[0001] Die Erfindung betrifft einen Dieselhammer mit
- a) einem Zylinder;
- b) einem in dem Zylinder verschiebbar geführten Kolben;
- c) einem in dem Zylinder verschiebbar geführten Schlagstück, welches in der Betriebsstellung
des Dieselhammers unterhalb des Kolbens angeordnet ist;
- d) einem Arbeitsraum, der axial von einer im Inneren des Zylinders liegenden Stirnfläche
des Schlagstücks und einer Stirnfläche des Kolbens begrenzt ist;
- e) einer Kraftstoffzuführeinrichtung, durch die bei jedem Arbeitszyklus eine vorgegebene
Menge Kraftstoff, insbesondere Dieselöl, in den Arbeitsraum einbringbar ist.
[0002] Derartige Dieselhämmer, die auch als Dieselbären bezeichnet werden, werden insbesondere
bei Gründungsarbeiten in der Bauindustrie zum Einrammen von Pfählen aller Art, wie
Betonpfeilern, Eisenträgern, Spundwandelementen oder dergleichen, in einen Baugrund
eingesetzt.
[0003] Zum Starten eines solchen Dieselhammers wird der Kolben mit Hilfe einer Ausklinkvorrichtung
nach oben gezogen und in einer bestimmten Höhe freigegeben, worauf er unter Einwirkung
der Schwerkraft nach unten fällt. Der Kolben betätigt beim Niederfallen eine Kraftstoffpumpe,
wodurch einer oder mehreren Einspritzdüsen Kraftstoff, insbesondere Dieselöl, zugeführt
wird, die den Kraftstoff in den Arbeitsraum des Zylinders einspritzen.
[0004] Beim Niederfallen des Kolbens wird die im Arbeitsraum des Zylinders befindliche Luft
komprimiert und dadurch derart erhitzt, daß sich das im Arbeitsraum vorliegende Kraftstoff/
Luft-Gemisch entzündet, worauf es explosionsartig verbrennt.
[0005] Die dabei freiwerdende Explosionsenergie schleudert einerseits den Kolben zu einem
neuen Arbeitszyklus wieder nach oben und treibt andererseits das Rammgut in den Boden.
[0006] Bei solchen Dieselhämmern sind zwei Typen mit unterschiedlichen Arten zum Einspritzen
von Kraftstoff in den Arbeitsraum bekannt.
[0007] Bei einer ersten Einspritzart, der Hochdruck-Einspritzung, wird der Kraftstoff während
der Kompression der Luft durch den fallenden Kolben mit hohem Druck meist in Form
eines fein zerstäubten Kraftstoffnebels in den Arbeitsraum des Zylinders eingespritzt.
Dieser Nebel bildet zusammen mit der Luft ein zündfähiges Gemisch. Der Kraftstoff
entzündet sich bei der Hochdruck-Einspritzung bereits während des Kompressionsvorganges,
sobald die komprimierte Luft eine Temperatur erreicht, die zur Entzündung des Kraftstoffgemischs
ausreicht.
[0008] Durch die explosionsartige Verbrennung baut sich im Arbeitsraum ein hoher Druck auf,
durch den einerseits der Kolben abgebremst wird. Andererseits wirkt dieser Verbrennungsdruck
auf das Schlagstück, welches eine Kraft auf das Rammgut ausübt, wodurch dieses in
den Boden eingetrieben wird.
[0009] Der Verdichtungsvorgang endet spätestens mit dem Auftreffen des Kolbens auf das Schlagstück,
wobei der Kolben, der ja bereits vor dem Auftreffen auf das Schlagstück durch die
expandierenden Verbrennungsprodukte abgebremst wurde, nicht mit voller kinetischer
Energie auf das Schlagstück aufschlägt. Zeitweise, insbesondere bei einem harten Baugrund,
kann sogar der Fall auftreten, daß der Kolben das Schlagstück überhaupt nicht berührt
und ohne vorherigen Kontakt mit dem Schlagstück durch die Verbrennungsgase wieder
nach oben geschleudert wird. Unter solchen Bedingungen wirkt das Schlagstück nur über
das Verbrennungsgas-Polster auf das Rammgut ein.
[0010] Daher eignen sich Dieselhämmer, bei denen eine Hochdruckeinspritzung verwendet wird,
weniger zum Einrammen von schwerem Rammgut oder bei schwierigen Bodenverhältnissen
mit harten Schichten.
[0011] Zudem wird ein derartiger Dieselhammer im Betrieb sehr heiß und das System der Hochdruck-Einspritzung
neigt bei Überhitzung zu Fehlzündungen. Ein solches System ist zudem reparaturanfällig
und hat einen verhältnismäßig komplizierten Aufbau. Dies bringt den Nachteil mit sich,
dass ein Dieselhammer mit Hochdruck-Einspritzung auf Baustellen vor Ort nur schlecht
oder gar nicht reparierbar ist.
[0012] Vorteile der Hochdruck-Einspritzung liegen bei einer guten, relativ rückstandsfreien
Verbrennung und einem guten Startverhalten des Dieselhammers sowie einer guten Rammwirkung
bei weichen Bodenschichten.
[0013] Die zweite Einspritzart ist die sogenannte Schlagzerstäubung, die im Gegensatz zur
Hochdruck-Einspritzung auch als Niederdruck-Einspritzung bezeichnet werden kann.
[0014] Dort wird der Kraftstoff zu Beginn des Kompressionsvorganges mit niedrigerem Druck,
meist in Form eines Kraftstoffstrahls, in den Arbeitsraum eingebracht und liegt danach
zunächst als Kraftstofflache auf der oberen Stirnseite des Schlagstücks.
