Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. So eine Vorrichtung ist aus
US 6142243 A1 bekannt.
[0002] Handwerkzeugmaschinen, wie beispielsweise Akkuschrauber, akkubetriebene Bohrmaschinen
oder akkubetriebene Schlagbohrmaschinen, weisen ein hohes Antriebsdrehmoment auf,
dessen Begrenzung für manche Anwendungen wünschenswert ist. Durch eine einstellbare
Drehmomentbegrenzung können beispielsweise eine Anzahl von Schrauben mit gleichem
Einschraubmoment in ein Werkstück eingeschraubt werden, wobei eine Drehmomentbegrenzungseinheit
ausrastet, sobald die Schrauben einem Motorabtrieb einen bestimmten Drehmomentwiderstand
entgegensetzen. Zur Anpassung des maximalen Drehmoments an die durchzuführende Aufgabe
ist die Drehmomentbegrenzungseinheit von einem Bediener einstellbar.
[0003] Aus der
DE 103 09 057 A1 ist eine Handwerkzeugmaschine mit einer wie oben beschriebenen Drehmomentbegrenzung
bekannt. Durch einen Bediener wird das maximale Drehmoment, das auf die Werkzeugmitnahme
übertragen werden soll, eingestellt, wobei eine Drehmomentbegrenzungseinheit ausrastet,
wenn das vom Motor erzeugte Drehmoment das eingestellte maximale Drehmoment überschreitet.
Zur Abschaltung bzw. zur Überbrückung der Drehmomentbegrenzungseinheit ist eine Bohrstellung
vorgesehen, bei der die Drehmomentbegrenzungseinheit nicht mehr trennen kann und somit
ein unterbrechungsfreier Kraftfluss zwischen dem Motorabtrieb und der Werkzeugmitnahme
auch bei einem starken Widerstand des Werkzeugs gewährleistet ist.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit,
mit der ein maximales Drehmoment, das von einem Motorabtrieb auf eine Werkzeugmitnahme
übertragen wird, von einem Bediener einstellbar ist.
[0005] Es wird vorgeschlagen gemäβß Anspruch 1, dass die Handwerkzeugmaschine eine Überlastkupplung
aufweist, die einen Kraftfluss zwischen dem Motorabtrieb und der Werkzeugmitnahme
unterbricht, wenn das übertragene Drehmoment ein Überlastdrehmoment übersteigt. Es
können unerwünscht auftretende, sehr hohe Drehmomente, beispielsweise Drehmomente
oberhalb von 45 Nm, die zu einer Verletzungsgefahr eines Bedieners und zu Schäden
in der Handwerkzeugmaschine führen können, abgefangen werden.
[0006] Üblicherweise liegt ein einstellbares maximales Drehmoment zwischen 1 Nm und 15 Nm,
um beispielsweise eine zügige Verschraubung in Holz vornehmen zu können, ohne dass
Schrauben oder Holz Schaden nehmen. Bei einem Bohren müssen zum Teil größere Drehmomente
übertragen werden, so dass eine Bohrstellung vorgesehen ist, in der die Handwerkzeugmaschine
bis an ihre Leistungsgrenze verwendet werden kann und eine Unterbrechung des Drehmoments
durch die Drehmomentbegrenzungseinheit unzulässig ist. Hierbei können zwar größere
Arbeitsdrehmomente bis etwa 45 Nm von einem Bediener aufgefangen werden, bei einem
plötzlichen Blockieren, beispielsweise durch ein Verkanten eines Bohrers in einem
Bohrloch, können jedoch kurzzeitig Drehmomente oberhalb von 75 Nm auftreten, die direkt
an den Bediener weitergegeben werden. Solche Drehmomente waren bisher an Handwerkzeugmaschinen
mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit nicht üblich. Um diese hohen Drehmomente abfangen
zu können, unterbricht die Überlastkupplung den Kraftfluss zwischen Motorabtrieb und
Werkzeugmitnahme oberhalb eines Überlastdrehmoments. Unter einem Überlastdrehmoment
wird ein Drehmoment verstanden, das ein Gefahrenpotential für den Bediener birgt.
