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(11) |
EP 1 825 488 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.09.2008 Patentblatt 2008/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.11.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/056303 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/063928 (22.06.2006 Gazette 2006/25) |
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| (54) |
MEHRPHASIGES SCHALTGERÄT MIT ZUMINDEST DREI GLEICHARTIGEN UNTERBRECHEREINHEITEN
POLYPHASE SWITCHING DEVICE COMPRISING AT LEAST THREE SIMILAR INTERRUPTER UNITS
APPAREIL DE DISTRIBUTION POLYPHASE DOTE D'AU MOINS TROIS UNITES DE COUPURE DE MEME
TYPE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
13.12.2004 DE 102004061277
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2007 Patentblatt 2007/35 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRUCHMANN, Bernd
12353 Berlin (DE)
- WAAGE, Horst
14055 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 788 392 US-B1- 6 630 638
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US-A- 5 128 502
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein mehrphasiges Schaltgerät mit zumindest drei gleichartigen
Unterbrechereinheiten, die jeweils ein erstes und ein zweites Anschlussstück aufweisen,
die jeweils auf einer Hauptachse liegen, wobei die Hauptachsen annähernd parallel
zueinander ausgerichtet sind.
[0002] Ein derartiges mehrphasiges Schaltgerät ist beispielsweise aus der Patentschrift
US 6,630,638 B1 bekannt. Das dortige mehrphasige Schaltgerät weist drei Unterbrechereinheiten auf,
die jeweils von einem separaten Kapselungsgehäuse umgeben sind. Zum Anschluss der
Unterbrechereinheiten an ein Elektroenergieübertragungsnetz sind an den Kapselungsgehäusen
jeweils Freiluftdurchführungen zur Einführung von elektrischen Leitern angeordnet.
[0004] Die Kapselungsgehäuse und damit auch die im Innern befindlichen Unterbrechereinheiten
des bekannten mehrphasigen Schaltgerätes sind eng aneinandergerückt. Um eine notwendige
Beabstandung luftisolierter elektrischer Leiter an den freien Enden der Freiluftdurchführungen
zu gewährleisten, sind diese jeweils fächerartig auseinander gezogen. Durch die kompakte
Anordnung der Unterbrechereinheiten zueinander wird eine geringe Aufstellfläche für
das elektrische Schaltgerät benötigt. Die Nachrüstung bzw. Erweiterung des bekannten
mehrphasigen Schaltgerätes mit weiteren Baugruppen, beispielsweise mit Erdungsschaltern
oder Trennschaltern, ist jedoch aufgrund der engen Platzverhältnisse kaum möglich.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein mehrphasiges Schaltgerät anzugeben,
welches flexibel einsetzbar ist und ausreichende Reserven zum Einbringen von weiteren
Baugruppen vorhält.
[0006] Die Aufgabe wird bei einem mehrphasigen Schaltgerät der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass alle Abstände der Hauptachsen voneinander verschiedene Beträge
aufweisen.
[0007] Durch eine Wahl verschiedener Beträge für die Abstände der Hauptachsen der Unterbrechereinheiten
zueinander ist ein mehrphasiges Schaltgerät gestaltbar, welches eine asymmetrische
Verteilung der Unterbrechereinheiten aufweist. Durch die asymmetrische Verteilung
werden an dem Schaltgerät unterschiedliche Bereiche bereitgestellt, die für einen
nachträglichen Einbau von weiteren Baugruppen wie beispielsweise Erdungsschaltern,
Spannungs- oder Stromwandlern oder ähnlichem zur Verfügung stehen. Die verschiedenen
Abstände der Hauptachsen zueinander gestatten es, verschieden große Bereiche bzw.
Volumina an dem Schaltgerät vorzusehen, um verschieden große Baugruppen, wie Schaltgeräte,
Spannungswandler oder andere Überwachungseinrichtungen, nachzurüsten.
[0008] Die Unterbrechereinheiten können beispielsweise derart ausgestaltet sein, dass zwei
relativ zueinander bewegbare Kontaktstücke axial gegenüberliegend angeordnet sind
und eines oder beide Kontaktstücke entlang der Achse verschiebbar sind. An den von
der Schaltstelle der Kontaktstücke abgewandten Enden liegen jeweils die Anschlussstücke
der Unterbrechereinheit. Bei einer derartigen Ausführung ist die Hauptachse der Unterbrechereinheit
und die Achse entlang welcher die Relativbewegung der Kontaktstücke erfolgt annähernd
identisch.
