[0001] Die Erfindung betrifft eine mehrschüssige Handfeuerwaffe zum Verfeuern von elektrisch
zündbaren Patronen, die eine elektrische Schaltung zum Erzeugen der Zündspannung,
einen Verschluß und einen im Verschluß aufgenommenen Zündstift aufweist, dessen Zündspitze
bei geschlossenem Verschluß am Patronenboden einer geladenen Patrone anliegt (Oberbegriff
des Anspruchs 1).
[0003] Wenn im folgenden Lagebegriffe ohne näheren Bezug, wie "hinten" oder "oben" genannt
werden, dann ist die erfindungsgemäße Waffe in normaler Anschlagslage gemeint, in
der die Mündung nach vorne weist, die Seelenachse horizontal verläuft und die Hochachse
der Waffe senkrecht gehalten wird.
[0004] Es wurde schon seit längerem versucht, elektrisch gezündete Munition auch bei Handfeuerwaffen
zu verwenden. Der besondere Vorteil liegt zunächst darin, daß diese Munition nicht
durch einen versehentlichen Schlag gezündet wird, wie es etwa bei einer unglücklich
herunterfallenden üblichen Patrone erfolgen kann.
[0005] Ein weiterer Vorteil ist der Umstand, daß eine solche Munition nicht verbreitet ist
und mit üblichen Ladekomponenten nicht oder zumindest nicht ohne weiteres hergestellt
werden kann. Unberechtigte Personen benötigen daher zumindest erhebliche Zeit, um
sich derartige Munition auch nur in geringer Menge zu beschaffen.
[0006] Nachteilig sind allerdings die bisherigen Bemühungen, eine solche Waffe zu konstruieren,
die einfach und zuverlässig ist. Lange, störungsbehaftete Signalleitungen und Schleifkontakte,
die verschmutzen können, sind die Hauptnachteile. Ebenso ist es bisher nicht gelungen,
elektrische Handfeuerwaffen zu schaffen, die über Jahre hinaus wie konventionelle
Handfeuerwaffen einsatzfähig sind, über einen vergleichbaren Munitionsvorrat verfügen
und zudem funktionssicherer und billiger in der Herstellung sind als vergleichbare
konventionelle Waffen.
[0007] Eine Selbstladepistole sollte zum Beispiel verriegelt sein, um eine leistungsfähige
Patrone verschießen zu können, sollte aber noch mit vertretbarem Kraftaufwand durchgeladen
werden können.
[0008] Ausgehend von der
DE 29 49 130 ist es Aufgabe der Erfindung, eine mehrschüssige Handfeuerwaffe mit elektrischer
Zündung zu finden, deren Funktion sicherer ist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Danach weist die eingangs
genannte Waffe einen schwenkbaren Kontakthebel aufweist, dessen Schwenkbewegung mit
der Bewegung des Verschlusses gekoppelt ist, und der in elektrischem Kontakt einerseits
mit dem Zündstift und andererseits mit der elektrischen Schaltung steht, wobei er
derart ausgestaltet ist, daß er den elektrischen Kontakt zwischen der elektrischen
Schaltung und dem Zündstift bei geöffnetem Verschluß unterbricht. Der Aufbau einer
solchen Waffe kann so gestaltet werden, daß er sich äußerlich und in der allgemeinen
Bedienung nicht von einer herkömmlichen Waffe unterscheidet.
[0010] Der Kontakthebel darin ähnelt insbesondere einem Hahn, der von dem sich bereits nur
leicht öffnenden Verschluß zurückgeschwenkt wird und den Stromkreis zum Zündstift
unterbricht, sobald sich der Verschluß nur ein wenig nach hinten bewegt hat. Somit
ist der Zündkontakt bereits unterbrochen, bevor die Waffe entriegelt hat.
[0011] Der Kontakthebel kann seinerseits innerhalb der Waffe liegen, wie bei einer "hahnlosen"
Pistole oder einem Selbstladegewehr, kann aber auch an der Rückseite freiliegen, um
so die Gesamtlänge der Waffe - einer Pistole - zu verringern. Da er aber nicht gespannt
zu werden braucht, muß er auch nicht mit der Hand greifbar sein, so daß er gegebenenfalls
einen Längsschlitz an der Rückseite des Schlittens einer Pistole ausfüllt, aus dem
er nur während des Nachladevorganges heraustritt. Die Pistole weist demnach nicht,
wie etwa eine herkömmliche Hahnwaffe, einen Vorsprung (den Hahn) auf, an dem die Waffe
beim Ziehen oder beim Einsatz hängenbleiben könnte.
[0012] Dem Zündstift sind keinerlei Schleifkontakte zugeordnet, die etwa beim Zerlegen der
Waffe beschädigt werden könnten, da der Stromfluß über den Kontakthebel hergestellt
wird, der im Griffstück oder Gehäuse gelagert ist und beim Zerlegen der Waffe dort
bleibt, wie ein Hahn auch.
[0013] Es kann vorgesehen sein, daß der Kontakthebel an seinem dem Zündstift anliegenden
Ende so geformt ist, daß der Zündstift bei sich nach hinten bewegenden Verschluß nicht
mehr vom Kontakthebel berührt wird und damit keine elektrische Verbindung mehr zwischen
diesen Bauteilen besteht. Bevorzugt ist jedoch der Kontakthebel an einer Schwenkachse
schwenkbar gelagert, an dessen Außenseite im Bereich dieser Schwenkachse eine elektrisch
leitende Kontaktstelle vorgesehen ist, die mit einem Schleifkontakt derart zusammenwirkt,
daß die Kontaktstelle mit dem Schleifkontakt nur dann in elektrischer Verbindung steht,
wenn sich der Kontakthebel in einer Schwenkstellung befindet, bei der der Verschluß
geschlossen ist.
[0014] Bevorzugt ist der Zündstift elektrisch gegenüber der Waffe isoliert.
[0015] Zusätzlich oder alternativ zum oben diskutierten Schleifkontakt kann der Stromkreis
zwischen einer geladenen Patrone und der elektrischen Schaltung bevorzugt einerseits
über den Zündstift und den Kontakthebel und andererseits über den Verschluß verläuft,
und der Kontakthebel derart mit dem Verschluß zusammenwirkt, daß bei sich öffnendem
Verschluß der Stromkreis über den Kontakthebel kurzgeschlossen wird. Ebenfalls zusätzlich
oder alternativ können der Kontakthebel und Zündstift derart ausgestaltet sein, daß
bei sich öffnendem Verschluß der elektrische Kontakt zwischen Kontakthebel und Zündstift
unterbrochen wird.
[0016] Um den Nachladevorgang nicht zu beeinträchtigen, ist der Zündstift bevorzugt axial
gegenüber dem Verschluß zwischen zwei Stellungen bewegbar, wobei seine Zündspitze
in der ersten Stellung aus dem Stoßboden des Verschlusses herausragt und in der zweiten
Stellung nicht aus dem Stoßboden herausragt, wobei eine Zündstiftfeder ihn in die
erste Stellung vorspannt.
[0017] Bevorzugt liegt der Kontakthebel bei geschlossenem Verschluß am rückwärtigen Ende
des Zündstiftes an und ist gegen dieses Ende mit einer Kontakthebelfeder vorgespannt,
deren Federkraft größer als diejenige der Zündstiftfeder ist. Somit ist der Kontakthebel
wie ein Hahn durch eine Feder nach vorne belastet, so daß er nach jedem Ladevorgang
kräftig auf den Zündstift aufschlägt (dabei ggf. eine Oxidanhaftung, Schmutz usw.
entfernt) und den Zündstift gegen die Kraft der Zündstiftfeder aus dem Verschlußboden
herausdrückt. Dem Kontakthebel sind aber nicht, wie einem herkömmlichen Hahn, irgendwelche
Rasten zugeordnet, die etwa verschmutzen oder ausbrechen könnten. Ein Verhärten des
Auslösens oder Lösen des Schusses durch einen Raststörung ist daher nicht möglich.
[0018] Bevorzugt weist die elektrische Schaltung eine mit dem Abzug gekoppelte Auslöseerfassungseinrichtung
(z.B. in Form eines Tastschalters oder sonstigen Näherungssensors) auf, die die elektrische
Schaltung bei durchgezogenem Abzug aktiviert. Der Abzug weist demnach nur einen einfachen
"Trigger" auf, der den Schuß auslöst, so daß der Schuß ohne Verzögerung ausgelöst
werden kann. Dabei ist die Auslösezeit kürzer als etwa bei einer herkömmlichen Pistole,
bei der nach dem Auslösen der Freiflug des Hahnes oder Schlagbolzens ja Zeit benötigt,
die länger ist als die Zeit, die zum Aufheizen des Widerstandes in der elektrischen
Zündkapsel benötigt wird.
