sie besteht vorzugsweise aus Polymermaterial,
insbesondere aus Polyamiden und/oder Copolyamiden.
[0043] Das Beschichten oder Imprägnieren der Nahrungsmittelumhüllung auf der dem Füllgut
zugewandten Seite kann nach Verfahren erfolgen, die dem Fachmann prinzipiell bekannt
sind. In einem besonders einfachen Verfahren wird die Beschichtung mit Hilfe einer
Rakel auf ein entsprechendes Flachmaterial aufgetragen. Aber auch andere, dem Fachmann
bekannte gängige Mittel können eingesetztwerden. Die beschichtete Umhüllung kann dann
wie üblich einen Trockner durchlaufen. Falls notwendig, wird die Hülle anschließend
auf die gewünschte Endfeuchte gebracht ("konditioniert"), aufgerollt und verpackt.
[0044] Die erfindungsgemäße schlauchförmige Nahrungsmittelhülle kann auf übliche Art konfektioniert
werden. Sie kann beispielsweise abschnittsweise zu Raupen gerafft oder zu einseitig
verschlossenen (in der Regel abgebundenen) Abschnitten verarbeitet werden.
[0045] In die so hergestellte Hülle wird das Füllgut eingebracht. Hierbei handelt es sich
beispielsweise um Wurstbrät für Brüh- und Kochwurst. Füllgüter, die nicht in pastöser
Form vorliegen, wie Schinken, Pökelware und Käse können im allgemeinen mit dem beschichteten
Flächenmaterial umhüllt werden, wobei die Verwendung einer schlauchförmigen Hülle
aber nicht ausgeschlossen ist. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Hülle lassen sich diese
Füllgüter mit den übertragbaren Additiven versehen. Nach dem Abschälen der Trägermaterials
der Hülle verbleibt die Beschichtung mit dem Additiv auf der Oberfläche des Füllguts.
[0046] Verwendung findet die Nahrungsmittelhülle gemäß der Erfindung zum Transfer von übertragbaren
Additiven auf Lebensmittel unter Wärmeeinwirkung, bei Raumtemperatur oder auch darunter.
So kann sie beispielsweise bei der Herstellung von Koch- und Brühwurst, aber auch
zur Veredelung von Schinken, Pökelware und sogar Käse, z.B. Schmelzkäse, eingesetzt
werden. Zum anderen eignet sie sich auch für den Transfer von übertragbaren Additiven
auf besonders schonend zu behandelndes Füllgut und auf empfindliches Füllgut, das
gekühlt verarbeitet oder aufbewahrt werden muß. Beispiele dafür sind Fisch, Frischfleisch
aber auch gekochter Schinken, Brüh- und Kochwurst sowie Rohwurst.
[0047] Die nachfolgenden Beispielen dienen zur Erläuterung der Erfindung. Prozente sind
darin als Gewichtsprozente zu verstehen, soweit nicht anders angegeben oder aus dem
Zusammenhang unmittelbar ersichtlich.
Beispiel 1
[0048] Eine Cellulosehülle der Flachbreite 165 mm wurde nach dem bekannten Viskosespinnverfahren
produziert und das Material an einer Flachlegekante mit einem scharfen Messer kontinuierlich
aufgeschnitten. Die Rolle der aufgeschnittenen Hülle wurde in einem zweiten Verfahrensschritt
über eine Formschulter zu einem Flachmaterial geöffnet und mit einer 3 %igen wäßrigen
Proteinlösung beschichtet. Auf die beschichtete Seite wurde feinkörniges Paprika-Gewürz
aufgetragen und darüber abermals eine Schicht aus der 3 %igen wäßrigen Proteinlösung
gelegt. Das beschichtete Cellulosematerial wurde anschließend in einem Trockenkanal
bei 90°C (Lufttemperatur) getrocknet. Direkt nach dem Trocknen wurde das Cellulosematerial
über eine weitere Formschulter geführt, die es erneut rund formte.
