[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten bahnförmiger Materialien
mit einem Beschichtungsmedium. Bei den Beschichtungsmedien handelt es sich um Massen,
wie beispielsweise Farbstoffe, Farbstoffdispersionen oder Klebstoffe.
[0002] Moderne Beschichtungsvorrichtungen, insbesondere Druckmaschinen, verwenden geschlossene
Kammerrakelsysteme. Vorrichtungen mit offenen Farbwannen und Tauchwalzen können nur
für geringe Beschichtungsgeschwindigkeiten eingesetzt werden. Erst durch den Einsatz
von Kammerrakelvorrichtungen gelang es eine korrekte und gleichmäßige Einfärbung der
Übertragungswalzen bei grö-ßeren Produktionsgeschwindigkeiten zu erzielen. Eine solche
Vorrichtung ist in der
europäischen Patentschrift EP 1 117 488 B offenbart. Diese Beschichtungsvorrichtung beschreibt das Aufbringen eines Klebstoffes
auf eine fortlaufend transportierte Bahn. Der Klebstoff wird durch eine liniengravierte
oder auch näpfchengravierte Walze auf die Bahn übertragen. Dazu weist die Walze beispielsweise
an ihrem Umfang eine schraubenförmig angeordneten Gravurrille auf. Der Klebstoff wird
durch einen Auftragskopf auf den Umfang der Gravurwalze aufgebracht. Dazu weist der
Auftragskopf zwei durch den Umfang der Gravurwalze abgedeckte Kammern für das aufzutragende
Medium auf, nämlich eine Vorkammer und eine in Drehrichtung der Gravurwalze nachfolgende
Hauptkammer. Diese beiden Kammern sind durch ein mittleres Dichtorgan voneinander
abgegrenzt, welches am Umfang der Gravurwalze anliegt. Die beiden Kammern sind an
ihren freien Außenseiten durch je ein Rakel begrenzt, welches dichtend am Umfang der
Gravurwalze anliegt. Der Druck in den beiden Kammern kann unabhängig voneinander eingestellt
werden, wobei der Druck in der Vorkammer höher gewählt wird. Dadurch soll das Eintreten
von Luft verhindert werden. In die Kammer eingeschleppte Luft der sich schnell drehenden
Übertragungswalze kann die Beschichtung empfindlich stören. Bei zu geringem Überdruck
in der Vorkammer und bei schneller Drehung der Übertragungswalze dringt Luft in die
Vorkammer ein. Diese Luft bildet Mikroblasen im Beschichtungsmedium, was insbesondere
bei dünnen Beschichtungen zu Ausschussware führt. Bei größeren Produktionsgeschwindigkeiten
wird ein höherer Druck in der Vorkammer benötigt, um die Luft aus dem System zu halten.
Dieser höhere Druck führt zu Penetrationen von der Vorkammer in die Hauptkammer, woraus
ein höherer Minimaldruck in der Hauptkammer und somit ein höheres minimal mögliches
Auftraggewicht folgt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beschichten einer
bewegten Bahn mit einem Beschichtungsmedium bereitzustellen, die unabhängig von der
Beschichtungsgeschwindigkeit eine gleichmäßige Beschichtung der Bahn, insbesondere
eine große Spannweite an Auftragsgewicht, erlaubt und die Lufteinschlüsse in der Beschichtungsmasse
verhindert.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im Wesentlichen aus einer
Auftragsvorrichtung, einer Übertragungswalze und einer Gegenwalze, wobei die Funktion
der Gegenwalze auch von Slipwalzen erfüllt werden kann.. Zwischen der Übertragungswalze
und der Gegenwalze wird die bewegte Bahn geführt und dabei das Beschichtungsmedium
auf die Bahn übertragen. Das Beschichtungsmedium wird in der Auftragsvorrichtung auf
die Übertragungswalze aufgebracht. Dazu besitzt die Übertragungswalze entsprechende
Vertiefungen, die das Medium aufnehmen und in welchen das Medium zur Bahn transportiert
wird.