[0019] Die elektrische Schaltung kann für das Wiederherstellen der Zündbereitschaft eine
gewisse Zeit benötigen, die so eingestellt werden kann, daß sie länger ist als die
zum Nachladen benötigte Zeit. Dabei kann dafür gesorgt werden, daß der Stromfluß zum
Kontakthebel entweder unterbrochen wird oder nicht, je nachdem, ob Einzel- oder Reihenfeuer
geschossen werden soll. Die Wiederherstellungszeit des Zündzustandes ist dabei einstellbar,
so daß die Kadenz des Dauerfeuers nahezu beliebig verringert werden kann. Ein Dauerfeuer
mit einer Kadenz von 150 Schuß pro Minute ist ohne weiteres möglich, das sogar bei
einer Pistole ohne Anschlagschaft ein einigermaßen präzises Dauerfeuer ermöglicht,
wenn zum Beispiel ein Gegner in Deckung gehalten werden soll. Hier wird aber bevorzugt,
daß die elektrische Schaltung eine mit dem Abzug gekoppelte Freigabeerfassungseinrichtung
(z.B. in Form eines Tastschalters oder eines sonstigen Näherungssensors) aufweist,
der die elektrische Schaltung nur bei freigegebenem Abzug aktiviert.
[0020] Durch das Vorsehen zweier insbesondere mechanisch betätigter Tastschalter für die
Auslöse- und die Freigabeerfassungseinrichtung, von denen der eine als Abzug und der
andere als Unterbrecher dient, ist es möglich, die Funktion der Waffe einfach und
durchschaubar zu machen, so daß auch übliche Waffenmechaniker Störungen beheben können.
Schließlich ist es bei Fertigungsfehlern nicht erforderlich, bei jeder betroffenen
Waffe die gesamte elektrische Schaltung bzw. Elektronik zu ändern, sondern es reicht
aus, das entsprechende Element - den Tastschalter oder die Abzugsstange - auszutauschen.
Außerdem können die Tastschalter an eine Stelle der Waffe verlegt werden, wo sie zwar
von einer mit dem Abzug verbundenen Stange gut erreicht werden, aber nur sehr kurze
Leitungswege schaffen, die insbesondere beim Reinigen nicht oder kaum erreicht werden
und demnach auch nicht beschädigt werden können.
[0021] Der Abzug ist nämlich bevorzugt mit einer Stange verbunden, die nach hinten führt
und ein Betätigungsmittel aufweist, das die Auslöseerfassungseinrichtung und die Freigabeerfassungseinrichtung
aktiviert. Hierdurch wird nicht nur eine vorteilhafte Kombination von mechanischen
und elektrischen Merkmalen erreicht, sondern die elektrischen Einrichtungen werden
hinten im Bereich des Auslösehebels konzentriert, so daß andere Bereiche, wie üblich,
mit dem Magazin belegt werden können.
[0022] Dabei muß die Stange nicht zusätzliche Schwenkbewegungen durchführen, wie beim Unterbrecher
bestimmter herkömmlicher Pistolen, sondern nur eine einfache Vor- und Rückbewegung,
so daß eine Fehlerquelle beseitigt ist, die bei herkömmlichen Pistolen in der zweidimensionalen
Beweglichkeit der Stange liegt. Im übrigen kann die Stange auch aus Kunststoff ausgeführt
werden, da sie ja nur Informationen (Öffnen und Schließen der Tastschalter) zu übertragen
hat, aber keine Kräfte, wie die Zugkraft beim Spannen eines herkömmlichen Hahnes beim
Spannabzugsbetrieb.
[0023] Diese Eigenschaft der Stange wird dadurch unterstützt, daß am Abzug eine Abzugsfeder
angeordnet ist, die den freigegebenen Abzug in die vordere Lage zurückführt, insbesondere
aber nicht an der Stange. Die Stange folgt daher zwangsläufig, aber unbelastet der
Bewegung des Abzugs, der durch die Abzugsfeder, wie üblich, nach vorne gedrückt wird.
[0024] Der Abzug kann, wenn er durch die Abzugsfeder nach vorne gedrückt wird, gegen deren
Kraft so weit nach hinten bewegt werden, bis letztlich der Schuß fällt. Es ist aber
bevorzugt, daß im Züngel des Abzugs ein nach hinten gerichtetes Druckstück angeordnet
ist, das beim Betätigen des Abzugs über eine Anfangsstrecke hinweg gegen das Griffstück
anliegt und dann nur eine weitere Betätigung des Abzugs über eine kurze Strecke und
unter erhöhter Federkraft zuläßt. Das Druckstück dient daher nicht nur dazu, die genaue
Zuordnung von Abzug und Tastschaltern einzustellen, die somit fest und ohne Verstellmöglichkeit
angebracht werden können, sondern das Druckstück sorgt auch für den Druckpunkt, also
die Zunahme der Abzugskraft unmittelbar vor Fallen des Schusses. Auch die Abzugskraft
und/oder der verbleibende Abzugsweg nach dem Erreichen des Druckpunktes können eingestellt
werden, und zwar im einfachsten Fall durch Verdrehen des Druckstücks innerhalb einer
Gewindebohrung im Abzugszüngel. Sollte etwa die Waffe in den Schlamm fallen, so ist
durch einfaches Wischen hinter dem Abzug sofort wieder die volle Funktionsfähigkeit
der Abzugseinrichtung herzustellen.
[0025] Bevorzugt ist auch die Strecke der Abzugsbetätigung bis zum Einsetzen der erhöhten
Federkraft einstellbar, so daß wählbar ist, ob sich der Druckpunkt später oder früher
nach Beginn der Abzugsbetätigung einstellt, bzw. ob der Schuß unmittelbar oder erst
nach weiterem Abziehen, nach Erreichen des Druckpunktes, fällt.
[0026] Auch die Federkraft ist bevorzugt einstellbar, und damit die Härte des Druckpunktes.
Dabei erfordern die Einstellarbeiten nicht das Zerlegen der Pistole, sondern können
in Minuten von einem Waffenmechaniker durch Verstellen des Druckstücks vorgenommen
werden.
[0027] Es ist am einfachsten, eine Batterie mit ausreichender Spannung vorzusehen, die zur
Zündung der Patrone ausreicht. Die Erfindung sieht dagegen vor, daß die elektrische
Schaltung eine Batterie mit einer Ausgangsspannung, die niedriger als die zum Auslösen
eines Schusses erforderliche Spannung ist, und eine Transformatorschaltung aufweist,
die die Ausgangsspannung der Batterie auf die zum Auslösen eines Schusses erforderliche
Spannung transformiert. So ist es höchst unwahrscheinlich, daß ein Unfall, etwa das
Fahren eines Panzers über die Waffe, der einen Kontakt herstellen könnte, tatsächlich
einen Schuß auslöst. Wichtiger ist, daß bei einer Waffe mit einer Individualitätssicherung
durch einen Unberechtigten die Elektronik zwar überbrückt werden kann, diese Überbrückung
aber nicht ausreicht, um einen Schuß auszulösen.
[0028] Bevorzugt weist die elektrische Schaltung eine Identifikationseinrichtung zum Identifizieren
des die Waffe haltenden Schützens auf, die die elektrische Schaltung nach Identifizieren
des Schützens aktiviert. Diese kann völlig frei gewählt werden, so lange sie in der
Lage ist, die elektrische Schaltung in und außer Bereitschaft zu setzen, etwa ein
einfacher Empfänger, der mit einem Sender am Handgelenk eines Schützen zusammenwirkt.
[0029] Es ist grundsätzlich ein Schalter erforderlich, mit dem die Waffe unmittelbar vor
dem Schuß scharfgemacht wird, wie etwa eine Sicherung. Zwar könnte diese Funktion
von der Identifikationseinrichtung übernommen werden, aber dann wäre etwa die Waffe
immer schußbereit, wenn sie geladen und vom berechtigten Schützen z.B. in die Hand
genommen würde. Daher ist bevorzugt vorgesehen, daß die elektrische Schaltung einen
Sicherungsschalter aufweist, der bei Betätigung die elektrische Schaltung aktiviert.
So kann er die Elektronik einschalten, damit diese die transformierte bzw. hochgespannte
Spannung bereithält, und bei Nicht-Betätigung die Elektronik veranlaßt, unverzüglich
die transformierte oder hochgespannte Spannung mindestens so weit zu reduzieren, daß
mit ihr kein Auslösen eines Schusses mehr möglich ist. Der Sicherungsschalter ist
somit nicht ein einfacher Schalter, der dem Kontakthebel elektrisch vorgelagert ist
und etwa im Verschluß sitzt, sondern die Elektronik wird in der Sicherstellung so
weit entladen, daß der Reststrom zum Zünden nicht mehr ausreicht, und erst in der
Feuerstellung wird über die Elektronik wieder Zündstrom bereitgestellt. Dies ändert
nicht den Zustand der Tastschalter, so daß die Waffe durchgeladen und gesichert in
völliger Sicherheit getragen werden kann. Nach dem Entsichern genügen Millisekunden,
um die Feuerbereitschaft herzustellen.