Das Überlastdrehmoment liegt zweckmäßigerweise oberhalb von 45 Nm, insbesondere oberhalb
von 55 Nm. Das Überlastdrehmoment ist vorteilhafterweise voreingestellt und für einen
Bediener unveränderbar und außerdem zweckmäßigerweise unabhängig von einem maximalen
Drehmoment der Drehmomentbegrenzungseinheit voreingestellt.
[0007] Eine zuverlässig einstellbare und schnell ausrastende Drehmomentbegrenzungseinheit
kann erreicht werden, wenn die Drehmomentbegrenzungseinheit einen Kraftfluss zwischen
dem Motorabtrieb und der Werkzeugmitnahme bei Überschreiten des Drehmoments über das
maximale Drehmoment unterbricht.
[0008] Vorteilhafterweise unterbricht die Drehmomentbegrenzungseinheit den Kraftfluss zwischen
dem Motorabtrieb und der Werkzeugmitnahme an einer ersten Kupplung, und die Überlastkupplung
unterbricht den Kraftfluss an einer zweiten Kupplung. Durch die unabhängige Trennung
des Kraftflusses durch die Drehmomentbegrenzungseinheit und die Überlastkupplung kann
die Handwerkzeugmaschine besonders sicher ausgestaltet und das maximale Drehmoment
einfach einstellbar gehalten sein.
[0009] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Drehmomentbegrenzungseinheit
eine Überbrückungsstellung auf, in der das von ihr übertragbare Drehmoment größer
als das Überlastdrehmoment ist. Die Drehmomentbegrenzungseinheit kann unabhängig von
der Überlastkupplung eingestellt oder überbrückt werden, wodurch eine einfache Bedienbarkeit
der Drehmomentbegrenzungseinheit verbunden mit einer hohen Sicherheit für einen Bediener
durch die Überlastkupplung erreicht werden kann.
[0010] Es wird außerdem vorgeschlagen, dass die Überlastkupplung ein Element umfasst, das
ein Element eines Planetengetriebes ist. Handwerkzeugmaschinen mit einem Planetengetriebe
sind üblicherweise sehr kompakt ausgeführt. Durch die Verwendung eines Elements des
Planetengetriebes als Element der Überlastkupplung kann die Kompaktheit der Handwerkzeugmaschine
weiter gesteigert werden.
[0011] Ebenfalls einer Kompaktheit der Handwerkzeugmaschine förderlich ist die Verwendung
eines Elements, das ein Element der Drehmomentbegrenzungseinheit und ebenso ein Element
der Überlastkupplung ist. Es können außerdem zusätzliche Elemente eingespart werden,
wodurch die Handwerkzeugmaschine preiswert gehalten ist. Das Element ist zweckmäßigerweise
ein solches Element, an dem der Kraftfluss von dem Motorabtrieb auf die Werkzeugmitnahme
durch die Drehmomentbegrenzungseinheit oder die Überlastkupplung unterbrochen wird,
insbesondere durch sowohl die Drehmomentbegrenzungseinheit als auch die Überlastkupplung
unterbrochen wird.
[0012] Eine einfache und somit preiswerte Montage der Handwerkzeugmaschine kann erreicht
werden, wenn die Drehmomentbegrenzungseinheit und die Überlastkupplung in gleiche
Richtung wirkende Federelemente umfassen. Zusätzlich kann eine kompakte Handwerkzeugmaschine
erreicht werden. Ebenfalls der Kompaktheit der Handwerkzeugmaschine förderlich ist
es, wenn die Richtung die Axialrichtung ist.
[0013] Durch die Anordnung der Federelemente in einem Federpaket kann die Handwerkzeugmaschine
ebenfalls sehr kompakt gehalten sein.
[0014] Eine besonders dynamische Einstellung des maximalen Drehmoments in einem großen Drehmomentbereich
kann erreicht werden, wenn zumindest die Federelemente der Drehmomentbegrenzungseinheit
unterschiedlich lange Spiralfedern sind. Durch die unterschiedliche Länge kann auf
besonders einfache Weise ein progressiv ansteigendes maximales Drehmoment bei gleichförmigem
Eindrücken des Federpakets erreicht werden.