[0005] Die Auftragsvorrichtung besitzt eine Hauptkammer für das Beschichtungsmedium. An
der freien Außenseite, vorzugsweise an der Oberseite, wird die Hauptkammer durch die
Mantelfläche der Übertragungswalze abgedeckt und der in Bewegungsrichtung der Übertragungswalze
hintere Spalt zwischen Mantelfläche und Hauptkammer durch ein Rakel begrenzt, welches
dichtend an der Mantelfläche der Übertragungswalze anliegt. Der in Bewegungsrichtung
der Übertragungswalze vordere Spalt zwischen Mantelfläche und Hauptkammer wird einen
aus einer Düse ausfließenden Hochgeschwindigkeitsmedienstrom begrenzt, vorzugsweise
wird zusätzlich eine Dichtung vorgesehen. Dieser Hochgeschwindigkeitsmedienstrom tritt
entgegen der Bewegungsrichtung der Übertragungswalze aus der Düse, die sich über die
gesamte Breite der Übertragungswalze erstreckt, aus.
[0006] Bei dem Medium für den Hochgeschwindigkeitsmedienstrom handelt es sich vorzugsweise
um das Beschichtungsmedium. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit eine gewünschte
zweite Komponente mittels des Medienstroms gezielt hinzuzudosieren. Die Geschwindigkeit
des Medienstroms wird in Abhängigkeit vom Beschichtungsmedium, insbesondere der Viskosität
des Beschichtungsmediums und der Düsenform gewählt. Dieser Hochgeschwindigkeitsmedienstrom
stellt zum einen eine Begrenzung der Hauptkammer dar und verhindert das Eintreten
von Luft durch den Spalt in das System. In gleicher Weise wird auch ein Einbringen
von Luft durch die Bewegung der Übertragungswalze verhindert und es erfolgt ein Reinigen
der Vertiefungen der Übertragungswalze vor dem Eintritt in die Beschichtungskammer.
Bei Verwendung des Beschichtungsmediums für den Hochgeschwindigkeitsmedienstrom werden
die Vertiefungen befüllt, so dass in der Beschichtungskammer die Beschichtungsmasse
nur noch entsprechend nachdosiert werden muss.
[0007] Die Medien, insbesondere der Hochgeschwindigkeitsmedienstrom kann auch temperiert
werden. Dies wird insbesondere dann vorgesehen, wenn viskose Beschichtungsmedien verwendet
werden, die bei Zimmertemperatur nicht auftragbar sind.
[0008] Durch die Ausgestaltung der Düse kann die Strömungsrichtung des Hochgeschwindigkeitsmedienstroms
festgelegt werden. Bevorzugt wird der Hochgeschwindigkeitsmedienstrahl leicht entgegen
der Laufrichtung der Übertragungswalze gerichtet. Darüber hinaus kann in Abhängigkeit
vom Beschichtungsmedium und vom Druck in der Hauptkammer der vordere Spalt zwischen
Kammer und Übertragungswalze durch eine höhenverstellbare Düse eingestellt werden.
Die Düse ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform höhen- und neigungsverstellbar.
Bevorzugt wird ein schmaler scharfer Hochgeschwindigkeitsmedienstrahl, da bei einem
breitgefächerten Strahl mehr Beschichtungsmasse benötigt wird.
[0009] Eine bevorzugte Variante der Auftragsvorrichtung besitzt eine federn gelagerte Düse,
dadurch stellt sich die Ablauffläche der von der Düse ausgetragenen Beschichtungsmasse
frei ein. Somit ist gewährleistet, dass keine zusätzliche Druckbelastung auf die Abdichtung
zur Hauptkammer wirkt. Es ergibt sich ein minimaler Beschichtungsmedienfluss von der
Düsenseite in die Hauptkammer, der sich lediglich durch die Gravurtiefe bestimmt.
Das Auftragsgewicht wird allein durch die Bedingungen in der Hauptkammer bestimmt.
[0010] Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen dargestellt. Diese zeigen in
- Fig. 1
- Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung und
- Fig.2
- Prinzipskizze eines Teiles einer weiteren erfindungsgemäßen Beschichtungsvorrichtung.