[0030] Der Sicherungsschalter kann als Hebel- oder Flügelsicherung oder als Drucksicherung
ausgeführt werden. Bevorzugt ist allerdings, daß der Sicherungsschalter als Griffsicherungs-Tast-Ruheschalter
ausgebildet und einer Griffsicherung zugeordnet ist.
[0031] Die Griffsicherung könnte an der Vorderseite des Griffstücks angeordnet sein, wie
der Spannhebel, der bei einer früheren, mechanischen Pistole der Anmelderin für eine
hohe Sicherheit sorgte, die über die von einer Sicherung dargebotene Sicherheit hinausging.
Bevorzugt ist es aber, daß der Griffsicherungs-Tast-Ruheschalter in der Rückseite
des Griffstücks untergebracht ist, dort, wo sie von der Partie der den Waffengriff
umgreifenden Hand eines Schützen betätigt werden kann, die zwischen Daumen und Zeigefinger
liegt, ähnlich den gebräuchlichen Sicherungen beispielsweise der ACP-Pistole. Dies
hat nicht nur den Vorteil, daß die Waffe dann und nur dann schußbereit ist, wenn sie
richtig in die Hand genommen wurde, sondern hat bei einer Waffe mit Magazin im Griffstück
auch den Vorteil, daß der Sicherungsschalter hinter dem Magazin sitzt, also in einer
Linie mit den Tastschaltern und dem Kontakthebel, so daß einfache und kurze Leitungswege
vorliegen.
[0032] Bevorzugt ist die elektrische Schaltung derart eingerichtet ist, daß sie eine Zündspannung
an den Kontakthebel anlegt, wenn sie durch die Identifikationseinrichtung, den Sicherungsschalter
und zeitlich nacheinander erst durch die Freigabeerfassungseinrichtung und dann durch
die Auslöseerfassungseinrichtung aktiviert worden ist.
[0033] Problematisch ist die Unterbringung der Batterie; die Pistole der
WO 98/55817 schlägt zum Beispiel ein Magazin vor, das völlig mit der Elektronik und der Stromversorgung
ausgefüllt ist und nur noch wie ein Magazin aussieht, aber nicht mehr als solches
funktioniert. Es ist durchaus sinnvoll, die Batterie aus der Pistole leicht zu entnehmen,
aber das Magazin wird grundsätzlich zum Nachführen von Patronen benötigt. Hier findet
die Erfindung einen Kompromiß, der darin besteht, daß in der Unterseite des Magazins
ein Batterieraum ausgespart ist, der die Batterie aufnimmt. Im übrigen ist das Magazin
mit Patronen füllbar, wie ein übliches Magazin. Damit ist bei dieser elektrisch gezündeten
Selbstladepistole die Schußzahl nicht wesentlich geringer ist als bei einer konventionellen
Pistole. Auch ihre Außenabmessungen entsprechen daher im wesentlichen denen einer
konventionellen Pistole, so daß bei einer Ordonnanzwaffe dieser Art keine oder zumindest
nur wenig zusätzliche Ausbildung des mit der Waffe ausgerüsteten Personals erforderlich
ist. Im Idealfall soll es dem Schützen nicht bewußt werden, ob er mit einer mechanischen
oder "elektrischen" Waffe umgeht.
[0034] Hier sei erwähnt, daß in den USA zivile Selbstladepistolen nur einen Munitionsvorrat
von zehn Schuß aufweisen dürfen, während ein Griffstück, das sich nach der vorherrschenden
Anatomie der Hände der Benutzer richtet, ein Magazin mit bis zu fünfzehn 9 mm-Patronen
aufnehmen kann. Hier steht Raum zur Verfügung, der mit einer recht großen Batterie
ausfüllbar ist.
[0035] Die Batterie ist in den Batterieraum so eingeschlossen, daß sie nicht ohne weiteres
entnehmbar ist. In der Regel reicht nämlich eine Batterie für die Gebrauchsdauer der
Pistole (einige zehn Jahre) aus. Sollte aber eine Pistole sehr oft für Anschlagübungen
o. dgl. verwendet werden, etwa bei der Ausbildung von Soldaten, ist nach einiger Zeit
einfach ein neues Magazin erforderlich. Natürlich kann die Batterie aber auch auswechselbar
sein. Insgesamt ist es aber bevorzugt, daß der Batterieraum nicht oder nur mit Sonderwerkzeug
zu öffnen ist, damit die Kontakte der Batterie nicht durch häufiges Entnehmen und
Einbauen beschädigt werden.
[0036] Die Kontakte zur Stromübertragung zwischen dem Magazin und der Waffe könnten irgendwo
an den Seiten oder der Oberseite des Magazins angebracht sein. Bevorzugt ist aber,
daß an der Rückseite das Magazinraums mindestens ein mit der Batterie verbundener
Kontakt vorgesehen ist, mit dem ein im Magazinschacht angeordneter Gegenkontakt zusammenwirkt.
Normalerweise wird das Magazin und das Griffstück im wesentlichen aus Kunststoff bestehen;
in diesem Fall sind mindestens zwei Kontakte vorgesehen. Es können aber auch mehrere
Kontakte vorgesehen sein, wenn die Batterie oder Anordnung von Batterien mehrere Spannungen
liefern muß.
[0037] Bevorzugt sitzt die elektrische Schaltung in der Rückseite des Griffstücks bevorzugt
in einem Griffstückraum, und zwar an der Stelle, an der sich bei einer herkömmlichen
Pistole die Schlagfeder mit einer Schlagfeder-Zentrierungsstange erstreckt. Der Kontakthebel
ist zwar auch durch seine Feder vorgespannt, aber diese braucht nicht so kraftvoll
wie eine herkömmliche Schlagfeder zu sein und ist bevorzugt als Schenkelfeder ("Wäscheklammerfeder")
ausgebildet, die um die Welle des Kontakthebels herum angeordnet ist und sich am Gehäuse
bzw. am Kontakthebel abstützt. So bleibt in der Rückseite des Griffstücks über die
Höhe des Magazins ein Raum, der, von oben nach unten, vom Kontakthebel, der Gruppe
aus Auslöse- und Freigabeerfassungseinrichtung, der Griffsicherung und der Elektronik
ausgefüllt ist, an die von vorne und unten her die Spannung herangeführt wird, so
daß die Kontakte, die Elektronik, der Griffsicherungs-Tast-Ruheschalter, die Gruppe
aus Auslöse- und Freigabeerfassungseinrichtung und der Kontakthebel in der genannten
Reihenfolge übereinanderliegen. So sind kürzeste Stromwege hergestellt, und zwar in
Bereichen, die praktisch unzugänglich sind und nur vom versierten Waffenmechaniker
allenfalls zerstörungsfrei erreicht werden können.
[0038] Um zu verhindern, dass in die Waffe eingelegte konventionelle Munition durch den
Aufprall des Zündstiftes beim Verschlussvorlauf ausgelöst oder auch nur ein Eindruck
in dessen Patronenboden eingestoßen wird, ist der Zündstift bevorzugt zweiteilig ausgebildet,
mit einem dem Patronenboden zugewandten Spitzenteil und einem dem Kontakthebel zugewandten
Basisteil, die über ein Federmittel miteinander verbunden sind, wobei das Gewicht
des Spitzenteils geringer als dasjenige des Basisteils ist. Das Verhindern eines Eindrucks
in den Patronenboden ohne Schußauslösung kann im übrigen auch bei elektrisch zündbarer
Munition gefordert werden. Um eine Absorption des Aufprallschocks sicherzustellen
ist dabei das Gewicht des Spitzenteils bevorzugt um wenigstens den Faktor 5, insbesondere
etwa um den Faktor 8 geringer als dasjenige des Basisteils.
[0039] Bei der zweiteiligen Ausgestaltung des Zündstiftes kann dieser wie oben beschrieben
axial bezüglich des Verschlusses bewegbar sein. Alternativ kann der Zündstift aber
auch bezüglich des Verschlusses in Axialrichtung festgelegt sein.
[0040] Die Anmelderin behält sich vor, auf diese zweiteilige Ausgestaltung des Zündstiftes
einen separaten Schutz abzustellen, losgelöst von der entsprechenden Kontaktierung
des Zündstiftes über den Kontakthebel.
[0041] Die Waffe kann ein Gewehr, ein Schnellfeuergewehr, eine Maschinenpistole o. dgl.
sein. Bevorzugt ist die Waffe jedoch eine Selbstladepistole, die äußerlich einer herkömmlichen
Pistole nahezu gleicht, praktisch genauso bedient wird und sich - zumindest in der
Zivilversion - auch in der Schußzahl nicht unterscheidet. Wegen des Fehlens eines
Rast- und Spannmechanismus, der höchste Genauigkeit erfordert und gegen Verschmutzungen
sehr anfällig ist, ist die Pistole aber einfacher und damit kostengünstiger, ohne
daß auf die Leichtigkeit des Abziehens in irgendeiner Weise verzichtet zu werden bräuchte.