[0015] Zweckmäßigerweise umfasst die Überlastkupplung in dem Federpaket kürzere Spiralfedern
als die Drehmomentbegrenzungseinheit. Diese kürzeren Spiralfedern können sehr stramm
ausgeführt sein und hierdurch in dem Bereich, in dem das Paket sehr weit zusammengedrückt
ist, für eine sehr hohe Federkraft des Pakets sorgen, die für das Überlastdrehmoment
maßgeblich ist. Die Überlastkupplung und die Drehmomentbegrenzungseinheit können auf
diese Weise sehr kompakt zusammen hergestellt werden.
[0016] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Drehmomentbegrenzungseinheit
ein Einstellelement mit einer Steuerkurve, die ein erstes Segment zur Einstellung
des maximalen Drehmoments und ein in der Steuerwirkung zum ersten unterschiedliches
zweites Segment zur Einstellung eines Bohrbetriebs ohne einstellbare Drehmomentbegrenzung
aufweist. Das zweite Segment der Steuerkurve kann beispielsweise steiler als das erste
Segment ausgeführt sein, so dass mit einer kurzen Betätigung des Einstellelements
eine große Veränderung des Drehmoments von einem maximalen Drehmoment zu einer Überbrückungsstellung
bzw. das Überlastdrehmoment erreicht werden kann. Es ist auch möglich, das zweite
Segment sehr flach bzw. ohne eine Drehmomentänderung auszugestalten, wodurch ein unerwünschtes
Herausdrücken des Einstellelements aus der Einstellung des Bohrbetriebs verhindert
werden kann.
[0017] Eine geringe mechanische Belastung der Elemente der Überlastkupplung kann erreicht
werden, wenn die Überlastkupplung ein Paket mit mehreren Elementen und einem vorgespannten
Federelement aufweist, wobei die Vorspannung innerhalb des Pakets gehalten ist. Das
Paket ist dabei zweckmäßigerweise von zumindest zwei Elementen begrenzt, die die Vorspannung
haltend miteinander, insbesondere aneinander befestigt sind. Eine hohe Vorspannung
kann Platz sparend mit einer Tellerfeder erreicht werden.
Zeichnung
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen vorderen Teil eines Akkuschraubers mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit und
einer Überlastkupplung in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- den vorderen Teil aus Figur 1 in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer Führungshülse aus Figur 1 und
- Fig. 4
- eine alternative Anordnung von Elementen einer Drehmomentbegrenzungseinheit und einer
Überlastkupplung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0020] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen vorderen Teil einer als Akkuschrauber ausgestalteten
Handwerkzeugmaschine in einer Explosionsdarstellung (Figur 1) und einer Schnittdarstellung
(Figur 2). Die Handwerkzeugmaschine umfasst eine Drehmomentbegrenzungseinheit 2, einen
Motorabtrieb 4 und eine Werkzeugmitnahme 6. Zum Antrieb der Werkzeugmitnahme 6 wird
ein Drehmoment vom Motorabtrieb 4 auf ein dreistufiges Planetengetriebe mit unter
anderem Planetenrädern 8 übertragen, die sich infolgedessen um ihre eigene Achse drehen.
Die Planetenräder 8 sind auf einem Planetenträger 10 gelagert, der im normalen Arbeitsmodus
nicht mitdreht, also ortsfest mit einem Gehäuse 12 der Handwerkzeugmaschine verbunden
ist. Die Planetenräder 8 treiben ein Hohlrad 14 an, dessen Innenverzahnung um einen
Mitnehmer 16 greift und diesen antreibt. Der Mitnehmer 16 treibt einen Stern 18 an
und dieser über einen Innenvierkant die Werkzeugmitnahme 6.
[0021] Im normalen Betrieb ruht der Planetenträger 10 ortsfest zum Gehäuse 12. Er ist über
zwei Rastscheiben 20, 22, sechs Federelemente 24 und zwei Druckstücke 26, 28 drehfest
mit einer Führungshülse 30 verbunden, die wiederum drehfest am Gehäuse 12 der Handwerkzeugmaschine
befestigt ist. Die drehfeste Verbindung kommt über Nocken 32 des Planetenträgers 10
zustande, die in Nocken der ersten Rastscheibe 20 eingreifen, wobei die erste Rastscheibe
20 ihrerseits mit Nocken 34, die in Eingriff mit Nocken 36 der zweiten Rastscheibe
22 stehen, mit der zweiten Rastscheibe 22 verbunden ist. Die zweite Rastscheibe 22
wiederum ist durch Arme 38 des Druckstücks 26 gehalten, die zwischen Erhebungen 40
der zweiten Rastscheibe 22 greifen. Die beiden Druckstücke 26, 28 sind durch Ausformungen
42 in Innennuten 44 (Figur 3) der Führungshülse 30 gehalten.
