| (19) |
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(11) |
EP 1 827 296 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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09.08.2017 Patentblatt 2017/32 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.03.2009 Patentblatt 2009/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.11.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/011886 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/048320 (11.05.2006 Gazette 2006/19) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR ABSAMUNG VON EBERN
METHOD AND DEVICE FOR SAMPLING A HOG SPERM
DISPOSITIF ET PROCEDE POUR PRELEVER LE SPERME DE VERRATS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
08.11.2004 DE 102004053796
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.2007 Patentblatt 2007/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Minitüb GmbH |
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84184 Tiefenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SIMMET, Christian
84184 Tiefenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Appelt, Christian W. |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-92/17136 US-A- 3 773 040 US-A1- 2002 032 419 US-B1- 6 309 344
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US-A- 3 636 948 US-A- 5 582 602 US-A1- 2004 039 248
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Absamung von Ebern.
[0002] Die Absamung von Ebern erfolgt üblicherweise an einem sogenannten Eberphantom, das
der sexuell stimulierte Eber als Sprungpartner akzeptiert und bespringt. Beim Absamvorgang
wird üblicherweise nach der sogenannten Handmethode verfahren. Dabei ergreift der
Absamer mit seiner durch einen Einweghandschuh geschützten Hand die spiralförmige
Spitze des Eberpenis, sobald der Eber mit den Suchbewegungen begonnen hat und die
Penisspitze das Präputium verlassen hat. Der Absamer versucht jetzt, die in seiner
Faust liegende Penisspitze über zum Teil pulsierenden Druck zu stimulieren und eine
vollständige Erektion zu erreichen. Nach erfolgter Erektion beginnt die Ejakulation
und damit die eigentliche Samengewinnung. Das Ejakulat wird mit einem Becher aufgefangen.
[0003] Da der auf den Eberpenis ausgeübte Druck während des gesamten Ejakulationsvorgangs
aufrechterhalten werden muß, um insbesondere einem vorzeitigen Abbruch der Ejakulation
und damit einem Verlust von Samen vorzubeugen, kann sich der Absamungstechniker während
des gesamten Ejakulationsvorgangs nicht vom Phantom entfernen, wobei er ständig den
erforderlichen relativ hohen Druck mit der Hand ausüben muß. Der Absamungsvorgang
erfordert somit einen relativ hohen Kraftaufwand und ist für den Absamungstechniker
unbequem.
[0004] Zur Erleichterung und Automatisierung des Absamvorgangs wurden Vorrichtungen, wie
beispielsweise eine im Inneren mit einem mit warmem Wasser und Luft befüllbaren Schlauch
versehene künstliche Scheide vorgeschlagen, mit welcher der während der Ejakulation
erforderliche, auf den Eberpenis ausgeübte Druck und Wärmereiz erzeugt werden kann.
ein Beispiel einer künstlichen Scheide ist aus der
US 2004/0039248 A1 bekannt. Nach dem Anordnen des erigierten Eberpenis in der künstlichen Scheide und
dem Aufblasen des darin angeordneten Schlauchs z.B. mittels eines Blasebalgs kann
der Ejakulationsvorgang ohne weiteres Halten durch eine Person beendet werden.
[0005] Nachteilig bei dieser künstlichen Absamungsvorrichtung ist jedoch, daß nach jedem
Absamungsvorgang eine aufwendige Sterilisation der künstlichen Scheide erforderlich
ist, um Hygieneproblemen vorzubeugen. Des weiteren kann mit der künstlichen Scheide
keine der natürlichen Hand entsprechende und insbesondere am Anfang des Ejakulationsvorgangs
erforderliche hohe Sensibilität erzielt werden, so daß nicht alle Eber nach dieser
Methode abgesamt werden können, was für die Zuchtbetriebe von Nachteil ist.
[0006] Daher wird nach wie vor bei der Eberabsamung in der überwiegenden Zahl die natürliche
Hand eines Absamungstechnikers eingesetzt.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte Vorrichtung zur Absamung
von Ebern, mit der von deckfähigen Ebern nahezu vollständige Ejakulate guter hygienischer
Qualität gewonnen werden können, sowie ein entsprechendes Verfahren bereitzustellen.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Absamung von Ebern mit den Merkmalen
gemäß Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 24.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Absamung von Ebern umfaßt einen Griffstreifen
und eine zum lösbaren Festklemmen des um einen Eberpenis gelegten Griffstreifens geeignete
Klemmvorrichtung, mit der der Griffstreifen fixiert werden kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß der Griffstreifen in einer
Hand angeordnet werden kann, mit der dann entsprechend der herkömmlichen Vorgehensweise
bei einer Absamung der Eberpenis ergriffen und zur Erektion und Ejakulation gebracht
werden kann, wobei dazu unmittelbar die Sensibilität der Hand des Absamungstechnikers
eingesetzt werden kann. Nach Beginn der Ejakulation kann der um den Eberpenis gelegte
Griffstreifen ohne Unterbrechung der Druckausübung in einer Klemmvorrichtung festgeklemmt
werden, so daß der erforderliche Druck dann durch den festgeklemmten Griffstreifen
ausgeübt wird und das Halten bzw. Druckausüben durch den Absamungstechniker nicht
mehr erforderlich ist. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können von allen deckfähigen
Ebern vollständige Ejakulate guter hygienischer Qualität gewonnen werden.
[0011] Der erfindungsgemäße Griffstreifen ist vorzugsweise aus einem flexiblen, komprimierbaren
Material hergestellt, so daß ein dem mit der natürlichen Hand ausgeübten Druck nahekommender
Druck erzielt wird. Ferner wird für den Griffstreifen eine rauhe, griffige Oberfläche
bevorzugt, so daß die spiralförmige Spitze des Eberpenis sicher mit dem Griffstreifen
fixiert werden kann.
[0012] Geeignete Materialien für den erfindungsgemäßen Griffstreifen sind insbesondere schwach
wärmeleitfähige Materialien, die auf der Haut ein Gefühl der Wärme vermitteln. Bevorzugt
werden PUR, EPDM, Silikon, Latexgummi, Moosgummi oder andere geeignete, insbesondere
geschäumte, Materialien.
[0013] Ferner kann zumindest eine Oberfläche des Griffstreifens mit insbesondere runden,
eckigen oder mit einer sonstigen Form versehenen Noppen und/oder mit Längs- bzw. Querstreifen
gleicher oder verschiedener Höhe und Breite versehen sein. Die Noppen oder Streifen
werden insbesondere auf der dem Eberpenis zugewandten Seite angeordnet, so daß damit
eine der natürlichen Situation, d.h. der natürlichen Zervix, möglichst ähnliche Oberfläche
erzeugt wird. Vorzugsweise sind die Noppen und/oder Streifen in einem Muster angeordnet.
Die Noppen können beispielsweise in quer zur Längsseite des Griffstreifens ausgerichteten
Reihen angeordnet sein, wobei die Noppen in benachbarten Reihen zueinander versetzt
sind.
[0014] Des weiteren kann der erfindungsgemäße Griffstreifen auf zumindest einer Oberfläche
mit einem oder mehreren klebenden Abschnitten versehen sein, so daß er auf die Hand
und insbesondere auf die Oberfläche eines Handschuhs, insbesondere Einweghandschuhs,
geklebt werden kann. Der Griffstreifen kann auch mit einem oder mehreren über den
Handrücken geführten Haltebändern an der Handinnenfläche gehalten werden.
[0015] Der erfindungsgemäße Griffstreifen weist vorzugsweise eine Länge zwischen 10 und
30 cm, eine maximale Breite zwischen 2 und 10 cm und eine Dicke zwischen 0,1 und 3
cm auf, die insbesondere vom für den Griffstreifen gewählten Material abhängig ist.