Im Gegenteil wird auch der erste Schuß ohne vorheriges Spannen mit leichtem Abzug
wie alle Schüsse ausgelöst, die Pistole ist aber, wenn sie gesichert bzw. nicht in
die Hand genommen wird, völlig sicher, weil dann keine Zündspannung vorliegt. Da die
Elektronik die an sich ungenügende Spannung auf einen erheblichen Wert steigert, z.B.
von 6 Volt auf 60 Volt, erfolgt auch bei verschmutzter Waffe zuverlässig eine Auslösung
einer Patrone, da die hohe Spannung mögliche Widerstände ausgleicht.
[0042] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr mit Bezug auf die beigefügte
Zeichnung näher erläutert ,in der
- Fig. 1
- im Längsschnitt eine Selbstladepistole zeigt, die sich äußerlich von einer verriegelten
Selbstladepistole nicht oder nur kaum unterscheidet;
- Fig. 2
- im Längsschnitt einen vergrößerten Waffenausschnitt, der den Kontakthebel mit seinen
elektrischen Kontaktstellen zeigt;
- Fig. 3a, b
- das Zusammenwirken des Kontakthebels mit dem Verschluß und dem Zündstift zeigt, und
zwar für einen geschlossenen Stromkreis (Fig. 3a) und einen geöffneten und kurzgeschlossenen
Stromkreis (Fig. 3b); und
- Fig. 4
- im Längsschnitt eine alternative Ausführungsform des Kontaktstiftes.
[0043] Die Pistole weist einen Lauf 1 auf, der in einem Griffstück 3 lose gelagert ist,
so daß er sich beim Schuß über eine gewisse Strecke nach hinten bewegen und dann abkippen
kann. Hierzu greift der Lauf 1 oben, wie bekannt, in das Auswerferfenster 5 eines
Verschlusses 7 ein, während er an der Unterseite eine schräg nach unten verlaufende
Nut 9 aufweist, mit der er bei der Rückwärtsbewegung mit einem feststehenden Querstift
11 in Eingriff tritt, nach unten gezogen und dort festgehalten wird.
[0044] Die Rückseite des Laufes 1 wird von einem Stoßboden des Verschlusses 7 verschlossen,
so lange sich der Lauf 1 in horizontaler Stellung befindet; nach Abkippen des Laufes
1 wird der Verschluß 7 freigegeben und bewegt sich, nachdem er anfangs vom Rückstoß
beschleunigt wurde, nun alleine nach hinten.
[0045] Im Griffstück 3, das den Querstift 11 aufnimmt, befindet sich ein Magazin 15, von
dem der Verschluß 7 nach jedem Rücklauf jeweils die obere Patrone (nicht gezeigt)
entgegennimmt und bei seiner Schließbewegung in den Lauf 1 einführt.
[0046] Magazin 15 und Griffstück 3 haben normale Länge, aber in der Unterseite des Magazins
15 ist ein Raum 17 ausgespart, so daß nicht die volle Zahl von Patronen in das Magazin
15 paßt, sondern weniger, etwa (in Zickzacklagerung) nur zehn Patronen. Dies ist die
in den USA höchste, erlaubte Patronenzahl für Faustfeuerwaffen, die nicht Ordonnanzwaffen
sind. Der Raum 17, der wegen der Handgröße eines Schützen erforderlich ist und damit
bei diesen Waffen im Griffstück 3 unterhalb des Magazins 15 verbleibt, ist nicht,
wie bei üblichen Pistolen, leer oder durch einen massiven Klotz ausgefüllt, sondern
in ihm sitzt eine Batterie 19 oder Spannungsversorgungseinheit (Akkumulator, etc.)
mit einer bestimmten Ausgangsspannung, z.B. 6 V. Unten an der Rückseite des Magazins
15 ragt mindestens eine gegenüber dem Magazin 15 isolierte Kontaktfeder 21 heraus.
Im üblichen Fall sind zwei Kontaktfedern 21 (nur eine gezeigt) vorgesehen, da das
Magazin 15 aus nichtleitendem Kunststoff besteht.
[0047] Das Magazin 15 kann als Wegwerfmagazin ausgebildet sein, das zusammen mit der Munition
geladen geliefert und nach dem Gebrauch weggeworfen wird. Der Magazinraum 17 kann
auch zugänglich sein und die Batterie 19 kann austauschbar sein.
[0048] In diesem Fall muß der Schütze allerdings darauf achten, daß die Batterie 19 stets
genügend Reststrom für die Abgabe von mindestens zehn Schüssen besitzt. Die Batterieauslösung
z. B. bei Fotoapparaten hat sich inzwischen so sehr bewährt, daß praktisch kaum noch
Kameras vertrieben werden, die eine mechanische Auslösung besitzen - leere Batterien
sind kein Problem, da ja gegebenenfalls vor einem wichtigen Fototermin neue Batterien
eingelegt werden können. Genauso kann in die Pistole vor jedem Einsatz einfach ein
Magazin 15 mit einer neuen Batterie 19 eingelegt werden.
[0049] Es hat sich jedoch herausgestellt, daß zumindest bei Militärpistolen die Waffen nach
wenigen Jahrzehnten ausgewechselt werden, da dann bereits ein bestimmter Anteil verschlissen
ist, und daß bis zum Auftreten von Verschleißerscheinungen oft nur wenige Schuß abgegeben
werden, wenn der häufige, schonungslose Gebrauch bei der Ausbildung oder im Wachdienst
Schäden verursacht. Auch bei Zivilwaffen ist es erwünscht, daß die Waffe den Eigentümer
nicht überlebt, da nach dessen Ableben die rechtmäßig erworbene Waffe unkontrolliert
in unrechte Hände gelangen kann. Daher ist es bevorzugt, daß die Batterie 19 ohne
Schädigung des Magazins 15 nicht ausgetauscht werden kann, sowie so ausgelegt und
beschaffen ist, daß sie einige Jahrzehnte sowie einige zehntausend Schuß überdauert.
Der Batterieraum 17 ist groß genug, um eine solche Batterie 19 aufzunehmen, denn die
Zündung benötigt zwar Energie, aber diese muß nur für sehr kurze Zeit (einige Millisekunden)
bereitgestellt werden. Batterien mit einer solchen Speicherkapazität sind heute erhältlich.
[0050] In der Rückseite des Griffstücks 3, wo sich für gewöhnlich bei einer mechanischen,
herkömmlichen Pistole eine kräftige Schlagfeder befindet, ist an der Unterseite ein
Griffstückraum 23 vorgesehen, der den Kontaktfedern 21 gegenüberliegt. Dort befinden
sich Gegenkontakte (nicht gezeigt), die mit den Kontaktfedern 21 des Magazins 15 einen
Stromf0luß herstellen. Eine übliche Magazinhalterung 25, die das Magazin 15 bei der
Benutzung fest in seiner Lage hält, um ein sauberes Nachführen der Patronen zu gewährleisten,
sorgt auch für einen ständigen und sauberen Stromübergang von den Kontaktfedern 21
auf die Gegenkontakte (nicht gezeigt).
[0051] Im Griffstückraum 23 befindet sich die Elektronik (nicht gezeigt) der Pistole, die
von einem versierten Elektroniker herstellbar ist und die mit den verschiedensten
Identifizierungsvorrichtungen versehen sein kann, etwa einem Empfänger, der nur auf
einen Sender im Armband der Hand des Schützen anspricht, die die Waffe hält. Die Elektronik
umfaßt einen Aufbau, der der Elektronik einer Türöffnungseinrichtung oder eines Elektronenblitzes
ähnelt, um die Batteriespannung auf einen beträchtlich höheren Wert zu bringen. So
ist sichergestellt, daß ein Unberechtigter, der die Elektronik mit ihrer gegebenenfalls
vorhandenen Identifizierungseinrichtung überbrückt, mit der Batteriespannung allein
keinesfalls einen Schuß auslösen kann.
[0052] Die Elektronik ist ferner so ausgelegt, daß die erzielbaren Stromstöße kurz aufeinanderfolgen
können, so daß sichergestellt ist, daß beim Verriegeln der Waffe nach einem Schuß
auch wieder Strom für das Auslösen des nächsten Schusses zur Verfügung steht.
[0053] Über der Elektronik ist eine Griffsicherung 27 mit einem Griffsicherungs-Tastschalter
29 angeordnet, die an der Stelle der meisten üblichen Griffsicherungen sitzt und sicherstellt,
daß er nur dann geschlossen ist, wenn die Pistole von einer Hand ordnungsgemäß umschlossen
ist. Die Griffsicherung 27 kann beliebig ausgeführt und etwa nach oben durch einen
Sporn verlängert sein, um zu verhindern, daß die Hand durch den zurücklaufenden Verschluß
7 verletzt wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein massiver, unten gelagerter
Kipphebel vorgesehen, der von einer (nicht gezeigten) Feder nach hinten gedrückt wird
und eine Auslösefeder 31 enthält, die den Tastschalter 29 berührt, wenn der Kipphebel
ganz eingedrückt ist.