[0022] Getriebeseitig hinter dem Planetenträger 10 ist eine Tellerfeder 46 angeordnet, die
in einen Halter 48 eingelegt ist. Der Halter 48 umfasst mit Armen 50 die Tellerfeder
46 und den Planetenträger 10 und greift in Taschen 52 der ersten Rastscheibe 20 ein.
In diesen Taschen 52 sind die Arme 50 durch Verdickungen 54 gehalten, wobei der Halter
48 unter einer Spannung, mit der die Tellerfeder 46 ein Stück weit zusammengedrückt
wird, an der Rastscheibe 20 gehalten ist und den Planetenträger 10 zwischen Tellerfeder
46 und Rastscheibe 20 einklemmt. Der Halter 48, die Tellerfeder 46, der Planetenträger
10 und die Rastscheibe 20 bilden ein unter einer Vorspannung stehendes Paket 56. Die
von der Tellerfeder 46 auf den Planetenträger 10 bzw. das Halterad 58 ausgeübte Druckkraft
wird durch die Arme 50 und die Taschen 52 innerhalb des Pakets 56 gehalten und muss
somit nicht durch das Halterad 58 bzw. einen Drahtring 64 in der Führungshülse 30
abgestützt werden. Hinter dem Halter 48 ist das Halterad 58 angeordnet, das mit Ausformungen
60 in Innennuten 62 der Führungshülse 30 eingreift und mit dieser drehfest verbunden
sowie mit dem Drahtring 64 axial in der Führungshülse 30 befestigt ist.
[0023] Zum Einstellen eines maximalen Drehmoments, das auf die Werkzeugmitnahme 6 übertragen
wird, kann der Federdruck der Federelemente 24 auf die zweite Rastscheibe 22 mit Hilfe
eines Stellmittels 66 variiert werden. Hierzu weist das Stellmittel 66 ein Betätigungsmittel
68, einen Kurvenring 70, eine Lochscheibe 72, einen Bolzen 74 und eine Feder 76 auf.
Eine Ausformung 78 und eine Nut 80 halten den Kurvenring 70 bzw. die Lochscheibe 72
drehfest im Betätigungsmittel 68. Bei einem Drehen des Betätigungsmittels 68 wird
der Kurvenring 70 mitgedreht, wobei auf einer Steuerkurve 82 des Kurvenrings 70 rutschende
Arme 84 für eine Bewegung des zweiten Druckstücks 28 in Axialrichtung 86 sorgen. Die
Arme 84 greifen durch Ausnehmungen 88 der Führungshülse 30 und werden, durch die Federkraft
der Federelemente 24 belastet, gegen die Steuerkurve 82 gedrückt. Bei einer Bewegung
des zweiten Druckstücks 28 in Axialrichtung 86 variiert der Federdruck des Federelements
24, mit der die zweite Rastscheibe 22 auf die erste Rastscheibe 20 gedrückt wird.
Durch die Anordnung von vier kürzeren Federelementen 24 zwischen zwei längeren Federelementen
24 kann eine progressive Einstellung des maximalen Drehmoments bei gleichförmigem
Verstellen des Kurvenrings 70 erreicht werden, wie unten zu Figur 4 beschrieben ist.
Die Lochscheibe 72 verhindert mit ihren Löchern, in die der Bolzen 74 rastend eingreift,
ein ungewolltes Verstellen des Betätigungsmittels 68 während des Betriebs der Handwerkzeugmaschine.
[0024] Im normalen Betrieb der Handwerkzeugmaschine, bei dem ein Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme
6 unterhalb des eingestellten maximalen Drehmoments übertragen wird, ruht der Planetenträger
10 relativ zum Gehäuse 12. Erreicht das Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme 6 das
eingestellte maximale Drehmoment, so wird die zweite Rastscheibe 22 durch schräge
Flanken der Nocken 34, 36 gegen die Federelemente 24 ausgelenkt, und die erste Rastscheibe
20 - und mit ihr das gesamte Paket 56 - kann sich gegen die zweite Rastscheibe 22
verdrehen. Die drehfeste Verbindung zwischen Planetenträger 10 und Führungshülse 30
ist an einer ersten Kupplung zwischen den beiden Rastscheiben 20, 22 unterbrochen.