[0049] Die Längskanten des erhaltenen rundgelegten Materials wurden mit einem Extrusionskleber
auf PU-Basis zusammengeklebt. Das so hergestellte schlauchförmige Material wurde anschließend
aufgerollt und 7 Tage lang auf der Rolle gelagert. Die Hülle wurde dann von außen
vorsichtig gewässert, um sie besser handhabbar zu machen und mit Fleischwurstbrät
gefüllt. Die so erhaltene Wurst wurde bei 78°C (Kerntemperatur) gekocht und die Hülle
anschließend abgeschält. Es resultierte ein optisch sehr ansprechender, roter Paprika-Gewürzüberzug
auf der Oberfläche der Fleischwurst, ohne daß Teile der Füllung oder des Gewürzes
auf der abgeschälten Hülle zurückblieben.
Beispiel 2
[0050] Wie im Beispiel 1 beschrieben wurde eine Cellulosehülle mit einer Flachbreite 140
mm gefertigt, aufgeschnitten und das flachliegende Material mit einer 2,5 %igen wäßrigen
Methylcelluloselösung beschichtet. Auf diese Beschichtung wurde getrocknete, gerebelte
Petersilie aufgetragen, die dann wiederum mit der wäßrigen Methylcelluloselösung beschichtet
wurde.
[0051] Die Hülle wurde nach dem Trocknen bei 90°C (Lufttemperatur) und dem erneuten Rundformen
mit einem Cyanacrylat-Klebstoff (®Loctite 401 der Henkel KGaA, Düsseldorf) zusammengeklebt,
vorsichtig von außen gewässert und mit Schinken gefüllt. Nach dem Kochen wurde die
Hülle abgeschält.
[0052] Es wurde ein gleichmäßig mit Petersilie beschichteter, appetitlich aussehender gekochter
Schinken erhalten.
Beispiel 3
[0053] Auf eine Polyamidfolie der Größe 50 x 60 cm wurde per Rakelantrag eine 5 %ige, auf
pH 9 eingestellten Milcheiweißlösung (®Rovita FN 5 der Rovita GmbH, Engelsberg, Deutschland),
die 3 % Glycerin enthielt, aufgetragen, wobei eine 15 µm dicke Beschichtung entstand.
Auf die noch feuchte Schicht wurde getrocknete, geschnittene Petersilie gestreut und
darüber eine dünne Fixierschicht der gleichen alkalischen Milcheiweißlösung gegeben.
Die beschichtete Folie wurde 1 Minute lang bei 80°C getrocknet.
[0054] In diese derart beschichtete Folie wurde ein fertiges, gekochtes Formschinkenprodukt
gewickelt, das umwickelte Produkt erneut in die Form gelegt und 24 Stunden bei 7°C
gelagert. Nach dieser Zeit wurde das Produkt aus der Form entfernt und die Folie abgewickelt.
Es resultierte ein optisch sehr ansprechender, mit Petersilie ummantelter Formschinken.
Beispiel 4
[0055] Auf eine stärkehaltige Mehrschichtfolie mit einem Aufbau (von innen nach außen) PA
/ (PE + HV) / (thermoplastische Stärke + PA 12) und einer von Größe 40 x 50 cm wurde
per Rakelantrag eine 3 %ige wäßrige Methylcelluloselösung (®Methocell A 150 der Georg
Breuer GmbH), die 2,5 % 80 %ige Milchsäure als Konservierungsmittel enthielt, aufgebracht,
wobei eine Schicht mit einer Dicke von 15 µm entstand. Auf die noch feuchte Schicht
wurde getrockneter, gerebelter Dill aufgetragen und die Folie 50 Sekunden lang bei
70°C getrocknet.
[0056] Die Folie wurde um rohes Fischfilet geschlagen, und dieses, beschwert mit einem leichten
Gewicht, 24 Stunden lang bei 5°C gelagert. Danach wurde das Fischfilet aus der Folie
entfernt, das vollflächig mit Dill belegt war.
Beispiel 5
[0057] Auf ein mit Cellulose beschichtetes Faserpapier der Größe 30 x 50 cm wurde per Rakelantrag
eine 40 %ige wäßrige Eiweißhydrolysatlösung aufgebracht, wobei eine Schicht mit eine
Dicke von 20 µm resultierte. Auf die noch feuchte Schicht wurde gleichmäßig "edelsüßes"
Paprikagewürz gestreut und darüber wiederum eine dünne Schicht der Eiweißhydrolysatlösung
aufgetragen. Das Paprikagewürz bestand aus Partikeln mit einer Größe von etwa 60 bis
300 µm. Durchschnittlich hatten die Partikel eine Größe von etwa 100 µm. Das derart
beschichtete Faserpapier wurde 1 Minute lang bei 100°C getrocknet.