[0054] Wesentlich ist, daß der Tastschalter 29 der Griffsicherung 27 nicht einfach ein Arbeitsschalter
ist, der den Zündstrom unterbricht und somit von seiner Funktion her einer Abzugssicherung
ähnelt. Vielmehr gibt der Tastschalter 29 der Griffsicherung 27 ein Signal an die
Elektronik ab, das veranlaßt, daß ein Transformatorschaltungsteil überhaupt erst dann
eine ausreichende Zündspannung aus der Batteriespannung erzeugt, wenn dieser Tastschalter
29 gedrückt ist. Diese Zündspannung steht z. B. 10 Millisekunden nach Betätigen (Schließen)
des Tastschalters 29 zur Verfügung und wird wieder unterbrochen, wenn der Tastschalter
29 geöffnet wird, also wenn sich die Griffsicherung 27 nicht mehr mit ausreichender
Sicherheit unter der Hand der Bedienungsperson befindet. Somit ähnelt die Griffsicherung
27 seltenen, aber bekannten mechanischen Griffsicherungen, die die Waffe erst bei
der Betätigung spannen, benötigt aber nur einen einstellbaren, gegebenenfalls äußerst
geringen Kraftaufwand zu ihrer Betätigung.
[0055] Im Fall eines Wegwerfmagazins 15 oder einer auswechselbaren Batterie 19 ist die dann
unter Umständen für nur 10 Schuß erforderliche Batterie 19 zwar unverhältnismäßig
groß, aber bis ein Schuß tatsächlich abgegeben wird, wird möglicherweise die Waffe
oftmals schußbereit in der Hand gehalten. Für Anschlagübungen empfiehlt es sich daher,
ein leeres (schon leergeschossenes) Magazin 15 oder ein spezielles Ubungsmagazin,
in dem keine Batterie 19 und keine Patronen untergebracht werden können, zu verwenden.
[0056] Oberhalb der Griffsicherung 27 und ihres Tastschalters 29 befindet sich ein Auslösestück
33, das über eine leichte Stange (nicht gezeigt) mit dem Abzug 35 verbunden ist, sich
beim Ziehen des Abzugs 35 nach vorne und beim Loslassen des Abzugs 35 nach hinten
bewegt. In der Fig. 1 steht das Auslösestück 33 in der Abzugsstellung, der Abzug 35
dagegen in der Freigabestellung, um die einzelnen Teile näher zu zeigen. In der Praxis
ist eine solche Stellung nicht möglich. Die Stange entspricht der Stange einer herkömmlichen
(mechanischen) Pistole, aber es ist nur die Abzugsfeder (nicht gezeigt) zu überwinden,
um gegenüber dem Abziehen einen Widerstand aufzubauen; die Stange selbst betätigt
in jeder ihren beiden Endlagen lediglich einen Mikroschalter 37, 39. Daher ist in
das Abzugszüngel 41 ein federndes Druckstück 43 einbezogen, das die vordere Kontur
des Abzugszüngels 41 nicht beeinträchtigt, aber nach hinten steht, um gegen das Griffstück
3 anzuliegen, wenn der Abzugszüngel 41 durchgezogen wurde. Aber entgegen einer einfachen
Begrenzung des Abzugswegs (sogenannter "Trigger-Stop") enthält das Druckstück 43 eine
Druckfeder (nicht gezeigt), die beim Anliegen des Druckstücks 43 gegen das Griffstück
3 eine unvermittelte Erhöhung der Abzugskraft herbeiführt, deren Beginn man allgemein
als "Druckpunkt" bezeichnet. Danach muß der Abzugszüngel 41 noch eine kurze Strecke
unter erhöhter Abzugskraft weiterbewegt werden, bis die Stange (nicht gezeigt) das
Auslösestück 33 gegen den einen der Mikroschalter 37, 39 (Abzugsschalter 37) anlegt
und dieser geschlossen wird.
[0057] Der andere der Mikroschalter 37, 39 (Unterbrecher 39) wird beim Loslassen des Abzugszüngels
41 bzw. bei dessen vollständiger Bewegung nach vorne betätigt und muß in jedem Fall
betätigt werden, wenn der Abzugsschalter 37 wirksam sein soll und ihm Strom zugeführt
wird.
[0058] Die Pistole hat ein Bestandteil, das wie ein Hahn aussieht, aber tatsächlich ein
Kontakthebel 45 ist, der aber ähnlich einem Hahn geformt ist und wie ein Hahn vom
Verschluß 7 mit in eine Spannstellung verbracht wird, in der er aber nicht verharrt,
sondern wieder nach jedem Schuß nach vorne geht und letztlich, erst bei vollständig
geschlossenem Verschluß 7, einen Zündstift 47 belastet, der dann aus dem Stoßboden
13 des Verschlusses 7 ein wenig herausgedrückt wird. Hierzu ist der Kontakthebel 45
mit einer kräftigen Schenkelfeder, wie sie ähnlich bei Wäscheklammern verwendet wird,
versehen, die ihn nach vorne drückt. Die genannte Schenkelfeder hat keinerlei Einfluß
auf den Abzug 35, der auch keinerlei Rasten oder sonstige Widerstände zu überwinden
hat, die bei herkömmlichen, mechanischen Pistolen funktionsnotwendig sind.
[0059] Der Zündstift 47 ist von einer Isolierhülse 49 eng umschlossen, die fest mit dem
Zündstift 47 oder alternativ mit dem Verschluß 7 verbunden ist und den Zündstift 47
über seine gesamte Länge umgibt. Eine schwache Zündstiftfeder 51 drückt den Zündstift
47 nach hinten.
[0060] Ist ein Schuß abgegeben, dann treibt der Rückstoß den Verschluß 7 und den Lauf 1
nach hinten, bis, wie schon oben erwähnt, der Lauf 1 abkippt und den Verschluß 7 dabei
freigibt, der alleine bis ganz nach hinten zurückfährt. Noch am Anfang der gemeinsamen
Rückwärtsbewegung von Lauf 1 und Verschluß 7 gelangt eine Kante 53 des Verschlusses
7 zur Anlage an den Kontakthebel 45 und beginnt, ihn nach hinten abzukippen, wie in
Fig. 3b gezeigt. Dabei hebt er vom Zündstift 47 ab, so daß sich der Zündstift 47,
von der Zündstiftfeder 51 angetrieben, gegenüber dem Verschluß 7 ein wenig nach hinten
bewegen kann. So kann das Auswerfen der Patronenhülse und das Nachführen der neuen
Patrone unbehindert erfolgen, da der Zündstift 47 nicht mehr aus dem Stoßboden 13
ragt.
[0061] Der Kontakthebel 45 ist an einer Schwenkachse 55 schwenkbar gelagert. Seine Außenseite
ist zumindest im Bereich dieser Schwenkachse 55 von einem nicht vollständig umlaufenden
Isolierring 57 weitestgehend elektrisch isoliert. Es ist dort lediglich eine genau
angeordnete, nach außen elektrisch leitende Kontaktstelle 59 vorgesehen, die mit einem
Schleifkontakt 61 (Fig. 3a, b) derart zusammenwirkt, daß die Kontaktstelle 59 mit
dem Schleifkontakt 61 nur dann elektrisch leitend verbunden ist, wenn sich der Kontakthebel
45 in seiner Schwenkstellung befindet, bei der der Verschluß 7 geschlossen und der
Zündstift 47 durch den Kontakthebel 45 aus dem Stoßboden des Verschlusses 7 herausgedrückt
ist (Fig. 3a). In allen anderen Schwenkstellungen ist der Stromkreis dort unterbrochen
(Fig. 3b).
[0062] Der Schleifkontakt 61 mit der Kontaktstelle 59 kann dabei alternativ oder zusätzlich
zu der obigen Variante vorgesehen sein, bei der der Kontakthebel 45 an seinem dem
Zündstift 47 anliegenden Ende so geformt ist, daß der Zündstift 47 bei sich nach hinten
bewegenden Verschluß 7 nicht mehr vom Kontakthebel 45 berührt wird (da er wie in Fig.