[0015] Die Luft im Arbeitsraum wird durch den niederfallenden Kolben solange komprimiert,
bis dieser auf das Schlagstück aufschlägt. In diesem Moment wird der flüssige Kraftstoff
durch die auftreffende Kolbenfläche zerstäubt und entzündet sich in diesem Zustand
in der heißen komprimierten Luft. Der Kolben wird dann durch die Explosion nach oben
geschleudert, worauf ein weiterer Arbeitszyklus beginnen kann.
[0016] Bis zum Aufschlagen auf das Schlagstück wird der Kolben lediglich durch die im Arbeitraum
befindliche und durch ihn komprimierte Luft in seinem Fall gebremst. Dies bedeutet,
die Bewegungsenergie des Kolbens wird zum großen Teil auf das Schlagstück übertragen,
wodurch bei gleichem Gewicht des Kolbens deutlich höhere Schlagkräfte auf das Rammgut
ausgeübt werden können als dies bei der oben erläuterten Hochdruck-Einspritzung der
Fall ist. Der Aufschlag des Kolbens auf das Schlagstück erfolgt zeitlich vor der Verbrennung
des Kraftstoffes.
[0017] Dieselhämmer, die eine Niederdruck-Einspritzung verwenden, sind weniger gut dafür
geeignet, bei geringen Bodenwiderständen eingesetzt zu werden. In diesen Fällen verringert
sich die Kompression auf Grund des geringeren Widerstandes des Erdreiches, denn bereits
der sich aufbauende Kompressionsdruck wird über das sich nach unten bewegende Schlagstück
auf das Rammgut übertragen. Der Arbeitsraum wird dadurch faktisch vergrößert, was
wiederum auf Kosten des Kompressionsdruckes geht.
[0018] Die Verbrennung läuft somit bei weichen Böden nur mit verminderter Qualität ab, was
zu unerwünschten Rückständen (Ruß, unverbrannter Kraftstoff in den Verbrennungsgasen)
führen kann, die die Umwelt belasten.
[0019] Vorteilhaft bei der Schlagzerstäubung ist, daß die Bewegungsenergie des Kolbens effektiv
genutzt wird, da der Kolben hart auf dem Schlagstück aufschlägt. Zudem neigt ein Dieselhammer
mit Schlagzerstäubung weniger zu einer Überhitzung, ist weniger störanfällig und einfacher
zu bedienen als ein Dieselhammer mit Hochdruck-Einspritzung.
[0020] Bislang mußte bei Dieselhämmern der Nachteil in Kauf genommen werden, daß ein nach
einem der beiden Arbeitsprinzipien arbeitender Dieselhammer immer nur bestimmten örtlichen
Gegebenheiten Rechnung tragen konnte. Stellte sich vor Ort heraus, daß die Bodenbeschaffenheit
anders war oder wurde als vorausgeplant, mußte entweder mit dem nicht optimalen Gerät
weitergearbeitet werden oder ein anderer Dieselhammer beschafft werden, was zu Zeitverlust
und höheren Kosten führte.
[0021] Durch die Erfindung soll ein Dieselhammer geschaffen werden, der bei unterschiedlichen
Bodenverhältnissen mit guter Schlageffektivität bei guter Verbrennungsqualität einsetzbar
ist.
[0022] Diese Aufgabe ist bei einem Dieselhammer der eingangs angesprochenen Art dadurch
gelöst, daß
f) die Kraftstoffzuführeinrichtung derart ausgebildet ist, daß der Kraftstoff in einer
ersten Einspritzart als zerstäubter Kraftstoffnebel und in einer zweiten Einspritzart
als Kraftstoffstrahl in den Arbeitsraum eingespritzt wird.
[0023] Dadurch wird es ermöglicht, daß der Dieselhammer bei weichen Bodenverhältnissen mit
Hochdruck-Einspritzung arbeiten, bei harten Bodenschichten jedoch mit der oben angesprochenen
Schlagzerstäubung betrieben werden kann.
[0024] So ist eine Anpassung der Wirksamkeit des Dieselhammers bei gleichzeitiger Optimierung
der Verbrennung, die ja teilweise ebenfalls von dem Bodenwiderstand abhängt, an weiche
oder harte Schichten des Bodens gewährleistet.
[0025] Es ist günstig, wenn der Kraftstoffnebel der ersten Einspritzart im wesentlichen
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Kolbens in der Nähe der oberen Stirnfläche des
Schlagstücks in den Arbeitsraum einströmt. Dadurch wird eine gute Verteilung des Kraftstoffnebels
im Arbeitsraum erreicht, was zu einer insgesamt guten und effektiven Verbrennung des
entstehenden Kraftstoff/Luft-Gemischs führt.
[0026] Vorteilhaft wird der Kraftstoffstrahl der zweiten Einspritzart derart in den Arbeitsraum
des Zylinders eingespritzt, daß er schräg auf die kolbenseitige Stirnfläche des Schlagstücks
trifft. So ist gewährleistet, daß sich der flüssige Kraftstoff gut über die Stirnfläche
verteilt, was zu einer besseren Zerstäubung beim Auftreffen des Kolbens auf das Schlagstück
und damit zu einer guten und effektiven Verbrennung führt.
[0027] Ein baulich einfach umzusetzender Dieselhammer ergibt sich aus derjenigen Ausführungsform,
bei der die Kraftstoffzuführeinrichtung wenigstens eine Hochdruck-Einspritzvorrichtung
und wenigstens eine Niederdruck-Einspritzvorrichtung umfaßt, denen über jeweils eine
Leitung durch wenigstens eine Kraftstoffpumpe, deren Einlaß mit einem Kraftstofftank
kommuniziert, bei jedem Arbeitszyklus des Dieselhammers eine bestimmte Menge Kraftstoff
zuführbar ist.