[0025] Zur Überbrückung der Drehmomentbegrenzungseinheit 2 umfasst der Kurvenring 70 neben
einem gleichförmig ansteigenden ersten Segment 90 innerhalb der Steuerkurve 82 ein
zweites, steiler ansteigendes Segment 92 und ein drittes, flaches Segment 94 zur Realisierung
eines Bohrbetriebs, das bei einem Verdrehen des Kurvenrings 70 keine Änderung des
Federdrucks der Federelemente 24 bewirkt. Bei einer Einstellung der Überbrückungsstellung
liegen die Arme 84 auf dem dritten Segment 94 auf und sind maximal weit in Richtung
des Motorabtriebs 4 der Handwerkzeugmaschine ausgelenkt. Die Federelemente 24 sind
so weit zusammengedrückt, dass die Federelemente 24 haltende Stifte 96, 98 einander
berühren, so dass die Rastscheibe 22 in Axialrichtung 86 unauslenkbar zwischen der
Rastscheibe 20 und dem Druckstück 28 gehalten ist. Ein Überrasten der ersten Rastscheibe
20 über die zweite Rastscheibe 22 - und somit ein Trennen des Kraftflusses durch die
erste Kupplung - ist nicht mehr möglich. Außerdem greifen die Arme 38 zwischen die
Taschen 52 der Rastscheibe 20, wodurch die Rastscheibe 20 drehfest mit der Führungshülse
30 verbunden ist.
[0026] Durch die Drehmomentbegrenzungseinheit 2 könnte in dieser Stellung ein für die Handwerkzeugmaschine
schädliches und für einen Bediener gefährliches Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme
6 übertragen werden. Um die Übertragung eines solchen Drehmoments zu verhindern, ist
innerhalb des Pakets 56 eine Überlastkupplung angeordnet, die den Kraftfluss zur Werkzeugmitnahme
6 bei Überschreiten eines Überlastdrehmoments unterbricht. Wird zur Werkzeugmitnahme
6 ein Drehmoment übertragen, welches das Überlastdrehmoment erreicht, so wird der
Planetenträger 10 durch schräge Flanken der Nocken 32 und der Nocken der Rastscheibe
20 in Richtung zur Tellerfeder 46 ausgelenkt und die Tellerfeder 46 gegen ihre Vorspannung
weiter zusammengedrückt. Der Planetenträger 10 kann sich nunmehr gegen die Rastscheibe
20 verdrehen, wodurch der Kraftfluss vom Motorabtrieb 4 zur Werkzeugmitnahme 6 an
einer zweiten Kupplung zwischen dem Planetenträger 10 und der Rastscheibe 20 unterbrochen
ist. Während die Rastscheibe 20 und der Halter 48 drehfest zur Führungshülse 30 ruhen,
dreht der Planetenträger 10 und gegebenenfalls mit ihm die Tellerfeder 46.
[0027] Die Rastscheibe 20 ist als Teil des Pakets 56 somit Teil der Überlastkupplung, die
aus eben jenem Paket 56 besteht, und Teil der Drehmomentbegrenzungseinheit 2, die
zusätzlich noch die Druckstücke 26, 28, die Federelemente 24 und die Rastscheibe 22
umfasst.
[0028] In Figur 4 ist eine alternative Anordnung von Elementen einer Drehmomentbegrenzungseinheit
2 und einer Überlastkupplung gezeigt. Im Wesentlichen gleich bleibende Bauteile sind
grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert. Ferner kann bezüglich gleich
bleibender Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung zum Ausführungsbeispiel in
den Figuren 1 bis 3 verwiesen werden.