3b gezeigt durch die Verschlusskante 53 vom Zündstift 47 abgehoben wird) und damit
keine elektrische Verbindung mehr zwischen diesen Bauteilen besteht. Erst wenn der
Verschluß 7 wieder geschlossen ist, liegt der Kontakthebel 45 auf dem Zündstift 47
auf und drückt ihn nach vorne (Fig. 3a). Sollte aus irgendwelchen Gründen die Pistole
ungenügend oder gar nicht verriegelt sein, dann verhindert die erwähnte Kante 53 des
Verschlusses 7, daß der Kontakthebel 45 den Zündstift 47 berühren kann. Zusätzlich
kann, bevor der Kontakthebel 45 vom Zündstift 47 abgehoben wird, der hintere Abschnitt
des Verschlusses 7 mit dem Zündstift 47 entweder in direkten oder indirekten (über
den Kontakthebel 45, der bei zurücklaufendem Verschluß 7 für kurze Zeit sowohl am
Zündstift 47 als auch am Verschluß 7 anliegt) elektrischen Kontakt gelangen. Dabei
wird der elektrischen Stromkreis kurzgeschlossen, der zum Zünden der geladenen Patrone
von der elektrischen Schaltung über Kontakthebel 45 und Zündstift 47 zum Patronenboden
und von der Patrone über den Verschluß 7 zurück zur Elektronik verläuft, und dabei
die erforderliche in einem Kondensator gespeicherte Zündspannung beispielsweise schnellentladen.
[0063] Die Elektronik gibt nur einen einzigen Stromstoß ab, nach dessen Abgabe der Abzug
35 wieder nach vorne freigelassen werden muß. Ist er in seiner vordersten Stellung
angekommen, berührt das Auslösestück 33 den Unterbrecherschalter 39, und dieser erst
versetzt die Elektronik in einen Zustand, in dem sie einen zweiten Schuß vorbereitet,
vorausgesetzt, der Tastschalter 29 der Griffsicherung 27 bleibt gedrückt.
[0064] Vor Abgabe eines jeden Schusses ist der Unterbrecherschalter 39 zu betätigen. So
wird unter anderem verhindert, daß sich ein Schuß löst, wenn der Abzug 35 gezogen
und dabei durchgeladen wird.
[0065] Das "Abzugsgewicht" wird nur von der Abzugsfeder und dem Druckstück 43 vorgegeben
und kann innerhalb sinnvoller Grenzen frei gewählt werden. Eine Rast ist nicht zu
überwinden. Der Kontakthebel 45 kann leicht sein, denn die Kraft, mit der er auf den
Zündstift 47 drückt, ist alleine von seiner Schenkelfeder gegeben. Der Schuß erfolgt
rascher nach dem Auslösen als bei einer mechanischen Waffe, da bei dieser der ausgelöste
Hahn erst seinen Schlagweg zurückzulegen hat, während bei der gezeigten Pistole letztlich
Elektronik und Auslösespannung bestimmen, wann der Schuß erfolgt. Ebenso stört das
Gegenmoment eines Hahnes nicht die Schußgenauigkeit, weil nur ein relativ leichter
Kontakthebel 45 vorliegt, der zum Zeitpunkt des Auslösens schon lange stillgestanden
ist, so daß kein Gegenmoment auftritt bzw. das Gegenmoment klein ist.
[0066] Die auslösende Spannung ist zwar recht hoch (etwa 60 Volt), aber ungefährlich, da
sie nur sehr kurze Zeit vorliegt. So kann auch der Kontakthebel 45 - abgesehen von
den Bereichen seiner Kontaktstelle zum Schleifkontakt 57 - unisoliert sein, da er
nur dann einen Stromstoß erhält, wenn gerade geschossen wird und man ohnehin vom zurückfahrenden
Verschluß verletzt würde, hätte man zu diesem Zeitpunkt die Hand unmittelbar hinter
dem Kontakthebel 45.
[0067] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform des Zündstiftes 47, der hier zweiteilig
ausgebildet ist. Er setzt sich aus einer vorderen, dem Patronenboden zugewandten Spitze
63 und einer hinteren, dem Kontakthebel 45 zugewandten Basisstange 65 zusammen, die
über eine zylindrische Spiralfeder 67 miteinander in Längsrichtung verbunden sind.
Hierzu stützt sich die Spiralfeder 67 am vorderen Ende der Basisstange 65 und an einer
Auskragung 69 der Spitze 63 ab, die mit ihrem Schwanz 71 noch eine bestimmte Länge
in die zylindrische Spiralfeder 67 hinein geführt ist. Diese Länge ist so bemessen,
dass der Schwanz 71 als Wegbegrenzung für die Bewegung der Spitze 63 in den Verschluß
7 hinein dient. Das Massenverhältnis zwischen Basisstange 65 und Spitze 63 ist derart,
dass die beim Vorfahren des Verschlusses 7 auf den Patronenboden treffende Spitze
63 dort keinen nennenswerten Eindruck hinterlässt. Beispielsweise ist das Massenverhältnis
wenigstens 5 zu 1, insbesondere 8 zu 1. Entsprechend ist auch die Federkonstante der
Spiralfeder 67 so gewählt, dass einerseits der Aufprallimpuls beim Aufprall der Spitze
63 auf den Patronenboden im wesentlichen von der Spitze 63 absorbiert wird, also nicht
auf die Basisstange 65 übertragen wird, und andererseits bei am Patronenboden anliegender
Spitze 63 noch ein ausreichender Kontaktdruck für die elektrische Verbindung gewährleistet
ist. Bei Verschlussgeschwindigkeiten von beispielsweise 3-4 m/s kann beispielsweise
bei einer Spitzenmasse von etwa 1 g und einem Basisstangengewicht von etwa 8 g eine
Federkonstante von 1 N vorgesehen werden.
[0068] Bei dieser alternativen Ausführungsform kann der Zündstift 47 auch bezüglich des
Verschlusses 7 axial festgelegt sein, also keine Relativbewegung in Axialrichtung
bezüglich des Verschlusses 7 zulassen. Da in diesem Fall zum Gewicht der Basisstange
65 noch das Gewicht des damit fest verbundenen Verschlusses 7 hinzukommt, sind im
wesentlichen lediglich die Spitzenmasse und die Federkonstante entsprechend zu wählen,
damit der Aufprallschock genügend absorbiert wird. Deren Werte müssen hierfür genügend
klein gewählt werden, aber noch groß genug, um den erforderlichen Anpressdruck für
die elektrische Verbindung sicherzustellen.
1. Mehrschüssige Handfeuerwaffe zum Verfeuern von elektrisch zündbaren Patronen, mit:
- einer elektrischen Schaltung zum Erzeugen der Zündspannung;
- einem Verschluß (7); und
- einem im Verschluß (7) aufgenommenen Zündstift (47), dessen Zündspitze bei geschlossenem
Verschluß (7) am Patronenboden einer geladenen Patrone anliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Waffe einen schwenkbaren Kontakthebel (45) aufweist, dessen Schwenkbewegung mit
der Bewegung des Verschlusses (7) gekoppelt ist, und der in elektrischem Kontakt einerseits
mit dem Zündstift (47) und andererseits mit der elektrischen Schaltung steht, wobei
er derart ausgestaltet ist, daß er den elektrischen Kontakt zwischen der elektrischen
Schaltung und dem Zündstift (47) bei geöffnetem Verschluß (7) unterbricht.
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, bei der der Kontakthebel (45) an einer Schwenkachse
(55) schwenkbar gelagert ist, an dessen Außenseite im Bereich dieser Schwenkachse
(55) eine elektrisch leitende Kontaktstelle (59) vorgesehen ist, die mit einem Schleifkontakt
(61) derart zusammenwirkt, daß die Kontaktstelle (59) mit dem Schleifkontakt (61)
nur dann in elektrischer Verbindung steht, wenn sich der Kontakthebel (45) in seiner
Schwenkstellung befindet, bei der der Verschluß (7) geschlossen ist.
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Zündstift (47) elektrisch gegenüber
dem Verschluß (7) isoliert ist.
4. Handfeuerwaffe nach Anspruch 3, bei der der Stromkreis zwischen einer geladenen Patrone
und der elektrischen Schaltung einerseits über den Zündstift (47) und den Kontakthebel
(45) und andererseits über den Verschluß (7) verläuft, und der Kontakthebel (45) derart
mit dem Verschluß (7) zusammenwirkt, daß bei sich öffnendem Verschluß (7) der Stromkreis
über den Kontakthebel (45) kurzgeschlossen wird.
5. Handfeuerwaffe nach Anspruch 4, bei der der Kontakthebel (45) und Zündstift (47) derart
ausgestaltet sind, daß bei sich öffnendem Verschluß der elektrische Kontakt zwischen
Kontakthebel (45) und Zündstift (47) unterbrochen wird.
6. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Zündstift (47)
axial gegenüber dem Verschluß (7) zwischen zwei Stellungen bewegbar ist, wobei seine
Zündspitze in der ersten Stellung aus dem Stoßboden (13) des Verschlusses (7) herausragt
und in der zweiten Stellung nicht aus dem Stoßboden herausragt, wobei eine Zündstiftfeder
(51) den Zündstift (47) in die erste Stellung vorspannt.