[0028] Auf diese Weise können vorteilhaft bereits bekannte Komponenten einer Hochdruck-Einspritzung
bzw. einer Niederdruck-Einspritzung zur Realisierung eines erfindungsgemäßen Dieselhammers
verwendet werden.
[0029] Es ist günstig, wenn die jeweils über eine Hochdruck-Einspritzvorrichtung und die
jeweils über eine Niederdruck-Einspritzvorrichtung zugeführte Kraftstoffmenge einstellbar
ist, vorzugsweise über die Kraftstoffpumpe selbst. Dadurch kann die Schlagintensität
des Dieselhammers an unterschiedliche Bodenverhältnisse, je nach Härte des Baugrundes,
angepasst werden.
[0030] Alternativ ist auch die Verwendung steerbarer Drosseln oder in der Öffnungszeit steuerbarer
Ventile möglich.
[0031] Eine gut funktionierende und zeitlich zuverlässig auf einen Arbeitszyklus des Dieselhammers
abgestimmte Einspritzung des Kraftstoffes wird erzielt, wenn der niederfallende Kolben
die Kraftstoffpumpe oder ein Einspritzventil steuert oder betätigt.
[0032] Ein Zusetzen der zumeist sehr feinen Einspritzdüsen der Hochdruck-Einspritzvorrichtung
wird auf einfache Weise verhindert, wenn die Kraftstoffpumpe der Hochdruck-Einspritzvorrichtung
bei jedem Arbeitszyklus eine Mindestmenge Kraftstoff zuführt. Dadurch wird die Einspritzdüse
bei jedem Zyklus von Kraftstoff durchströmt und somit von Verunreinigungen befreit
bzw. davon freigehalten.
[0033] Ein eine effektive Verbrennung gewährleistender Verbrennungsraum ist gegeben, wenn
die den Arbeitsraum des Zylinders begrenzende Stirnfläche des Kolbens durch eine umlaufende
radial außenliegende Stufe abgesetzt ist. So ist der Verbrennungsraum, der gebildet
ist, wenn die Stirnfläche des Kolbens auf der inneren Stirnfläche des Schlagstücks
aufliegt, toroidförmig und weist ein verhältnismäßig geringes Volumen auf.
[0034] Gemäß weiterer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Kraftstoff in einer
dritten Einspritzart sowohl als zerstäubter Kraftstoffnebel als auch als Kraftstoffstrahl
in den Arbeitsraum des Zylinders eingespritzt wird.
[0035] Man kann so einen Übergang zwischen der ersten und der zweiten Einspritzart realisieren.
[0036] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1
- einen dem Baugrund zugewandten unteren Abschnitt eines Dieselhammers in teilweisem
Schnitt;
- Figur 2 und 3
- eine Niederdruck-Einspritzvorrichtung mit Kraftstoffpumpe, deren Betätigungsstößel
in unterschiedlichen Ausgangsstellungen gezeigt ist; und
- Figur 4
- schematisch eine elektronische Steuerung der Kraftstoffmenge, die dem Arbeitsraum
zugeführt wird.
[0037] Figur 1 zeigt einen Dieselhammer 10 mit einem beidseitig offenen Zylinder 12, der
in der Praxis eine Länge von 5 bis 10 m und einen Durchmesser von 0,5 bis 1 m aufweisen
kann.
[0038] In dem Zylinder 12 läuft ein Kolben 14. Ein hierzu koaxiales Schlagstück 16 greift
verschiebbar in das offene untere Ende des Zylinders 12 ein. Das untere Ende des Zylinders
12 trägt eine mittels Schrauben; von denen in der Figur eine mit dem Bezugszeichen
18 gekennzeichnet ist, befestigte ringförmige Lagereinheit 20. In dieser ist ein mittiger
Schaftabschnitt 22 des Schlagstücks 16 dicht und verschiebbar geführt, der einen gegenüber
dem Innendurchmesser des Zylinders 12 verminderten Außendurchmesser hat.
[0039] An das untere Ende des Schaftabschnitts 22 ist eine unterhalb des Zylinders liegende
Schlagplatte 24 angeformt, deren außenliegende untere konvexe Begrenzungsfläche 26
im Betrieb mit dem oberen Ende eines einzutreibenden Rammgutes wie einem Betonpfahl,
einem Eisenträger, einem Spundwandelement oder dergleichen zusammenarbeitet.
[0040] An das obere Ende des Schaftabschnitts 22 des Schlagstücks 16 ist ein Kolbenabschnitt
28 mit mehreren umlaufenden, axial beabstandeten Dichtringen 30 angeformt, die auf
der Innenmantelfläche 32 des Zylinders 12 laufen. Die Oberseite des Kolbenabschnitts
28 begrenzt zusammen mit der Unterseite des Kolbens 14 und der Umfangswand des Zylinders
12 einen Arbeitsraum 34. Die dem Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 zugewandte Stirnfläche
36 des Schlagstücks 16 ist plan mit einer flachen Brennstoffmulde 37 geschliffen.
[0041] Zwischen der Schlagplatte 24 des Schlagstücks 16 und der Lagereinheit 20 des Zylinders
12 ist ein Dämpfungsring 38 angeordnet. Ein weiterer Dämpfungsring 40 ist in der Nähe
der Lagereinheit 20 zwischen der Oberseite der Lagereinheit 20 und der Unterseite
des Kolbenabschnitts 28 des Schlagstücks 16 wirksam.
[0042] Im Inneren des Zylinders 12 läuft oberhalb des Schlagstücks 16 ein mit umlaufenden,
axial beabstandeten Dichtringen 42 versehenes unteres Arbeitsende 44 des Kolbens 14.
[0043] Die untere freie plan geschliffene Stirnfläche 46 des Kolbens 14 ist durch eine radial
außenliegende umlaufende Stufe 48 abgesetzt, so daß sich eine toroidförmige Gestalt
des Verbrennungsraumes bildet, wenn die Stirnfläche 46 des Kolbens 14 auf der Stirnfläche
36 des Schlagstücks 16 aufliegt.