[0058] Ein gekochter Schinken wurde in dem Papier eingewickelt und mit leichtem Druck zwischen
zwei Platten für 24 Stunden bei 5°C gelagert und nach dieser Zeit aus der Umhüllung
genommen. Es resultierte ein appetitanregender, mit Paprika ummantelter Schinken.
Beispiel 6
[0059] Beispiel 5 wurde wiederholt mit dem Unterschied, daß als Trägermaterial Polyamid
und als Additiv Pfefferschrot eingesetzt wurde. Nach der Kaltlagerung wurde ein mit
Pfeffer ummantelter gekochter Schinken in einwandfreier Qualität erhalten.
Beispiel 7:
[0060] Ein Gewebe aus 100 % Zellwolle mit einem Gewicht von 110 g/m
2 wurde mit homogenisiertem Eiklar (Trockenmasse: 15 %) beschichtet, wobei das Protein
in das Gewebe eingedrückt wurde. Auf dem Gewebe wurde dann eine etwa 0,1 bis 0,15
mm dicke Schicht aufgetragen. Anschließend wurden grober Pfeffer gleichmäßig auf die
Schicht aufgebracht. Das so beschichtete Material wurde dann von unten auf eine Temperatur
von 80 bis 85 °C erwärmt um das Protein irreversibel zu koagulieren. Um die Gewürzschicht
zusätzlich zu fixieren, wurde eine dünne Proteinschicht auf das Gewürz aufgebracht.
Danach wurde das Material getrocknet.
[0061] Nach dem Trocknen wurde das beschichtete und mit Gewürzen versehene Gewebe zu einem
Schlauch geformt, dessen Längskanten miteinander vernäht wurden. Die schlauchförmige
Hülle wurde mit Schinkenbrät gefüllt. Die gefüllte Hülle wurde in einem Heißluftofen
bis zu einer Kerntemperatur von 83 °C gegart. Anschließend ließ man sie über Nacht
abkühlen.
[0062] Nach dem Entfernen der Hülle zeigte sich, daß das Gewürz gleichmäßig und vollständig
auf die Oberfläche des Schinkens übertragen worden war. Das koagulierte Eiklar blieb
am Gewebe zurück, ein anderer Teil hatte sich mit dem Brät verbunden.
1. Ein- oder mehrschichtige Nahrungsmittelhülle mit einem Träger auf Basis mindestens
eines nicht wasserlöslichen, thermoplastischen Polymers, eines Polymers tierischen
oder pflanzlichen Ursprungs oder regenerierter oder gefällter Cellulose, die eine
Beschichtung aufweist, die ein Bindemittel und mindestens ein Additiv enthält, das
zusammen mit Bindemittel auf das Füllgut übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv aus fein- bis grobkörnigen Nahrungsmitteln oder Mischungen mit einer
mittleren Partikelgröße von mindestens 60 µm besteht und daß eine zusätzliche Bindemittelschicht
das Additiv überdeckt und damit fixiert.
2. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie flächen- oder schlauchförmig ist, und daß das nicht wasserlösliche, thermoplastische
Polymer ein Polyolefin, Polyamid, Polyester, Polyvinylidenchlorid oder Polyvinylchlorid
ist.
3. Hülle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger ein Textilmaterial, eine Folie oder eine Kombination daraus ist.
4. Hülle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Beschichtung bei der schlauchförmigen Hülle auf der Innenseite des Schlauches
befindet und die Hülle eine Längsnaht aufweist.
5. Hülle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein Protein, vorzugsweise Casein oder ein Proteinhydrolysat, ein
Polysaccharid, vorzugsweise ein Ether oder Ester der Cellulose, besonders bevorzugt
Methylcellulose, oder ein Gemisch daraus ist.