Der Griffstreifen kann auch die Form eines geschlossenen Rings aufweisen, wobei dies
nicht unter den Gegenstand des Anspruchs 1 fällt.
[0016] Ferner weist der Griffstreifen gemäß einer bevorzugten Ausführung eine Form auf,
bei der die Breite des Griffstreifens in Richtung der Enden desselben abnimmt. Beispielsweise
ist ein in drei Abschnitte mit in etwa gleicher Länge unterteilter Streifen denkbar,
wobei der Abschnitt in der Mitte eine gleichbleibende Breite und die beiden Endabschnitte
eine jeweils zu den Enden abnehmende Breite aufweisen.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Griffstreifen ein Wärme abgebendes
Material aufweisen, das z.B. darin eingebettet ist. Damit kann die Erektion bzw. der
Ejakulationsvorgang positiv beeinflußt und das Ergebnis der Absamung weiter verbessert
werden. Als Wärme abgebende Materialien eignen sich z.B. kristalline Substanzen, bei
welchen durch eine mechanische Beanspruchung ein Phasenübergang ausgelöst wird, der
zu einer Wärmefreigabe führt. Die mechanische Beanspruchung kann beispielsweise durch
eine Druckausübung oder durch Biegen einer in Form eines Stabes oder einer Platte
angeordneten Substanz erfolgen.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Vorrichtung einen flächigen
Körper, der den Eberpenis zumindest teilweise umgebend unter oder über dem Griffstreifen
angeordnet werden, oder fest mit dem Griffstreifen verbunden sein kann und sich von
diesem erstreckt. Vorzugsweise ist der flächige Körper ein aus Kunststoff, insbesondere
demselben Material, aus dem der Griffstreifen hergestellt ist, hergestelltes in die
Form einer Röhre biegbares Blatt mit einer ausreichenden Breite, daß der Eberpenis
zumindest teilweise umgeben werden kann, und einer Länge, so daß sich das Blatt vom
um den Eberpenis gelegten Griffstreifen bis über die Penisspitze erstreckt. Gemäß
einer besonders bevorzugten Ausführung weist das Blatt die Form eines sich von einem
mittleren Abschnitt des Griffstreifens quer zu dessen Längsrichtung, d.h. quer zur
Verbindungslinie zwischen den Enden, erstreckenden Lappens bzw. Fortsatzes auf, der
aus einem Stück mit dem Griffstreifen hergestellt ist.
[0019] Gemäß der Anatomie des Ebers tritt die Harnröhre an der Penisspitze im Verhältnis
zur Längserstrekkung des Eberpenis unter einem Winkel aus diesem aus, so daß der Ejakulationsstrahl
seitlich gerichtet ist und relativ schwierig aufgefangen werden kann. Das gemäß der
bevorzugten Ausführungsformen vorgesehene Blatt weist beim Gebrauch eine den Eberpenis
und insbesondere die Penisspitze zumindest teilweise umgebende Form auf, so daß der
vom Eberpenis zur Seite abgegebene Ejakulatstrahl auf das Blatt trifft und von dort
in einen zur Aufnahme des Ejakulats vorgesehenen Behälter tropft. Damit können Verluste
bei der Absamung vermieden und kann die Ausbeute des Absamungsvorgangs weiter erhöht
werden.
[0020] Am Griffstreifen kann gemäß noch einer weiteren Ausführungsform ein Beutel bzw. Behälter
zur Aufnahme des Ejakulats ausgebildet oder befestigt sein. Der Beutel erstreckt sich
vorzugsweise im wesentlichen senkrecht zum Griffstreifen und ist am vom Griffstreifen
entfernten Ende geschlossen. Der Beutel kann über einen Teil seines Umfangs, d.h.
beispielsweise über 180°, mittels Verschweißen oder Kleben mit dem Griffstreifen verbunden
sein oder ggf. aus einem Stück mit dem Griffstreifen hergestellt sein. Der Beutel
ist vorzugsweise aus Kunststoff, wie z.B. Polyethylen, Polypropylen, oder auch demselben
Material wie der Griffsstreifen herstellt und weist beispielsweise eine Länge von
20 cm und einen Durchmesser von 6 cm auf. Er dient vorzugsweise als Auffangbehälter
für das am Anfang des Absamungsvorgangs ejakulierte und in der Regel hygienisch nicht
reine Ejakulat bzw. Vorsekret, so daß dieses von dem zu Zuchtzwecken verwendeten hygienisch
reineren Ejakulat abgesondert werden kann. Der Beutel kann, nachdem eine ausreichende
Menge von Vorsekret aufgefangen wurde, vom Griffstreifen abgetrennt werden, während
das im weiteren Ejakulationsvorgang abgegebene Ejakulat in einem weiteren Behälter
gesammelt wird. Zur leichteren Abtrennung ist der Beutel vorzugsweise längs seines
Umfangs in der Nähe des Griffstreifens perforiert.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist über dem oben genannten Beutel ein vorzugsweise
ebenfalls am Griffstreifen befestigter schlauchförmiger Körper angeordnet, dessen
vom Griffstreifen abgewandtes Ende jedoch offen ist. Der schlauchförmige Körper dient
nach dem Entfernen des mit dem Griffstreifen verbundenen Beutels zum Auffangen und
Ableiten des hygienisch reineren Ejakulats in einen Behälter. Da der schlauchförmige
Körper nicht mit dem im Beutel gesammelten Vorsekret kontaminiert ist und abhängig
vom Herstellungsprozeß und der Aufbewahrung ggf. sogar steril sein könnte, kann er
mit dem hygienisch reinen Ejakulat in Kontakt gebracht werden und verfüllt dabei eine
ähnliche Funktion wie der oben genannte am Griffstreifen angeordnete Fortsatz bzw.
flächige Körper zur Ableitung des Ejakulats. Bezüglich des Materials und der Befestigung
des schlauchförmigen Körpers am Griffstreifen gilt das bezüglich des mit dem Griffstreifen
verbundenen Beutels oben Angegebene entsprechend.
[0022] Der Beutel und der diesen umgebende schlauchförmige Körper sind vorzugsweise aus
einem Stück hergestellt. Alternativ ist es auch denkbar, den mit dem Griffstreifen
verbundenen Beutel in Verbindung mit dem oben genannten Fortsatz bzw. dem flächigen
Körper oder auch einen Griffstreifen nur in Verbindung mit einem schlauchförmigen
Körper zu verwenden. Anstelle eines geschlossenen Beutels wäre es auch denkbar zwei
schlauchförmige Körper übereinander anzuordnen und am Griffstreifen zu befestigen.
Das Vorsekret könnte in diesem Fall auf den Boden abtropfen oder mit einem am Ende
des inneren schlauchförmigen Körpers angeordneten Behälter aufgefangen werden. Auch
in diesem Fall wäre der innere schlauchförmige Körper vorzugsweise nach Beendigung
der Vorsekretphase vom Griffstreifen zu trennen, um den spermienreichen und hygienisch
einwandfreien Teil des Ejakulats kontaminationsfrei mit dem verbleibenden äußeren
schlauchförmigen Körper in den Samenauffangbehälter zu leiten.
[0023] Ferner ist zur Stimulation des Eberpenis eine im oder am Griffstreifen angeordnete
z.B. als Schlauch ausgebildete Einrichtung denkbar, die ggf. in intermittierender
Weise z.B. mit einem Gas oder einer ggf. erwärmten Flüssigkeit bzw. mit einem Druck
beaufschlagt werden kann.
[0024] Die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
so ausgestaltet, daß sie zwei sich parallel zueinander erstreckende Finger umfaßt,
zwischen welchen die Enden der Griffstreifen einander überlappend angeordnet und festgeklemmt
werden können. Denkbar wäre auch, ein Ende des Griffstreifens an der Klemmvorrichtung
festzulegen bzw. einzuhängen und lediglich das andere Ende festzuklemmen.