[0044] Das Arbeitsende 44 des Kolbens 14 ist an einen Massenabschnitt 50 desselben angeformt,
der sich in den hier nicht dargestellten oberen Abschnitt des Zylinders 12 hinein
erstreckt.
[0045] Um den Kolben 12 zum Starten des Dieselhammers ein erstes Mal anzuheben, weist der
Massenabschnitt 50 eine hier nicht gezeigte Mitnahmeschulter auf, an welcher ein ausklinkbarer
Haken einer hier ebenfalls nicht dargestellten Hebevorrichtung angreifen kann.
[0046] An der Umfangswand des Zylinders 12 ist eine Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 mit
einer schematisch angedeuteten Kraftstoffpumpe 53 und einer Hochdruck-Einspritzdüse
54 angeordnet. In der in der Figur gezeigten oberen Endstellung des Schlagstücks 16,
wenn also eine obere Ringfläche 56 der Schlagplatte 24 des Schlagstücks 16 gegen den
Dämpfungsring 38 anliegt, mündet die Einspritzdüse 54 der Hochdruck-Einspritzvorrichtung
52 knapp oberhalb der Stirnfläche 36 des Schlagstücks 16 in den Arbeitsraum 34 des
Zylinders 12.
[0047] Neben der Hochdruck-Einspritzdüse 54 können (vorzugsweise auf gleicher Höhe) weitere
Hochdruck-Einspritzdüsen gleich verteilt in der Umfangswand des Zylinders 12 angeordnet
sein.
[0048] Die Hochdruck-Einspritzdüse 54 ist über eine Leitung 58 mit dem Auslaß der auf der
Außenseite des Zylinders 12 angeordneten Kraftstoffpumpe 53 verbunden, deren Einlaß
mit einem mit Dieselöl gefüllten Kraftstofftank 55 kommuniziert. Die Kraftstoffpumpe
53 wird über einen Betätigungsstößel 57 betätigt, wenn der Kolben 14 nach unten fällt.
[0049] Die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52, insbesondere deren Einspritzdüse 54, ist so
ausgebilet, daß sie das ihr zugeführte Dieselöl mit hohem Druck im wesentlichen als
fein zerstäubten Nebel 76 in den Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 einspritzt. Die Einspritzdüse
54 ist dabei so ausgerichtet, daß das Dieselöl im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Kolbens 14 eingespritzt wird.
[0050] Eine weitere Kraftstoffpumpe 60, die durch einen ins Innere des Zylinders 12 vorgespannten
Betätigungsstößel 61 beim Fallen des Kolbens 14 angetrieben wird, ist förderseitig
über eine Leitung 64 mit einer Niederdruck-Einspritzdüse 66 verbunden und bildet mit
dieser eine Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68. Die Kraftstoffpumpe 60 kommuniziert
mit einem mit Dieselöl gefülltem Kraftstofftank 62. Die Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 ist axial von der Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 in Richtung auf das obere Ende
des Zylinders 12 beabstandet an und in der Umfangswand des Zylinders 12 vorgesehen.
Ihre Einspritzdüse 66 ist derart ausgebildet und ausgerichtet, daß der abgegebene
Kraftstoff in einem im wesentlichen zusammenhängenden Strahl etwa mittig auf die Stirnfläche
36 des Schlagstücks 16 gespritzt wird.
[0051] Auch hier können ergänzende weitere Niederdruck-Einspritzdüsen vorzugsweise auf gleicher
Höhe liegend wie die Niederdruck-Einspritzdüse 66 um den Umfang des Zylinders 12 verteilt
sein.
[0052] Insgesamt bilden also die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52, die Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 und die Kraftstofftanks 55 und 62 gemeinsam eine Kraftstoffzuführeinrichtung.
[0053] Die Kraftstoffpumpen 53 und 60 sind unabhängig voneinander in ihrer Fördermenge einstellbar,
so daß die der Hochdruck-Einspritzdüse 54 und die der Niederdruck-Einspritzdüse 66
zugeführte Kraftstoffe kontinuierlich variierbar ist, wie nachfolgend noch erläutert
wird.
[0054] Oberhalb der Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68 ist die Umfangswand des Zylinders
12 von schräg nach oben verlaufenden Arbeitsstutzen 70 und 72 durchsetzt, wie dies
aus der Figur ersichtlich ist. Über sie wird Verbrennungsluft angesaugt und werden
Verbrennungsgase abgegeben.
[0055] Schließlich umfaßt der Dieselhammer 10 hier nicht extra dargestellte Schmiermittelpumpen
und in Umfangsrichtung des Zylinders 12 verteilte Schmiermitteldüsen, über die Schmiermittel
zwischen den Kolben 14 und die Innenmantelfläche 32 des Zylinders 12 gegeben wird.
[0056] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Kraftstoffpumpe 60 der Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68, wobei ihr Betätigungsstößel 61 in zwei unterschiedlichen Ausgangsstellungen gezeigt
ist.
[0057] Der Betätigungsstößel 61 erstreckt sich durch die Umfangswand des Zylinders 12 hindurch.
Er endet außen in einem Pumpenkolben 80 und im Inneren des Zylinders 12 in einem in
einer passenden Ausnehmung 81 in der Umfangwand des Zylinders 12 laufenden keilförmigen
Betätigungsabschnitt 82, die über eine Kolbenstange 84 miteinander verbunden sind.
Eine zum Innenraum des Zylinders 12 zeigende konkave Betätigungsfläche 86 des Betätigungsabschnitts
82 weist eine Krümmung auf, die derjenigen der Innemantelfläche 32 des Zylinders 12
entpricht, und ist nach oben und radial nach außen geneigt.