[0009] Die Anschlussstücke sind dann vorteilhaft im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgestaltet
und koaxial zu der Achse angeordnet.
[0010] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Hauptachsen in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet sind.
[0011] Bei einer Anordnung der Hauptachsen in einer gemeinsamen Ebene kann das Schaltgerät
beispielsweise in einer Dead-Tank-Bauweise ausgeführt sein. Durch die Anordnungen
in einer Ebene in Verbindung mit der Wahl der Abstände der Hauptachsen zueinander
stehen zwischen den Unterbrechereinheiten der einzelnen Phasen Bereiche verschiedener
Größe zum Einbau verschieden großer Elemente zur Verfügung.
[0012] Dabei kann weiterhin vorteilhaft vorgesehen sein, dass jede der Unterbrechereinheiten
von einem separaten Kapselungsgehäuse umgeben ist.
[0013] Die Ummantelung der Unterbrechereinheiten mit separaten Kapselungsgehäusen ermöglicht
weiterhin die Abstände der Hauptachsen voneinander je nach Aufstellungsort variabel
festzulegen. Jedes der Kapselungsgehäuse mit den jeweiligen Unterbrechereinheiten
wirkt hinsichtlich Lichtbogenlöschung, Isolationsfestigkeit usw. unabhängig von den
anderen.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zum elektrischen Anschluss
der Unterbrechereinheiten jeweils zumindest eine Freiluftdurchführung mit im Wesentlichen
radialer Ausrichtung zur Hauptachse des jeweiligen Kapselungsgehäuses angeordnet ist.
[0015] Mittels Freiluftdurchführungen können elektrische Leitungen sicher in das Innere
des Kapselungsgehäuses eingeführt werden. Die radiale Ausrichtung gestattet eine sichere
Beabstandung von spannungsführenden Teilen zu dem Gehäuse. So kann das Kapselungsgehäuse
beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Material bestehen und selbst Erdpotential
führen. Dadurch entstehen robuste wetterbeständige Anordnungen, die beispielsweise
auch unter erschwerten klimatischen Verhältnissen einsetzbar sind.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zwei Freiluftdurchführungen
jeweils um die Hauptachsen mit entgegengesetztem Richtungssinn aus einer Senkrechten
verschwenkt sind und eine Freiluftdurchführung in der Senkrechten angeordnet ist.
[0017] Eine derartige Ausgestaltung kann beispielsweise zur Ausgestaltung von fächerförmig
zueinander angeordneten Freiluftdurchführungen von drei Phasen des Schaltgerätes führen.
Dadurch kann in einfacher Weise eine ausreichende Schlagweite an den verschiedene
elektrische Potentiale führenden freien Enden der Freiluftdurchführungen erzeugt werden.
[0018] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass alle Freiluftdurchführungen um bis
zu maximal 45° aus einer Senkrechten jeweils um die Hauptachsen verschwenkt sind,
wobei eine Freiluftdurchführung mit von den anderen Freiluftdurchführungen abweichendem
Richtungssinn ausgeschwenkt ist.
[0019] In Verbindung mit den unterschiedlichen Abständen der Hauptachsen der Unterbrechereinheiten
und einer Verschwenkung aller Freiluftdurchführungen, wobei eine der Freiluftdurchführungen
mit einem unterschiedlichen Richtungssinn ausgeschwenkt ist, ist die Einhaltung ausreichender
Schlagweiten zwischen den Freiluftdurchführungen gewährleistet. Zusätzlich kann bei
einer Anordnung der Unterbrechereinheiten in einer Ebene erreicht werden, dass die
Höhe der Anschlussstellen an den freien Enden der Freiluftdurchführungen jeweils bei
allen Phasen gleich ist. Dadurch ergeben sich Vorteile bei einer beengten Aufstellung
des elektrischen Schaltgerätes beispielsweise unter einer Hochspannungsleitung. Gegenüber
symmetrisch aufgefächerten Freiluftdurchführungen, bei denen der Anschlusspunkt der
mittig angeordneten Durchführung höher liegt, als die Anschlusspunkte von seitlich
abgeschwenkten Freiluftdurchführungen, ist eine Verwendung eines erfindungsgemäßen
Schaltgerätes auch auf überbauten Flächen geringer Höhe möglich.
[0020] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Schaltgerät ein einphasig gekapseltes
Schaltgerät in Dead-Tank-Bauweise ist und das Schaltgerät ein Hochspannungs-Leistungsschalter
ist.