[0025] Die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung weist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
zumindest eine verschwenkbare und verriegelbare Klemmbacke auf, mit der das Ende /
die Enden des Griffstreifens lösbar festgeklemmt werden können. Bevorzugt wird diesbezüglich
eine um eine parallel zu einem Finger angeordnete Achse verschwenkbare Klemmbakke.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt zumindest einer der Finger eine drehbare
Walze, die vorzugsweise um eine parallel zur Längsrichtung des Fingers ausgerichtete
Achse drehbar ist. Vorzugsweise ist die Walze in einer Richtung frei drehbar, während
die Drehung in die andere Richtung mittels einer Einrichtung wahlweise arretierbar
oder lösbar ist. Ferner können beide Finger als drehbare parallele Walzen ausgebildet
sein, so daß die Enden des Griffstreifens zwischen diesen festgezogen werden können,
wobei sie aufgrund der Reibung zwischen den Walzen und dem Griffstreifen festgespannt
bleiben, wenn die Drehung der Walzen in die andere Richtung blockiert ist.
[0027] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Klemmvorrictung
zumindest eine, ggf. zwei schwergängige Walzen mit einem erhöhten, zur Fixierung des
Griffstreifens geeigneten Drehwiderstand auf. Der Drehwiderstand ist so gewählt, daß
eine ausreichende Fixierung des Griffstreifens gewährleistet wird. Bei einer derartigen
Klemmvorrichtung ist eine Einrichtung zur Arretierung bzw. zur Freigabe der Walze(n)
nicht erforderlich und das Lösen des Griffstreifens erfolgt einfach durch Drehen der
Walze(n) mit den Fingern in die zur Druckausübung auf den Eberpenis entgegengesetzte
Richtung. Eine derartige Klemmvorrichtung hat sich als sehr zweckmäßig erwiesen, da
sie einfach zu bedienen und die damit erreichte Fixierungsstärke ausreichend ist.
[0028] Vorzugsweise kann eine oder können beide Walzen mit einem Antrieb verbunden sein,
mit dem durch Drehen der Walze(n) ein Zug auf den Griffstreifen und damit ein Druck
auf den Eberpenis ausgeübt werden kann.
[0029] Die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung kann ferner so ausgestaltet werden, daß während
des Absamvorgangs ein permanenter oder intermittierender Druck auf den Penis oder
Zug auf den Griffstreifen und damit auf die Penisspitze ausgeübt werden kann. Dies
ist insbesondere mit einer Klemmvorrichtung möglich, die, wie oben angegeben, eine
oder zwei Walzen und einen Antrieb aufweist. Bei dieser Ausführung kann der Antrieb
insbesondere so betrieben werden, daß ein permanenter oder intermittierender Druck
bzw. Zug ausgeübt wird.
[0030] Ferner kann über Andrückbewegungen, Klopfbewegungen mit variabler Länge der Andrückphase
oder Vibrationen, die ggf. mittels einer geeigneten weiteren Vorrichtung, wie z.B.
eines Vibrators an der Klemmvorrichtung auf die Klemmvorrichtung oder den Griffstreifen
oder den Penis selbst ausgeübt werden, der Ejakulationsvorgang in bevorzugter Weise
stimuliert werden.
[0031] Um die Klemmvorrichtung zur Entlastung des Absamungstechnikers an einer feststehenden
Vorrichtung und insbesondere an einem Phantom befestigen zu können, weist die Klemmvorrichtung
gemäß einer weiteren Ausführungsform eine Fixiereinheit zur Festlegung an der feststehenden
Vorrichtung auf. Damit sind für den restlichen Ejakulationsvorgang keine weiteren
Handgriffe des Absamungstechnikers erforderlich, nachdem er die Klemmvorrichtung mit
dem daran angeordneten Eberpenis am Phantom befestigt hat.
[0032] Erfindungsgemäß wird des weiteren ein Verfahren zur Absamung von Ebern bereitgestellt,
das die Schritte eines Stimulierens des Eberpenis, Anordnens eines Griffstreifens
in einer Handfläche, Ergreifen eines Eberpenis, so daß der Penis vom Griffstreifen
über zumindest die Hälfte seines Umfangs umschlossen wird, Einführen des Griffstreifens
in eine Klemmvorrichtung und Fixieren des Griffstreifens in der Klemmvorrichtung nach
erfolgter Erektion, so daß der zur Ejakulation erforderliche Druck durch den fixierten
Griffstreifen ausgeübt wird, umfaßt.
[0033] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Eberabsamung zu einem gewissen
Teil automatisiert werden, so daß keine ständige Anwesenheit einer absarnenden Person
bzw. eines Absamungstechnikers mehr erforderlich ist, wobei die für den Ejakulationsvorgang
erforderliche Druckkraft von der erfindungsgemäßen Absamungsvorrichtung aufgebracht
wird. Des weiteren ist das erfindungsgemäße Verfahren kostengünstig, da die Griffstreifen
als Einwegartikel hergestellt und verwendet werden können und nicht bei jedem Absamungsvorgang
eine erneute Sterilisation der Vorrichtung erforderlich ist.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren kann gemäß einer Ausführungsform umfassen, daß ein
die Penisspitze teilweise umgebender flächiger Körper um den Eberpenis angeordnet
wird. Der vorzugsweise aus Kunststofffolie, demselben Material wie der Griffstreifen
oder einem anderen Samen-freundlichen Material hergestellte und vorzugsweise in die
Form einer Röhre oder eines Trichters gebogene flächige Körper dient dazu, den schräg
zur Längserstreckung des Eberpenis austretenden Ejakulatstrahl aufzufangen und in
einen Behälter zu leiten. Der Behälter umfaßt vorzugsweise einen Samenfilter.
[0035] Das Verfahren kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ferner das Abtrennen eines
mit dem Griffstreifen verbundenen Behälters oder schlauchfdrmigen Körpers nach dem
Beginn des Ejakulationsvorgangs umfassen, um in der Anfangsphase des Ejakulationsvorgangs
ejakuliertes Vorsekret abzusondern. Damit kann insbesondere am Anfang des Ejakulationsvorgangs
abgegebenes und hygienisch nicht reines Ejakulat von dem für Zuchtzwecke vorgesehenen
reinen Ejakulat abgetrennt werden. Nach dem Entfernen des Beutels oder schlauchförmigen
Körpers wird das danach abgegebene Ejakulat in einem Behälter gesammelt, wobei gegebenenfalls
ein ebenfalls mit dem Griffstreifen verbundener und vor dem Abtrennen des Beutels
oder schlauchförmigen Körpers über diesem angeordneter äußerer schlauchförmiger Körper
vorgesehen werden kann, um das abgegebene Ejakulat aufzufangen und in den Behälter
zu leiten.
[0036] Das Verfahren umfaßt gemäß einer weiteren Ausführungsform des weiteren den Schritt
eines Befestigens der Klemmvorrichtung an einer feststehenden Vorrichtung, insbesondere
einem Phantom, so daß die Vorrichtung während des Ejakulationsvorgangs nicht gehalten
werden muß.
[0037] Ferner umfaßt das Verfahren gemäß noch einer weiteren Ausführungsform den Schritt
eines Stimulierens des Eberpenis bzw. der Ejakulation mit der Hand und dem darin angeordneten
Griffstreifen vor dem Einführen der Enden des Griffstreifens in die Klemmvorrichtung.
Somit ist es möglich, die Sensibilität der natürlichen Hand für die Initiierung des
Ejakulationsvorgangs einzusetzen, was mit einer künstlichen Vorrichtung, wie z.B.
einer künstlichen Scheide nicht erreicht werden kann.