[0058] Je nach Ausgangsstellung des Betätigungsstößels 61 ragt dessen Betätigungsfläche
86 vollständig, wie in Figur 2 zu erkennen ist, oder mit einem unteren Bereich, was
in Figur 3 gezeigt ist, in den Innenraum des Zylinders 12 hinein.
[0059] Etwa mittig zwischen dem Pumpenkolben 80 und dem Betätigungsabschnitt 82 ist mit
der Kolbenstange 84 eine nach oben weisende Anschlagplatte 88 verbunden, welche mit
einer radial verstellbaren gehäusefesten Anschlagplatte 90 einer Hubeinstelleinrichtung
92 zusammenarbeitet. Die Anschlagplatte 90 läuft über eine Gewindebohrung 94 auf einer
radial nach außen verlaufenden Gewindespindel 96, die über einen Servomotor 98, der
in der Zeichnung nur schematisch angedeutet ist, verdreht werden kann.
[0060] Der Pumpenkolben 80 läuft in einem außen an der Umfangswand des Zylinders 12 angeordneten
Pumpenzylinder 100, welcher einen Kraftstoffauslaß 102, der mit der Einspritzdüse
66 kommuniziert, und einen Kraftstoffeinlaß 104 aufweist, der mit dem Kraftstofftank
62 in Fluidverbindung steht.
[0061] Der Betätigungsstößel 61 wird durch eine Feder 106 stets in Richtung auf den Innenraum
des Zylinders 12 gedrückt, so daß die Anschlagplatte 88 in der Ausgangsstellung gegen
die Anschlagplatte 90 der Hubeinstellvorrichtung 92 anliegt.
[0062] Die Figur 2 zeigt diejenige Stellung der Anschlagplatte 90, in welcher der Pumpenkolben
80 seinen größten Hub hat. Dies bedeutet, daß in dieser Stellung der Anschlagplatte
90 die von der Kraftstoffpumpe 60 pro Hub abgegebene Kraftstoffmenge maximal ist.
[0063] Wird nun, ausgehend von der in Figur 2 gezeigten Stellung, die Gewindespindel 96
der Einstellvorrichtung 92 verdreht, wird die Anschlagplatte 90 radial nach außen
bewegt.
Dadurch verringert sich der Hub des Pumpenkolbens 80 im Pumpenzylinder 100 und damit
das Volumen des Arbeitsraums 108 der Kraftstoffpumpe, was so zu einer Verringerung
derjenigen Kraftstoffmenge führt, die pro Hub gefördert werden kann. Eine solche Stellung
der Hubeinstelleinrichtung 92 ist in Figur 3 gezeigt.
[0064] Die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 kann dem oben erläuterten Ausführungsbeispiel
der Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68 entsprechend ausgebildet sein. Komponenten
der Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 sind in den Figuren 2 und 3 mit entsprechenden
Bezugszeichen versehen.
[0065] Die durch die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 bzw. durch die Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 in den Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 abgegebene Kraftstoffmenge ist folglich
durch die jeweilige Stellung der zugehörigen gehäusefesten Anschlagplatte 90 vorgebbar.
[0066] In Figur 4 ist eine elektronische Steuerung der dem Arbeitsraum 34 des Zylinders
12 zugeführten Kraftstoffmenge gezeigt, wobei denjenigen der Figuren 1 bis 3 entsprechende
Komponenten mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
[0067] Die Hochdruck-Einspritzdüse 54 und die Niederdruck-Einspritzdüse 66 stehen jeweils
mit einem federbeaufschlagten Magnetventil 110 in Fluidverbindung. Letztere kommunizieren
jeweils mit einem unter Druck stehenden Kraftstoffspeicher 112, die von den entsprechenden
Kraftstoffpumpen 53 bzw. 60 über Rückschlagventile 113 gespeist sind.
[0068] Die Kraftstoffmenge, die der Hochdruck-Einspritzdüse 54 bzw. der Niederdruck-Einspritzdüse
66 zugeführt werden soll, wird einem Rechner 114 mit einem Anzeigemonitor 116 über
ein Tastenfeld 118 eingegeben. Als Eingabeparameter sind auch Angaben über die vorliegenden
Bodenverhältnisse möglich, anhand derer dann von einer entsprechenden Software geeignete
Daten für die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 und die Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 berechnet werden.
[0069] Der Rechner 114 berechnet aus den Eingabedaten denjenigen Zeitraum, über den die
Magnetventile 110 geöffnet werden, wodurch entsprechend deren Öffnungsdauer eine bestimmte
Kraftstoffmenge durch die Hochdruck-Einspritzdüse 54 bzw. durch die Niederdruck-Einspritzdüse
66 in den Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 eingespritzt wird.
[0070] Die vom Rechner ermittelten Öffnungszeiten werden einer Steuereinheit 120 übermittelt,
die diese als Steuersignale an jeweils einen steuerbaren Monoflop 122 der Hochdruck-Einspritzvorrichtung
52 bzw. der Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68 weitergibt.
[0071] Die Monoflops 122 stehen eingangsseitig über Kontaktklemmen 124 mit in Figur 4 lediglich
schematisch angedeuteten in die Kolbenbahn ragenden Betätigungsstößeln 126 in Verbindung
und werden bei einer Bewegung der Betätigungsstößel 126 aktiviert. Alternativ können
berührungsfrei arbeitende Sensoren eingesetzt werden, die ansprechen, wenn der Kolben
14 beim Fallen eine vorgegebene Stellung erreicht.