[0029] Wie die Federelemente 24 aus dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 sind Spiralfedern
100, 102, 104 in unterschiedlicher Länge ausgeführt. Bei einer Einstellung des geringst
möglichen maximalen Drehmoments durch den Kurvenring 70 sind die längsten Spiralfedern
100 mit einer geringen Vorspannung zwischen der Rastscheibe 22 und dem Druckstück
26 gehalten. Das maximale Drehmoment ist auf 1 Nm eingestellt. Bei einem Verdrehen
des Kurvenrings 70 werden zuerst die Spiralfedern 100 zusammengedrückt, wohingegen
die nächstkürzeren Spiralfedern 102 noch mit einem geringen Spiel zwischen der Rastscheibe
22 und dem Druckstück 26 angeordnet sind. Ab einem maximalen Drehmoment von 4 Nm werden
bei einem weiteren Verdrehen des Kurvenrings 70 auch die Spiralfedern 102 zusammengedrückt,
so dass das maximale Drehmoment bei einem gleichmäßigen Verdrehen des Kurvenrings
70 nunmehr schneller ansteigt, und zwar bis zu einem Wert von 20 Nm. Die kürzesten
Spiralfedern 104 sind auch in dieser Stellung noch mit einem Spiel zwischen der Rastscheibe
20 und dem Druckstück 26 angeordnet und tragen zur Kraft des aus den Spiralfedern
100, 102 und 104 bestehenden Federpakets noch nichts bei.
[0030] Erst bei einem Verstellen des Kurvenrings 70 in die Bohrstellung, in der die Arme
84 auf dem dritten Segment 94 aufliegen, werden die sehr kurzen und sehr strammen
Spiralfedern 104 ebenfalls zusammengedrückt, wobei jedoch zwischen den Stiften 96,
98 noch ein geringes Spiel verbleibt.
[0031] Das maximale Drehmoment ist durch die sehr strammen Spiralfedern 104 nunmehr auf
55 Nm eingestellt. Die hierbei verursachte Druckkraft durch das Federpaket der Spiralfedern
100, 102, 104 von etwa 400 N wird innerhalb der Führungshülse 30 durch das Halterad
58 bzw. den Drahtring 64 aufgenommen.
[0032] Erreicht das auf die Werkzeugmitnahme 6 übertragene Drehmoment das Überlastdrehmoment,
so wird die Rastscheibe 22 durch die schrägen Flanken der Nocken 32, 36 in Richtung
zum Druckstück 26 ausgelenkt, und die Nocken 32, 36 kommen außer Eingriff. Der Kraftfluss
vom Motorabtrieb 4 zur Werkzeugmitnahme 6 wird somit an der gleichen Stelle unterbrochen,
bei der er auch bei einem außerhalb der Bohrstellung eingestellten maximalen Drehmoment
durch die Drehmomentbegrenzungseinheit 2 unterbrochen wird.
1. Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit (2), mit der ein maximales
Drehmoment, das von einem Motorabtrieb (4) auf eine Werkzeugmitnahme (6) übertragen
wird, von einem Bediener einstellbar ist, und einer Überlastkupplung, die einen Kraftfluss
zwischen dem Motorabtrieb (4) und der Werkzeugmitnahme (6) unterbricht, wenn das übertragene
Drehmoment ein Überlastdrehmoment übersteigt, wobei die Drehmomentbegrenzungseinheit
(2) eine erste Kupplung mit zwei Kupplungselementen (20, 22) und die Überlastkupplung
eine zweite Kupplung mit zwei Kupplungselementen (10, 20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Kupplungselement (20) der Überlastkupplung ein Teil der Drehmomentbegrenzungseinheit
(2) ist und das andere Kupplungselement (10) der Überlastkupplung ein Element eines
Planetengetriebes ist.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentbegrenzungseinheit (2) eine Überbrückungsstellung aufweist, in der
das von ihr übertragbare Drehmoment größer als das Überlastdrehmoment ist.
3. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentbegrenzungseinheit (2) in gleiche Richtung wirkende Federelemente (24)
umfassen.
4. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (24) in einem Federpaket angeordnet sind.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentbegrenzungseinheit (2) ein Einstellelement mit einer Steuerkurve (82)
umfasst, die ein erstes Segment (90) zur Einstellung des maximalen Drehmoments und
ein in der Steuerwirkung zum ersten unterschiedliches zweites Segment (92, 94) zur
Einstellung eines Bohrbetriebs ohne einstellbare Drehmomentbegrenzung aufweist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastkupplung ein Paket (56) mit mehreren Elementen und einem vorgespannten
Federelement (46) aufweist, wobei die Vorspannung innerhalb des Pakets (56) gehalten
ist.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungselement (10) der Überlastkupplung ein Planetenträger des Planetengetriebes
ist.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Paket (56) zumindest das Element (10) des Planetengetriebes, das Kupplungselement
(20) der Überlastkupplung und einen Halter (48) für das Federelement (46) umfasst.