[0021] Schaltgeräte in Dead-Tank-Bauweise sind beispielsweise aus dem Stand der Technik
bekannt. Eine erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Hochspannungsleistungsschalters
in Dead-Tank-Bauweise ist zu bereits bestehenden Anordnungen kompatibel, das heißt,
bei einem Ersatz von verschlissenen Hochspannungs-Leistungsschaltern kann so in einfacher
Weise ein erfindungsgemäßer Hochspannungs-Leistungsschalter Verwendung finden.
[0022] Es kann vorteilhafterweise weiterhin vorgesehen sein, dass zumindest eine Freiluftdurchführung
unmittelbar an einem am Kapselungsgehäuse angeordneten Flansch angeflanscht ist.
[0023] Durch ein unmittelbares Anflanschen einer Freiluftdurchführung an das Kapselungsgehäuse
entsteht eine mechanisch stabile Einheit. Schwingungen der Freiluftdurchführungen
aufgrund von Schalthandlungen oder Windlasten können auf ein zulässiges Maß begrenzt
werden.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest eine Freiluftdurchführung
mittelbar unter Zwischenbau einer weiteren Gehäusebaugruppe an ein Kapselungsgehäuse
angeflanscht ist.
[0025] Der Zwischenbau einer weiteren Gehäusebaugruppe ermöglicht es, weitere Bauteile in
kompakter Form an das mehrphasige Schaltgerät anzubauen. Dazu kann beispielsweise
der Innenraum der Gehäusebaugruppe genutzt werden.
[0026] Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass in der weiteren Gehäusebaugruppe ein
Trennschalter und/oder ein Erdungsschalter angeordnet ist.
[0027] Durch die Anordnung von Trennschaltern bzw. Erdungsschaltern innerhalb einer weiteren
Gehäusebaugruppe sind diese vor äußeren Umwelteinflüssen geschützt. Gleichzeitig wird
die Umwelt vor Gefährdungen, die von den im Innern der Gehäusebaugruppe angeordneten
Schaltgeräten ausgehen, bewahrt.
[0028] Zusätzlich wird mit einer Ausrüstung des mehrphasigen Schaltgerätes mit einer weiteren
Gehäusebaugruppe die Anzahl von möglichen Schaltungsvarianten erhöht. Damit ist das
mehrphasige elektrische Schaltgerät vielfältig einsetzbar. So kann beispielsweise
vorgesehen sein, dass über den Erdungsschalter und den Trennschalter einzelne Freileitungsabschnitte
freigeschaltet werden und diese anschließend geerdet werden.
[0029] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung
gezeigt und nachfolgend näher beschrieben. Dabei zeigt die
- Figur 1
- eine stirnseitige Ansicht eines mehrphasigen Schaltgerätes, die
- Figur 2
- eine seitliche Ansicht des in der Figur 1 dargestellten mehrphasigen Schaltgerätes,
die
- Figur 3
- eine stirnseitige Ansicht des aus der Figur 1 bekannten Schaltgerätes mit einem Freilufterdungsschalter
sowie die
- Figur 4
- eine seitliche Ansicht eines elektrischen Schaltgerätes mit Freiluftdurchführungen
und zwischengebauten weiteren Gehäusebaugruppen.
[0030] Die Figur 1 zeigt ein mehrphasiges Schaltgerät 1. Das mehrphasige Schaltgerät weist
drei Phasen A, B, C auf. Jede der drei Phasen A, B, C ist ein separates Kapselungsgehäuse
2, 3, 4 zugeordnet. Die Kapselungsgehäuse 2, 3, 4 sind jeweils aus einem elektrisch
leitenden Material gefertigt und umgeben eine Unterbrechereinheit eines HochspannungsLeistungsschalters.
Die Kapselungsgehäuse 2, 3, 4 weisen eine im Wesentlichen rohrförmige Struktur auf.
Entlang der Rohrachsen der Kapselungsgehäuse 2, 3, 4 sind im Innern der Kapselungsgehäuse
2, 3, 4 die jeweiligen Unterbrechereinheiten der Phasen A, B, C angeordnet. In der
Figur 1 ragen die Hauptachsen senkrecht aus der Zeichenebene heraus. Eine Hauptachse
5 der Phase C ist in einer seitlichen Ansicht in der Figur 2 erkennbar. Die Blickrichtung
der Darstellung der Figur 2 ist in der Figur 1 mit einem Pfeil 6 kenntlich gemacht.