[0072] Ausgangsseitig sind die Monoflops 122 jeweils mit einem Verstärker 128 verbunden,
der das verstärkte Signal der Monoflops 122 an das entsprechende Magnetventil 110
leitet, worauf dieses entsprechend der jeweils eingestellten Impulsbreite des Monoflops
122 seine Offenstellung einnimmmt. Ist die Schaltzeit der beiden Monoflops 110, die
für die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 und für die Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 unterschiedlich gewählt sein kann, erreicht, werden die Magnetventile 110 durch
Federkraft wieder in ihre Schließstellung überführt.
[0073] Somit bilden ein Magnetventil 110, ein Kraftstoffreservoir 112 und ein Monoflop 122
gemeinsam eine in der Förderleistung steuerbare Kraftstoffquelle.
[0074] Der oben beschriebene Dieselhammer 10 arbeitet folgendermaßen:
[0075] Im Ausgangszustand sei der Kolben 12 durch die bereits angesprochene nicht dargestellte
Haltevorrichtung in eine obere Stellung angehoben. Nach Ausklinken fällt er von dort
unter Einwirkung der Schwerkraft nach unten, verschließt die Arbeitsstutzen 70 und
72 und betätigt mit seiner Stirnfläche 46 die Betätigungsstößel 57, 61 der Hochdruckeinspritzvorrichtung
52 bzw. der Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68.
[0076] wird die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Ausführungsform der Einspritzvorrichtungen
52 bzw. 68 verwendet, so bedeutet dies, daß der Kolben 14 von oben auf die Betätigungsfläche
86 des Betätigungsabschnitts 82 des Betätigungsstößels 61 trifft. Beim weiteren Niederfallen
des Kolbens 14 wird dieser, in den Figuren 2 und 3 nach links, verschoben. Dadurch
wird der Pumpenkolben 80 in Richtung auf den Auslaß 102 des Pumpenzylinders 100 verschoben,
wodurch der im Arbeitsraum 108 befindliche Kraftstoff zur Einspritzdüse 54 bzw. 66
gefördert und in den Arbeitsraum 34 des Zylinders eingespritzt wird.
[0077] Dort bildet sich, sei es schon durch das Hochdruck-Einspritzen, sei es durch Schlagzerstäubung,
ein zündfähiges Gemisch aus Kraftstofftröpfchen und Luft. Die Einspritzdüsen 54 und
66 werden nun einzeln oder in Kombination, je nach Einstellung der Kraftstoffpumpen
53 und 60, eine bestimmte Menge Dieselöl in der jeweils oben geschilderten Art in
den Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 einspritzen. Soll eine der Einspritzvorrichtungen
52, 68 keinen Kraftstoff in den Arbeitsraum 34 des Zylinders 12 einspritzen, so wird
ihr Betätigungsstößel 57 bzw. 61 durch Steuerung des Servomotors 98 so weit radial
nach außen verschoben, bis der jeweilige Betätigungsabschnitt 86 nicht mehr in den
Innenraum des Zylinders 12 ragt.
[0078] Bei der Verwendung einer elektronischen Steuerung, die in Figur 4 gezeigt ist, werden
die gewünschten Parameter über den Rechner 114 programmiert. Soll dabei eine der beiden
Einspritzvorrichtungen 52, 68 keinen Kraftstoff in den Arbeitsraum 34 des Zylinders
12 einspritzen, so wird in diesem Fall das entsprechende Monoflop 122 auf Impulsbreite
null gesteuert, so daß das entsprechende Magnetventil 110 beim Niederfallen des Kolbens
14 nicht geöffnet wird.
[0079] Mit dem Aufschlagen des Kolbens 14 auf das Schlagstück 16 und/oder über das Gaskissen
zwischen Kolben und Schlagstück wird auf das Schlagstück und über dieses auf das Rammgut
eine nach unten gerichtete Kraft ausgeübt, welche das Rammgut weiter in das Erdreich
treibt;
[0080] Bei der anschließend durch die explosive Verbrennung des Dieselöls ausgelösten Aufwärtsbewegung
des Kolbens 14 gibt dieser die Arbeitsstutzen 70, 72 frei, wodurch sich die Verbrennungsgase
entspannen und über die Arbeitsstutzen 70, 72 abströmen. Der Kolben 14 wird nun unter
Ansaugen von frischer Verbrennungsluft, was ebenfalls durch die Arbeitsstutzen 70,
72 erfolgt, weiter nach oben geschleudert, bis er seine obere Endstellung erreicht
und sich der beschriebene Arbeitszyklus wiederholt.
[0081] Der Dieselhammer kann also wahlweise nur mittels der Hochdruck-Einspritzvorrichtung
52 in einer ersten Einspritzart als zerstäubter Kraftstoffnebel, nur mittels der Niederdruck-Einspritzvorrichtung
68 in einer zweiten Einspritzart als Kraftstoffstrahl oder durch eine Kombination
dieser beiden in einer dritten Einspritzart sowohl als zerstäubter Kraftstoffnebel
als auch als Kraftstoffstrahl betrieben werden. Dadurch ist er an unterschiedliche
Bodenverhältnisse anpaßbar.
[0082] Zu Beginn einer Rammung liegen meist weiche Bodenverhältnisse, d.h. geringe Bodenwiderstände,
vor, wodurch es günstig ist, zu diesem Zeitpunkt den Dieselhammer 10 nur bzw. überwiegend
mit Hochdruck-Einspritzung mittels der Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 zu betreiben.
Gegebenenfalls kann auch die Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68 mit einer geringen
Menge Kraftstoff versorgt werden, so daß auch die bereits erläuterte Schlagzerstäubung
unterstützend zur Anwendung kommt.
[0083] Erreicht das Rammgut tragfähigere und damit meist härtere Schichten des Erdreichs,
kann der Anteil der Niederdruck-Einspritzung durch entsprechende Veränderung der zugeteilten
Kraftstoffmenge über die Niederdruck-Einspritzvorrichtung 68 erhöht werden, wodurch
die direkte Kraftübertragung des Kolbens 14 auf das Schlagstück 16 und damit auf das
Rammgut erhöht wird, wie dies bereits erläutert wurde.