[0038] Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform kann das Verfahren den Schritt umfassen,
daß der Eberpenis während des Absamvorgangs über einen permanenten oder intermittierenden
Druck, Zug, Andrückbewegungen oder Vibrationen, die auf die Klemmvorrichtung oder
den Griffstreifen oder den Penis selbst ausgeübt werden, stimuliert wird.
[0039] Ferner umfaßt das Verfahren vorzugsweise den Schritt, daß der Griffstreifen am Anfang
auf die Innenfläche eines Handschuhs geklebt und/oder mittels einer oder mehrerer
Halteschlaufen gehalten wird.
[0040] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausfuhrungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung;
- Fig. 2
- einen Griffstreifen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 3
- einen Griffstreifen gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 4
- einen Griffstreifen gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 5
- einen in der Innenfläche einer Hand angeordneten Griffstreifen;
- Fig. 6
- die Anwendung des Griffstreifens an einem erigierten Eberpenis;
- Fig. 7
- den an einer Fixiereinheit festgelegten, einen Eberpenis umschließenden Griffstreifen;
- Fig. 8
- eine Darstellung des vom Griffstreifen umfaßten und in der Fixiereinheit befestigten
Eberpenis und eines Bechers zur Aufnahme des Ejakulats.
[0041] Eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung 1 gemäß einer speziellen Ausführungsform und
gemäß dreier Ausführungsformen ausgebildete Griffstreifen 2 sind insbesondere in den
Fig. 1 bis 4 dargestellt. Die in Fig. 1 gezeigte Klemmvorrichtung 1 weist zwei gabelartig
in einem geringen Abstand voneinander parallel zueinander ausgerichtete und an einem
Ende miteinander verbundene Finger bzw. Stifte 8, 9 auf, zwischen welchen die Enden
des in Fig. 2 bis 4 abgebildeten Griffstreifens 2, hindurchgeführt werden können,
nachdem sie um einen Eberpenis 3 gelegt wurden. Die Finger 8, 9 weisen hier einen
rechteckigen Querschnitt auf, können jedoch auch jeden beliebigen anderen Querschnitt
aufweisen, wie z.B. einen runden oder eckigen. Die Klemmvorrichtung 1 weist des weiteren
eine unterhalb des einen Fingers 8 angeordnete, um eine sich im wesentlichen parallel
zum Finger 8 erstreckende Achse 10 schwenkbare Klemmbacke 5 auf, mit der die Enden
des Griffstreifens zwischen den Fingern 8, 9 festgeklemmt werden können. Zum Schwenken
der Klemmbacke um die Achse 10 ist an der Klemmbacke eine Nase 11 vorgesehen, die
zum Festklemmen der Enden gedreht werden kann. Die Klemmbacke 5 ist vorzugsweise mit
einer (nicht dargestellten) Feder beaufschlagt, mit der die Klemmbacke 5 in der klemmenden
Position gehalten wird, in der die Enden des Griffstreifens 2 festgeklemmt sind, so
daß der Griffstreifen 2 durch Ziehen an einen oder beiden Enden des Griffstreifens
2 gegen die Kraft der Feder weiter gestrafft werden kann. Andererseits ist die Klemmbacke
5 so aufgebaut und an der Klemmvorrichtung 1 angeordnet, daß sie gegen eine Zugkraft
in die entgegengesetzte Richtung blockiert ist. Die Klemmvorrichtung 1 weist ferner
eine Fixiereinheit 6 auf, mit der die Klemmvorrichtung an einer feststehenden Vorrichtung,
wie beispielsweise einem Phantom, befestigt werden kann.
[0042] Anders als bei der gezeigten Ausführungsform kann die Klemmvorrichtung auch mit an
einem oder beiden Fingern angeordneten drehbaren parallelen Walzen versehen sein,
wobei sich die Walze vorzugsweise in eine Richtung frei drehen und die Drehung in
die andere Richtung wahlweise blockiert werden kann. Damit können die Enden des Griffstreifens
2 durch Ausüben eines Zugs z.B. mit der Hand auf diese festgezogen werden, so daß
sie sich nicht lösen können. Ferner können alternativ eine oder ggf. zwei schwergängige
Walzen vorgesehen werden, deren Drehwiderstand so gewählt ist, daß alleine damit eine
ausreichende Fixierung des Griffstreifens erreicht wird. Bei einer derartigen Klemmvorrichtung
ist eine Einrichtung zur Arretierung bzw. zur Freigabe der Walze(n) nicht erforderlich
und das Lösen des Griffstreifens erfolgt einfach durch Drehen der Walze(n) mit den
Fingern in die zur Druckausübung auf den Eberpenis entgegengesetzte Richtung. Denkbar
ist auch, zumindest eine Walze mit einem Antrieb, wie einem z.B. mechanischen Antrieb
oder Motor zu koppeln, mit dem die Enden des Griffstreifens automatisch festgezogen
bzw. gelöst werden. Mit dem Antrieb kann auch ein intermittierender Zug auf den Griffstreifen
bzw. Druck auf den Penis ausgeübt werden, der der zusätzlichen Stimulation des Penis
und der Ejakulation dient. Ferner ist denkbar, mit diesem Antrieb oder gegebenenfalls
mittels eines weiteren Antriebs ggf. mittels einer exzentrisch angetriebenen Einrichtung
zusätzlich Andrückbewegungen oder Vibrationen auf den Eberpenis zu dessen Stimulation
auszuüben. Dazu könnte an der Klemmvorrichtung auch eine Vibrationsvorrichtung vorgesehen
werden.
[0043] Der Griffstreifen 2 ist vorzugsweise aus einem flexiblen, komprimierbaren Material
hergestellt, das bevorzugter Weise eine rauhe, griffige Oberfläche aufweist, so daß
ein Gleiten auf einem mit dem Griffstreifen umgriffenen Eberpenis 3 reduziert bzw.
vermieden werden kann. Der Griffstreifen 2 ist vorzugsweise aus PUR, EPDM, Silikon,
Latexgummi, Moosgummi oder einem anderen geeigneten Material, d.h. insbesondere einem
geschäumten Material hergestellt. Diese Materialien verleihen aufgrund ihrer Wärmeisolationseigenschaften
auf der Haut das Gefühl von Wärme, wodurch die Ejakulation positiv beeinflußt werden
kann. Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, ist die Oberfläche des Griffstreifens auf einer
Seite mit Noppen 4 versehen. Die Noppen 4 können im Prinzip jede beliebige Form aufweisen,
insbesondere rund, ekkig, elliptisch, etc. sein. Ferner wird bevorzugt, die Noppen
4 in einem bestimmten Muster bzw. mit einer bestimmten Anordnung anzuordnen, wie beispielsweise
in der Fig. 2 gezeigt ist. Anstelle oder zusammen mit den Noppen 4 können auch (nicht
gezeigte) Längs- und/oder Querstreifen vorgesehen werden, die gegebenenfalls eine
unterschiedliche Höhe und/oder Breite aufweisen können. Mit dieser speziellen, in
der Fig. 2 gezeigten Anordnung wird eine der natürlichen Zervix eines Schweins angenäherte
Anatomie erzeugt, mit deren Hilfe der Absamungsvorgang positiv beeinflußt werden kann.