7. Handfeuerwaffe nach Anspruch 6, bei der der Kontakthebel (45) bei geschlossenem Verschluß
(7) am rückwärtigen Ende des Zündstiftes (47) anliegt und gegen dieses Ende mit einer
Kontakthebelfeder (53) vorgespannt ist, deren Federkraft größer als diejenige der
Zündstiftfeder (51) ist.
8. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine mit dem Abzug (35)
gekoppelte Auslöseerfassungseinrichtung (37) aufweist, die die elektrische Schaltung
bei durchgezogenem Abzug (35) aktiviert.
9. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine mit dem Abzug (35)
gekoppelte Freigabeerfassungseinrichtung (39) aufweist, die die elektrische Schaltung
bei freigegebenem Abzug (35) aktiviert.
10. Handfeuerwaffe nach Anspruch 8 und 9, die eine mit dem Abzug (35) verbundenen Stange
aufweist, die nach hinten führt und ein Betätigungsmittel (33) aufweist, das die Auslöseerfassungseinrichtung
(37) und die Freigabeerfassungseinrichtung (39) aktiviert.
11. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die elektrische Schaltung
eine Identifikationseinrichtung zum Identifizieren des die Waffe haltenden Schützens
aufweist, die die elektrische Schaltung nach Identifizierung des Schützens aktiviert.
12. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die elektrische Schaltung
einen manuell betätigbaren Sicherungsschalter (29) aufweist, der bei Betätigung die
elektrische Schaltung aktiviert.
13. Handfeuerwaffe nach Anspruch 12, bei der der Sicherungsschalter (29) als Griffsicherungs-Tast-Ruheschalter
ausgebildet und einer Griffsicherung (27) zugeordnet ist.
14. Handfeuerwaffe nach Anspruch 13, bei der die den Griffsicherungs-Tast-Ruheschalter
(29) betätigende Griffsicherung (27) in der Rückseite des Griffstücks (3) untergebracht
ist, dort, wo sie von der Partie der den Waffengriff umgreifenden Hand eines Schützen
betätigt werden kann, die zwischen Daumen und Zeigefinger liegt.
15. Handfeuerwaffe nach Anspruch 8, 9, 10 und 11, bei der die elektrische Schaltung derart
eingerichtet ist, daß sie eine Zündspannung an den Kontakthebel (45) anlegt, wenn
sie durch die Identifikationseinrichtung, den Sicherungsschalter (29) und zeitlich
nacheinander erst durch die Freigabeerfassungseinrichtung (39) und dann durch die
Auslöseerfassungseinrichtung (37) aktiviert worden ist.
16. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine am Abzug (35) angeordnete
Abzugsfeder aufweist, die den freigegebenen Abzug (35) in die vordere Lage zurückführt.
17. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ein Druckstück (43) aufweist,
das im Züngel (41) des Abzugs (35) nach hinten gerichtet angeordnet ist und das beim
Betätigen des Abzugs (35) über eine Anfangsstrecke hinweg gegen das Griffstück (7)
anliegt und dann nur eine weitere Betätigung des Abzugs (35) über eine kurze Strecke
und unter erhöhter Federkraft zuläßt.
18. Handfeuerwaffe nach Anspruch 17, bei der die Strecke der Abzugsbetätigung bis zum
Einsetzen der erhöhten Federkraft einstellbar ist.
19. Handfeuerwaffe nach Anspruch 17 oder 18, bei der die Federkraft einstellbar ist.
20. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die elektrische Schaltung
eine Batterie (19) mit einer Ausgangsspannung, die niedriger als die zum Auslösen
eines Schusses erforderliche Spannung ist, und eine Transformatorschaltung aufweist,
welche die Ausgangsspannung der Batterie (19) auf die zum Auslösen eines Schusses
erforderliche Spannung transformiert.
21. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der in der Unterseite
des Magazins (15) ein Batterieraum (17) ausgespart ist, der die Batterie (19) aufnimmt.
22. Handfeuerwaffe nach Anspruch 21, bei der der Batterieraum (17) nicht oder nur mit
Sonderwerkzeug zu öffnen ist.
23. Handfeuerwaffe nach Anspruch 21 oder 22, bei der an der Rückseite das Batterieraums
(17) mindestens ein mit der Batterie (19) verbundener Kontakt (21) vorgesehen ist,
mit dem ein im Magazinschacht angeordneter Gegenkontakt zusammenwirkt.
24. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die elektrische Schaltung
in der Rückseite des Griffstücks (3) bevorzugt in einem Griffstückraum (23) sitzt.
25. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Zündstift (47)
zweiteilig ausgebildet ist, mit einem dem Patronenboden zugewandten Spitzenteil (63)
und einem dem Kontakthebel (45) zugewandten Basisteil (65), die über ein Federmittel
(67) miteinander verbunden sind, wobei das Gewicht des Spitzenteils (63) geringer
als dasjenige des Basisteils (65) ist.
26. Handfeuerwaffe nach Anspruch 25, bei dem das Gewicht des Spitzenteils (63) um wenigstens
den Faktor 5, insbesondere etwa um den Faktor 8 geringer als dasjenige des Basisteils
(65) ist.
27. Handfeuerwaffe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Zündstift (47)
bezüglich des Verschlusses (7) in Axialrichtung festgelegt ist.
1. A multi-shot hand weapon for firing electrically ignitable cartridges, having:
- an electric circuit for generating the firing voltage;
- a breech (7); and
- a firing pin (47) held in the breech, the firing tip of which rests on the cartridge
head of a loaded cartridge when the breech (7) is closed,
characterised in that the weapon comprises a swivelling contact lever (45), the swivel movement of which
is coupled with the movement of the breech (7), and which is in electrical contact
firstly with the firing pin (47) and secondly with the electric circuit, it being
configured in such a manner that it interrupts the electrical contact between the
electric circuit and the firing pin (47) when the breech (7) is opened.
2. A hand weapon according to Claim 1, in which the contact lever (45) is pivoted on
a swivel pin (55), on the outer side of which in the vicinity of this swivel pin (55)
an electrically conductive contact point (59) is provided, which interacts with a
sliding contact (61) in such a manner that the contact point (59) is only in electrical
contact with the sliding contact (61) if the contact lever (45) is situated in its
swivel position in which the breech (7) is closed.
3. A hand weapon according to Claim 1 or 2, in which the firing pin (47) is electrically
insulated in relation to the breech (7).
4. A hand weapon according to Claim 3, in which the circuit between a loaded cartridge
and the electric circuit on the one hand runs firstly over the firing pin (47) and
the contact lever (45), and secondly over the breech (7), and the contact lever (45)
interacts with the breech (7) in such a manner that the circuit is short-circuited
via the contact lever (45) as the breech (7) opens.
5. A hand weapon according to Claim 4, in which the contact lever (45) and the firing
pin (47) are configured so that the electric contact between the contact lever (45)
and the firing pin (47) is interrupted when the breech is opening.
6. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the firing pin (47)
can move axially in relation to the breech (7) between two positions, its tip protruding
out of the breechblock (13) of the breech (7) in the first position and not protruding
out of the breechblock in the second position, a firing pin spring (51) pretensioning
the firing pin (47) into the first position.
7. A hand weapon according to Claim 6, in which the contact lever (45) rests against
the rear end of the firing pin (47) when the breech (7) is closed and is prestressed
against this end by a contact lever spring (53), the spring tension of which is greater
than that of the firing pin spring (51).
8. A hand weapon according to one of the preceding Claims, which comprises a tripping
detection device (37) coupled to the trigger (35), which device activates the electric
circuit when the trigger (35) is pulled through.
9. A hand weapon according to one of the preceding Claims, which comprises a release
detection device (39) coupled to the trigger (35), which device activates the electric
circuit when the trigger (35) is released.
10. A hand weapon according to Claims 8 and 9, which comprises a rod connected to the
trigger (35), which rod extends rearwards, and comprises an actuating means (33) that
activates the tripping detection device (37) and activates the release detection device
(39).
11. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the electric circuit
comprises an identification device for identifying the marksman holding the weapon
and which device activates the electric circuit after the marksman has been identified.
12. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the electric circuit
comprises a manually operable safety switch (29) that activates the electric circuit
when actuated.
13. A hand weapon according to Claim 12, in which the safety switch (29) is designed as
a grip safety push button sleep switch and is associated with a grip safety (27).
14. A hand weapon according to Claim 13, in which the grip safety (27) actuating the grip
safety push button sleep switch (29) is accommodated in the rear side of the grip
(3) where it can be operated by the part of the hand of a marksman holding the weapon
grip and lying between the thumb and the index finger.
15. A hand weapon according to Claims 8, 9, 10 and 11, in which the electric circuit is
set up in such a manner that it applies a firing voltage to the contact lever (45)
when it has been activated by the identification device, the safety switch (29) and
consecutively first by the release detection device (39) and then by the tripping
detection device (27).
16. A hand weapon according to one of the preceding Claims, which comprises a trigger
spring that is disposed on the trigger (35) and that returns the released trigger
(35) into the forward position.