[0084] Sollten sich die Bodenverhältnisse in größeren Tiefen wieder zu weicheren Schichten
wie beispielsweise Sandschichten verändern, so kann das Verhältnis der durch die Einspritzvorrichtungen
52 und 68 zugeführten Kraftstoffmengen entsprechend angepaßt werden. So ist eine individuelle
Anpassung der Arbeits- und Wirkweise des Dieselhammers 10 an unterschiedliche und
an sich verändernde Bodenverhältnisse möglich, wobei eine gute und vollständige Verbrennung
des Dieselöls gewährleistet ist.
[0085] Vorzugsweise wird die Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 bei Arbeiten in harten Schichten
des Erdreichs, bei denen das Prinzip der Schlagzerstäubung verwendet wird, bei jedem
Arbeitszyklus mit geringer Kraftstoffmenge weiterbetrieben. Die Kraftstoffpumpe 53
der Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 führt also bei jedem Arbeitszyklus der Hochdruck-Einspritzdüse
54 eine Mindestmenge Kraftstoff zu. Dadurch wird vermieden, daß die in der Regel sehr
fein ausgebildete Einspritzdüse 54 der Hochdruck-Einspritzvorrichtung 52 durch Verbrennungsrückstände
oder andere Verunreinigungen wie Schmierölreste zugesetzt wird und nicht mehr funktioniert.
[0086] In Abwandlung kann man auch nur eine einzige Pumpe zur Bereitstellung von unter Druck
stehendem Kraftsstoff verwenden, die gleichermaßen für die Hochdruckeinspritzung und
die Niederdruckeinspritzung (ggf. über einen Druckminderer oder eine Drossel) dient.
[0087] Und in weiterer Abwandlung kann man auch auf eine Steuerung der Kraftstoffmenge im
laufenden Betrieb verzichten, wenn ein besonders einfach aufgebauter Dieselbär gewünscht
wird und/oder die Belastungsänderungen klein sind.
1. Dieselhammer (10) mit
a) einem Zylinder (12);
b) einem in dem Zylinder (12) verschiebbar geführten Kolben (14);
c) einem in dem Zylinder (12) verschiebbar geführten Schlagstück (16), welches in
der Betriebsstellung des Dieselhammers (10) unterhalb des Kolbens (14) angeordnet
ist;
d) einem Arbeitsraum (34), der axial von einer im Inneren des Zylinders (12) liegenden
Stirnfläche (36) des Schlagstücks (16) und einer Stirnfläche (46) des Kolbens (14)
begrenzt ist;
e) einer Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68), durch die bei jedem Arbeitszyklus
eine vorgegebene Menge Kraftstoff, insbesondere Dieselöl, in den Arbeitsraum (34)
einbringbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
f) die Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68) derart ausgebildet ist, daß der
Kraftstoff in einer ersten Einspritzart als zerstäubter Kraftstoffnebel (76) und in
einer zweiten Einspritzart als Kraftstoffstrahl 74) in den Arbeitsraum (34) eingespritzt
wird.
2. Dieselhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68) derart eingerichtet ist, daß der
Kraftstoffnebel (76) der ersten Einspritzart im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Kolbens (14) in der Nähe der Stirnfläche (36) des Schlagstücks (16) in den Arbeitsraum
(34) einströmt.
3. Dieselhammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68) derart eingerichtet ist, daß der
Kraftstoffstrahl (74) der zweiten Einspritzart schräg auf die kolbenseitige Stirnfläche
(36) des Schlagstücks (16) auftrifft.
4. Dieselhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68) wenigstens eine Hochdruck-Einspritzdüse
(54) und wenigstens eine Niederdruck-Einspritzdüse (66) umfaßt, denen über jeweils
eine Leitung (58, 64) durch wenigstens eine Kraftstoffpumpe (53, 60; 110, 112, 122),
deren Einlaß mit einem Kraftstofftank (55, 62) kommuniziert, bei jedem Arbeitszyklus
des Dieselhammers (10) eine bestimmte vorzugsweise einstellbar vorgegebene Menge Kraftstoff
zuführbar ist.
5. Dieselhammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Kraftstoffpumpe (53, 60; 110, 112, 122) der Kraftstoffzuführeinrichtung
(52, 55, 62, 68) derart ausgebildet ist, daß die jeweils einer Hochdruck-Einspritzvorrichtung
(52) und die jeweils einer Niederdruck-Einspritzvorrichtung '(68) zugeführte Kraftstoffmenge
einstellbar ist.
6. Dieselhammer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffpumpe (53, 60; 110, 112, 122) durch den niederfallenden Kolben (14)
steuerbar oder betätigbar ist.
7. Dieselhammer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzuführeinrichtung (52, 55, 62, 68) derart ausgebildet ist, daß sie
der Hochdruck-Einspritzdüse (54) bei jedem Arbeitszyklus eine Mindestmenge Kraftstoff
zuführt.
8. Dieselhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die den Arbeitsraum (34) begrenzende Stirnfläche (46) des Kolbens (14) durch eine
umlaufende radial außenliegende Stufe (48) abgesetzt ist.
9. Dieselhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in einer dritten Einspritzart der Kraftstoff sowohl als zerstäubter Kraftstoffnebel
(76) als auch als Kraftstoffstrahl (74) in den Arbeitsraum (34) des Zylinders (12)
eingespritzt wird.