[0044] Vorzugsweise umfaßt der Griffstreifen eine Länge zwischen 10 und 30 cm, eine maximale
Breite zwischen 2 und 10 cm und eine Dicke zwischen 0,1 und 3 cm. Insbesondere die
Dicke des Griffstreifens ist von der Wahl des Materials abhängig. Wie in Fig. 2 und
3 zu erkennen ist, weist der Griffstreifen in Richtung seiner Enden eine verringerte
Breite auf, so daß die Enden leichter zwischen die Finger 8, 9 der Klemmvorrichtung
1 eingeführt und dort fixiert werden können. Der Griffstreifen ist auch in der Form
eines geschlossenen Rings denkbar, wobei dies nicht unter den Gegenstand des Anspruchs
1 fällt. Auf der anderen, in den Figuren nicht erkennbaren Oberfläche des Griffstreifens
2 können Klebestreifen vorgesehen werden, mit welchen der Griffstreifen 2 an einer
der Innenhandfläche entsprechenden Stelle eines Handschuhs, insbesondere Einweghandschuhs,
aufgeklebt werden kann. Ferner kann am Griffstreifen 2 in Ergänzung zu den Klebestreifen
oder anstelle dieser auch zumindest eine Halteschlaufe vorgesehen werden.
[0045] Der Griffstreifen kann ferner ein Wärme abgebendes Material umfassen, das beispielsweise
im Inneren in Form eines Polsters eingebettet ist. Als Material können Substanzen,
wie z.B. bestimmte Kristalle verwendet werden, die bei einer mechanischen Beanspruchung,
d.h. beim Biegen des Streifens eine Phasenänderung erfahren, aufgrund der Wärme freigegeben
wird.
[0046] Auf der Innen- oder Außenseite des Griffstreifens 2 oder in diesem kann ferner ein
Schlauch vorgesehen werden, der zur Erhöhung des Drucks mit Luft aufgeblasen werden,
oder mittels einer Pumpe mit einer ggf. erwärmten Flüssigkeit unter Druck befüllt
werden kann. Bei dem Druck kann es sich insbesondere um einen intermittierenden Druck
handeln, wodurch die Ejakulation weiter stimuliert wird und die Menge des gewonnenen
Ejakulats optimiert werden kann.
[0047] Ein Griffstreifen gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in Fig. 3
gezeigt. Der dort dargestellte Griffstreifen unterscheidet sich vom in Fig. 2 gezeigten
Griffstreifen durch einen sich etwa in der Mitte zwischen den Enden quer zur Längsrichtung
erstreckenden Fortsatz bzw. Blatt 12, der/das sich bei angelegtem Griffstreifen 2
vorzugsweise über die Penisspitze erstreckt. Er dient dazu, einen bezüglich der Längserstreckung
des erigierten Eberpenis zur Seite gerichteten Ejakulatstrahl aufzufangen, so daß
dieser vom Fortsatz 12 in ein darunter angeordnetes Behältnis tropft. Insbesondere
bei der Eberabsamung stellt dies einen wichtigen Aspekt dar, da die Harnröhre des
Ebers im Verhältnis zur Längserstreckung des Penis schräg aus diesem austritt und
somit auch der austretende Ejakulatstrahl nicht in Längsrichtung des Penis sondern
zur Seite gerichtet ist. Der in der Fig. 3 gezeigte Fortsatz weist die Form einer
Nase bzw. eine Gaußkurvenform auf. Die Ausdehnung des Fortsatzes vom Griffstreifen
2 entspricht beim gezeigten Beispiel in etwa der Breite des Griffstreifens. Die Größe
und die Form des Fortsatzes sind jedoch variabel und können entsprechend den Erfordernissen
gewählt werden. So wird die Breite bzw. Ausdehnung des Fortsatzes 12 vom Griffstreifen
2 zweckmäßigerweise so gewählt, daß sich der Fortsatz bei am Eberpenis angelegtem
Griffstreifen bis über die Penisspitze erstreckt. Die Form bzw. Kontur ist ebenfalls
variabel und könnte auch eckig oder sinusförmig gewählt werden. Der Fortsatz kann
aus einem Stück mit dem Griffstreifen hergestellt oder an diesem z.B. durch Annähen,
Ankleben usw. befestigt sein.
[0048] Des weiteren kann alternativ zu dem oben genannten Fortsatz am Griffstreifen auch
ein aus Kunststoff, wie z.B. Polyethylen, Polypropylen, oder auch demselben Material
wie der Griffsstreifen hergestellter, Beutel 13 vorgesehen sein, der sich, wie in
Fig. 4 gezeigt ist, im wesentlichen senkrecht zu diesem erstreckt und am vom Griffstreifen
2 entfernten Ende geschlossen ist. Der am Griffstreifen 2 offene Beutel 13 ist über
einen Teil seines Umfangs, d.h. beispielsweise über 180°, mit einem Rand des Griffstreifens
2 und darüber hinaus an sich bis über die Noppen 4 erstreckenden Seitenrändern 16
mittels Verschweißen oder Kleben mit dem Griffstreifen 2 verbunden. Der Beutel könnte
jedoch auch aus einem Stück mit dem Griffstreifen 2 hergestellt sein. Der Beutel 13
dient zum Sammeln von Ejakulat und insbesondere des zu Beginn abgegebenen in der Regel
hygienisch nicht reinen Vorsekrets, das sich nicht für eine weitere Verwendung eignet.
Nachdem eine bestimmte Menge des zur Verwendung ungeeigneten Ejakulats im Beutel 13
gesammelt wurde, wird dieser vom Griffstreifen abgetrennt, während das im folgenden
abgegebene Ejakulat in einem anderen Behälter aufgefangen wird. Zur leichteren Abtrennung
ist der Behälter 13 vorzugsweise längs seines Umfangs am Griffstreifen mit einer Perforation
15 versehen.
[0049] Über dem genannten Beutel 13 kann ein in der selben Weise ebenfalls am Griffstreifen
2 befestigter schlauchförmiger Körper bzw. Schlauch 14 angeordnet sein, dessen vom
Griffstreifen 2 abgewandtes Ende jedoch offen ist. Der Schlauch 14 dient nach dem
Entfernen des inneren Beutels 13 zum Auffangen des hygienisch reinen Ejakulats und
zum Ableiten desselben in einen Behälter. Die dargestellte Kombination aus einem inneren
Beutel 13 und einem darüber angeordneten Schlauch 14 hat den Vorteil, daß das hygienisch
nicht reine Vorsekret abgesondert werden kann, ohne daß der Schlauch 14, der dem Auffangen
und Ableiten des hygienisch reinen Ejakulats dient, damit kontaminiert wird. Der innere
Beutel 13 und der äußere Schlauch 14 sind vorzugsweise aus einem Stück hergestellt
und gemeinsam, d.h. beispielsweise mit Hilfe einer gemeinsamen Naht 16 am Griffstreifen
2 befestigt. Denkbar ist auch, anstelle des oben genannten und in Fig. 3 gezeigten
Griffstreifens 2 mit Fortsatz bzw. Blatt einen Griffstreifen, wie er in Fig. 2 gezeigt
ist, zusammen mit einem Schlauch mit einem offenen Ende zu verwenden oder den mit
dem Fortsatz versehenen Griffstreifen in Verbindung mit dem Beutel zum Auffangen des
Vorsekrets. Der genannte Beutel 13 könnte alternativ auch zwei offene Enden aufweisen.
[0050] Das Verfahren zur Absamung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
anhand der Fig. 5 bis 8 beschrieben. Zu Beginn des Absamungsverfahrens wird zunächst
nach einer gegebenenfalls zunächst durchgeführten Anfangsstimulation eines Eberpenis
3 an der mit einem Handschuh versehenen Hand ein Griffstreifen 2 gegebenenfalls mit
Hilfe von Klebestreifen oder einer Schlaufe an einer der Innenhandfläche entsprechenden
Stelle am Handschuh angeordnet, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Der Griffstreifen kann
vor der gegebenenfalls zunächst durchgeführten Anfangstimulation und eventuellen Reinigung
des Präputialbereichs am Handschuh befestigt werden und mit einem zweiten Hygienehandschuh
vor Kontamination geschützt werden. Nach Beendigung der Stimulation und Reinigung
wird der Hygienehandschuh abgestreift. Danach wird mit dem Griffstreifen 2 der erigierte
Eberpenis 3 umgriffen, wie in Fig. 6 gezeigt ist, wobei durch das Anwenden von Druck
mit der den Griffstreifen und den Eberpenis 3 umgreifenden Hand eine Ejakulation stimuliert
wird.