[0011] Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die dargestellte Vorrichtung zum Beschichten einer bewegten Bahn 1 mit einem Beschichtungsmedium
6 besteht im Wesentlichen aus der Gegenwalze 2 und der Übertragungswalze 3 und einer
Auftragsvorrichtung 10. Die kontinuierlich fortlaufende Bahn 1 läuft zwischen Gegenwalze
und Übertragungswalze 3 hindurch, wobei sie das Beschichtungsmedium 6 aufnimmt.
[0012] Dieses Beschichtungsmedium 6 wird von der Übertragungswalze 3 von der Auftragsvorrichtung
10 bis zur Bahn 1 transportiert. Dazu besitzt die Übertragungswalze 3 entsprechende
Vertiefungen 4 in ihrer Mantelfläche 5. Diese Vertiefungen 4 können unterschiedliche
Gravuren sein. Wie der Zeichnung zu entnehmen, werden die Vertiefungen 4 in der Auftragsvorrichtung
10 befüllt und die mit Beschichtungsmedium 6 gefüllten Vertiefungen 4' durch die Drehung
der Übertragungswalze 3 in Kontakt mit der Bahn 1 gebracht. Nach dieser Kontaktstelle
sind die Vertiefungen 4" teilweise entleert, d.h. können Reste des Beschichtungsmediums
6 enthalten. Durch die Rotation der Übertragungswalze 3 würden diese Reste des Beschichtungsmediums
6 zusammen mit in den Vertiefungen 4" enthaltener Luft in die Kammer 12 der Auftragsvorrichtung
10 eingebracht werden. Dies wird jedoch durch den Hochgeschwindigkeitsmedienstrom
7, der aus der Düse 15 der Auftragsvorrichtung 10 austritt, verhindert. Bei dieser
Beschichtungsvorrichtung wird für den Hochgeschwindigkeitsmedienstrahl 7 im wesentlichen
als Medium das Beschichtungsmedium 6 verwendet.
[0013] Dieser Hochgeschwindigkeitsmedienstrom 7 und die Dichtung 20 begrenzen den Spalt
16' zwischen der Mantelfläche 5 der Übertragungswalze 3 und der Hauptkammer 12 der
Auftragsvorrichtung 10. Mittels dieses Hochgeschwindigkeitsmedienstroms 7 werden anhaftende
Reste des Beschichtungsmediums 6 und Luft aus den Vertiefungen 4" herausgespült und
die Vertiefungen 4'" mit frischen Beschichtungsmedium 6 des Hochgeschwindigkeitsmedienstrahls
7 befüllt. Diese vorgefüllten Vertiefungen 4"' werden durch die Rotation der Übertragungswalze
3 in den Bereich der Hauptkammer 12 der Auftragsvorrichtung 10 gebracht. Die herausgespülten
Reste an Beschichtungsmedium 6 werden in einer zur Düse 15 benachbarten Ablaufkammer
17 gesammelt und abhängig vom Beschichtungsmedium 6 anschließend der Auftragsvorrichtung
10 wieder zugeführt.
[0014] Die Hauptkammer 12 der Auftragsvorrichtung 10 besitzt eine untere Öffnung, durch
die das Beschichtungsmedium 6 zugeführt wird. Nach oben wird diese Kammer 12 durch
die Übertragungswalze 3 abgedeckt, wobei in Bewegungsrichtung der Übertragungswalze
3, angedeutet durch den Pfeil, ein vorderer Spalt 16' und ein hinterer Spalt 14 verbleibt.
Der hintere Spalt 14 wird durch ein Rakel 13 begrenzt. Das Rakel 13 liegt dabei dichtend
an der Mantelfläche 5 der Übertragungswalze 3 an. Durch die Position dieses Rakels
13, die den Austrittsspalt 14 begrenzt, wird ein Austrag einer unkontrollierten Menge
des Beschichtungsmediums 6 verhindert. Die gewünschte Befüllung der Vertiefungen 4
in der Übertragungswalze 3 wird beim Durchlaufen der Übertragungswalze 3 durch die
Hauptkammer 12 erzielt. Die durch den Hochgeschwindigkeitsmedienstrahl 7 befüllten
Vertiefungen 4"' werden abhängig vom Druck P in der Hauptkammer 12 überfüllt, d.h.
in der Hauptkammer 12 wird das Auftragsgewicht an Beschichtungsmedium 6 bestimmt.