1. Diesel pile hammer (10) comprising
a) a cylinder (12),
b) a piston (14) slidably guided in the cylinder (12),
c) an impact piece (16) that is slidably guided in the cylinder (12) and in the operating
position of the diesel pile hammer (10) is arranged below the piston (14),
d) a working compartment (34) which is axially delimited by an end face (36), located
inside the cylinder (12), of the impact piece (16) and an end face (46) of the piston
(14),
e) a fuel supply device (52, 55, 62, 68) through which a predefined amount of fuel,
in particular diesel oil, can be introduced into the working compartment (34) with
every working cycle,
f) the fuel supply device (52, 55, 62, 68) is constructed in such a way that the fuel
is injected into the working compartment (34) in a first mode of injection as an atomised
fuel mist (76) and in a second mode of injection as a fuel jet 74).
2. Diesel pile hammer according to claim 1, characterised in that the fuel supply device (52, 55, 62, 68) is designed in such a way that the fuel mist
(76) of the first mode of injection flows into the working compartment (34) in the
vicinity of the end face (36) of the impact piece (16) substantially vertically to
the direction of movement of the piston (14).
3. Diesel pile hammer according to claim 1 or 2, characterised in that the fuel supply device (52, 55, 62, 68) is designed in such a way that the fuel jet
(74) of the second mode of injection obliquely strikes the piston-side end face (36)
of the impact piece (16).
4. Diesel pile hammer according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the fuel supply device (52, 55, 62, 68) comprises at least one high pressure injection
nozzle (54) and at least one low-pressure injection nozzle (66), to which, via one
pipe (58, 64) in each case and by way of at least one fuel pump (53, 60; 110, 112,
122), of which the inlet communicates with a fuel tank (55, 62), a specific, preferably
adjustable, predefined amount of fuel can be supplied with every working cycle of
the diesel pile hammer (10).
5. Diesel pile hammer according to claim 4, characterised in that at least one fuel pump (53, 60; 110, 112, 122) of the fuel supply device (52, 55,
62, 68) is constructed in such a way that the amount of fuel supplied to a high-pressure
injection device (52) in each case and the amount of fuel supplied to a low-pressure
injection device (68) in each case can be adjusted.
6. Diesel pile hammer according to claim 4 or 5, characterised in that the fuel pump (53, 60; 110, 112, 122) can be controlled or actuated by way of the
dropping piston (14).
7. Diesel pile hammer according to any one of claims 4 to 6, characterised in that the fuel supply device (52, 55, 62, 68) is constructed in such a way that it supplies
the high-pressure injection nozzle (54) with a minimum amount of fuel with every working
cycle.
8. Diesel pile hammer according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the end face (46) of the piston (14) delimiting the working compartment (34) is stepped
by a circumferential, radially external step (48).
9. Diesel pile hammer according to any one of claims 1 to 8, characterised in that in a third mode of injection the fuel is injected into the working compartment (34)
of the cylinder (12) as both an atomised fuel mist (76) and as a fuel jet (74).
1. Mouton Diesel (10) comprenant
a) un cylindre (12) ;
b).un piston (14) guidé de façon mobile dans le cylindre (12) ;
c) un élément percuteur (16) guidé de façon mobile dans le cylindre (12), qui est
situé sous le piston (14) lorsque le mouton Diesel (10) est en position de fonctionnement
;
d) un espace de travail (34) qui est délimité dans la direction axiale par une surface
frontale (36) de l'élément percuteur (16) située à l'intérieur du cylindre (12) et
par une surface frontale (46) du piston (14) ;
e) un dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) permettant, lors de
chaque cycle opératoire, d'alimenter l'espace de travail (34) avec une quantité prédéfinie
de carburant, notamment de gazole,
caractérisé en ce que
f) le dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) est réalisé de telle
sorte que, selon un premier mode d'injection, le carburant est injecté dans l'espace
de travail (34) sous forme de carburant vaporisé (76) et selon un second mode d'injection,
il y est injecté sous forme de jet de carburant (74).
2. Mouton Diesel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) est conçu de telle sorte
que le carburant vaporisé (76) du premier mode d'injection pénètre dans l'espace de
travail (34) à proximité de la surface frontale (36) de l'élément percuteur (16),
essentiellement perpendiculairement à la direction de déplacement du piston (14).
3. Mouton Diesel selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) est conçu de telle sorte
que le jet de carburant (74) du second mode d'injection heurte en biais la surface
frontale (36) de l'élément percuteur (16) qui est située côté piston.
4. Mouton Diesel selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) comprend au moins une
buse d'injection haute pression (54) et au moins une buse d'injection basse pression
(66) qui, lors de chaque cycle opératoire du mouton Diesel (10), peuvent chacune être
alimentées via un tuyau (58, 64) avec une certaine quantité de carburant, de préférence
prédéfinie de façon réglable, par au moins une pompe à carburant (53, 60 ; 110, 112,
122) dont l'entrée communique avec un réservoir de carburant (55, 62).
5. Mouton Diesel selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins une pompe à carburant (53, 60 ; 110, 112, 122) du dispositif d'alimentation
en carburant (52, 55, 62, 68) est réalisée de manière à pouvoir régler la quantité
de carburant alimentant chaque fois un dispositif d'injection haute pression (52)
et un dispositif d'injection basse pression (68).
6. Mouton Diesel selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que la pompe à carburant (53, 60 ; 110, 112, 122) peut être commandée ou actionnée par
le piston (14) qui tombe.
7. Mouton Diesel selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en carburant (52, 55, 62, 68) est réalisé de telle sorte
qu'à chaque cycle opératoire, il alimente la buse d'injection haute pression (54)
avec une quantité minimale de carburant.
8. Mouton Diesel selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la surface frontale (46) du piston (14) qui délimite l'espace de travail (34) est
étagée par un gradin (48) circulaire situé radialement à l'extérieur.
9. Mouton Diesel selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que selon un troisième mode d'injection, le carburant est injecté dans l'espace de travail
(34) du cylindre (12) à la fois en tant que carburant vaporisé (76) et jet de carburant
(74).