[0051] Gegebenenfalls wird unter dem Griffstreifen 2 ein Blatt aus Kunststoff oder einem
anderen für einen Kontakt mit Samen geeigneten Material mit einer Länge angeordnet,
so daß es sich bis über die Penisspitze erstreckt. Durch das Umlegen des Griffstreifens
um den Penis wird das Blatt zu einer Röhre geformt und umschließt den Penis je nach
Breite und Form zumindest teilweise. Das Blatt könnte bei einer entsprechenden Ausführung
des Griffstreifens 2 auch direkt an diesem befestigt oder in diesen integriert sein,
wie dies z.B. beim in Fig. 3 gezeigten Griffstreifen 2 der Fall ist. Bei dieser Ausführung
des Griffstreifens 2 wird anstelle eines getrennten Blattes der bereits mit dem Fortsatz
12 versehene Griffstreifen 2 verwendet, wodurch die Handhabung vereinfacht ist. Da
die Harnröhre des Ebers, wie oben erläutert, im Verhältnis zur Längserstreckung des
Penis in der Regel schräg aus diesem austritt, ist der austretende Ejakulatstrahl
nicht in Längsrichtung des Penis gerichtet sondern zur Seite, so daß er auf das Blatt
bzw. den Fortsatz trifft und davon in ein darunter gehaltenes Behältnis tropft. Mit
Hilfe des Blattes können Verluste bei der Gewinnung des Ejakulats vermieden werden.
[0052] Nach erfolgter, vollständiger Erektion werden die Enden des noch immer um den Eberpenis
3 angeordneten und mit der Hand gehaltenen Griffstreifens 2 zwischen die Finger 8,
9 der Klemmvorrichtung 1 eingeführt, wobei der Griffstreifen 2 mit der anderen Hand
zwischen den Fingern 8, 9 der Klemmvorrichtung 1 so straff gezogen wird, daß ein ausreichender,
dem mit der anderen Hand ausgeübten Druck entsprechender Druck auf den Eberpenis 3
ausgeübt wird (siehe Fig. 6). Danach werden durch Schwenken einer an der Klemmvorrichtung
1 angeordneten Klemmbacke 5 die Enden des Griffstreifens 2 in der Klemmvorrichtung
fixiert. Der in der Klemmvorrichtung fixierte Eberpenis 3 ist insbesondere in Fig.
7 dargestellt. Mit Hilfe der an der Klemmvorrichtung 1 vorgesehenen Fixiereinheit
6 kann die Klemmvorrichtung 1 an einem (nicht gezeigten) Eberphantom befestigt werden,
so daß während des restlichen Ejakulationsvorgangs ein weiteres Eingreifen bzw. Halten
durch einen Absamungstechniker nicht mehr notwendig ist. Das Ejakulat wird in einem
Behältnis 7 gesammelt. Bei dem Behältnis kann es sich um einen vorzugsweise mit einem
Samenfilter versehenen Becher oder Beutel handeln.
[0053] Bei der Verwendung eines mit dem oben beschriebenen Beutel 13 oder zusätzlich mit
einem darüber angeordneten Schlauch 14 versehenen Griffstreifens (in Fig. 5 bis 8
nicht gezeigt), wird die Penisspitze so umgriffen, daß sich deren vorderer Teil am
Rand des Beutels 13 befindet oder etwas in diesen hineinragt. Nach dem Begin der Ejakulation
und nachdem das hygienisch nicht reine Vorsekret aufgefangen wurde, wird der Behälter
13 vom Griffstreifen abgetrennt. Das im nachfolgenden abgegebene reine Ejakulat wird
mit Hilfe des durch das Vorsekret nicht kontaminierten Schlauchs 14 aufgefangen und
in einen weiteren Behälter abgeleitet.
[0054] Vorzugsweise wird der nicht kontaminierte Schlauch 14 durch einen (nicht gezeigten)
konischen Ring geführt und auf den Ring zurückgefaltet. Der konische Ring, der einen
der Öffnung des Behälters entsprechenden Außendurchmesser aufweist, wird dann so weit
in den Behälter eingeführt, bis er in der Art eines Stopfens reibschlüssig mit dem
Behälter verbunden ist und eine dichte Verbindung zwischen dem Schlauch 14 und dem
Behälter hergestellt ist. Damit wird erreicht, daß im Schlauch ablaufendes Ejakulat
vollständig in den Behälter gelangt. Des weiteren wird mit diesem Aufbau ein weitestgehend
geschlossenes System zur kontaminationsfreien Sammlung von hygienisch reinem Ejakulat
bereitgestellt und kann eine Verunreinigung des Ejakulats im Behälter durch Wasser,
Urin, Staub, Haare, Schmutz, Kot, Bakterien usw. vermieden werden.
[0055] Nach Beendigung des Ejakulationsvorgangs kann der erschlaffte Eberpenis ohne Hilfestellung
durch den Absamungstechniker vom Eber aus dem Griffstreifen gezogen werden.
[0056] Zum Entfernen des Griffstreifens wird die Klemmbacke 5 der Klemmvorrichtung 1 durch
Drehen mit Hilfe der daran vorgesehenen Nase 11 gelöst und der Griffstreifen herausgezogen.
Weist die Klemmvorrichtung die oben beschriebene(n) Walz(n) mit erhöhtem Drehwiderstand
auf, erfolgt das Lösen des Griffstreifens einfach durch Drehen der Walze(n) mit der
Hand:
[0057] An der in den Figuren gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
können zahlreiche Abwandlungen vorgenommen werden und weder die Klemmvorrichtung noch
der gezeigte Griffstreifen sind auf die spezielle dargestellte Ausführungsform festgelegt.
Im Prinzip eignet sich als Klemmvorrichtung jede Vorrichtung, mit der zwei Enden eines
Griffstreifens festgelegt werden können. Auch bezüglich des Griffstreifens ist eine
Vielzahl von Abwandlungen bezüglich der Form, den Abmessungen und des Materials denkbar.
[0058] So ist es beispielsweise denkbar, den Griffstreifen zusätzlich mit einem daran angeordneten
aufblasbaren Schlauch zu versehen, mit Hilfe dessen der auf den Eberpenis 3 ausgeübte
Druck variiert werden kann. Denkbar ist z.B. auch, ein Ende des Griffstreifens 2 an
der Klemmvorrichtung festzulegen oder einzuhängen und nur das andere Ende festzuklemmen.
[0059] Der erfindungsgemäße Griffstreifen ist vorzugsweise vor seiner Verwendung sterilisiert
und als Einwegartikel ausgestaltet. Er kann in einer sterilen Verpakkung aufbewahrt
werden.
[0060] Die Merkmale der in den Ansprüchen offenbarten Erfindung können für die Realisierung
der Erfindung entweder alleine oder in jeder beliebigen Kombination von Bedeutung
sein.