[0015] Im Beschichtungsbetrieb wird mittels einer nicht dargestellter Vorrichtung das Beschichtungsmedium
6 in die Hauptkammer 12 der Auftragsvorrichtung 10 gepumpt. Der Druck P in der Hauptkammer
12 wird mittels nicht dargestellter Einrichtungen eingestellt. Bei Bedarf kann das
Beschichtungsmedium 6 durch entsprechende Heizvorrichtungen auf eine gewünschte Temperatur
eingestellt werden. Durchläuft die Übertragungswalze 3 die Hauptkammer 12 werden die
gefüllten Vertiefungen 4'" überfüllt, wobei die Überfüllung des Beschichtungsmediums
6 durch den Druck P in der Kammer 12 einstellbar ist. Die mit Beschichtungsmedium
6 überfüllten Vertiefungen 4' transportieren das Beschichtungsmedium 6 zur Kontaktstelle
mit der Bahn 1, wo die Bahn 1 unter Druckausübung der Gegenwalze 2 das Beschichtungsmedium
6 aufnimmt. Die teilweise entleerten Vertiefungen 4" werden durch die Rotation der
Übertragungswalze, in diesem Fall im Uhrzeigersinn, wieder zur Auftragsvorrichtung
10 bewegt.
[0016] Vor Eintritt der Übertragungswalze 3 in die Auftragsvorrichtung 10 befindet sich
in den Vertiefungen 4" eine Restmenge des Beschichtungsmediums 6. Diese Restmenge
des Beschichtungsmediums 6 wird durch den Höchgeschwindigkeitsmedienstrom 7 vor Passieren
des Spaltes 16' aus den Vertiefungen 4" größtenteils herausgelöst. Die gefüllten Vertiefungen
4"', die keine Luft enthalten, gelangen dann in die Hauptkammer 12 der Auftragsvorrichtung
10.
[0017] Bei dem Hochgeschwindigkeitsmedienstrom 7 handelt es sich vorzugsweise um das Beschichtungsmedium
6. Die Geschwindigkeit des Hochgeschwindigkeitsmedienstroms 7 wird mittels nicht dargestellter
Pumpen erzielt.
[0018] Der Hochgeschwindigkeitsmedienstrom 7 wird aus der Kammer 11, welche auch ein Rohr
sein kann, durch eine Düse 15 ausgetragen. Diese Düse 15 ist vorzugsweise eine Schlitzdüse,
die in ihrer Breite der Breite der Übertragungswalze 3 entspricht. Der Schlitz der
Düse 15 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch die Wandungen 18, 19 gebildet. Die
Schlitzbreite der Düse 15 und der Abstand der Düse 15 von der Übertragungswalze 3
ist in der Fig. 1 nicht maßstabgerecht gezeichnet.
[0019] Die Düse 15 kann höhenverstellbar vorgesehen sein. Dadurch verändert sich der Spalt
16 zwischen der Düse 15 und der Übertragungswalze 3.