6. Hülle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daßdas Protein ein unter Wärmeeinwirkung koagulierbares Protein, bevorzugt Molkeprotein,
Eiklarprotein oder Blutplasma, oder eine daraus hergestellte oder isolierte Fraktion,
ist.
7. Hülle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein Fett, Wachs, Öl oder eine andere hydrophobe, in Wasser nicht
lösliche Substanz ist, die unter Wärmeeinwirkung bis etwa 90 °C erweicht oder flüssig
wird und dadurch eine Übertragung des Additivs bewirkt, bevorzugt Talg, ein trocknendes Öl, ein nichttrocknendes
Öl, ein halbtrocknendes Öl, eine Fettsäure, ein Fettsäureester, Fettalkohol oder eine
Mischung daraus ist.
8. Hülle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Außenbeschichtung aufweist, vorzugsweise aus einem Polyvinylidenchlorid-Harz.
9. Hülle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenbeschichtung nach dem Trocknen ein Gewicht von bis zu 150 g/m2, bevorzugt 30 bis 120 g/m2, aufweist.
10. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv eine feste Konsistenz besitzt und es sich um feinkörnige bis grobkörnige
oder stückige, partikelförmige Aroma- und/oder Geschmacksstoffe handelt.
11. Hülle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß es sich blei den Aroma- und/oder Geschmacksstoffen um Gewürze, Kräuter, Gemüse, Pilze,
Früchte, Getreide, Nüsse und/oder Käse handelt.
12. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben dem Additiv mindestens einen Nahrungsmittelzusatzstoff enthält, bevorzugt
ein farbgebendes Mittel oder Flüssigrauch.
13. Hülle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Bindemittelschicht aus einer filmbildenden Substanz, bevorzugt einem
filmbildenden Protein, besonders bevorzugt aus Kollagenfasern, besteht.
14. Verfahren zur Herstellung einer Nahrungsmittelhülle nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Schritte umfaßt:
- Bereitstellen eines schlauch- oder bahnförmigen Trägermaterials,
- Beschichten mit einem Bindemittel,
- Aufbringen eines Additivs,
- gegebenenfalls erneutes Beschichten mit einem Bindemittel und
- Trocknen des beschichteten Trägermaterials.
15. Verfahren gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv auf eine Schicht aus einem koagulierbaren Protein aufgebracht und dieses
anschließend durch Hitzeeinwirkung koaguliert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Seite des Trägermaterials, die nicht mit einem Bindemittel versehen ist,
eine Schicht aufgebracht wird, die als Wasserdampf- und/oder Sauerstoffbarriere wirkt.
17. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das bahnförmige Trägermaterial zu einem Schlauch mit überlappenden Längskanten geformt
wird, wobei sich die mit dem Additiv versehene Bindemittelschicht auf der Innenseite
des Schlauchs befindet, und die überlappenden Kanten mit einer Naht fixiert werden.
18. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine schlauchförmige, vorzugsweise nahtlose Hülle auf der Außenseite beschichtet,
mit einem Additiv versehen, getrocknet und nach dem Trocknen gewendet wird, woraus
eine innenbeschichtete Hülle resultiert.
19. Verwendung der Nahrungsmittelhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Transfer
von übertragbaren Additiven auf Lebensmittel.
20. Verwendung der Nahrungsmittelhülle nach Anspruch 14 für Brüh- oder Kochwurst oder
zur Veredelung von Schinken oder Käse, wobei die Additive durch Wärmeeinwirkung übertragen
werden.
21. Verwendung der Nahrungsmittelhülle nach Anspruch 14 für Fisch-, Fleisch- und Wurstwaren,
insbesondere Rohwurst und gekochter Schinken, sowie Käse, wobei die Additive bei weniger
als Raumtemperatur übertragen werden.
1. A single- or multilayer food casing comprising a carrier based on at least one water-insoluble,
thermoplastic polymer, on a polymer of animal or vegetable origin or on regenerated
or precipitated cellulose, which has a coating which comprises a binder and at least
one additive which is transferable to the filling together with binder, wherein the
additive consists of fine to coarse foods or mixtures having a mean particle size
of at least 60 µm and an additional binder layer covers and hence fixes the additive.