Beispielhaft ist in der Figur 2 eine Unterbrechereinheit 11 dargestellt. Die Unterbrechereinheit
11 weist ein erstes Kontaktstück 12 sowie ein zweites Kontaktstück 13 auf. Die Kontaktstücke
12, 13 liegen koaxial zu der Hauptachse 5. Das erste Kontaktstück 12 ist tulpenförmig,
das zweite Kontaktstück 13 ist bolzenförmig ausgestaltet. Das zweite Kontaktstück
13 ist über eine Antriebseinrichtung 14 längs der Hauptachse 5 verschiebbar. Die Anschlussstücke
sind im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet und sind an den von der Schaltstelle
abgewandten Enden der Kontaktstücke 12, 13 angeordnet.
[0031] Zur Zuführung der elektrischen Leitungen zu den im Innern der Kapselungsgehäuse 2,
3, 4 befindlichen Unterbrechereinheiten sind an den Kapselungsgehäusen 2, 3, 4 mantelseitig
jeweils eine erste und eine zweite Freiluftdurchführung 7a, b, c, d angeordnet. Die
Hauptachsen der Phasen A, B, C sind jeweils in einer gemeinsamen Ebene angeordnet
und zueinander parallel ausgerichtet. Alle Abstände der Hauptachsen der Phasen A,
B, C sind voneinander verschieden. So ist der Abstand zwischen den Hauptachsen der
Phasen A und C größer, als der Abstand der zwischen den Hauptachsen der Phasen A und
B sowie größer als der Abstand zwischen den Hauptachsen der Phasen B und C. Wobei
der Abstand zwischen den Hauptachsen der Phasen A und B wiederum größer ist, als der
Abstand zwischen den Hauptachsen der Phasen B und C.
[0032] Neben der in der Figur 1 dargestellten Anordnung kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass die Hauptachsen zwar parallel zueinander angeordnet sind, jedoch in verschiedenen
Ebenen liegen, so dass eine so genannte Dreiecksanordnung entsteht. Auch in diesem
Fall ist der Abstand sämtlicher Hauptachsen voneinander verschieden. Weiterhin kann
auch vorgesehen sein, dass eine oder mehrere der Freiluftdurchführungen der Phasen
A, B, C in einer Senkrechten liegen.
[0033] Um eine ausreichende Schlagweite S an den freien Enden der Freiluftdurchführungen
zu gewährleisten, sind die Achsen der Freiluftdurchführungen aus einer Senkrechten
heraus geschwenkt. Dabei sind die Achsen alle um denselben Betrag ausgelenkt. Die
Freiluftdurchführungen der Phasen A und B sind jeweils mit demselben Richtungssinn
ausgelenkt. Die Freiluftdurchführungen der Phase C sind zwar um denselben Betrag jedoch
mit unterschiedlichem Richtungssinn ausgelenkt. Dadurch entsteht eine Anordnung, bei
welcher die Anschlusspunkte der Freiluftdurchführungen in ein und derselben Höhe liegen,
wobei etwa gleiche Abstände S zwischen den Anschlusspunkten der äußeren Freiluftdurchführungen
und der mittleren Freiluftdurchführung vorliegen.
[0034] Bei der in der Figur 1 dargestellten asymmetrischen Verteilung der Hauptachsen entsteht
zwischen den Phasen A und B ein Aufnahmeraum zur Anordnung weiterer Baugruppen wie
beispielsweise Erdungsschaltern oder ähnlichem. Zwischen der Phase B und C ist ein
derartiger Raum nicht vorgesehen. Aufgrund der asymmetrischen Anordnung ist das gesamte
mehrphasige Schaltgerät um eine Hochachse drehbar, so dass der zum Nachrüsten weiterer
Baugruppen vorgesehene Bauraum in die gewünschte Lage verdrehbar ist.