[0020] In der Fig. 2 ist eine weitere Auftragsvorrichtung 10 gezeigt. Die Düse 15 ist federn
gelagert und verstellt sich somit in Abhängigkeit der Austrittsgeschwindigkeit und
der Viskosität des für den Hochgeschwindigkeitsmedienstrom verwendeten Mediums im
Abstand zur Übertragungswalze 3 frei ein. Der Spalt 16', der den Eintrittsspalt in
die Hauptkammer 12 darstellt, ist durch eine Dichtung 20 abgedichtet. Diese Dichtung
20 behält aufgrund ihrer Elastizität immer Kontakt zur Übertragungswalze 3. Der Vertiefungen
an der Übertragungswalze 3 sind in der Fig. 2 weggelassen worden.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht durch die Verwendung eines Hochgeschwindigkeitsmedienstroms
eine signifikant bessere Abdichtung des Spaltes 16' zur Hauptkammer 12 und verhindert
damit das Eintragen von Luftblasen diese Kammer 12 der Auftragsvorrichtung. Darüber
hinaus werden bei dieser Beschichtungsvorrichtung nur minimale Mengen an Beschichtungsmedium
6 aus der Hauptkammer 12 durch den Spalt 16 ausgetragen. Ein weiterer wesentlicher
Vorteil dieser neuen Beschichtungsvorrichtung ist die Möglichkeit bei hohen Beschichtungsgeschwindigkeiten
minimale Auftraggewichte zu realisieren.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 1
- Bahn
- 2
- Gegenwalze
- 3
- Übertragungswalze
- 4
- Vertiefungen
- 4'
- Vertiefungen, voll
- 4"
- Vertiefungen, entleert
- 4"'
- Vertiefungen, gefüllt
- 5
- Mantelfläche
- 6
- Medium
- 7
- Hochgeschwindigkeitsmedienstrom
- 10
- Auftragsvorrichtung
- 11
- Kammer
- 12
- Hauptkammer
- 13
- Rakel
- 14
- Medium
- 15
- Düse
- 16
- Spalt
- 16'
- Spalt
- 17
- Ablaufkammer
- 18
- Wandung
- 19
- Wandung
- 20
- Dichtung
- P
- Druck in 12
1. Vorrichtung zum Beschichten von bahnförmigen Materialien mit einem Beschichtungsmedium
(6),
mit einer rotierenden Gegenwalze (2) und mit einer rotierenden Übertragungswalze (3),
die zur Übertragung des Beschichtungsmediums (6) an ihrer Mantelfläche (5) Vertiefungen
(4) aufweist,
mit einer Auftragsvorrichtung (10) zum Befüllen der Vertiefungen (4) der Übertragungswalze
(3) mit Beschichtungsmedium (6), wobei die Auftragsvorrichtung (10) für das Beschichtungsmedium
(6) eine Hauptkammer (12) aufweist, die an einer freien Außenseite durch die Mantelfläche
(5) der Übertragungswalze (3) und durch zwei den Austritt des Beschichtungsmediums
(6) verhindernde Sperren begrenzt ist,
wobei der in Bewegungsrichtung der Übertragungswalze (3) hintere Spalt (14) zwischen
Mantelfläche (5) und Hauptkammer (12) durch ein Rakel (13) begrenzt wird, welches
dichtend an der Mantelfläche (5) der Übertragungswalze (3) anliegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der in Bewegungsrichtung der Übertragungswalze (3) vordere Spalt (16) zwischen Mantelfläche
(5) und Hauptkammer (12) durch einen aus einer Düse (15) ausfließenden Hochgeschwindigkeitsmedienstrom
(7) begrenzt wird, welcher senkrecht zur Übertragungswalze (3) oder entgegen der Bewegungsrichtung
der Übertragungswalze (3) aus der Düse (15) austritt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (16) durch den aus einer Düse (15) ausfließenden Hochgeschwindigkeitsmedienstrom
(7) und eine Dichtung (20) begrenzt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (15) federnd und höhenverstellbar gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (15) eine Breite besitzt, die der Breite der Übertragungswalze (3) entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Medium für den Hochgeschwindigkeitsmedienstrom (7) das Beschichtungsmedium (6)
gewählt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsrichtung des Hochgeschwindigkeitsmedienstroms (7) so eingestellt ist,
dass gleichzeitig mit der Absperrung des Spaltes (16, 16') der Hauptkammer (12) vor
Lufteintritt und Beschichtungsmediumaustritt eine größtmögliche Entfernung von Resten
an Beschichtungsmedium (6) aus den Vertiefungen (4") der Übertragungswalze (3) möglich
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsrichtung des Hochgeschwindigkeitsmedienstroms (7) so eingestellt ist,
dass gleichzeitig mit der Absperrung des Spaltes (16, 16') der Hauptkammer (12) vor
Lufteintritt und Beschichtungsmediumaustritt eine Entfernung von Resten an Beschichtungsmedium
(6) aus den Vertiefungen (4") der Übertragungswalze (3) eine Befüllung der Vertiefungen
(4"') möglich ist.