2. The casing as claimed in claim 1, which is flat or tubular, and wherein the water-insoluble,
thermoplastic polymer is a polyolefin, polyamide, polyester, polyvinylidene chloride
or polyvinyl chloride.
3. The casing as claimed in claim 1 or 2, wherein the carrier is a textile material,
a film or a combination thereof.
4. The casing as claimed in claim 2, wherein the coating in the case of the tubular casing
is disposed on the inside of the tube and the casing has a longitudinal seam.
5. The casing as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein the binder is a protein,
preferably casein or a protein hydrolyzate, a polysaccharide, preferably an ether
or ester of cellulose, more preferably methylcellulose, or a mixture thereof.
6. The casing as claimed in claim 5, wherein the protein is a protein coagulable under
the action of heat, preferably whey protein, egg white protein or blood plasma, or
a fraction produced or isolated therefrom.
7. The casing as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein the binder is a fat,
wax, oil or another hydrophobic, water-insoluble substance which softens or becomes
liquid under the action of heat up to about 90°C and thus brings about a transfer
of the additive, preferably tallow, a drying oil, a nondrying oil, a semidrying oil,
a fatty acid, a fatty acid ester, fatty alcohol or a mixture thereof.
8. The casing as claimed in one or more of claims 1 to 7, which has at least one outer
coating, preferably of a polyvinylidene chloride resin.
9. The casing as claimed in claim 8, wherein the outer coating, after drying, has a weight
of up to 150 g/m2, preferably 30 to 120 g/m2.
10. The casing as claimed in claim 1, wherein the additive has a firm consistency and
comprises fine-grain to coarse-grain or piece-form, particulate aromas and/or flavorings.
11. The casing as claimed in claim 10, wherein the aromas and/or flavorings are spices,
herbs, vegetables, mushrooms, fruits, cereals, nuts and/or cheese.
12. The casing as claimed in claim 1, which comprises, as well as the additive, at least
one food additive, preferably a colorant or liquid smoke.
13. The casing as claimed in claim 12, wherein the additional binder layer consists of
a film-forming substance, preferably a film-forming protein, more preferably composed
of collagen fibers.
14. A process for producing a food casing as claimed in one or more of claims 1 to 10,
which comprises the following steps:
- providing a tubular or web-form carrier material,
- coating with a binder,
- applying an additive,
- optionally again coating with a binder and
- drying the coated carrier material.
15. The process as claimed in claim 14, wherein the additive is applied to a layer composed
of a coagulable protein which is then coagulated by the action of heat.
16. The process as claimed in claim 14, wherein a layer which acts as a steam and/or oxygen
barrier is applied to one side of the carrier material which is not provided with
a binder.
17. The process as claimed in claim 14 or 15, wherein the web-form carrier material is
shaped to a tube with overlapping longitudinal edges, the binder layer provided with
the additive being on the inside of the tube, and the overlapping edges being fixed
with a seam.
18. The process as claimed in claim 14, wherein a tubular, preferably seamless casing
is coated on the outside, provided with an additive, dried and, after drying, reversed,
which results in an internally coated casing.
19. The use of the food casing as claimed in one of claims 1 to 12 for the transfer of
transferable additives to foods.
20. The use of the food casing as claimed in claim 14 for scalded-emulsion sausage or
cooked-meat sausage, or for the finishing of ham or cheese, the additives being transferred
by the action of heat.
21. The use of the food casing as claimed in claim 14 for fish, meat and sausage products,
especially raw-meat sausage and cooked ham, and also cheese, the additives being transferred
at below room temperature.
1. Habillage alimentaire à une ou plusieurs couches avec un support à base d'au moins
un polymère thermoplastique non soluble dans l'eau, d'un polymère d'origine animale
ou végétale ou de cellulose régénérée ou précipitée qui présente une enduction qui
contient un liant et au moins un additif qui est transmissible avec le liant à la
charge, caractérisé en ce que l'additif est constitué de produits alimentaires à granulométrie fine à grossière
ou de mélanges avec une taille de particule moyenne d'au moins 60 µm et qu'une couche
de liant supplémentaire recouvre l'additif et le fixe par là même.