[0035] In der Figur 3 ist beispielhaft die Ausrüstung des in der Figur 1 dargestellten mehrphasigen
Schaltgerätes mit einem Freilufterdungsschalter 8 dargestellt. Der Freilufterdungsschalter
8 weist an jeder Phase eine schwenkbare Stange auf, die in der Nähe des Fußpunktes
der Freiluftdurchführungen 7a, 7b, 7c drehbar gelagert sind. Dort sind sie auch mit
dem Erdpotential verbunden. Zum Erden können die Erdungsstangen in die in der Figur
3 dargestellte Position nach oben geschwenkt werden und dort in einen Gegenkontakt
an dem freien Ende der jeweiligen Freiluftdurchführungen 7a, 7b, 7c einfahren. An
den beiden äußeren Phasen A, C sind die Erdungsstangen außen liegend angeordnet. An
der mittleren Phase B ist die Erdungsstange in dem durch die asymmetrische Verteilung
der Unterbrechereinheit gewonnenen Raum angeordnet. Aufgrund der gleichartigen jedoch
mit unterschiedlichem Richtungssinn vorgenommenen Ausschwenkung und der dadurch erzielten
gleichen Höhe der Anschlusspunkte der Freiluftdurchführungen sind auch für alle drei
Phasen gleichartige Erdungsstangen an dem Freilufterdungsschalter 8 verwendbar.
[0036] Die Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Phase eines mehrphasigen Schaltgerätes,
wobei die Freiluftdurchführungen 7e, 7f unter Zwischenschaltung jeweils einer weiteren
Gehäusebaugruppe 9a, 9b an das Kapselungsgehäuse 10 angeflanscht sind. Im Innern der
weiteren Gehäusebaugruppen 9a, 9b können beispielsweise Trennschalter oder Erdungsschalter
angeordnet sein. Mittels der Trennschalter ist beispielsweise der über die Freiluftdurchführungen
7e, 7f in das Innere des Kapselungsgehäuses 10 eingebrachte Leiterzug auftrennbar.
Mittels der Erdungsschalter ist der entsprechende Leiterzug mit Erdpotential beaufschlagbar.
Im Innern des Kapselungsgehäuses sind die Trennschalter bzw. Erdungsschalter vor äußeren
Umwelteinflüssen geschützt. Weiterhin werden die unter Hochspannungspotential stehenden
Freiluftdurchführungen weiter entfernt von dem Kapselungsgehäuses 10 an dieses mittelbar
angeflanscht. Dadurch wird eine Gefährdung von Bedienpersonal vermieden, da hochspannungsführende
Teile von diesem weiter beabstandet sind.
1. Mehrphasiges Schaltgerät (1) mit zumindest drei gleichartigen Unterbrechereinheiten
(11), die jeweils ein erstes und ein zweites Anschlussstück aufweisen, die jeweils
auf einer Hauptachse liegen, wobei die Hauptachsen annähernd parallel zueinander ausgerichtet
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Abstände der Hauptachsen voneinander verschiedene Beträge aufweisen.
2. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hauptachsen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
3. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede der Unterbrechereinheiten (11) von einem separaten Kapselungsgehäuse (2, 3, 4)
umgeben ist.
4. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum elektrischen Anschluss der Unterbrechereinheiten (11) jeweils zumindest eine Freiluftdurchführung
(7a, b, c, d) mit im Wesentlichen radialer Ausrichtung zur Hauptachse des jeweiligen
Kapselungsgehäuses(2, 3, 4) angeordnet ist.
5. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Freiluftdurchführungen (7a, b, c, d) jeweils um die Hauptachsen mit entgegengesetztem
Richtungssinn aus einer Senkrechten verschwenkt sind und eine Freiluftdurchführung
in der Senkrechten angeordnet ist.
6. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Freiluftdurchführungen (7a, b, c, d) um bis zu maximal 45° aus einer Senkrechten
jeweils um die Hauptachsen verschwenkt sind, wobei eine Freiluftdurchführung mit von
den anderen Freiluftdurchführungen (7a, b, c, d) abweichendem Richtungssinn ausgeschwenkt
ist.
7. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schaltgerät ein einphasig gekapseltes Schaltgerät in Dead-Tank-Bauweise ist und
das Schaltgerät ein Hochspannungs-Leistungsschalter ist.
8. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine Freiluftdurchführung (7a, b, c, d) unmittelbar an einem am Kapselungsgehäuse
(2, 3, 4) angeordneten Flansch angeflanscht ist.
9. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine Freiluftdurchführung (7a, b, c, d) mittelbar unter Zwischenbau einer
weiteren Gehäusebaugruppe (9a, 9b) an ein Kapselungsgehäuse (10) angeflanscht ist.
10. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der weiteren Gehäusebaugruppe (9a, 9b) ein Trennschalter angeordnet ist.
11. Mehrphasiges Schaltgerät (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der weiteren Gehäusebaugruppe (9a, 9b) ein Erdungsschalter angeordnet ist.