1. Vorrichtung zur Absamung von Ebern, umfassend:
einen Griffstreifen (2) und
eine Klemmvorrichtung (1) zum lösbaren Fixieren des so um den Eberpenis (3) gelegten
Griffstreifens (2), dass der zur Ejakulation erforderliche Druck durch den fixierten
Griffstreifen (2) ausgeübt wird, wobei
der Griffstreifen (2) eine Länge zwischen 10 und 30 cm, eine maximale Breite zwischen
2 und 10 cm und eine Dicke zwischen 0, 1 und 3 cm aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstreifen (2) aus einem flexiblen, komprimierbaren Material besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstreifen (2) eine rauhe, griffige Oberfläche aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstreifen (2) aus PUR, EPDM, Silikon, Latexgummi, Moosgummi oder anderen,
insbesondere geschäumten Materialien besteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Oberfläche des Griffstreifens (2) mit Noppen (4) und/oder mit Längsund
Querstreifen gleicher oder verschiedener Höhe und Breite versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (4) und/oder Streifen in einem Muster angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Oberfläche des Griffstreifens (2) mit einem oder mehreren klebenden
Abschnitten und/oder einer oder mehreren Halteschlaufen versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Griffstreifens (2) in Richtung der Enden abnimmt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstreifen (2) ein Wärme abgebendes Material aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen flächigen Körper umfasst, der unter oder über dem Griffstreifen
(2) angeordnet oder fest mit dem Griffstreifen verbunden ist und sich von diesem erstreckt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der flächige Körper ein Blatt mit einer solchen Breite ist, dass der Eberpenis (3)
damit zumindest teilweise umgeben werden kann und einer solchen Länge, dass sich das
Blatt vom um den Eberpenis gelegten Griffstreifen bis über die Penisspitze erstreckt.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit dem Griffstreifen (2) verbundenen Behälter (13) oder Beutel umfasst.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit dem Griffstreifen (2) verbundenen, an den Enden offenen schlauchförmigen
Körper (14) umfasst.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (13) im schlauchförmigen Körper (14) angeordnet und aus einem Stück
mit diesem hergestellt ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (1) zwei sich parallel zueinander erstreckende Finger (8, 9)
umfasst, zwischen welchen die Enden des Griffstreifens (2) einander überlappend angeordnet
und festgeklemmt werden können.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (1) zumindest eine verschwenkbare und verriegelbare Klemmbacke
(5) aufweist, mit der die Enden des Griffstreifens (2) lösbar festgeklemmt werden
können.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacke (5) um eine parallel zu einem Finger (8, 9) angeordnete Achse schwenkbar
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Finger (8, 9) eine drehbare Walze umfasst.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze in einer Richtung frei drehbar ist, während die Drehung in die andere Richtung
wahlweise arretierbar ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze einen erhöhten, zur Fixierung des Griffstreifens geeigneten Drehwiderstand
aufweist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Antrieb umfasst, mit dem die Walze angetrieben oder arretiert
werden kann.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (1) eine Fixiereinheit (6) zur Fixierung an einer feststehenden
Vorrichtung, insbesondere einem Phantom, aufweist.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Einrichtung aufweist, mit der ein permanenter oder intermittierender
Druck oder Zug und/oder Andrückbewegungen oder Vibrationen auf den Griffstreifen (2)
und/oder den Eberpenis ausgeübt werden können.
24. Verfahren zur Absamung von Ebern, umfassend die Schritte:
- Stimulieren des Eberpenis (3),
- Anordnen eines Griffstreifens in einer Handfläche,
- Ergreifen des Eberpenis, so dass der Penis vom Griffstreifen (2) über zumindest
die Hälfte seines Umfangs umschlossen wird, und
- Fixieren des Griffstreifens (2) mittels einer Klemmvorrichtung nach erfolgter Erektion,
so dass der zur Ejakulation erforderliche Druck durch den fixierten Griffstreifen
(2) ausgeübt wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Penisspitze zumindest teilweise umgebender blattartiger Körper oder Fortsatz
des Griffstreifens (2) um den Eberpenis (3) angeordnet wird.
26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Eber ejakulierte Samen in einem Behältnis (7), vorzugsweise in einem Behälter
oder Beutel mit einem Samenfilter, aufgefangen wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass es das Abtrennen eines mit dem Griffstreifen (2) verbundenen Behälters oder schlauchförmigen
Körpers nach dem Beginn des Ejakulationsvorgangs umfasst, um in der Anfangsphase des
Ejakulationsvorgangs ejakulierten Samen bzw. Vorsekret abzusondern.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt eines Befestigens der Klemmvorrichtung (1) an einer feststehenden
Vorrichtung, insbesondere einem Phantom, umfasst.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt eines Stimulierens des Eberpenis (3) oder der Ejakulation mit der
Hand vor dem Einführen der Enden des Griffstreifens (2) in eine Klemmvorrichtung (1)
umfasst.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass während des Absamungsvorgangs ein permanenter oder intermittierender Druck, Zug,
Andrückbewegungen, Klopfbewegungen mit variabler Länge der Andrückphase und/oder Vibrationen
auf den Griffstreifen (2) oder Eberpenis (3) ausgeübt werden.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstreifen (2) auf die Innenfläche eines Handschuhs geklebt und/oder mittels
einer oder mehreren Halteschlaufen gehalten wird.
1. Device for semen collection from boars comprising: a grip strip (2) and a clamping
fixture (1) for a detachable fixing of the grip strip (2) placed around the boar penis
(3) in a way that the necessary pressure for the ejaculation is exerted by the fixed
grip strip (2), the grip strip (2) having a length between 10 and 30 cm, a maximum
width between 2 and 10 cm, and a thickness between 0.1 and 3 cm.
2. Device according to Claim 1, characterized by the grip strip (2) consisting of a flexible, compressible material.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized by the grip strip (2) exhibiting a rough, non-slip surface.
4. Device according to one of the previous claims, characterized by the grip strip (2) consisting of PUR, EPDM, silicone, latex rubber, microcellular
rubber or other, especially foamed materials.
5. Device according to one of the previous claims, characterized in that at least one surface of the grip strip (2) is provided with knobs (4) and/or with
longitudinal and horizontal stripes of the same or different height and width.
6. Device according to claim 5, characterized in that the knobs (4) and/or stripes are arranged in a pattern.
7. Device according to one of the previous claims, characterized in that at least one surface of the grip strip (2) is provided with one or several adhesive
sections and/or one or several fastening straps.
8. Device according to one of the previous claims, characterized in that the width of the grip strip (2) decreases towards the ends.
9. Device according to one of the previous claims, characterized in the grip strip (2) comprises a heat dissipating material.
10. Device according to one of the previous claims, characterized by the device including a plane body arranged under or above the grip strip (2) or being
tightly connected to the grip strip and extending from the same.
11. Device according to claim 10, characterized by the plane body being a sheet with a width so that the boar penis (3) can be at least
partially surrounded by it, and a length so that the sheet extends from the grip strip
placed around the boar penis to beyond the penis tip.
12. Device according to one of the previous claims, characterized by including a receptacle (13) or bag connected to the grip strip (2).
13. Device according to one of the previous claims, characterized by including a tube-shaped body (14), with open ends, connected to the grip strip (2).
14. Device according to Claim 13, characterized in that the receptacle (13) is placed inside the tube-shaped body (14) and made of one piece
with the same.
15. Device according one of the previous claims, characterized by the clamping fixture (1) including two fingers (8, 9) extending parallel to one another,
between which the ends of the grip strip (2) are placed and clamped, overlapping one
another.
16. Device according to one of the previous claims, characterized by the clamping fixture (1) being comprising at least one swivelling and lockable clamping
jaw (5) which enables detachable clamping of the ends of the grip strip (2).
17. Device according to claim 16, characterized in that the clamping jaw (5) is rotatable around an axis parallel to a finger (8, 9).
18. Device according to claim 17, characterized by at least one of the fingers (8, 9) having a rotatable roller.
19. Device according to Claim 18, characterized in that the roller is freely rotatable in one direction, while the rotation in the other
direction is selectively lockable or releasable.
20. Device according to Claim 18 or 19, characterized in that the roller comprises increased rotary resistance suitable for fixing the grip strip.