2. Habillage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est planiforme ou tubulaire et que le polymère thermoplastique non soluble dans
l'eau est une polyoléfine, un polyamide, un polyester, un chlorure de polyvinylidène
ou un chlorure de polyvinyle.
3. Habillage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le support est une matière textile, une feuille ou une combinaison de ces éléments.
4. Habillage selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'enduction, pour l'habillage tubulaire, se trouve sur la face intérieure du boyau
et que l'habillage présente un joint longitudinal.
5. Habillage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le liant est une protéine, de préférence de la caséine ou un hydrolysate protéique,
un polysaccharide, de préférence un éther ou un ester de la cellulose, et mieux encore,
une méthylcellulose ou un mélange de ces éléments.
6. Habillage selon la revendication 5, caractérisé en ce que la protéine est une protéine coagulable sous l'action de la chaleur, de préférence
une protéine de lait, une protéine d'albumen ou un plasma sanguin ou encore une fraction
obtenue ou isolée à partir de ces éléments.
7. Habillage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le liant est une graisse, une cire, une huile ou une autre substance hydrophobe non
soluble dans l'eau qui se ramollit ou devient liquide sous l'action de la chaleur
jusqu'à environ 90°C et entraîne ainsi un transfert de l'additif, de préférence du
talc, une huile siccative, une huile non siccative, une huile semi-siccative, un acide
gras, un ester d'acide gras, un alcool gras ou un mélange de ces éléments.
8. Habillage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il présente au moins une enduction extérieure, de préférence à partir d'une résine
de chlorure de polyvinylidène.
9. Habillage selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'enduction extérieure présente, après séchage, un poids de 150 g/m2 maximum, de préférence de 30 à 120 g/m2.
10. Habillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'additif possède une consistance ferme et qu'il s'agit de substances aromatiques
et/ou de sapidité à granulométrie fine à grossière ou agglomérées en forme de particule.
11. Habillage selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il s'agit, pour les matières aromatiques et/ou de sapidité, d'épices, d'herbes, de
légumes, de champignons, de fruits, de céréales et/ou de fromages.
12. Habillage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend, outre l'additif, au moins un adjuvant pour produits alimentaires, de
préférence un produit colorant ou un fumet liquide.
13. Habillage selon la revendication 12, caractérisé en ce que la couche de liant supplémentaire est constituée d'une substance filmogène, de préférence
d'une protéine filmogène et mieux encore de fibres collagènes.
14. Procédé pour la préparation d'un habillage alimentaire selon l'une ou plusieurs des
revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'il comprend les étapes suivantes:
- préparation d'un support de forme tubulaire ou en forme de nappe
- enduction au moyen d'un liant
- application d'un additif
- le cas échéant, nouvelle enduction au moyen d'un liant et
- séchage du support enduit
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'additif est appliqué sur une couche d'une protéine coagulable et que celle-ci est
ensuite coagulée sous l'effet de la chaleur.
16. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que, sur une face du support, qui n'est pas pourvu d'un liant, on applique une couche
qui agit comme pare-vapeur d'eau et/ou pare-acide.
17. Procédé selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que le support en forme de nappe est formé pour donner un boyau aux arêtes longitudinales
qui se chevauchent, la couche de liant dotée de l'additif se trouvant sur l'intérieur
du boyau et les arêtes chevauchants sont fixées au moyen d'une couture.
18. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'un habillage tubulaire, de préférence sans coutures, est enduit sur la face extérieure,
pourvue d'un additif, séché et retourné après le séchage, ce qui donne un habillage
enduit sur l'intérieur.
19. Utilisation de l'habillage alimentaire selon l'une des revendications 1 à 12 pour
le transfert d'additifs transmissibles sur des produits alimentaires.
20. Utilisation de l'habillage alimentaire selon la revendication 14 pour des saucisses
à bouillir ou à cuire ou pour l'amélioration de jambons ou de fromages, les additifs
étant transférés sous l'action de la chaleur.
21. Utilisation de l'habillage alimentaire selon la revendication 14 pour des produits
à base de poisson, de viande et de saucisse, en particulier la saucisse crue et le
jambon cuit, de même que les fromages, les additifs étant transféré à une température
inférieure à la température ambiante.