1. Portable power tool having a torque limiting unit (2), by way of which a maximum torque
which is transmitted from a motor output (4) to a tool drive (6) is settable by an
operator, and having an overload clutch which interrupts a flux of force between the
motor output (4) and the tool drive (6) when the torque transmitted exceeds an overload
torque, wherein the torque limiting unit (2) has a first clutch having two clutch
elements (20, 22) and the overload clutch has a second clutch having two clutch elements
(10, 20), characterized in that one clutch element (20) of the overload clutch is a part of the torque limiting unit
(2) and the other clutch element (10) of the overload clutch is an element of a planetary
gear mechanism.
2. Portable power tool according to Claim 1, characterized in that the torque limiting unit (2) has a bridging position, in which the torque that is
transmittable thereby is greater than the overload torque.
3. Portable power tool according to either of the preceding claims, characterized in that the torque limiting unit (2) comprises spring elements (24) that act in the same
direction.
4. Portable power tool according to Claim 3, characterized in that the spring elements (24) are arranged in a spring assembly.
5. Portable power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the torque limiting unit (2) comprises a setting element having a control cam (82)
which has a first segment (90) for setting the maximum torque and a second segment
(92, 94), which has a different control action from the first segment, for setting
a drilling operation without settable torque limiting.
6. Portable power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the overload clutch has an assembly (56) having a plurality of elements and a preloaded
spring element (46), wherein the preload is held within the assembly (56).
7. Portable power tool according to one of the preceding claims, characterized in that one clutch element (10) of the overload clutch is a planet carrier of the planetary
gear mechanism.
8. Portable power tool according to Claim 6, characterized in that the assembly (56) comprises at least the element (10) of the planetary gear mechanism,
the clutch element (20) of the overload clutch and a holder (48) for the spring element
(46).
1. Machine-outil à main comprenant une unité de limitation de couple (2) avec laquelle
un couple maximal, qui est transmis d'une prise de force de moteur (4) à un entraînement
d'outil (6), peut être ajusté par un opérateur, et un embrayage de surcharge qui interrompt
un flux de force entre la prise de force de moteur (4) et l'entraînement d'outil (6)
lorsque le couple transmis dépasse un couple de surcharge, l'unité de limitation de
couple (2) présentant un premier embrayage avec deux éléments d'embrayage (20, 22)
et l'embrayage de surcharge présentant un deuxième embrayage avec deux éléments d'embrayage
(10, 20), caractérisée en ce que l'un des éléments d'embrayage (20) de l'embrayage de surcharge fait partie de l'unité
de limitation de couple (2) et l'autre élément d'embrayage (10) de l'embrayage de
surcharge est un élément d'un engrenage planétaire.
2. Machine-outil à main selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité de limitation de couple (2) présente une position de pontage, dans laquelle
le couple qu'elle peut transmettre est supérieur au couple de surcharge.
3. Machine-outil à main selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de limitation de couple (2) comprend des éléments de ressort (24) agissant
dans la même direction.
4. Machine-outil à main selon la revendication 3, caractérisée en ce que les éléments de ressort (24) sont disposés dans un paquet de ressort.
5. Machine-outil à main selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de limitation de couple (2) comprend un élément d'ajustement avec une came
de commande (82), qui présente un premier segment (90) pour l'ajustement du couple
maximal et un deuxième segment (92, 94) différent du premier de par son effet de commande,
pour l'ajustement d'un mode de fonctionnement de perçage sans limitation de couple
ajustable.
6. Machine-outil à main selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'embrayage de surcharge présente un paquet (56) avec plusieurs éléments et un élément
de ressort précontraint (46), la précontrainte étant maintenue à l'intérieur du paquet
(56).
7. Machine-outil à main selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un élément d'embrayage (10) de l'embrayage de surcharge est un porte-satellites de
l'engrenage planétaire.
8. Machine-outil à main selon la revendication 6, caractérisée en ce que le paquet (56) comprend au moins l'élément (10) de l'engrenage planétaire, l'élément
d'embrayage (20) de l'embrayage de surcharge et un support (48) pour l'élément de
ressort (46).