21. Device according to one of the Claims 18 to 20, characterized by including a drive with which the roller can be operated or locked.
22. Device according to one of the previous claims, characterized in that the clamping fixture (1) comprises a fixing unit (6) for fixing to a stationary device,
in particular a dummy.
23. Device according to one of the previous claims, characterized by a means with which a permanent or intermittent pressure, pulling and/or pressing
movements or vibrations can be exerted on the grip strip (2) and/or the boar penis.
24. Method for semen collection from boars including the following steps:
- stimulating the boar penis (3),
- placing a grip strip in the palm of a hand,
- grasping the boar penis so that the penis is enclosed at least over half of its
girth by the grip strip (2), and
- fixing the grip strip (2) by means of a clamping fixture after erection has been
achieved so that the pressure necessary for the ejaculation is exerted by the fixed
grip strip (2).
25. Method according to Claim 24, characterized by placing around the boar penis (3) a sheet-like body or appendix of the grip strip
(2) at least partially surrounding the penis tip.
26. Method according to Claim 24 or 25, characterized by the semen ejaculated by the boar, being collected in a container (7), preferably
in a receptacle or bag with a semen filter.
27. Method according to one of the Claims 24 to 26, characterized by including the removal of a receptacle or tube-shaped body connected to the grip strip
(2) after the beginning of the ejaculation process in order to isolate the semen or
pre-sperm fraction ejaculated in the initial phase of the ejaculation process.
28. Method according to one of the Claims 24 to 27, characterized by including the step of attaching the clamping fixture (1) to a stationary fixture,
in particular a dummy.
29. Method according to one of the Claims 24 to 28, characterized by including the step of stimulating the boar penis (3) or the ejaculation using a hand
before placing the ends of the grip strip (2) in a clamping fixture (1).
30. Method according to Claims 24 to 29, characterized by exerting a permanent or intermittent pressure, pulling, pressing movements, tapping
movements with variable length of the pressing phase, and/or vibrations on the grip
strip (2) or the boar penis (3) during the semen collection process.
31. Method according to the Claims 24 to 30, characterized by adhering the grip strip (2) to the inner surface of a hand glove and/or held by means
of one or several fastening straps.
1. Dispositif pour prélever le sperme de verrats, comprenant une bande de préhension
(2) et un dispositif de serrage (1) qui est destiné à fixer de manière libérable la
bande de préhension disposée autour du pénis de verrat (3) de façon que la pression
nécessaire à l'éjaculation soit exercée par la bande de préhension ainsi fixée, la
bande de préhension (2) présentant une longueur de 10 à 30 cm, une largeur maximale
de 2 à 10 cm et une épaisseur de 0,1 à 3 cm.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de préhension (2) est en matériau flexible comprimable.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bande de préhension (2) présente une surface rugueuse et anti-dérapante.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de préhension (2) est réalisée en polyuréthane, EPDM, silicone, latex, caoutchouc
mousse ou autres matériaux, en particulier moussés.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une surface de la bande de préhension (2) est pourvue de boutons (4) et/ou
de bandes longitudinales et transversales de hauteur et de largeur identiques ou différentes.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les boutons (4) et/ou bandes sont disposées en formant un motif.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une surface de la bande de préhension (2) est munie d'une ou plusieurs portions
adhésives et/ou une ou plusieurs boucles de maintien.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la largeur de la bande de préhension (2) diminue en direction des extrémités.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de préhension (2) présente un matériau dégageant de la chaleur.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif comprend un corps plat qui est disposé au-dessous ou au-dessus de la
bande de préhension (2) ou est relié rigidement à la bande de préhension et s'étend
à partir de celle-ci.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le corps plat est une feuille ayant une largeur telle que le pénis de verrat (3)
peut en être entouré au moins partiellement et ayant une longueur telle que la feuille
s'étend de la bande de préhension disposée autour du pénis du verrat jusqu'au-delà
de la pointe du pénis.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend un récipient (13) ou sachet relié à la bande de préhension (2) .
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend un corps tubulaire (14) relié à la bande de préhension (2) et ouvert aux
extrémités.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le récipient (13) est disposé dans le corps tubulaire (14) et est réalisé d'un seul
tenant avec celui-ci.
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (1) comprend deux doigts (8, 9) s'étendant de manière parallèle
entre eux, entre lesquels les extrémités de la bande de préhension (2) peuvent être
disposées en se chevauchant mutuellement et serrées à bloc.
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (1) présente au moins un mors de serrage (5) apte à pivoter
et verrouillable, permettant de serrer de manière libérable les extrémités de la bande
de préhension (2).
17. Dispositif selon la revendication 16 précédentes, caractérisé en ce que le mors de serrage (5) peut pivoter autour d'un axe disposé parallèlement à un doigt
(8, 9).
18. Dispositif selon la revendication 17 précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'un des doigts (8, 9) comprend un cylindre rotatif.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que le cylindre peut tourner librement dans une direction tandis que la rotation peut
être bloquée au choix dans l'autre direction.
20. Dispositif selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que le cylindre présente une résistance à la rotation apte à permettre la fixation de
la bande de préhension.
21. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que le dispositif comprend un entraînement permettant d'actionner ou d'arrêter le cylindre.
22. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (1) présente une unité de fixation (6) pour fixation sur
un dispositif fixe, en particulier un fantôme.
23. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif comprend un système qui permet d'exercer une pression ou traction permanente
ou intermittente et/ou des mouvements de pression ou vibrations sur la bande de préhension
(2) et/ou le pénis du verrat.
24. Procédé pour prélever le sperme de verrats, comprenant les étapes suivantes :
- stimuler le pénis (3) du verrat,
- placer une bande de préhension dans la paume de la main,
- saisir le pénis du verrat de façon que le pénis soit entouré par la bande de préhension
(2) sur au moins la moitié de sa périphérie, et
- fixer la bande de préhension (2) au moyen d'un dispositif de serrage après que l'érection
ait eu lieu, de façon que la pression nécessaire à l'éjaculation soit exercée par
la bande de préhension (2) ainsi fixée.
25. Procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'un corps en forme de feuille ou prolongement de la bande de préhension (2), entourant
au moins partiellement la pointe du pénis, est placé autour du pénis (3) du verrat.
26. Procédé selon la revendication 24 ou 25, caractérisé en ce que le sperme éjaculé par le verrat est recueilli dans un contenant (7), de préférence
dans un récipient ou sachet muni d'un filtre à sperme.
27. Procédé selon l'une des revendications 24 à 26, caractérisé en ce qu'il comprend l'étape consistant à détacher un récipient ou corps tubulaire relié à
la bande de préhension (2) après le début du processus d'éjaculation pour extraire
du sperme ou liquide préséminal éjaculé pendant la phase initiale du processus d'éjaculation.
28. Procédé selon l'une des revendications 24 à 27, caractérisé en ce qu'il comprend l'étape de fixation du dispositif de serrage (1) sur un dispositif fixe,
en particulier un fantôme.
29. Procédé selon l'une des revendications 24 à 28, caractérisé en ce qu'il comprend l'étape de stimulation du pénis (3) du verrat ou de l'éjaculation avec
la main avant introduction des extrémités de la bande de préhension (2) dans un dispositif
de serrage (1) .
30. Procédé selon l'une des revendications 24 à 29, caractérisé en ce que, lors du processus de prélèvement de sperme, une pression, traction permanentes ou
intermittentes, mouvements de pression, mouvements de battement avec une durée variable
de la phase de pression et/ou vibrations sont exercés sur la bande de préhension (2)
ou le pénis (3) du verrat.
31. Procédé selon l'une des revendications 24 à 30, caractérisé en ce que la bande de préhension (2) est collée sur la surface intérieure d'un gant et/ou maintenue
au moyen d'une ou plusieurs boucles de maintien.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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