17. A hand weapon according to one of the preceding Claims, which comprises a contact
piece (43), which is disposed, rearwardly directed, in the tongue (41) of the trigger
(35) and which when the trigger (35) is actuated across an initial distance rests
against the grip (7) and then only permits a further actuation of the trigger (35)
over a short distance and accompanied by increased spring tension.
18. A hand weapon according to Claim 17, in which the distance of the trigger actuation
until the application of the increased spring tension is adjustable.
19. A hand weapon according to Claim 17 or 18, in which the spring tension is adjustable.
20. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the electric circuit
is a battery (19) having an output voltage that is lower than the voltage required
for triggering a shot, and comprises a transformer circuit that transforms the output
voltage of the battery (19) to the voltage required for triggering a shot.
21. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which a battery compartment
(17) holding the battery (19) is recessed in the underside of the magazine (15).
22. A hand weapon according to Claim 21, in which the battery compartment (17) cannot
be opened or can only be opened with a special tool.
23. A hand weapon according to Claim 21 or 22, in which there is provided on the rear
side of the battery compartment (17) at least one contact (21) connected to the battery
(19), with which a countercontact disposed in the magazine well interacts.
24. A hand weapon according to one of the preceding Claims,
in which the electric circuit is seated in the rear side of the grip (3), preferably
in a grip compartment (23).
25. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the firing pin (47)
is constructed in two parts, having a tip part (63) facing the cartridge head and
a base part (65) facing the contact lever (45), which parts are connected to one another
via a spring means (67), the weight of the tip part (63) being less than that of the
base part (65).
26. A hand weapon according to Claim 25, in which the weight of the tip part (63) is less
than that of the base part (65) by at least the factor 5, in particular approximately
by the factor 8.
27. A hand weapon according to one of the preceding Claims, in which the firing pin (47)
is fixed in the axial direction with respect to the breech (7).
1. Arme à feu de poing à répétition servant à tirer des cartouches pouvant être mises
à feu électriquement avec :

un circuit électrique pour la génération d'une tension d'amorçage ;

une culasse (7) ; et

un percuteur (47) logé dans la culasse (7), dont la pointe d'amorçage repose, lorsque
la culasse (7) est fermée, sur le fond d'une cartouche chargée,
caractérisée en ce que l'arme présente un levier de contact (45) pivotant, dont le mouvement de pivotement
est couplé au mouvement de la culasse (7) et qui est en contact électrique d'une part
avec le percuteur (47) et d'autre part avec le circuit électrique, celui-ci étant
configuré de sorte à interrompre le contact électrique entre le circuit électrique
et le percuteur (47) lorsque la culasse (7) est ouverte.
2. Arme à feu de poing selon la revendication 1, pour laquelle le levier de contact (45)
est logé à pivotement sur un axe pivotant (55), sur le côté extérieur duquel est prévu
un point de contact (59) électroconducteur dans la zone de cet axe pivotant (55) qui
coopère avec un contact frotteur (61) de telle sorte que le point de contact (59)
soit en liaison électrique avec le contact frotteur (61) uniquement si le levier de
contact (45) se trouve dans sa position de pivotement, à laquelle la culasse (7) est
fermée.
3. Arme à feu de poing selon la revendication 1 ou 2, pour laquelle le percuteur (47)
est isolé électriquement de la culasse (7).
4. Arme à feu de poing selon la revendication 3, pour laquelle le circuit s'étend entre
une cartouche chargée et le circuit électrique d'une part via le percuteur (47) et
le levier de contact (45) et d'autre part via la culasse (7), et le levier de contact
(45) coopère avec la culasse (7) de telle sorte que lorsque la culasse (7) s'ouvre,
le circuit est court-circuité via le levier de contact (45).
5. Arme à feu de poing selon la revendication 4, pour laquelle le levier de contact (45)
et le percuteur (47) sont configurés de telle sorte que lorsque la culasse s'ouvre,
le contact électrique entre le levier de contact (45) et le percuteur (47) est interrompu.
6. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
le percuteur (47) peut être déplacé axialement par rapport à la culasse (7) entre
deux positions, sa pointe d'amorçage dans la première position dépassant du bloc de
culasse (13) de la culasse (7) et dans la seconde position, ne dépassant pas du bloc
de culasse, un ressort de percuteur (51) précontraignant le percuteur (47) dans la
première position.
7. Arme à feu de poing selon la revendication 6, pour laquelle le levier de contact (45)
repose, lorsque la culasse (7) est fermée, sur l'extrémité arrière du percuteur (47)
et est précontraint contre cette extrémité avec un ressort de levier de contact (53),
dont la force de ressort est supérieure à celle du ressort de percuteur (51).
8. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, qui présente
un dispositif de détection de déclenchement couplé à la détente (35), qui active le
circuit électrique lorsque la détente est (35) bien entraînée.
9. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, qui présente
un dispositif de détection de libération (39) couplé à la détente (35), qui active
le circuit électrique lorsque la détente (35) est libérée.
10. Arme à feu de poing selon les revendications 8 et 9, qui présente une tige reliée
à la détente (35) qui mène vers l'arrière et présente un moyen d'actionnement (33)
qui active le dispositif de détection de déclenchement (37) et le dispositif de détection
de libération (39).
11. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
le circuit électrique présente un dispositif d'identification pour l'identification
du tireur tenant l'arme, qui active le circuit électrique après identification du
tireur.
12. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
le circuit électrique présente un disjoncteur (29) activable manuellement qui active
en cas d'actionnement le circuit électrique.
13. Arme à feu de poing selon la revendication 12, pour laquelle le disjoncteur (29) est
réalisé comme un bouton-poussoir de repos de coupe-circuit à poignée et est associé
à un coupe-circuit à poignée (27).
14. Arme à feu de poing selon la revendication 13, pour laquelle le coupe-circuit à poignée
(27) actionnant le bouton-poussoir de repos de coupe-circuit à poignée (29) est logé
dans le côté arrière de la crosse (3), où il peut être actionné par la partie de la
main d'un tireur entourant la crosse de l'arme qui se trouve entre le pouce et l'index.
15. Arme à feu de poing selon les revendications 8, 9, 10 et 11, pour laquelle le circuit
électrique est disposé de telle sorte qu'il applique une tension d'amorçage sur le
levier de contact (45) s'il a été activé par le dispositif d'identification, le disjoncteur
(29) et successivement par le dispositif de détection de libération (39) puis par
le dispositif de détection de déclenchement (37).
16. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, présentant
un ressort de détente disposé sur la détente (35) qui ramène la détente (35) libérée
dans la position avant.
17. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, présentant
une pièce de pression (43) qui est disposée dirigée vers l'arrière dans la queue (41)
de la détente (35) et qui repose lors de l'actionnement de la détente (35) au-delà
d'une trajectoire initiale contre la poignée (7) et n'autorise ensuite qu'un autre
actionnement de la détente (35) sur une courte trajectoire et sous la force de ressort
augmentée.
18. Arme à feu de poing selon la revendication 17, dont la trajectoire de l'actionnement
de la détente peut être réglée jusqu'à l'utilisation de la force de ressort augmentée.
19. Arme à feu de poing selon la revendication 17 ou 18, ayant une force de ressort réglable.
20. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, dont le
circuit électrique présente une batterie (19) avec une tension de sortie qui est plus
faible que la tension nécessaire au déclenchement d'un tir, et un circuit de transformateur
qui transforme la tension de sortie de la batterie (19) en tension nécessaire au déclenchement
d'un tir.
21. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
un espace pour batterie (17) qui reçoit la batterie (19), est évidé dans le côté inférieur
du magasin (15).
22. Arme à feu de poing selon la revendication 21, pour laquelle l'espace pour batterie
(17) ne doit pas être ouvert ou seulement avec un outil spécial.
23. Arme à feu de poing selon la revendication 21 ou 22, pour laquelle sur le côté arrière
de l'espace pour batterie (17), au moins un contact (21) relié à la batterie (19)
est prévu, avec lequel coopère un contact antagoniste disposé dans le compartiment
de magasin.
24. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes dont le
circuit électrique loge dans le côté arrière de la poignée (3), de préférence dans
un espace de poignée (23).
25. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
le percuteur (47) est réalisé en deux parties, avec une partie de pointe (63) tournée
vers le fond de la cartouche et une partie de base (65) tournée vers le levier de
contact (45), lesquelles sont reliées l'une à l'autre par un moyen à ressort (67),
le poids de la partie de pointe (63) étant plus faible que celui de la partie de base
(65).
26. Arme à feu de poing selon la revendication 25, pour laquelle le poids de la partie
de pointe (63) est plus faible d'au moins le facteur 5, en particulier d'environ le
facteur 8 que celui de la partie de base (65).
27. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour laquelle
le percuteur (47) est fixé par rapport à la culasse (7) dans le sens axial.