1. Polyphase switching device (1) comprising at least three similar interrupter units
(11), which each have a first and a second connection piece, which each lie on a main
axis, the main axes being aligned approximately parallel to one another, characterized in that all of the distances between the main axes have different absolute values.
2. Polyphase switching device (1) according to Claim 1, characterized in that the main axes are arranged in a common plane.
3. Polyphase switching device (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that each of the interrupter units (11) is surrounded by a separate encapsulating housing
(2, 3, 4).
4. Polyphase switching device (1) according to Claim 3, characterized in that, in order to electrically connect the interrupter units (11), in each case at least
one outdoor bushing (7a, b, c, d) is arranged with a substantially radial alignment
with respect to the main axis of the respective encapsulating housing (2, 3, 4).
5. Polyphase switching device (1) according to Claim 4, characterized in that two outdoor bushings (7a, b, c, d) are each pivoted about the main axes with opposite
sense of direction out of a perpendicular, and an outdoor bushing is arranged in the
perpendicular.
6. Polyphase switching device (1) according to Claim 5, characterized in that all of the outdoor bushings (7a, b, c, d) are pivoted through up to a maximum of
45° out of a perpendicular in each case about the main axes, with one outdoor bushing
being pivoted out with a sense of direction which is different from that of the other
outdoor bushings (7a, b, c, d).
7. Polyphase switching device (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the switching device is a single-phase-encapsulated switching device with a dead
tank design and the switching device is a high-voltage circuit breaker.
8. Polyphase switching device (1) according to one of Claims 4 to 7, characterized in that at least one outdoor bushing (7a, b, c, d) is flange-connected directly on a flange
arranged on the encapsulating housing (2, 3, 4).
9. Polyphase switching device (1) according to one of Claims 4 to 7, characterized in that at least one outdoor bushing (7a, b, c, d) is flange-connected to an encapsulating
housing (10) indirectly, with a further housing assembly (9a, 9b) interposed.
10. Polyphase switching device (1) according to Claim 9, characterized in that a switch disconnector is arranged in the further housing assembly (9a, 9b).
11. Polyphase switching device (1) according to Claim 9 or 10, characterized in that a grounding switch is arranged in the further housing assembly (9a, 9b).
1. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé comprenant au moins trois unités ( 11 ) de
coupure de même type qui ont, respectivement, une première et une deuxième pièce formant
borne, qui se trouvent, respectivement, sur un axe principal, les axes principaux
étant sensiblement parallèles les uns aux autres,
caractérisé en ce que
toutes les distances entre les axes principaux sont différentes.
2. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les axes principaux sont dans un plan commun.
3. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
chacune des unités ( 11 ) de coupure est entourée d'un boîtier ( 2, 3, 4 ) d'encapsulation
distinct.
4. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que
pour connecter électriquement les unités ( 11 ) de coupure il est disposé, respectivement,
au moins une traversée ( 7a, b, c, d ) extérieure et disposée en ayant une direction
sensiblement radiale par rapport à l'axe principal du boîtier ( 2, 3, 4 ) d'encapsulation
respectif.
5. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que
deux traversées ( 7a, b, c, d ) extérieures sont écartées d'une perpendiculaire respectivement
autour des axes principaux avec un sens d'orientation opposé et une traversée extérieure
est disposée dans la perpendiculaire.
6. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que
toutes les traversées ( 7a, b, c, d ) extérieures sont écartées, respectivement, autour
des axes principaux d'une perpendiculaire jusqu'à un maximum de 45°, une traversée
extérieure étant écartée en ayant un sens d'orientation différent des autres traversées
( 7a, b, c, d ) extérieures.
7. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
l'appareil de commutation est un appareil de commutation encapsulé de façon monophasée
en mode de construction Dead-Tank et en ce que l'appareil de commutation est un disjoncteur de haute tension.
8. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant l'une des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que
au moins une traversée ( 7a, b, c, d ) est bridée directement sur une bride disposée
sur le boîtier ( 2, 3, 4 ) d'encapsulation.
9. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant l'une des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que
au moins l'une des traversées ( 7a, b, c, d ) est bridée indirectement sur un boîtier
( 10 ) d'encapsulation avec interposition d'un autre module ( 9a, 9b ) de boîtier.
10. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 9,
caractérisé en ce que
un interrupteur de coupure est disposé dans l'autre module ( 9a, 9b ) de boîtier.
11. Appareil ( 1 ) de commutation polyphasé suivant la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
un interrupteur de mise à la terre est disposé dans l'autre module ( 9a, 9b ) de boîtier.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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